Black – die Panther-Trilogie

Nachdem ich die Deadly-Sin-Saga der Autorin Lana Rotaru begonnen hatte und nach dem Cliffhanger im zweiten Teil nun sehnsüchtig auf den dritten Teil warte – Frau Rotaru hauen sie bitte in die Tasten! – konnte ich mich noch nicht von ihrem Schreibstil lösen und beschloss daher ihre bereits abgeschlossene Fantasy-Reihe zu lesen. So lernte ich Familie Black kennen.

Amelia Bennett dachte eigentlich sie wär ein ganz normales Mädchen aus Chicago. Bis eines Tages die Zwillinge Graham und Alexander Black in ihr Leben treten. Kurz darauf häufen sich merkwürdige Zufälle und Lia muss feststellen, dass sie niemals normal war.

Band 1 – Das Herz der Panther

Im ersten Band lernen wir die Protagonistin Amelia Bennett – von allen nur Lia genannt – kennen. Man bekommt einen kurzen Einblick in ihr Leben, ehe die Zwillinge Graham und Alexander Black in ihr Leben treten. Diese sind – natürlich – sportlich, gutaussehend und nach kürzester Zeit sehr beliebt. So viel zum Klitschee, das wir bereits in vielen vergleichbaren Werken gelesen haben. Hier enden dann aber die Gemeinsamkeiten, denn Lia lässt sich nicht einfach aus Liebe zu irgendetwas hinreißen. Erst nach und nach erfährt sie, dass die Blacks ihretwegen nach Chicago gezogen sind, um sie zu beschützen. Denn jemand gefährliches ist hinter ihr her und die Blacks sind keine gewöhnlichen Schüler, sondern Krieger, die sich in Panther verwandeln können – was man sich beim Titel der Bücher bereits denken konnte.
Der erste Teil ist unglaublich spannend, charakterisiert alle Personen, so dass alle vielschichtig gezeichnet sind und geizt auch nicht mit der Liebe. So bekommt der Leser was fürs Herz – auch wenn die Dreiecksstory manchmal etwas nervig wird – geboten und liest doch durch die geschaffene Spannung immer fleißig weiter. Trotz vieler schöner Ideen und neuen Handlungssträngen, greift Frau Rotaru leider auch immer wieder auf altbekanntes zurück, weswegen der Ausgang des dritten Bandes und Lias Herzensentscheidung bereits schnell durchschaut werden können. Trotzdem kann ich nur immer wieder Frau Rotarus Schreibstil loben, der einen immer wieder bei der Stange hält, ansonsten hätte ich das Buch an manchen Stellen doch gerne aus der Hand gelegt.

Band 2 – die Entscheidung der Panther

Während ich im ersten Band mein Herz noch Alexander Black verlor, habe ich es mir während des zweiten Bandes gleich wieder zurück geholt. Er war mir dann doch nicht mehr so sympathisch, zumal er einige Entscheidungen traf, die ich nicht nachvollziehen wollte. Nach dem Cliffhanger am Ende des ersten Teil – Frau Rotaru, wenn das in all ihren Werken so ist, wird das Warten auf die noch sieben ausstehenden Deadly Sin Bände eine echte Herausforderung – wird es erst einmal wieder ruhiger, was nach dem nervenaufreibenden Finale des ersten Teils sehr gut tut. Doch auch hier musste es irgendwann weiter gehen. Leider mit einem neuen Charakter, den ich einfach nicht dabei haben wollte. ab hier plätschert die Handlung etwas vor sich hin und verliert sich etwas in Zickenkriege. Das ändert sich dann jedoch als das große Finale näher rückt. Denn der Abschluss diesen Bandes wäre eigentlich ein guter Abschluss der ganzen Reihe geworden. Leider wurde hier zuviel Pulver verschossen, um das im dritten Teil noch einmal zu topen. Dafür war hier keine Spur von dem „Fluch des zweiten Bandes“, dem man sonst meistens anmerkt, dass er die Lücke zwischen Auftakt und Finale füllt.

Band 3 – Die Prophezeiung der Panther

Was tun, wenn nach einem großen Finale noch nicht alles vorbei sein kann und man noch einen weiteren Band füllen möchte? Eine Menge zusammenhangloser Handlungsfetzen beginnen. Der dritte und letzte Teil der Panther Trilogie beginnt wieder nervenaufreibend, denn natürlich ist noch nicht alles gesagt. Leider wiederholen sich hier viele Szenen aus den vorherigen Bänden und Lia scheint immer wieder das Gleiche zu passieren, ohne das die Handlung voran kommt. So plätschern zwei Drittel des Buches nur so vor sich hin. Im letzten Drittel passiert dafür wieder umso mehr. Anstatt die losen Handlungsstränge zu einem guten Ende zu verknüpfen, passiert noch einmal so viel, dass man das Buch nicht mehr weglegen kann. Und so gipfelt auch dieser Teil in ein Finale, der aber nur noch wie ein billiger Abklatsch des Finales des zweiten Bandes wirkt. Als wäre Frau Rotaru am Ende die Puste ausgegangen und sie hatte keine Energie mehr ein gutes Ende zu schreiben. Auch fehlen mir am Ende gute 50 Seiten. Denn es kommt zum finalen Kampf, Punkt und schon erscheint der Epilog, der Jahre später spielt. Wo bleibt das Lecken der Wunden nach dem Endkampf? Wo bleibt die Verarbeitung alles Geschehene? Wo bleibt das zu Ruhe kommen und das wieder Zusammenfinden? Ich fühlte mich nach dem Ende um viele wichtige Szenen und Erklärungen betrogen und konnte so noch immer nicht mit der Reihe abschließen. Hier wurde sich um einen guten Abschluss gedrückt. Damit ist der dritte leider der enttäuschendste Band der Reihe.

