Pride Month 2020 – Eine Handvoll (oder auch mehr) Filme

Es ist Juni und damit Pride Month. Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQ+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt. In diesem Beitrag soll es um ein paar Anspieltipps gehen, die sich mit LGBTQ+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Filme zu diesem Thema nennen.

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Der verlorene Sohn

Die Handlung: Jared Eamons wächst als Sohn eines Baptistenprediger auf und ist damit sehr christlich erzogen. Auf dem College wird er von einem Kommilitonen vergewaltigt. Als dieser aus Angst, dass Jared ihn verrät, ihn bei seinen Eltern outet, gesteht ihm sein Vater, dass er keinen schwulen Sohn unter seinem Haus wohnen lassen kann. Da Jared sich selbst nicht über seine Gefühle im Klaren ist, stimmt er zu, einer Konversionstherapie beizuwohnen. Unter der Leitung von Victor Syked soll er innerhalb von 12 Tagen im sogenannten „Love and Action“-Zentrum zum Heterosexuellen umerzogen werden. Jared steht nun im Kampf um sich, seiner Familie und seinem Glauben.

Warum dieser Film so wichtig ist: Joel Edgerton verfilmt hier die Geschichte von Garrard Conley. Der Film nimmt sich zwei wichtiger Thematiken an. Zum einen die Intoleranz der Kirche gegenüber allen Mitgliedern der LGBTQ+ Gemeinde. Das dieser Glaube an einen wütenden Gott sich immer noch hält und ganze Familien zerstören kann. Und die daraus resultierende Thematik der Konversionstherapie. Der Glaube, dass wir alle Hetero geboren wurden und alles andere eine Krankheit oder falsche Erziehung sei, hängt darin. Dieser Film prangert niemanden wegen seines Glaubens an. Aber er prangert an, was in diesen Therapien propagiert wird. Er prangert an, dass es Leute gibt, die Eltern einreden, dass mit ihren Kindern etwas nicht stimme, nur wegen ihrer Sexualität und daraus auch noch Profit generieren. Dabei wird selbst der Leiter Victor Sykes nie als großer Bösewicht dargestellt, sondern Edgerton erzählt die Geschichte sehr ruhig, nachdenklich und reduziert. Allein die erzählten Themen stützen die Dramatik des Films.

Love, Simon

Die Handlung: Simon Spier ist ein ganz normaler Jugendlicher. Er hat drei gute Freunde und ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern. Sein einziges Geheimnis ist, dass er schwul ist. Als auf einem Tumblr-Account ein geheimnisvoller Blue sich outet, beschließt Simon mit ihm zu schreiben. Nach und nach verliebt er sich in Blue. Als er vergisst sich am Schulcomputer richtig auszuloggen, erfährt sein Mitschüler Martin sein Geheimnis. Fortan wird Simon von Martin erpresst, da sich Martin in eine Freundin Simons verliebt hat und ein Date will. Simon soll ihn helfen, sonst würde Martin ihn outen.

Warum dieser Film so wichtig ist: Love, Simon wird oftmals als Mainstream-Kitsch kritisiert. Ich sage, es ist gerade gut, dass auch das Mainstream-Hollywood eine Geschichte über das Coming-Out eines homosexuellen Jungen erzählt. Das es einfach kein Tabu-Thema mehr ist oder maximal als schwuler bester Freund toleriert wird. Wir haben hier einen ganz normalen Jungen mit einer ganz normalen Geschichte, der davon träumt, dass es in einer nahen Zukunft nicht mehr nötig ist, sich zu outen. Irgendwo zwischen Drama und Komödie ist diese Geschichte angesiedelt, lässt einen lachen, weinen, mit den Charakteren mitfühlen und ja, die Endszene ist sehr kitschig. Aber das stört uns in anderen Filmen auch nicht.

Porträt einer jungen Frau in Flammen

Die Handlung: 1770 reist die junge Malerin Marianne auf eine abgelegene Insel. Sie soll sich dort als Gesellschaftlerin ausgeben und heimlich ein Porträt von der adligen Heloise anfertigen. Dies soll ihrem Verlobten zur Hochzeit geschenkt werden. Heloise ist jedoch nicht einverstanden mit der Verlobung und verweigert daher auch das Anfertigen des Porträts. Marianne gibt ihr Bestes, doch nach dem ersten Versuch wirft ihr Heloise vor, sie gar nicht richtig zu kennen. Marianne bekommt einen zweiten Versuch und in Abwesenheit von Heloises Mutter kommen sich beide Frauen näher. Dies bringt Mariannes Malerei auf ein ganz neues Level.

Warum dieser Film so wichtig ist: Vergesst alle Romanzen, Liebesgeschichten, berühmte Beziehungen und Schauspieler, die angeblich die Anziehung zweier Personen gut rübergebracht hätten. Denn die Anziehung zwischen Marianne und Heloise ist unglaublich intensiv und wird größtenteils durch Blicke und kleine Berührungen vermittelt. So haben wir eine Geschichte über eine Liebe zwischen zwei Frauen, die zu der Zeit natürlich in keiner Weise toleriert werden würde und die bevorstehende Vermählung Heloises steht immer mit im Raum, dennoch wird nicht die ganze Zeit auf den Umstand hingewiesen. Keine langen Gespräche á la „Wir dürfen das nicht“. So haben wir einen Film, der die Liebe der beiden Frauen als etwas vollkommen natürliches darstellt und die Zwangsverheiratung Heloises mit einem Mann als etwas unnatürliches.

Call me by your name

Die Handlung: Der 17-jährige Elio verbringt den Sommer auf dem Landsitz seiner Eltern in Norditalien. Wie jedes Jahr lädt sein Vater, ein Archäologe, einen Studenten für sechs Wochen zu sich ein, damit dieser ihn bei seinen Forschungen helfen kann. Dieses Jahr ist es der 24-jährige Oliver. Während Elio Oliver wegen seiner Art, die er als Arrogant empfindet, zunächst nicht leiden kann, kommen sich beide schon bald näher.

Warum dieser Film so wichtig ist: Call me by your name spielt im Jahr 1983. Auch wenn wir dies vielleicht als nahe Vergangenheit betrachten, war es damals für homosexuelle Paare nochmal deutlich schwerer als heute. So müssen Elio und Oliver ihre Beziehung von Anfang an geheim halten. Dennoch hat der Film eine unglaubliche Leichtheit und man vergisst einfach alle Probleme, die auftauchen könnten. Und vor allem am Ende der Monolog des Vaters ist unglaublich tiefsinnig und so wichtig.

