Stay here

Ein Vorwort

Netflix haut ja bekanntlich eine neue Serie nach der nächsten raus. Das Prädikat Netflix Original hat mich dabei bisher selten enttäuscht. Nachdem ich die Netflix Serie Queer Eye sah, scheint Netflix nun der Ansicht zu sein, dass ich mich durchaus für amerikanisches Reality-TV interessiere und schlug mir nun ihre neue Serie Stay here vor. Nachdem ich mir den Trailer ansah, stand fest: Ich mag eigentlich immer noch kein amerikanisches Reality-TV, aber das Konzept von Stay here hat mich als Tourismuskauffrau durchaus angesprochen.

Die Handlung

Die Innenarchitektin Genevieve Gorder und der Marketingexperte Peter Lorimer werden von Ferienhausbesitzern, denen das Projekt über den Kopf wächst, zur Hilfe gerufen. Mit einem neuen Konzept, den nötigen Renovierungsarbeiten und Tipps und Tricks im Bereich Marketing schaffen Genevieve und Peter die Ferienwohnungen attraktiv zu machen.

Meine Meinung

Stay here hat aktuell eine Staffel mit 8 Folgen, die alle ca. 30 Minuten gehen. Das Prinzip und der Ablauf ist jedes Mal das gleiche. Genevieve und Peter werden zu einem Ferienhaus gerufen. Dieses besichtigen sie und finden gleich die Schwachstellen. Dann stellen sie den Besitzern das neue Konzept vor, das immer mit einer Renovierung einhergeht. Währenddessen wird über Marketing und die Feinheiten gesprochen. Am Ende wird das neue Ferienhaus präsentiert.
Dabei ist besonders schön, dass die Auswahl der Ferienhäuser sehr breit gefächert ist. Vom Strandhaus in Malibu über einem Hausboot in Seattle bis zum ehemaligen Feuerwehrhaus in Brooklyn ist alles dabei. So wird die Serie trotz gleichem Aufbau nicht langweilig.
Auf den ersten Blick wirkt die Serie vielleicht wie ein Abklatsch von Sendungen, wie Fixxer Upper oder auch dem deutschen Wohnen nach Wunsch. Doch genau wie Netflix mit der Serie Chef’s Table den immer gleichen Kochsendungen neuen Wind einhauchen konnte, schaffen sie auch hier eine eigene Dynamik einzubauen, so dass sich auch Stay here von anderen Serien des gleichen Genres abheben kann. Vor allem hat Stay here das Prinzip in der Kürze liegt die Würze begriffen und mit den ca. 30 Minuten Lauflänge gut umgesetzt. Denn während man bei anderen Serien den gesamten Umbau in all seinen Details verfolgt, wird hier nur der grobe Plan vorgestellt, dann über die anderen Probleme gesprochen und am Ende bestaunt man das Resultat.
Ein weiterer Vorteil von stay here ist, dass für jede Destination auch Geheimtipps ausprobiert werden, um den potentiellen Kunden später Empfehlungen aussprechen zu können. So bekommt man aber auch selbst Tipps für die potentielle Reise in die Zielgebiete.

Das Fazit

Stay here schafft es sich durch kleine aber feine Details von der Konkurrenz abzusetzen und Netfix zeigt wieder einmal, dass sie – wie bereits bei Chef’s Table – bekannte Konzepte aufgreifen, dieser aber interessanter und neuartig in eigene Serien verwandeln. Stay here ist eine Serie für alle, die sich für Reisen und Ferienwohnungen interessieren.

Sense 8

Ein Vorwort

Seit mein Lebensgefährte und ich uns entschieden haben, uns einen Netflix-Account zuzulegen, lag eine Serie auf meiner Merkliste: Sense 8. Sie lag da, weil sie gut klang. Allerdings staubte sie nun auch seit beinahe drei Jahren zu, weil immer andere Serien den Vortritt bekamen. Als dann jedoch die Singende Lehrerin ihre Passion in der Serie fand, wagte ich mich doch endlich heran, zumal die Wachowski-Schwestern die Serie gestaltet haben und seinerzeit mit Matrix einen echt guten Job gemacht haben. Ich empfehle beim Lesen dieser Kritik „What’s up“ von den 4 Non Blondes zu hören, da dieser Song in der Serie eine größere Rolle spielt.

Die Handlung

Acht Personen in sieben verschiedenen Ländern über vier Kontinente verteilt, bekommen gleichzeitig eine Verbindung zueinander. Auf einmal können Sie mental zu den anderen reisen, mit ihnen reden oder sich insofern mit ihnen verbinden, dass sie die Fähigkeiten der anderen zu ihrem Vorteil nutzen können. Will, Riley, Sun, Capheus, Lito, Kala, Wolfgang und Nomi müssen die Entdeckungen erst einmal verdauen. Doch viel Zeit haben sie dafür nicht, denn eine geheime Organisation macht Jagd auf sie.

Meine Meinung

Unterschiedlicher könnten die Charaktere nicht sein. Einmal um den ganzen Erdball verstreut lernen wir in den ersten Folgen ihr Leben genauer kennen. Da wäre Will Gorski (Brian J. Smith), ein aufstrebender Chicagoer Polizist, der immer wieder mit den Drogengangs seiner Stadt zusammenstößt und mit seiner sanftmütigen Art eigentlich nur helfen will, aber nicht wirklich viel ausrichten kann. Dann Riley „Blue“ Gunnarsdóttir (Tuppence Middleton) eine Isländerin, die es nach London gezogen hat, um dort eine Karriere als D-Jane zu starten. Ihr größter Wunsch ist es nach Island zurückzukehren, aber sie hat dort ein großes Trauma erlitten und wagt sich daher nicht zurück. Wir lernen Capheus „Van Damme“ Onyango (Aml Ameen/Toby Onwumere) kennen, der in Nairobi einen Bus fährt, der mit Bildern von Jean-Claude Van Damme beklebt ist – daher sein Spitzname. Er versucht durch die Busfahrten genug Geld zusammenzubekommen, um sich und seine Aids-kranke Mutter zu versorgen. Da wäre Sun Bak (Bae Doona) aus Seoul, Südkorea, die in der Firma ihres Vaters arbeitet und dort die Veruntreuung ihres Bruders aufdeckt. Damit die Schande der Familie möglichst gering bleibt, gesteht sie die Veruntreuung und geht für ihren Bruder ins Gefängnis. Doch das hat Konsequenzen. Wir springen nach Mexiko-Stadt zu Lito Rodriguez (Miguel Angel Silvestre), einem aufstrebenden Schauspieler. Dafür muss er seine Sexualität verstecken, denn einen schwulen Schauspielstar gibt es in Mexiko nicht. Dafür sorgt seine Alibifreundin Daniela Velasquez. Wir reisen wieder einmal um die Welt und lernen Kala Dandekar (Tena Desae) in Indien kennen. Sie lebt in Mumbai und steht kurz vor einer arrangierten Ehe mit ihrem Chef. Hilfe sucht sie bei ihren Göttern. Auch Deutschland bekommt seine Rolle. So treffen wir auf Wolfgang Bogdanow (Max Riemelt), der russische Wurzeln hat und sich als Dieb über Wasser hält. Er wird nach einem großen Coup in Familienstreitigkeiten hineingezogen, so dass er eine folgenschwere Entscheidung treffen muss. Als letzte im Bunde ist da noch Nomi Marks (Jamie Clayton), eine Bloggerin und Hackerin. Nach ihrer Geschlechtsumwandlung wurde sie von Michael zu Nomi und verliebte sich in die Lesbe Amanita, mit der sie eine Beziehung führt. Nach einem Unfall wird sie ins Krankenhaus eingeliefert, wo eine Gehirnfehlfunktion festgestellt wird. Genau hier gibt es auch den ersten Berührungspunkt mit der BPO.

