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Über Shalima Moon

Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior

Ein Vorwort

Kaum etwas stört mich so sehr, wie wenn vor beinahe jedem Film in meinem ortansässigen Kino ein Trailer läuft, der mich total anspricht und auf den Film ich mich richtig freue und dann läuft dieser Film aber nicht in diesem Kino. So musste ich für Mrs. Harris mal wieder ein ganz schönes Stück weiter fahren. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht.

Meine Meinung

Es gibt diese Filme, die sich direkt in unser Herz spielen. Die gar nicht so groß viel Drama haben und doch einfach eine schöne Geschichte erzählen. So erging es mir mit Mrs. Harris bereits nach ihrem Trailer. Auch wenn ich ihren Wunsch nach einem Kleid von Dior nicht unbedingt teilen konnte, war es doch schön zu sehen, wie ihre Augen zu leuchten begannen, sobald sie das erste Kleid sah. Und so freute ich mich auf die Reise nach Paris, auch wenn ich der Stadt so relativ wenig abgewinnen kann.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen unsere Protagonistin in ihrem Alltag kennen. Als Reinigungskraft im Nachkriegs-London hat sie es als Witwe nicht einfach. Doch ihr großes Herz und ihre Güte legen bereits hier den Grundstein für eine märchenhafte Geschichte. Denn genau darauf baut der Film auf. Es ist die altbekannte Geschichte, wenn man nur freundlich und gütig ist, wird die Welt einem etwas zurückgeben. Davon kann man halten, was man mag, in diesem Film funktioniert es als Aufhänger wunderbar. Auch in ihrem Umfeld gibt es tolle Charaktere, die dennoch so ihre eigenen Probleme haben.
Hier fangen die ersten wunderlichen Begebenheiten an. Denn ab einem gewissen Punkt, hat sie einfach zu viel Glück. Zwar versucht der Film es durch kleinere Rückschläge glaubhaft zu halten, dennoch ist es etwas zu viel Glück, um realistisch zu sein. Darüber muss man hinweggucken können, um dem Zauber des Films zu erliegen. Auch in Paris hat sie mehr Glück als Verstand, was sich aber zu süßen kleinen Nebengeschichten spinnt, die sich wunderbar in die Haupthandlung einfügen.
Gerade hinten raus, wird es dann noch einmal stark übertrieben mit ihrem Charakter, so dass Mrs. Harris kurz vor der Schwelle war, nervig zu werden. Doch Leslie Manville spielt die Rolle mit einer Hingabe, dass auch die Entwicklung zu verzeihen ist. Bis zu diesem Moment hat ein dieses moderne Märchen bereits so um den Finger gewickelt, dass auch das völlig vorhersehbare Ende nichts daran ändern kann.
Schauspielerisch und Konstümtechnisch wird hier einiges geboten und dennoch bleibt alles subtil. Wer hier ein Märchen erwartet, wird genau das bekommen. Dafür ist es eben nötig über die Vorhersehbarkeit, die mangelnden Überraschungen und dem ein oder anderen „Deus ex machina“ (=Gott aus der Maschine) hinwegzusehen. 
So ist Mrs. Harris und ein Kleid von Dior ein Film zum Träumen und um sich in eine einfach schöne Geschichte fallen zu lassen.

Das Fazit

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior erzählt eine schöne Geschichte, die etwas märchenhaftes hat, wobei man mit einer vorhersehbaren Handlung zurecht kommen muss, was hier aber nicht unbedingt negativ zu sehen ist. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior läuft seit dem 10.11.2022 in den deutschen Kinos

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 5. Türchen

Easy-Bake-Battle – Feiertage auf die leichte Art – Staffel 1 Folge 4

Darum geht’s – in der Serie

Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.

Darum geht’s – in der Folge

Die Fesstage stehen bevor. Während die Deko rein weihnachtlich ist, ist das Thema Festtagsübergreifend. In der ersten Challenge muss ein Nachtisch erstellt werden, ohne dabei den Ofen zu nutzen. Der inspirierende Festtag ist dabei frei wählbar. In der Easy-Bake Challenge muss ein Thanksgivinggericht gekocht werden, aber kein Truthahn.

