Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 16. Türchen

Doctor Who – Reise der Verdammten – Staffel 29 bzw. 3 Folge 202 bzw. Weihnachtsspecial

Darum geht’s – in der Serie

Der Doctor ist ein Timelord – genauer gesagt der letzte der Timelords, die im Zeitkrieg komplett ausgelöscht wurden. Mit seiner TARDIS, die seit einem Defekt immer aussieht wie eine alte Polizeizelle, reist er durch Zeit und Raum. Wenn er stirbt, regeneriert er sich, verändert dadurch jedoch sein Aussehen und mitunter auch seinen Charakter. Begleitet wird er auf seinen Abenteuern von wechselnden Begleitern und Begleiterinnen.

Darum geht’s – in der Folge

In seiner inzwischen 10. Form (David Tennant) gelant der Doctor durch einen Unfall an Bord des Luxus-Kreuzfahrt-Raumschiff Titanic. Am Weihnachtstag hält es sich im Orbit der Erde auf. Durch einen Sabotageakt kollidiert die Titanic mit einigen Meteoriten und droht nun auf die Erde zu stürzen. Der Doctor und einige Gäste versuchen das zu verhindern.

Der Weihnachtszauber

Bei Doctor Who ist es ja auch bereits Tradition am Ende einer Staffel ein Weihnachtsspecial zu senden. Da fiel die Auswahl schon ziemlich schwer, im Endeffekt ist es aber einfach meine Lieblingsfolge. Weihnachten ist ein zentrales Thema, da  auf der Erde zeitgleich Weihnachten gefeiert wird. Und der „himmlische Chor“ ist auch vorhanden. Darüber hinaus wird der Wert doch eher auf den Abenteuerfaktor gelegt.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 15. Türchen

Eine schrecklich nette Familie – Warum sind wir nicht eingeladen – Staffel 8 Folge 13

Darum geht’s – in der Serie

Al Bundy ist Schuhverkäufer, obwohl er einmal eine großartige Footballkarriere vor sich hatte. Stattdessen lebt er mit seiner faulen Frau Peggy zusammen, mit der er zwei Kinder hat. Kelly ist die ältere und wird nichts umsonst „Dumpfbacke“ genannt. Bud ist der jüngere scheitert immer wieder an Beliebtheit und bei den Frauen. Irgendwie rauft sich die Familie aber doch immer zusammen, vor allem wenn es um die „perfekten“ Nachbarn geht. Marcy und Steven Roades geht. In den späteren Staffeln wird Steven durch den Draufgänger Jefferson D’Arcy ersetzt.

Darum geht’s – in der Folge

Al schaltet durch das Weihnachtsprogramm, wo überall das gleiche läuft. Schließlich bleibt er bei der einen Sendung hängen, die ihn interessieren könnte. Doch Peggy kommt hinzu und will das nicht gucken. Zusammen schalten sie weiter durch und streiten sich pausenlos über das Weihnachtsprogramm. Währenddessen versuchen Kelly und Bud das Geschenk für ihren Vater heimlich in die Wohnung zu bekommen. Außerdem geben Marcy und Jefferson eine Weihnachtsfeier, zu der Al aber nicht mehr eingeladen wurde, nachdem er sich im Jahr zuvor absolut daneben benahm. Auch dies versuchen sie vor ihm zu verbergen.

Der Weihnachtszauber

Der Hauptinhalt der Folge ist eigentlich, dass an Weihnachten immer das gleiche im Fernsehen läuft und wenn ein Sender nicht das typische sendet, dann ist es der allergrößte Schrott. Und auch wenn es die Fraktion gibt, die sich jedes Jahr wieder auf Sissi oder auf Drei Haselnüsse für Aschenbrödel freut, kann doch keiner leugnen, dass das Weihnachtsprogramm des traditionellen Fernsehens jedes Jahr das gleiche aufweist. Und ja, ich weiß, dass es eine deutliche Doppelmoral ist, dass ich jedes Jahr wieder zu Weihnachten „Weihnachten bei Hoppenstedts“ von Loriot gucke. Ich geh jetzt meine Platte hören.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 14. Türchen

Brooklyn 99 – Yippie Hurra, Schweinebratze – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Viel Betrieb im 99. Revier des NYPD. Auf humorvolle Weise begleitet die Serie den Alltag des Reviers und dessen sehr unterschiedliche Charaktere.

