Die Periode Dezember-Mai ist vorbei und damit wird es Zeit für meinen Halbjahresrückblick. Wie jedes Jahr geht es hier eher um ein kurzes Zwischenfazit als um ausführliche Besprechungen, gespickt mit Top 10 Listen. Dann starten wir auch direkt ohne weiteres Vorgeplänkel.
I. Filme – auf großer Leinwand gesehen
26 Filme habe ich im ersten Halbjahr im Kino gesehen (+26 im Vergleich zum letzten Jahr, was da aber auch an den geschlossenen Kinos lag). Davon 3 aus der Cinemathek und ein Anime-Special. Meine Highlights (ohne Ranking):
1 Wunderschön 2 Marry me 3 Belfast 4 The Batman 5 Schachnovelle 6 Eingeschlossene Gesellschaft 7 Lost City 8 Top Gun Maverick 9 Spider-Man – No way home 10 Der Rosengarten der Madame Vernet
II. Filme – auf großem Fernseher gesehen
43 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (5 weniger als letztes Jahr). Davon 15 Wiederholungstäter, 12 Originals (aller Plattformen) und 1 Reportagen/Dokumentationen. Von meiner 22 für 2022 Liste sind 6 Filme gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):
1 Jingle Jangle Journey 2 the holiday calendar 3 Everest 4 Kikis kleiner Lieferservice 5 Being the Ricardos 6 Avengers – Endgame 7 Good morning Vietnam 8 S.U.M. 1 9 Charade 10 Das Schloss im Himmel
III. Serien – ein kurzer Überblick
53 verschiedene Serien mit 55 Staffeln (+12 im Vergleich zum Vorjahr) sind gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):
1 The Pembrokeshire Murders – Miniserie* 2 His dark material – Staffel 1-2 3 Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 2 4 Hawkeye – Staffel 1 5 Extraordinary You – K-Drama 6 Miracle Workers – Staffel 3 7 Attack on Titan – Staffel 1-3 8 Queer Eye – Staffel 5 9 Heartstopper – Staffel 1 10 Mystic Pop-up Bar – K-Drama
IV. Bücher – das beste aus den Lesemonaten
64 Bücher sind ausgelesen, 1 Hörspiel ist gehört (+19 Bücher und -4 Hörspiele im Vergleich zum letzten Jahr). Davon sind 13 von meiner 22 für 2022 Liste gelesen. Meine Highlights (ohne Ranking):
1 Spiritus Daemonis – Band 1 und 2.1 2 The gender of Mona Lisa 1-3 3 Loderne Schwingen 4 Die Friedensformel 5 My genderless Boyfriend – 1-3 6 Assassins Wood 7 Cyberempathie 8 All the Broken Strings 9 Mona 2 – Verliebt, Verlobt, Beschworen 10 Blue S(e)oul Nights
Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste?
Was war der Mai ein aufregender Monat. Zumindest für mich. Denn nach fast acht Jahren Beziehung habe ich Ja gesagt und bin jetzt verheiratet. Danach ging es gleich noch nach Mauritius in die Flitterwochen. Dennoch konnte ich meine Kinostatistik der letzten Monate halten, aktuell läuft allerdings auch gefühlt kaum etwas, was mich interessiert und was mich interessiert, läuft nicht im Kino meines Vertrauens. Nun aber auf direktem Weg zu meinem medialen Monatsrückblick:
Filme – auf großer Leinwand gesehen
The Lost City: Die Bestsellerautorin Loretta Sage kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein. – Auch wenn viele gute Szenen im Trailer schon vorweg genommen wurden, funktioniert der Film für das, was er aussagen will, sehr gut und sorgt für einige erheiternde Momente.
Doctor Strange in the Multiverse of Madness: Doctor Strange bekommt Besuch von America Chavez, die durch das Multiversum reisen kann. Sie wird von einem seltsamen Wesen gejagt, was ihr in diese Realität folgen konnte, wurde aber gerade erst von einem anderen Strange enttäuscht. Dennoch muss sie ihm trauen, auch wenn sich seine Anlaufstelle als Falle entpuppt. – Marvel verpasst einmal mehr den Wow Effekt und bleibt bei ganz gut hängen.
Top Gun Maverick: Maverick ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster. – Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bereit hält, sorgen doch der Fanservice, aber vor allem die Atmosphäre für ein gelungenes Filmerlebnis.
Stasikomödie: Ludger Fuchs lässt sich von seiner Familie überreden Einsicht in seine Stasiakte zu nehmen. Dabei erinnert er sich an die 1980er Jahre, wo er von der Stasi in die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs eingeschleust wurde und dort zu einem gefragten Dichter aufsteigt. – Ruhig erzählter Film, der einerseits sehr wenig von einer Komödie hat und gleichzeitig einige faszinierende Over-the-top Momente.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Erneut gesehen habe ich (durch zwei sehr lange Flüge über Nacht bewusst Filme, die locker im Hintergrund laufen konnten, während ich eher erfolglos versucht habe zu schlafen): Mamma Mia 2, Shrek 2, Cats, Rock of Ages, In the Heights, Kiss the Cook, Hairspray.
Sharknado: Ein Tornado zieht auf Los Angeles zu. Dabei trifft er ein Fischerboot mit hunderten lebenden Haien an Bord, die in den Tornado gezogen werden. Fin Shepard sieht sich kurz darauf einer überschwemmten und tödlichen Stadt gegenüber. Dennoch versucht er seine Familie zu erreichen und zu retten. – Einer meiner ersten Abstecher ins Trash-Genre. Dafür war er relativ gut.
Sharktopus: Blue Water wird damit beauftragt für die Marine einen Hai und einen Oktopus zu kombinieren und diesen abzurichten. Doch bei der Vorführung gelingt es dem Sharktopus zu fliehen. Fortan tyrannisiert er die Küste mit einem unstillbaren Hunger. Andy Flynn bekommt die Aufgabe ihn lebend wieder einzufangen. – Trash vom trashigsten, aber er hatte seine Momente.
Senior Year: Stephanie hat es geschafft von der unscheinbaren Außenseiterin zur Cheerleader-Kapitänin und beliebtestem Mädchen der Schule aufzusteigen. Doch bei einem Unfall bei einer Choreo kommt sie so ungünstig auf, dass sie für 20 Jahre im Koma liegt. Als sie wieder aufwacht, ist sie Mitte 30, gefühlt aber immer noch 17. Sie beschließt ihre guten alten Zeiten zurückzuerobern und ihr Abschlussjahr nachzuholen. Mit dem Ziel als Cheerleader-Kapitänin zur Ballkönigin gekrönt zu werden. Doch die Zeiten haben sich geändert. – Hatte gute Ansätze, die sich leider hinter einer 0815-Rebel Wilson Komödie verstecken.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Dog: Jackson Briggs (Channing Tatum) bekommt die Aufgabe den Hund eines Freundes zu seiner Beerdigung zu bringen. Beide sind durch ihre Zeit beim Militär gezeichnet und haben keinen einfachen Start. – Ein Roadtrip, der noch interessant aussieht.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Firestarter und Meine schrecklich verwöhnte Familie
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Gravity Falls – Staffel 1 (ich liebe die Serie und ihre quirrlige Art einfach) und The Big Bang Theory – Staffel 1 (im Urlaub was leichtes für Abends zum einschlafen)
Last One Laughing – Staffel 3 (Die Serie hat einen gewissen Sog entwickelt, auch wenn mir das neue Studio nicht so gefallen hat)
Heartstopper – Staffel 1 (Eine wunderbare herzliche Geschichte, tolle Charaktere und auch wenn es viel mit Queerfeindlichkeit arbeitet, trotzdem mit viel Wohlfühlfaktor.)