Sense 8 war ursprünglich auf fünf Staffeln angelegt. Nach der zweiten setzte Netflix diese leider aus Quotengründen ab, obwohl die Serie weltweit eine große Fangemeinde entwickelt hat. Nach vielen Kämpfen der Fans hat Netflix nun im Juni dieses Jahres ein Special in Spielfilmlänge veröffentlicht, um den großen Cliffhanger am Ende der zweiten Staffel zu lösen und die Serie laut Aussage Netflix zum Ende zu bringen. Für die wirklichen Sense 8 Fans ist der Kampf natürlich noch lange nicht zu Ende!
Allerdings merkt man dem Aufbau der Serie deutlich an, dass da noch mehr kommen sollte. So nimmt sich die Serie zunächst ausführlich Zeit wirklich alle Charaktere und ihre einzelnen Handlungen vorzustellen, ehe sie immer mehr zu einer Handlung verschmelzen. So hat – wie oben vorgestellt – jeder seine eigenen Probleme und Sorgen und muss gleichzeitig auch noch feststellen, dass er/sie mit seinen/ihren Gedanken nicht mehr alleine ist. So helfen Sie sich durch ihre unterschiedlichen Fähigkeiten in verschiedenen Situationen. Erst ganz langsam nach und nach wird stückweise offenbart, dass alle Acht in Gefahr sind und von einer geheimen Gruppe gesucht werden. Durch die sehr langsame Einführung fiel es mir anfangs sehr schwer in der Serie anzukommen. Während mir versichert wurde, dass der Süchtigkeitseffekt ab der vierten Folge der ersten Staffel eintritt, trat er bei mir tatsächlich erst in der zehnten Folge auf. Danach gab es aber auch kein Halten mehr und den Rest der Serie verschlang ich wesentlich schneller.
Die zweite Staffel beginnt auch mit einer Folge in Spielfilmlänge und kann durchaus ebenfalls als Special gesehen werden. Danach hält sich die Serie weiter an das Schema der einstündigen Folgen. In der zweiten Staffel kommt dann auch noch einmal eine größere Dynamik durch. Da der Schauspieler des Capheus ausstieg, wurde dieser neu besetzt und bekam dadurch auch noch einmal eine etwas neuere Handlung, was sich aber gut in das Gesamtkonzept eingefügt hat. In der zweiten Staffel wird sich auch nochmal deutlich mehr auf die große Gesamthandlung konzentriert, die Einzelhandlungen werden aber nie vernachlässigt.
Meine persönliche Lieblingsfolge ist aber tatsächlich das Finale Special! Die Folge trägt den Namen Amor Vincit Omnia, die sehr passend die Folge beschreibt. Hier treffen erstmals alle Charaktere aufeinander. Auch alle, die bisher nur in den Einzelhandlungen eine größere Rolle spielten. Ich möchte eigentlich auch gar nicht viel mehr verraten…

Sense 8 überzeugt neben Handlung, Dramaturgie, Spannungsaufbau und Darstellern vor allem noch durch eine weitere Sache. Ihre Weltoffenheit. Die Serie wurde nicht nur in vielen verschiedenen Ländern gedreht und verbindet damit verschiedene Kulturen und Religionen, sie verbindet auch verschiedene sexuelle Orientierungen. Ob heterosexuell, homosexuell oder Transgender, hier ist alles vertreten. Und jede Liebe hat seine eigenen Probleme, egal bei welcher Orientierung. Und genau das macht Sense 8 zu einer so besonderen Serie.

Das Fazit

Trotz schwerem Einstieg ist mir Sense 8 ans Herz gewachsen und ich kann die Serie nur weiterempfehlen. Die Weltoffenheit, die hier gezeigt wird, wünscht man sich auch für viele andere Serien.

Queer Eye

Ein Vorwort

Um euch zu erläutern, wie ich auf diese Serie gestoßen bin, muss ich ein bisschen ausholen – ich entschuldige mich schon einmal dafür. Letzte Woche hatte ich einen dezent beschissenen Tag auf Arbeit, was glücklicherweise echt selten vorkommt, aber wenn man täglich mit Kunden zu tun hat, bleibt es eben nicht aus. Kurzum, ich kam echt niedergeschlagen nach Hause (auch wenn meine bessere Hälfte mich naürlich sofort zum Burgeressen einlud). Ich durchforstete Twitter, da ich auf nichts wirklich Lust hatte. Dabei entdeckte ich einen Tweet von ‚Katie on the Offbeat‘, die beschrieb, dass sie an einem Tag, an dem es ihr sehr schwer fiel allein aus dem Bett zu kommen, einfach eine Folge Queer Eye geschaut hat und dann ging es ihr schon viel besser. Netflix hatte diese Serie mir erst kurz zuvor mehrfach vorgeschlagen, sie sprach mich aber nicht genug an, um auf meiner Watchlist zu landen. Doch ich beschloss, genau an dem Tag, an dem ich mich beschissen fühlte, der Serie eine Chance zu geben. Ich habe innerhalb dieser Woche beide Staffeln durchgesuchtet und muss sagen: Ich habe mich schon nach ein paar Minuten wieder gut gefühlt und kann bestätigen, die Serie hilft und verbreitet gute Laune. Alles weitere nun in meiner Kritik.

Die Handlung

Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle schwul und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in Georgia, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen.

Meine Meinung

Queer Eye ist eine amerikanische Reality-TV Sendung. Eigentlich eine Prämisse, dass ich sie nicht unbedingt gut finden dürfte. Zumal die deutsche Synchronisation von ein paar wenigen Sprechern über den Originalton drüber gesprochen wird, so dass man das Original im Hintergrund noch hört. Dabei merkt man schnell, dass es überhaupt nicht synchron ist und meist sehr frei übersetzt wird. Gerade wenn mehrere Charaktere durcheinander sprechen, wird es etwas anstrengend – gut vielleicht sollte ich mir auch einfach angewöhnen solche Serien im Original zu gucken. Das ist auch schon so ziemlich der einzige Kritikpunkt den ich an der Sache habe.
Die Folgen sind immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Der neue „Kandidat“ stellt sich vor, bzw. wird von demjenigen vorgestellt, der ihn/sie angemeldet hat. Dann treten die Fab 5 auf und erkunden am ersten Tag erst einmal ganz genau den Lebenstil des Kandidaten. Dabei wollen sie herausfinden, wie sie ihm/ihr am besten helfen können. Dabei sind die Rollen klar verteilt. Bobby, zuständig für Design, guckt sich die Wohnung genauer an und untersucht, was er daraus zaubern kann. Seine Aufgabe die Woche über ist immer der Wohnung neuen Glanz zu verleihen. Tan, zuständig für Mode, untersucht den Kleiderschrank, sortiert aus und bestückt diesen neu. An einem der folgenden Tage nimmt er den Kandidaten immer mit zum shoppen, um deren Stil zu erkunden. Jonathan, zuständig für Pflege, versucht aus den Kandidaten mehr herauszuholen und veranstaltet immer ein kleines Umstyling – allerdings ganz ohne Tränen, ganz anders als die Püppchen von Frau Klum – und erklärt den Kandidaten, wie sie sich ansonsten ganz leicht pflegen können. Antoni, zuständig für Essen und Wein, zeigt den Kandidaten, die sich ganz Amilike zum Großteil von Fertigessen aus der Mikrowelle oder Junk Food ernähren, wie sie mit wenig Aufwand etwas leckeres zaubern können. Zum Schluss gibt es noch Karamo, zuständig für Kultur, dessen Aufgabe nicht so richtig sichtbar ist, denn er nimmt die Kandidaten immer zur Seite und bespricht deren Sorgen und Ängste und versucht diese zu lösen. Am Ende der Woche steht immer ein großes Event für die Kandidaten an, für die sie vorbereitet sein wollen.
Alles, was die Fab 5 tun, tun sie mit einer absoluten Hingabe. Allein das erste Zusammentreffen mit den Kandidaten ist immer schon voller Späße und mit ihrer lockeren Art, treiben sie dem Zuschauer sofort ein Lächeln ins Gesicht. Sie gehen offen aber zielstrebig durchs Leben und strahlen dabei so viel gute Laune aus, dass es bis im Herzen des Zuschauers landet.
Falls ich noch nach einem Kritikpunkt suchen müsste, dann würde ich Jonathans übertriebe Dramaqueen erwähnen, die mitunter etwas anstregend sein kann. Aber im Endeffekt sind die fünf Jungs alle sehr verschieden und harmonieren doch wunderbar.

