Jeder kennt die generischen Weihnachts-Romanzen, die ab November bei Netflix und Co wie aus dem Nichts aufploppen. Während ich dieses Jahr auf diese wenig Lust hatte, lockte ein Weihnachts-Blockbuster in die Kinos. Und immerhin war die Prämisse, dass der Weihnachtsmann entführt wird. Ob Red One mehr ist als eine generische Dwayne Johnson Actionkomödie erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Nick – besser bekannt als der Weihnachtsmann – wird von seiner Station am Nordpol entführt. Sein Sicherheitsoffizier Callum Drift kann die Spur kurz darauf zum Kopfgeldjäger Jack O’Malley zurückverfolgen. Dieser hält seit seiner Kindheit Weihnachten und die ganzen Mythen für Humbug und muss nun zusammen mit Callum den Nick finden und damit Weihnachten retten.
Meine Meinung
Wenn Dwayne Johnson einen Film produziert, dann kommen oft Actionkomödien, wie San Andreas, Rampage oder Skyscraper bei raus, die stets nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Auf Logik sollte man nicht zu sehr achten, sondern sich einfach von gewagten Stunts einlullen lassen und Dwayne Johnson ist natürlich stets der strahlende Held, der die Lage rettet. Versteht mich nicht falsch, die Filme haben durchaus ihren Charme, man sollte nur nicht zu viel erwarten, vor allem keine Abwechslung. Mit dieser Einstellung ging ich also auch an Red One und siehe da, wir haben das gleiche Grundkonstrukt und unseren strahlenden Held – auch hier mit „tragischer“ Hintergrundgeschichte. Wenn man aber genau das sucht und sich gern knapp zwei Stunden mit Wortwitzen zum Thema Weihnachten auseinander setzen möchte, ist dies der ideale Film! Denn unterhalten wird man hier defintiv. Zur Handlung will ich gar nicht so viel sagen, denn sie ist ziemlich vorhersehbar und spielt mit den gängigen Klischees. Auf Logik sollte man nicht zu sehr achten, sonst fällt das Konstrukt schnell in sich zusammen. Dafür werden verschiedene Weihnachtsmythen aus „Deutschland“ (eher Bayern und Österreich) und Island genutzt und für Hollywood-Filme typisch nur ganz oberflächlich recherchiert und dann ins Genre gepresst, bis von der eigentlichen Mythologie nichts mehr übrig ist. Dafür aber hübsch anzusehen. Aber auch darüber kann man hinwegsehen, wenn man wirklich nur die leichte Unterhaltung sucht. Und irgendwie funktioniert der Film tatsächlich auch. Er bietet gute Ideen, kann gerade in der Action durchaus unterhalten und Chris Evans als Stichwortgeber sorgt für gute Unterhaltung. So hatte ich beim Schauen deutlich Spaß, konnte viel lachen und einfach mal eine zeitlang abschalten. Bei einigen Stellen musste ich zwar alle Augen zudrücken, die ich finden konnte, aber mit ausgeschaltetem Kopf funktioniert das gut. Wer sich also zu Weihnachten einfach mal unterhalten lassen möchte, abseits von den ganzen Romanzen der Streamingdienste, dürfte hier fündig werden. Aber bitte lest hinterher nochmal die Mythen nach und übernehmt die falsche Darstellung nicht einfach.
Das Fazit
Red One bietet Action, Unterhaltung und Witz nach Dwayne Johnson Manier, wenn man diese mag und eine kurzweilige Auszeit sucht, bietet der Film zusätzlich noch eine Portion Weihnachtsstimmung abseits des Mainstreams. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.
Red One läuft seit dem 07.11.2024 in den deutschen Kinos
Der November ist vorbei und damit ist die Rückblick-Saison offiziell eingeläutet! Den Anfang machen wie jedes Jahr die Kinofilme, die ich von Dezember bis November konsumiert habe. Auch in 2024 hänge ich weit hinter früheren Jahren zurück. Diesmal lag es aber weitaus mehr an der Auswahl als an meiner Erkrankung. Denn es gab kaum einen Film, den ich wirklich sehen wollte, den ich verpasst habe. Dafür waren diese Jahr aber auch überwiegend gute Filme dabei. Kaum eine Enttäuschung und auch das Mittelfeld ist dieses Mal überschaubar. So präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegendem Jahr.
Zur Statistik:
33 gesehene Kinofilme in 2024 (2023 waren es 28).
Davon … 1 Cinemathek … 1 Special Screening … 3 Anime Special … 28 regulär
I. Cinemathek
Auch in diesem Jahr ist die Kategorie wieder vertreten, aber leider nur mit einem Vertreter. Bei der Cinemathel handelt es sich um Filme, die an ihrem ursprünglichen Starttermin nicht in meinem heimischen Kino liefen, aber dann in Special Screenings nachträglich gezeigt werden.
Nicholas „Nicky“ Winton ist Börsenmarkler und reist 1938 nach Prag, um Geflüchteten Familien zu helfen, die vor Hitlers Mobilmachung flohen. Dabei ist er bestürzt über die Zustände und versucht alles, um zumindest die Kinder nach Großbritannien zu evakuieren. Dabei steht ihm vor allem die Bürokratie im Weg. Fünfzig Jahre später räumt Nicky sein Büro auf und findet das Album über die evakuierten Kinder. Er begibt sich auf die Suche nach einer Zeitung, die darüber berichten will. – Berührendes Drama über einen unbekannteren Teil der Geschichte mit starken Schauspielenden.
II. Special Screenings
Zum zweiten Mal gibt es diese neue Kategorie. Hier tauchen Screenings im Kino auf, bei denen es sich nicht um Filme im klassischen Sinn handelt. Diesmal mit dabei eine Konzert-Liveübertragung. Ob die Kategorie dauerhaft beibehalten wird, kommt natürlich drauf an, ob es nächstes Jahr wieder so ein Event geben wird – ohne Ranking:
Agust D – D-Day Konzert
2023 erschien das dritte Studioalbum von Agust D (aka Suga von BTS). Daraufhin ging er auf große Tournee. Nach einer Liveübertragung aus Tokyo gab es nun eine Konzertaufzeichnung des großen Finales in Seoul inklusive einiger Stargäste. – Das Konzert ist wirklich toll, leider sind ein paar Gastauftritte rausgeschnitten und allgemein wirkt es sehr zusammengeschnitten, wobei ziemlich viel vom Vibe verloren geht. Schade.
III. Anime Special
Auch in diesem Jahr gab es wieder ein paar Sondervorstellungen zu Anime Releases im Kino, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. – Im Ranking:
Nagi hat eigentlich kein Interesse an Sport oder allgemein etwas anderem als seine Videospiele. Bis Rei auf ihn aufmerksam wird. Als Sohn einer wohlhabenden Familie ist er es gewohnt alles zu bekommen, was er will. Doch seine neue Leidenschaft Fußball stößt sowohl bei seinem Vater als auch bei seinen Freunden auf Unverständnis. So überredet er Nagi, der sich als erstaunlich talentiert erweist und kurz darauf bekommen sie eine Einladung zu Blue Lock, einem Auswahlverfahren für den besten Stürmer Japans. Doch bei Blue Lock kann nur einer gewinnen. – Sehr repititiv in der Handlung, das Meiste kannte man schon aus der Serie, auch die Freundschaft zwischen Nagi und Reo bleibt sehr schwammig. Hier wäre mehr drin gewesen.
Für einen Kochwettbewerb an der elitären Eden-Akademie bringt Familie Forger dazu einen Wochenendtrip zu machen. Vater Loid wird dabei jedoch eingespannt, seine Spiontätigkeit nebenbei auszuführen, was er aber vor vor Mutter Yor und Tochter Anya geheim halten muss. Dabei haben auch die beiden ihre Geheimnisse. – Schöne Ergänzung zur Anime-Serie und den Mangas, am Anfang etwas lang gezogen, aber gerade am Ende sehr witzig und super spannend.
Die Oberschule Karasuno hat es ins Achtelfinale der japanischen Meisterschaften im Volleyball geschafft. Hier stehen sie nun der Nekoma Oberschule gegenüber, die sie bereits aus vielen Testspielen kennen. Zumal die beiden Teams eine lange Geschichte haben. Anpfiff für das Schlacht am Müllplatz. – Spannend, spannender, Haikyu. Emotionsgeladen, bringt die Charaktere auf den Punkt und überzeugt in der Inszenierung.
IV. Kinofilme
28 Filme habe ich 2024 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:
Die Kopfgeldjägerin Lilith muss auf ihren Heimatplaneten Pandora zurückkehren, der eine Hochburg von kriminellen Banden ist. Sie soll die Tochter eines einflussreichen Bösewichts zurückbringen. Vor Ort muss sie jedoch feststellen, dass der Auftrag nicht so leicht zu erledigen ist, wie erhofft. – Videospielverfilmung, die leider überhaupt nicht weiß, was sie erzählen will und sich auf allesamt unsympathische Charaktere stützt, was nicht funktioniert.
