Das MCU war eigentlich abgeschrieben. Nach der grandiosen Phase Drei, kam der tiefe Fall in Phase Vier, wo es kein richtiges Highlight mehr gab und ein enttäuschender Film folgte auf den anderen. Die fünfte Phase sollte nun alles wieder richten, dafür wurden auf frühere Steckenpferde gesetzt, wie Guardians oft he Galaxy oder Deadpool. Selbst ein Urgestein – Captain America – konnte einfach nur noch enttäuschen. Das es dann ausgerechnet die Charakter-Resterampe Thunderbolts nun richten könnte, konnte keiner ahnen. Warum auch mich der Film aber überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten.
Meine Meinung
Irgendwie habe ich die Marvel Filme nur noch aus Gewohnheit geschaut. Schon lange freue ich mich nicht mehr darauf und Erwartungen habe ich auch keine mehr. So war es auch bei den Thunderbolts. Schon der Trailer zeigte die Auswahl an Charakteren und es wirkte stark nach dem Motto „Wen haben wir noch nicht komplett verbraten?“ Während Yelena aus Black Widow und Hawkeye zumindest noch mit einem halbwegs etablierten Charakter aufwarten konnte, hatten wir dann auch Ghost aus Ant-Man and the WASP, an die sich kaum noch jemand erinnert hat, den Red Guardian, der auch irgendwie in Black Widow nur der lustige Sidekick war und dann auch noch John Walker aus Falcon and the Winter Soldier, also ein Charakter, der schon der Serie super nervig war und ich mich sehr freute, ihn nicht nochmal sehen zu müssen. Aber zu früh gefreut. Achja, vergessen wir nicht Bucky, der zwar im halben MCU anwesend war, aber irgendwie immer noch keinen richtigen Platz hat und gern immer wieder eingesetzt wird. Jetzt halt als Senator und nicht mehr als Winter Soldier. Oh und Bob. Aber zu Bob kann ich nicht so viel sagen, außer: ich bin ein großer Fan von Bob. Mit den schlechtesten Grundvoraussetzungen, ging ich also in den Film und war schon von der Anfangssequenz um Yelena sehr begeistert. Hier wurde kein großes Actionbattle aufgemacht, sondern herrliche selbstironische Kämpfe, die auch gleich den Grundton des Films zeigen. Denn statt eines weiteren patriotischen „Wir müssen die Welt retten“ Film, bekommen wir hier sehr verletzliche Held*innen. Charaktere mit Tiefgang, die sich alle mit sich selbst auseinandersetzen müssen. Wir bekommen Themen, wie Depression, Einsamkeit und allgemein mentale Gesundheit. Unterbrochen werden die ernsten Themen von gut choreographierten Kämpfen und dem typischen Marvelhumor, der solange fehlte. Keine platten Gags, sondern Witze, die aus den Schlagabtauschen der Charaktere basieren. Während die Story am Anfang ziemlich nach Schema F konstruiert wirkt, zeigt sich gerade im großen Finale, dass hier eine Menge an Einfallsreichtum genutzt wurde, um eben mal nicht die große Endschlacht im eigentlichen Sinne zu führen. Auch hier zeigte sich wieder, dass gut geschriebene Charaktere deutlich mehr Wert sind, als viele Effekte übereinander zu legen. Und so kann dieser kleine Film, der eigentlich im Schatten vom groß angekündigten Captain America 4 stehen sollte, überzeugen und macht doch wieder Lust auf mehr aus dem Hause Marvel. Zumindest wenn weiter den neueren Ideen Platz gegeben wird.
Das Fazit
Thunderbolts* ist endlich mal wieder ein gut funktionierender Film aus dem Hause Marvel, der sich traut vom bekannten Schema abzuweichen und auch einfach mal nachdenklicher zu sein, statt reiner Actionpathos. Damit allein rettet es vielleicht nicht das MCU, macht aber Hoffnung auf die Zukunft. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Thunderbolts* läuft seit dem 01.05.2025 in den deutschen Kinos
Während die Thunderbolts* bereits überall im Gespräch sind als die Rettung des MCU, hänge ich ein wenig hinterher und habe noch meine Meinung zum vierten Captain America Abenteuer, diesmal mit dem ehemaligen Falcon als Captain. Warum dieser Film sich eher zu den schlechteren des Franchises einordnet, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme/Serien man aus dem MCU vorab gesehen haben sollte: Falcon and the Winter Soldier – Diese stelle ich hier kurz vor. Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Der unglaubliche Hulk, Captain America – Winter Soldier,Captain America – Civil War, Avengers – Endgame und The Eternals– hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern sie bereits existieren, für die Links einfach die Titel anklicken).
In The Falcon and the Winter Soldier treffen wir auf Sam Wilson aka Falcon, der sich gegen das Erbe des Captain Americas entschieden hat, das Steve Rogers ihm am Ende vom Endgame angeboten hatte. Stattdessen arbeitet er für die Air Force. Bucky Barnes aka The Winter Soldier befindet sich in der Therapie, um seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Da tritt die Gruppierung Flag Smashers auf den Plan, die sich gegen geplante Maßnahmen der Regierung zur Umsiedlung ganzer Gebiete ausspricht, da der Blip, also das Verschwinden der Hälfte der Menschenheit für fünf Jahre in Endgame, hier einiges durcheinander gebracht hat. Als Reaktion stellt die US Regierung einen neuen Captain America namens John Walker vor. Bucky sucht Sam auf und begleitet ihn auf eine Mission nach Deutschland, da er das Erbe seines verstorbenen besten Freundes beschmutzt sieht, durch Walker und Falcon überreden will, doch als Captain America aufzutreten. Walker grätscht ihnen hier auch in die Informationsbeschaffung. Zurück in den USA sucht Sam Isaiah Bradley auf, der im Koreakrieg als Super-Soldat eingesetzt wurde. Seine Errungenschaften wurden jedoch aufgrund seiner Hautfarbe komplett aus der Geschichte gestrichen. Sam hinterfragt damit weiterhin, ob er als BPoC ein Captain America sein kann. Sam und Bucky schlagen einen anderen Weg gegen die Super-Soldaten der Flag Smashers ein und befreien Baron Zemo aus dem Gefängnis. In Madripoor suchen sie mit seiner Hilfe nach dem Power Broker, der das Serum für die Super-Soldaten reproduziert und verkauft hat. Sharon Carter, nach Civil War geflohen, schreitet ein und hilft ihnen zu fliehen. In Riga wollen die drei Karli, die Anführerin der Flag Smashers, stellen. Doch Walker unterbricht sie wieder und so hindert er Sam daran mit Worten zu Karli durchzudringen. Bis auf eine werden dabei alle Dosen des Serums zerstört. Diese nimmt Walker an sich, um endlich mehr wie ein Captain America kämpfen zu können. Zemo wird von den Dora Milaje aus Wakanda gefangen genommen. Sam sucht Isaiah Bradley auf und diesmal erzählt er ihm auch die ganze Geschichte. Nach einem Rückzug von Sam zu seiner Schwester, sprechen sich Bucky und er aus und Sam entschließt sich endlich sein Erbe anzunehmen. Im Finale können sie Sharon Carter als Power Broker entlarven, die Flag Smashers zerschlagen und die Regierung von ihren Umsiedlungsplänen abhalten. Isaiah bekommt endlich seine Anerkennung und schließt Freundschaft mit Sam und Bucky.
Die Handlung
Sam Wilson ist noch dabei sich in seine Rolle als neuer Captain America einzufinden, als er zum Präsidenten ins weiße Haus eingeladen wurde. Doch sein Freund Isaiah wird beeinflusst und versucht ein Attentat. Um seine Unschuld zu beweisen, gräbt Sam einige Geheimnisse des Präsidenten aus. Und dann droht den USA auch noch ein Krieg mit Japan.
