Die 94. Academy Awards – Meine Prognose

In der Nacht von Sonntag zu Montag ist es wieder soweit und die 94. Academy Awards werden verliehen. Im Vorfeld habe ich euch bereits eine Übersicht der Nominierten bereitgestellt. Nun soll es um meine alljährliche Prognose gehen. Dabei unterscheide ich wieder in offizieller Tipp und persönlicher Favorit. Aus arbeitstechnischen Gründen kann ich die Verleihung dieses Jahr nicht live verfolgen, weswegen ich am Montag im Laufe des Tages die Gewinner*innen nachtragen werde.

Bester Film 

Offizieller Tipp:               Belfast
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Coda

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Jane Campion
Persönlicher Favorit:     Kenneth Branagh

And the Oscar goes to: Jane Campion

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Benedict Cumberbatch
Persönlicher Favorit:      Andrew Garfield

And the Oscar goes to: Will Smith

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Kristen Stewart
Persönlicher Favorit:      Olivia Coleman

And the Oscar goes to: The Eyes of Tammy Faye

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Ciaran Hinds
Persönlicher Favorit:     Ciaran Hinds

And the Oscar goes to: Troy Kotsur

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Aunjanue Ellis
Persönlicher Favorit:     Judi Dench

And the Oscar goes to: Ariana deBose

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Drive my car
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Coda

Bestes Originaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Belfast
Persönlicher Favorit:     Belfast

And the Oscar goes to: Belfast

Beste Kamera

Offizieller Tipp:              West Side Story
Persönlicher Favorit:    West Side Story

And the Oscar goes to: Dune

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              Dune
Persönlicher Favorit:    Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               Dune
Persönlicher Favorit:     Cruella

And the Oscar goes to: Cruella

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:               Encanto
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:             No time to die – Keine Zeit zu sterben
Persönlicher Favorit:   Somehow You Do – Four Good Days

And the Oscar goes to: No time to die

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Dune
Persönlicher Favorit:     Cruella

And the Oscar goes to: The Eyes of Tammy Faye

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:            Dune
Persönlicher Favorit:   Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bester Ton

Offizieller Tipp:               Dune
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Dune

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               Dune
Persönlicher Favorit:     Dune

And the Oscar goes to: Dune

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:              Encanto
Persönlicher Favorit:    Encanto

And the Oscar goes to: Encanto

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:  The Windshield Wiper

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: The long Goodbye

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: Summer of Soul

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: The Queen of Basketball

Bester internationaler Film

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: Drive my car

Auswertung (folgt nach der Verleihung)

Richtig offizieller Tipp:                   8
zusätzlich persönlicher Favorit:    2
Enthaltungen:                                5
Falsch gelegen:                            8                     

Die 94. Academy Awards – Die Nominierten

Etwas später als gewöhnlich, aber dennoch früher als im letzten Jahr, ist es wieder soweit: Die Academy Awards – besser bekannt als die Oscars – werden verliehen. Diesmal geht es um die Filme, die 2021, also im zweiten Pandemiejahr, in den amerikanischen Kinos anliefen. Einige davon habe ich gesehen, wie jedes Jahr aber auch wieder einige verpasst. Heute möchte ich euch die Kandidaten mit mehreren Nominierungen vorstellen und verlinke entweder zu meiner bestehenden Kritik, gebe meine Kurzmeinung oder verweise auf den noch ausstehenden Starttermin oder andere Gründe, warum ich nicht gesehen habe. Sollte ich nach Erscheinen des Beitrags, aber vor der Verleihung, noch einen nachholen, würde ich diesen hier nachträglich einfügen.

The Power of the Dog

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptierte Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller (2x), Beste Nebendarstellerin, Bester Schnitt, Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bestes Szenenbild

Die Handlung: Phil (Benedict Cumberbatch) und George Burbank (Jesse Plemons) leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose (Kirsten Dunst). Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter (Kodi Smit-McPhee) kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt.

Meine Meinung: Ich mag keine Western. Dementsprechend lange habe ich mich gegen The Power of the Dog gewährt. Durch die Oscarnominierung habe ich ihn mir jetzt doch angesehen und muss sagen: Ich habe mich einfach nur durchgequält. Die Charaktere sind sehr intensiv gezeichnet, so dass gerade der Anfang durch Protagonist Phil Burbank schwer zu ertragen war. Dies bessert sich im Laufe des Films und nach circa der Hälfte erzeugt der Film zumindest kein Unbehagen mehr. Aufgeteilt in mehrere Akte sucht man einige Zeit den roten Faden vergebens. Erst gegen Ende setzen sich einzelne Handlungen zu einer logischen zusammen. Schauspielerisch  wurden viele Darsteller*innen ebenfalls nominiert. Leider hat mich keine einzige Darstellung überzeugt, so dass ich nicht weiß, woher die vielen Nominierungen kamen. Jesse Plemonts hat keinerlei Tiefgang vom Charakter und Kirsten Dunst spielt gleichzeitig zu dick aufgetragen und doch blass bleibend. Lediglich Benedict Cumberbatch sieht man die darstellerische Leistung an, auch wenn der Charakter eher negativ im Gedächtnis bleibt.

Das Fazit: The Power of the Dog ist langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.

Dune

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptierte Drehbuch, Beste Filmmusik, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Beste visuelle Effekte, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und Frisuren

Die Handlung: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen (Stellan Skarsgard) zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides (Timothee Chalamet), Sohn des Herzogs (Oscar Isaac), hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr?

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Dune beeindruckt auf allen Ebenen. Die Handlung nimmt sich Zeit ist aber gleichzeitig an jeder Stelle spannend, Score und Besetzung ist einfach nur herausragend. Aber gerade optisch ist es wohl einer der besten Filme der letzten Jahre, wenn nicht sogar aller Zeiten.

Belfast

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Nebendarstellerin, Bester Nebendarsteller, Bester Song, Bester Ton

Die Handlung: Der neunjährige Buddy (Jude Hill) lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Belfast ist ein sehr ruhig erzähler Film über tragische Ereignisse, wunderbar duchleuchtet durch die Augen eines Kindes.

West Side Story

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin, Beste Kamera, Bester Ton, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign,

Die Handlung: Die Upper West Side ist eine einzige große Baustelle. Dennoch rivalisieren hier die Jets und die Sharks um die Vorherrschaft. Während einer Tanzveranstaltung trifft der zu den Jets gehörende Toni (Ansel Elgort) auf Maria (Rachel Zegler), die Schwester des Sharksanführers Bernardo (David Alvarez). Während sich die beiden ineinander verlieben, droht ein alles entscheidender Kampf zwischen den beiden Gruppen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: West Side Story ist Spielbergs Variante des Klassikers. Viel Potential verschenkt, leider mit sehr schwachem Hauptdarsteller, kann der Film gerade durch Setdesign und Inszenierung punkten.

King Richard

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bester Schnitt, Bester Song

Die Handlung: Richard Williams (Will Smith) ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus (Saniyya Sidney) und Serena (Demi Singleton) wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: King Richard funktioniert an vielen Stellen sehr gut und scheitert an der Fokussierung auf Richard Williams statt seiner Töchter oder der Familie als Ganzes. Dennoch spannend und gut inszeniert.

Don’t look up

Nominiert für: Bester Film, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bestes Originaldrehbuch

Die Handlung: Eine Gruppe Wissenschaftler*innen erkennt einen riesigen Meteoriten, der direkt auf die Erde zusteuert und das Leben auf dieser auszulöschen droht. Doch statt Vorkehrungen zu treffen, werden sie von der Präsidentin ausgelacht und von der Öffentlichkeit denunziert. 

Meine Meinung: Das Problem mit Don’t look up ist, dass er zu nah an der Realität ist. Und dabei leider an der, die man im Kino/beim Filmabend eher ausblenden möchte. Vor ein paar Jahren hätte man den Film noch als Satire nehmen können und hätte herzlich darüber gelacht. Doch inzwischen blieb einem eher das Lachen im Hals stecken, weil es zeitgleich genauso passierte. Die Wissenschaftler*innen, die warnen, und sich dafür rechtfertigen müssen. Der Präsident, der das Volk bewusst mit Fake News füttert. Dadurch hinterlässt der Film eher eine Schweregefühl, anstatt einen nebenbei noch zu unterhalten, wie andere Adam McKay Filme. Dabei funktioniert der Aufbau und das Schauspiel sehr gut, auch wenn einiges sehr überzeichnet gespielt wird.

