Über Shalima Moon

Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 28 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Tourismuskauffrau, freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.

Elektra

Ein Vorwort

Ich habe hin- und her überlegt, ob ich den Titel so lassen soll, liegt doch die Befürchtung nahe, dass es mit dem gleichnamigen Film verwechselt wird. Aber es fasst die Dilogie von Christian Handel am besten zusammen. Denn um genau die geht es heute, nachdem schon Band 1 sich zu einem potentiellen Jahreshighlight gemausert hat und ich Band 2 jetzt ebenso verschlungen habe.

Becoming Elektra

Die Handlung: Isabell und ihre Schwester Kelsi leben in einem Internat abgeschottet von der Welt. Denn sie sind die Klone von Elektra Hamilton, Tochter des Begründers des Klonprogramms, und nur dafür da als Organspenderinnen zu dienen, sollte Elektra etwas benötigen. Als Isabell zur Direktorin gerufen wird, rechnet sie nicht damit, Elektras Leben komplett übernehmen zu sollen. Doch Elektra ist tot und ihre Familie braucht ihren Klon, damit sie Philip von Halmen heiratet, der ein wichtiges Bündnis mit seiner Familie mit sich bringt.

Meine Meinung: Zunächst war ich bei der Geschichte noch etwas skeptisch, hab mir das Buch aber zugelegt, da mir Rowan & Ash im letzten Jahr so gut gefallen hat. Christian Handels Schreibstil zog mich schnell in seinen Bann und mit Isabell wurde eine gute Protagonistin gefunden. Man leidet von Anfang an mit ihr mit. Innerhalb kürzester Zeit erfährt man, wie die Zukunft mit dem Klonprogramm gestaltet ist und findet sich gut in der Welt wieder. Sobald Isabell Elektras Platz einnimmt, scheint die Geschichte ein bisschen zu stocken, doch gibt es immer wieder neue Wendungen und Aspekte, dass die Handlung konsequent voran getrieben wird und auf das Finale hinsteuert. Die Auflösung des ganzen überrascht einen völlig, hat man doch viele Verdächtige zwischendurch gehabt. Doch damit habe ich zumindest nicht gerechnet. Das sich Becoming Elektra ziemlich schnell zu einem potentiellen Jahreshighlight gemausert hat, liegt neben dem tollen Schreibstil, vorallem auch an den Charakteren. Hier sind es neben Isabelle auch einige Nebencharaktere, die einem schnell ans Herz wachsen und die Geschichte zu etwas ganz besonderem machen.

Der zweite Band basiert auf Epilog II des ersten Bandes. Man könnte ihn also als Spoiler zu Band 1 bezeichnen. Weiterlesen auf eigene Verantwortung.

I am Elektra

Die Handlung: Elektra Hamiltons Körper ist tot, doch ihr Vater konnte ihre Bewusstsein retten. Im Sommerhaus der Hamiltons hat er es in den Körper des vermeintlich toten Klons Kelsie eingesetzt. Nun muss Elektra damit zurecht kommen, ihren Körper verloren zu haben, aber auch ihr Leben an den anderen Klon Isabell.

Meine Meinung: Eigentlich war Becoming Elektra ein Einzelband. Autor Christian Handel hat das auch immer wieder betont, auch wenn er sich mit Epilog zwei in Band 1 ein deutliches Hintertürchen offen gelassen hat. Auf genau das greift er nun in Band zwei zurück. Ich habe lange überlegt, ob ich den zweiten Band auch lesen sollte, oder ob er mir den ersten Teil kaputt machen könnte. Schließlich habe ich ihn doch gelesen und kann alle beruhigen: Christian Handel schafft es geschickt zunächst ein völlig neues Szenario zu schaffen, um dann den Bogen zurück zu Band eins zu schlagen. Gerade der Anfang könnte von der Handlung her etwas schleppend sein und sich ziehen, aber Herr Handel schafft es dies durch seinen wunderbaren Schreibstil auszugleichen und unglaublich gefühlvoll Elektra Hamiltons Zwiespalt darzustellen. Nach ca ein Drittel des Buches wird es auch schon wieder unglaublich spannend, was bis zum großen Finale nicht nachlässt. Hier fällt es schwer, dass Buch überhaupt noch zur Seite zu legen, da man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Nicht nur ein würdiger Nachfolger von Band 1, sondern ein ebenbürdiger Band, so dass die Reihe ingesamt gute Chancen auf ein Jahreshighlight hat.

Das Fazit

Becoming Elektra und die Fortsetzung I am Elektra sind zwei spannende und unglaublich gut geschriebene Bücher mit einem Setting in der nicht allzu entfernten Zukunft. Große Leseempfehlung an dieser Stelle!

Eine Handvoll Filme – 3/21

Herzlich Willkommen zu dritten Ausgabe der filmischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einer traurigen Hochzeit, einem superheldigen Eichhörnchen, eine Familie sagt Ja, einer Origin-Story und Spionage in Hamburg.

The Farewell

Die Handlung: Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden.

Meine Meinung: Sitten aus anderen Kulturen können befremdlich wirken. Wenn es jedoch die eigene ist und man mit dem, was man für richtig hält, die ganze Familie gegen sich aufbringen würde, wie soll man sich da verhalten? Genau in diesem Dilemma befindet sich Billi Wang, lebt sie doch mit ihren ausgewanderten Eltern in New York und ist auch mit der amerikanischen Kultur groß geworden. Doch ihre Familie prägt ihr immer wieder ein, dass sie nichts sagen darf. Der Film hat eine sehr melancholische Stimmung und kann einen aufs Gemüt schlagen. Er bemüht sich die Thematik so zu erzählen, dass man als Außenstehender die Beschlüsse der Familie versteht, auch wenn man sie nicht nachvollziehen kann. Billi ist dafür die ideale Bezugsperson. Zwischendurch versucht der Film die Stimmung ein bisschen aufzulockern, indem ein paar Situationen eingeschoben werden, über die man unweigerlich schmunzeln muss. Dennoch bleibt der Film sehr ernst. Awkwafina spielt die Zerissenheit der Protagonistin in einer sehr reduzierten Form gekonnt aus. Gewinnerin der Herzen ist jedoch Shuszen Zhao als Nai Nai (Großmutter), die ihre Rolle mit viel Leben und Liebe füllt. Letztendlich ist The Farewell ein guter Film mit einem schweren Thema.

Flora & Ulysses

Die Handlung: Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. 

