Eine Handvoll Serien – 01/24 – K-Drama Special

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Wir beginnen direkt wieder mit einem K-Drama Special, denn da haben sich tatsächlich schon wieder fünf Stück angesammelt. Heute mit: Unheil vor der Tür, einem Pub in Itaewon, einer KI mit Brille, einem magischen Buch und der Braut des Goblins.

Doom at your service

Die Handlung: Tak Dong-Kyung hat einen wirklich beschissenen Tag. Sie erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat, dass ihr Freund bereits verheiratet ist und ihr Bruder sich ein Teil des Erbes ihrer Eltern für eine dumme Geschäftsidee krallen will. In ihrer Frustration schreit sie in die Nacht, dass sie die Welt brennen sehen will. Dies hört Myul Mang, das Unheil. Er schließt einen Vertrag mit ihr, um die Schmerzen ihrer letzten Wochen von ihr zu halten, dafür muss sie sich das Ende des Welt wünschen, damit er ihren Wunsch erfüllen kann. Doch es soll anders kommen.

Meine Meinung: Dieses Drama war im letzten Jahr nicht nur mein Highlight unter den K-Dramen, sondern auch mein Jahreshighlight im Bereich Serien. Dabei war es eine absolute Zufallsentdeckung, für die ich sogar mein eigentlich aktuelles Drama pausierte. Und nachdem man die harten Nachrichten am Anfang überwunden hatte, war es genau so ein Drama, wie ich es liebe. Es baut sich sehr langsam auf, eigentlich konnte ich kaum sagen, was in den einzelnen Folgen so passiert ist, aber dafür baut es eine Herzlichkeit auf, die ich bei vielen Serien vermisse. Wir haben hier ein eindeutig reales Szenario mit der erkrankten Protagonistin und landen dann weiterhin im urbanem Setting in einer übernatürlichen Komponente. Dadurch war es nicht einfach nur ein weiteres Liebesdrama, tatsächlich kommt der Liebesaspekt erst später im Verlauf der Serie durch und nimmt dann nach und nach mehr Platz ein. Der Weltenbau ist vergleichsweise simpel und passt sich doch herrlich in die Geschichte ein. Und während sich Seo In-Guk wahrscheinlich in die Herzen aller Frauen gespielt hat, war mit Lee Soo-Hyuk einfach noch mein (aktuell) drittliebster koreanischer Schauspieler in einer größeren Nebenrolle vertreten. So habe ich jede Folge der Serie geliebt, habe mitgelitten, gebangt und mehrfach den Fernseher angeschrien, wenn etwas passierte, was mir absolut nicht gepasst hat. Und die Geschichte hat diesmal auch in ihre 16 Folgen gepasst, ohne zu lang oder zu kurz zu sein. Wer schon immer mal mit dem Genre K-Drama einfangen wollte, hier ist eine super Gelegenheit dazu!

Itaewon Class

Die Handlung: Park Saeroyi hat Probleme an seiner neuen Schule, da er das Mobbing eines Mitschülers nicht duldet. Da dieser aber der Sohn eines einflussreichen CEO ist, fliegt er von der Schule und sein Vater verliert seinen Job. Als kurz darauf sein Vater vom gleichen Mobber tot gefahren wird, dreht er durch und landet dadurch im Gefängnis. Doch Saeroyi hat einen Plan. Viele Jahre später eröffnet er in Itaewon eine kleine Bar und versucht diese zum Erfolg zu führen, um gegen die Familie, die ihn alles gekostet hat, bestehen zu können. 

Meine Meinung: Ich bin es ja inzwischen gewohnt bei einem K-Drama auch nach schwierigen ersten Folgen einfach mal dran zu bleiben, denn meist entwickeln sie sich erst so ab Folge 3 in eine gute Richtung. Bei Itaewon Class hat dieser Prozess deutlich länger gedauert, weswegen ich zwischendurch mehrfach an abbrechen gedacht habe. Doch nach dem ersten Zeitsprung entwickelt sich die Geschichte noch einmal ganz neu und dann werden auch nach und nach mehr Charaktere eingeführt, was gut funktioniert. Zumal wir hier auch mal einen deutlich diverseren Cast haben als sonst. Die Hauptgeschichte wird immer weiter geführt und es ist bestimmt keine Wohlfühlserie, was hier alles passiert ist schon schockierend. Wir haben im Laufe der Serie noch einen weiteren großen Zeitsprung, der zwar unerwartet kam, aber irgendwo auch logisch ist. Die ein oder andere Charakterentwicklung war dann zwar gewöhnungsbedürftig, aber wir kriegen auf jeden Fall noch unseren Anstieg in der Spannungskurve. So habe ich am Ende meinen Frieden mit der Serie geschlossen, hatte aber zwischendurch meine Auf- und Abs.

My holo love

Die Handlung: Han So-Yeon kämpft seit ihrer Kindheit mit Gesichtsblindheit, die sie aber verschweigt. Dadurch wird sie von ihren Kolleg*innen eher gemieden, und auch darüber hinaus führt sie eher ein zurückgezogenes Leben. Das ändert sich, als sie den Prototypen einer Brille in die Hände bekommt, mit der sie Holo sehen kann. Diese KI hilft ihr im Alltag. Doch sie bekam die Brille nur, weil die Erfinderfirma sie vor Dieben schützen wollte. Nun wollen sie ihren Prototypen dringend zurück. Blöd, dass So-Yeon eine starke Bindung zu Holo aufgebaut hat. Doch beruht diese auf Gegenseitigkeit? 

Meine Meinung: Ein Drama, das ich mit meiner besten Freundin zusammen gesehen habe, was wohl auch der Grund sein dürfte, warum ich es nicht abgebrochen habe. Aber wir mussten uns auch immer wieder überwinden weiter zu schauen, haben immer andere Serien dazwischen geschoben, um doch irgendwann weiterzuschauen. Denn obwohl die Serie gerade einmal 12 Folgen hatte und die auch nur ca. 50 Minuten gingen, hatte sie viel zu wenig Stoff dafür. Die Handlung hat sich immer wieder im Kreis gedreht, die gleichen Fehler wurden immer wieder gemacht und es ging einfach nichts voran. Die Charaktere waren auch ziemlich nervig und aus der Grundidee wurde nur wenig gemacht. Teilweise bin ich aus dem Augenrollen nicht mehr herausgekommen. Was sich Netflix hier bei ihrem Original gedacht hat, weiß man auch nicht so recht. Ich habe jedenfalls drei Kreuze gemacht als die Serie nach einem viel zu abgehobenem Finale endlich vorbei war.

Destined with you

Die Handlung: Lee Hong-Jo arbeitet im Landschaftsamt im Rathaus, wo sie jedoch aufgrund von Vorfällen in der Vergangenheit von ihrem Team eher gemieden wird. Bei einem Außeneinsatz in einem „Spukhaus“ trifft sie auf Jang Sin-Yu. Dieser ist Anwalt und arbeitet inzwischen auch im Rathaus. Eigentlich will er nichts mit der übereifrigen Beamtin zu tun haben, doch bekommt er den Auftrag eine alte verschlossene Kiste an eben diese zu übergeben. Durch Neugier hält er den Kontakt und beide finden heraus, dass ein Zauberbuch in der Kiste ist. Hong-Jo glaubt eigentlich nicht an Magie, aber warum den Liebeszauber nicht einmal an ihrem Schwarm austesten. Nur leider kommt Sin-Yu dazwischen. 

Meine Meinung: Destined with you wollte wohl das sein, was Doom at your service geschafft hat. Ein Drama mit übernatürlicher Note, eine Protagonistin, die einiges zu ertragen hat und ein Love interest, dem ein Geheimnis zu umgeben scheint. Dabei hat es aber leider keinen Charme, keine Herzlichkeit und vergisst zwischendrin regelmäßig, was es eigentlich erzählen will. Gibt es nun Magie in diesem Drama? Nun, da wurde sich zwischendurch einfach merhfach umentschieden, so dass man es selbst am Ende nicht sagen kann. Dann haben wir eine Enemies to lovers Geschichte, die aber einfach nicht funktioniert, weil beide Charaktere unsympathisch sind und wir ihnen die Entwicklung zum Liebespaar einfach nicht abkaufen. Da kann Rowoon noch so gut aussehen, er war einfach zwischendurch ein ziemliches Arschloch. Auch das Mobbing im Büro gegenüber der Protagonistin ist ziemlich heftig, weswegen es nicht klar ist, wieso sie am Ende mit ihrem Team befreundet ist. Auch ansonsten springt die Geschichte ziemlich hin und her und natürlich brauchten wir gegen Ende noch eine historische Komponente, die so willkürlich wirkt, dass den Schreibenden hier wohl einfach die Ideen ausgegangen sind.

Goblin

Die Handlung: Kim Shin wird zu einem Goblin und wandert fast tausend Jahre ruhelos durch die Welt. Nur die Braut des Dokkaebi (Goblin) kann ihn befreien. Mit Ji Eun-Tak einer Abschlussschülerin findet er diese schließlich, doch Abschied vom Leben war noch nie so schwierig. Dabei wurde sogar schon sein Haus an einen Gevatter Tod weiter vermietet. 