Bei Netflix sind aktuell zwei Staffeln verfügbar, die jeweils 8 Folgen haben und ca. 45 Minuten pro Folge gehen.

Das Fazit

Queer Eye ist eine Serie, der man durchaus eine Chance geben kann, auch wenn man überhaupt kein Fan von Reality-TV ist. Durch die quirlige Art der Fab 5, baut sich eine Menge guter Laune auf, die auch an schweren Tagen einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Rückblick auf den Juni

Im Juni habe ich zwei Wochen Sommerurlaub genossen. Während die Vulkaneifel leider nicht unbedingt mit schönem Wetter begeistern konnte, hat mein Freund endlich sein Weihnachtsgeschenk einlösen können und wir haben uns bei Starlight Express begeistern können. Auch meine kleine Schwester wurde zu ihrem 18. Geburtstag reich beschenkt und verbrachte mit mir ein Wochenende im Tropical Island. Was Medientechnisch so bei mir los war, erfahrt ihr nun in meinem Monatsrückblick.

Cinemathek

The Big Sick – Die wahre Geschichte, wie Comedian Kumail Nanjiani seine Frau kennengelernt hat. Ein grundsätzlich sehr schöner Film, aber leider für eine Komödie nicht wirklich lustig.

The Square – Anwärter für den besten fremdsprachigen Oscar 2018. Man versteht auch, was der Film, über ein Kunstprojekt in einem Museum in Schweden, aussagen möchte. Leider verliert sich der Film sehr stark in einer künstlerischen Auslebung und kommt an keiner Stelle wirklich auf den Punkt.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jurassic World – das gefallene Königreich – der zweite Teil der Jurassic World Reihe konnte durchaus durch Kameraführung und teilweise sogar horrorbehaftete Inszenierung überzeugen. Leider ist die Handlung schlecht vom zweiten Jurassic Park Teil abgeleitet und krankt an zu vielen Stellen, um überzeugt zu haben.

Ocean’s 8 – ein Remake/Reboot/Sequel – je nach Interpretation – der bekannten Ocean’s Reihe, diesmal mit weiblichem Cast, um Debbie Ocean (Sandra Bullock). Auch wenn die Handlung sehr nach Oceans 11 klingt, bringt der wunderbar zusammengestellte Cast doch genug eigene Power mit, um durchaus überzeugen zu können.

Love, Simon – Was wenn man eigentlich ein normaler Teenager ist, sich aber nicht traut irgendwem zu erzählen, dass man schwul ist? Mit diesem Problem schlägt sich Simon herum. Ein sehr ehrlicher Film mit herzlichen Charakteren, guten Schauspielern, einer durchdachten Handlung, kurz ein Film bei dem einfach alles stimmt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Der Juni war ein Monat in dem ich endlich einmal eine Menge Klassiker nachgeholt habe. Bereits vorher einmal gesehen habe ich Coco, Sicario und Whiskey Tango Foxtrott. Daher diese drei hier nur kurz erwähnt. Folgende Filme, liefen bei uns ebenfalls auf dem Fernseher.

Schlaflos in Seattle – Tom Hanks und Meg Ryan kennen sich nicht und doch fühlt sie sich zu ihm hingezogen, nachdem er zufällig an Weihnachten in einer Radioshow erzählt. Ein absolut rührender Klassiker!

Die große Liebe meines Lebens – Der Film, auf dessen Idee (Valentinstag auf dem Empire State Building) Schlaflos in Seattle basiert. Ich musste diesen Film einfach auch noch sehen. Deborah Kerr und Cary Grant treffen sich durch Zufall auf einer Kreuzfahrt und verlieben sich. Doch sie sind beide noch in festen Händen. Daher beschließen sie sechs Monate zu warten und sich am Valentinstag auf dem ESB wiederzutreffen. Ein absolut rührender Film, der romantisch, aber auch tieftraurig ist.

Notting hill – Nach den oberen beiden romantischen Klassikern war ich in Stimmung und ließ mich auch noch auf Julia Roberts und Hugh Grant ein. Auch hier bekam ich einen herrlich romantischen Film über den Buchhändler von nebenan und der berühmten Schauspielerin.

Pretty Woman – Als letzter Film im für mich sehr Romanzen lastigem Juni, begegnete ich Julia Roberts als Straßennutte und Richard Gere als reichem Geschäftsmann. Hach was ging mir das Herz auf als Roberts sich wahnsinnig über eine Badewanne freute.

Rocky – Als Gegenprogramm zu den Romanzen, brachte mich mein Freund nun auch dazu ein paar seiner liebsten Klassiker zu sehen. Den Auftakt machte Silvester Stallone als Rocky. Sehr ruhig erzählt, erleben wir hier Rocky Balboa, der die Chance bekommt als Amateur gegen den amtierenden Boxweltmeister zu kämpfen.

Rambo – Weiter ging es noch einmal mit Silvester Stallone. Diesmal als Vietnamveteran, der in einer Kleinstadt Ärger mit der örtlichen Polizei bekommt. Leider war der Film nicht ganz mein Fall, da ich mich viel zu sehr über die blöden Polizisten aufgeregt habe, um den Film genießen zu können.

Alien 2 – Da Prime Rocky 2 schon wieder aus dem Programm genommen hat, überredete mich mein Freund nun endlich einmal den zweiten Alien-Teil zu gucken. Ellen Ripley wird nach den Ereignissen im ersten Teil aufgefunden, doch glaubt ihr keiner ihre Geschichte. Bis Kolonnisten verschwinden und Ripley mit einem neuen Team dorthin gesandt wird.

Jurassic Park – Nach der Sichtung vom zweiten Jurassic World Teil wollte ich unbedingt noch mehr Dinos sehen. Und was wäre da besser geeignet, als der Film, mit dem alles begann. Hier sieht man noch eindeutig Steven Spielbergs Handschrift, der versuchte trotz freilaufendem T-Rex einen Familienfilm zu konstruieren.

Jurassic Park 2 – Vergessene Welt – Auch der zweite Teil lief kurz darauf bei uns auf dem Fernseher. Leider krankt er an ähnlichen Problemen, wie Jurassic World 2 (liegt vielleicht daran, dass sie eine sehr ähnliche Handlung haben.

A Silent Voice – Mein Freund schaut zwischendurch sehr gerne mal einen Anime und nach dem er mich für Your Name begeistern konnte (und der Film mich begeisterte), versuchte er es nun mit A Silent Voice. Shoko kommt neu an die Schule und ist gehörlos. Dafür wird sie von ihren Mitschülern, allen voran Shoya gehänselt. Jahre später nimmt Shoya wieder Kontakt zu Shoko auf, da er inzwischen nachvollziehen kann, wie er sich gefühlt haben muss. Kommt für mich nicht an Your Name heran, hat aber durchaus seine Stärken.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Goodbye Christopher Robin – die Geschichte hinter der Entstehung von Winnie Pu interessiert mich als großer Winnie Pu Fan sehr.