Das Fazit: Don’t look up ist in sich rund erzählt, schießt aber über das Ziel die Realität satirisch darzustellen über das Ziel hinaus, und ist in der aktuellen schweren Zeit einfach zu beklemmend realistisch.

Drive my car

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Internationaler Film

Die Handlung: Zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau will Regisseur Yusuke Kafuku (Hidetoshi Nishijima) wieder für ein Filmfestival arbeiten. Dabei wird ihm die junge Fahrerin Misaki Watari (Toko Miura) zugeteilt, zu der er nach einer Eingewöhnungsphase eine tiefe Verbindung aufbaut.

Drive my Car habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Nightmare Alley

Nominiert für: Bester Film, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Stan Carlisle (Bradley Cooper) heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete (David Strathairn) kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly (Rooney Mara) durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord.

Meine Meinung: Nightmare Alley schafft es innerhalb weniger Szenen eine wahnsinnig tiefgehende Atmosphäre zu erzeugen. Protagonist Sam hat zu dem Zeitpunkt noch kein einziges Wort gesagt und doch ist man bereits mitten im Film dabei. Gerade zu Anfang scheint sich eine typische Jahrmarktgeschichte aufzubauen, die nach dem ersten Dritten jedoch aufgebrochen wird. Im Folgenden ist die Handlung deutlich vorhersehbar, vor allem auch weil Cate Blanchett zwar für ihre Rolle perfekt gecastet ist, durch den Cast die Absichten aber sehr durchschaubar werden. Während der Film gerade in Atmosphäre, Setting und Schauspiel sehr stark bleibt, nimmt zu zunehmend in der Handlung ab. Die Überraschungsmomente bleiben aus, es wird sich sturr an Klischees abgearbeitet. Schade, denn gerade nach dem ersten Drittel hatte ich mir mehr erhofft. Wie schon in Pans Labyrinth schafft es Guillermo del Toro den Film irgendwo Richtung Horror und Psychothriller tänzeln zu lassen, ohne zu abschreckend für die durchschnittlichen Zuschauenden zu sein.

Das Fazit: Nightmare Alley brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt.

Being the Ricardos

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller

Die Handlung: Das Ehepaar Lucille Ball (Nicole Kidman) und Desi Arnaz (Javier Bardem) sind in Los Angeles im Jahr 1952 mitten in den Dreharbeiten zu I love Lucy. Doch der Verdacht, dass Lucille eine Kommunistin sei, und Desis Beziehung zu einer anderen Frau belasten die beiden, ihre Ehe und damit den Dreh.

Being the Ricardos habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Coda

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptierte Drehbuch, Bester Nebendarsteller

Die Handlung: Ruby Rossi (Emilia Jones) ist die einzige Hörende in einer gehörlosen Familie. Ihre größte Leidenschaft ist die Musik und das Singen, was ihre Familie nicht nachvollziehen kann. Während ihr Musiklehrer (Eugenio Derbez) ihr Talent fördern will, braucht ihre Familie sie als Dolmetscherin an Bord ihres Fischkutters.

Coda habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Encanto

Nominiert für: Beste Filmmusik, Bester Filmsong, BesterAnimationsfilm

Die Handlung: Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Encanto ist ein zugleich herzerwärmender, wie auch herzzerreisender Film über den Platz in der Familie finden. Typische Disneymuster sorgen dafür, dass er an vielen Stellen vorhersehbar ist, wodurch die Qualität dennoch nicht geschmälert wird. 

Frau im Dunkeln

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Bestes adaptierte Drehbuch

Die Handlung: Leda (Olivia Coleman) ist für eine Auszeit ans Meer gereist. Dort wird sie jedoch von einer Mutter (Dakota Johnson) und deren Tochter in ihrer Ruhe gestört. Dabei kommen verdrängte Erinnerungen an die Zeit mit ihrer Tochter zurück, die sie aus der Bahn werfen

Frau im Dunkeln habe ich im Vorfeld nicht geschafft zu sehen.

Keine Zeit zu sterben

Nominiert für: Beste visuelle Effekte, Bester Ton, Bester Filmsong

Die Handlung: Fünf Jahre nach Spectre wird die Biowaffe „Herakles“ aus einem Labor in London gestohlen. Da der MI6 und M ihre Finger mit im Spiel haben, wird eine Agentin (Lashana Lynch) auf den flüchtigen Forscher Obruchev (David Dencik) angesetzt. Gleichzeitig bittet Felix Leiter (Jeffrey Wright) von der CIA James Bond (Daniel Craig) ebenfalls um Hilfe bezüglich Herakles. Obwohl eigentlich im Ruhestand, muss Bond von Kuba zurück nach London und sich einigen Personen aus der Vergangenheit stellen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: No time to die vereint die gelungenen Elemente aus den bisherigen Craig-Bonds zu einem fulminanten Finale. Kleinere Stolpersteine in der Handlung und eine große Emotionalität dürften die Fans spalten, aber gerade das lockerere Drehbuch belohnt in vielen Kleinigkeiten. 

Licorice Pizza

Nominiert für: Bester Film Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch

Die Handlung: Gary Valentine (Cooper Hoffman) trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane (Alana Haim) und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Licorice Pizza ist ein Film, der einen entweder durch die Schlichtheit der einzelnen Episoden überzeugt, oder einen eher abschreckt. So leider bei mir, da mir nie klar wurde, was der Regisseur mir damit sagen wollte. Wirre Handlung, nicht überzeugendes Schauspiel und wenig Atmosphäre.

Cruella

Nominiert für: Bestes Make-up und Frisuren, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Estella (Emma Stone) landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper (Joel Fry) und Horace (Paul Walter Hauser) trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman (Emma Thompson) angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier

Das Fazit: Cruella ist der Realfilm, den wir nach Maleficent verdienen haben. Cool, dramatisch, spaßig mit einer guten Dosis Wahnsinn haut er einen einfach nur vom Hocker. Cast, Handlung und Soundtrack bilden eine einmalige Symbiose. 

Tick, Tick … Boom!

Nominiert für: Bester Hauptdarsteller, Bester Schnitt

Die Handlung: Jonathan Larson (Andrew Garfield) steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet.

Meine Meinung: Lin-Manuel Miranda als Regisseur für ein Musical? Da konnte ich nicht widerstehen, konnte mich In the Heights doch begeistern, während ich Hamilton als Meisterwerk ansehe. So richtig ist der Funke bei Tick, Tick … Boom! jedoch nicht übergesprungen. Das liegt wohl vor allem an dem sehr zähen Einstieg, bei dem man nicht so richtig versteht, worauf der Film hinausläuft. Nach und nach kristallisiert sich jedoch die Handlung heraus und vor allem die Lieder ziehen einen gut in den Bann. Und auch, wenn ich bis zum Ende mit dem Protagonisten nicht richtig warm geworden bin, schafft es der Film einen in eine emotionale Achterbahn zu ziehen und erst wieder loszulassen, wenn man alle Tränen verweint hat. Am herausragendsten bleiben allerdings die Lieder, die denen des ursprünglichen Musicals des Protagonisten Jonathan Larson entsprechen. Sie sind mitreißend, emotional und gehen leicht ins Ohr.

Das Fazit: Tick, Tick … Boom! ist ein Musical mit tollen Liedern, aber etwas schwerfälliger Handlung, die zwischen Geschichte und einer Aufführung, die die Geschichte erzählt hin und her springt, was nur teilweise funktioniert, dafür aber emotional umso mitreißender ist.

Die 93. Academy Awards – Meine Prognose

In der Nacht von Sonntag zu Montag ist es wieder soweit und die 93. Academy Awards werden verliehen. Im Vorfeld habe ich euch bereits eine Übersicht der Nominierten bereitgestellt. Nun soll es um meine alljährliche Prognose gehen. Dabei unterscheide ich wieder in offizieller Tipp und persönlicher Favorit – wobei es mir dieses Jahr etwas schwerer fällt, da ich aufgrund der geschlossenen Kinos nur einen Teil der Nominierten sehen konnte. Die Gewinner werde ich während der Verleihung nach und nach einpflegen.