Meine Meinung: So viel hatte ich bereits über das K-Drama gehört. Es war tatsächlich sogar so ziemlich das Erste, von dem ich je gehört habe, da es in einem Buch erwähnt wurde, dass ich bereits las, ehe ich in den Strudel aus K-Dramen und K-Pop gezogen wurde. Da ich bisher aber nur die Netflix-Serien gesehen habe, blieb es mir verwehrt, auch wenn ich immer wieder schaute, ob es nicht doch irgendwo verfügbar wäre. Bis ich schließlich mit einem Gratisabo von Viki gelockt wurde (und bisher hängen geblieben bin). Und das war meine Chance. Und tatsächlich habe ich die Serie innerhalb kürzester Zeit durchgebinged, denn sie bot einfach alles. Eine spannende Geschichte, große Gefühle, tolle Charaktere, Einblicke in die koreanische Mythologie und ganz nebenbei Herzlichkeit und eine gehörige Portion Witz. Eigentlich habe ich sie weniger wegen der Liebesgeschichte geschaut, als vielmehr wegen der Bromance zwischen dem Dokkaebi und Gevatter Tod. Lediglich am Ende hat man gemerkt, wie sie die Handlung wieder partout auf die 16 Folgen strecken mussten und es deswegen ein paar der Wendungen gar nicht so gebraucht hätte. Aber das ist bei der Serie wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Habt ihr eins davon gesehen? Wie fandet ihrs?

Eine Handvoll (oder mehr) Serien/Bücher – Disability Pride Month Special 2023

Juli ist der Disability Pride Month.
Nachdem im Juni die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft gefeiert wurde, geht es im Juli darum auf Behinderungen aufmerksam zu machen, Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Klischees und Vorurteile abzubauen.
Wie schon im letzten Jahr, will ich euch auch diesmal eine Auswahl an diversen Repräsentationen in Serien und Büchern geben – Filme habe ich leider keine im vergangenen Jahr gesehen.

Der Weihnachtosaurus

Die Handlung: William Trudel wünscht sich nichts mehr als einen echten Dinosaurier vom Weihnachtsmann. Und wie es der Zufall so will schlüpft genau zur Weihnachtszeit am Nordpol ein Dino. Der Weihnachtsmann nimmt diesen bei sich auf und gibt ihm den Namen Weihnachtosaurus. Doch am Weihnachtsabend kommt alles ganz anders und William und der Weihnachtosaurus erleben ein gemeinsames Abenteuer.

Warum das Buch so wichtig ist: Bereits im Kindesalter werden wir durch Klischees und Vorurteile geprägt. Umso wichtiger ist es bereits in Kinderbüchern Diversität zu repräsentieren. Und damit sind eben auch Behinderungen und Menschen mit Behinderungen gemeint. Der Weihnachtosaurus bietet uns mit William Trudel nicht nur eine Jungen, dessen Traum eines echten Dinos ins Erfüllung geht und eine bunte Abenteuergeschichte erlebt. Sondern eben auch die Realität eines Kindes im Rollstuhl. Dabei geht es um alltägliche Schwierigkeiten, Mobbing in der Schule und der Verzweiflung, weil William doch nichts für seine Behinderung kann. Dabei werden diese Schattenseiten zwar angesprochen, dominieren aber nicht die Handlung. Soll heißen, sie sind da, sie werden nicht ignoriert und doch zeigt das Buch, dass trotz – oder gerade wegen – des Rollstuhls William ein wunderbares Abenteuer erleben kann.

Extraordinary Attorney Who

Die Handlung: Woo Young-woo hat ihre Anwaltsprüfung mit Auszeichnung bestanden, bekommt aber nirgends einen Job, da ihre autistische Spektrums-Störung alle Kanzleien abschreckt. Doch dann nimmt eine sie doch noch nachträglich auf und sie darf fortan das Team von Jung Myeong-seok unterstützen. Dabei fällt sie durch ihre kreative Herangehensweise auf, allerdings auch durch ihre Probleme im sozialen Kontakt. Dabei sind ihr nicht alle wohlgesonnen.

Warum die Serie so wichtig ist: Zunächst war ich bei der Serie skeptisch, da Autist*innen gern als sozial auffällig, aber super intelligent dargestellt werden. Das dies der Realität entsprechen kann, aber nicht die Regel ist, wie uns gern suggeriert wird, wird meist unterschlagen. Nicht in Extraordinary Attorney Who. Hier wird ganz gezielt auf das Spektrum aufmerksam gemacht und doch viele Probleme genannt, die bei vielen auf dem Spektrum auftreten. Dabei führt ihre Art zeitgleich zu Problemen und Lösungen und nicht jeder in ihrem Umfeld reagiert positiv auf sie. Dennoch ist es eine sehr herzliche Serie, voller Witz (niemals über die Behinderung!), spannender Fälle und toller Charaktere.

Hawkeye

Die Handlung: Kate Bishop ist seit den Ereignissen in New York 2012 (siehe The Avengers) großer Fan von ihrem persönlichen Helden Hawkeye alias Clint Barton. Als bei einer Schwarzmarkt-Auktion auf einer Charity-Veranstaltung der Firma ihrer Mutter das Kostüm des Ronin versteigert wird, landet dies nach einem Anschlag in ihrem Besitz. Damit macht sie zwei Parteien auf sich aufmerksam. Zum einen Hawkeye, der eigentlich wegen eines Musicalbesuchs mit seinen Kindern in der Stadt war, und der Jogging-Anzug Gang, deren Anzahl der Ronin einst stark verkleinerte.

Warum die Serie so wichtig ist: Superhelden sind für uns die Verkörperung von allem Positiven. Sie sind Vorbilder, retten die Welt und haben natürlich kaum Schwächen. Und auch, wenn Hawkeye selbst „nur“ eine Hörschädigung hat, die nach den vielen Ereignissen auch sehr realistisch ist, so haben wir gerade mit Maya Lopez aka Echo als eine der Gegenspielerinnen eine Frau, die nicht nur mit Beinprotese kämpft, sondern auch vollständig gehörlos ist. Gebärdensprache wird in einigen Szenen benutzt, bzw. geht es auch um die Schwierigkeit sich verständlich zu machen, wenn andere diese eben nicht beherrschen. Dabei ist auch diese Thematik wieder wunderbar in die Handlung eingepflegt, ohne unterzugehen, aber auch ohne zu großen Wert darauf zu legen.

Erntedank in Vertikow

Die Handlung: Peer sitzt seit neustem im Rollstuhl und kommt damit nicht wirklich zurecht. Als in Vertikow, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommer, ein Unfall geschieht, ist sich Peer sicher: Es war Mord. Da ihm niemand glauben will, fängt er selbstständig an zu ermitteln.

Warum das Buch so wichtig ist: Was macht ein Organist, der seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, weil er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr die Treppen zur Orgel hochkommt? Genau Detektiv spielen und einen Mord aufklären. Dabei haben wir diesmal wirklich eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Unser Protagonist sitzt ganz neu im Rollstuhl und kommt mit den Einschränkungen nicht so gut zurecht. Sein kleines Dorf ist nicht wirklich barrierefrei und auch wenn ihm die Bewohnenden viel versuchen zu helfen, so kämpft er doch mit der Frustration, hadert mit sich und seinem Körper und hinterfragt selbst seine Beziehung. Wir bekommen hier also eine schonungslose Erfahrung hautnah und bekommen als Bonus noch eine spannende Cozy Crime Geschichte.

Gallant

Die Handlung: Olivia Prior ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Da sie nicht sprechen kann, wurde ihr gern das Leben schwer gemacht. Nur die Worte ihrer Mutter in einem alten Tagebuch konnten ihr Trost spenden. Dort wird sie vor einem Ort namens Gallant gewarnt. Doch als ein Brief von ihrem Onkel eintrifft, lädt er sie genau dorthin ein. Olivia folgt dem Ruf, in der Hoffnung ihre Familie wiederzufinden, doch vor Ort ist alles ganz anders. Ein Geheimnis liegt auf Gallant, das Olivia lösen will. 

Warum das Buch so wichtig ist: Olivia kann nicht sprechen (laut Google-Suche hat sie wahrscheinlich Anarthrie, im Buch selbst wird keine Diagnose genannt). Das scheint für andere Mädchen im Waisenhaus Grund genug zu sein, sie auszuschließen und zu mobben. Dabei hat sie verzweifelt nach einer Erklärung gesucht, doch konnte nicht herausfinden, warum sie nicht sprechen kann. Das wird im Verlauf der Handlung mehrmals nochmal wichtig, wenn sie sich über gemalte Bilder auszudrücken versucht und eben im Zweifelsfall auch nicht um Hilfe rufen kann bzw. auch keine Schmerzlaute von sich geben kann. Mit Gothic Novel haben wir hier auch nochmal ein anderes Genre, da ich stets versuche hier auch eine Vielfalt miteinzubringen.

Komi can’t communicate

Die Handlung: Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. 

