Mein Jahresrückblick 2023 – #4 – Das Heimkino

Die Weihnachtstage sind so gut wie vorüber, der Jahreswechsel steht bevor und damit herzlich Willkommen zum vierten und letzten Jahresrückblick in diesem Jahr. Vor der Pause zum Jahresende wollen wir uns diesmal dem Heimkino widmen. Also eben jenen Filmen, die ich von der heimischen Couch auf großem Fernseher gesehen habe. Dabei lief es noch einmal deutlich schlechter als im Vorjahr. Ich war zwischenzeitlich überhaupt nicht motiviert mir einen Film anzusehen, weswegen ich meine 23 für 2023 zwischendurch auch verworfen habe. Im Zweifel habe ich halt eher zur Serie als zum Film gegriffen.

Zur Statistik:

2023 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 35 Filme gesehen (2022 waren es 74).

Davon
… 5 Wiederholungstäter
… 1 Stand-up Special
… 5 von der Liste der Schande
… 10 Originals
… 4 Reportagen
… 10 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2023 habe ich 5 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

Shrek 2 | Asterix bei den Briten | Asterix erobert Rom | The Meg | Mein Nachbar Totoro

II. Comedy Specials

2023 habe ich 1 Stand-up Comedy-Special gesehen – ohne Ranking:

Felix Lobrecht – Kenn‘ ick

III. Reportagen

2023 habe ich 4 Reportagen bzw. Konzertfilme gesehen. Diese habe ich neu in dieser Kategorie untergepackt, weil ich keine weitere eröffnen wollte, sie aber sonst auch nirgendwo so richtig hingepasst haben – ohne Ranking:

Suga – Road to D-Day (Doku)

Min Yoongi, besser bekannt als Suga von BTS hat kürzlich unter seinem Rapperpseudonym Agust D sein drittes Album herausgebracht: D-Day. In dieser Dokumentation begleiten wir ihn bei der Entstehung von seinen neuen Hits, wie Haegum, Amygdalla oder People pt. 2 und seinem Treffen und Zusammenarbeiten mit einigen Musiker*innen. – Interessante Doku über einen Musiker, der eigentlich alles erreicht hat, aber trotzdem viel hinterfragt. Gerade im Abschnitt um das Lied Amygdalla sehr niederschmettern, da hier viel aufgearbeitet wurde. Für alle Musikbegeisterte, nicht nur für BTS Fans.

Permission to Dance (Konzert)

BTS, das sind RM, Jin, J-Hope, Suga, V, Jimin und Jungkook. Nachdem sie durch Corona Konzerte absagen mussten, konnten sie 2022 endlich ihre Permission to Dance Tour geben. Den Konzertfilm veröffentlichte nun Disney+. – Ob man BTS nun mag oder nicht, sie können eine Wahnsinnsshow abliefern. Und das haben sie hier einmal mehr unter Beweis gestellt.

Sowoozoo (Konzert)

2021 mitten in der Pandemie, konnten keine K-Pop Gruppen auftreten. Um Army trotzdem etwas zu bieten, hat BTS ein virtuelles Konzert geschaffen. Mit Sowoozoo hatte Army auf riesigen Leinwänden die Möglichkeit das Konzert zu erleben und BTS hat keine Mühen gescheut, um die gewohnte hochwertige Show zu bieten. – Tolles Konzert für alle BTS Fans und das Daechwita Cover war definitiv ein Highlight.

Monsta X – No limit in Seoul (Konzert)

Nach den Pandemie-Jahren konnte die K-Popband Monsta X im Jahr 2022 endlich wieder auf Tour gehen. Diesmal unter dem Motto „No Limit“. – Wunderschöner Konzertfilm, der mich sehr beührt hat, da mit der Tour meine Leidenschaft für diese Band anfing.

IV. Klassiker/Liste der Schande

2023 habe ich 5 Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking

Platz 5: Vom Winde verweht

Scarlett O’Hara lebt auf der Planatage ihrer Familie, ist eigentlich unsterblich in den Erben der Nachbarplantage verliebt, der sich aber mit einer anderen verlobt. Kurz darauf bricht der amerikanische Bürgerkrieg aus und sie findet sich an verschiedenen Orten wieder. Jahre später kehrt sie zur Plantage ihrer Familie zurück und muss sie von Grund auf wieder aufbauen. – 4 Stunden Melodram vom Feinsten mit der wohl nervigsten Protagonistin der Filmgeschichte. Ein Klassiker, der mich leider nicht überzeugen konnte.

Platz 4: Der weiße Hai

Im beschaulichen Städtchen Amity stehen alle Zeichen auf die Sommersaison. Doch als eine Leiche gefunden wird, zeigen die Spuren deutlich, dass der Tod durch einen Haibiss entstand. Doch Polizei und Politiker sind sich uneinig über die Maßnahmen und so kommen die Ermittlungen nur langsam voran. – Ich verstehe warum es ein Klassiker ist, ich sehe, warum der Film viele folgende beeinflusst hat, aber bei mir ist der Funke nicht übergesprungen. Ich fand ihn nicht schlecht, aber er konnte mich auch nicht begeistern.

Platz 3: Das Fenster zum Hof

Durch ein Gipsbein ist der Fotograf L. B. „Jeff“ Jefferies an seine Wohnung gefesselt. Um sich die Langeweile zu vertreiben, beobachtet er die Nachbarschaft. Dabei beobachtet er auch das verdächtige Verhalten des Nachbarn Thorwalds, dessen bettlägerige Ehefrau auf einmal verschwunden ist. Leider fehlem ihm die Beweise und die Polizei glaubt ihm daher nicht. Doch er versucht diese zu finden. – Fast kammerspielartiger Klassiker von Hitchcock, der Vorbild einer Filme ist, und das durchaus zu recht. Spannend und dabei doch so minimalistisch.

Platz 2: Die Braut, die sich nicht traut

Ike Graham ist Kollumnist und zieht da gern über Frauen her. Damit macht er sich nicht unbedingt beliebt. Als er von einer Frau hört, die regelmäßig von ihren Hochzeiten wegläuft, wittert er eine gute Story. Maggie Carpenter liest diesen Artikel und stellt in einer Beschwerde viele übertriebene Sachverhalte richtig, da Graham nicht richtig recherchierte. Daraufhin verliert dieser seinen Job und reist zu Maggie, um vor Ort diesmal richtig zu recherchieren. Denn Maggie steht kurz vor Hochzeit Nummer 4. – Schöner Klassiker, auch wenn sehr vorhersehbar.

Platz 1: Ein Herz und eine Krone

Ann ist Kronprinzessin und auf Staatsbesuch in Rom. Doch sie träumt davon den höfischen Zwängen zumindest kurzzeitig zu entkommen und sich die Stadt anzugucken. Der Arzt verschreibt ihr daraufhin eine Beruhigungsspritze, die sie jedoch nicht davon abhält zu fliehen. Sie schläft auf einer Bank am Straßenrand ein, wo der Reporter Joe Bradley sie findet. Dieser sollte eigentlich eine Interview über die Prinzessin schreiben, sieht aber seine Chance gekommen, einen Exklusivbericht zu schreiben. – Kurzweilige Unterhaltung und viel Fernweh nach Rom.

V. Originals

2022 habe ich 10 Originals aus dem Hause Netflix, Disney+ und Prime gesehen – im Ranking:

Platz 10: Christmas Wedding Planner

Kelsey bekommt als Hochzeitsplannerin ihren ersten großen Auftag. Sie soll die Hochzeit ihrer Cousine Emily ausrichten. Dabei begegnet sie dem gutaussehenden Connor. Leider ist er als Privatdetektiv angeheuert worden, um Emilys Verlobten genauer unter die Lupe zu nehmen. Kelsey sieht ihre Arbeit vernichtet und hilft Connor, um ihm zu beweisen, dass es da nichts zu finden gibt. Doch dann kommen die Gefühle ungewollt ins Spiel. – Ein weiterer Treffer bei den trashigen Weihnachtsfilmen. Absolut unglaubwürdige Handlung und hölzerne Dialoge.

Platz 9: School for God and Evil

Die besten Freundinnen Sophie und Agatha werden auserwählt, um an der School for Good and Evil aufgebildet zu werden. Doch während sich Sophie als eine gute Prinzessin sieht und Agatha sich eher auf der ruppigen bösen Seite, werden sie doch genau anders herum eingeteilt. Ein herber Schlag für beide Freundinnen, die nicht müde werden, sich über diesen „Fehler“ zu beschweren. – Sehr vorhersehbare Entwicklungen, gute Optik, die aber nicht über das schwache Drehbuch hinwegtäuschen konnte.

Platz 8: Scrooge – ein Weihnachtsmusical

Ebenezer Scrooge ist ein Geizhals, wie er im Buche steht, und gerade zu Weihnachten besonders schlecht gelaunt. Doch am Weihnachtsabend bekommt er Besuch von drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht. – Die bekannte Geschichte ohne Neues, aber mit tollen Liedern. Insgesamt einfach etwas zu lang.

Platz 7: Bubble

Tokio ist von sogenannten Blasen durchzogen und damit größtenteils unbewohnbar, da diese die Schwerkraft beeinflussen. Im Kampf ums tägliche Überleben finden Wettläufe über die Blasen statt, woran eine Gruppe Jugendlicher Waisen regelmäßig teilnimmt. Dabei trifft einer der Gruppe auf ein geheimnisvolles Mädchen, das er kurzerhand mitnimmt, in der Annahme, dass es sich bei ihr auch um eine Waise handelt. – Interessanter Ansatz für eine die kleine Meerjungfrau-Adaption, konnte mich aber nicht mitreißen.

Platz 6: Enchanto Live

Der Cast des Films Encanto hat sich noch einmal zusammengefunden, um bei diesem Live Event die Lieder des Films zu performen. Dabei wurde eine kleine Bühnenshow geschaffen. – Nettes Special mit den tollen Liedern aus Encanto.

Platz 5: Enola Holmes 2

Enola Holmes hat nach dem Erfolg ihres ersten Fall eine eigene Detektei eröffnet. Doch die Fälle bleiben aus, wird doch eher ihr berühmter älterer Bruder Sherlock beauftragt. Bis eines Abends doch noch ein Fall an die Tür klopft. Dieser führt sie in eine Streichholzfabrik. Und was mit einem verschwundenen Mädchen begann, wächst schnell zu einer großen Verschwörung. – Deutlich schwächer als der erste Film, funktioniert noch als leichte Unterhaltung für zwischendurch, aber leider nicht mehr.

Platz 4: Weihnachtsball im Wunderland

Heidi Nelson hat eigentlich alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier der Galerie, in der sie angestellt ist, doch ein Notruf ihrer Schwester lässt sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Sie muss auf die ihre Nichte und Neffen aufpassen, während deren Eltern geschäftlich verreisen. An ihrer alten Highschool wird sie schnell zur Planung des Weihnachtsballs verpflichtet. Ausgerechnet mit Chris Shepard, ihrer ersten großen Liebe. – Eigentlich eine sehr generische Geschichte, aber irgendwie hatte es doch Charme und konnte verzaubern.

Platz 3: Guillermo del Toros Pinocchio

Nach dem Tod seines Sohns Carlo ist Jepetto völlig verzweifelt. Im Alkoholrausch schnitzt er sich eine Puppe aus Holz, die seinen Sohn ersetzen soll. Und in der Nacht erscheint tatsächlich ein Geisterwesen und erweckt die Puppe zu leben. Doch diese will so gar nicht die zugedachte Rolle übernehmen und gerät von einem Schlamassel in den nächsten. Das Herz dabei jedoch immer am rechten Zweck versucht er schließlich keine Belastung mehr zu sein. – Die düstere Seite der Pinocchio Geschichte. Vom Erzähl- und Animationsstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch stark erzählt. Lediglich etwas zu lang geworden.

Platz 2: Glass Onion

Der Milliardär Miles Bron lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay, deren Assistentin Peg Politikerin Claire Debella, Wissenschaftler Lionel Toussaint und der problematische Twitcher Duke Cody und dessen Freundin Whiskey. Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc, der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte. – Ein zweiter Teil und wieder ein Volltreffer. Hier stimmt einfach alles, auch wenn die Charaktere zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sind.

Platz 1: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf dem ersten Blick

Hadley verpasst ihren Flieger nach London zur Hochzeit ihres Vaters. Auf dem Flughafen trifft sie auf Oliver. Bei beiden funkt es sofort, doch das Schicksal scheint gegen sie zu sein. – Die wohl schönste Romanze des Jahres! Hier passt einfach alles. Es war cozy, süß und einfach zum träumen.

VI. Neuentdeckungen

2023 habe ich 10 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 10: Father Christmas is back

Die vier Schwestern Caroline, Joanna, Paulina, und Vicky mit dem passenden Nachnamen Christmas finden sie wie jedes Jahr zu Weihnachten zusammen. Nur leider sind sie so verschieden, dass der Zickenkrieg vorprogrammiert ist. Und dieses Jahr gibt es noch eine weitere böse Überraschung: Ihr Vater, der sie vor Jahren an Weihnachten verlassen hat, kehrt mit seiner deutlich jüngeren Freundin aus den USA zurück. Es stellt sich heraus, dass die jüngste Schwester ihn eingeladen hat. Das sorgt für allerlei Ärger im Hause Christmas. – Ein trashiger Weihnachtsfilm vom Feinsten. Niveau darf hier nicht erwartet werden.

Platz 9: Der talentierte Mr. Ripley

Der ärmliche Tom Ripley gibt sich gegenüber der reichen Familie Greenleaf als Freund dessen Sohnes aus. Daraufhin bietet Mr. Greenleaf ihm Geld an, wenn er nach Italien reist und seinen Sohn Dickie zurückholt. Doch in Italien nutzt Ripley eine Finte, um sich mit Dickie anzufreunden. – Sehr langsamer Aufbau, dadurch hatte mich der Film verloren, bevor er interessant wurde. Hat mir leider nicht zugesagt.

Platz 8: Taran und der Zauberkessel

Taran ist ein Assistenz-Schweinehirte mit nur einem Schwein Hen Wen, träumt sich jedoch als schillernden Ritter. Doch Hen Wen hat hellseherische Fähigkeiten und wird deswegen vom gehörnten König entführt, während Taran es in Sicherheit bringen sollte. Ungewollt startet er ein großes Abenteuer, um den Zauberkessel zu beschützen, der dem gehörnten König unheimliche Kräfte verleihen würde. – Einer der wenigen Filme aus der Disney-Meisterwerke-Reihe, die ich noch nie gesehen hatte. Hat mich auch nicht wirklich überzeugt und war erstaunlich düster für Disney.

Platz 7: Spencer

Weihnachten 1991 reist Prinzessin Diana verspätet zu den Weihnachtsfeierlichkeiten der königlichen Familie. Vor Ort kämpft sie mit der Distanz der anderen Mitglieder des Königshauses, ihrer Essstörung und der ständigen Überwachung. – Sehr eigenwilliger Film mit einer sehr guten Hauptdarstellerin, der irgendwo zwischen Klaustophobie und Wahnsinn sich ansiedelt.

Platz 6: See how they run

In der Theatervorstellung von Agatha Christies “Die Mäusefalle“ kommt es zu einem Mord. Inspector Stoppard und Constable Stalker werden damit betraut, dem Vorfall auf den Grund zu gehen. Dabei landen sie ungewollt in einem typischen whodunnit. – Für Liebhaber des whodunnit, nimmt das Genre ein bisschen aufs Korn, ganz sympathisch gestaltet, es fehlte am Ende vielleicht das letzte Fünkchen.

Platz 5: Agatha und die Wahrheit des Verbrechens

Kurz vor der Scheidung und in Ermangelung eines neuen Romans, steht Agatha Christie vor einer Krise. Da kommt ihr die Bitte einer Hilfesuchenden ganz recht. Christie gibt sich als Notarin aus, um ein Erbe zu verwalten, sucht dabei jedoch nach der Mörder*in. Dabei scheint jeder der Verdächtigen ein Geheimnis zu haben. – Etwas liebloses Whodunnit mit einer kriselnden Agatha Christie. Nett für zwischendurch, aber nicht mehr.

Platz 4: Happiest Season

Abbi und Harper sind glücklich in ihrer Beziehung und Abbi überlegt sogar Harper zu Weihnachten einen Antrag zu machen. Was gibt es besseres als die Feiertage bei Harpers Familie zu verbringen und dort auch gleich den Segen des Vaters einzuholen? Das Problem ist: Harper ist vor ihrer Familie ungeoutet und gibt Abbi daher als ihre Mitbewohnerin aus. – Ein Wechselbad der Gefühle. Mochte einiges nicht, anderes dafür sehr und vor allem den Monolog von Daniel Levys Charakter am Ende.

Platz 3: Wie der Wind sich hebt

Jiro Horikoshi träumt seit seiner Kindheit während des ersten Weltkrieges vom Fliegen. Da er stark kurzsichtig ist, hat er jedoch keine Chance ein Pilot zu werden. Stattdessen wird er Flugzeugkonstrukteur. Während seines Lebens erlebt er mehrere Katastrophen mit, doch gibt niemals auf. – Ich bin irgendwie mit den ganzen Zeitsprüngen nicht zurecht gekommen, daher für mich eher ein schwächerer Studio Ghibli Film.

Platz 2: Erinnerungen an Marnie

Die 12-jährige Anna wird wegen ihres Asthmas für den Sommer aufs Land zu Verwandten geschickt. Dort lernt sie Marnie kennen und erlebt einzigartige Momente mit ihr. Doch Marnie scheint immer wieder zu verschwinden. – Ein weiterer toller Klassiker aus dem Hause Ghibli, mit viel Sommergefühl.

Platz 1: Kurokos Basketball – Final Game

Bei einem Streetbalturnier wird Japan von einem Team aus den USA vorgeführt. Als diese dann auch noch den kompletten japanischen Basketball verhöhnen, wird ein neues Team gegründet, dass vor allem aus der Wundergeneration besteht, die sich zu diesem Anlass noch einmal zusammenraufen. Auch Kuroko und Taiga sind dabei. Doch dieses Match verlangt ihnen alles ab. – Der Film vereint alles, was sich der Anime in drei Staffeln aufgebaut hat. Ein würdiger Abschluss und ein tolles Wiedersehen mit den Charakteren.

Secret Invasion

Ein Vorwort

Innerhalb kürzester Zeit präsentierte uns Marvel einige Serien. Während die mit den bereits etablierten Charakteren noch relativ gut funktionierten – auch wenn es hier Schwankungen gab – waren die rund um neue Charaktere, wie Moonlight, Ms Marvel und She-Hulk einfach nur schlecht. Nun präsentiert uns das MCU eine neue Serie und wieder einen alten Bekannten: Nick Fury. Warum auch die neuste Serie leider ein Reinfall ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain Marvel – Diese stelle ich hier kurz vor.
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben:
The Avengers, Captain America – Winter Soldier, Spider-Man: Far from home – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern sie bereits existieren, für die Links einfach die Titel anklicken).

In Captain Marvel treffen wir auf Vers, die auf Hala lebt, dem Hauptplaneten der Krees. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab.

Die Handlung

Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Martina Hill (Cobie Smulders) reisen nach Moskau, wo sie auf einen Skrull treffen, der sich als Everett Ross (Martin Freeman) ausgibt, um an geheime Informationen zu kommen. Dabei stellen sie fest, dass sich eine Gruppierung der Skrulls gebildet hat, die von Fury enttäuscht sind, da dieser seit den 1990er Jahren keinen neuen Heimatplaneten für sie gefunden hat, und deswegen nun die Erde einnehmen wollen. Und dafür gehen sie über Leichen.

Meine Meinung

Was man dem MCU in den letzten Jahren zu Gute halten kann, ist, dass sie einfach nicht aufgeben. Nachdem die Serien rund um die neuen Charaktere gefloppt sind, haben sie diesmal wieder bekannte Charaktere genommen, gerade Nick Fury hatte bereits unzähliche Auftritte im MCU. Diesmal war auch die Handlung selbst bereits vorbereitet, da hier die Anknüpfung an Captain Marvel stattfand. Nur, dass zwischenzeitlich ca. 30 Jahre vergangen sind. Problematisch daran ist nur leider, dass Captain Marvel zu den schwächsten Filmen des MCU gehört – ja, selbst nach einer insgesamt eher schwachen Phase Vier.
So hat die Serie von Anfang an damit zu kämpfen überhaupt eine Handlung aufzubauen. Gefühlt passiert nämlich erst einmal nichts. Und damit nicht genug, damit passiert nämlich erstmal: Nichts. Jedes Mal, wenn der Abspann über den Fernseher lief, fragte ich mich, was jetzt eigentlich genau in der Folge passiert war. Dabei war die Grundidee gar nicht so schlecht. Die Skrulls, die nach knapp 30 Jahren keine Lust mehr haben, von Fury immer weiter vertröstet zu werden. Die zwei Gruppierungen. Die ständige Frage, wer ist ein Skrull und wer ein Mensch. Das wäre bestimmt ein spannender Film geworden.
Stattdessen wurde es in sechs Folgen gestreckt und das hat überhaupt nicht funktioniert. Dadurch hat sich die Handlung immer wieder im Kreis gedreht und die Auflösung wirkte anhand der ansonsten eher dahin plätschernden Story ziemlich übertrieben. Natürlich musste dann auch noch eine Liebesgeschichte eingebaut werden, die auch nur bedingt funktioniert hat.
Während Autor*innen und Schauspieler*innen sich aktuell noch immer im Streik für bessere Bedingungen und Anerkennung und noch so viel mehr kämpfen, war es bestimmt ein ziemlicher Schlag, als Secret Invasion das Intro der Serie präsentierte. Denn dies war komplett AI generiert. So sah es dann leider auch aus, weswegen ich erstmals über die Skip Möglichkeit sehr dankbar war, obwohl ich sonst großer Fan von gut gestalteten Intros bin.
Nun bleibt  nur zu hoffen, dass die nächsten Serien des MCU endlich auch für Serien konzipiert werden und keine langgestreckten Filme sind.

Das Fazit

Secret Invasion konnte schon wie die Serien des MCU aus dem letzten Jahr nicht überzeugen. Es war sehr langatmig, drehte sich immer wieder im Kreis und gefühlt passierte dabei nichts. Die interessante Grundidee wird komplett verschenkt. Leider wieder eine Enttäuschung aus dem Hause Marvel.

Mein Jahresrückblick 2023 – #3 – Die Serien

Willkommen zum dritten Jahresrückblick in diesem Jahr. Heute widmen wir uns den Serien, die weiterhin einen großen Anteil in meinem Leben einnehmen. Dabei liege ich statistisch leicht unter dem im letzten Jahr, bin aber an sich ganz zufrieden damit, da ich eigentlich alle Serien, die ich unbedingt sehen wollte, auch geschafft habe.

Zur Statistik:

2023 habe ich 67 verschiedene Serien gesehen (2022=77), dabei 98 Staffeln (2022=103)

Mit einer (gerundeten) Lauflänge von
…  50.420 Minuten
…  840 Stunden
…  35 Tagen
…  5 Wochen
…  1,25 Monaten

Davon
… 18 Staffeln Wiederholungstäter
…  2 Staffeln Comedy Special
… 13 Staffeln Reportagen
… 11 Staffeln K-Drama
… 19 Staffeln Anime
… 20 Staffeln fortgesetzter Serien
… 15 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2023 habe ich 4 Serien mit 18 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking:

Vicious – Staffel 1

Friends – Staffel 4-10

Big Time Rush – Staffel 1-2

Gilmore Girls – Staffel 1-7 + Reunion

II. Comedy Special

2023 habe ich 2 Comedy Specials mit 2 Staffeln gesehen – ohne Ranking:

LOL – Staffel 4

Nach dem Vorbild der japanischen Serie no suberanai hanashi moderiert Michael „Bully“ Herbig diese Comedy-Sendung, in der Comedians sechs Stunden lang in einen Raum gesperrt werden mit nur einer Aufgabe: Nicht lachen. Denn wer zuletzt lacht, gewinnt 50.000 Euro für den guten Zweck. – Auch in der vierten Staffeln funktioniert das Konzept wunderbar und das Studio ist wieder deutlich stärker als Staffel drei.

Hillarious – Staffel 1

Martina Hill ist mit einer neuen Show zurück. Dabei erzählt sie in ihren Sketchen wieder Geschichten aus dem Alltag, wie immer etwas überzeichnet und doch nah an dem, was man manchmal gern sagen würde. – Maria Hills neue Serie schafft leider nicht an ihre Knallerfrauen heran zu kommen und kann nur noch leicht erheitern.

III. Reportagen

2023 habe ich 12 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 13 Staffeln gesehen. Interessanterweise gab es hier nicht so wirklich eine Enttäuschung. Manche waren nur einfach besser als die Anderen – im Ranking:

Platz 12: Indian Matchmaking – Staffel 3

Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in ganz Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet. – Wieder besser als Staffel 2, konnte mich wieder mehr überzeugen, aber war einfach schwächer als die anderen Serien.

Platz 11: Johnny Depp vs. Amber Heard – Miniserie

Der Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard wurde live übertragen und führte dazu, dass das Internet wild mit diskutierte und sich eindeutige Lager bildeten, wobei eins deutlich größer war als das andere. In dieser Dokumentation geht es aber eher um das Internet-Phänomen dahinter und wie der Prozess die Gemüter beeinflusste. – Weniger eine Dokumentation über den Gerichtsprozess als vielmehr über die Berichterstattung und Vorverurteilungen. Interessante Doku darüber, wie das Internet funktioniert.