Darum geht’s – in der Folge

Während Captain Hoult und Rosa Amy zum Eisbaden einladen, wollen Gina, Boyle und Jake im Einkaufszentrum noch schnell ein Geschenk besorgen. Doch dort findet ein Überfall statt. Jake ist total aus dem Häuschen, weil er hofft seinen ganz eigenen Stirb Langsam-Moment zu bekommen.

Der Weihnachtszauber

Und jedes Jahr wieder die Frage. Zählt Stirb Langsam als Weihnachtsfilm? Ich finde ja und bin total begeistert, wie die Chaoten vom 99. dem Film ihren Tribut erweisen. Auch wenn Boyle die berühmten Worte ein wenig verdreht.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 13. Türchen

Downton Abbey – Weihnachtsspecial – Staffel 5 Folge 9

Darum geht’s – in der Serie

Downton Abbey ist ein Herrschaftssitz in Yorkshire. Dort lebt die Familie Crawley mit ihren Angestellten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es werden historische Ereignisse, wie der Untergang der Titanic und der erste Weltkrieg, politische Umbrüche, wie Frauenwahlrecht und die erste Labour-Partei, sowie persönliche Schicksale behandelt.

Darum geht’s – in der Folge

1924. Familie Crawley sind zur Jagd auf Brancaster Castle in Northumberland eingeladen. Während Mary auf den charmanten Lord Talbot trifft, lernt Edith den Verwalter Bertie kennen. Anna sitzt derweil immer noch im Gefängnis, bis ihr Mann Mister Bates ein falsches Geständis ablegt und aus dem Land flieht. Tom will nach den Festtagen in die USA ziehen und Lord Crawley hat Magenschmerzen.

Der Weihnachtszauber

Eine Folge Downton Abbey zusammen zu fassen ist schon sehr schwierig, da meist sehr viel passiert. Ab Staffel 2 gab es jedes Jahr ein Weihnachtsspecial, doch ich hab mich für das der fünften Staffel entschieden, weil hier viele offene Handlungsstränge aufgegriffen wurden und weil hier das Weihnachtsfest tatsächlich den größten Anteil an der Folge hat, was bei den anderen Weihnachtsspecial eher weniger der Fall war. Die Familie und die Dienerschaft sind gezeichnet von Einigkeit und Frieden.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 12. Türchen

Der Prinz von Bel-Air – Weihnachtsvorstellung – Staffel 2 Folge 13

Darum geht’s – in der Serie

Will Smith – gespielt von Will Smith – wird von seiner Mutter aus dem „Ghetto“ Philadelphias zu seinem reichen Onkel und dessen Familie nach Bel-Air geschickt. Dort treffen zwei Welten aufeinander.

Darum geht’s – in der Folge

Familie Banks fährt über Weihnachten in eine Skihütte in Utah. Dort treffen sie auf Tante Vivians Schwestern, inkl. Wills Mutter, und deren Anhang. Durch einen Buchungsfehler gibt es zu wenig Betten und als die Kinder alleine dort sind, werden sie auch noch überfallen und ausgeraubt. Doch kann das die Weihnachtsstimmung wirklich trüben?

Der Weihnachtszauber

Auf meine vorangehende rherotische Frage gibt es natürlich nur die Antwort: Nein. Denn wenn Familie Banks zusammen kommt, ist gute Laune vorprogrammiert. Vor allem die vier Schwestern sind dann kaum zu bremsen. Auch wenn hier gleich zwei „Grinches“ versuchen das Weihnachtsfest zu sabotieren. Einmal der Vermieter, der die viel zu kleine Hütte vermietet hat, und zum anderen der Dieb, der die Kinder überfällt. Aber mit genug Witz und Charme ist die Folge trotzdem eine schöne Weihnachtsfolge.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Verpasst, aber nicht vergessen -Teil 9.3

So weiter geht es mit meiner Aufräumaktion in dieser Kategorie. Diesmal geht es um das Jahr 2017. Die Beträge für 2014/15 und 2016 findet ihr verlinkt in den Jahreszahlen.