Moonknight – Staffel 1 (Marvels neuster Serienstreich fällt leider in ziemlich allen Aspekten durch)
Picard – Staffel 2 (Schafft mit dem Zeitreisenthema nochmal eine neue Richtung, hadert aber mit ein paar problematischen Stellen)
Mystic Pop-up Bar – K-Drama (Originell, witzig, spannend, mystisch, einfach die perfekte Mischung aus allem. Große Empfehlung)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 11 Seiten gesamt: 3.847 Seiten pro Tag: 124 im Durchschnitt Taschenbuch: 7 E-Book: 1 Comic/Manga/Graphic Novel: 3
When we fall | When we hope: Ella und Jae-Yong sind nach dem Skandal in New York getrennt. Doch beide kommen damit nicht gut klar. Zaghaft bauen sie ihren Kontakt wieder auf, doch die Probleme bleiben die gleichen. Schaffen sie es diese zu überwinden? – Eine tolle Reihe, herzlich, ich habe in jeder Zeile mitgefühlt und gehofft und gebangt.
Death Note Short Stories: In einzelnen Kurzgeschichten gibt es neue Einblicke in die Welt von Death Note, teilweise vor und teilweise nach der eigentlichen Handlung der Reihe. – Nette Geschichten, ein bisschen Nostalgie, aber nichts außergewöhnliches oder bereicherndes.
The gender of Mona Lisa 2+3: Hinase ist noch immer hin- und hergerissen zwischen ihren widersprüchlichen Gefühlen ihren Freund*innen gegenüber. Sier hadert über früher einfache Gesten, wie Händchen halten und die nun angedeuteten Folgen. – So eine tolle liebevolle Geschichte, ich bin verzaubert.
Mona 2 – Verliebt, verlobt, beschworen: Nach den Ereignissen in Band 1 sieht sich Mona einem Hexenprozess gegenüber. Boris, der Vampir, hat eine neue Prüfung und auch weiterhin stehen den Freund*innen wieder einiges bevor. Vor allem müssen Mona und ihr Erzdämon Ba’al rausfinden, was es zwischen ihnen nun ist. – Ich liebe Mona, ich liebe ihre Geschichte, ich liebe I. B. Zimmermanns Schreibstil, ihre Art Charaktere aufzubauen und wie ihre Charaktere einfach zu 100% nachvollziehbar sind. Absolute Herzensreihe.
Blue S(e)oul Nights: Jade ergreift nach dem Tod ihres Vaters die Chance als Englischlehrerin in Korea zu arbeiten. Dabei lernt sie nicht nur neue Freund*innen, sondern auch Hyun-Joon. Doch Zeit füreinander zu finden ist das größte Problem der beiden, auch wenn von Anfang an diese Gefühle da sind. – Auch hiervon war ich nur begeistert, ich bin diesmal buchtechnisch viel nach Korea gereist. Toller Schreibstil, ich habe mich schnell in die Charaktere verliebt und brauche jetzt sehr dringend Band 2!
All the Broken Strings: Vor sechs Jahren wurde Vincent Kennedy zum Weltstar nach seinem Final Jam Sieg im Camp Melody. Mit dem Song, den er mit MacKenzie geschrieben hatte. Sechs Jahre später ist sie zur Rettung des Camps auf seine Hilfe angewiesen. Doch obwohl sich beide schworen den*die andere*n zu hassen, sind da wieder diese Gefühle. – Auch wenn ich bei Sevens Sins hinterherhänge, würde ich mal behaupten: Lana Rotarus bestes Buch bisher.
Your soul in Wonderland: Cat Ceshire ist eine royale Seelenfängerin in Wonderland. Doch bei einem Auftrag geht alles schief und sie muss nun nicht nur ihr eigenes, sondern auch die Leben ihrer Familie beschützen. Dabei scheint es mehr als nur eine Wahrheit zu geben. – Dieses Buch entwickelt einen unglaublichen Sog, habe es fast innerhalb eines Tages weggelesen. Nur das Ende war ein wenig wirr und scheint nicht zu passen. Da muss Band 2 jetzt nachlegen.
Apfelkuchen am Meer: Merle verbringt ihre Semesterferien auf Juist, wo sie in einem kleinen Café hilft, nachdem sie von einer Freundin hörte, dass dort eine Apfeltorte nach geheimen Familienrezept gebacken wurde. Dabei stößt die frisch getrennte gelernte Konditorin nicht nur auf ein altes Familiengeheimnis, sondern trifft auch auf Jannes und verliebt sich nicht nur in die Insel. – Locker leichte Sommerlektüre, wie gewohnt von Anne Barns, mit wenigen Überraschungen.
Befreit bis du mich liebst: Nachdem sich Jane und Dorian aus den Fängen von Louna befreien konnten, stehen schon die nächsten Probleme vor der Tür. Dabei sind sich beide langsam immer sicherer, dass es etwas dauerhaftes wird. – Leider eher enttäuschendes Ende, weil zu viele Probleme zu schnell gelöst werden mussten. Schade.
Und da ist auch der April mit Ostern wieder vorbei. Diesmal war er sehr leseintensiv, da ich zu Ostern einen Lesemarathon gemacht habe. Gleichzeitig war ich aber auch krank, weswegen ich nicht so oft ins Kino konnte, wie ich wollte. Dies ist übrigens für Mai mein einziger Beitrag. Ich verabschiede mich in den Urlaub, der durch meine Hochzeit und Flitterwochen ein bisschen länger als üblich ausfällt. Wir lesen uns hoffentlich im Juni wieder!
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Morbius: Dr. Michael Morbius leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo, der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten. – Leider ein kompletter Reinfall. Hier stimmt weder die Geschichte, noch das Schauspiel und erst Recht nicht die Optik.
Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse: Gellert Grindelwald muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore (Jude Law) befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen. – Strukturierter als der Vorgänger, aber dennoch mit einigen Ecken und Kanten. Funktioniert nur größtenteils.
Eingeschlossene Gesellschaft: Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Erneut gesehen habe ich Little Women (nachdem ich das Buch gelesen habe) und Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen (in Vorbereitung auf den dritten Teil).
Charade: Reggie Lampert will nach einem Skiurlaub eigentlich die Scheidung einreichen. Doch ihr Mann hat nicht nur das komplette Mobiliar verkauft, sondern wird auch ernordet. In der schweren Zeit suchen sie drei Männer heim, die auf der Suche nach etwas sind, dass Reggies Mann gehört hat. Sie findet unerwartet Hilfe in dem undurchsichtigen Peter Joshua. – Spannendes Katz und Maus Spiel mit Audrey Hepburn.
Rot: Meilin Lee ist 13 und während sie in der Schule ein klassischer Teenager ist und mit ihren Freundinnen für eine angesagte Boyband schwärmt, ist sie zu Hause die absolute Vorzeigetochter. Doch bei einem starken Emotionsausbruch verwandelt sie sich auf einmal in einen roten Panda. Laut ihrer Mutter ist das ein Familienfluch und sie kann das bei einer Zeremonie beim nächsten roten Mond beseitigen. Solange soll sie sich isolieren. Doch als Meilin merkt, dass ihre Freundinnen sie beruhigen können, versucht sie ihren Alltag zu normalisieren. Vor allem, weil ein Konzert der Boyband ansteht. – Gute Grundidee, okaye Umsetzung, hätte mehr gekonnt.
Death to 2021: Nach Death to 2020 gibt es auch für 2021 einen etwas anderen Jahresrückblick, der sich mit einem Augenzwinkern mit den Geschehnissen aus dem vergangenen Jahr auseinander setzt. – Ein paar witzige Ideen, gut für Zwischendurch.
Das Schloss im Himmel: Die Waisin Sheeta wird erst von dem undurchsichtigen Musca und dann von Piraten entführt. Dadurch landet sie in einem Bergarbeiterdorf und trifft auf Pazu, ebenfalls Waise. Er beschließt ihr zu helfen und zusammen wollen sie die geheimnisvolle Stadt im Himmel finden. Dabei kommen ihnen unverhofft die Piraten zur Hilfe. – Spannender Animeklassiker, mit tollen Bildern und tollen Charakteren.
