Rückblick auf den Februar 2025

Und damit ist der kürzeste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Das schlägt sich wie jedes Jahr auch in meiner Statistik wieder. Zumal diesmal auch privat die Zeichen auf Veränderung standen. Mal schauen, wie sich hier alles im nächsten Monat entwickelt. Aber bis dahin gibt es erstmal meine monatliche Auswertung meines medialen Konsums.

Der Text "Mein Monatsrückblick" vor hellblauem Himmel mit vereinzelten Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Kundschafter des Friedens 2: Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders. – Funktioniert nur bedingt und ist leider immer dann gut, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt.

Wunderschöner: Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. – Starke Fortsetzung, die noch einmal weitergehende feministische Themen anspricht außer den weiblichen Körper.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Jurassic Park 2 – Vergessene Welt

Jurassic Park III: Dr. Alan Grant hat nach den Ereignissen im ersten Teil nur ein Ziel: Nie wieder einen lebenden Dino sehen. Lieber widmet er sich weiter seinen Ausgrabungen. Doch als Familie Kirby ihm viel Geld bietet, um bei einem Rundflug über die Insel Sorna anwesend zu sein, stimmt er schließlich zu. Doch die Kirbys haben gelogen und sich auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn und landen auf der Insel. Das wird schnell zum Überlebenskampf. – Schlechtester Teil der Reihe, der sich nur noch auf die Actionszenen mit den Fleischfressern konzentriert und die eigentliche Schönheit des ersten Teils weglässt.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Like a complete unknown & Heldin

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Queer Eye – Staffel 9 (Kleine Änderungen im Cast, doch das Team bleibt herzlich wie eh und je. Tolle Geschichten)

Love of Kill – Staffel 1 (Klang in der Grundidee besser, ist leider sehr langatmig und bietet bis zum Ende keine richtige Auflösung)

Sailor Moon – Staffel 2 (Funktioniert in der ersten Hälfte besser, die aber eher Füller ist, überzeugt dennoch durch das übliche Monster der Woche Prinzip)

Wind Breaker – Staffel 1 (Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber sehr gut umgesetzt und konnte mich absolut mitreißen)

Kaguya-sama – love is war – Staffel 1 (Kommt erst spät in Schwung und konnte mich nur bedingt abholen)

Miss Kobayashis Dragon Maid – Staffel 1 (Sehr süße Idee, lebt aber erst von den späteren Charakteren)

My next life as a villainess – Staffel 1 (Alles etwas überzeichnet, aber funktioniert ganz gut und bietet viel Witz)

Criminal Minds – Staffel 11 (Es stehen wieder personelle Veränderungen im Team an, die nicht so gut funktionieren, aber die Fälle sind weiterhin spannend)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 2.601
Seiten pro Tag: 93 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbücher: 2

A Man and his Cat 4-5: Während Herr Kanda neue Bekanntschaften schließt, trifft Fukumaru auf einen alten Bekannten. Und weil er ihm helfen will, rennt er aus der Wohnung. Dabei verläuft er sich aber und findet den Weg nicht zurück. Doch Herr Kanda setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn wieder zu finden. – Weiterhin eine supersüße Geschichte, die auch nach fünf Bänden noch gut funktioniert.

More than a doll 6-7: Gojo und Marin nehmen an einem weiteren Cosplay Event teil und schließen neue Bekanntschaften. Außerdem steht ein Schulevent bevor, bei dem die beiden für den Cosplay Wettbewerb ausgewählt werden. Können sie die Hoffnungen ihrer Klasse meistern? – Hier kommt nochmal mehr Charakterentwicklung mit rein, was gut funktioniert. Ich bin weiterhin gespannt.

Haikyu! 7: Die Karasuno steht im zweiten Satz gegen die Aoba Johsai. Die Nerven liegen blank, vor allem bei Zuspieler Tobio Kageyama. Daher wird er erst einmal ausgewechselt und Sugawara darf spielen. Wird er es schaffen die Gemüter so weit zu beruhigen, dass sie noch eine Chance haben? – Auch wenn ich durch den Anime den Ausgang kenne, bleibt es spannend.

Song of Silver – das verbotene Siegel: Lans Heimat ist vor einigen Jahren erobert worden und hat ihrer Familie das Leben gekostet. Nun versucht sie sich als Singmädchen über Wasser zu halten. Doch in einer schicksalshaften Nacht verliert sie alles, was sie bis dahin kannte. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Zen, der sie jenseits der Stadt bringt und eine Welt zeigt, die Lan für verloren gehalten hat. – Gelungener Weltenbau, tolle Charaktere, spannende Geschichte, hat mich gerade gegen Ende stark emotional mitgenommen.

Kikis kleiner Lieferservice 2 – Kiki und die neue Magie: Kikis ist wieder zurück und bekommt wieder allerlei Aufträge für ihren Lieferservice. Doch als sie einen schwarzen Brief überbringen soll, wird sie mit allerlei Vorurteilen gegen Hexen konfrontiert und stürzt in eine Sinnkrise. Können ihre Freunde und ihr trauer Kater Jiji sie aus ihrem Loch holen? – Wieder sehr süße Geschichten und man merkt, dass Kiki sich weiter entwickelt.

Tee? Kaffee? Mord! 9 – Ein Mörder steht im Walde: Die Starköchin Keetje Koopmans wird beim campen in der Nähe von Earlsraven tot aufgefunden. Ein Eintopf aus Giftpilzen ist der Übeltäter. Dennoch deuten alle Zeichen auf Mord. Natalie und ihre Köchin Louise nehmen die Ermittlungen auf, die Louise sogar in die Niederlande zum Dreh einer Kochshow bringen. – Mal eine ganz andere Geschichte, die viel Spaß beim Hören gemacht hat.

Tee? Kaffee? Mord! 10 – Die kleinen Leute von Pittlewood:In Pittlewood hält sich eine Sage standhaft. Die kleinen Leute werden kommen und die Bewohnenden für die Taten der Vergangenheit bestrafen. Als eine Mordserie wirklich auf kleine Leute hindeutet ist das Dorf in heller Aufregung. Natalie und ihre Köchin Louise glauben jedoch nicht daran und nehmen die Ermittlungen auf. – Eine etwas schwächere Folge, da ich – wie auch die Protagonistin – schnell von den kleinen Leuten genervt war.

Insomniacs 3: Der neugegründete Astronomieclub hat alle Hände voll zu tun, um ein Event zu organisieren, damit der Club nicht aufgelöst wird. Dabei müssen die Mitglieder ihre Freunde um Hilfe bitten, was ihnen alles andere als leicht fällt. – Weiterhin sehr süße Geschichte, die aber noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist.

Das krumme Haus: Familie Leonides lebt in einem kleinen krummen Haus. Drei Generationen umfasst die Familie und Charles Hayward hat sich in die Enkelin Sophia verliebt. Doch als das Oberhaupt der Familie Aristide ermordet wird, bittet sie ihn die Ermittlungen zu unterstützen, da sie sich sonst nicht mit ihm verloben kann. Doch die Ermittlungen scheinen lange ins Leere zu laufen, bis sich die Ereignisse überschlagen. – Ein Agatha Christie ohne Poirot oder Marple, aber nicht weniger spannend.

Wie war euer Februar? Was sind eure Highlights?

Eine Handvoll Serien – 02/25 – fortgesetzte Serien

Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe der serientastischen Handvoll. Nachdem wir uns das letzte Mal rein mit Animes befasst haben, geht es diesmal um Serien, bei denen ich weitere Staffeln gesehen habe. Heute mit: Reisen zwischen den Welten, Reisen zwischen New York und Hollywood, Reisen durch alternative Realitäten, Reisen in die Vergangenheit und Reisen in die Freiheit.

Die Titel der besprochenen Serien als Fanart auf lila Couch mit Fernbedienung in der Mitte

His Dark Materials – Staffel 3

Die Handlung: Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können.

Meine Meinung: Zwischen der zweiten und der dritten Staffel ist bei mir einiges an Zeit vergangen, dennoch bin ich relativ gut wieder im Geschehen drin. Der Anfang zieht sich leider etwas, da sich gefühlt alles immer wieder wiederholt. Doch sobald Lyra und Will wieder vereint sind, gibt es genug Wendungen, dass es wieder spannend wird und ich war wieder voll drin. Auch wenn die Geschichte, auf die es letztlich hinausläuft, irgendwie nicht die Richtung ist, die ich durch den Aufbau der Welten erwartet hatte – es war doch sehr biblische Schöpfungsgeschichte lastig. Aber es ist ein würdiger Abschluss einer fantastischen Serie, die auch hier wieder bildgewaltig daherkommt und dennoch die Charaktere und ihre Entwicklung nicht aus den Augen lässt. Gerade zwischendurch sollten die Taschentücher bereit liegen, denn die Staffel hält nochmal einige Schicksale bereit. Und dann, nachdem alles irgendwie geklärt zu sein schien, kam die letzte Folge. Sie ließ mich absolut gebrochen zurück und das war nicht in Ordnung! Zumal ich danach dringenden Redebedarf hatte, aber einfach niemand unter meinen Bekannten in der Serie weit genug war, so dass ich nicht gespoilert hätte.