2017

1) Begabt

Frank Adler (Chris Evans) sorgt seit dem Suizid seiner Schwester für deren Tochter Mary. Das diese ebenso hochbegabt wie ihre Mutter ist, ist offenkundig, dennoch versucht Frank ihr eine normale Kindheit zu ermöglichen. Als sich die Schulleiterin einmischt, da sie Mary eher auf einer Begabtenschule sieht, wird Großmutter Evelyn hinzugezogen. Ein Gerichtsstreit um das Sorgerecht entbrennt.
Begabt setzt sich mit der Frage auseinander, ob hochbegabte Kinder wirklich eine Frühförderung brauchen oder ob sie wie jedes andere Kinder aufwachsen sollen. Dabei drückt der Film die Charaktere ganz bewusst in Extreme, was der eigentlichen Diskussion jedoch schadet. Lediglich die Onkel-Nichte-Beziehung ist mit so viel Herz überschüttet, das die Sympathie im Film doch noch entstehen kann.

2) Das Belko-Experiment

Der Horror für jeden Büroangestellten. In einer Filiale von Belko Industries sind alle Mitarbeiter mit einem Chip im Nacken angeblich vor Entführungen geschützt. Eines Tages wird das Bürogebäude abgeriegelt und eine Stimme fordert über die Sprechanlage alle Mitarbeiter auf drei Kollegen zu töten, ansonsten würden über die Sprengsätze in den Chips die doppelte Menge getötet werden.
Herzlich Willkommen zu den diesjährigen Büro-Spielen, und möge das Glück stets mit euch sein. Als Vorbild dürfte Drehbuchautor James Gunn (Guardians of the Galaxy) gewiss entweder die Hunger Games Reihe oder deren Vorbild Battle Royal gedient haben. Die Frage ist hier, wie wird mit so einer Ankündigung umgegangen. Schnell teilt sich das Büro in zwei Lager. Den Pazifisten, die versuchen Hilfe zu holen und zu fliehen, und denen, die jeden töten würden, um nur ihr eigenes Leben zu retten. Kein Film für Leute mit schwachen Nerven.

3) Jahrhundertfrauen

Die alleinerziehende Dorothea (Anette Benning) ist mit der Erziehung ihres Sohnes Jamie (Lucas Jade Zumann) völlig überfordert und hat Angst, dass die männliche Komponente der Erziehung einfach fehlt. Sie bittet Jamies Freundin Julie (Elle Fanning) und ihre Untermieterin Abbie (Greta Gerwig) um Hilfe.
Braucht es einen Mann um einen Mann großzuziehen? Diese Frage ist im Film allgegenwärtig. Drei Frauen, die sehr unterschiedlich sind, versuchen Jamie zu helfen und vertreten dabei zum einen absolut unterschiedlich Ansätze und zum anderen haben sie auch noch ihre ganz eigenen Probleme. Daraus wird ein Film, der über seine tiefgründigen Dialoge hinaus versucht auch eine witzige Komponente einzufügen, diese aber nicht so richtig umsetzen kann.

4) Boston

2013 kommt es beim Boston-Marathon zum undenkbarem: Beim Zieleinlauf explodiert eine Bombe. Schnell ist klar, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Die zuständigen Polizisten und ein Spezialteam arbeiten in den nächsten Tagen fieberhaft an der Aufklärung und damit gegen die Zeit.
Boston ist erzählt aus der Sicht des Polizisten Tommy Saunders (Mark Wahlberg), der sowohl beim Marathon anwesend war, als auch bei den weiteren Ermittlungen hilft. Dadurch ist der Zuschauer bei allen Entwicklungen direkt dabei. Während der Film am Anfang eine ungeheure Wucht hat und mit der Darstellung wohl alle fassungslos macht, verliert er gegen Ende leider seine erzählerische Macht. Denn der Anschlag selbst wird aus verschiedenen Sichten erzählt und baut damit bereits einen großen Spannungsbogen auf. In Folge dessen verfolgt der Zuschauer zum einen das schnell gegründete Spezialteam, das sich sofort in die Ermittlungen stürzt. Andererseits bleibt die Kamera bei den Läufern. Bei dem Entsetzen der Zuschauer. Bei den schnell überfüllten Krankenhäusern. Die berührendste Szene für mich war die im OP einer Läuferin, bei der die Ärzte das Bein untersuchen und sehr schnell feststellen, dass es nicht zu retten ist und damit zur Knochensäge greifen, um eine Amputation durchzuführen. Denn während der Film bereits wieder bei den Ermittlungen war, war ich gedanklich noch immer in diesem OP-Saal, wo ein junges Mädchen ihr Bein verlor. Genau diese Emotionalität wird dann aber absolut verschwendet, indem sich der Film auf das Fassen der Täter in einer unübersichtlichen Nacht und Nebel Aktion verliert.