S.U.M. 1: im Jahr 2070 lebt die Menschheit unter der Erde. Überirdisch gibt es Kontrollposten, die Soldaten für je 100 Tage bewachen. S.U.M.1 ist einer von ihnen. Doch die Isolation und Monotonie führen zu Paranoia, die den Einsatz sichtlich erschweren. – Trotz Kammerspielartigem Setting und fast Soloperformance von Iwan Rheon spannend, beklemmend und düster. Durchaus sehenswert.
The Disaster Artist: Der Film The Room hat inzwischen Kultstatus, vor allem, da Tommy Wiseau noch immer viele Rätsel aufgibt. Dies ist die Entstehungsgeschichte des absurden Films. – Ich hab The Room nicht gesehen, aber schon die Entstehung war mir zu abgedreht und der Film dadurch zu langatmig. Konnte mich nicht überzeugen.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Lost City: Bestsellerautorin Loretta Sage schreibt Liebes- und Abenteuerromane. Auf einer Lesereise wird sie von dem Milliardär Fairfax entführt, der glaubt, dass es den antiken Schatz aus Lorettas Büchern wirklich gibt. Zur Hilfe eilt ihr das Covermodel Alan, der beweisen will, dass er ebenso ein Held sein kann, wie die Buchfigur, die er darstellt. – Der Trailer sah so drüber aus, dass er schon wieder lustig war. Mal schauen, was der ganze Film kann.
Downton Abbey 2: Nach Beendigung der Serie und einem ersten Kinofilm gibt es ein erneutes Wiedersehen mit Familie Crawley und Downton Abbey. Diesmal stören Filmarbeiten die Idylle und die Familie reist kurzerhand nach Frankreich. wo Violet Crawley ein Haus geerbt hat. Doch das wirft allerlei Fragen auf. – Downton Abbey ist stets ein nach Hause kommen. Ich freu mich auf das Wiedersehen mit den geliebten Charakteren.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Friends – Staffel 3 (We were on a break!)
The Home Edit – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel wieder voller guter Tipps, schönen Regenbögenhäusern und sehr viel Lebensfreude)
Bridgerton – Staffel 2 (Wesentlich langatmiger als Staffel 1 und steht sich bei den Charakteren ein wenig selbst im Weg, wodurch die Herzlichkeit ziemlich verloren geht. Schade)
Death Note – Teil 1 (Sehr manganahe Umsetzung. Da dieser sehr dialoglastig ist, funktioniert der Anime zwar, bietet aber kaum einen Mehrwert.)
LOL – Last One Laughing – Staffel 1-2 (Eigentlich nicht wirklich lustig, da auch viel Fäkalhumor vorkommt, aber dennoch zieht die Serie einen in den Bann.)
Do Do Sol Sol La La Sol – K-Drama (Schwieriger Einstieg, toller und starker Mittelteil voller Liebe zur Musik und toller Liebesgeschichte und tollen Charakteren, leider sehr schwaches Ende)
Truth Seekers – Staffel 1 (Hatte so seine Momente, aber kommt die meiste Zeit nicht zum Punkt. Bringt die Charaktere nicht richtig rüber und daher größtenteils uninteressant)
Promised Neverland 1: Emma lebt in einem Waisenhaus, das von einer Schwester, die Mama genannt wird, beaufsichtigt wird. Jeden Tag haben sie Test und bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Doch nach der vermeintlichen Adoption eines Kindes erfährt sie und zwei Freunde, dass das Waisenhaus eine ganz andere Bestimmung erfüllt. – Langatmiger Einstieg, kommt dann etwas in Fahrt, bin aber noch nicht richtig überzeugt.
My genderless Boyfriend 3: Meguru arbeitet weiter fleißig an dem neuen Projekt „Unicorn Boys“. Seine Freundin Wako hingegen versucht eine neue Story von einem Manga-Autor zu ergattern, der sich ebenfalls für Genderless Boys interessiert und darüber eine Story erstellen will. Dabei versuchen beide weiterhin ihre Beziehung vor der Öffentlichkeit zu verbergen. – Ich liebe die unfassbare Herzlichkeit dieses Manga einfach!
Little Women: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Familie March lässt sich jedoch nicht unterkriegen und räumt durch ein starkes Familienbündnis viele Hindernisse aus dem Weg. – Episodenartiger Klassiker über eine sympathische Familie.
Dunbridge Academy 1 – Anywhere: Emma geht für ein Auslandsjahr an die Dunbridge Academy in Edinburgh. Hier haben sich ihre Eltern damals kennengelernt und sie hofft Informationen über ihren Vater zu finden, der sie vor vielen Jahren verließ. Was sie nicht braucht ist Henry, der sympathische Schulsprecher, der ihr Herz zum klopfen bringt, schließlich bleibt sie nur ein Jahr. Und außerdem hat Henry eine Freundin. – Grundsätzliche schöne Young/New Adult Geschichte (die Grenze ist hier fließend), auch wenn ich mit ein paar Sachen nicht einverstanden war.
The gender of Mona Lisa 1: In einer Welt, in der Babys geschlechtlos geboren werden und meist im Alter von 12 sich selbst für ein Geschlecht entscheiden, ist Hinase mit 17 Jahren noch immer geschlechtslos. Als gleich zwei Freund*innen ihre Gefühle vortragen, ist Hinase noch verwirrter. – Ein schöner Manga mit vielen Fragen zum Thema Gender. Toll umgesetzt, freue mich auf die nächsten Bände.
Cyberempathie: Leon ist ein Erinnerungskonstrukteur in der Oberstadt von Skyscrape, wo alle durch das Cybernet gefühlsmäßig miteinander verbunden sind. Doch nach einem Vorfall wird er in die Unterstadt verbannt, wo raue Sitten herrschen. Nur mit Hilfe von Rade, einem Ex-Soldaten, überlebt er und findet sich in die neue Umgebung ein. Doch die Trennung vom Cybernet macht ihm schwer zu schaffen. Leon muss neu lernen Emotionen zu erkennen. – Absolut lesenswerter Sci-Fi Roman mit spannender und gleichzeitig tiefgründiger Handlung.
Gefesselt, bis du mich liebst: Im dritten Band steht die Reise nach Dubai an. Doch vorher muss Dorian Jane wiederfinden. In Dubai lernt Jane dann Maron kennen, die die Brüder ebenfalls begleitet. Nach den schlechten Erfahrungen mit Loona, versucht sie dennoch aufgeschlossen zu sein. – Funktioniert trotz des Auftauchens Marons weiterhin. Die Geschichte von Dorian und Jane bleibt mein Highlights von der Autorin.
High Hopes: Laura ergattert ihren Traumjob. Eine Assistenzärztinstelle in Phoenix. Dort findet sie sich nicht nur schnell ins Team ein, sondern ist auch angetan von Nash Brooks. Leider ist dieser ihr direkter Vorgesetzter und hat strenge Prinzipien, was Beziehungen angeht. Zwischen Visiten, Rettungseinsätzen und Operationen, knistert es dennoch. – Ava Reed schafft es einmal mehr mich mit ihrer Geschichte zu verzaubern, auch wenn der Cliffhanger am Ende absolut unnötig war!
Dilaras Wegträumgeschichten: In dieser Anthologie gegen Mobbing gibt es 16 Kurzgeschichten, die alle dazu dienen, mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mit Drachen, Zentauren, Abenteuern, Liebe, ist alles vertreten. – Tolle Geschichten, die mich immer wieder überraschen konnten und tolle Botschaft gegen Mobbing.
Stolen 1 – Verwoben in Liebe: Abby Woods kommt auf die Darkenhall, ein Internat für schwer erziehbare Kinder. Dort wird ihnen geholfen, vor allem durch Bastian Tremblay beim Antiagressionstraining. Zusammen mit seinem Bruder Tristan ziehen sie Abby in ihren Bann, doch die merkt schnell, dass mit den beiden etwas nicht stimmt. Nachdem sie Bastians Ring stiehlt, kommt sie hinter ihr Geheimnis und muss einsehen, dass sie einen schrecklichen Fehler gemacht hat. – Tolle Grundidee, etwas vorhersehbare Umsetzung. War gleichzeitig fasziniert und gelangweilt.