Der Weihnachtszauber

Nun die Dekoration sagt eindeutig Hohoho, die Themen für die Challenges lassen es eher offen. Bis auf ein Weihnachtsnachtisch in der ersten Runde, werden eher andere Festtage angesprochen. Dennoch erzeugt es die gleiche Atmosphäre und kann daher gut als Weihnachtsfolge angesehen werden.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 4. Türchen

Community – Weihnachten mit dem Glee-Club – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s – in der Folge

Abed ist unglücklich, weil die Lerngruppe nicht zusammen Weihnachten feiert. Also fällt er auf die Falle des Glee Club Leiters rein, der sie als Ersatz engagieren will, nachdem Jeff für die Auflösung des bisherigen gesorgt hat. Eine nach dem anderen verfallen dem Zauber der Musik.

Der Weihnachtszauber

Nach zwei absolut gelungenen Weihnachtsfolgen könnte man meinen, dass Community die Puste ausging, doch das ist (noch) nicht der Fall. Der Hass auf den Glee Club war bereits in einer vorherigen Folge Thema, doch hier wird die gleichzeitige Faszination und der Hass  gemischt und dann noch mit dem Weihnachtsthema versehen. Dabei gibt es diesmal zwar keine tiefergehende Botschaft, aber Weihnachtsstimmung und die typische gute Laune der Lerngruppe.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 3. Türchen

Dr. House – Nur die Braut Christi – Staffel 1 Folge 5

Darum geht’s – in der Serie

Dr. Gregory House ist ein brillianter Arzt und Spezialist für ausweglose Fälle. Seit eines akuten arteriellen Verschluss im rechten Oberschenkel benötigt er das Schmerzmittel Vicodin, das aber auch ein Opiath beinhaltet und zu einer Abhängigkeit führte. Durch seine ruppige Art stößt er eigentlich alle von sich, rettet aber immer wieder Leben.

Darum geht’s – in der Folge

Kurz vor Weihnachten will House eigentlich nur noch Feierabend machen, bekommt aber noch eine Patientin aufgedrückt. Die Nonne hat einen merkwürdigen Ausschlag. Doch nach der Behandlung hat sie einen Herzstillstand. Caddy vermutet einen Behandlungsfehler, doch House weiß, dass er alles richtig gemacht hat. Doch das zu beweisen, stellt sich als schwierig heraus.

Der Weihnachtszauber

Ein weihnachtliches Wunder oder eher Überstunden statt Familienzeit? Wobei letzteres bei House sowieso nicht vorkommt. Weihnachten im Krankenhaus ist wohl nie gemütlich und so wird sich hier auf den Fall konzentriert, der zumindest religiös angehaucht ist.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Rückblick auf den November 2022

Und schon sind wir wieder mittendrin in der Weihnachtszeit. Im finalen Endspurt habe ich meine 22 für 2022 Listen abgearbeitet, den alljährlichen Serien-Adventskalender gestartet und sehe den Jahresrückblicken und einem Weihnachts-Trashfilm-Marathon entgegen.Doch jetzt wollen wir noch ein letzten Mal auf meinen medialen November zurückblicken.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Wakanda Forever: Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.

Einfach mal was Schönes: Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.

Lyle, mein Freund, das Krokodil: Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior: Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.

The Menu: Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im Westen nichts Neues: Paul Bäumer meldet sich 1917 freiwillig für den Kriegsdienst und lügt dabei bei seinem Alter. Zusammen mit seinen Freunden und unterstützt durch patriotische Reden seines Lehrers ziehen sie voller Stolz los. Doch an der Westfront angekommen, werden sie sofort mit der harten Realität des Stellungskrieges konfrontiert. – Sehr unnahbarer Kriegsfilm, was wohl gewollt war, für mich aber nicht so ganz funktioniert hat.

Der Soldat James Ryan: Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.

Shutter Island: US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.

Widows: Nach einem schiefgegangenen Überfall finden sich Veronica, Linda und Alice als Witwen wieder. Nur leider haben ihre toten Männer Schulden hinterlassen, die eingetrieben werden wollen. Obwohl  grundverschieden, schließen sich die drei Frauen zusammen und versuchen ebenfalls einen Überfall durchzuziehen. – Funktioniert weder als Drama noch als Heist Movie, weil er zu gewollt versucht beides zu verbinden.