5) Table 19

Eloise (Anna Kendrick) hat die beinah perfekte Hochzeit für ihre älteste Freundin geplant. Doch als sie sich von ihrem Freund trennt und dieser der Trauzeuge des Bräutigams ist, wird sie von ihrer Pflicht als Brautjungfer entbunden. Als sie dennoch anreist, landet sie am Tisch 19. Der Tisch, der am weitesten von allen entfernt ist und nur die Gäste beinhaltet, die eigentlich keiner dabei haben wollte. Die ungleiche Gruppe lernt sich im Laufe der Feier besser kennen und erfahren so manche Geheimnisse von den anderen.
Table 19 ist ein Film mit mehreren Komponenten. Die Ex-Brautjungfer Eloise steht dabei deutlich im Mittelpunkt. Eine Hochzeit einmal aus der Sicht der „Verstoßenen“ zu erleben, hat zwar bis zu einem gewissen Punkt seinen Reiz, verliert sich aber irgendwann in zu vielen Geschichten, so dass zwar eine engagierte Anna Kendrick und der restliche Cast sich sichtlich Mühe geben, doch Regisseur Jeffrey Blitz nicht ohne Slapstick-Momente auskommt.

6) Hampstead Park

Emily Walters (Diane Keaton) ist Witwe und lebt im Londoner Nobel-Viertel Hampstead. Sie fühlt sich zunehmend eingeengt in der perfekten Fassade ihrer Freundinnen und den Erwartungen an sie. Eines Tages sieht sie im gegenüberliegenden Park einen Mann (Brendon Gleeson), der so gar nicht in das Viertel passen mag. Als sie ihn in seiner Hütte besucht, ist sie sogleich von ihm fasziniert. Sie hilft ihm dabei sich vor den Immbobilienhaien zu schützen, die es auf das Land unter seiner Hütte abgesehen haben und beide kommen sich näher.
Hampstead Park befasst sich mit dem Ausbrechen aus bekannten Konventionen und schnappt sich dafür die begabte Diane Keaton. An ihrer Seite wird Brendon Gleeson zu einem mürrischen Gesellen, die sich gerade durch ihre Gegensätze anzuziehen scheinen. Herauskommt eine süße kleine Geschichte, die sich der Liebe von mehreren Seiten nähert und beleuchtet.

7) The Circle

Die junge Psychologie-Absolventin Mae (Emma Watson) bekommt ihren Traumjob bei der Firma „The Circle“, die in einer nahen Zukunft alle Social Media Aktivitäten in sich vereint. Dabei wird von Transparenz gesprochen, was jedoch in mehreren Beispielen als absolute Kontrolle dargestellt wird.
Der Film ist ein absolut gelungenes Beispiel für eine gute Idee, die wohl auch auf einem starken Buch basieren soll, jedoch mit einer absolut grottigen Umsetzung aufwartet. Den Bezug zu Protagonistin Mae hat man bereits nach 20 Minuten verloren und beobachtet nun kopfschüttelnd ihre Naivität. Während hier die Dystopie durch eine Übermacht der sozialen Medien demonstriert wird, kommt genau diese Diskussion viel zu kurz. Dabei versucht der Film die Sichtweise immer wieder zu ändern, scheint sich dabei aber eher lose an einem Gesamtwerk zu orientieren. Kurzum: Der Film funktioniert einfach nicht.