Platz 10: Snack vs. Chef – Staffel 1

Küchenchefs treten gegeneinander an, um die besten Imitationen beliebter Snackklassiker zu gestalten. Von Pringels über Oreos bis hin zu KitKat ist hier allerhand vertreten. Doch auch ihre eigenen Ideen sind gefragt. Wer schafft es bis ins Finale? – In diesem Wettbewerb müssen die Teilnehmenden bekannte Snacks, wie Pringles oder Cheetos nachmachen, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Interessanter Ansatz, funktioniert über eine Staffel auch gut, aber ich bräuchte keine zweite.

Platz 9: Takeshis Castle (2023) – Staffel 1

Takeshis Castle ist zurück. Wieder wurde eine große Armee an tapferen Recken gefunden, die bereit sind das Schloss zu stürmen. Doch vorher müssen diesmal erstmal andere Burgen eingenommen werden. Dafür müssen wieder allerhand schlammreiche Hindernisse überwunden werden. – Die Neuauflage ist nicht weniger verrückt als das Original, aber noch immer sehr witzig.

Platz 8: Hack my Home – Staffel 1

Dieses Einrichtungsteam hat sich auf kleine Räume spezialisiert, die sie mit allerhand Hacks aufwerten, um so mehr Platz zu schaffen. Dabei hat jeder seine ganz eigene Aufgabe und zusammen kommen wahre Platzwunder dabei heraus. – Innerhalb kürzester Zeit durchgebinged, mochte die Ideen sehr und das Team war auch sehr sympathisch. Gerne mehr Folgen!

Platz 7: Zoogeflüster – Staffel 1-2

Viel los im Columbus Zoo. Neben Neugeborenen stehen viele Kleinigkeiten im Alltag an. Dramatische Operationen, aber auch die kleinen Lichtblicke, die den Alltag als Tierpflegende so aufregend macht. – Immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschaut, aber toller Einblick und vor allem tolle Tiere! Da wusste man gar nicht, in welches man sich zuerst verlieben sollte. – Sympathische Reportage über den Columbus Zoo. Sehr große Tiernähe und hat mich von Anfang an mit Gepardenbabys verzückt.

Platz 6: BTS – Bon Voyage – Staffel 1

BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. In 2016 bekamen sie eine Stunde Zeit, um Handgepäck für 10 Tage zu packen. Das Ziel war Norwegen. Dort mussten sie immer wieder mit einem überschaubarem Budget bestimmte Ziele erreichen. Da kann man nur Bon Voyage wünschen. – Etwas chaotisch und gefühlt war ich nur damit beschäftigt die Hände über den Kopf zu schlagen, weil schon wieder jemand etwas vergessen oder gar verloren hatte, aber dennoch wie immer sehr sympathisch mit den Jungs.

Platz 5: Queer Eye Brazil – Staffel 1

Die Fab Five sind diesmal Fred, Rica, Luca, Yohan und Guto, die durch Brasilien reisen und ganz im Sinne des Vorbilds Menschen unter die Arme helfen, die Probleme haben ihren Alltag zu bewältigen. Dabei darf auch hier die typische quirrlige Art, viel Verständnis und herzerwärmende Botschaften nicht fehlen. – Nach dem Original aus den USA und dem ersten Ableger in Deutschland, gibt es nun auch eine brasilianische Ausgabe. Wie immer voller Herzenswärme und Charme und funktioniert damit wunderbar.

Platz 4: BTS – In the Soop – Staffel 1

BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. 2020 machte die Pandemie ihre Tourpläne zunichte und so hatten sie endlich mal Zeit für eine Auszeit. Dafür wurde ein Ferienhaus gemietet, mit allerlei Annehmlichkeiten ausgestattet, die sich die Jungs vorher wünschen durften und dann hieß es einfach mal nur ausspannen. – Wenn die Frage danach, ob es heute endlich die angekündigten Pasta mit Steak gibt, das spannendsten an der Serie ist, und man sieben Jungs über lange Zeit beim Nichtstun zu gucken kann, dann ist es die unvergleichliche Energie von BTS. Hat sehr gut funktioniert, gern mehr davon.

Platz 3: Traumhaus Makeover – Staffel 4

Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – Auch in der vierten Staffel begeistert mich die Serie noch, da die Hosts absolut sympathisch sind und sie tolle Gestaltungsideen haben.

Platz 2: Queer Eye – Staffel 7

Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in New Orleans, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. Die Fab5 sind zurück und machen diesmal New Orleans unsicher. Dabei versprühen sie wie immer ihren Charme und können nicht anders als gute Laune zu verbreiten

Platz 1: Rennervations – Staffel 1

Jeremy Renner ist nicht nur Schauspieler und Musiker, sondern engagiert sich auch viel für verschiedene Charity Projekte. Unter anderem hat er einen riesen Fuhrpark an ausrangierten Fahrzeugen, denen er neues Leben einhauchen will. Wie aus einem alten Schulbus ein mobiles Tanzstudio werden kann und ähnliche Umbauten, entdecken wir in Rennervations – Wegen Jeremy Renner mit der Serie angefangen, wegen seines Teams habe ich die Staffel durchgebinged. So herzlich und sympathisch, mit tollen Geschichten und viel Herz für die Charity Projekte.

IV. K-Dramen

2023 habe ich 11 Serien mit insgesamt 12 Staffeln aus Korea gesehen. Nachdem ich das Genre 2022 für mich entdeckt habe, konnte ich hier wieder einige tolle Dramen entdecken. Hinweis: K-Dramen bestehen i.d.R. nur aus einer abgeschlossenen Staffel, daher werden die Staffelnummern nur bei den Ausnahmen erwähnt – im Ranking:

Platz 11: Dr. Stranger

Park Hun und sein Vater werden nach einem politischen Komplott in Nordkorea eingeschleust und hinterher nicht wieder rausgelassen. Jahre später und nach einer spektakulären Flucht durch Budapest, wo er seine Verlobte gestorben glaubte, betreibt er eine kleine Klinik, die sich auf Banden und ähnliches spezialisiert hat. Da bekommt er das Angebot an einer renommierten Klinik zu arbeiten und gerät in einen Wettstreit mit einem Chirurgen darum, wer den erkrankten Ministerpräsidenten operieren darf. Noch ahnt Hun nicht, dass eben jeder vor all den Jahren dafür sorgte, dass er Nordkorea nie wieder verlassen sollte. – Hat sich leider sehr gezogen und immer wieder im Kreis gedreht, dafür am Ende sehr gehetzt. Leider eines der schlechteren Dramen, die ich gesehen habe.

Platz 10: My Holo Love

Han So-Yeon kämpft seit ihrer Kindheit mit Gesichtsblindheit, die sie aber verschweigt. Dadurch wird sie von ihren Kolleg*innen eher gemieden, und auch darüber hinaus führt sie eher ein zurückgezogenes Leben. Das ändert sich, als sie den Prototypen einer Brille in die Hände bekommt, mit der sie Holo sehen kann. Diese KI hilft ihr im Alltag. Doch sie bekam die Brille nur, weil die Erfinderfirma sie vor Dieben schützen wollte. Nun wollen sie ihren Prototypen dringend zurück. Blöd, dass So-Yeon eine starke Bindung zu Holo aufgebaut hat. Doch beruht diese auf Gegenseitigkeit? – Leider eher schwaches Drama, dreht sich viel im Kreis, kommt nicht vorwärts und nutzt die Grundidee so gar nicht.

Platz 9:  Descendants of the sun

Captain Yoo Si-Jin und Master Sergeant Seo Dae-Yeong gehören bei der koreanischen Armee zu einer speziell ausgebildeten Sondereinheit für besonders schwierige Einsätze. Alles ist gut, bis Si-Jin durch einen Zufall auf die Ärztin Dr. Kang Mo-Yeon trifft und sich verliebt. Doch durch seinen Job scheitert eine Beziehung. Ein paar Monate später treffen sie sich unfreiwillig in Uruk wieder, wo die koreanische Armee zur Stabilisierung beitragen soll. Und das Kribbeln zwischen ihnen beiden kehrt zurück. – Schönes Drama aus Korea, auch wenn die Militärthematik etwas gewöhnungsbedürftig war. Hatte für mich etwas zu viele Katastrophen, aber die Liebesgeschichte war wirklich schön.

Platz 8: Destined with you

Lee Hong-Jo arbeitet im Landschaftsamt im Rathaus, wo sie jedoch aufgrund von Vorfällen in der Vergangenheit von ihrem Team eher gemieden wird. Bei einem Außeneinsatz in einem „Spukhaus“ trifft sie auf Jang Sin-Yu. Dieser ist Anwalt und arbeitet inzwischen auch im Rathaus. Eigentlich will er nichts mit der übereifrigen Beamtin zu tun haben, doch bekommt er den Auftrag eine alte verschlossene Kiste an eben diese zu übergeben. Durch Neugier hält er den Kontakt und beide finden heraus, dass ein Zauberbuch in der Kiste ist. Hong-Jo glaubt eigentlich nicht an Magie, aber warum den Liebeszauber nicht einmal an ihrem Schwarm austesten. Nur leider kommt Sin-Yu dazwischen. – Die Grundidee klang gut, leider waren die Charaktere am Anfang sehr unsympathisch und es gab viel unnötiges hin und her, wodurch sich die Serie unnötig streckte. Wurde gegen Ende spannender, aber da hatte sie mich an vielen Stellen schon verloren.

Platz 7: Weightlifting Fairy Kim Bok-Joo

Kim Bok-Joo studiert an einer Sportuniversität mit Schwerpunkt Gewichtheben. Dabei trifft sie auf Jung Joon-Hyung, einem Schwimmer, den sie aus der Grundschule kennt. Doch Bok-Joo schwärmt für dessen Cousin, dem sie jedoch nur durch seinen Job näher zu kommen glaubt. Allerdings ist Jae-I als Arzt, spezialisiert auf Diäten. – Sehr witziges K-Drama, mochte es sehr, dass die Protagonistin als Gewichtheberin eben mal nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprach. Leider an vielen Stellen auch einfach problematisch, wenn mit schwierigen Themen nicht gut umgegangen wurde bzw. der Protagonist auch einfach viel zu oft übergriffig ist.

Platz 6: Itaewon Class

Park Saeroyi hat Probleme an seiner neuen Schule, da er das Mobbing eines Mitschülers nicht duldet. Da dieser aber der Sohn eines einflussreichen CEO ist, fliegt er von der Schule und sein Vater verliert seinen Job. Als kurz darauf sein Vater vom gleichen Mobber tot gefahren wird, dreht er durch und landet dadurch im Gefängnis. Doch Saeroyi hat einen Plan. Viele Jahre später eröffnet er in Itaewon eine kleine Bar und versucht diese zum Erfolg zu führen, um gegen die Familie, die ihn alles gekostet hat, bestehen zu können. – Harter Einstieg, aber die Freundschaften sind wirklich toll, auch wenn es immer schwierig bleibt mit den Themen.

Platz 5: Alchemy of Souls – Staffel 1-2

Die mächtige Magierin Naksu führt, um zu überleben, die verbotene Magie der Seelen durch. Dabei gelangt ihre Seele in den Körper des blinden Mädchens Mu-Deok. In dieser Form trifft sie auf einen mächtigen Erben einer Magierlinie Jang Uk. Dieser ist aufgrund eines Geheimnisses um seine Geburt von den Lehren ausgeschlossen, auch wenn er enge Beziehungen zu den Anführern hegt. Mu-Deok wird zunächst seine Dienerin, doch bald stellt er fest, dass sie seine größte Chance ist, um sein verschlossenes Energieportal öffnen zu lassen. – Der Hype ist größtenteils berechtigt, aber zwischenzeitlich etwas langatmig. Und das Ende des ersten Teils war schrecklich, da wäre ein gutes Ende bereits möglich gewesen. Der zweite Teil wird dem tollen ersten gar nicht gerecht. Durch den Zeitsprung braucht sie zu lange sich wieder aufzubauen und vergisst dadurch die Handlung nachvollziehbar zu halten. Auch fehlt der Witz. Sehr schade!

Platz 4: Business Proposal

Shin Ha-Ri mag ihren Job als Food Specialist bei einer großen Firma für Tiefkühlgerichte. Doch als ihre beste Freundin sie bittet für sie zum Blind Date zu gehen und den Typen zu vergraulen, den ihr Vater für sie ausgesucht hat, ahnt Ha-Ri nicht, dass es sich dabei um den CEO der Firma handelt, für die sie arbeitet. Und dass er sie trotz des desaströsen ersten Dates direkt heiraten will. – Fing etwas cringe an, aber mausert sich schnell zu einer tollen Geschichte mit viel Witz und viel Gefühl. Highlight K-Drama!

Platz 3: Pinocchio

Choi Dal-po hat eine große Abneigung gegen Journalisten seit eine seine Familie zerstörte. Seine Adoptivschwester Choi In-ha hingegen versucht trotz ihres Pinocchio-Syndroms, durch das sie nicht lügen kann, Journalistin zu werden. Da er sie nicht davon abhalten kann, versucht er ihr zu helfen und wird dadurch in dem Job angenommen, den er nie wollte. – Absolutes Highlight K-Drama! Jede Folge war spannend, mitreißend, gefühlvoll und witzig. Gute Debatte über Journalismus und deren Konsequenzen. Konnte kaum ausschalten.

Platz 2: Crash Course in Romance

Choi Chi-Yeol ist ein berühmter Mathelehrer und seine Privatkurse sind heiß umkämpft. Nam Haeng-Seon hat einen Banchan-Laden und versucht für ihre Nichte die beste Schulbildung rauszuholen. Doch als sie für sie einen Platz bei Chi-Yeol erkämpft, hat sie keine Ahnung, dass dieser kurz darauf ihr Herz erobert. – Ein sehr tolles Drama, zwischendurch vielleicht ein bisschen zu viel Drama, aber ich mochte die Geschichte sehr und Jung Kyun-Ho spielte mit, was für mich immer ein Pluspunkt ist.

Platz 1: Doom at your service

Tak Dong-Kyung hat einen wirklich beschissenen Tag. Sie erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat, dass ihr Freund bereits verheiratet ist und ihr Bruder sich ein Teil des Erbes ihrer Eltern für eine dumme Geschäftsidee krallen will. In ihrer Frustration schreit sie in die Nacht, dass sie die Welt brennen sehen will. Dies hört Myul Mang, das Unheil. Er schließt einen Vertrag mit ihr, um die Schmerzen ihrer letzten Wochen von ihr zu halten, dafür muss sie sich das Ende des Welt wünschen, damit er ihren Wunsch erfüllen kann. Doch es soll anders kommen. – Highlight K-Drama! Sehr tolle Geschichte, spannend, mitreißend, und vor allem sehr gefühlvoll

V. Anime

2023 habe ich 12 Animes mit insgesamt 19 Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 12: Little Witch Academia – Staffel 1

Akko Kagari will ihrem großen Vorbild, der Hexe Chariot, nacheifern und schreibt sich an der Hexenakademie Luna Nova ein. Nur leider hat sie kaum magische Begabung und muss so immer wieder kämpfen, um in den Fächern mithalten zu können. Dabei helfen ihr ihre Zimmermitbewohnerinnen. Gar nicht begeistert davon ist hingegen die beliebte Diana. – Leider sehr schwach, da die ewig gleichen Charaktere an einem Hexeninternat einfach nicht mehr funktionieren. Sehr nervige Protagonistin. Hat mich eher gelangweilt als unterhalten.

Platz 11: Shinobi no Ittoki – Staffel 1

Ittoki Satubara dachte, dass er ein ganz normales Leben führen würde. Doch als seine Mutter ihm offenbahrt, dass sie die Anführerin eines Ninja-Clans ist und er fortan an eine Schule für angehende Ninjas geschickt wird, ändert sich sein Leben schlagartig. Doch damit nicht genug, ist seine Familie auch in eine alte Fehde verwickelt, die neu entflammt ist. – Langatmig, drehte sich immer wieder im Kreis, viel zu schnelle Fähigkeitenentwicklung, mochte die ganze Geschichte nicht.

Platz 10: Ooran High School Host Club

Die Ooran High School ist eine Privatschule für die Elite. Durch ein Stipendium schafft Haruhi es an die Schule, um in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten. Dabei landet sie in einem vermeintlich leerem Zimmer, um in Ruhe zu lernen. Doch hier ist der Host Club der Schule ansässig, der sie misstrauisch beäugt. Eins führt zum anderen und nachdem Haruhi eine Vase zerbrochen hat, muss sie die Schulden dafür abarbeiten. Das einzige Problem ist nur, dass sie als Mädchen in einem Host Club eigentlich nicht arbeiten dürfte. Doch durch ihre offene Art zieht sie die anderen Hosts in ihren Bann und wird fortan als Junge ausgegeben. – Hatte durchaus seine witzigen Momente, man musste es aber aus der Sicht der Entstehungszeit sehen, sind doch einige Darstellungen heutzutage nicht mehr tragbar. Driftet gegen Ende immer mehr in die Belanglosigkeit und kann den durchaus sympathischen Start nicht halten.

Platz 9: Blue Lock – Staffel 1

Nachdem die japanische Nationalmannschaft weiterhin im Fußball kaum Erfolge vorzuweisen hat, wurde das Blue Lock Programm ins Leben gerufen. Nachwuchskicker aus dem ganzen Land wurden eingeladen, nicht ahnend, dass es die schwerste Prüfung wird, die sie je hatten. – Interessante Idee, braucht ein wenig um sich aufzubauen, aber ist mal ein etwas anderer Sportanime.

Platz 8: Re-Main – Staffel 1

Minato ist erfolgreich im Wasserball, bis er nach einem Turnier einen Autounfall hat. Als er auf dem Koma erwacht, ist ein Jahr vergangen und er hat keine Erinnerung an die letzten drei Jahre. Da er in seinem Team nicht mehr mithalten kann, muss er die Schule wechseln. Dort versucht Jo gerade ein Wasserball-Team zu gründen. – Richtig starker Sport-Anime zum Thema Wasserball. Leider fand ich den Plottwist in der Mitte sehr schwierig und hat mir die Leichtigkeit der Serie genommen. Konnte sich aber gegen Ende wieder etwas bessern, weswegen ich mich auf eine mögliche zweite Staffel freue.

Platz 7: Sailor Moon – Staffel 1

Bunny Tsukino ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das schnell emotional wird, gern verschläft und auch ansonsten eher faul ist. Als ihr die Katze Luna zuläuft, erfährt sie, dass sie eine der Sailor Kriegerinnen ist, nämlich Sailor Moon. Fortan muss sie neben der Schule für Liebe und Gerechtigkeit kämpfen, denn die Mächte des Bösen versuchen immer wieder die Macht über ihre Welt zu übernehmen. Zum Glück findet sie bald Hilfe bei anderen Sailor Kriegerinnen. – Meine erste Begegnung mit den Sailor Kriegerinnen, aber ich mochte die einzelnen Geschichten und das Schwelgen in der Welt. Werde bestimmt weiterschauen.

Platz 6: Romantic Killer – Staffel 1

Videospiele, ihre Katze und ungesunde Snacks sind die drei großen Laster von Anzu Hoshino. Bis sie auf ein magisches Wesen trifft, das der Ansicht ist, dass sie sich unbedingt verlieben muss, worauf Anzu so überhaupt keine Lust hat. Also verbannt das Wesen ihre drei großen Laster aus ihrem Leben und bringt stattdessen ein paar Jungs durch Zufälle in Anzus Leben, die davon überhaupt nicht begeistert ist. Doch der einzige Weg in ihr bisheriges Leben ist es, ein wenig mitzuspielen. – Gute Ausgangsidee und zwischendurch einige gute Ideen, aber ich habe sehr mit der Protagonistin mitgelittten.

Platz 5: Beautiful Bones – Staffel 1

Shoutaru, ein Oberschüler, ist vor einiger Zeit auf Sakurako getroffen, die als Präparatorin eine merkwürdige Vorliebe für Knochen hat. Doch bei ihren Ausflügen finden sie gern auch mal eine Leiche, deren Geschichte die Polizei meist überfordert, weswegen die beiden immer wieder einschreiten. – Liebevoll gestalteter Anime, tolle Charaktere, spannende Fälle, leider mit Cliffhanger und ohne Aussicht auf eine Fortsetzung.

Platz 4: Kurokos Basketball – Staffel 1-3

Die Teko Mittelschule hat unzählige Preise im Basketball gewonnen, was vor allem an fünf Spielern lag, die als die Wundergeneration bekannt sind. Kuroko wurde als geheimes sechstes Mitglied geführt. An der Oberschule gehen sie auf getrennte Schulen. Da die Wundergeneration vor allem durch ihre Egos bekannt wurde, will Kuroko mit seinem neuem Team zeigen, dass Teamgeist über alles steht. – In der ersten Staffel noch etwas schwächer, da man direkt in die Geschichte reingeworfen wurde, aber es wurde immer spannender, da die Identifikation mit den Charakteren stärker wurde, mitreißende Spiele und ein tolles Ende. – Etwas wenig Charaktervorstellungen, es geht gleich direkt in die Spiele, ich brauchte ein wenig um mit der Serie warm zu werden, aber dann wird sie durchaus sehr spannend. Danach wurde es immer spannender, da die Identifikation mit den Charakteren stärker war, mitreißende Spiele und ein tolles Ende.

Platz 3: Spy x Family – Staffel 1.2

Twilight ist Spion aus Westalis und wird nach Ostania geschleust. In Berlint soll er sich unter der Tarnidentität Loid Forger Zugang zu einem der führenden Politiker verschaffen. Der einfachste Weg ist über die Eden-Akademie, eine der führenden Schulen. Dafür benötigt er jedoch ein Kind. In einem Waisenhaus adoptiert er die Telepathin Anya, ohne von ihren Fähigkeiten zu wissen. Doch leider akzeptiert die Eden nur vollständige Familien, weswegen Loid noch eine Frau braucht. Diese findet er in Yor, weiß jedoch nicht, dass sie eine berühmte Auftragskillerin namens Dornenprinzessin ist. – Auch der zweite Teil der ersten Staffel ist wunderbar manganah und fängt die Atmosphäre gelungen ein. Witzig, spannend und elegant.

Platz 2: Free – Staffel 1-3

Nachdem sie bereits früher zusammen in einer Staffel schwammen gründen Haruka Nanase, Makoto Tachibana und Nagisa Hazuki einen Schwimmclub in der Oberschule, aber dafür brauchen sie noch einen vierten Schwimmer. Außerdem taucht Rin Matsuoka wieder auf, allerdings an der Konkurrenzschule. Die vier verbindet eine Vergangenheit, die sie auseinander gerissen hat. – Ein Anime über ein Schwimmteam, da war ich doch dabei. Die Dynamik kommt nicht so gut rüber wie in anderen Genrevertretern wie Haikyuu, aber die Charaktere machen es wett und auch wenn die Auflösung der Rivalität irgendwie belanglos schien, hatte ich eine schöne Zeit. Staffel Zwei konnte damit gut mithalten. Bei Staffel Drei hab es einen guten Übergang von Oberschule zu Uni, aber dann tauchen viel zu viele neue Charaktere auf, dass man komplett den Überblick verliert. Daher leider schwächer als die vorherigen Staffeln, aber dennoch gefühlvolles Finale.

Platz 1: Haikyu – Staffel 1-4

Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten. – Ich hasse Volleyball. Aber diese Serie mit faszinierenden Charakteren rund um den Sport ist absolut mitreißend und spannend. Während die zweite Staffel noch eine gute Mischung aus Handlung und Spannung bietet, war die dritte das reinste an meinen Nerven rütteln. Und ich habe jede Sekunde davon geliebt! Die vierte beginnt wieder etwas ruhiger, aber auch hier wird es bald wieder sehr spannend.

VI. Fortgesetzte Serien

2023 habe ich 14 Serien fortgesetzt und dabei 20 neue Staffeln entdeckt. Dabei gab es auch hier keine wirkliche Enttäuschung und auch insgesamt fiel mir hier das ranken am schwersten. – im Ranking:

Platz 14: Loki – Staffel 2

Loki wird durch sogenannte Zeitzerrungen immer wieder in der Zeit hin und her geworfen, nachdem Sylvie jenen, der bleibt, erstochen hat. Zum Glück hat Mobius eine Idee und sie wenden sich an Ouroborus, einem Techniker, der sich dem Problem annimmt. Doch ein viel größeres Problem steht bevor. Der Zeitapparat ist gefährlich überlastet. Loki und seine Freund*innen müssen sich an eben jene wenden, die sie zuvor enttäuscht haben, um die Zeit zu retten. – Wieder eine deutlich stärkere Serie aus dem MCU, aber scheint dennoch zu lang für die erzählte Handlung. Teilweise etwas zäh, dafür mit einem gewaltigen Ende.

Platz 13: Brooklyn 99 – Staffel 8

Viel Betrieb im 99. Revier des NYPD. Auf humorvolle Weise begleitet die Serie den Alltag des Reviers und dessen sehr unterschiedliche Charaktere. – Der Abschied vom 99. fiel sehr schwer, denn wo zuvor deutlich die Luft raus war, hat diese Staffel noch einmal viel rausgerissen. Auch das Aufgreifen aktueller Thematiken hat der Serie sehr gut getan.

Platz 12: Schitt’s Creek – Staffel 3-6

Familie Rose, das sind die Eltern Johnny und Moira, sowie die Kinder David und Alexis, sind reich. Zumindest bis der neue Geschäftsführer ihrer Firma keine Steuern zahlt und die Steuerbehörde ihnen fast alles wegnimmt. Geblieben ist ihnen eine kleine Stadt namens Schitt’s Creek, die Johnny David vor ein paar Jahren als Witz zum Geburtstag schenke. Dort müssen sie nun in einem heruntergekommenen Motel in zwei Zimmern ohne abschließbare Tür leben und sich mit den Kleinstadtgewohnheiten auseinander setzen. – Eigentlich bin ich ja nie in die Serie reingekommen. Aber ab Staffel 3 hat es mich dann doch erwischt und ich bin nur so durch die Folgen geflogen. Hat immer noch deutliche Schwächen, aber da sich ein paar Charaktere gut weiter entwickelt haben, war es jetzt doch deutlich besser.