Warum der Manga/der Anime so wichtig ist: Bei sozialen Ängsten ist nun natürlich die Frage, in wiefern dies unter Disability fällt. Da in diesem Manga/Anime Komi dadurch beinahe gar nicht spricht, in vielen Situationen Hilfe braucht, die sie aber nicht erbitten kann und auch sonst mit einigen Einschränkungen zurecht kommen muss, habe ich für mich entschieden die Geschichte hier mit aufzunehmen. Denn zum einen werden hier einige Vorurteile abgebaut, es wird der tägliche Kampf beschrieben und der Umgang mit den Menschen um sie herum. Dabei fand ich es besonders schön zu lesen, dass Komi eben nicht die typische Außenseiterin ist, sondern das beliebteste Mädchen an der Schule, was die Situationen für sie nicht unbedingt einfacher macht.

Welche Filme/Serien/Bücher mit gut repräsentierten Figuren mit Behinderung kennt ihr?

Eine Handvoll Serien – 03/23 – Pride Month Special

Es ist immer noch Pride Month. Und wie bereits im letzten Jahr möchte ich euch zusätzlich zu meinen Buchempfehlungen (hier zu finden), auch wieder ein paar queere Serien ans Herz legen.

Schitt’s Creek – Staffel 1-6*

Die Handlung: Familie Rose, das sind die Eltern Johnny und Moira, sowie die Kinder David und Alexis, sind reich. Zumindest bis der neue Geschäftsführer ihrer Firma keine Steuern zahlt und die Steuerbehörde ihnen fast alles wegnimmt. Geblieben ist ihnen eine kleine Stadt namens Schitt’s Creek, die Johnny David vor ein paar Jahren als Witz zum Geburtstag schenke. Dort müssen sie nun in einem heruntergekommenen Motel in zwei Zimmern ohne abschließbare Tür leben und sich mit den Kleinstadtgewohnheiten auseinander setzen.

Warum die Serie so wichtig ist: David ist pansexuell und schafft es dies mit einiger wirklich wunderbaren Analogie über Weine zu erklären. Gleichzeitig hat er im Laufe der Serie auch Beziehungen mit unterschiedlichen Geschlechtern. Und diese werden ebenso erzählt, wie die hetero Liebesgeschichten, keine Vorverurteilung, aber auch kein Kleinreden von Problemen. Es geht teilweise um Outings, alles harmonisch in die Haupthandlung eingefügt.

Love, Victor – Staffel 1

Die Handlung: Victor zieht mit seiner Familie neu nach Atlanta. Während er und seine Schwester versuchen sich einzufinden, hat er noch ein weiteres Problem. Er ist schwul, hat aber Angst vor einem Coming Out, weswegen er versucht es zu verbergen. In seiner Not wendet er sich an Simon (bekannt aus dem Film Love, Simon) und schildert ihm per Mail seine Probleme. 

Warum die Serie so wichtig ist: Love, Simon war einer meiner liebsten Filme 2018. Darauf basierend gab es mit Love, Victor einen Ableger. Und auch, wenn ich die Serie an sich deutlich schwächer fand als den Film (was auch daran lag, dass vieles künstlich gestreckt wurde), so schafft sie es doch noch einmal den Bogen zu spannen, zur ähnlichen Ausgangssituation, aber mit anderem familiärem Hintergrund. Victor hat andere Probleme als Simon, was den neuen Blickwinkel noch einmal interessant macht und auch zeigt, wie unterschiedlich vermeintlich ähnliche Geschichten sein können.

Queer Eye, Brazil – Staffel 1

Die Handlung: Die Fab Five sind diesmal Fred, Rica, Luca, Yohan und Guto, die durch Brasilien reisen und ganz im Sinne des Vorbilds Menschen unter die Arme helfen, die Probleme haben ihren Alltag zu bewältigen. Dabei darf auch hier die typische quirrlige Art, viel Verständnis und herzerwärmende Botschaften nicht fehlen. 

Warum die Serie so wichtig ist: Über Queer Eye habe ich glaub ich schon so ziemlich alles gesagt, was es zu sagen gibt und kann euch die Serie nur jedes Mal wieder absolut ans Herz legen. Diesmal soll es aber um den brasilianischen Ableger davon gehen. Auch hier haben wir wieder fünf Queere, die sich mit ihren Stärken einbringen, um das Leben von Menschen zum positiven zu drehen. Dabei geht es aber auch um die Vorurteile, die queere Menschen in Brasilien erleben und wie sie damit umgehen. Leider gleichen sich die Geschichten sehr den aus den USA und auch dem deutschen Ableger, aber trotzdem versprüht die Serie starke Botschaften.

Uncoupled – Staffel 1

Die Handlung: Michael und Colin sind das Traumpaar schlechthin. Doch nach jahrelanger glücklicher Beziehung trennt sich Colin unerwartet auf seiner Überraschungs-Geburtstags-party. Vom Singleleben in New York völlig überfordert versucht Michael mit seiner Trauer und Enttäuschung zurecht zu kommen.

Warum die Serie so wichtig ist: Eine Sitcom, bei der das homosexuelle Pärchen nicht nur Nebencharaktere sind, sondern die Stars der Serie. Kennen wir Neil Patrick Harris noch aus How I met your mother, wo er der Klischee hetero Womanizer war, so darf er hier an der Trennung zum Partner verzweifeln. Selbst geoutet homosexuell beweist Harris damit auch, dass Schauspielende beides spielen können und nicht nur die eigene Sexualität widergeben können. Ein vermutlich überzeichneter Einblick in die queere Szene New Yorks und doch der Beweis, dass auch queere Hauptcharaktere funktionieren.

Vampire in the Garden – Miniserie

Die Handlung: In einer Welt ohne Musik, da diese die verfeindeten Vampire anlocken könnten, leben die Menschen im ständigen Krieg mit eben diesen. Als Momo, die Tochter der Kommandantin, vor deren strengen Erziehungsmethoden flieht, trifft sie auf Fine, eine adlige Vampirin, die ihr eine andere Welt zeigt. Auf der Flucht versuchen beide ihren Familien zu entkommen, um an eine gemeinsame Zukunft glauben zu können. 

Warum die Serie so wichtig ist: Zum Schluss habe ich noch einen Anime aus dem Bereich Fantasy für euch. Mal abgesehen davon, dass er so seine Schwächen in der Handlung und Erzählgeschwindigkeit hatte, haben wir hier aber eine Woman loves Woman Geschichte. Dabei gibt es gar keine großen Worte zum Thema Sexualität oder ein direktes Outing. Hier ist es allein schon erschreckend, dass eine Vampirin und ein Mensch sich lieben. Aber eben auch in einer Fantasy-Geschichte kann es queere Charaktere geben, auch wenn die Sexualität an sich nicht das Thema der Serie ist.

Was sind eure liebsten queeren Serien? Schreibt es gern in die Kommentare!

*Staffel 1-2 sind Rezensionsexemplare, danke an Glücksstern-PR

Eine Handvoll (oder mehr) Bücher – 02/23 – Pride Month Special

Es ist Juni und damit Pride Month. Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt. In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.

Der Kater unterm Korallenbaum

Die Handlung: Yuki geht nach dem Tod ihres Vaters bis auf den Familienkater fast leer aus. Während ihr Bruder das Haus und ihre Schwester den Blumenladen erbten, steht sie vor einigen Problemen. Doch der Kater Sazuke kann sprechen und bietet Hilfe an. Doch Wünschen will gelernt sein. 

Warum das Buch so wichtig ist: Wir haben hier eine moderne Märchenadaption mit einer eingeflochtenen Liebesgeschichte, die halt einfach nicht hetero ist. Yuki verliebt sich in eine andere Frau. Es gibt keine große Debatte, warum. Stattdessen ist sie sich ihrer Sexualität bewusst, verschleiert diese zwar in ihrem Job, um keinen Vorurteilen ausgesetzt zu sein (und das sagt leider viel über die Gesellschaft), aber geht ansonsten offen damit um. Genau diese Repräsentation möchte ich viel öfter lesen. Sie ist nicht der Auslöser des Buches, aber die Probleme werden auch nicht verschwiegen.

Das Lied der Krähen

Die Handlung: Kaz Brekker, Kopf der Krähen-Bande in Ketterdam, bekommt das lukrative Angebot einen Shu-Wissenschaftler aus dem Eistribunal der Fjerdan zu entführen. Für diesen unmöglich wirkenden Auftrag, braucht er ein Team. Sechs Krähen brechen schließlich auf. 

Warum das Buch so wichtig ist: Eine große Gruppe aus Protagonist*innen, da ist es doch schön, dass nicht alle hetero sind. Manche offen geoutet, andere nicht und doch wird die Geschichte absolut gleichberechtigt mit den hetero Geschichten erzählt – zumal diese hier auch nicht unbedingt im Vordergrund stehen.

Mona 3 – Zwischen Himmel und Hölle

Die Handlung: Noch immer sind die Nosdroff-Brüder auf freiem Fuß und versuchen Mona und ihren Pakt zu Erzdämon Balthasar in die Finger zu kriegen. Dieser versucht alles, um seine Familie zu beschützen, stößt dabei aber immer mehr an seine Grenzen. Und dann steht noch ein ganz anderes Großereignis bevor: Mona und Balthasar wollen heiraten. Also nochmal, so mit Zeremonie und so. Das Chaos ist vorprogrammiert.