Bester Film 

Offizieller Tipp:               Mank
Persönlicher Favorit:     Mank

And the Oscar goes to:  Nomadland

Beste Regie

Offizieller Tipp:               David Fincher (Mank)
Persönlicher Favorit:     David Fincher (Mank)

And the Oscar goes to:  Chloé Zhao (Nomadland)

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:              Chadwick Boseman 
Persönlicher Favorit:     Gary Oldman

And the Oscar goes to:  Anthony Hopkins

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Viola David
Persönlicher Favorit:      Vanessa Kirby

And the Oscar goes to:  Frances McDormand

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Daniel Kaluuya
Persönlicher Favorit:     Paul Raci

And the Oscar goes to:  Daniel Kaluuya

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Olivia Coleman
Persönlicher Favorit:     Olivia Coleman

And the Oscar goes to: Yuh-Jung Youn

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               One Night in Miami
Persönlicher Favorit:     One Night in Miami

And the Oscar goes to:  The Father

Bestes Originaldrehbuch

Offizieller Tipp:              The Trial of the Chicago 7
Persönlicher Favorit:     The Trial of the Chicago 7

And the Oscar goes to:  Promising Young Woman

Beste Kamera

Offizieller Tipp:              Mank
Persönlicher Favorit:    Neues aus der Welt

And the Oscar goes to:  Mank

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              Mank
Persönlicher Favorit:   Mank

And the Oscar goes to:  Mank

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               Mank
Persönlicher Favorit:     Mank

And the Oscar goes to: Ma Raineys Black Bottom

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:               Soul
Persönlicher Favorit:     Mank

And the Oscar goes to:  Soul

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:             Speak Now (One Night in Miami)
Persönlicher Favorit:   Speak Now (One Night in Miami)

And the Oscar goes to: Fight for you (Judas & the Black Messiah)

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:            Ma Raineys Black Bottom   
Persönlicher Favorit:   Mank

And the Oscar goes to:  Ma Raineys Black Bottom

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:               Sound of Metal
Persönlicher Favorit:   Sound of Metal

And the Oscar goes to:  Sound of Metal

Bester Ton

Offizieller Tipp:               Sound of Metal
Persönlicher Favorit:     Sound of Metal

And the Oscar goes to:  Sound of Metal

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               Tenet
Persönlicher Favorit:     Tenet

And the Oscar goes to:  Tenet

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:              Soul
Persönlicher Favorit:    Soul

And the Oscar goes to:  Soul

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   If Anything happens I love you

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:  Two Distant Strangers

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to: My Octopus Teacher

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:  Colette

Bester internationaler Film

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:  Another Round (Der Rausch) – Dänemark

Auswertung (folgt nach der Verleihung)

Richtig offizieller Tipp:                    9
zusätzlich persönlicher Favorit:     –
Enthaltungen:                                 5  
Falsch gelegen:                             9                                            

Die 93. Academ Awards – die Nominierten

In den April verschoben, Bedingungen angepasst und doch ist es bald wieder soweit: Die Academy Awards werden verliehen. Wie üblich werden die Filme nominiert, die im letzten Jahr (zumindest in den amerikanischen) Kinos liefen. Durch Corona ist alles ein bisschen schwieriger und zumindest ein Trend hat sich, in den letzten Jahren zwar schon angekündigt, aber durch Corona definitiv beschleunigt: Die Streaminganbieter sind ganz vorne mit dabei. Hier gibt es nun wie üblich die Übersicht über die Hauptnominierten (mind. 3 Nominierungen), wenn ich bereits eine Kritik dazu verfasst habe, verlinke ich euch den Beitrag, wenn ich noch keinen geschrieben habe, gibt es hier die Kurzkritik dazu.

Mank

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Nebendarstellerin, Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up & Frisuren, Bestes Szenenbild

Die Handlung: 1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch.

Meine Meinung: Meine vollständige Kritik findet ihr

Das Fazit: Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

The Father

Nominiert für: Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild

Die Handlung: Anne wohnt bei ihrem 80-jährigen Vater, der an Demenz leidet. Er glaubt, dass sie sich seine Wohnung unter den Nagel reißen will und glaubt, dass sie ständig etwas ändert.

The Father hat aufgrund der geschlossenen Kinos noch keinen Starttermin bzw. ist der geplante Termin aktuell der 22.04.2021. Daher gibt es leider keine Bewertung meinerseits.

Judas and the Black Messiah

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Nebendarsteller (2x), Beste Kamera, Bester Filmsong

Die Handlung: William O’Neal wird vom FBI angeworben, um an den Vorsitzenden der Black Panther Bewegung Fred Hampton ranzukommen.

Judas and the Black Messiah hat aufgrund der geschlossenen Kinos noch keinen Starttermin. Daher gibt es leider keine Bewertung meinerseits.

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik

Die Handlung: In den 1980er Jahren zieht Familie Yi nach Arkansas, um dort eine Farm für koreanisches Gemüse aufzubauen. Doch das funktioniert nicht so richtig, was immer wieder zu Streitereien zwischen den Eltern führt. Der Sohn versucht unterdessen eine Beziehung zur Großmutter aufzubauen.

Minari hat aufgrund der geschlossenen Kinos noch keinen Starttermin bzw. ist der geplante Termin aktuell der 08.07.2021. Daher gibt es leider keine Bewertung meinerseits.

Nomadland

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Beste Kamera, Bester Schnitt

Die Handlung: Fern reist als modernde Nomadin durch die USA, nachdem ihre Heimatstadt einen wirtschaftlichen Zusammenbruch erlebt hat. Dabei trifft sie auf allerhand Menschen und besteht in den verschiedensten Jobs.

Nomadland hat aufgrund der geschlossenen Kinos noch keinen Starttermin bzw. ist der Start für Disney+ geplant, dort gibt es aber auch noch keinen Starttermin in Deutschland. Daher gibt es leider keine Bewertung meinerseits.

Sound of Metal

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Bester Ton, Bester Schnitt

Die Handlung: Ruben Stone ist Schlagzeuger eines Duos und reist mit seiner Freundin Lou von einem Gig zum nächsten. Bei einem Soundcheck hat Ruben auf einmal Probleme mit dem Hören. Ein Arztbesuch später weiß er, dass er nur noch 25% Hörleistung auf beiden Ohren hat. Lou bricht die Tour ab, damit Ruben sich einer gehörlosen Wohngemeinschaft anschließen kann, die ihn weitgehend von der Außenwelt isoliert.

Meine Meinung: Sound of Metal mag viele erst einmal abschrecken, die mit Metal nichts anfangen können. Ich als Metalhead hingegen habe immer wieder die Aussage bekommen, dass das ja total mein Film sei. Man sollte sich allerdings bewusst machen, dass es hier sehr wenig um Metal und die Konzerte geht, sondern vielmehr um Ruben und seinen Weg mit dem plötzlichen Gehörverlust umzugehen. Gut finde ich, dass im Dialog mit dem behandelnden Arzt keine Wertung vorkam, nach dem Motto: Selbstschuld, wenn sie immer so laut Schlagzeug spielen, sondern dass der Grund (zumindest im Film) nicht vollständig diagnostiziert wurde. Rubens Eingliederung in die Wohngemeinschaft verläuft nicht konfliktfrei, was auch nicht zum sehr eigensinnigen Charakter gepasst hätte. Stattdessen eckt Ruben mit seiner Art immer wieder an. Er ist genervt von der Situation und lässt dies gerne an seinen Mitmenschen aus. Eine Reaktion, die aber absolut ehrlich und ungeschönt ist. Und genau darauf versteht sich der Film: Die ungeschönte Wahrheit über die Situation, mögliche Auswege und mögliche Akzeptanzwege. Kein Allheilmittel, sondern Möglichkeiten. Die besten Gewinnchancen dürfte der Film wohl in der Kategorie Bester Ton haben. Der Wechsel zwischen dem, was jemand mit intakter Hörleistung hören kann und dem, was Ruben hört, ist brilliant abgepasst und unterstreicht den Unterschied und die Probleme mit denen betroffene zu kämpfen haben.

Das Fazit: Sound of Metal versteht mit dem gewählten Thema unkonventionell, aber sehr respektvoll umzugehen.  Dennoch ist die Erzählstruktur sehr gewöhnungsbedürftig. Dafür gibt es 06 von 10 Punkten.

The Trial of the Chicago 7

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Nebendarsteller, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Filmsong

Die Handlung: 1968 kommt es beim Parteitag der Demokratischen Partei zu geplanten friedlichen Protesten verschiedener Bewegungen. Durch eine Ausgangssperre eskaliert das ganze. Wenig später müssen sich acht Männer vor Gericht verantworten.