8) What happened to Monday

In dieser Zukunftsversion kommt es immer vermehrt zu Mehrlingsgeburten, was zu einer absoluten Überbevölkerung führt. Es wird eine Ein-Kind-Politik eingeführt, die dazu führt, dass nur ein Kind bei seiner Familie verweilen darf. Als Terrence Settmann vor den Siebenlingen seiner bei der Geburt verstorbenen Tochter steht, nimmt er kurzerhand alle mit und trichtert ihnen ein, dass sie nur an einem Wochentag das Haus verlassen dürfen. Sie werden benannt nach eben diesem Wochentag und verkörpern außerhalb alle die Person Karen Settmann (Noomie Rapace). Doch eines Tages kehrt Monday nicht zurück.
Eine brutale Zukunftsversion, die sich mit diesem Szenario dem Thema Überbevölkerung nähert. Dabei inszeniert Regisseur Tommy Wirkola einen spannenden Thriller, der neben einer angespannten Familiengeschichte auch das Zukunftsszenario auserzählt.

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 11. Türchen

Castle – Das Geheimnis des Weihnachtsmannes – Staffel 5 Folge 9

Darum geht’s – in der Serie

Richard Castle (Nathan Fillion) ist ein sehr erfolgreicher Krimiautor. Als in New York zwei Morde nach dem Vorbild seiner Romane verübt werden, wird er zu den Ermittlungen hinzugezogen. Doch nach den Ermittlungen hat er Blut geleckt und schafft es durch seine Kontakte beim Bürgermeister dauerhaft zum Team zu gehören. Das gelernte verarbeitet er in weiteren Werken. Sein Gegenpart ist Kate Beckett (Stana Katic), die Castle immer wieder auf den Boden der Tatsachen ziehen muss.

Darum geht’s – in der Folge

Der Weihnachtsmann ist vom Himmel gefallen. Zumindest sieht es am Tatort ganz danach aus. Bei ihren Ermittlungen finden Castle und Beckett heraus, dass der vermeintliche Weihnachtsmann einst ein skrupeloser Geschäftsmann war, ehe er einen kompletten Lebenswandel vollzogen hat und zum Vollzeitweihnachtsmann wurde. Währenddessen ist Castle enttäuscht, da seine Mutter und Tochter nicht mehr an der Heilig Abend Tradition festhalten wollen, sondern eigene Pläne haben. Beckett hingegen soll das erste Mal an der Tradition teilnehmen, aber hat die Feiertagsschicht zugeteilt bekommen.

Der Weihnachtszauber

Im Crimegenre scheint es beliebt zu sein den Weihnachtsmann als Mordopfer zu nehmen. Hier handelt es sich aber nicht einfach nur um einen Vollzeitweihnachtsmann, sondern auch um einen Mann, der sein Leben komplett geändert hat und die Werte von Weihnachten das ganze Jahr über lebt. Gleichzeitig ist auch die Nebenhandlung um Castles Heilig Abend Tradition sehr weihnachtlich und zeigt die verschiedenen Erfahrungen und Meinungen dazu.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 10. Türchen

Aggretsuko – We wish you a metal christmas – Sonderfolge

Darum geht’s – in der Serie

Retsuko ist eine rote Pandadame, die in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeitet. Während sie tagsüber eher still und schüchtern ist, geht sie abends heimlich in eine Karaokeeinrichtung und singt sich ihren Frust von der Seele – und zwar in bester Death Metal Manier.

Darum geht’s – in der Folge

Retsuko hat Instragram für sich entdeckt. So durchstreift sie verschiedene Lokale auf der Suche nach einem guten Motiv für möglichst viele Likes. Als Weihnachten vor der Tür steht, merkt sie, dass sie sich nichts vorgenommen hat zu Weihnachten und daher auch nicht das perfekte Instragramfoto schießen kann. Schnell verfällt sie in Panik.

Der Weihnachtszauber

Verborgen unter der Prämisse der instragramfähigen Weihnachtsfeier geht es auch darum, was ein Single an Weihnachten macht, wenn er nicht mit dem Partner feiert. Dazu ist auch zu sagen, dass Aggretsuko in Japan spielt und dort Weihnachten nicht das gleiche ist, wie bei uns. In Japan wird zwar immer mehr Weihnachten gefeiert, allerdings ist es eher ein zweiter Valentinstag für Paare und hat nichts mit der Religion zu tun. Somit ist die Folge auch ein Einblick in das Weihnachten mit anderer Tradition.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Neulich in der Sneak: The Peanut Butter Falcon

