Magic Mike XXL

Am 23.07.2015 erschien die Fortsetzung des Films über den strippenden Channing Tatum in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Mikes hörte vor drei Jahren mit dem Strippen auf. Doch seine Freundin lehnte seinen Antrag ab und sein neu gegründetes Geschäft kann sich nur mühsam über Wasser halten. Als seine alte Strippergruppe – sichtlich geschrumpft- wieder auftaucht, willigt er schnell ein mit auf die Abschiedstour zur Stripperconvention zu fahren.

Schon der Plot lässt auf die Qualität des Films schließen. Wer den ersten Teil bereits mochte, wird diesen Teil lieben. Wer den ersten Teil nicht mochte, sollte auch um diesen einen weiten Bogen machen!
Im zweiten Teil treffen wir Mike wieder. Vor drei Jahren hörte er mit dem Strippen für seine Freundin auf. Diese hat sich inzwischen von ihm getrennt, aber Mike hat sich seinen Traum erfüllt und ein Geschäft gegründet, in dem er Möbeleinzelstücke herstellt. Leider kann er sich damit eher schlecht als recht über Wasser halten. Da kommt es ihm ganz recht, dass seine ehemaligen Stripperfreunde anrufen und ihn mitnehmen wollen auf ihre Abschiedstour. Da lässt sich Mike nicht zweimal fragen. Mit mehreren Zwischenstopps, auf denen sie auch längst vergessene Freunde treffen, fahren sie zur Stripperconvention, um ihren großen Abschied zu feiern.
Der Film versucht tiefer zu gehen. Er will die Gefühle und Gedanken der Stripper darstellen und ihrem dasein, dass aus Alkohol und Frauen besteht, einen tieferen Sinn geben. Doch der Film schafft es lediglich diese Themen anzukratzen, ohne das man sie näher wahr nimmt oder sich großartig Gedaken darüber macht. Man verfolgt eine ebenso plumpe Handlung, mit den gleichen plumpen Dialogen, wie bereits im ersten Teil. Alle Dialoge sind sehr gestellt und in die Szenen gepresst, ohne dort hineinzupassen. Hinzu kommen Schauspieler, die sich allein auf ihre Bauchmuskeln verlassen und dabei vergessen Ausdruck in ihre Gesichter zu bringen.
Jedoch, wenn man aufhört den Film ernst zu nehmen, kann der Film durchaus erheitern – wenn auch meist ungewollt. Wirklich lohnen tut sich der Film nur für die große Abschlussszene auf der Stripperconvention. Denn dort gipfelt der Film in gute Tanz- und Strippauftritte, die vor allem bei der Damenwelt gut ankamen. Diese sind aber im Gegensatz zum ersten Teil wirklich gut durchdacht und erzählen eine Geschichte. Dadurch wirken die Stripszenen nicht so sinnfrei aneinander gereiht, sondern künstlerisch gut inszeniert.

Alles in allem ist der Film definitiv nur etwas für Fans des ersten Teils und erhält von mir 03 von 10 Punkten.

Verpasst im September 2015

Hallo ihr Lieben,
der Monat ist schon wieder um, ich habe viele Filme gesehen (und bin bei den meisten aus Zeitmangel noch gar nicht dazu gekommen, eine Kritik zu schreiben 😦 ). Also folgt hier wieder meine Aufstellung der Filme, die ich trotz allem nicht geschafft habe zu sehen.

  1. Ricki – wie Familie so ist: Die Geschichte einer Mutter, die Rockstar ist und daher nie zu Hause war. Nun geht es ihrer Tochter nicht so gut und sie muss zum ersten Mal wirklich die Rolle der Mutter übernehmen. Gespielt von Meryl Streep sieht der Trailer nach einem lustigen, aber auch emotionsgeladenem Film aus und reizt mich daher noch zu sehen.

2. Der Vater meiner besten Freundin: Die Franzosen sind ja für ihre etwas schrägen Komödien bekannt. Mal machen sie richtig gute (Monsieur Claude und seine Töchter) mal welche, wo sie zu viel wollten (Mama gegen Papa). In diesem geht es um zwei Väter, die mit ihren beiden Töchtern Urlaub machen. Aber was passiert, wenn sich eine Tochter zum Vater der anderen hingezogen fühlt? Ich lasse mich überraschen, wenn ich es schaffe den Film zu sehen.