Meine Meinung: Nachdem ich den Trailer von Flora & Ulysses gesehen habe, war ich sehr abgeschreckt, sah er doch vorne und hinten nicht zusammenhängend aus, wie eine wilde Mischung aus verschiedenen Genres. Am Ende wusste man nicht, ist Ulysses nun ein Supereichhörnchen oder nicht. Das ich dem Film letztlich doch noch eine Chance gegeben habe, war großes Glück, sonst hätte ich einen liebevollen Kinderfilm verpasst. Zwar ist der Film mit der Rolle des Ulysses immer noch ein bisschen zwiegespalten, aber dennoch funktioniert er. Gerade weil er unkonventionell ist, weil er in der Handlung springt, aber vor allem weil er eine gute Mischung an Charakteren hat. Wir haben Flora, die an die Superhelden aus den erfolglosen Comics ihres Vaters glaubt, die Dinge auf ihre ganz eigene Weise löst und dennoch einfach ein Kind ist. Dann haben wir ihre Eltern mit einer sehr süßen Liebesvorgeschichte, auch wenn sie sich während des Films in Trennung befinden. Und wir haben den Nachbarsjungen, der zu seiner Tante geschickt wurde, weil er an hysterischer Blindheit leidet. Leider wird sich mit dem Thema und den Gründen nur ganz am Rande auseinander gesetzt, aber dennoch respektvoll umgegangen. Und das absolute Highlight des Films ist wohl Danny Pudi (bekannt aus Community) als Polizist. So bietet der Film einige Stellen zum Lachen, zum mitfieber und verstärkt das ganze noch mit einer guten Prise Herzlichkeit.

Yes Day

Die Handlung: Allison und Carlos Torres sind eigentlich sehr lebensbejaende Eltern. Doch seit ihre Kinder da sind, erwischen sie sich selbst dabei, wie sie nur noch „Nein“ sagen. Bis der Vertrauenslehrer der Schule sie zu einem „Yes Day“ ermuntert. Ein Tag, an dem sie zu allem, was die Kinder wollen „Ja“ sagen müssen, zumindest innerhalb gewisser Regeln. 

Meine Meinung: Der Anfang von Yes Day ist wohl der familiennähste, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Der Wandel der lebensbejaenden Eltern, die gerne auch mal Risiken eingehen, nur um etwas zu erleben, zu den fürsorglichen Eltern, die ihren Kindern einfach viel verbieten müssen, ist in wenigen Bildern gezeigt, aber dafür gut nachvollziehbar. Während die Idee für den Yes Day ein wenig „Deos Ex Machina“ kommt, ist die Einführung eben dessen gut gelungen. So bewegt sich der Film die ersten 2/3 auf guten Gewässern, ist gleichzeitig witzig und spannend. Dabei werden trotzdem die Charaktere richtig eingeführt, so dass auch die Familienkonstellation über den Yes Day hinaus funktioniert. Das letzte Drittel ist dann das typische Eskalationsmaterial, von dem ich befürchtete, dass es passiert. Also der Teil, in dem einfach alles aus dem Ruder läuft und man als Zuschauer nur noch hilflos zusehen kann, wie die Charaktere sich immer tiefer reinreiten. Ab dem Punkt geht dann auch der Unterhaltungswert des Films deutlich zurück. Letztendlich überzeugt der Film als Gesamtwerk aber doch, auch wenn man das Ende mit wesentlich weniger Fremdschämpotenzial umsetzen könnte.

Scooby

Die Handlung: Als Scooby ein Gyrosspies am Strand klaut, trifft er auf den einsamen und freundlosen Jungen Shaggy. Beide werden sofort die besten Freunden. Als sie an Halloween auf Fred, Velma und Daphne treffen und einen Geist enttarnen, gründen sie die Mystery Inc. Viele Jahre später werden sie getrennt, kurz bevor es jemand auf Scooby abgesehen hat. 

Meine Meinung: Abgesehen von dem einen Realfilm habe ich Scooby-Doo nie so verfolgt. Grob kenne ich die Mystery Inc und die Charaktere, so dass ich neulich an einem ruhigen Nachmittag durch Sky schaltete und mich Scooby als Welpe anlächelte. So gab ich dem Film eine Chance. Grundsätzlich ist der Film genau das, was ich erwartet habe. Eine lockere Nachmittagsablenkung. Ein paar gute Witze, tolle Charaktere, ein paar Sachen vielleicht zu abgefahren, aber vor allem kein allzugroßer Anspruch, um die Handlung zu verfolgen. Und das ist in erster Linie positiv gemeint. Shaggy und Scooby sind auch hier einfach ein wunderbares chaotisches Team und schaffen es irgendwie aus jeder Situation wieder raus. Die Handlung ist spannend, bietet einige Überraschungen und setzt die Witze an die richtige Stelle. Antagonist und einige Nebencharaktere sind zwar ziemlich überzeichnet, aber auch das funktioniert gut – auch wenn die süßen kleinen Roboter Sidekicks schon sehr an die Minions angelehnt scheinen.

A most wanted man

Die Handlung: Günther Bachmann ist Strippenzieher einer halboffiziellen Spionageeinheit in Hamburg. Als dort der Flüchtling Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, auftaucht, schlägt die Einheit Alarm. Vorsichtig versuchen sie sich ihm zu nähern, doch auch andere Einheiten sind an Karpov interessiert. 

Meine Meinung: Der letzte Film mit Phillip Seymour Hoffman lag sehr lange auf meinem SuF (=Stapel ungesehener Filme). Im Rahmen meiner 21 für 2021 Challenge, habe ich ihn nun von eben diesem befreit. Leider hat er mir gar nicht zugesagt. Grundsätzlich fand ich die Ausgangskonstellation mit der Spionageeinheit in Hamburg interessant. Auch der Cast mit Hoffman, Rachel McAdams und Willem Dafoe klang gut, so dass ich einen Blick wagen wollte. Die Umsetzung ist leider ganz schön zäh, was vor allem daran liegt, dass man nur wenig von dem, was vor sich geht, versteht. Denn anstatt irgendjemandem irgendetwas zu erklären hat Hoffmans Rolle natürlich den großen Plan, legt sich ringsrum mit allen anderen Abteilungen an und hetzt wild von A nach B. Der Zuschauer selbst muss dann anhand der Reaktionen der anderen Agierenden herausfinden, was eigentlich gerade passiert. Das funktioniert auch nur so semi, so dass die Wendungen einen völlig unvorbereitet treffen, weil man einfach nicht versteht, wann genau in der Handlung etwas schief gelaufen ist.

Habt ihr einen Film davon gesehen? Wie fandet ihr ihn?

Raya und der letzte Drache

Ein Vorwort

Durch geschlossene Kinos hat Disney einige Filme direkt auf Disney+ veröffentlicht, wenn auch zunächst mit VIP Funktion. Und während man bei Black Widow und Cruella noch auf einen parallelen Kinorelease hoffen kann, ist bei Raya und der letzte Drache nun die VIP Option entfallen und der Film ist im Grundabo bei Disney+ jetzt verfügbar. Ob sich die Sichtung lohnt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen.