Alles in allem ist die Panther-Trilogie vielleicht nicht der stärkste Vertreter des Genres, kann aber durchaus mitreißen und lässt einen so schnell nicht wieder los. Leider bleibt der erste Band der stärkste. Mit einem runden und gelungenen Ende hätte ich vielleicht stärker über die negativen Aspekte hinwegsehen können, aber leider bleibe ich irgendwo enttäuscht zurück. Am Ende des ersten Bandes hätte ich die Reihe noch viel höher gelobt. Aber ich empfehle die Reihe trotzdem weiter, denn wenn man sich so die Kritiken der anderen Leser anschaut, bin ich wohl die einzige, die das Ende als so negativ empfindet.

Cinemathek: The Salesman

Willkommen in der Cinemathek, heute mit: The Salesman. Der Film erschien urspünglich ab dem 02.02.2017 in den deutschen Kinos.

Emad und Rana brauchen eine neue Wohnung und bekommen eine von einem Bekannten aus ihrer Theatergruppe vermittelt. Alles scheint friedlich, bis Rana eines Abends überfallen wird. Emad findet heraus, dass die Vormieterin oft Herrenbesuch hatte und sich ein Freier wahrscheinlich bei den Frauen vertan hat. Während Rana mit den psychischen Nachfolgen beschäftigt ist, versucht Emad Selbstjustiz zu üben.

Der iranische Film The Salesman war 2017 für den besten fremdsprachigen Oscar nominiert, dem Regisseur Asghar Farhadi wurde aber durch Präsident Trumps Dekret die Einreise verwährt. Nach vielen Protesten wurde eine Ausnahme gemacht, doch Farhadi wollte nun nicht mehr zur Verleihung erscheinen. Dabei gewann sein Film sogar die Kategorie.
In The Salesman spielen die beiden Protagonisten Emad und Rana mit ihrer Theatergruppe das Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ – im Original „Death of a Salesman“ – von Arthur Miller. Emad ist ein beliebter Lehrer und lebt in einer sehr harmonischen Beziehung mit Rana. Durch Aushöhlungsarbeiten auf dem Nachbargrundstück, müssen beide ihre Wohnung aufgeben, da das Haus als Einsturzgefährdet gilt. Da sie nun schnell eine neue Wohnung brauchen, kommt ihnen das Angebot von einem Theaterkollegen ganz recht, der von einer frisch freigewordenen Wohnung weiß. So ziehen Emad und Rana dort ein, auch wenn sie sich ärgern, dass noch der Hausrat der Vormieterin ein Zimmer versperrt. Alles verläuft harmonisch, bis Rana eines Abends alleine in der Wohnung ist. Als es klingelt, glaubt sie, dass es sich um Emad handelt und öffnet die Tür. Als Emad schließlich wirklich nach Hause kommt, findet er zerbrochenes Glas und viel Blut im Badezimmer Rana trifft er schließlich mit einer Kopfwunde im Bad an. Die Nachbarn, die Ranas Schreie gehört hatten, hatten sie ins Krankenhaus gebracht und erzählten Emad nun zum ersten Mal von der Vormiterin. Diese scheint nämlich sehr viel „Herrenbesuch“ gehabt zu haben. Während Rana darauf besteht, die Polizei nicht anzurufen, möchte Emad Gerechtigkeit für seine Frau. So verrennt er sich in Selbstjustiz, während Rana ihn eher bräuchte, um die psychischen Nachfolgen zu verarbeiten.
Asghar Farhadi kreiert mit The Salesman einen sehr langsam und ruhig erzählten Film. Er gibt dem Zuschauer am Anfang genügend Zeit, um sich aus seiner eigenen Sichtweise zu lösen und im Iran des 21. Jahrhunderts anzukommen. Auch gewährt er Zeit, um sich von den Vorurteilen zu lösen und sich auf die eigentliche Geschichte einzulassen. Durch die Theaterproben wird immer wieder ein roter Faden gezogen. Erst nachdem man mit allen Figuren bekannt gemacht wurde, wird Rana angegriffen. Dabei wird die Vergewaltigung angedeutet, aber niemals ausgesprochen. Ebenso wird bei der Vormieterin angedeutet, dass es sich um eine Prostituierte handele, aber das Wort selbst fällt nie.  So bleibt die Interpretation der Handlung und Reaktionen dem Zuschauer vorbehalten. Rana entscheidet sich bewusst, nicht zur Polizei zu gehen, weil sie dort nicht über das Geschehene sprechen mag. Dies ist gut nachvollziehbar, auch ihre darausfolgende Angst vor dem Alleine in der Wohnung bleibens. Emads Verhalten ist daraufhin weniger nachzuvollziehen. Denn anstatt sich richtig um Rana zu kümmern und ihre Ängste und Sorgen nachzuvollziehen, verrennt er sich in seiner Selbstjustiz.
The Salesman punktet durch seine vielschichtige herangehensweise an das Thema einer möglichen – da immer nur angedeuteten – Vergewaltigung. Er befasst sich zum einen mit den Folgen für Rana als auch mit dem Umgang im direkten Umfeld. Emad als Mann wird beleuchtet, ebenso wie die Schauspielkollegen und die Nachbarn. Hier hebt er sich stark von vergleichbaren Filmen ab, wie beispielsweise der im gleichen Jahr erschienene französische Film „Elle“. Auch wird hier auf plakative Szenen, wie die offene Vergewaltigung verzichtet. Rana wird nicht direkt in die Opferrolle gedrängt, indem sie heulend und schluchzend sich unter einem Vergewaltiger windet, sondern nur passiv, da sie sich immer wieder für ihre Entscheidung nicht zur Polizei zu gehen rechtfertigen muss.
Andererseits kämpft The Salesman an vielen Stellen mit seiner ruhigen Erzählweise. So kann dem Zuschauer die Bedeutung einiger Szenen abhanden kommen, da sie im gleichen Ton erzählt werden, wie die unwichtigeren Einleitungsszenen. Auch hat die Synchronisation den Haken, dass viele Dialoge im O-Ton wahrscheinlich Sinn ergaben, in der deutschen Synchronisation aber sehr witzig herüberkamen, da solche Formulierungen für uns sehr untypisch sind.