Warum das Buch so wichtig ist: Hier habe ich ein bisschen überlegt, ob ich das Buch mit reinnehme, da die Hauptgeschichte doch zwischen einem weiblich und einer männlich gelesenen Charakter stattfindet. Doch Autorin I.B. Zimmermann webt hier so viele Nebengeschichten mit rein, die eine schöne Repräsentation abbilden, von einem (oder mehreren?) homosexuellem Paar und sogar einer polyamorösen Beziehung. Und das wollte ich dann doch würdigen, weil es über das „ach ich schreib mal nen queeren Nebencharakter mit rein“ ging (versteht mich nicht falsch, auch queere Nebencharaktere sind toll! Außer wenn sie nur genutzt werden, um eine Quote zu erfüllen.)

Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall

Die Handlung: Colin soll den Sommer bei seiner Mutter verbringen, die die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Dort lernt er den verschlossenen Theodore kennen. Kurze Zeit später stirbt Colin unerwartet und findet sich in einer Geisterwelt wieder. Ihm bleiben drei Tage, um das verborgene Zimmer von Thornhill Hall zu finden, um ins Leben zurückzufinden.

Warum das Buch so wichtig ist: Ein Pride Month ohne eine Empfehlung zu einem Buch von Christian Handel? Dafür sind seine Bücher zu gut und sehr oft queer. Und hier haben wir einen historischen Mysteryroman mit einer queeren Liebesgeschichte, also noch einmal in einem komplett anderem Genre! Das ist es eben auch, was ich mir wünsche: Queere Repräsentation in allen Genres!

Und wir tanzen über den Brücken – Love is love 3

Die Handlung: June kehrt nach London zurück und trifft prompt auf Kian, ihrem Ex. Schnell schleichen sie die alten Gefühle bei beiden wieder ein. Doch dann ist da noch Ash, Kians bester Freund, mit dem sie sich nur fetzt, auch wenn sie das prickeln in seiner Nähe nicht ignorieren kann.

Warum das Buch so wichtig ist: Sophie Bichon hat mit ihrer Love is love Reihe eine wunderbare queere Reihe rausgehauen, die ich nicht nur geliebt habe, sondern die auch größtenteils own voice ist und sich mit allerlei Repräsentation beschäftigt. Diesmal geht es um die Polyamorie. Hier werden wunderbar Vorurteile abgebaut und das mit einer tollen Geschichte.

Flüster mir ein Liebeslied

Die Handlung: Auf einem Schulkonzert verliebt sich Himari auf den ersten Blick in die Sängerin Yori. Als Fan der ersten Stunde freut sie sich, dass sie ihrem Schwarm immer näher kommt. Und auch Yori hat sich auf den ersten Blick verliebt. 

Warum das Buch so wichtig ist: Hier habe ich zwar bisher nur den ersten Band gelesen, aber  hier gibt es bereits den Konflikt zwischen Liebe zu einem Idol (egal welchen Geschlechts) und der direkten Liebe zu einer bestimmten Person. Und wie diese falsch verstanden werden kann bzw. warum man sie aus Angst dann lieber für dich behält. Hier bin ich gespannt, wie sich die Geschichte noch weiter entwickelt, aber erstmal eine gute Repräsentation.

Soulmate

Die Handlung: Yu Qi erwacht zehn Jahre in der Vergangenheit. Sie erkennt ihre Chance ihre Freundin früher kennenzulernen und vielleicht ihre Erkrankung zu verhindern. Allerdings ist ihr zehn Jahre jüngeres Ich in ihrem Körper aufgewacht und sehr verwirrt.

Warum das Buch so wichtig ist: Mit Soulmate haben wir ein Manhua (chinesischer Manga) mit einem lesbischen Pärchen als Protagonistin. Das aus einem Land, in dem Homosexualität zwar nicht mehr strafbar ist, aber (laut Auswärtigem Amt) noch keine große Akzeptanz hat. Auch hier habe ich bisher nur den ersten Band gelesen, aber durch die ersten Reaktionen der Protagonistinnen wird klar, dass es nicht ganz einfach ist in dem Land als lesbisches Pärchen zu leben. Gepaart mit der Zeitreisegeschichte freue ich mich hier auf die nächsten Bände.

Was sind eure liebsten Bücher zum Thema Pride? Gerne her mit dem Empfehlungen!

Eine Handvoll Filme – Weihnachtsspecial 2022

Herzlich Willkommen zur letzten Ausgabe der filmischen Handvoll in diesem Jahr. Auch in diesem Jahr habe ich mir wieder eine Liste mit Weihnachtsfilmen gemacht, in der Hoffnung möglichst trashige dabei zu erwischen. Die nur so vor Kitsch überzuckern, dabei so hölzerne und übertriebene Dialoge haben, dass sich die Zehennägel hochrollen und deren Schauspiel absolut grottig ist. Ob ich fündig wurde? Lest selbst: Heute mit Besuch bei den zukünftigen Schwiegereltern, einem zurückkehrenden Vater, einer zurückkehrenden Highschool-Liebe, einer Hochzeit zu Weihnachten und einer altbekannten Geschichte im Musicalgewand.

Happiest Season

Die Handlung: Abbi und Harper sind glücklich in ihrer Beziehung und Abbi überlegt sogar Harper zu Weihnachten einen Antrag zu machen. Was gibt es besseres als die Feiertage bei Harpers Familie zu verbringen und dort auch gleich den Segen des Vaters einzuholen? Das Problem ist: Harper ist vor ihrer Familie ungeoutet und gibt Abbi daher als ihre Mitbewohnerin  aus.

Der Weihnachts-Trash-Faktor: Ist hier ein bisschen schwierig einzuordnen. Denn zum einen ist der Film ziemlich tiefgründig, geht auf die Probleme der queeren Charaktere ein und erzählt eine grundsätzlich schöne Geschichte. Doch er erzählt auch die gleichen Probleme, die ich mit Weihnachten habe und hat damit auch vielleicht auch mich einfach nur auf dem falschen Fuß erwischt. Die aufgesetzte Fröhlichkeit. Das alles muss an Weihnachten perfekt sein. Das „Ich werde dir schon mit meiner perfekten Familie zeigen, wie toll Weihnachten ist“, um dann genau das Gegenteil zu tun. Ich fühle Abbi an so vielen Stellen in diesem Film und war über so vieles in Hapers Familie einfach nur entsetzt. Doch dadurch ist der Film nicht gleich trashig. Sondern er erzählt eine für mich schwierige Geschichte. Und dann gibt es noch die Rede von Daniel Levys Charakter gegen Ende des Films, die mich einfach nur zu Tränen gerührt hat. Auch das Schauspiel ist durch einen ganz wunderbaren Cast so gar nicht trashig. Es ist aber auch kein Weihnachts-Feel-Good Film. Wie gesagt: es ist kompliziert.

Trashfaktor: 1/5
Weihnachtsfaktor: 3/5

Father Christmas is back

Die Handlung: Die vier Schwestern Caroline, Joanna, Paulina, und Vicky mit dem passenden Nachnamen Christmas finden sie wie jedes Jahr zu Weihnachten zusammen. Nur leider sind sie so verschieden, dass der Zickenkrieg vorprogrammiert ist. Und dieses Jahr gibt es noch eine weitere böse Überraschung: Ihr Vater, der sie vor Jahren an Weihnachten verlassen hat, kehrt mit seiner deutlich jüngeren Freundin aus den USA zurück. Es stellt sich heraus, dass die jüngste Schwester ihn eingeladen hat. Das sorgt für allerlei Ärger im Hause Christmas.

Der Weihnachts-Trash-Faktor: Trashig, trashiger, Father Christmas is back. Der Film hatte wirklich alles zum cringen. Absolute Schablonen-Charaktere, die unnatürlich großen Zickenkrieg heraufbeschwören, hölzerne Dialoge, schlechtes, absolut übertriebenes Schauspiel, das „mein Vater hat eine neue Freundin, die jünger ist als die Töchter“-Klischee. Oh und wir wollen doch mal nicht die Stierimitation als sexuelles Vorspiel vergessen. Oder den peinlichen betrunkenen erotischen Tanz. Trashiger als dieser Film geht es wohl kaum. Ich hab alles daran geliebt (okay vielleicht außer den Stier, der war dann doch zu viel). So stell ich mir einen trashigen Weihnachtsfilm vor. Na gut und die ein oder andere Szene wurde dann auch leicht weihnachtlich. Um dann wieder von Streit und Zickereien unterbrochen zu werden.

Trashfaktor: 5/5
Weihnachtsfaktor: 2/5

Weihnachtsball im Wunderland

Die Handlung: Heidi Nelson hat eigentlich alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier der Galerie, in der sie angestellt ist,  doch ein Notruf ihrer Schwester lässt sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Sie muss auf die ihre Nichte und Neffen aufpassen, während deren Eltern geschäftlich verreisen. An ihrer alten Highschool wird sie schnell zur Planung des Weihnachtsballs verpflichtet. Ausgerechnet mit Chris Shepard, ihrer ersten großen Liebe.

Der Weihnachts-Trash-Faktor: Er hatte alle Klischees versammelt, um so richtig trashig zu werden. Jede Wendung war vorhersehbar, das Ende absolut absehbar und doch fühlte er sich gar nicht so an. Denn irgendwie hatten die Charaktere etwas so einfaches, dass es schon wieder sympathisch war. Es gab kein großes Drama, keine erzwungene große Geste zum Schluss. Dadurch ließ er sich gut weggucken, es gab keine cringe Momente, kein genervtes Augenrollen über das gekünstelte Drama. Er schafft es zwar dennoch nicht über ein gutes Mittelfeld hinaus, da er einfach zu sehr nach Schablone gezeichnet ist, aber immerhin hat er die Schablone gut ausgenutzt. 

