Rückblick auf den März 2020

Was für ein Monat. Eine Pandemie hält die ganze Welt in Atem. Kontaktverbote führten zur Schließung der Kinos, weswegen dies tatsächlich der erste Rückblick ohne Kinoanteil wird. Zwar wurde die Kinos erst Mitte des Monats geschlossen, aber durch meine Schichten und einen kurzen Urlaub im beinahe menschenleeren Rom – ich war leider genau zu der Zeit da, als dort nach und nach alles geschlossen wurde – kam ich tatsächlich auch vor den Kinoschließungen nicht dazu. Ebenfalls entfällt diesmal die Kategorie der im Kino verpassten Filme. Das liegt daran, dass so viele Filme verschoben wurden, dass ich keinen Überblick mehr habe, welche Filme ich wirklich verpasst habe, oder ich zu einem späteren Zeitpunkt im Kino begutachten kann. Hier nun also die abgespeckte Variante meines Monatrückblicks.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Report: Nach den Anschlägen vom 11.09.2001 herrscht Angst in den USA vor weiteren Anschlägen. Daher genehmigt die CIA „erweiterte Verhörmethoden“. Diese stellen sich später als Folter heraus. Daniel Jones (Adam Driver) wird damit beauftragt alles darüber herauszufinden. Woher die Idee kam, wie sie umgesetzt wurde und welche Konsequenzen sie hatte. Leider zieht sich der Film ewig und auch Driver schafft es nicht den Film beinahe allein zu tragen. Da gab es schon bessere Aufdeckungsfilme. – Prime Original

Illuminati: Nachdem ich aufgrund der ganzen Schließungen in Rom an einer Illuminati-Führung teilnahm, hab ich mir zu Hause den Film noch einmal angesehen und somit noch einmal Robert Langdons Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach den entführten Päpsten kreuz und quer durch Rom verfolgt.

Das schönste Mädchen der Welt: Roxy ist vom Internat in England geflogen und muss nun ganz kurzfristig mit auf Klassenfahrt. Sie freundet sich mit Außenseiter Cyril an, der wegen seiner großen Nase gemobbt wird. Für einige ist dies der beste deutsche Film der letzten Jahre. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen. Platte Witze, platte Figuren, die nur darauf ausgelegt sind Klischees zu erfüllen und eine Geschichte, dessen Handlung absolut vorhersehbar war. Man kann es aber auch als Hilfeschrei der Lehrergemeinschaft sehen, denn die Klasse ist der absolute Horror.

Die Frau des Nobelpreisträgers: Joe Castleman bekommt die erlösende Nachricht, dass er den Nobelpreis in Literatur gewonnen hat. So reist er mit seiner Frau Joan und ihrem Sohn nach Stockholm. Doch Joan ist zusehens genervt von ihrer Rolle als Frau an der Seite des Nobelpreisträgers. Ein wichtiger Film über die Entwicklungen im Literaturbereich der letzten Jahrzehnte.

The Aeronauts: 1862. Der Meterologe James Glashier (Eddie Redmayne) will eine Ballonfahrt in revolutionärer Höhe unternehmen. Dafür hat er die Ballonfahrerin Amelia Wren (Felicity Jones) engagiert. Die 101 Minuten des Films werden nachezu in Echtzeit erzählt und nur durch Rückblenden unterbrochen. Und trotz des interessanten Themas, kommt keine richtige Spannung auf. Während Redmayne gewohnt zurückhaltent spielt, verliert sich Jones im nervigen Overacting. – Prime Original

Mein Nachbar Totoro: Nach dem Verlust der meisten Disneyfilme durch Disney+, scheint Netflix die Lücke durch die Produktionen von Studio Ghibli ausfüllen zu wollen. So hatte ich aber die Chance endlich einmal nachzuvollziehen, was hinter der Figur Totoro steckt. Und so verbrachte ich gefühlt einen Sommer lang im ländlichen Japan und begleitete die Schwestern Satsuki und Mei.

Unsere Erde 2: Ein Tag auf der Erde ist ein faszinierender Anblick. Von der Jagd im Morgengrauen bis in die tiefe Nacht hinein, kämpfen die verschiedensten Lebewesen ums Überleben. Faszinierende Bilder erzählt von der ruhigen Stimme Günther Jauchs.

Chris Rock – Tamborine: In diesem Netflix Comedy Special widmet sich Rock dem Themaa Männer und Frauen und wer im Haus wirklich die Hosen an hat. Dabei trifft er nicht unbedingt meinen Humor.

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Der Prinz von Bel Air – Staffel 5 (Will Smith findet diesmal scheinbar die große Liebe, ausgerechnet in einer Studentin, die sich für eine Verbindung bewirbt)

Friends – Staffel 1-3 (In meinem dritten Versuch mit der Serie habe ich es endlich über die erste Folge hinaus geschafft. Sobald man sich einmal an die etwas kuriosen Charaktere gewöhnt hat, kommt man schnell in die Bingewatch-Falle)

Kim Possible – Staffel 1 (Disney+ bietet zahlreiche Serien meiner Kindheit. Eine davon war Kim Possible. Eine Staffel habe ich bereits durchgebinged)

The Witcher – Staffel 1 (Die Einführungsstaffel konnte mich noch nicht richtig überzeugen. Zu viele Nebenhandlungen und Charaktere.)

Doctor Who – Staffel 10 (Kaum habe ich mich mit Peter Capaldi als Doktor angefreundet, musste ich mich auch schon wieder verabschieden)

The Handmaids Tale – Staffel 1 (Wenn man sich damit abfindet, dass die Buchvorlage praktisch nur Stichwortgeber ist und die Serie viel mehr Details und Hintergründe beleuchtet, ist die Serie zwar noch immer nicht wirklich spannend, aber doch irgendwo sehenswert)

Pixar in real life – Staffel 1 (Kurzweilige Unterhaltung mit den altbekannten Pixarhelden)

Brain Games – Staffel 1-2 (Spannende Einblicke in unser Gehirn und wie es immer wieder überlistet wird)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 3.063
Seiten pro Tag: 99 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4
E-Book: 1
Hörbuch: 1

Poirot – die großen Vier: Agatha Christie erschuf für Hercule Poirot einen unschlagbaren, großen und einflussreichen Gegner. Herausgekommen ist ein Wirrwarr aus Einzelteilen, die irgendwann zu einer Geschichte verschmelzen, aber so gar nicht zu den bisherigen Werken der Autorin passen wollen.

Harry Potter und der Halbblutprinz: Der sechste Band um den Zauberlehrling lässt sie Welt in Angst erstarren. Denn der böse Zauberer Lord Voldemort ist zurück. Nun liegt es an Harry zusammen mit dem Schulleiter Dumbledore möglichst viel über Voldemorts Vergangenheit herauszufinden.

The Ivy Years 5 – Bis wir uns finden: Der inzwischen fünfte Teil der Ivy-Years-Reihe befasst sich mit Schauspielerin Lianne, die sich in DJ Trevi verliebt hat. Doch dieser hat aktuell ein ganz anderes Problem und kann sich nicht auf eine Beziehung einlassen. In den vorherigen Bänden hat es sich schon angekündigt, aber Autorin Sarina Bowen ist nun endgültig die Puste ausgegangen. So zieht sich die Geschichte ewig und Spannung kommt keine mehr auf.

Origin: Symbologe Robert Langdon ist mit seinem inzwischen fünften Abenteuer zurück. Und während die Geschichte wieder deutlich spannender als die Vorgänger ist, hat Langdon in seiner Rolle als Symbologe diesmal erstaunlich wenig zu tun.

Heute hat die Welt Geburtstag: Keyborder Flake erzählt aus dem Touralltag der Band Rammstein und deren Gründungsgeschichte. Humorvolle Erkenntnisse runden das Buch ab.

Das Café der guten Wünsche: Dies führen die drei Freundinnen Julia, Laura und Bernadette. Drei absolut naive Protagonistinnen, die sich mit dem Misanthropen Robert auseinander setzen müssen. Herausgekommen ist eine furchtbare Handlung, die sich erst ewig zieht und am Ende dann ganz übereilt endet.

Wer die Nachtigall stört: Dieser Klassiker führt den Leser in die 1930er Jahre in den Südstaaten. Die Kinder Jem und Scout des Rechtsanwalts Atticus Finch werden mit dem Rassismus ihrer Stadt konfrontiert.

Eine Dekade Film – Meine Top 75+25 der letzten 10 Jahre – #1 – Platz 100-76

Mein etwas sperriger Titel dürfte schon so ziemlich alles verraten, was euch in diesem und den kommenden Beiträgen erwartet. Ich habe mir einmal die Zeit genommen und alle Filme mit Kinostart der letzten 10 Jahre, also von Januar 2010 bis Dezember 2019, die ich in irgendeiner Form gesehen habe, niedergeschrieben. Herausgekommen sind (Stand Januar 2020) 683 Filme. Dann wollte ich eine Top 100 erstellen. Herausgekommen ist eine Top 75+25, ergibt zusammen zwar 100, aber trotzdem gibt es einen Unterschied. Die Top 75 ist eine Liste, wo ich hinter jedem Film stehe, das er die Berechtigung hat, auf einer solchen Liste aufzutauchen, auch wenn man natürlich gerne anderer Meinung sein darf. Bei den übrigen 25 verstehe ich durchaus, wenn man mich ganz entgeistert anguckt und fragt, was die Filme in einer Topliste zu suchen haben, zumal ich ein paar davon selbst auch schlecht bewertet habe. Trotzdem sind es Filme, die ich persönlich noch einmal erwähnen wollte. Genau um diese Filme soll es heute gehen, bevor wir das nächste Mal mit der eigentlichen Liste anfangen. So nach dieser längeren Einleitung, hier nun meine Top 25 Filme, die es nicht auf die eigentliche Liste geschafft haben, die ich aber unbedingt noch einmal erwähnen wollte (Vorschläge für einen kürzeren Titel nehme ich gerne entgegen):

Platz 100/25: 25km/h (2018)

Nein, ich habe den 25. Platz nicht extra an einen Film mit einer 25 im Namen vergeben, das ist einfach so passiert! Aber dennoch ist es sehr passend. 25km/h ist ein deutscher Roadtrip von zwei Brüdern, die sehr unterschiedliche Leben gelebt haben und sich erst zur Beerdigung des Vaters wiedergetroffen haben. Als Kinder haben sie eine Route bis ans Meer gezeichnet, die sie mit ihren Mopets zurücklegen wollten. Dies holen sie jetzt nach und fahren so mit 25km/h quer durch Deutschland.

Platz 99/24: Prakti.com (2013)

Man kann von Google als Weltkonzern halten, was man mag, aber in den Büroräumen würde ich auch gerne arbeiten. Aber ein Praktium bei Google inklusive Quidditchspiel würde ich mir auch nicht entgehen lassen. Das sagen sich auch die beiden arbeitslosen Freunde Billy und Nick. Leider haben sie absolut keine Ahnung von Technik. Doch durch ihre lebensfrohen Charaktere schaffen sie es doch zwei Praktikaplätze zu ergattern und müssen sich dort in mehreren Challenges behaupten.

Platz 98/23: Don Jon (2013)

Jon Martello Jr. liebt seine Pornos. Dafür beichtet er regelmäßig und sagt im Fitnesstudio dann seine Gebete auf. Er führt ein Matcholeben, bis er Barbara trifft. Diese steht auf romantische Komödien und versucht ihn nun nach ihren Vorlieben zu formen. Er meint es mir ihr wirklich ernst und versucht alles. In der Abendschule, die er auf Barbaras Wunsch hin besucht, trifft er auf die ältere Esther, die Mann und Kinder verloren hat.

Platz 97/22: Rock of Ages (2012)

Man nehme die guten alten Classricrockhits, wie Paradise City, Don’t stop believing, Dead or Alive, etc. Dann nehme man sich ein paar namenhafte Darsteller, wie Alec Baldwin, Catherine Zeta-Jones und Tom Cruise, füllt dies mit ein paar unbekannteren Gesichtern und schon hat man diese Musicalverfilmung. Darüber noch eine gute Portion Gute Laune streuen et voila

Platz 96/21: Briefe an Julia (2010)

Journalistin Sophie reist mit ihrem Verlobten Victor nach Italien, da dieser bald ein Restaurant eröffnen will und sie dann erst einmal kaum Zeit füreinander haben werden. Doch auch in Italien ist Victor überwiegend damit beschäftigt neue Lieferanten zu gewinnen, weswegen Sophie häufiger alleine loszieht. In Verona trifft sie auf die Sekretärinnen von Julia, die die an Shakesspeares bekannten Figur geschriebenen Briefe beantworten. Als sie ihre Hilfe anbietet, trifft sie auf Claire Smith-Wyman, die auf der Suche nach ihrer Jugendliebe ist. Ein Roadtrip von Sophie, Claire und deren Enkel Charlie durch Italien beginnt.