Danish Girl

Die Handlung: Gerda und Einar Wegener sind Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein Künstlerpaar in Dänemark. Als ein Model Gerdas ausfällt, springt Einar kurzerhand ein. Dadurch entdeckt er seine feminine Seite wieder. Er springt noch öfter ein und bald entwickelt es sich als Spiel zwischen dem Paar und Einar wird auch immer öfter in der Öffentlichkeit zu Lili. Als Einar beschließt sich einer geschlechts-angleichenden Operation zu unterziehen, wird die Beziehung der beiden auf eine harte Probe gestellt.

Warum dieser Film so wichtig ist: Wir wenden uns von der Homosexualität einem wahrscheinlich noch viel schwierigerem Thema zu: Transsexualität. Genauer gesagt begegnet uns mit Einars Wandel zu Lili Elbe eine der ersten Transsexuellen der Welt. Dabei befasst sich der Film an erster Stelle mit Einars Erkenntnis Lili sein zu wollen und der zunehmenden Nichtakzeptanz seines derzeitigen Geschlechtes. Gleichzeitig begleitet der Film Gerda auf ihrem Weg. Kritisiert wird der Film zwar von vielen Seiten, weil er wichtige Schritte in der Beziehung des Paares ausspare und auch die damaligen Operationsbedingungen beschönige. Das mag zwar alles sein, aber hier wird halt mehr Augenmerk auf Einars Gedanken gelegt. Und allein, dass das Thema angesprochen werden kann, ist schon ein großer Schritt.

Alle Farben des Lebens

Die Handlung: Ray  ist als Ramona geboren, lebt inzwischen aber seit fünf Jahren als Ray. Nun will der 16-jährige auch die offizielle Geschlechtsangleichung vollziehen lassen. Dafür braucht er die Unterschrift beider Elternteile. So muss seine alleinerziehende Mutter ihren Ex ausfindig machen. Dieser ist der Angleichung jedoch abgeneigt. Keine große Hilfe ist Rays lesbische Großmutter, die ebenfalls mit im Haus lebt.

Warum dieser Film so wichtig ist: Wir bleiben beim Thema Transsexualität. Diesmal gehen wir in moderne Zeiten und betrachten die Seiten der Familie. Ray, der sich lange genug im Körper des falschen Geschlechts befunden hat und endlich er selbst sein will, seine Mutter, die es versucht zu verstehen und dennoch damit hadert ihre Tochter aufzugeben und schließlich der Vater, der zwar nie da war, sich nie um die Erziehung gekümmert hat, aber auf einmal meint, er wüsste es besser und gegen die Angleichung ist. Dabei bekommt jede Seite Zeit ihren Standpunkt darzustellen.

Brokeback Mountain

Die Handlung: Ennis und Jack lernen sich als Schafhirten auf dem Brokeback Mountain kennen. Während des einsamen Sommers kommen sich beide näher und erkennen ihre Liebe zueinander. Doch als sie nach der Saison wieder abreisen, kehren beide in ihr Leben zurück. Doch nach einigen Jahren treffen sie sich wieder und entfliehen ihrem Alltag. So geht es zwanzig Jahre lang.

Warum dieser Film so wichtig ist: Wir kehren zurück zum Thema Homosexualität. Und zwar zu einem Film, der eine ziemliche Kontroverse in den USA ausgelöst hat, da er das „Bild des Cowboys zerstöre“. Dabei haben wir hier einfach einen Film über zwei Männer, die ineinander verliebt sind, aber aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft sich in heterosexuelle Ehen flüchten und sich nur zweimal im Jahr sehen. Es geht darum, was das mit ihren Wünschen und Träumen macht. Dabei wird die Gesellschaft an sich gar nicht gezeigt, vor der sie Angst haben, sondern die Konzentration liegt auf beiden Charakteren.

Was sind eure Filme zum Thema Pride im Pride Month Juni? Gerne her mit dem Empfehlungen!

Rückblick auf das halbe Jahr 2020

Uuuund Saison Dezember-Mai sind vorbei und es wird Zeit für meine Halbjahresbilanz. Da die Kinos seit drei Monaten geschlossen sind, fällt die Kinosektion dementsprechend enttäuschend aus. Da ich meine großen Rückblicke immer am Ende des Jahres schreibe, soll es hier nur eine kurze Zwischenbilanz werden, in der ich euch ein paar Zahlen und Namen um die Ohren haue. Also los geht’s!

I. Cinemathek

Coronabedingt war diesmal nur ein Film dabei, der hat mich dafür aber auch richtig umgehauen. Ich spreche von Porträt einer jungen Frau in Flammen. Unbedingte Empfehlung!

II. Anime Special

Im ersten Quartal (wir erinnern uns, Kinos waren nur drei von sechs Monaten offen) gab es zumindest ein Anime Special. Mit Weatherin with you gab es den Nachfolger von Your Name. Leider kam der Nachfolger nicht an seinen Vorgänger heran, bleibt aber eine solide Geschichte.

III. Neulich in der Sneak

Sieben Sneakvorstellungen konnte ich besuchen. Ich hab sie euch gefühlsmäßig mal in eine Reihenfolge gebracht. Wichtig ist, dass selbst Platz 7 im soliden Mittelfeld landen würde. Demnach hatte das Jahr eigentlich einen guten Sneaklauf.

Platz 7: 21 Bridges
Platz 6: 7500
Platz 5: Peanut Butter Falcon
Platz 4: Bombshell
Platz 3: 1917
Platz 2: Drei Engel für Charlie
Platz 1: The Gentleman

IV. Filme – auf großer Leinwand gesehen

Im ersten Quartal konnte ich 15 reguläre Kinofilme sehen, außerhalb der Spezialreihen (Cinemathek, Sneak, Anime). Normalerweise hätte es hier fünf Enttäuschungen und fünf Highlights gegeben, aber da die Liste ungewöhnlich kurz ist, hier meine aktuelle Reihenfolge:

Platz 15: Nightlife
Platz 14: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle
Platz 13: Cats
Platz 12: Lindenberg – Mach dein Ding!
Platz 11: Jumanji 2
Platz 10: Sonic – the Hedgehog
Platz 9: Ruf der Wildnis
Platz 8: Birds of Prey
Platz 7: Parasite
Platz 6: Enkel für Anfänger
Platz 5: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Platz 4: Jojo Rabbit
Platz 3: Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers
Platz 2: Knives Out
Platz 1: Little Woman

V. Filme – auf großem Fernseher gesehen

64 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino. Davon waren 14 Wiederholungstäter und drei Comedy Specials. Meine Highlights gibt es hier:

Platz 10: Aladdin (2019)
Platz 9: I, Tonya
Platz 8: Juliet, Naked
Platz 7: Elliot, das Schmunzelmonster
Platz 6: Wind River
Platz 5: Klaus
Platz 4: Isn’t it romantic
Platz 3: Emo – The Musical
Platz 2: The Final Girls
Platz 1: Die zwei Päpste

VI. Serien – ein kurzer Überblick

34 verschiedene Serien mit 49 Staffeln sind gesehen. Eine kurze Übersicht über meine Highlights (ohne Reihenfolge) gibt’s hier:

Weihnachten zu Hause (Staffel 1)
Grace & Frankie (Staffel 6)
Star Trek: Picard (Staffel 1)
Fleabag (Staffel 2)
The Mandalorian (Staffel 1)
Willkommen in Gravity Falls (Staffel 1+2)
Batwoman (Staffel 1)
The Crown (Staffel 3)
Friends (Staffel 1-9)
Miss Fishers mysteriöse Mordfälle (Staffel 1)

Bücher – meine Highlights

35 Bücher sind ausgelesen, davon sind 17 von meiner 20 für 2020 Liste. Hier noch schnell meine aktuelle Top 10:

Platz 10: Momo – Michael Ende
Platz 9: Wer die Nachtigall stört – Harper Lee
Platz 8: Kirschkuchen am Meer – Anne Barns
Platz 7: The Green Mile – Stephen King
Platz 6: Mara und der Feuerbringer – Tommy Krappweis
Platz 5: Was perfekt war – Colleen Hoover
Platz 4: Dive Bar 1 – Crazy, Sexy, Love – Kylie Scott
Platz 3: Die Bücherdiebin – Markus Zusak
Platz 2: Someone New – Laura Kneidl
Platz 1: All in: 1000 Augenblicke & Zwei Versprechen – Emma Scott

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!

 

Rückblick auf den Mai 2020

Der Mai ist vorbei, die Kinos sind noch immer geschlossen, daher wird dies nun wieder ein verkürzter Rückblick. Auch im Mai war es größtenteils ruhig bei mir, weswegen ich den Einleitungsteil dann jetzt auch wieder überspringe und einfach gleich zur Sache komme.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Disney Family Sing Along: Gleich zweimal habe ich dieses Disney Corona-Special gesehen, denn es gefiel mir so gut, dass ich es meiner besten Freundin auch noch zeigen musste. Hier wurden Disneystars der verschiedensten Art aufgefordert zu Hause eine musikalische Umsetzung zu filmen. So wurden bekannte Klassiker aus Disneys Filmgeschichte umgesetzt. Qualität variiert zwar stark, doch die Untertitel zum mitsingen, machen es wett.

Titanic – 20 Jahre nach dem Film: Zum Jubiläum seines Welterfolgs hat sich James Cameron an eine Dokumentation gewagt, in der er verschiedene Theorien und Fakten überprüft, die ihn am Mythos Titanic befassten. Zunächst verfolgen wir ihn auf mehreren Tauchfahrten zur Titanic, in der er überprüfen möchte, wie akkurat seine Umsetzungen war. Ein spannender neuer Einblick in mehrere Mysterien, nicht nur für Fans des Films.

Taylor Thomlinson – Quarter-Life Crisis: Im Mai war mal wieder ein Netflix Comedy-Special fällig. Taylor Thomlinson erzählt davon, wie es ist Mitte 20 zu sein. Durchaus eine Comedian, die ich auf dem Schirm behalten werde.

Familie Willoughby: Mutter und Vater Willoughby sind unglaublich verliebt ineinander. Logischerweise sind dabei insgesamt vier Kinder entstanden. Allerdings sind diese ihren Eltern eher lästig und werden komplett vernachlässigt. Wieso sollte man seinen Kindern auch etwas zu essen geben? Also beschließen die Geschwister, dass sie unbedingt Waisen werden wollen und schicken ihre Eltern auf eine mörderische Reise. Ein Animationsfilm an dessen Stil man sich zunächst gewöhnen muss. Er kommt mit einigen erfrischenden Ideen daher, die aber alle nicht für einen Film reichen und daher werden episodenhafte Geschichten zu einem großen Verwoben, was dem Film eindeutig nicht gut tat.

Emo – the Musical: Ethan ist ein Emo und wird nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von der Privatschule geschmissen. An seiner neuen Schule wird er zunächst begeistert von den streng Gläubigen aufgenommen, doch als er merkt, dass es eine Emo-Band an der Schule gibt, wird er schnell zum Feindbild der Gläubigen. Als auch noch ein Bandwettbewerb bevorsteht, kochen die Emotionen über. Noch ein Film, den ich im Mai gleich zweimal gesehen habe. Nachdem meine beste Freundin ihn mir voller Begeisterung zeigte, musste mein bester Freund auch gleich dran glauben. Und ja, der Film ist noch viel skurriler als er sich anhört, aber auf gute Weise. Kleine Perle für Musicalfans.

Teen Beach Movie: Brady und McKenzie sind ein Paar und lieben das Surfen. Doch McKenzie will beides aufgeben, um zu ihrer Tante zu ziehen, die eine große schulische Karriere für McKenzie plant. Als diese ein letztes Mal surfen geht, geraten sie und Brady durch einen Sturm in Bradys Lieblingsfilm Wet Side Story. Nun müssen sie einen Ausweg finden. Ja, der Film klingt sehr skuril. Ja, es war ein Disney Channel Original und ist demnach mit sehr wenig Geld produziert worden. Ja, man sieht es dem Film an. Ja, er hat trotzdem Spaß gemacht, aber man darf halt echt nichts erwarten.

Garfunkel & Oates: Trying to be special: Die beiden Comedians Riki Lindhome und Kate Micucci versuchen als Garfunkel & Oates ihr eigenes Netflix-Special zu bekommen. Dafür führen sie in Seattle eine Show auf, bei der sie mit ihren gewagten Liedtexten zu begeistern wissen.