Serien – ein kurzer Überblick

Im Juni habe ich die dritte Staffel vom A-Team beendet, die mich noch immer sehr begeistert. Dann habe ich mich an Elementary gewagt, nachdem ich verzweifelt wieder einmal nach einer guten Crime-Serie gesucht habe. Mit der ersten Staffel bin ich schonmal gut belohnt worden. Dann habe ich nach einiger Zeit mal wieder Chef’s Table gesehen und (durch einen technischen Fehler) direkt die vierte (ohne die dritte Staffel gesehen zu haben). Hier ging es um Desserts und mir lief mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen. Zu guter Letzt habe ich noch das Finale Special von Sense 8 „Amor Vincit Omnia“ gesehen und es zu meiner offiziell liebsten Folge von Sense 8 ernannt. Sie hatte einfach alles, was ich an Sense 8 liebe und konnte den blöden Cliffhanger am Ende der zweiten Staffel endlich aufklären.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 5
Seiten insgesamt: 2158
Seiten pro Tag: ca. 72 im Durchschnitt
Gebundene Bücher: 1
Taschenbücher: 1
Hörbücher: 1
E-Books:  2

Begin again – Über Mona Kasten habe ich zuvor die unterschiedlichsten Meinungen gehört. Aber ich habe mich doch einmal an ihre Begin again Reihe herangetraut. Mit ihrer süßen Liebesgeschichte, hat sie das Genre Young adult bestimmt nicht neu erfunden, aber doch irgendwo eine schöne Geschichte abgeliefert. Perfekt für sonnige Stunden im stickigen Bus auf dem Weg zur Arbeit.

Trust again – Ich habe gleich im Anschluss auch noch den zweiten Teil angehangen. Auch hier bekam ich eine durchschnittliche Liebesgeschichte, die aber durch tolle Charaktere überzeugen konnte.

Qualityland – Marc-Uwe Kling hat mit seiner Känguru Reihe einen ewigen Platz in meinem Herzen. So war ich nun auch auf sein neustes Werk gespannt. Und weil er das Buch selbst am besten vorlesen kann, gab es das Hörbuch (genug Autofahrten auf dem Weg in den Urlaub hatte ich dafür). Klings Zukunftsversion spricht so viele Wahrheiten aus und trifft dabei aber genau meinen Humor. Einfach ein absolut empfehlenswertes Werk.

Auch Donnerstags geschehen Wunder – Eine Empfehlung von meiner Buchhändlerin des Vertrauens, als ich nach einer schönen Sommerlektüre fragte. Und genau die bekam ich. Eine herrliche Liebesgeschichte, die zweigleisig fährt und mal in Hamburg, mal in Edinburgh spielt.

Was man von hieraus sehen kann – Auf dem Blog Lesen… in vollen Zügen bin ich über dieses Buch gestolpert und die Begeisterung Andreas über dieses Buch, nahm mich so in den Bann, dass ich es mir sogleich zulegte. Nun habe ich es endlich gelesen und kann die Begeisterung uneingeschränkt teilen!

Und wie war euer Juni? Konntet ihr den Sommer schon gut nutzen?

 

 

Chef’s Table

Ein Vorwort

Das Netflix mit seinen Eigenproduktionen immer wieder ein gutes Händchen zeigt, beweist die Fülle an guten Serien. Bereits seit 2015 läuft nun schon Netflix erste eigene Kochshow: Chef’s Table. Allerdings hat sich Netflix dagegen entschieden, einen Starkoch immer wieder neue Gerichte zeigen zu lassen, sondern präsentiert dagegen in jeder Episode einen anderen internationalen Starkoch. Chef’s Table ist soeben in die vierte Staffel gestartet und hat aktuell 22 Folgen insgesamt.

Die Handlung

Von Järpes in Schweden bis Melbourne in Australien, von Lima in Peru bis zum Baekyangsa Tempel in Südkorea. Überall auf der Welt sind die Restaurants der ganz unterschiedlichen Starköche zu finden, die die Serie Chef’s Table näher unter die Lupe nimmt. Der Fokus liegt auf der Inspirationsquelle und der Lebensgeschichte der Köche.

Meine Meinung

Chef’s Table ist anders als die Kochsendungen, die man sonst so im Fernsehen sieht. Während man im Fernsehen einen Jamie Oliver sehen kann, wie er seine Rezepte kocht und dann auch immer noch liebevoll dekorierend serviert, sieht man bei Chef’s Table selten den direkten Verarbeitungsprozess. Stattdessen konzentriert sich die Serie auf die Hintergründe des Essens. Wie ist es Entstanden? Dabei werden hauptsächlich zwei Geschichten erzählt. Zum einen die Lebensgeschichte der vorgestellten Köche, zum anderen die Inspirationsquelle. Dabei ist das schönste an der Serie, dass selbst die vorgestellten Köche, obwohl sie alle als Starköche gelten, sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben. Es gibt die Geschichten von Familientraditionen, aber auch die von Köchen, die eigentlich nur zufällig diesen Weg eingeschlagen haben.
Jede Folge geht ca. 50 Minuten. Dabei werden die Themen immer wieder gewechselt und es wird zwischendurch auch immer wieder ein kreiertes Gericht vorgestellt, das entweder gerade in der Lebensgeschichte oder in der Geschichte über die Inspiration vorkam. Dadurch hat die Serie eine Eigendynamik, die verhindert, dass die Folgen eintönig werden. Und obwohl jede Folge ähnlich aufgebaut ist und das gleiche Theme die Serie musikalisch untermauert, ist jede Folge einzigartig und kann von neuem begeistern.

Ich habe Staffel 1 und 2 tatsächlich immer dann geschaut, wenn ich gekocht und gebacken habe. Mich direkt abends hinzusetzen und zu sagen, ich schaue jetzt Chef’s Table, konnte ich nie. Aber gerade für die Zeit in der Küche ist die Serie optimal. Staffel 3 habe ich (aufgrund einer technischen Auseinandersetzung mit meinem Fire TV-Stick in der Küche) noch nicht gesehen und bin jetzt mitten in der vierten Staffel. Hier wurde das Konzept leicht geändert, da es nun nicht mehr um Restaurants allgemein geht, sondern um Patisserie, also um Menschen, die sich mit Nachtischen beschäftigen. Die erste Folge der vierten Staffel ist auch gleich meine Lieblingsfolge der Serie geworden. Ich hätte mir noch viel länger Christina Tosis Ideen aus ihrer Milk Bar in New York anhören können – z. B. kam sie auf die Idee Panna Cotta nicht mit normaler Milch zu machen, sondern mit Milch, in der vorher Cornflakes waren, um somit eine Kindheitserinnerung in Panna Cotta Form herzustellen.

Das Fazit

Eine sehr gute Alternative zu all den langweiligen Kochsendungen im Fernsehen. Und sie inspiriert einen gleich wieder in die Küche zu verschwinden, um selbst etwas neues zu zaubern. Eine Serie für alle Hobbyköche da draußen!

Rückblick auf das 1. Halbjahr 2018

Wie bereits in meinem Beitrag zu meinen kommenden Highlights erwähnt, rechne ich ja ein wenig anders das Jahr, so dass mein 1. Halbjahr zum 31.05. geendet hat. Nun möchte ich mit euch zurückblicken auf meine Highlights und Enttäuschungen im ersten halben Jahr. Ich versuche es ein bisschen zusammenzustauchen, da die ausführlichen Rückblicke wieder Ende des Jahres kommen.