Autorin Elly Conway hängt bei ihrem neuen Argylle-Roman ein bisschen und plant daher ihre Mutter zu besuchen. Unterwegs trifft sie auf Aidan Wilde, der ihr erzählt, dass ihre Bücher real passiert sind und sie nun weiterschreiben muss, um ein Geheimnis zu lüften. Dabei findet sie allerhand über sich und ihren Protagonisten heraus. Immer mit dabei ist ihre Katze Alfie. – Kann gerade zum Anfang mit coolen Ideen überzeugen, schwächt sich aber selbst durch unzählige Plottwists immer mehr ab.
Lilly Bloom will in der Großstadt neu anfangen. Sie eröffnet einen Blumenladen und lernt dabei ihre neue beste Freundin kennen. Und Ryle, deren Bruder. Sie verlieben sich und kommen sich langsam näher. Doch als Atlas, Lillys Jugendliebe, auftaucht, zeigt sich Ryles gewalttätige Seite. – Buchverfilmung, die zwar gute Ansätze hat, den wichtigen Grundtonus aber nicht final trifft und daher das wichtige Thema nicht gut umsetzt.
Edgar tourt mit Ende 60 noch immer durch Deutschland und macht seinem Ruf als erfolgreicher Comedian alle Ehre. Doch abseits der Bühne ist er in sich gekehrt und einsam. Bis er nach 25 Jahren wieder auf seine Ex-Frau trifft, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. In ihren letzten Tagen kommen sie sich wieder näher und Eva beschließt spontan ihn auf seiner Tour zu begleiten. – Ungewohnt nachdenklicher deutscher Film, der sich nicht von Witz zu Witz hangelt.
Inmitten einer größtenteils unbewohnbaren Welt wächst Furiosa im grünen Tal auf, eine grüne Oase im Outback. Von dort wird sie entführt und Dementus, dem Anführer einer Motorradgang, gebracht, der sie adoptiert, um den Weg zum grünen Tal zu erfahren. Doch selbst die Folter ihrer Mutter, die ihr folgte, bringt Furiosa nicht zum reden. Also versucht Dementus stattdessen die Zitadelle von Immortan Joe einzunehmen. – Episodenartig erzählt, funktioniert nicht über die Länge des Films. Hat spannende Elemente und spannende Plotpunkte, kann diese aber nicht über die gesamte Länge halten.
Während Kong sich in die Hohlerde zurückgezogen hat, bewacht Godzilla weiterhin die Erdoberfläche. Dadurch kommen sie sich auch nicht in die Quere und Godzilla bekämpft alle Bedrohungen auch alleine. Doch Monarch misst Schwankungen in der Hohlerde. Als Kong für eine medizinische Behandlung an die Oberfläche kommt, folgt ein Forschungsteam ihm bei seiner Rückkehr. Und sie finden nicht nur eine verschollene Zivilisation, sondern stellen fest, dass die Erdoberfläche in Gefahr ist. Doch Kong allein kann die Bedrohung nicht aufhalten. Er muss sich erneut mit Godzilla verbünden. – Monsterkloppe mit genug Handlung, um sie nachzuvollziehen. Über die paar Logiklöcher lässt sich relativ gut hinwegsehen und man bekommt, was der Trailer verspricht.
Colt Seavers arbeitet als Stuntman. Doch nach einem Unfall zieht er sich komplett aus der Filmbranche zurück. Doch als er den Anruf bekommt, dass ausgerechnet Jody Moreno, früher Kamerafrau inzwischen Regisseurin eines Film und ganz nebenbei Colts Ex, ihn als Stuntman angefragt hat, sagt er zu und reist ans Set. Nur leider wusste Jody davon nichts und ist nicht gerade begeistert. Nebenbei ist der Hauptdarsteller des Films verschwunden und Colt bekommt von dessen Agentin den Auftrag ihn dezent zu suchen. Dabei gerät er in ein Netz aus Intrigen. – Spannungsgeladene Komödie, deren Witze bei mir leider kaum ziehen konnten. Auch wurde ich nicht in die Atmosphäre eingesogen, weswegen er bei mir weniger gut funktioniert hat.
Platz 21: Red One
Nick – besser bekannt als der Weihnachtsmann – wird von seiner Station am Nordpol entführt. Sein Sicherheitsoffizier Callum Drift kann die Spur kurz darauf zum Kopfgeldjäger Jack O’Malley zurückverfolgen. Dieser hält seit seiner Kindheit Weihnachten und die ganzen Mythen für Humbug und muss nun zusammen mit Callum den Nick finden und damit Weihnachten retten. – Komödie, die mit vielen Weihnachtsmythen um sich wirft, die aber sehr grob auf wenige Elemente reduziert. Die Witze zünden mal mehr, mal weniger, viel Action. Nett anzusehen, nichts langlebiges.
Gary Johnson ist Philosophieprofessor und die Definition von Durchschnittsbürger. Nebenbei arbeitet er bei der Polizei als Techniker für Undercover-Einsätze, bei denen die Anheuerung eines Auftragskillers aufgedeckt werden soll. Durch einen unglücklichen Zufall wird Gary jedoch auf einmal selbst Undercover-Cop und findet zusehens Gefallen an den Rollen. Bis er auf Madison trifft, die ihren tyrannischen Ehemann loswerden möchte. Er hilft ihr ihn legal loszuwerden, beginnt aber kurz darauf mit seinem Alter Ego Ron eine Affäre mit ihr. – Kann sich nicht so ganz aufs Genre festlegen und funktioniert daher nur halb so gut, wie er sein könnte.
Arthur Fleck ist im Gefängnis und erwartet seine Verhandlung. Der Umgangston ist rau, einziger Lichtblick sind die Gesangsstunden, bei denen er Harleen „Len“ Quinzel trifft, die ganz fasziniert vom Joker ist. Doch während des Prozesses hadert er immer mehr mit sich. Ist er der Joker oder doch einfach nur Arthur? – Leider sehr langatmig und mit sehr später Pointe, kann nicht an den ersten Teil ranreichen.
Sam ist an Krebs erkrankt und unternimmt einen Ausflug mit anderen Bewohnendes des Hospizes. Immer an ihrer Seite ihre Therapiekatze Frodo. Doch in Manhatten kommt es zu einer Alieninvasion. Sie kann mit anderen in ein Marionettentheater fliehen, von wo aus sie die Informationen bekommen, dass die Aliens auf Geräusche reagieren. Doch während alle sich zu Evakuierungspunkten begeben, will Sam eine letzte Pizza genießen und versucht nach Harlem zu gelangen. Dabei trifft sie auf Eric, der völlig unter Schock ihr folgt. – Kommt leider nicht an die Vorgänger ran, auch wenn er zwischendurch sehr schöne Szenen hat. Setzt insgesamt auch zu viel auf Jumpscares statt auf Atmosphäre.
In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich. – Nach dem Trailer mit dem schlimmsten gerechnet. Doch wir bekommen eine anständige Handlung, die Lieder werden im Laufe immer besser und vor allem kriegen wir unzähliche Anspielungen auf die 100-jährige Geschichte Disneys.
Maki Mahito zieht während des zweiten Weltkriegs und nachdem seine Mutter in einem Brand ums Leben kam, mit seinem Vater aufs Land, da er dort die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau geheiratet hat. Während der Vater mit der Leitung einer Rüstungsfabrik beschäftigt ist, erkundet Mahito das Grundstück und trifft dabei immer wieder auf einen Reiher, der ihn zu einem teilweise verschütteten Turm führt. Doch erst als seine Stiefmutter entführt wird, betritt er durch den Turm eine andere Welt. Wird er sie finden und können beide zurückkehren? – Myazaki zieht man wieder alle Register und bietet und einen Film, der so viel zeigt, dass es bei der ersten Sichtung eher überfordert. Wahrscheinlich muss ich ihn einfach noch ein paar Mal sehen.
Zur Beerdigung ihres Vaters reist Lydia Deetz zurück in das Haus ihrer Kindheit. Mit dabei sind ihre Stiefmutter und ihre rebellische Tochter Astrid. Vor Ort gibt es dann auch allerlei Drama, was Astrid zur Flucht bringt. Doch kurz darauf gerät sie in ernsthafte Gefahr und ihrer Mutter bleibt nichts anderes übrig als Beetlejuice zu rufen. Dieser erträumt sich noch immer eine Hochzeit mit ihr und sieht seine Chance gekommen. – Auch, wenn es den zweiten Teil vielleicht nicht gebraucht hätte, so schafft er es doch eine lustige Geschichte zu erzählen, die guten Fansupport bietet und mich nachhaltig unterhalten hat.