Meine Meinung

Seit Disney mehr Energie in Realverfilmungsremakes steckt, als in ihre Animationsfilme, mussten wir auf neuen Stoff warten – die Pixar Produktionen mal außen vor gelassen. Stattdessen kamen mit Chaos im Netz und Die Eiskönigin II gleich zwei Sequels raus. So haben wir mit Raya und der letzte Drache seit 2016 (Zoomania & Vaiana) erstmals wieder eine komplette neue Welt und neue Charaktere.
Zunächst sieht man dem Film an, dass er wohl eigentlich mal für eine Kinoveröffentlichung geplant war. Die ganzen farbenfrohen Bilder schreien geradezu danach auf einer großen Leinwand gesehen zu werden – also bitte schaut ihn zumindest auf einem Fernseher und nicht auf dem Smartphone. Optisch ist der Film auf jeden Fall ein Hingucker. Auch bei der Animation der Drachen und der Druun erkennt man wieder viel Liebe zum Detail.
Die Handlung beginnt und man glaubt zu wissen, in welche Richtung der Film gehen wird. Nur um den Twist dann völlig überrascht hinnehmen zu müssen. Ein Zeitsprung später lernen wir die Welt noch einmal neu kennen. Auch hier ist relativ schnell wieder erkennbar in welche Richtung die Handlung sich entwickelt und bis auf wenige Überraschungen bleibt es auch so. Aber das schmälert das Seherlebnis keinesfalls, weil die Geschichte herzerwärmend ist, sich mit Vorurteilen befasst und die Freundschaft feiert.Hier ist es einfach das Zusammenspiel aus den verschiedenen Charakteren, das eine ziemlich gute Mischung abgibt. Auch wenn hier zunächst viel in Schwarz-Weiß-Denkmuster erzählt wird, bricht das nach und nach auf und macht Platz für eine differenziertere Herangehensweise, die aber auch für Kinder gut verständlich ist.
Was dem treuen Disneyfan hier ein wenig fehlt, sind die Lieder. Das ist wirklich so der einzige Wermutstropfen, der wirklich störend ist. Zumal es genug passende Gelegenheiten gab, wo die Stimmung und das Setting gut gepasst hätten. Allerdings ist das wohl auch wieder Jammern auf hohem Niveau, weil der Film auch so gut funktioniert.

Das Fazit

Raya und der letzte Drache ist ein bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Raya und der letzte Drache ist bei Disney+ im Abo enthalten

Eine Handvoll Bücher – Pride Month Ausgabe

Es ist Juni und damit Pride Month. Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt. In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.

Und ich leuchte mit den Wolken

Die Handlung: Lilou reist nach Paris, um ihre französischen Wurzeln zu erforschen. Dabei trifft sie auf Mignon. Zwischen beiden ist sofort eine Anziehung, doch gerade Mignon möchte sich das nicht eingestehen. 

Warum das Buch so wichtig ist: Und ich leuchte mit den Wolken spricht gleich mehrere Themen an. Zum einen die Unterscheidung von Bisexualität und Pansexualität. Wie es sich anfühlt pan zu sein, welche Probleme es mit sich bringen kann (durch Vorurteile unaufgeklärter Menschen) und welche Ängste es birgt. Dafür haben wir mit Lilou eine wunderbar nahbare Protagonistin. Und dann haben wir Mignon, die sich sicher war hetero zu sein, bis sie auf Lilou trifft. Im Buch stellt sie ihre Sexualität in Frage und überlegt, welches Label am besten zu ihr passen würde. Wozu wir zum nächsten Thema kommen: Sind Labels notwendig? Braucht jede*r ein Label, wenn er*sie sich einfach verliebt hat? Und genau diese Vielzahl an Themen verwebt mit einer absolut tollen Liebesgeschichte, die einen tief im Herz berührt vor der wundervollen Kulisse Paris.

Rowan & Ash

Die Handlung: Rowan ist seit seiner Kindheit mit der Kronprinzessin von Iriann, einer Insel, die einst von den Magiereserven aus dem mysteriösen Schattenlabyrinth profitierte, verlobt. Nun steht die Hochzeit bald bevor. Doch es gibt zwei Probleme. Zum einen droht die dunkle Königin aus dem Schattenlabyrinth zu erwachen und es wird überlegt, dieses zu versiegeln, was aber große Auswirkungen auf den Einfluss der Insel hätte. Zum anderen liebt Rowan jemand anderen. Allerdings nicht seine beste Freundin Raven, was ihm gerne unterstellt wird, sondern den Königssohn Ash.

Warum das Buch so wichtig ist: Helden in Fantasy-Büchern sind immer stark, mutig und hetero. Und dann kam Christian Handel und präsentierte uns in Rowan & Ash den wohl nachvollziehbarsten Helden seit langem. Rowan überlegt, geht taktisch vor und weiß, wann er bei einem Kampf keine Chance hat. Schon allein das bricht mit allen gängigen Klischees auf wunderbare Weise. Hinzu kommt, dass er sich in Ash verliebt hat. Homosexualität in einer Fantasywelt, die dem Thema kritisch gegenübersteht. Wir haben hier also nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch einen Helden, der für sich und seine große Liebe kämpft. Und dabei ist seine Sexualität vollkommen egal. Ich kann dieses Buch nur jedem Fantasy-Fan ans Herz legen!

Someone New

Die Handlung: Micah kommt aus gutem Haus und beginnt ihr Jurastudium, um ihren Eltern zu gefallen, die erfolgreiche Anwälte sind. Doch ein Schatten liegt über der Familie, da Micahs Bruder Adrian nach seinem unfreiwilligem Outing verschwunden ist. Eigentlich würde Micah lieber Kunst studieren, aber damit würde ihre Hoffnung auf eine wiedervereinte Familie entgültig zerstört werden. Dann trifft sie auf ihren Nachbarn Julian, der seltsam verschlossen wirkt. Doch Micah lässt nicht locker.

Warum das Buch so wichtig ist: Das ist etwas schwierig zu beschreiben, ohne das LGBTQIAP+ Thema zu verraten. Da dies aber ein großer Spoiler wäre, versuche ich es zu umschiffen. Schön ist hier, dass wir lange Zeit annehmen, dass es sich um eine New Adult Geschichte handelt, wie wir sie schon in einer Vielzahl kennen. Bis wir eines besseren belehrt werden. Der Umgang mit dem Thema ist nachvollziehbar und realistisch. Leider nach hinten raus etwas kurz gehalten, aber dennoch absolut lesenswert!