Meine Meinung
Das strauchelnde MCU (=Marvel Cinematic Universe) brauchte dringend mal wieder einen Erfolg. Aber nach einer stark abgefallenen vierten Phase, war Phase 5 auch nur bedingt die Rettung. Deadpool war zwar ins MCU eingeführt worden, konnte sich aber auch nur mit unzähligen Anspielungen und der unfassbaren Dynamik zwischen Reynolds und Jackman über Wasser halten. Die Guardians haben in ihrem dritten Abenteuer noch am besten abgeschnitten und The Marvels hatte zwar Frauenpower, aber von Anfang an schon einen schlechten Stand, da Captain Marvel und Miss Marvel nicht unbedingt die Reißer im MCU waren. Vor allem mangelte es irgendwie an einer runden Geschichte. Nun inzwischen wird dies zumindest den Thunderbolts* und damit dem Finale der fünften Phase nachgesagt. Aber zuvor sollten es ein paar alte Bekannte retten. Der Haken: Bereits die Serie Falcon & the Winter Soldier hat vorne und hinten nicht funktioniert. Leider sollte sich genau darauf gestützt werden. Aber ich versuche mal am Anfang anzufangen. Thaddeus Ross, der bisher bereits verschiedene Auftritte hatte, und dabei selten gut wegkam, wurde zum Präsidenten gewählt. Also eben jener Mann, der im unglaublichen Hulk den Freund seiner Tochter gejagt und versucht hat zu vernichten, und der Mann, der den Civil War mit den Sokovia Abkommen auslöste. Er lädt Sam Wilson, ehemals Falcon, inzwischen Captain America ins weiße Haus ein und will dort eine Zusammenarbeit besprechen. Natürlich scheitert diese direkt, da es zu einem Zwischenfall kommt. Leider ist hier Sams Freund Isaiah involviert. Dass bei Sams Nachforschungen, um Isaiahs Unschuld zu beweisen, eine Menge Geheimnisse ans Licht kommen und der neue Präsident natürlich eine Menge Dreck am Stecken hat, dürfte hier wohl niemanden überraschen. Leider scheitert der Film aber auch genau daran wieder: An seiner Vorhersehbarkeit. Kaum eine Entwicklung ist wirklich überraschend, unterbrochen werden sie von einigen Kämpfen, die mal mehr, mal weniger spannend sind. Die Charakterentwicklung ist auch eingeschränkt, weil das meiste bereits in der vorausgehenden Serie geklärt wurde und Ross‘ Rückkehr auch keine Überraschung in der Rolle zuließ. Wir bekommen noch ein paar interessante Nebencharaktere, aber das große Problem des MCU bleibt bestehen: Die guten Gegner. Abgesehen von einem Thanos oder einem Loki hat das MCU wenige Antagonisten mit durchdachten Motiven, die auch ausgespielt werden dürfen, und genug Screentime, um eine Entwicklung zu durchleben. Dabei hatte der Antagonist diesmal Potential, da er mehr auf die psychische Ebene, denn auf die physische ging. Aber daraus lassen sich halt keine großen Kämpfe generieren. Und so kam dieser Aspekt viel zu kurz und wir lassen den Präsidenten mal eben Teile Washingtons zerstören – inklusive eines ganzen Parks voller Kirschblüten, sehr zum Leidwesen meiner Begleitung. So ist Captain America – Brave New World in seiner Gesamtheit nicht völlig schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut. Er spielt die generische Marvel Formel aus, kommt damit aber nicht an den Charme früherer Filme heran, schafft es aber auch nicht aus dem Alltagstrott des Franchises auszubrechen. Letztlich bleibt wirklich nur zu hoffen, dass Marvel endlich gelernt hat und lieber wieder eine richtige Geschichte erzählen, als nur auf viele Kämpfe zu setzen.
Das Fazit
Captain America 4 – Brave new World spielt das gewohnte Schema des MCU ab, vergisst aber erneut ihren Antagonisten richtig zu nutzen und setzt zu sehr auf Kämpfe und CGI. Rangiert daher als Mittelmaß ohne großen Rückerinnerungswert, ist aber beim Sehen auch keine Vollkatastrophe. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.
Captain America 4 – Brave New World läuft seit dem 13.02.2025 in den deutschen Kinos
Marvel hat gemerkt, dass sie es übertrieben haben und versuchen nun die Bremse zu ziehen. Gerade auch im Serienbereich haben sie die neuen Charaktere zurückgefahren und versuchen sich eher in Fortsetzungen (aktuell What if…) und bereits eingeführten Charakteren. Denn der Plottwitst mit Agatha Harkness in Wandavision war durchaus spannend und ich war gespannt, wie der Charakter weiter ausgebaut werden sollte. Wie das funktioniert hat und ob es mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Agatha Harkness war lange Zeit unter dem Zauber dre Scarlet Witch gefangen, bis ein Teenager sie befreit. Er möchte unbedingt den geheimnisvollen Hexenweg beschreiten, um Antworten zu finden. Agatha ist zwar alles andere als begeistert, stimmt aber zu. Dafür brauchen sie jedoch einen Zirkel.
Meine Meinung
Agatha all along war kaum raus, da kamen schon die ersten Lobeshymnen in meine Timeline. Da ich bei sowas grundsätzlich skeptisch bin, habe ich versucht nicht zu große Erwartungen zu haben, denn die bisherige Ausbeute der Disney+ Serien ist eher mau gewesen. Dennoch war WandaVision als Auftakt noch eine der besten Vertreter gewesen und Agatha Harkness bot als Protagonistin genug Ansatzpunkte. Die Frage blieb aber wie bei vielen Serien, ob der Stoff nicht auch in einem Film auserzählt wäre und nicht zwangsläufig in eine Serie gepresst werden musste. Gleich mit der ersten Folge wurde die Erwartungshaltung, ob wir es hier wieder mit Episoden zu tun bekommen, die auf verschiedene Formate anspielen, wie noch WandaVision mit den verschiedenen Sitcoms im Laufe der Jahrzehnte. Das Konzept wurde leider bereits in der zweiten Folge verworfen. Mit dem Teenie wird zwar eine weitere spannende Komponente hinzugefügt und wir bekommen noch eine Handvoll weiterer spannender Charaktere, aus denen man einiges hätte machen können. Doch Marvel wäre nicht Marvel, wenn sie sich nicht lediglich auf das Uninteressante stürzen würden. Die Etappen des Hexenwegs sind umfangreich gestaltet und hier könnte man auch einiges über die Charaktere erfahren, aber weil gerade um Agatha und den Teenie weiterhin ein großes Geheimnis gemacht wurde, bleibt vieles unerzählt und es wird sich mehr auf möglichst viel Action gestürzt als den Charakteren Tiefgang zu geben. Dafür bekamen wir zumindest optisch einiges geboten. Letztlich wird zwar gegen Ende noch einiges erklärt, aber viele Andeutungen, die zuvor gemacht wurden, laufen weiterhin ins Leere. Die Figur Agatha ist weiterhin eher schwammig, viele Fragen bleiben offen. Zwar gibt es eine komplette Rückblendenfolge, aber teilweise wurde in WandaVision mehr erzählt, so dass es letztlich doch nicht ohne Vorwissen geht. Schade. Dennoch ist Agatha all along keine schlechte Serie. Auch wenn hier vieles negativ klang, so war es doch spannender und interessanter als 80% der bisherigen Serien aus dem MCU. Es war ein durchdachtes Konzept, hat über die Lauflänger der Serienfolgen funktioniert und ich hab sie gern weitergeschaut und nicht nur, um in anderen Serien und Filmen die Andeutungen zu verstehen. Aber die große Erlösung der Serienflaute von Marvel, wie sie oft bezeichnet wurde. ist sie dann doch nicht.
Das Fazit
Agatha all along hat eine interessante Grundidee und spannende Charaktere, aus denen aber letztlich zu wenig herausgeholt wird und lieber auf viel Action gesetzt wurde. Funktioniert als Serie in seiner Gesamtheit, bleibt aber weit hinter dem Potential zurück.