Only Murders in the Building – Staffel 4

Die Handlung: Charles langjähriges Stuntdouble Sazz wird in seinem Appartement erschossen. Er ist sich sicher, dass der Anschlag eigentlich ihm galt. Das Trio beginnt zu ermitteln. Zeitgleich bekommen sie eine Anfrage aus Hollywood, wo die Geschichte ihres Podcasts verfilmt werden soll.

Meine Meinung: Wie viele Cameos kann man in einer Staffel unterbringen? Only murders in the building dachte sich wohl, nachdem sie schon Paul Rudd und Meryl Streep für die dritte Staffel gewinnen konnten, dass man dies noch deutlich toppen müsse. So geben sich hier allerhand Namen aus Hollywood die Klinke in die Hand. Was die Staffel aber nicht hat, ist eine interessante Handlung. Stattdessen wird sich an den gleichen Gags immer wieder abgearbeitet und noch mit einem weiteren Stargast wiederholt, um dann wieder genutzt zu werden, um … ich denke, ihr habt das Prinzip verstanden. Gleichzeitig wird zwischen New York mit dem Arconia und Hollywood hin und her gewechselt, da an beiden Standorten nach Hinweisen gesucht wird. Das fühlt sich zeitgleich überladen an, aber da es sowieso keine Handlung für die ganzen Folgen gab, war auch hier wieder einfach nur Lückenfüller. Da am Anfang eine Gruppe von Personen im Arconia als super verdächtig hingestellt wurde, musste auch hier immer wieder hingeschalten werden, egal, wie oft, die Truppe mit einer Erklärung und Alibis kam, sie mussten es einfach sein. Denn darüber hinaus hatte man einfach vergessen wirklich Leute mit Motiv und Möglichkeit einzubauen. So kam dann auch die Auflösung sehr aus heiterem Himmel und ergab so gar kein Sinn. Nach vielen Folgen voller Langeweile schien die Serie endgültig ihren Zenit überstanden zu haben. Der Cliffhanger und die bestätigte fünfte Staffel lassen mich jedoch skeptisch zurück.

What if… – Staffel 3

Die Handlung: Eine weitere Reihe von alternativen Geschichten aus dem MCU. Was wäre zum Beispiel, wenn Agatha Harkness nach Hollywood gegangen wäre, Howard the Duck Vater wird oder der Red Guardian den Winter Soldier versucht aufzuhalten?

Meine Meinung: Schon die erste Staffel What if… funktionierte nicht wirklich. Die Geschichten waren sehr uninspiriert, auch wenn sie zunächst interessant klangen. Die zweite brachte die gleichen Probleme mit. Doch wirklich schlimm wurde es jetzt in Staffel 3. Während viele Fans die vierte Phase des MCU am liebsten vergessen wollen (und ich teilweise auch ganze Charaktere und Handlungsstränge auch vergessen habe), werden gerade die hier wieder aufgegriffen. Niemand wollte die Eternals wieder in Aktion sehen. Dabei scheint diesmal auch die Animation noch einmal gelitten zu haben, die Bewegungen wirken hölzern und es kommt kein richtiger Fluss zu stande. Stellenweise sind die Charaktere so schlecht animiert, dass ich sie bis zum Ende nicht erkannt hätte, wenn nicht die Namen gedroppt wurden. Und das große Finale war gefühlt ein Abklatsch der beiden vorherigen Staffelfinalen. Absolut keine neue Idee, es war einfach nur ein Aufgreifen von Charakteren, die für die kommenden Filme und Serien wichtig werden könnten. Bitte liebes MCU lass die Finger von Animationen und verschone uns mit einer weiteren Staffel (die dann auch wieder Kanon ist, weswegen man sie sich doch wieder schaut).

A Discovery of Witches – Staffel 2

Die Handlung: Diana Bishop ist eine brilliante Historikerin, die sich gerne mit dem Themebereich Alchemie befasst. Das liegt wohl daran, dass sie aus einer Familie von Hexen und Hexern abstammt, selbst aber eher unterbewusste Fähigkeiten hat. Als sie eines Tages ein seltenes Buch in der Bibliothek ausleihen kann, sind auf einmal alle Wesen an ihr interessiert. Vor allem der Vampir Matthew Clairmont hängt seitdem an ihr. Doch wer will ihr wirklich helfen und wer sucht nur nach einem Weg einen Vorteil gegenüber der anderen Spezies zu gewinnen? 

Meine Meinung: Am Ende der ersten Staffel haben wir gesehen, wie Diana und Matthew in die Vergangenheit reisten, um den Fängen des Rates zu entgehen. Daran wird nahtlos angeknüpft und wir folgen ihnen in ihrem neuen bzw. altem Leben. Denn Matthew hat zu dieser Zeit bereits gelebt. Dass sich hier diverse Paradoxen eröffnen, lassen wir mal außen vor. Denn die Probleme der Staffel sind schon viel früher spürbar. Denn es gibt kaum Handlung, so dass sich alles immer wieder im Kreis dreht. Diana versucht ihre Kräfte auszuweiten, Matthew will das nicht, weil er sie allein beschützen will, kämpft aber zeitgleich mit den Dämonen seiner Vergangenheit und so geht es immer weiter. Zwischendurch sind wir zurück in der Gegenwart, um zu sehen, wie es den Charakteren dort ergeht, aber irgendwie kommt auch hier nichts richtig in Schwung. Es wird alles immer abstrakter und mehr Charaktere, die man sich irgendwie merken soll, auch wenn es bei den meisten sehr verschwendet ist, weil sie erst Folgen später für ein paar Minuten auftauchen. Kurzum: Die ganze Staffel fühlt sich wie eine zu lang geratene Füllerfolge an. Mal schauen, ob ich der dritten Staffel noch eine Chance gebe.

Westworld – Staffel 4

Die Handlung: Calebs ruhiges Leben der letzten Jahre ist von jetzt auf gleich vorbei, als er und seine Familie angegriffen werden. Er muss sich mit Maeve zusammentun, um herauszufinden, was die feindlichen Hosts von ihm wollen. Zeitgleich fühlt sich die Programmiererin Christina verfolgt. 

Meine Meinung: Westworld ist eine dieser Serien, die eine fantastische erste Staffel hatten und sich dann mit ihren hochtrabenen Ansprüchen selbst immer weiter kaputt geschrieben haben. Während die zweite Staffel noch spannende Elemente innerhalb des Parks hatte, sich aber mit viel zu wirren Zeitlinien disqualifizierte, ging es in der dritten Staffel zum ersten Mal aus dem Park raus. Die Host sind nun in der realen Welt und auch das funktionierte eher schlecht als recht. Die Geschichte wurde sehr wirr, aber hatte irgendwo noch ein Ziel. In Staffel 4 sollte nun alles nochmal getoppt werden. Dass die Zuschauenden schon beim vielen hin und her von Staffel 2-3 nicht mehr mitkamen, war egal. Eine noch größere Bedrohung musste her, aber irgendwo mussten auch wieder die bekannten Charaktere eingebunden werden, die sich vorher schon zahllos aufopferten. Kurzum: Die Motivationen waren nicht mehr glaubhaft und ich bin handlungstechnisch nicht mal im Ansatz mehr mitgekommen. Gefühlt bräuchte ich zu jeder Folge ein langes Erklärungsvideo, das alle Aspekte aufschlüsselt, aber so sollte eine Serie nicht laufen. Dabei habe ich kein Problem mit Serien, die auch ein wenig Denkleistung erfordern, aber bitte tut doch wenigstens so, als würdet ihr eure eigene Handlung noch verstehen.

Habt ihr eine der Serien gesehen? Wie fandet ihr sie?

Eine Handvoll Serien – 01/25 – Anime-Special

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr und wir beginnen direkt mit einem Anime-Special. Heute mit: der Steinzeit in der Zukunft, menschenfressenden Wesen, Städtezerstörenden Wesen, Aliens vs. Geister und jugendlichen Schlägereien.

Die Titel der beschriebenen Animes als Fanart auf lila Couch mit Fernbedienung in der Mitte

Dr. Stone – Staffel 1

Die Handlung: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat.

Meine Meinung: Mir war vorab das grobe Konzept der Serie bekannt, ich war aber unsicher, ob es genug Handlung für mehrere Staffeln bietet. Doch tatsächlich schafft Dr. Stone es gleich am Anfang genug Charaktere einzuführen, die für verschiedene Handlungsstränge reichen. So gibt es bereits da den Grundkonflikt zwischen Kraft und Wissenschaft. So richtig in Schwung kommt sie aber erst nach ca. einem Viertel der ersten Staffel als unser Protagonist Senku auf ein Dorf voller Menschen trifft, die schon immer in der Steinwelt gelebt haben. Manchmal wirkt es zwar etwas übertrieben, dass Senku als Oberschüler, selbst wenn er sich immer sehr für die Wissenschaft interessiert hat, wirklich so absolut alles zu wissen scheint. Aber darüber kann man leicht hinwegsehen, denn die Forschungsparts sind gut aufgeschlüsselt, so dass auch Laien wie ich sie gut verstehen können. Grundsätzlich wird man sehr mitgerissen und fiebert bei jedem Fortschritt mit. Zwischendurch werden auch die zwischenmenschlichen Handlungen weiter vorangetrieben, so dass es auch hier spannend bleibt. Nun bin ich sehr gespannt auf die zweite Staffel.