Willkommen im Wunderpark: June liebt es zusammen mit ihrer Mutter einen Modellpark zu bauen, der in ihrer Fantasie absolut lebendig ist. Doch als ihre Mutter erkrankt und für eine Behandlung fort muss, verliert June das Interesse. Auf dem Weg ins Mathecamp landet sie jedoch im verfallenen Park und muss diesen retten. – Grundsätzlich süße Idee, aber er bedient zu sehr die typischen Klischees und verteilt so keine Nähe und Wärme.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Amsterdam: Allein die Besetzungliste liest sich wunderbar und macht Lust auf diesen historischen Kriminalfilm mit Sozialsatire.

Ganz knapp nicht auf die Kinoliste geschafft, weil der Streamingstart kurz bevor steht (und sie auch nicht in einem der umliegenden Kinos laufen): Pinocchio und Glass Onion

Ebenfalls ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: The Magic Flute, Emily

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Drink Masters – Staffel 1 (Wettbewerb um den besten Cocktail. Ich habe richtig mitgefiebert und war fasziniert von den ganzen Zubereitungsarten)

Komi can’t communicate – Staffel 1 (Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt)

Vampire in the Garden – Miniserie (Vampiranime, konnte mich leider von den Charakteren und der Geschichte nicht überzeugen, obwohl die Ausgangssituation interessant klang)

Streetfood Asien – Staffel 1 (Sehr nüchterne Dokuserie über Streetfood in Asien. Konnte mich nicht packen, obwohl das Essen interessant aussah)

Tommorrow – K-Drama (Schwieriges Thema, gut aufgearbeitet, sympathische Charaktere)

Detective Grace – Staffel 1* (Sehr unnahbarer Protagonist, relativ interessante Fälle, konnte mich nicht ganz abholen)

Cinderella and the four knights – K-Drama (Zunächst sehr cringe,  danach immer besser und am Ende einfach nur noch eine süße Geschichte)

Umbrella Academy – Staffel 3 (Baut leider in der dritten Staffel immer weiter ab, auch wenn gute neue Ansätze vorhanden waren. War mit 10 Folgen einfach zu lang)

Blockbuster – Staffel 1 (Lustige kurzweilige Sitcom, die Lust auf mehr macht)

The Crown  – Staffel 5 (Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.158*
Seiten pro Tag: 139 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 3
E-Book: 2

*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet

Erneut gehört habe ich: Weltgeschichte to go (Minigeschichtsüberblick zum schmunzeln)

Sie erschuf ein Monster: Die Entstehungsgeschichte von Frankenstein als süßes Kinderbilderbuch verpackt. – Schöne Illustrationen, die Geschichte süß aufbereitet.

One Piece 5: Ruffy, Zorro und Nami sind noch im Kampf gegen Beauregard. Danach ziehen sie weiter und begegnen einem schwimmenden Restaurant, in dem sie für einiges an Chaos sorgen. – Die eher nervige Episode geht zu Ende und macht Platz für eine neue, die scheint interessant zu werden.

Achtsam morden: Björn Diemel ist ein stets gestresster Anwalt, der vor allem mit einem Klienten viel Ärger hat. Da dadurch auch seine Ehe kriselt, schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitsseminar. Kurz darauf nimmt er die Lektionen jedoch etwas zu wörtlich und tötet seinen Problemklienten. – Spannender Krimi mit einer humorvollen Herangehensweise.

Übertrieben tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln: Frl. Krise und Frau Freitag sind mit ihren Schüler*innen auf Klassenfahrt. Dabei kämpfen sie jedoch mit den Alleingängen zweier Schüler, für die sich jedoch eine nicht ganz legale Lösung findet. Leider taucht dann auch noch eine Leiche im See auf und schon sind die beiden Lehrerinnen wieder mitten drin und landen ungewollt in den Ermittlungen. – Der zweite Fall ist leider ziemlich langatmig und wird erst gegen Ende spannend. Schade.

Lonely heart: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.