Nach einer sehr zähen vierten Phase, kam das MCU (=Marvel Cinematic Universe) langsam wieder in Schwung, aber auch eher, weil die Notbremse gezogen wurde und wir nun nicht mehr mit Veröffentlichungen überschüttet werden. Nach noch drei Filmen in 2023 gibt es für 2024 nur einen angekündigten Start und das ist der dritte Deadpool-Teil. Das besondere hieran ist auch, dass es der erste MCU Film ab 16 ist, Deadpool und damit auch die X-Men zum ersten Mal im MCU auftauchen und dass Wolverine, der eigentlich in Logan sein verdientes Ende fand, auch wieder mit am Start ist. Warum der Film vielleicht nicht die Rettung des MCU, aber durchaus ein sehenswerter Streifen ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Eigentlich würde ich hier die wichtigsten Informationen zusammenfassen, die man für den Film wissen muss. Die vorherigen Filme, die nur teilweise wichtig sind, zumindest erwähnen. Aber das ist bei diesem Film voller Anspielungen nicht möglich. Wenn ihr wirklich alles verstehen wollt, dann schaut das komplette MCU, alle X-Men, Fantastic Four Teile und jeder Film, der auch nur ansatzweise mit Marvel zu tun hat, schaut auch die Filmography von Ryan Reynold und Hugh Jackman, seit über deren Privatleben informiert und kennt die Gerüchteküche über Marvels zukünftige Filmpläne. Oh und schaut auch die Across the Spider-Verse Filme. Oder(!) ihr lasst euch einfach auf den Film ein, ohne jede Referenz verstehen zu wollen. Viel Spaß!
Die Handlung
Wade Wilson aka Deadpool hat sich in ein paralleles Universum zurückgezogen, wo Vanessa noch am Leben ist. Dennoch läuft sein Alltag eher schleppend. Bis die TVA an seine Tür klopft und ihm gesteht, dass sie seine Welt auslöschen wollen, da durch den Tod Wolverines in Logan der Ankerpunkt fehle. Doch Deadpool sieht gar nicht ein, sich damit zufrieden zu geben und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Wolverine. Nur, dass die Lösung damit noch nicht gefunden ist.
Meine Meinung
Als die ersten Gerüchte über einen neuen Deadpool Teil aufkamen, war ich nicht so sehr interessiert. Mochte ich den ersten Teil noch sehr gern, weil er erfrischend anders war, ging die Formel schon im zweiten Teil nur bedingt auf. Dann wurde gemunkelt, dass Hugh Jackman als Wolverine zurückkehren sollte. Meine Zweifel wuchsen, schließlich hatte dieser in Logan ein sehr berührendes und finales Ende gefunden. Warum daran wieder ruckeln? Doch dann drehten Ryan Reynolds und Hugh Jackman zwei kurze Sketche, wo sie die meiste Zeit auf einer Couch saßen und grob über die Ideen sprachen und ich war begeistert! Ich hatte richtig Lust auf den Film! Die Begeisterung hielt nur kurz, denn der erste Trailer sah wieder sehr generisch aus. So ging ich schließlich ins Kino und hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Und ich kann euch sagen, es war eine Achterbahnfahrt! Aber fangen wir am Anfang an. Im Vorfeld hieß es, dass an dem Tod Wolverines in Logan nicht gerüttelt werden sollte, nur, um uns in der ersten Szene genau an dieses Grab zu führen. Aber sie haben es tatsächlich geschafft eine gute Lösung zu finden und uns zeitgleich zu NSYNCs ByeByeBye das Tanzbattle zu liefern, dass uns seit dem ersten Guardians of the Galaxy Film versprochen wurde. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße, denn Deadpools Humor war zwar schon immer fragwürdig und häufig unter der Gürtellinie, aber hier wurden noch einmal alle Register gezogen. So geht es dann auch den restlichen Film über. Wir haben immer wieder Szenen, wo ich dachte: Ja, hier funktioniert die Formel. Und vielleicht war ich auch ein bisschen stolz, weil ich echt viele Anspielungen und Wortwitze verstanden habe, aber dann kam immer wieder irgendetwas, das weniger funktioniert hat. Das ist insgesamt allerdings doch Jammern auf hohem Niveau, denn wir bekamen halt einen Film, wo Deadpool drauf steht und dann eben auch Deadpool drin ist. Das größere Problem des Films ist dann eher eins, dass Marvel seit Phase Eins mit sich herumschleppt: Die schwachen Bösewichte. Zwar haben wir einen Morally Grey Charakter mit Jon Hamm und auch Emma Corrin spielt mit einer absoluten Leidenschaft und gibt ihrem Charakter einiges. Nur kommt sie nicht über das an dieser Stelle eher schwache Drehbuch hinweg. Sie hat eine eher fragwürdige Hintergrundgeschichte, die nicht genutzt wurde, hat überhaupt keine Motivation und ändert ihre Pläne dann auch einfach mal, weil passt gut zum großen Finale. Leider daher wieder zwei Bösewichte, die wir schon in kürzester Zeit wieder vergessen haben. Wie eingangs erwähnt, strotzt der Film auch wieder nur so vor Referenzen und Anspielungen. Und brauchte man spätestens ab Phase Drei schon meist einiges an Hintergrundwissen, wird es hier noch einmal absolut auf die Spitze getrieben. Und während einiges gut funktioniert, wirkt anderes dann auch wieder sehr gewollt reingeschrieben. Ich gehe hier bewusst auf keine Details ein, denn das Entdecken dieser, macht doch einen großen Teil des Erlebnisses aus. Insgesamt gesehen hatte ich eine gute Zeit im Kino. Ich wurde gut unterhalten, habe viel gelacht und hatte Freude am Erkunden der Settings. Aber irgendwo hat dieser gewisse Funke einfach gefehlt, den ich gerade beim ersten Teil hatte. Man merkt, wie sehr Ryan Reynolds diese Rolle lebt und wie gut er mit Hugh Jackman harmoniert, die auch im echten Leben gute Freunde sind. Aber so ganz kann er den Karren namens MCU nicht aus dem Mist ziehen. Aber immerhin sind wir wieder auf einem guten Weg.
Das Fazit
Deadpool & Wolverine funktioniert vor allem durch die große Liebe zu ihren Charakteren, den ganz eigenen Humor – auch wenn er hier ab und an doch etwas zu weit getrieben wird – und der durchdachten Handlung. Bösewichte bleiben gewohnt blass und mit den Andeutungen wurde es dann doch etwas übertrieben. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Deadpool & Wolverine läuft seit dem 24.07.2024 in den deutschen Kinos
Eigentlich hatten die Marvel Serien bisher immer einen eigenen Beitrag. Nachdem nun aber wieder in kürzester Zeit gleich drei Serien erschienen sind, wobei es sich bei What if und Loki um die zweiten Staffeln handelt und bei Echo um den Auftakt der Spotlight-Reihe, wurde es einfach zu viel. Daher nun hier alles nochmal im Schnelldurchlauf.
Loki – Staffel 2
Die Handlung: Nachdem Sylvie Jenem, der bleibt, getötet hat, bricht Chaos in der TVA aus, da zu viele neue Abzweigungen entstehen. Loki springt zeitgleich unkontrolliert in der Zeit, was sich als „Zeitzerrung“ herausstellt. Zusammen mit Mobius, dem Techniker Ouroboros und Hunter B-15 versuchen sie das Zusammenbrechen des Webstuhls der Zeit zu verhindern. Dafür müssen sie Sylvie finden, die jedoch gar nicht daran denkt, etwas zu ändern. Doch das Ende der Zeit steht bevor.
Meine Meinung: Die erste Staffel von Loki war als dritte Serie noch erstaunlich erfrischend und kam noch vor der völligen Übersättigung raus. So gehört sie wohl auch mit zum besten, was Disney serientechnisch im MCU rausbrachte. Die zweite Staffel war damit irgendwie die Hoffnung auf nochmal ein bisschen guten Content. Aber sie hatte das gleiche Problem, wie viele Serien im MCU: Sie hatte nicht genügend Handlung für eine ganze Staffel. Und so kommt Loki in der zweiten Staffel eigentlich mit einer spannenden Geschichte, tollen Einfällen und vor allem einer faszinierenden Optik da, verennt sich aber gleichzeitig in Wiederholungen und irgendwie endet jede Folge so im Nichts. Das ändert sich erst im Staffelfinale, dass erzählerisch nochmal alle Register zieht und im wohl epischsten Finale der MCU Serien endet. Da wird man durchaus nochmal positiv auf die Serie gestimmt, der Weg ist aber lang und steinig. Nicht nur mit dem Auftauchen von Ke Huy Quan als Ouroboros, auch mit den allgemeinen Wirrungen der Zeit-Geschichte wird wohl versucht den Hype um Everything, Everywhere all at once anzuknüpfen, schafft es aber nicht die Zeit-Geschichten logisch zu halten bzw. so abgedreht zu werden, dass die Logik auch wieder egal ist. So bleibe ich bei der zweiten Staffel deutlich unentschlossen, ob sie mir gefallen hat oder nicht, obwohl sie wohl die stärkste Staffel war, die Marvel seit Hawkeye hervorgebracht hat.