Underwater: Die auf dem Grund des Marianengrabens befindliche Forschungsstation Kepler 822 wird von mehreren Erdbeben erschüttert und stark beschädigt. Eine Gruppe Wissenschaftler versucht nun zu den verbliebenden Rettungskapseln zu kommen. Doch etwas ist erwacht. Ein Thriller tief unten im Meer hat wohl das Potential atmosphärisch gut Ängste zu erzeugen. Dies schafft der Film auch. Auch die Handlung ist rund. Leider hat der Film so gar kein Alleinstellungsmerkmal.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Kim Possible – Staffel 2 (Teenieheldin in weiterhin spannenden Missionen unterwegs, diesmal mit wechselnden Outfits)

The Mandalorian – Staffel 1 (Spannender Star Wars Ableger, der es schafft in wenigen Folgen die Charaktere vorzustellen und zu einem runden Abschluss zu bringen)

The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2 (Witzige Fortsetzung rund um die charmante aufkommende Stand-up Comedians Midge Maisel. Durch episodenhaftigere Erzählweise nochmal deutlich spannender als die erste Staffel)

Friends – Staffel 9 (Die New Yorker Clique versprüht auch in der neunten Staffel noch Spaß und man bangt mit ihnen mit)

Star Trek: Discovery – Staffel 2 (Fühlt sich endlich nach einer richtigen Star Trek Serie an. Das Auftauchen von Captain Pike und das Zusammenschmelzen der Crew zu einer Familie tut der Serie sehr gut)

Foodhacks mit Nadiya Hussain – Staffel 1 (Kurzweilige Kochshow um allerhand Kniffe für das Kochen trotz Vollzeitarbeit und Familie)

Chip und Chap – Staffel 2 (Die Rettungstruppe hat auch in der zweiten Staffel wieder allerhand zu tun)

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1 (Crimeserie im Australien der 1920er Jahre mit einer etwas ungewöhnlichen Ermittlerin überzeugt durch viel Charme)

Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1&2 (Wunderbare Familienserie mit Mysteryanteil und wundertollen Charakteren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 3.014
Seiten pro Tag: 97 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7

Obsidian & Onyx: Die beiden Auftaktbände der fünfteiligen Reihe ließ mich am Anfang eher zweifelnd zurück, entwickelte sich dann jedoch in eine gute Richtung. Zeitweise war es schwer, die Bücher überhaupt aus der Hand zu legen.

Erbarmen: Nach langer Zeit mal wieder ein Krimi. Leider war mir der Ermittler nicht wirklich sympathisch und der Fall wirkte stark gestreckt. Ist wohl einfach wirklich nicht mehr mein Genre.

Am dunklen Fluss: Ruby kann sich nicht mehr an den Tod ihrer Schwester in ihrer Kindheit erinnern. Als sie in das frühere Anwesen reist, findet sie nicht nur ein altes Familiengeheimnis, sondern fängt auch an sich zu erinnern. Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln, zu vorhersehbar waren weite Teile. Das Ende konnte mich dann doch noch überraschen, half dem Buch aber nicht mehr.

Someone Else: Die Fortsetzung von Laura Kneidls Someone New. Diesmal geht es um die Nachbarn Auri und Cassie, die schon lange Mitbewohner sind und sich zueinander hingezogen fühlen. Doch das können sie nicht zugeben, das könnte ihre Freundschaft gefährden. Oder? Schöne Fortsetzung mit anderem Schwerpunkt, wenn auch schwächer als der erste Teil. Geschichte wurde an einigen Stellen deutlich gestreckt, was leider zu kleineren Längen führt. Dennoch ein schönes Buch, vor allem durch Kneidls Schreibstil.

Kirschkuchen am Meer: Marie hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Doch als auf der Seebestattung ihres Vaters eine geheimnisvolle Frau auftaucht, muss sie mehr erfahren. Der Weg führt nach Norderney, wo sie nicht nur die Frau sucht, sondern auch einige Lebensentscheidungen hinterfragt. Ein neuer sommerlicher Roman von Anne Barns, irgendwo zwischen Trauer, Sommer und Kirschkuchen.

Breathless 1 – Gefährliches Verlangen: Habe ich die Augen verdreht, als dieser Erotikroman mit einem Vertrag anfing? Definitv! Dennoch entwickelt sich die Geschichte weiter und ist definitiv besser als das offensichtliche Vorbild. Ende ist zwar sehr vorhersehbar und die Charaktere bleiben platt, aber für ein sinnliches Lesevergnügen zwischendurch vollkommen ausreichend.

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 10

In Zeiten von Corona mit geschlossenen Kinos, fällt es mir leichter Filme zu Hause doch einmal nachzuholen – wenn ich nicht gerade Serien binge oder meinen SuB abarbeite (der leider eher wächst als schrumpft). Und so kommen wir heute direkt zu einem neuen Teil meiner im Kino verpassten Filme, die ich jedoch nicht vergessen, sondern zu Hause nachgeholt, habe. 

Mit dem Herz durch die Wand

Sie ist Pianistin und zieht in ein neues Appartement. Sie muss viel für ein neues Stück proben, für das sie vorspielen will. Doch ihr Nachbar ist davon wenig begeistert, entwickelt er doch im stillen Puzzle. Nach einem Kleinkrieg versuchen sie sich an einem Kompromiss. Und merken nach und nach ihre Gefühle füreinander, ohne sich je gesehen zu haben. Es beginnt eine Beziehung mit einer Wand zwischen den Liebenden.
Ungewöhnlich an dem Film ist bereits, dass beide Protagonisten keinen Namen haben, sondern sich  immer nur mit Madame und Monsieur anreden. Ansonsten entwickelt sich der kammerspielartige Film sehr ruhig. Von beiden erfährt man nur das, was der jeweils andere durch die Wand mitbekommt. Auch scheinen beide Berufe zu haben, die sie dazu verleiten, viel Zeit in der Wohnung zu verbringen, weswegen sie sich auch gerade ständig auf die Nerven gehen. Und so entsteht ganz nebenbei eine zuckersüße Liebesgeschichte, die darauf basiert, dass sich beide nur hören können und niemals sehen. Wie das funktionieren soll, zeigt dieser Film. Das Liebe auch auf nicht körperlicher Basis entstehen kann. Dabei nimmt er sich relativ viel Zeit, auch wenn der Film mit 92 Minuten normale Spielfilmlänge hat. So muss man schon in der Geschichte versinken, wenn er einem nicht langatmig erscheinen will. Aber wenn man das schafft, dann ist es für den Film ein Leichtes einen zu verzaubern.

Ihre beste Stunde

Catrin Cole lebt zu Zeiten des zweiten Weltkriegs in London. Sie bekommt einen Job im Informationsministerium und wird schnell in die Filmabteilung versetzt. Sie soll dort an Drehbüchern für Kino- und Propagandafilme mitschreiben, damit diese eine weiblichere Note erhalten. So sollen auch Mütter und Frauen angesprochen werden, die Söhne und Männer an der Front haben. Dabei muss sie nicht nur mit schwierigen Schauspielern klar kommen, sondern auch mit vielen Vorurteilen kämpfen.
Ihre beste Stunde vereint Liebesgeschichte, Historienfilm und Blick hinter die Kulissen der Filmbranche in einem und verwebt die einzelnen Bestandteile sehr geschickt. Am Ende fragt man sich zwar, ob es die Liebesgeschichte überhaupt gebraucht hätte – ich würde sagen: nein – aber der Aspekt ist auch nicht störend. So wird der Film von einer starken, aber zurückhaltend spielenden, Gemma Arterton geführt, die gegen die Männerdomäne anspielt. Der Krieg ist allgegenwärtig, aber nie dominant im Bild. So wird der Krieg noch einmal von einer ganz anderen Seite beleuchtet, ohne ihn klein zu spielen. Es zeigt, das es auch abseits von der Front Männer und Frauen gab, die mit allen Mitteln versucht haben, die Laune im Volk hoch zu halten.