Between your words: Jim kommt als Hilfspfleger ins Blue Ridge. Dort trifft er auf Thea, mit der er sofort auf einer Wellenlänge ist. Doch Thea hat eine besonders schwere Form der Amnesie und kann sich immer nur für fünf Minuten erinnern, bevor ihr Gedächtnis wieder gelöscht wird. – Sehr starker Auftakt, okayer Mittelteil, interessante Umsetzung des Themas. Hatte an Emma Scott aber höhere Erwartungen.
Süße Katze Chi 1: Chi ist eine lebhafte kleine Katze, die von ihrer Familie geliebt wird. Sie frisst gern, ist danach müde, aber gleichzeitig auch Abenteuerlustig. In kurzen Comicstrips erzählt das Buch Geschichten aus ihrem Alltag. – Süße zwischendurch Comicstrips für alle Katzenliebhaber*innen.
The Secret Book Club 4: Vlad kennt seine Frau Elena schon seit Kindheitstagen. Vor sechs Jahren haben sie geheiratet, damit Elena Russland verlassen kann und in den USA, wo Vlad erfolgreich Eishockey spielt, studieren kann. Doch Vlad erhofft sich mehr von der Ehe und versucht zusammen mit dem Secret Book Club diese zu retten. Nur, dass Elena plant nach Russland zurückzukehren. – Es ist wie nach Hause zu kommen in den Secret Book Club. Noch einmal eine völlig andere Geschichte und mit Vlad und Elena tolle Protagonist*innen.
Fire & Frost 1 – Vom Eis berührt: In einer Welt, in der es Menschen gibt, die das Feuer oder Eis beherrschen, sind genau diese im Krieg miteinander. Ruby lebt im vom Eiskönig beherrschten Gebiet, ist aber eine Fireblood. Als das entdeckt wird, muss sie sich in einem Kloster verstecken. Dort trifft sie auf Arcus, einem Frostblood, der sie unterrichtet ihr Talent zu kontrollieren. – So richtig bin ich nicht in die Geschichte reingekommen, aber dennoch hat sie mich interessiert. Mal schauen, ob ich weiterlese.
Attack on Titan 1: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Nachdem ich die Serie durchgebinged habe, habe ich den ersten Mangaband mal versucht. Der Mehrwert fehlt mir ein bisschen, aber irgendwie bin ich doch gehyped genug, um weiterzulesen.
My roommate is a cat 7: Autor Subaru hat unter seiner Veranda eine Kiste mit Kittens gefunden. Nun versucht er diesen neue Zuhause zu vermitteln. Haru ist dezent überfordert mit den neuen Mitbewohnern. – Wieder ein neuer Band mit der gleichen Liebe wie die Bände zuvor.
Seit inzwischen fünf Staffeln gibt es die Makeover-Serie mit den Fab Five in den USA. Für eine zusätzliche Staffel reisten sie nach Japan und arbeiteten dort mit Dolmetscher*innen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Nun stand die Frage im Raum, ob es solche Specials auch noch mit anderen Ländern geben würden. Netflix beantwortete diese wohl vorerst mit Nein, doch die deutschen Fans bekamen schnell eine Alternative: Ein ganz neues Team. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Die Fab Five Germany sind Ayan, Aljosha, Leni, Jan-Henrik und David. Jede Folge reisen sie in eine andere Stadt und überraschen eine nominierte Person, deren Leben innerhalb einer Woche auf Vordermann gebracht wird. Dabei ist das oberste Ziel ein positives Lebensgefühl zu vermitteln.
Meine Meinung
Ein deutscher Ableger meiner absoluten Lieblingsserie? Das konnte entweder sehr cool oder eine absolute Vollkatastrophe werden. Dennoch versuchte ich völlig wertfrei an die Sache zu gehen und dem neuen Team eine Chance zu geben. Umso gespannter war ich auf die Vorstellung des neuen Teams bestehnend aus Leni (Life), Ayan (Design), Aljosha (Health), David (Beauty) und Jan-Henrik (Fashion), womit die bisherigen Bereiche größtenteils übernommen wurden. Vom Design, dem Aufbau und dem Ablauf wurde sich stark ans Vorbild gehalten. Was vielleicht etwas kontraproduktiv war, denn gerade in der ersten Folge merkt man, wie die neuen Fab Five eher so wirken, als würden sie auswendiggelernte Phrasen aufsagen. Aktionen, die helfen sollen, um Kandidat 1 aufzulockern, wirken hölzern und wie zu sehr gewollt. So war ich nach der ersten Folge sehr ernüchtert, waren doch meine Befürchtungen irgendwo bestätigt. Doch zum Glück hab ich der Serie weiterhin eine Chance gegeben, denn schon ab Folge 2 sind die Anfangsprobleme zwar nicht komplett weg, aber das Team geht weg von den vorgeschriebene Phrasen und findet ihre eigene Dynamik, wodurch sie wunderbar zusammen funktionieren. Natürlich muss man sich auch hier immer noch bewusst machen, dass die neuen Fab Five nicht die alten ersetzen oder widerspiegeln, sondern eigene Persönlichkeiten sind. Und gerade das macht den Reiz auch die Serie weiter zu gucken aus. Weil, was beide Serien eint, ist die wunderbare Herzlichkeit und das Verständnis, mit dem auf jede Lebenssituation reagiert wird. Und das ist auch hier ab Folge 2 in jeder Pore zu spüren. Ab da macht es einfach Spaß den Fabs zuzuschauen und ich konnte mich einfach von Folge zu Folge treiben lassen. Da war es am Ende schade, dass nach fünf Folgen schon wieder Schluss war. Natürlich gibt es auch hier die Charaktere mit denen ich schneller warm geworden bin und welche, bei denen ich länger gebraucht habe. Gerade bei Jan-Henrik habe ich sehr lange gebraucht, um mit ihm warm zu werden. Aber irgendwann kriegen sie einen alle.
Das Fazit
Queer Eye – Germany braucht eine Folge, um sich zu finden und die eigenen Persönlichkeiten in den Vordergrund zu stellen, anstatt die Phrasen aus dem Original zu übernehmen. Danach überzeugt auch der Ableger mit Wärme, Herzlichkeit und einzigartigen Charakteren.
Auf jeden Kinostarken Monat, folgt ein Schwacher. So scheint es zumindest in diesem Jahr bei mir zu sein. Dafür gab es die letzten Oscarvorbereitungen im Heimkino und ich hab meine Serienquartalsliste noch abgearbeitet bekommen. Das und mehr findet ihr in meinem medialen Rückblick auf den März.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.
Cinemathek: Die Schachnovelle: Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Good morning, Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.
Mia und der weiße Löwe: Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. – Wenig Handlung, dafür fiel süßen Tiercontent. Ein Film für zwischendurch.
The Power of the Dog: Phil und George Burbank leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose. Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt. – Langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.
Tick, Tick … Boom!: Jonathan Larson steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet. – Tolle Lieder, aber etwas schwerfällige Handlung, dafür aber emotional umso mitreißender ist.
Nightmare Alley: Stan Carlisle heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord. – Brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt.
Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Cyrano: Cyrano de Bergerac kann ebenso gut mit Wörtern umgehen, wie auch mit dem Degen. Dennoch glaubt er bei seiner großen Liebe Roxanne keine Chance zu haben, da er kleinwüchsig ist. Als diese ihm dann auch gesteht, dass sie auf den Kadetten Christian steht, hilft er diesem beim Verfassen der Briefe. – Historisches Musical mit Peter Dinklage. Sah ganz interessant aus.
Morbius: Michael Morbius ist ein brillanter Arzt und leidet unter einer seltenen Blutkrankheit. Auf seiner verzweifelten Suche nach einer Heilung therapiert er sich selbst mit einem aus Fledermäusen gewonnenem Serum. Doch dabei geht etwas gewaltig schief. – Durchwachsene Kritiken und die Venom-Filme waren auch eher naja, aber dennoch bin ich neugierig.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Attack on Titan – Staffel 3 (Spannend, atemraubend und eine Achterbahnfahrt für mein Nervenkostüm. Das Finale hat mich zerstört)
Gilbert & Sadie – Staffel 1 (Süße Grundidee, leider sehr gleiche Folgen und zu naive Protagonistin. Hatte ich mir mehr von erhofft)
The world according to Jeff Goldblum – Staffel 2.2 (Kommt nicht mehr an Staffel 1 heran, aber je nach Folge durchaus noch gute Geschichten dabei)
Brooklyn 99 – Staffel 7 (Im großen und ganzen funktioniert die Serie noch, doch man merkt, dass die Luft eher raus ist.)