Filme – auf großer Leinwand geschaut

Im ersten Halbjahr liefen 35 Kinofilme, die ich mir angeschaut habe und die nicht in der Cinemathek liefen (hierfür gibt es ja weiterhin die eigene Kategorie). Das ist für die geringe Auswahl in meinem Heimatkino eine gute Quote, vor allem weil viele gute und einige herausragende Filme dabei waren. Natürlich waren auch ein paar Enttäuschungen dabei, aber die sind doch sehr überschaubar. Hier nun meine 10 Enttäuschungen und meine 10 Highlights von Dezember 2017 bis Mai 2018.

Enttäuschungen

Platz 10: I feel pretty
Platz 9:   Alles Geld der Welt
Platz 8:   The Commuter
Platz 7:   Tomb Raider
Platz 6:   Rampage – Big meets bigger
Platz 5:   Pitch Perfect 3
Platz 4:   Der seidene Faden
Platz 3:   Downsizing
Platz 2:   Der Sex-Pakt
Platz 1:   Death Wish

Highlights

Platz 10: Die dunkelste Stunde
Platz 9:   Your name
Platz 8:   Jumanji 2 – Willkommen im Dschungel
Platz 7:   die kleine Hexe
Platz 6:   Dieses bescheuerte Herz
Platz 5:   Red Sparrow
Platz 4:   Black Panther
Platz 3:   Three billboards outside Ebbing, Missouri
Platz 2:   Avengers – Infinity War
Platz 1:   Die Verlegerin

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im ersten Halbjahr habe ich 14 Filme im „Homekino“ gesehen. Eigentlich waren es 25, aber ich lass die 17 Filme des Marvel Cinematic Universe mal zusammengefasst in ihren einzelnen Phasen. Ich habe viele altbekannte und heiß geliebte Filme gesehen, aber auch ein paar Neue entdeckt. Ein A hinter dem Filmnamen steht für altbekannt, das N demnach für Neuentdeckung

Platz 14: Scooby-Doo (A)
Platz 13: Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (N)
Platz 12: Willkommen bei den Hartmanns (N)
Platz 11: Get Out (N)
Platz 10: Mudbound (N)
Platz 9:   Der Sinn des Lebens (N)
Platz 8:   MCU – Phase 1 (A)
Platz 7:   Deadpool (A)
Platz 6:   MCU – Phase 3 (A)
Platz 5:   MCU – Phase 2 (A)
Platz 4:   Leon, der Profi (N)
Platz 3:   Groupies bleiben nicht zum Frühstück (A)
Platz 2:   Where to invade next (N)
Platz 1:   Die Feuerzangenbowle (A)

Cinemathek

Platz 5: Die Geschichte der Liebe
Platz 4:  Aus dem Nichts
Platz 3: Die Lebenden reparieren
Platz 2: Logan Lucky
Platz 1: Call me by your name

Serien – ein kurzer Überblick

Serien werden in meinen Rückblicken immer ein bisschen Stiefmütterlich behandelt. Dabei habe ich im ersten Halbjahr schon wieder 23 Staffeln (ganz unterschiedlicher Länge, von vier bis 24 Folgen pro Staffel war alles dabei) gesehen. Da der ausführliche Rückblick hier auch wieder am Ende des Jahres kommt, möchte ich hier nur ein paar meiner Highlights erwähnen, die aber keinesfalls eine representative Liste darstellen und daher auch keine Nummerierung kriegen. Aber falls sich jemand für eine der Serien interessiert, weiß er nun, dass er mich darauf ansprechen kann 😉

  • Lucifer – Staffel 2
  • Star Trek – Discovery
  • The Crown – Staffel 2
  • The A-Team – Staffel 2
  • Grace und Frankie – Staffel 4
  • Violet Evergarden – Staffel 1
  • Sense 8 – Staffel 1&2

Bücher – meine Highlights

Auch im Buchbereich sind bereits 27 ausgelesene Exemplare dabei. Hiervon möchte ich euch meine Highlights präsentieren und nummeriere diese auch wieder durch.

Platz 10: Friedhof der Kuscheltiere – Stephen King
Platz 9:   Der Report der Magd – Margaret Adwood
Platz 8:   Die magischen Pforten der Anderwelt – Sandra Regnier
Platz 7:   Zwischen Meer und Sternen – Katie Kling
Platz 6:   Das Buch der Schurken – Martin Thomas Pesl
Platz 5:  Frühstück mit Kängurus – Bill Bryson
Platz 4:  Das fehlende Glied in der Kette – Agatha Christie
Platz 3:  Mary Poppins – Pamela L. Travers
Platz 2:  Nur noch ein einziges Mal – Colleen Hoover
Platz 1:  Es – Stephen King

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!

 

Star Trek Discovery

Ein Vorwort

Der Weltraum unendliche Weiten. Na wer weiß, wie es weitergeht? 1966 brachte uns Gene Roddenberry eine neue Serie rund um Raumschiff Enterprise mit seiner Besatzung Captain Kirk, der Vulkanier Spock, Scotty, Pille und so vielen mehr. Nach nur drei Staffeln war jedoch Schluss mit der Serie, nicht jedoch mit dem Franchise. Es folgten die Folgeserien „Next Generation“, „Deep Space Nine“, „Voyager“, sowie die Prequel Serie „Enterprise“. 10 Kinofilme brachte Star Trek hervor.
Dann 2009 traten Kirk und seine Crew wieder in Aktion. Wesentlich verjüngt durch eine komplette Neubesetzung startet der Film wieder bei Null. Star Trek bekam ein Reboot und mit den Folgefilmen „Into Darkness“ und „Beyond“ auch eine neue Zeitlinie. Denn während die Serien und bisherigen Kinofilme alle auf der gleichen Zeitlinie basierten, möchte sich J. J. Abrams nicht daran halten. Nach dem nicht mehr so erfolgreichen Beyond kündigte Netflix an, nun auch eine neue Serie im Star Trek Franchise anzuordnen. Diese ordnet sich aber wieder in der alten Zeitlinie ein und spielt noch vor Kirk zur Zeit des großen Krieges mit den Klingonen.

Die Handlung

Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) ist Sternflotten-Offizierin auf der USS Shenzhou. Dort trifft sie mit der restlichen Besatzung auf das Klingonenschiff von T’Kuvma, der sich als Erlöser sieht und das Klingonenreich vereinen will. Nach einer Meinungsverschiedenheit mit ihrem Captain Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) meutert sie, kann den dadurch resultierenden Krieg aber trotzdem nicht aufhalten. Verurteilt zu lebenslanger Haft gelangt Burnham durch mehrere Zufälle an Bord der Discovery. Captain Gabriel Lorca (Jason Isaacs) nimmt sie trotz ihrer Vorgeschichte mit an Bord und unterstellt sie dem Wissenschaftler Lieutenant Commander Paul Stamets (Anthony Rapp). Zusammen versuchen sie einen neuen Antrieb für das Raumschiff zu konstruieren und gleichzeitig greift die Discovery immer wieder ins Kriegsgeschehen ein, obwohl sie eigentlich ein Wissenschaftsschiff ist.