Ein Vorwort

Schauspieler mit Down-Syndrom sind in Filme rar gesät, tauchen in letzter Zeit jedoch immer mal wieder als Sidekick mit auf. Denken wir an … in Die Goldfische oder … in Glee, so fallen einem doch ein paar Beispiele ein, es bleibt jedoch eine Seltenheit. Ein Schauspieler mit Down-Syndrom gleich als Mithauptdarsteller eines Buddy-Movies zu engagieren, war wohl lange Zeit undenkbar. Zu viele Vorurteile standen im Weg. Nun haben das Regisseurenduo Tyler Nilson und Michael Schwartz mit ihrem aktuellen Werk alle eines besseren belehrt. Warum The Peanut Butter Falcon ein Film mit absolut großem Herz ist, verrate ich euch in meiner Kritik.

Die Handlung

Zak (Zack Gottsagen) hat Down-Syndrom und wurde von seiner Familie verstoßen, weswegen er in einem Altenheim untergebracht wurde. Die Pflegerin Eleanor (Dakota Johnson) versucht ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Zak hat jedoch nur einen Traum. Er will in die Wrestlingschule in Ayden von „Salt Water Redneck“, deren Werbung er auf einer alten Videokassette immer und immer wieder angesehen hat. Als ihm eines Nachts die Flucht gelingt, trifft er auf Tyler (Shia La Beouf). Der ehemalige Krabbenfischer und inzwischen Kleinkriminelle ist auf der Flucht vor den Konsequenzen seines Handelns und irgendwo auch vor der Vergangenheit. Zunächst ist er wenig begeistert, als Zak sich an seine Fersen heftet, doch schon bald entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft.

Meine Meinung

Nachdem uns Anfang des Jahres bereits „Green Book“ mit einem ungleichen Freundschaftspaar und einem schönen Road-Trip begeistern konnte, bringt The Peanut Butter Falcon erneut ein sehr ungleiches Paar auf die Leinwand. Diesmal geht es quer durch die Landschaft North Carolinas. Allein die dabei entstehenden Naturaufnahmen sind schon ein Augenschmaus. Gleichzeitig nimmt der Film aber auch kein Blatt vor den Mund. Die Reise der beiden Protagonisten wird nicht als einfacher Spaziergang dargestellt, es wird aber auch nicht übertrieben auf die Steine im Weg hingewiesen.
Dies spricht gleich einen großen Vorteil des Films an. Denn das Regisseurenduo beruft sich in vielen Szenen auf die alte Filmmacher-Weisheit „Show, don’t tell“ (auf Deutsch: Zeigen, nicht erzählen). Und so bleibt es bei vielen Szenen, gerade was die Vergangenheit von Tyler betrifft, bei Andeutungen über ein paar Bildern aus der Erinnerung, ohne das er groß erzählen muss, warum er so geworden ist. Und das funktioniert in diesem Film so gekonnt, weil sich die Bilder mühelos in die Geschichte einweben lassen und doch einen Großteil zur Charakterisierung beitragen.
Der größte Pluspunkt des Films dürften aber seine beiden Protagonisten sein, die im Laufe des Films eine unglaubliche Dynamik entwickeln. Hier merkt man dem Film an, dass sich nicht nur eine Freundschaft entwickeln sollte, sondern gleich ein Familiengefühl. Beide sind von allen verlassen und fühlen sich einsam. Beide haben Ziele, die in die ungefähr gleiche Richtung führen. Und beide haben ihre Verfolger, die ihnen weiter Steine in den Weg legen. Leider kommt zu diesem funktionierendem Trio im letzten Dritten noch Dakota Johnsons Eleanor dazu. Wobei sich Johnson tatsächlich Mühe gibt, ihrem Charakter irgendetwas besonderes zu verleihen, bleibt er doch absolut eindimensional und scheint nur ein Mittel zu sein, um bestimmte Handlungsstränge noch einweben zu können. Damit stört sie ein bisschen die Dynamik des Ganzen, bringt aber gleichzeitig noch die Diskussion um das Down-Syndrom Zaks mit ein.
Denn zuvor wird dies eigentlich nur von Statisten eingebracht, die ihn immer wieder als Mungo beschimpfen. Erst die überfürsorgliche Eleanor bringt bei Tyler das Fass zum überlaufen. Er ist mit Zaks bereits eine ganz schön weite Strecke bekommen und hat ihm einiges beigebracht, ohne sich irgendwie an der Trisomie 21 zu stören, Eleanor behandelt ihn jedoch wie ein kleines Kind, das sie bevormunden muss. So ist es schön, dass die Diskussion nicht den ganzen Film dominiert, aber trotzdem Eleanors Verhalten nicht unkommentiert bleibt.
Schauspielerisch ist zu sagen, dass sich hier keiner der Darsteller verstecken muss. Während Shia LaBeouf endgültig über seinen Transformers-Schatten gesprungen zu sein scheint und sich schauspielerisch im Minimalismus anordnet, was perfekt zu seinem schweigsamen Charakter passt, muss sich Newcomer Zack Gottsagen keinesfalls verstecken. Die Darstellung eines jungen Mannes mit Down-Syndrom, der nur in Unterwäsche aus einem Altenheim flieht, hätte leicht ins Lächerliche abdriften können. Aber die Regisseure setzen seine Szenen so gelungen um und Gottsagen spielt sich so schnell in die Herzen der Zuschauer, dass der Balanceakt absolut gelungen ist. Auch Dakota Johnson zeigt hier deutlich mehr Emotionen als in anderen Filmen, durch sie bekannt ist, schafft es aber nicht ihrem eindimensionalem Charakter Tiefe zu verleihen, was aber eher am Drehbuch als am Schauspiel liegt.
Auch am Ende beweist das Regisseurenduo einen kühlen Kopf. Während die finale Wrestling-Szene vielleicht etwas zu abgedreht für den ansonsten bodenständigen Film ist, wird etwas händeringend nach einem befriedrigenden Ende gesucht. Hier wurde nur eine Abschlussszene eingefügt, die den Zuschauer als Erklärung befriedigt und dennoch nicht mit dem Film an sich bricht.