Riley ist inzwischen 13 Jahre alt und plant mit ihren Freundinnen an einem Eishockey-Camp teilzunehmen. Doch dort eröffnen ihre Freundinnen ihr, dass sie im nächsten Jahr nicht auf die gleiche Highschool gehen werden. Gleichzeitig herrscht in Rileys Kopf helle Aufregung, denn nicht nur wurde die Kontrollkonsole der Emotionen angepasst, es ziehen auch vier neue Emotionen ein. Und gerade Zweifel versucht das beste aus Rileys Situation rauszuholen, sieht in Freude aber eine Bedrohung. Kann das gut gehen? – Ein Spaß für Jung und Alt, die es wieder schafft die Pubertät gut darzustellen und lediglich im Schatten seines eigenen Vorgängers untergeht.
Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.
Amy Winehouse gelingt der große Musikdurchbruch in jungen Jahren. Doch ihre Alkoholsucht und andere Drogen reißen sie immer weiter in einen Strudel, aus dem sie nicht herauszukommen scheint. – Ein gut geschriebenes Musik-Biopic, in dem wirklich mal eine Geschichte erzählt wird und es nicht um reine Infos aus dem Wikipedia-Artikel geht.
Willy Wonka kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf. – Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich um ein Musical handelt, bekommt man einen ganz zauberhaften Film über Träume, allerlei witzige Einfälle und das mit einem ganz wunderbarem Cast.
Rob und Fab haben den Traum in der Musikbranche durchzustarten. Als Produzent Frank Farian auf sie aufmerksam wird, scheint dieser Traum zum greifen nah. Als MilliVanilli starten sie durch und haben schnell Erfolg. Doch das Problem ist, dass sie davon nicht eine Note selbst gesungen haben. – Ich bin wahrscheinlich die Einzige, die die Geschichte und den Skandal um MilliVanilli nicht mitbekommen hatte. Daher hatte der Film mir einiges Neues zu bieten. Auch darüber hinaus funktioniert er in seiner Erzählstruktur erstaunlich gut und kann bis zum Ende begeistern. Da können sich einige Hollywood-Produktionen eine Scheibe von Abschneiden.
Wade Wilson aka Deadpool hat sich in ein paralleles Universum zurückgezogen, wo Vanessa noch am Leben ist. Dennoch läuft sein Alltag eher schleppend. Bis die TVA an seine Tür klopft und ihm gesteht, dass sie seine Welt auslöschen wollen, da durch den Tod Wolverines in Logan der Ankerpunkt fehle. Doch Deadpool sieht gar nicht ein, sich damit zufrieden zu geben und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Wolverine. Nur, dass die Lösung damit noch nicht gefunden ist. – Der erste Multiversumfilm, der funktioniert, aber auch nur, weil genug Filme diesen vorbereitet haben. Bringt zwischendurch gute Pointen, man muss sie aber zwischen den ganzen 08/15 Witzen finden.
1990 ist das Ende der DDR besiegelt. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Frist zum Umtauschen des Geldes in Westmark steht bevor. Doch die Bewohner eines Hochhauses finden durch Zufall in einem bewachten Schacht die eingelagerten Millionen der bald wertlosen Ostmark. Sie entwickeln ein ausgeklügeltes System, um das Geld umzutauschen. – Starker deutscher Film, der seine Prämisse bis zum Ende halten kann und wunderbar als Komödie mit ernsteren Einschlägen funktioniert.
Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer. – Gelungene Komödie, die ihre Pointen gut setzt und um den üblichen Ablelismus rumkommt.
Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!
Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Kücken zu kümmern. – Das zweite Highlight diesen Monat, supersüßer Animationsfilm, bei dem wohl kein Auge trocken bleiben dürfte.
Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Sehr schöner und emotionaler Film mit tollen Aussagen und viel Liebe zum Buch.
Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.
Bea ist 12 Jahre und hat bereits ihre Mutter an den Krebs verloren. Nun ist ihr Vater für einen Eingriff im Krankenhaus, weswegen sie seit Jahren wieder bei ihrer Großmutter einzieht. Dabei begegnet sie zwei merkwürdigen Wesen aus dem Dachgeschoss und einem Mann namens Calvin, der diese zu betreuen scheint. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um IFs, also ehemalige imaginäre Freunde handelt, deren Kinder inzwischen erwachsen sind. Bea nimmt sich der Aufgabe an, ihnen neue Kinder zu suchen und taucht dabei ein eine faszinierende Welt ein. – Ein berührendes Drama voller phantastischer Elemente, dass im Trailer etwas irreführend als Komödie präsentiert wurde. Zauberhafte Elemente zum wegträumen, treffen auf mitfühlendes Drama rund um die Verlustangst bei Elternteilen.
Im Zuge des Vietnamkriegs droht die NASA wertvolle Geldressourcen zu verlieren und so den Flug zum Mond nicht zu schaffen. Dafür wird Kelly Jones verpflichtet, die durch gut durchdachte Marketingtricksereien das Image ordentlich aufpolieren kann. Zeitgleich fühlt sie sich immer mehr zum ernsten Leiter des Projekts Cole Davis hingezogen. Doch die Regierung hält nichts von der Idee die Mondlandung live zu senden, falls es scheitert. Und so soll Kelly im Studio diese inszenieren. Nur, dass Cole davon absolut nichts erfahren darf. – Eine wunderbare Liebesgeschichte mit sehr neuem Hintergrund. Funktioniert sehr gut, auch wenn Johannsen Tatum absolut an die Wand spielt.
Was waren eure Highlights? Welche Position hättet ihr anders bewertet?
Atlantis war schon immer ein faszinierendes Thema für mich. Und nach einer Lesung der Autorin auf einer Buchmesse stand für mich fest, dass ich die Reihe weiter verfolgen wollte. Inzwischen habe ich die Trilogie beenden können und warum ich sie auf jeden Fall empfehle und Freya von Korff ein gutes Vorbild im Bereich Selfpublishing ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Krone von Atlantis
Die Handlung: Taschendiebin Ria stiehlt ein Artefakt von einer zwielichtigen Gruppe, was sie besser nicht getan hätte. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Percy und dessen Ziehmutter, die ihr Unterschlupf bieten. Dabei erfährt sie, dass beide Gruppen auf der Suche nach der Krone von Atlantis sind, Nachfahren der Atlanter auf der Erde leben und sie mitten in einem Abenteuer ist, dass sie von Hamburg nach Norwegen und schließlich nach Griechenland bringen wird.
Meine Meinung: Der Mythos Atlantis hat mich schon immer fasziniert – spätestens aber seit dem Disneyfilm, der aber wenig mit den gängigen Forschungen zu tun hat. So wirklich ist das Thema in der Belletristik aber nicht vertreten, weswegen ich auf Freya von Korffs Reihe aufmerksam wurde. Nach einem sehr guten Gespräch auf der Buchpassion in Erfurt und ihrer Lesung, stand für mich fest, dass ich die Reihe lesen wollte. Und mit Band eins legt sie bereits auch gut vor. Wir haben eine etwas eigenwillige Protagonistin, die mit der Zeit immer mehrschichtiger wird und einen ziemlichen Plottwist, den ich so nicht vorhergesehen habe. Vorallem haben wir aber eine Autorin, die ziemlich gut zu dem Mythos recherchiert hat und dann daraus ihre eigenen phantastischen Elemente drauf gebaut hat. Und damit war jede Seite irgendwie auch ein erkunden des Mythos und es blieb dennoch spannend, was noch alles möglich ist. Denn eins ist sicher, auch wenn hier schon viel passierte, sind viele Fragen offen geblieben und ich bin gespannt auf die Folgebände.
Die Prinzessin von Atlantis
Die Handlung: Zwei Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Bandes vergangen. Ria und Percy gehen sich in Oceana, der letzten Festung der Nachfahren der Atlanter, noch immer getrennte Wege. Doch als Intrigen in die Tat umgesetzt werden und so ihrer aller Leben in Gefahr ist, müssen sie erneut eine Seite wählen. Aber wird es die Richtige sein?
Meine Meinung: Zweite Bände sind die typischen Füllerbände, womit nur das eigentliche Finale vorbereitet wird? Nicht so bei Freya von Korff! Durch den Zeitsprung nimmt sie erst einmal Distanz zu den Geschnissen aus dem ersten Band. Wir lernen nach und nach erstmal wieder, wie es den Charakteren ergangen ist, wo sie jetzt stehen, was sie in der Zwischenzeit getan haben und wie es um ihre Motivation steht. Nebenbei werden die Weichen für die Haupthandlung des Bandes gestellt, die sich wunderbar in die Welt eingliedern und neue Spannung entstehen lassen. Gleichzeitig werden aber auch die offenen Handlungsstränge weitergeführt, so dass der Band durchaus seine Daseinsberechtigung hat, aber eben mehr ist als nur ein Füller. Das Finale wird mit angeteasert und vorbereitet, aber eben nicht so offensichtlich. Es werden neue Geheimnisse offenbahrt und die Charaktere mehr als einmal vor unmögliche Entscheidungen gestellt. Ich habe das Buch wieder sehr genossen, weil es herrlich anders ist, als die meisten Reihen und ich nicht vorhersagen konnte, was genau geschehen wird. Kein reines Abarbeiten von Schema F, was ich sehr begrüße.