Meine Meinung

Ich muss gestehen ich bin nicht mit allen Serien und Filmen des Star Treks Universums vertraut. Die meisten Folgen habe ich wohl von Star Trek – Next Generation gesehen. Dennoch reizte mich die neuste Serie, die seit dem 25.09.2017 auf Netflix zu sehen ist. Die 15 Episoden wurden dabei wöchentlich immer 24 Stunden nach der Ausstrahlung in den USA gezeigt. Von November bis Januar pausierte die Ausstrahlung nach neun Folgen. Die restlichen sechs Folgen wurden ab Januar ebenfalls im wöchentlichen Rhythmus gezeigt.
Das erste, was bei der Sichtung von Discovery auffiel, ist wohl das neue Design der Uniformen, die den Rang nicht mehr deutlich sichtbar in den Farben rot, gelb und blau zeigten, sondern eine blaue Grundfarbe hatten und mit Gold und Silber als Ranganzeige arbeiteten. Auch die Klingonen bekamen ein ganz neues Aussehen – leider ebenfalls nicht im Positiven. Eine Modernisierung des Stoffes in allen Ehren, aber warum mussten die Uniformen und Klingonen so hässlich werden? Einmal darüber hinweggekommen, begeistert das neue Intro, dass sich zwar am Intro von Voyager orientiert, es aber noch einmal abstraktiert und nun neu und frisch anzusehen ist.
Während die früheren Star Trek Serien sich noch häufig am Episodenprinzip, also dem „Monster of the week“ orientierten, wirft Discovery dieses Prinzip direkt über Bord und präsentiert sich als ein Spielfilm aus 15 Folgen mit ca. 45 Minuten Länge. Zunächst etwas ungewohnt, funktioniert das Prinzip doch sehr schnell sehr gut, auch wenn einzelne Folgen mitunter ein wenig wie ein Lückenfüller wirken, um die Staffel auf 15 Folgen zu strecken. Auch konzentriert sich Discovery nicht mehr primär um den Captain und seine Hauptbesatzung, wie man es bisher kannte, sondern macht die Außenseiterin Michael Burnham zur Protagonistin. So wenig Screentime wie Captain Lorca hatte wohl noch kein Star Trek Captain. Aber genau das bringt diesen frischen Wind in die Serie und dadurch schafft Discovery es zu funktionieren. Denn hätten die Showrunner nur stur wieder das gleiche Prinzip angewandt, wären die Vergleiche mit den älteren Serien sofort zur Hand gewesen. Aber so lässt sich Discovery einfach nicht mit einer der bisherigen Serien vergleichen und genau das ist gut so.
Die erste Staffel von Discovery schafft es geschickt die Hauptcharaktere komplett durch zu charakterisieren und doch die Handlung permanent voranzutreiben. Während man bisher sehr sicher war, dass die Hauptcrew alle Staffeln überlebt, wird dies bereits in der zweiten Folge zerstört. Auch danach bleibt kein Charakter sicher, auch wenn es noch lange keine Game of Thrones Ausmaße annimmt. Dadurch bleibt die Serie jedoch auch spannend. Durchkreuzt wird das durchgehend hohe Niveau leider durch einen Handlungsstrang in den letzteren Folgen, der mir dann doch etwas zu abstrus war. Gut geschrieben und gut umgesetzt war er ohne Frage. Doch leider für eine erste Staffel schon viel zu übertrieben.
Neben der großen Haupthandlung bringt Discovery auch immer wieder kleinere Nebenhandlungen mit hinein, in dem es um Freundschaft, Vertrauen und Liebe geht. So hat Discovery das erste homosexuelle Pärchen an Bord. Gerade die kleineren Anspielungen setzen Discovery auf ein ganz hohes Niveau, das bis zum Ende durchgehalten wird.
Schauspielerisch hat Discovery ebenfalls viel zu bieten. So wurde Sonequa Martin-Green – vielen wohl aus The Walking Dead bekannt – als Michael Burnham gecastet. Geschickt schafft sie es den von Vulkaniern erzogenen Menschen zu spielen, die immer wieder gegen ihre Gefühle ankämpft, sie aber doch nicht immer vollständig verbergen kann. Jason Isaacs tritt nach seiner Rolle als Lucius Malfoy in den Harry Potter Filmen nun einem neuen Franchise bei und übernahm die Rolle des Captain Lorca. Auch hier weiß er durch minimalistisches Spiel zu überzeugen und schwankt zwischen strengem Captain und Vaterrolle hin und her. Doug Jones überzeugte erst in der vergangenen Oscarsaison als Wasserwesen in The Shape of Water. Auch in Star Trek bekam er wieder ein aufwendiges Make-up und wurde so zu dem Kelpianer Saru. Desweiterem sind in den Hauptrollen Anthony Rapp als Lieutenant Commander Paul Stamets, Mary Wiseman als Fähnrich Sylvia Tilly – und damit als die gute Seele der Serie – und Shazad Latif als Lieutenant Ash Tyler zu sehen.

Das Fazit

Alles neu bei Star Trek Discovery, aber auf eine gute Art und Weise. Ein würdiger Erbe im großen Franchise, auch wenn nicht jede Folge zu 100% überzeugen kann und die Handlung gegen Ende doch etwas abdriftet. Aber Fans des Franchises können sich die Serie gut und gerne einmal ansehen. Zeit ist bis 2019, wenn die zweite Staffel voraussichtlich erscheinen soll.

Rückblick auf den Februar

Der kürzeste Monat des Jahres ist auch wieder vorbei, hatte aber doch auch einiges zu bieten. Und ich meine nicht diese unmenschlichen Temperaturen draußen…

Cinemathek

Die Geschichte der Liebe – Eine Liebe, die den Krieg und allen Widrigkeiten zum Trotz überlebte und ein Mädchen, dass genau diese Art der Liebe niemals finden möchte, da sie einen komplett zerstören kann. Ein Buch über die meistgeliebte Frau überlebt den Krieg und hat doch kein Happy-end zu bieten. All das bietet der Film die Geschichte der Liebe.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Die kleine Hexe – Die Buchverfilmung des Klassikers von Ottfried Preußler präsentiert uns Caroline Herfurth als kleine Hexe und schafft dabei einen so grundsympathischen und süßen Film, dass man aus dem Lächeln gar nicht mehr herauskommt.

Maze Runner – die Auserwählten in der Todeszone – Der Abschluss der Trilogie brachte genau das, was auch angekündigt wurde. Ein großes Finale mit ordentlich Wumms. Handlungstechnisch sollte man nicht allzu viel erwarten, trotzdem ein schöner Abschluss der Maze Runner Reihe.

Der seidene Faden – Daniel Day-Lewis letzter Film kann leider nur von seiner Seite aus wirklich überzeugen. Handlungstechnisch weiß der Film nicht, was er eigentlich genau aussagen will.

Die dunkelste Stunde – Gary Oldman bringt Winston Churchill wieder zum leben und erzählt die Geschichte jener Entscheidungen, die im Mai 1940 getroffen werden mussten und seinen Kampf gegen Friedensverhandlungen mit Hitler. Ein grandioses Biopic.

Shape of Water – Ein modernes Märchen über eine stumme Reinigungskraft und ein Wasserwesen, das in einem Forschungslabor während des zweiten Weltkriegs gefangen gehalten wird. Seit letzter Nacht offiziell „Bester Film“ des Jahres 2017, auch wenn der Film sich nicht so richtig was zutraut. Trotzdem bildgewaltig und wunderschön erzählt.

Die Verlegerin – Wieder brandaktuell, auch wenn es um die Pressefreiheit in den 1970er Jahren geht, in der die US-Regierung die Verbreitung der sogenannte Pentagon-Papers versucht zu untersagen. Und die Geschichte der Washington Post, die alles auf eine Karte setzt. Ein großartig erzählter Film von Steven Spielberg.

Alles Geld der Welt – Stell dir vor du bist eine der reichsten Personen der Welt. Dann wird dein Enkel entführt und du könntest das Lösegeld bezahlen. Was würdest du tun? Die wahre Geschichte von John Paul Getty und der Entführung seines Enkels. Leider nicht wirklich spannend umgesetzt und viel zu lang.