Rosen & Knochen

Die Handlung: Rosalie und Muireann sind Dämenjägerinnen. Unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ziehen sie umher und nehmen Aufträge an. Diesmal zieht es sie in den Wald zu einem Hexenhaus. Die Hexe soll getötet worden sein, doch noch immer spukt etwas in diesem Wald umher. Doch Rose und Muireann merken schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

Warum das Buch so wichtig ist: Ich habe lange überlegt, ob ich noch ein zweites Buch von Christian Handel mit reinnehme. Aber ich wollte unbedingt noch ein zweites Fantasy-Buch nehmen und dann sollte das LGTBQIAP+ Thema auch eine*n der Protagonist*innen betreffen – weswegen leider das Buch der gelöschten Wörter rausfiel. Diese Märchenadaption basiert auf der Prämisse, dass Schneeweißchen und Rosenrot keine Geschwister sind, sondern ein Dämenjägerpaar. Und Paar ist hier auch im romantischen Sinne gemeint. Das zeigt zum einen zwei willensstarke Frauen, die es mit Hexen aufnehmen und das Klischee von der zu rettenden Frau brechen und zeitgleich auch wieder, dass Homosexualität in der Fantasy möglich ist ohne irgendwelche Einschränkungen zu haben. Bitte mehr davon!

Ich bin Linus

Die Handlung: Linus Giese ist trans. Das dies in der aktuellen Gesellschaft noch immer nicht leicht ist, aber sein sollte, nimmt Linus uns hier mit auf seine ganz eigene Reise, um Vorteile abzubauen und den Weg ein Stück weit zu ebnen, für eine Gesellschaft in der trans sein, ganz normal ist.

Warum das Buch so wichtig ist: Zum Abschluss gibt es noch ein Sachbuch von mir. Einfach weil LGBTQIAP+ Themen in die Belletristik aufzunehmen und somit eine Selbstverständlichkeit dafür zu schaffen eine Seite ist. Aber die direkten Erfahrungsberichte und damit Missverständnissen und Vorurteilen zu begegnen und sich damit auseinander zu setzen, noch einmal die andere. Und genau das schafft Linus hier. Er erzählt nicht nur seine Geschichte, sondern geht auch auf alltägliche Dinge ein, über die man selbst vielleicht nicht nachdenkt, die trans Menschen aber verletzen können. Dabei weist er stets daraufhin, dass er es nur aus seiner Sicht erzählen kann und andere es anders empfinden können. Wer also seine eigenen eingefahrenen Denkmuster überdenken will, der findet hier genug Denkanstößte.

Was sind eure Bücher zum Thema Pride? Gerne her mit dem Empfehlungen!

 

Heute Abend in der Eisdiele am Meer

Ein Vorwort

Es ist Sommer. Anhand der Temperaturen und des täglichen strahlenden Sonnenscheins – zumindest hier – ist es nicht mehr zu leugnen. Mit durchschnittlich 28° im Arbeitszimmer ist es einfach nur warm. Also war es Zeit für zwei meiner liebsten Dinge im Sommer: Eis und Sommerlektüren. Es wird auch in diesem Jahr wieder einen Beitrag zu den Sommerlektüren geben, aber das hier wollte ich euch schon vorab einmal vorstellen.

Die Handlung

Gina lebt in London als Projektmanagerin. Doch als sich ihr Großvater den Fuß bricht, lässt sie alles stehen und liegen und reist nach Cornwall in den verschlafenen Ort Polwhipple, um in der Eisdiele ihrer Großeltern mitzuhelfen. Als sie den heruntergekommenen Zustand des örtlichen Kinos sieht, kann sie gar nicht anders, als es als Projekt anzugehen. Hilfe bekommt sie von ihrem Jugendfreund Ben, sehr zum Missfallen ihres Freundes Max, der in London geblieben ist.

Meine Meinung

Als ich das Buch bestellt habe, habe ich nicht auf die Seitenzahl geschaut. Als es dann bei mir ankam, war ich ziemlich überrascht. 540 Seiten für eine leichte lockere Sommerlektüre? Ich befürchtete das schlimmste, nämlich, dass sich die Geschichte ziemlich ziehen würde und einfach nicht auf den Punkt käme. Aber ein Großteil meiner Befürchtung war völlig unnötig.
Denn das Buch gliedert sich in vier Unterabschnitte, jede einer anderen Eissorte gewidmet. In jedem Abschnitt steht ein anderes Event im Mittelpunkt, was aber immer im Zusammenhang mit Eisdiele und Kino steht und so auch die Gesamthandlung vorantreibt. Aber dadurch, dass man sich an diesen Zwischenschritten abarbeitet, bleibt es spannend und die Handlung fühlt sich eben nicht künstlich gestreckt an. Stattdessen fliegt man nur so durch die Seiten, zumindest nachdem man sich an Protagonistin Gina gewöhnt hat. Denn gerade am Anfang wirkt sie etwas unnahbar und auch ein wenig zu sehr von sich überzeugt. Doch das legt sich schnell und dann fühlt man mit ihr mit.
Dabei sind es gerade die Nebencharaktere, die man wahnsinnig schnell ins Herz schließt. Die Großeltern, die einem zeigen, wie Liebe auch nach vielen Jahren aussehen kann, die Boutiquebesitzerin mit den passenden Sprüchen und so viele mehr. Dabei ist die Handlung selbst erst einmal nichts außergewöhnliches. Kleinstadt mit liebevollen Charakteren, die obligatorische Zicke darf nicht fehlen und natürlich taucht der Jugendfreund wieder auf und entfacht alte Gefühle. Aber die Verpackung des ganzen passt einfach. Man fühlt sich sofort in den Sommer versetzt, spürt beinahe die salzige Gischt des Meeres im Gesicht und wünscht sich nach Cornwall. Etwas problematischer für die Hüften wird die Sehnsucht nach Eis, denn die Liebe dazu wird hier großgeschrieben. Auch wenn man an manchen Stellen merkt, wie die Handlung bewusst in eine Richtung gedrängt wird, damit das Ende passt, stimmt dennoch das Gesamtbild.
Lediglich das Ende hinterlässt einen Wermutstropfen. Auch wenn es genau das ist, was ich erhofft hatte, war es mir zu schnell abgearbeitet. Die Probleme, die noch offen waren, waren auf wenigen Seiten abgearbeitet. Dafür, dass man echt lange mit der Geschichte mitgefiebert hat, wirkt es so unbefriedigend. Hier hätten ein paar mehr Seiten nicht geschadet.