What if… – Staffel 2
Die Handlung: Eine weitere Reihe von alternativen Geschichten aus dem MCU. Was wäre zum Beispiel, wenn Nebula für das Nova Corps rekrutiert worden wäre? Oder wenn Iron Man auf den Grandmaster treffen würde?
Meine Meinung: Eine weitere zweite Staffel, die wohl zu erwarten war, hat die erste zwar nicht überzeugt, aber bietet sie gefühlt unendliche Möglichkeiten, was passieren könnte. Leider funktionieren die einzelnen Folgen auch hier nur bedingt, da die Geschichten meist wenig innovativ sind. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber meist sind es normale Geschichten, die wir bereits kennen, nur dass ein Charakter ausgetauscht wurde. So war Iron Man beim Grandmaster doch einfach nur Thor 3, nur eben mit Iron Man und in Kürzer – was die Geschichte aber auch nicht besser gemacht hat. Abgesehen von einer neuen Originalgeschichte, die irgendwie für Echo eine Bedeutung zu haben schien, aber irgendwie dort auch wieder nicht aufgegriffen wurde, bleiben wir auch bei den altbekannten Charakteren. Selbst das Finale ist irgendwie wieder eine Art des Finales der ersten Staffel und kommt daher sehr unspannend daher. Wirklich gefallen hat mir nur eine Folge, in der Hera auf Shang-Chi traf, alle andere hat man halt irgendwie gesehen, ohne sie richtig wahrzunehmen.
Echo – Staffel 1
Die Handlung: Maya Lopez hat Kingpin erschossen. Nun versucht sie seine Institution, der sie selbst einmal anhörte, zu destabilisieren. Dabei macht sie sich jedoch eine Menge Feinde. Für Unterstützung muss sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Doch nicht alle dort, nehmen sie mit offenen Armen wieder auf.
Meine Meinung: Hawkeye gehört bisher noch immer zu meiner liebsten MCU Serie, drehte sie sich doch um meinen Lieblingsavenger und hatte eine funktionierende Handlung. So richtig die Notwendigkeit aus der Figur Mara Lopez eine eigene Serie zu machen, hat sich mir nicht erschlossen, war sie doch eher blass geblieben, nachdem feststand, dass sie nicht die Hauptantagonistin in Hawkeye war. Dennoch hatte sie eigentlich spannende Aspekte, die man bestimmt gut ausarbeiten konnte. Aber nicht so, wie es passiert ist. Denn auch Echo hat das gleiche Problem, wie viele Serien des MCU. Sie erzählt zeitgleich zu viel und zu wenig. Also sie macht viele Handlungsstränge auf, beendet aber kaum einen. Stattdessen hält sie sich viel zu lange mit wenig sinnvollen Szenen auf und dreht sich permanent im Kreis. Und auch wenn Vincent D’Onofrio als Kingpin bisher super funktioniert hat, war die Wiederbelebung nach Hawkeye leider nicht gut durchdacht, wird die Figur des Kingpin doch immer blasser. Sie lebt mehr von ihrem Mythos, aufgebaut in der vor MCU Zeit in Daredevil, als dass sie hier noch erschrecken kann. Leider ist die Geschichte in Echo auch voller Logiklöcher und widerspricht sich im zeitlichen Ablauf immer wieder selbst. So gern ich auch die Repräsentation der indigenen Bevölkerung und der Gehörlosen hier hervorhoben möchte, so wurden doch beide Themen entweder kaum angesprochen oder es wurde sich sehr leicht gemacht. Wenn die eine Gehörlose Person seit Jahrzehnten nicht mehr im Dorf ist und trotzdem noch alle perfekt Gebärde können, klingt das leider nicht sehr logisch. Vielleicht hätte Echo als Fernsehfilm gut funktioniert, weil sie sich dann auf das wichtigste hätte beschränken müssen und sie wäre nicht so lang gezogen worden, oder vielleicht hätten mehr Folgen geholfen, dass alles angedeutete auch richtig umgesetzt worden wäre. Aber so wie es abgeliefert wurde, ist es einfach nur eine weitere Enttäuschung aus dem Hause Marvel.
Habt ihr eine oder mehrere davon gesehen? Wie fandet ihr sie?
Innerhalb kürzester Zeit präsentierte uns Marvel einige Serien. Während die mit den bereits etablierten Charakteren noch relativ gut funktionierten – auch wenn es hier Schwankungen gab – waren die rund um neue Charaktere, wie Moonlight, Ms Marvel und She-Hulk einfach nur schlecht. Nun präsentiert uns das MCU eine neue Serie und wieder einen alten Bekannten: Nick Fury. Warum auch die neuste Serie leider ein Reinfall ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain Marvel – Diese stelle ich hier kurz vor. Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: The Avengers, Captain America – Winter Soldier, Spider-Man: Far from home – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern sie bereits existieren, für die Links einfach die Titel anklicken).
In Captain Marvel treffen wir auf Vers, die auf Hala lebt, dem Hauptplaneten der Krees. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab.
Die Handlung
Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Martina Hill (Cobie Smulders) reisen nach Moskau, wo sie auf einen Skrull treffen, der sich als Everett Ross (Martin Freeman) ausgibt, um an geheime Informationen zu kommen. Dabei stellen sie fest, dass sich eine Gruppierung der Skrulls gebildet hat, die von Fury enttäuscht sind, da dieser seit den 1990er Jahren keinen neuen Heimatplaneten für sie gefunden hat, und deswegen nun die Erde einnehmen wollen. Und dafür gehen sie über Leichen.
Meine Meinung
Was man dem MCU in den letzten Jahren zu Gute halten kann, ist, dass sie einfach nicht aufgeben. Nachdem die Serien rund um die neuen Charaktere gefloppt sind, haben sie diesmal wieder bekannte Charaktere genommen, gerade Nick Fury hatte bereits unzähliche Auftritte im MCU. Diesmal war auch die Handlung selbst bereits vorbereitet, da hier die Anknüpfung an Captain Marvel stattfand. Nur, dass zwischenzeitlich ca. 30 Jahre vergangen sind. Problematisch daran ist nur leider, dass Captain Marvel zu den schwächsten Filmen des MCU gehört – ja, selbst nach einer insgesamt eher schwachen Phase Vier. So hat die Serie von Anfang an damit zu kämpfen überhaupt eine Handlung aufzubauen. Gefühlt passiert nämlich erst einmal nichts. Und damit nicht genug, damit passiert nämlich erstmal: Nichts. Jedes Mal, wenn der Abspann über den Fernseher lief, fragte ich mich, was jetzt eigentlich genau in der Folge passiert war. Dabei war die Grundidee gar nicht so schlecht. Die Skrulls, die nach knapp 30 Jahren keine Lust mehr haben, von Fury immer weiter vertröstet zu werden. Die zwei Gruppierungen. Die ständige Frage, wer ist ein Skrull und wer ein Mensch. Das wäre bestimmt ein spannender Film geworden. Stattdessen wurde es in sechs Folgen gestreckt und das hat überhaupt nicht funktioniert. Dadurch hat sich die Handlung immer wieder im Kreis gedreht und die Auflösung wirkte anhand der ansonsten eher dahin plätschernden Story ziemlich übertrieben. Natürlich musste dann auch noch eine Liebesgeschichte eingebaut werden, die auch nur bedingt funktioniert hat. Während Autor*innen und Schauspieler*innen sich aktuell noch immer im Streik für bessere Bedingungen und Anerkennung und noch so viel mehr kämpfen, war es bestimmt ein ziemlicher Schlag, als Secret Invasion das Intro der Serie präsentierte. Denn dies war komplett AI generiert. So sah es dann leider auch aus, weswegen ich erstmals über die Skip Möglichkeit sehr dankbar war, obwohl ich sonst großer Fan von gut gestalteten Intros bin. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten Serien des MCU endlich auch für Serien konzipiert werden und keine langgestreckten Filme sind.