3. Man lernt nie aus: Anne Hathaway als junge, aber überforderte Geschäftsführerin, die Robert de Niro als Praktikanten bekommt. Eine Komödie um einen Generationskonflikt, aber bestimmt auch ein lebenbejaender Film, daher muss ich es definitiv noch schaffen diesen Film zu sehen.

Rammstein in Amerika

Am 24.09.2015 lief in aufgewählten Kinos ein Special-Screening zu einer der erfolgreichsten und umstrittensten Bands Deutschland: Rammstein.

Kurz zur “Story”: Rammstein wurde 1994 in der DDR gegründet. Doch nachdem sie in Deutschland bald schon viele Rekorde brachen und sehr erfolgreich waren, zog es die Band über das Meer in die USA. Doch als deutsche Band mit deutschsprachigen Texten und einem sehr eigenwilligen Musikgeschmack ist sehr schwierig in den USA Fuß zu fassen. Nach einer ca. 90 Minütigen Dokumentation folgte als Abschluss eine ca. 60 Minütige Live Fassung des Rammstein-Konzertes vom Madison Square Garden 2010.

Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Hier kann es jeder vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen. Mit dieser Einstellung versuchte Rammstein in den USA Fuß zu fassen. Doch selbst für Bands mit englischen Texten ist es sehr schwer in den Staaten bekannt zu werden. Doch Rammstein lässt sich nicht unterkriegen und trifft immer wieder auf einflussreiche Leute, die an die Band glauben. Vor allem durch den vielen Einsatz von Pyrotechnik wird die Band als einzigartig verkauft. Doch um in den Staaten an Bekanntheit zu gewinnen muss man touren, touren und noch einmal touren. Denn das Land ist einfach riesig. Und genau das tun Rammstein. Sie schaffen es immer wieder auf Touren mit bekannten Bands, wie Korn, System of a Down, Anthrax und letztendlich sogar ihren großen Vorbildern KISS zu gehen. Auf ihrem Weg durch die USA gibt es immer wieder Höhen und Tiefen. Sie brechen alle Rekorde einer deutschen Band in den Staaten, geraten aber auch immer wieder mit ihren eigenwilligen Bühnenshows mit der Polizei aneinander und werden nicht nur einmal verhaftet. Während Rammstein kein Blatt vor den Mund nimmt und auch ihre Texte in den Shows widerspiegeln lässt, sind die USA doch noch immer sehr prüde. Als die Band 2001 auch noch 9/11 mitbekam, scheint die Verbindung zu den Staaten letztendlich doch noch zu brechen. Denn nach diesem Unglück ist die Feindseligkeit sehr hoch. Also bricht die Band in den Staaten die Zelte ab. Und es soll einige Jahre dauern bis sie den Höhepunkt ihrer Karriere feiern. Ein in 20 Minuten restlos ausverkauftes Konzert am Madison Square Garden!

Die ca. 90 Minütige Dokumentation erzählt die Bandgeschichte anschaulich mit exklusivem Material der Band selbst (bisher unveröffentlicht!), Interviews mit den einzelnen Mitgliedern und ein Gruppeninterview. Hinzu kommen Interviews mit Band- und Filmpersönlichkeiten aus den USA, wie Steve Tyler (Aerosmith), Kiefer Sutherland, Chad Tyler (Red Hot Chili Peppers) und Iggy Pop , die ihre eigenen Erfahrungen, die sie mit Rammstein gemacht haben mit dem Publikum teilen. Alles in allem war man der Band wohl noch nie so nah. Sie erzählen sehr persönlich und das ein oder andere Detail wäre wohl auch lieber verschwiegen worden. Nach der Dokumentation saß man schon mit Gänsehaut im Kino, weil einem die Geschichte und die eingespielten Lieder auf der großen Leinwand und dem phänomenalen Soundsystem nahe gingen. Doch als letztendlich noch 60 Minuten lang das Konzert vom Madison Square Garden 2010 gezeigt wurde, war es auch um den letzten Zuschauer geschehen. Denn die Musik war so laut, dass sie den Herzschlag im Takt der Musik schlagen ließ.

So genial auch die Dokumentation war, so kritisierbar war das Drumherum. Zwar hat man das Gefühl auf einem richtigen Konzert zu sein, wenn man direkt am Kinosaal kontrolliert wird, inklusive Taschenkontrolle, jedoch war die zweite Kontrolle bei dem Massenandrang doch sehr zeitaufwendig. Ich verstehe natürlich, dass für die Sicherheit gesorgt sein soll, aber vertraut das Kino Rammstein Fans so wenig? Denn diese intensive Kontrolle hatte ich bei noch keinem anderen Film bisher im Kino (und der Film Wacken 3D bediente nun ja auch die gleiche Zielgruppe). Darüber hinweggesehen und auch, dass ich natürlich wieder jemanden hinter mit sitzen hatte, der der Ansicht war, es wäre doch toll im Takt der Musik gegen meinen Sitz zu treten, was bereits nach der Hälfte der Dokumentation zu Rückenschmerzen führte, war ich doch vom Publikum selbst am meisten enttäuscht. Denn wohl entgegen der Befürchtungen der Kinoinhaber, was eine zweite Security-Kontrolle nötig machte, rührte sich das Publikum selbst beim Live-Konzert nicht aus ihren Sitzen. Vereinzelt wurden die Füße im Takt bewegt, doch währen meine Begleitung und ich uns kaum in den Sitzen halten konnten, weil wir laut jubelnd vor Begeisterung aufspringen wollten, den Kopf im Takt bewegen und dabei die Haare ordentlich schwingen, bewegten sich die  meisten gar nicht. Aus Rücksichtsnahme ließen meine Begleitung und ich es dann auch. Aber die Tatsache, dass selbst bei so einem Film das brave deutsche Publikum sich nicht rührt (”weil es sich nicht gehört”), finde ich einfach nur schade.

Alles in allem war die Sondervorführung zu Rammstein in Amerika ein einmaliges Erlebnis, weil spätestens das Konzert auf der großen Leinwand einfach nur Gänsehaut erregend war. Für alle, die es leider verpasst haben: Es gibt ein Heimkino-Release (Datum weiß ich leider nicht),so dass man es sich auch auf DVD oder BluRay holen kann.

The Transporter – Refueled

Am 03.09.2015 erschien der vierte Teil, und der erste ohne Jason Statham, der Transporter Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Frank ist ein Kurier. Jedoch sind seine Lieferungen nicht immer ganz legal. Daher hat er wichtige Regeln aufgestellt. Keine Namen, der Deal wird nie geändert und er öffnet niemals das Paket. Doch bei dem Deal mit der geheimnisvollen Anna scheint es um mehr zu gehen. Sein Vater wird mit hineingezogen und auf einmal ist er in einen Krieg mit einem russischen Mafia-Boss verwickelt.

Ich sage am besten gleich vorweg, dass ich die ersten Transporter-Teile nicht gesehen habe. Ich kann daher keinerlei Vergleiche zu den anderen Teilen herstellen.
Der Film hält eindeutig, was er verspricht. Eine oberflächliche Handlung, dafür einiges an Action und einen gut aussehenden Mann im perfekt sitzenden Anzug. Letzteres dürfte zumindest für die Damenwelt einen großen Pluspunkt bilden. Wer auf eine tiefgründige Handlung hofft, ist bei diesem Film leider falsch. Die Handlung dient nur dazu die wilden Verfolgungsjagden, die größtenteils im Auto stattfinden, zu erklären. Gespickt wird das ganze mit einer gut dosierten Portion Humor, die die Action-Szenen etwas auflockern und daher einen ganz eigenen Charme versprühen. Frank ist seinen Prinzipien grundsätzlich treu. Aber die schöne Anna spielt mit unfairen Mitteln, da sie auf ihn angewiesen ist. Und so zieht sie seinen Vater mit hinein, Frank Senior, der das alles ziemlich locker zu nehmen scheint. Doch schnell merken Frank und Frank, dass Anna und ihre drei Helferinnen gar nicht die eigentlichen Feinde sind.
Ed Skrein übernimmt die Rolle des Transporters Frank. Dieser ist ein etwas steifer und prinzipientreuer Mann, aber für seinen Vater lässt er alles stehen und liegen. Der Anzug sitzt immer perfekt und wenn der eine schmutzig geworden ist hat er noch immer einen Ersatzanzug im Auto. Doch wenn es um seinen Vater geht, kennt er keine Gnade und lässt sofort alles stehen und liegen. Hierbei versprüht Skrein eine Menge unterschwelligen Charme und behält seine Eleganz selbst in den härtesten Kampfszenen bei. Sein Gesichtsausdruck variiert wenig, da er sich die meiste Zeit hinter einer Maske der Lässigkeit versteckt, was seine eigentlichen Gedankengänge versteckt. Daher fällt es einem in einigen Szenen schwer seine Handlungen direkt vorherzusehen.
Loan Chabanol übernimmt die Rolle der Anna. Anna wurde im jungen Alter bereits in die Prostitution geschickt. Nun haben sich Wut und Verzweiflung lang genug angestaut, so dass sie ihren Rachefeldzug durchzieht. Auch Chabanols Gesichtsausdruck ist meistens sehr gleich und mehr als einmal sieht sie so aus, als wüsste sie nicht so genau, was sie in einer Szene machen soll. Das könnte der Tatsache geschudet sein, dass es erst ihr dritter Film ist. Dennoch hätte man sich als Zuschauer hier eine gewisse Variation gewünscht, um den inneren Zwiespalt Annas besser darstellen zu können. Selbst als sie Frank verführt, wechselt sie keine Miene und gibt dem Zuschauer das Gefühl, dass ihr das genauso egal ist, wie die komplette Handlung. Doch eine gezwungene Prostituierte, die aus freien Stücken mit einem Mann schläft (und das auch nicht aus Liebe), sollte doch ein paar Emotionen haben.
Besonders sympathisch macht erst Ray Stevenson den Film. Er verkörpert Frank Senior, der gerade den Tod seiner Frau verschmerzt und trotz seines fortgeschrittenen Alters sich eine gewissen jugendliche Note behält und mehr als nur eine steife Szene auflockert. Nicht verlegen um einen guten Spruch, stürzt er sich voller Freude in den Krieg und erzählt sehr gerne Geschichten von früher. Ohne ihn hätte sich der Film wahrscheinlich an ein paar Stellen gezogen.
Trotz einer sehr vorhersehbaren Handlung schafft der Film es doch spannend zu bleiben und den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln.

Alles in allem bietet der Film eine durchschnittliche Handlung aber schön anzusehende Action-Szenen. Wenn man weiß worauf man sich einlässt, macht der Film Laune ist aber nicht vergleichbar mit anderen Filmen des Genres. Dafür erhält er von mir 05 Punkte + 2 Sympathiepunkte für das schicke Auto und einen Ed Skrein im Anzug. Also 5+2 von 10 möglichen Punkten.

Die Serienblogparade by Frau Margarete – Volume 8

Hallo ihr Lieben,
obwohl ich eigentlich komplett im Eimer bin, weil ich im Zuge meiner Ausbildung an einem Sponsorenlauf teilgenommen habe, aber ich möchte mich trotzdem heute wieder der Serienblogparade von Frau Margarete zuwenden.

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Thema #8: Guilty Pleasures

Welche deiner Lieblingsserien ist dir ein bisschen peinlich?

Naja was heißt peinlich. Ich verstecke grundsätzlich keine der Serien, die ich gucke. Über manche rede ich halt nur nicht besonders offen, weil ich doch das ein oder andere Mal schon komisch angeschaut wurde.
Eine dieser Serien ist Big Time Rush. Eine Nickelodeon Serie über vier Jugendliche, die nach LA ziehen, um dort eine Boyband zu gründen. Die Serie ist von der Zielgruppe her auf Kinder oder pubertierende Teenager ausgerichtet, aber so wirklich bin ich ja doch nie erwachsen geworden, daher mag ich die Serie immer noch und liege, obwohl ich jede Folge gefühlte 100 mal gesehen habe, noch immer fast auf dem Boden vor lachen über die Witze. Es gab Zeiten, da konnte ich jede Folge fast mitsprechen.
Eine weitere Serie, die ich eher unter Verschluss halte, dass ich sie sehe, ist Hand aufs Herz. Das deutsche Pendant zu Glee, über die STAG (Singen&Tanzen-AG). Eine Gruppe eher unbeliebter Schüler an einer Kölner Schule und ihre Leidenschaft zur Musik. So wirklich begeisten konnte mich die Serie eigentlich nie, aber trotzdem habe ich sie größtenteils gesehen, einfach weil mir die Charaktere so viel sympathischer waren als die Glee-Charaktere. Und die Coverlieder mag ich sehr.

Welches Format schaust du gerne. obwol du denkst, dass es keinen besonders hohen Anspruch oder keine gute Qualität hat?

Hierzu würde ich wohl Serien, wie The Big Bang Theory oder Two and a half men zählen, kurz alle Serien, die mit einer einfachen Grundhandlung und kurzen Folgen mich für kurze Zeit unterhalten, die ich aber nicht mit voller Aufmerksamkeit gucken muss. Trotzdem möchte ich diesen Serien nicht ihre Qualität und ihren Anspruch aberkennen, nur hat eine Folge 2 Broke girls weniger Anspruch als eine Folge Hannibal (um ein Beispiel zu nennen). Auch die beiden oben genannten Serien haben keinen hohen Anspruch, aber ich gucke ansonsten keine Serien aus dem Format.

Welche Serie findet jeder doof, nur du nicht?

Hm gute Frage. Hier würde ich vielleicht die Serien nennen, die nach einer Staffel wegen Mangel aus Begeisterung abgesetzt wurden. Hierzu gehören Almost human, Friends with better lifes und PainKiller-Jane.

Fack ju Göhte 2

Am 17.09.2015 erschien die Fortsetzung mit der Chaosklasse der Goethe-Gesamtschule und dem chaotischsten Lehrer der Filmgeschichte, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Zeke Müller soll zusammen mit Frau Schnabelstedt auf internationale Klassenfahrt. Nur das diese es durch ein Missverständnis nicht aus Deutschland heraus schafft. Also muss sich Herr Müller allein mit seinen Chaosschülern herumschlagen. Der Plan ist der Konkurrenzschule, das Schillergymnasium, die Partnerschule in Thailand abzuluchsen. Doch gleichzeitig ist er auf ganz eigener Mission.