Alles in allem ist The Salesman ein ruhiger Film mit einem schwierigen Thema, der die Balance nicht immer halten kann. Nach Sichtung des diesjährigen Oscargewinners als bester fremdsprachiger Film, halte ich Unter dem Sand immer noch für den besseren Kandidaten. The Salesman erhält 06 von 10 möglichen Punkten.

Media Monday #315

Hallo ihr Lieben,
ich bin zurück von der Insel und kann mich endlich wieder meinem Blog widmen. Das Hotel W-Lan hatte doch tatsächlich fast jede Seite des Internets gesperrt, u.a. WordPress, weswegen ich den ganzen Urlaub über keine Beiträge lesen und kommentieren , keine Beiträge verfassen und auf keine Kommentare antworten konnte. Ich hole das schnellstmöglich nach! Aber erst einmal hier der aktuelle Media Monday.

1. Underworld ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme überhaupt, auch wenn der vierte und der fünfte Teil eine Schande für die Filmreihe sind.

2. Sommerzeit bedeutet für mich ja immer auch viele Mückenstiche. Derzeit habe ich sogar einen unter dem Fuß, der mich dezent in den Wahnsinn treibt.

3. Regelrecht stolz bin ich auf den ersten Rächer (Avengers) Comic in meiner Comic-Sammlung, schließlich fing damit die Geschichte der Avengers an.

4. Victoria Pratt hat mit Mutant X eine vielversprechende Karriere gestartet, aber dann den Aufstieg nicht geschafft. (Mir viel gerade spontan kein besseres Beispiel ein)

5. Entgegen der vorherrschenden Meinung bin ich ein großer Freund von King Arthur – Legend of the Sword, immerhin trifft hier ein toller Soundtrack auf sagenhafte Bilder und die Handlung ist nun auch nicht die allerschlechteste.

6. Das Schicksal ist ein mieser Verräter landet immer dann im Player, wenn ich dringend wieder weinen möchte.

7. Zuletzt habe ich Urlaub auf Rügen gemacht und das war sehr entspannend, weil wir auf Grund von nicht besonders tollem Wetter nur wenig unternehmen konnten.

Ich wünsche euch eine tolle Woche!
Eure Shalima

Mid Year Book Freak Out – der etwas andere Buchrückblick

Hallo ihr Lieben,
anstatt hier zur Jahresmitte eine langweilige Top Ten oder ähnliches über meinen Buchkonsum zu posten, orientiere ich mich zunächst an den Fragen zum „Mid Year Book Freakt Out“-Tag, der gerade die Runde macht und über den ich bei der lieben Stopfi gestoßen bin. Erst im Anschluss wird es noch ein kleines Ranking geben 😉

1) Das beste Buch bisher
Colleen Hoover – Nächstes Jahr am selben Tag

Es hat mich einfach mitgerissen und nicht mehr losgelassen. Seit Jahren habe ich mal wieder eine ganz einfach Liebesgeschichte gelesen und bin seitdem auch wieder auf den Geschmack gekommen.

2) Die beste Fortsetzung bisher
Lana Rotaru – Superbia

Eine so deutliche Steigerung zu einem ersten Teil habe ich noch nie erlebt und eigentlich enttäuschen mich Fortsetzungen immer ein bisschen, gerade zweite Teile. Aber hier wurde ich mitgerissen und in neue Welten katapultiert und nicht mehr losgelassen.

3) Neuerscheinung, die ich sofort lesen musste
Susan Ee – Angelfall – Tage der Dunkelheit

Nach dem ersten Teil, musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und konnte es kaum erwarten die Geschichte zu lesen. Sie hatte zwar ähnliche Schwächen, wie schon der erste Teil – und war zudem der zweite Teil, den ich bekanntlich immer etwas schwächer finde – aber jetzt muss ich wieder so lange auf den dritten Teil warten.

4) Meisterwartete Neuerscheinung, die noch 2017 erscheint
Carrie Price – New York Diaries – Zoe

Der vierte Teil der New York Diaries hat im Juli endlich sein Erscheinungsdatum. Bisher konnten mich alle Teile überzeugen und so freue ich mich auf ein Wiedersehen im Knights Building.

5) Die größte Enttäuschung bisher
Veronica Roth – Rat der Neun – gezeichnet

Auf Veronica Roths neusten Roman habe ich ja auch sehnsüchtig gewartet. Leider konnte dieser so absolut nicht mit der Bestimmungs-Reihe mithalten und hat mich von vorne bis hinten enttäuscht.

6) Die größte Überraschung bisher
Wolf Küper- 1.000.000 Minuten

Ich habe mich zwar auf das Buch gefreut, hätte aber doch nicht gedacht, dass es mich so positiv umhaut. Warum habe ich euch ja hier erzählt.

7) Neue Autorenentdeckungen
Colleen Hoover & Lana Rotaru

Beide habe ich erst dieses Jahr entdeckt und seitdem verschlinge ich einen Roman nach dem nächsten von den beiden. Mrs Hoover hat ja noch einige in der Reserve. Frau Rotaru müsste einfach ein bisschen schneller schreiben!

8) Neuster fiktionaler Crush
Black – das Herz der Panther – Alexander Black

Hübscher junger Mann, strahlend grüne Augen und so liebevoll, ja ich habe mein Herz an Lex Black verloren. Zwar habe ich es mir ab dem zweiten Band wiedergeholt, aber das war ja nicht die Frage…

9) Neuer Lieblingscharakter
Zurück ins Leben geliebt – Tate

Hier hätte ich jetzt echt viele Namen nennen können, weil ich so viele Charaktere mochte. Aber ich wollte mich immer nur für einen hier entscheiden und so wurde es die liebe Tate, die es gar nicht so einfach mit Miles hat.