Das Fazit

Die kleine Eisdiele am Meer ist eine wunderbare Sommerlektüre und verbindet Lust auf Eis und Meer mit Fernweh. Lediglich kleinere Schönheitsfehler sind vorhanden, die den Lesefluss jedoch nicht stören. Wer sich also an die Küste Cornwalls träumen will, sollte in dieses Buch mal reinschauen.

Heute Abend in der Eisdiele am Meer wurde mir vom Penguin Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Schitt’s Creek – Staffel 2

Ein Vorwort

Neulich stellte ich euch schon die erste Staffel von Schitt’s Creek vor (Mehr Infos hier). Während sie mich nicht gänzlich überzeugen konnte, wollte ich dennoch der zweiten eine Chance geben, in der Hoffnung, dass sich die Charaktere eingespielt haben. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nachdem Familie Rose die Stadt doch nicht verkaufen konnte, sitzen sie weiterhin mittellos in einem schäbigen Motel in Schitt’s Creek fest. Also versuchen sie sich das Leben ein bisschen angenehmer zu machen und sich mehr am Leben in der Kleinstadt zu gewöhnen.

Meine Meinung

Die zweite Staffel beginnt genau dort, wo die erste Staffel geendet hat. Damit ist der Einstieg sehr leicht, zumal die erste Folge der zweiten Staffel mit Abstand die bis dahin witzigste Folge ist. Danach geht es in der üblichen Manier weiter. Die Themen wechseln nur wenig, auch wenn sich die Serie merklich weiterentwickelt hat. Es geht nicht mehr in jeder Folge um einen möglichen Verkauf der Stadt, sondern eher um ehrliche Versuche von Familie Rose sich in das Stadtleben einzubringen. So versuchen die Kinder David und Alexis sich an den ersten Jobs in ihrem Leben und die Eltern überlegen für den Stadtrat zu kandidieren. Durch diese Weiterentwicklung sind die Folgen wesentlich spannender.
Grundsätzlich hat die Serie jedoch noch immer die gleichen Probleme. Die Folgen enden gerne an einer Stelle, wo man glaubt, dass sie gerade in Fahrt gekommen wären und man mehr sehen möchte. Dafür gibt es an anderer Stelle viel zu oft Wiederholungen. Hinzu kommen die weiterhin übertriebenen Darstellungen einzelner Charaktere. Dabei sind es leider hauptsächlich die weiblichen Figuren, die so überzeichnet sind, dass sie fast nervig sind. Vor allem Tochter Alexis, die einfach ein Ticken zu doof ist und Mutter Moira, die ein bisschen zu exzentrisch ist. Die anderen Darstellungen sind dafür zurückgenommener und funktionieren dadurch wesentlich besser. Vor allem Sohn David wird langsam sympathisch, weil man ihn langsam besser versteht. Vater Johnny ist so ein Charakter, der mal besser funktioniert und mal übertrieben wirkt. Aber im großen und ganzen kommen einem die Charaktere näher und man fühlt mehr mit ihnen mit.
Interessanterweise ist es gerade die Auftaktfolge und die Finalfolge, die wirklich großartiges versprechen. Wenn sich die Serie an diesem Niveau orientiert hätte, wäre auch das Gesamtbild runder. Allerdings lässt gerade das Finale auch auf eine positivere dritte Staffel hoffen. Es bleibt also spannend in Schitt’s Creek.

Das Fazit

Die zweite Staffel von Schitt’s Creek hat sich noch nicht gänzlich von ihrem Anfangskrankheiten befreit, funktioniert aber schon besser als Staffel eins und lässt für die kommenden Staffeln mehr erhoffen.

Schitt’s Creek Staffel 2 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

The Secret Book Club

Ein Vorwort

Nur Frauen lesen Liebesromane? Wer das glaubt, dem wird mit dieser Reihe das Gegenteil bewiesen! Nachdem ich die Reihe in den sozialen Medien immer wieder empfohlen bekommen habe, musste ich doch mal schauen, was dahinter steckt und kann nur sagen: Sie hat sich schnell zu einer Highlightreihe entwickelt. Warum, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die übergeordnete Handlung

Der „Secret Book Club“ gegründet von Brandon Mack ist eine Gruppe von Männern, die alle Probleme mit Beziehungen hatten. Bis sie sich mit Liebesromanen auseinander gesetzt haben, um ihre Frauen besser zu verstehen, aber auch um bessere Ehemänner und Partner zu werden. Dies sind ihre Geschichten.

Band 1: Ein fast perfekter Liebesroman

Die Handlung: Profisportler Gavin Scott hat ein Problem. Seine Frau Thea will die Scheidung, was er unbedingt verhindern will, zumal er der Ansicht ist, dass sie sich eigentlich bei ihm entschuldigen müsste. In seiner Verzweiflung wendet er sich an einen Freund, der ihn kurzerhand dem Secret Book Club vorstellt. Gavin ist skeptisch, doch für jeden Versuch dankbar.

Meine Meinung: Der Auftakt zur Reihe war auch gleichzeitig mein Highlight. Zum einen war es schon einmal ein ganz anderer Ansatz als bei anderen New Adult Romanen. Denn hier geht es nicht darum, dass sich zwei Fremde kennenlernen und dann die Liebe ins Spiel kommt und sie sich am Ende (hoffentlich) kriegen. Wir beginnen hier praktisch am Ende der Beziehung. An dem Punkt, wo sich Thea scheiden lassen will, weil sie die Beziehung nicht mehr erträgt und Gavin am Boden zerstört ist. Diesmal geht es also nicht darum, zusammenzukommen, sondern die Beziehung zu retten. Und das bedeutet aufzuräumen mit allem, was in den Jahren zuvor schief lief. Was einen gestört hat, aber auch sich selbst reflektieren. Das funktioniert hier wunderbar, weil beide lernen müssen und an sich arbeiten müssen. Als Zusatz hat man hier den Buchclub und Auszüge aus der vom Club empfohlenen Lektüre. Vor allem die Selbstgespräche zwischen Gavin und den Protagonisten des Buches sind sehr witzig und lockern die Atmosphäre gut auf. Im Prinzip ist das Buch ein Lobgesang auf die Liebe und den Kampf für den Erhalt, auch wenn man mal in einer Krise steckt. Dabei sind es aber auch keine kleinen Alltagskrisen, sondern schon große, die das Zusammenleben belasten können. Hinzu kommt, dass Gavin und Thea beide sehr sympathische Charaktere sind und man beide Seiten versteht und doch hofft, dass es einen Weg gibt.

Teil 2: Die Liebesroman-Mission

Die Handlung: Braden Mack ist erfolgreicher Geschäftsmann und Gründer des Secret Book Club. Während er schon einige Ehen seiner Freunde gerettet hat, ist er weiter Single. Bis Liv in sein Leben tritt, die Schwester von Thea Scott (bekannt aus Band 1). Diese hat soeben ihren Job verloren, weil sie ihren Chef dabei erwischt hat, wie er eine Kollegin sexuell belästigt hat. Mack will ihr helfen, dabei müssen sich beide ihren Dämonen der Vergangenheit stellen.