Stray love hearts 1-3: Hiyoki kommt neu an ein Internat. Kurz zuvor wurde ihr im Traum das Herz gestohlen und sie lebt nun mit einer Protese. Durch ihre Fähigkeit in die Träume ihrer Zimmernachbarn einzudringen, versucht sie den Dieb ausfindig zu machen. – Sehr cringe Geschichte, ein Kerl hübscher als der nächste und mittendrin die  Protagonistin. Nicht mein Fall, aber gleichzeitig will ich endlich wissen, wer nun das Herz geklaut hat.

Shining Snow Night/Silent Snow Night: Desideria ist entsetzt als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Doch kurz darauf hat sie ein weitaus größeres Problem. Ihr Onkel, vor dem sie sich jahrelang verstecken konnte, hat sie ausfindig gemacht. Sie flieht in eine abgelegene Hütte. Mit dabei der gutaussehende Arzt Milton, mit dem sie eine schwierige Vergangenheit verbindet. Schon bald sind sie eingeschneit. – Schwächere Reihe von D. C. Odesza, es fehlte das bekannte Prickeln, auch das Finale war etwas zu schnell abgearbeitet.

Blue: Jane ist enttäuscht von ihrem Bruder und wohnt daher heimlich in Chase`s Dinner. Dabei kommt sie Mr. Poloshirt Alex näher, obwohl das das Letzte ist, was sie will. Denn er ist eingebildet, sarkastisch und einfach nicht ihr Typ. Doch nach und nach kommt sie hinter sein Geheimnis. Und er hinter ihrs. – Toller zweiter Band mit wieder schwerem Thema, aber liebevoll aufgearbeitet.

Der Talisman: Der 12-jährige Jack Sawyer bemerkt, dass er die Fähigkeit hat in eine Parallelwelt zu flippen. Er bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, um den geheimnisumwobenen Talisman zu finden, der seine totkranke Mutter heilen soll. Doch dabei muss er allerlei Abenteuer überstehen. – Schwächeres Stephen King Buch, hat sich sehr stark gezogen, auch wenn einzelne Passagen sehr spannend waren, so hat es sich immer wieder selbst verloren.

Wie war euer November? 

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 2. Türchen

Friends – Nur ein kleines Abenteuer – Staffel 4 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Darum geht’s – in der Folge

Monica hat noch immer Probleme in ihrem neuen Job. Joey bietet ihr an zu helfen. Rachel möchte über die Feiertage nicht allein sein und bittet Chandler um Hilfe. Ross hat gleich zwei Frauen am Start, doch ist damit überfordert. Phoebe versucht ein Weihnachtslied zu schreiben, scheitert aber an den Reimen.

Der Weihnachtszauber

Ist diesmal eher klein, da hat Friends bessere Folgen zu bieten, aber in den einzelnen Geschichten kommt das Thema dennoch immer wieder vor. Sei es, weil Rachel nicht allein sein will oder Phoebe ihr Lied komponieren will. Also sehr alltägliche Probleme zu Weihnachten und das muss doch auch mal sein.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 1. Türchen

Marvelous Mrs. Maisel – Patriotische Pflichten – Staffel 3 Folge 1

Darum geht’s – in der Serie

Miriam „Midge“ Maisel lebt in den 1950er Jahren in New York City. Sie ist Jüdin, Hausfrau und Mutter. Ihr Mann Joel strebt eine Karriere als Comedian an. Leider ist er nicht besonders gut. Nach einer Affäre verlässt er Midge, die daraufhin betrunken das erste Mal selbst auftritt. Da die Menge begeistert ist, versucht sie es von nun an trotz aller Steine im Weg selbst auf der Karriereleiter.

Darum geht’s – in der Folge

Bevor es auf Tournee geht, bekommt Midge Maisel die Einladung bei der Weihnachtsfeier der US-Truppen aufzutreten. Dabei tritt das ein oder andere Problem auf. Aber das ist nichts, das Midge und ihre Managerin Susi nicht lösen können.

Der Weihnachtszauber

Es gibt die Weihnachtsfeier bei den US-Truppen, ansonsten eher gering. Midge als Protagonistin ist auch Jüdin, daher ist bei ihr Weihnachten gar nicht so präsent. Allgemein aber ein guter Staffelauftakt, was hier allerdings nicht gesucht war.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Lyle, mein Freund, das Krokodil

Ein Vorwort

Mit Musicals kriegt man mich bekanntlich meistens. Und Krokodile finde ich auch zutiefst faszinierend. Ein Kindermusical mit singendem Krokodil? Ich war dabei und konnte mir den Film nicht nehmen lassen. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten.