Wind River

Wind River ist ein Indianerreservat im verschneiten Wyoming. Als dort die Leiche eines vergewaltigtenn Mädchens gefunden wurde, wird die schlecht ausgestattete Jane Banner vom FBI geschickt. Sie bittet den Wildhüter Cory Lambert um Hilfe.
Wusstet ihr, dass es für jede Bevölkerungsgruppen mit Ausnahme der amerikanischen Ureinwohner eine Vermissten-Statistik in den USA gibt? Darauf weißt der Film am Ende noch einmal hin. Denn Taylor Sheridan will mit seinem Regiedebüt genau darauf hinweisen. Nachdem er zu Sicario und Hell or High Water bereits das Drehbuch schrieb, führte er zu diesem von ihm verfassten Drehbuch auch Regie. Dazu führt er uns ins verschneite Wyoming in das Indianerreservat Wind River. Dort stellt er uns zunächst den Wildhüter Cory Lambert, gespielt von Jeremy Renner, vor. Als Weißer im Reservat wird er als Außenseiter behandelt. Bindeglied ist seine Ex-Frau. Als er die Leiche der besten Freundin seiner ebenfalls ermordeten Tochter im Schnee findet, kommen alte Gefühle und Erinnerungen hoch. Das FBI sendet Jane Banner. Diese ist nicht für die Bedingungen ausgerüstet und bekommt auch keine Unterstützung vom FBI. So bittet sie Cory um Hilfe. Jane ist wirklich an der Aufklärung interessiert, steht aber mit begrenzten Mitteln da und bekommt die Abneigung des Reservats zu spüren, die anscheinend viele schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht haben. So bietet Wind River nicht nur einen spannenden Thriller mit einer ziemlich verstörenden Aufklärung, sondern auch einen Einblick in die Trostlosigkeit ohne reale Zukunftsperspektive in einem Reservat.

Das schönste Mädchen der Welt

Roxy ist vom Internat in England geflogen und muss nun ganz kurzfristig mit auf Klassenfahrt. Sie freundet sich mit Außenseiter Cyril an, der wegen seiner großen Nase gemobbt wird. Dieser hat eine große Leidenschaft zum Rap und tritt heimlich mit goldener Maske auf, da er für seine Nase nicht auch noch dort gehänselt werden will.
Der Film kann mit vielen guten Kritiken aufwarten und wurde mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung ausgezeichnet. Beides kann ich leider überhaupt nicht nachvollziehen. Denn Das schönste Mädchen der Welt bedient zunächst alle Negativklischees einer Klassenfahrt und inszeniert eine absolute Horrorklasse. Platte Charaktere, noch plattere Witze und eigentlich sollen alle nur brav ihr Klischee erfüllen, damit die absolut vorhersehbare Handlung auf den Punkt kommt. Unterbrochen wird dies von ein paar wenigen Rapbattles, die erstaunlich gut funktionieren. Hinzu kommt, dass Roxy ein absolut wankelmütiger Charakter ist und man so auch keine Sympathien für sie aufbauen kann. Allgemein schafft es kein Charakter, das man ihn auch nur ansatzweise mag und mit ihm mitfühlt.

Little Monsters

Der erfolglose Musiker Dave hat sich in die Grundschullehrerin Miss Caroline seines Neffen verknallt. Um sie zu beeindrucken stimmt er zu die Klasse auf einem Ausflug zu einem Erlebnisbauernhof zu begleiten. Leider kam es in der nahe gelegenen Militärbasis zu einem Zombieausbruch, die schnell den Bauernhof entdecken. Dave und Miss Caroline müssen nun alle Kräfte einsetzen, um alle Kinder in Sicherheit zu bringen, ohne diese zu ängstigen.
Ich bin immer noch kein Fan von Zombiefilmen, wurde aber einmal mehr überredet mir doch einen anzugucken. Und tatsächlich hat mir dieser sogar relativ gut gefallen. Denn hier liegt das Augenmerk weniger auf dem Horroraspekt, sondern vielmehr auf dem komödiantischem. Und mal ganz ehrlich? Eine Lehrerin, die den Kindern auf der Ukulele vorspielt, während sie versuchen an den Zombies vorbeizukommen? Die Ideen waren einfach nur super. Davon, dass der Film in Australien spielt, bekam man leider relativ wenig mit. Also ein Zombiefilm auch für Nicht-Zombie-Fans geeignet.

Eine Handvoll Filme zum Muttertag

Nicht ganz pünktlich und etwas unvorbereitet erscheint von mir dann noch ein Beitrag zum gestrigen Muttertag. Zu meiner Verteidigung: Ich habe an den Muttertag gedacht und mit meiner Schwester ein kleines Geschenk organisiert! Besuche fallen zur Zeit ja leider aus, zumal meine Mutter im Gesundheitswesen an vorderster Front kämpft (hier dürft ihr gerne alle einmal für sie applaudieren). Nun habe ich mich doch relativ spontan entschlossen doch noch einen Beitrag zum Thema Muttertagsfilme zu schreiben und bin einmal im Internet verschiedene Listen zu dem Thema durchgegangen. Was soll ich sagen, ich habe die allerwenigsten davon gesehen (Asche auf mein Haupt). Vielleicht wäre das mal ein Projekt fürs nächste Jahr. Aber so geht es heute um vier Filme, die als Muttertagsfilme empfohlen werden und die ich tatsächlich gesehen habe, plus meinen ganz persönlichen Muttertagsfilm, der mich immer wieder in verschiedene Stadien von Kindheit und Jugend mit meiner Mama zurückversetzen wird. Und schon wieder eine lange Einleitung, na vielleicht wird das demnächst wieder besser 😉

Mamma Mia

Die Handlung: Zu den Klängen von ABBAs Welthits wird hier die Geschichte von Sophie (Amanda Seyfried) erzählt, die mit ihrer Mutter Donna (Meryl Streep) auf einer kleinen griechischen Insel ein Hotel betreibt. Sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Sky (Dominic Cooper). Da sie nicht weiß, wer ihr Vater ist, und laut Tagebuch ihrer Mutter drei Kandidaten in Frage kommen, hat sie kurzum alle drei eingeladen. Chaos ist hier vorprogrammiert.