Meine Meinung: Braden Mack war für mich bereits im ersten Band ein spannender Nebencharakter, auf den ich neugierig war und mehr erfahren wollte. Liv war leider eher ein unsympathischer Nebencharakter. Dennoch hat die Autorin es hier gut geschafft die Wendung zu schaffen und Liv greifbarer zu machen mit ihrer ruppigen Art. Auch hier wechseln die Sichtweisen wieder, so dass wir den Leidensweg beider Charaktere verstehen und mit ihnen wachsen. Diesmal kommt als übergeordnetes Thema sexuelle Belästigung hinzu, womit sich die Autorin auf gefährliches Terrain gibt. Doch sie schafft es den schmalen Grad zwischen „Es darf kein Tabuthema sein“ und Respekt vor Betroffenen zu halten. Auch weil sie mehrere Sichtweisen einbaut und auch mehrere Wege damit umzugehen, stellt sie nicht einen Weg als den richtigen hin, sondern geht auf die Thematik ein. Natürlich gibt es auch hier wieder die Anspielungen auf die Liebesromane, aber diesmal wird aus keinem zitiert, was ein bisschen schade ist. So ist es immer noch ein tolles Buch und sehr stark geschrieben, hat aber nicht so ein Alleinstellungsmerkmal wie Band 1.

Teil 3: Liebesromane zum Frühstück

Die Handlung: Noah und Alexis sind beste Freundin. Aus Respekt vor ihrer Vergangenheit ist er da für sie. Dennoch hat er sich in sie verliebt, hat aber Angst die Freundschaft aufs Spiel zu setzen. Doch dann gibt es einen Kuss, der alles ändern könnte.

Meine Meinung: Der Abschluss der Reihe kommt wieder mit zwei Charakteren daher, die wir vor allem im zweiten Teil schon kennengelernt haben. Waren sie dort noch eher Randfiguren, bekommen wir jetzt Hintergründe und sie dürfen ihre Geschichte erzählen. Dabei ist es der Autorin auch im dritten Teil wieder gelungen eine völlig neue Konstellation zu schaffen. Nach der Rettung der Ehe, dem „Enemy to lover“-Prinzip, kommt jetzt die Freundschaft, die nicht aufs Spiel gesetzt werden soll. So ähneln sich zwar alle Teile der Reihe im Grundgedanken und unterscheiden sich doch von der Herangehensweise. Wie bereits im zweiten Band nimmt auch hier das zur Hilfe herangezogene Buch für Noah relativ wenig Platz. Es gibt zwar wieder einzelne Ausschnitte, aber es wird nur am Rande drauf eingegangen. Hinzu kommt diesmal vorrangig das Thema Familie und Verantwortung, gerade mit Vaterfiguren und wie uns die Erfahrung in der Beziehung beeinflussen kann. Dabei gab es wieder verschiedene Beispiele, wie es sein kann, aber auch genug Freiraum für „Wenn du es anders erlebt hast, dann ist das in Ordnung. Wenn du anders reagiert hättest, dann ist das in Ordnung“. Grundsätzlich also ein schöner Abschluss einer tollen Reihe, auch wenn er nicht an den ersten Teil herankommt.

Das Fazit

The Secret Book Club ist eine tolle Reihe mit verschiedenen Charakteren und verschiedenen Problemen, die von einer Richtung beleuchtet werden, die aber immer Spielraum lassen, dass man es selbst anders empfindet oder anders an die Sache rangegangen wäre. Für die ganze Reihe und für den ersten Band besonderns gibt es von mir eine große Leseempfehlung!

Rückblick auf das halbe Jahr 2021

Im Gegensatz zu meinen Quartalsrückblicken bleibt bei den Halbjahresrückblicken das Schema Dezember-Mai. Hier soll es, wie bereits im letzten Jahr, nur um eine kurze Bilanz gehen, in den Quartalsrückblicken gehe ich auf alles etwas ausführlicher ein und die großen Rückblicke gibt es wieder zu Ende des Jahres. Da die Kinos immer noch geschlossen sind – die Zeichen stehen für die zweite Jahreshälfte wieder auf Besserung! – entfällt die Sparte vollständig.

I. Filme – auf großem Fernseher gesehen

48 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (16 weniger als letztes Jahr). Davon 7 Wiederholungstäter, 7 Originals (aller Plattformen) und 8 Reportagen/Dokumentationen. Von meiner 21 für 2021 Liste sind 7 Filme gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Der wunderbare Mr. Rogers
2 To all the boys I loved before (komplette Trilogie)
3 Clue
4 Expedition Atlantis
5 Manche mögens heiß
6 Mank
7 The Farewell
8 Flora & Ulysses
9 Aristocats
10 Tea with the Dames

II Serien – ein kurzer Überblick

40 verschiedene Serien mit 43 Staffeln (-6 im Vergleich zum Vorjahr) sind gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 The Unicorn (Staffel 1)
2 Miracle Workers (Staffel 2)
3 The Mandalorian (Staffel 2)
4 The Crown (Staffel 4)
5 Das beste vom Rest (Staffel 1)
6 Bonding (Staffel 1-2)
7 WandaVision (Staffel 1)
8 Zoeys Extraordinary Playlist (Staffel 1)
9 Shadow & Bone (Staffel 1)
10 Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle (Staffel 1)

III Bücher – Das Beste aus den Lesemonaten

45 Bücher sind ausgelesen, 5 Hörspiele sind gehört (+10 Bücher und +5 Hörspiele im Vergleich zum letzten Jahr). Davon sind 13 von meiner 21 für 2021 Liste gelesen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Ich bin Linus – Linus Giese
2 Becoming Elektra – Christian Handel
3 Eine Leiche zum Tee – Alexandra
4 Goldene Flammen – Leigh Bardugo
5 Die Schönheit der Begegnung – Frank Berzbach
6 Rottkäppchen und der Hipster-Wolf – Nina Mackkay
7 Und ich leuchte mit den Wolken – Sophie Bichon
8 My roommate is a cat –
9 The Secret Book Club 2 – Die Liebesroman-Mission – Lyssa Kay Adams
10 Die Windsängerin  – Sven Matthias (Hörspiel)

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!