Black Panther – Marvel ist zurück und präsentiert uns wieder einen neuen Helden. Diesmal werden wir ins Königreich Wakanda geführt, in dem der Black Panther sich der Herausforderung seines Throns stellen muss. Ein neuer Geniestreich aus dem Marvel Cinematic Universe.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Der Sinn des Lebens – mit dem Humor von Monty Python kann ich mal mehr mal weniger mit Ansagen. Das ist das schöne an ihrem Film der Sinn des Lebens, der sich in verschiedene Kurzepisoden gliedert.

Scooby-Doo – Wenn der Freund einen „coolen“ Film sehen will und man zusammen mit der besten Freundin vor deren DVD-Regal steht, kommt halt Scooby-Doo raus. Seit vielen Jahren nicht mehr gesehen und immer noch saucool der Film.

Groupies bleiben nicht zum Frühstück – Der Februar enthielt auch wieder den Valentinstag, so dass mein Freund wieder einen Frauenfilm über sich ergehen lassen musste. Und ich hatte endlich mal wieder die Gelegenheit einen meiner liebsten Filme zu sehen, auch wenn ich inzwischen aus dem Kreischeteeniealter heraus bin.

Die Feuerzangenbowle – Als Sky mich mit einer billigen Nachmache abspeisen wollte, wurde kurzerhand die DVD wieder hervorgeholt und ein sehr lustiger Abend mit Pfeiffer – mit drei f – und seinen Freunden verbracht.

Filme – leider in diesem Monat verpasst zu sehen

The Disaster Artist – Die Geschichte rund um die Entstehung des schlechtesten Films aller Zeiten „The Room“. James Franco schlüpft in die Rolle des exzentrischen Tommy Wiseau.

Wind River – Eine schroffe Wildnis und eine vergewaltige Frau. Frisch von der Akademie ist die FBI Agentin Jane Banner völlig überfordert und engagiert den US Wildlife Agent Cory Lambert, der jedoch bei dem Fall an den Tod seiner eigenen Tochter erinnert wird.

Serien – ein kurzer Überblick

Der Februar war seit längerer Zeit mal wieder ein guter Serienmonat, denn ich habe zum einen endlich Star Trek – Discovery beendet, da Netflix ja beschlossen hatte nur jede Woche eine neue Folge herauszubringen. Um mir die Wartezeit etwas zu vertreiben, habe ich die zweite Staffel von Lucifer angesehen, die mich wieder vollkommen begeistern konnte. Die Serie trifft genau meinen Humor. Abgestaubt und wieder einmal gesehen, habe ich die zweite Staffel vom A-Team. Die Serie macht auch nach all den Jahren immer noch wahnsinnig viel Spaß! Für den Humor zwischendurch habe ich nun endlich die 10. Staffel von The Big Bang Theorie sehen können, die zwar stellenweise noch lustig war, aber im Vergleich zum Anfang der Serie inzwischen sehr stark an Qualität abgebaut hat. Auch habe ich die zweite Staffel von Die Mockridges gesehen und konnte über diese verrückte Familie wieder herzlich lachen. Zum Abschluss des Monats lief dann noch die zweite Staffel von The Crown, die mich wie bereits die erste begeistern konnte.

Mein Lesemonat

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Bücher insgesamt: 4
Seiten insgesamt: 1230
Seiten pro Tag: 44 Seiten im Durchschnitt
Gebunden Bücher: 1
Taschenbücher: 3

Platz 4: Weit weg und ganz nah – Nachdem ich von Jojo Moyes bisher ein Buch mochte und eins nicht mochte, gab es noch einmal eine neue Chance. Leider konnte auch dieses Werk mich wieder nicht begeistern. Zu nervig waren die Charaktere, zu unglaubwürdig die Liebesgeschichte. Ich glaub ich wird mit Frau Moyes doch nicht warm.

Platz 3: Finding Cinderella – Mrs. Hoover auch auf nur 180 Seiten schaffen Sie es noch eine unglaubliche und mitreißende Geschichte zu entwickeln. Aber sie können Ihre Charaktere nicht einmal für 180 Seiten einfach nur glücklich sein lassen, oder?

Platz 2: Fettlogik überwinden – Jahrelang habe ich immer wieder mit meinem Gewicht gehadert und immer wieder versucht es zu reduzieren. Aber es ging nicht. Muss wohl an meinen Genen liegen, man muss sich halt auch mal was gönnen… Ja ich hatte eine ziemlich große Fettlogik. Doch Dr. Nadja Hermann räumt mit diesen Ausreden auf und bringt endlich die nötigen Ansätze, um wirklich abzunehmen.

Platz 1: Mary Poppins – der Kinderbuchklassiker hat nun endlich den Weg in mein Bücherregal gefunden, nachdem ich schon viele viele Jahre den Film mit Julie Andrews einfach nur liebe. Und auch das Buch konnte mich absolut faszinieren mit den märchenhaften Geschichten.

 

Leverage

Ein Vorwort

In den letzten Wochen habe ich wieder einmal eine meiner Lieblingsserien aus dem DVD-Regal geholt und durchgesuchtet. Leverage – was auf Deutsch soviel wie Einfluss oder Druckmittel bedeutet – besteht auf fünf Staffeln mit insgesamt 77 Folgen und wurde von 2008-2012 produziert. Und auch nach dem bestimmt fünften Mal, dass ich die komplette Serie gesehen habe, konnte sie mich immer noch mit jeder Folge begeistern.

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Die Handlung

In der Pilotfolge sucht der Geschäftsmann Victor Dubenich ein Team aus kriminellen zusammen, da aus seiner Firma wichtige Dokumente entwedet wurden und er sie gerne zurückstehlen würde. Dafür heuert er die Diebin Parker (Beth Riesgraf), den „Mann fürs Grobe“ Eliot Spencer (Christian Kane) und den Hacker Alec Hardison (Aldis Hodge) an. Bisher haben alle drei weltweit große Dinger gedreht, arbeiten aber grundsätzlich nicht als Team. Also braucht Dubenich noch jemanden, der auf alle aufpasst. Er heuert Nathan Ford (Timothy Hutton) an. Dieser war einst ein guter Versicherungsdetektiv, bis er nach dem Tod seines Sohnes dem Alkohol verfallen ist. Doch der Plan geht nicht ganz auf und das Team braucht noch einen fünften Mitspieler. Nate schlägt seine alte Bekannte Sophie Devereaux (Gina Bellman) vor, die zwar eine leidenschaftliche aber gänzlich unbegabte Schauspielerin ist. Doch als Trickbetrügerin ist sie unschlagbar. Nach diesem ersten Coup trennen sich vorerst wieder ihre Wege, aber eigentlich hat es allen gefallen im Team zu arbeiten und sie betteln Nate an das Team aufrecht zu erhalten. Fortan spielen sie moderne Robin Hoods, in dem immer wieder Leute mit Problemen zu ihnen kommen können. In den meisten Fällen weil sie von großen Firmen ausgebeutet, ausgenutzt oder betrogen wurden.