Meine Meinung: Die erste Frage ist natürlich, wenn es acht Angeklagte sind, warum ist es dann the Trial of the Chicago 7? Das wird allerdings nach der Hälfte des Films geklärt und daher möchte ich die Antwort nicht vorwegnehmen. Bei so vielen Angeklagten, dann kommen noch Richter und Anwälte dazu und natürlich die verschiedenen Bewegungen, ist es schwierig den Überblick zu behalten. Gerade am Anfang werden sie alle einmal kurz vorgestellt und ihre Beweggründe erklärt, hier sich alle Namen zu merken, ist kaum möglich. Doch der Film funktioniert im darauffolgenden Justizdrama auch ohne, da durch die klare Aufteilung im Gerichtssaal die Seiten geklärt sind. Was dann folgt ist inszenatorisch wirklich gut, vom Inhalt her, aber sehr krass. Ich musste mehrfach schlucken und das gesehene hat mich auch danach noch eine ganze Weile beschäftigt. Erzählerisch wechselt der Film zwischen Szenen im Gerichtssaal und Rückblenden, meisten erzählerisch aufbereitet von Abbie Hoffmann (Cohen) als Teil seines Comedy Stand-ups. Dadurch wirkt der Film lockerer, als er durch das erzählte ist, was ihn aber grundsätzlich sehr angenehm zum schauen macht. Schauspielerisch ist der Film gut besetzt, mit Namen, wie Cohen, Redmayne, Strong, Lynch, Rylance oder auch Gordon-Levitt. Leider bleibt die Seite der Staatsanwaltschaft etwas blass, da sich sehr auf den Richter – wobei auch hier die Frage ist, ob hier nicht etwas überdramatisiert wurde, oder ob sich der Richter wirklich so verhielt – und die Verteidgung konzentriert wurde.

Das Fazit: The Trial of the Chicago 7 ist stark gespielt, stark inszeniert, für ein Gerichtsdrama auch spannend erzählt, aber auch thematisch schwer zu verdauen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Ma Rainey’s Black Bottom

Nominiert für: Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild, Bestes Make-up & Frisuren

Die Handlung: 1927 in Chicago soll „Ma“ Rainey eine Platte aufnehmen. Die „Königin des Blues“ macht es den Plattenmanagern Sturdyvant und Irvin dabei nicht einfach. Gleichzeitig kommt es zu mehreren Gesprächen der Bandmusiker im Proberaum.

Meine Meinung: Ma Raineys Black Bottom ist als Kammerspiel inszeniert, was durch die Theatervorlage sich anbietet. Sie spielt fast ausschließlich im Aufnahmestudio bzw. im dazugehörigen Proberaum. Wie bei Theaterstücken üblich, liegt der Fokus auf den Dialogen, die die Darsteller aber sehr lebhaft rüberbringen. Hier sind Chadwick Boseman und Viola Davis für ihre Performance nominiert und die sind auch definitiv gerechtfertigt, aber grundsätzlich könnte man hier den ganzen Cast nominieren, denn gerade das Zusammenspiel führt zu dem Schwung, der im ganzen Film nicht nur im Soundtrack zu spüren ist. Zudem schaffen sie es den Wechsel zwischen Beschwingtheit und dramatischen Dialogen in sekundenschnelle zu spielen. Wesentlich herausragender ist hier jedoch der Soundtrack, weswegen es umso schader ist, dass dieser bei den Academy Awards gar nicht berücksichtigt wurde. Wirklich gestört hat mich lediglich das Ende, das irgendwie nicht so richtig zur restlichen Stimmung passen will. Man könnte sie mit einer vollständigen Eskalation des Charakters begründen, aber es war so ein unnötiges Ende.

Das Fazit: Ma Raineys Black Bottom ist ein stark gespieltes Kammerspiel, mit Schwerpunkt auf den Dialogen. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Promising Young Woman

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Hauptdarstellerin, Bester Schnitt

Die Handlung: Nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin bricht Cassie ihr Medizinstudium ab. Stattdessen arbeitet sie in einem Café. Doch abends geht sie in Bars, tut so, als wäre sie betrunken und wenn Männer ihre Situation dann ausnutzen wollten, erteilt sie ihnen eine Lektion. Bis sie einen früheren Kommilitonen trifft und sie sich wieder mit dem Suizid ihrer Freundin auseinander setzen muss.

Promising Young Woman hat aufgrund der geschlossenen Kinos noch keinen Starttermin bzw. ist der geplante Termin aktuell der 29.04.2021. Daher gibt es leider keine Bewertung meinerseits.

Neues aus der Welt

Nominiert für: Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bestes Szenenbild

Die Handlung: Jefferson Kyle Kidd zieht durch Texas, um in den Orten die Nachrichten zu lesen. Auf seinem Weg trifft er auf Johanna, die nach der Ermordung ihrer deutschen Eltern von Indigenen aufgezogen wurden. Nun soll sie zu ihrer Tante und ihrem Onkel gebracht werden. Da der zuständige Beamte aber erst in drei Monaten zurückkehrt, nimmt er sich kurzerhand selbst der Aufgabe an. Doch der Weg ist voller Gefahren.

Meine Meinung: Meine vollständige Kritik findet ihr hier.

Das Fazit: Neues aus der Welt ist ein gut gespielter, ruhig erzählter und vor allem realitätsnaher Western, der auf große Schießereien und allerlei Klischees verzichtet. Stattdessen sind wir hier ganz nah an den Charakteren erzählt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

One Night in Miami

Nominiert für: Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Filmsong

Die Handlung: 1964 wird Cassius Clay Champion im Boxen. An diesem Abend trifft er sich mit Malcolm X, Sam Cooke und Jim Brown. Es folgt eine Nacht voller Gespräche über ihre Situation, ihre Pläne und ihre Zukunft.

Meine Meinung: Ein weiterer Film, der auf einem Theaterstück basiert und daher größtenteils als Kammerspiel inszeniert wurde. Doch im Vergleich zu Ma Raineys Black Bottom, ist in One Night to Miami wesentlich mehr Bewegung. Auch wenn sich der Film am Anfang Mühe gibt, die vier Herren vorzustellen, sollte man dennoch zumindest rudimentäres Hintergrundwissen haben, um die folgenden Dialoge besser zu verstehen. Und gerade die haben es in sich. Intelligent geschrieben und unglaublich tiefgründig, kommt jeder von den vieren zu Wort und darf seine Sicht auf die Welt schildern. Hier geht es vordergründig um den Protest gegen die Unterdrückung und welche Wege dafür eingeschlagen werden, doch auch wenn die Ideen für die Zeit sprechen, in der der Film spielt, haben sie noch immer eine brandaktuelle Bewandnis. Regina King gibt mit One Night in Miami ihr Regiedebüt und eins weiß ich: Ich möchte gerne mehr Filme von ihr sehen. Darstellerisch war der gesamte Cast gut gewählt. Leslie Odom Jr. steht mit seiner Nominierung wohl stellvertretend für das Ensemble. 

Das Fazit: One Night in Miami ist ein brilliant geschriebener Film, der es weiß auf die feinen Details der Sprache einzugehen und alle Meinungen gleichberechtigt darzustellen. Dafür gibt es 08 von 10 Punkten.

Soul

Nominiert für: Bester Animationsfilm, Beste Filmmusik, Bester Ton

Die Handlung: Joe Gardner ist eigentlich leidenschaftlicher Jazzpianist, versauert aber in einem Lehrerjob. Bis er eine einmalige Chance bekommt – und kurz darauf einen schweren Unfall hat. Seine Seele ist bereits auf dem Weg ins Jenseits, doch Joe will das nicht akzeptieren und landet im Davorseins. Hier sammeln sich alle Seelen zur Vorbereitung auf die Erde. Joe sieht seine Chance in seinen Körper zurückzukommen und landet im Mentorenprogramm für neue Seelen. Doch Seele 22 hat keine Ambition auf die Erde zu kommen. 

Meine Meinung: Meine vollständige Kritik findet ihr hier.

Das Fazit: Soul ist ein Film, der mit seiner Idee und vielen Teilen seiner Umsetzung vieles richtig macht. Lediglich einige Witze kommen zu kurz, der Film hat gerade am Anfang ein paar Längen und leider holt mich der Film nicht final ab. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

 

Die 92. Academy Awards – Meine Prognose

Heute Nacht werden wieder die alljährlichen Gewinner der Academy Awards oder umgangssprachlich der Oscars gekürt. Im Vorfeld habe ich euch bereits eine Übersicht der Nominierten bereitgestellt. Nun soll es um meine alljährliche Prognose gehen. Dabei unterscheide ich wieder in offizieller Tipp und persönlicher Favorit. Die Gewinner werde ich heute Nacht wieder nach und nach einpflegen, so dass euch morgen früh hier die aktualisierte Fassung bereitsteht.