Platz 11: Shadow & Bone – Staffel 2

Alina und Mal sind auf der Flucht, doch kommen nicht weit. Der Dunkle findet sie und zwingt sie dazu ihnen zu helfen die Meeresgeisel und damit den zweiten großen Kräftemehrere zu finden. Dabei bekommen sie unerwartete Hilfe. Währenddessen versuchen die Krähen ihre Schulden im Barrell zu begleichen. Dafür benötigen sie Hilfe von der Grisha Nina, doch diese stimmt nur unter einer Bedingung zu: Matthias Helvar muss aus dem Gefägnis befreit werden. Doch das ist gar nicht so einfach. – Nach der sehr starken ersten Staffel leider eher enttäuschend. Weiß nicht so recht, welche Geschichte er erzählen soll. Bin etwas ratlos, wie das passieren konnte.

Platz 10: Inside Job – Staffel 2

Reagan Ridley arbeitet als Wissenschaftlerin bei Cognito Inc., eine Firma, die sich mit Verschwörungstheorien befasst bzw. für deren Geheimhaltung zuständig ist. Zusammen mit ihrem Team hat sie dabei alle Hände voll zu tun. – Die zweite Staffel führt die Charaktere weiter aus und hat mir fast nochmal besser gefallen als Staffel 1.

Platz 9: Hilda – Staffel 2

Hilda lebt mit ihrer Mutter und ihrem Hirschfuchs Hörnchen mitten in der Wildnis. Bis sie dort ein Problem mit den Elflingen und ein paar Riesen hat. Ihre Mutter beschließt daher nach Trolberg zu ziehen, damit Hilda in einer sichereren Umgebung aufwächst. Diese ist davon nicht begeistert, zumal es ihr schwer fällt sich einzuleben. Doch in David und Frida findet sie Freunde. – Gewohnt schöne Geschichten, wenn auch einmal zu oft der Konflikt mit der Mutter ausgespielt wurde.

Platz 8: Good Omens – Staffel 2

Der Engel Erziraphael und der Dämon Crowley konnten die Apokylpse abwenden und widmen sich wieder ihrem ruhigen Leben auf der Erde. Bis der Erzengel Gabriel vor Erziraphaels Buchladen auftaucht, mit einer mysteriösen Kiste, aber ohne Erinnerungen. Der Engel und der Dämon müssen recherchieren, was es auf sich hat, denn auch die Hölle hat ein großes Interesse an dem Erzengel. – Kommt leider nicht an die brilliante erste Staffel heran. Verrennt sich ein wenig in dem, was sie aussagen will und kommt erst gegen Ende zum Punkt.

Platz 7: Star Trek Picard – Staffel 3

Jean-Luc Picard bekommt einen Notruf von einer alten Bekannten. Zusammen mit William Riker folgt er diesem und geht dafür an Bord der USS Titan, an der auch Seven of Nine dient. Dabei finden sie heraus, dass die Förderation unterwandert wurde. Zeitgleich sucht Raffi undercover nach Hinweisen. – Langatmiger Einstieg, man weiß nicht so recht, worauf die Serie hinaus will. Aber nach und nach kommen immer mehr Chameos dazu, bis die Nostalgiewelle die Spannung in die Hand nimmt. Hinten raus noch einmal eine starke Staffel.

Platz 6: Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 2-3

Luz hat sich entschieden auf den brodelnden Inseln zu bleiben und kann daher nicht zu ihrer Mutter zurückkehren, zumal das Portal zerstört wurde. Nun suchen sie und ihre Freund*innen verzweifelt nach einem neuen Weg. Gleichzeitig hat Imperator Belos etwas großes geplant. Am Tag der Einheit soll es enthüllt werden, doch Ida ist sich sicher, dass es sich dabei um etwas gefährliches handelt. King ist unterdessen auf der Suche nach seiner Herkunft und seiner Familie. – Im Ganzen funktioniert die zweite Staffel sehr gut, im Einzelnen gab es ein paar zu viele Folgen, die lediglich auf das Finale angespielt haben. Aber die Liebesgeschichte war einfach nur so haaach. Immerhin hat die Serie nach dem riesen Cliffhanger überhaupt noch eine Fortsetzung bekommen. Das geplante Finale in drei Folgen quetschen zu müssen, hat ihr aber leider nicht gut getan.

Platz 5: Only murders in the building – Staffel 3

Oliver hat es endlich geschafft und wieder ein Stück am Broadway inszeniert, mit Charles in einer der großen Rollen. Doch bei der Premierenfeier kommt es zu einer Tragödie und der Hauptdarsteller Ben wird vergiftet. Bei einer Trauerfeier im Arkonia taucht dieser jedoch wieder lebendig auf, nur um kurz darauf im Fahrstuhl endgültig ermordet zu werden. Mabel und Charles wollen wieder ermitteln und eine dritte Staffel ihres Podcasts auflegen. Doch Oliver hat zuviel damit zu tun, seine Produktion zu retten. – Der Wechsel vom Haus zum Theater funktioniert nur bedingt, es gab zu viele Doppelungen und die Dynamik des Dreierteams passt diesmal so gar nicht. Dennoch nicht schlecht, aber man merkt, dass der Serie die Luft ausgeht.

Platz 4: Heartstopper – Staffel 2

Nick und Charlie sind inzwischen zusammen, doch da Nick noch nicht sein Coming Out hatte, weiß es nur der engste Freundeskreis. Nick will das schnellstmöglich nachholen, doch findet einfach nicht den richtigen Zeitpunkt. Und dann stehen auch noch die Prüfungen und die Paris-Reise an. – So eine cozy Serie und doch thematisiert sie so schwierige Themen. Guter Umgang mit queeren Themen. – So eine cozy Serie und doch thematisiert sie so schwierige Themen. Guter Umgang mit queeren Themen.

Platz 3: How I met your father – Staffel 2

Sophie und Jesse nähern sich langsam wieder an, doch nachdem Sophie ein paar nicht so gut laufende Dates und Beziehungen hatte, beschließt sie, dass es Zeit wird ihren Vater zu finden. – Sagt, was ihr wollt, aber ich liebe die Gruppe von Freund*innen einfach sehr. Ich liebe den Humor, die Geschichten und einfach alles. Habe mich über jede neue Folge sehr gefreut und hoffe nun auf eine dritte Staffel.

Platz 2: Star Trek Lower Decks – Staffel 3-4

Es ist viel zu tun auf der USS Cerritos, einem eher unbedeutenderen Schiff der Sternenflotte. Das alles reibungslos funktioniert liegt wohl vor allem an den Ensigns, die auf den unteren Decks arbeiten, weit entfernt von der Brücke. Diesmal geht es um die Abenteuer dieser Crew. – Auch wenn die namensgebenden unteren Decks kaum noch eine Rolle spielen, habe ich wieder jede Folge genossen.

Platz 1: Big Time Rush – Staffel 3-4

Nach turbulenten Zeiten für Kendall, Carlos, Logan und James, ging es endlich auf große Welttournee. Doch auch zurück im geliebten Palm Woods müssen sie sich neuen Herausforderungen stellen. So knistert es ganz schön zwischen Kendall und Lucy, sie werden von Paparazzi verfolgt und noch vieles mehr. Auf jeden Fall wird es als Superstar nicht langweilig. – Durch Paramount+ endlich auch für mich sichtbar und ich liebe diese Serie einfach. Klar hat man gemerkt, dass ihr gegen Ende hin etwas die Luft ausging, aber sie haben einen schönen Abschluss gefunden für die Charaktere.

VII. Neue Serien

2023 habe ich 12 Serien neu entdeckt und davon 15 Staffeln gesehen – im Ranking:

Platz 12: Secret Invasion – Staffel 1

Nick Fury und Martina Hill reisen nach Moskau, wo sie auf einen Skrull treffen, der sich als Everett Ross ausgibt, um an geheime Informationen zu kommen. Dabei stellen sie fest, dass sich eine Gruppierung der Skrulls gebildet hat, die von Fury enttäuscht sind, da dieser seit den 1990er Jahren keinen neuen Heimatplaneten für sie gefunden hat, und deswegen nun die Erde einnehmen wollen. Und dafür gehen sie über Leichen. – Leider wieder ein Reinfall aus dem Hause Marvel. Sehr langatmig, gefühlt ist nichts passiert, ständig drehte sich alles im Kreis.

Platz 11: Obi-Wan Kenobi – Staffel 1

Nach der Order 66 und dem Fall der Republik lebt Obi-wan zurückgezogen als Ben Kenobi auf Tattoine und wacht aus der Ferne über Luke Skywalker. Bis Prinzessin Leia entführt wird und sein alter Freund Bail Organa ihn um Hilfe bittet, verlässt er sein Exil und muss sich erstmals wieder seinem ehemaligem Schützling stellen. – Nach Boba Fett die zweite Star Wars Serie, die in die Belanglosigkeit andriftete. Kaum Handlung, alles künstlich gestreckt, wäre vielleicht ein spannender Film geworden, aber hat als Serie nicht funktioniert. Schade um die Charaktere.

Platz 10: XO, Kitty – Staffel 1

Kitty Song Covey hat eine Fernbeziehung zu Kim Dae-heon nach Seoul. Doch da bekommt sie die Zusage für ein Auslandsjahr an der Schule, die auch ihre verstorbene Mutter besucht hat und die auch Dae besucht. Doch vor Ort muss sie feststellen, dass Dae eine andere Freundin hat. Dass es sich nur um eine Scheinbeziehung handelt, muss sie erst noch herausfinden. – Leider sehr platt, das koreanische Setting kam kaum durch, sehr amerikanisiert, Protagonistin war super unsympathisch, die Witze haben kaum gezogen und alle Charaktere haben sich ständig um 180° gedreht. Schade, hatte als Ableger von All the boys I loved before etwas mehr Charme gewünscht.

Platz 9: Die Ringe der Macht – Staffel 1

Elbenkriegerin Galadriel landet nach ihrer erfolglosen Suche nach Sauron auf dem Meer, wo sie zusammen mit Halbrand vom Seefahrer Elendil nach Numenor gerettet. Gleichzeitig verschwinden immer mehr Menschen in den Südlanden, die Zeit der Elben scheint zu Ende zu gehen, weswegen Elrond zu den Zwergen geschickt wird und die Harfüße bestaunen nach einem gefallenen Meteorit einen geheimnisvollen Fremden. – Sehr lange Exposition, kommt erst gegen Ende in Fahrt, punktet aber durch atemberaubende Bilder und eine wunderbare Optik.

Platz 8: Taiwan Crime Stories – Staffel 1

Während zwei Versicherungsangestellte eine Zugentgleisung untersuchen, versucht ein Reporter herauszufinden, ob ein verurteilter Straftäter wirklich seine Familie ermordet hat, ein Polizist versucht den Mord an seiner Tochter, einer Grundschullehrerin, aufzuklären und zwei Brüder untersuchen den Mord an einem Jungen, wo das Militär sich einmischt. – Vierteilige Anthologie-Serie, leider sind die einzelnen Folgen sehr langatmig und die eigentlich spannenden Fälle werden dadurch sehr zäh.

Platz 7: 1899 – Staffel 1

1899 ist das Schiff Kerberos auf dem Weg von London nach New York. An Bord allerlei Auswandernde, die sich ein besseres Leben erhoffen. Unterwegs fangen sie einen Funkspruch der vermissten Prometheus ab. Der Kapitän Eyk Larsen beschließt die Route zu verlassen, um eventuell Hilfe zu leisten, nicht ahnen, dass er eine Kettenreaktion auslöst. – Die Dark-Macher zieht es diesmal auf eine Atlantik-Überquerung. Funktioniert zunächst gut, geht dann aber in eine etwas vorhersehbare Schiene. Leider nach der ersten Staffel abgesetzt, wodurch die finalen Aufklärungen wegbleiben.

Platz 6: Queen Charlotte – Staffel 1

1761 wird Charlotte von Mecklenburg-Strelitz mit King George III verheiratet. Nach einem kurzen Kennenlernen scheinen die Sympathien da zu sein, doch George verhält sich merkwürdig und weicht Charlotte aus. Die ist entschlossen die Gründe dafür herauszufinden. 56 Jahre später versucht Queen Charlotte die Thronfolge zu erhalten, in dem sie ihre Söhne und Töchter zur Ehe drängt. – Der Brigerton Ableger schafft es schnell sich aus dem Schatten hervorzuarbeiten und eine noch schönere, und auch traurigere Geschichte zu erzählen, die davon lebt diesmal deutlich weniger Charaktere zu haben.

Platz 5: Kohlrabenschwarz – Staffel 1

Der Psychologe Stefan Schwarz wollte eigentlich nur eine ruhige Zeit im Voralpenland verbringen, doch nach mehreren mysteriösen Morden wird er von der Kriminalpolizeit Rosenheim wieder mit einbezogen, was nicht allen gefällt. Doch die Morde scheinen auf alten bayrischen Sagen und Märchen zu beruhen. Stefan muss zusammen mit der engagierten Polizistin Anna Leitner, seiner Ex-Frau Susanne und dessen neuen Freund dem Pfarrer Franz herausfinden, dass hinter dem ganzen deutlich mehr steckt als es zunächst schien. – Etwas zäher Einstieg, wollte schon abbrechen, ab Folge 2 in einem Stück durchgebinged. Sehr schöne Kombination aus deutschen/bayrischen Märchen und Sagen, Krimi und Phantastik. Gern mehr davon.

Platz 4: iCarly (2021) – Staffel 1-3

Nach ihrer Zeit als Teenager, wo sie und ihre Freund*innen die Webvideos unter den Namen iCarly produzierten, kehrt Carly nach vielen Jahren aus dem Ausland zurück. Frisch von ihrem Freund getrennt, will sie iCarly wieder beleben und neuen, aber erwachseneren Content machen. Wieder mit dabei ist ihr Jugendfreund Freddy, der inzwischen eine adoptierte Tochter hat, ihr Bruder Spencer und neu mit an Bord ihre neue besten Freundin Harper. – Die Reunion der Serie konnte mit alten und neuen Charakteren wunderbar unterhalten und doch wesentlich aktuell werden, gut für zwischendurch.

Platz 3: Wednesday – Staffel 1

Wednesday Adams wird von ihren Eltern auf die Nevermore Academy geschickt, nachdem sie ihrer anderen Highschool verwiesen wurde. Dort trifft sie auf ihre Mitschüler*innen, die allesamt übersinnliche Fähigkeiten haben. Als es jedoch zu einem Monsternagriff auf sie kommt, beginnt sie zu ermitteln. Immer an ihrer Seite: Eiskaltes Händchen. – Vielleicht nicht das Highlight, was der Hype versprochen hat, aber eine starke Geschichte mit kultigem Charakter.

Platz 2: Star Trek Strange New Worlds – Staffel 1-2

Die Enterprise geht nach ihren Erlebnissen auf der Discovery wieder auf eine mehrjährige Mission. Captain Pike versammelt dafür sein Team und sie reisen dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Das bietet natürlich allerlei Platz für Abenteuer, aber auch menschliche Entwicklungen an Bord. – Nach einigen aktuelleren Star Trek Versuchen, besinnt sich Strange New Worlds auf die Anfänge und bietet wieder das Entdecken neuer Welten und den typischen „Vorfall“ der Woche.

Platz 1: One Piece – Staffel 1

Monty D. Ruffy möchte Pirat werden. Nachdem er immer wieder gehört hat, dass er zu jung sei, bricht er Jahre später allein auf. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf erste Verbündete. Sei es der Piratenjäger Zorro, die Navigatorin Nami, der Lügenbaron Lysopp oder der Koch Sanji. – Kunterbunter Piratenspaß, der sich zwar Freiheiten rausnimmt und doch die Mangareihe würdevoll umsetzt.

Was waren eure Highlights im Serienbereich? Welche Serie sollte ich unbedingt noch nachholen? Und mit welcher Platzierungen seid ihr überhaupt nicht einverstanden?

The Marvels

Ein Vorwort

Marvel fährt ihren Stil weiter fort, in dem man für ihre Filme weiterhin einiges an Vorwissen braucht, inzwischen eben auch aus den Serien. Doch die Charaktere aus einem der schlechtesten Filme mit zwei Charakteren aus einer besser gelaufenen Serie und einer nicht so gut gelaufenen Serie zu kombinieren, war dann doch gewagt – wenn auch vorhersehbar nachdem Ms Marvel gefühlt nur dafür inszeniert wurde. Warum der Film dennoch erstaunlich gut funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme/Serien man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain Marvel, Ms Marvel und WandaVision– diese stelle ich hier kurz vor.
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Avengers – Endgame, Secret Invasion – hierfür verweise ich (soweit vorhanden) auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Captain Marvel lernen wir Vers kennen, die auf Hala, dem Hauptplaneten der Krees, lebt. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab.
In WandaVision treffen wir auf die erwachsene Monika Rambeau, die Tochter von Maria Rambeau. Sie war durch Thanos Blip für fünf Jahre verschwunden und musste nun feststellen, dass ihre Mutter inzwischen verstorben ist. Sie schließt sich der paramilitärischen Organisation S.W.O.R.D. an und wird zur „Maximoff-Anomalie“ gerufen, eine von Wanda in ihrer Trauer geschaffene Barriere rund um eine Kleinstadt, in der sie in einer Art Sitcomwelt lebt und in der für sie Vision noch am Leben ist, aber auch alle Bewohnenden der Kleinstadt unter ihrer Kontrolle stehen. Rambeau tut sich mit dem FBI Agenten Woo (Ant-Man & the WASP) und Dr. Darcy Lewis (Thor) zusammen, um diese zu durchdringend. Dadurch gelangt sie in Wandas Sitcomwelt und versucht sie dort zu beeinflussen. Doch Wanda bemerkt die Manipulation und bringt Monica wieder auf die andere Seite der Anomalie. Dort spitzen sich die Dinge gerade zu, denn ihr Vorgesetzter hat heimlich einen weißen Vision bauen lassen, der mit Wandas Energie nun  einsatzfähig ist. Trotz der Warnung von Woo und Lewis versucht Monica erneut die Barriere zu durchdringen, wodurch sich etwas in ihrer DNA ändert und sie nun auch spezielle Fähigkeiten entwickelt. In der Midcredit Szene sehen wir, wie Monica von einem Skull rekrutiert wird und fortan arbeitet sie mit Nick Fury in einer Weltraumstation zusammen.
In Ms Marvel lernen wir Kamala Khan kennen. Sie ist ein riesen Fan von Carol Danvers und möchte sie unbedingt zu einer Convention cosplayen. Doch ihre Eltern sind dagegen. So entwendet sie heimlich einen alten Armreif von ihrer Großmutter aus der Schatulle ihrer Mutter und geht mit ihrem besten Freund auf die Convention. Dort kommt es zu einem Unfall, wobei Kamala entdeckt, dass sie durch den Armreifen übernatürliche Kräfte hat. Wieder zu Hause probiert sie mit ihrem besten Freund diese aus und lernt, dass sie eine Art von Lichtmagie beherrscht, genauso wie ihr großes Idol. Das ruft jedoch eine Spezialeinheit auf den Plan, die jegliche Ausbrüche von Kräften sofort unterbinden will. Gleichzeitig treffen Dschinns ein, die es ebenfalls auf den Armreif abgesehen haben. Kamala kann beiden entkommen und bekommt einen merkwürdigen Anruf ihrer Großmutter, die sie in die Heimat nach Pakistan einlädt. Dort trifft Kamala erneut auf die Dschinns und erfährt die Geschichte ihrer Familie. Während sie eine größere Katastrophe gerade noch abwenden kann, opfert sich die Anführerin der Dschinns, die einsah, dass sie falsch lag. Zurück in den USA sucht weiterhin die Spezialeinheit nach Kamala und ihren Freund*innen. Diese locken sie in die Schule, wo es zum finalen Showdown kommt. In einer Aftercredit Szene sehen wir, wie Kamala mit Captain Marvel den Platz tauscht, die davon ebenfalls überrascht ist. Der Auftakt für The Marvels wurde gelegt.

Die Handlung

Carol Danvers aka Captain Marvel (Brie Larson) untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel (Iman Vellani) und Monika Rambeau (Teyonah Parris). Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten.

Meine Meinung

Nach der sehr gehetzten Phase 4 des MCU, wo sich neue Filme und Serien in kürzester Zeit überschlugen, hat Marvel endlich die Bremse gezogen. So kam mit The Marvels erst der zweite Film dieses Jahr aus dem Hause Marvel in die deutschen Kinos. Auch serientechnisch wurde die Bremse gezogen. Und das war definitiv auch gut so, denn auch wenn Phase 5 bisher ebenso Schwächen zeigt, sind diese (abgesehen von Secret Invasion, die war wirklich schrecklich), bisher doch wieder stärker als das meiste aus Phase 4.
Aber von vorne. Der Beginn wurde bereits in einer After Credit Scene von Ms Marvel angeteasert und wir sehen, wie Kamala und Carol den Körper tauschen. Dann kurze Rückblende und wir erfahren, wie es unseren drei Protagonistinnen aktuell so ergeht. Carol abgeschieden im Weltraum, wo sie ab und an noch von Fury zu Einsätzen gebeten wird, Monica, die mit Fury auf einer Weltraumstation arbeitet und eben Kamala, die ganz normale Teenagerprobleme zu bewältigen hat. Bis Carol eine Anomalie untersucht und der Körpertausch beginnt.
Dabei ist die Grundgeschichte von The Marvels eigentlich gar nichts so besonderes. Die Drei reisen von Planet zu Planet und versuchen der Antagonistin zuvor zu kommen. Alles schön nach Schema, wenig Unvorhersehbares. Dennoch hat The Marvels unfassbar viel Spaß gemacht zu sehen. Denn die Körpertauschmomente, die zunächst unbewusst stattfinden, aber irgendwann als Waffe eingesetzt werden, sind intelligent geschrieben und bieten unfassbar viel Potential für gute Witze. So ist der Film direkt von der ersten Körpertauschszene an bis zum Ende spannend und unfassbar leicht erzählt. Der größte Trumpf des Films ist dann wohl Iman Vellani, die in ihrer Rolle als Ms Marvel einfach ziemlich viel Spaß hatte und das merkt man auch. Den Spaß, den sie an ihren Szenen hat ist ansteckend und überträgt sich auch aufs Publikum.
Natürlich ist The Marvels nicht die Rettung des MCU, denn die Ermüdung ist bereits weit fortgeschritten und es fehlt an innovativen Ideen. Über das CGI kann man denken, was man will, immerhin war es keine absolute Vollkatastrophe, wie bei She-Hulk. Die Geschichte ist an sich etwas dünn und vorhersehbar und die Antagonistin bekommt zwar eine kleine Hintergrundgeschichte, die ihre Taten rechtfertigen sollen, aber auch die wirkt relativ konstruiert. Dennoch hatte ich seit langem mal wieder richtig Spaß an einem MCU Film und damit auch einfach wieder Lust das Franchise weiter zu verfolgen.

Das Fazit

The Marvels ist vielleicht nicht die Rettung des MCU, aber ein Film, der einfach Spaß macht und unterhält. Die Handlung zwar größtenteils vorhersehbar und die Antagonistin eher blass, aber er ist trotzdem spannend und witzig und holt einen ab. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

The Marvels läuft seit dem 08.11.2023 in den deutschen Kinos.

Mein Jahresrückblick 2023 – #2 – Die Bücher

Die Jahresrückblicke gehen in die zweite Runde und wie jedes Jahr bedeutet das, dass wir uns nun den Büchern zuwenden. Ich hatte wieder das Ziel von 100 Büchern, das ich einfach zwischenzeitlich geschafft hatte, weswegen ich das Ziel dann nochmal auf 150 Bücher hochgesetzt hatte. Auch das Ziel habe ich geschafft. Dabei sind es in diesem Jahr vor allem die Hörbücher, die gestiegen sind, und auch die Mangas waren wieder gut vertreten.

Zunächst wie immer etwas Statistik:

Bücher insgesamt: 173 (2022 = 133)
Seiten gesamt: 54.287 + 140 Minuten Hörspiel (2022 = 40.516  + 82 Minuten  Hörspiel)
Seiten pro Tag: 149 im Durchschnitt (2022 = 111)
Gebunden Bücher: 11
Taschenbücher: 34
E-Books: 7
Manga/Comic/Graphic Novel: 67
Hörbücher/-spiele: 54

I. Wiederholungstäter

2023 habe ich bei einem Buch den Staub weggepustet und es noch einmal gelesen – ohne Ranking:

Qualityland – Mark-Uwe Kling

Peter Arbeitsloser lebt in Qualityland. Dem beeindruckendsten und fortschrittlichsten Land der Welt – zumal hier alles nur in Superlativen geschieht. Als er von The Shop, dem größten Onlinehandel, einen pinken Delfinvibrator bekommt, versucht er diesen umzutauschen. Doch angeblich ist dies genau das, was Peter will. Bei den Nachforschungen dazu gerät er immer tiefer in die Verstrickungen der Algorithmen, die sein Leben bestimmen. – Reread in Vorbereitung auf den zweiten Band. Mag den Weltenbau und die versteckten Botschaften darin und gerade das Hörbuch lohnt sich absolut.