Platz 95/20: Groupies bleiben nicht zum Frühstück (2010)

Lila Lorenz kehrt nach einem Auslandsjahr in den USA wieder nach Deutschland zurück. Da sie in den USA sehr ländlich und ohne Internet gelebt hat, kennt sie die neuste Band Berlin Mitte noch nicht. Durch Zufall trifft sie jedoch auf den Leadsänger Chriz, der es erfrischend findet, dass sie ihn nicht erkennt. Eine Liebesgeschichte beginnt, die aber nicht sein darf, denn eine Beziehung steht Chriz Karriere als Teenieschwarm entgegen. Eine wunderbare Geschichte über den Traum jedes Teenies und dessen Star-Schwarms, die einen in die Zeit zurückversetzt, wo die Bravo und Viva noch lebenswichtig waren.

Platz 94/19: xXx 3 – Die Rückkehr des Xander Cage (2017)

15 Jahre nach dem ersten Teil spielt Vin Diesel noch einmal Xander Cage. Diesmal darf er jedoch ein ganzes Team zusammenstellen und genau diese Charaktere im Zusammenspiel macht den Film unglaublich cool und witzig. Zusammen mit ein paar absolut übertriebener Stunts, kommt ein Film heraus, der vielleicht nicht gut, aber dafür cool ist.

Platz 93/18: Wir sind die Neuen (2014)

Generationskonflikt einmal anders. Anne ist 60 und muss ihre Wohnung aufgeben. Da sie sich allein keine neue Wohnung leisten kann, fragt sie bei ihren alten Studienfreunden. Und tatsächlich finden sich in Eddi und Johannes gleichgesinnte. Doch kaum zusammengezogen, tauchen nicht nur untereinander die ersten Reibereien auf, auch die Studenten-WG eine Etage höher ist wenig begeistert von den neuen Nachbarn. Denn hier stehen wichtige Prüfungen bevor.

Platz 92/17: Ex_Machina (2015)

Caleb gewinnt ein internes Ausschreiben und bekommt die Chance den Geschäftsführer und Calebs großes Vorbild Nathan zu treffen. Dieser lässt ihn in sein abgeschiedenes Anwesen einfliegen und zeigt ihm Ava, eine künstliche Intelligenz, mit der er experimentiert. Caleb soll Ava einem Turing-Test unterziehen, um festzustellen, wie menschlich sie ist. Doch es scheint mehr hinter dem Test zu stecken.

Platz 91/16: Die Frau in Gold (2015)

Maria Altmann musste als junge Frau aus Naziösterreich fliehen. Inzwischen ist gealtert, doch erkennt sie noch immer das Bild ihrer Tante Adele, die einst Gustav Klimt gemalt hat und das inzwischen im österreichischen Nationalmuseum ausgestellt wurde. Zusammen mit Anwalt Randol Schoenberg verklagen sie nun den österreichischen Staat, um die Raubkunst zurückzuerlangen.

Platz 90/15: A Royal Night (2015)

08.05.1945. Die ganze Welt feiert den Sieg über Hitler. Auch die beiden britischen Prinzessinen Elisabeth und Margaret wollen sich unter die Feiernden mischen. Dabei entkommt Margaret ihrer Aufsichtsperson sehr schnell. Elisabeth ist nun damit beschäftigt, sie wiederzufinden. Dabei trifft sie auf einen jungen Piloten, der ihr hilft.

Platz 89/14: Maze Runner – die Auserwählten im Labyrinth (2014)

Thomas wacht in einer Art Fahrstuhl auf und hat keine Ahnung, wer er ist und wo er ist. Seine gesamte Erinnerung ist weg. Er gelangt auf eine Lichtung, die von einem Labyrinth umgeben ist. Mehrere Jungs in seinem Alter haben auf dieser Lichtung ein Lager aufgebaut und versuchen durch tägliche Erkundungen einen Ausweg aus dem Labyrinth finden. Doch Nachts wartet dort der Tod.

Platz 88/13: Divergent – Die Bestimmung (2014)

In einer Zukunft, in der die Welt zerstört wurde, hat sich Chicago aufgerafft und eine Gesellschaft aus fünf Fraktionen aufgebaut. Jede Fraktion stellt eine Eigenschaft als die einzig erstrebenswerte hervor. Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Mut, Wissen und Selbstlosigkeit. Tris Prior stellt sich dem Test, um herauszufinden, in welcher Fraktion sie von fortan leben soll. Doch ihr Test ist nicht eindeutig. Da dies eine Bedrohung für das System bedeutet, muss sie sich nun in einer Fraktion verstecken.

Platz 87/12: R.E.D – Älter, Härter, Besser (2010)

Bruce Willis ist nicht mehr der jüngste Actionstar und genau dieser Ansatz wird hier aufgenommen. Unterstützt wird er von Morgan Freeman, John Malkovitch und Helen Mirren. Frank Moses (Willis) ist ein pensionierter CIA-Agent. Eines Abend trifft ein Killerkommando bei ihm ein, dem er nur knapp entkommen kann. Fortan ist er auf der Suche nach den Gründen, warum er umgebracht werden soll.

Platz 86/11: Die kleine Hexe (2018)

Die Verfilmung des Klassikers von Ottfried Preussler kann mit viel positiver Energie, Rückversetzung in die Kindheit und einer engagierten Karoline Herfurth punkten. Die kleine Hexe ist noch zu jung, um am alljährlichen Hexentanz auf dem Blocksberg teilzunehmen. Zur Strafe muss sie innerhalb eines Jahres alle Hexensprüche aus dem großen Buch lernen. Außerdem soll sie sich als gute Hexe erweisen.

Platz 85/10: Maleficent (2014)

Am Anfang von Disneys großer Realverfilmungswut stand eine gute Idee. Dornröschen sollte diesmal aus der Sicht der bösen Fee Malefiz erzählt werden. Herausgekommen ist ein nicht nur optisch gelungener Film.

Platz 84/9: Eat, Pray, Love (2010)

Mitten in einer Lebenskrise reist Journalistin Elizabeth Gilbert zunächst nach Italien, um dort Essen genießen zu lernen, dann nach Indien, um dort in einem Ashram zu beten und schließlich nach Bali, um dort Lebenstipps bei einem Medizinmann zu bekommen. Dabei will sie ihre Lebenskrise überwinden und wieder zu sich selbst finden.

Platz 83/8: Wild Tales (2015)

Der argentinische Überraschungserfolg erzählt in sechs Episoden bitterböse Geschichten über Gewalt und Rache. Dabei variieren die Themen stark, beginnend bei Gästen in einem Flugzeug, die nach und nach herausfinden, dass sie alle den gleichen Mann kennen. Und dann feststellen, dass der Pilot nicht mehr antwortet.

Platz 82/7: Die Winzlinge – Operation Zuckerdose (2016)

Ein etwas anderer Animationsfilm, der zum einen ohne Dialog auskommt und sich ungeschönt mit dem Treiben auf einer grünen Wiese auseinandersetzt. Dabei hat der kleine Marienkäfer seine Eltern aus den Augen verloren und freundet sich mit einem Staat Armeisen an.

Platz 81/6: Zu guter Letzt (2017)

Harriet Lauler ist eine Geschäftsfrau, die sich eher Feinde als Freunde gemacht hat, nicht zuletzt, weil sie alles selbst in die Hand nehmen will. So will sie auch ihren Nachruf kontrollieren und engagiert Anne Sherman dafür. Anne ist spezialisiert auf schwierige Nachrufe, doch Harriets scheint ein unlösbarer Fall zu sein.

Platz 80/5: Lady Bird (2018)

Christine „Lady Bird“ McPherson wohnt nach eigener Aussage auf der falschen Seite der Schienen und meint damit, dass ihre Familie eher ärmlich ist. Sie ist 17, lebt in Sacramento und fühlt sich zu höherem berufen. Dadurch gerät sie regelmäßig mit ihrer Mutter aneinander, die sich abschuftet, um das wenige Geld der Familie zu verdienen.

Platz 79/4: Es (2017)

Stephen Kings Meisterwerk wurde auf bei diesem Reboot in zwei Teilen verfilmt. Hier ist expliziet der erste Teil gemeint, der sich mit dem Club der Looser in Kindheitstagen beschäftigt, die auf ein schreckliches Monster in Gestalt des Clowns Pennywise treffen und beschließen ihn zu beseitigen.

Platz 78/3: Deadpool (2016)

2016 kam mit Deadpool der erste Superheldenfilm eines Marvel“helden“ der eine FSK 16 vorweisen konnte. Mit derben Sprüchen und einem einzigartigen Humor konnte Deadpool sowohl überzeugen, als auch neue Maßstäbe für das Genre setzen.

Platz 77/2: Picknick mit Bären (2015)

Reiseliteraturautor Bill Bryson hatte eigentlich nicht vor ein neues Buch zu schreiben. Im Alter unruhig geworden, befasst er sich mit dem Appalachen Trail. Seine Frau will ihn  jedoch nur mit Begleitung losziehen lassen. Sein alter Kumpel Stephen Katz meldet sich schließlich. Dieser ist jedoch übergewichtig, ungelenk und hat ein Alkoholproblem. Trotzdem brechen beide auf und erleben ein Abenteuer nach dem nächsten.

Platz 76/1: Gut gegen Nordwind (2019)

Emma und Leo kennen sich durch Zufall per E-Mail kennen. Obwohl sie sich noch nie gesehen haben, schreiben sie immer weiter miteinander und schließlich verlieben sie sich ineinander. Doch ihre Lebensumstände machen eine Beziehung schwierig und so verlieren sie sich in ihrer E-Mail-Beziehung.

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.5

Hier kommt nun der zweite Teil von 2018. Hier noch einmal die vorherigen Artikel meiner großen Kategorieaufräumaktion: 2014/2015, 2016, 2017, 2018.1

2018:

1) Isle of Dogs – Ataris Reise

Nach dem Ausbruch des Schnauzenfiebers werden Hunde für alle möglichen Sachen, z. B. Flöhe, Schuldig gesprochen und ins Exil auf eine Müllinsel deportiert. Unter anderem auch Spot, der Wachhund von Atari Kobayashi. Als dieser aufbricht, um seinen Hund zu finden, schließen sich ein paar andere Hunde an. Dabei decken sie nicht nur eine Verschwörung auf, sondern erleben auch allerlei Abenteuer.
Der Stop-Motion-Film ist eher eine Aneinanderreihung kleinerer Episoden, die durch die große Geschichte zusammengehalten werden. Während die Haupthandlung der Gesellschaft gerne den Spiegel vorhält, hier ist es die Ausgrenzung der Hunde wegen angeblicher Vergehen, die sich aber auf viele Vorurteile und andere aktuelle Ereignisse übertragen lässt. Dabei sind es jedoch gerade die kleinen Nebenepisoden und running gags, die den Film von seiner hochtrabenden Kunsterzählweise herunterheben und sehbar machen. Es bleibt dennoch ein sehr speziell erzähler Film, der aber, wenn man sich einmal an den Erzählstil gewöhnt hat, gut funktioniert.

2) Anna und die Apokalypse

Ein Weihnachtsfilm, ein Zombiefilm und ein Musical in einem. Was erst einmal unvereinbar klingt, funktioniert hier tatsächlich sehr gut.
Die Weihnachtsaufführung in Annas Schule steht bevor. Doch eine Virusinfektion lässt die halbe Bevölkerung zu Zombies werden. Anna und ihre Freunde können sich in eine Bowlingbahn flüchten. Sie versuchen zur Schule durchzukommen, wo Eltern und Mitschüler sich versteckt halten.
Für viele ist der Film inzwischen zum absoluten Geheimtipp mutiert. Ich habe leider so meine Probleme mit dem Film. Zum einen bin ich absolut kein Fan von Zombiefilmen. Sobald Zombies anfangen durch die Gegend zu wanken, bin ich raus. Trotzdem hat mich der Film gereizt, durch die Kombination mit dem Musical. Leider enttäuschte mich dieser Aspekt auch, denn die Lieder sind sehr einfallslos und funktionieren alle nach dem gleichen Popschema. So waren sie zwar alle nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Ich bin ein großer Musicalfan und erwarte hier schon, dass ich Lieder voneinander unterscheiden kann, bzw, sie hinterher auch nochmal wiedererkenne. Darüber hinaus ist die Geschichte rund erzählt, kommt zwar mit dem typischen Klischees daher und kann nur an wenigen Stellen überraschen, dennoch macht sie an vielen Stellen einfach Spaß. Wer sich also nicht vom Zombiethema abgestoßen fühlt und auch weniger hohe Erwartungen an den Musicalaspekt hat, kann hier durchaus mal einen Blick werfen.

3) Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Lewis ist ganz frisch Waise und wird zu seinem Onkel Jonathan geschickt. In dessen Haus gibt es allerlei Kuriositäten und auch die Nachbarin Mrs. Zimmermann scheint Dauergast zu sein. Schnell findet er heraus, dass sein Onkel ein Zauberer ist und nachts eine geheimnisvolle Uhr im Haus sucht.
Der Film ist in erster Linie ein Fantasy-Film, der sich nebenbei noch mit den Themen Verlust und Außenseitertum beschäftigt. Dabei ist Jack Black als Onkel Jonathan voll in seinem Element, während sich Cate Blanchett eher im Hintergrund hält. Für den Zuschauer hat man Lewis an seiner Seite, mit dem man das Haus erkunden kann. Der Film ist eindeutig für ein junges Publikum konzipiert und hat mit einer Freigabe ab 6 Jahren auch keinen Anspruch wirklich gruselig zu sein. Das ist hier auch gar nicht nötig, da man hier auch als Erwachsene die kindliche Freude über das Unbekannte wiederentdeckt. Hinzu kommen allerhand kuriose Charaktere, die beim Sehen einfach Spaß machen. So bleibt der Film immer leicht hinter seinen Möglichkeiten zurück, bietet aber trotzdem gute Unterhaltung für einen Abend. Ein zweiter Blick lohnt sich dann aber eher nicht.