Trashfaktor: 2/5
Weihnachtsfaktor: 4/5

Christmas Wedding Planner

Die Handlung: Kelsey bekommt als Hochzeitsplannerin ihren ersten großen Auftag. Sie soll die Hochzeit ihrer Cousine Emily ausrichten. Dabei begegnet sie dem gutaussehenden Connor. Leider ist er als Privatdetektiv angeheuert worden, um Emilys Verlobten genauer unter die Lupe zu nehmen. Kelsey sieht ihre Arbeit vernichtet und hilft Connor, um ihm zu beweisen, dass es da nichts zu finden gibt. Doch dann kommen die Gefühle ungewollt ins Spiel.

Der Weihnachts-Trash-Faktor: Hier haben wir unseren zweiten gut trashigen Vertreter. Zwar war hier nicht alles ganz so übertrieben, wie bei Father Christmas is back, aber es gab sehr hölzerne Dialoge, eine vorhersehbare Handlung, absolut unnachvollziehbares Drama und am Ende dann das völlig übertriebene dramatische Finale. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, dachte sich wohl auch, dass Logik überbewertet wird. Aber dadurch hat er mich gut oft zum Lachen gebracht, ich konnte mein Augen rollen ausführlich üben und mich über die Absurdität der Handlung erheitern. Wenig Weihnachten, außer, dass die Hochzeit auf die Feiertage fällt, aber dafür eine gute Portion Trash.

Trashfaktor: 4/5
Weihnachtsfaktor: 2/5

Scrooge – ein Weihnachtsmusical

Die Handlung: Ebenezer Scrooge ist ein Geizhals, wie er im Buche steht, und gerade zu Weihnachten besonders schlecht gelaunt. Doch am Weihnachtsabend bekommt er Besuch von drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht.

Der Weihnachts-Trash-Faktor: Bei der Auswahl des Films habe ich nicht wirklich damit gerechnet, dass er trashig wird. Aber da ich ein Fan der Weihnachtsgeschichte bin und Musicals mag, hat er sich heimlich auf die Liste geschlichen. Allerdings habe ich dann doch gemerkt, dass ich die Geschichte einmal zu oft gelesen/gesehen habe. So war ich ziemlich gelangweilt von der Umsetzung, auch wenn die Lieder sehr eingängig und gut waren. Aber die Geschichte gestreckt auf ca. 100 Minuten war hinten raus dann auch einfach zu lang. Hier gab es einfach schon zu viele gute Umsetzungen, um die Längen zu verzeihen. Wer die Geschichte allerdings noch nicht über hat, sollte hier auf jeden Fall einen Blick wagen, weil ohne dieses persönliche Manko, er mir wahrscheinlich noch einmal deutlich besser gefallen hätte.

Trashfaktor: 1/5
Weihnachtsfaktor: 3/5

Was sind eure liebsten Weihnachtsfilme – egal ob trashig oder nicht?

Eine Handvoll Bücher – Weihnachtsspecial 2022

Herzlich Willkommen zur finalen Ausgabe der buchigen Handvoll. Weihnachten steht bevor und Last Minute soll es hier noch ein paar weihnachtliche Lesetipps geben. Ich habe versucht verschiedene Genres zu finden, damit für alle etwas dabei ist. Heute mit: einem Dinosaurier zu Weihnachten, Tokio zur Weihnachtszeit, Tod und Verderben zu Weihnachten, einem geheimen Liebesroman zu Weihnachten und dem verschneiten Schweden zu Weihnachten.

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe – Tom Fletcher – Kinderbuch

Die Handlung: Weihnachten steht im Hause Trudel bevor. Dieses Jahr sind auch Pamela und Brenda Pein mit dabei, die inzwischen bei den Trudels wohnen. Zu Beginn der Weihnachtsferien holt niemand geringeres als der Weihnachtsmann zusammen mit dem Weihnachtosaurus die Vier ab und zeigt ihnen den Nordpol. Dabei macht William eine verhängnisvolle Begegnung mit der Winterhexe.

Der Weihnachtszauber: Schon im ersten Band spühte der Weihnachtszauber aus jeder Pore und auch der zweite kann da eindeutig mithalten. Zunächst haben wir alle wichtigen Elemente enthalten: Weihnachtsmann, Wichtel, Nordpol, ein Baum, der Geschenke blüht und natürlich der namensgebende Weihnachtosaurus. Wir haben die Winterlandschaft und die Familien, die sich auf die Feiertage vorbereiten. Und mittendrin jemanden, der das Weihnachtsfest ruinieren möchte und unsere Protagonist*innen, die das verhindern wollen. Das ganze verpackt in eine zuckersüße Geschichte mit einer tollen Botschaft. Für alle, die Weihnachten lieben. Oder Dinosaurier. Oder beides.

Geschichte: 4/6
Weihnachtsfaktor: 5/5

From Tokyo with Love – Julia K. Stein – Rockstar-Romance

Die Handlung: Hailey hofft auf ihren großen Durchbruch als Sängerin. Dafür stimmt sie einem großen Konzert zu Weihnachten in Tokio zu als Warm-up Akt für niemand geringerem als Finn Wolfcraft. Dieser ist ihr nach den letzten Presseberichten zwar eher unsympathisch, aber wann bekommt man schon so eine Chance? Doch in Tokio kommt alles ganz anders.

Der Weihnachtszauber: Weihnachten in Tokio? Obwohl Japan nur eine christliche Minderheit hat, wird Weihnachten groß gefeiert und die Hauptstadt ist gerade bei der Dekoration ganz vorne mit dabei. Dies und vieles mehr wird in diesem Buch wunderbar neben der Hauptgeschichte erzählt. Einzelne japanische Weihnachtstraditionen und ganz nebenbei haben wir noch eine tolle Rockstar-Romance, mit tollen Charakteren. Der ein oder andere Streit war vielleicht etwas zu konstruiert, aber das ist in diesem Fall jammern auf hohem Niveau. Ich hatte beim Lesen eine tolle Zeit und Handlung und Winterzauber in Tokio haben sich hier gut die Waage gehalten, so dass für alle etwas dabei sein dürfte.

Geschichte: 5/6
Weihnachtsfaktor: 4/5

Einsame Nacht – Charlotte Link – Thriller/Krimi*

Die Handlung: Kate Linvilles zweiter Fall als festes Teammitglieder der North Yorkshire Police bringt sie zu einem Mordfall auf einsamer Straße. Eine Frau wurde mit mehreren Messerstichen in ihrem Auto ermordet. Die einzige Zeugin schweigt. Fingerabdrücke führen die Polizei zu einem Verbrechen von vor neun Jahren. Einem Cold Case, an dem Kates früherer Vorgesetzter Caleb Hale gescheitert ist. Schafft Linville es die Hinweise neu zu deuten?

Der Weihnachtszauber: Ein Roman für alle einsamen Seelen zu Weihnachten, denn neben dem Kriminalfall wird gerade das viel thematisiert. Wie es ist  für Alleinstehende in der fröhlichsten Zeit des Jahres zu bestehen. Auch der Kriminalfall hat es in sich. Für alle, die Spannung suchen, für alle, die mal keine Liebesgeschichte zu Weihnachten lesen wollen, ist dies das perfekte Buch. Garniert mit Charlotte Links einzigartigem Schreibstil und einer guten Portion Spannung.

Geschichte: 4/6
Weihnachtsfaktor: 2/5

The secret book club 5 – Kein Weihnachten ohne Liebesroman – Lyssa Kay Adams – New Adult

Die Handlung: Colton Wheeler steht vor einem Wendepunkt in seiner Karriere als Country-Musiker. Gleichzeit  hat er noch an der Abfuhr von Gretchen Winthrop zu knabbern. Ausgerechnet diese sucht ihn kurz vor Weihnachten auf, damit er ihrer Familie hilft. Colton hat nur eine Bedigung: Sie muss mit ihm auf ein Date gehen. Doch mit Grinch Gretchen treffen Welten auf den Weihnachtsliebenden Colton.

Der Weihnachtszauber: Die Secret Book Club Reihe ist für mich eine absolute Highlights-Reihe. So konnte ich mir auch den fünften Band – keine Angst, ist unabhängig lesbar – nicht entgehen lassen. Und immerhin gibt es mit Gretchen eine Identifikationsfigur im Grinch-Modus. Ich finde es gut, dass hier aufgearbeitet wurde, warum sie Weihnachten nicht mag und Colton sie zwar vom Gegenteil überzeugen will, ihre Erfahrungen aber respektiert. So ist die weihnachtliche Stimmung für die Fans da, aber es werden auch wieder gute Themen angesprochen. Und selbst im fünften Band funktioniert das Konzept der Reihe noch wunderbar, auch wenn sie sich das ein oder andere Mal selbst aufs Korn nehmen.