Mit Schirm, Charme & Melone – Staffel 4 (Warum Staffel 4 und wann wurde Staffel 1 gesehen? Sagen wir Amazon hat mich verarscht… Aber die Staffel funktioniert auch eigenständig sehr gut, spannende Folgen, voller britischer Eleganz)
The Big Show Show – Staffel 1 (Ganz witzig für Zwischendurch, man darf halt keinerlei Tiefgang erwarten und die schauspielerischen Leistungen sind auch sehr flach)
Romance is a bonus book – K-Drama (Sehr süß, tolle Geschichte und voller Liebe zu Büchern.)
Queer Eye Germany – Staffel 1 (Nach einer katastrophalen ersten Folge, voller gestelzter und auswenig gelernter Sätze, funktioniert der Ableger ab Folge 2 erstaunlich gut, auch wenn es nicht ans Original herankommt)
Requisiten – Staffel 1 (Auf der Suche nach ikonischen Requisiten aus der Disney-Geschichte. Zwischendurch ganz tolle Geschichten dabei, aber sehr ruhig und damit auch etwas langatmig aufgezogen)
Golden Girls – Staffel 2 (Auch hier noch einige witzige Einfälle dabei, aber vieles doppelt sich. Die erste Staffel war deutlich stärker)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 12 Seiten gesamt: 3.215 Seiten pro Tag: 104 im Durchschnitt Taschenbuch: 5 E-Book: 1 Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Death Note – Band 9-12: Während Mello größtenteils aus dem Spiel zu sein scheint, kommt Near Light immer weiter auf die Schliche. Es folgt der große Showdown. Wer gewinnt? Near oder Kira. – Gegen Ende noch einmal richtig spannend, auch wenn das Finale eher enttäuschend war.
Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.
Verführt bis du mich liebst: Jane und Dorian verbringen viel Zeit miteinander, doch die Probleme lassen Jane nicht los. Gleichzeitig treffen die Brüder zum ersten Mal auf Maron. – Toller zweiter Band, böser Cliffhanger, aber es war noch angenehm wenig Szenen mit Maron (ich bin mit ihr in der ersten Reihe einfach nicht warm geworden).
Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.
Yelena Gans und die Weltausstellung: Im Jahr 2115 ist die pensionierte Privatdetektivin Yelena Gans mit ihrem Enkel auf der Weltausstellung unterwegs. Dieser freut sich darauf seinen Lieblingsstreamer Katerstrophisch zu sehen. Doch dieser schwebt in Gefahr und Yelena versucht dies zu verhindern. Doch eine mysteriöse Maschine durchkreuzt mehr als nur einen Plan. – Spannende Novelle, leichte Verwirrungen durch viele Charaktere, aber dafür auch einige humorvolle Szenen.
Free like the wind: Rae scheint im Leben still zu stehen. Kein Studium, abends arbeitet sie als Aushilfe in einem Kino. Um aus ihren Schulgefühlen, die sie seit einiger Zeit begleiten, auszubrechen, schlägt ihre Freundin Haven vor, dass Rae eine Wanderung machen könnte. Dabei wird sie ausgerechnet von Cayden begleiten. – Die Handlung war zwar relativ vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger schön. Funktioniert nochmal besser als Band 1, da die Charaktere greifbarer sind. Eine tolle Auszeit in Kanada.
My genderless boyfriend 2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.
Das Flüstern des Zwielichts: Die Gruppe rund um den Wanderer und die Bardin ziehen los, um das Licht auf den drei großen Türmen wieder zu entfachen. Dabei haben sie nicht nur Lurins Armee hinter sich, sondern auch einen fahlen Reiter. – Wunderschön poetisch geschrieben. Konnte mich aber leider nicht richtig packen. Wirkte wie ein typischer Zwischenband. Freue mich dennoch auf Band 3.
Spiritus Daemonis 2.1: Ein neuer Fall für die Spukbuster Theresa und Vince. Mit dabei ist der Dämon Male, der in den Smartphones der beiden festsitzt. Diesmal geht es in ein Krankenhaus. Ein Komapatient ist zwischendurch über den Gang spaziert. Wagemutig treten die Spukbusters den Fall an. Doch auf das, was ihnen bevorsteht, waren sie nicht vorbereitet. – Spannende Chatstory. Deutlich komplexer als Band 1 und mit echt fiesem Cliffhanger.
Ihr kennt mich eher als Animemuffel, weswegen ich auch selten Serien aus dem Bereich schaue. Doch manchmal braucht man nur die eine Serie, die alles ändert. Und so habe ich nach Violet Evergarden die zweite Animeserie gefunden, die mir gefiel. Wieso „gefallen“ ein sehr schwacher Ausdruck für mein durchbingen dieser Serie ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten.
Aus Spoilergründen verzichte ich darauf die Handlungen der einzelnen Staffeln zu beschreiben
Staffel 1
Nach einer ganz kurzen Einführungsphase der Welt und der ersten Charaktere geht es gleich spannend los. Die Welt wird auf den Kopf gestellt und es geht los mit der militärischen Ausbildung. Dabei geht es fast durchgehend rasant zu und wir lernen immer wieder neue Charaktere kennen. Dabei ist gerade die erste Hälfte noch im Bereich „okay“, aber spätestens ab der zweiten Hälfte, wenn es um den Aufklärungstrupp geht (und mein absoluter Lieblingscharakter auftaucht) wird es so spannend und fesselnd, wie ich es lange bei keiner Serie mehr hatte. Dabei ist vor allem der Weltenbau absolut faszinierend. Durch die Mauern ist die Welt natürlich begrenzt, aber die ganze Geschichte, die erst nach und nach entschlüsselt wird, ist unglaublich spannend und faszinierend. Die Charaktere sind sehr durchwachsen und man sollte sich überlegen, an wen man sein Herz hängt. Durch die durchschnittliche Episodenlänge von 25 Minuten lässt sich die Serie gut durchbingen. Bzw. lassen die Cliffhanger und spannenden Folgen es auch gar nicht anders zu.
Staffel 2
Nach dem Ende der ersten Staffel – was tatsächlich auch einen Sinnabschnitt beendete – konnte ich gar nicht anders, als mir sofort Staffel 2 zuzulegen. Ohne große Umschweife geht es hier direkt spannend weiter und wieder hält uns die Staffel komplett in Atem. Es werden neue Fragen aufgemacht, während andere beantwortet werden. Vor allem war es hier aber auch an vielen Stellen einfach wieder ein Bangen, was mit den liebgewordenen Charakteren passiert. Da die Handlung an mehreren Schauplätzen spielt, wird das Bangen auch gern in die Länge gezogen. Auch hier gibt es keine andere Chance außer die Staffel durchzubingen. Da sie im Vergleich sehr kurz ist (12 Folgen), geht das hier noch einmal schneller. Dabei sei hier auch noch einmal auf die tollen Zeichnungen und Animationen hingewiesen, die an einigen Stellen einem Gemälde ähneln – vor allem, wenn es um die Wolken und den Himmel geht. Einfach wunderschön.