II. Hörspiele

2023 habe ich 2 Abenteuern gelauscht (Hörbücher sind normal als Bücher gelistet) – ohne Ranking:

Oscar Wilde & Mycroft Holmes – Zeitenwechsel

Oscar Wilde wird von der Sittenpolizei festgenommen, bekommt jedoch von niemand geringerem als dem Bruder des berühmten Sherlock Holmes einen Deal. Wenn er bei den Ermittlungen hilft, die das Empire gefährden könnten, könnte er begnadigt werden. Wilde zögert, doch der Fall reizt ihn. Und so muss er sich mit Schilderungen über Bestien und dem Reich der Toten auseinander setzen. – Konnte mich nicht richtig überzeugen, ohne dass ich genau benennen könnte, woran es lag.

Lord Schmetterhemd 1 – Spuk auf Blooywood Castle

Bloodywood Castle ist leider sehr in die Jahre gekommen und dabei auseinander zu fallen. Es leben dort sowieso nur noch Lord Mac Shnatterman und sein Diener Cookie Pott. Doch als ein Werftbesitzer ihm das Familienanwesen streitig machen will, weiß er, er braucht Geld und zwar schnell. Und dann scheint es auch noch in dem Castle zu spuken. – Tommy Krappweis versteht es die alte Vorlage der Zeit angemessen als Hörspiel zu adaptieren und konnte wieder großartige Stimmen versammeln. Nicht so witzig, wie ein Feuerflieg, aber die Geschichte hat dennoch Charme.

III. Manga/Comic/Graphic Novel

2023 habe ich 34 bilderreiche Bücher mit ingesamt 67 Bänden gelesen – im Ranking:

Platz 34: Stray Love Hearts – Band 4 – Aya Shouoto

Hiyoki kann die Auswahl des Herzdiebs immer weiter eingrenzen. Doch dann kommen die Ferien dazwischen und eine Kreuzfahrt steht an. – Es ist weiterhin nicht meine Geschichte, aber die Auflösung möchte ich dann doch noch wissen. Durch die Pause zu Band 3 sind mir aber auch die meisten Namen wieder entfallen, also mal schauen, wann es an Band 5 geht.

Platz 33: Chainsaw Man – Band 1 – Tatsuki Fujimoto

Auf der Suche nach Essen stößt Denji auf den kleinen Teufel Pochita, mit dem er sich anfreundet. Doch als beide in Lebensgefahr geraten, opfert sich dieser. Denji kann sich fortan in Chainsaw Man verwandeln, was die Regierung auf ihn aufmerksam macht. Sie bietet ihm einen Job, den er mit Aussicht auf regelmäßiges Essen nur zu gern annimmt. – Es gibt allerlei positive Ressonanz auch für den Anime, mich hat der Manga leider überhaupt nicht abgeholt. Das liegt weniger an der Geschichte, als vielmehr am Erzähl- und Zeichenstil. Schade.

Platz 32: Love & Fortune – Band 1 – Akira Nitta

Wako ist Anfang 30 und in einer festen Beziehung mit Fuuta. Mehr oder weniger glücklich haben sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden und werden von der Gesellschaft gedrängt bald zu heiraten. Bei ihrem Job im Kino lernt sie den minderjährigen Yumeaki kennen und fühlt sich durch Gemeinsamkeiten direkt zu ihm hingezogen. Doch der Altersunterschied ist extrem, daraus kann doch keine Beziehung sich entspinnen. Oder doch? – Von der Grundthematik schon eher schwieriger, wenn man das akzeptiert, aber eine runde Geschichte.

Platz  31: Twisted Wonderlands – Band  1 – Toboso & Hazuki & Kowono

Der Oberschüler Yu landet durch Zufall in einer anderen Welt zur Aufnahmeprüfung am Night Raven College. Dort wird er nicht nur mit Magie konfrontiert, die Häuser sind auch nach bekannten Disney Bösewichten geordnet. Wird er seinen Weg zurück finden? – Für den Auftakt ganz okay, vielleicht waren auch einfach die Erwartungen zu hoch. Mal schauen, was die Reihe noch so kann.

Platz 30: Neon Genesis Evangelion – Band 1 – Yoshiyuki Sadamoto

15 Jahre, nachdem die Welt durch den Klimawandel komplett zerstört wurde, hat die Menschheit es geschafft mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Doch genau zu diesem Zeitpunkt tauchen Engel auf, die erneut alles in Schutt und Asche legen. Shinji wird in der Not von seinem entfremdetem Vater rekrutiert um einen EVA zu steuern. Ein riesiger Kampfanzug, mit dem versucht wird die Engel aufzuhalten. – Interessanter Auftakt, die Charaktere wirken noch sehr distanziert, dafür gab es viele Actionszenen.

Platz 29: Die Hexe und das Biest – Band 1 – Kousuke Satake

Guideau und Ashaf ziehen als Hexenjäger*innen durch das Land. Denn Guideau ist einst von einer verflucht wurden und kann nur erlöst werden, wenn sie genau diese Hexe tötet. Doch diese zu finden stellt sich als schwierig heraus. Dabei erleben sie allerlei Abenteuer. – Konnte mich nicht richtig überzeugen, auch wenn der erste Band sehr spannend gestaltet war.

Platz 28: My Home Hero – Band 1-2 – Naoki Yamakawa & Masashi Asaki

Eigentlich wollte Tetsuo nur seiner Tochter einen Besuch abstatten. Doch dabei findet er heraus, dass diese mit einem Yakuza liiert ist, der sie umbringen will. Er verhindert dies und kommt dem Yakuza zuvor. Nun steht er da mit einer Leiche, die er unauffällig verschwinden lassen muss. – So richtig bin ich noch nicht in die Geschichte reingekommen, aber sie ist spannend genug, um weiterlesen zu wollen.

Platz 27: Horimiya – Band 1-2 – Hero & Daisuke Hagiwara

Kyoko ist in der Schule eines der beliebtesten Mädchen, doch hat sie Nachmittags immer etwas vor und vertröstet ihre Freund*innen. Izumi ist in der Schule eher unauffällig und bleibt für sich. Als sich die beiden zufällig nach der Schule treffen, erkennen sie auch die Gründe. Während Kyoko eher zweckmäßig gekleidet ist und sich um Haushalt und ihren kleinen Bruder kümmert, ist Izumi stark tätowiert und entspricht dem Bild eines Unruhestifters. Die beiden freunden sich an, bleiben in der Schule jedoch weiterhin auf Distanz. – Leichter Einstieg in die Geschichte, auch wenn noch nicht wirklich viel passiert, sind es doch die Charaktere, die es locker leicht zu lesen machen.

Platz 26: Mein Untergang an der Schule Gottes – Band 1 – Modomu Akagawara & Natsu Hyuuga

In einer Welt, in der es „Himiko“, magiebegabte Menschen, gibt, die sogar zu Götter werden können, ist sich Nagi sicher, dass sie keinerlei Kräfte hat, vor allem, da ihr Bruder bereits begabt ist. Doch nach einem Vorfall erhält sie ihre Zusage an der Schule Gottes. Dort scheint jedoch keiner rausfinden zu können, was ihre besondere Gabe ist. – Interessanter Auftakt der Reihe, bin mir noch nicht sicher, wo sie sich hinentwickeln will.

Platz 25: Das Nein-Horn – Mark-Uwe Kling

Das kleine Einhorn, dass nur ständig Nein sagt und deswegen das Nein-Horn genannt wird, zieht aus, um andere Tiere kennenzulernen. – Sehr süßes und kurzweiliges Kinderbuch.

Platz 24: One Piece – Staffel 6-11 – Eiichiro Oda

Ruffy und seine Piratenbande brauchen unbedingt noch einen Smutje. Sie treffen auf Sanji, der jedoch gar nicht so leicht zu überzeugen ist, sich ihnen anzuschließen. Zudem tauchen noch andere Piraten auf, die ihnen das Leben schwer machen. – In Vorbereitung auf die Serie, mal wieder ein paar Bände weitergelesen. So richtig bin ich in die Mangas nicht reingekommen, aber die Welt ist schon faszinierend.

Platz 23: Kaiju No. 8 – Band 1 – Naoya Matsumoto

Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, baut bisher die Geschichte aber eher auf. Es bleibt spannend, wie es weitergeht.

Platz 22: Flüster mir ein Liebeslied – Band 1 – Eku Takeshima

Auf einem Schulkonzert verliebt sich Himari auf den ersten Blick in die Sängerin Yori. Als Fan der ersten Stunde freut sie sich, dass sie ihrem Schwarm immer näher kommt. Und auch Yori hat sich auf den ersten Blick verliebt. – Sehr süße girls love Geschichte mit einem tollen Einstieg.

Platz 21: Solo Leveling – Band 1 – Chugong & Dubu

Sung Jin-Woo ist ein Hunter für leichte Dungeons, die durch regelmäßig auftauchende Portale mit der unseren Welt verbunden sind. Doch bei einem eigentlich leichten Auftrag finden die Hunter ein geheimes Dungeon, das sich jedoch als tödliche Falle entpuppt. – Spannender Einstieg, auch wenn noch vieles offen bleibt und sich die eigentliche Geschichte erst am Ende offenbahrt.

Platz 20: Der Sommer, in dem Hikaru starb – Band 1 – Mokumokuren

Yoshiki ist sich sicher, dass sein bester Freund Hikaru gestorben ist. Doch dieser spaziert putzmunter herum. Doch etwas scheint anders an ihm zu sein, als wäre ein anderes Wesen in ihn gefahren. Doch Yoshiki bleibt an Hikarus Seite, doch die mysteriösen Vorfälle scheinen sich zu häufen. – Etwas langsamer Auftakt einer Mystery-Geschichte, die ich noch nicht ganz greifen kann. Freu mich aber auf Band 2.

Platz 19: More than a doll – Band 1-3 – Shinichi Fukuda

Gojos Familie führt eine Manufaktur zur Herstellung von Puppen, wodurch er eine besondere Begeisterung zu Handarbeiten hat. Deswegen wird sich gern über ihn lustig gemacht. So glaubt er es auch, als Marin, eine der beliebtesten Mädchen, auf ihn zukommt. Doch diese möchte unbedingt ein Cosplay nähen, ist dafür aber zu ungeschickt. Dabei findet sie sein Hobby sehr faszinierend. Eine Freundschaft entwickelt sich. – Klassische Außenseiter/It-Girl Geschichte, aber sehr süß aufgebaut und mit Cosplay-Hintergrund. Ich werde weiterlesen.

Platz 18: Soulmate – Band 1-2 – Wenzhilizi & Keranbing

Yu Qi erwacht zehn Jahre in der Vergangenheit. Sie erkennt ihre Chance ihre Freundin früher kennenzulernen und vielleicht ihre Erkrankung zu verhindern. Allerdings ist ihr zehn Jahre jüngeres Ich in ihrem Körper aufgewacht und sehr verwirrt. – Ein sehr süßer und witziger Einstieg und mal ein chinesischer Manga (also ein Manhua).

Platz 17: Attack on Titan – Band 4 – Hajime Isayama

Die Schlacht um den Bezirk Trost geht in den entscheidenden Abschnitt. Wird Eren es in seiner Titanengestalt schaffen das Loch zu schließen und kehrt der Aufklärungstrupps rechtzeitig zurück? – So richtig werde ich mit dem Zeichenstil nicht warm, aber die Geschichte ist einfach super. Gefällt mir als Anime aber immer noch besser.

Platz 16: Haikyu – Band 1-2 – Haruichi Furudate

Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten. – Nach dem Anime wollte ich mal in den Manga reinlesen. Hatte wenig neues zu bieten und funktioniert als Anime besser, aber dennoch eine schöne Geschichte.

Platz 15: Tanz in die abendliche Stille – Band 1 – Yumi Kurokawa

1984 ist rhythmische Sportgymnastik das erste Mal olympisch. Auch Rintaro, der den Tod seiner Mutter nicht richtig verarbeitet hat, fühlt sich von dem Sport magisch angezogen. Doch ein Junge bei rhythmischer Sportgymnastik? – Ein sehr süßer Manga, der mit Vorurteilen aufräumt und die große Liebe zum Sport gut umsetzt.

Platz 14: Komi can’t communicate – Band 1 – Tomohito Oda

Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Ebenso liebevoll wie der Anime, zeigt wenig Neues, wenn man den Anime kennt, aber funktioniert auch als Manga wunderbar.

Platz 13: My roomate is a cat – Band 8 – Minatsuki & As Futatsuya

Subaru verkauft das letzte Katzenbaby und Haru muss schauen, ob es auch das richtige zu Hause ist. Außerdem legen sie sich einen Kratzbaum zu. – Endlich ein neuer Band der schnuckeligen Reihe rund um den zerstreuten Autoren mit der süßen Katze.

Platz 12: Can’t stop cursing you – Band 1-4 – Kensuke Koba & Natsuko Uruma

Ein ganz normaler Schulalltag, bis es zwei Tote gibt. Beide hatten vorher einen Curse Call. Die Polizei ist ratlos, bis sich der neue Biolehrer als Curse Breaker zu erkennen gibt. Ein Katz und Maus Spiel beginnt. – Tolle Idee und Umsetzung, hatte gute Death Note Vibes und bietet doch genug Neues zum mitfiebern. Wiederholt sich gegen Ende leider etwas und kommt nicht so richtig in Schwung. Band 4 endet dann auch ziemlich offen, wobei die Reihe wohl abgeschlossen sein soll.

Platz 11: Angels of Death – Band 1-3 – Kudan Naduka & Makoto Sanada

Rachel erwacht in einer Nervenheilanstalt. Da sie ihre Anwesenheit für ein Versehen hält, sucht sie einen Ausweg. Doch eine Ansage ertönt, dass die Spiele beginnen können. Und kurz darauf trifft sie auch schon auf einen Psychopathen mit Axt, der versucht sie umzubringen. Und er soll nicht der letzte bleiben. – Ich habe die Geschichte praktisch eingeatmet. Sie war herrlich verrückt und doch spannend und faszinierend. Kommt danach leider nicht so richtig in Schwung, dennoch bleibt es spannend, was die nächsten Stockwerke so bieten.

Platz 10: Momo – the blood taker – Band 1-4 – Akira Sugito

Ermittler Keigo Mikogami ist seit dem Tod seiner Frau hinter einem Vampir her. Bei der aktuellen Mordserie scheint sich das Muster zu wiederholen. Er verfolgt den Vampir und stößt dabei auf den Obervampir, den er gesucht hat. Doch er ist dessen Kräfte nicht gewachsen. Vampirin Momo schreitet ein und heilt ihn, indem sie ihn selbst zum Vampir macht. Doch mit den neuen Kräften klar zu kommen, stellt sich als schwierig heraus. – Es ist brutal, es ist blutig, es ist mitunter etwas fragwürdig, aber der erste Band konnte mich absolut fesseln. Es fiel mir schwer den Manga aus der Hand zu legen. Auch die anderen Bände können mit dem Spannungslevel mithalten.

Platz 9: Die Tagebücher der Apothekerin – Band 3-6 – Hyuuga/Nanao/Nekokurage/Shino

Nach dem Gartenfest schafft Maomao es sich ein paar freie Tage in der Heimat zu erkaufen. Dabei trifft sie den Mann, der ihr alles über Kräuter und Heilmittel beibrachte. Zurück im Palast, warten neue Probleme auf sie. – Auch die nächsten Bände konnten mich immer wieder zum schmunzeln bringen, durch Maomaos herrliche Art.

Platz 8: Fangirl – Band 1-2 – Rainbow Rowell

Cath ist ein riesen Fan der Simon Snow Romane und schreibt sehr erfolgreiche Fanfictions. Früher auch zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Wren. Jetzt sind sie neu am College und Wren geht auf Abstand. Cath ist völlig überfordert und flüchtet sich weiterhin in ihre Fanfictions und versucht nebenbei das College zu meistern. – Konnte mich sehr in die Geschichte einfühlen, mochte die Charaktere und brauche ganz dringend Band 3, der Cliffhanger war echt böse.

Platz 7: Your Name – Gesamtausgabe – Makoto Shinkai & Ranmaru Kotone

Mitsuha lebt in einem kleinen Dorf in Japan und träumt davon irgendwann ihrer Situation entfliehen zu können. Taki lebt in Tokio und ist auch nicht allzu zufrieden mit seinem Leben. Beide haben merkwürdige Träume. Bis sie feststellen, dass sie tatsächlich an manchen Tagen die Körper tauschen. Also beschließen sie das beste aus der Situation zu machen und versuchen irgendwie zu planen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie im Körper des jeweils anderen sind. – Kommt nicht an den Charme des Films ran, trotzdem war es schön die Geschichte noch einmal zu lesen. Tolle Bilder und in der Edition sehr schön aufgearbeitet.

Platz 6: Everything is okay  – Debbie Tung

Die Autorin Debbie Tung berichtet in dieser Graphic Novel von düsteren Gedanken, unausbrechlichen Gedankenspiralen, ihren Ängsten und ihrer Depression. Ein Buch, dass Mut machen soll. – Wieder toll gezeichnet, wichtiges Thema, sehr persönlich, aber auch sehr nachvollziehbar.

Platz 5: The gender of Mona Lisa – Band 7-8 + X + Y – Tsumuji Yoshimura

Hinase ist erstmals bereit sich mit der Geschlechtsfrage genauer auseinander zu setzen. Dazu befragt sie ihre Freund*innen nach typisch „weiblichen“ und „männlichen“ Eigenschaften und merkt schnell, dass diese Kategorisierung gar nicht so einfach ist. – Ich liebe die Reihe und auch der siebte Band bringt die Geschichte deutlich vorwärts und lässt Hinase nochmal die Sache ganz neu durchdenken. Band 8 bringt die Geschichte gut zu Ende. X und Y sind schöne Zusätze lauter Was wäre wenns, aber wirklich gebraucht, hätte es sie nicht.

Platz 4: Spy x Family – Band 9-10 – Tatsuya Endo

Nach der Kreuzfahrt geht es für Anja wieder in die Schule. Becki besucht Loid zu Hause und Franky wird von Fiona um Hilfe gebeten. Außerdem lernen wir etwas über Twilights Vergangenheit. – Es ist immer noch eine sehr witzige Reihe und Becki bei Loid ist wohl eine meiner Highlightsszenen der Reihe.

Platz 3: Book Love – Debbie Tung

Debbie Tung skizziert in dieser Graphic Novel das Leben als Buchliebhaber*in. Vom Geruch neuer Bücher, bis zum Traum der eigenen Bibliothek werden Alltagssituationen geschildert und wie Bücherwürmer damit umgehen. – Sehr treffend skizziert, ich habe jede Seite geliebt und mich sehr verstanden gefühlt. Einziges Manko ist, dass ich es viel zu schnell durch hatte, also auch schnell wieder gehen lassen musste.

Platz 2: Lore Olympus – Band 1-3 – Rachel Smythe

Bei einer Feier von Zeus und Hera trifft Hades auf die neue Göttin im Olymp: Persephone. Sofort spürt er eine Anziehung. Durch einen Komplott von Aphrodite landet Persephone in der Unterwelt. Doch beide versuchen die aufkommenden Gefühle zu unterdrücken. Immerhin ist der Altersunterschied nicht von der Hand zu weisen. – Ich bin schockverliebt. Eigentlich dachte ich nicht schon wieder eine Geschichte über griechische Götter, dann habe ich mich dem Hype ergeben und kann ihn nur absolut nachvollziehen. So gut geschrieben, so toll gezeichnet und die Geschichte einfach nur zum schmelzen.

Platz 1: Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Band 1-5 – Akira Amano

Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. – Bin absolut gehyped von der Reihe. Ein bisschen Sherlock, ein bisschen Poirot und doch eine ganz eigene Persönlichkeit. Manche Fälle sind natürlich spannender als andere und gewisse Muster wiederholen sich, aber die Aufklärungen bleiben spannend und unvorhersehbar.

IV. Klassiker/Liste der Schande

2023 habe ich 3 Bücher aus dem Bereich Klassiker gelesen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking:

Platz 3: Bambi – Felix Salten

Das Rehkitz Bambi erblickt im Wald das Licht der Welt. Umsorgt von der Mutter, erlebt es schöne Sommertage und bitterkalte Winter. Dabei hat er als Junges eines mächtigen Vaters ein großes Erbe vor sich, und muss doch mit den Widrigkeiten der Natur kämpfen. – Ein sehr zäher und langatmiger Klassiker. Wesentlich realitätsnäher als die Disneyverfilmung. (Funfact: Bambi ist im Buch wirklich ein Rehkitz, bei Disney dann ein Hirsch, wird aber auch bei Disney als Rehkitz bezeichnet, was für viel Verwirrung sorgte).

Platz 2: Die Schatzinsel – Robert Louis Stevenson

Im „Admiral Benbow“, einem Gasthaus in der Nähe von Bristol, lebt der junge Jim Hawkins, dessen Eltern die Besitzer des Gasthauses sind. Eines Tages quartiert sich der Trunkenbold Bill Bones dort ein, der auf der Flucht vor etwas oder jemandem sein soll. Jim entdeckt, dass es sich um eine Schatzkarte handelt. Kurzdarauf wird das Gasthaus von Piraten überfallen. Jim wird Teil einer Crew, die den legendären Schatz von Captain Flint bergen will. – Es war mal wieder Zeit für einen Klassiker, den ich schon seit Ewigkeiten lesen wollte. Stevenson schafft es auch wieder eine spannende Geschichte zu verpacken, war mir aber im Endeffekt etwas zu lang.

Platz 1: Dreizehn bei Tisch – Agatha Christie

Ein neuer Fall für Poirot. Die Schauspielerin Jane Wilkinson nimmt an einem Dinner mit zwölf anderen Menschen teil. Doch zur gleichen Zeit soll sie ihren Ehemann ermordet haben. Poirot steht vor einem neuen Rätsel. – Wieder ein sehr interessanter Fall, bei dem am Anfang alles klar scheint und dann führt uns Christie doch wieder an der Nase herum.

V. Multiple Bände

2023 habe ich 56 Bücher, die zu einer Reihe gehören oder von denen es Folgebände gibt, gelesen. Der Einfachheit habe ich zusammengehörende Bände unter einem Platz zusammengefasst – im Ranking:

Platz 47: Wie das Feuer zwischen uns – Brittany C. Cherry

Früher waren Logan und Alyssa unzertrennlich. Während sie unter einer strengen Mutter aufwuchs, wird er schon früh in den Drogensumpf gezogen. Mit einer abhängigen Mutter und einem gewalttätigen Vater, flüchtet er regelmäßig zu Alyssa. Doch nach einem dramatischen Vorfall verschwindet er komplett aus ihrem Leben ohne ein Lebenszeichen. Bis die das Schicksal wieder zusammenführt. – Hat mir leider gar nicht gefallen. Ist nicht richtig in Schwung gekommen, hat sich immer wieder im Kreis gedreht. Habe mich eher durchgequält und es eigentlich abgebrochen gehabt, aber letztlich doch noch zu Ende gelesen.

Platz 46: Verliebe dich besser. Nicht | Verfalle mir besser. Nicht – D. C. Odesza

Adriana ist hochschwanger und auf der Flucht. Dabei wird sie von der WG Darcio, Nevio und Remero gefunden und in Sicherheit gebracht. Doch kann sie den Männern trauen? Und welches Geheimnis trägt sie mit sich herum? – Wirkt ein bisschen wie die Malady Reihe nur in schlechter. Als ob die Autorin ihre eigenen Schablonen schlechter umgesetzt hat. Hab es nach Band 2 abgebrochen.

Platz 45: Obsidian 5 – Opposition – Jennifer L. Armentrout

Die Lux sind auf die Erde gekommen und Daemon und seine Familie haben sich ihnen im Kampf gegen die Menschenheit angeschlossen. Kat blieb zurück, und muss nun nicht nur einen Weg finden, mit ihrem gebrochenem Herzen umzugehen, sondern auch die Vernichtung der Menschheit irgendwie stoppen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. – Ich bin mit der Obsidian Reihe nie so richtig warm geworden und letztlich war sie einfach viel zu lang. Band 5 dehnt sich auch noch einmal, obwohl eigentlich zielstrebig aufs Finale hingearbeitet wird. Bin auch mit Daemons Art weiterhin nicht zurecht gekommen.

Platz 44: Where summer stays – Ivy Leagh

Charlie wird im Zuge ihres Praktikums bei einem Klassikradio auf ein großes Rockfestival geschickt. Leider hat sie soziale Ängste und die Menschenmassen auf dem Festival sind ihr persönlicher Horror. Dann trifft sie Levy, der sie durch seinen ganz eigenen Charme mutig macht. Doch Levy verhält sich immer mal wieder seltsam, doch auch nach dem Festival schlägt Charlies Herz noch für ihn. – Hat leider überhaupt keine Festivalstimmung erzeugt. Als New Adult Buch grundsätzlich gut, ich mochte auch die Charaktere, aber die Festival-Prämisse wurde leider nicht gut umgesetzt, voller Klischees und ohne Stimmung.

Platz 43: A whisper around your name – Emma Scott

Jo wechselt durch den Umzug ihres Onkels die Schule. Dort trifft sie auf Evan, doch dieser ist der Außenseiter der Schule und ihr wird geraten sich von ihm fernzuhalten. Doch bei abendlichen Ausflügen ins Freibad kommen sich beide näher. Auch durch ihre traumatischen Erfahrungen. – So schlecht habe ich Emma Scott noch nie erlebt. Gewohnt guter Schreibstil, aber die Geschichte war einfach nur ein „Wie schlimm kann es noch werden?“ Völlig übertrieben, unglaubwürdig und konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

Platz 42: Andrew im Wunderland – Fanny Bechert

Andrew ist eigentlich der typische Gamer. Doch als er eines Abends einer Dame im Hasenkostüm folgt, findet er sich kurzerhand in einer anderen Welt wieder. Dort wird er als großer Zauberer angesehen und schafft es nicht zu erklären, dass sich seine Magiefähigkeiten auf ein Onlinespiel beschränken. So versucht er dennoch der Gruppe zu helfen, muss dabei aber in das Herrenhaus eines Adligen einbrechen. Alles nicht so einfach. – Konnte mich leider nicht überzeugen. Andrew war mir viel zu schwanzgesteuert, es ging ständig um genau diesen, daher konnte ich die Welt an sich leider gar nicht genießen.