4) Crazy Rich

Der Überaschungserfolg mit einer rein asiatischen Besetzung.
Rachel Chu reist mit ihrem Freund Nick Young nach Singapur, um dessen Familie bei einer Hochzeit kennenzulernen, bei der Nick Trauzeuge sein wird. Dabei muss sie feststellen, dass Nick zu einer der reichsten Familien Singapurs gehört. Vor Ort hat sie nicht nur Probleme sich dem Lebensstil von Nicks Freunden anzupassen, auch scheint seine Mutter eine Abneigung ihr gegenüber zu haben, die sie nicht nachvollziehen kann.
Crazy Rich fährt mit einem guten Cast auf. So richtig ist der Komödienaspekt bei mir nicht angekommen. Währenddessen hat der Dramaaspekt bei mir wesentlich besser funktioniert. So habe ich relativ wenig gelacht, aber immer mit Rachel mitgefühlt. Dennoch ist der Film ein fasziniertes Eintauchen in eine ganz andere Welt, die gleichzeitig so vertraut ist. Denn die wohl wichtigste Botschaft des Films ist, dass es eben keine weißen Darsteller braucht, damit ein Film funktioniert.

5) Spider-Man – a new Universe

Angeteasert wurde der Film bereits in einer ziemlich langen Afer-Credit-Scene von Venom. Diese schreckte mich jedoch eher ab, da sie sehr rasant daher ging und mein übliches Übelkeitsproblem durch die Perspektive auftrat. Zu Hause auf dem Fernseher ging das dann aber doch ohne Zwischenfälle.
Miles Moralis ist ein ganz normaler Junge, in einer Welt, in der Peter Parker alias Spider-Man gestorben ist. Doch auch Miles wurde von einer radioaktiven Spinne gebissen und verfügt über die gleichen Fähigkeiten. Dabei trifft er auf einen gealterten Peter Parker, die aus einem anderen Universum zu kommen scheint. Nach und nach treffen immer mehr Spider-Mans und Spider-Womans aufeinander. Zusammen versuchen sie Kingpin aufzuhalten, der mit einer Maschine versucht seine geliebte Vanessa zurückzuholen.
Erfrischend neu ist die Geschichte, die sich nur bedingt an dem typischen Superheldenschema orientiert und sich von bestehenden Erzählsträngen loslöst. Dabei ist sie auch animiert und orientiert sich am ursprünglichen Comicstil. Hinzu kommt eine spannende Geschichte und ein Miles Moralis, der eben mit ganz anderen Problemen kämpft. Dennoch bleibt irgendwo die Grundessenz eines Spider-Man erhalten und wird mit einer Menge Humor durch die verschiedenen Spider-Mans ergänzt. Nicht umsonst hat der Film den Oscar für den besten Animationsfilm erhalten.

6) Juliet, Naked

Annie und Duncan führen seit vielen Jahren eine leidenschaftslose Beziehung. Duncan ist ein riesiger Tucker Crowe Fan, der nach einem kurzen Erfolg mit zwei Alben vor über 20 Jahren komplett von der Bildfläche verschwand. Nun soll ein neues Album erscheinen, das die Lieder des ersten Albums noch einmal neu vertont hat. Nachdem Annie, frustriert über die Leidenschaft Duncans Crowe gegenüber, eine schlechte Kritik über das neue Album verfasst, kontaktiert sie niemand geringeres als Crowe selbst. Kurz darauf verlässt Duncan Annie wegen einer Affäre und Annie beschließt sich mit Crowe zu treffen. Dieser führt jedoch weniger das glamuröse Rockstarleben, als vielmehr ein Leben voller Gram und zu vieler Kinder von zu vielen Frauen.
Juliet, Naked ist ein kleiner Film, der wohl neben den ganzen Hollywood Blockbustern untergegangen ist. Dabei ist er liebevoll erzählt und zeigt die Schattenseiten einer kurzzeitigen Berühmtheit. Dabei geht es jedoch auch um Annie, die sich so gerne einen Neuanfang wünscht. Annie und Duncan sind ein Beispiel eines Paares, das irgendwie am Erwachsensein gescheitert ist und nur aus Treue zusammen bleibt und nicht, weil es sie selbst irgendwo glücklich macht. So ist es ein Film zum Nachdenken und gleichzeitig zum stillen Schmunzeln, wenn Duncan merkt, dass sich Annie mit seinem großen Idol trifft. Auch der Cast aus Ethan Hawke, Rose Byrne und Chris O’Dowd harmoniert wunderbar.

Rückblick auf den Februar

Der kürzeste Monat des Jahres war dieses Jahr gar nicht so kurz und brachte uns relativ zeitig die Oscarverleihung. Bei mir wurde der Februar ein sehr filmlastiger Monat, zum einen, was die Kinogänge anging, aber auch was das Heimkino so zeigte. Aber auch von meiner 20 für 2020 Liste konnte ich ein bisschen was abhaken.

Cinemathek

Porträt einer jungen Frau in Flammen: Malerin Marianne reist auf eine einsame Insel, um Eloise zu malen, die davon aber nichts mitkriegen darf. Dabei knüpfen die beiden Frauen ein ganz besonderes Band. Ein Film voller schöner Bilder, interessanter Charaktere, ruhiger Erzählart und eine versprühende Erotik, die gerade durch die Subtilität funktioniert.

Sneak Preview

Bombshell: Die wahre Geschichte über den Missbrauchsskandal bei FOX News gegen den früheren Senderleiter Roger Ailes. Stark gespielt, versinkt aber in Zeitsprüngen und zu vielen Nebencharakteren, das man der eigentlich wichtigen Handlung nicht richtig folgen kann.

The Gentleman: Drogenbaron Mickey Pearson will sein Imperium verkaufen. Das sorgt für allerlei Trubel. Heraussticht die besondere Erzählart, die dem Film einen ganz eigenen Rhythmus gibt. Sobald man sich an den gewöhnt hat, entfaltet der Film einen Sog, den er bis zum Ende durchhält.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Jojo Rabbit: Jojo ist in der Hitlerjugend zur Zeit des zweiten Weltkriegs und hat Adolf Hitler als imaginären besten Freund. Doch als er feststellt, dass seine Mutter eine Jüdin versteckt, stellt das sein Weltbild auf den Kopf. Ein Film, der einen auf zwei Weisen zum Weinen bringt. Durch die Komik und Satire und durch die dramatische Geschichte.

Little Woman: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren. Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren.

Parasite: Eine arme Familie erschleicht sich nach und nach Jobs bei einer reichen Familie.  Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher.

Birds of Prey: Harley Quinn hat sich vom Joker getrennt. Dadurch wird sie zu Freiwild. Sie stimmt zu einen Auftrag des Mafiabosses Sionis anzunehmen. Dabei trifft sie auf noch mehr Frauen, die nach Emanzipation suchen. Der Film hat zwei Schwerpunkte, die beide zu kurz kommen. Dies macht er aber mit einer großen Portion Spaß und Frauenpower wett und schafft es trotz Stolpersteine zu funktionieren. Garniert wird das mit dem besten Finale seit Endgame.

Enkel für Anfänger: Drei Renter stehen an einem Punkt, an dem sie etwas im Leben ändern wollen. So legen sie sich – teilweise nicht ganz freiwillig – Patenenkel zu. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Eine gutes Drama, das sich hinter einer nicht funktionierenden Komödie verbirgt. Aber genau dann, wenn der Film ruhiger wird und hinter die Masken schaut, zeigt er seine große Stärke.

Nightlife: Milo und Renzo wollen ihre eigene Bar eröffnen. Doch während Renzo sich in Schwierigkeiten bringt, um an Geld zu kommen, versucht Milo ein Date unter außergewöhnlichen Umständen hinzubekommen. Leider eine Komödie, die eher durch plumpe Witze und Klischees versucht vorwärts zu kommen. Bis auf wenige Momente funktioniert das Konzept nicht.

Sonic – the Hedgehog: Die Videospielreihe bekommt ihre Verfilmung. Dabei wird eine einfache Origin Story erzählt, die für Fans der Spiele durchaus funktionieren kann, für alle andere aber wenig Neues bietet.

Ruf der Wildnis: Der Weg eines Hundes nach Alaska. Dort hat er mit immer neuen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn viele den CGI Hund kritisieren, findet man gerade durch die übertriebene Mimik des Hundes eine Verbindung und verliert sich schnell in den eisigen Kälten Alaskas.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Dogma und Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Die zwei Päpste: Der amtierende Papst Benedikt XVI. und der zukünftige Papst Franziskus treffen sich und führen Gespräche, die zum finalen Rücktritt Benedikts führten. Ein Film, der den Drehbuchoscar durchaus verdient gehabt hätte, denn er schafft es allein durch Dialoge den Zuschauer an den Fernseher zu fesseln. – Netflix Original

Late Night: Katherine Newbury hat eine Late Night Show, die nicht mehr so richtig läuft. Also will sie in ihrem rein männlichen Autorenteam eine Frau engagieren. Die verträumte Molly kommt da gerade richtig. Eim Film über zwei Frauen, die es auf unterschiedliche Art in einer Männerdomäne versuchen. Dabei schafft er es nicht durchgehend eine starke Performance hinzulegen und versinkt in Nebenhandlungen.

Long Shot: Die amerikanische Außenministerin will für das Präsidentenamt kandidieren, doch dafür sollen ihre Reden besser werden. Da passt es ihr sehr gut einen alten Bekannten aus Kindertagen wieder zu treffen. Sein Auftreten passt zwar nicht ins Schema, dafür treffen seine Texte ins Schwarze. Wer auch immer auf die Idee kam  Charlize Theron und Seth Rogen in eine romantische Komödie zu stecken, hatte zwar eine gute Grundidee, doch leider funktioniert der Film eher schlecht als recht. Vor allem, wenn man einen Funken Realismus erwartet.

I,Tonya: Die Geschichte Tonya Hardings, die eine vielversprechende Eiskunstlaufkarriere vor sich hatte, bis der Vorfall mit einer zertrümmerten Kniescheibe ihrer Konkurrentin auf sie zurückfällt. Der Film stützt sich dabei auf Interviews, die einen am Ende immer noch zweifeln lassen, was damals wirklich passiert ist. Dafür bietet er eine starke Geschichte mit engagierten Darstellern.

Isle of Dogs: Ein etwas gewöhnungsbedürftig erzählter Animationsfilm über eine Welt, in der Hunde auf eine Müllinsel zum sterben gebracht werden, weil sie angeblich für Seuchen verantwortlich seien. Und die Geschichte eines Jungen, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Der Film punktet durch viele kleine Spitzen und viele kleine Momente und fühlt sich eher wie ein Episodenfilm an. Einen Blick riskieren lohnt sich.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Just Mercy: Ein junge Anwalt setzt sich für Todestraktinsassen ein. Starker Trailer mit starker Botschaft. Hier wäre ich gespannt, was der Film noch alles kann.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es Chaos auf der Feuerwache

Serien – ein kurzer Rückblick

Im Februar habe ich – mal wieder – die ersten beiden Staffeln von IT Crowd geschaut. Außerdem habe ich die außergewöhnlichsten Häuser der Welt mit Staffel 2b fortgesetzt. Auch diesmal waren wirklich interessante Gebäude in den unterschiedlichsten Ländern dabei. Einen Blick gewagt habe ich auf The Kominsky Method mit der ersten Staffel. Die Serie konnte mich zwar irgendwo kriegen, aber ich kann nicht genau sagen, ob ich die mochte. Und zum Schluss konnte ich endlich bei American Horror Story die vierte Staffel beenden. Die Freak Show hatte mich wie die Staffeln zuvor irgendwann durch ihre hundert Nebenstränge verloren, konnte mich jetzt am Ende aber noch einmal kriegen. Vielleicht ist es einfach eine Serie, die ich nicht am Stück gucken sollte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 2.256
Seiten pro Tag: 78 im Durchschnitt
Taschenbuch: 3
E-Book: 1

Was perfekt war: Colleen Hoover ist zurück und präsentiert mit Was perfekt war eine gewohnt gute Liebesgeschichte, doch diesmal geht es auch um die gleiche Geschichte acht Jahre später, wo ein Problem eine funktionierende Ehe zu zerstören droht. Wieder widmet sich Hoover einem wichtigen Thema, schafft es aber eher durch die Rückblenden den Leser bei der Stange zu halten, da sie sich an einem gewissen Punkt in Wiederholungen verliert.

Harry Potter und der Orden des Phönix: Da mein Lebensgefährte sich aktuell zum ersten Mal der Bücher in Form der Hörbücher annimmt, lese ich parallel wieder mit. Der fünfte Band ist bekanntlich der zähste der Reihe, allerdings hatte ich ihn schlimmer in Erinnerung.

Wo das Glück zu Hause ist: Nina liebt Bücher. Als nicht nur sie ihren Job als Bibliothekarin verliert, sondern auch die Bücher ihr Zuhause, eröffnet sie einen mobilen Buchladen in Schottland. Weit ab größerer Städte könnte jedoch mehr auf sie zukommen als nur ein beruflicher Neustart. Ich mochte die Grundidee und wollte das Buch wirklich mögen. Leider verliert sich die Autorin in ihren Ideen, hält sich an bestimmten Teilen zu lange auf und hastet dann an anderer Stelle, so dass ihre Charaktere sehr sprunghaft wirken. Und ihre Protagonistin ist leider ein kleines Naivchen, das natürlich trotzdem alles problemlos meistert. Es konnte mich nicht überzeugen.

Someone New: Laura Kneidl nimmt sich einem neuen Thema an, das viel zu lange Tabuthema war. In über 500 Seiten erzählt sie die Geschichte von Micah, die aus gutem Hause kommt, und ihren verschwundenen Bruder sucht, der nach seinem Outing von ihren Eltern verstoßen wurde. Dabei lernt sie Julian kennen, der ebenfalls ein Geheimnis zu haben scheint. Eine starke Geschichte, die am Ende etwas sprunghaft aufgelöst wurde – was jedoch meckern auf hohem Niveau ist. Am liebsten würde ich das Buch jedem in die Hand drücken.

 

 

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.4

2018 sind es ein paar mehr Filme, die ich inzwischen nachgeholt habe, demnach werde ich das Jahr wohl auch nochmal teilen. Aber hey, so langsam komme ich doch voran… Wer noch einmal die vergangenen Beiträge meiner großen Aufräumaktion in dieser Kategorie ansehen möchte, kann dies hier tun: 2014/2015, 2016, 2017

2018

1) Das Zeiträtsel

Meg Murry trauert um ihren Vater, einem Physiker, der nach einem Experiment verschwunden ist. Eines Tages stehen drei seltsame Damen vor ihrer Tür, die sie in eine andere Welt mitnehmen, zusammen mit ihrem kleinen Bruder Charles Wallace. Dort besteht die Möglichkeit, dass sie ihren Vater wiederfindet.
Klingt diese Zusammenfassung seltsam und sehr plump? Das könnte daran liegen, dass ich den gesamten Film schon beim Sehen wieder vergessen habe. Am Ende wusste ich nicht mehr, wie er angefangen hat, oder wie die Kinder wieso von a nach b kamen. Und genau das ist das Problem des Films. Er hat keine richtige Richtung, die er einschlägt, sondern hangelt sich von einer belanglosen Szene zur nächsten, versucht mit seinem Cast Eindruck zu schinden und vergisst ganz nebenbei die neue Welt auch nur ansatzweise zu erklären. Ständig wird Meg in ein neues Setting geschickt, immer nur mit wagen Andeutungen, was sie dort sehen könnte und dies manchmal vielleicht auch tut. Letztlich versteht keiner die Welt, die Andeutungen sind keine Hilfe und einem ist sehr schnell egal, was mit den Charakteren passiert. Die Protagonistin ist eigentlich nur damit beschäftigt, alle zu fragen, warum und wieso sie etwas tun soll, keine richtige Antwort erhält und es dann einfach tut. Kurzum ein absoluter Griff ins Klo aus dem Hause Disney.

2) Lady Bird

Christine McPherson (Saoirse Ronan) möchte lieber Lady Bird genannt werden. Sie wächst in einer armen Familie auf, träumt aber von größerem. Dadurch gerät sie oft mit ihrer Mutter aneinander, die denkt, dass sich Lady Bird für sie schämt.
Lady Bird ist Greta Gerwigs Regiedebut, die uns dieses Jahr den wunderbaren Film Little Woman brachte. In Lady Bird bereits bewies sie die kleinen Feinheiten eines pubertierenden Mädchens einzubauen, das den Kopf voller Träume hat und diese sich aber nicht mit den realen armen Verhältnissen ihrer Familie zusammenpassen. Dabei sind es gerade die Dialoge zwischen Mutter und Tochter, die sehr schnell eskalieren und einem doch so aus der Seele sprechen. Dabei hat Lady Bird keine große Handlung, sondern verliert sich in kleinere Episoden, unter anderem in Liebeleien mit den großartigen Lucas Hedges und Timothee Chalamet. Von fünf Oscarnominierungen konnte er leider keinen mitnehmen, spielt sich aber ganz unscheinbar in die Herzen der Zuschauer.

3) Vielmachglas

Marleens (Jella Haase) Leben stagniert. Lieber würde sie ebenso abenteuerlustig sein, wie ihr Bruder, doch stattdessen jobbt sie nach ihrem Abi in einem Kino. Erst ein Schicksalsschlag lässt sie aufwachen und sie zieht los, um in kürzester Zeit einen Dampfer in Hamburg zu erreichen. Dabei lernt sie allerhand komische Gestalten kennen.
Vielmachglas versucht sich an einem Abenteuerfilm mit tiefsinnigen Botschaften im Gewand einer Komödie. Letztlich scheitert er aber an beiden Genres. Zu platt sind die Gags, die allein dadurch zustande kommen, dass Marleen auf neue Personen trifft, wo einer abgefahrener als der nächste ist. So ist es ein Roadtrip der unspaßigeren Art, auch wenn Jella Haase merkbar alles gibt, um aus ihrem Chantal-Klischee herauszukommen. Während der Film am Anfang noch versucht irgendwo eine tiefere Ebene zu etablieren und Marleen als zwiegespaltene Person darstellt, die eigentlich gerne vorankommen möchte, sich aber nicht den nächsten großen Schritt traut. Dies wird aber schnell über Bord geworfen, um lieber mit Klischees um sich zu werfen und eine absolut austauschbare Handlung zu kreieren.

4) I, Tonya

Tonya Harding (Margot Robbie) lebt seit frühester Kindheit nur fürs Eiskunstlaufen. Ihre strenge Mutter (Allison Janney) triezt sie solange, bis sie immer besser wird und versucht sich für Olympia zu qualifizieren. Dabei hat sie ständig Eheprobleme mit Mann Jeff (Sebastian Stan). Bis heute ist ungeklärt, in wie weit sie verwickelt war, in den Angriff auf Konkurrentin Nancy Kerrigan.
Der Film erzählt sich halbwegs chronologisch und wird getragen durch Intervieweinschübe der Akteure viele Jahre nach den Geschenissen. Aber auch in der erzählten Geschichte durchbrechen die Darsteller gerne die vierte Wand. Bereits am Anfang wird durch widersprüchliche Aussagen Tonyas und Jeffs bezüglich ihrer Ehe ein sehr unzuverlässlicher Erzähler aufgebaut, der das darauf erzählte einen immer hinterfragen lässt. Da bis heute nicht final geklärt ist, wie viel Tonya wusste, legt sich der Film damit auch nicht fest, ob nun alles wirklich so stimmt. Die große Debatte um den Anschlag auf ihre Konkurrentin ist dann auch nur das große Finale des Films, der sich zuvor mit Hardings Leben von Kindesbeinen an beschäftigt und dabei vor allem mit der On/Off-Beziehung zu Jeff und ihren sportlichen Leistungen. Dabei ist der Film stark gespielt, auch wenn nur Allison Janney den Oscar dafür einheimsen konnte. Dabei schwankt man immer wieder hin und her zwischen Sympathie und Antipathie zu Tonya. So richtig fassen, kann man ihren Charakter zu keiner Zeit, was aber auch gar nicht Ziel des Films war. Insgesamt ist er stark erzählt und gespielt.

5) The Death of Stalin

1953. Stalin erleidet eine Hirnblutung, wird jedoch erst am nächsten Tag gefunden. Die Mitglieder seines Kabinetts wetteeifern nun um die Nachfolge und schmieden eine Intrige nach der nächsten.
The Death of Stalin befasst sich mit dem titelgebenden Tot Stalins und den Kampf um seine Nachfolge. Dies mischt er mit einer Menge schwarzen Humor, auch wenn einige Sachen tatsächlich historischen Tatsachen entspringen. Da niemand ohne Erlaubnis Stalins Gemächer betreten darf, wird er erst viele Tage nach seinem Schlaganfall gefunden. Da er kurz zuvor die besten Mediziner des Landes verhaften ließ, müssen nun die zweitbesten ran. Die realen Ereignissen werden gemischt mit fiktiven oder verdrehten Ereignissen. Leider schafft es der Film nicht seine Zuschauer final abzuholen, da er sich in zu vielen Charakteren mit zu vielen laufenden Intrigen verrinnt. So fällt es einem schwer mitzukommen, warum die Figuren so handeln und warum wieder etwas gemacht wird, während man sich eigentlich auf die lustigen Einschübe konzentrieren mag. Ein Film, der mehr gekonnt hätte, wenn er weniger erzählt hätte.

6) Goodbye Christopher Robin

Wer kennt nicht A. A. Milnes Werk „Puh der Bär“? Aber wer kennt auch die Geschichte dahinter, um einen traumatisierten Vater, der seinen eigenen Sohn vermarktet, weil er das beliebteste Kinderbuch überhaupt geschrieben hat? Genau davon handelt Goodbye, Christopher Robin. Wir treffen den Autor Alan Milne (Domhnall Gleeson), der nach dem ersten Weltkrieg mit sich auf keinen grünen Zweig kommt. Er zieht mit seiner Familie aufs Land und macht dort viele Spaziergänge. Als seine Frau (Margot Robbie) ausbricht und ins Stadtleben zurückkehrt, kommt er auf einmal seinem Sohn näher. Nachdem er diesem Geschichte mit seinen Kuscheltieren erzählt, kommt ihm die Idee zu seinem Buch. Doch der spätere Medienrummel nimmt weniger ihn ins Visier als vielmehr den Sohn, der für den wahren Christopher Robin gehalten wird. Während seine Eltern den Rummel zunächst ausnutzen, um möglichst viel Kapital aus ihrem Kind zu schlagen, steht nur dessen Nanny auf seiner Seite.
Goodbye, Christopher Robin befasst sich mit der Schattenseite einer traumhaften Geschichte. Ein Kind, das wenig Elternliebe bekommt, und dann noch als Marketinginstrument genutzt wird und sehr lange darunter leidet. Ein Film, der einem das Herz bricht, wo man sich immer wieder fragt, wie Eltern nur so sein können und es doch nicht schafft den Zauber der Figur Winnie Puh zu brechen. Trotz guter Schauspieler, verliert sich der Film in zu vielen langweiligen Szenen und kommt einfach nicht auf den Punkt. Dabei sind einige wichtige Szenen dabei, die aber zwischen dem ganzen drumherum verloren gehen. Schade, hier wäre mehr möglich gewesen.

Die 92. Academy Awards – Meine Prognose

Heute Nacht werden wieder die alljährlichen Gewinner der Academy Awards oder umgangssprachlich der Oscars gekürt. Im Vorfeld habe ich euch bereits eine Übersicht der Nominierten bereitgestellt. Nun soll es um meine alljährliche Prognose gehen. Dabei unterscheide ich wieder in offizieller Tipp und persönlicher Favorit. Die Gewinner werde ich heute Nacht wieder nach und nach einpflegen, so dass euch morgen früh hier die aktualisierte Fassung bereitsteht.

Bester Film 

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     Little Woman

And the Oscar goes to:   Parasite

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Once upon a time in Hollywood – Quentin Tarantino
Persönlicher Favorit:     Todd Phillips – Joker

And the Oscar goes to:   Bong Joon Ho – Parasite

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Joaquin Phoenix (Joker)
Persönlicher Favorit:      Joaquin Phoenix (Joker)

And the Oscar goes to:   Joaquin Phoenix (Joker)

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Renée Zellweger (Judy)
Persönlicher Favorit:      Saoirse Ronan (Little Woman)

And the Oscar goes to:   Renée Zellweger (Judy)

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Joe Pesci (The Irishman)
Persönlicher Favorit:     Tom Hanks (Der wunderbare Mr. Rogers)

And the Oscar goes to:   Brad Pitt (Once upon a time in Hollywood)

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Laura Dern (Marriage Story)
Persönlicher Favorit:    Scarlett Johannson (Jojo Rabbit)

And the Oscar goes to:   Laura Dern (Marriage Story)

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Die zwei Päpste

And the Oscar goes to:   Jojo Rabbit

Bestes Originaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Once upon a time in Hollywood
Persönlicher Favorit:    Knives Out

And the Oscar goes to:   Parasite

Beste Kamera

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     1917

And the Oscar goes to:   1917

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              1917
Persönlicher Favorit:    1917

And the Oscar goes to:   Once upon a time in Hollywood

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Jojo Rabbit

And the Oscar goes to:   Little Woman

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Joker

And the Oscar goes to:   Joker

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:             (I’m gonna) Love me again – Rocketman
Persönlicher Favorit:   (I’m gonna) Love me again – Rocketman

And the Oscar goes to:   (I’m gonna) Love me again – Rocketman

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Joker
Persönlicher Favorit:      Joker

And the Oscar goes to:   Bombshell

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:               Joker
Persönlicher Favorit:     Le Mans 66

And the Oscar goes to:   Le Mans 66

Bester Ton

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     Le Mans 66

And the Oscar goes to:   1917

Bester Tonschnitt

Offizieller Tipp:              Joker
Persönlicher Favorit:    Le Mans 66

And the Oscar goes to:   Le Mans 66

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               1917
Persönlicher Favorit:     Avengers: Endgame

And the Oscar goes to:   1917

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:               Mister Link
Persönlicher Favorit:     Klaus

And the Oscar goes to:   Toy Story 4

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 Hair Love
Persönlicher Favorit:       Hair Love

And the Oscar goes to:    Hair Love

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   The Neighbors‘ Widow

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   American Factory

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Learning to Skatebord in a Warzone (If you’re a girl)

Bester fremdsprachiger Film

Offizieller Tipp:                 Parasite
Persönlicher Favorit:       Parasite

And the Oscar goes to:   Parasite

Auswertung

Richtig offizieller Tipp:                     10
zusätzlich persönlicher Favorit:      2
Enthaltungen:                                     3
Falsch gelegen:                                    9

Kategorien:                                         24

Viele Überraschungen in diesem Jahr – vor allem das Parasite es als bester Film geschafft hat. So sind die Academy Awards wohl doch nicht mehr so vorhersehbar…

Die 92. Academy Awards – Die Nominierten

Erstaunlich früh diesmal, aber dennoch ist es bereits wieder soweit. Die Oscarverleihung steht bevor. Im 92 Jahr der Verleihung werden wieder Filme aus dem Jahr 2019 ausgezeichnet. Hier soll es nun eine Übersicht über die Hauptnominierten geben. Wenn ich bereits eine Kritik verfasst habe, verlinke ich sie hier. Über alle Filme, die ich in der letzten Woche noch schnell nachgeholt habe, findet ihr hier eine Kurzkritik.

Joker

Nominiert für: Bester Film, beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton, Beste Filmmusik, Bestes Make-up und Frisuren, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) lebt zusammen mit seiner Mutter in einer schmutzigen kleinen Wohnung und versucht mit Clown-Jobs über die Runden zu kommen. Zu kämpfen hat er mit einem schmalen Selbstbewusstsein und einer psychologischen Erkrankung, die ihn in den unpassendsten Momenten laut auflachen lässt. Sein Leben besteht immer wieder aus Rückschlägen und Erniedrigungen, bis er eine zweite Identität in der Rolle eines gefährlichen Clowns entdeckt. Der Wandel zum Joker steht bevor.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Joker überzeugt in Inszenierung und mit seinem grandiosen Hauptdarsteller. Dennoch bietet er Diskussionsmaterial in positiver und negativer Weise.

1917

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bester Tonschnitt, Bester Ton, Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, Bestes Make-up und Frisuren, Beste visuellen Effekte

Die Handlung: Lance Corporal Tom Blake (Dean-Charles Chapman) und Lance Corporal William Schofield (George McKay) werden zum General (Colin Firth) beordert. Dieser hat den wichtigen Auftrag die beiden zu Colonel Mackenzie zu schicken, um den bevorstehenden Angriff abzublasen, da es sich um einen Hinterhalt der Deutschen handelt. Dafür müssen sie durch Niemandsland. Da Blakes Bruder in der Einheit Mackkenzies ist, ist er sehr motiviert den Auftrag auzuführen.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: 1917 ist ein von der Grundidee her sehr undramatischer und realistisch gehaltener Kriegsfilm, der aber gerade durch den Realismus bestürzt und dadurch lange im Gedächtnis bleibt.

The Irishman

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Nebendarsteller (2x), Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Beste visuellen Effekte

Die Handlung: Der Ire Frank Sheeran (Robert de Niro) gelangt in den 1950er Jahren auf den Radar der Bufalino-Familie, einer Mafia Familie in Pennsylvania. Dort lernt er den Oberhaupt Russell (Joe Pesci) kennen. Über ihn wird er zum Leibwächter des Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino).

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: The Irishman ist mit 209 Minuten sehr lang. Dennoch besticht er über die gesamte Länge mit spannenden Elementen, guten Darstellern und einer einmaligen Optik. Für das optimale Sehvergnügen sollte man jedoch ein Liebhaber von Mafiageschichten sein. Denn wer vorher damit nichts anfangen konnte, kann es auch nach The Irishman nicht.

Once upon a time in Hollywood

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Beste Kamera, Bester Tonschnitt, Bester Ton, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: 1969. Rick Dalton (Leonardo diCaprio) war in den 1950er Jahren mit der Westernserie Bounty Law sehr erfolgreich, bekommt aber kaum noch vernünftige Rollenangebote und fürchtet daher um seine Karriere. Sein Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt) ist als bester Freund stets an seiner Seite und verrichtet für ihn auch außerhalb des Sets viele Arbeiten. Zeitgleich ziehen gegenüber von Dalton Roman Polanski und Sharon Tate (Margot Robbie) ein. Während Dalton einen Tag am Set verbringt und Tate sich ihren eigenen Film im Kino ansieht, begegnet Booth der Manson-Familie.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Once upon a time in Hollywood ist eine gelungene Momentaufnahme des Lebens in Hollywood, mit wenig Handlung und wenig Bezug zu den Manson-Morden. Wer sich damit anfreunden kann, bekommt einen gewohnt hochwertigen Tarantinofilm, der einmal mehr beweist, dass Tarantino sein Handwerk versteht.

Jojo Rabbit

Nominiert für: Bester Film, Beste Nebendarstellerin, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) ist ein Hitlerjunge während des zweiten Weltkriegs. Sein imaginärer bester Freund ist niemand geringeres als Adolf Hitler (Taika Waititi). Doch eines Tages muss er entdecken, dass seine Mutter ein jüdisches Mädchen versteckt.

Meine Meinung: Jojo Rabbit ist ein Film, bei dem ich die ersten 10-20 Minuten überlegen musste, ob ich wirklich darüber lachen möchte. Doch der Film schafft es ziemlich schnell klar zu machen, dass in jedem Witz auch ein Stück Kritik steckt, so dass eigentlich niemand den Film in seiner Aussage missverstehen kann. Und so schaut man amüsiert dem fröhlichen Treiben in der Hitlerjugend zu. Schnell bekommt man auch ein Gefühl, wieso damals so viele begeistert in solchen Camps dabei waren. So schafft es Taika Waititi neben der Kritik am damaligem System und Glauben und vorallem am Holocaust, eine lustige, aber auch dramatische Geschichte zu erzählen. Vor allem die Gespräche zwischen Jojo und Elsa, wo also Hitlerjunge auf Jüdin trifft, zeigen, wie Vorurteile auf Realität treffen und wie man diese überwinden kann. Während die erste Hälfte noch überwiegend durch witzige Einspieler geprägt ist, vor allem Sam Rockwell und Alfie Allen sorgen für einigen Witz, ist die zweite Hälfte durchaus dramatischer und sorgt für so mache Träne. Es ist aber vor allem Scarlett Johannson, die hier auftrumpft. Die innere Zerissenheit zwischen Mutterliebe und Nächstenliebe macht sich in vielen kleinen Gesten bemerkbar.

Das Fazit: Jojo Rabbit ist einer dieser Filme, die die Nazizeit und den zweiten Weltkrieg mit einer guten Portion Humor nehmen, aber dennoch in jeder einzelnen Szenen die Kritik an der damaligen Zeit und vor allem der damaligen Ideologie spüren lässt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Little Woman

Nominiert für: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik, Bestes Kostümdesign

Die Handlung: Jo March (Saoirse Ronan) wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren.

Meine Meinung: Es gibt Filme, die erzählen eine tiefgründige Geschichte, benötigen viel Action, um durchgehend Spannung zu erzeugen oder hochdramatische Szenen. Und es gibt Filme, die sind in ihrer Schlichtheit einfach nur schön. Genau so einer ist Little Woman. Eine kurze und knackige Handlung aber getragen von vier absolut faszinierenden Schwestern und deren freundlicher Mutter. Irgendwo versteckt eine gute Portion Feminismus, aber doch eine Hommage an die Liebe und das auf so vielen Arten. Es ist die Art Film, die man eigentlich mit einem permanenten Lächeln schauen möchte. Und trotz seiner Schlichtheit ist er durchaus durchgehend spannend. Greta Gerwig mit ihrem zweiten Regiewerk zeigt einmal mehr, wie viele Feinheiten sie in einfachste Szenen stecken kann. Betragen wird der Film, wie bereits Lady Bird, durch eine grandiose Saoirse Ronan. An ihrer Seite ein unterschütterlicher Timothée Chalamet. Auch der übrige Cast rund im Laura Dern und Florence Pugh spielt gut, nur Emma Watson schwächelt in einzelnen Szenen und verbirgt sich hinter einem zu gewollten Spiel. Auch die genutzten Zeitsprünge sind – bis auf eine Ausnahme gegen Ende – gut gesetzt und auch verständlich gezeigt.

Das Fazit: Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren. Dafür gibt es 10 von 10 möglichen Punkten.

Marriage Story

Nominiert für: Bester Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik

Die Handlung: Charlie (Adam Driver) und Nicole (Scarlett Johannson) wollen sich scheiden lassen. Was zunächst nach einer einvernehmlichen Sache aussieht, eskaliert relativ schnell, sobald sich die Anwälte einmischen.

Meine Meinung: Marriage Story ist ein ruhig inszenierter Film, der in vielen Szenen einfach nur von der Aussagekraft seiner beiden Protagonisten lebt. Denn oftmals bleibt die Kamera einfach an deren Gesichter kleben und lässt sie ihre gesamte Gefühlswelt heraustragen. Dabei ist die Geschichte so aus dem alltäglichen Leben gegriffen, dass es fast schon erschreckend scheint. Denn während sich Charlie und Nicole irgendwo noch lieben, können sie doch ihre Lebensziele nicht mehr in Einklang bringen. Die Scheidung wird jedoch durch das Einmischen der Anwälte schnell kompliziert. Nicoles Anwältin sagt ihr immer wieder, dass sie um eher nebensächliche Sachen kämpfen, damit sie wieder andere Sachen herausschlagen können, wenn sie nachgeben. Jedoch ist vor allem das Sorgerecht um den gemeinsamen Sohn das Thema, das beiden Elternteilen alles abgewinnt. Hier werden die schlechten Seiten des Scheidungsrechts gezeigt. Und obwohl es ein Film um eine schlimme Scheidung ist, ist es doch ein Film, der die Liebe bejubelt. Mit 137 Minuten ist Marriage Story leider zu lang für das zu erzählende Thema und verrennt sich zwischenzeitlich in zu vielen kleinen Szenen. Mit ein paar Kürzungen wäre der Film durchaus knackiger und würde so die Längen aussparen. Letztlich ist bei mir leider trotz eines guten Drehbuchs mit starken Dialogen und guten Darstellern der letzte Funke nicht übergesprungen. Ich kann nicht wirklich benennen, was mir nicht so gut gefiel, nur das mir noch irgendetwas gefehlt hat.

Das Fazit: Marriage Story ist ein aus dem Leben gegriffener Film, was ihn nur noch erschreckender macht. In vielen ruhigen Szenen schaffen es vor allem die Hauptdarsteller die Liebe hochzuhalten. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Parasite

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bester internationaler Film, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild

Die Handlung: Familie Kim lebt in ärmlichen Verhältnissen. Als ein guter Freund des Sohnes Ki-woo (Choi Woo-shik) ihm seine Stelle als Nachhilfelehrer bei einer reichen Familie anbietet, stimmt er zu. Nach und nach hilft er auch seiner restlichen Familie zu Jobs bei Familie Park.

Meine Meinung: Wirklich viele koreanische Filme habe ich noch nicht gesehen, aber es scheint ein beliebtes Mittel zu sein möglichst viele Genres zu mischen. So auch bei Parasite, der in der ersten Hälfte geprägt ist von der Milieustudie und dem Unterschied zwischen Arm und Reich. Doch nach und nach kommen Drama, Thriller und teilweise auch Horrorelemente dazu. Tatsächlich lebt der Film aber davon, dass man über die zweite Hälfte möglichst wenig weiß und die Veränderungen sind auch am Verhalten des Publikums zu spüren. Letztlich muss man sich einfach auf den Film einlassen, denn er weiß durchaus zu überraschen, sich in seiner Gesellschaftskritik aber treu zu bleiben. Von allen Darstellern stark gespielt, dreht er sich aber irgendwann so ins Extreme, dass ich nicht mehr weiß, was ich letztlich von dem Film halte. Hervorzuheben ist jedoch, dass er inszenatorisch sehr viel richtig macht. Sei es durch die Filmmusik, die an keiner Stelle das kommende hervorhebt, als auch der Kontrast durch das Setdesign, der die Arm und Reich Komponente noch einmal unterstützt.

Das Fazit: Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Le Mans 66

Nominiert für: Bester Film, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton

Die Handlung: Der ehemalige Rennfahrer Carroll Shelby (Matt Damon) wird von Ford beauftragt ein Auto zu bauen, das Ferrari beim Le Mans Rennen schlagen kann. Während Shelby dafür seinen Freund Ken Miles (Christian Bale) als Fahrer hinzuholt, hat Fords Marketingteam andere Fahrer im Sinn.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Le Mans 66 schafft es selbst den größten Autorennenmuffel abzuholen und mitzureißen. Durch die Verteilung der Handlung auf mehrere Gruppen, wird der Zuschauer stark miteingebunden. Bis auf zwei kleine Kritikpunkte kann der Film einfach nur begeistern.

Bombshell – das Ende des Schweigens

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Bestes Make-up und Frisuren

Die Handlung: Die Nachrichtenbranche ist hart umkämpft. Doch als Gretchen Carlson (Nicole Kidman) gegen den Chef von Fox News Roger Ailes (John Lithgow) vorgeht, bleibt die Frage, wer ihr zur Seite steht. Ein Kampf gegen die verdorbene Männerkultur beginnt.

Meine Meinung: kann ich euch leider nicht präsentieren, da der deutsche Filmstart am 13.02.2020 ist und damit nach der Verleihung.

Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers

Nominiert für: Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik, Bester Ton

Die Handlung: Kylo Ren (Adam Driver) führt inzwischen die Erste Ordnung an. Auf seiner Suche durch die Galaxis findet er den totgeglaubten Imperator Palpatine. Dieser hat Schiffe und eine Armee bereit, um den Widerstand endgültig zu brechen und die gesamte Galaxie zu unterwerfen. Rey (Daisy Ridley) übt unterdessen an ihren Jedi-Fähigkeiten.

Meine Meinung: findet ihr ausführlich in meiner Kritik.

Das Fazit: Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers ist die logische Konsequenz aus den vorangegangenen Teilen. Die Schwächen resultieren aus den Schwächen der Vorgänger. Letztendlich schafft er aber die Balance zwischen Erwartetem und Überraschendem und bringt die komplette Saga zu einem runden und logischen Ende.

Die zwei Päpste

Nominiert für: Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch

Die Handlung: Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce) hat sein Rücktrittsscheiben bei Papst Benedict XIV. (Anthony Hopkins) eingereicht, da er mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden ist und lieber als regulärer Gemeindepriester arbeiten möchte. Doch anstatt zu antworten, lädt der Papst ihn zu einem vertraulichen Gespräch ein. Darin geht es um Rücktritt, den Glauben an Gott und was einen Papst ausmacht.

Meine Meinung: Die zwei Päpste basiert auf einer wahren Begebenheit und zeigt zunächst die deutlichen Unterschiede in der Ansicht von Benedict XIV. und dem aktuellen Papst Franziskus, der zu dem Zeitpunkt noch Kardinal Bergoglio war. Auch als nicht-gläubiger Mensch und als Ablehner des Papsttums, hat man seine Freunden an diesem Film, da er mit zwei unglaublich guten Schauspielern bestückt in seiner Schlichtheit glänzt. Denn der Film trägt sich über 126 Minuten hauptsächlich durch Dialoge zweier Männer, die sich augenscheinlich erst einmal nichts zu sagen haben. Dabei sind die Dialoge so auf den Punkt gebracht und gleichzeitig so tiefgründig, dass man den Film auch als Podcast hätte inszenieren können und es wäre immer noch spannend gewesen. Doch stattdessen finden sich die Protagonisten an den schillernsten und auch an den schlichtesten Orten des Vatikans wieder. Spannend ist vor allem die gegensätzlichen und doch irgendwo gleichen Meinungen des konservativen Benedicts und des reformhungrigen Franziskus zu sehen. Dabei sind vor allem die Feinheiten in den Unterschieden so unscheinbar und doch so unübersehbar herausgearbeitet, dass es ein Spaß ist genau diese zu entdecken. Auch wenn einige Aspekte nur angeschnitten werden und nicht zu Ende erzählt werden – zum Beispiel das Thema Missbrauch in der Kirche – bekommt man doch einen guten Einblick in die Rücktrittsgründe Benedicts.

Das Fazit: Die zwei Päpste lebt von einem starken Drehbuch und den lebendig rübergebrachten Dialogen zwischen Jonathan Pryce und Anthony Hopkins, die sich im Spiel beide nichts nehmen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Rückblick auf den Januar 2020

Und da ist der erste Monat 2020 auch schon wieder vorbei. Abgesehen davon, dass ich Geburtstag hatte und schon wieder näher an die 30 gerückt bin, fing das Jahr auch gleich schon mit einem Highlight an: Ich habe es nach fünf Jahren endlich wieder geschafft, ein Sabaton-Konzert zu besuchen. Mit ihrer Tour zum Album Great War haben sie sich musikalisch einmal mehr mit dem ersten Weltkrieg auseinander gesetzt.

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Ansonsten geht es hier wieder einmal kurz um meinen medialen Januar. Die ersten Anfänge für die bevorstehenden Academy Awards merkt man bereits, der Großteil wird jedoch wieder auf den Februar entfallen.

Sneak Preview

1917: Mitten im ersten Weltkrieg werden zwei Soldaten losgeschickt, um den Befehl eines abgesagten Angriffes zu überbringen. Dafür riskieren sie ihr eigenes Leben. Der Film brilliert vor allem durch die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer immer mitten im Geschehen vermuten lässt. Darüber hinaus ist er sehr realitätsnah und undramatisch gehalten.

21 Bridges: Manhatten verbindet 21 Brücken mit dem Festland. Nach einem gescheiterten Drogendeal und mehreren toten Polizisten, wird die Insel abgeriegelt. Leider nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht und erzählt einen Thriller nach Schema F. Damit kommt er aber aus der Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

Anime Special

Weathering with You: Der Nachfolger des wunderbaren Your Name. befasst sich mit einer nicht enden wollenden Regenzeit in Tokyo und einem Mädchen, das durch Gebet die Sonne für kurze Zeit hervorlocken kann. Ein schöner Coming-of-age Film mit fantastischen Elementen. Kommt nicht an den Vorgänger heran, erzählt aber trotzdem seine Geschichte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Knives Out: Der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey wird tot aufgefunden. Die Familie findet sich zur Testamentseröffnung ein. Detektiv Benoit Blanc nutzt die Chance, um den vermeintlichen Selbstmord näher zu untersuchen. Ein Film nach feinster Agatha Christie Manie mit interessanten Charaktern, allen voran Daniel Craigs Blanc, und einer spannenden Handlung, der den Balanceakt zwischen alteingessesenem Genre und neuartiger Erzählweise geschickt meistert.

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle: Robert Downey Jr. beerbt Eddie Murphy als Arzt, der mit den Tieren sprechen kann. Als Grundidee sehr schön, leider mutiert der Film schnell zu einem 08/15 Abenteuerfilm, der somit von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Aufgebaute Vorlagen und running gags werden nicht genutzt und so bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten.

Lindenberg. Mach dein Ding: Udo Lindenberg ist inzwischen erfolgreicher deutschsprachiger Künstler, aber wie fing das eigentlich alles an? Biopic mit sehr sprunghafter Erzählweise. Wer aber gerne mehr über den Herrn erfahren möchte und kein Problem mit massenweise Zeitsprüngen hat, sollte hier einmal einen Blick wagen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Shazam (musste ihn unbedingt meiner besten Freundin mal zeigen), The Great Wall (musste mein neues Soundsystem ausprobieren) und Meisterdetektiv Pikachu (musste den neuen Fernseher testen)

Der Sternenwanderer: Fantasiefilm über einen gefallenen Stern und einen jungen Mann, der mit dem Stern das Herz einer Frau gewinnen will. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter dem Stern her ist. Die erste Hälfte war tatsächlich sehr nichtssagend und hat zu viele Rollen eingeführt. Doch nach dem Auftauchen von Robert de Niro bin ich mit dem Film immer wärmer geworden.

Isn’t it romantic?: Natalie kann mit Romantik und dem ganzen Kram nichts anfangen. Romantische Komödien sind ihr zutiefst zuwider. Bis sie sich selbst in einer wiederfindet. Der Film, der alle Klischees romantischer Komödien aufgreift und sie verdreht bzw. überspitzt und so sowohl für Fans des Genres als auch für alle anderen einen absolut lustigen Film ergibt. – Netflix Original

Marriage Story: Charlie und Nicole wollen sich scheiden lassen. Eigentlich hatten sie sich auch geeinigt, wie das ganze ablaufen soll. Doch Nicole berät sich mit ihrer Anwältin, die zusammen mit Charlies Anwalt eine wilde Schlacht um alle Besitztümer und vor allem um den gemeinsamen Sohn anzettelt. Dieser Oscarkandidat zeigt nicht nur die schlimmsten Seiten einer Scheidung, sondern auch wie verkehrt das Rechtssystem sein kann. Sehr gut gespielt und mit starken Dialogen, sprang bei mir der letzte Funke nicht über, weswegen er sich für mich ziemlich gezogen hat. – Netflix Original

Crawl: Haley sucht während eines Hurrikans in Florida ihren Vater. Sie findet ihn im Keller ihres alten Hauses, verletzt. Beim Versuch ihn zu retten, wird sie selbst von Alligatoren angegriffen. Eingesperrt im eigenen Haus, versuchen Vater und Tochter nun zu entkommen. Man sollte bei diesem Film nicht allzusehr auf Logik hoffen, wenn man aber sich darauf einlässt, dass Alligatoren hier blutrünstige Bestien sind und trotzdem eher kleinere Wunden verursachen, dann hat man mit diesem Film durchaus einen nervenzerrenden spannenden Katastrophenfilm.

Hereditary: Nach dem Tod der Mutter scheint ihr Geist noch immer im Haus der Familie Graham zu wohnen. Und während vor allem Mutter Annie immer hysterischer wird, wird es noch dramatischer im Hause Graham. Ein Film, der wohl für Horrorliebhaber funktioniert, mich aber nicht abholen konnte. Gerade Toni Collette in beinahe Dauerhysterie wird auf Dauer anstrengend.

Juliet, Naked: Tucker Crowe ist der absolute Lieblingskünstler von Duncan. Seiner Frau Annie hat er jedoch nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung der beiden, trifft Annie aber ausgerechnet auf Tucker Crowe. Beide verstehen sich gut und helfen sich aus ihren festgefahrenen Leben. Ein schöner ruhiger Film über einen abgestürzten Rockstar, der sich im normalen Leben wiederfindet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Bad boys for life: Das Wiedersehen der Bad Boys Will Smith und Martin Lawrence habe ich leider nicht mehr geschafft zu sehen.

Violet Evergarden und das Band der Freundschaft: Das zweite Animespecial diesen Monat hat sich leider mit meiner Schicht überschnitten. Die Serie Violet Evergarden habe ich aber sehr gerne gesehen und hätte mich daher über dieses Special wohl gefreut.

Serien – ein kurzer Überblick

Der Januar wurde bei mir durch Serienfinale geprägt. So lief zum einen die finale 12. Staffel von The Big Bang Theory und veranlasste mich kurzerhand zu einer Hommage. Ebenfalls lief die 12. Staffel von Bones, die noch einmal mit einem großen Knall beendet wurde. Ebenfalls traurig hat mich das Ende mit der 6. Staffel von Grace & Frankie gestimmt. Hier war es wohl besser auszuhören, ehe sie schlecht wird, aber das Ende kam mir dann doch zu plötzlich. Fortgesetzt habe ich Brooklyn 99 mit der 5. Staffel, die mich kurzweilig wieder zu unterhalten vermochte. Neu getestet habe ich Batwoman mit einer sehr attraktiven Ruby Rose in der Hauptrolle. Die erste Staffel birgt eine interessante Bösewichtin und schafft es durchweg spannend zu bleiben.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1.278
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundene Bücher: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 1

Naughty, Sexy, Love – Dive Bar Teil 3: Eric Collins ist der geborene Badboy. Doch nach einem Schicksalsschlag versucht er sich zu ändern. Dabei trifft er die attraktive Jean. Diese ist jedoch schwanger und allein. Eric will sich eigentlich fernhalten, schafft es jedoch nicht. Der Abschluss der Dive Bar Trilogie kommt mit dem unsympathisten Charakter der Vorgängerbände daher, der sich für den Leser jedoch schnell wendet. Handlung etwas konstruiert und somit schwächer als die Vorgänger, aber dennoch ein schönes Buch für zwischendurch.

James Bond 2 – Leben und sterben lassen: 007 wird in die USA gerufen. Mr. Big, ein Drogenbaron, soll endlich gestellt werden. Die Jagd führt Bond bis Jamaika. Der zweite Band der 007 Reihe ist weitaus spannender als Casino Royal, zieht sich streckenweise dennoch.

Momo: Obwohl Michael Ende einer der Autoren ist, die ich am häufigsten gelesen habe und seine unendliche Geschichte bis heute mein Lieblingsbuch ist, habe ich es bisher immer verpasst Momo zu lesen. Die Geschichte um ein junges Mädchen, das den grauen Herren, von Beruf Zeitdieben, entgegentritt, konnte mich aber auch jetzt noch in den Bann ziehen.

Puh der Bär: Die Gesamtausgabe enthält Puh der Bär und Puh baut ein Haus. Winnie Puh ist auch so eine Figur aus meiner Kindheit, die mich noch immer begleitet. Die Originalvorlage fand ich dann aber doch etwas anstrengend geschrieben und A.A. Milne misst sich wohl mit Tolkien um die Anzahl der meisten Lieder. Dennoch sind es irgendwo die Geschichten, die ich seit meiner Kindheit kannte.

Rückblick auf den Dezember 2019

Nach den ganzen Rückblicken wollen wir nun doch nicht vergessen, auch auf den vergangenen Monat zurückzublicken. Für mich hat bereits mit dem Dezember das neue Filmjahr begonnen und meine Zählung fängt neu an. Im Dezember selbst ist bei mir nicht viel passiert. Ich war mit einer Freundin in Berlin im Musical „Mamma Mia“, was mir weit besser gefallen hat, als der Film damals. Ansonsten hoffe ich, dass euch mein Adventskalender-Serienspecial gefallen hat. Nun sind die Festtage auch alle wieder überstanden und wir können uns 2020 widmen. Also nun ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Sneak Preview:

The Peanut Butter Falcon: Ein Junge mit Downsyndrom möchte unbedingt Wrestler werden und flieht deswegen aus dem Heim. Unterwegs trifft er auf einen Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist. Zusammen tretten sie eine ungewöhnliche Reise an. Ein unscheinbarer Film mit viel Herz und ohne große Moralkeule.

7500: Wer Flugangst hat, sollte diesen Film wohl besser meiden. Denn er zeigt ein zu realistisches Szenario einer Flugzeugentführung. Über den Realitätsfaktor hinaus schafft er es aber nicht, den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln und scheitert an seinem beengten Raum.

Drei Engel für Charlie: Willkommen im nächsten Filmjahr, das gleich mit einem neuen Remake beginnt. Dabei sind die Grundideen wirklich gut, leider scheitert der Film daran, dass er wieder mit einer Origin-Story beginnt und die Charaktere einige Zeit brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen. Sobald der Film jedoch seinen Rhythmus gefunden hat, schafft er es ein geniales Finale hinzulegen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jumanji 2 – The next level: Erneut geht es für die vier Freunde in das Videospiel Jumanji. Nur das durch einen technischen Defekt auch Spencers Großvater und dessen Freund in das Spiel gezogen werden. Leider schafft es die Fortsetzung nicht, an das Neuentdecken und die guten Einfälle des ersten Teils anzuknüpfen. Stattdessen bringen sie einfach die gleichen Gags immer und immer wieder, was schnell ermüdend wirkt. Schade, denn ein paar Einfälle gab es durchaus noch.

Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers: J.J. Abrahms bekam das Ruder zurück und durfte nun seinerseits alle Änderungen von Rian Johnson zunichte machen, nachdem dieser sich mit Episode 8 an die Grundfesten von Episode 7 zu schaffen gemacht hat. Letztendlich ist ein Film herausgekommen, den ich mochte, allerdings auch nur, weil er mit dem Vormaterial nicht mehr viele Möglichkeiten hatte, um noch zu einem runden Ende zu kommen.

Cats: Während viele nach dem Trailer bereits ausgestiegen sind, konnte mich Cats dort durchaus noch begeistern. Das es keine wirklich existente Handlung gibt, wusste ich vorher und die Optik störte mich wenig beim Sehen, auch wenn man beim vorhanden Budget darüber nur den Kopf schütteln kann. Leider konnten mich die Arrangements von einigen Liedern nicht wirklich überzeugen und so gab es nur noch wenig Highlights im Film, auch wenn ich ihn eher im Bereich Mittelmaß als Superflop einordnen würde.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl: Caroline Link inszeniert hier das autobriografisch angehauchte Buch von Judith Kerr. Sie erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, die nach der Wahl 1933 aus Deutschland fliehen muss, jedoch aus der Sicht der 10-jährigen Tochter Anna. Dabei kommt ein sehr ruhiger und unaufgeregter Film heraus, der dennoch in einigen Szenen ergreifend ist und hoffentlich zum Nachdenken anregt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Klaus: Pünktlich zur Weihnachtszeit präsentierte uns Netflix einen spanischen Film, der in einer liebevollen Geschichte die Ursprünge des Weihnachtsmannglaubens auseinander nimmt. Mit einem taugenichts Postmann in einem zutiefst zerstrittenen kleinen Dorf, gibt es allerhand erinnerungswürdige Figuren.

Ist das Leben nicht schön?: Ebenfalls pünktlich zu Weihnachten habe ich mich einmal einem absolutene Weihnachtsklassiker gewidmet. Der Film ist absolut stringent erzählt, was zu seiner Zeit wohl normal war, in der heutigen Zeit aber doch etwas befremdlich wirkt. Es geht um einen Engel, der auf die Erde geschickt wird, um einen Mann vom Selbstmord abzuhalten. Er zeigt ihm, was passiert wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Bzw. tut er das in den letzten 20 Minuten des Films. Vorher geht es ausführlich um das Leben eben jenes Mannes.

The Irishman: Netflix entfesselt Martin Scorsese und heraus kam ein 3,5 Stunden langer Film. Wobei dies schon die Kurzversion sei. Handwerklich ein echt schönes Stück und vor allem schauspielerisch kann es brillieren. Auch wenn keine Szene überflüssig erscheint sind 3,5 Stunden einfach zu lang und wer ohnehin nicht auf Mafiafilme steht, wird auch mit diesem nicht glücklich werden.

Das Haus der geheimnisvollen Uhren: Jack Black und Cate Blanchett als Magier, die einen Jungen bei sich aufnehmen. Doch irgendwo in den Wänden ist eine geheimnisvolle Uhr versteckt, die das Ende der Welt bedeuten könnte. Dieser Fantasy-Film hat eine interessante Geschichte, einen guten Cast und das große Finale, was einfach dazugehört. Dennoch schafft er es nicht sich über „Ganz nett“ zu erheben.

A Nightmare before Christmas: Dieser Klassiker lief bei mir diesmal nicht an Halloween, also wenigstens in der Weihnachtszeit. Er bleibt einer meiner liebsten Filme.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Motherless Brooklyn: Edward Norton inszeniert hier einen etwas anderes Kriminalfilm, mit Film Noir Einflüssen und sich selbst als Protagonisten mit Tourette-Syndrom. Hier wird bei Gelegenheit durchaus einmal ein Blick gewagt.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Alles außer gewöhnlich & The Farewell

Serien – ein kurzer Überblick

Im November habe ich für die Adventszeit die norwegische Serie Weihnachten zu Hause gesehen. Sie hat mir in ihrer Kürze gut gefallen. Ob ich wirklich eine zweite Staffel brauche, weiß ich nicht, auch wenn die erste mit einem fiesen Cliffhanger endet. Außerdem lief endlich die 9. Staffel von Modern Family, die mir noch immer sehr gut gefällt und trotz ihrer langen Laufzeit noch nichts von ihrer Qualität eingebüßt hat. Ebenfalls lang erwartet lief endlich die dritte Staffel von The Crown. Neuer Cast, da der vorherige für die erzählte Zeit nun doch zu jung ist. Während Olivia Coleman als Queen Elisabeth II. sofort ein stimmiges Bild abgibt – und dafür verdient den Golden Globe erhalten hat – ist es gerade Helena Bonham-Carter als Prinzessin Margarete mit der ich mich sehr schwer getan habe. Dennoch konnte mich auch diese Staffel wieder überzeugen.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 2.100
Seiten pro Tag: 68 im Durchschnitt
Taschenbuch: 1
E-Book: 3

Das gestohlene Herz der Anderwelt: Nach langer Wartezeit und mehrmaligem Verschieben des Veröffentlichungstermins, gab es nun endlich Nachschub für den Pan-Spin Off. Leider wurde hier eher verzweifelt versucht zu einem Ende zu kommen und so kann das Buch nicht mehr an den ersten Teil und schon gar nicht an der Ausgangstrilogie heranreichen.

Der Anschlag: Mein inzwischen 7. Buch vom Altmeister Stephen King lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen gefällt mir die Idee, dass er seinen Protagonisten in der Zeit zurückreisen lässt, um das Attentat auf JFK zu vereiteln. Auch ist er in seiner Recherche sehr gründlich und schafft es auch wieder sehr ausschweifend diverse Zwischengeschichten zu erzählen. Doch gerade zum Ende hin gibt es mehrere Entwicklungen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Aber das ändert nichts daran, dass es an sich ein gutes Buch ist.

Crazy, Sexy, Love – Dive-Bar Teil 1: Im letzten Jahr hat es Kylie Scott mit Ihrer Stage-Dive Reihe instant in mein Herz geschafft und auch auf Platz 2 der multiplen Bände. Umso erfreuter war ich über einen Spin-Off in dem uns die Autorin nun nach Coeur d’Alene führt und in die Dive Bar. Im ersten Band geht es um Vaughan, der eigentlich niemals in seiner Heimat zurückkehren wollte. Doch mit seiner Band hat es nicht geklappt und nun findet er in seinem Elternhaus auch noch Lydia vor, die gerade vor ihrer eigenen Hochzeit geflohen ist und im Brautkleid in seiner Badewanne hockt. Was soll ich sagen? Dieses Buch hatte mich nach den ersten paar Seiten bereits absolut gefesselt.

Dirty, Sexy, Love – Dive-Bar Teil 2: Kylie Scott inszeniert in ihrer Romanreihe rund um die Dive-Bar wieder Einzelteile, die jeweils auf Nebencharaktere der vorhergehenden Bände basieren. So geht es diesmal um Joe, der mit Alex aus Seattle gemailt hat. Als diese plötzlich in der Dive-Bar auftaucht ist der Schrecken groß, denn er hat sich als sein Bruder Eric ausgegeben. Nun versucht er alles, um Alex zum Bleiben zu bewegen. Leicht schwächer als der erste Band, aber dennoch auch wieder gut geschrieben.

Mein Jahresrückblick 2019 – #3 – Heimkino

Ich hoffe, ihr habt schöne Weihnachtstage und seid vor lauter Essen noch nicht geplatzt. Da ich meine Rückblicke noch bis Ende des Jahres fertig kriegen möchte, geht es hier nun ohne Umschweife weiter in der nächsten Kategorie. Diesmal geht es um all die Filme, die ich zu Hause vorm Fernseher gesehen habe.

Zur Statistik:

2019 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 67 Filme gesehen (2018 waren es 68, da waren aber die 18 Filme, die das MCU zu dem Zeitpunkt veröffentlicht hatte in Vorbereitung auf Infinity War dabei).

Davon
… 20 Wiederholungstäter
… 5 Stand-up Specials
… 10 von der Liste der Schande
… 32 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2019 habe ich 20 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

The Greatest Showman / Game Night / Pitch Perfect 3 / Ein Königreich für ein Lama / Lilo & Stitch / Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh / Pixels / Tarzan / Bernhard & Bianca / Bernhard & Bianca 2 – Im Känguruland / Arielle (2x) / Arielle 2 / xXx 3 – Die Rückkehr des Xander Cage / Lion / Die vielen Abenteuer von Winnie Puh / Harry Potter und der Stein der Weisen / Harry Potter und die Kammer des Schreckens / Die Hexe und der Zauberer / Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche

II. Stand-up Specials

2019 habe ich fünf Stand-up Comedy-Specials von drei verschiedenen Comedians gesehen – ohne Ranking

1. Ellen DeGeneres – Relatable
2. Ali Wong – Baby Cobra
3. Ali Wong – Hard Knock Wife
4. Amy Schumer – Growing
5. Amy Schumer – The Leather Special

III. Klassiker/Liste der Schande

2019 habe ich zehn Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking:

Platz 10: Das letzte Einhorn

Ein Weihnachtsklassiker, den ich zuvor noch nicht kannte. Die Geschichte des letzten Einhorn, dass sich auf die Suche nach den anderen Einhörnern begibt und dabei auf allerhand Charaktere trifft. Für meinen Geschmack war die Geschichte etwas seltsam erzählt.

Platz 9: Rocky 3

Eigentlich  hatte ich mich auf den Teil mit Mr. T als Gegener gefreut. Doch irgendwo ist der Charakter zu platt geworden und ist einfach nur fies. Konnte mich als Teil nicht überzeugen.

Platz 8: Shining

Nachdem ich die Lektüre beendet hatte, wollte ich nun doch endlich Stanley Kubriks Werk begutachten. Leider bin ich da auf der Seite von Autor Stephen King, der die Verfilmung nicht gerade als gelungen ansieht.

Platz 7: Unbreakable

M. Night Shyamalans erstes Werk seiner Superhelden-Reihe erzählt eine interessante Geschichte und spielt mit den Vorstellungen von Held und Schurke bzw. deren Findungsphase.

Platz 6: Rocky 2

Der Rückkampf mit Apollo Creed ist wohl das, was man sich im ersten Teil erhofft hat und rundet damit die Handlung des ersten Teils ab.

Platz 5: James Bond jagt Dr. No

Der erste James Bond Film mit Sean Connery als 007. Für damalige Verhältnisse ein hochspannder Agentenfilm, der nicht ohne Grund ein bis heute andauerndes Franchise eröffnet hat.

Platz 4: Stirb Langsam

Da ich immer noch die Klassiker langsam aufarbeite, war Weihnachten 2018 eine gute Gelegenheit endlich einen umstrittenen Weihnachtsfilm nachzuholen. Sagen wir, ich habe etwas anderes erwartet, habe aber doch einen spannenden Actionfilm geliefert bekommen und mich über ein Wiedersehen mit Alan Rickman gefreut.

Platz 3: Chihiros Reise ins Zauberland

Diesen Film hätte ich mir aus den Erzählungen anderer raus, tatsächlich ganz anders vorgestellt. Dennoch bekam ich eine magische, wenn auch etwas merkwürdige Geschichte.

Platz 2: Die Verurteilten

Der Film, der seit Jahren bei IMDB die Topliste anführt. Basierend auf einer Stephen King Kurzgeschichte, merkt man Kings Schreibstil deutlich in den Dialogen. Ein sehr gelungener Film, der zwischen deprimierend und hoffnungsvoll hin und her schwankt.

Platz 1: The 6th Sense

Nachdem ich immer wieder gespoilert wurde und den großen Twist doch immer wieder vergaß, nahm ich mir nun endlich einen weiteren Klassiker der Filmgeschichte vor. Ich bekam eine spannende Geschichte, an der jedoch der Endtwist tatsächlich das bemerkenswerteste ist.

IV. Neuentdeckungen

2019 habe ich 32 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 32: Das Zeiträtsel

Der Trailer sah mit seinem Cast echt sehenswert aus. Leider ist die Handlung so lahm umgesetzt, dass man den Faden sehr schnell verloren hat und das Interesse am Film auch sehr schnell schwindet.

Platz 31: The Circle

The Circle ist ein soziales Netzwerk, dass wohl alle Intentionen von Facebook & Co zusammenfassen dürfte. Tom Hanks versucht Emma Watson dazu zu bringen, der erste komplett gläserne Mensch zu werden. Nette Idee, leider wurde das Thema nicht subtil, sondern mit Vorschlaghammer, umgesetzt. Verliert dadurch ziemlich an Wirkung.

Platz 30: Happy Feet

Pinguine sind meine absoluten Lieblingstiere. Umso überrascher war mein Lebensgefährte, dass ich diesen Pinguinfilm noch nicht gesehen hatte. Allerdings konnte mich der Film auch nicht überzeugen, denn die Handlung springt zu sehr und spricht zu viele Themen an, ohne sie wirklich ernst zu nehmen.

Platz 29: Prof. Marston & the Wonder Woman

Die Geschichte hinter der Entstehung der Wonder Woman Comics hätte ich mir irgendwie spannender vorgestellt. Aber hier ging es in erster Linie um das komplizierte Beziehungs- und Sexverhältnis von Prof. Marston. Ein ziemlich langatmiger Film.

Platz 28: Peter Pan 2

Zweite Teile von Disneyfilmen finde ich grundsätzlich schwierig. Hier ist es ein Film, der noch mit einem guten Grundansatz daher kommt, aber im großen und ganzen nicht wirklich überzeugen kann.

Platz 27: The Descendants

Erzählt die Geschichte von den Nachfahren der Disneycharaktere. Eben auch von denen der Bösewicht, wie Maleficent. Dieser Konflikt wird besonders an der Schule deutlich. Als Fernsehfilm sieht man ihm das geringe Budget durchaus an. Dennoch hat er eine schöne Geschichte – wenn auch sehr vorhersehbar.

Platz 26: Vielmachglas

Jella Haase dürfte den meisten als Chantal aus den Fack ju Göhte Filmen bekannt sein. Um aus diesem Vorurteil auszubrechen, tut Frau Haase echt viel. Unter anderem quer durch Deutschland trampen, in diesem etwas schrägen Roadmovie, der leider nie so richtig in Fahrt kommt und nur vom Charme der Protagonistin lebt.

Platz 25: Hot Shots

Der Film nimmt Top Gun gekonnt auf den Arm und versucht sich an einigen guten Witzen, die aber nicht über kurzweilige Unterhaltung hinaus kommen.

Platz 24: The Descendants 2

Nachdem mich der erste Teil weniger begeistern konnte, versuchte meine beste Freundin es nun nochmal mit dem zweiten Teil. Da ich nun eher wusste, was mich erwartete, fand ich ihn tatsächlich deutlich besser.

Platz 23: Unicorne Store

Brie Larsons Regiedebüt überzeugt mit ihr und ihrem ungestümen Tatendrang als Netflix Original. Zeitgleich holt sie sich Samuel L. Jackson mit ins Boot, um eine etwas außergewöhnliche Geschichte zu erzählen, wo man am Ende noch so ein bisschen den Sinn hinterfragt. Ein Film für alle Träumer da draußen.

Platz 22: Mollys Game

Jessica Chastain als Ausrichterin exclusiver Pokerspiele, ehe sie dies einholt. Dies ist ihre Geschichte über den Aufbau der Pokerspiele bis zum abschließendem Gerichtsverfahren. Ein etwas langatmiger Film, der mit Frau Chastain und einem Idris Elba jedoch top besetzt ist.

Platz 21: Das Königreich der Katzen

Mein Lebensgefährte hatte einmal wieder Lust auf einen Anime. Heraus kam ein ein supersüßer Film, der ein Schulmädchen ins Königreich der Katzen verschlägt, um dort den Prinzen zu heilen.

Platz 20: Battle of the Sexes

Battle of the Sexes verfilmt das legendäre Tennismatch zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs. Dabei ging es vor allem um die Rechte der weiblichen Tennisspielerinnen, die vor allem, wenn es um die zu gewinnenden Preise ging sehr oft benachteiligt wurden. Eine sehr stark spielende Emma Stone trifft auf einen etwas schwächelnden Steve Carell, in diesem starken Biopic.

Platz 19: The Addams Family (1991)

Nachdem ich die Neuinterpretation im Kino sah, war ich neugierig, zumal mir Prime zur Halloweenzeit diesen Film vorschlug. Hier gefielen mir die Dinge, die mich an der 2019er Version störten, schon eher, dafür der Rest nicht mehr so.

Platz 18: The Death of Stalin

1953 stirbt Stalin überraschend und ein großer Kampf über seine Nachfolge entbrannte. Dieser wird hier in einer schwarzen Komödie verarbeitet. Leider nicht unbedingt verständlich durch zu viele Namen und Charaktere und Intrigen.

Platz 17: No Mans Land

Gesehen für meine filmische Weltreise, erzählt der Film von einem Konflikt mitten im Balkan-Krieg, der große Kritik am Krieg selbst, am Einsatz der UN und den Journalisten übt.

Platz 16: BlackKklansman

Die Geschichte eines schwarzen Cops, der gleichzeitig die Black Power Bewegung und den KuKluxKlan unterwanderte. Der Film ist hochaktuell und drängt keine Meinung auf, was sehr positiv ist. Trotz eines größtenteils lockeren Tons bleiben Längen leider nicht aus.

Platz 15: Anna & die Apokalypse

Hier werden die typischen Musicalfilme mit einem Zombiefilm kombiniert. Heraus ist eine lockere Komödie geworden, die mir im Zombiebereich etwas zu konsequent war (aber ich mochte die Charaktere…) und im Musicalbereich etwas zu einfallslos. Denn gefühlt jeder Song klang ähnlich, weil er die gleichen typischen Poprhythmen hatte. Dennoch ein schöner Film.

Platz 14: Roma

Der Netflix-Film, der auch nach der Oscarsaison noch in aller Munde ist, erzählt die Geschichte eines Hausmädchens in Mexiko der 1970er Jahre. Roma ist ein Film, der schwer zu erfassen ist. Vordergründig ist er zu langsam erzählt und wirkt streckenweise sehr ermüdend. Dennoch hat er viele verborgene Stellen und gerade das letzte Drittel, das spannend, emotional und mitreißend ist.

Platz 13: Birdbox

Was gibt es besseres als Marketingmaßnahme, als eine – in diesem Fall absolut hirnrissige – Challenge. Dennoch verbirgt sich dahinter ein spannender Film, der mit dem großen Unbekannten Bösen spielt.

Platz 12: The Garden of Words

Dieser Anime wurde mir vorgeschlagen, da mir Your Name. so gut gefiel. Eine süße aber auch traurige Geschichte über Takao, ein Schüler, der Schuhmacher werden möchte, und Yukari, eine Lehrerin, die eine schwere Zeit hinter sich hat. Während der Regenzeit treffen sie sich an jedem Regentag im Park.

Platz 11: Repo

Meine beste Freundin hat ein Faible für die etwas anderen Filme. Dieses Jahr konnte sie mich dann endlich überreden dieses Gothic-Horror-Musical-Irgendwas zu gucken. Ihr Hauptargument: Anthony Stewart Head spielt mit und singt. Und auch wenn die Geschichte über ein Organspendeunternehmen in einer postapokalyptischen Welt sehr skurril ist, sind die Lieder sehr interessant und der Film so abstrus, das man ihn schon wieder charmant nennen kann.

Platz 10: Die Ballade des Buster Scruggs

Die Coen Brüder haben sich dem Western zugewandt und sechs kurze Geschichten aus dieser Zeit erzählt. Ein kurzweiliger Episodenfilm, der zwischen Unterhaltung und Drama hin und her springt und daher für jeden Geschmack etwas bietet.

Platz 9: Coraline

Die Geschichte eines Mädchens, das nach einem Umzug sich immer weiter entfremdet von ihren Eltern fühlt und sich in eine parallele Welt flüchtet, wo fürsorgliche Eltern auf sie warten. Doch irgendwann will die Alternative Welt sie nicht mehr gehen lassen. Eine Geschichte mitten aus dem Leben einer vernachlässigten Tochter.

Platz 8: Goodbye Christopher Robin

Nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Disney-Film geht es diesmal um die Entstehungsgeschichte rund um den Autor und seinen Sohn. Eine herzzerreißende Geschichte über Identitätskrisen, verkorkste Jugend und Mediengier.

Platz 7: Die Hüter des Lichts

Den Weihnachtsmann, Osterhasen, die Die Zahnfee und den Sandmann kennt wohl jeder. Aber kennt ihr auch Jack Frost? Doch genauer dieser wird zu den Hüter des Lichts gerufen, als der schwarze Mann auftaucht und sich in die Alpträume der Kinder einnistet. Eine nette Geschichte über Glauben, Freundschaft und dem Platz in der Welt.

Platz 6: Küss den Frosch

Einer der wenigen Disneyfilme, die irgendwie komplett an mir vorbeigingen. Diesmal mit einer emanzipierten schwarzen Frau, die es schafft durch einen Fluch in einen Frosch verwandelt zu werden. Disneytypisch traurig, schön und voller Ohrwürmer.

Platz 5: Crazy Rich

Vor ein paar Monaten in aller Munde, konnte ich den Hollywoodfilm mit rein asiatischer Besetzung nun endlich nachholen. Ein starker Film über Vorurteile, Liebe und die asiatische High-Society. Darüber hinaus aber auch eine Komödie.

Platz 4: Willkommen in Marven

Monatelang habe ich mich auf diesen Film gefreut und dann lief er einfach in keinem Kinosaal in der Umgebung. Die Geschichte über einen Mann, der sein Gedächtnis nach einem Überfall verloren hat und nun sich in eine Welt voller Puppen flüchtet. Der Film hat sich – anders als erwartet – tatsächlich mehr auf die Puppenwelt konzentriert und mehr über eine Metaebene die Geschichte erzählt. Wenn man sich drauf einlässt, kommt eine hoch emotionale und mitreißende Geschichte bei raus.

Platz 3: Spider-Man – a new Universe

Sony hat mal wieder einen neuen Spider-Man hervorgebracht. Diesmal ist er komplett animiert. Kingpin versucht durch eine Maschine seine geliebte Vanessa zurückzubringen, holt dadurch aber auch die verschiedensten Spider-Wesen aus den unterschiedlichsten Universen in seines. Vereint versuchen sie nun Kingpin aufzuhalten. Ein im Comicstil animierter Film mit einer ganz eigenen Dynamik und damit noch einmal eine echte Überraschung im Spider-Man Multiversum.

Platz 2: Brittany runs a marathon

Ein Amazon Original, das glücklicherweise kurz nach Kinostart bereits zum Streamen bereit stand, war für mich ebenfalls ein großes Highlight. Die Geschichte von Brittany, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und deren Arzt ihr sagt, dass sie dringend abnehmen müsse, berührt auf so vielen Ebenen und schafft es mehr als nur die Geschichte einer Dicken zu erzählen, die versucht abzunehmen.

Platz 1: Mit dem Herz durch die Wand

Diese süße Liebesgeschichte aus Frankreich hatte ich eigentlich schon lange auf dem Schirm, konnte sie aber nun endlich mal Sehen. Und habe mich sofort in den Film verliebt. Die Geschichte selbst ist eher unscheinbar, hat aber ein ganz großes Herz. Zwei Sonderlinge ziehen nebeneinander ein, getrennt nur durch eine ganz dünne Wand, so dass sie alles vom Nachbarn hören können.