Die Götter von Atlantis
Die Handlung: Ria, Ben und Rider reisen durch Europa und suchen Verbündete, um zum letzten Schlag gegen Gräfin Eleana und die Atlanter antreten zu können. Dabei findet sie noch wesentlich mehr über sich und ihr Schicksal heraus, bis es zur finalen Entscheidung kommt.
Meine Meinung: Das Finale der Reihe hatte es noch einmal in sich! Ich empfehle die Taschentücher nicht zu weit wegzulegen, denn Freya von Korff ist hier gnadenlos. Dabei sind ihr die Gefühle der Lesenden keineswegs egal, sondern sie hat einfach nochmal so viele Kämpfe und Konfrontationen zu bieten, dass es schlicht unlogisch wäre, wenn keine Opfer zu betrauern wären. Dabei weiß sie den Fokus nicht zu verlieren und auf die finale Konfrontation hin zu arbeiten und die Motive der einzelnen Charaktere noch einmal deutlicher herauszuarbeiten, damit auch alle Motivationen nachvollziehbar sind. Ich habe das Finale in drei Tagen verschlungen, da ich es zwischendurch nicht mehr weglegen konnte bzw. habe ich das Hörbuch durchgehört, das wunderbar direkt von der Autorin eingesprochen wurde und all die Verzweiflung, die man selbst empfunden hat, gut wiedergegeben hat. Letzlich kann ich nur die ganze Reihe absolut empfehlen und freue mich sehr auf das Spin-off, in dem wir auf Spurensuche nach Ägypten gehen.
Habt ihr schon ein Buch von Freya von Korff gelesen?
Grau, grauer, der diesjährige November. Ich habe seit Wochen keinen Sonnenstrahl mehr gesehen und die früh einsetzende Dunkelheit tut ihr übriges, um mich drinnen zu halten. Dementsprechen war der Kinomonat gewohnt mau, aber der Filmmonat vor dem heimischen Fernseher dafür umso höher – inklusive Trashfilm-Marathon. Daher nun ohne weitere Worte, der diesmonatige Rückblick:
Filme – auf der großen Leinwand gesehen
Red One: Nick – besser bekannt als der Weihnachtsmann – wird von seiner Station am Nordpol entführt. Sein Sicherheitsoffizier Callum Drift kann die Spur kurz darauf zum Kopfgeldjäger Jack O’Malley zurückverfolgen. Dieser hält seit seiner Kindheit Weihnachten und die ganzen Mythen für Humbug und muss nun zusammen mit Callum den Nick finden und damit Weihnachten retten. – Komödie, die mit vielen Weihnachtsmythen um sich wirft, die aber sehr grob auf wenige Elemente reduziert. Die Witze zünden mal mehr, mal weniger, viel Action. Nett anzusehen, nichts langlebiges.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Erneut gesehen habe ich Peter Pan (2003) und Jurassic Park
Sharknado 2: Nach den Ereignissen mit dem Sharknado haben sich Fin und seine Ex-Frau April wieder versöhnt. Sie reisen zusammen nach New York City, um sich mit Freunden zu treffen. Doch schon im Flugzeug erkennt Fin, dass sich erneut ein Sharknado anbahnt. In New York will ihm zunächst niemand glauben, bis es wieder Haie regnet. – Trashige Fortsetzung mit noch mehr großen Heldenmomenten für Fin. Was zum schmunzeln.
Aquarium of the Dead: In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch.
Skarkansas – Womens Prison Massacre: Fünf Insassen des Frauengefängnises in Kansas sollen Waldarbeiten verrichten. Doch ein mutierter Hai treibt sich in dem Sumpfgebiet herum und frisst eine der Frauen. Bei der übereilten Rückreise wird der Bus von der Geliebten einer der Insassen überfallen. Sie reisen in ein abgelegenes Haus, das schon bald zur Falle wird, da der Hai sie verfolgt hat. Und er ist hungrig. – Noch mehr Haitrash, aber abgesehen von den vielen Zickenkriegen doch irgendwie spannend.
Sharktopus vs. Whalewolf: Eine verrückte Wissenschaftlerin will einen Football-Star aufpeppen und kreuzt seine DNA mit der eines Wales und eines Wolfes. Da dies aber bei Vollmond geschieht, misslingt das Experiment und aus ihm wird Whalewolf. Bei seinen Ausläufen, um Nahrung zu finden, begegnet er auch dem Shartopus und wird in einen erbitterten Kampf hineingezogen. – Es war einfach nur abstrus, aber der Whalewolf war schon irgendwie süß und abgesehen von einer problematischen Vodoo Darstellung auch sehr unterhaltsam!
Mega Shark vs. Crocosaurus: In einer Mine treffen Arbeiter auf ein riesengroßes Krokodil, das alle verspeist. Um das Problem zu beseitigen wird ein Großwildjäger angeheuert. Zeitgleich taucht Mega Shark wieder auf und bedrängt die Marine. Das FBI heuert auch hier einen Experten an. Zusammen versuchen sie beide Probleme einzudämmen. – Absoluter Trash unter den Trashfilmen. Die Handlung hat überhaupt nicht funktioniert und es war nichtmal unterhaltsam. Leider sehr langatmig.
5 headed shark attack: Als das Gerücht um einen vierköpfigen Hai umgeht, sieht der Direktor eines finanziell schwachen Aquariums seine Chance und verpflichtet eine Mitarbeiterin und deren Studierende diesen zu fangen. Dabei verschweigt er jedoch Details, weswegen sie ins offene Maul fahren. Zumal der Hai noch einen fünften Kopf entwickelt. – Ebenfalls eine Enttäuschung. Der Hai war zwar halbwegs cool, aber die Charaktere eher nervig.
6 headed shark attack: Eine Gruppe von Pärchen versuchen ihre Beziehungen zu retten und sind auf einer einsamen Insel auf einem Selbstfindungstrip. Doch die Spannungen zwischen den Teilnehmenden ist nicht das gefährlichste. Denn im Wasser taucht ein gefährlicher Hai auf. Und er hat sechs Köpfe. – Noch schlimmer als mit nur fünf Köpfen. Wieder war der Hai eigentlich total cool, aber die Charaktere waren einfach nur super nervig und man hat sich nur gewünscht, dass sie schneller gefressen werden.
Das Mädchen, das durch die Zeit sprang: Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.
Roter Drache: Drei Jahre nachdem FBI-Agent Will Graham den Kannibalen Hannibal Lecter überführt hat und dabei fast verstarb, wird er um Hilfe ersucht. Ein neuer Serienmörder, von der Presse als „Zahnfee“ bezeichnet, treibt zu Vollmond sein Unwesen. Da Graham keinen richtigen Ansatz hat, bittet er Lecter um Hilfe, der fortan ein Katz- und Maus-Spiel mit ihm treibt. – Kommt nicht an Das Schweigen der Lämmer heran, aber funktioniert als Thriller gut.
Batman & Robin: Mr. Freeze versucht einen Diamanten zu stehlen, da er dessen Energie zur Heilung seiner eingefrorenen Frau benötigt. Doch Batman und Robin können dies verhindern. Zeitgleich kommt die Biologin Dr. Isley hinter das Geheimnis ihres Chefs. Dieser versucht sie zum Schweigen zu bringen und erschafft dabei ungewollt Poison Ivy. Diese ist nun hinter Bruce Wayne her, der sich ihrer Meinung nach mehr für die Rettung der Natur einsetzen soll. Als dies misslingt, schließt sie einen Pakt mit Freeze und versucht Batman und Robin zu entzweien. – Bei der Reihe war deutlich die Luft raus. Da kann Uma Thurman noch eine so gute Poison Ivy sein, die Streitereien zwischen Batman und Robin waren einfach nur super nervig.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Vaiana 2: So ganz hat mich der Trailer nicht überzeugt, dass es von dem Film ein Sequel geben muss, aber ich bin gespannt, ob sie mich überraschen können.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft, hat es: Gladiator II
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Alexa & Katie – Staffel 2
LOL – Halloween Special (Der Fokus lag zu viel auf Promis und zu wenig auf Comedians, wodurch der Spaßfaktor etwas verloren ging, durch die drei Folgen hat es aber doch gut funktioniert)
The Good Witch – Staffel 4 (Das Cosy Drama in Middleton ging weiter und es wurde romantischer. Funktioniert noch immer gut.)
Agatha all along – Staffel 1 (Durchdachte Serie aus dem Hause Marvel, kann nicht alle Probleme lösen, aber sah gut aus, hatte schöne Einfälle und auch mal interessante Charaktere)
Die Tagebücher der Apothekerin 10: Diesmal hat Maomao es mit diplomatischen Beziehungen zu tun. Abgesandte aus einem weit entferten Reich haben sich angekündigt und wollen die sagenumwobende Mondfee sehen. Doch die Suche gestaltet sich als schwieriger als angenommen. – Etwas schwächer als die vorherigen Teile, hat gegen Ende aber wieder an Fahrt aufgenommen.