Platz 41: Stolen 2 – Verwoben in Verrat – Emily Bold

Bastian kämpft noch immer mit den Weben, die er Abby genommen hat, um Cross aufzuhalten. Nicht nur, ist ihm das nicht gelungen, Abby ist auch sehr wütend auf ihn. Doch sie müssen sich zusammen reißen, um mehr über Abbys Vater herauszufinden und gleichzeitig Cross Pläne zu vereiteln. Doch ihre Gefühle stehen ihnen immer wieder im Weg. – Springt ziemlich in der Handlung hin und her und daher nochmal schwächer als Band 1, aber die Geschichte bleibt weiterhin spannend genug, dass ich wissen will, wie es weitergeht.

Platz 40: Spin this heart – Justine Pust

Carmen hat große Pläne und arbeitet an ihrer Karriere, obwohl ihr eigener Vater ihr Steine in den Weg legt. Für Liebe hat sie keine Zeit. Daran ändert auch ihr Poledance Lehrer Tian nichts, egal wie sehr die Funken zwischen beiden fliegen. – Etwas schwächer als Band 1, was aber auch an der Hörbuch-Stimme von Carmen liegen könnte, da sie ihren Charakter zickiger als nötig rübergebracht hat. Bin mit ihr dadurch nicht ganz warm geworden, was das Buch aber generell nicht schlecht macht.

Platz 39: Der Klang des Feuers – C. E. Bernhard

Die Gruppe rund um den Wanderer und der Bardin haben sich getrennt, um in Gruppen die drei Türme des Lichts wieder zu entzünden. Doch der Weg ist lange und beschwerlich, das Nichts rückt näher und die Furcht ist ihre steter Begleiterin. – Starke Geschichte, toller Weltenbau ein einzigartiger faszinierender poetischer Schreibstil und doch war das Buch einfach nicht meins. Objektiv richtig gut, mir persönlich hat es durch die Brutalität der Welt gar nicht zugesagt.

Platz 38: The girl in the love song – Emma Scott

Violet und Miller sind seit Jahren beste Freund*innen. Sie relativ wohlhabend, er in bitterer Armut aufgewachsen. Um aus dieser zu entfliehen, beginnt Miller an seiner Musikerkarriere zu arbeiten, wobei Violet ihn tatkräftigt unterstützt, nicht ahnen, dass sie das Mädchen in jedem seiner Songs ist. Doch sie will ihr Herz nicht an ihn verlieren, um die Freundschaft nicht zu zerstören. – Sehr ruhig erzählt über mehrere Zeitebenen, hat mir ein bisschen zu lang gedauert, um in Schwung zu kommen.

Platz 37: Spiegelstadt – Christian Handel & Andreas Suchanek

Max und seine beste Freundin Robin wollten sich eigentlich nur bei einer Party im 20er Jahre Stil ablenken, doch als sie auf den geheimnissvollen Lenyo treffen, landen sie in der Spiegelstadt. Ein Berlin, das wirklich in den 1920er Jahren stehen geblieben zu sein scheint. Und nicht nur das, die Spiegelstadt wird von allerlei Feenwesen bewohnt. Schneller als es ihnen lieb ist, sind beide mitten drin in einem Strudel aus Intrigen, Geheimnissen und Machtgier und müssen um ihr Leben bangen. – Leider kein Babylon Berlin Fan und auch Feen sind nun nicht meine bevorzugten magischen Wesen. Dementsprechend schwer bin ich in die Geschichte reingekommen, auch wenn der magische Stil von Handel und Suchanek es einem eigentlich leicht machen sollten.

Platz 36: Die sechs Kraniche – Elizabeth Lim

Prinzessin Shiori musste ihr ganzes Leben über ihre Magie verheimlichen. Doch ihre Stiefmutter Raikama findet es heraus und verflucht daraufhin ihre sechs Brüder in Kraniche. Der Fluch sorgt dafür, dass Shiori von niemanden mehr erkannt wird und nicht sprechen kann, wenn nicht ihre Brüder sterben sollen. – Elizabeth Lim vereint ostasiatisches Setting mit grimmschen Märchen, was theoretisch gut funktioniert, aber ich bin mit ihrem Erzählstil einfach nicht klar gekommen. Daher hat es sich für mich ganz schön gezogen.

Platz 35: Der Donnerstagsmordclub – Ricard Osman

In der Seniorenresidenz in Coopers Chase treffen sich Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim jeden Donnerstag, um über alte Mordfälle zu sinnieren. Bis einer direkt vor ihrer Haustür geschieht. Trotz ihres fortgeschrittenene Alters mangelt es den Vier an Scharfsinn nicht und so sind sie der Polizei stets ein Schritt voraus. – Kurzweilige Kriminalgeschichte. Mir waren es etwas zu viele Charaktere und Verstrickungen, so dass ich bei der Auflösung am Ende nicht mehr mitgekommen bin, aber der Witz kam gut durch.

Platz 34: Schwarzer Mond über Soho – Ben Aaronovitch

Inspektor Peter Grant ist mit seinem zweiten Fall zurück. Diesmal ist er mit einer Reihe von „Jazz-Morden“, bei denen ein ganz bestimmtes Jazz-Stück aus den Leichen erklingt. Für die Aufklärung muss er seinen Vater hinzuziehen, der ebenfalls einst eine Jazz-Karriere anstrebte. – Ein weiterer spannender und übernatürlicher Fall mit sympathischen und weniger klischeehaftem Ermittler.

Platz 33: Gewitterleuchten – Anya Omah

ls ihr Ziehvater nach einem Unfall im künstlichen Koma landet, bricht für Leo eine Welt zusammen. Zu viele Erinnerungen an den frühen Tod ihres Vaters strömen auf sie ein. Ihr rettender Anker ist Aaron, auch wenn sie das nie für möglich gehalten hätte, hat er ihr doch das Leben stets zur Hölle gemacht. Doch wo kommen dann die Gefühle auf einmal her? – Auch hier ein starker Abschluss der Reihe. Wichtige Themen, die mir bei der Auflösung am Ende etwas lasch auserzählt wurden, aber das schmälert das Leseerlebnis nicht. (Trotzdem bleibt Band 2 mein Lieblingsteil der Reihe)

Platz 32: Runaway – Anabelle Stehl

Vor einigen Wochen hat Miriam im Podcast ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Kira über ihre Abtreibung gesprochen. Bewusst hatte sie dies vor ihrer Familie geheim gehalten, da sie ihre Meinung kannte. Doch ihre Schwester hat den Podcast gefunden. Elyas liebt die Arbeit im Boxcentrum. Doch mit seiner Bachelor-Arbeit und den Aufgaben in der Firma seiner Familie, stößt er an seine Grenzen. – Wieder starke Themen, die angesprochen wurden, kamen mir zwischendurch etwas zu kurz. Dennoch der stärkste Teil der Reihe und ein toller Abschluss.

Platz 31: Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe – Tom Fletcher

Weihnachten steht im Hause Trudel bevor. Dieses Jahr sind auch Pamela und Brenda Pein mit dabei, die inzwischen bei den Trudels wohnen. Zu Beginn der Weihnachtsferien holt niemand geringeres als der Weihnachtsmann zusammen mit dem Weihnachtosaurus die Vier ab und zeigt ihnen den Nordpol. Dabei macht William eine verhängnisvolle Begegnung mit der Winterhexe. – Gute Fortsetzung der Reihe mit den gewohnt tollen Charakteren und noch mal einer ganz neuen Geschichte.

Platz 30: Die Kane Chroniken 1 – Die rote Pyramide – Rick Riordan

Die Kane-Geschwister müssen mit ansehen, wie ihr Vater bei dem Versuch den Geist von Osiris zu beschwören, von Seth gefangen genommen wird. Leider fliegt dabei das Museum in die Luft und Sadie und Carter steht ein großes Abenteuer bevor. – Schwächer als Percy Jackson von der Geschichte, aber spannender durch die ägyptische Mythologie. Bin aber gespannt auf die nächsten Bände.

Platz 29: Flower & Bones 1 – Tag der Seelen – Sandra Grauer

Nach dem Tod ihrer Mutter stehen für Valentina große Veränderungen an. Nicht nur erbt sie ihre Gabe und ist damit La Catrina, die am mexikanischen Tag der Toten Seelen ins Totenreich führt, ihr Vater beschließt auch, dass sie alle nach Dublin ziehen sollen. Doch dort kann sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Doch ein weiteres großes Problem steht bevor, denn Drachen haben sich in Dublin offenbart und sie benötigen Hilfe. – Für die angekündigte Thematik leider sehr enttäuschend, da La Catrina und die mexikanische Kultur kaum Platz in der sehr vollgepackten Geschichte hat. Stattdessen haben wir Drachen, Feen und Hexen und alles, was irgendwie zu Großbritannien und Irland passt. Vielleicht einfach schlecht vermarktet, aber es wirkte alles etwas willkürlich.

Platz 28: A magic steeped in Poison | A Venom Dark & Sweet – Judy I. Lin

Ning reist an Stelle ihrer kranken Schwester in die kaiserliche Stadt, um an einem Wettkampf der Tee-Magier teilzunehmen. Jede Runde ist ein Kampf und könnte ihren Tod bedeuten, doch sie will gewinnen, um ihre Schwester zu retten. Doch Intrigen und Gefahren lauern hinter jeder Ecke. – Spannender Auftakt. Mochte den Teemagie-Aspekt sehr gern, die ganzen Intrigen waren nicht ganz meins, aber der Schreibstil konnte gut darüber hinweghelfen.

Platz 27: Silver & Poison – Das Elixier der Lügen – Anne Lück

Avery ist eine Poisonerin, die mit dem Mischen von Drinks Menschen dazu bringen kann, bestimmte Dinge zu tun. Da sie in Schuld bei dem Boss einer gefährlichen Gang steht, gerät sie ins Visier der Polizei. Doch mit Hayes verbindet sie eine Vergangenheit. Als in der magischen Welt seltsame Dinge vor sich gehen, muss Avery mit Hayes zusammen arbeiten. – Faszinierende Welt, in die ich nicht so richtig reingekommen bin. Fand aber die Charaktere sehr faszinierend, weswegen ich mich auf Band 2 freue.

Platz 26: Percy Jackson 5 – Die letzte Göttin – Rick Riordan

Kronos und seine Armee marschieren auf den Olymp zu. Percy und seine Freunde aus dem Halbblutcamp müssen alle ihre Ressourcen zusammentragen, um den finalen Kampf zu bestreiten. – Spannender Abschluss, der das Niveau der Vorgänger halten kann.

Platz 25: Talus 3 – Die Runen der Macht – Liza Grimm

Während Jessica nach einem Weg sucht, um die Höhlen der Hexendengemeinschaft zu vergrößern, taucht eine neue Gruppierung auf und bieten ihr an, was unmöglich scheint: Die letzte Rune, die Talus vollendet und die Negativwirkung nimmt. Sie könnte ihre verlorene Liebe zurückholen, doch etwas lässt sie zögern. Warum wurde der Tarotleger Maxwell, den ihre Mitbewohnerin Emily beschatten sollte, ebenfalls entführt? – Tolle Fortführung der Reihe, obwohl diese eigentlich abgeschlossen war. Neue Geheimnisse und Intrigen. Eine schöne Rückkehr in die Welt von Talus.

Platz 24: Proof of Hope | Proof of Faith – April Dawson

Die Proof of Love-Agentur ist darauf spezialisiert Treue zu testen. Zusammen mit ihren Schwestern leitet Aurora diese. Dabei gibt es eine wichtige Regel: Keine Beziehungen zu Mitarbeitenden und Kund*innen. Doch der neue potenzielle Investor Elijah James schafft es ihr Herz zum schmelzen zu bringen. Doch sie muss ihn auf Abstand halten. Ob ihr das gelingt? – Ich mochte die Idee, ich mag die Autorin sehr gern, aber in die Geschichte hab ich nicht reingefunden. Es war sehr viel Drama, was sich dann mit einem einzigen Gespräch lösen ließ. Das war nichts für mich. Band 2 funktionierte da deutlich besser, da es die Schwachstellen aus Band 1 besser löste.

Platz 23: Vergiss uns. Nicht | Zerbrich uns. Nicht – Laura Kneidl

Vor fünf Jahren waren April und Gavin noch gut befreundet, obwohl er älter und der beste Freund ihres Bruders war. Doch dann hat er ihr von einem auf den anderen Tag die Freundschaft gekündigt. Doch während sie sich eigentlich auf die Uni und ihr Projekt zur Unterstützung Studierender mit wenig Einkommen konzentrieren will, trifft sie immer auf Gavin, dem es nicht gut zu gehen scheint. Die Vergangenheit scheint beide einzuholen und April muss ihr Herz in Sicherheit bringen. – Wie fies war bitte dieser Cliffhanger? Davor braucht die Geschichte einige Zeit, um in Fahrt zu kommen und entwickelt sich dann zu einem typischen Laura Kneidl mit viel Gefühl. Band 2 konnte die Geschichte dann gut lösen, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück und letztlich ist die Geschichte einfach zu lang geraten.

Platz 22: Legend Academy 2 – Nina MacKay

Graylee muss sich irgendwie aus dem Loch, in dem ihre Doppelgängerin sie gesteckt hat, befreien. Doch damit ist das Problem noch nicht gelöst, denn es scheint ihr niemand glauben zu wollen. – Spannender Abschluss der Dilogie, auch wenn es zwischendurch wenig Nachvollziehbare Handlung der Lehrer*innen gab.

Platz 21: Fallen Princess – Mona Kasten

Zoey ist beliebt, kommt aus einer einflussreichen Familie und bereitet sich gerade darauf vor, die neue Miss Everfall zu küren als ihre Magie erwacht. Doch statt die Heilerkräfte ihrer Mutter zu erben, wie erwartet, bricht ein Schrei aus ihr raus. Sie ist eine Banshee. Dadurch ändert sich ihr komplettes Leben und sie muss an der Akademie den Zweig wechseln. Fallengelassen von ihren Freund*innen versucht sie ihr Gesicht zu wahren. Doch ein Schüler ist gestorben und sie scheint das nächste Ziel zu sein. – Mona Kasten hat bewiesen, dass sie Liebesgeschichten schreiben kann und mit ihrem super leichten Schreibstil konnte ich auch diesmal wieder in der Geschichte versinken. Toller Bezug zur irischen Mythologie, aber ansonsten leider alles sehr nach der bekannten Fantasy-Einstiegsformel. Wenig überraschendes, die gewohnten Charaktere, das gewohnte Verhalten. Tolles Buch mit einem Aber.

Platz 20: Worlds collide – Anabelle Stehl

Fiona Harris steht kurz vor dem Launch ihrer eigenen Beauty Collection. Doch da gibt es ein Enthüllungsvideo des Influencers Demian über einen Spendenskandal in den Fiona verwickelt sein sollte. Der darauffolgende Shitstorm wirft Fiona vollkommen aus der Bahn. Doch um ihren guten Ruf wieder herzustellen, braucht sie ausgerechnet Demians Hilfe. – Mochte die Geschichte und die Charaktere, aber insgesamt war es mir einfach zu lang. Dadurch hat es sich etwas gezogen.

Platz 19: Die Krone von Atlantis – Freya von Korff

Taschendiebin Ria stiehlt ein Artefakt von einer zwielichtigen Gruppe, was sie besser nicht getan hätte. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Percy und dessen Ziehmutter, die ihr Unterschlupf bieten. Dabei erfährt sie, dass beide Gruppen auf der Suche nach der Krone von Atlantis sind, Nachfahren der Atlanter auf der Erde leben und sie mitten in einem Abenteuer ist, dass sie von Hamburg nach Norwegen und schließlich nach Griechenland bringen wird. – Starker Auftakt mit unvorhersehbarem Plottwist. Bin sehr fasziniert vom Worldbuilding und freu mich auf den nächsten Band.

Platz 18: A curse unbroken – Ivy Kazi

Gemma Stone ist eine moderne Hexe, die in den sozialen Medien über ihre Fähigkeiten aufklärt. Dadurch wird Darren auf sie aufmerksam, der durch einen Blutfluch stark eingeschränkt ist. Gemma bietet ihre Hilfe an und gerät in einen Strudel aus Lügen und Intrigen und findet heraus, dass die ganze Stadt in Gefahr ist. Zusammen mit Darren versucht sie dies zu verhindern und gerät mehrfach in lebensgefährliche Situationen. – Spannende Grundidee, leider etwas zu lang, bin dennoch auf die Auflösung gespannt.

Platz 17: Die Waage der Welt – Marie Weißdorn

In Yacantha wird jede Lüge, jede Ungerechtigkeit und einfach alles schlechte, was eine schwarze Iona hervorrufen könnte, bestraft. Dafür sorgen die Wächter. Doch Rieka zieht die schwarzen Ionas ungewollt an und kann sie aufnehmen. Das muss sie jedoch dringend verbergen, denn diese Fähigkeit hatten die inzwischen ausgelöschten Schattenwächter. Dabei begegnet sie Kae, einem Wissenschafts-Wächter, der ihr helfen möchte. Doch kann sie ihm trauen? – Faszinierende Welt, spannender Auftakt, wäre dann bereit für Band 2.

Platz 16: Tee? Kaffee? Mord! 1-2: Der doppelte Monet | Die letzten Worte des Ian O’Shelley – Ellen Barksdale

Nathalie erbt von ihrer Tante ein Café mit Pub und Pension auf dem Land. Während ihr Partner Glenn wenig begeistert vom Landleben ist, wird Nathalie nicht nur mit offenen Armen empfangen, sondern ermittelt im Fall eines Monets, der nicht der echte Monet ist. Als dann auch noch eine Leiche auftaucht, ist das Chaos perfekt. – Sehr lange Einführung, nur kurzer Ermittlungsfall. Da es aber auch mehr ein Auftaktband zu sein scheint, ist hier auf jeden Fall viel Potential für die Reihe vorhanden. In Band 2 sind wir dann auch mehr in den Fall verwickelt, dennoch geht es auch einfach viel um die Charaktere, was aber schön ist.

Platz 15: The Secret Book Club 5 – Kein Weihnachten ohne Liebesroman – Lyssa Kay Adams

Colton Wheeler steht vor einem Wendepunkt in seiner Karriere als Country-Musiker. Gleichzeit hat er noch an der Abfuhr von Gretchen Winthrop zu knabbern. Ausgerechnet diese sucht ihn kurz vor Weihnachten auf, damit er ihrer Familie hilft. Colton hat nur eine Bedigung: Sie muss mit ihm auf ein Date gehen. Doch mit Grinch Gretchen treffen Welten auf den Weihnachtsliebenden Colton. – Auch im fünften Band funktioniert die Reihe noch wunderbar, auch wenn mich das Weihnachtsthema nicht so angesprochen hat.

Platz 14: Das Gold der Krähen – Leigh Bardugo

Nach dem geplatzten Deal und Inejs Gefangennahme brennt Kaz Brekker darauf Rache zu nehmen. Zusammen mit seinen Krähen spinnt er einen tollkühnen Plan. Doch es tauchen mehr Parteien auf dem Feld auf, als zunächst eingeplant. – Nach dem sehr genialen ersten Band habe ich mich endlich an Band 2 gewagt. Bin leider sehr schwierig in die Geschichte reingekommen, weil sie sehr langgestreckt wurde. Aber sobald ich einmal drin war, gab es kein Halten mehr.

Platz 13: Lady of the Wicked: Das Herz der Hexe & Die Seele des Biestes – Laura Labas

Darcia Bonnet wurde aus der Schattenstadt Babylon verbannt. Um ihre Rache zu bekommen versucht sie in New Orleans zur Lady of the Wicked aufzusteigen. Doch dafür muss sie 13 Hexen töten. Und dann taucht der fluchgeplagte Valens auf und wirft ihren Plan ordentlich durcheinander. – Spannende Geschichte, toller Schreibstil, wunderbarer Weltenbau. Zwischendurch hatte ich ein paar Probleme mir die ganzen Charaktere zu merken.

Platz 12: Emerald Witches – Seidenblume –  Laura Labas

Nach ihrer verzweifelten Flucht wird Kang Hana doch vom freigelassenen Dämonenfürst Woong eingefangen. Ihr Bewacher ist niemand anderes als der totgeglaubte Bobby, der sein Gedächtnis verloren zu haben scheint. Gefangen zwischen ihren Gefühlen für Bobby und der Angst vor Woongs Macht, sucht sie einen Ausweg und muss dafür bis zu ihren Wurzeln zurück finden. – Runder Abschlussband der Emerald Witches Reihe. Hatte zwischendurch leichte Längen, aber im großen und ganzen ein tolles Fantasywerk mit koreanischen Sagen und Mythen und einem atemraubenden Finale.

Platz 11: Skogen Dynasty – Carolin Wahl

Der Erbe eines großen Keks-Imperiums Aleksander Skogen hat ein Problem. Ein Video geistert im Netz rum, das ihn aus dem Kontext gerissen in keinem guten Licht da stehen lässt. Bis die Presse sich beruhigt hat, soll er sich ruhig verhalten und wird von seinen Eltern zu einer Trekkingtour durch Norwegen verdonnert. Dort trifft er auf Norah, deren Zukunft in Gefahr scheint. Zwischen Bergen und Fjorden kommen sie sich näher, doch können sie ihren Gefühlen nachgeben? – Wieder eine tolle Geschichte aus der Feder von Caroline Wahl, kommt aber nicht an ihre Vielleicht Reihe heran bisher.

Platz 10: Drowning Souls – Ava Reed

Sierra ist nach dem Unglück im Krankenhaus mit die erste am Unfallort. Dabei muss sie auch Mitch bergen, der voller Brandwunden ist. Zusammen versuchen sie die Geschehnisse zu verarbeiten und kommen sich dabei immer näher. Dabei versucht gerade Sierra ihr Privatleben zu verbergen. – Starker zweiter Teil der Whitestone Hospital Reihe. Mochte Sierra als Protagonistin sehr. Ava Reed watet wieder mit schweren Themen auf, die sie aber gut umsetzt.

Platz 9: Qualityland 2.0 – Marc-Uwe Kling

Nachdem Peter Arbeitsloser versuchte sein Problem zu lösen, ist Kiki Unbekannt weiterhin auf der Suche nach ihrer Familie. Gleichzeitig wird ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Auf der Suche nach Antworten dringt sie immer weiter in die Netze von Qualityland vor. – Es fehlte etwas von den Überraschungsmomenten aus Band 1, aber auch diese Geschichte funktionierte wieder sehr gut und konnte mich gut unterhalten, auch wenn vieles sehr erschreckende Analogien sind.

Platz 8: Knights 3 – Lena Kiefer

Guinevere krallt sich Noah, der unter Morganas Kräften kurz vorm Zusammenbrechen ist. Charlotte und die Knights versuchen ihn aus den Fängen zu befreien und zu retten, doch das gestaltet sich schwerer, als KORT sich gegen sie wendet. Doch sie bekommen Hilfe, von der Person, von der sie es am wenigsten erwartet hatten. – Bin vom Ende nicht wirklich überzeugt, aber der geniale Schreibstil der Autorin tröstet über vieles hinweg. Grundsätzlich aber ein schönes Wiedersehen (und leider auch ein Abschiednehmen) mit den Charakteren.

Platz 7: Finding Paradies – Ana Woods

Kim wollte eigentlich mit ihrer besten Freundin ein Survival-Camp auf einer einsamen Insel in der Nähe von Sri Lanka besuchen. Doch diese sagte kurzfristig ab und Kim ist nun auf sich gestellt. In der Gruppe findet sie schnell Anschluss. Nur der gut aussehende Aidan scheint sie so gar nicht zu mögen. – Willkommen im Paradies! Tolle Atmosphäre, sympathische Protagonist*innen, ein paar Längen im Mittelteil, wichtige Botschaft.

Platz 6: Mona 3 – Zwischen Himmel und Hölle – I. B. Zimmermann

Noch immer sind die Nosdroff-Brüder auf freiem Fuß und versuchen Mona und ihren Pakt zu Erzdämon Balthasar in die Finger zu kriegen. Dieser versucht alles, um seine Familie zu beschützen, stößt dabei aber immer mehr an seine Grenzen. Und dann steht noch ein ganz anderes Großereignis bevor: Mona und Balthasar wollen heiraten. Also nochmal, so mit Zeremonie und so. Das Chaos ist vorprogrammiert. – Schöner und runder Abschluss, bleibt aber hinter den Vorgängern zurück (die aber auf einem unfassbar hohem Niveau waren, dass es nicht heißt, dass der dritte Teil schlecht war)

Platz 5: Demon’s Diaries 1-3 – C. C. Holister

Mia und Cay sind ziemlich hohe Tiere in der Hölle. Das hindert sie nicht daran ab und an in Schwierigkeiten zu geraten, sich mit dem überbürokratischen Himmel auseinander setzen zu müssen. Kein Wunder, dass sie manchmal auch einfach nur The Walking Dead schauen wollen. – Herrlich witzige und kurzweilige Geschichten, die mich immer wieder zum lachen brachten. Machen aber auch Lust auf die Romane dazu.

Platz 4: Lock Down Under – April Wynter

Maya liebt ihr Leben als digitale Nomadin. So schreckt sie auch die Nachricht eines sich schnell verbreitenden Virus nicht ab und sie reist von Thailand nach Australien weiter. Dort soll sie auf eine Villa aufpassen, wodurch sie ein wenig Geld verdient und ihrer Arbeit als Online-Assistentin nachgehen kann. Doch durch den Lockdown kann Troy, der Besitzer der Villa, nicht zu seiner Dienstreise aufbrechen. Und so sitzen sie beide auf unbestimmte Zeit in der Villa fest. – Eine einfache Romance Geschichte erwartet und so viel mehr bekommen. Verschiedene Lebensrealitäten prallen hier aufeinander und schaffen eine schöne Geschichte, die gleichzeitig die Herzen der Romance Liebhaber höher schlagen lässt und doch die klassischen Klischees umschifft. Klare Empfehlung!

Platz 3: Chaoskuss | Chaosherz – Teresa Sporrer

May ist eine ägyptische Hexe in Ausbildung, die sich zusätzlich mit einer normalen amerikanischen Highschool rumschlagen muss. Dabei will sie nur ein bisschen Normalität und mit dem Menschen Noah auf einer Party knutschen. Doch dann geraten nicht nur ihre Kräfte außer Kontrolle, es gibt auch einen Toten. May verspricht das Verbrechen aufzuklären, was gar nicht so einfach ist. – Sehr witziger und spannender Auftakt mit tollen Referenzen zur ägyptischen Mythologie. Band 2 wirkte dann wie der typische aufbauene Füllerband, aber dennoch war ich so drin in der Geschichte und habe mit allen mitgefiebert. Brauche bitte dringend Band 3.

Platz 2: Fragile Heart – Mona Kasten

Adam ist zurück. Gerade als Rosie glaubte ihr Herz wieder zusammengesetzt zu haben, taucht der Schlagzeuger wieder in ihrem Leben auf. Und bringt die alten Gefühle gleich mit. Gleichzeitig verarbeitet sie noch den Verrat ihrer ehemals besten Freundin. Wird es ein Happy-end geben? – Ich liebe die Reihe. Der zweite Band geht fließend aus dem ersten hervor und führt die Geschichte spannend, mitreißend und voller Gefühl weiter.

Platz 1: Die theoretische Unwahrscheinlichkeit der Liebe | Das irrationale Vorkomnis von Liebe – Ali Hazelwood

Doktorandin Olive wollte eigentlich nur ihre Freundin beruhigen und gaukelt ein Date vor. Als diese sie jedoch in der Uni antrifft, muss sie handeln. Und küsst den ersten Mann, dem sie begegnet. Leider ist das niemand geringeres als Dr. Adam Carlsen, der wohl größte Unsympath der Uni. Doch bei ihr scheint er ganz anders zu sein und lässt sich auf die Fake-Date Geschichte ein. Doch die birgt auch allerlei Stolpersteine. – Ich LIEBE dieses Buch. Zwar war das Ende irgendwo absehbar, aber der Weg dahin ist so witzig, gefühlvoll und einfach hach, dass ich das Buch am liebsten jedem in die Hand drücken möchte. Vor allem die weibliche Sicht auf die Wissenschaft gibt dem Buch die extra Portion Sympathie. Band 2 steht dem ganzen in Nichts nach und ich konnte beide Bände nur verschlingen.

VI. Einzelbände

2023 habe ich 46 Bücher gelesen, die (bisher) nicht als multiple Bände angelegt sind – im Ranking:

Platz 44: Thron der Macht – Daniel Dawn

David wird von dem Zauberer Gremlord in die Welt Fargos geholt, wo er als Sohn der Königin den Fluch, der auf ihm und allen in Fargos liegt, besiegen soll. Doch die Aufgabe scheint unlösbar und ist ein Wettlauf mit der Zeit. Sollte David scheitern, würden dunkle Mächte übernehmen. – Für mich leider eher enttäuschend. Bin mit dem Protagonisten nicht warm geworden und konnte mich nicht in die Geschichte reinfühlen. Schade.

Platz 43: Morpheus Töchter – Alexis Snow

Thea lebt in einer Welt, in der das Träumen verboten ist. Doch sie ist eine der wenigen Träumenden und lebt daher versteckt. Doch als ihre Mutter ihr von ihrer Zwillingsschwester erzählt, setzt sie alles daran, diese aus den Fängen der Städter zu befreien. – Tolle Grundidee, scheitert leider an Umsetzung und Erzählstil. Schade, hatte hier mehr erhofft.

Platz 42: Niu – Kathrin Werner

Carmen und Thomas wandern nach New York aus. Doch so richtig schaffen sie es nicht in der Stadt anzukommen. Da treffen sie beide unabhängig voneinander Niu, die sie mit ihrer Art sofort begeistert. Sie beginnen beide auf eine andere Art auf ihr Leben zu blicken. – Grundsätzlich gut geschrieben, war schnell und flüssig zu lesen, aber die Geschichte, die noch gut begann, hinterließ bei mir eine Menge Fragezeichen.

Platz 41: Die Chemie des Todes – Simon Beckett

David Hunter versucht nach dem Tod seiner Familie einen Neustart als Landarzt. Doch als eine Leiche gefunden wird, ist die örtliche Polizei auf seine Erfahrungen als forensicher Anthropologe angewiesen. Doch das kommt nicht überall im Dorf gut an. – Wollte nochmal einem Thriller mit Krimielementen eine Chance geben, aber bin überhaupt nicht in die Geschichte rein gekommen. Aber hey, immerhin hatte ich Recht mit dem Mörder. Lese dann glaub ich wirklich nur noch Cozy Crime.

Platz 40: Die App – Arno Strobel

Hendrik und seine Verlobte Linda sind sehr glücklich über ihr Smart-Home System Adam. Doch dann verschwindet Name ohne jegliche Spur. Die Polizei geht davon aus, dass sie kalte Füße vor der Hochzeit bekommen hat, doch Hendrik ist sich sicher, dass sie entführt wurde. Bei seinen eigenhändigen Ermittlungen stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten mit Adam. – Grundsätzlich spannend, interessant und gut aufgebaut. Aber ich merke immer wieder, dass mir Cozy Crime viel mehr zusagt, weil mir die „normalen“ Krimis/Psychothriller immer zu abgedreht sind.

Platz 39: Red Riding Huntress – Regina Meissner & Sabine Schulter

Diaz ist ein Gestaltwandler. Als sein Rudel mehrfach von einer Hexe angegriffen wird, beschließt er Hilfe von außerhalb zu holen. Dabei findet er Zinnja, eine bekannte Monsterjägerin, die ihm ihre Hilfe zusichert. Dass es beide auf ein großes Abenteuer schickt, war wohl beiden vorher nicht bewusst. – Rotkäppchen mal anders. Spannende Geschichte, für mich hat leider der letzte Funken gefehlt.

Platz 38: Schattengold – Christian Handel

Rede nicht mit Feenwesen, iss nichts von Feenwesen, mache keine Deal mit Feenwesen. Farah muss für ihr Überleben und das ihrer Familie alle Regeln brechen. Eingesperrt in einem Turm soll sie Stroh zu Gold spinnen. Dabei ahnt sie nicht, welche Mächte sie weckt. – Düstere Rumpelstilzchen-Adaption, die mir hintenraus etwas zu langgezogen war. Aber Handels wunderbare Art Geschichten zu erzählen, funktioniert auch hier wieder wunderbar.

Platz 37: Ich glaube, ich hatte es schon – Michael Mittermeier

Michael Mittermeier nimmt sich der Corona-Thematik an und versucht möglichst humorvoll mit den verschiedenen Phasen umzugehen. Von Homeschooling über Maskendebatte, hier haben wir die Pandemie humorvoll aufgearbeitet. – Es war sehr kurzweilig, was gut war, da ich mit den meisten Witzen nichts anfangen konnte. Ist auch zeitlich sehr hin und her gesprungen. Hat für mich einfach nicht funktioniert.

Platz 36: Der Panfluch – Kerstin G. Rush

Taja ist Geschichtenerzählerin und begeistert ihr Volk mit den Abenteuern von Peter Pan. Doch etwas dunkles zieht in Nimmerland auf und Taja ist sich sicher, dass nur Pan sie alle retten kann. Doch dieser bleibt verschwunden. Also beschließt sie sich zu ihrem eigenen Abenteuer auf zu machen. – Ich hatte etwas Probleme mit dem Erzählstil, wodurch sich das Buch für mich etwas gezogen hat, auch wenn ich die Geschichte grundsätzlich mochte.

Platz 35: Wolkenschloss – Kerstin Gier

Fanny Funke arbeitet als Jahrespraktikantin im Wolkenschloss, einem alten Hotel hoch in den Alpen. Wie jedes Jahr zu Silvester werden einige hochkarätige Gäste erwartet. Dabei haben die Angestellten alle Hände voll zu tun. Als dann auch noch ein wertvolles Kollier geliefert werden soll, geht es hoch her im Wolkenschloss. Und Fanny ist irgendwie mittendrin in den Geschehnissen. – Beschäftigt sich lange Zeit nur mit den einzelnen Gästen und das Personal, kommt erst gegen Ende richtig in Fahrt, funktioniert aber gerade durch die Charaktere dennoch. Vielleicht ein bisschen zu lang, aber das wird durch eine gute Portion Humor wett gemacht.

Platz 34: Houston Hall – Mary Cronos

Anthony Houston hat sich nach den Morden an seiner Familie komplett in das Anwesen zurückgezogen. Bis das neue Dienstmädchen Mary an die Tür klopft und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Doch sie scheint ein Geheimnis zu umgeben, dass enger mit der Geschichte seiner Familie verwoben ist, als er wahr haben will. – Während der erste Teil eher aufbauender Natur ist, schafft es die zweite Hälfte eine wunderbare Spannung zu kreiieren.

Platz 33: Eine Handvoll Worte – Jojo Mojes

Journalistin Ellie findet im Archiv der Zeitung eine Handvoll Liebesbriefe in einer Akte über Asbest. Verwundert liest sie die Worte und ist fasziniert. Sie versucht mehr über den Absender herauszufinden und stößt dabei auf eine Geschichte voller Liebe, Verlust und Missverständnisse. Ob es trotzdem ein Happy-end gab? – Eigentlich war ich mit Jojo Moyes durch, nachdem mich nur ein Buch wirklich begeistern konnte. Aber das Hörbuch hatte ich noch bei mir gefunden und nun endlich mal eine Chance gegeben. Und die Geschichte konnte mich nachdem ich reingefunden habe, auch durchaus überzeugen.

Platz 32: Magische Fabelwesen & mythische Kreaturen

Von Banshee bis Vampir, von Rabe bis Donnervogel, Diesseits, Jenseits, bietet dieses Büchlein einen kompakten Überblick über die Welt der Fabelwesen und Kreaturen aus aller Welt. – Mit wunderschönen Illustrationen bietet das Buch eine gute Einführung in bekannte und weniger bekannte Fabelwesen. Schöner Einstieg zur Inspiration.

Platz 31: Eine Chauffeurin zum Verlieben – Violet Thomas

Lizzy kann ihr Glück kaum fassen. Die Chauffeur-Firma, für die sie arbeitet, hat einen Vertrag mit ihrer liebsten Football-Mannschaft an Land gezogen. Um dies zu feiern, zieht sie mit ihrer besten Freundin um die Häuser. In einer angesagten Bar fällt sie betrunken dem charmanten Brandon in die Arme. Ein paar Tage später treffen sie sich wieder, er erkennt Lizzy jedoch in ihrer Chauffeursuniform nicht wieder. Dabei erfährt sie drei Dinge: Er ist der Erbe ihrer liebsten Football-Mannschaft, er ist sehr unfreundlich zu „einfachem Personal“ und er sucht die geheimnisvolle Elisabeth von der Party. Da beschließt sie ihm eine Lektion zu erteilen und stimmt über Umwege einem Date zu. – Locker leichte Romanze, die mir stellenweise zu oberflächig blieb, aber für die erzählte Stimmung absolut passend.

Platz 30: Mieses Karma – David Safier

Die Moderatorin Kim Lange wird kurz nach ihrem großen Triumpf von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen. Da sie in ihrem Leben eine Menge mieses Karma gesammelt hat, wird sie als Ameise wiedergeboren. Da ihr Mann auch noch von einer neuen Frau belagert wird, beschließt sie, ganz viel gutes Karma zu sammeln, um das nächste Mal als etwas nützliches wiedergeboren zu werden. – Grundsätzlich ganz amüsant, man merkt aber, dass es schon etwas älter ist und ein paar Problemstellen dabei sind.

Platz 29: American Gods – Neil Gaiman

Shadow Moon wird aus dem Gefängnis entlassen und trifft auf den mysteriösen Mr. Wednesday. Dieser zieht ihn in einen Krieg zwischen den alten Göttern, die nach Amerika kamen, aber jetzt glaubt kaum noch jemand an sie, und den neuen Göttern, die in der schnelllebigen modernen Welt ihre Anhängerschaft gefunden haben. – Faszinierend, wie die Vorlage in der Serie umgesetzt wurde und gleichzeitig nicht umgesetzt werden konnte. Fasznierende Idee, war von der Auflösung am Ende nicht ganz überzeugt.

Platz 28: Emotiondancer – E. F. v. Hainwald

In der Zukunft sind alle Menschen durch das Cybernet verbunden und fühlen, was der Gegenüber fühlt, wodurch die Kriminalitätsrate auf Null gesunken ist. Doch Kaja hat regelmäßige Gefühlsausbrüche, die eine Gefahr für ihre Mitmenschen sind und sie wertvolle Erinnerungen kosten. In Skyscrape sucht sie nach Antworten, doch diese sind gar nicht so leicht zu beschaffen. – Gelungener zweiter Teil, auch wenn ich hier ein bisschen länger gebraucht habe, um in die Geschichte reinzukommen. Am Ende etwas übereilt, dennoch eine Empfehlung.

Platz 27: Zuckerwatteküsse – Faye Donaghue

Abby arbeitet in einem Resort im Restaurant. Das Gehalt reicht zwar kaum für die Miete, aber immerhin verdient sie so Geld. Allerdings gibt es eine wichtige Regel. Sie darf nichts mit Gästen anfangen. Als Theo, der Sohn des Besitzers, in seinen Semesterferien im Resort auftaucht, wird ihr Vorsatz ganz schön auf die Probe gestellt. – Sehr süße Geschichte, die in ihrer Kürze gut funktioniert.

Platz 26: Was reg ich mich auf – Urban Priol

Urban Priol ist ein Urgestein der Satire. Bereits unter Helmut Kohl schrieb er seine Programme und die Themen sind ihm nie ausgegangen. Seinen Werdegang und ein best of aus seinen Tilt-Rückblicken gibt es hier. – Was hat Urban Priol nicht schon alles miterlebt. Und sein politisches Kabarett ist wie immer auf den Punkt. Nur bei dem ein oder anderem gesellschaftlichen Thema liegen wir wohl sehr weit auseinander, was aber zum Glück nur einen kleinen Teil des Buches einnahm.

Platz 25: Das Mädchen, das in den Wellen verschwand – Axie Oh

Um den Meeresgott zu besänftigen und die Stürme in ihrer Heimat aufhören zu lassen, wird in Minas Dorf jedes Jahr ein Mädchen als Braut des Meeresgottes ausgewählt. Durch ihr Eingreifen, um ihren Bruder zu schützen, gelangt diesmal Mina ins Geisterreich, nur um festzustellen, dass ein Fluch auf dem Gott liegt und sie nur 30 Tage Zeit hat, um diesen zu brechen. – Der Einstieg war etwas schwierig, aber die Entwicklung der Geschichte war einfach toll und am Ende habe ich die Geschichte geliebt.

Platz 24: Ein Apfelbaum am Meer – Anne Barns

Julie wollte eigentlich eine neue Karriere in einer Patisserie in Florenz beginnen, und ihren italienischen Wurzeln treu bleiben. Doch eine Einladung zum Geburtstag und Notstand in der Bäckerei einer alten Freundin bringt sie nach Juist, wo sie auf eine Geschichte rund um ihre Großmutter stößt, die sie noch nicht kannte. – Ein Spin-off, so dass wir noch einmal bekannte Charaktere auf Juist wiedertreffen. Bin leider nicht wirklich in die Geschichte reingekommen und dann war sie sehr schnell auch schon wieder vorbei. Da hatte ich schon stärkere von Anne Barns.

Platz 23: Fünf Tage am Meer – Ina Johansen

Hanne ist Hochzeitsfotografin, doch ein Großauftrag auf der Insel Vesbö wird kurzfristig abgesagt. Da sie das Zimmer nicht mehr storniert kriegt, beschließt sie die Reise trotzdem anzutreten. Nur, um dem Bruder der Braut bereits am Hafen in die Arme zu laufen. – Locker leichte Sommerlektüre, wie sie sein soll. Nicht viel Tiefgang, aber erzeugt ordentlich Meerweh.

Platz 22: Pick me Girls – Sophie Passmann

Sophie Passmann bietet einen kritischen Blick auf ihr Leben als Frau im Patriarchat und wie sie sich durch die gesellschaftlichen Konventionen entwickelt hat und wie es hätte anders sein können. – Schonungslose Abrechnung mit dem System und gleichzeitig wunderbar ehrlich. Bestimmt nicht für jeden was, aber ich mochte die offene Art.

Platz 21: Der Gesang der Flusskrebse – Delia Owens

Kya Clark lebt allein in der Marsh, einer Sumpflandschaft in North Carolina. Von der Familie zurückgelassen, muss sie irgendwie überleben. Dabei findet sie in wenigen helfenden Hände Freundschaften und vielleicht auch Liebe. Doch Ende der 1960er Jahre wird sie eines Mordes beschuldigt. – Nachdem mir der Film so gut gefiel, habe ich noch das Buch gelesen. Bietet wenig Neues, aber ist sehr schön geschrieben und fängt die Stimmung der Marsh wunderbar ein.

Platz 20: Heimwärts* – Kate Morton

1959 findet ein Reisender die Familie Turner nach einem Picknick am Fluss tot auf. Das Geschehene erschüttert den beschaulichen Ort Tambilla. 2018 kehrt Jess von London nach Sydney zurück, da ihre Großmutter Nora gestürzt ist. Im Krankenhaus scheint Nora verwirrt zu sein und Angst zu haben, dass man ihr ihr Baby wegnähme. Jess versucht die Ursache herauszufinden und stößt auf ein altes Familiengeheimnis. – Fernweh nach Australien incoming. Ansonsten eine tolle Familiengeschichte mit kleineren Stolperern, aber im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin etwas schwächer. – Rezensionsexemplar #Werbung

Platz 19:  Es kann nur eine geben – Carolin Kebekus

Carolin Kebekus schreibt über Feminismus, das Patriachat und wie wir Frauen gegen einander aufgestachelt werden, denn es heißt stets: Es kann nur eine geben. – Sehr humorvoll aufgearbeitet, behandelt wichtige Themen, aber kommt trotzdem immer mit dem gewissen Augenzwinkern daher.

Platz 18: Meine Depression ist deine Depression – Maxi Gstettenbauer

Maxi Gstettenbauer hat Depressionen und steht dennoch regelmäßig als Stand-up Comedian auf den Bühnen Deutschlands. Wie er damit umgeht, was für Schwierigkeiten das birgt und warum es so wichtig ist, darüber zu sprechen, erzählt er in diesem schonungslos ehrlichem Buch. – Ein spannender und interessanter Einblick mit wirklich guten Metaphern, die das Thema gut veranschaulichen. Empfehlung für Betroffene und Angehörige.

Platz 17: Die 7. Farbe des Regenbogens – Janila Fuchs

Ella hat Angst um ihren besten Freund Nick. Meist ist er verschlossen, doch nach dem letzten Wochenende scheint er eine schlimme Nachricht erhalten zu haben und ist danach verschwunden. Auf der Suche nach ihm, landet sie in einer seltsamen grauen Welt. Ein Wesen namens Mirin bietet ihr einen Deal an: Sie und Nick müssen Prüfungen bestehen, eine für jede Farbe des Regenbogens. Doch Ella hat keine Ahnung, welche Tür sie damit geöffnet hat. – Schwieriges Thema, toller Umgang damit. Spannende und mitfühlende Geschichte, die auf so vielen Wegen gelungen ist. Dennoch Vorsicht mit der Triggerwarnung Suizid.

Platz 16: Du darfst nicht alles glauben, was du denkst – Kurt Krömer

Kurt Krömer hatte Depressionen. Seinen Weg bis zur Erkenntnis, sein Leben damit und sein Kampf dagegen, beschreibt er in diesem Buch. – Schwieriges Thema, sehr persönlich, aber sehr gut erzählt. Regt viel zum Nachdenken an und zur Selbstreflexion.

Platz 15: Wenn ich die Augen schließe – Ava Reed

Norah erwacht im Krankenhaus. Sie hatte einen schlimmen Autounfall, als sie mit ihren Freund*innen betrunken von einer Party heim gefahren ist. Auch wenn sie ihr Gedächtnis nicht vollständig verloren hat, so kann sie sich doch nicht mehr an ihre Gefühle erinnern. Welche Pizzasorte mag sie am liebsten? Trägt sie lieber Röcke oder Hosen? Sie weiß aber, wer ihr auf jeden Fall helfen kann. Sam, ihr bester Freund. Doch sie muss feststellen, dass Sam ihr zwar hilft, sie aber nicht mehr befreundet sind. Je mehr sie über sich selbst erfährt, fragt sie sich, wie sie zu der Person werden konnte. Und will sie sich überhaupt erinnern? – Sehr tiefgründiges Buch, regt zum nachdenken an und hat trotzdem eine sehr schöne Geschichte. Auf jeden Fall eine Empfehlung.

Platz 14: Der Kater unterm Korallenbaum – Christina Löw

Yuki geht nach dem Tod ihres Vaters bis auf den Familienkater fast leer aus. Während ihr Bruder das Haus und ihre Schwester den Blumenladen erbten, steht sie vor einigen Problemen. Doch der Kater Sazuke kann sprechen und bietet Hilfe an. Doch Wünschen will gelernt sein. – Auch wenn mich die Handlung mehr als einmal in die Verzweiflung getrieben hat, ist es doch eine sehr süße moderne Der gestiefelte Kater Adaption.

Platz 13: Loveless – Alice Osman

Georgia hat nur ein Ziel: Geküsst zu werden, bevor es aufs College geht. Doch sie verspürt so gar keine Anziehung zu egal welchem Geschlecht. Auch auf dem College geht die Sehnsucht weiter. Küssen und Beziehungen gehören doch zum Erwachsen werden Prozess dazu, oder? Doch wieso fühlt Georgia nichts davon? – Ein sehr gutes Buch über das A in LGBTQIAP+. Dem Thema wird sich von mehreren Seiten genähert und auch immer wieder auf das Spektrum hingewiesen. Eine große Leseempfehlung.

Platz 12: Der Preis der Magie – Mila Ilbach

Nach dem Tod ihrer Mutter bekommt Helena ein altes Buch ihres Vaters vererbt, der die Familie vor vielen Jahren einfach verließ. Dadurch entdeckt sie nicht nur die Magie in sich, sondern auch ihre Tante Elizabeth, von der sie jahrelang nichts wusste. Doch so verlockend die Geschichten ihrer Tante auch klingen, so lernt Helena schnell, dass Magie immer einen Preis hat. – Fängt typisch an und haut einem dann die Erwartungen und Klischees ordentlich um die Ohren. Mochte es, wie unvorhersehbar die Geschichte dadurch wurde, auch wenn am Ende vielleicht ein paar Seiten fehlten.

Platz 11: Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit –  Mai Thi Nguyen Kim

Mai Thi Nguyen Kim, bekannt für ihren Youtube Kanal MaiLab, nimmt einige heiß diskutierte Themen auseinander, betrachtet ihre wissenschaftliche Seite und versucht die kleinste gemeinsame Wirklichkeit zu finden. – Die Fangfragen haben mich regelmäßig kalt erwischt und die Ausführungen waren spannend, interessant und gut für Laien aufgearbeitet. Gerade das Hörbuch von der Autorin eingesprochen, funktioniert gut.

Platz 10: Die Mitternachtsbibliothek – Matt Haig

Nora Seed sieht in ihrem Leben keinen Sinn mehr. Zu viele falsche Entscheidungen brachten ihr ein Leben in Einsamkeit ein. Sie beschließt sich das Leben zu nehmen und landet in der Mitternachtsbibliothek, einem Ort, voller Bücher mit Leben, die sie hätte führen können, wenn sie sich in bestimmten Situationen anders entschieden hätte. Doch sind diese Leben wirklich glücklicher? – Schwieriges Thema, aber sooo gut umgesetzt. Regt wirklich stark zum nachdenken an.

Platz 9: Sweeter than fame – Kylie Scott

Ani Bennett hat sich bewusst in die beschauliche Kleinstadt Wildwood zurückgezogen. Doch dann zieht der Rockstar Garrett Hayes ins Haus nebenan ein und mit der Ruhe scheint es vorbei zu sein. Dabei scheint auch er genau diese nach dem Tod seiner Frau zu suchen. Garretts bester Freund scheint jedoch der Ansicht zu sein, dass er wieder daten sollte und überredet Ani zu einem Nicht-Date mit dem Rockstar. Doch welche Chancen hat sie mit ihrer Angststörung bei einem berühmten Rockstar? – Wieder ein toller Rockstar-Roman von Kylie Scott, nur das Ende war mir etwas zu übereilt. Da wurde zu viel in zu kurzer Zeit gewollt. Zumal die Angststörung am Ende keine Rolle mehr spielte.