Staffel 3
Staffel 3 war dann diejenige, die mich völlig fertig gemacht hat. Am Ende habe ich nur noch geweint (ich sagte doch, man soll drauf achten, an welche Charaktere man sein Herz hängt… sagen wir, das ist aus Erfahrung). Doch von vorne. Nach der kurzen zweiten Staffel ist Staffel 3 wieder mit einer normalen Länge (22 Episoden) am Start. Während gerade am Anfang viel politisches beigemischt ist, geht es auch um die Vergangenheit einiger Charaktere und wie sie zu dem geworden sind, was sie jetzt sind. Nebenbei wird auch die Handlung deutlich vorangetrieben. Während es einige spannende Höhepunkte über die Staffel verteilt gab, ist es gerade das Finale der dritten Staffel, die noch einmal alles rausreißt. Unter anderem mein Herz. Schaut euch die Serie trotzdem an! Sie ist einfach nur gut! Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als auf die vollständige Ausstrahlung der finalen vierten Staffel zu warten.
Können wir kurz darüber reden, dass das erste Quartal 2022 schon wieder vorbei ist? Da ich gefühlt im Dauerstress war (irgendwie ist schon fast Mai), ging die Zeit für mich noch einmal besonders schnell rum. Dennoch konnte ich einige Highlights im medialen Bereich verzeichnen und um genau die soll es heute gehen: Meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit Januar-März 2022.
Meine fünf Kino Highlights
Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.
Marry Me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.
The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.
Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.
Matrix 4: Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.
Meine fünf filmischen Highlights
Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.
Good Morning Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.
Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.
Avengers: Endgame: Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf. – Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film!
Everest: Ein Forschungsteam hat einen Yeti aus dem Himalaya entführt und in ein Labor gesperrt. Dieser kann jedoch flüchten und versteckt sich auf dem Dach eines Wohnhauses in Shanghai. In diesem Haus lebt Yi, die sich nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Mutter und Großmutter entfernt hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich beide schnell an und Yi beschließt Everest nach Hause zu bringen. Doch das Forscherteam ist ihnen dicht auf den Fersen. – Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!
Meine fünf serienlastigen Highlights
Extraordinary You – K-Drama: Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Eine zuckersüße Liebesgeschichte mit allerlei Witz und Spannung durch die Comichintergrundgeschichte. Einfach herzerwärmend.
Attack on Titan – Staffel 1-3: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Spannende Animeserie, immer wieder überraschende Wendungen, faszinierender Weltenbau, tolle Charaktere und einfach eine Herzensserie.
Queer Eye – Staffel 5: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Auch die fünfte Staffel ist einfach nur wieder herzerwärmend, witzig, rührt zu Tränen und erzählt so viele tolle Geschichten.
Miracle Workers – Staffel 3: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Die dritte Staffel der Anthologieserie befasst sich mit dem Oregon Trail und schafft es wieder durch eine hohe Gagdichte und tolle – wenn auch sehr überzeichnete – Charaktere zu überzeugen.
W – K-Drama: Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Spannendes K-Drama zwischen realer und Comicwelt, gut durchdacht, witzig, tolle Charaktere.
Meine fünf buchigen Highlights
Die Friedensformel: Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.
Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!
Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.
Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.
My genderless boyfriend – 1+2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.
Sowohl Buch als auch die Verfilmung von Der Goldene Kompass sind irgendwie an mir vorbei gegangen. Nachdem viele Buchfans über die Verfilmung aber auch sehr enttäuscht waren, habe ich da wohl wenig verpasst. Dennoch stolperte ich vor ein paar Wochen über die Serienverfilmung His Dark Materials. Nachdem ich der Pilotfolge eine Chance gegeben hatte, zog mich die Serie unweigerlich in ihren Bann und entließ mich erst am Ende der zweiten Staffel wieder mit einem dringenden Bedürfnis den Produzierenden zu schreiben, dass ich die dritte Staffel zeitnah brauche. Warum das so war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Staffel 1
Die Handlung
Lyra Belaqua wächst zusammen mit ihrem Dæmon Pan im Jordan College in Oxford auf. Durch ihren Onkel Lord Asrael erfährt sie von Staub und seinen Forschungen dazu. Da er sie jedoch nicht mitnehmen will, nimmt sie kurzentschlossen das Angebot von Mrs. Coulter an, dieser zu assistieren. Dabei erfährt sie jedoch, dass diese für das Magisterium arbeitet und Kinder entführt werden. Zusammen mit einem mystischen Gegenstand entflieht sie und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.
Meine Meinung
Filme oder Serien mit jungen Protagonist*innen sind immer ein Glücksspiel, da sie sehr schnell nervig wirken können. Und Lyra mit ihrem sehr eigensinnigen Charakter ist eigentlich prädestiniert um genau so eine nervige Protagonistin zu werden. Doch ein intelligent geschriebenes Drehbuch und das starke Spiel von Dafne Keen verhindert genau das. Am Anfang nimmt sich die Serie die nötige Zeit, um die wichtigsten Charaktere vorzustellen und einzuführen, bevor es los geht ins Abenteuer. Ab hier hält einen die Serie in Atem. Bis auf wenige Verschnaufpausen geht es immer weiter vorwärts. Dennoch bekommen die Charaktere Zeit, um sich anständig zu entfalten. Besonders beeindruckend ist der Weltenbau der Serie (bzw. dann wohl des Buches). Nicht nur sind die einzelnen Elemente mit liebevollen Details umgesetzt, so dass die Bilder in jeder Szene beeindruckend sind, sondern auch die Welt an sich bietet hinter jeder Ecke etwas neues zum entdecken. So wird man durchgehend in Atem gehalten und kommt zeitgleich aus dem staunen kaum heraus. Darüber hinaus bietet die Serie eines der eindrucksvollsten Infos, das ich in letzter Zeit gesehen habe.
Staffel 2
Die Handlung
Achtung enthält Spoiler zu Staffel 1! Lyra ist Lord Asrael durch den Spalt in der Welt in eine andere gefolgt. Dort findet sie eine ausgestorben scheinende Stadt vor. Nur Will, der aus einer dritten Welt kommt, scheint dort zu sein. Sie schließen sich zusammen, um die Geheimnisse ihrer Welten und Staub zu erkunden.
Meine Meinung
Die zweite Staffel schließt fast nahtlos an die erste an. Es empfiehlt sich grundsätzlich nicht zu viel Zeit zwischen beiden Staffeln verstreichen zu lassen, da die Charaktere nicht neu erklärt werden. Trotzdem fällt der Übergang sehr leicht. Die zweite Staffel nimmt sich am Anfang wieder Zeit die neuen Gegebenheiten wirken zu lassen und das neue Setting vorzustellen, ehe es an die neuen Erkundungen und Abenteuer geht. Hier funktioniert vor allem Will gespielt von Amir Wilson als Gegenpart zu Lyra sehr gut, da er ihr als Ruhepol entgegensteht und dennoch durch seine eigene Geschichte überzeugen kann. Auch wenn hier die Geschichte um zwei Welten erweitert wird, bekommen auch die anderen Charaktere wieder genügend Raum. So wird zwischen den Charakteren hin und her gesprungen und somit auch zwischen den Welten. Dadurch bekommt die Geschichte weiterhin genügend Abwechslung. Auch kommen neue spannende Aspekte hinzu und einige Aspekte werden aufgeklärt oder erweitert. Nun bleibt es spannend, wie die Geschichte in einer (voraussichtlich) finalen dritten Staffel ihren Höhepunkt findet. Genügend offene Fragen sind noch vorhanden.
Der kürzeste Monat des Jahres ist vorbei und ging wieder einmal im Flug vorbei. Dafür war es ein kinoreicher Monat, zumal im März auch wieder die Oscarverleihung ansteht und dafür die ersten Sichtungen dabei waren. Ansonsten hier der Rückblick über meinen medialen Konsum aus dem Februar.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.
Sing 2 – Die Show deines Lebens: Die Show „Alice im Wunderland“ im Moon-Theater ist fast jeden Abend ausgebucht. Nun erhofft sich Buster Moon von der Casterin Suki ausgesucht zu werden, um in Redshore City im Crystal Tower Theater aufzutreten. Doch diese erteilt dem Ensemble eine Absage. Als sich die Truppe dennoch in das Casting schleicht, sind es die abgedrehten Ideen von Gunther, die Musikmogul Jimmy Crystal überzeugen. Doch dafür muss Buster Moon die Rocklegende Clay Calloway auftreiben, der seit dem Tod seiner Frau komplett zurückgezogen lebt. Für das und für die komplett neue Show „Nicht von dieser Welt“ haben sie nur drei Wochen Zeit. Und einen Jimmy Crystal enttäuscht man besser nicht. – Ganz nette Fortsetzung, die aber nicht richtig überzeugen kann.