10) Das brachte mich zum weinen
Colleen Hoover – nächstes Jahr am selben Tag

Ich bin ja eigentlich nicht nah am Wasser gebaut. Zumindest bei Büchern nicht. Ich bin eher der jähzornige Mensch und wenn ich etwas traurig oder doof in einem Buch finde, will ich es immer aus dem Fenster schmeißen. Aber am Ende von Nächstes Jahr am selben Tag flossen selbst mir die Tränen.

11) Das machte mich glücklich
Torsten Sträter – Selbstherrschung umständehalber abzugeben

Einfach, weil es mich zum lachen gebracht hat.

12) Das schönste Buch
Laini Taylor – Daughter of Smoke and Bone

Gelesene Bücher: 33
Bücher, die ich unbedingt noch lesen möchte:

Laini Taylor: Dreams of Gods and Monsters
Lana Rotaru: Black – die Prophezeiung der Panther
Kerstin Gier: Silber – das zweite & dritte Buch der Träume
Colleen Hoover – Love & Confess
George R. R. Martin – Game of Thrones – Unser ist der Zorn

Media Monday #314

Hallo ihr Lieben,
es ist Montag und ich bin schon wieder fast auf dem Weg in den Urlaub. Wenn schlechtes Wetter sein sollte (was ich fast befürchte), dann dürfte es wohl hier auch weiterhin Beiträge geben, ansonsten wird es hier wieder etwas ruhiger 😉

1. Der Moment, als ich am Samstag in einem großen Spieleladen in Potsdam stand, hat mich total überfordert, weil es dort eine große Auswahl an sehr gut klingenden Spielen gab und unser Budget dafür leider zu begrenzt war.

2. Als ich seinerzeit den ersten Teil von Star Wars gesehen habe, hätte ich ja nie gedacht, dass es mir so gut gefällt, weil ich bis dahin überhaupt nichts mit Science Fiction anfangen konnte. Das hat sich inzwischen doch geändert.

3. Den Tod von (SPOILER!) Robb Stark in Game of Thrones habe ich nicht kommen sehen, obwohl ich im Nachhinein es hätte besser wissen müssen. Immerhin ist es Game of Thrones. .

4. Untertitel in Filmen finde ich teilweise sehr nützlich, zumindest wenn ich die Sprache nicht spreche.

5. Kultigste TV-Figur ist sehr schwer zu bestimmen, da kultig ja auch wieder Definitionssache ist. Kultstatus haben für mich beispielweise die Ducktales, weswegen ich mich hier für Dagobert Duck entscheiden würden.

6. Mit Alice als Figur kann ich mich wohl deshalb so gut identifizieren, weil meine Träume auch sehr lebhaft sind und ihr eigenes Wunderland erschaffen.

7. Zuletzt habe ich den zweiten Teil der Panther-Trilogie von Lana Rotaru: Black – die Entscheidung der Panther gelesen und das war nervenaufreibend , weil ich am liebsten die Hälfte der Charaktere wegen einzelner Handlungen erwürgt hätte, damit endlich Ruhe ist.

Damit wünsche ich euch eine schöne Woche 🙂

Wonder Woman

Am 15.06.2017 erschien der nächste Teil des DC Extended Universe in den deutschen Kinos.

Diana wächst auf der paradiesischen Insel Themyscira auf, die nur von Amazonen bewohnt ist und sich vor der Außenwelt verbirgt. Das ihr Schicksal ihr größeres vorherbestimmt, muss sie erst herausfinden, als sie auf den Piloten Steve Trevor trifft und durch ihn vom großen Krieg erfährt. Der festen Überzeugung den Krieg beenden zu können, bricht Diana aus ihrem geschützten Umfeld auf.