Bester Film 

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     Little Woman

And the Oscar goes to:   Parasite

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Once upon a time in Hollywood – Quentin Tarantino
Persönlicher Favorit:     Todd Phillips – Joker

And the Oscar goes to:   Bong Joon Ho – Parasite

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Joaquin Phoenix (Joker)
Persönlicher Favorit:      Joaquin Phoenix (Joker)

And the Oscar goes to:   Joaquin Phoenix (Joker)

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Renée Zellweger (Judy)
Persönlicher Favorit:      Saoirse Ronan (Little Woman)

And the Oscar goes to:   Renée Zellweger (Judy)

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Joe Pesci (The Irishman)
Persönlicher Favorit:     Tom Hanks (Der wunderbare Mr. Rogers)

And the Oscar goes to:   Brad Pitt (Once upon a time in Hollywood)

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Laura Dern (Marriage Story)
Persönlicher Favorit:    Scarlett Johannson (Jojo Rabbit)

And the Oscar goes to:   Laura Dern (Marriage Story)

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Die zwei Päpste

And the Oscar goes to:   Jojo Rabbit

Bestes Originaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Once upon a time in Hollywood
Persönlicher Favorit:    Knives Out

And the Oscar goes to:   Parasite

Beste Kamera

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     1917

And the Oscar goes to:   1917

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              1917
Persönlicher Favorit:    1917

And the Oscar goes to:   Once upon a time in Hollywood

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Jojo Rabbit

And the Oscar goes to:   Little Woman

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Joker

And the Oscar goes to:   Joker

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:             (I’m gonna) Love me again – Rocketman
Persönlicher Favorit:   (I’m gonna) Love me again – Rocketman

And the Oscar goes to:   (I’m gonna) Love me again – Rocketman

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Joker
Persönlicher Favorit:      Joker

And the Oscar goes to:   Bombshell

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Le Mans 66

And the Oscar goes to:   Le Mans 66

Bester Ton

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     Le Mans 66

And the Oscar goes to:   1917

Bester Tonschnitt

Offizieller Tipp:              Joker
Persönlicher Favorit:    Le Mans 66

And the Oscar goes to:   Le Mans 66

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     Avengers: Endgame

And the Oscar goes to:   1917

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:               Mister Link
Persönlicher Favorit:     Klaus

And the Oscar goes to:   Toy Story 4

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 Hair Love
Persönlicher Favorit:       Hair Love

And the Oscar goes to:    Hair Love

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   The Neighbors‘ Widow

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   American Factory

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Learning to Skatebord in a Warzone (If you’re a girl)

Bester fremdsprachiger Film

Offizieller Tipp:                 Parasite
Persönlicher Favorit:       Parasite

And the Oscar goes to:   Parasite

Auswertung

Richtig offizieller Tipp:                     10
zusätzlich persönlicher Favorit:      2
Enthaltungen:                                     3
Falsch gelegen:                                    9

Kategorien:                                         24

Viele Überraschungen in diesem Jahr – vor allem das Parasite es als bester Film geschafft hat. So sind die Academy Awards wohl doch nicht mehr so vorhersehbar…

Die 92. Academy Awards – Die Nominierten

Erstaunlich früh diesmal, aber dennoch ist es bereits wieder soweit. Die Oscarverleihung steht bevor. Im 92 Jahr der Verleihung werden wieder Filme aus dem Jahr 2019 ausgezeichnet. Hier soll es nun eine Übersicht über die Hauptnominierten geben. Wenn ich bereits eine Kritik verfasst habe, verlinke ich sie hier. Über alle Filme, die ich in der letzten Woche noch schnell nachgeholt habe, findet ihr hier eine Kurzkritik.

Joker

Nominiert für: Bester Film, beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton, Beste Filmmusik, Bestes Make-up und Frisuren, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) lebt zusammen mit seiner Mutter in einer schmutzigen kleinen Wohnung und versucht mit Clown-Jobs über die Runden zu kommen. Zu kämpfen hat er mit einem schmalen Selbstbewusstsein und einer psychologischen Erkrankung, die ihn in den unpassendsten Momenten laut auflachen lässt. Sein Leben besteht immer wieder aus Rückschlägen und Erniedrigungen, bis er eine zweite Identität in der Rolle eines gefährlichen Clowns entdeckt. Der Wandel zum Joker steht bevor.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Joker überzeugt in Inszenierung und mit seinem grandiosen Hauptdarsteller. Dennoch bietet er Diskussionsmaterial in positiver und negativer Weise.

1917

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bester Tonschnitt, Bester Ton, Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, Bestes Make-up und Frisuren, Beste visuellen Effekte

Die Handlung: Lance Corporal Tom Blake (Dean-Charles Chapman) und Lance Corporal William Schofield (George McKay) werden zum General (Colin Firth) beordert. Dieser hat den wichtigen Auftrag die beiden zu Colonel Mackenzie zu schicken, um den bevorstehenden Angriff abzublasen, da es sich um einen Hinterhalt der Deutschen handelt. Dafür müssen sie durch Niemandsland. Da Blakes Bruder in der Einheit Mackkenzies ist, ist er sehr motiviert den Auftrag auzuführen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: 1917 ist ein von der Grundidee her sehr undramatischer und realistisch gehaltener Kriegsfilm, der aber gerade durch den Realismus bestürzt und dadurch lange im Gedächtnis bleibt.

The Irishman

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Nebendarsteller (2x), Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Beste visuellen Effekte

Die Handlung: Der Ire Frank Sheeran (Robert de Niro) gelangt in den 1950er Jahren auf den Radar der Bufalino-Familie, einer Mafia Familie in Pennsylvania. Dort lernt er den Oberhaupt Russell (Joe Pesci) kennen. Über ihn wird er zum Leibwächter des Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino).

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: The Irishman ist mit 209 Minuten sehr lang. Dennoch besticht er über die gesamte Länge mit spannenden Elementen, guten Darstellern und einer einmaligen Optik. Für das optimale Sehvergnügen sollte man jedoch ein Liebhaber von Mafiageschichten sein. Denn wer vorher damit nichts anfangen konnte, kann es auch nach The Irishman nicht.

Once upon a time in Hollywood

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Beste Kamera, Bester Tonschnitt, Bester Ton, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: 1969. Rick Dalton (Leonardo diCaprio) war in den 1950er Jahren mit der Westernserie Bounty Law sehr erfolgreich, bekommt aber kaum noch vernünftige Rollenangebote und fürchtet daher um seine Karriere. Sein Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt) ist als bester Freund stets an seiner Seite und verrichtet für ihn auch außerhalb des Sets viele Arbeiten. Zeitgleich ziehen gegenüber von Dalton Roman Polanski und Sharon Tate (Margot Robbie) ein. Während Dalton einen Tag am Set verbringt und Tate sich ihren eigenen Film im Kino ansieht, begegnet Booth der Manson-Familie.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Once upon a time in Hollywood ist eine gelungene Momentaufnahme des Lebens in Hollywood, mit wenig Handlung und wenig Bezug zu den Manson-Morden. Wer sich damit anfreunden kann, bekommt einen gewohnt hochwertigen Tarantinofilm, der einmal mehr beweist, dass Tarantino sein Handwerk versteht.

Jojo Rabbit

Nominiert für: Bester Film, Beste Nebendarstellerin, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) ist ein Hitlerjunge während des zweiten Weltkriegs. Sein imaginärer bester Freund ist niemand geringeres als Adolf Hitler (Taika Waititi). Doch eines Tages muss er entdecken, dass seine Mutter ein jüdisches Mädchen versteckt.

Meine Meinung: Jojo Rabbit ist ein Film, bei dem ich die ersten 10-20 Minuten überlegen musste, ob ich wirklich darüber lachen möchte. Doch der Film schafft es ziemlich schnell klar zu machen, dass in jedem Witz auch ein Stück Kritik steckt, so dass eigentlich niemand den Film in seiner Aussage missverstehen kann. Und so schaut man amüsiert dem fröhlichen Treiben in der Hitlerjugend zu. Schnell bekommt man auch ein Gefühl, wieso damals so viele begeistert in solchen Camps dabei waren. So schafft es Taika Waititi neben der Kritik am damaligem System und Glauben und vorallem am Holocaust, eine lustige, aber auch dramatische Geschichte zu erzählen. Vor allem die Gespräche zwischen Jojo und Elsa, wo also Hitlerjunge auf Jüdin trifft, zeigen, wie Vorurteile auf Realität treffen und wie man diese überwinden kann. Während die erste Hälfte noch überwiegend durch witzige Einspieler geprägt ist, vor allem Sam Rockwell und Alfie Allen sorgen für einigen Witz, ist die zweite Hälfte durchaus dramatischer und sorgt für so mache Träne. Es ist aber vor allem Scarlett Johannson, die hier auftrumpft. Die innere Zerissenheit zwischen Mutterliebe und Nächstenliebe macht sich in vielen kleinen Gesten bemerkbar.