Meine Meinung

Kinderfilme mit sprechenden Tieren sind keine Seltenheit. Ein Krokodil bzw. auch nur ein Tier ohne flauschiges Fell, suchte man meines Wissens nach bisher vergebens. Mit Lyle bekomme ich nun nicht nur endlich ein Krokodil, das nicht als blutrünstig ist, sondern auch zeitgleich noch ein Musical.
Das funktioniert in der Kombi ganz wunderbar, denn Lyle singt sich von Anfang an in die Herzen der Zuschauenden. Vom kleinen Baby wächst er in der Eröffnungssequenz sehr schnell und bleibt doch super putzig. Nach seinem durch Lampenfieber verhinderten Debüt, gibt es einen Zeitsprung und schon lernen wir Familie Pimm kennen. Sie haben alle so ihre Probleme, halten aber als Familie zusammen. Mr. Pimm ist in seinem Job als Lehrer unglücklich, weil er sich in der Klasse nicht durchsetzen kann. Mrs. Pimm hat nach einem erfolgreich veröffentlichten Kochbuch zwar viele Kochideen, aber steckt in einer Sinnkrise. Josh findet an der neuen Schule keinen Anschluss und kann sich allgemein mit der neuen Umgebung wenig anfreunden. Lyle kämpft mit dem Verlust von Hector und der Einsamkeit. Irgendwie haben sie sich alle gefunden. Ihre Lebensrealitäten sind so alltäglich und doch so liebevoll aufbereitet, dass man sich wunderbar in ihnen wiederfindet.
Daneben gibt es als deutlichen Antagonisten den etwas schrulligen und ordnungsliebenden Nachbarn, der ebenfalls völlig aus dem Leben gegriffen scheint. Und Javier Bardem gibt uns dann noch einen erfolglosen Magier, der wankelmütig wohl die größte Entwicklung durchmacht.
So sing sich Lyle in unser Herz und kommt mit einer süßen kleinen Geschichte über Freundschaft und Familie daher, bei dem einen das Herz aufgeht. Natürlich gibt es auch hier die Tragikmomente, doch die werden gut aufgearbeitet und alles in allem ist es eher ein Feel Good Film.
Dabei wird das ganze mit eingänglichen Melodien untermalt, die für einen Kinderfilm typisch ins Deutsche übersetzt wurden. Dadurch bekommt man zwar keinen Shawn Mendes, aber auch im Deutschen klingen die Lieder wunderbar – abgesehen von dem ein oder anderen Holperer, der durch die Übersetzung wohl nicht zu vermeiden war.

Das Fazit

Lyle, mein Freund, das Krokodil ist ein schöner kleiner Familienfilm, der Freundschaft und Familie als Hauptthema hat und das mit einem singenden Krokodil sehr süß aufbereitet. Das funktioniert in seiner Gesamtheit gut, so dass auch kleine Schwächen mit gutem Auslassen mancher Klischees ausradiert werden. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Lyle, mein Freund, das Krokodil läuft seit dem 13.10.2022 in den deutschen Kinos

Einfach mal was Schönes

Ein Vorwort

Mit SMS für dich eroberte Karoline Herfurth als Regisseurin mein Herz. Ihren Sweethearts habe ich zwar ausgelassen, wurde dann aber mit Wunderschön wieder sehr begeistert. Nun stand ihr vierter Film vor der Tür und auch diesmal nahm sie sich wieder ein schwieriges Thema zur Brust. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Carla (Karoline Herfurth) ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch.