Tokyo Ghoul – Staffel 1

Die Handlung: Für Ken scheint es endlich richtig gut zu laufen. Seine große Liebe Liz geht auf ein Date mit ihm. Leider stellt sich dabei heraus, dass sie ein Ghul ist, die sich ausschließlich von Menschenfleisch ernähren. Durch einen Unfall stirbt Liz jedoch, bevor sie Ken essen kann. Als dieser kurz darauf im Krankenhaus erwacht, stellt er fest, dass er inzwischen weder Mensch noch Ghul ist, sondern eine Mischung aus beidem. Die Ärzte haben ihm nämlich Liz Organe transplantiert, da sie sie für einen Menschen hielten. Nun muss er versuchen zu überleben, da ihn andere Ghule jagen und es auch eine geheime Organisation gibt, die es auf Ghule abgesehen haben.

Meine Meinung: Ghule waren nun nicht unbedingt die Art von übernatürlichen Kreaturen, für die ich mich brennen interessiere. Doch da Tokyo Ghoul anscheinend sehr bekannt in der Animewelt ist – zumindest kommen in Animequizzen sehr oft Fragen dazu – und ich mich etwas weiterbilden wollte, gab ich der ersten Staffel eine Chance. Nachdem auch das Grundsetting mit Ken als Halbghul gesetzt wurde, kommt die Serie auch gut in Schwung. Im Café Antik lernt Ken mit seinem neuen Leben umzugehen und findet Verbündete. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, ob alle Ghule automatisch böse sind und getötet werden sollten, auch wenn sie versuchen, friedlich unter den Menschen zu leben. Und was ist mit Menschen, die aus purer Bösartigkeit Ghule töten? Sind sie dennoch automatisch besser? Das ist spannend und funktioniert über die 12 Folgen der ersten Staffel gut. Zwischendrin lernen wir die verschiedensten Ghule kennen und lernen so, dass auch sie sehr unterschiedlich in ihrem Charakter sind. Das Finale geht dann direkt in die Vollen und liefert ordentlich ab. Allerdings war ich danach auch erstmal gut gesättigt, so dass ich der zweiten Staffel vermutlich irgendwann eine Chance geben werde, aber gerade lieber erstmal andere Serien geschaut habe.

Kaiju No. 8 – Staffel 1

Die Handlung: Kafka Hibino hat nur ein Ziel. Er will zum Verteidigungskorp, um die Menschen vor den regelmäßigen Angriffen durch Kaijus zu beschützen. Bisher hat er es aber nur zum Reinigungstrupp geschafft. Nach einem Unfall landet er zusammen mit seinem Kollegen Reno im Krankenhaus. Und gerade als Kafka erneut Mut gefasst hat, um sich beim Korp zu bewerben, greift ihn ein winziges Kaiju an und nistet sich in seinem Körper ein. Dadurch kann Kafka sich nun zwischen Kaiju- und Menschenkörper hin und her verwandeln. Dennoch tritt er zur Prüfung an, in dem Wissen, dass er getötet wird, sollte seine Kaiju Identität bekannt werden.

Meine Meinung: Über Kaiju No. 8 bin ich als Manga gestolpert, als ich nach Geschenkideen für den Pärchengatten suchte. Inzwischen hat er die Reihe auch gut weitergelesen und auch ich habe sechs Bände mittlerweile verschlungen. Dabei war es gerade die gute Mischung aus Action und nachdenklicher Handlung, die nah am Charakter bleibt, die mich überzeugen konnte. Nun wollte ich auch mal einen Blick in die Animeumsetzung werfen. Mir gefiel der Stil der Adaption auch sehr gut und gerade der Introsong hat es mir angetan. Was mir allerdings auffiel ist, dass hier viele Bände in wenigen Folgen umgesetzt wurden, da bei den Actionszenen stark gespart wurde. Alles ging sehr flott und auch wenn die Spannung nur geringfügig darunter litt, war es doch schade, dass zwischendurch sehr schnell Lösungen gefunden wurden, für die im Manga einige Kapitel gebraucht wurden. Aber wer die Mangavorlage nicht kennt, wird es kaum bemerken und es ist auch Meckern auf hohem Niveau. Ich bin auf jeden Fall gespannt weiterzulesen und dann die Umsetzung in einer potentiellen zweiten Staffel zu bewundern.

DanDaDan – Staffel 1

Die Handlung: Momo wollte eigentlich nur einem Mitschüler helfen, der gemobbt wird. Dieser versteht ihr Interesse jedoch falsch und erzählt ihr begeistert von seinem Wissen über Aliens auf der Erde. Momo glaubt ihm kein Wort und nennt ihn spaßeshalber Okarun. Gleichzeitig weiß sie von der Existenz von Geistern, da ihre Oma ein Medium ist. Dies wiederum glaubt Okarun nicht. Also schließen die beiden eine Wette und gehen an Orte, von denen der jeweils Andere behauptete, dass dort Geister bzw. Aliens zu finden seien. Allerdings stellt sich heraus, dass beides wahr ist und beide befinden sich kurzdarauf in ziemlichen Schwierigkeiten.

Meine Meinung: Bei all den guten Animes, die ich in letzter Zeit gesehen habe, war dann doch mal eine Schwachstelle darunter. Während DanDaDan der Hit der vergangenen Saison war, konnter er mich so gar nicht abholen. Dabei fand ich die Grundidee super spannend und das war auch der Grund, warum ich die Staffel nicht vorab abgebrochen habe. Es war mir vom Zeichenstil schon etwas suspekt, aber da hätte ich noch drüber hinwegsehen können, wenn der Anime nicht vor allem eins ist: Laut. Die Charaktere können gefühlt nichts anderes außer sich anzuschreien. In einem fort, egal, ob es vielleicht angebracht ist, weil sie sich in einer brenzligen Situation befinden, oder ob sie sich eigentlich gerade normal unterhalten. Es wird einfach immer geschrien. Hinzu kommt, dass der Anime seine Charakter erstaunlich gern auszieht, während sie gegen gefährliche Alien und Geister kämpfen. Da bin ich einfach kein Fan von und so konnte mich die Serie nicht abholen. Leider endete sie auch noch mit einem ziemlichen Cliffhanger, der sehr aus der Luft gegriffen wirkt und absolut nicht notwendig gewesen wäre. Als ob den Machern zwischendurch entfallen ist, wie viele Folgen die Staffel haben soll und sie dann halt nur diese Anzahl rausgegeben haben.

Wind Breaker – Staffel 1

Die Handlung: Haruka liebt es sich zu Prügeln und zieht daher extra in ein Viertel, wo sich besonders viele Raufbolde rumtreiben sollen. Allerdings stellt sich heraus, dass hier die Wind Breaker ansässig sind, die sich lieber für Frieden und die Gemeinschaft einsetzen. Widerwillig lässt er sich auf die Gruppe ein und bekommt schon bald die Chance sich zu beweisen und muss doch einiges über Freundschaft lernen.

Meine Meinung: Witzigerweise ist hier das komplette Gegenteil zu DanDaDan entstanden. Mich hat die Grundhandlung so überhaupt gar nicht angesprochen, dafür aber die Optik. Und so gab ich der Serie eine Chance und habe sie in wenigen Tagen weggebinged, da ich einfach ab der zweiten Folge drin war. Es sind einfach direkt so viele interessante Charaktere dabei, dass ich immer mehr wissen wollte und nach jeder Folge einfach die nächste lief. Die Kämpfe selbst waren sehr gut und mitreißend animiert, auch wenn ich das Grundprinzip immer noch nicht gut finde bzw. einfach kein Fan von solch sinnloser Gewalt bin. Doch auch das wurde auf einem guten Level vermittelt, dass ich damit klar kam. Und auch, wenn die Kämpfe im Mittelpunkt stehen, werden diese genutzt, um die Charaktere weiterzuentwickeln und um Hintergrundgeschichten zu erzählen. Ich bin sehr hyped auf die kommende zweite Staffel und überlege schon die Zwischenzeit mit dem Manga zu überbrücken.

Habt ihr einen der Animes gesehen und wie fandet ihr ihn?

The Good Witch

Ein Vorwort

Im letzten Herbst suchte ich nach einer neuen Serie für die cosy Herbsttage. Dabei sollte es eine ruhige Serie mit Entspannungsfaktor sein, die aber auch irgendwie den Flair des Herbstes widerspiegeln konnte, ohne übermäßiges Drama. Nachdem ich im Jahr zuvor einen Gilmore Girls Rewatch gemacht hatte und die Serie leider für schlecht gealtert befand, probierte ich daher eine Empfehlung aus. Warum mich Good Witch im Sturm eroberte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Schriftzug "Good Witch" arrangiert mit einer Fernbedienung und einer Phiole, die an einen Hexentrank erinnert

Die Handlung

Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt.