Marry me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.
Tod auf dem Nil: Frisch verheiratet verbringen Linnet Ridgeway-Doyle und Simon Doyle ihre Flitterwochen in Ägypten. Mit dabei sind Familie, Freunde und Bekannte, die das reiche Paar eingeladen hat. Durch Zufall ist auch Hercule Poirot mit dabei. Da die eifersüchtige Ex-Freundin Simons Jacqueline de Bellefort sie auf Schritt und Tritt verfolgt, flüchten sie schließlich an Bord eines Nilschiffes. Doch nach einigen merkwürdigen Begebenheiten kommt es zu einem Mord. Ein neuer Fall für Hercule Poirot. – Gelungene Agatha Christie Verfilmung, die bis zum Ende spannend bleibt.
Moonfall: Jahre nachdem Astronaut Brian Harper durch ein mysteriöses Erlebnis im All aus der NASA ausstieg, löst etwas den Mond aus seiner Umlaufbahn. Während der Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman dies zuerst entdeckt und sich Harper anvertraut, bekommt auch die NASA rund um Harpers ehemaliger Kollegin Jocinda Fowler davon Wind. Nun versuchen sie in einer verzweifelten Mission den Grund herauszufinden, da der Mond so innerhalb von drei Wochen auf die Erde zu fallen droht. Diese scheitert und so sucht Fowler Hilfe bei Harper. Eine finale Mission beginnt. – Ein filmischer Reinfall. Hier funktioniert weder Drehbuch, noch Schauspiel, noch Effekte.
King Richard: Richard Williams ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus und Serena wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen. – Biopic über die Williams Schwestern, aber leider mit sehr starkem Fokus auf ihrem Vater. Funktioniert dennoch relativ gut.
Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.
Licorice Pizza: Gary Valentine trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft. – Verwirrender Episodenfilm, dessen roter Faden und Kernaussage sich mir einfach nicht erschlossen hat.
Respect: 1952 singt Aretha Franklin noch auf den Samstagabendpartys ihres Vaters dem Baptistenprediger C. L. Franklin. 1960 erschien ihre erste Popschallplatte. Der Film verfolgt ihren Aufstieg und ihre Dämonen bis ins Jahr 1972.- Der Film verschenkt leider viel Potential und hat eine sehr große Distanz zum Publikum, obwohl die Geschichte eigentlich mitreißend ist. Cinemathek
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Im Februar habe ich nur Filme gesehen, die ich bereits kannte, in Vorbereitung auf den Was bisher geschah Beitrag zum MCU: Avengers – Infinity War, Captain Marvel, Ant-Man and the WASP, Avengers: Endgame
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Uncharted: Eine weitere Videospielverfilmung stand an. Und auch, wenn ich die Spiele nie gespielt habe und der Trailer schon ein wenig trashig aussah, habe ich trotzdem irgendwie Lust auf den Film bekommen.
Serien – ein etwas ausführlicherer Monat
Murdoch Mysteries – Staffel 2 – Rezensionsexemplar (Auch die zweite Staffel bietet wieder spannende Fälle und eine gute Charakterentwicklung)
Aggretsuko – Staffel 3 (Die dritte Staffel funktioniert nicht mehr ganz so gut, allerdings ist die Handlung zumindest für die Staffel abgeschlossen)
Getting curios with Jonathan van Ness – Staffel 1 (Ganz alltägliche Themen werden nochmal völlig neu beleuchtet und das auf die übliche quirlige Art von Jonathan van Ness. Es funktioniert einfach sehr gut)
Attack on Titan – Staffel 2 (Ich bin dieser Serie verfallen! Gerade die zweite Staffel war auch noch einmal super spannend. Freue mich jetzt sehr auf die dritte)
Queer Eye – Staffel 5 (Ich habe diese Staffel so sehr gebraucht und sie hat mir genau die guten Vibes geliefert, die ich mir erhofft hatte)
The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 3 (Durch die Geschichte rund um die Tour funktioniert die dritte Staffel relativ gut, auch wenn die einzelnen Folgen jeweils wieder ein bisschen zu lang sind)
W – Two worlds apart – K-Drama (Die Geschichte rund um den Comic W und die Verschmelzung der realen und der Comicwelt hat mit sehr gut gefallen. Ich mochte die Geschichte und die Charaktere einfach so gern)
And just like that – Miniserie (Das Reboot/Sequel/was auch immer funktioniert stellenweise recht gut, vor allem wenn sich die Serie auf Carries Leben konzentriert. Ansonsten war es mir einfach ein bisschen zu viel Drama)
Berührt. Bis du mich liebst: Jane ist neu im Bereich der Escortdamen. Zusammen mit einer Kollegin wird sie auf eine Geburtstagsfeier der Chevaliers eingeladen. Dort trifft sie auf Dorian Chevalier, der sie in einer künsterlerischen Downphase als neue Muse erkennt. – Das Beste D.C. Odesza Buch, das ich je gelesen habe. Ich liebe Dorian einfach und konnte mich hier auch mit Jane als Protagonistin anfreunden. Freue mich sehr auf den zweiten Band.
VergissmeinNicht 1 – Was man bei Licht nicht sehen kann: Quinn wird bei der Flucht vor einem magischen Wesen schwer verletzt. Während er sich davon erholt, nähert er sich Matilda an, die ihn als einzige zu verstehen scheint. Dabei gehört sie zu den verhassten Nachbarn. – Spannender Auftakt einer vielversprechenden Reihe.
Erntedank in Vertikow: Peer sitzt seit neustem im Rollstuhl und kommt damit nicht wirklich zurecht. Als in Vertikow, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommer, ein Unfall geschieht, ist sich Peer sicher: Es war Mord. Da ihm niemand glauben will, fängt er selbstständig an zu ermitteln. – Tolles Dorf, tolle Charaktere, spannende Krimigeschichte mit unkonventionellem Ermittler.
Death Note 8: Nach dem Tod von L sind zwei neue Gegenstreiter Kiras aufgetaucht. Während Near mit dem SPK zusammenarbeitet, entführt Mello Lights Schwester und zwingt sie zur Herausgabe des Death Notes. – Ich habe nach langer Zeit endlich mal Death Note weitergelesen. Nachdem ich wieder in die Handlung reingefunden hatte, wurde es wieder richtig spannend.
Die Götter müssen sterben: Im Schatten des Trojanischen Krieges prophezeit die Göttin Artemis den Fall Trojas und dem Tod der Götter. Dafür reist sie zu den Amazonen und segnet dort aber ausgerechnet Areto, die keine Kriegerin ist. Dennoch machen sich die Amazonen auf die lange Reise, um Troja im Krieg zu unterstützen. – Ich mochte sehr viele Aspekte an dem Buch. Es wurden viele Themen sehr gut verarbeitet. Leider hat mich die Grundgeschichte nicht richtig mitreißen können und ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht anfreunden.
Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!
Willkommen zur ersten serientastischen Handvoll in diesem Jahr! Heute mit: realfiktiven Verschwörungstheorien, einer abenteuerlichen Reise, einer Hexenakademie, Menschen auf dem Mond und Wunderarbeitenden auf Reisen.
Inside Job – Staffel 1
Die Handlung: Reagan Ridley arbeitet als Wissenschaftlerin bei Cognito Inc., eine Firma, die sich mit Verschwörungstheorien befasst bzw. für deren Geheimhaltung zuständig ist. Zusammen mit ihrem Team hat sie dabei alle Hände voll zu tun.