Während Marvel mit seinem Cinematic Universe immer wieder Rekorde bricht und unzählig viele Zuschauer in die Kinos lockt, musste DC bisher immer wieder schlechte Kritiken für sein Extended Universe einstecken. Während Man of Steel noch mäßig gut ankam, wurden Batman vs. Superman – Dawn of Justice und Suicide Squad von den Massen in der Luft zerrissen. Dies sollte nun Wonder Woman alles zum positiven wenden. Und so war auch der Zuspruch zunächst groß, denn das erste Mal bekam eine weibliche Superheldin ihren eigenen Solofilm. Auch die Kritiken sind bei weitem positiver als bei den vorherigen Filmen, doch auch hier mischen sich negative Meinungen unter die Positiven.
Der Film beginnt mit einer kurzen Geschichtsstunde über die griechische Mythologie und erzählt die Geschichte der Amazonen und wie sie auf der paradiesischen Insel Themyscira landeten. Auf dieser Insel wächst die kleine Diana auf, der gar nicht auffällt, dass sie das einzige Kind auf der ganzen Insel ist. Ihr größter Wunsch ist es mit den anderen Amazonen das Kämpfen zu lernen, doch zunächst sträubt sich ihre Mutter, die Anführerin der Amazonen, gegen die Ausbildung Dianas. Irgendwann bekommt Diana ihren Willen und wächst zu einer starken Kriegerin heran. Doch obwohl Themyscira vor der Außenwelt gut versteckt war, findet der Kriegspilot Steve Trevor auf der Flucht vor den deutschen Truppen die Insel und bringt ungewollt den Krieg mit. Diana, die der festen Ansicht ist, dass der griechische Kriegsgott Ares hinter dem Krieg steckt, will unbedingt mit Steve mit, um den Krieg mit Ares Tod zu beenden. Dort entdeckt sie eine für sie ganz neue Welt, in der sie erst lernen muss sich zurecht zu finden.
Für die erste halbe Stunde, während der Film auf Themyscira spielte, konnte man wirklich denken, dass DC diesmal aus den Fehlern der vorherigen Filme gelernt hat und für eine halbe Stunde bekam man einen spannenden Film mit einer interessanten Hintergrundgeschichte zu den Charakteren geliefert. Doch dann tritt der Krieg in das Geschehen ein und alles ändert sich. Die bis dahin unglaublich stark und emanzipierte wirkende Diana wirkt in der neuen Welt auf einmal wie ein naives Blondblondchen und nervt ungemein mit ihrer nicht belehrbaren Art. Selbst eigentlich heroische Auftritte, wie das selbstsichere Überqueren eines Schlachtfeldes, verkommt in der Bedeutungslosigkeit, da es aus einer naiven Laune der Protagonistin heraus geschah. So befindet man sich in den grauenhaften Fängen des ersten Weltkrieges – pauschal sind auch hier wieder die Deutschen die Bösen, auch wenn im ersten Weltkrieg die Verhältnisse von gut und böse nicht so eindeutig zu definieren waren – und muss sich immer wieder gegen die Stirn schlagen, weil Wonder Woman sich einfach nicht aus ihren Ansichten lösen lässt. Das ganze gipfelt dann in den sinnlosesten Endkampf, den die Kinowelt seit langem sah und die eigentlichen Heldentaten im Endkampf gehen beinahe unter.
Das Wonder Woman aber trotzdem kein kompletter Reinfall ist, liegt eindeutig nicht an Gal Gadot, die immer wieder beweist, dass sie zwar den starken Kämpferblick drauf hat, aber darüber hinaus nicht wirklich schauspielern kann. Sondern eher an den kleinen Nebencharakteren, die dem Film einen liebevollen Touch geben. An einem Chris Pine, der Steve Trevor den eigentlichen Helden verkörpert. An einer wirklich guten Kameraführung, die sowohl das traumhafte Paradies von Themyscira als auch das unsagbare Grauen des Schlachtfeldes gekonnt einfangen konnte.
Mit einer Laufzeit von 140 Minuten schafft es Wonder Woman trotz allem irgendwo spannend zu bleiben und fesselt einen trotz vieler Schwachstellen und nerviger Momente bis zum Ende an den Kinosessel. Die Errettung der Frauenwelt in den Superheldenfilmen ist Wonder Woman definitv nicht, dafür wird sie zu oft sehr naiv dargestellt. Trotzdem ist Wonder Woman für DC erst einmal wieder ein Schritt in die richtige Richtung und lässt doch auf Justice League hoffen.

Alles in allem ist Wonder Woman nicht so gut, wie der Hype erwarten lässt und kämpft mit einigen Schwachstellen, kann stellenweise aber doch überzeugen. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Juni & Mein Lesemonat Juni

Hallo ihr Lieben 🙂
Hat es dieses Jahr überhaupt einen Juni gegeben? Mir kommt es vor wie gestern, dass ich hier saß und die verpassten Maifilme aufzählte bzw. meinen ersten Lesemonat anfertigte. Und doch ist schon wieder ein ganzer Monat vorbei. Den Juli werde ich beginnen, wie es sich im Sommer gehört: Mit Urlaub. Ja, ich weiß: Schon wieder? Diesmal wird es aber ein ganz entspannter Strandurlaub auf Rügen. Falls also noch jemand einen Tip für eine gute Strandlektüre abgeben möchte, immer her damit 😉

Verpasst im Juni

1) Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an die vorbei, sagen sie: Die Neuinterpretation von Täglich grüßt das Murmeltier aus der Sicht einer Highschool-Zicke. Auch wenn mir das Ende gespoilert wurde (danke Markus), will ich ihn mir vielleicht noch ansehen.

2) Das Belko Experiment: Ein Film, von dem ich zuvor eigentlich gar nichts gehört hatte und mich erst Markus drauf aufmerksam machte (und die besten Szenen spoilerte… wir sollten aufhören über Filme zu sprechen, die ich noch nicht gesehen habe…)

3) Wilson: Auch hiervon hatte ich vorher kaum was gehört, aber der Trailer sprang mich positiv an.

Und hier wieder die Filme, die es ganz knapp nicht auf meine Liste geschafft haben:
Loving, Girls Night Out, Mein neues bestes Stück

Mein Lesemonat Juni

Bücher insgesamt: 10 Bücher (seit Jahren mein neuer Rekord!)
Seiten insgesamt: 4551 Seiten
Seiten pro Tag: 152 Seiten im Durchschnitt
Taschenbücher: 6
Hardcover: 1
E-Books: 3

Damit ist Juni seit vielen Jahren mein stärkster Monat, was sich aber gleichzeitig negativ auf meinen Film- und Serienkonsum ausgewirkt hat. Dafür waren einige Perlen dabei, so dass mir ein Ranking mitunter sehr schwer fällt. Eigentlich gibt es diesmal nur eine grobe Dreiteilung: Platz 10 + 9 waren meine Enttäuschungen des Monats, Platz 8 – 5 bilden das solide Mittelfeld und Platz 4 – 1 waren meine absoluten Highlights.

10) Achtung ich komme – In 80 Orgasmen um die Welt

Der Titel klang ziemlich witzig und auch die Leseprobe gefiel mir. Autorin Henriette Hell will den weiblichen Orgasmus untersuchen und reist dafür um die Welt. Leider ist das Buch zu einem reinen Aufmerksamkeitsschrei geworden und ab dem zweiten Kapitel sehr schlecht erzählt worden (die Leseprobe endete nach dem ersten -.-). Also ein kompletter Reinfall.

9) Im Schatten das Licht

Nach „Ein ganzes halbes Jahr“ das zweite Werk von Jojo Moyes, das in meine Bibliothek wanderte. Leider konnten mich die Charaktere diesmal überhaupt nicht berühren. Sie waren alle sehr farblos und unsympathisch. Auch der im Klappentext angekündigte spannende Roadtrip, war nicht spannend und fing erst nach zwei Dritteln an. Eine Enttäuschung.

8) Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Noch vor ein paar Jahren hätte ich gesagt, dass Harry Potter immer unter meinen Top 3 landen würde. Aber wie gesagt, mein Lesemonat Juni war sehr stark. Zu Weihnachten und zu meinem Geburtstag schenkte mir mein Freund endlich meine eigenen HP Bücher (die ursprüngliche Sammlung musste ich bei meinem Auszug zurücklassen, weil sie meiner Mama gehörten und sie sie einfach nicht rausrücken wollte). Seitdem lese ich sie wieder nach und nach nebenbei. Der Gefangene von Askaban bleibt auch weiterhin mein Lieblingswerk der Reihe.

7) Silber – Das erste Buch der Träume

Lange bin ich um Kerstin Gier herumgeschlichen. Oft wurde mir ihre erste Trilogie (Rubinrot & Co) empfohlen, genauso oft wurde mir gesagt, dass der/diejenige nichts mit Gier anfangen kann. Ich fand den ersten Band der Silber-Trilogie ordentlich, auch wenn es an ein deutlich jüngeres Publikum adressiert ist. Die Protagonistin ist 14 und das merkt man an ihren Gedanken und Handlungen. Trotzdem ist es sehr spannend und voller toller Einfälle. Man muss nur vorher sein inneres Kind ausgraben 😉

6) Days of Blood and Starlight

Nachdem ich den ersten Teil „Daughter of Smoke and Bone“ verschlungen habe, schaffte ich es nun endlich den zweiten Teil zu lesen. Auch hier ist der ewige Krieg zwischen Engel und Chimären sehr spannend beschrieben. Leider merkt man dem Buch an, dass er nur ein Brückenteil zwischen Einleitung und Finale ist. Auf den über 600 Seiten kommt es daher doch stellenweise mal zu Längen. Trotzdem kann ich es kaum erwarten den dritten Teil zu verschlingen.

5) Black – Das Herz der Panther

Nachdem ich Lana Rotarus Schreibstil bereits in der Deadly Sin Saga zu lieben lernte, widmete ich mich nun ihrer ersten Trilogie. Eigentlich hätte ich angesichts der Teenie-Dreiecksbeziehung so ein Buch schnell wieder ad acta gelegt, aber Frau Rotaru kann mit Charakteren, Ideen und vor allem ihren wundertollen Schreibstil punkten und hielt mich so immer bei der Stange. Auch wenn über 500 Seiten auch für die Handlung eigentlich zu viel ist und man einige Passagen hätte kürzen können, zum Beispiel wenn sich Protagonistin Lia mal wieder nicht zwischen den Zwillingen Graham und Alexander entscheiden kann und einem das immer wieder vorbetet. Ich wüsste, für wen ich mich entscheiden würde!

4) Hope Forever

Mrs Hoover wir werden in den nächsten Tagen mal wieder ein ausfürliches Zwiegespräch halten müssen. Denn mein drittes Werk von Ihnen landet in diesem Ranking tatsächlich nur auf Platz 4! Das liegt daran, dass ich mit Holder (Mr Hauptcharakter) nicht richtig warm wurde und mir die Liebesgeschichte zwischem dem ganzen Drama etwas zu kurz kam.

3) New York Diaries – Phoebe

Der dritte Teil der New York Diaries landet auf Platz 3. Im direkten Vergleich fand ich die Geschichte von Phoebe mit der Sarahs aus dem zweiten Teil ebenbürtig. Etwas schade war es, dass nach einer spannenden, romantischen und mitreißenden Handlung, das Ende auf wenigen Seiten abgehandelt wurde. Hier hätte ich mir noch mind. 50 Seiten mehr gewünscht!

2) Superbia – Deadly Sin Saga II

Nachdem Exordium im letzten Monat noch auf Platz 4 landete, da es im Prinzip eine etwas lange Einleitung der eigentlichen Saga darstellte, konnte mich Superbia – nach einem etwas langen Start – voll und ganz fesseln. Der Unterschied zum ersten Teil ist extrem. Frau Rotaru konnte hier spannende und faszinierende Ideen kombinieren. Die 550 Seiten merkt man dem Buch nicht an, da die Seiten wie im Flug an einem vorbei ziehen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht. Der einzige Haken an dem Buch ist, dass der dritte Teil noch nicht einmal geschrieben ist.

1) Zurück ins Leben geliebt

Mrs Hoover, sie haben es im Juni gleich zweimal in mein Regal geschafft und mit diesem Werk auch auf Platz 1. Warum, habe ich Ihnen ja bereits hier erklärt.

Media Monday #313

Hallo ihr Lieben,
viele von euch sind ja bereits ebenfalls tätig beim Media Monday von Wulf. Eigentlich wollt ich pünktlich zur 300. Ausgabe einsteigen, habe es dann aber doch Woche um Woche wieder verpasst. Aber da sich die Kinos aktuell im Sommerloch befinden und sich das Kino in meiner Stadt weiterhin weigert die kleinen Filme zu zeigen und lieber 10x am Tag den neuen Transformers, wird es in nächster Zeit wohl nur wenige Filmkritiken geben. Also der perfekte Grund, um endlich einmal am Media Monday teilzunehmen. Wie regelmäßig ich das nun tun werde, kann ich aktuell noch nicht sagen.

Media Monday #313

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise auf verschiedenen Cons, sollte es öfter und vielleicht im größeren Stil geben (bzw. ich sollte mich vorher besser darüber informieren…) .

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für Spielnachmittage, Freunde treffen, SuB abarbeiten und leider teilweise auch um Wochenendschichten zu schieben .