Geschichte: 5/6
Weihnachtsfaktor: 3/5

Shining Snow Night/Silent Snow Night – D. C. Odesza – Erotik/Thriller

Die Handlung: Desideria ist entsetzt als sie ihren Freund kurz vor Weihnachten in flagranti erwischt. Doch kurz darauf hat sie ein weitaus größeres Problem. Ihr Onkel, vor dem sie sich jahrelang verstecken konnte, hat sie ausfindig gemacht. Sie flieht in eine abgelegene Hütte. Mit dabei der gutaussehende Arzt Milton, mit dem sie eine schwierige Vergangenheit verbindet. Schon bald sind sie eingeschneit. 

Der Weihnachtszauber: Versprach zunächst größer zu werden, war dann aber doch eher eine Randbemerkung. Man bekommt das verschneite Schweden mit wirklich sehr viel Schnee, aber auch davon irgendwie zu wenig. Wessen Traum es jedoch ist in einer einsamen Hütte in Schweden zu Weihnachten eingeschneit zu sein, der könnte hier durchaus fündig werden. Die Handlung selbst ist leider auch eher hektisch und will zu viel in zu kurzer Zeit, wodurch die Emotionen auf der Strecke bleiben.

Geschichte: 2/6
Weihnachtsfaktor: 1/5

Was sind eure Lieblings-Weihnachtsbücher? Welche habt ihr vielleicht in der Adventszeit neu entdeckt?

Dreierlei Grusel zu Halloween – #2022 – Special

Herzlich Willkommen zum diesjährigen Halloween-Special. Wie bereits im letzten Jahr möchte ich euch auch diesmal wieder dreierlei „Grusel“ aus Film, Serie und Buch bieten. Also rührt noch einmal in eurem Hexenkessel, spitzt eure Pflöcke und sprecht ein freundliches Wort zum Monster unter eurem Bett. Und los geht’s!

Grusel im Film: Hocus Pocus

Die Handlung: 1693 werden drei Hexenschwestern hingerichtet, doch konnten sie vorher einen Fluch aussprechen. 1993 werden diese wieder erweckt. Überfordert mit der modernen Welt, müssen sie dennoch versuchen, einen Trank zu brauen, der sie über die Nacht hinaus am Leben erhält. Doch dafür brauchen sie die Energie eines Kindes.

Meine Meinung: Nachdem Disney+ einen zweiten Teil zu Hocus Pocus ankündigte, stand für mich fest, dass ich den ersten wohl zur diesjährigen Halloweenzeit sehen wollte. Hinzu kam, dass meine beste Freundin den Film sehr liebt und mich beinahe fassungslos ansah, als sie erfuhr, dass ich ihn noch nicht gesehen hatte. Man sieht ihm zwar die Jahre, die er auf dem Buckel hat durchaus an, gerade was die Effekte angeht, aber eine gute Geschichte hat er an sich. Denn gerade die drei Hexenschwestern funktionieren zusammen sehr gut. Zumal sie hier das Klischee der bösen Hexe einfach mal voll ausspielen, anstatt immer wieder die ganzen Grauzonen zu erwähnen. Die Hexen brauchen Kinder für ihren Zauber. Einfache Prämisse. Einfaches Schwarz-Weiß Denken. Die Protagonist*innen sind automatisch die Guten, weil sie gegen die Hexen sind. Auch wenn ich normalerweise eher Fan vom Aufbrechen der Klischees bin und diese schwierige Hintergründe haben, so war es hier einfach mal schön sich nur berieseln zu lassen. So ganz überzeugen konnte mich die Handlung dann zwar nicht, wurde es mir doch irgendwann zu viel und auch mit dem Protagonisten bin ich nicht richtig warm geworden. Aber in der Gesamtheit ein durchaus noch immer gut zu sehender einfacher Halloweenfilm.

Gruselfaktor 2/5 Kürbissen
Atmosphäre 4/5 Kürbissen
Handlung 3/5 Kürbissen

Grusel in Serie: First Kill

Die Handlung: Calliope Burns ist neu an der Schule und Juliette Fairmont hat einen Crush auf sie. Doch da gibt es ein großes Problem. Juliette ist eine Legacy Vampirin, weswegen ihr Sonne nichts ausmacht, doch sie steht kurz vor dem Zeitpunkt, wo sie ihre erste Tötung vollziehen muss, um überleben zu können. Und Calliope und ihre Familie sind ausgebildete Vampirjäger*innen. Und auch Calliope wartet auf die Chance ihrer ersten Tötung.

Meine Meinung: Vampire sind zurück. Sei es in Büchern, Filmen oder eben Serien. Dass sie nach dem Twilight Hype durchaus mal ein wenig ruhten, war wohl eine gute Idee, denn so konnten sie jetzt wieder mit frischen Ideen auf den Markt zurückgeschwemmt werden. Auf die Serie bin ich aufmerksam geworden, da es auf einer Kurzgeschichte von V. E. Schwab basiert, von der ich zwar noch nichts gelesen hatte, von deren Werken mir aber immer wieder vorgeschwärmt wurde. Leider liegt hier wohl auch das Problem der Serie. Basierend auf einer Kurzgeschichte kommt die Serie mit einer guten Grundidee daher, zerrt die Handlung aber immer weiter und anstatt sie als Miniserie enden zu lassen, gibt es den Cliffhanger und ein Ausblick auf eine zweite Staffel. Das ist schade, denn gerade am Anfang funktioniert die Geschichte ziemlich gut. Der Grundgedanke die Romeo und Julia Geschichte in Vampir und Vampirjägerin zu ändern, gefiel mir sehr gut. Die Konflikte und die aufkommende Liebe wurden gut erzählt, ich hing an der Serie. Und dann musste noch ein Konflikt her. Und noch einer. Und noch einer. Bis die Geschichte absolut überlastet war, sich immer wieder im Kreis drehen musste, nicht mehr nachvollziehbare Zeitsprünge vorkamen und auf jedes Drama ein noch größeres folgen musste. Zunächst stark geschriebene Charaktere verkommen zu immer die gleichen Phrasen wiedergebenden, die Spannung und der Reiz wird komplett genommen. Das ist schade, weil als Miniserie mit vielleicht 5 statt 8 Folgen wäre die Serie ein Must See gewesen. So bin ich mir sehr sicher, die mögliche zweite Staffel nicht mehr sehen zu wollen. 

Gruselfaktor 3/5 Kürbissen
Atmosphäre 2/5 Kürbissen
Handlung 3/5 Kürbissen

Grusel im Buch: Im Zweifel für das Monster*

Die Handlung: Daniel Becker ist ein frisch geschiedener Anwalt, der in seiner Kanzlei sehr erfolgreich ist und darauf hin arbeitet Partner zu werden. Doch eines Nachts besucht ihn das Monster aus seiner Kindheit. Ihm wird ein Mord vorgeworfen. Bei einem übernatürlichen Gericht schafft es Daniel die Unschuld des Monsters zu beweisen. Leider bekommt er daraufhin immer mehr Anfragen von anderen Monstern und wird auch noch mit der Aufgabe betraut, den wahren Mörder zu finden.

Meine Meinung: Da es sich bei diesem Werk um ein Rezensionsexemplar handelt, habe ich es bereits ausführlich auf diesem Blog besprochen. Doch es passte thematisch sehr gut in diesen Beitrag und ich hatte einfach keine Zeit noch ein neues zum Thema zu lesen. Daher hier aber nochmal mein Fazit: Im Zweifel für das Monster vereint Krimi mit übernatürlichem Aspekt und schafft damit eine spannende und runde Geschichte, die sich perfekt für die bevorstehenden dunklen Monate eignet. Wer also Krimis mag, aber genug von der klassischen Ermittlerhandlung hat, ist hier bestens aufgehoben.

Gruselfaktor 2/5 Kürbissen
Atmosphäre 3/5 Kürbissen
Handlung 5/5 Kürbissen

*Im Zweifel für das Monster wurde mir von Blanvalet als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

 

Monsterwochen 2022 – #2 – Die erste Tonverfilmung

Ein Vorwort

Herzlich Willkommen zur zweiten  Ausgabe der diesjährigen Monsterwochen. Da ich dieses Jahr leider keine Stummfilmvariante ergattern konnte, habe ich dieses Mal zumindest mit der ersten Tonverfilmung begonnen.

Die Handlung

Lord Henry Wotton (George Sanders) besucht den Künstler Basil Hallward (Lowell Gilmore), der ein neues Porträt fertig gestellt hat, was Lord Henry sehr gelungen findet. Es zeigt den jungen Dorian Gray (Hurt Hatfield). Obwohl sich Basil zunächst weigert, stellt er die beiden Herren doch einander vor. Lord Henry überzeugt Gray immer mehr von seiner Weltansicht. Nach einer Weile stellt Dorian Gray fest, dass die Veränderungen, wie Altern, aber auch die Veränderungen seines Charakters auf dem Porträt sichtbar sind, anstatt an ihm.