Das Fazit: Jojo Rabbit ist einer dieser Filme, die die Nazizeit und den zweiten Weltkrieg mit einer guten Portion Humor nehmen, aber dennoch in jeder einzelnen Szenen die Kritik an der damaligen Zeit und vor allem der damaligen Ideologie spüren lässt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Little Woman

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Jo March (Saoirse Ronan) wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren.

Meine Meinung: Es gibt Filme, die erzählen eine tiefgründige Geschichte, benötigen viel Action, um durchgehend Spannung zu erzeugen oder hochdramatische Szenen. Und es gibt Filme, die sind in ihrer Schlichtheit einfach nur schön. Genau so einer ist Little Woman. Eine kurze und knackige Handlung aber getragen von vier absolut faszinierenden Schwestern und deren freundlicher Mutter. Irgendwo versteckt eine gute Portion Feminismus, aber doch eine Hommage an die Liebe und das auf so vielen Arten. Es ist die Art Film, die man eigentlich mit einem permanenten Lächeln schauen möchte. Und trotz seiner Schlichtheit ist er durchaus durchgehend spannend. Greta Gerwig mit ihrem zweiten Regiewerk zeigt einmal mehr, wie viele Feinheiten sie in einfachste Szenen stecken kann. Betragen wird der Film, wie bereits Lady Bird, durch eine grandiose Saoirse Ronan. An ihrer Seite ein unterschütterlicher Timothée Chalamet. Auch der übrige Cast rund im Laura Dern und Florence Pugh spielt gut, nur Emma Watson schwächelt in einzelnen Szenen und verbirgt sich hinter einem zu gewollten Spiel. Auch die genutzten Zeitsprünge sind – bis auf eine Ausnahme gegen Ende – gut gesetzt und auch verständlich gezeigt.

Das Fazit: Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren. Dafür gibt es 10 von 10 möglichen Punkten.

Marriage Story

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik

Die Handlung: Charlie (Adam Driver) und Nicole (Scarlett Johannson) wollen sich scheiden lassen. Was zunächst nach einer einvernehmlichen Sache aussieht, eskaliert relativ schnell, sobald sich die Anwälte einmischen.

Meine Meinung: Marriage Story ist ein ruhig inszenierter Film, der in vielen Szenen einfach nur von der Aussagekraft seiner beiden Protagonisten lebt. Denn oftmals bleibt die Kamera einfach an deren Gesichter kleben und lässt sie ihre gesamte Gefühlswelt heraustragen. Dabei ist die Geschichte so aus dem alltäglichen Leben gegriffen, dass es fast schon erschreckend scheint. Denn während sich Charlie und Nicole irgendwo noch lieben, können sie doch ihre Lebensziele nicht mehr in Einklang bringen. Die Scheidung wird jedoch durch das Einmischen der Anwälte schnell kompliziert. Nicoles Anwältin sagt ihr immer wieder, dass sie um eher nebensächliche Sachen kämpfen, damit sie wieder andere Sachen herausschlagen können, wenn sie nachgeben. Jedoch ist vor allem das Sorgerecht um den gemeinsamen Sohn das Thema, das beiden Elternteilen alles abgewinnt. Hier werden die schlechten Seiten des Scheidungsrechts gezeigt. Und obwohl es ein Film um eine schlimme Scheidung ist, ist es doch ein Film, der die Liebe bejubelt. Mit 137 Minuten ist Marriage Story leider zu lang für das zu erzählende Thema und verrennt sich zwischenzeitlich in zu vielen kleinen Szenen. Mit ein paar Kürzungen wäre der Film durchaus knackiger und würde so die Längen aussparen. Letztlich ist bei mir leider trotz eines guten Drehbuchs mit starken Dialogen und guten Darstellern der letzte Funke nicht übergesprungen. Ich kann nicht wirklich benennen, was mir nicht so gut gefiel, nur das mir noch irgendetwas gefehlt hat.

Das Fazit: Marriage Story ist ein aus dem Leben gegriffener Film, was ihn nur noch erschreckender macht. In vielen ruhigen Szenen schaffen es vor allem die Hauptdarsteller die Liebe hochzuhalten. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Parasite

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bester internationaler Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild

Die Handlung: Familie Kim lebt in ärmlichen Verhältnissen. Als ein guter Freund des Sohnes Ki-woo (Choi Woo-shik) ihm seine Stelle als Nachhilfelehrer bei einer reichen Familie anbietet, stimmt er zu. Nach und nach hilft er auch seiner restlichen Familie zu Jobs bei Familie Park.

Meine Meinung: Wirklich viele koreanische Filme habe ich noch nicht gesehen, aber es scheint ein beliebtes Mittel zu sein möglichst viele Genres zu mischen. So auch bei Parasite, der in der ersten Hälfte geprägt ist von der Milieustudie und dem Unterschied zwischen Arm und Reich. Doch nach und nach kommen Drama, Thriller und teilweise auch Horrorelemente dazu. Tatsächlich lebt der Film aber davon, dass man über die zweite Hälfte möglichst wenig weiß und die Veränderungen sind auch am Verhalten des Publikums zu spüren. Letztlich muss man sich einfach auf den Film einlassen, denn er weiß durchaus zu überraschen, sich in seiner Gesellschaftskritik aber treu zu bleiben. Von allen Darstellern stark gespielt, dreht er sich aber irgendwann so ins Extreme, dass ich nicht mehr weiß, was ich letztlich von dem Film halte. Hervorzuheben ist jedoch, dass er inszenatorisch sehr viel richtig macht. Sei es durch die Filmmusik, die an keiner Stelle das kommende hervorhebt, als auch der Kontrast durch das Setdesign, der die Arm und Reich Komponente noch einmal unterstützt.

Das Fazit: Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Le Mans 66

Nominiert für: Bester Film, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton

Die Handlung: Der ehemalige Rennfahrer Carroll Shelby (Matt Damon) wird von Ford beauftragt ein Auto zu bauen, das Ferrari beim Le Mans Rennen schlagen kann. Während Shelby dafür seinen Freund Ken Miles (Christian Bale) als Fahrer hinzuholt, hat Fords Marketingteam andere Fahrer im Sinn.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Le Mans 66 schafft es selbst den größten Autorennenmuffel abzuholen und mitzureißen. Durch die Verteilung der Handlung auf mehrere Gruppen, wird der Zuschauer stark miteingebunden. Bis auf zwei kleine Kritikpunkte kann der Film einfach nur begeistern.

Bombshell – das Ende des Schweigens

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Bestes Make-up und Frisuren

Die Handlung: Die Nachrichtenbranche ist hart umkämpft. Doch als Gretchen Carlson (Nicole Kidman) gegen den Chef von Fox News Roger Ailes (John Lithgow) vorgeht, bleibt die Frage, wer ihr zur Seite steht. Ein Kampf gegen die verdorbene Männerkultur beginnt.

Meine Meinung: kann ich euch leider nicht präsentieren, da der deutsche Filmstart am 13.02.2020 ist und damit nach der Verleihung.

Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers

Nominiert für: Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik, Bester Ton

Die Handlung: Kylo Ren (Adam Driver) führt inzwischen die Erste Ordnung an. Auf seiner Suche durch die Galaxis findet er den totgeglaubten Imperator Palpatine. Dieser hat Schiffe und eine Armee bereit, um den Widerstand endgültig zu brechen und die gesamte Galaxie zu unterwerfen. Rey (Daisy Ridley) übt unterdessen an ihren Jedi-Fähigkeiten.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers ist die logische Konsequenz aus den vorangegangenen Teilen. Die Schwächen resultieren aus den Schwächen der Vorgänger. Letztendlich schafft er aber die Balance zwischen Erwartetem und Überraschendem und bringt die komplette Saga zu einem runden und logischen Ende.