Meine Meinung

Der Herbst im letzten Jahr kam praktisch mit einem Vorschlaghammer. Kaum war September kehrte die Sonne der Erde den Rücken, hinterließ graues nebliges Wetter und die Temperaturen sanken rasch. Es war also die perfekte Zeit für Pumpkin Spice Lattes, Flauschesocken und übergroße Pullover. Eingekuschelt unter einer Decke auf der Couch eine ganz entspannte Serie schauen, das war mein Ziel. Im angenehmen Licht diverser Lichterketten schaute ich also auf Empfehlung mal in die Serie Good Witch rein.
Dort lernen wir direkt Cassie Nightingale kennen, die als alleinerziehende Witwe ein Bed & Breakfast, sowie einen Laden für Kleinkram führt. Sie ist auch die titelgebende gute Hexe, wobei der Begriff selbst nie fällt. Denn sie hat keinerlei magische Fähigkeiten in dem Sinne. Es ist eher ein ziemlich gut ausgeprägter Instinkt, der ihr stets Hinweise gibt, um Lösungen für alltägliche Probleme zu finden. Dies nutzt sie gern, um auch die Bewohnenden von Middleton einen Stupps in die richtige Richtung zu geben. Außerdem hat sie für jede Beschwerde, das richtige pflanzliche Mittel. Wenn man sich also einmal mit dieser Ausgangssituation angefreundet hat und sich nicht länger über den irreführenden Titel aufregt, dann erwartet einem eine absolut cosy Geschichte.
Als Gegenpart zu Cassie und ihrer Tochter Grace haben wir den überarbeiteten Arzt Sam Redford und sein Sohn Nick, der in der Schule zu sehr über die Strange geschlagen hat und sein Vater ihn daher in ein neues Umfeld stecken wollte. Während Nick damit das Gegenstück zum Stadtliebling Grace sein soll – was sich im Laufe der Serie deutlich bessert, also dran bleiben lohnt sicht – ist Sam als Mediziner natürlich alles andere als begeistert, dass seine Patienten teilweise lieber auf Cassies Naturheilmethoden hören wollen. Doch auch die beiden arrangieren sich miteinander und es entsteht eine enge Freundschaft zwischen beiden Familien.
Auch viele andere Stadtbewohnende kommen regelmäßig zu Wort. So ist in jeder Folge irgendetwas in Middleton los, aber auch wenn hier und da kleinere Dramen eingearbeitet wurden, so werden sie nie künstlich aufgebauscht, sondern stets mit wertschätzenden Gesprächen gelöst werden können. Dies muss nicht unbedingt direkt in der gleichen Folge geschehen und manche Charaktere müssen sich auch erst entwickeln, aber irgendwie fügt es sich stets, so dass die Serie wirklich gut zu schauen ist, ohne, dass man sich auf zu viele Dramen einstellen muss. Gerade diese künstlich aufgebauschten, die dann für den Plot irgendwann einfach beigelegt werden. All das sucht man bei (zum Glück) bei Good Witch vergeblich.
Ich habe die fünf aktuell bei Netflix verfügbaren Staffeln sehr gern gesehen und hätte auch kein Problem gehabt, noch weiter zu schauen. Sie schauen sich gut weg und haben eine angenehme Länge. Vor allem für Fans von cosy Halloween dürften die Specialfolgen etwas sein. Also wenn ihr noch eine Empfehlung für den nächsten Herbst braucht, dann gebt der Serie ruhig eine Chance.

Das Fazit

Good Witch überzeugt durch eine cosy Atmosphäre in einer Kleinstadt, mit aufgebauten und sich weiterentwickelnden Charakteren, überschaubarem und gut gelöstem Drama und einfach einer Herzlichkeit, die beim Schauen eine Menge gute Laune versprüht. Perfekt für Herbsttage, hilft auch aber bei einem nicht enden wollenden Winter.

Rückblick auf den Januar 2025

Und da ist er, der erste Rückblick, der sich auf 2025 bezieht. Hier begann das Jahr sehr turbulent und leider eher im negativen Sinne. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen besseren Start! Nichtsdestotrotz soll es hier um meinen medialen Rückblick gehen, der wie gewohnt mit wenigen Filmen aufwartet. Dafür habe ich mein Animewissen im Serienbereich weiter ausgeweitet. Aber nun ohne weitere Vorrede: Viel Spaß beim Rückblick.

Ein blauer Himmel mit Seifenblasen und der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" darin

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mufasa: Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen. – Ein weiteres Prequel, was niemand brauchte, was dann auch trotz anfänglicher guter Intention, nicht funktioniert, da es sich lieber an Klischees abarbeitet.

Nosferatu: Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Sehr atmosphärisches Remake, das aber wenig neues einbindet, auch wenn die Schauspielenden versuchen mehr rauszuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Keinen. Ich kam einfach nicht dazu.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

September 5: Die Geiselnahme bei den olympischen Spielen in München 1972 aus der Sicht des übertragenden Senders zu zeigen, interessiert mich noch. Lief nur leider hier nicht.

Paddington in Peru: Die ersten beiden Filme konnten mich durch ihren ganz eigenen Charme und Witz überzeugen, daher bin ich gespannt, wie es mit dem dritten Teil aussieht.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1 und Alexa & Katie – Teil 3-4

Jujutsu Kaisen – Staffel 2 (Was mit einem spannenden Rückblick beginnt, endet in ein Nervenspektakel der einzigartigen Art)

Dr. Stone – Staffel 1 (Interessanter Ansatz, wenn die Menschheit quasi bei 0 starten muss, kann die Begeisterung für neue Wissenschaft auch gut halten und bietet interessante Charaktere)

Tokyo Ghoul – Staffel 1 (Ein weiterer Anime-„Klassiker“, den ich nachgeholt habe. Konnte mich nicht so ganz überzeugen, war aber spannend genug, um vielleicht weiterschauen zu wollen)

Dandadan – Staffel 1 (Einer der beliebtesten Animes des letzten Jahres konnte mich gar nicht überzeugen. Es war mir zu abgedreht und drüber und ich bin einfach kein Fan, wenn die Charaktere pausenlos schreien)

What if… – Staffel 3 (Geschaut, um bei Marvel auf dem Laufenden zu bleiben, aber bot nicht eine spannende Idee)

The detective is already dead – Staffel 1 (Startete als interessanter Krimi, atete sehr schnell in ein sehr dramatisches Fantasy-Ding aus, bin ich nicht mit warm geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 4.643
Seiten pro Tag: 150 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 9

Yuzu – die kleine Tierärztin 1: Yuzu muss für eine Weile zu ihrem Onkel ziehen, der eine Tierklinik führt. Dabei muss sie ihre Angst vor Tieren überwinden und schafft es durch ihre einfühlsame Art für sich und die Tiere einzustehen. – Süßer Manga für die jüngere Zielgruppe, der durch seine Herzlichkeit auch die Älteren abzuholen vermag.

Cat on the heroes lab 3: Diesmal führt es die Helden mit ihren Katzen übers Meer, was sie nicht alle so gut vertragen. Und sie treffen auf einen Kaiser in Trauer um eine ganz besondere Katze. – Die Geschichte ist nach dem trägen ersten Band endgültig in Schwung gekommen und hat mich ab und an gut zum lachen gebracht.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 2: Tsukina wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres treusten Kunden, der einen Krieg verhindern muss, den die eigentliche Heldin beinah ausgelöst hätte. Doch der status quo ist dabei sich zu ändern und Tsukina muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. – Es geht spannend weiter, auch wenn das Ende sich wie ein Abschluss las. Bin gespannt, was da noch so passiert.

Ink Arcanum: William Bray hat endlich sein eigenes Tattoostudio eröffnet und findet ein geheimnisvolles Buch, das ihm bei der Weiterentwicklung helfen soll. Doch die Tattoos entwickeln ein Eigenleben und plötzlich findet sich Will auf der Flucht vor mehr als nur der Polizei wieder. – Interessante Grundidee, spannende Plottwists, ließ mich leider am Ende etwas emotionslos zurück. Aber wird bestimmt nicht mein letzter Hagemann sein.

Voll kein Typ 2: Die drei Freunde müssen sich erneut mit ihren Vorurteilen auseinander setzen, da die Damen aus der Crossdressbar ihre Gefühle ordentlich durcheinander gebracht haben. Es steht eine Mangaconvention und ein Zoobesuch an. – Die Idee wird gut weitergeführt und bringt durch die unterschiedlichen Charaktere viel Witz mit ein.