Meine Meinung

Wie bereits in meinem Beitrag von der Vorwoche erwähnt, ist der Erzählstil von Wilde in das Bildnis des Dorian Gray sehr ausschweifend und anstrengend. Filmisch dürfte dies zugleich eine Chance, aber auch ein Haken sein. Denn zum einen kann filmisch wesentlich mehr gezeigt werden, was ausschweifende Beschreibungen überflüssig macht. Andererseits war das Buch auch voller ausschweifender Dialoge. Diese einzukürzen war dann die Kunst.
Die Fassung von 1945 ist größtenteils in schwarz-weiß gedreht. Lediglich kurze Passagen, wenn das Bildnis in all seiner Grausamkeit gezeigt wurde, ist in Farbe. 1945 war das Farbfilmverfahren zwar bereits in der Entwicklung, aber noch nicht so weit verbreitet. Dies hebt den Stellenwert des Bildes für die Geschichte hervor. Das rote Blut, das von den Fingern tropft, erzeugt im sonst farblosen Film einen zusätzlichen Schauer. Darüber hinaus ist von der Gruselgeschichte, als die Wildes einziger Roman zählt, wenig zu spüren. Trotz einer vermeintlich kurzen Länge von 105 Minuten, zieht sich der Film von Minute zu Minute mehr.
Das liegt vor allem an der sehr nüchternen Erzählweise. Die sehr ausführlichen Dialoge werden übernommen, ohne dabei die Handlung großartig anzupassen. Es wird von Szene zu Szene geschnitten, ohne sinnvolle Übergänge. Vieles davon entspricht vermutlich noch der damaligen Zeit Filme zu erzählen, aber aus heutiger Sicht, hat der Film kaum Mehrwert zum Buch. Einzelne Stränge wurden im Film angepasst, allerdings ist der Großteils sehr der Buchvorlage entsprechend.
Wer sich also nicht dem ganzen Roman stellen möchte, kann dies mit dieser Filmvariante durchaus umgehen. Im Vergleich teilweise früheren Verfilmungen anderer Horrorklassiker (auf diesem Blog bereits besprochen Nosferatu, Frankenstein und das Phantom der Oper) ist der Film sehr ungruselig und auch einfach nicht spannend.
Ich bin hier noch sehr auf die moderne Fassung gespannt, die ich euch in der nächsten Woche präsentieren möchte.

Das Fazit

Das Bildnis des Dorian Gray (1945) ist eine sehr buchnahe Umsetzung, scheitert aber am mangelnden Spannungsaufbau und das die ausschweifenden Dialoge nur wenig umgangen wurden.

In Gedenken an Angela Lansbury, die in diesem Film die Sybil Vane verkörperte und in der letzten Woche leider verstorben ist. Rest in Peace

Osterspecial – Dreierlei tierischstarke Filme zum Wohlfühlen

Bisher hatte ich auf diesem Blog eher weniger Osterspecial als eher welche zum Frühling. Doch dieses Jahr wollte es dafür einfach nicht so richtig passen. Stattdessen gibt es diesmal drei Filme, die gute Laune verbreiten und mindestens eine*n tierische starke Begleiter*in haben. Ich wünsche euch viel Spaß.

Aristocats

Die Handlung: Duchess und ihre drei Katzenkinder Marie, Toulouse und Berlios leben glücklich und zufrieden bei einer alten Dame im Herzen Paris. Doch als der Butler Edgar hört, dass die Dame ihr Erbe nicht an ihn, sondern an ihre Katzen eintragen lässt, beschließt er die Katzen in einer Nacht und Nebelaktion verschwinden zu lassen. Dabei kommt es zu einer Auseinandersetzung mit zwei Hunden, weswegen er das Körbchen verliert. Die Katzen treffen auf den Straßenkater Thomas O’Malley, der sich mit ihnen auf den Weg nach Hause macht.

Ein paar Worte: Aristocats ist einer meiner liebsten Filme von Disney. Zum einen geht es um Katzen und als Katzenbesitzerin schlägt mein Herz für diese Tiere sehr hoch. Zum anderen ist die Handlung größtenteils sehr unaufgeregt. Die Charaktere sind größtenteils einfach sehr liebevoll, auch wenn es trotzdem die kleinen Streitereien untereinander gibt. Ansonsten ist der Film auch einfach sehr witzig, durch die vielen verschiedenen Charaktere. Und natürlich gibt es die Ohrwurmverdächtigen und für Disney typischen Lieder.

Mia und der weiße Löwe

Die Handlung: Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. 

Ein paar Worte: Auch wenn die Handlung des Films sehr schlicht ist, macht ihn das nicht weniger gut. Den der Fokus liegt hier auf der einmaligen Freundschaft zwischen Mia und dem weißen Löwenbaby. Dabei gibt es viele herzerwärmende Momente, aber auch die Probleme werden dargestellt. Zusammen mit einigen wirklich schönen Landschaftsaufnahmen, ist es ein schöner Film für zwischendurch mit ganz viel Herz für Tiere. Doch auch ein paar ernstere Themen werden mit angesprochen, fügen sich aber in die restliche Handlung gut ein, so dass es doch größtenteils bei dem Feelgood-Film bleibt.

Kikis kleiner Lieferservice

Die Handlung: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. 

Ein paar Worte: Wohl der unaufgeregste Studio Ghibli Film, den ich bisher gesehen habe und wohl bisher mein liebster. Tierischer Star ist hier wohl Kater Jiji, der Kiki bei ihrem Abenteuer begleitet und für sie da ist. Dabei sind die Charaktere sehr liebevoll, man begleitet Kiki episodenartig auf ihren Abenteuern. Jiji ist die meiste Zeit mit dabei, darf aber auch ab einem gewissen Punkt eine eigene Handlungslinie bekommen. Einfach ein schöner Film für Zwischendurch zum Wegträumen.

Was sind eure tierstarken Filme zum Wegträumen?

Eine Handvoll (oder mehr) Filme – Weihnachtsspecial

Willkommen zur voraussichtlich letzten Ausgabe der filmischen Handvoll in diesem Jahr. Diesmal habe ich keine Mühen gescheut und für euch eine ganze Palette an Weihnachtsfilmen geschaut. Die habe ich tatsächlich an einem einzigen Wochenende hintereinander weggeschaut. Mein Ziel: Den trashigsten Weihnachts-Netflix-Film zu finden – manch einer hat vielleicht den etwas lang gewordenen Twitter-Thread dazu gesehen. Ob da auch ein paar versteckte Perlen dabei waren? Seht selbst!
Heute mit: einem Schloss, einem Ritter, einer Prinzessin, einer Karte, einem Adventskalender, Spielzeugerfindungen, im kalten Alaska kurz vor Weihnachten.

Platz 7: A Castle for Christmas

Die Handlung: Sophie ist Bestsellerautorin. Doch als sie in Anlehnung an ihren Ex einen Hauptcharakter umbringt, nehmen ihre Fans ihr das sehr übel. Bis der Trubel sich  gelegt hat, reist sie zu ihren Wurzeln nach Schottland. Dort findet sie heraus, dass Dun Dunbar zu verkaufen ist. Doch bevor der Kaufvertrag abgewickelt wurde, muss sie es mit dem griesgrämigen Herzog Myles aufnehmen.

Meine Meinung: Und der Preis für den trashigsten Netflix-Weihnachtsfilm – zumindest von den gesehenen – geht an: A Castle for Christmas. Der Film lässt aber auch kein Klischee aus. Beginnend mit der Vorstellung, dass man mit ein paar geschriebenen Büchern als Bestsellerautorin sofort genug Geld verdient, um ein ganzes Schloss in Schottland zu kaufen. Dann geht es weiter mit dem typischen from Enemies to Lovers Plot, schlechtem Schauspiel und absoluten Klischeecharakteren. Hier wird nichts ausgelassen, schon gar nicht die Erinnerungsmontage nach dem großen Streit mit melancholischem Popsong untermalt. Das Cringe-Herz schlägt hier sehr hoch. Wer ein Film-Bullshit-Bingo spielt, wird hier sehr schnell fündig. Dennoch schafft es der Film gerade durch die charmanten Dorfbewohner*innen irgendwo eine liebevolle Note einzubauen. Ich hätte zwar lieber einen Film über ihren Strickclub gesehen, statt dem Romanzen-Kitsch, aber man kann nicht alles haben. Und immerhin bietet Schottland als Kulisse viel Wegträumpotential.

Trashfaktor: 5/5
Weihnachtsfaktor: 1/5

Platz 6: The Knight before Christmas

Die Handlung: Cole ist ein Ritter und lebt im 14. Jahrhundert. Doch als er bei einem Ausritt auf eine alte Dame trifft, schickt diese ihn in die Gegenwart. Dort trifft er auf die Lehrerin Brooke, deren Herz gebrochen ist. Mit ihrer Hilfe versucht er seine wahre Bestimmung zu finden.

Meine Meinung: Auch The Knight before Christmas – nein, nicht a nightmare before christmas (und ja, ich musste das beim erzählen mehrfach richtig stellen) – stellt schon in den ersten Minuten die Qualität klar. Denn Coles Rüstung wird im billigen Aussehen nur durch die lachhafte Version der alten Dame mit dem wohl schlechtesten Make-up, das ich seit langem gesehen habe, übertroffen. Angekommen in der Gegenwart wird ganz schnell noch Brooke charaktersiert, dann geht es mit der Handlung weiter, die absolut jedes Klischee erfüllt. Einige Handlungsstränge erinnern an den ersten Thor-Film, nur eben noch etwas platter angelegt. Ich meine, wer nimmt nicht Fremde mit nach Hause, die sich für Ritter aus dem 14. Jahrhundert halten oder gibt denen dann auch noch ihre Autoschlüssel? Auch hier weiß der Film eher in den kleinen Szenen, wenn er sich nicht zu sehr auf die Haupthandlung konzentriert zu überzeugen.