Das Fazit
Secret Invasion konnte schon wie die Serien des MCU aus dem letzten Jahr nicht überzeugen. Es war sehr langatmig, drehte sich immer wieder im Kreis und gefühlt passierte dabei nichts. Die interessante Grundidee wird komplett verschenkt. Leider wieder eine Enttäuschung aus dem Hause Marvel.
Marvel fährt ihren Stil weiter fort, in dem man für ihre Filme weiterhin einiges an Vorwissen braucht, inzwischen eben auch aus den Serien. Doch die Charaktere aus einem der schlechtesten Filme mit zwei Charakteren aus einer besser gelaufenen Serie und einer nicht so gut gelaufenen Serie zu kombinieren, war dann doch gewagt – wenn auch vorhersehbar nachdem Ms Marvel gefühlt nur dafür inszeniert wurde. Warum der Film dennoch erstaunlich gut funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme/Serien man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain Marvel, Ms Marvel und WandaVision– diese stelle ich hier kurz vor. Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Avengers – Endgame, Secret Invasion – hierfür verweise ich (soweit vorhanden) auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).
In Captain Marvel lernen wir Vers kennen, die auf Hala, dem Hauptplaneten der Krees, lebt. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab. In WandaVision treffen wir auf die erwachsene Monika Rambeau, die Tochter von Maria Rambeau. Sie war durch Thanos Blip für fünf Jahre verschwunden und musste nun feststellen, dass ihre Mutter inzwischen verstorben ist. Sie schließt sich der paramilitärischen Organisation S.W.O.R.D. an und wird zur „Maximoff-Anomalie“ gerufen, eine von Wanda in ihrer Trauer geschaffene Barriere rund um eine Kleinstadt, in der sie in einer Art Sitcomwelt lebt und in der für sie Vision noch am Leben ist, aber auch alle Bewohnenden der Kleinstadt unter ihrer Kontrolle stehen. Rambeau tut sich mit dem FBI Agenten Woo (Ant-Man & the WASP) und Dr. Darcy Lewis (Thor) zusammen, um diese zu durchdringend. Dadurch gelangt sie in Wandas Sitcomwelt und versucht sie dort zu beeinflussen. Doch Wanda bemerkt die Manipulation und bringt Monica wieder auf die andere Seite der Anomalie. Dort spitzen sich die Dinge gerade zu, denn ihr Vorgesetzter hat heimlich einen weißen Vision bauen lassen, der mit Wandas Energie nun einsatzfähig ist. Trotz der Warnung von Woo und Lewis versucht Monica erneut die Barriere zu durchdringen, wodurch sich etwas in ihrer DNA ändert und sie nun auch spezielle Fähigkeiten entwickelt. In der Midcredit Szene sehen wir, wie Monica von einem Skull rekrutiert wird und fortan arbeitet sie mit Nick Fury in einer Weltraumstation zusammen. In Ms Marvel lernen wir Kamala Khan kennen. Sie ist ein riesen Fan von Carol Danvers und möchte sie unbedingt zu einer Convention cosplayen. Doch ihre Eltern sind dagegen. So entwendet sie heimlich einen alten Armreif von ihrer Großmutter aus der Schatulle ihrer Mutter und geht mit ihrem besten Freund auf die Convention. Dort kommt es zu einem Unfall, wobei Kamala entdeckt, dass sie durch den Armreifen übernatürliche Kräfte hat. Wieder zu Hause probiert sie mit ihrem besten Freund diese aus und lernt, dass sie eine Art von Lichtmagie beherrscht, genauso wie ihr großes Idol. Das ruft jedoch eine Spezialeinheit auf den Plan, die jegliche Ausbrüche von Kräften sofort unterbinden will. Gleichzeitig treffen Dschinns ein, die es ebenfalls auf den Armreif abgesehen haben. Kamala kann beiden entkommen und bekommt einen merkwürdigen Anruf ihrer Großmutter, die sie in die Heimat nach Pakistan einlädt. Dort trifft Kamala erneut auf die Dschinns und erfährt die Geschichte ihrer Familie. Während sie eine größere Katastrophe gerade noch abwenden kann, opfert sich die Anführerin der Dschinns, die einsah, dass sie falsch lag. Zurück in den USA sucht weiterhin die Spezialeinheit nach Kamala und ihren Freund*innen. Diese locken sie in die Schule, wo es zum finalen Showdown kommt. In einer Aftercredit Szene sehen wir, wie Kamala mit Captain Marvel den Platz tauscht, die davon ebenfalls überrascht ist. Der Auftakt für The Marvels wurde gelegt.
Die Handlung
Carol Danvers aka Captain Marvel (Brie Larson) untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel (Iman Vellani) und Monika Rambeau (Teyonah Parris). Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten.
Meine Meinung
Nach der sehr gehetzten Phase 4 des MCU, wo sich neue Filme und Serien in kürzester Zeit überschlugen, hat Marvel endlich die Bremse gezogen. So kam mit The Marvels erst der zweite Film dieses Jahr aus dem Hause Marvel in die deutschen Kinos. Auch serientechnisch wurde die Bremse gezogen. Und das war definitiv auch gut so, denn auch wenn Phase 5 bisher ebenso Schwächen zeigt, sind diese (abgesehen von Secret Invasion, die war wirklich schrecklich), bisher doch wieder stärker als das meiste aus Phase 4. Aber von vorne. Der Beginn wurde bereits in einer After Credit Scene von Ms Marvel angeteasert und wir sehen, wie Kamala und Carol den Körper tauschen. Dann kurze Rückblende und wir erfahren, wie es unseren drei Protagonistinnen aktuell so ergeht. Carol abgeschieden im Weltraum, wo sie ab und an noch von Fury zu Einsätzen gebeten wird, Monica, die mit Fury auf einer Weltraumstation arbeitet und eben Kamala, die ganz normale Teenagerprobleme zu bewältigen hat. Bis Carol eine Anomalie untersucht und der Körpertausch beginnt. Dabei ist die Grundgeschichte von The Marvels eigentlich gar nichts so besonderes. Die Drei reisen von Planet zu Planet und versuchen der Antagonistin zuvor zu kommen. Alles schön nach Schema, wenig Unvorhersehbares. Dennoch hat The Marvels unfassbar viel Spaß gemacht zu sehen. Denn die Körpertauschmomente, die zunächst unbewusst stattfinden, aber irgendwann als Waffe eingesetzt werden, sind intelligent geschrieben und bieten unfassbar viel Potential für gute Witze. So ist der Film direkt von der ersten Körpertauschszene an bis zum Ende spannend und unfassbar leicht erzählt. Der größte Trumpf des Films ist dann wohl Iman Vellani, die in ihrer Rolle als Ms Marvel einfach ziemlich viel Spaß hatte und das merkt man auch. Den Spaß, den sie an ihren Szenen hat ist ansteckend und überträgt sich auch aufs Publikum. Natürlich ist The Marvels nicht die Rettung des MCU, denn die Ermüdung ist bereits weit fortgeschritten und es fehlt an innovativen Ideen. Über das CGI kann man denken, was man will, immerhin war es keine absolute Vollkatastrophe, wie bei She-Hulk. Die Geschichte ist an sich etwas dünn und vorhersehbar und die Antagonistin bekommt zwar eine kleine Hintergrundgeschichte, die ihre Taten rechtfertigen sollen, aber auch die wirkt relativ konstruiert. Dennoch hatte ich seit langem mal wieder richtig Spaß an einem MCU Film und damit auch einfach wieder Lust das Franchise weiter zu verfolgen.
Das Fazit
The Marvels ist vielleicht nicht die Rettung des MCU, aber ein Film, der einfach Spaß macht und unterhält. Die Handlung zwar größtenteils vorhersehbar und die Antagonistin eher blass, aber er ist trotzdem spannend und witzig und holt einen ab. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
The Marvels läuft seit dem 08.11.2023 in den deutschen Kinos.