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich sehr gerne mag , dann ist es das Marvel Cinematic Universe, weil es hier einfach unglaublich viele verschiedene Charakteren gibt und die Qualität der Filme nicht nachlässt.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, dann könnte ich mich nicht zwischen Brett- und Kartenspielen entscheiden, weil ich beides sehr gerne spiele. Kartenspiele dann meistens, wenn wir bereits ein paar Runden ausufernder Brettspiele hinter uns haben und ein schnelleres Spiel brauchen. .

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen schaue ich mir sehr gerne an, weil da oft gute Sachen dabei sind. Aber im Endeffekt muss die Qualität der Filme und Serien stimmen, egal, wer sie nun produziert hat.

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ habe ich bisher nur mit der singenden Lehrerin geschlossen. Den Großteil der Damen und Herren vom Inkunabel kannte ich bereits bevor wir feststellten, dass wir alle bloggen.

7. Zuletzt habe ich Superbia, den zweiten Teil der Deadly Sin Saga von Lana Rotaru gelesen und das war spannend, verzaubernd und frustrierend zugleich , weil Frau Rotaru wirklich sehr gut schreibt, eine spannende Handlung mit tollen Charakteren kreiert und ich nach Beendigung feststellen musste, dass Frau Rotaru gerade erst begonnen hat den dritten Teil zu schreiben -.- .

So viel von mir, ich wünsch euch eine tolle Woche, lasst euch nicht ärgern und wir lesen uns 😉

Shalima

Zurück ins Leben geliebt

Mrs Hoover wir müssen schon wieder reden. Nach dem ich von Ihrem Werk “Nächstes Jahr am selben Tag” so begeistert war, konnte ich nicht widerstehen, mir auch gleich noch ein zweites Ihrer Werke zuzulegen. Nach der Beratung durch treue Leser von Ihnen fiel meine Wahl zunächst auf “Zurück ins Leben geliebt”. Mir wurde schon im Vorhinein gesagt, dass dieses Werk ganz anders sei, als Ihre anderen, aber vielleicht bestand gerade darin der Reiz für mich.

Tate zieht für ihr Studium nach San Francisco und bei ihrem Bruder ein. Dort lernt sie Miles kennen, einen der engsten Freunde ihres Bruders. Doch Miles scheint dauerhaft etwas zu belasten, nie lächelt er und umhüllt sich mit Geheimnissen. Trotzdem verfällt Tate ihm und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein. Denn Miles stellt klar, dass sie niemals auf eine Zukunft mit ihm hoffen darf.

Mrs Hoover, Sie haben ein Händchen dafür mich bereits ab der ersten Seite an Ihre Bücher zu fesseln und das Seite für Seite beizubehalten. Ihre Bücher haben keine Längen und strotzen nur vor Spannung, wie es um die beiden Hauptcharaktere wirklich steht. Mrs Hoover für Ihr nächstes Werk habe ich gelernt, dass ich es nur an einem freien Wochenende lesen darf und auf keinen Fall, wenn ich die Tage arbeiten muss. Denn Sie haben mich wieder so an Ihr Buch gefesselt, dass ich immer beinahe meine Busse verpasste, meine Mittagspause aus Versehen überzog und während meiner Arbeitszeit kaum still auf meinem Platz sitzen konnte, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Mrs Hoover so schlimm ist es mir bei noch keinem anderen Buch ergangen. Zwar versinke ich auch bei anderen guten Werken gerne in meiner eigenen Welt und vergesse alles um mich herum, aber bei keinem ist dieses Gefühl so intensiv, wie bei Ihnen.
Aber Mrs Hoover ich wollte mit Ihnen ja über Zurück ins Leben geliebt sprechen. Die Prämisse war ja diesmal viel weniger romantisch als in Nächstes Jahr am selben Tag. Aber Mrs Hoover mein Kompliment: Sie schaffen es sogar eine Sexbeziehung noch irgendwo romantisch klingen zu lassen. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und beschreiben alle Sexszenen ins Detail, doch genau diese Details machen es so lebendig. Bei Ihnen ist selbst der reine Sex kein bloßes Rein und Raus, sondern voller Gefühle und versteckter Andeutungen. Die Leseempfehlung ab 16 Jahren ist hier angemessen.
Sie teilen Ihr Buch in zwei Erzählweisen. Tate erzählt uns alles in der Gegenwart und wie sie den verschlossenen und unnahbaren Miles kennenlernte. Miles erzählt aus der Vergangenheit, wie es dazu kam, dass er sich so verschloss. Mrs Hoover bei all dem Lob, muss ich Ihnen doch sagen, dass ich die Kapitel aus der Sicht von Miles überhaupt nicht mochte. Er erzählt seine Geschichte so kindlich und in viel zu einfachen und abgehackten Sätzen. Ich verstehe, dass wir hier einen verliebten Miles präsentiert bekamen, aber wieso muss er dabei so unmännlich und kindlich klingen? Zumal das Bild, was dort von Miles gezeichnet wird, fast naiv wirkt und nicht zu dem Miles passt, den man durch Tate kennenlernt, selbst man die Prämisse des Verschlossenseins mit einbezieht. Dafür, Mrs Hoover, ist Ihnen Tate als Charakter umso besser gelungen. Ich konnte ihre Gedankengänge immer nachvollziehen, sie wurde mir an keiner Stelle zu nervig und ich wollte sie beinahe durchgehend einfach nur in den Arm nehmen.
Ach Mrs Hoover Sie machen es Ihren Charakteren aber auch nie leicht. Gibt es eigentlich Charaktere in Ihren Büchern, die ein unbeschwertes Leben haben? Andererseits nehmen Sie nur Situationen, die auch im echten Leben passieren könnten.

Mrs Hoover ich werde Ihre Bücher auch weiterhin empfehlen und auch weiter lesen. Und wissen Sie was? Gerade traf ich die freundliche Dame aus dem Buchladen meines Vertrauens. Mein drittes Buch von Ihnen ist eingetroffen. Wir hören uns also wieder. Bis dahin schreiben Sie bitte brav weiter.