Where spring hides: Leni wäre am liebsten Musicaldarstellerin. Doch ihr Traum ist nicht mit dem kurz vor der Insolvenz stehenden Familienreiseunternehmen vereinbar. Daher begleitet sie eine Gruppe aus den USA auf einer großen Deutschlandtour. Doch diesmal hat sich Edward mit angemeldet, ein College-Basketballspieler, den Leni vor vier Jahren getroffen hat und die sofort ein besonderes Band verbunden hat. Der ihr jedoch damals nicht die Wahrheit über sein Leben sagen konnte. Doch eins steht für ihn fest: Er will Leni unbedingt wiedersehen. – Auch wenn mir der Turn zu „wir lieben uns“ etwas zu gewollt war, doch der stärkste Band der Reihe.

My home hero 4-5: Die Zeit für Tetsuo läuft langsam ab. Er muss einen Beweis erbringen, dass Kyoichi noch lebt. Ansonsten würde er sterben. Sein letzter Ausweg ist, dass er jemand anderen als Mörder entlarvt. Dabei braucht er weiterhin die Unterstützung seiner Frau, die jedoch feststellt, dass ihre Tochter erneut in Gefahr ist. – Die Geschichte hat gut Fahrt aufgenommen, zeigt aber auch, dass sie noch eine Weile weitergeht.

Die Schattenhand: Lymstock scheint ein ruhiges Städtchen zu sein. Der perfekte Ort für Jerry Burton, der nach einem Flugzeugabsturz von seinem Arzt Ruhe verschrieben bekommen hat, und seiner Schwester. Doch beleidigende Briefe voller abstoßender Anschuldigungen machen die Runde. Bis sie schließlich ein Todesopfer fordern. Jerry beginnt zu ermitteln und trifft schließlich auf Miss Marple, die bereits eine Theorie hat. – Miss Marple kommt in ihrem eigenen Roman lediglich auf 10 Seiten vor … mutig und erstaunlicherweise funktioniert die Geschichte trotzdem.

Remoire: Seraphine wurde als Kleinkind ihrer Familie entrissen und hat es irgendwie geschafft zu überleben. Doch als das Dunkel sich erneut erhebt, erfährt sie, dass sie eine viel größere Rolle darin spielt als sie je zu denken gewagt hatte. Ihr steht eine beschwerliche Reise bevor, bei der sie viel über sich und die Welt lernt, die in großer Gefahr schwebt. – Ein sehr gut geschriebenes Buch mit spannenden Charakteren, interessantem Plotttwist, dessen einziges Hindernis bei mir war, dass es im High Fantasy Bereich nicht mein Genre ist. Aber gerade das spannende Ende, das eher Richtung Dark Fantasy geht, konnte mich völlig bannen.

Oracle: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein? – Interessanter Grundgedanke, der sehr gut und spannend umgesetzt wurde.

Angels of Death 6: Zack ist schwer verletzt und Rachel muss sich mit dem Priester der aktuellen Ebene zusammen tun, um an ein Heilmittel zu kommen. Doch das ist wieder mit allerlei Gefahren verbunden. – Fühlte sich ein wenig wie ein Füllerband an, mal schauen, wie es weitergeht.

Insomniacs 2: Isaki und Ganta bekommen die ersten Hindernisse bei der Gründung ihres Astronomie-Clubs zu spüren. Doch durch die Hilfe einer Ehemaligen, könnten sie an die benötigten Gelder kommen und finden gleichzeitig ein neues Projekt. – Die sehr süße und unaufgeregte Geschichte geht weiter und ich bin sehr gespannt.

Der geheime Orden von New Orleans: Elayne zieht mit ihrer Familie neu nach New Orleans. Doch eine merkwürdige Krankheit sucht ihre Schwester heim und die einzige Lösung scheint der gut aussehende Blake zu sein. Der führt sie in einen geheimen Orden ein und Elayne erfährt, dass sie von den Voodoo-Göttern ausgewählt wurde. Um ihrer Schwester zu helfen, nimmt sie ihr Schicksal an, nicht ahnend, was sie damit auslöst. – Mich sprach der Voodoo-Teil der Geschichte sehr an, leider ist er sehr untergegangen in einem wilden Misch aus allen Kulturen, die die Geschichte sehr wirr gemacht haben. Schade.

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Süßes Kinderbuch, das die Vorlage zur bekannten Verfilmung bietet.

The masterful cat is depressed again, today 2: Saku und Yuichi haben eine Einladung zum Geburtstag der Nichte ihres Chefs bekommen. Doch wie kann sie erklären, dass Yuichi eine mannsgroße Katze ist und auf zwei Beinen läuft. Zum Glück fällt diesem eine Lösung ein. – Die Geschichte ist etwas schleppender als im ersten Band, aber noch immer voller Witz und Charme. Freue mich auf die weiteren Bände.

Where autumn leaves: Beth macht ein FSJ an einer renommierten Rehaklinik. Nach einem Zwischenfall kann sie einfach nicht an ihren eigentlichen Plänen festhalten. Doch in der Klinik trifft sie auf Jakob, ihrem Sandkastenfreund, der nach einem Kreuzbandriss darauf hofft, wieder fit fürs Feld zu werden. Doch er hat ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zum einstürzen bringen könnte. – Der Abschluss der Festival Reihe beginnt spannend und stürzt sich dann in zu viele Themen, die am Ende mit einem Schnippsen gelöst werden und daher eher problematisch dargestellt sind. Schade.

Wie war euer Januar? Was waren eure Highlights?

Jujutsu Kaisen – Anime

Ein Vorwort

Es wird mal wieder Zeit uns einer Anime-Serie zuzuwenden. Nachdem ich beide Staffeln und den Vorgeschichtenfilm gesehen habe, fühle ich mich bereit euch einen Überblick zu geben und zu sagen, warum ich gerade die zweite Staffel wegbingen musste.

Der Serientitel inszeniert auf einem Tablet mit einem Standbild aus dem Opening und einer Fernbedienung als Stilmittel

Die Handlung

Yuji Itadori tritt an seiner Oberschule den Club für Okkultes bei, da er keine Lust auf Leichtathletik hat. Seine beiden Freunde und anderen Mitglieder des Clubs brechen ausversehen ein Siegel und entfesseln einen Fluch, in dem sie einen Finger aus einem Schrein nehmen. Yuji trifft auf den Jujutzisten Megumi, der jedoch gegen den entfesselten Fluch keine Chance hat. Um seine Freunde zu retten, isst Yuji den Finger und vereint sich damit mit dem Fluchgeist Sukuna. Eigentlich müsste er dadurch sterben, kann sich aber durchsetzen. Dadurch wird der Jujutsuisten-Orden auf ihn aufmerksam und will ihn eigentlich eliminieren lassen. Doch Satoru Gojo, ein einflussreicher und begabter Jujuzist und Lehrer, spricht sich für ihn aus und nimmt ihn unter seine Fittiche.

Meine Meinung

Bekanntermaßen ist Attack on Titan mein Lieblingsanime. Seitdem wurde mir Jujutsu Kaisen immer wieder vorgeschlagen. Nachdem auch meine beste Freundin komplett im Fandom aufging und mir immer wieder von den Figuren vorschwärmte, beschloss ich ihr auch noch eine Chance zu geben. Und während die erste Staffel bei mir noch eher im Hintergrund lief, waren es dann der Film 0 mit der Vorgeschichte und vor allem die zweite Staffel, die mich komplett in ihren Bann zogen.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst den Protagonisten Yuji Itadori kennen. Während schon in der ersten Szene klar wird, dass mit ihm etwas nicht stimmt, erfahren wir dies dann auch ausführlich in den kommenden Folgen. Hier zeigt der Anime auch direkt, dass er die Charakterentwicklung komplett in den Kämpfen einbaut. Und gerade die sind es, die Jujutsu Kaisen zu etwas besonderem machen. Wir bekommen die Charaktere auch schön nach und nach vorgestellt, so dass wir nicht direkt mit Namen überschüttet werden. Allerdings wirkt die Geschichte hier noch sehr episodenartig und wir schlittern von epischen Kampf in epischen Kampf, was mir ein wenig zu viel war. Da fehlte mir ein bisschen Entwicklung außerhalb der Kämpfe und ein paar mehr Erklärungen. Gerade das Zusammentreffen mit der Schule aus Kyoto und deren Charakter war mir dann zu viel. Zu viele neue Charaktere, zu viele neue Namen und Fähigkeiten und mir viel es zunehmend schwer zu unterscheiden, wer wirklich wichtig ist.
Weiter geht es mit dem Kinofilm Jujutsu Kaisen 0. Dieser erzählt zwar die Vorgeschichte, also einen Jahrgang über unserem Haupttrio aus der Serie, enthält aber wichtige Informationen für die zweite Staffel. Hier war ich zunächst auch skeptisch, da wir wieder auf allerlei Charaktere treffen, die wir schon kannten, die vorher aber noch keine so große Rolle spielten. Diese bekommen hier deutlich mehr Tiefe, was schön zu sehen war und der Endkampf lässt sich auf jeden Fall wieder sehen.
Kommen wir also zur zweiten Staffel. Diese beginnt ganz ungewohnt mit Charakteren, die  wir zwar irgendwie schon kannten, aber hier wesentlich jünger sind. Denn das erste Viertel befasst sich ebenfalls mit der Vorgeschichte, aber wir gehen noch einmal weiter in die Vergangenheit und lernen Gojo und Geto in ihrer Schulzeit kennen – wir erinnern uns, dass Gojo inzwischen als einflussreicher Lehrer fungiert. Wir lernen hier eine Menge über ihre Freundschaft und ihre verschiedenen Kräfte und Getos Weg weg von der Schule hin zu den dunklen Künsten.
Nach diesem durchaus interessanten Ausflug in die Vergangenheit – und der vor allem dazu diente, die Charaktere noch einmal zu vertiefen, auch wenn dies wieder hauptsächlich durch Kämpfe passierte – kehren wir in die Gegenwart zurück. Und zum Shibuya-Incident. Denn dieser beschreibt den nächsten Abschnitt, der sich über die komplette restliche Staffel zieht. Wir sind endgültig weg von dem Episodencharakter der ersten Staffel und handeln hier eine zusammenhängende Handlung ab. Und hier ist es wichtig, dass vorher bei der Einführung der Charaktere gut aufgepasst wird, denn alle bekommen hier ihre Nebenkämpfe, die ausschließlich mit der Haupthandlung zu tun haben. Und hier wird alles an Kampfanimation herausgeholt, was möglich ist.
Mich hat diese zweite Staffel einfach nur gebrochen. Denn natürlich stirbt mein Lieblingscharakter nach einer verzweifelten Schlacht. Aber kannte ich ja nun auch schon von Attack on Titan. Während ich die erste Staffel noch immer mal wieder ein paar Folgen gesehen habe und dann auch wieder genug hatte, konnte ich hier nicht abschalten. Sie wurde einfach in einem Rutsch weggebinged.
So bietet Jujutsu Kaisen interessante Charaktere, wobei das Haupttrio eigentlich ein bisschen hinter den anderen zurückbleibt. Vor allem bekommen wir aber atemraubende Action und Kämpfe. Mir fehlte dabei ein wenig die Erklärungen, die sehr schnell dazwischen geklemmt wurden, aber das ist doch Jammern auf hohem Niveau. Und ich fieber nun sehr stark auf eine dritte Staffel hin, denn die zweite endet doch sehr offen und lässt viele Fragen offen.