Nach dem Ende von Phase 3 schien das MCU einen ordentlichen Durchhänger zu haben, funktionierte Phase 4 doch vorne und hinten nicht so richtig. Nun sollten es alte Bekannte wieder quitten und so startete Phase 5 mit Ant Man and the WASP, dem dritten Ant-Man und dem zweiten mit dem Beinamen and the WASP. Was Quantumania so kann und ob es die erhoffte Rettung des MCU ist, erfahrt ihr in meiner heutigen – leicht verspäteten – Kritik.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme/Serien man aus dem MCU vorab gesehen haben sollte: Ant-Man, Ant-Man and the Wasp – Diese stelle ich hier kurz vor. Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Avengers – Endgame & Loki – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern sie bereits existieren, für die Links einfach die Titel anklicken).
In Ant-Man lernen wir Scott Lang kennen. Der ist als Einbrecher und Dieb geschnappt worden und hat nun seine Haftstrafe abgesessen. Seine Ex-Frau hat inzwischen einen neuen Mann, den Polizisten Paxton, und dieser versucht als Stiefvater alles, um Lang von seiner Tochter fern zu halten. Da Lang durch seine Vorgeschichte nur schwer einen Job findet, bringt ihn sein Freund Luis dazu noch einen letzten Einbruch durchzuführen. Er soll in das Haus von Henry Pym einbrechen. Er stiehlt einen merkwürdigen Anzug, probiert diesen aus und ist auf einmal auf Ameisengröße geschrumpft. Voller Panik bricht Lang nochmal in das Haus ein und bringt den Anzug zurück, wobei er jedoch von Paxton geschnappt wird. Im Gefängnis bekommt er eine Botschaft von Pym, der ihn mit Hilfe des Anzuges aus dem Gefängnis befreit. Pym hatte den Diebstahl inszeniert, um Lang als Nachfolger des Ant-Mans zu testen. Denn Pym hat die Technlogie sehr lange verstecken können, wurde jetzt jedoch aus seiner Firma gedrängt und sein Nachfolger Darren Cross versucht nun seine Erfindung zu kopieren und an den höchstbietenden zu verkaufen. Pyms Tochter Hope versucht ihm zu helfen, auch wenn die Stimmung zwischen Vater und Tochter angespannt ist. Nach einer Trainingsphase, versuchen Lang, Pym, Hope und Luis Cross an seinen Plänen zu hindern. Dieser ist jedoch in der Zwischenzeit hinter das Geheimnis gekommen und hat den Yellowjacket entwickelt. Bei der großen Endschlacht, landen Ant-Man und Yellowjacket bei Langs Tochter im Kinderzimmer. Paxton kommt hinzu und erkennt, dass Lang kein schlechter Kerl ist. Yellowjacket kann besiegt werden und Lang und Paxton sprechen sich aus, weswegen Lang wieder mehr Kontakt zu seiner Tochter haben darf. Pym zeigt seiner Tochter unterdessen den Anzug, den ihre Mutter vor ihrem Tod trug, den WASP Anzug. Nach den Ereignissen in Civil War konnte Scott Lang alias Ant-Man einen Deal aushandeln, so dass er seine Strafzeit im Hausarrest absitzen darf, damit er seine Tochter regelmäßig sehen kann. Mit einer Fußfessel wird er kontrolliert, dass er keinen Kontakt zu Hank und Hope aufnimmt. Nach einem Traum wird er von einer Ameise betäubt und wacht im Labor von Hank und Hope wieder auf. Nach Scotts Reise im subatomaren Raum im ersten Teil, glauben die beiden, dass Janet noch lebt und versuchen einen Tunnel zu bauen. Dafür fehlt ihnen jedoch ein Bauteil, was sie von Sonny Burch kaufen wollen. Der Deal platzt jedoch und als Hope in ihrem neuen Wasp-Kostüm das Bauteil so holen will, wird sie von der mysteriösen Ghost aufgehalten, die das Bauteil, sowie Hanks Labor stiehlt. Hank bittet einem alten Freund Dr. Bill Foster um Hilfe. Dieser lockt sie jedoch in eine Falle und sie erfahren Ghost Hintergrundgeschichte. Um ihr zu helfen, müssten sie Janet opfern. Bei ihrer Flucht bekommen sie ihr Labor und das benötigte Bauteil zurück. Durch Burch kommt jedoch das FBI den drei auf die Schliche. Scott schafft es noch rechtzeitig zurück in seinen Hausarrest, doch Hank und Hope werden festgenommen, wodurch Foster wieder an das Labor kommt. Scott befreit die anderen beiden und es kommt zum finalen Kampf mit Ghost. Hank kann Janet retten, die wiederum Ghost heilen kann. Am Ende wird Scotts Hausarrest aufgehoben, Burch wird vom FBI festgenommen und Dr. Foster kümmert sich um Ghost. In der Mid-Credit-Scene wird Scott in den subatomaren Raum geschickt. Durch Thanos Schnipser verschwinden aber Hope, Hank und Janet, wodurch Scott nicht zurückgeholt werden kann. (Dies ändert sich in Endgame)
Die Handlung
Nach den Ereignissen in Endgame will Scott Lang eigentlich nur ein ruhiges Leben genießen. Seine Tochter Cassie, inzwischen im Rebellinnenalter, macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Sie hat ein Gerät entwickelt, mit dem sie die Quantenebene erforschen will, damit ihr Vater dort nicht wieder verloren gehen kann. Dabei hat sie jedoch Mächte geweckt, die sie, sowie Hope, Janet und Hank in die Quantenebene zieht. Dabei stellt sich heraus, dass Janet gelogen hat, als sie meinte, dass es dort kein Leben gäbe. Denn eine Variante von Kang, dem Eroberer, wurde dorthin verbannt. Eine Schlacht um die Quantenebene beginnt.
Meine Meinung
Irgendwie habe ich das Ende von Phase 4 gar nicht als dieses wahrgenommen. Die einzelnen Filme dümpelten so vor sich hin, wirkliche Highlights gab es nicht, die Enttäuschungen überwogen und auf einmal musste man noch mit einer wahren Flut von Serien fertig werden, die alle relevant werden könnten. Doch ein paar Randbemerkungen ließen mich dann aufhorchen und nach der Recherche bestätigten sich diese: Quantumania reiht sich nicht in Phase 4 ein, sondern eröffnet Phase 5. Warum ausgerechnet dieser Film erschloss sich mir nicht, aber ich versuchte trotzdem unvoreingenommen und mit dem früheren Enthusiasmus an den neusten Streich aus dem Hause Marvel zu gehen. So viel sei vorweg gesagt: Quantumania ist besser als so ziemlich alle Filme aus Phase 4, kommt aber bei weitem nicht an die Glanzsterne aus Phase 1-3 heran. Liegt es an einer gewissen Müdigkeit des MCUs oder doch an dem Film selbst? Tatsächlich ist es wohl eine Mischung aus beidem. Denn die Grundmüdigkeit im MCU ist da. Stachen zuvor noch einzelne Filme heraus, die sich an anderen Genres bedienten, so wird inzwischen nur noch sturr nach Vorlage gearbeitet. Gerade der erste Ant-Man Film konnte noch durch die Einflüsse aus diversen Heist-Movies überzeugen und brachte eine gewisse eigene Dynamik mit sich. Davon ist hier nichts mehr zu spüren. Zumal der Film auch wieder so angelegt ist, dass man ihn nicht einfach so sehen kann, sondern der Antagonist wurde bereits in Loki vorbereitet, womit die Serie noch einmal eine schwerere Gewichtung bekommt. Immerhin war diesmal die Zahl der Filme/Serien, die man vorher aus dem MCU gesehen haben musste noch übersichtlich. Das Hauptproblem des Films ist dann wohl, dass nach der Grundprämisse mit der Quantenebene – die hier auch sehr neu interpretiert wurde und daher deutliche Anschlussfehler aufweist – unsere Protagonist*innen absolut austauschbar sind. Bis zum Ende des Films haben Ant-Man und Wasp keinerlei Bedeutung. Es könnten auch Tony Stark und Black Widow dort unten gefangen sein (nur um Beispielnamen zu nennen). Grundsätzlich bietet der Film aber gute Ansätze, eine eigene Welt mit verschiedenen Problemen, die teilweise etwas kurz kamen, aber der Film war auch so schon wieder lang genug. Auch der Endkampf war wieder schön gestaltet und bot die nötige Spannung. Und auch, wenn ich gut unterhalten war, so reichte es eben aufgrund der Austauschbarkeit und aufgrund der vielen Logiklöcher und Anschlussfehler nicht, um den Funken früherer MCU Filme überspringen zu lassen. So war Quantumania durchaus nett anzusehen und einige Witze haben auch gut funktioniert, aber es ist kein Film, auf den ich mich bei einem MCU Filmmarathon freuen würde. Trotzdem schafft er das, was ihm wohl wichtig war. Die Brücke von Loki in den filmischen Teil des MCU zu schlagen und mit Kang den neuen Bösewicht der Phase 5 etwas genauer zu beleuchten. Auch wenn hier jetzt vieles negativ klang, so hat Quantumania doch eines geschafft: Ich bin neugierig auf Phase 5 und was diese so mit sich bringt.