Chaosseele: Nach Horus Anschlag auf Mays Leben versucht sie sich auf die Götterdämmerung vorzubereiten. Dabei positionieren sich die Gottheiten aller Religionen auf den beiden Seiten. Und ganz nebenbei versucht May noch ihr Liebesleben am Laufen zu halten. Alles ein bisschen viel, zumal auch noch eine Reise nach Ägypten ins Land ihrer Vorfahren. – Etwas enttäuschendes Finale, weil noch zu viele Baustellen eröffnet wurden, und das Finale viel zu kurz kam.
Die Götter von Atlantis: Ria, Ben und Rider reisen durch Europa und suchen Verbündete, um zum letzten Schlag gegen Gräfin Eleana und die Atlanter antreten zu können. Dabei findet sie noch wesentlich mehr über sich und ihr Schicksal heraus, bis es zur finalen Entscheidung kommt. – Spannendes Finale, das mich mehr als ein Taschentuch gekostet hat.
Don’t kiss the Dragon 1: Um ihren Freund Ren zu schützen begeht Sakura einen schwerwiegenden Fehler. Sie erweckt Teile des legendären Drachen Koga, der von Ren Besitz ergreift. Doch Sakura ist eigentlich eine Beschützerin der Drachentempel und steht nun im Gewissenskonflikt. – Interessanter Auftakt mit Luft nach oben.
Cat on the heros lap 1: Red und seine Freunde sind Helden und ziehen los, um Gefahren zu bannen und Schlachten zu gewinnen. Doch eine Katze setzt sich vor einem Kampf auf Reds Schoß und somit kann er nicht kämpfen. Und die Katze ist sehr hartnäckig. – Sehr witzige Grundidee, die aber einmal zu viel ausgespielt wurde. Mal schauen, ob die Folgebände mehr Ideen bieten.
Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 13: Die Rätsel an der Blue Academie spitzen sich zu und immer mehr Eliteschüler sterben. Ron und Toto müssen alles geben, um hinter das Geheimnis zu kommen. Zeitgleich ermitteln Winter Moriarty und Spitz außerhalb der Blue. – Das nächste große Kapitel wird eröffnet und hat bereits viel geboten.
Spellshop: Kiela ist Bibliothekarin durch und durch. Doch als die Revolution auch vor der großen Bibliothek nicht Halt macht, muss sie zusammen mit der sprechenden Pflanze Caz fliehen. Sie landet in dem alten Cottage ihrer verstorbener Eltern und beginnt dort ein neues Leben als Marmeladenverkäuferin. Doch das gelingt ihr nur mithilfe kleiner Zauber, die aber im ganzen Land verboten sind. – So ein supersüßer cosy Fantasyroman! Ich bin absolut in der Welt versunken und habe einfach alles geliebt.
Larsson Legacy: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide? – Während Theo zuvor eher unsympathisch war, war ich bei dem Band skeptisch, aber wow hat der gut funktioniert! Ich hab ihn absolut verschlungen.
Spy x Family 12: Die Lage zwischen Ostania und Westalis spitzt sich zu und Loid und sein Schwager Yuri geraten in einen Spionagekampf auf verschiedenen Seiten. Doch der Frieden ist gefährdet. – Hat etwas am sonst typischen Humor eingebüßt, dafür sehr spannend.
Die Tote in der Bibliothek: In der Bibliothek der Familie Bantry wird eine Leiche gefunden. Völlig schockiert bittet Mrs Bantry ihre gute Freundin Jane Marple um Hilfe. Die folgt der Spur ins Majestic Hotel, wo die Polizei ebenfalls ermittelt. – Ein so interessanter Anfang, konnte es jedoch nicht über die Länge halten.
Bandenkrieg in Vertikow: Peers neue Nachbarin Jutta Abramczyk benötigt Hilfe. Ihr Mann ist vor einer Weile verstorben und sie und ihr Sohn Ludwig wollten in Vertikow Abstand zu allem gewinnen. Doch jetzt geht das Gerücht um, dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Peer soll das entkräften. Zeitgleich wird Vertikow aber auch von einer räuberischen Bande heimgesucht. – Wieder ein starker Band, der noch einmal ganz anders aufgebaut war. Bin nur so durch die Seiten geflogen.
Soulmate 3: Yu Qis Zeit mit den vertauschten Körpern in Zukunft und Vergangenheit neigt sich dem Ende. Doch Dinge wiederholen sich, obwohl sie dachte sie verhindert zu haben. Kann sie die schreckliche Krankheit ihrer Partnerin Yuanzi noch abwenden? – Irgendwie ein unbefriedigendes Ende der Reihe. Hatte da noch mehr erwartet.
Tee? Kaffee? Mord! 8 – Zum Ersten, zum Zweiten und Tot: In Earls Raven wird ein Haus zwangsversteigert. Doch das bemerkenswerte ist, dass ein Bolivianer auf spektakuläre Weise den Zuschlag erhält und dann mit einer fadenscheinigen Geschichte um die Ecke kommt. Nathalie und ihre Köchin Louise haben Zweifel. Zeitgleich hat Nathalie aber auch Probleme mit ihrem neuen Landsupermarkt. Können sie beide Rätsel lösen? – Ein schwächerer Band der Reihe, da hier wieder alles sehr groß aufgezogen war.
Ein Mörder auf der Gästeliste: Lilly verbringt Weihnachten im Hotel der Familie von ihrer besten Freundin Zelda. Um deren Mutter zu überraschen haben sie ihren Großvater eingeladen, damit sie sich mit ihm aussöhnen kann. Doch das geht gehörig schief. Und während ein Schneesturm sie alle einsperrt, kommt es zu einem Mord. – Netter Weihnachts-Cosy-Crime für Zwischendurch. Konnte mich nicht ganz so überzeugen wie Eine Leiche zum Tee, aber wieder tolle Charaktere.
The Masterful Cat is depressed again today 1: Saku ist eine junge Frau, die viel arbeitet und allein mit ihrer Katze lebt. Doch Yukichi ist keine normale Katze. Sie ist menschengroß, läuft auf zwei Beinen und schmeißt ihren Haushalt. Und ein ums andere Mal verzweifelt er an ihrer Unordnung. – Sehr süße und sehr witzige Geschichte, gern mehr davon!
Spätestens seit ihrer Vielleicht Reihe ist Carolin Wahl eine der Autorinnen, deren Bücher ich bereits aus Prinzip kaufe. So war ich sehr begeistert als sie uns nach Norwegen entführen wollte. Diese schrumpfte allerdings wieder als das Thema High Society bekannt gegeben wurde. Aber hey, immerhin geht es um ein Keksimperium? Was die Reihe abgesehen davon so kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Skogen Dynasty
Die Handlung: Der Erbe eines großen Keks-Imperiums Aleksander Skogen hat ein Problem. Ein Video geistert im Netz rum, das ihn aus dem Kontext gerissen in keinem guten Licht da stehen lässt. Bis die Presse sich beruhigt hat, soll er sich ruhig verhalten und wird von seinen Eltern zu einer Trekkingtour durch Norwegen verdonnert. Dort trifft er auf Norah, deren Zukunft in Gefahr scheint. Zwischen Bergen und Fjorden kommen sie sich näher, doch können sie ihren Gefühlen nachgeben?
Meine Meinung: Carolin Wahl gehört auch zu den Autorinnen, deren Werke ich blind kaufe, da sie mich bisher immer überzeugen konnte. Und eine Geschichte in den Bergen Norwegens? Also wieder einmal ein Setting abseits des Mainstreams? Da war ich doch erst Recht dabei. Allerdings war es dann gerade der Aspekt des reichen Erben, der mich ein wenig abschreckte, ist das doch nicht mein favorisierter Trope. Daher war ich auch relativ schnell genervt als es dann nur noch um Fotos und die Presse ging und wie etwas ausgelegt werden könnte. Das heißt aber keinesfalls, dass das Buch an sich schlecht ist, sondern lediglich, dass es nicht meins war. Da kann Carolin Wahl noch so wunderbar schreiben und Norah noch so eine tolle Protagonistin mit nachvollziehbarer Hintergrundgeschichte sein, der finale Funke ist nicht auf mich übergesprungen. Nicht, wie es noch bei ihrer Vielleicht-Reihe war. Aber vielleicht schaffen es ja noch die Folgebände.
Golden Heritage
Die Handlung: Ellinor Skogen ist zwar eine der Erben des Keksimperiums KOSGEN in Oslo, doch als sie nach ihrem Studium für ein Praktikum einsteigt, steht ihre Schüchternheit ihr mehr als einmal im Weg. Und dann ist da noch Lucas. Einst ihr bester Freund, hat er sie vor Jahren von einem auf den anderen Tag geghostet. Doch sobald sie sich wiedertreffen, sind auch die Gefühle wieder da. Können sie die Vergangenheit überwinden?