Meine Meinung: So richtig konnte ich mich für diese Verfilmung nie begeistern. Ich habe inzwischen das Bühnenmusical gesehen und finde es mit ausgebildeten Darstellern einfach viel besser. Denn wer auch immer die Idee hatte, dass Pierce Brosnan singen könnte, lag leider falsch – das sagte er in Interviews sogar selbst, er sagte nur zu, um mit Meryl Streep einen Film drehen zu können. Dennoch ist die Grundhandlung eine schöne Hommage an eine Mutter, die ihrer Tochter beide Elternteile geboten hat. Dennoch blieb natürlich immer die Frage nach der Vaterschaft offen, die auch Sophie gerade zu ihrer Hochzeit beschäftigt hat.

Muttertagsfaktor = 3/5

Merida – Legende der Highlands

Die Handlung: Merida ist die Tochter eines Königs in den Highlands, hält aber nicht viel vom Prinzessinensein. Doch ihre Mutter pocht auf ihren Manieren und auf der Wahl eines Ehemannes. Dies soll ein Sohn der drei verbündeten Clans sein. In einem Bogenschützwettkampf soll herausgefunden werden, wer um Meridas Hand anhalten darf. Bestürzt über diese Wendung schießt sie selbst das beste Ergebnis. Dies führt zu einem großen Streit mit ihrer Mutter, die mit Hilfe einer Hexe ausversehen von Merida in einen Bären verwandelt wird. Nun müssen Mutter und Tochter zusammenarbeiten, um die Mutter zurückzuverwandeln.

Meine Meinung: Grundsätzlich mag ich den Ansatz von Merida, dass sie sich nicht einfach zwangsverheiraten lässt, sondern versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Auch das Setting in den Highlands gefällt mir gut. Nur die Geschichte selbst und auch die Protagonistin konnte mich nicht richtig abholen und fesseln. Ich könnte nicht einmal sagen, was mich gestört hat. Für den Muttertag ist es aber ein guter Film, schließlich müssen hier die zerstrittene Mutter und Tochter sich zusammenraufen, um den Zauber zu brechen, der die Mutter in einen Bären verwandelt hat.

Muttertagsfaktor = 4/5

Bad Moms

Die Handlung: Amy (Mila Kunis) hat Ehemann, zwei Kinder, Haus, Hund und Karriere. Doch dies alles unter einen Hut zu bringen, bringt sie beinahe täglich zur Verzweiflung. Eines Tages hat sie die Nase voll und gründet mit zwei weiteren überforderten Müttern die Bad Moms und hören auf zu versuchen perfekt zu sein. Das passt den perfekten Müttern jedoch gar nicht in den Kram.

Meine Meinung: Hier haben wir doch einmal den perfekten Film für alle Mütter. Bestimmt kennt jede berufstätige Mutter das Gefühl der völligen Überforderung zwischen Karriere und Fürsorge für die Kinder. Man will es allen recht machen und bleibt dabei am Ende selbst auf der Strecke. Hier wird der Spieß irgendwann umgedreht und die Bad Moms lassen die Sau raus – bzw. kaufen einfach Gebäck für den Schulbasar, statt vegane, gluten-, laktose- und zuckerfreie Kekse zu backen. Hier steht die Frage nach den Qualitäten einer guten Mutter im Vordergrund. Das ganze wird als rasante Komödie verpackt, wodurch der Spaßfaktor sehr hoch ist. Ein Film für alle Mütter, nur die Beziehung zu den Kindern wird ein wenig halbherzig behandelt.

Muttertagsfaktor = 3/5

Lady Bird

Die Handlung: Christine McPherson (Saoirse Ronan) möchte lieber Lady Bird genannt werden. Sie wächst in einer armen Familie auf, träumt aber von größerem. Dadurch gerät sie oft mit ihrer Mutter (Laurie Metcalf) aneinander, die denkt, dass sich Lady Bird für sie schämt.

Meine Meinung: Greta Gerwigs Regiedebüt bringt uns eine liebevolle Coming-of-Age Geschichte einer rebellischen Tochter, die sich zu größerem bestimmt sieht und indirekt ihrer Mutter Vorwürfe für die ärmlichen Verhältnisse macht. Das diese sich in vielen Doppelschichten abschuftet, wird ignoriert. Dabei sind es gerade die Dialoge zwischen Mutter und Tochter, die selten liebevoll sind, die das Dilemma von beiden gut durchleuchten. Wir haben hier nicht unbedingt einen gute Laune Film, aber dafür einen herzlichen und realitätsnahen.

Muttertagsfaktor = 4/5

Bernhard und Bianca – die Mäusepolizei

Die Handlung: Die Rettungshilfsverinigung der Mäuse findet die Flaschenpost der Waisin Penny, die von der verrückten Medusa in die Teufelssümpfe entführt wurde, um dort in einer alten Piratenhöhle nach einem wertvollen Diamanten zu suchen. Die ungarische Abgeordnete Bianca meldet sich freiwillig, um Penny zu helfen und wird auf eigenen Wunsch vom Hausmeister Bernhard begleitet, der eigentlich wenig Sinn für Abenteuer hat.

Meine Meinung: Wie oben erwähnt, handelt es sich hierbei nicht um einen klassischen Muttertagsfilm, sondern um meinen ganz persönlichen. Es handelt sich um den Disneyklassiker, den meine Mama und ich lieben und auch gerne jetzt noch zusammen sehen. Mit etwas Mühe könnte man noch das Muttertagsthema reininterpretieren. Immerhin ist Penny Waisin und wünscht sich nichts mehr als eine Familie, die sie adoptiert. Als dann Medusa ihr ein Zuhause anbietet, stimmt sie schließlich ein, findet hier aber nicht die fürsorgliche Mutterfigur, sondern eine böse Frau, die sie nur benutzt. So sind in diesem Film Tränen vorprogrammiert. Entweder aus Trauer über Pennys Schicksal oder aber vor Lachen, wenn die Stadtmäuse auf die Bewohner der Sümpfe treffen.