Meine Meinung

Nach Trauerbewältigung in SMS für dich und dem Thema Körperbild der Frauen in verschiedenen Lebenslagen (um es mal sehr wissenschaftlich auszudrücken) in Wunderschön, geht es diesmal um das Thema Kinder. Möchte man welche, wenn ja wann, mit wem, unter welchem Umständen.
Dabei haben wir als zentrales Motiv Clara, gespielt von Karoline Herfurth. Sie hat eine Trennung hinter sich, nachdem sie schwanger wurde und ihr Partner nicht bereit war. Nach einer kurzen Sequenz einer Abtreibung, kommt der Zeitsprung in die aktuelle Zeit. Clara bereut ihre damalige Entscheidung, denn so langsam wird es knapp mit dem Kinderkriegen. Und der passende Partner ist einfach nicht in Sicht. Die verschiedenen Stadien ihrer Entscheidung werden gut abgearbeitet. Als Gegenstück haben wir ihre ältere Schwester mit drei Kindern und scheinbar glücklicher Ehe. Das hier der Schein trügt, erleben wir im Laufe des Films. Dann gibt es noch die jüngere Schwester, die die perfekte kinderlose Fassade aufrecht zu halten versucht. Als wäre das alles nicht schon genug für einen Film, haben wir noch die Eltern mit einer hässlichen Scheidung, weil der Vater eine jüngere neue Frau hat (also ein Motiv, was ich auch schon einmal zu oft gesehen habe). Und natürlich darf die Liebesgeschichte nicht fehlen. Hier kommt Ole noch ins Spiel. Eigentlich scheint er perfekt zu Clara zu passen. Doch da er zehn Jahre jünger ist, fühlt er sich noch nicht bereit für Kinder. Also eine Situation, die Clara schon zu oft hatte.
Und auch, wenn der Film jetzt sehr überladen wirkt, ist er es im Grundsatz nicht. Herfurth beweist wieder einmal ein Talent das Grundthema von verschiedenen Blickwinkel zu beleuchten, verschiedene Meinungen einzubringen, die auf unterschiedliche Erfahrungen bauen. Und hätte sie sich auf das Hauptthema konzentriert, wäre der Film wohl auch wunderbar rund geworden. Doch diesmal wollte sie zu viel. Das merkt man schon an der Eingangssequenz, die wohl ihre Erfahrung zum Thema Männer und Kinder verdeutlichen soll, mit der Abtreibung aber im Nebensatz ein so umstrittenes Thema aufmacht, das es allein schon einen Film füllen könnte. Dies unkommentiert stehen zu lassen, ist schwierig. Dann aber ebenfalls quasi im Nebensatz noch das Thema Fehlgeburt mit reinzuquetschen, zeigt, wie sehr Herfurth alle Themen zum Schwangerwerdenprozess mit aufgreifen wollte. Dabei hätte es diese überhaupt nicht benötigt, um ihren Standort klar zu machen.
Was sie aber wieder beweist, ist ihr Feingefühl für die süßen kleinen Liebesgeschichten, die SMS für dich schon zu einem meiner Lieblingsfilme gemacht hat. Die ganzen Nuancen in der Geschichte, heben den Film unweigerlich nach oben und bieten einen guten Gegenpol zum ganzen Drama. Auch schafft sie es beinahe spielerisch wieder eine gute Portion Humor reinzubringen und diese durch ihre authentischen Charaktere gekonnt zu vermitteln.
Mein größer Kritikpunkt ist dann aber leider das Ende. Da dies nicht spoilerfrei erklärt werden kann, findet ihr unter dem Fazit eine Fortsetzung, wo ich darauf eingehe.

Das Fazit

Einfach mal was Schönes hängt hinter den anderen Herfurth Filmen hinterher und übernimmt sich mit den ganzen zusätzlichen Themen. Das Ende nimmt dann noch die ganze Botschaft heraus und lässt einen ratlos zurück. Dennoch durch die typische Handschrift der Regisseurin ein größtenteils schöner Film. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Einfach mal was Schönes läuft seit dem 17.11.2022 in den deutschen Kinos

Ein paar Wort zum Ende – Achtung Spoiler!

Nachdem sich Clara am Ende aus familiären Gründen gegen die künstliche Befruchtung entschieden hat, arbeitet sie diese auf, so dass jetzt eigentlich wieder der Weg frei wäre für ihren Kinderwunsch. Doch statt damit zu enden und dem Film eine eindeutige Botschaft zu geben, schließt der Film mit der Auflösung der Liebesgeschichte. Das Happy-end für Clara und Ole wird geliefert, was ungemein schön ist. Doch dann Abspann. Keine Auflösung, ob sie doch auf ihn wartet, ab sie später zusammen adoptieren oder eine andere Möglichkeit finden. Also wird die Gesamtargumentation des Films ad absurdum geführt und es läuft auf eine typische Liebesgeschichte heraus. Süß und herzlich, aber eben doch gewöhnlich. Hier hat sich Herfurth wohl nicht getraut, nach der differenzierten Argumentation ein abschließendes Urteil zu dem Thema zu treffen. Schade, denn so ist es einfach nur ein sehr vollgepackter Liebesfilm, statt eines gut ausdiskutierten Dramas mit kleiner Liebesgeschichte.