Das Fazit

Jujutsu Kaisen ist ein starker Action Anime, der mit interessanten Charakteren, einem spannenden Weltenbau und vor allem sehr gut inszenierten Kämpfen punkten kann. Man sollte sich nur genau überlegen, welchen Charakter man mag, sonst helfen nur eine Menge Taschentücher.

Jujutsu Kaisen ist bei Crunchyroll im Stream enthalten

Agatha all along

Ein Vorwort

Marvel hat gemerkt, dass sie es übertrieben haben und versuchen nun die Bremse zu ziehen. Gerade auch im Serienbereich haben sie die neuen Charaktere zurückgefahren und versuchen sich eher in Fortsetzungen (aktuell What if…) und bereits eingeführten Charakteren. Denn der Plottwitst mit Agatha Harkness in Wandavision war durchaus spannend und ich war gespannt, wie der Charakter weiter ausgebaut werden sollte. Wie das funktioniert hat und ob es mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Agatha Harkness war lange Zeit unter dem Zauber dre Scarlet Witch gefangen, bis ein Teenager sie befreit. Er möchte unbedingt den geheimnisvollen Hexenweg beschreiten, um Antworten zu finden. Agatha ist zwar alles andere als begeistert, stimmt aber zu. Dafür brauchen sie jedoch einen Zirkel.

Meine Meinung

Agatha all along war kaum raus, da kamen schon die ersten Lobeshymnen in meine Timeline. Da ich bei sowas grundsätzlich skeptisch bin, habe ich versucht nicht zu große Erwartungen zu haben, denn die bisherige Ausbeute der Disney+ Serien ist eher mau gewesen. Dennoch war WandaVision als Auftakt noch eine der besten Vertreter gewesen und Agatha Harkness bot als Protagonistin genug Ansatzpunkte. Die Frage blieb aber wie bei vielen Serien, ob der Stoff nicht auch in einem Film auserzählt wäre und nicht zwangsläufig in eine Serie gepresst werden musste.
Gleich mit der ersten Folge wurde die Erwartungshaltung, ob wir es hier wieder mit Episoden zu tun bekommen, die auf verschiedene Formate anspielen, wie noch WandaVision mit den verschiedenen Sitcoms im Laufe der Jahrzehnte. Das Konzept wurde leider bereits in der zweiten Folge verworfen. Mit dem Teenie wird zwar eine weitere spannende Komponente hinzugefügt und wir bekommen noch eine Handvoll weiterer spannender Charaktere, aus denen man einiges hätte machen können. Doch Marvel wäre nicht Marvel, wenn sie sich nicht lediglich auf das Uninteressante stürzen würden.
Die Etappen des Hexenwegs sind umfangreich gestaltet und hier könnte man auch einiges über die Charaktere erfahren, aber weil gerade um Agatha und den Teenie weiterhin ein großes Geheimnis gemacht wurde, bleibt vieles unerzählt und es wird sich mehr auf möglichst viel Action gestürzt als den Charakteren Tiefgang zu geben. Dafür bekamen wir zumindest optisch einiges geboten.
Letztlich wird zwar gegen Ende noch einiges erklärt, aber viele Andeutungen, die zuvor gemacht wurden, laufen weiterhin ins Leere. Die Figur Agatha ist weiterhin eher schwammig, viele Fragen bleiben offen. Zwar gibt es eine komplette Rückblendenfolge, aber teilweise wurde in WandaVision mehr erzählt, so dass es letztlich doch nicht ohne Vorwissen geht. Schade.
Dennoch ist Agatha all along keine schlechte Serie. Auch wenn hier vieles negativ klang, so war es doch spannender und interessanter als 80% der bisherigen Serien aus dem MCU. Es war ein durchdachtes Konzept, hat über die Lauflänger der Serienfolgen funktioniert und ich hab sie gern weitergeschaut und nicht nur, um in anderen Serien und Filmen die Andeutungen zu verstehen. Aber die große Erlösung der Serienflaute von Marvel, wie sie oft bezeichnet wurde. ist sie dann doch nicht.

Das Fazit

Agatha all along hat eine interessante Grundidee und spannende Charaktere, aus denen aber letztlich zu wenig herausgeholt wird und lieber auf viel Action gesetzt wurde. Funktioniert als Serie in seiner Gesamtheit, bleibt aber weit hinter dem Potential zurück.

Agatha all along ist auf im Disney+ Abo enthalten

Rückblick auf das vierte Quartal 2024

Wir sind bald durch mit den ganzen Rückblicken, ich verspreche es euch! Aber so ein Jahresende zieht es halt mit sich, dass auch das vierte Quartal des Jahres endet. Ich hoffe ihr habt die ganzen Feiertage gut überstanden, aber wir wollen doch nochmal auf meine Highlights aus dem letzten Quartal zurückblicken.

Meine vier Kinohighlights

Der Buchspazierer: Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Sehr schöner und emotionaler Film mit tollen Aussagen und viel Liebe zum Buch.

Der wilde Roboter: Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Kücken zu kümmern. – Supersüßer Animationsfilm, bei dem wohl kein Auge trocken bleiben dürfte.

Wicked: Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Rundum gelungene Musicalverfilmung, mit großartigem Cast. tollen Lieder, einer atemberaubenden Optik und guter Umsetzung der Thematik.

Vaiana 2: Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Tolle Fortsetzung, die nicht ganz an den ersten Teil heranreicht, aber wieder eine starke Geschichte erzählt.

Meine fünf filmischen Highlights

Die Verfluchten: Philip Winthrop hat sich mit Madeleine Usher verlobt und reist zu dem Landsitz der Familie, um sie abzuholen. Doch vor Ort verhalten sich der Butler und vorallem Madeleines Bruder Roderick sehr merkwürdig und erzählen etwas von einer seltsamen Krankheit. Philip will es nicht glauben und versucht alles, um seine Verlobte zu retten. – Gute Verfilmung der Kurzgeschichte von Poe.

Aquarium of the Dead: In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch. 

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Nicht umsonst ein absoluter Klassiker, und einfach immer wieder spannend.

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang: Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.

Meine fünf serientastischen Highlights

Geschichte mal anders – Staffel 1: Eine Serie, die kein Interesse daran hat uns stringend die Geschichte runterzubeten oder uns mit unzähligen Jahreszahlen zu langweilen. Stattdessen hat sie für jede Folge eine Frage als Aufhänger und arbeitet sich anhand historischer Beispiele, Statistiken und Fun Facts daran ab. Ob es nun die Frage ist, wie man in den USA Präsident wird, wie man reich wird oder wie man eine Revolution startet. – Interessanter Ansatz und gute Themenauswahl. Allerdings mehr zur Unterhaltung als zur wirklichen Wissensvermittlung

His dark Materials – Staffel 3: Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können. – Spannender Abschluss einer herausragenden Reihe mit einem Ende, über das ich immer noch mit jemandem Reden muss.