Das Fazit

The Peanut Butter Falcon ist ein Road-Movie mit ganz viel Herz. Getragen von seinen Hauptdarstellern entwickelt er eine ganz eigene Dynamik, die einen mitreißt und bis zum Ende nicht loslässt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

The Peanut Butter Falcon läuft ab dem 19.12.2019 in den deutschen Kinos.

Mein Serien-Adventskalender: 24x Weihnachten in Serie(n) – 9. Türchen

Big Time Rush – Big Time Weihnachten – Staffel 2 Folgen 8 und 9

Darum geht’s – in der Serie

Das Leben von Kendall, James, Logan und Carlos wird auf den Kopf gestellt, als der bedeutende Musikproduzent Gustavo Rocque sie castet, um aus ihnen eine Boyband zu machen. Aus dem kalten Minnesota ziehen sie ins sonnige Los Angeles. Doch Boyband wird man eben nicht über Nacht.

Darum geht’s – in der Folge

Big Time Rush ist voller Vorfreude über die Weihnachtstage nach Hause zu fliegen, denn in Minnesota liegt immerhin Schnee. Doch auf dem letzten Drücker kommt ihr Manager Griffin vorbei und beauftragt sie einen Weihnachtssong aufzunehmen. Da alle nur wenig Zeit haben, um ihre Flüge noch zu kriegen, muss schnell ein Song her, doch Gustavo hat ein kreatives Loch, da er eigentlich längst auf Fiji sein wollte. Nachdem diese erste Hürde bewältigt wurde, beschließt Griffin, dass er noch zwei weitere Song braucht und beide müssen mit anderen Promis eingesungen werden. Doch wo sollen sie am Heiligen Abend noch schnell einen Promi herbekommen?

Der Weihnachtszauber

Hier wird das Thema Weihnachtswunder wunderbar angeschnitten und mit dem typischen Humor unterlegt. Dabei wird hier wunderbar die These von The Big Bang Theory wiederlegt und noch einmal nage gelegt, dass es nicht auf den Ort oder die Geschenke ankommt, solange man mit Freunden und Familie zusammen ist. Unterlegt wird das ganze gleich mit vier schmissigen Weihnachtssong, wobei mir zumindest das letzte voll und ganz aus der Seele spricht.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho