Nachspezial – Halloween

Hallo ihr Lieben,
der „gruseligste“ Tag des Jahres (und ja, ich weiß, dass Halloween eigentlich nur Komerz ist und wir eigentlich Luthers Thesenanschlag am Reformationstag feiern) ist vorbei und ich hab zumindest einen Horrorfilm gesehen. Als „Spezial“ möchte ich euch einen Film, eine Serie und ein Buch zum Thema vorstellen.

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A nightmare on Elm Street

Ich habe gestern die Version von 2010 gesehen (endlich ein Film von meinem SuF abgearbeitet).

Kurz zur Story:Freddy Krüger ist zurück. Er schleicht sich in die Träume von einer Gruppe Jugendlicher. Wieso sind es genau diese? Nachdem einer nach dem anderen in seinen Träumen heimgesucht und letztendlich getötet wird, suchen die Überlebenden nach Antworten und nach ihrer Verbindung zueinander. Dabei arbeitet die Zeit gegen sie, denn sie dürfen nicht einschlafen, oder sie sterben.

Ich kenne das Original nicht, bin aber von diesem Remake nicht wirklich überzeugt. Natürlich ist die Handlung gruselig und jagt einem einen Schauer über den Rücken, aber der Film versteift sich auf Geschreie und Gerenne und vor allem viel Blut. Dabei verpasst der Film sich auf die Hintergründe zu fixieren, die alleine schon schaurig genug sind und somit auch den nötigen Spannungsbogen. Die Schauspieler sind mir (durch andere Rollen) sehr sympathisch, können in diesem Film aber leider nicht überzeugen. Lediglich Jackie Earle Haley schafft es die Rolle des Freddy Krügers gekonnt umzusetzen und ein bisschen Grusel in den Film zu bringen.

American Horror Story – Asylum

Die erste Staffel Murder House habe ich euch bereits vorgestellt. Die Erfolgsserie geht weiter, mit den gleichen Schauspielern, aber einer neuen Handlung und neuen Charakteren.

Kurz zur Story: 1964, Briarcliff. Der junge Kit Walker wird in die psychiatrische Klinik eingeliefert, weil er als der Serienmörder „Bloody Face“ gehandhabt wird. Unter der strengen Hand von Schwester Jude wird die Klinik geführt, deren Zustände einfach nur erschrecken. Die Journalistin Lana Winters will das Ganze entlarven, landet bei einem Einbruch, aber selbst in der Anstalt und wird wegen ihrer Homosexualität festgehalten. Dabei treffen sie auf schaurige und verrückte Gestalten.

Während die erste Staffel begeisterte und an einem einzigen Wochenende durchzuschauen war, habe ich mich wochenlang durch die zweiten Staffel gequält. Das Erscheinungsbild ist wie gewohn gruselig und die Charaktere verrückt bis schaurig, aber die Handlung zieht sich und kommt nicht richtig in Schwung. Angelegt auf vielleicht die Hälfte der Folgen wäre die Serie wie gewohnt spannend geworden, aber so zieht sie sich wie Kaugummi, ohne das die einzelnen Folgen irgendetwas aussagen. Ich hoffe, dass die dritte Staffel wieder mehr Spannung bringt.

Dr. Jeckyll und Mr. Hyde

Es ist schon einige Zeit her, seit ich das Buch das letzte Mal gelesen habe. Aber noch immer gehört es zu meinen Favoriten in meinem Bücherregal.

Kurz zur Story: Mr. Utterston ist der Anwalt des angesehenen Arztes Dr. Jeckyll. Eines Abends erzählt ihm sein Cousin Mr. Enfield von einem Vorfall in dem ein mysteriöser Mr. Hyde ein Kind umgerannt hat. Dabei wurde er gefasst und zu einem Bußgeld von 100 Pfund verurteilt. Der Check lief auf den Namen Dr. Jeckyll. Auch ein geändertes Testament des Arztes führt bei Utterston zur Beunruhigung. Er stellt Nachforschungen an und findet schreckliches heraus.

Das Buch von Robert Louis Stevenson ist vielleicht vom Schreibstil her nicht nach Jedermanns-Geschmack – es wurde auch 1886 geschrieben – aber die Handlung ist nur allzu bekannt. Dr. Jeckyll, der den „bösen“ Teil seines Körpers loswerden wollte und so seine zweite Persönlichkeit Mr. Hyde erschuff. Doch wie kontrolliert man diesen Teil und was passiert, wenn man sich nicht mehr zurückverwandeln kann? Das Buch ist nicht nur spannend und verpasst einem einen Schauer, sondern wirft auch tiefgründige Fragen auf.

the last witch hunter

Am 22.10.2015 erschien ein neuer Actionfilm mit Vin Diesel in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kaulder hat im 13. Jahrhundert durch die Pest seine Familie verloren. Zusammen mit anderen Männern mit gleichem Schicksal sucht er die Hexenkönigin auf, die die Pest über die Menschheit brachte. Bei dem Versuch sie zu töten, wird er verflucht und muss von nun an ewig leben. Doch er hat seine Bestimmung gefunden und wurde Hexenjäger. Angekommen in der Gegenwart wird sein einziger Vertrauter ermordet und Kaulder versucht herauszufinden von wem und warum?

The last witch hunter bringt Vin Diesel einmal mehr auf die Kinoleinwand. Gewohnt Wortkarg und voller Action.
Der Film erzählt hintereinander auf zwei Zeitebenen. Zunächst erzählt der Film die Ausgangsbasis, also den Feldzug verzweifelter gebrochener Männer gegen die Hexenkönigin. Nachdem Kaulder verflucht wurde, springt der Film in die Gegenwart. Dort lernen wir Dolan kennen, einen engen Vertrauten Kaulders. In jeder Generation gibt es einen Dolan, der, wie Kaulder auch, der Vereinigung Axt und Kreuz dient. Der aktuelle möchte sich jedoch zur Ruhe setzen und wird noch am gleichen Tag ermordet. Kaulder glaubt nicht an einen Zufall und untersucht den Tod genauer. Schnell findet er heraus, dass es sich um einen Mord findet. Und Dolan hat ihm einen Hinweis gegeben „Erinnere dich an deinen Tod“. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn genau das versucht jemand zu verhindern. An seiner Seite hat er den neuen Dolan und nach seinem ersten Versuch sich an seinen Tod zu erinnern auch die Hexe Chloe.
Vin Diesel übernimmt die Rolle des Kaulder. Das überraschenste an seiner Rolle ist, dass er im 13. jahrhundert Haare hat. Ansonsten spielt er auch hier wieder seine übliche Rolle, die wir schon aus XxX und Riddick kennen. Aber es funktioniert. Man nimmt Diesel die Rolle des leidgeplagten und inzwischen von seinem Job angeödeten Hexenjäger ab. Kaulder lebt inzwischen seit 700 Jahren. Immer wieder hat er die gleichen Jobs, doch inzwischen steht er dem hohen Rat von Axt und Kreuz unter und inzwischen darf er nicht mehr töten, da die Hexen in ein Gefängnis gesperrt werden. Erst Chloe gibt dem ganzen das gewisse etwas.
Rose Leslie übernimmt die Rolle der Chloe. Bereits in Game of Thrones spielte sie eine starke Frau und lässt sich auch in diesem Film nicht unterkriegen. Als Hexe hat sie es nicht leicht im Leben. Trotzdem hat sie ihre eigene Bar eröffnet. Auch nach dessen Zerstörung gibt sie nicht auf, sondern versucht Kaulder zu helfen. Mit ihrer ganz eigenen Art bringt sie den gewissen Charme in den Film, den Diesel nicht verströmen kann.
Doch trotz der spannenden Action, der guten Figuren und der schönen Optik kann der Film nicht überzeugen. Es wird ein sehr großes Universum aufgebaut, dass Lust auf mehr macht. Aber es wird einfach nicht genutzt. Es werden Hinweise auf die Ausmaße gesetzt, aber mehr als kurze Erwähnungen werden nicht genutzt. Trotz der Ankündigung eines zweiten Teiles gibt es wenig Hoffnung auf weitere Nutzung des Universums. Dabei gibt es genügen Stoff, um daraus eine gelungene Serie mit mindestens 4 Staffeln zu kreieren. Der Film versucht hingegend schnell Spannung zu erzeugen und diese mit viel Action auszufüllen. Dies wird zwar umgesetzt, aber der Film bleibt damit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Alles in allem wäre das Universum für eine Serie passender, aber als Film nicht gelungen. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Oktober 2015

Hallo ihr Lieben,
der Monat ist ja wieder gerannt. Inzwischen wird es sogar um 17Uhr wieder dunkel draußen. Der Oktober hatte viele gute Filmstarts und daher war ich sehr oft im Kino (ich hänge noch immer 8 Kritiken zurück 😦 ). Aber trotzdem habe ich es immer noch nicht geschafft, alle zu sehen.

  1. a royal night – ein königliches Vergnügen: Die Geschichte von der späteren Königin Elisabeth und ihrer Schwester, die am Ende des zweiten Weltkrieges einmal den Buckingham Palast verlassen dürfen. Das Königshaus einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel. Mich reizt der Film noch.

2. Black Mass: Johnny Depp is back. Nachdem man seine Karriere nach den letzten Flops für Tod glaubte, schlägt er nun noch stärker zurück. Auch eine Oscarnominierung scheint nicht unmöglich. Da ich mir vorgenommen habe, diesmal vor der Verleihung die meisten nominierten Filme, oder die Filme deren Darsteller/Regisseure/etc. nominiert werden zu sehen.

3. Macbeth: Ich habe zwar deutsche Literatur studiert, bin aber auch sehr interessiert in internationaler Literatur und auch Shakespeare lese ich gerne. Um so mehr freue ich mich über diese Macbeth-Verfilmung mit Michael Fassbender in der Hauptrolle.

Das war es dann auch schon für diesen Monat. Auf den November 😉

Der Marsianer

Am 08.10.2015 erschien die Geschichte eines Mannes, der auf dem Mars vergessen wurde, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Astronaut Mark Watney war mit seiner Crew bei einer Mission auf dem Mars. Da sich ein starker Sturm ankündigt hat, wurde die Mission abgebrochen. Dabei wird Watney getroffen und sein Anzug beschädigt. Dadurch glaubt seine Crew, dass er tot sei und verlassen den Mars. Doch Watney überlebt und muss nun versuchen sowohl auf dem Mars zu überleben, als auch die NASA zu kontaktieren.

 Wie überlebt man auf dem Mars mit Essen für 50 Sols, wenn die nächste Marsmission erst vier Jahre später ankommen soll? Dieser Film verrät es einem, für den Fall, dass es einmal jemandem passieren sollte. Der Marsianer erzählt die Geschichte von Mark Watney, der nicht auf dem Mars vergessen, sondern nach einem Unfall bei der Abreise für Tod gehalten wurde. Verletzt, aber am Leben schleppt Mark sich zurück in die inzwischen verlassene Station. Sein Glück ist, dass die Mission vorzeitig abgebrochen wurde und so noch die Verpflegung von ihm und seiner Crew vorhanden ist. So weiß er, dass er zumindest erst einmal nicht verhungert. Aber er muss Nahrung anbauen, um bis zur nächsten Marsmission durchzuhalten, und Kontakt zur NASA aufnehmen. Ersteres scheint jedoch möglich, denn Mark ist der Botaniker der Mission. Zweiteres erscheint schwieriger, denn die Kommunikation ist nach dem Sturm, der zum Abbruch der Mission führte, beschädigt. Aber Mark hat einen unabbrüchigen Überlebenswillen, der selbst von der Diskomusik  – die einzige, die auf dem privaten Laptop eines Crewmitgliedes zurückgelassen wurde – nicht geschwächt wird.
Matt Damon übernimmt die Rolle des Mark Watney. Dabei nimmt er sehr gut die Rolle an, spielt Sarkasmus und Verzweiflung in gekonnter Abwechslung. Mark hat aus freien Stücken an der Mission teilgenommen. Aber auf dem Mars gestrandet zu sein? Das muss eines der schlimmsten Dinge sein, die einem passieren können. Man weiß nicht, wie man überleben soll, man lebt in völliger Einsamkeit und weiß nie, was einem als nächstes ausgeht: Essen, Wasser oder Sauerstoff. Doch trotzdem verliert Mark nicht seinen Humor und seine ordentliche Portion Sarkasmus und Zynismus.
Der Film wird zeitgleich an drei Orten erzählt. Auf dem Mars bei Mark, im Weltall bei der abgereisten Crew und auf der Erde bei der NASA. Während Mark auf dem Mars versucht zu überleben, merkt die NASA irgendwann, dass er noch lebt. Ab da gibt es zwei essentielle Fragen: Wie retten sie Mark und wieviel sollen sie ihm erzählen?
Um die Geschichte zu erzählen, nutzt der Film keine nervige Off-Stimme, sondern baut regelmäßig ein Videotagebuch von Mark ein. Dadurch versteht man den Film besser, hat aber nicht das Gefühl bemuttert zu werden.
Die Erzählstruktur des Films ist gut gewählt. Anstatt ewig nach einem Einstieg zu suchen, wird dieser schnell durch den Sturm erzählt. Dadurch ist man direkt in einem spannenden Part des Films und diese Spannung wird durchgehend gehalten. Mit einer Dauern von ca. 2,5 Stunden ist der Film allerdings zu lang. Ab 2 Stunden fängt der Film an sich zu ziehen, nicht weil er langweilig wird, sondern einfach weil die Konzentration nachlässt. Vom Material her, hätte der Film durchaus auf 2 Stunden gekürzt werden können, ohne großartig einen Verlust zu haben. Zumal das Ende sich nicht an die hohe Qualität des Films halten konnte und noch einmal künstlich erzeugte Spannung in einem nervenaufreibenden Finale pressen musste, in dem natürlich nichts so funktioniert, wie es sein soll. Das hatte der Film nicht nötig.

Alles in allem ist der Film ein Spitzenreiter in seinem Genre. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Zurück in die Zukunft

Hallo ihr Lieben,

anlässlich des 21.10.2015 – dem Jahr, in dem Marty McFly in der Zukunft landete – wurde in verschiedenen Kinos ein Triple-Feature in einem Special-Screening gezeigt. Aber auch zu Hause wurden bei vielen die Filme geschaut. Ich kannte die Filme vorab nicht und hab mich von meinem Freund überreden lassen zu einer der Sonderveranstaltungen im Kino zu gehen. Also sah ich am vergangenen Mittwoch zum ersten Mal die Kultfilme.

Part 1:

Kurz zur Story: Marty McFly lebt ein sehr mittelmäßiges Leben. Nur seine Freundschaft zu Doc Emmett Brown sorgt für etwas Schwung in seinem Leben. Vorallem als dieser eine Zeitmaschine erfindet und in einen DeLorean baut. Durch einen Zufall landet er ohne Doc Brown im Jahr 1955. Nachdem er aus Versehen seinen Vater daran gehindert hat, seine Mutter kennenzulernen, trifft er auf die jüngere Version von Doc Brown. Während dieser einen Weg sucht, Marty wieder zurückzuschicken, muss dieser seine Eltern doch noch dazu bringen sich ineinander zu verlieben.

Part 2:

Kurz zur Story: Zurück im Jahr 1985, braucht Doc Brown Martys Hilfe. Im Jahr 2015 werden Martys Kinder in Schwierigkeiten geraten. Dies soll nun verhindert werden. Die Aufgabe ist schnell gelöst, außer das ihnen ein Fehler passiert sein muss, denn das Jahr 1985 hat sich verändert. Also reisen die beiden doch zurück in das Jahr 1955, um dort alles in Ordnung zu bringen.

Part 3:

Kurz zur Story: Doc Brown ist durch einen Unfall im Jahr 1885 gelandet. Marty ist im Jahr 1955 gestrandet. Wieder einmal muss er mit dem Doc Brown des Jahres 1955 eine Lösung finden, um ins Jahr 1885 zu landen. Dies gelingt auch und so versucht Marty Docs Leben zu retten und wieder zurück in die Zukunft zu gelangen.

Alles in allem haben mir die Filme richtig gut gefallen. Der erste hatte noch mit den meisten Witz und Charme, während der zweite doch eher geschwächelt hat. Der dritte Teil kam wieder eher an den ersten Teil heran, auch wenn mich die Liebesgeschichte (War das echt nötig?) wieder einmal gestört hat.
Also an alle die diesen Tag verpasst haben: Guckt euch die Filme trotzdem an, es lohnt sich 😉

Die Serienblogparade by Frau Margarete – Volume 9

Hallo ihr Lieben,
ich hänge ‚mal wieder 7 Filmkritiken zurück – ganz zu schweigen von Serien- und Bücherkritiken – aber heute wollen wir uns wieder der Serienblogparade von Frau Margarete widmen. Heute werden wir wieder  in unsere Kindheit versetzt.

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Thema #9: Kindheitserinnerungen

Welche Serien hast du in deiner Kindheit geliebt?

Wo soll ich da nur anfangen? Ich habe viele Serien geliebt!
Die Gummibärenbande, Chip&Chap, Captain Balu, Gargoyles, Ducktales, Goofy & Max, Sesamstraße, Sendung mit der Maus, Weihnachtsmann und Co. KG, Barney, die Dinos, Darkwing Duck, Alfred J. Kwak, Hallo Spencer, Löwenzahn… Die Liste ist beliebig land fortsetzbar…

Hast du eher Zeichentrickserien geschaut oder Serien mit realen Schauspielern?

Beides! Wenn ich das Fernsehprogramm selbst bestimmen durfte, dann habe ich mich eher für o.g. Serien – also überwiegend Zeichentrick – entschieden. Aber meistens hatte mein Stiefvater die Fernbedienung in der Hand. Da liefen dann eher Mission: Impossible, MacGyver oder The A-Team. Das sind bei mir ebenfalls Kindheitserinnerungen und mit ganz realen Schauspielern.

Gab es ein Thema, das dich in Serien beonders beschäftigt hat?

Wie man an meiner Aufzählung erkennen kann, hab ich die Themen kreuz und quer geguckt.

Wie findest du deine liebsten Kinderserien heute?

Na noch immer toll! Ich habe vor 2-3 Jahren große Teile meiner Kindheitsserien wieder angeguckt (YouTube machts möglich 😉 )

Beeinflussen sie doch noch irgendwie?

Die meisten nicht. Aber von dem Wissen von der Sendung mit der Maus oder Löwenzahn profitier ich manchmal doch noch bei Quiz-Spielen 😉

Und wie findest du das heutige Programm für Kinder?

Sehr schrottig! Wenn ich doch einmal bei meinem Freund durch das Fernsehprogramm durchschalte und sehe, mit was für Serien die Kinder heutzutage beschallt werden, mach ich mir ernsthaft Sorgen um meine Rente und verstehe, wieso die Kinder immer mehr verkommen. Ich könnte mich jetzt lang und breit darüber ausregen, aber ich halt mich doch einmal zurück.

Er ist wieder da

Am 08.10.2015 erschien die Buchverfilmung in der Hitler sich im Jahr 2014 wiederfindet in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: 1945 hat Hitler laut Geschichtsbücher Selbstmord begangen. 2014 findet er sich verwirrt und desorientiert in Berlin wieder. Verwirrt und in seiner Uniform stolpert er durch die Stadt, die gar nicht mehr durch den Krieg zerstört ist. Nachdem er Unterschlupf bei einem „Zeitungskrämer“ fand, wird er schnell für einen Hitler-Darsteller aus dem Comedy-Bereich gehalten und einem großen Sender vorgeschlagen. Dabei wird er schnell zum Phänomen und findet immer mehr Anhänger.

Darf man darüber lachen, wenn Hitler einmal mehr die Massen für sich einnimmt? Mit dieser Frage beschäftigt man sich durchgehen, wenn man den Film sieht. Und in den Passagen, die auf dem Buch basieren, fällt einem das auch leicht. Das ist Satire, da lacht man ganz locker. Aber der Film basiert nicht nur auf einem Drehbuch. Vor den eigentlichen Dreharbeiten fuhr das Team mit Oliver Masucci in seinem Hitler-Outfit kreuz und quer durch Deutschland und befragte die Menschen, die ihm gegegnet sind. Dabei musste Masucci gar nicht so viel machen, nur ein paar Fragen hier, ein paar zustimmende Kommentare da und der Rest war mitunter ein Selbstläufer. Dabei kamen teilweise echt erschreckende Aussagen zu Tage, die im Film schonungslos wiedergegeben werden und einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Ansonsten wird man köstlich amüsiert. Hitler, der in unserer Zeit wieder auftaucht und völlig verwirrt ist. Drei Jungs finden ihn, die gerade für eine Dokumentation beim Fußball spielen gefilmt wurden. Im ersten Moment ist Hitler nur verwirrt, weil keiner der drei die Uniform der Hitlerjugend trägt. Doch herauszufinden, dass er im Jahr 2014 aufgewacht ist, haut ihn dann doch erst einmal um. Schnell trifft er auf den Freiberufler und vom Sender „MyTV“ gefeuerten Sawatzki, der in ihm seine Chance sieht, um seine Anstellung zu erneuern. Geld und Auto von Mutti geliehen, geht es durch Deutschland. Hier treffen sie auf besorgte Bürger, die sich endlich mehr Demokratie wünschen und dabei Herrn Hitler immer wieder zustimmen. Mit diesen Ergebnissen wenden sich Hitler und Sawatzki an den Sender. Die positiven Stimmen, die ihn als den kommenden Star sehen, teilen jedoch nicht alle. Trotzdem bekommt er einen Auftritt in einer Sendung, in der er sich aber einfach nicht an den vorgeschriebenen Text halten will. Es folgen immer mehr Auftritte, in bekannten Shows, wie Circus Halligalli, Hitler wird zum Youtube-Phänomen und begeistert schnell die Massen. Aber hatten wir das nicht schon einmal?
Der Film weicht immer wieder vom Buch ab. Aber selbst wenn man das Buch gelesen hat, empfindet man es nicht als störend. Denn es wurde zum einen modernisiert, in dem wirklich die aktuellen Medien genutzt werden. Bekannt YouTuber, wie Joyce Ilg und Robert Hoffmann kommentieren das Phänomen Hitler. Hitler tritt auf in Shows, wie Circus Halligalli und Hart aber Fair. Es werden anstatt gespielte besorgte Bürger, Bürger von der Straße genommen. Nur das Ende stört das Filmvergnügen. Während es im Buch ziemlich offen gelassen wurde, bedient sich der Film der Holzhammer Methode. Anscheinend vertraut er dem Reflektierprozess der Zuschauer nicht und muss noch einmal klarstellen, dass er Hitlers-Taten und Vorhaben nicht gut heißt und das Hitler der Bösewicht im Film ist. Aber während man während der Endszenen nur die Augen verdreht, behält der Abspann jedoch wieder einen bitteren Nachgeschmack.
Der ganze Film lebt von der Schauspielleistung Oliver Masuccis als Hitler. Vorab fragte man sich vielleicht, warum nicht die bekannteren Darsteller, die sich bereits als Hitler-Darsteller bewährt haben, genutzt wurde. Aber im Film denkt man sich, dass es mit den bekannten Gesichtern nicht so authentisch herübergekommen wäre.

Alles in allem macht der Film Laune, jedoch mit einem etwas bitteren Nachgeschmack. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Crimson Peak

Am 15.10.2015 erschien ein Drama-Horrorfilm mit Mia Wasikowska und Tom Hiddleston in den Hauptrollen in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Ende des 19. Jahrhunderts stirbt die Mutter der kleinen Edith Cushing. Doch kurz darauf taucht der Geist der Mutter immer wieder auf und warnt Edith vor einem einzigen Ort „Crimson Peak“. Jahre später, Edith versucht sich inzwischen als Autorin, trifft sie auf den charmanten Thomas Sharpe. Schnell ist Edith ihm verfallen, wäre da nicht ihr zweifelnder Vater, denn Sharpe ist komplett verarmt. Erst nach einer Tragödie heiraten die beiden und Shape nimmt Edith mit nach Schottland, nach Allerdale Hale. Dort wohnt auch Shapes Schwester Lucille. Doch in dem alten Gemäuer spukt es.

Der Film ist nicht das, was der Trailer verspricht. Wer sich auf eine romantische Geschichte mit zwei sympathischen Personen in einem Spukhaus erhofft hat, wird doch etwas enttäuscht. Nicht zwangsläufig, weil der Film schlecht ist, sondern einfach weil das Spukhaus nicht der gruselige, schaurige Part des Films ist. Denn das schaffen die Menschen in dem Film selbst. Schon am Anfang merkt man, dass mit dem Geschwisterpaar Thomas und Lucille Sharpe etwas nicht stimmen kann. Thomas gibt sich doch etwas zu interessiert an Edith und dem Vermögen ihres Vaters. Dies überspielt er mich einer Menge Charme, dem wahrscheinlich nicht nur Edith, sondern auch das halbe Publikum verfallen ist. Seine Schwester Lucille dagegen, wirkt abgebrühter und erst in den Dialogen mit ihr, fällt Thomas‘ zweites Gesicht auf. Auch nach der Hochzeit weiß man lange Zeit nicht, was für ein Spiel in Allerdale Hale gespielt wird. Thomas scheint sich zum einen gut um sie zu kümmern, ist aber auch des Nachts immer wieder verschwunden. Lucille scheint Edith hingegen von Anfang an als Eindringling wahrzunehmen. Hinzu kommt das Haus, dass von der Grundausstrahlung schon gruselig wirkt, ein Geheimnis birgt. Doch Edith kann Geister sehen. Und erkundet damit immer mehr die verborgenen Geheimnisse des Hauses.
Mia Wasikowska übernimmt die Rolle der Edith Cushing. Edith ist in gut behütetem Haus aufgewachsen mit einem erfolgreichen Vater. Daher hat es ihr nie an irgendetwas gefehlt und sie konnte sich immer ungestraft ihrer Träumerei hingeben. Nie musste sie Konsequenzen fürchten und konnte sich als Frau an einer Karriere als Schriftstellerin versuchen. Umso schneller konnte sie Sharpe verfallen, denn sie sah etwas in ihm, dass andere nicht sahen. Ebenso wie sie als einzige die Geister sieht.
Tom Hiddleston übernimmt die Rolle des Thomas Sharpe. Während selbst das Publikum am Anfang seinem Charme erliegt, zeigt er bald, dass er zwei Gesichter hat. Der perfekte Janus, so dass seine Handlungen nicht vorhersehbar sind. Schnell entwickelt man ein ungutes Gefühl bei ihm, will es aber doch nicht glauben, weil er weiterhin charmant ist. Bis zum Ende weiß man nicht, was seine genauen Absichten sind.
Jessica Chastain übernimmt die Rolle von Lucille Sharpe. Man lernt sie kennen mit ständig schlechter Laune und merkt schnell, dass sie nicht zu den Guten gehört. Sie versucht immer wieder auf ihren Bruder einzuwirken, aber will gleichzeitig an das Geld von Edith kommen. Man spürt ihre Missbilligung und den Drang ihr Heim zu beschützen vor ungewollten Eindringlingen. Doch wie tief ihre Abgründe sind, merkt man erst viel zu spät.
Wer sich wieder einmal so richtig gruseln möchte, ist bei diesem Film leider falsch. Denn die gruseligen Elemente basieren allein auf den Geistern und der Grundatmosphäre im Haus. Stattdessen wirkt es wie ein Drama, nur dass die Menschen nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Das Haus schafft es schnell dem Zuschauer eine leichte Gänsehaut zu verpassen. Ein großes, altes, halb verfallenes Herrenhaus, gebaut auf einer Tongrube, das gerne einmal flüssigen roten Ton „blutet“ und immer weiter versinkt. Das Dach ist in der Eingangshalle sehr undicht, was im Herbst zu Laubhaufen und im Winter zu Schneehaufen in der Eingangshalle führt. Schaurige Geräusche werden mit dem Ostwind erklärt und in den verwinkelten Gängen kann man sich gut und gerne verlaufen. Die Geister sind auch allesamt schaurig und atmosphärisch inzeniert, verlieren aber schon bald ihren Gruselfaktor, denn die Handlung wird doch allzu vorhersehbar. Gerade gegen Ende verliert sich der Film in Klitschees und lässt das große Finale im Gegensatz zum Versteckspiel vorab sehr klein und unbedeutend wirken.

Alles in allem schafft der Film es nicht als Horrorfilm, beeindruckt aber doch durch Atmosphäre und Handlungsort. Daher gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

A walk in the woods – Picknick mit Bären

Am 15.10.2015 erschien eine Buchverfilmung von Bill Bryson, mit ihm als zentraler Figur, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Bill Bryson ist erfolgreicher Reisebuchautor und hat nicht vor noch einmal ein Buch zu schreiben. Doch inzwischen ist er im fortgeschrittenen Alter und muss an den ersten Beerdigungen teilnehmen. Bei einem Spaziergang entdeckt er den Appalachian Trail und sucht kurzerhand einen Freund, der ihn mit ihm besucht. Doch nur sein Schulfreund Steven Katz erklärt sich bereit die 3.500km mit ihm zu wandern.

Bill Brysons Reisebücher sind weltweit bekannt. Doch eine seiner Geschichten mit dem festen Vorsatz „Ich schreibe kein Buch“ zu sehen, gibt dem ganzen einen ganz neuen Charme. Am Anfang fühlt man mit Bryson mit. In die Jahre gekommen, muss er sich damit abfinen, dass Menschen in seinem näheren Umfeld sterben. Er selbst fühlt sich aber noch sehr lebendig und kann das Rentnerdasein nicht akzeptieren. Also flüchtet er in die Idee den Appalachian Trail entlang zu wandern. All die Warnungen seiner Frau ignoriert er und sucht nun nach einer Begleitung. Doch 3.500km sind eine sehr abschreckende Zahl. Nur sein alter Schulfreund Steven Katz bietet ihm an, ihn zu begleiten. Das sie nicht immer das beste Verhältnis zueinander hatten ist auch schnell vergessen. Doch als Katz für die Wanderung zu Besuch kommt, stellt sich heraus, dass er ein Alkoholiker frisch auf Entzug ist und vor einer Haftstrafe flieht. Doch Bryson ist das alles egal, solange er nicht alleine wandern muss. Die beiden fliegen zum Ausgangspunkt des Wanderweges. Doch bereits nach wenigen Metern ist Katz außer Atmen, was die beiden aber nicht von ihrer Wanderung abhält. Auf ihrem Weg treffen sie freundliche Menschen, hilfsbereite Menschen, übermotivierte Menschen und Bären. Dabei hilft ihnen eine gesunde Portion Zynismus und Sarkasmus. Gepaart mit zusätzlichen humorvollen Elementen wird Picknick mit Bären zu einem amüsanten Filmerlebnis. Man verfolgt mit tränendem Auge vor Lachen, wie die beiden alten Herren sich durch die Wildnis kämpfen, während man selbst gemütlich in dem Kinositz sitzt und die sehr schönen Landschaftsaufnahmen genießt.
Robert Redford übernimmt die Rolle des Bill Bryson. In die Jahre gekommen, aber immer noch abenteuerlustig, wagt er mit guter Laune die Wanderung. Doch im Laufe des Films merkt man immer mehr, dass er vor dem Rentnerdasein wegläuft. Selbst im jungen Alter kann man sich mit der Angst vor dem Altwerden identifizieren. Die Flucht aus dem Alltag mit einer verrückten Idee kommt bis zu einem gewissen Grad bestimmt jeden bekann vor. Robert Redford ist auch sehr glaubwürdig in seiner Rolle.
Nick Nolte übernimmt die Rolle des Steven Katz. Dieser flüchtet vor einer Haftstrafe und ist frisch nüchtern. Zusätzlich zu seinem Alter und dem Alkoholentzug macht ihm beim wandern auch sein Übergewicht zu schaffen. Während Bryson locker vorweg wandert, schleicht Katz mit zynischen Kommentaren hinterher. Trotzdem hält er gut durch und überrascht damit die Zuschauer. Ohne ihn wäre das Abenteuer wahrscheinlich nur halb so lustig geworden.
Ein negativer Punkt an dem Film ist die sehr langsame Erzählweise. Bis der Film ein wenig in Fahrt kommt, dauert es ca. eine halbe Stunde, was für eine Einführung deutlich zu lange dauert. Für jede einzelne Szene nimmt sich der Film Zeit und erzählt sie sehr ausführlich, teilweise zu ausführlich. Aber der Humor schafft es dies zu überspielen.

Alles in allem ist der Film vielleicht kein Film, den man unbedingt im Kino sehen will, aber ein Muss für einen gemütlichen DVD-Abend ist. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst aber nicht vergessen – Teil 3

Hallo ihr Lieben,
es ist ‚mal wieder soweit. Ich habe einige Filme meiner Reihe „Verpasst im …“ nachgeholt zu sehen. Viel Spaß also bei den folgenden Kurzkritiken 🙂

  1. Die Entdeckung der Unendlichkeit: Eddie Redmayne gewann für seine Darstellung des Stephen Hawking seinen ersten Oscar. Und das völlig zurecht. Seine Darstellung ist so überzeugend, dass man hinterher glaubt, dass Redmayne selbst während des Drehs an ALS erkrankt ist. Gleichzeitig wird die Geschichte sehr rührend erzählt, man fühlt mit allen Charakteren mit, vor allem auch mit Hawkings Frau, die immer hinter ihm stand, obwohl sie selbst irgendwann am Rande ihrer Kräfte war. Für diesen außergewöhnlichen Film gebe ich 08 von 10 möglichen Punkten.

2. Nightcrawler: Jake Gyllenhaal verkörpert Louis Bloom, einem Kleinkriminellen. In einer Nacht entdeckt er einen sogenannten Nightcrawler. Ein Kameramann, der den Polizeifunk abhört, um an einem Unfall- bzw. Tatort als erstes zu sein und das gesammelte Filmmaterial dann an die Fernsehsender zu verkaufen. Völlig begeistert von dieser Idee kauft sich Bloom eine Kamera und fängt an den Polizeifunk abzuhören. Schnell wird er als Nightcrawler erfolgreich, doch auch immer größtenwahnsinniger. Der Film braucht ein bisschen, um in Fahrt zu kommen und erzählt die eigentlich spannende Geschichte in einem sehr gemächlichen Tempo. Dem gegenüber steht jedoch ein brilliant spielender Jake Gyllenhaal, so dass es am Ende schwierig ist zu sagen, ob er Film nun gut oder eher schlecht ist. Von mir gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

3. Im August in Osage County: Wenn in einem Cast gleichzeitig Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor und Benedict Cumberbatch auftauchen, dann verspricht es ein sehr guter Film zu werden. Umso ernüchtender war dieses Familiendrama. Drama war zwar sehr viel vorhanden, aber undurchsichtiges und ausgetragen wurde es fast pausenlos in einem Haus zu immer dem selben Thema. Ab einem gewissen Punkt wollte man dem Film einfach nicht mehr folgen. Daher gibt es trotz guter Schauspielleistungen enttäuschte 03 von 10 möglichen Punkten.

4. Der Chor – Stimmen des Herzens: Stet hat es nicht leicht im Leben. Sein Vater interessiert sich nicht für ihn, weil er das Resultat einer Affäre ist, seine Mutter ist alkoholkrank. Nur seine Direktorin interessiert sich für sein Schicksal. Da sie von seiner gut ausgeprägten Gesangsstimme weiß, lädt sie den National Boychoir ein und organisiert ein Vorsingen. Von dem Stet jedoch ausreißt. Durch traurige Umstände landet er aber letztendlich doch an der Chorschule und kämpft dort gegen die Vorurteile seiner Lehrer und seiner Mitschüler. Eine absolut rührende Geschichte mit dem richtigen Hang für Dramatik und unfassbar schönen Stimmen. Vielleicht nicht für jeden etwas, aber wem die Handlung zusagt, der sollte unbedingt ins Kino gehen. Ich gebe 08 von 10 möglichen Punkten.

5. Man lernt nie aus: Anne Hathaway als überforderte Geschäftsführerin und Robert de Niro als ihr 70-jähriger Praktikant. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft, die berührt. Leider in einem etwas schleppenden Tempo erzählt, dafür mit einer gesunden Portion Witz und einer Extra-Portion Lebensbejaendes Gefühl, dass den Film so mitfühlend macht. Der Film verbindet die Angst seine Familie zu verlieren mit der Tatsache, dass wir alle irgendwann einmal sterben, schafft es aber dieses Thema anzuschneiden, ohne das der Zuschauer es bewusst wahr nimmt. Ab einem gewissen Punkt hätte mir eine andere Entwicklung besser gefallen, aber trotzdem ist der Film sehr rund und bekommt daher 06 von 10 möglichen Punkten.

6. Coming In: Tom ist ein schwuler Starfriseur. Glücklich in seiner Beziehung und mit seinem Job hat er ein neues Shampoo für Männer entwickelt, dass sich gut verkauft. Nun soll er auch den Gegenpart für Frauen entwickeln. Nur das er absolut keine Ahnung von Frauen hat. Also versteckt er sich als heterosexuellen Horst im „Bel Hair“ und schneidet dort auch Frauen die Haare. Dabei lernt er Heidi kennen und mag sie irgendwie doch mehr als beabsichtigt. Und stellt auf einmal seine Sexualität wieder in Frage. Eine deutsche Komödie mit Kostja Uhlmann in der Hauptrolle hat immer einen gewissen Reiz, schafft es aber auch diesmal nicht über die klassischen Klitschees und Witze heraus und verfängt sich in vorhersehbaren Dialogen und Handlungen. Trotz allem trifft der Film genau meinen Humor und ich habe ihn unglaublich genossen zu sehen. Stark kritisiert wurde er, da er Homosexualität nicht genug ernst zu nehmen weiß und ein „Coming In“ die falsche Botschaft sei. Jedoch sollte man den Film in dieser Hinsicht einfach nicht allzu ernst nehmen und sich eher über ein paar Klitschees kaputt lachen, als sie als homophob darzustellen. Von mir gibt es trotzdem nur 03 von 10 möglichen Punkten, da der Film objektiv betrachtet nun doch nicht als gut bewertet werden kann.