Muttertagsfaktor = (zumindest für mich) 5/5

 

Rückblick auf den April 2020

Ein ganzer Monat in respektvoller Social Distance und ohne Kinobesuche liegt erneut hinter uns und gerade meinem Heimkinokonsum ist dies anzumerken. Dementsprechend wenig ist auch passiert, weswegen es nun direkt zu meinem medialen Rückblick auf den April 2020 geht.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Wiederholungstäter sind: Der Marsianer (Matt Damon als Biologe auf dem Mars ist spannend, kurios und witzig) & Police Academy Teil 1-7 (Besprechung der Filme findet ihr hier) & The Green Mile (gute Buchverfilmung mit Tom Hanks, ein paar mehr Worte hier)

Fighting with my family: Saraya Knights größter Traum ist die WWE. Sie bekommt die Chance zu einem Casting, bei dem sie zwar genommen wird, aber nicht ihr Bruder. Beim Training eckt sie überall an und fühlt sich fehl am Platz, trotzdem versucht sie sich durchzukämpfen. Auch als nicht Wrestling-Fan kann man dem Film durchaus etwas abgewinnen, schafft er es doch nicht nur die Trainingseinheiten von Saraya zu zeigen, sondern auch ihre Familie mit all den Eigenheiten. Guter Balanceakt zwischen Drama, Durchkämpfen und leichter Komik.

Die Reise ins Labyrinth: Eine junge Jennifer Connelly in einem kuriosen Labyrinth des Koboldkönigs Jareth (David Bowie) hat 13 Stunden Zeit, um ihren kleinen Bruder Toby zu finden. Von Regisseur Jim Henson (Sesamstraße, Muppets) mit Animatronics gefilmt wechselt zwischen seltsam, kurios und komplett verrückt. Wer  mit Animatronics gut zurecht kommt, findet hier einen ganz interessanten kurzweiligen Film.

Aladdin (2019): Das Live-Action-Remake des Disneyklassikers kann mit leicht erweiterter Handlung und stärkeren Charakteren, vorallem Jasmin und der Sultan, überzeugen und avanciert fast zur besseren Variante. Will Smith gibt dem Dschinni das gewisse Etwas .

Susi und Strolch (2020): Eine weitere Live-Action-Variante, allerdings diesmal in enttäuschender Form. Die altbekannte Handlung wird unnötig gestreckt, dreht sich im Kreis und auch wenn Strolch ein bisschen Hintergrundgeschichte bekommt, fehlt hier einfach das Herz des Originals. – Ein Disney+ Original

Elliot, das Schmunzelmonster: Der Waise Pete flieht mit Hilfe seines Drachen Elliots vor seinen grausamen Adoptiveltern in das beschauliche Dorf Passamaquoddy. Dort eckt er durch Elliot gerne mal an, findet aber im Leuchtturmwärter Lampie und dessen Tochter Nora gute Freunde. Die Geschichte einer schwierigen Kindheit, die mit Hilfe eines supersüßen Schmunzelmonsters verbessert wird. Typische Disneywendungen aber mit ganz viel Herz.

Escape Room: Eine Gruppe Menschen bekommen eine rätselhafte Einladung zu einem Escape Room. Neugierig folgen sie der Einladung und finden sich kurz darauf in einem etwas untypischen Escape Room, versucht er doch, sie zu töten. Spannender Horrorfilm, der meiner Liebe zu Escape Rooms nciht gut tat.

Wind River: Wind River ist ein Indianerreservat im verschneiten Wyoming. Als dort die Leiche eines vergewaltigtenn Mädchens gefunden wurde, wird die schlecht ausgestattete Jane Banner vom FBI geschickt. Sie bittet den Wildhüter Cory Lambert um Hilfe. Ein spannender westernmäßiger Thriller, mitten im Schnee. Die verstörende Aufklärung der Geschichte ist leider doch real gehalten.

The Final Girls: Eine Gruppe Jugendlicher wird in den Horrorfilm Camp Blutbad gezogen und versucht nun mit dem Vorwissen über den Film zu überleben. Ein klischeeüberzogener Slasher wird zu einer Komödie, in dem Filmcharaktere und unsere reingezogenen Jugendlichen zusammen agieren. Eine gute Kombination ohne in albernen Klamauk zu verfallen.

Ihre beste Stunde: Mittem im zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole im Informationsministerium eingestellt. Sie soll den Propagandafilmen eine weiblichere Note geben, damit auch Mütter und Ehefrauen sich angesprochen fühlen. Dort hat sie mit Vorurteilen zu kämpfen. Ein einfühlsamer Film, der noch einmal eine ganz andere Seite des Krieges zeigt.

Die Ritter der Kokosnuss: Muss ich zu dieser kuriosen Suche nach dem Heiligen Gral noch irgendetwas sagen?

Little Monsters: Der erfolglose Musiker Dave hat sich in die Grundschullehrerin Miss Caroline seines Neffen verknallt. Um sie zu beeindrucken stimmt er zu die Klasse auf einem Ausflug zu einem Erlebnisbauernhof zu begleiten. Leider kam es in der nahe gelegenen Militärbasis zu einem Zombieausbruch, die schnell den Bauernhof entdecken. Dave und Miss Caroline müssen nun alle Kräfte einsetzen, um alle Kinder in Sicherheit zu bringen, ohne diese zu ängstigen. Ich bin immer noch kein Fan von Zombiefilmen, aber dieser schafft es eher den komödischen Part hervorzuarbeiten und macht dabei unglaublich viel Spaß. Eine Lehrerin mit ihrer Ukulele gegen eine Zombiearmee. Unbedingt angucken!

The sun is also a star: Natasha Kingsley liebt die Stadt New York. Leider soll sie einen Tag später mit ihrer Familie die USA für immer verlassen, da die Eltern illegal eingewandert sind. Als sie die letzten Chancen durchgeht und einen Anwalt aufsucht, trifft sie auf Daniel Bae, der glaubt, dass sie sich innerhalb eines Tages verlieben könnten. Sie gibt ihm die Zeit dies zu beweisen. Ein Film, der das Zusammentreffen der beiden Protagonisten, sowie deren Wiedersehen relativ plump inszeniert. Man merkt die starke Liebe des Regisseurs zur Stadt, aber nicht zu seinen Charakteren. Schade.

Moolaadé: Ein neuer Film für die Filmreise-Challenge. Ein senegalesischer Film, der in Burkina Faso spielt und sich mit einer Mutter befasst, die ein ganzes Dorf gegen sich aufbringt, weil sie ein paar Mädchen unter häuslichem Schutz (Moolaadé) stellt, damit diese nicht beschnitten werden. Ein Film, der ganz stark unter die Haut geht und einen fassungslos zurücklässt. Genaueres gibt es in meinem nächsten Reisebericht.

Felix Lobrecht – Kenn ick: Ein Comedy Special, diesmal mit Felix Lobrecht auf seiner Kenn ick Tour. Mit berliner Charme, Goldkettchen und relativ ruhigem Humor schafft es Herr Lobrecht immer wieder durch kleine Witze das Publikum zum Lachen zu bringen.