Das Fazit
Ant-Man & the WASP – Quantumania ist nicht ganz der erhoffte Start von Phase 5, übertrumpft aber Phase 4 deutlich. Dennoch kämpft er mit einigen Schwächen, inklusive Logiklöcher und Austauschbarkeit der Charaktere. Dennoch kurzweilige Unterhaltung und lockt mit Andeutungen auf die Zukunft des Franchises. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.
Ant-Man & the WASP – Quantumania läuft seit dem 15.02.2023 in den deutschen Kinos
Nach dem Erfolg des ersten Teils, der sogar in einer Oscarnominierung gipfelte, war die Fortsetzung relativ schnell angekündigt. Dann kam der schwere Schicksalsschlag: Hauptdarsteller Chadwick Boseman starb. Nun war guter Rat teuer. Sollte man den Black Panther einfach neu besetzen oder konnte die Reihe auch ohne den Protagonisten funktionieren? Wie der Film ohne Boseman funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain America 3 – Civil War, Black Panther Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: The Avengers – Infinity War,The Avengers – Endgame – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern bereits vorhanden, für die Links einfach die Titel anklicken).
Nach einem fehlgeschlagenen Auftrag wird der Schrei nach Regeln und Grenzen für die Avengers immer lauter. Während Tony Stark und ein paar andere das ganze sofort für eine gute Idee halten, bleiben Captain America und ein paar weitere unschlüssig und wollen den Vertrag nicht unterzeichnen. In Wien kommt es bei einer Tagung zu einem Anschlag auf die vereinten Nationen kurz vor der Unterzeichnung des Vertrages, bei dem König T’Chaka, der König von Wakanda, stirbt. Alle Zeichen deuten auf einen Anschlag vom Winter Soldier – Bucky Barnes – hin. Captain America spürt diesen schließlich in Bukarest auf und verhilft ihm zur Flucht, versucht aber gleichzeitig zu ihm durchzudringen und auf ihre Freundschaft zu pochen. Mit Hilfe von Prinz T’Challa, der sich als Black Panther herausstellt, schafft es die CIA um Everett Ross sowohl Bucky als auch Steve Rogers zu fassen. Bei der Vernehmung taucht jedoch nicht der eigentliche Psychologe auf, sondern Baron Zemo, der auch hinter dem Anschlag steckte. Der Spalt zwischen Iron Man und Captain America wird immer größer. Bucky weiß schließlich, dass Baron Zemo hinter den weiteren Winter Soldier her ist und beschließt mit Cap und Falcon ihn aufzuhalten. Dabei kommen ihnen Hawkeye, Scarlet Witch und Ant-Man zur Hilfe. Doch um Iron Man hat sich mit Black Panther, Black Widow, Iron Patriot, Vision und Spider-Man ebenfalls ein Team gebildet, die alles daran setzen den Winter Soldier zu fangen. Nach großem Kampf ist Iron Patriot schwer verletzt, Rogers und Bucky können fliehen und das restliche Team wird gefangen genommen. Iron Man erkennt jedoch bald, dass er einen Fehler gemacht hat als er entdeckt, dass Baron Zemo hinter dem Attentat steckte. Er überedet Falcon ihm das Ziel von Rogers und Bucky zu verraten, um ihnen zur Hilfe zu kommen, während Black Panther ihm unauffällig folgt. Doch Baron Zemo hat nicht wie befürchtet die anderen Winter Soldier aufgeweckt, sondern hat sie alle ermordet. Allerdings offenbart er Iron Man, dass Bucky seine Eltern ermordet hat, jedoch unter Einfluss der Gehirnwäsche. Stark will das jedoch nicht wahrhaben und sinnt nun auf Rache. Rogers versucht Bucky zu retten. Es kommt zum letzten finalen Kampf, in dem Stark und Rogers endgültig getrennte Wege gehen. Black Panther sucht zeitgleich Baron Zemo auf, um sich seine Beweggründe anzuhören. Am Ende versucht Stark Iron Patriot zu helfen, während Cap erst die Gefangenen Teammitglieder befreit und dann Bucky nach Wakanda bringt. Nach dem Tod von König T’Chaka in Civil War, muss sein Sohn T’Challa nun sein Erbe antreten. Im Königreich Wakanda muss er sich einer Prüfung unterziehen, damit er auch der neue König wird und damit auch der Black Panther, der Beschützer von Wakanda. Als erste Amthandlung reist er nach Südkorea, zusammen mit Nakia und Okoye, um Ulysses Klaue zu stellen, der Vibranium aus Wakanda gestohlen hat und dabei W’Kabis – einem der fünf Stammesanführer – Eltern ermordet hat. T’Challa verspricht W’Kabi Klaue nach Wakanda zu holen, damit er hier Rache üben kann. In Südkora treffen die Wakandaner dann auf Everett Ross, der ebenfalls hinter Klaue her ist. Klaue kann zunächst gefangen werden, wird jedoch mit Hilfe von Killmonger befreit. Dabei wird Ross schwer verletzt, als er sich vor Nakia warf. Nur in Wakanda bekommt er die medizinische Hilfe, um vollständig zu genesen. Also wird Ross zu Shuri gebracht, die ihn heimlich heilt. Währendessen hat Killmonger Klaue umgebracht, da er für ihn nur Mittel zum Zweck war und ist ebenfalls nach Wakanda gereist. An der Grenze trifft er auf W’Kabi und überreicht ihm Klaues Leichnahm. Mit W’Kabis Unterstützung wird Killmonger zum Königsrat vorgelassen und stellt sich dort als T’Challas Cousin heraus, dessen Vater von König T’Chaka vor vielen Jahren umgebracht wurde. Es kommt zu einem neuen rituellen Kampf, bei dem Killmonger T’Challa eine Klippe herunterschmeißt und damit neuer König und Black Panther wird. Nakia, Shuri und Ross fliehen daraufhin zu den Jabari, wo sie M’Baku das Kraut für einen Black Panther anbieten wollen, damit er Killmonger stürzt. M’Baku hat jedoch inzwischen T’Challa geborgen, der noch am Leben ist. Er bekommt stattdessen das Black Panther Kraut und zieht in die finale Schlacht gegen Killmonger, der wakandianische Waffen an Rebellen überall auf der Welt senden will, damit diese Revolutionen anfangen können. T’Challa will das verhindern und muss schließlich Killmonger schwer verwunden. Er bietet ihm an, ihn zu retten und dann ins Gefängnis zu stecken, doch Killmonger stirbt lieber, als sein Leben hinter Gittern zu verbringen. T’Challa ist nach den Ereignissen überzeugt, dass sich Wakanda nicht länger vor der Welt verstecken darf und das sie ihre Ressourcen der Welt anbieten sollten.
Die Handlung
Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind?