Die zwei Päpste

Nominiert für: Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch

Die Handlung: Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce) hat sein Rücktrittsscheiben bei Papst Benedict XIV. (Anthony Hopkins) eingereicht, da er mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden ist und lieber als regulärer Gemeindepriester arbeiten möchte. Doch anstatt zu antworten, lädt der Papst ihn zu einem vertraulichen Gespräch ein. Darin geht es um Rücktritt, den Glauben an Gott und was einen Papst ausmacht.

Meine Meinung: Die zwei Päpste basiert auf einer wahren Begebenheit und zeigt zunächst die deutlichen Unterschiede in der Ansicht von Benedict XIV. und dem aktuellen Papst Franziskus, der zu dem Zeitpunkt noch Kardinal Bergoglio war. Auch als nicht-gläubiger Mensch und als Ablehner des Papsttums, hat man seine Freunden an diesem Film, da er mit zwei unglaublich guten Schauspielern bestückt in seiner Schlichtheit glänzt. Denn der Film trägt sich über 126 Minuten hauptsächlich durch Dialoge zweier Männer, die sich augenscheinlich erst einmal nichts zu sagen haben. Dabei sind die Dialoge so auf den Punkt gebracht und gleichzeitig so tiefgründig, dass man den Film auch als Podcast hätte inszenieren können und es wäre immer noch spannend gewesen. Doch stattdessen finden sich die Protagonisten an den schillernsten und auch an den schlichtesten Orten des Vatikans wieder. Spannend ist vor allem die gegensätzlichen und doch irgendwo gleichen Meinungen des konservativen Benedicts und des reformhungrigen Franziskus zu sehen. Dabei sind vor allem die Feinheiten in den Unterschieden so unscheinbar und doch so unübersehbar herausgearbeitet, dass es ein Spaß ist genau diese zu entdecken. Auch wenn einige Aspekte nur angeschnitten werden und nicht zu Ende erzählt werden – zum Beispiel das Thema Missbrauch in der Kirche – bekommt man doch einen guten Einblick in die Rücktrittsgründe Benedicts.

Das Fazit: Die zwei Päpste lebt von einem starken Drehbuch und den lebendig rübergebrachten Dialogen zwischen Jonathan Pryce und Anthony Hopkins, die sich im Spiel beide nichts nehmen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Die 91. Academy Awards – Prognose & Gewinner

Wie jedes Jahr möchte ich nun auch wieder meine Prognosen abgeben und diese dann heute Nacht um die tatsächlichen Gewinner zu erweiteren. Also ohne großes Primborium hier sind die Kategorien:

Bester Film 

Offizieller Tipp:               Green Book
Persönlicher Favorit:     Green Book

And the Oscar goes to:   Green Book

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Roma – Alfonso Cuaron
Persönlicher Favorit:     Roma – Alfonso Cuaron

And the Oscar goes to:   Alfonso Cuaron

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Christian Bale (Vice)
Persönlicher Favorit:      Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

And the Oscar goes to:   Rami Malek

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Olivia Coleman (The Favourite)
Persönlicher Favorit:      Olivia Coleman (The Favourite)

And the Oscar goes to:   Olivia Coleman

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Mahershala Ali (Green Book)
Persönlicher Favorit:     Mahershala Ali (Green Book)

And the Oscar goes to:   Mahershala Ali

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Regina King (If Beale Street Could talk)
Persönlicher Favorit:    Emma Stone (The Favourite)

And the Oscar goes to:  Regina King

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Blackkklansman
Persönlicher Favorit:     Can you ever forgive me

And the Oscar goes to:   Blackkklansman

Bestes Orginaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Vice
Persönlicher Favorit:    Green Book

And the Oscar goes to:   Green Book

Beste Kamera

Offizieller Tipp:               The Favourite
Persönlicher Favorit:     A Star is born

And the Oscar goes to:   Roma

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:    Black Panther

And the Oscar goes to:   Black Panther

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               The Favourite
Persönlicher Favorit:     Black Panther

And the Oscar goes to:   Black Panther

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:              Blackkklansman
Persönlicher Favorit:     Black Panther

And the Oscar goes to:   Black Panther

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:               Shallow
Persönlicher Favorit:     Shallow

And the Oscar goes to:   Shallow

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Vice
Persönlicher Favorit:      Vice

And the Oscar goes to:   Vice

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:               Green Book
Persönlicher Favorit:     Bohemian Rhapsody

And the Oscar goes to:   Bohemian Rhapsody

Bester Ton

Offizieller Tipp:               Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:     Bohemian Rhapsody

And the Oscar goes to:   Bohemian Rhapsody

Bester Tonschnitt

Offizieller Tipp:              Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:    A quiet place

And the Oscar goes to:   Bohemian Rhapsody

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:     Avengers – Infinity War

And the Oscar goes to:   Aufbruch zum Mond

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:               Spider Man – a new Universe
Persönlicher Favorit:      Isle of Dogs

And the Oscar goes to:   Spider Man – a new Universe

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Bao

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:    Skin

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Free Solo

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Period. End of Sentence

Bester fremdsprachiger Film

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Roma

Auswertung

Richtig offizieller Tipp:                   10
zusätzlich persönlicher Favorit:     7
Enthaltungen:                                     5
Falsch gelegen:                                   2

Kategorien:                                         24

Ich habe hier tatsächlich Aufbruch zum Mond überschätzt und Black Panther offiziell unterschätzt, aber durch meine persönlichen Favoriten doch noch ganz gut abgeschnitten 🙂

Die 90. Academy Awards – die Verleihung

Und wieder ist ein Jahr vorbei. In der letzten Nacht wurden zum 90. Mal die begehrten Goldjungs verliehen. Die Nominierten und die Gewinner habe ich bereits besprochen, nun soll es noch einmal ganz kurz um die Zeremonie an sich gehen, für all diejenigen, die sich nicht die Nacht um die Ohren schlagen wollten. Ich versuche mich auch kurz zu halten und arbeite stichpunktartig alles ab, was mir positiv aufgefallen ist.

  • Jimmy Kimmel hat wie im letzten Jahr schon die Oscars moderiert und auch diesmal lag er mit seinen Witzen wieder goldrichtig und konnte das Publikum erheitern.
  • Es wird zwar bereits wieder gejammert, wie langweilig die Verleihung wieder war, aber im Vergleich zu den bisherigen, fand ich, dass sie sehr locker geworden ist. Es wurde offen über Politik, Geschlechter (#metoo) und Rassismus gesprochen. Verschiedene Gags durften auch von den Laudatoren gemacht werden, was bisher sehr selten vorkam
  • Jimmy Kimmel stellte gleich am Anfang klar, dass man wenn man als Gewinner ausgerufen wird, noch ein bisschen abwarten soll, ob es sich nicht um ein Missverständnis handelt. Angelehnt war der Gag auf das Missgeschick vom letzten Jahr, wo ausversehen La la Land statt Moonlight zunächst als bester Film bekannt gegeben wurde. Um dem ganzen vorzubeugen, steht die Kategorie jetzt auch groß außen auf dem Umschlag. Mark Hamill wies bei seiner Verkündigung auch noch einmal auf das Missgeschick hin, in dem er laut murmelte „Don’t say La la Land“.
  • Ebenfalls hatte Jimmy Kimmel ein paar Vorschläge, um die ausschweifenden Dankesreden unter Kontrolle zu bekommen. Zum einen verloste er einen Jetski – präsentiert von der umwerfenden Helen Mirren – für den Gewinner mit der kürzesten Rede. Zum anderen brachte er die Idee auf, statt eines Musikeinspielers, einfach jemanden auf den Gewinner zu rennen zu lassen und laut „Get Out“ zu brüllen, angelehnt an die Szene aus dem nominierten Film „Get Out“. Leider wurde es nicht umgesetzt. Ich hätte es sehr lustig gefunden.
  • Im Zug der Me too Debatte, preiste Kimmel noch einmal den Oscar, den Goldjungen, als Mann des Jahres. Immerhin seien seine Hände stets zu sehen.
  • BB-8!!!
  • Im letzten Jahr organsierte Kimmel, dass mitten in der Verleihung eine Gruppe ahnungsloser Touristen in den Saal geführt wurden und völlig überrascht waren, als sie all diese Promis sahen. Dieses Jahr überlegte er sich eine ähnliche Organisation, aber genau anders rum. So schnappte er sich ein paar Freiwillige (wenn ich richtig gezählt habe: Mark Hamill, Armie Hammer, Ansel Elgort, Gal Gadot, Emily Blunt, Guilermo del Toro und Lupita Nyong’o) und ging mit diesen in den gegenüberliegenden Kinosaal, um die Kinozuschauer mit Süßigkeiten und Hot Dogs zu überraschen. „Thank you to the movie-goers“.
  • Während der ganzen Verleihung wurden immer wieder Rückblicke aus der gesamten Kinogeschichte gezeigt. So wurden diesmal nicht im Voraus die einzelnen Anwärter für „bester Film“ präsentiert, sondern es wurden die Genres genommen und daraus ein Rückblick erstellt. So wurde beispielsweise für Dunkirk ein Zusammenschnitt aus 90 Jahre Filmgeschichte zum Thema Kriegsfilm gezeigt. Ebenfalls wurden vor den Kategorien der besten Hauptdarsteller (actor/actress) Zusammenschnitte aus den Filmen der bisherigen Gewinner gezeigt. So wurde immer wieder gekonnt der Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschaffen.