Trashfaktor: 4/5
Weihnachtsfaktor: 2/5

Platz 5: Prinzessinentausch

Die Handlung: Bäckerin Stacy reist mit ihrem besten Freund und dessen Tochter nach Belgravia, um an einem Backwettbewerb teilzunehmen. Das Land bereitet sich zusätzlich auf die Hochzeit des Prinzen vor. Durch einen Zufall lernt Stacy die zukünftige Braut die Herzogin Margaret kennen. Da beide aussehen wie Zwillinge beschließen sie die Rollen zu tauschen, damit Margaret einen Einblick in das normale Leben bekommen kann.

Meine Meinung: Die Geschichte vom König und Bettelknabe dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Hier wird sie modern interpretiert und in Prinzessin und Bäckerin umgewandelt. Allein die Ausgangssituation ist sehr abstrus, aber die Tatsache, dass Stacys bester Freund nicht mitbekommt, dass sie nicht sie selbst ist, wirkt einfach nur unglaubwürdig. Doch trotz der komplett vorhersehbaren Handlung, die in ihrem Happy end jedem Disney-Film Konkurrenz macht, schafft Vanessa Hudgens in ihrer Doppelrolle es so viel Liebenswürdigkeit reinzulegen, dass man trotz der Vorhersehbarkeit mitfiebert und sich das Happy end auch wünscht. Warum hier wieder eine Schauspielerin in eine Doppelrolle gezwängt wird, statt es vielleicht mit sehr ähnlich aussehenden Schauspielerinnen oder gar Zwillingen zu konzipieren, ist fraglich. Denn das führt wieder dazu, dass zumindest die Rolle der Herzogin sehr überzogen gespielt wird, um den Unterschied eben noch einmal klar zu machen. Hier gibt es keine Nuancen, sondern nur die Holzhammermethode.

Trashfaktor: 4/5
Weihnachtsfaktor: 2/5

Platz 4: Christmas under Wraps

Die Handlung: Dr. Lauren Brunell hat ihre ganze Karriere auf eine Stelle in Boston ausgelegt. Als sie diese nicht erhält, nimmt sie kurzerhand die Stelle im Krankenhaus einer Kleinstadt in Alaska an. Dort muss sie nicht nur mit den kalten Temperaturen klar kommen.

Meine Meinung: Der Film beginnt ganz typisch mit dem Platzen eines Traumes. Für Lauren ist dies ein Tiefpunkt in ihrem Leben, da sie immer sehr penibel alles geplant hat. Die Entscheidung nach Alaska zu gehen ist für sie ein Ausbrechen aus ihrer Komfortzone. Der Film beginnt mit allen typischen Klischees, die dazugehören. Die überfürsorgliche Mutter, der Vater, der sie in ihren Bestrebungen für die Chirurgenkarriere unterstützt. Der hübsche, aber schroffe Mann, der sie vom Flughafen abholt und dann ständig ihren Weg kreuzt, bis sie sich näher kommen. Zumindest kann man dem Film lassen, dass er einen Plotpunkt, den ich erwartet hätte – die böse, kapitalistische große Firma – auslässt. Stattdessen wird ein sehr kitschiges Ende konstruiert. Denn die ganze Stadt scheint nahezu von Weihnachten und allem drum und dran besessen zu sein. War der Film am Anfang noch der Beginn einer klassischen romantischen Komödie, so entwickelt sie sich schrittweise immer weiter zum kitschigen Weihnachtsfilm. Dabei ist die Handlung bis auf wenige Punkte sehr vorhersehbar. Der Film funktioniert dennoch erstaunlich gut, da die Charaktere sehr sympathisch sind und durch liebevolle Nebencharaktere auch Handlung abseits der großen Romanze stattfindet.

Trashfaktor: 3/5
Weihnachtsfaktor: 3/5

Platz 3: Die Weihnachtskarte

Die Handlung: Ellen kommt aus gutem Hause und gehört zu New Yorks High Society. Sie steht kurz davor die Firma ihres Vaters zu übernehmen. Als sie jedoch wieder für Negativschlagzeilen sorgt, schließt sie einen Deal mit ihrem Vater. Sie muss mit 100 Dollar auskommen und in ihre Heimatstadt reisen, um dort dem früheren Geschäftspartner ihres Vaters eine Weihnachtskarte zu bringen. Dieser ist jedoch nicht da und ihr geht schon bald das Geld aus. Zum Glück hilft ihr der Gastwirt Jake.

Meine Meinung: Auch hier beginnt der Film voller Klischees. Das Party-Girl aus gutem Haus, die natürlich mit der Realität überhaupt nicht klar kommt und auf einmal mit den „normalen“ Bürgern auskommen muss. Dazu natürlich der Verlobte, bei dem jedes Wort und jede Geste nur ausdrückt, dass er ebenfalls verzogen und reich ist und deswegen natürlich auch eingebildet und unsympathisch. Dann gibt es natürlich den „Normalo“, der zu allen nett und freundlich ist und sich ihrer annimmt. Auch der Teil danach ist absolut vorhersehbar. Aber das alles passiert mit einer Herzlichkeit, dass man sich fast in die Kleinstadt wünscht, die ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, von dem man einfach nur ein Teil sein will. Auch die Hauptcharaktere entwickeln eine Herzlichkeit und wachsen einem ans Herz, so dass man das unausweichliche Zerwürfnis kurz vor Ende nur schwer erträgt. Letztlich transportiert der Film gute Botschaften zu Weihnachten, auch wenn vielleicht das ein oder andere Klischee ausgespart werden könnte.

Trashfaktor: 3/5
Weihnachtsfaktor: 3/5

Platz 2: The Holiday calendar

Die Handlung: Abby ist Fotografin. Doch von ihrem Traum eines eigenen Studios ist sie weit entfernt. Dann bekommt sie von ihrem Großvater einen antiken Adventskalender geschenkt. Zunächst misst sie den kleinen Figuren keine größere Bedeutung bei, doch dann häufen sich die Zufälle, so als ob der Kalender ihr die Zukunft voraussagt.

Meine Meinung: Es war der erste Film, den ich in meinem Marathon sah und ich war fast enttäuscht. Denn ich hatte mir vorgenommen möglichst viele Trash-Weihnachtsfilme auf Netflix zu sehen. Nur war the Holiday calendar gar nicht so trashig. Stattdessen musste ich mir eingestehen, dass ich ihn tatsächlich mochte. Das liegt vor allem daran, dass mir die Protagonistin mit ihren Wünschen und Träumen sofort aus der Seele sprach. Die Geschichte baut sich langsam auf und nimmt Fahrt auf. Es macht Spaß jeden Tag die Türchen und die darauffolgenden Ereignisse miteinander zu verknüpfen. Natürlich wird es auch hier vorhersehbar, sobald man die Grundstruktur des Films entschlüsselt hat. Aber das ist egal, denn genau das will man auch irgendwo haben und ein anderes Ende als dieses wäre einfach nicht haltbar. Zeitgleich versprüht der Film diese ganz besonderen Weihnachtsvibes, ohne direkt in den Kitsch zu verfallen. Gestützt wird alles von einer supersympathischen Protagonistin und ihrer Familie.

Trashfaktor: 2/5
Weihnachtsfaktor: 4/5

Platz 1: Jingle Jangle Journey

Die Handlung: Der legendäre Spielzeugerfinder Jeronicus Jangle wird von seinem Gesellen Gustafson betrogen und verliert daraufhin alles. Jahre später ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Bis seine Enkelin Journey ihn besucht und ihm bei seiner letzten großen Erfindung hilft.

Meine Meinung: Dass Jingle Jangle Journey vielleicht nicht unbedingt der trashigste Film auf meiner Liste sein würde, war mir eigentlich klar. Dafür sah das Vorschaubild und der Cast rund um Forrest Whittaker schon zu gut aus. Und tatsächlich bekam ich hier einen richtig tollen Weihnachtsfilm und zeitgleich: ein Musical! Dass ich Musicals liebe, ist, denke ich, bekannt. So gab es hier zunächst die traurige Hintergrundgeschichte rund um geplatzte Träume, die an die traurigen Disneyfilm-Auftakte erinnert. Dann steigen wir direkt in die eigentliche Geschichte ein. Zwischendurch vielleicht ein bisschen wirr, findet sie doch immer wieder ihren roten Faden. Unterstrichen wird das ganze von tollen Liedern, die sich gut in die jeweilige Szene fügen und einem zum mitwippen animieren. Besonders herausragend sind jedoch die super schönen Bilder und das herausragende Setdesign. Hier merkt man die Liebe zum Detail in jeder Einstellung. Dabei harmoniert jede Farbe und das Design trägt eine ganz eigene Handschrift. So birgt die Geschichte die Hoffnung und Träume rund um Weihnachten, bietet herausragende Bilder und einen Soundtrack, der im Ohr bleibt. Kurzum: der perfekte Film zu Weihnachten – sofern man Musicals mag.

Trashfaktor: 0/5
Weihnachtsfaktor: 5/5