Platz 8: Gallant – V. E. Schwab

Olivia Prior ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Da sie nicht sprechen kann, wurde ihr gern das Leben schwer gemacht. Nur die Worte ihrer Mutter in einem alten Tagebuch konnten ihr Trost spenden. Dort wird sie vor einem Ort namens Gallant gewarnt. Doch als ein Brief von ihrem Onkel eintrifft, lädt er sie genau dorthin ein. Olivia folgt dem Ruf, in der Hoffnung ihre Familie wiederzufinden, doch vor Ort ist alles ganz anders. Ein Geheimnis liegt auf Gallant, das Olivia lösen will. – Mysteriös, düster, mit einer tollen Protagonistin. Mochte diesen Ausflug in ein mir eher unbekanntes Genre sehr.

Platz 7: Bleib bei mir Sam – Dustin Thao

Julie und Sam haben klare Pläne, was sie nach ihrem Abschluss machen wollen. Zusammen an die Uni und der Kleinstadt entfliehen. Doch dann stirbt Sam und lässt Julie zurück. Diese kann sich auf nichts mehr konzentrieren und versucht ihre Trauer zu verarbeiten. Dabei wählt sie Sams alte Handynummer, um seine Stimme nochmal zu hören. Doch statt der Mailbox geht Sam ran. – Sehr starker Anfang, guter Mittelteil, gegen Ende wurde es etwas langatmiger. Vielleicht waren meine Vorstellungen vom Buch auch nur etwas anders. Dennoch starker Umgang mit dem Thema Trauerbewältigung.

Platz 6: In love with a star – Ivy Owens

Georgia will nach einem langen Flug nur noch unter die Dusche und dann ins Bett fallen. Doch ein gestrichener Anschlussflug und ein ausgebuchtes Hotel machen ihr einen Stich durch die Rechnung. Dabei trifft sie auf Alexander Kim, dem älteren Bruder ihrer früheren besten Freundin. Er bietet ihr an, sich das Zimmer zu teilen und sie kommen sich näher. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass sie mit einem berühmten Schauspieler geschlafen hat. – Ich habe mich schockverliebt in das Buch, auch wenn ich den sehr hohen Spiceanteil nicht erwartet hatte. Konnte es kaum aus der Hand legen.

Platz 5: From Tokyo with love – Julia K. Stein

Hailey hofft auf ihren großen Durchbruch als Sängerin. Dafür stimmt sie einem großen Konzert zu Weihnachten in Tokio zu als Warm-up Akt für niemand geringerem als Finn Wolfcraft. Dieser ist ihr nach den letzten Presseberichten zwar eher unsympathisch, aber wann bekommt man schon so eine Chance? Doch in Tokio kommt alles ganz anders. – Schöne Rockstar-Liebesgeschichte in toller Kulisse. Ein Enemys to lovers, das ich wirklich mochte.

Platz 4: Spielmannsbraut – Anne Danck

Prinzessin Mirelle ist wenig begeistert von den Heiratsplänen ihres Vaters für sie. Also beschließt sie jeden potentiellen Anwärter mit ihrem spitzen Mundwerk abzuschrecken. Aus Wut verkündet ihr Vater, dass er sie einfach an den ersten Bettler verheiraten wird. Und kurz darauf taucht tatsächlich ein Spielmann auf, um sie in die Armut zu heiraten. Doch warum fühlt sie sich von seinem Lächeln so angezogen? – König Drosselbart in feministisch hat mir sehr gut gefallen. Mochte die Charaktere, dachte erst das Ende wäre verfrüht, war dann aber doch genau richtig.

Platz 3: Mit dir oder ohne dich – Kristin Ullmann

Cara hat in dem verträumten Städtchen Silver Heights, ein kleines Café, in dem sie Speisen für Leute mit Unverträglichkeiten anbietet. Eines Tages läuft ihr Adam über den Weg, der ihr sofort sympathisch ist. Doch es liegt eine Reihe von Missverständnissen vor ihnen. Doch vor allem muss Cara ihre Unsicherheit überwinden und Adam mit der Vergangenheit abschließen, was alles andere als einfach ist. – Anwärter Jahreshighlight. Habe die Geschichte geliebt, die Charaktere sind toll und es war irgendwie sehr cozy, aber hatte doch auch wichtige Themen und war einfach ein Wohlfühlbuch.

Platz 2: XOXO – Axie Oh

Jenny ist angehende Cellistin und legt all ihre Anstrengungen darauf, an einer guten Musikschule angenommen zu werden. Eines Abends trifft sie auf den geheimnisvollen Jaewoo, der ihr Herz berührt. Doch dann zieht ihre Mutter für ein halbes Jahr nach Korea, um ihre Großmutter zu unterstützen. Jenny beschließt mitzukommen und besucht dort eine gute Musikschule. Nicht ahnen, dass Jaewoo ebenfalls diese Schule besucht. Doch es gibt ein Problem: Er ist ein K-Pop Idol und eine Freundin ist daher streng untersagt. – Endlich in deutscher Übersetzung, habe ich dieses Buch direkt verschlungen! Ich mochte die Charaktere, die Geschichte, das gut dosierte Drama und der Schreibstil war einfach nur super.

Platz 1: Tokioregen – Yasmin Shakarami

Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen. – Und ein weiteres Jahreshighlight. Die Geschichte ist absolut süß und cozy und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich liebe die Protas und ich möchte gerade einfach nur jedem dieses Buch in die Hand drücken.

Was waren eure Highlights 2023? Welches Buch hättet ihr anders bewertet? Und welches Highlight ist mir durch die Finger gerutscht und sollte ich schnell nachholen?

Anime Special: Over the sky

Ein Vorwort

Ich glaub so langsam kann ich nicht mehr sagen, dass Animes eigentlich gar nicht mein Ding sind. Habe ich mich doch gerade im Serienbereich immer weiter eingearbeitet, einige Mangareihen angefangen und kann auf Animemessen inzwischen einige Cosplays erkennen. So war ich bei einem neuen Anime Special, das kein Abschlussfilm einer Anime-Serie ist, doch direkt dabei. Was Over the sky so kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen.

Meine Meinung

Over the sky ist einer dieser Filme, die als Kurzfilm geplant waren und dann doch auf knapp über 90 Minuten gestreckt wurde. Und genau das, merkt man ihm leider an. Denn eine gute Grundidee ist durchaus vorhanden, man muss sie nur finden.
Doch von Anfang an. Zunächst lernen wir Mio und ihren Alltag kennen. Ihre etwas distanzierte Familie, ihren Freundeskreis und ihre Probleme in der Schule. Hier lässt sich noch nicht ableiten, worauf der Film hinaus will, außer uns die Protagonistin vorzustellen, was aber auch nicht so richtig funktioniert. Nach und nach kommt der Konflikt mit den Gefühlen zu ihrem besten Freund durch. Dann der harte Cut. Nach einem Streit gerät sie in einem Unfall und wacht in einer anderen Welt auf, die zunächst der ihren sehr ähnelt.
Hier merkt man, dass der Film eigentlich eine gute Grundidee hatte, denn Mio ist der Weg in ihre Welt verwehrt, solange sie nicht noch eine Sache erledigt. Nur welche ist die große Frage. Zur Hilfe eilt ihr Kuscheltier, das auf einmal lebendig ist und wohl einfach nur der süße Sidekick sein soll, der bei Erfolg gut fürs Merchandise wäre. So eilt sie durch die andere Welt ohne wirkliches Ziel und trifft immer wieder auf ein Wesen, das sie vernichten will. Mit vereinten Kräften kann sie immer wieder fliehen, doch genau hier wird der Film wirr und dreht sich immer wieder im Kreis. Gleichzeitig versucht Shin auf der anderen Seite ebenfalls einen Weg zu finden, um Mio zu retten. Der ganze Handlungsstrang wirkt komplett wie eingefügt, um den Film noch etwas zu strecken.
Letztlich ist es ein Film, den man gefühlt schon mehrfach gesehen hat. Geschichten zu reproduzieren ist ja auch grundsätzlich vollkommen in Ordnung, wenn es denn funktioniert und man den Zuschauenden etwas bietet. Und genau das fehlt in Over the sky leider. Nette Geschichte, die als Kurzfilm vermutlich deutlich besser funktioniert hätte, mit leider auch sehr blassen Charakteren, was es zusätzlich schwierig macht. Dadurch war mir der Ausgang der Geschichte auch ziemlich egal. Ich habe nicht migefiebert. So war der Film nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht gut.

Das Fazit

Over the sky ist ein Anime, der lieber im Kurzfilmbereich geblieben wäre. Die Handlung ist grundsätzlich durchdacht, auch wenn die Thematik schon mehrfach verfilmt wurde. Leider bleiben die Charaktere blass und die Handlung dreht sich einmal zu oft im Kreis. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Over the sky lief am 26.09.2023 als Anime Special in den deutschen Kinos

Mein Jahresrückblick 2023 – #1 – Die Kinofilme

Der November ist vorbei und damit ist die Rückblick-Saison offiziell eingeläutet!
Den Anfang machen wie jedes Jahr die Kinofilme, die ich von Dezember bis November konsumiert habe. Dabei ist 2023 mein schlechtestes Kinojahr seit Beginn dieses Blogs. Das hat vor allem zwei Faktoren. Zum einen war die Auswahl der Filme im Kino eher mau, die wenigsten haben mich interessiert, weswegen meine Motivation überhaupt ins Kino zu gehen eher mies war. Manche Filme, die mich noch interessiert hätten, liefen nur wieder in Kinos mit weiterer Anreise. Dennoch wären es vielleicht noch ein paar mehr geworden, wenn nicht ein zweiter Faktor dazu kam: Meine Erkrankung, die es mir noch schwieriger machte, Energie zu finden, um ins Kino zu gehen. Allerdings wären es auch dann wohl nur eine Handvoll mehr, weil selbst meine Wunschlisten für die Monate waren sehr leer.
Dennoch kam der ein oder andere Film zusammen und so präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegendem Jahr.

Zur Statistik:

28 gesehene Kinofilme in 2022 (2022 waren es 47).

Davon
… 1 Special Screening
… 2 Anime Special
… 25 regulär

I. Special Screenings

In dieser neuen Kategorie tauchen Screenings im Kino auf, bei denen es sich nicht um Filme im klassischen Sinn handelt. Diesmal mit dabei eine Konzert-Liveübertragung. Ob die Kategorie dauerhaft beibehalten wird, kommt natürlich drauf an, ob es nächstes Jahr wieder so ein Event geben wird – ohne Ranking:

Agust D – Live aus Japan

Rapper Agust D (bekannt als Suga von BTS) ist zum Release seines dritten Soloalbums D-Day auf Welttournee gegangen. Sein Konzert in Japan wurde live in viele Länder weltweit in die Kinos gestreamt. – Mit dem Album D-Day hat sich Agust D selbst übertroffen und das Konzert war einfach nur richtig cool. Da hat sie auch die längere Anfahrt gelohnt.

II. Anime Specials

Nachdem in diesem Jahr die Kategorie „Neulich in der Sneak“ aufgrund der Nicht-Existenz dieser und „Cinemathek“ aufgrund dessen, dass ich es nicht zu einer Vorstellung ins Kino geschafft habe, wegfallen, gibt es immerhin eine weitere Konstante, nämlich die Anime Special – im Ranking.

Platz 2: Over the Sky

Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen. – Man merkt, dass die Handlung für einen Kurzfilm ausgearbeitet wurde, etas langatmig, alles schonmal gesehen und zwischendrin sehr over the top. Konnte nicht richtig überzeugen, obwohl er zu Anfang gut funktionierte.

Platz 1: Suzume

Die 17-jährige Suzume trifft auf ihrem Schulweg auf einen gutaussehenden jungen Mann namens Sota, der auf der Suche nach einer Tür ist. Neugierig folgt sie ihm in eine verlassene Stadt, wo sie aus Versehen eine Tür öffnet und den Wächter zum Leben erweckt. Zusammen mit Sota versucht sie den Wächter wieder einzufangen, doch der verwandelt Sota kurzerhand in einen Stuhl. Suzume muss durch Japan reisen, um Türen zu schließen und Erdbeben zu verhindern. – Besser als Weathering with you, schwächer als Your Name, ein schöner Coming of Age Anime mit übernatürlicher Komponente.

III. Kinofilme

25 Filme habe ich 2023 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

Die Enttäuschungen:

Platz 25: Caveman

Bobby erzählt nach einem Streit mit seiner Freundin bei einem Stand-up Event, wie es dazu kommen konnte. Dabei durchleuchtet er die Probleme, die in der Kommunikation zwischen Männer und Frauen entstehen können. Er trifft auf seinen inneren Höhlenmenschen, der ihn auf die Evolution und den Unterschied zwischen Jäger und Sammlerinnen aufmerksam macht. – Absolut unzeitmäßig, funktioniert weder in Erzählweise noch in Aussage. Leider ein Film zum Fremdschämen.

Platz 24: No hard feelings

Maddie hat Geldprobleme. Als dann auch noch ihr Auto beschlagnahmt wird, hat sie als Uber-Fahrerin keine Einnahmequelle mehr. Da kommt ihr die Anzeige für einen alten Buick gerade recht. Die einzige Bedingung ist, dass sie mit dem Sohn der Besitzenden ausgehen soll. Doch daraus entsteht eine ganz eigene Dynamik. – Viel Fremdschampotential, Handlung voller längst überholter Klischees, einige problematische Szenen. Das war leider gar nichts.

Das Mittelfeld:

Platz 23: Das Kleid

Ben ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen. – Er hat sich dem Thema leider von der komplett falschen Seite genähert und funktioniert daher nicht wirklich, auch wenn zwischendurch starke Szenen vorhanden sind.

Platz 22: Arielle

Tief unten im Meer lebt Arielle als Tochter des Meereskönigs Triton. Unglücklich mit ihrem Leben, träumt sie davon an die Oberfläche zu schwimmen, doch dass hat ihr Vater streng verboten. Bei einem Sturm kommt es jedoch zu einem Schiffsunglück, bei dem Arielle trotz des Verbotes eingreift und Prinz Eric vorm Ertrinken rettet. Um ihm näher zu sein, geht sie auf einen Handel mit der Meerhexe Ursula ein. Doch diese verfolgt ganz eigene Pläne. – Leider wenig neues, auch wenn es gute Ansätze gab, wirkt die Handlung doch sehr künstlich gestreckt. Konnte nicht wirklich überzeugen.

Platz 21: The Meg 2

Nach den Ereignissen mit dem Megalodon ist die Forschungsstation deutlich gewachsen. Das Team besteht aus einigen Überlebenden und neuen Mitgliedern. Doch bei einem erneuten Tauchgang stellen sie fest, dass eine illegale Unterwasserstation wertvolle Ressourcen abbaut. Jonas und sein Team müssen nicht nur mit den Megs klarkommen, sondern auch das Rätsel um die Station lösen. – Gefühlt zwei Filme in einem, funktioniert alles nicht so ganz, aber am Ende konnte er wenigstens gut unterhalten.

Platz 20: Babylon

Im Hollywood der 1920er Jahre treffen der begehrte Schauspieler Jack Conrad, die Newcomerin Nelly LaRoy und der Arbeiter Manny Torres bei einer rauschenden Orgie das erste Mal zusammen. Den Wandel von Stumm- zu Tonfilm erleben sie alle mit, wobei sich ihre Schicksale unterscheiden. – Provokanter Film, der einen zeitgleich in seinen Sog zieht und doch alles gibt, um einen abzustoßen.

Platz 19: 65

Bei einer Expeditionsmission stürzen das Raumschiff ab. Nur Astronaut Mills und das Mädchen Koa überleben und machen sich auf den Weg zur Rettungskapsel. Dabei müssen sie feststellen, dass der Planet, auf dem sie gelandet sind, die Erde vor 65 Millionen Jahren ist. Und diese noch von Dinosauriern bewohnt ist. – Atmosphärischer Dino-Horror, wobei die Dinos eher Platzhalter für Monster sind und nicht wirklich Dinomäßig.

Platz 18: I wanna dance with somebody

Whitney Elisabeth Houston wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten? – Leider absolut nichtssagendes Biopic. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht mehr als ein Wikipedia-Artikel.

Platz 17: Ant-Man and the Wasp – Quantumania

Nach den Ereignissen in Endgame will Scott Lang eigentlich nur ein ruhiges Leben genießen. Seine Tochter Cassie, inzwischen im Rebellinnenalter, macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Sie hat ein Gerät entwickelt, mit dem sie die Quantenebene erforschen will, damit ihr Vater dort nicht wieder verloren gehen kann. Dabei hat sie jedoch Mächte geweckt, die sie, sowie Hope, Janet und Hank in die Quantenebene zieht. Dabei stellt sich heraus, dass Janet gelogen hat, als sie meinte, dass es dort kein Leben gäbe. Denn eine Variante von Kang, dem Eroberer, wurde dorthin verbannt. Eine Schlacht um die Quantenebene beginnt. – Phase 5 beginnt spannend, zwar voller Logiklöcher und bei weitem nicht mehr auf früherem Niveau, aber deutlich besser als Phase 4.

Platz 16: The Marvels

Carol Danvers aka Captain Marvel untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel und Monika Rambeau. Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten. – Sehr witzige Frauenpower, Handlung eher normal, aber immerhin mal wieder unterhaltsam.

Platz 15: A haunting in Venice

Hercule Poirot lebt inzwischen in Venedig und ist im Ruhestand. Doch als seine langjährige Freundin die Autorin Ariadne Oliver auftaucht und ihm von einer realen Seance berichtet, ist seine Neugier geweckt. Und wahrhaftig scheint es in dem Haus von Rowena Drake nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Poirot ist gewillt alles aufzuklären, muss er jedoch zunehmend an seinem Verstand zweifeln. – Sehr düster und atmosphärisch, starker Kontrast zu den beiden bisherigen Poirot-Verfilmungen, enttäuscht gerade bei der Aufklärung, davor eigentlich solide.

Platz 14: Operation Fortune

Nathan Jasmine bekommt die Aufgabe ein MI6 Team zusammenzustellen, um eine gestohlene Geheimwaffe sicherzustellen. Unter der Führung von Orson Fortune begibt sich das Team nach Hollywood, um den Schauspieler Danny Francesco zu rekrutieren. Denn ihr Ziel ist der Waffenhändler Greg Simmonds und dieser ist ein großer Fan von Francesco. Doch als eine ungeplante zweite Partei auftaucht, wird der Auftrag komplizierter als zunächst angenommen. – Guter Heist-Movie. Erfindet das Rad nicht neu, punktet aber mit guten Einfällen.

Platz 13: Shazam 2 – Fury of the Gods

Nach den Geschehnissen im ersten Teil haben nun auch Billy Batsons Geschwister Superheld*innen-Kräfte. Das ruft drei Titanen-Töchter auf den Plan, die nichts Gutes im Schile führen. Und das obwohl Billy gerade in einer Sinnkrise steckt. – Witziger und spannender als die ganze Phase 4 von Marvel. Kann die Handlung gut voran treiben, auch wenn die Bösewichtinnen etwas wankelmütig sind.

Platz 12: Guardians of the Galaxy – Volume 3

Während Star-Lord noch damit beschäftigt ist, Gamora hinterher zu trauern, haben die übrigen Guardians alle Hände voll damit zu tun Nowhere weiter aufzubauen. Dabei taucht Adam auf, der es auf Rocket abgesehen hat. Dieser wird dabei schwer verletzt. Die Guardians brechen auf, um ein Heilmittel zu finden und stoßen dabei weit in Rockets verborgener Vergangenheit vor. – Erstaunlich emotionaler Film, vor allem wenn es um Rockets Vergangenheit geht. Die Dynamik der Gruppe selbst wirkt eher unstrukturiert und kann nicht an die Vorgänger anknüpfen.

Platz 11: Die letzte Fahrt der Demeter

Die Demeter sticht in Rumänien in See. Ihr Ziel: Großbritannien. An Bord die übliche Fracht und ein Großauftrag, der ihnen eine fette Prämie einbringen soll. Doch diese stellt sich bald als ihr Verderben heraus, denn sie haben niemand geringeres als Dracula an Bord. Und er ist hungrig. – Sehr atmosphärischer Horrorfilm, über ein paar Logiklöcher muss man hinwegsehen, aber funktioniert dennoch gut.

Platz 10: Die Geistervilla

Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breackfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen. – Kurzweiliger atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Film basierend auf der Disneyland-Attraktion.

Platz 9: Ein Mann namens Otto

Otto sieht nach dem Tod seiner Frau keinen Sinn mehr zu leben und beschließt sich umzubringen. Doch da ziehen Marisol und Tommy gegenüber ein, die sich nicht an die Regeln der Hausverwaltung halten. Dem muss Otto Einhalt gebieten. Als sich kurz darauf Tommy auch noch den Fuß bricht, wird Otto auch wieder um Hilfe gebeten. Es entwickelt sich eine ganz neue Dynamik in der ruhigen Nachbarschaft, so dass Otto sich immer neuen Aufgaben widmet. – Gute Adaption der schwedischen Vorlage, auch wenn die Tiefe ein bisschen fehlte.

Die Highlights:

Platz 8: Elemental

In Elemental City leben die vier Elemente harmonisch zusammen. Lediglich Feuer wird immer wieder ausgegrenzt, da es angeblich eine zu hohe Zerstörungsgewalt hätte. Ember Lumen träumt seit ihrer Kindheit davon den Laden ihres Vaters zu übernehmen. Bei einem Wasserschaden trifft sie durch Zufall auf den Wasserelementaren Wade Ripple, der als Inpektor für die Stadt arbeitet, findet leider bauliche Verstöße und will diese melden. Ember versucht alles, um den Laden ihres Vaters zu retten und kommt Wade dabei immer näher. Doch Feuer und Wasser, dass kann doch nicht funktionieren. – Stimmiger Animationsfilm zum Thema Einwanderung, etwas vorhersehbar, aber dafür sehr fantasievoll umgesetzt.

Platz 7: Maurice, der Kater

Maurice, der Kater versteht sich darauf Geld zu verdienen. Zusammen mit einer Gruppe von Ratten, die allesamt wie er sprechen und denken können, reist er von Dorf zu Dorf, täuscht dort eine Rattenplage vor, um diese dann mit seinem Kumpel Keith als Rattenfänger zu vertreiben. Doch als die Truppe in das kleine Städtchen Bad Blintz einkehrt, ist keine Spur von anderen Ratten und es sind erstaunlich viele Fallen aufgestellt. Als sie dann die Bücher liebende und häufig tagträumende Bürgermeister-Tochter Malicia treffen, erzählt diese von einer seltsamen Hungersnot. Schneller als ihnen lieb ist, finden sich Maurice und seine Gruppe in einem Abenteuer wieder. – Süßer und witziger Animationsfilm nach Vorlage von Terry Pratchett.

Platz 6: Super Mario Bros.

Mario und Luigi haben sich als Klempner selbstständig gemacht, doch so richtig kommt das Geschäft nicht in Fahrt. Als in der Stadt eine Überschwemmung herrscht, sehen sie ihre Möglichkeit gekommen. Dabei werden sie jedoch von einer Röhre in eine andere Welt gezogen. Während Mario im Pilzkönigreich bei Prinzessin Peach landet, hat Luigi weniger Glück. Er landet bei Bowser, der kurz davor ist, das Pilzkönigreich anzugreifen. Ein Abenteuer für die beiden Brüder steht bevor. – Ein schöner kurzweiliger Film aus dem Super Mario Franchise, der es schafft die Brücke zwischen unabhängiger Geschichte für Einsteiger und Easter Eggs für die Kenner zu schlagen.

Platz 5: Dungeons & Dragons

Frisch aus dem Gefängnis entkommen, müssen sich der Barde Edgin und die Kriegerin Holga der Wahrheit stellen, dass sie von ihrem früheren Freund Forge verraten wurden. Um Edgins Tochter aus dessen Fängen zu befreien, müssen sie sich nicht nur mit einer mächtigen und gefährlichen Magierin anlegen, sondern auch einige Abenteuer bestehen. Mit dabei sind der Nachwuchs-Magier Simon und die Druidin Doric. – Ein gut gemachter Fantasy-Film mit witziger Handlung, auch für nicht Pen and Paper Fans.

Platz 4: Mission Impossible 7.1

Der Test einer neuen Tarnkappentechnik an Bord eines russischen U-Bootes geht schief. Doch an Bord soll auch eine neue Superintelligenz gewesen sein. Um an diese zu kommen, benötigt es zwei Schlüssel, die nur zusammen funktionieren. Ethan Hunt bekommt den Auftrag diese zu beschaffen, merkt aber schnell, dass es diesmal keinen klaren Gegner gibt. Als dann auch noch ein Phantom aus seiner Vergangenheit auftaucht, will er am liebsten sein Team abziehen und außer Gefahr bringen. – Der beste Mission Impossible seit Phantom Protokoll! Gute Action, stimmige Handlung, die erstaunlicherweise über die ganze Spielzeit funktioniert, aber alles auch wieder etwas reduzierter, gezielter eingesetzt.

Platz 3: Oppenheimer

Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe, wird nach dem Krieg in einem Ausschuss zu seiner Sicherheitsfreigabe mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Dabei geht es um seine Studienjahre, seinen Einsatz für das Manhattan-Projekt und der damit verbundenen Entwicklung der Atombombe. – Ein etwas anderer Nolan und auch wenn es gerade am Anfang ein paar Stolperer gab, war ich so sehr in der Atmosphäre des Films, dass die 180 Minuten Laufzeit einfach verflogen sind.

Platz 2: Barbie

In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet. – Anwärter aufs Jahreshighlight. Barbie als feministischen Film und trotzdem voller popkultureller Anspielungen und gut gesetzter Witze, funktioniert dank Greta Gerwig einfach wunderbar.