Eine Handvoll Bücher – 7/22

Herzlich Willkommen zur sechsten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einem einer Introvertierten, Morden nach Achtsamkeitsritus, zwei Lehrerinnen auf Mörderjagd, einem Tod mit Herz und Rapunzel als Steampunk.

Das Herz des Todes

Die Handlung: Durch ein Missverständnis ist der Tod bei Arus Geburt anwesend und segnet sie. Doch alle in Jui fürchten den Tod und meiden dadurch Aru, die auf seltsame Weise mit dem Tod verbunden ist. Doch nach und nach kommt sie hinter seine Geheimnisse und ist gewillt sie gegen ihn einzusetzen. 

Meine Meinung: Bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit dem Gedankenreich-Verlag gemacht. Als mir auf der Buch Berlin dieses vorgestellt wurde, mit dem Hinweis, dass es auf Legenden aus dem westafrikanischen Raum basiert, musste ich es einfach haben. Ich bin auch schnell in die Geschichte eingestiegen und fand Gefallen an dem seltsam gewöhnlichem Tod und Aru, die ihr Leben lang zu kämpfen hat. Mit der Zeit kristallisiert sich immer mehr heraus, dass wir hier keinen typischen Dramaaufbau haben und der Erzählstil daher seltsam gewöhnungsbedürftig wirkt, obwohl er an keiner Stelle schlecht ist. Er ist einfach nur unerwartet und darauf muss man sich einlassen. Daher waren die Wendungen aber stets überraschend. Die Charaktere sind wunderbar vielschichtig gezeichnet und dürfen sich während der Geschichte gut weiterentwickeln. Einige Ideen waren einfach so erfrischend und überraschend, dass ich das Buch mit einer seltsamen Faszination verschlungen habe, die ich gar nicht richtig in Worte fassen kann.

Achtsam Morden

Die Handlung: Björn Diemel ist ein stets gestresster Anwalt, der vor allem mit einem Klienten viel Ärger hat. Da dadurch auch seine Ehe kriselt, schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitsseminar. Kurz darauf nimmt er die Lektionen jedoch etwas zu wörtlich und tötet seinen Problemklienten.

Meine Meinung: Hörbucher schaffe ich generell nur im Auto auf längeren Fahrten zu hören. So brauchte ich auch für dieses  Hörbuch mehrere Anläufe und hatte größere Lücken dazwischen. Dabei funktioniert der Aufbau ziemlich gut. Die Geschichte beginnt bei der Achtsamkeits-Sitzung. Von da auf wird diese immer wieder als Aufhänger genutzt, um die Krimigeschichte voran zu treiben und ihr eine herrliche sarkastische Note zu geben. So fliegt man praktisch durch die Geschichte, denn sie ist zeitgleich spannend und witzig und trifft damit bei mir genau den richtigen Nerv. Zwischendurch befürchtete ich zwar ein sehr vorhersehbares Maleur mit einem gewissen defekten Aufnahmegerät, doch überraschenderweise war dies eine Finte des Autors. Das hat mich wirklich positiv überrascht und nur noch mehr für das Buch begeistert. Denn dadurch werden wirklich einige Klischees ausgelassen, was herrlich erfrischend ist. So richtig weiß ich nicht, ob das Konzept wirklich über die ganzen bisher erschienenden Bücher funktioniert, aber in diesem durchaus abgeschlossenen ersten Band hat es gut funktioniert.

Übertrieben Tod – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln

Die Handlung: Fräulein Krise und Frau Freitag sind mit ihren Schüler*innen auf Klassenfahrt. Dabei kämpfen sie jedoch mit den Alleingängen zweier Schüler, für die sich jedoch eine nicht ganz legale Lösung findet. Leider taucht dann auch noch eine Leiche im See auf und schon sind die beiden Lehrerinnen wieder mitten drin und landen ungewollt in den Ermittlungen.