Meine Meinung: Auch wenn man eigentlich nichts mehr von Verschwörungstherien hören will, hat mich die Serie sofort angesprochen. Denn was hilft gegen die ganzen abstrusen Theorien? Genau eine Serie, die genau das aufs Korn nimmt. In Inside Job sind sie alle wahr. Hohlerde, Echsenmenschen, alles. Und dann gibt es die Firma, die versucht genau das zu vertuschen. Das ganze wird vermischt mit der „Rick&Morty-Geheimformel“ (also überzeichnete Charaktere mit sehr expliziter Sprache) und in Einzelabenteuer verpackt. Dabei sind die Charaktere wirklich sehr übertrieben mitunter dargestellt und auch sehr auf wenige Wesenszüge reduziert. Tatsächlich brauchte ich ein paar Folgen, um mich an das Team zu gewöhnen. Da war es wirklich eher die Handlung und die vielen Kleinigkeiten, die es zu entdecken galt, die mich bei der Stange hielten. Und eben Reagean, die Protagonistin der Serie, die zwar regelmäßig kurz vorm verzweifeln ist, aber dafür noch am nahbarsten wirkt. So ist die Serie immer wieder für einen Schmunzler zu haben, die großen Lacher schafft sie jedoch nicht. Doch für die Unterhaltung zwischendurch birgt sie auf jeden Fall Potential.
In 80 Tagen um die Welt – Miniserie
Die Handlung: Phileas Fogg (David Tennant) wettet mit seinem Freund Bellamy (Peter Sullivan), dass er es in 80 Tagen um die Welt schafft. Da Fogg es bisher nicht einmal aus London herausgeschafft hat, sieht der finanziell angeschlagene Bellamy seine Chance die Schulden bei der Bank zurückzuzahlen. Doch Fogg bricht wirklich zur Reise auf. An seiner Seite Jean Passepartout (Ibrahim Koma) und die Journalistin Abigail „Fix“ Fortescue (Leonie Benesch).
Meine Meinung: Die Geschichte von Jules Verne ist inzwischen so oft verfilmt worden, dass wohl jeder schon irgendeine Variante gesehen hat. So war ich zunächst skeptisch als es hieß, dass es das ganze noch einmal in Serienform geben sollte. Da allerdings David Tennant die Hauptrolle übernehmen sollte, wurde ich doch neugierig. Und dann verbrachte ich die Weihnachtsfeiertage in der ZDF Mediathek. Dabei schafft es die Serie die bekannte Geschichte noch einmal ein bisschen aufzupeppen, vor allem durch den weiblichen Input, da diesmal keine Prinzessin irgendwo gerettet wird, sondern eine Journalistin von Anfang an dabei ist. Dadurch werden auch die Charaktere etwas greifbarer, Passepartout bekommt eine nachvollziehbare Hintergrundgeschichte und alles wirkt einfach etwas runder und moderner, obwohl es noch immer zur gleichen Zeit spielt, wie der ursprüngliche Roman. Trotz der Länge von 8 Folgen á ca. 50 Minuten, zieht sich die Serien an keiner Stelle, im Gegenteil, obwohl die Geschichte bekannt ist und auch der Ausgang, bleibt es durchgehend spannend. So habe ich die Serie innerhalb weniger Tage weggebinged.
Motherland: Fort Salem – Staffel 1
Die Handlung: Die Hexen Raelle Collar (Taylor Hickson), Abigail Bellweather (Ashley Nicole Williams) und Tally Craven (Jessica Sutton) kommen neu an die Hexenakademie, wo sie militärisch ausgebildet werden, um die Welt zu beschützen. Denn die Plage, eine radikale Hexengruppierung, inszeniert immer wieder Anschläge auf die Bevölkerung. Dabei müssen sie einiges durchmachen.
Meine Meinung: Ich hatte die Serie bereits in meiner Watchlist, als sie mir immer wieder ans Herz gelegt wurde. Also beschloss ich sie zu befreien und endlich zu sehen. Der Einstieg fiel mir vergleichsweise schwer, da es zwar in den USA spielt, aber eben in einer Welt, in der es Hexen gibt und diese das Militär unterstützen. Man bekommt immer wieder Brocken aus dem Weltenbau zugeworfen, aber nicht genug, um das große Ganze zu fassen. Dann wird sich viel auf die Charaktere an der Akademie konzentriert, bis diese immer mal aus der vertrauten Umgebung gerissen werden, damit wieder ein paar Brocken Weltenbau betrieben wird. Dabei sind die Charaktere an sich greifbar und passen gut zusammen, doch dann haben sie sich immer wieder in den Haaren und man weiß nicht, wieso. So sind sie in einer Szene gute Freundinnen und halten zusammen, nur um sich eine Szene später wieder aus dem Weg zu gehen. Insgesamt ist die Handlung und damit auch der Charakterbau etwas chaotisch erzählt. Damit bin ich bis zum Schluss nicht richtig zurecht gekommen. Was die Serie aber hat, ist ein spannender Ansatz, wie Hexen in unsere Gesellschaft passen können und trotz der vielen Zickereien sind spannende und interessante Charaktere dabei, deren Geschichte einen bei der Stange hält. So war jede Folge eine Überwindung zu gucken und gleichzeitig wollte ich wissen, wie es weitergeht. Gerade nach dem Cliffhanger am Ende der ersten Staffel wird die zweite wohl doch irgendwann geschaut werden.
Space Force – Staffel 1
Die Handlung: Die neugegründete Space Force soll wieder Menschen auf den Mond bringen und dort wissenschaftliche Untersuchungen anordnen. Mark R. Naird (Steve Carell) bekommt die Führung zugeteilt. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter Dr. Adrian Mallory (John Malkovich) hat er alle Hände voll zu tun, zumal sich Militär und Wissenschaft gerne gegenseitig im Weg stehen.
Meine Meinung: Es begab sich vor einigen Wochen, als ich auf der Suche nach einer neuen Comedyserie war, dass Netflix mir sehr penetrant Space Force vorschlug. Ich las mir die Beschreibung durch und sah die erste Folge. So richtig überzeugt war ich nicht, aber das passiert mir oft nach einer Pilotfolge. Also schaute ich mir die nächste an. Ich kam weder an die Charaktere heran, noch an den Humor. Er funktionierte für mich einfach nicht. So waren in der ganzen Staffel lediglich vereinzelte Szenen oder zwischendurch mal eine Folge wirklich interessant. Vor allem das Mond-Trainingscamp hat mich sehr erheitert. Letztlich war mir die ganze Serie einfach zu sehr konstruiert. Man merkte, wo bewusst welche Gags eingebaut wurden, die aber bei mir nicht zündeten. Das Ganze Militär gegen Wissenschaft, aber arbeitet mal zusammen, hätte funktionieren können und hätte mich eigentlich auch abholen können. Hat es aber einfach nicht geschafft. Ob ich der zweiten Staffel noch einmal eine Chance gebe, kann ich noch nicht sagen.
Miracle Workers – Staffel 3
Die Handlung: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown (Daniel Radcliffe) ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen (Steve Buscemi) verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen (Geraldine Viswanathan) und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich.
Meine Meinung: Die erste Staffel der Wunderarbeitenden fand ich super, ich habe mich sehr unterhalten gefühlt und lag mehr als einmal vor Lachen auf dem Boden. Die zweite kam für mich da nicht mehr ganz ran, auch wenn sie versucht haben durch die Anthologie noch einmal etwas neues herauszukitzeln. Dennoch habe ich mich sehr auf die dritte Staffel gefreut, die nach dem Himmel und dem Mittelalter, diesmal amerikanische Siedler auf dem Oregon Trail begleitete. Der Hauptcast war wieder versammelt und es war schon ein Fest sie alle in ihren neuen Rollen zu entdecken. Auch wenn das Setting mehr der zweiten denn der ersten Staffel ähnelt, so funktioniert sie wieder deutlich besser. Auch hier sind die Charaktere wieder herrlich überzeichnet und die Gags sitzen einfach. Alles wirkt ein bisschen überdreht und doch in einem Maß, dass es einfach nur mega witzig ist. Ich konnte einfach teilweise nicht anders, als laut über alles zu lachen. Die Serie macht gute Laune und bestimmt auch ein paar Bauchmuskeln vom vielen Lachen (bitte nehmt mir nicht diesen Glauben).