Ihre treue Leserin

Shalima

Die Mumie

Am 08.06.2017 erschien der Auftaktfilm des neuen Dark Universe in den deutschen Kinos.

Vor 2000 Jahren wurde die ägyptische Prinzessin Ahmanet wegen Morden lebendig mumifiziert und an einem geheimen Ort verbannt. Bis die Grabräuber Nick und Chris ihr Grab entdecken und sich dabei versehentlich verfluchen. Ahmanet wird befreit und will nun ihre Aufgabe von damals zu Ende bringen, ihr auserwähltes Opfer ist diesmal Nick.

Disney hat das Marvel Cinematic Universe und verdient damit Milliarden jedes Jahr. Warner Brothers hat das DC Extended Universe und versucht jedes Jahr wieder damit Fuß zu fassen, was aber nach den Flops Dawn of Justice und Suicide Squad noch nicht richtig gelang. Dieses Jahr sollen es Wonder Woman und Justice League richten. Nun hat Universal die Nase voll. Ein eigenes Universe soll her. Und anstatt das dritte Superhelden Universe zu schaffen, besann sich Universal auf ihre Stärken von früher. In den 1930er-1950er Jahren verfilmte Universal viele Filme mit noch heute sehr bekannten Monstern. (Der werte Kollege Ma-Go widmete sich dieser Filmreihe sehr detailreich, wessen Interesse geweckt ist, findet seine Beiträge hier). Diese sollen nun wiedererweckt werden und Platz finden im neuen Dark Universe von Universal. Dabei sollen viele Filme als Remake neu produziert werden, aber die Filme sollen auch ganz neu miteinander verknüpft werden (Infos dazu hier).
Die Mumie soll hierfür den Auftakt bilden. Zunächst erzählt eine Stimme aus dem Off die Geschichte der ägyptischen Prinzessin Ahmanet. Sie war zunächst Alleinerbin Ägyptens, bis ihrem Vater von einer Nebenfrau ein Junge geboren wurde. Voller Wut und Neid schließt sie einen Pakt mit dem Gott des Chaos Seth und ermordet ihren Vater, seine Geliebte und das Kind. Als Gegenleistung für den Pakt soll sie Seth in Form ihres Geliebten durch einen Ritualmord erwecken. Die Hohepriester können sie jedoch hindern und weit entfernt von Ägypten und gut bewacht lebendig mumifizieren und begraben. Hier endet die Vorgeschichte und der Zuschauer wird direkt mitten ins Geschehen geworfen. Er lernt die beiden Grabräuber Nick und Chris kennen, die das Grab Ahmanets durch einen Zufall finden. Zwar entdeckt die Archäologin Jenny Halsey schnell, dass es sich nicht um ein Grab, sondern um ein Gefängnis handelt, aber Nick befreit Ahmanet trotzdem. Dadurch zieht er einen uralten Fluch auf sich und soll nun Seth neue Hülle werden. Dafür muss Ahmanet sich noch von ihren letzten Fesseln befreien und das Ritual von damals beenden. Die geheime Organisation Prodigium geführt vom geheimnisvollen Dr. Henry Jeckyll hat dabei aber auch ganz eigene Pläne. Wird Nick sich vom Fluch befreien können?
In Die Mumie wechseln sich kurze Erklärungssequenzen immer wieder mit ausufernden actionreichen ab. Dies funktioniert nur bedingt, da der Film so zu einem beinahe beliebig auswechselbaren Actionschauspiel verkommt. Der Spannungsfaktor wird hierbei auch nur bedingt hoch getrieben, da Protagonist aus jeder noch so brutalen Kampfszene schainbar ohne einen Kratzer hervorgeht. Lediglich die Hintergrundgeschichte um die Organisation Prodigium schafft etwas neues. Diese soll auch das Verbindungsglied zwischen den einzelnen Dark Universe Filmen werden. Doch auch hier führt der Film Szenen an, die weder Handlung noch Charaktere wirklich voran treiben. Vielleicht hätte der Film spannender werden können, wenn er statt knapp 2 Stunden Laufzeit auf solide 90 Minuten gekürzt wäre. Handlung wäre dadurch nicht verloren gegangen.
Für ihr neues Universe lässt sich Universal zumindest nicht lumpen und castete direkt Tom Cruise als Hauptcharakter. Das hat allerdings den Haken, dass Cruise zum einen viele Sympathisanten verlor, da er sich immer wieder zu Scientology bekennt, und auch ansonsten keinen besonders guten Ruf in Hollywood geniest. Auch spielt er hier wieder genau die gleiche Rolle, wie man ihn schon in Jack Reacher oder in den Mission Impossible Teilen gesehen hat. Ein unbekannteres Gesicht, dass man zusammen mit dem neuen Universe neu entdecken könnte, wäre hier die deutlich bessere Wahl gewesen und hätte den Film wohl auch interessanter gemacht. Russel Crowe wurde als Dr. Henry Jeckyll und damit als Leiter von Prodigium gecastet und scheint sich damit von The Nice Guys wieder erholt zu haben. Jeckyll soll das neue Bindeglied zwischen den Filmen sein und verkörpert damit wohl den neuen Nick Fury (Marvel). Sofia Boutella als Prinzessin Ahmanet bzw. als Mumie macht hier schon wie in Kingsman eine sehr gute Figur und schafft es allein durch Blicke das Publikum erstarren zu lassen. Sie braucht keine großen Gesten, um Eindruck zu hinterlassen. Daher hätte man auch gut die Walking Dead Armee auf Speed weglassen können, die den Film gerade in der großen Endschlacht noch etwas ins Lächerliche zieht.

Alles in allem startet das Dark Universe mit kleinen und größeren Stolpersteinen. Man darf trotzdem auf die kommenden Filme gespannt sein. Für Die Mumie vergebe ich 05 von 10 möglichen Punkten.