Meine Meinung: Es brauchte nur ein Kapitel und ich wusste: Der zweite Band würde nicht besser werden. Denn direkt am Anfang kam das Hauptproblem der Geschichte schon deutlich hervor. Die beiden Protas haben sich jahrelang nicht gesehen, nachdem er sie von einem auf den anderen Tag geghostet hat, aber sobald sie sich sehen, sind sofort alle Gefühle wieder da und beide müssen mit der unglaublichen Anziehung des anderen kämpfen? Ich war eigentlich schon direkt abgeschreckt, bin dann aber doch geblieben, weil ich Ellis Entwicklung verfolgen wollte. Weil sie ihren ganz eigenen Kampf mit der Schüchternheit hat, den ich größtenteils gut nachempfinden konnte. Lucas Motive sind zwar etwas weniger nachvollziehbar, aber immerhin hatte er welche, die auch aufgearbeitet wurden. Das nächste große Problem des Buches sind die unzähligen Zeitsprünge. Sobald eine Szene aufgebaut war, wird einfach eine Woche weiter gesprungen, anstatt die Szene auszuspielen und auf den Punkt zu bringen. Dadurch zieht es sich leider auch, da es einfach zu keinem vernünftigen Dialog kommt, da sobald dieser fällig wäre, wieder in der Handlung gesprungen wurde. Das war mit der Zeit einfach nur sehr nervig und passte auch nicht zum Verhalten der Charaktere. Und jetzt kommt das große Aber: Ich war dennoch nicht gelangweilt oder genervt. Durch den unheimlich guten Schreibstil von Caroline Wahl bin ich dennoch durch die Seiten geflogen und habe das Buch verschlungen. Ich würde nicht so weit gehen, es deswegen als gelungen zu bezeichnen, aber es war dadurch auch kein schlechtes Buch.
Larsson Legacy
Die Handlung: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide?
Meine Meinung: Nachdem Theodor Skogen war in den bisherigen Bänden eigentlich ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse, weswegen ich auf seinen Band wenig Lust hatte und überlegt hatte, die Reihe einfach abzubrechen. Aber Vergangenheits-Shalima war so schlau den Band vorzubestellen, ehe sie Band 2 gelesen hatte. Und, was hätte ich es bereut, diesen Band ausgelassen zu haben, da er einfach mit Abstand der beste der Reihe ist und auch einfach eins der besten Carolin Wahl Bücher, die ich bisher gelesen habe. Alle Stolpersteine aus den vorherigen Bänden hat sie geschickt ausbalanciert und da Theo hier auch einfach älter ist, als in den anderen Bänden, ist auch sein Wandel in seinem Verhalten nachvollziehbar. Forbidden Love kann gut gemacht mich auch überzeugen und genau das ist hier passiert. Zwar wurde ab und an das Ganze mit Romeo und Julia verglichen, aber die Adaption wurde gut umgangen und etwas neue geschaffen. Die Anziehung zwischen den beiden Charakteren war gut nachvollziehbar und ich war mit ihnen bereit die beiden Familien-Imperien brennen zu lassen. Die Zeitsprünge waren sinnvoll platziert und Szenen wurden auch gut ausgespielt. Kurzum: Bitte mehr davon!
Herzlich Willkommen zur siebten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Geisterfreundschaften, gesetzlich geregelter Magie, Tentakelmonster in der Nordsee, Taschentuchreifer Tagträumerei und wissenschaschaftlicher Romance.
Yadriel & Julian
Die Handlung: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen.
Meine Meinung: Der Dias de Muerto ist zur Zeit gefühlt so stark repräsentiert, wie noch nie. Daher hatte ich mich eigentlich gegen das Buch gewehrt, aber dann ist es doch in meinem Einkaufskorb gelandet. Und das zum Glück! Denn die Geschichte ist aus der Sicht von jemandem, der den Wert der Feier für die Latino-Gemeinde in den USA richtig zu deuten weiß und das ganze mit Fantasyelementen zu bestücken weiß. Gleichzeitig haben wir hier ein coming-of-age, da sowohl Yadriel als auch Julian ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Zeitgleich muss Yadriel seit seinem Coming-Out als trans Mann noch mit ganz anderen Problemen kämpfen, wird ihm doch ständig seine Identität abgesprochen. Und all das ist in eine spannende Geschichte eingebunden, die für Romance Fans, für Fantasy Fans, für Mystery Fans und für Krimi Fans etwas bietet, ohne an irgendeiner Stelle überladen zu sein. Ich werde auf jeden Fall die Augen offen halten, wenn etwas neues vom Autor kommt.
Die Gesetze der Magie
Die Handlung: Willow will nichts weiter als ihren Doktor am Trinity College machen. Doch trotz der Zusage hat ihr Professor sie nicht aufgerufen. Kurz darauf landet sie an einem geheimen College, wo die Gesetze der Magie mithilfe der verschiedenen Naturwissenschaften erforscht werden. Doch ein plötzlicher Todesfall lässt das Institut unruhig werden.
Meine Meinung: Erwartungen sind tricky. Denn, wenn man Jenny Karpe auf Instagram verfolgt, so bekommt man einen sehr stilvollen Blog geboten. Viel Liebe zu Ästetik und Musik und immer wieder gute Marketingposts zu dem Buch, so dass ich mich sehr drauf gefreut habe und es mir extra für die spooky season aufgehoben habe. Nur, dass meine Erwartungshaltung nicht erfüllt wurde. Und so stellte sich die Frage, lag es an meinen Erwartungen oder hätte mich das Buch auch ansonsten enttäuscht. Ich bin zum Schluss gekommen, dass es eine Mischung aus beidem war. Denn die Grundidee ist sehr spannend, wurde aber nicht richtig genutzt. Stattdessen verliert sich die Geschichte in seiner eigenen Handlung, der Prämisse und in den Charakteren. Alles wird sehr plump ausgespielt und wir springen viel in allem hin und her. Die Erklärungen der Magie und ihrer Gesetzte bzw. der Forschung an diesen, konnte mir bis zum Ende nicht richtig erklärt werden, stattdessen wurde mit vielen historischen Namen um sich geschmissen. Vielleicht lag auch vieles am Schreibstil, der mich nicht mitreißen konnte. So möchte ich gar nicht sagen, dass das Buch an sich schlecht ist, denn die guten Ansätze sind erkennbar. Aber sie sind mit zu unklar herausgearbeitet.
Ich warte auf dich, Haru
Die Handlung: Eric versinkt gern in Tagträumen. Nach einem Verlust, der ihn den Boden unter den Füßen wegreißt, denkt er immer wieder an Haru, einem jungen Mann, den er vor Jahren in Tokyo über den Weg gelaufen ist. Bis dieser wirklich vor ihm steht. Nur, kann ihn kein anderer sehen.
Meine Meinung: Holt die Taschentücher, Dustin Thao ist zurück! Nach „Bleib bei mir Sam“ widmet er sich wieder einer hochemotionalen Geschichte und erneut dem Thema Trauerbewältigung. Diesmal jedoch nicht mit dem Telefon, an dem der Verstorbene antwortet, sondern mit der Vorstellung einen sympathischen Menschen wiederzubegegnen, der aber nicht richtig da zu sein scheint. Diesmal konnte er mich am Anfang noch nicht so richtig abholen, da mir die Ebene der Tragträumerei von Anfang an zu präsent war. Das hat sich dann gelegt und ich konnte leichter in dem Buch versinken, hatte aber stets eine größere Distanz als noch im ersten Band. Vor allem, weil ich viele von Erics Taten nicht nachvollziehen konnte und teilweise nur den Kopf geschüttelt habe. Aber irgendwo konnte es doch immer logisch erklärt werden. Und dann kam das Ende, dass ich so absolut nicht vorhergsehen habe und dass mich zerstört hat. Leute, ihr braucht dafür wirklich Taschentücher, okay?
Not in love
Die Handlung: Rue Siebert ist stolz auf ihre Arbeit bei einem Start-up, wo sie als Wissenschaftlerin sich ganz der Forschung widmen kann. Doch dann tauchen neue Investoren auf und scheinen die Firma anzugreifen. Mit dabei ist Eli Killgore, mit dem Rue fast einen One-Night-Stand hatte. Und obwohl sie auf unterschiedlichen Seiten zu stehen scheinen, kommen sie einfach nicht voneinander los.
Meine Meinung: Die Bücher von Ali Hazelwood sind bisher stets in meinen Bestenlisten ganz oben zu finden. Mit Bride versuchte sie sich bereits an einer Fantasy-Geschichte, die wesentlich mehr Spice beinhaltete, als man von ihr gewohnt war. Mit Not in Love kehrt sie zwar in die Romance Gefielde zurück, aber hier gibt die Autorin selbst vorab eine Warnung ab, dass es sich von ihren bisherigen Romance Werken unterscheidet. Und Recht hat sie. Zwar schafft sie es wieder sehr schnell die Charaktere aufzubauen und auch den wissenschaftlichen Aspekt gut einzubauen, aber das Buch ist auch voller spicy Szenen. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern ersetzen sie aber nicht die Handlung, sondern sind Teil dieser und auch Teil der Charakterentwicklung. Dennoch muss ich sagen, dass ich am Ende übersättigt war und lieber ein paar Seiten weniger gehabt hätte. Aber im großen und ganzen war es wieder eine sehr tiefgreifende und herzliche Geschichte, die weniger lustige Momente hatte, aber dafür noch einmal auf eine ganze andere Gefühlsebene abzielte. Ich bin gespannt, wie sich Ali Hazelwoods Bücher weiterentwickeln.
Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand
Die Handlung: Eine problematische Klasse wird zu einer Fahrt nach Helgoland verdonnert, um die Dynamik zu verbessern. Dabei gerät die Fähre in einen Sturm und sie landen kurzerhand auf der nicht-existenten Insel Hoogenhörn. Doch damit beginnen die Mysterien erst und wieso ist die Insel eigentlich voller Alpakas?
Meine Meinung: Was für ein verrückter Ritt! Nachdem ich im letzten Jahr die Demons Diaries der Autorin C.C. Hollister verschlungen hatte, stand ich bei der diesjährigen Buch Berlin wieder an ihrem Stand und wollte mir die dazugehörigen Romane holen. Doch dann hatte sie einfach ein neues Buch geschrieben und dann hatte es noch einen absolut abgefahrenen Titel und es ging um Alpakas! Also fiel meine Entscheidung darauf. Zuvor hatte ich noch ein längeres Gespräch mit der Autorin, denn Mobbing war in den content notes versehen. Doch mit der Klasse war das für mich kein Problem. Denn hier hat jeder auf jeden draufgehauen und alle waren so unsympathisch, dass ich mit keinem Charakter wirklich mitfühlen konnte. Das war auch mein größtes Problem mit dem Buch. Für mich wäre es vollkommen in Ordnung gewesen, wenn alle bereits im Sturm drauf gegangen wären. So war es mir leider herzlich egal, wenn wieder jemand in Gefahr schwebte. Darüber hinaus ist die Geschichte aber gut konstruiert, bietet Spannung und ein interessantes Setting. Mit der Auflösung am Ende ist wirklich nicht zu spaßen, die geht nochmal gut unter die Haut. So bin ich gespannt, ob mit dem Setting nochmal etwas gemacht wird oder was sich die Autorin noch so alles ausdenkt.
Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr es?
Französische Komödien sind in letzter Zeit auch so eine Sache für sich. Seit dem riesen Erfolg von Monsieur Claude und seinen tausend Fortsetzungen bin ich eher skeptisch. Doch ein Film, der sich mit Menschen mit Behinderungen auseinander setzt? Das kann ordentlich in die Hosen gehen, oder wir hätten endlich mal eine gute Repräsentation. Und was soll ich sagen: Es ist tatsächlich zweiteres geworden. Alles weitere dazu findet ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer.
Meine Meinung
Ableismus ist überall. In unserer Sprache („Ey bist du behindert?“ als Beleidigung) und Barrierefreiheit ist in den wenigsten Fällen gegeben. Videos ohne Untertitel, Leitstreifen, die ins Nichts führen oder gar von Pfeilern unterbrochen werden oder der Arzt, dessen Praxis nur über Stufen zu erreichen ist. Diese Aufzählung könnte ich noch ewig weiterführen und das sind nur die Dinge, die mir als Nicht-behinderte Person auffallen. Jedes Jahr versuche ich im Juli zum Disability Pride Month Repräsentative Darstellungen in Medien zu finden und habe jedes Jahr das Problem etwas zu finden. Sichtbarkeit ist einfach nicht gegeben. Umso schöner ist es, wenn Filme gedreht werden, die sich bewusst auf die Präsenz von Charakteren mit Behinderung stürzen und dabei nicht außer Acht lassen, dass jede Behinderung anders ist. Ähnlich wie beim deutschen Film „Die Goldfische“ landen wir diesmal wieder in einer Reisegruppe von Menschen mit Behinderungen. Etwas andere Prämisse und etwas mehr Respekt den Charakteren gebenüber werden uns verschiedene Krankheitsbilder vorgestellt und auch die verschiedenen Arten von Betreuung. Dabei wird deutlich gemacht, dass eine Überbetreuung auch nicht richtig ist, sondern ein gesundes Maß gefunden werden muss. Natürlich ist das ganze eine Komödie, aber hier konnte man auch einfach ganz befreit lachen, weil der Film es sehr gut schafft, sich eher über die Vorurteile und Klischees lustig zu machen als über die Charaktere mit Behinderung. Über den übereifrigen Betreuer, der dadurch aber auch nicht auf die Bedürfnisse der Mitreisenden eingeht, oder auch über andere Menschen im Supermarkt, die sich am „Anders“ sein unserer Gruppe zu stören scheinen. Über ihre Engstirnigkeit, die aufs Korn genommen wird, kann man sehr gut lachen und der Film dreht es immer wieder so, dass man über Handlungen und nicht über Behinderungen lacht. Damit schafft er den feinen Spagat, wie es nur wenige Filme mit ähnlicher Prämisse schaffen. Es wäre keine französische Komödie, wenn er es nicht an der ein oder anderen Stelle überspitzt. So wird für Pablo ein anderer Reisender „vergessen“, der kurzerhand mit einer Reisegruppe in Ballermann-Manier mitreist. Hier hatte ich zunächst Bedenken, aber er wird auch in die Reisegruppe gut integriert und hat den Spaß seines Lebens. So schafft Was ist schon normal? der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, für mehr Inklusion zu werben und trotzdem gut zu unterhalten. Einen Blick ist diese kleine Perle auf jeden Fall wert!
Das Fazit
Was ist schon normal? ist eine runde Komödie, die sich gegen Ableismus ausspricht und für mehr Inklusion wirbt, einfach, in dem sie eine gut gestrickte Handlung schafft, die den Witz auf die Außenstehenden schiebt und die Gruppe einfach eine gute Zeit haben lässt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Was ist schon normal? läuft seit dem 05.09.2024 in den deutschen Kinos
Das Drama mit den Videospielverfilmungen geht in die nächste Runde. Als jemand, der kaum zockt, geht die Diskussion wie spielnah ein Film ist, meist an mir vorüber. Bei mir ist dann eher die Frage, funktioniert es als Verfilmung, also aus filminszenatorischen Gesichtspunkten. Bei Borderlands kann man jedoch nur von einem Reinfall auf ganzer Strecke sprechen. Warum, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Die kopfgeldjägerin Lilith muss auf ihren Heimatplaneten Pandora zurückkehren, der eine Hochburg von kriminellen Banden ist. Sie soll die Tochter eines einflussreichen Bösewichts zurückbringen. Vor Ort muss sie jedoch feststellen, dass der Auftrag nicht so leicht zu erledigen ist, wie erhofft.
Meine Meinung
Eli Roth dürfte dem ein oder anderen vielleicht etwas sagen als der Regisseur der Hostel Filme, oder anderer Slasher Filme, wie zuletzt Thanksgiving. Sein letzter Film im Fantasy Bereich war 2018 „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“, der mit Jack Black und Cate Blanchett lockte, letztlich aber keine gute Geschichte erzählte, obwohl allerlei Ansätze da waren. Eben dieser lockte nun die Gamer ins Kino mit einer Verfilmung einer beliebten Spielereihe. Mich lockte er trotz eines bereits sehr durchwachsenen Trailers vorallem mit Cate Blanchett. Weil die Granddame Hollywoods würde sich ja wohl kaum für einen kompletten Reinfall hergeben. Aber wie bereits 2018 wurde ich enttäuscht, wenn auch diesmal deutlich schlimmer. Und wieder waren die Ansätze eindeutig vorhanden, nur wurden sie zu gunsten billiger Gags und sinnloser Schlachten nicht genutzt. Aber fangen wir am Anfang an. Wir bekommen die Geschichte des Planets Pandora im Schnelldurchlauf erzählt, damit alle auch auf dem gleichen Stand sind. Dann lernen wir auch schon Lilith kennen, die sich gut durchchoreographiert durch eine reine CGI Welt schießt. Die eigentlich sehr toughe Frau wird natürlich innerhalb eines kleines Gesprächs „überredet“ auf ihren Heimatplaneten zurückzukehren. Die ganze Mission gerät in kürzester Zeit außer Kontrolle und die meisten Missverständnisse hätten hier in einem guten Dialog geklärt werden können. Stattdessen wird sich weiter untereinander bekämpft, wobei ein Charakter unsympathischer ist als der Nächste. Wir haben absolut keine Identifikationsfigur und der Ausgang wurde mir von Minute zu Minute egaler. Jeder Ansatz eines Gesprächs wird durch das plötzliche Auftauchen irgendwelche Gegner gestört, damit es auch ja keine vorzeitige Lösung gibt. Aber wer glaubt, dass es damit getan ist: Nein! Weil der ganze Film noch nicht langweilig, unorganisiert und viel zu gestreckt ist, bekommen wir noch ein Finale, das so abgedreht ist, dass man darüber nur noch den Kopf schütteln kann. Keine Ahnung, wie viel Gage Cate Blanchett hierfür bekommen hat, aber es war eindeutig zu wenig. Am Ende bleibt einem nicht einmal eine gute Optik oder irgendetwas, was man positiv herausstellen könnte. Also bleibt mir nur eins zu sagen: Spart euch das Geld!