Meine Meinung
2019 ging mit Endgame (ja eigentlich mit Far from home) Phase drei und damit auch eine Ära zu Ende. Der Start von Phase 4 war eher holprig. Zwischen vielen neuen Gesichtern, deren Filme eher schlecht als recht liefen, tauchten immer mal wieder bekannte Gesichter auf, deren Filme deutlich besser funktionierten, aber nicht an die Qualität früherer Phasen heranreichen konnte. Gleichzeitig gab es eine regelrechte Serienflut auf Disney+, die auf einmal auch alle Bedeutung hatten. Es war schlichtweg zu viel. Nun stand der ursprünglich lang ersehnte zweite Teil des Black Panthers an. Doch wie sollte dieser ohne den Protagonisten funktionieren, zumal Chadwick Boseman den Film stark getragen hat. Und hier geht Marvel den einzig logischen Schritt: Die Rückbesinnung auf bereits eingeführte Charaktere. Der Verlust Chadwick Bosemans wird von Anfang an in den Film eingearbeitet. Wakanda steht auf einmal ohne König und ohne Beschützer da. Gleichzeitig stellt er sich die Frage nach der Konsequenz, dass sich Wakanda im ersten Teil für die Welt öffnete. So haben wir einen starken Auftakt, mit vielen ruhigen Momenten, die die Stärken der Charaktere herausarbeiten. Es wird Trauerverarbeitung thematisiert und die Grundfesten Wakandas gestärkt. Beim ersten Auftauchen Namors funktioniert der Konflikt auch noch gut. Wakanda wird gezwungen aktiv zu handeln, statt nur passiv zu reagieren. Doch dann nehmen die üblichen Missverständnisse Überhand und die Reaktion darauf ist leider wenig ausgereift. Es musste halt ein Konflikt und Action her und die war ziemlich erzwungen. So funktioniert Wakanda Forever gerade in den ruhigen und charakterstarken Momenten wesentlich besser als in den actionlastigen. Das für einen Superheld*innen-Actionfilm ist nicht unbedingt problematisch, dürfte aber der Zielgruppe eher missfallen. Darüber hinweg täuschen dann aber die gewohnt fantastischen Bilder. Hier gibt es auch noch mehr Einblicke in Wakanda abseits des Königspalast, wodurch wir nochmal näher an den Menschen sind. Schauspielerisch zeigt hier gerade Angela Bassett, was in ihr steckt – zumindest sobald sie das anfängliche overacting abgelegt hat. Letitia Wright kommt da nicht ganz mit, spielt ihre Shuri aber sehr souverän und transportiert die notwendigen Emotionen. So kommt Wakanda Forever zwar bei weitem nicht an das Niveau das ersten Teils heran, schafft es aber dennoch das MCU aus dem zuletzt eher enttäuschenden Sumpf zu ziehen.
Das Fazit
Wakanda Forever ehrt Chadwick Bosemans Vermächtnis und schafft einen Film, der gerade an den ruhigen Stellen ziemlich gut funktioniert. Einige Handlungsabschnitte sind dann voller Logiklöcher, da hier zu sehr auf erzwungene Action gesetzt wurde. So ist der Film deutlich besser als die letzten MCU Vertreter, kommt aber nicht an den ersten Teil heran. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Ein Nachwort
Wakanda Forever bildet das Ende von Phase 4. Zwar wurde die Thematik des Multiversums immer mal wieder aufgemacht, so richtig umgesetzt wurde sie jedoch nicht. Es war eher ein Verabschieden von einigen Charakteren und das Begrüßen von Neuen. Es bleibt abzuwarten, was Phase 5 bringt. Zumindest ist hier ein Thanos-Nachfolger angedeutet worden. Wir werden sehen, was das MCU uns noch bringt.
Wakanda Forever läuft seit dem 10.11.2022 in den deutschen Kinos
Marvel setzt seine Serienreihe auf Disney+ fort und das Internet schreit auf. Nach noch nicht mal einer erschienen Folge soll die Serie gecancelt werden. Die Gründe soweit nicht nachvollziehbar. So wollte ich mir meine eigene Meinung bilden und muss leider sagen: Wirklich gut ist die Serie nicht. Warum ich eher enttäuscht war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: – Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Doctor Strange, Doctor Strange in the Multiverse of Madness, Der unglaubliche Hulk, Thor: Ragnarök, Avengers: Endgame, Daredevil (die Netflix Serie) und Shang-Chi and the legend of the ten rings – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern bereits vorhanden, für die Links einfach die Titel anklicken).
Die Handlung
Jennifer Walters (Tatiana Maslany) ist Anwältin und ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch bei einem Unfall kommt sie mit dem Blut ihres Cousins Bruce Banner (Mark Ruffalo) in Berührung. Problem dabei ist, dass sie dadurch auch seine Hulk-Kräfte abbekommt. Schnell lernt sie diese zwar zu kontrollieren, dennoch ändert sich alles in ihrem Leben. Sie bekommt den Titel She-Hulk und muss nun versuchen sich selbst neu zu erfinden.
Meine Meinung
Da ich sowieso die ganzen Marvelserien sehe, schon allein, weil man sie alle braucht, um die kommenden Filme wahrscheinlich zu verstehen, habe ich mich gar nicht groß mit dem Trailer beschäftigt. Dabei war dieser eine erste Warnung. Dass es nach dem schrecklichen Der unglaubliche Hulk keinen weiteren Hulk Solofilm gab, hatte wohl auch seine Gründe. Dennoch war die Figur Bruce Banner gut ausgearbeitet, hatte eine Entwicklung im Laufe des MCU und vor allem eine gute CGI Optik. Vor allem letztes fehlt bei She-Hulk vollständig. Ich verstehe durchaus, dass die kompletten CGI Studios überlastet sind, überarbeitet und von den großen Konzernen so unter Druck gesetzt, dass sie gerade bei Marvel nicht ablehnen können. Der Zeitdruck, unter den sie She-Hulk animieren sollten, war laut Insideraussagen enorm. Dennoch lässt sich eins nicht abstreiten: Das CGI sah ziemlich billig aus. Während eine Tatiana Maslany sich seit Orphan Black einen Namen für ihre einzigartigen Schauspielkünste gemacht hat und sehr viel von ihrem Charme und ihrem Witz über Mimik transportiert, geht dies, sobald sie groß und grün wird, einfach komplett unter. Das CGI lässt keinerlei Mimik zu, alles ist weichgespült wirkt dabei so künstlich, dass es keinerlei Nähe zum Charakter zulässt. Das ist sehr schade, denn die Grundidee von She-Hulk ist gar nicht mal so schlecht. Eine Superheldin, die keine sein möchte, sondern einfach nur ihr Leben als Anwältin weiterführen möchte, weiter daten möchte und mit ihrer Freundin abhängen. Stattdessen kommen ganz neue Probleme hinzu, sie muss ihr Alter Ego lernen zu akzeptieren. Das Ganze verpackt als Komödie, mit durchbrechen der vierten Wand und teilweise auch dem Aufbrechen typischer Genreklischees. Gerade im Finale wird hier einiges ausprobiert, was dort zwar gut funktioniert, aber nicht in der Gesamtheit der Serie. Die Serie versucht sich ein bisschen über mehr oder weniger Einzelfolgen aufzubauen, die allerdings vor allem durch die Cameos wirken. Ein Abomination (Tim Roth) oder ein Wong (Benedict Wong) lockern die Stimmung immer wieder auf und bringen auch Witz rein. Solange Jennifer Walters auch einfach sie selbst ist, versprüht Tatiana Maslany unglaublich viel Witz und Charme. Das funktioniert solange, bis sie She-Hulk wird. Ab da ist nicht nur die Mimik durch das CGI weichgespült, sondern auch der Charakter an sich. Sobald die Verwandlung erfolgt, wollte ich jedes Mal wegschalten. Das ist sehr schade, denn wenn sie einfach Anwältin im MCU gewesen wäre, hätte die Serie echt Spaß machen können. Aber durch die Einschübe als She-Hulk hat für mich die Serie einfach nicht funktioniert. Auch die Nebencharaktere funktionieren teilweise sehr gut, gerade die, die Bezug zum MCU haben. Andere leider eher weniger, wie Titania und Todd Phelps. Allgemein hatte die Serie zu viele nervige Charaktere, so dass das Gleichgewicht leider ins Negative ging. So konnte man sich zwar ab und an einen guten Moment herauspicken, aber über die Dauer der Staffel gab es zu viele Rückschläge, dass ich mehr als einmal überlegte sie einfach abzubrechen.
Das Fazit
She-Hulk hat zwar ein erfrischendes Konzept, kann dies aber nur bedingt einsetzen, da schlechtes CGI, die dadurch zu stereotypisch geratetene Protagonistin, und zu viele nervige Nebencharaktere jeden guten Moment negativ überschatten. Leider wieder eher eine Enttäuschung aus dem Hause Marvel.
She-Hulk ist seit dem 13.10.2022 vollständig auf Disney+ zum Streamen verfügbar