The aquatope on the white sand – Staffel 1: Fuuka muss ihre Karriere als Idol in Toyko beenden. Doch sie will auch nicht zurück zu ihren Eltern. Kurzerhand landet sie auf Okinawa und stößt dort im Gama-Gama Aquarium auf die lebensfrohe Kukuru. Die beiden freunden sich an. Kukuru versucht mit allen Mitteln das Aquarium vor dem Bankrott zu retten. – Sehr cuter Sommeranime mit ganz viel Liebe zu einem Aquarium und dessen Bewohnern.

Kaiju No. 8 – Staffel 1: Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, treibt die Handlung schnell voran, da die Kämpfe im Vergleich zum Manga etwas zu kurz kommen.

The good Witch – Staffel 4: Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt. – Super cosy Herbstserie mit einer überschaubaren Portion Drama. Hält die Qualität auch gut über die Staffeln an, freue mich auf weitere.

Meine fünf buchigen Highlights

Yadriel & Julian: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem tollen Buch mit wichtigen Aussagen zu trans Personen.

Spellshop: Kiela ist Bibliothekarin durch und durch. Doch als die Revolution auch vor der großen Bibliothek nicht Halt macht, muss sie zusammen mit der sprechenden Pflanze Caz fliehen. Sie landet in dem alten Cottage ihrer verstorbener Eltern und beginnt dort ein neues Leben als Marmeladenverkäuferin. Doch das gelingt ihr nur mithilfe kleiner Zauber, die aber im ganzen Land verboten sind. – So ein supersüßer cosy Fantasyroman! Ich bin absolut in der Welt versunken und habe einfach alles geliebt. 

Larsson Legacy: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide? – Während Theo zuvor eher unsympathisch war, war ich bei dem Band skeptisch, aber wow hat der gut funktioniert! Ich hab ihn absolut verschlungen.

Bandenkrieg in Vertikow: Peers neue Nachbarin Jutta Abramczyk benötigt Hilfe. Ihr Mann ist vor einer Weile verstorben und sie und ihr Sohn Ludwig wollten in Vertikow Abstand zu allem gewinnen. Doch jetzt geht das Gerücht um, dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Peer soll das entkräften. Zeitgleich wird Vertikow aber auch von einer räuberischen Bande heimgesucht. – Wieder ein starker Band, der noch einmal ganz anders aufgebaut war. Bin nur so durch die Seiten geflogen.

Sturmflirren: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist. – Super tiefgründiger Roman von der Autorin meines letztjährigen Jahreshighlights.

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?

The Final Jahresrückblick 2024

Na, könnt ihr das Wort Jahresrückblick noch lesen?
Okay, das ist dann auch vorerst wirklich der Letzte! In diesem Format geht es noch einmal um Top 5 Listen, allerdings mit etwas anderen Inhalten. Dabei habe ich versucht aus jeder Blogkategorie etwas zu finden, was bei den anderen Jahresrückblicken etwas zu kurz kommt. Bereit?

Top 5 Serienintros

Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2024 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:

The Owl House – Staffel 1

Hellbound – Staffel 1

Westworld – Staffel 4

His dark Materials – Staffel 3

Ready, Set, Love – Thai-Drama

Top 5 – Kinotrailer

Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2024 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:

Joker 2 – Folie a deux

Wicked

Vaiana 2

Deadpool & Wolverine

Der Buchspazierer

Top 5 tierische Begleitung

In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:

Godzilla – Godzilla vs. Kong 2 – The new Empire

Razzle & Dazzle – Hazbin Hotel

Die Pinguine (nicht The Penguin!) – Batman Returns

Bond – Spy x Family

Holzmann – Hilda

Top  5  Buchcover

Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2024 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:

A Spark of Time

Dunkles Wasser

Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand

Tough Choices & Saved Dreams

Starlight Witch

Rückblick auf den Dezember 2024

Das Jahr 2024 ist vorbei. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und schaut mit mir positiv in eben dieses. Vorsätze habe ich nicht, außer das Beste aus dem zu machen, was kommt. Aber einen letzten Monatsrückblick habe ich noch übrig. Und genau dem wollen wir uns jetzt widmen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Vaiana 2: Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Erneut spaßiger Familienfilm, der gut funktioniert, aber gerade liedtechnisch nicht an den Vorgänger herankommt.

Wicked: Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Wow! Einfach wow! So ein toller Film, der mich restlos begeistern konnte. Kann den zweiten Teil kaum abwarten,

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Schöne Bescherung (Unterhaltsamer Weihnachtsfilm)

Jujutsu Kaisen 0: Yuuta Okkotsu wird im Kindesalter Zeuge, wie seine Freundin Rika stirbt. Dadurch entwickelt sich ein Fluch, der sich an ihn haftet. Bereit sein eigenes Leben zu beenden, um dem Fluch zu entkommen, findet ihn der stärkste Jujuzist Satoru Gojo, der ihn an die Akademie in Tokyo mitnimmt. Hier muss er sich seiner Kraft und seiner Vergangenheit stellen. Zumal Satorus früherer bester Freund einen Großangriff plant, um an Yuutas Fluch zu kommen. – Ein Zwischenfilm der Serie, der neue wichtige Charaktere einführt und gerade die Geschichte zwischen Gojo und Geto weiterspinnt. Sehr spannend und actionsreich.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Der Herr der Ringe – Schlacht der Rohirim: Wenn ein Animestudio auf die Werke von J. R. R. Tolkien trifft und daraus ein Film entsteht, dann sind das zwei ausreichende Argumente, um mich ins Kino zu locken. Oder wie mein heimisches Kino sagen würde: Wir zeigen den Film leider nicht.

Mufasa: Disney bringt ihren Film zur Weihnachtszeit raus und damit diesmal die Vorgeschichte zu Der König der Löwen. Ich bin sehr skeptisch, ob das funktioniert und habe den Film erstmal in den Januar verschoben.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Here, Der Spitzname und Freud

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 10 (Bin mit der neuen Ermittlerin nicht so richtig warm geworden, aber ansonsten sind die Fälle weiterhin spannend)

His dark Materials – Staffel 3 (Runder Abschluss der Serie, noch einmal komplett spannend und das Ende hat mich einfach gebrochen)

Fly again – K-Drama (Einfach nur super langweilig, schlecht gespielt, schlecht geschrieben, kurzum: eine  absolute Enttäuschung)

The aquatope on the white sand – Staffel 1 (Sehr schön gestalteter Anime mit Fernweh nach Okinawa und viel Liebe zu den Tieren im Aquarium mit einer tollen Geschichte über Freundschaft)

Jujutsu Kaisen – Staffel 1 (Als Einstieg etwas gewöhnungsbedürftig, da viel von Kampf zu Kampf gesprungen wird und viele Charaktere eingeführt werden, aber man gewöhnt sich dran)

House of the Owl – Staffel 1 (Japanischer Politthriller, stark erzählt, aber konnte mich nicht richtig abholen)

Only murders in the building – Staffel 4 (Der Abstieg der Serie geht immer weiter. Hier wird weniger auf eine gute und spannende Geschichte gesetzt als vielmehr auf viele Promis mit kurzen oder längeren Auftritten)

Kaiju No. 8 – Staffel 1 (Gute Umsetzung des Mangas, wenn auch die Kämpfe stark gekürzt wurden)

Good Witch – Staffel 5 (So langsam ist hier auch ein wenig die Luft raus. Man merkt, dass sie sich immer mehr ausdenken mussten, das die Charaktere aber kaum noch hergaben. Gegen Ende aber noch einmal wieder schön cosy geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 19
Seiten insgesamt: 4.748
Seiten pro Tag: 153 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 10
Hörbuch: 1
E-Book: 2

A man and his cat 3: Herr Kanda wird mit seiner Vergangenheit bei einem Klavierkonzert konfrontiert. Zum Glück wartet zu Hause sein Kater Fukumaru und kann ihn wieder aufmuntern. Außerdem steht ein Tierarztbesuch an. – Einfach eine super cosy Reihe, ich bin immer wieder hin und weg von der Verbindung der beiden.

Cat on the heroes lap 2: Unsere Helden haben es in die nächste Stadt geschafft. Dabei folgt die Katze ihnen noch immer auf Schritt und Tritt. Doch als die Stadt von unsichtbaren Feinden angegriffen wird, sind die Katzen überaus hilfreich. – Hat mit deutlich besser als der erste Band gefallen, da doch mal ein bisschen mehr passiert ist.

Sturmflirren: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist. – Yasmin Shakarami enttäuscht nie. Wieder eine wunderschöne Geschichte, mit starken Charakteren und sie schafft die Balance zwischen der Schönheit Katars und den Schattenseiten zu halten.

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen – damit er dabei rauchen kann: Wir alle hatten sie, die Lehrer*innen, die besonders schrullig oder besonders problematisch waren. Die Autorinnen sammeln hier wieder allerlei Anekdoten und bereiten sie thematisch auf. – Gefiel mir besser als die Sammlung über die Helekoptereltern und bot teilweise auch interessante Informationen.