Das Fazit
Borderlands verliert auf ganzer Ebene, schlechtes CGI, unsympathische und langweilige Charaktere, eine unorganisierte Handlung und das auch noch sehr gestreckt. Lasst einfach die Finger von dem Streifen. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.
Borderlands läuft seit dem 22.08.2024 in den deutschen Kinos
Bei ägyptischer Mythologie in einem Urban Fantasy Roman bin ich immer gleich dabei. Leider kommt es viel zu selten vor und dann oft auch schlecht recherchiert. Daher wurde ich bei Teresa Sporrers Reihe direkt hellhörig. Warum mir die Reihe auch sehr gut gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Chaoskuss
Die Handlung: May ist eine ägyptische Hexe in Ausbildung, die sich zusätzlich mit einer normalen amerikanischen Highschool rumschlagen muss. Dabei will sie nur ein bisschen Normalität und mit dem Menschen Noah auf einer Party knutschen. Doch dann geraten nicht nur ihre Kräfte außer Kontrolle, es gibt auch einen Toten. May verspricht das Verbrechen aufzuklären, was gar nicht so einfach ist.
Meine Meinung: Eigentlich versuche ich inzwischen Schulsetting und Teenagedramen zu vermeiden, da sie in der Regel sehr anstrengend sind. Und so waren meine Befürchtungen am Anfang der Reihe auch groß, zumal es natürlich auch die klassische Zicke, den coolen Sportler und natürlich die „Looser“-Gruppe rund um unsere Protagonistin gab. Doch, was mich normalerweise abschrecken würde, war hier durch eine gute Portion Witz gut dargestellt und konnte locker genossen werden. Das Drama wechselt sich mit dem interessanten Teil um Mays Hexenkräfte und ihre Abstammung ab und die Autorin weiß stets eine gute Anspielung auf so ziemlich alles, was Filme, Serien oder Spiele angeht, einzubauen. Manchmal hatte die Geschichte fast zu viel Tempo, aber so konnte ich sie gut wegsuchten und war dann sehr gespannt auf den nächsten Teil.
Chaosherz
Die Handlung: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat.
Meine Meinung: Auch in den zweiten Band bin ich aufgrund des guten Schreibstil, der leicht und flüssig zu lesen ist, gut reingekommen und habe auch diesen Band einfach nur inhaliert. Auch hier ist der Dramaanteil gut ausgewogen und wir bekommen zwar die typischen Teenagerprobleme mit, aber sie sind auch immer so aufgearbeitet, dass sie nicht übertrieben nervig wirken. Und sollte das Chaos doch mal überhand nehmen, dann wird es mit dem lockeren Humor der Reihe gut ausbalanciert. Wir lernen zusammen mit May viel Neues über ihre Abstammung und ihre Fähigkeiten und wachsen zusammen mit ihren Fehlern. Und auch, wenn mit dem Gott Horus bereits der Endgegner angeteasert wird und er teilweise bereits auftritt, bleibt die Handlung doch auf einem Niveau, wie es Teenager gut wegstecken können. Und hier durfte auch der romantische Aspekt endlich ein bisschen mehr Platz bekommen.
Chaosseele
Die Handlung: Nach Horus Anschlag auf Mays Leben versucht sie sich auf die Götterdämmerung vorzubereiten. Dabei positionieren sich die Gottheiten aller Religionen auf den beiden Seiten. Und ganz nebenbei versucht May noch ihr Liebesleben am Laufen zu halten. Alles ein bisschen viel, zumal auch noch eine Reise nach Ägypten ins Land ihrer Vorfahren.
Meine Meinung: Was habe ich mich auf den Abschlussband der Reihe gefreut. Ein Wiedersehen mit all den tollen Charakteren – okay abgesehen von einer gewissen Banshee – und endlich der finale Kampf gegen Horus. Doch vorher hatte das Buch noch einiges zu erzählen. Und leider so viel, dass die Handlung sehr episodenartig wirkt. Es geht um May und Noah, um Viv und Shane, um einen ersten Götterkampf, dann werden immer wieder Gottheiten gesammelt, damit die eigene Armee größer ist, als die von Horus. Da merkt man zwar, dass die Autorin stark recherchiert hat und versuchte alle großen Religionen unterzubringen, aber dafür ging eben auch eine Menge Platz drauf. Dann wird die große Ägyptenreise angekündigt, die nach drei Kapiteln schon wieder vorbei ist, nur damit dann der Finalkampf angeteasert wird, der aber letztlich auf den letzten 30 Seiten stattfand, dort aber auch noch ein Epilog stattfinden musste. Gefühlt war hier genug Material für noch zwei Bände oder zumindest für deutlich mehr Seiten. Schade, dass es partout auf die 300 Seiten gekürzt wurde, denn so fühlt sich der Abschluss sehr unfertig an. Ein eher enttäuschender Abschied von einer tollen Reihe.
Kennt ihr die Reihe? Wer ist euer Lieblingsgott aus der Reihe und warum ist es Anubis?
Nachdem Vorreiter Disney selbst mit Pixar in letzter Zeit überwiegend hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, trauen sich nun die anderen Studios mit ihren Geschichten in die Kinos und schaffen es neue originelle Geschichten anzubieten. So nun Dreamworks, die sich endlich von ihren immergleichen Charakteren gelöst haben und mit der wilde Roboter einen Volltreffer gelandet haben. Warum das so ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Küken zu kümmern.
Meine Meinung
Seit 1998 versucht sich Dreamworks als Konkurrent zu Disney und Pixar und stieg sehr schnell auf computeranimierte Filme um. Dabei waren es eher ihre großen Franchises und Reihen, die funktionierten, dafür aber bis zum bitteren Ende ausgeschlachtet wurden. Shrek, Madagascar, Kung Fu Panda oder auch Drachenzähmen leicht gemacht, sind da sehr prominente Namen. Doch zwischendurch sind es die kleineren Filme, die überraschen können. So zuletzt geschehen mit Der wilde Roboter. Hier wurde sich ein Buch als Vorlage genommen und mit Chris Sanders einem alten Disney-Veteranen, der mit dem Konzern aber inzwischen eher auf Kriegsfuß steht und bei Dreamworks auf mehr künstlerische Freiheit hoffte. Und das konnte er hier auch ausleben. Mit Einflüssen von niemand geringerem als Ghibli-Legende Hayao Miyazaki und auch des Malers Claude Monet wird hier eine wunderbare Optik geschaffen. Zusammen mit der supersüßen Geschichte des Kinderbuchautors Peter Brown kam ein Animationsfilm, der mit ziemlicher Sicherheit Kandidat für den nächsten Oscar ist. Aber fangen wir noch einmal von vorne an. Zunächst erfahren wir über Ort und Zeit des Films nicht viel, aber wir lernen mit Rozzum 7134 eine künstliche Intelligenz kennen, die darauf programiert ist, alle möglichen Probleme zu lösen. Die Tierwelt ist ihr unbekannt und so tappt sie zunächst in allerlei Fettnäpfchen. Erst später lernt sie mit den Tieren zu kommunizieren, was aber nur bedingt hilft, da ihre Lebensweise sich noch immer stark von den Tieren unterscheidet. Ihr einziger Daseinsgrund ist es Aufgaben zu erledigen, aber die Tiere haben eher Angst vor ihr. So ist es eine Geschichte über das Anders sein, über das Ausgeschlossen werden und wie man sich dennoch annähert. Es geht um Freundschaft, um Hilfsbereitschaft, um die Evolution, um Familie und das ganze in einer menschenfreien Insel. Dabei ist alles sehr liebevoll verpackt, auch wenn einige Dialoge doch etwas schwarzhumorig geraten sind, was aber wohl eher den erwachsenen Zuschauenden auffallen dürfte. Denn trotz der Vielzahl der Themen ist der Film an keiner Stelle überladen, sondern baut sich Stück für Stück auf. Manche Themen werden auch erst später noch mit eingeworfen und bringen den Film noch einmal auf eine weitere Ebene. Und auch, wenn er größtenteils auf einer guten Humorebene läuft, sollte man die Taschentücher nicht vergessen.
Das Fazit
Der wilde Roboter vereint Humor, eine gute Aufarbeitung von Themen, wie Familie, Freundschaft und Evolution, und eine gute Portion Drama und ist so einer der innovativsten und intensivsten Animationsfilme der letzten Jahre. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Der wilde Roboter läuft seit dem 03.10.2024 in den deutschen Kinos