2015 scheint das Jahr der nicht gelungenen Fortsetzungen zu sein. Schon bei Avengers – Age of Ultron und bei Pitch Perfect 2 bin ich sehr enttäuscht worden, weil die Filme zu viel wollen, anstatt sich auf eine anständige Fortsetzung zu konzentrieren. Das gleiche ist leider auch bei diesem Film passiert. Der Film griff den Humor vom ersten Film auf, überspitzte ihn aber noch mehr als er ohnehin schon war. Die eigentliche Handlung ist so wirklich gar nicht zu erkennen. Der Film versucht mehrere Handlungsstränge gleichzeitig zu erzählen. Herr Müller ist auf der Suche nach Diamanten, die er neben dem Geld aus dem erste Teil bei dem Raubüberfall für den er saß erbeutete und nun wiederfand, die aber durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle in Thailand landete. Gleichzeitig will die Schule mehr Förderungsgeldern und muss daher beweisen, dass sie ein internationales Projekt verfolgen. Warum nicht das der Konkurrenzschule einfach übernehmen? Vor allem wenn an dieser Schule das Glanzstück eines Lehrers unterrichtet. Diese beiden Handlungsstränge hätte man vielleicht noch unter einem Hut bringen können, wenn man nicht nebenbei noch versucht hätte, Herr Müllers Zweifel an seinem Lehrerdasein und seiner mangelnden Fähigkeit zu unterrichten in Kombination mit den dümmsten Menschen, die die Filmgeschichte je hervorgebracht hat, zu zeigen. Da dies jedoch der eigentliche Hauptschwerpunkt des Filmes sein sollte, hätte man ansonsten vielleicht etwas kürzer treten sollen. Doch stattdessen wurde noch ein weiteres schwerwiegendes Thema hinzugefügt.
2004 erschütterte ein Tsunami die Welt. Viele Menschen starben in Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Indien. Auch viele Kinder verloren ihre Eltern und wurden zu obdachlosen Weisen. Im Film wird Anteilnahme vermittelt, die jedoch leider immer wieder missbraucht wurde. Anstatt das schwere Schicksal ernst zu nehmen, werden die Kinder sowohl von Herrn Müller, als auch von der Konkurrenzschule, für ihre eigenen Zwecke benutzt. Da bleibt einem doch schnell das Lachen im Halse stecken.
Auch ansonsten können leider nicht alle komischen Szenen überzeugen. Während es im ersten Teil viele zitierfähige Sprüche gab, schafft der zweite Teil dies leider nicht. Natürlich gibt es komische Momente, die auf einem geringen Intelligenzquotienten basieren, aber diese wirken leider nur für einen kurzen Lacher, jedoch nicht für ein ausgiebiges Lachen.
Elyas M’Barek übernimmt wieder einmal die Rolle des Zeke Müller und spielt dies mit der gleichen Souveränität, wie schon im ersten Teil. Herr Müller weiß immer noch nicht, ob er weiterhin ein Lehrer sein kann oder will. Er zweifelt an sich und wird gleichzeitig von seinen Schülern fast in den Wahnsinn getrieben. Doch obwohl er gerne durchbrennen möchte, schafft er es zu seinen Schülern durchzudringen und den Titel zu behalten „bester Lehrer, den wir je hatten“.
Doch obwohl die eigentliche Handlung nicht zu durchschauen ist, ist der Film trotzdem spannend. Denn die Frage, bleibt Herr Müller Lehrer oder brennt er durch, ist durchgehen präsent.

Alles in allem ist die Fortsetzung eindeutig durchgefallen und erhält daher nur 03 von 10 möglichen Punkten.

Alles steht Kopf – Kurzkritik

Am 01.10.2015 erscheint ein Animationsfilm, der die Gedankengänge im Kopf auf eine ganz neue Art und Weise darstellte, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Habt ihr je jemanden angesehen und euch gefragt, was eigentlich in seinem Kopf vorgeht? In diesem Film gibt es fünf Emotionen, die die Steuerknöpfe im Kopf der Menschen drücken: Wut, Angst, Kummer, Ekel und Freude. Doch nach dem Umzug der Familie, kommt das Leben von Riley ganz schön ins Wanken.

Alles steht Kopf ist ein liebevoll kreierter und animierter Film, der für Kinder schön anzusehen ist, aber für Erwachsene auch ein Rießenspaß sein kann. Die Gag-Dichte ist sehr hoch, so dass man größtenteils auf dem Boden liegt vor Lachen.
Wir begleiten das Mädchen Riley und ihre Emotionen im Kopf mit Exkursen in die Köpfe ihrer Mitmenschen. Freude ist die Hauptemotion in Rileys Leben und findet einfach immer einen Grund glücklich zu sein. Umso genervter ist sie von Kummer. Jemand, der immer traurig und deprimiert ist und einfach alles neagtiv sieht. Ekel ist der arrogante Part. Wenn sie die Steuerknöpfe drückt, dann ist meistens Brokkoli oder ähnliches im Spiel, aber auch die Modetipps kommen von ihr. Angst sieht in jeder Handlung ein Todesurteil und in jeder Veränderung den Weltuntergang. Wut ist der Kolleriker, leicht reizbar und immer kurz vorm Explodieren. Natürlich sind die Emotionen überzeichnet, aber das macht den Film aus. Der Humor ist gut gewählt und bietet eine gute Auswahl an Running Gags, die auch sehr zitierfähig sind. Mit einer Detailliebe ist der Film für Jung und Alt ein Erlebnis.
Der Film hatte (meines Wissens nach) vorab nur einen Trailer, der über den eigentlichen Film nicht wirklich viel verrät, außer eine Szene, der ordentlich Lust auf den Film macht. Da der Film wirklich davon lebt, dass man am Anfang keine genaue Ahnung hat, was großartig passiert, möchte ich hier auch gar nicht näher auf  den Film eingehen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Alles in allem rate ich jedem sich diesen Film anzusehen und gebe ihm 09 von 10 möglichen Punkten.