Der Joker

Ein Vorwort

Was sind eure absoluten Herzensbücher? Bücher, die ihr liebt, die ihr immer wieder lesen könnt, die euch nie langweilig werden? Ich habe ca. eine Handvoll dieser Herzensbücher. Voraussetzung ist, dass ich sie mehrfach gelesen habe und immer noch liebe. Daher fallen alle Bücher, die ich gerade in den letzten 1-2 Jahren gelesen und geliebt habe, meist raus, weil einfach die Zeit fehlt, sie noch einmal zu lesen. Und dann gibt es die Bücher, für die einfach immer Zeit ist. Eins davon ist der Joker von Markus Zusak. Und weil ich es gerade mal wieder gelesen habe, wird Zeit euch das Buch auch einmal vorzustellen.

Die Handlung

Eds Leben ist absolut durchschnittlich. Bis er einen Bankräuber aufhält. Kurz darauf findet er das Karo-Ass mit drei Adressen in seinem Briefkasten. Ihm stehen einige Prüfungen bevor, die sein Leben ganz schön durcheinander wirbeln.

Meine Meinung

Wie es manchmal im Leben ist, habe ich das Buch durch einen absoluten Zufall gekauft. Ich kam wegen anderer Bücher, die Buchhändlerin sah das und reichte mir das Buch, nach dem Motto „Das wird Ihnen auch gefallen“. Was soll ich sagen? Sie hatte Recht. Das es sich zu einem meiner absoluten Herzensbücher wandeln würde, konnte ich dennoch nicht vorhersehen.
Die Geschichte wirft einen zunächst mitten rein in den Banküberfall. Hier lernen wir Ed Kennedy und seine Freunde Marv, Ritchie und Audrey kennen und eben auch die Dynamik zwischen den Freunden. Dann wird zunächst wieder die Bremse gezogen. Wir lernen Ed und seinen Lebenstil etwas genauer kennen, seine Probleme und Konflikte. Bis das Karo-Ass auftaucht. Dann schafft Markus Zusak es zum einen die Geschichte stetig voranzutreiben und gleichzeitig ein gemächliches Tempo vorzulegen. Das spiegelt direkt Eds zögerlichen Aufschiebecharakter wieder, bleibt für den Leser aber gleichzeitig spannend, weil halt doch immer irgendetwas passiert.
Die einzelnen Aufgaben, die Ed durch das Karo-Ass abarbeiten muss, sind auf dem ersten Blick kaum durchschaubar und doch entfaltet sich hinten dran eine Metaebene, in die man sehr viel reininterpretieren kann, aber nicht muss. Man kann das Buch komplett durchanalysieren und findet überall versteckte Hinweise, aber man kann es auch einfach weglesen ohne darüber nachzudenken. Weil die Botschaften teilweise sehr offensichtlich sind und doch immer noch eine zusätzliche Interpretationsebene zulassen, wenn man sie denn möchte.
Der Schreibstil ist locker und leicht und auch die Dicke mit 444 Seiten ist überschaubar. Dennoch reicht es, um die Geschichte auch zu Ende zu erzählen. Alle Rätsel werden gelöst und die große Auflösung schafft es mich noch immer zu überraschen. Der Aufbau in fünf Abschnitte ist gut gewählt, um die thematischen Abgrenzungen sinnvoll zu zeigen. Die Kapitel sind nach Spielkarten aufgebaut und passen daher zum einen wunderbar zum Thema und man kann sich daran orientieren, wie weit man bei bestimmten Punkten ist.

Das Fazit

Der Joker hat eine berührende Geschichte, die sowohl spannend als auch gemächlich ist, die zwischen versteckten Andeutungen und offensichtlichen Erklärungen hin und her springt, so dass für jeden Liebhaber etwas dabei ist. Ich habe beim Lesen immer wieder Spaß, entdecke immer noch neue Details und kann mich einfach komplett in die Geschichte hineinversetzen. Eine große Empfehlung für jeden, der es gerne einmal lesen möchte.

Rückblick auf den Mai 2021

Na bei wem regnet es auch durchgehend? Der Mai hat zumindest wettertechnisch wenig Spaß gemacht, aber dafür lief es lesetechnisch recht gut. Was da so alles mit dabei war, jetzt in meinem neuen medialen Rückblick auf den Mai.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Farewell: Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden. – Ein Film zwischen einer anderen Kultur, Trauer, aber auch irgendwo eine lebensbejaende Botschaft.

Flora & Ulysses: Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. – Ein süßer Kinderfilm, der besser ist, als der Trailer glauben lässt.

Yes Day: Allison und Carlos Torres sind eigentlich sehr lebensbejaende Eltern. Doch seit ihre Kinder da sind, erwischen sie sich selbst dabei, wie sie nur noch „Nein“ sagen. Bis der Vertrauenslehrer der Schule sie zu einem „Yes Day“ ermuntert. Ein Tag, an dem sie zu allem, was die Kinder wollen „Ja“ sagen müssen, zumindest innerhalb gewisser Regeln. – Eine schöne Komödie, auch wenn die anfangs sehr positive Geschichte, schnell wieder ins Extreme abtriftet, was dem Ende einen überdrehten Nachgeschmack gibt. Aber gerade die ersten 2/3 sind sehr stark.

Scooby: Als Scooby ein Gyrosspies am Strand klaut, trifft er auf den einsamen und freundlosen Jungen Shaggy. Beide werden sofort die besten Freunden. Als sie an Halloween auf Fred, Velma und Daphne treffen und einen Geist enttarnen, gründen sie die Mystery Inc. Viele Jahre später werden sie getrennt, kurz bevor es jemand auf Scooby abgesehen hat. – Ein süßer „Wie alles begann“ Film, der aber über die nette Nachmittagsunterhaltung nicht hinaus kommt.

Rocky IV: Rocky und Apollo Creed sind inzwischen Freunde geworden. Als der sowjetische Boxer Ivan Drago in die USA kommt und Rocky zum Kampf auffordert, bittet Apollo um den Kampf, da er als alternder Kämpfer seinen Stern erlischen sieht. Doch alles kommt ganz anders. – Vorgeplänkel, Musikvideo, Kampf, Musikvideo, Musikvideo mit Trainingsmontage, Musikvideo mit Trainingsmontage, Kampf, Ende. Für Fans der Reihe wahrscheinlich durchaus ein guter Film, mir hat er nur bedingt zugesagt.