Meine Meinung: Nachdem mir das erste Hörbuch „Der Altmann ist tot“ so gut gefallen hat, hatte ich mir relativ zeitnah auch das zweite Abenteuer der beiden Lehrerinnen zugelegt. Allerdings war der Einstieg dann so mühsam, dass ich ziemlich wenig Lust hatte, es weiterzuhören. Doch auf der letzten Autofahrt habe ich mich doch durchgerungen und bin tatsächlich auch wieder gut in die Geschichte reingekommen – nach über der Hälfte war einfach noch nicht so viel wichtiges passiert. Die zweite Hälfte war dann auch deutlich spannender und funktionierte wieder besser, auch wenn es viele Wiederholungen gab und sich die Geschichte lange Zeit immer wieder im Kreis drehte. Trotz eines spannenden Finales war die Geschichte grundsätzlich viel zu lang gezogen und der Kriminalfall irgendwie am Ende zu verstrickt und wirkt dadurch zu künstlich gestrickt. Über all das trösten die gut harmonierenden Stimmen von Caroline Kebekus und Joseline Gassen hinweg, die auch den zweiten Fall wieder zusammen eingesprochen haben.

Wie Sterne so golden – Luna Chroniken 3

Die Handlung: Crescent Moon lebt seit Jahren allein in einem Satelliten. Als verstoßene Lunarierin soll sie für Königin Levana die geflohene Cinder finden. Doch stattdessen hilft sie dieser. Doch beim Kontaktversuch geraten sie in eine Falle. Cress und Kapitän Thorne drohen mit dem Satelliten auf die Erde zu stürzen.

Meine Meinung: Trotz einer längeren Pause zwischen Band zwei und drei, bin ich wieder gut in die Geschichte eingestiegen. Die wichtigsten Informationen werden ganz nebenbei nochmal eingestreut, so dass der Anschluss gut zu finden war. Die Geschichte geht auch spannend weiter. Mit Crescent gibt es einen neuen wichtigen Charakter. Ihre Geschichte ist an Rapunzel angelegt. Mit ihrem Satelliten wird das Motiv wunderbar in das Steampunksetting eingebettet und dadurch, dass sie relativ rasch auf die anderen Hauptcharaktere trifft, geht auch die Geschichte rasch voran. Da die Luna-Chroniken nicht wie gewohnt als Trilogie konzipiert ist, sondern aus vier Bänden besteht (und damit eine Tetralogie bildet), fehlte hier das ganz große Finale, auch wenn es zwischendurch fast so wirkt bei der Spannungskurve! Dafür wird das Finale angeteasert, was durchaus nochmal spannend zu werden verspricht. So bin ich gespannt, wie es mit Crescent und den anderen weitergeht und ob die finale Schlacht gegen Luna geschlagen werden kann.

Quiet Girl

Die Handlung: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen.

Meine Meinung: Es war vor nicht allzu langer Zeit, dass ich durch eine Buchhandlung streifte  und an dem Regal mit den Graphic Novels hängen blieb. Ich hatte schon fast zum hochgelobten Heartstopper gegriffen, als mein Blick auf Quiet Girl fiel. Und es war Liebe auf den ersten Blick. Denn endlich gab es einmal ein Buch über Introvertierte. In kurzen, aber liebevoll gezeichneten, Strips gibt es Einblicke in die alltäglichen Probleme, wobei ich mich mit vielen identifizieren konnte. Das Problem, dass Menschen schnell anstrengend sein können. Die Erholung durch die Ruhe in den eigenen vier Wänden. Das übliche Drama, wenn Extrovertierte nicht verstehen, dass es dauert, bis man sich öffnet und rege an Diskussionen beteiligt. Das Ganze aber mit gewisser Selbstironie verpackt und dabei so herzlich witzig, dass ich es innerhalb kürzester Zeit inhaliert habe. Für alle Introvertierten, die sich ebenfalls verstanden fühlen wollen und für alle Extrovertierte, die uns endlich verstehen wollen, sei diese Graphic Novel herzlich empfohlen.

Habt ihr eins davon gelesen? Wie hat es euch gefallen?