Slow West – Kurzkritik

Am 30.07.2015 erschien ein Film, der versuchte den Western wieder aufleben zu lassen, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jay Caverdish ist unsterblich verliebt. Doch seine Traumfrau musste aus Schottland fliehen und wird selbst im Exil im Wilden Westen in den Staaten noch per Steckbrief gesucht. Doch der naive Jay weiß davon nichts und lässt sein wohlhabenes Zuhause zurück und reist durch den Wilden Westen. Dabei trifft er auf Silas, ein Kopfgeldjäger, der ihm seine Hilfe und Schutz anbietet.

Es ist schon ein wenig her, dass ich den Film gesehen habe, und ich habe mich bisher sehr schwer getan den Film zu kritisieren, weil ich mit Western absolut nichts anfangen kann. Nach der Vorstellung waren meine Mitkinogänger größtenteils sehr positiv vom Film überzeugt. Ich stand dabei und musste erst einmal wieder richtig wach werden. Daher habe ich mich entschlossen hier wieder eine Kurzkritik zu verfassen, in der ich nicht auf die Handlung und die Spannungsbrücke eingehe.

Michael Fassbender übernimmt hier die Rolle des Vagabunden und Kopfgeldjägers Silas. Die Rolle übernimmt er mit seiner für ihn typischen Souveränität und bietet einen glaubhaften abgebrühten Cowboy. Seine Rolle passt sehr gut in den Film. Teilweise ist es schwer seine Gedankengänge nachzuvollziehen und bis zum Ende weiß man eigentlich nicht, was man wirklich von Silas halten soll. Er spricht wenig, aber doch genug um seinen Teil zum Film beizutragen.
Kodi Smit-McPhee übernimmt die Rolle des Jay. Jay ist schüchtern und in gutem Hause aufgewachsen. Dementsprechen naiv ist er seiner großen Liebe, die noch nicht einmal seine Gefühle wirklich erwiedert, in den Wilden Westen gefolgt. Dort vertraut er blind jedem, der ihm über den Weg läuft und wird nicht nur einmal über den Tisch gezogen. Kodi Smit-McPhee scheint perfekt in die Rolle zu passen. Doch schauspielerisch bietet er im Film dem Zuschauer nichts an. Sein Ausdruck ist durchgehend der eines verängstigten Kaninchens. In den meisten Szenen mag der Ausdruck passen, aber eine gewisse Auswahl hätte den Film doch aufgelockert.

Alles in allem ist der Film eine Homage an die alten Westernfilme und für Fans des Genres auf jeden Fall mal einen Blick wert. Denjenigen, die wie ich mit dem Genre nichts anfangen können, sollten besser die Finger von dem Film lassen.

Southpaw

Am 20.08.2015 erschien der Film, in dem Jake Gyllenhaal als Boxer alles verliert, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Billy Hope ist ein sehr erfolgreicher Boxer, hat aber auch ein Problem mit seinen Aggressionen. Zumindest im Ring zögert er bis er wirklich zuhaut bis zum Ende und steckt viel zu viel ein. Auf einer Charite-Veranstaltung wird seine Frau Maureen nach einem Handgemenge erschossen. In seiner Trauer nimmt er Drogen und trinkt zuviel, weswegen er das Sorgerecht für seine Tochter, seine Boxlizenz, seinen Trainer und den größten Teil seiner Freunde. Doch von ganz unten geht es nur nach oben.