Meine Meinung

Das Grundschema fast jeder Episode ist, dass man zunächst sieht, wie ein „Unrecht“ geschieht, dann wird das Team von Leverage aufgesucht, diese planen dann durch die Stärken der einzelnen Charaktere einen Coup, der aber nicht immer ganz reibungslos funktioniert. Am Ende scheint aber doch alles aufzugehen und man sieht in Rückblenden, wann genau der Plan geändert wurde, so dass er dann doch funktioniert hat. Der große Spaß daran liegt eben auch darin das Rätsel zu lösen, wie genau der Plan jetzt doch funktionieren konnte.
Der weitaus größere Spaß an der Serie liegt aber an den völlig unterschiedlichen Charakteren, die aufeinander treffen und eigentlich müsste man meinen, dass sie gar nicht miteinander könnten.
Da haben wir zum einen Nate Ford, der Kopf hinter dem Team. Seit dem Tod seines Sohnes – und der Tatsache, dass die Versicherungsfirma für die er gearbeitet hat die Behandlung seines Sohnes nicht weiterbezahlt hat – kam er mit seinem Leben nicht mehr auf einen grünen Zweig. Zunächst scheint es sein persönlicher Kreuzzug gegen immer neue große Firmen vorzugehen. Mehr als einmal muss er vom Team wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden, da seine Pläne immer riskanter wurden.
Sophie Devereaux wird schnell zur rechten Hand Nates. Im Theater ist sie zwar eine Katastrophe, aber als Trickbetrügerin unschlagbar. Sie ist ab und an in ihren Methoden etwas exzentrisch, schafft es aber immer wieder ihre Rollen zu spielen. Sie ist die gute Seele des Teams. Sie vermittelt bei Streitigkeiten und hat immer ein Auge auf Nate.
Alec Hardison ist mit Leib und Seele Nerd. Als Hacker hat er meistens die Aufgabe Systeme zu knacken, wird aber auch gerne für Besorgungen oder Anschaffungen eingesetzt. Eine grundsätzliche Situation ist, dass Nate oder ein anderes Teammitglied von ihm irgendetwas möchte und er erst einmal lang und breit erklärt, warum er dafür ewig brauchen wird oder warum etwas nicht geht. Seine Monologe werden dann immer unterbrochen und er sucht eine Lösung. Oft fühlt er sich überschätzt, dann direkt wieder unterschätzt. Dabei hat er immer mal wieder eine geekige Anspielung auf Lager.
Eliot Spencer ist der „Mann fürs „Grobe“ – in den ersten Staffeln noch schlicht als Schläger bezeichnet. Er hat in seiner Vergangenheit viele Tode auf seinem Konto und gibt sich immer wieder kalt und hart. Nach und nach kann man aber auch hinter seine Fassade sehen. Im Grundsatz ist er das genaue Gegenteil von Hardison, weswegen es zwischen den beiden immer wieder zu Reibereien kommt. Eliots Ausspruch „Verdammt Hardison!“ kommt bestimmt in jeder Folge einmal vor.
Parker ist schlichtweg verrückt. Sie ist in nicht gesetzten familiären Verhältnissen groß geworden und hat daher wenig Gespür für Sarkasmus, Ironie oder verschiedene gesellschaftliche Konzepte. Sie ist eine ausgezeichnete Diebin und springt leidenschaftlich gerne von irgendetwas herunter. Ihre Verrücktheit werden von Beth Riesgraf aber so liebevoll gespielt, dass sie eine große Sympathieträgerin der Serie ist.
Während Staffel 1-4 sehr gelungen sind, schwächelt die fünfte dann doch stellenweise. Gerade das große Ende der Serie konnte dann nicht überzeugen. Doch der Weg dahin macht sehr viel Spaß, vorallem weil sich die Drehbuchautoren auch immer wieder neue Handlungen einfallen lassen und es zwischendurch auch immer Folgen gibt, die aus dem Grundkonzept rausfallen.

Das Fazit

Wer Leverage bisher noch nicht gesehen hat und mit dem oben beschriebenen Grundkonzept etwas anfangen kann, sollte auf jeden Fall mal einen Blick wagen, denn die Serie kann süchtig machen! Auch nach wiederholtem Sehen, macht mir die Serie noch großen Spaß und bleibt spannend.

Big little lies

Nach der Emmy-Verleihung war ich wieder von so vielen neuen Serien inspiriert, dass ich zunächst nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Letztendlich habe ich mich für den Anfang auf die neue HBO-Miniserie konzentriert. Big little lies ist auf eine Staffel mit 7 Folgen konzipiert.

 In dem kleinen Küstenort Monterey, mit vielen wohlhabenden Familien,kommt es auf der Spendengala der Grundschule zu einem Todesfall. Nachträglich erscheinen alle Mütter verdächtigt und durch Verhöre werden nach und nach Intrigen, Lügen, Dramen und noch vieles mehr enthüllt.

Im ersten Moment ist es immer merkwürdig, wenn nach dem HBO Slogan nicht das Theme von Game of Thrones erscheint, aber der erste Eindruck der Serie Big little lies ist auch nicht wirklich einprägsam. Denn das Intro dauert viel zu lang und zeigt einfach nur die wichtigsten Mütter der Serie beim Autofahren mit Einblicken in die Landschaft von Monterey. Wer sich davon noch nicht hat abschrecken lassen, muss sich noch zwei Folgen gedulden, ehe die Handlung richtig in die Gänge kommt. Denn die Serie nimmt sich zu Anfang viel Zeit, um die verschiedenen Charaktere sehr oberflächlich darzustellen. Erst nach und nach erfährt man immer mehr über die Familien und ihre genaueren familiären Hintergründe. Am wichtigsten sind hier fünf Familien. Jane Chapman (Shailene Woodley) und ihr Sohn Ziggy sind pünktlich zur Einschulung Ziggys neu nach Monterey gezogen. Janes Hintergründe bleiben lange im Dunkeln und werden nur durch Erinnerungen und Traumsequenzen angedeutet. In Monterey wird sie schnell abgestempelt, weil sie alleinerziehende Mutter ist. Dennoch freundet sie sich schnell mit Madeline Mackenzie und Celeste Wright an. Madeline (Reese Witherspoon) ist in zweiter Ehe verheiratet aus der Tochter Chloe entstand. Sie hat noch eine größere Tochter Abigail, die aus ihrer ersten Ehe mit Nathan Carlson entstand. Das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann ist gereizt, vor allem seit er die jüngere Yoga-Lehrerin Bonnie (Zoe Kravitz) geheiratet hat. Über Madeline erfährt man schnell alles wichtige, auch wenn sie noch ein paar Überraschungen zu bieten hat. Celeste Wright (Nicole Kidman) ist mit Perry verheiratet und hat die Zwillinge Josh und Max. Während ihre Ehe nach außen sehr glücklich wirkt, spielen sich hier hinter verschlossenen Türen die wahren Abgründe der Serie ab. Als Gegenspielerin zu dem dreier Gespann entwickelt sich bereits zu Anfang der Serie Renata Klein (Laura Dern), die im Gegensatz zu den nicht arbeitenden oder in Teilzeit arbeitenden Mütter steht und versucht gleichzeitig Mutter und Karrierefrau zu sein.
Die Handlung der Serie baut sich sehr langsam auf und bis zur sechsten Folge mag man nicht denken, dass die Serie nach der siebten Folge fertig erzählt sein soll. Aber letztendlich schafft es die Serie einen runden und obwohl hochdramatisch doch ruhig erzählten Abschluss zu finden. Als Rahmen der Erzählung dienen Zeugenbefragungen der anderen Bewohner Montereys. Bis zum Ende bleibt jedoch die Frage offen, wer denn nun genau gestorben ist. Dadurch bleibt die Serie durchgehend spannend.
Obwohl sich Big little lies ausschließlich mit den Sorgen und Problemen der besser gestellten weißen Bevölkerung beschäftigt, werden hier keine selbstgemachten „Reichenprobleme“ dargestellt, sondern Ängste und Katastrophen, die sich überall genau so ereignen können. Dabei spricht die Serie trotz ihrer kurzen Lauflänge von nur sieben Folgen gleichzeitig eine Vielzahl von Themen an, unter anderem häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Mobbing und das zu starke Bemuttern von Kindern. Gerade durch seinen ernsten Ton unterscheidet sich die Serie von vergleichbaren Serien, wie Desperate Housewives.

Alles in allem ist Big little lies eine in sich geschlossene, ruhig erzählte, und durch Handung und Schauspiel überzeugende Serie, die zu Recht einige Emmys gewann.