So dann lasst uns nun wieder in die nächste Oscarsaison starten und uns auf das nächste Jahr wieder freuen 🙂

Die 90. Academy Awards – Prognose & Gewinner

Wie jedes Jahr möchte ich nun auch wieder meine Prognosen abgeben und diese dann heute Nacht um die tatsächlichen Gewinner zu erweiteren. Also ohne großes Primborium hier sind die Kategorien:

Bester Film

Offizieller Tipp:               The Shape of Water
Persönlicher Favorit:     Three Billboards outside Ebbing, Missouri

And the Oscar goes to:   The Shape of Water

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Guillermo del Toro – Shape of Water
Persönlicher Favorit:     Greta Gerwig – Lady Bird

And the Oscar goes to:   Guillermo del Toro

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Gary Oldman
Persönlicher Favorit:      Gary Oldman

And the Oscar goes to:   Gary Oldman

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Frances McDormand
Persönlicher Favorit:      Saoirse Ronan

And the Oscar goes to:   Frances McDormand

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Sam Rockwell
Persönlicher Favorit:     Richard Jenkins

And the Oscar goes to:   Sam Rockwell

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Octavia Spencer
Persönlicher Favorit:    Octavia Spencer

And the Oscar goes to:   Allison Janney

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Mudbound
Persönlicher Favorit:     Logan – The Wolverine

And the Oscar goes to:   Call me by your name

Bestes Orginaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Persönlicher Favorit:    Lady Bird

And the Oscar goes to:   Get Out

Beste Kamera

Offizieller Tipp:               Shape of Water
Persönlicher Favorit:     Dunkirk

And the Oscar goes to:   Blade Runner 2049

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              Dunkirk
Persönlicher Favorit:    Shape of Water

And the Oscar goes to:   Shape of Water

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               Der seidene Faden
Persönlicher Favorit:     Die dunkelste Stunde

And the Oscar goes to:   Der seidene Faden

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:               Shape of Water
Persönlicher Favorit:      Dunkirk

And the Oscar goes to:   Shape of Water

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:               This is me
Persönlicher Favorit:     This is me

And the Oscar goes to:   Remember Me – Coco

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Die dunkelste Stunde
Persönlicher Favorit:      Wunder

And the Oscar goes to:   Die dunkelste Stunde

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:               Dunkirk
Persönlicher Favorit:     Baby Driver

And the Oscar goes to:   Dunkirk

Bester Ton

Offizieller Tipp:               Blade Runner 2049
Persönlicher Favorit:     Blade Runner 2049

And the Oscar goes to:   Dunkirk

Bester Tonschnitt

Offizieller Tipp:              Baby Driver
Persönlicher Favorit:    Baby Driver

And the Oscar goes to:   Dunkirk

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               Blade Runner 2049
Persönlicher Favorit:     Star Wars – Die letzten Jedi

And the Oscar goes to:   Blade Runner 2049

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:               Coco – Lebendiger als das Leben
Persönlicher Favorit:      Loving Vincent

And the Oscar goes to:   Coco – Lebendiger als das Leben

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Dear Basketball

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   The silent Child

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Ikarus

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Heaven Is a Traffic Jam on the 405

Bester fremdsprachiger Film

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Eine fantastische Frau – Chile

 

Auswertung

Richtig offizieller Tipp:                   11
zusätzlich persönlicher Favorit:     1
Enthaltungen:                                     5
Falsch gelegen:                                   7

Kategorien:                                         24

Ich finde das ist ein guter Schnitt 🙂 Und nun geht es auf die nächste Saison 😉

The 89th Academy Awards – die Oscarnacht

Hallo ihr Lieben,
wenn ihr dies lest, schlafe ich bestimmt noch, da ich die ganze Nacht über wach war und mir die Oscarverleihung angesehen habe. Wie schon im letzten Jahr sehr ihr hier nun die Übersicht über die verliehenen Preise. Im Vorfeld habe ich hier bereits meinen offiziellen Tipp abgegeben und dazu noch meinen persönlichen Favoriten. Dieser orientiert sich nicht an irgendwelchen Quoten oder bestimmten Indikatoren, sondern einfach wer mir ganz persönlich am besten gefallen hat. Und ohne weitere lange Worte, hier die Übersicht (Reihenfolge habe ich Wikipedia entnommen):

Bester Film:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: Hidden Figures

And the Winner is: La la Land Moonlight

Beste Regie:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: Arrival

And the Winner is: La la Land

Bester Hauptdarsteller:

Offizieller Tipp: Casey Affleck (Manchester by the Sea)
Persönlicher Favorit: Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)

And the Winner is: Casey Affleck

Beste Hauptdarstellerin:

Offizieller Tipp: Emma Stone (La la Land)
Persönlicher Favorit: Natalie Portman (Jackie)

And the Winner is: Emma Stone

Bester Nebendarsteller:

Offizieller Tipp: Lucas Hedges (Manchester by the Sea)
Persönlicher Favorit: Dev Patel (Lion)

And the Winner is: Mahershala Ali

Beste Nebendarstellerin:

Offizieller Tipp: Viola Davis (Fences)
Persönlicher Favorit: Viola Davis (Fences)

And the Winner is: Viola Davis

Bestes adaptiertes Drehbuch:

Offizieller Tipp: Fences
Persönlicher Favorit: Lion

And the Winner is: Moonlight

Bestes Originaldrehbuch:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: La la Land

And the Winner is: Manchester by the Sea

Beste Kamera:

Offizieller Tipp: Arrival
Persönlicher Favorit: Lion

And the Winner is: La la Land

Bestes Szenenbild:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: Hail, Caesar!

And the Winner is: La la Land

Bestes Kostümdesign:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: Jackie

And the Winner is: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Beste Filmmusik:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: La la Land

And the Winner is: La la Land

Bester Filmsong:

Offizieller Tipp: City of Stars (La la Land)
Persönlicher Favorit: Audition (The Fools who Dream) (la la Land)

And the Winner is: City of Stars

Bestes Make-up/Frisuren:

Offizieller Tipp: Suicide Squad
Persönlicher Favorit: Ein Mann namens Ove

And the Winner is: Suicide Squad

Bester Schnitt:

Offizieller Tipp: Hacksaw Ridge
Persönlicher Favorit: Hacksaw Ridge

And the Winner is: Hacksaw Ridge

Bester Ton:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: Hacksaw Ridge

And the Winner is: Hacksaw Ridge

Bester Tonschnitt:

Offizieller Tipp: La la Land
Persönlicher Favorit: Hacksaw Ridge

And the Winner is: Arrival

Beste visuelle Effekte:

Offizieller Tipp: The Jungle Book
Persönlicher Favorit: The Jungle Book

And the Winner is: The Jungle Book

Bester Animationsfilm:

Offizieller Tipp: Zoomania
Persönlicher Favorit: Zoomania

And the Winner is: Zoomania

Bester animierter Kurzfilm:

Offizieller Tipp: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen
Persönlicher Favorit: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen

And the Winner is: Piper

Bester Dokumentarfilm:

Offizieller Tipp: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen
Persönlicher Favorit: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen

And the Winner is: OJ: Made in America

Bester Dokumentarkurzfilm:

Offizieller Tipp: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen
Persönlicher Favorit: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen

And the Winner is: The White Helmets

Bester Kurzfilm:

Offizieller Tipp: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen
Persönlicher Favorit: außer Wertung, da keinen der nominierten gesehen

And the Winner is: Sing

Bester fremdsprachiger Film:

Offizieller Tipp: Unter dem Sand
Persönlicher Favorit: Unter dem Sand

And the Winner is: The Salesman

11 offiziell richtig + 1 zusätzlich richtig als persönlicher Favorit = 12 von 20 bewerteten Kategorien Richtig. Über die Hälfte, ich bin ganz zufrieden 😉