Platz 1: Renfield

Robert Mantague Renfield sucht sich eine Selbsthilfegruppe für toxische Beziehungen. Dort fühlt er mit den anderen mit, verschließt sich aber selbst. Denn seine Abhängigkeit ist anders. Er ist der Diener von niemand geringerem als Graf Dracula. Doch als er bei der Beschaffung von Blut für seinen Meister auf die Polizistin Rebecca trifft, nimmt er sich wirklich vor sein Leben zu ändern. Doch das ist gar nicht so einfach. – Wie viel Splatter darf es sein? Ja! Dazu eine wunderbare Analogie zu toxischen Beziehungen, wobei diese vollkommen ernst genommen werden. Ein Highlight.

Was waren eure Highlights? Welche Position hättet ihr anders bewertet?

Rückblick auf den November 2023

Der November ist vorbei und für mich damit auch offiziell das Filmjahr. Die Jahresrückblicke stehen also bevor, aber zuvor wenden wir uns noch einmal dem November zu. Der war mit Urlaub und anschließender Erkältung wieder alles andere als gewöhnlich. Aber immerhin habe ich so Zeit gefunden Paramount+ einmal auszutesten und ein paar Serien zu bingen, die dort auf meiner Liste standen. Und so will ich gar nicht so viele Worte verlieren, widmen wir uns doch lieber dem ersten Rückblick in einer langen Reihe von bevorstehenden Rückblicken.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Marvels: Carol Danvers aka Captain Marvel untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel und Monika Rambeau. Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten. – Sehr witzige Frauenpower, Handlung eher normal, aber immerhin mal wieder unterhaltsam.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Wie der Wind sich hebt: Jiro Horikoshi träumt seit seiner Kindheit während des ersten Weltkrieges vom Fliegen. Da er stark kurzsichtig ist, hat er jedoch keine Chance ein Pilot zu werden. Stattdessen wird er Flugzeugkonstrukteur. Während seines Lebens erlebt er mehrere Katastrophen mit, doch gibt niemals auf. – Ich bin irgendwie mit den ganzen Zeitsprüngen nicht zurecht gekommen, daher für mich eher ein schwächerer Studio Ghibli Film.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Die Tribute von Panem X: Zu den 10. alljährlichen Hungerspielen wurde sich ein Mentor*innenprogramm ausgedacht, um die Zuschauendenzahlen zu steigern. Auch der junge Coriolanus Snow wurde dafür ausgewählt. Doch er bekommt ausgerechnet District 12 zugeteilt. Mit Lucy Gray als Tribut bekommt er die Chance sein Ansehen zu ändern. Doch was ist der Preis dafür? – Die Vorgeschichte rund um den jungen President Snow hat schon als Buch eher mäßig funktioniet, dennoch bin ich durch die faszinierenden Bilder des Trailers sehr gespannt auf den Film.

Wish: Disney feiert 100 Jahre. Dazu präsentiert der Konzern uns pünktlich zum umsatzstärksten Kinomonat Dezember seinen neuen Film. Doch der Trailer rund um die 17-jährige Asha und ihre Ziege Valentino und die Macht des Wünschens sieht zumindest im Trailer rein optisch schonmal nicht so gut aus. Dennoch stellt sich mir die Frage, ob die Geschichte da einiges retten kann und ob sich Disney nach 100 Jahren nun selbst abgeschrieben hat.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Napoleon

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Big Time Rush – Staffel 1-2 (noch immer eine comfort Serie für mich)

Big Time Rush – Staffel 3-4 (Durch Paramount+ endlich auch für mich sichtbar und ich liebe diese Serie einfach. Klar hat man gemerkt, dass ihr gegen Ende hin etwas die Luft ausging, aber sie haben einen schönen Abschluss gefunden für die Charaktere)

BTS: Bon Voyage – Staffel 1 (Etwas chaotisch und gefühlt war ich nur damit beschäftigt die Hände über den Kopf zu schlagen, weil schon wieder jemand etwas vergessen oder gar verloren hatte, aber dennoch wie immer sehr sympathisch mit den Jungs)

Loki – Staffel 2 (Wieder eine deutlich stärkere Serie aus dem MCU, aber scheint dennoch zu lang für die erzählte Handlung. Teilweise etwas zäh, dafür mit einem gewaltigen Ende)

BTS: In the Soop – Staffel 1 (Wenn die Frage danach, ob es heute endlich die angekündigten Pasta mit Steak gibt, das spannendsten an der Serie ist, und man sieben Jungs über lange Zeit beim Nichtstun zu gucken kann, dann ist es die unvergleichliche Energie von BTS. Hat sehr gut funktioniert, gern mehr davon)

Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 3 (Immerhin hat die Serie nach dem riesen Cliffhanger überhaupt noch eine Fortsetzung bekommen. Das geplante Finale in drei Folgen quetschen zu müssen, hat ihr aber leider nicht gut getan)

Star Trek Lower Decks – Staffel 4 (Die Crew bekommt mehr Verantwortung, was ihr aber keinesfalls den Witz oder Charme nimmt. Noch immer sehr witzig und charmant)

Kohlrabenschwarz – Staffel 1 (Etwas zäher Einstieg, wollte schon abbrechen, ab Folge 2 in einem Stück durchgebinged. Sehr schöne Kombination aus deutschen/bayrischen Märchen und Sagen, Krimi und Phantastik. Gern mehr davon)

Star Trek: Strange New Worlds – Staffel 1-2 (Nach einigen aktuelleren Star Trek Versuchen, besinnt sich Strange New Worlds auf die Anfänge und bietet wieder das Entdecken neuer Welten und den typischen „Vorfall“ der Woche)

iCarly (2021) – Staffel 1-3 (Die Reunion der Serie konnte mit alten und neuen Charakteren wunderbar unterhalten und doch wesentlich aktuell werden, gut für zwischendurch)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 10
Seiten insgesamt: 2.601
Seiten pro Tag: 87 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 4

Der Panfluch: Taja ist Geschichtenerzählerin und begeistert ihr Volk mit den Abenteuern von Peter Pan. Doch etwas dunkles zieht in Nimmerland auf und Taja ist sich sicher, dass nur Pan sie alle retten kann. Doch dieser bleibt verschwunden. Also beschließt sie sich zu ihrem eigenen Abenteuer auf zu machen. – Ich hatte etwas Probleme mit dem Erzählstil, wodurch sich das Buch für mich etwas gezogen hat, auch wenn ich die Geschichte grundsätzlich mochte.

Der Preis der Magie: Nach dem Tod ihrer Mutter bekommt Helena ein altes Buch ihres Vaters vererbt, der die Familie vor vielen Jahren einfach verließ. Dadurch entdeckt sie nicht nur die Magie in sich, sondern auch ihre Tante Elizabeth, von der sie jahrelang nichts wusste. Doch so verlockend die Geschichten ihrer Tante auch klingen, so lernt Helena schnell, dass Magie immer einen Preis hat. – Fängt typisch an und haut einem dann die Erwartungen und Klischees ordentlich um die Ohren. Mochte es, wie unvorhersehbar die Geschichte dadurch wurde, auch wenn am Ende vielleicht ein paar Seiten fehlten.

Twisted Wonderland 1: Der Oberschüler Yu landet durch Zufall in einer anderen Welt zur Aufnahmeprüfung am Night Raven College. Dort wird er nicht nur mit Magie konfrontiert, die Häuser sind auch nach bekannten Disney Bösewichten geordnet. Wird er seinen Weg zurück finden? – Für den Auftakt ganz okay, vielleicht waren auch einfach die Erwartungen zu hoch. Mal schauen, was die Reihe noch so kann.

The Gender of Mona Lisa Y: Hinase hat sich entschieden. In diesem Band werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ihr Leben sich entwickeln könnte, wenn sie sich entscheidet ein Mann zu werden. Bleibt sie mit ihren Freund*innen befreundet oder entwickeln sich gar mehr Gefühle? – Die Geschichten waren ein wenig schwächer als in X, auch wenn es schön war noch einmal die Gegendarstellung lesen zu können.

Demon’s Diaries 3: Mia und Cay sind ziemlich hohe Tiere in der Hölle. Das hindert sie nicht daran ab und an in Schwierigkeiten zu geraten, sich mit dem überbürokratischen Himmel auseinander setzen zu müssen. Auch im dritten Band müssen sie sich wieder neuen Herausforderungen stellen und erleben so manche Überraschung. – Ich liebe die Kurzgeschichten. Sie sind abwechslungsreich, bieten immer wieder Platz zum Schmunzeln und gleichzeitig auch einen guten Grad an Spannung.

Spy x Family 10: Agent Twilight ist inzwischen berühmt berüchtigt unter den Spionen und befasst sich weiter mit seiner Scheinfamilie für Operation Stryx. Doch wie kam er eigentlich zu Wise und was hat es mit dem Krieg auf sich, der Jahre zuvor zwischen Ost und West wütete. – Spannend mit den neuen Hintergrundinformationen, aber hat sich zwischendurch auch etwas gezogen. Jetzt heißt es wieder warten.

Die 7. Farbe des Regenbogens: Ella hat Angst um ihren besten Freund Nick. Meist ist er verschlossen, doch nach dem letzten Wochenende scheint er eine schlimme Nachricht erhalten zu haben und ist danach verschwunden. Auf der Suche nach ihm, landet sie in einer seltsamen grauen Welt. Ein Wesen namens Mirin bietet ihr einen Deal an: Sie und Nick müssen Prüfungen bestehen, eine für jede Farbe des Regenbogens. Doch Ella hat keine Ahnung, welche Tür sie damit geöffnet hat. – Schwieriges Thema, toller Umgang damit. Spannende und mitfühlende Geschichte, die auf so vielen Wegen gelungen ist. Dennoch Vorsicht mit der Triggerwarnung Suizid.

Chaosherz: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat. – Der typische zweite Füller-/Vorbereitungsband, aber dennoch habe ich das Buch nur so verschlungen. Ich liebe die Charaktere und wollte alles neue wissen. Und der Vorteil ist, dass man hier noch einiges über die Welt lernen konnte. Kann Band 3 gar nicht erwarten.

Fallen Princess: Zoey ist beliebt, kommt aus einer einflussreichen Familie und bereitet sich gerade darauf vor, die neue Miss Everfall zu küren als ihre Magie erwacht. Doch statt die Heilerkräfte ihrer Mutter zu erben, wie erwartet, bricht ein Schrei aus ihr raus. Sie ist eine Banshee. Dadurch ändert sich ihr komplettes Leben und sie muss an der Akademie den Zweig wechseln. Fallengelassen von ihren Freund*innen versucht sie ihr Gesicht zu wahren. Doch ein Schüler ist gestorben und sie scheint das nächste Ziel zu sein. – Mona Kasten hat bewiesen, dass sie Liebesgeschichten schreiben kann und mit ihrem super leichten Schreibstil konnte ich auch diesmal wieder in der Geschichte versinken. Toller Bezug zur irischen Mythologie, aber ansonsten leider alles sehr nach der bekannten Fantasy-Einstiegsformel. Wenig überraschendes, die gewohnten Charaktere, das gewohnte Verhalten. Tolles Buch mit einem Aber.

Die Tagebücher der Apothekerin 6: Der Eunuch Jinshi, dem Maomao inzwischen unterstellt ist, will ein paar Nachforschungen anstellen. Dafür muss Maomao ihn jedoch zu einem bürgerlichen schminken, was sich als gar nicht so leicht entpuppt. – Neue Hintergründe werden enthüllt und es bleibt spannend.

Wie war euer November? Was waren eure Highlights?

A haunting in venice

Ein Vorwort

Nach Mord im Orient-Express und Tod auf dem Nil bietet uns Kenneth Branagh erneut seinen Hercule Poirot. Diesmal weniger mit einem who is who in Hollywood und deutlich düsterer als die ersten Teile, versucht a haunting in Venice eine neue Richtung einzuschlagen. Inwiefern das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Hercule Poirot (Kenneth Branagh) lebt inzwischen in Venedig und ist im Ruhestand. Doch als seine langjährige Freundin die Autorin Ariadne Oliver (Tina Fey) auftaucht und ihm von einer realen Seance berichtet, ist seine Neugier geweckt. Und wahrhaftig scheint es in dem Haus von Rowena Drake (Kelly Reilly) nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Poirot ist gewillt alles aufzuklären, muss er jedoch zunehmend an seinem Verstand zweifeln.

Meine Meinung

Sieben Bücher der Poirot Reihe habe ich bisher gelesen und stehe damit kurz vor Mord im Orient-Express (Buch 8). Bei den Kinoverfilmungen wurde sich aber auf die eher großen Fälle konzentriert, so dass nach Tod auf dem Nil (Buch 15) nun eben die Schneewittchen-Party (Buch 31, später umbenannt in die Halloween-Party) als a hauting in venice verfilmt wurde. Man könnte jetzt spekulieren, ob es damit eine Trilogie beendet, immerhin hat Christie über Poirot 33 Bücher geschrieben, so viel kommt nach Nr. 31 also nicht mehr – wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist, sich einfach nicht weiter an die Erscheinungsreihenfolge der Bücher zu halten.
Mord im Orient-Express und Tod auf dem Nil waren beide groß aufgezogen und vereinten das Who is Who in Hollywood, auch wenn die ein oder andere Castingentscheidung am Ende wohl bereut wurde. Große Kulissen, auch wenn das CGI Gewitter gerade für Tod auf dem Nil nicht gerade für bessere Kritiken sorgte, waren ebenfalls Kennzeichen der Filme. Für a haunting in venice wurde das alles deutlich reduziert.
So haben wir noch immer eine Michelle Yeoh als großen Namen und natürlich schlüpfte auch Kenneth Branagh wieder in die Rolle des Poirot, doch die ganz großen Namen blieben darüber hinaus aus. Doch auch der kleinere Cast muss sich keinesfalls verstecken und gänzlich unbekannt ist auch kaum jemand. Und die kleine Runde passt auch super in ihre Rollen.
Auch die Örtlichkeit hat sich deutlich geändert. Während wir zuvor den Orient-Express mit seiner Landschaft hatten und danach den Nil mit seinen Bauten, haben wir hier nach einer kurzen Gondelfahrt durch Venedig lediglich das Innere des Hauses. Wobei das bereits die düstere Grundstimmung gekonnt einfängt.
Denn auch das ist anders. Nicht groß und bunt, sondern reduziert, aber dafür eine unheimliche Grundstimmung allein durchs Setting. Der Wind, der durchs morsche Holz pfeift und eine Gruselgeschichte zum Haus gleich zum Beginn. Das funktioniert auch noch erstaunlich gut und so war ich dementsprechend gespannt auf den Rest der Handlung. Diese war dann auch durchdacht und konnte wieder mit einigen unvorhersehbaren Wendungen trumpfen. Dabei wird diesmal mit einem eher unzuverlässigem Erzähler experimentiert – wer Christie kennt, weiß, dass sie solche Kniffe gern mal einsetzt. Denn Poirot scheint größtenteils nicht ganz Herr über seine Sinne zu sein.
Doch natürlich gibt es am Ende trotz allem die große Auflösung der unerklärlichen Begebenheiten und Poirot hält seinen üblichen Monolog. Leider ist genau dieser diesmal sehr kurz geraten und präsentiert einfach so den*die Mörder*in. Kurze Erklärung dazu, fertig sind wir damit. Das ist sehr schade, ist doch hier eigentlich der Spannungsaufbau und das finale „Ahhh!“ eins der Highlights der Filme.
Letzlich ist A haunting in Venice vor allem eins: Solide. Solide Handlung, solider Cast, solide Atmosphäre. Er bleibt immer leicht hinter seinen Mögichkeiten, nutzt aber auch seine reduzierte Art, um sich wieder auf altbekannte Tricks ohne CGI zu verlassen. Ob er den Auftakt für eine neue Reihe an Filmen mit geringerem Budget bildet oder den Abschluss einer Trilogie bleibt offen. Genug Vorlagen gibt es noch.

Das Fazit

A haunting in Venice bietet eine reduzierte Inszenierung, mit schaurigem Gebäude, solider Handlung, einem guten Cast, kann aber die Spannungskurve nicht ganz halten und bleibt so leicht hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

A haunting in Venice läuft seit dem 14.09.2023 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das dritte Quartal 2023

Der Herbst ist final eingezogen, die Kuschelsocken entstaubt und deswegen wird es Zeit, dass wir noch einmal auf das sommerliche dritte Quartal zurückblicken. Ein bisschen verspätet, aber immerhin hab ich es noch vorm Ablauf des vierten Quartals geschafft… Filmtechnisch bleibt es mau, es ist einfach nicht mein Filmjahr, weswegen die üblichen Top 5 wieder einmal etwas reduziert werden musste. Ansonsten ohne groß weiter Worte zu verlieren, der Rückblick auf das dritte Quartal 2023:

Meine vier Kinohighlights

Mission Impossible 7.1Dead Reckoning Part 1: Der Test einer neuen Tarnkappentechnik an Bord eines russischen U-Bootes geht schief. Doch an Bord soll auch eine neue Superintelligenz gewesen sein. Um an diese zu kommen, benötigt es zwei Schlüssel, die nur zusammen funktionieren. Ethan Hunt bekommt den Auftrag diese zu beschaffen, merkt aber schnell, dass es diesmal keinen klaren Gegner gibt. Als dann auch noch ein Phantom aus seiner Vergangenheit auftaucht, will er am liebsten sein Team abziehen und außer Gefahr bringen. – Der beste Mission Impossible seit Phantom Protokoll! Gute Action, stimmige Handlung, die erstaunlicherweise über die ganze Spielzeit funktioniert, aber alles auch wieder etwas reduzierter, gezielter eingesetzt.

Barbie: In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet. – Anwärter aufs Jahreshighlight. Barbie als feministischen Film und trotzdem voller popkultureller Anspielungen und gut gesetzter Witze, funktioniert dank Greta Gerwig einfach wunderbar.

Oppenheimer: Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe, wird nach dem Krieg in einem Ausschuss zu seiner Sicherheitsfreigabe mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Dabei geht es um seine Studienjahre, seinen Einsatz für das Manhattan-Projekt und der damit verbundenen Entwicklung der Atombombe. – Ein etwas anderer Nolan und auch wenn es gerade am Anfang ein paar Stolperer gab, war ich so sehr in der Atmosphäre des Films, dass die 180 Minuten Laufzeit einfach verflogen sind.

Die Geistervilla: Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breackfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen. – Kurzweiliger atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Film basierend auf der Disneyland-Attraktion.

Meine vier filmischen Highlights

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf dem ersten Blick: Hadley verpasst ihren Flieger nach London zur Hochzeit ihres Vaters. Auf dem Flughafen trifft sie auf Oliver. Bei beiden funkt es sofort, doch das Schicksal scheint gegen sie zu sein. – Die wohl schönste Romanze des Jahres! Hier passt einfach alles. Es war cozy, süß und einfach zum träumen.

Erinnerungen an Marnie: Die 12-jährige Anna wird wegen ihres Asthmas für den Sommer aufs Land zu Verwandten geschickt. Dort lernt sie Marnie kennen und erlebt einzigartige Momente mit ihr. Doch Marnie scheint immer wieder zu verschwinden. – Ein weiterer toller Klassiker aus dem Hause Ghibli, mit viel Sommergefühl.

Mein Nachbar Totoro: Professor Tatsuo Kusakabe zieht mit seinen Töchtern Satsuki und Mei aufs Land. Die Mutter erholt sich aktuell im Krankenhaus von einer schweren Krankheit. In diesem Sommer erleben die Schwestern allerhand Dinge. Unter anderem treffen sie auf Totoros, Waldgeister, die nur Kinder sehen können. – Liebevoller Anime, super Sommerstimmung und tiefgehende Familiengeschichte.

Kurokos Basketball – Final Game: Bei einem Streetbalturnier wird Japan von einem Team aus den USA vorgeführt. Als diese dann auch noch den kompletten japanischen Basketball verhöhnen, wird ein neues Team gegründet, dass vor allem aus der Wundergeneration besteht, die sich zu diesem Anlass noch einmal zusammenraufen. Auch Kuroko und Taiga sind dabei. Doch dieses Match verlangt ihnen alles ab. – Der Film vereint alles, was sich der Anime in drei Staffeln aufgebaut hat. Ein würdiger Abschluss und ein tolles Wiedersehen mit den Charakteren.

Meine fünf serientastischen Highlights

Doom at your service – K-Drama: Tak Dong-Kyung hat einen wirklich beschissenen Tag. Sie erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat, dass ihr Freund bereits verheiratet ist und ihr Bruder sich ein Teil des Erbes ihrer Eltern für eine dumme Geschäftsidee krallen will. In ihrer Frustration schreit sie in die Nacht, dass sie die Welt brennen sehen will. Dies hört Myul Mang, das Unheil. Er schließt einen Vertrag mit ihr, um die Schmerzen ihrer letzten Wochen von ihr zu halten, dafür muss sie sich das Ende des Welt wünschen, damit er ihren Wunsch erfüllen kann. Doch es soll anders kommen. – Highlight K-Drama! Sehr tolle Geschichte, spannend, mitreißend, und vor allem sehr gefühlvoll

One Piece – Staffel 1: Monty D. Ruffy möchte Pirat werden. Nachdem er immer wieder gehört hat, dass er zu jung sei, bricht er Jahre später allein auf. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf erste Verbündete. Sei es der Piratenjäger Zorro, die Navigatorin Nami, der Lügenbaron Lysopp oder der Koch Sanji. – Kunterbunter Piratenspaß, der sich zwar Freiheiten rausnimmt und doch die Mangareihe würdevoll umsetzt.

Heartstopper – Staffel 2: Nick und Charlie sind inzwischen zusammen, doch da Nick noch nicht sein Coming Out hatte, weiß es nur der engste Freundeskreis. Nick will das schnellstmöglich nachholen, doch findet einfach nicht den richtigen Zeitpunkt. Und dann stehen auch noch die Prüfungen und die Paris-Reise an. – So eine cozy Serie und doch thematisiert sie so schwierige Themen. Guter Umgang mit queeren Themen.

How I met your father – Staffel 2: Sophie und Jesse nähern sich langsam wieder an, doch nachdem Sophie ein paar nicht so gut laufende Dates und Beziehungen hatte, beschließt sie, dass es Zeit wird ihren Vater zu finden. – Sagt, was ihr wollt, aber ich liebe die Gruppe von Freund*innen einfach sehr. Ich liebe den Humor, die Geschichten und einfach alles. Habe mich über jede neue Folge sehr gefreut und hoffe nun auf eine dritte Staffel.

Kurokos Basketball – Staffel 2-3: Die Teko Mittelschule hat unzählige Preise im Basketball gewonnen, was vor allem an fünf Spielern lag, die als die Wundergeneration bekannt sind. Kuroko wurde als geheimes sechstes Mitglied geführt. An der Oberschule gehen sie auf getrennte Schulen. Da die Wundergeneration vor allem durch ihre Egos bekannt wurde, will Kuroko mit seinem neuem Team zeigen, dass Teamgeist über alles steht. – Es wurde immer spannender, da die Identifikation mit den Charakteren stärker war, mitreißende Spiele und ein tolles Ende.

Meine fünf buchigen Highlights

Mit dir oder ohne dich: Cara hat in dem verträumten Städtchen Silver Heights, ein kleines Café, in dem sie Speisen für Leute mit Unverträglichkeiten anbietet. Eines Tages läuft ihr Adam über den Weg, der ihr sofort sympathisch ist. Doch es liegt eine Reihe von Missverständnissen vor ihnen. Doch vor allem muss Cara ihre Unsicherheit überwinden und Adam mit der Vergangenheit abschließen, was alles andere als einfach ist. – Anwärter Jahreshighlight. Habe die Geschichte geliebt, die Charaktere sind toll und es war irgendwie sehr cozy, aber hatte doch auch wichtige Themen und war einfach ein Wohlfühlbuch.

In love with a star: Georgia will nach einem langen Flug nur noch unter die Dusche und dann ins Bett fallen. Doch ein gestrichener Anschlussflug und ein ausgebuchtes Hotel machen ihr einen Stich durch die Rechnung. Dabei trifft sie auf Alexander Kim, dem älteren Bruder ihrer früheren besten Freundin. Er bietet ihr an, sich das Zimmer zu teilen und sie kommen sich näher. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass sie mit einem berühmten Schauspieler geschlafen hat. – Ich habe mich schockverliebt in das Buch, auch wenn ich den sehr hohen Spiceanteil nicht erwartet hatte. Konnte es kaum aus der Hand legen.

Tokioregen: Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen. – Und ein weiteres Jahreshighlight. Die Geschichte ist absolut süß und cozy und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich liebe die Protas und ich möchte gerade einfach nur jedem dieses Buch in die Hand drücken.

Heimwärts*: 1959 findet ein Reisender die Familie Turner nach einem Picknick am Fluss tot auf. Das Geschehene erschüttert den beschaulichen Ort Tambilla. 2018 kehrt Jess von London nach Sydney zurück, da ihre Großmutter Nora gestürzt ist. Im Krankenhaus scheint Nora verwirrt zu sein und Angst zu haben, dass man ihr ihr Baby wegnähme. Jess versucht die Ursache herauszufinden und stößt auf ein altes Familiengeheimnis. – Fernweh nach Australien incoming. Ansonsten eine tolle Familiengeschichte mit kleineren Stolperern, aber im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin etwas schwächer.

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Mai Thi Nguyen Kim, bekannt für ihren Youtube Kanal MaiLab, nimmt einige heiß diskutierte Themen auseinander, betrachtet ihre wissenschaftliche Seite und versucht die kleinste gemeinsame Wirklichkeit zu finden. – Die Fangfragen haben mich regelmäßig kalt erwischt und die Ausführungen waren spannend, interessant und gut für Laien aufgearbeitet. Gerade das Hörbuch von der Autorin eingesprochen, funktioniert gut.