Prinzessin Mononoke: Ashitaka verteidigt sein Dorf und wird dabei von einem Fluch befallen. Auf der Suche nach Heilung trifft er auf das bei Wölfen lebende Mädchen San und kurz darauf auf eine Eisenhütte, die gleichzeitig Frauen und Erkrankten Arbeit ermöglichen und den Wald abholzen, weswegen sie im Kampf mit den Tiergöttern und Tieren des Waldes sind. – Ich bin immer noch kein Anime-Fan, versuche mich aber ein wenig an den Klassikern. So interessant viele Ansätze in diesem Film auch waren, mir war er einfach zu lang.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick:

Big Time Rush – Staffel 1 (Ich präsentiere eines meiner absoluten guilty pleasures. Es wurde nun auch Zeit sie meiner besten Freundin zu zeigen)

Schitt’s Creek – Staffel 1* (Ganz netter arm/reich Klamauk, aber die Witze und gerade die Überspitzung der ländlichen Bevölkerung war nicht so richtig meins)

Gargoyles – Staffel 3 (Eine weitere Kindheitsserie konnte beendet werden. Auch wenn die letzte Staffel etwas anstrengend war)

Miss Fishers neue moderne Mordfälle – Staffel 1 (Spin-off mit Phrynes Nichte im Australien der 1960er Jahre. Ich habe etwas gebraucht, um reinzukommen und mich an die Doppelfolgen zu gewöhnen, aber jetzt liebe ich sie und kann die zweite Staffel kaum noch erwarten)

The Unicorn – Staffel 1 (Witzige Serie über einen Freundeskreis mit einem frischen Witwer. Die Charaktere sind einfach herrlich und beleben die Serie ungemein)

Amerikas National Parks – Staffel 1 (Dokumentation über ein paar amerikanische National-parks. Ganz interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen Ecken der USA doch sind)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten gesamt: 2.965
Seiten pro Tag:  96 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 7
Hörbuch: 1

Pubertät ist voll nice*: Pubertät beschreibt Silke Neumayer als die Phase, in der sie süßen Kinder von Aliens entführt werden und innerhalb von 24 Stunden zurückgebracht werden, nur um dann Teenager zu sein. Herzschmerz, Pickel, die Wichtigkeit des Smartphones und die Peinlichkeit der Eltern nehmen in dieser Phase unfassbar zu. Dies ist das Werk für alle leidgeprüften Eltern. – Kurzweiliges und witzes Werk über die Pubertät. Nicht nur für Eltern.

Star Wars: Tarkin: Großmoff Wilhuff Tarkin soll den Bau einer mobilen Kampfstation überwachen, als diese angegriffen wird. Seinen Bericht soll er direkt vorm Imperator ablegen und wird daraufhin zusammen mit Darth Vader auf eine Mission geschickt, die schon bald in einer galaktischen Verfolgungsjagd endet. – An sich ein gut geschriebener Sci-Fi Roman mit interessamten Star Wars Charakter. Nur leider lese ich sehr ungern Sci-Fi, weswegen es sich für mich etwas gezogen hat.

Rotkäppchen und der Hipster-Wolf: Die vier Prinzen von Reds (Rotkäppchen) besten Freundinnen Schneewittchen, Dornröschen, Aschenputtel und Rapunzel wurden entführt. Auf ihrer Suche trifft sie ausgerechnet auf einen Hipster-Wolf und das bei ihrer Wolf-Phobie. Dieser sieht in der Suche aber eine tolle Schlagzeile und schließt sich Red an. Die Reise führt die beiden über die Grenzen des Märchenwaldes heraus. – Ein Buch zum totlachen, auch wenn manche Charaktere (*hust Snow hust*) sehr nervig waren. Aber die ganzen Ideen Märchen in unsere Zeit zu holen und die Prinzessinen mit Smartphone und Selfiestick auszustatten ist schon zum totlachen! Bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Deeply: Zoey zieht nach Seattle in die WG ihres großen Bruders Cooper, bereit sich nicht mehr von einem Erlebnis ihrer Vergangenheit vom Leben abhalten zu lassen. Dort trifft sie auf ihren neuen Mitbewohner Dylan. Zwischen beiden besteht sofort eine Anziehung, doch Zoey ist zögerlich und auch Dylan hat ein Geheimnis. – Ein schöner Abschluss der Reihe mit wenig Drama, dafür aber wieder sehr wichtigen Themen, die respektvoll behandelt wurden.

Und ich leuchte mit den Wolken: Lilou reist nach Paris, um ihre französischen Wurzeln zu erforschen. Dabei trifft sie auf Mignon. Zwischen beiden ist sofort eine Anziehung, doch gerade Mignon möchte sich das nicht eingestehen. – Ich mochte Paris und diese ganzen französischen Attitüten bisher nicht, aber in diesem Buch habe ich alle meine Vorurteile gleichzeitig bestätigt und widerlegt gesehen. Und in die Geschichte von Lilou und Mignon habe ich mich schockverliebt! Schon jetzt ein Jahreshighlight!

House of Scarlett: Nachdem Gabriel Legend und Scarlett Priest im ersten Band unschön auseinander gingen, treffen sie doch wieder aufeinander. Und auch wenn sie weiterhin aus verschiedenen Welten kommen, bleibt die Anziehung bestehen. Können sie alle Hindernisse überwinden? – Auch der zweite Band wirkt sehr lang gestreckt und kommt nicht richtig auf den Punkt. Das dürfte sich nach dem Cliffhanger in Band drei ändern, aber der Weg dahin ist ziemlich lang.

Land in Sicht: Jana ist vaterlos aufgewachsen, doch irgendwann fragt sie sich, wie ihr Vater so ist. Als sie herausfindet, dass er Kapitän für eine Flusskreuzfahrt-Reederei ist, bucht sie kurzerhand die Reise. Doch die Reise verläuft anders, als gedacht. – Während mich die Geschichte grundsätzlich angesprochen hat, war die Umsetzung gerade gegen Ende dann doch etwas zu wirr und kam nicht auf den Punkt.

Hummeldumm: Matze wird von seiner Freundin Sina auf eine Gruppenreise nach Namibia geschickt. Nicht nur ist er von der Gruppe alles andere als begeistert, auch hat er vorher vergessen eine Reservierungssumme für die neue Wohnung zu überweisen, weswegen er verzweifelt versucht Handy- und Internetempfang zu bekommen. – Eigentliche eine witzige Geschichte, die sehr mit Stereotypen spielt. Leider überschreitet der Autor in einigen Aussagen die Grenze zu Beleidigungen und teilweise auch zum Rassismus, was dem ganzen einen schlechten Nachgeschmack anhängt. – Hörbuch

James Bond 007 – Moonraker: Nachdem Bond Sir Hugo Drax beim Kartenspiel des Betrugs überführt, wird er als Spion zum Moonraker-Projekt gerufen. Dessen Kopf ist ausgerechnet Sir Hugo Drax. Doch was geht bei dem Projekt wirklich vor sich? – Der dritte James Bond Roman braucht sehr lange um richtig in Fahrt zu kommen und wird erst gegen Ende wirklich spannend.

Was waren eure Highlights im Mai?

*Werbung, da Rezensionsexemplar