Don’t kiss the Dragon 2: Sakura und Ren, der noch immer vom Drachen in Besitz genommen wird, suchen weiter nach dessen Körper. Dabei finden sie heraus, dass die neue Lehrerin ebenfalls ein Geheimnis birgt. – Kurzweiliger Fantasysmanga. Schafft es zu unterhalten, aber bleibt auch nicht lange im Gedächtnis.

Mörderisches Somerset 1 – der tote Professor: June erbst das Haus ihrer Tante in Lower Foxdale. Eigentlich wollte sie es nur ausräumen, aber nachdem ihr Freund ihr das Herz das bricht, gibt sie dem kleinen Ort eine Chance und freundet sich schnell mit der Buchhändlerin Pomona und dem Antiquariatsbesitzer Mr. Whalley an. Doch dann verstirbt ihr Nachbar und alle halten es für einen tragischen Unfall. June hat da allerdings so ihre Zweifel. – Das war leider nichts. Der ganze Fall war von Anfang an super offensichtlich, da es auch einfach nur einen möglichen Verdächtigen gab. Schade, denn das Trio hatte Potential.

Das Meer der Legenden 2 – Piratenherz: Mavi und die Piratencrew setzen neuen Kurs. Kapitän Tayon hat den sagenumwobenen Kompass eines legendären Kapitäns und will nun durch die gefährlichem Stromschnellen schippern. Doch vorher müssen sie noch ganz anderen Gefahren trotzen. – Den ersten Band habe ich nur so verschlungen, der zweite konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Es passiert ewig nichts, so dass das Finale am Ende (und das einzig spannende am ganzen Buch) viel zu kurz kam.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 1: Tsukina ist wenig begeistert, als ihr „Gott“ erklärt, dass sie als Heldin in eine andere Welt reisen soll. So handelt sie zumindest ihre eigenen Bedingungen aus und betreibt fortan mit ihrer Magie ein kleines Buchcafé. Dabei hat die Welt eigentlich bereits eine Heldin, die aber gar nicht daran denkt Magie zu erlernen und sich lieber die Gunst des Prinzen geangelt hat. – Ich liebe die Grundidee, die hier gut umgesetzt wurde und freue mich zu erfahren, was als nächstes passiert.

Die rachsüchtige weiße Katze und der Drachenkönig 1: Ruri will nur eins: In Ruhe studieren. Ohne dabei wieder auf ihre Hassfreundin Asahi zu treffen, die sie bereits in ihrer Kindheit tyrannisiert hat, aber auch in ihr hing wie eine Klette. Leider werden sie zusammen in eine andere Welt beschworen, wo sich die Geschichte wiederholt. Während Asahi von allen geliebt wird, wird Ruri schnell verstoßen und zum sterben zurückgelassen. Doch das Schicksal meint es anders mit ihr. – Viel zu lange Einführung der Protagonistin. So kam wenig bis keine Spannung auf, am Ende wurde aber genug angeteasert, dass ich dem zweiten Band vielleicht noch eine Chance gebe.

My roommate is a cat 10: Subaru und Haru gehen dem Alltag weiter nach, besuchen Freunde und treffen alte Bekannte. Subaru findet sogar endlich jemanden, mit dem er über seine Leidenschaft zur Literatur sprechen kann. – Kann das Niveau weiterhin halten und unterhält gut.

Lovely, Hateful, Christmas: Levi reist kurz vor  Weihnachten nach Finnland, seiner Heimat, um dort seine Kindheit aufzuarbeiten. Leider lässt ihn zuvor sein Mietwagen im Stich und er landet in seiner persönlichen Hölle: Dem Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi. Dort trifft er auf Juna, die Weihnachten über alles liebt. Kann sie Grinch-Levi von der Schönheit des Festes überzeugen? – Ganz nette Idee mit einigen Logiklöchern. Wenn man einige Augen zudrückt, aber ganz nett.

Muderous Lewellyn’s Candelit Dinner 1: Der verarmte Ghostwriter Shavonne lebt in der Ira Street, einem heruntergekommenen Viertel, in dem seit kurzen eine Reihe von Morden die Gemüter erhitzt. Sein aufdringlicher neuer Nachbar ist dabei auch keine Hilfe. Um den Frieden zu wahren, stimmt er einem Dinner in dessen Wohnung zu. Nicht ahnend, dass dies sein Leben für immer verändern wird. – Spannende Grundidee, die noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist, freue mich aber sehr auf mehr.

Voll kein Typ 1: Tokiwa und seine beiden besten Freunde sind auf ein Blind-Date eingeladen. Doch statt den erwarteten Mädels sitzen ihnen drei Typen gegenüber. Irritiert wollen sie schon wieder gehen, bis sie erfahren, dass sie drei Mädels in einer Crossdresser-Bar arbeiten. Das bringt die Gefühlswelt der drei Jungen ganz schön durcheinander. – Auch hier eine super Grundidee, die gut genutzt wurde. Brauche unbedingt den zweiten Band.

Magic so pure & evil: In Magnolia Bay regiert der Skarabäusclan und die Brennende Lilie. Zumindest inoffiziell. Kari wurde als Kind an den Anführer der Skarabäen verkauft und arbeitet dort nun als rücksichtlose Schutzgeldeintreiberin. Doch als ihr Vater nach vielen Jahren um ihr Leben fleht, gescheiht etwas unbegreifbares. Auf einmal kann sich niemand mehr an Kari erinnern. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Nael, der sie in die Geheimnisse der Walled City einführt. – Sehr verwirrender Weltenbau, der nicht so richtig funktioniert, Klischeecharaktere treffen auf Logiklöcher, kurzum: die Geschichte hat nicht wirklich funktioniert.

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden: Ein junger (namenloser) Briefträger wird mit seinem bevorstehendem Tod konfrontiert. Da taucht der Teufel bei ihm auf und schlägt ihm einen Deal vor. Für jeden Tag, den der Protagonist länger leben darf, entfernt der Teufel eine Sache von der Welt. Zunächst scheint die Sachlage einfach, denn es gibt so viel unnützes Zeug auf der Welt. Doch was, wenn sich damit auch der eigene Charakter ändern würde? – Sehr nachdenkliches kurzweiliges Buch mit Clickbait-Titel. Hat mir dennoch gut gefallen.

If the Villainess and Villain met and fell in love: Brigitte Meidell ist an einer Akademie für spirituelle Kräfte. Leider hat sie nur einen Pakt mit einem kleinen Spirit ohne Name. Dann löst auch noch ihr Verlobter eben diese und löst eine Welle von Hohn und Spott gegen Brigitte aus. Nur einer schließt sich nicht an: Yuri Aurealis. Ein intelligenter Junge, der aber auch sehr arrogant ist. Brigitte versucht trotzdem mit ihm in den Wettstreit zu treten und löst dabei noch etwas ganz anderes in ihm aus. – Klischee über Klischee, konnte mich gar nicht abholen.

Anna: Anna hat einen guten Job, eine stablige Ehe und zwei wunderbare Kinder. Doch irgendetwas schien all die Zeit zu fehlen. Bis sie auf Grace trifft, die als Straßenmusikerin ihren Traum lebt. Die beiden freunden sich an und starten gemeinsam ihre Karriere. Doch Anna erfährt bald von Grace Geheimnis, das ihre gemeinsame Zeit mit einem unausweichlich näherrückendem Ende umhüllt. – Nach dem Buch musste ich erstmal neue Taschentücher kaufen, denn der Verbrauch war sehr hoch. Aber ein super schönes Buch über Träume und das, was wirklich wichtig ist im Leben.

Brunnengeister: Einst lebten Wunschgeister im Königreich. Als die lebensfrohe Lina entgegen ihrer Wünsche verheiratet werden soll, erinnert sie sich wieder an die alten Legenden und opfert eine goldene Kugel in einem alten Brunnen. Doch damit erweckt sie eine alte Macht, die besser weiter geruht hätte. – Nachdem mir Schattengold nicht gefallen hatte, konnte mich Brunnengeister wieder absolut abholen und so sehr in den Bann ziehen, dass ich es an zwei Tagen verschlungen habe.

Even if you slit my mouth 1: Miroku ist eine Kuchisake-Onna. Ein fiktives Wesen aus Großstadtlegenden. Doch weil immer weniger Menschen an sie glauben, ist ihre Existenz gefährdet. Dadurch geht sie einen Deal mit Koichi ein. Sie hat ein Jahr Zeit, um ihn zu erschrecken und damit die Verlobung der beiden zu lösen. Zeitgleich versucht er aber sie von seinen Gefühlen zu überzeugen. – Vom Titel und Cover her hielt ich es für eine sehr toxische Geschichte und wollte sie nicht lesen. Meine beste Freundin überzeugte mich aber und was soll ich sagen: Sie ist absolut nicht toxisch, sondern sehr schön erzählt und gefällt mir sehr gut.

Was waren eure Highlights im Dezember?