Southpaw zeigt wie aus einer glücklichen Familie auf einmal eine zerissene werden kann. Durch den Tod seiner Frau Maureen dreht Billy Hope komplett durch. Gefangen in seiner Trauer verliert er nach und nach alles. Seinen Trainer und seine vermeintlichen Freunde. Sein Manager versucht ihn noch zu einem großen Deal zu überreden, da auch seine Finanzen nicht gut aussehen. Doch als er voller Wut beim nächsten Kampf dem Schiedrichter die Nase bricht und er auch noch seine Lizenz verliert, wendet sich auch sein Manager ab. Und nimmt seinen größten Konkurrenten unter Vertrag. Eben jenen, der eine große Rolle beim Handgemenge spielte, als Hopes Frau starb. Doch der größte Schlag fehlt noch. In seiner Trauer stürzt Hope sich in Drogen und Alkohol und verliert dadurch das Sorgerecht für seine Tochter. Der Film ist durchgehend emotional, aber trotz allem auch spannend. Man fragt sich, schafft Hope es das Sorgerecht wiederzuerlangen. Natürlich ist es schwierig für Zuschauer, die sich auf einen schönen Boxfilm á la Rocky gefreut haben. Zwar sind die Boxkämpfe wirklich herausragend choreographiert, aber die eigentliche Handlung enthält viel Drama und viele Tränen. Diese sind jedoch zu verzeihen, da der Film auch die menschliche Seite darstellt und den Tod einer geliebten Person steckt man eben nicht einmal so schnell weg.
Jake Gyllenhaal übernimmt die Rolle des Billy Hope. Hier passt er nicht nur in die Rolle des liebenden Vaters, sondern man nimmt ihm auch die Rolle des knallharten Boxers ab.
Forest Whitaker übernimmt die Rolle des Tick Wills. Er hat sein Gym in einem schlechten Stadtteil und bringt Kindern aus schlechten Familien das Boxen bei. Von Hope will er nichts wissen, denn er trainiert keine Profis. Doch Hope braucht dringend einen Job und nach einigen Diskussionen wird er der neue Hausmeister des Gyms und trainiert auch mit den Kids. Im Trailer wirkt Whitakers Rolle sehr philosophisch und weltgewandt. Erst im Film merkt man, dass das täuscht. Wills ist selbst komplett hinüber, sucht Hoffnung indem er den Kindern Hoffnung gibt und muss auch Schicksalsschläge hinnehmen. Doch trotz anfänglicher Schwierigkeiten hilft Wills Hope in seiner schwersten Zeit und bringt ihm eine ganz neue Taktik im Boxen bei – das Ausweichen.
Untermalt wird der ganze Film von der sehr treffenden Musik von dem inzwischen verstorbenen James Horner und Rapper Eminem lädt mit seiner musikalischen Nummer „Phenomenal“ zum Endkampf ein. „Phenomenal“ ist bereits im Trailer zu hören und spiegelt die gesamte Stimmung des Films wider.
Mit einer Gesamtlänge von 125 Minuten schießt der Film leider etwas über die Zielgerade hinaus, denn mitunter kann der Film den Spannungsbogen nicht halten und einige Szenen ziehen sich. Hier hätten es gekonnte 90-100 Minuten eher gerissen, da diese Kürzung die Längen heraus genommen hätte.

Alles in allem ist Southpaw ein sehenswertes Boxerdrama, sofern man sich auf einige tränenreiche Szenen einlassen kann. Dafür bekommt er von mir 07 von 10 möglichen Punkten.

Der SuF

Hallo ihr Lieben,
die Frau Margarete, deren Blog ich sehr gerne verfolge, hat uns neulich ihren SuF, also ihren Stapel ungesehener Filme, vorgestellt. Also alles Filme, die bei einem im Regal stehen, aber noch nicht angesehen wurden. Eigentlich kaufe ich mir Filme erst dann, wenn ich ihn vorher schon gesehen habe und ihn für gut befunden habe. Doch durch mehrere Gutscheine und DVD-Aktionen ist auch mein Stapel gewachsen.

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Auf dem Bild vielleicht etwas schlecht zu erkennen, daher hier die Filme noch einmal aufgelistet:
– a most wanted man
– Annie
– Nightcrawler
-Roter Drache
– A Nightmare on Elm Street
– Departed – unter Feinden
– Sieben
– Happy feet
– Jenseits von Afrika (geschenkt bekommen, noch nicht einmal ausgepackt O:) )

Dies sind jetzt nur die Filme, die es in mein Regal geschafft haben! Durch einen Account bei Maxdome und Netflix sind dort meine Listen noch einmal so lang und meine eigentliche Liste der Filme, die ich noch sehen möchte ist sowieso nicht mehr auflistbar…

Wie hoch ist euer SuF?