Whale Rider: Die deutsch-neuseeländische Produktion erzählt die Geschichte von Paikea, die innerhalb ihrer Maori-Familie versucht sich zu emanzipieren. Ein kleiner, aber feiner Film zwischen Tradition und Familie.

Erica: Erica ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spielfilm. Konzipiert für die PlayStation kann der Zuschauer nämlich den Verlauf des Films selbst beeinflussen. Daraus entsteht ein spannender Psychothriller, der leider am Ende mehr Fragen offen lässt, als beantwortet.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Star Trek: Picard – Staffel 1 (Gelungener Spin-off mit alten und neuen Charakteren und eienr gut konzipierten Handlung)

Friends – Staffel 4-8 (Nach einem holprigen Start bin ich nun mitten im Friends-Fieber und sehne und fürchte mich vor den finalen zwei Staffeln)

Der Prinz von Bel-Air – Staffel 6 (Die finale Staffel verliert sich am Anfang im ganz normalemn Alltagswahnsinn im Hause Banks und muss am Ende in kürzester Zeit ein emotionales Finale schaffen)

Inhumans – Staffel 1 (Diese Marvel-Serie über die Inhumans auf der dunklen Seite des Mondes erzählt zu viel und erklärt zu wenig. Aus gutem  Grund nach einer Staffel abgesetzt)

Supernatural – Staffel 9 (Die übergeordnete Handlung kann nur noch ermüden. Die Einzelfolgen schaffen es dann aber doch, dass man am Ball bleibt)

Fleabag – Staffel 2 (Völlig verrückt geht es in die nächste Runde, die durch das Zusammenspiel von Waller-Bridge und Andrew Scott deutlich besser ist als die erste Staffel)

Peaky Blinders – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel ein spannender Gangsterfilm im Serienformat)

PussyTerrorTV – Staffel 5 (Carolin Kebekus und ihre Gäste bringen Spaß und aktuelle Themen wieder auf den Punkt)

Chip & Chap – Staffel 1 (Erwähnte ich, dass Disney+ meine Kindheitsserien bietet und ich diese nun am bingen bin?)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten gesamt: 3.441
Seiten pro Tag: 115 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 8

Das Manifest der anonymen Schauspieler: Der nicht ganz so anonyme Schauspieler James Franco hangelt sich an den 12 Schritten und Traditionen der anonymen Alkoholker entlang und spinnt dazu absurde Geschichten, wirre Schreibexperimente und teilweise auch abstoßende Anekdoten. Spart euch das Geld.

The Green Mile: Stephen King versuchte sich an einem Episodenroman und brillierte mit der Geschichte über den Todestrakt und dessen grüne Meile. Spannende Geschichten, die zusammenhängen.

Ghostsitter 3 – Zombie Party: Auch im dritten Band hat Tom wieder alle Hände voll zu tun, um die Geisterbahn mit den echten Monstern unter Kontrolle zu halten. Tommy Krappweis schafft es auch hier wieder den lockeren, witzigen Schreibstil beizubehalten und schafft so ein weiteres Werk für Groß und Klein.

Mara und der Feuerbringer: Der Auftakt einer Fantasy-Trilogie ebenfalls von Tommy Krappweis stellt uns die 14-jährige Mara vor, die eigentlich gerne völlig normal wäre, aber herausfindet, dass sie die Götterdämmerung aufhalten muss. Spannender Ausflug in die germanische Mythologie.

All in – 1000 Augenblicke & All in – Zwei Versprechen: Nach einem hoch emotionalen Auftakt war mein erster Schritt nach Wiedereröffnung der Buchläden, eben diesen zu stürmen, um auch den zweiten Teil des Duetts zu verschlingen.

Die grüne Ente: Ein etwas kurioser Roadtrip durch Frankreich mit einem etwas spezielleren Schreibstil, rund um einen Vater und seinem authistischen Sohn.

Bookless 2 – Gesponnen aus Gefühlen: Langatmiger Mittelband, dessen Handlung sich immer wieder im Kreis dreht und am Anfang und Ende am gleichen Punkt ist. Hier muss mit Bank 3 nun noch ein Knaller kommen.

Die Bücherdiebin: Der Tod erzählt von seinen Erlebnissen mit dem jungen Mädchen Liesel zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Ein ganz besonderes Werk der Literatur, das mich am Ende tränenreich verlassen hat.

 

 

Eine Dekade Film – Meine Top 75 der letzten 10 Jahre – #4 – Platz 25-1

Und da sind wir dann auch schon bei den für mich besten Filmen der letzten Dekade. Fehlt ein Film, den ihr hier eigentlich gern gesehen hättet? Falls ihr die vorherigen Plätze verpasst hat, findet ihr hier die Beiträge: Platz 50-26, Platz 75-51 und die zusätzlichen Top 25/100-76.

Platz 25: Bohemian Rhapsody (2018)

1970 steigt Farrokh Bulsara bei der Band Smile ein. Er wird als Freddy Mercury und die Band als Queen weltberühmt. Doch alle Erfolge können die Einsamkeit in seinem Herzen nicht stillen. Eine pulsierende Bandgeschichte mit dem Höhepunkt auf dem Live Aid Konzert. – Mitreißende und berührende Bandgeschichte und definitv nicht nur was für Fans.

Platz 24: Saving Mr. Banks (2014)

Nach 20 Jahren Verhandlung stimmt Autorin Pamela L. Travers schließlich zu ihr Buch „Mary Poppins“ von der Disney Companie verfilmen zu lassen. Sie reist nach L. A., um dort an der Produktion mitzuwirken. Doch ihr fällt es schwer Kompromisse einzugehen, da sie das Buch auf Basis ihrer eigenen Kindheit geschrieben hat. – Man kann von Disney halten, was man will, diese Geschichte geht ganz tief unter die Haut.

Platz 23: Mad Max – Fury Road (2015)

In einem postapokalyptischen Ödland hat der Tyrann Immortan Joe in einer Oase einen Kult um sich geschaffen. Als Imperator Furiosa die Frauen von Joe befreit, beginnt eine wilde Verfolgungsjagd. In diese stolpert Mad Max. – Sehr einfach Handlung, dafür wohl die besten Actionsequenzen der letzten Dekade. Altmeister George Miller versteht hier sein Hadwerk.

Platz 22: The Imitation Game (2015)

Nach Ausbruch des zweiten Weltkriegs wird eine Gruppe Wissenschaftler zusammen-gesucht, die ein Verfahren zur Entschlüsselung der von den Deutschen genutzten Enigma in kürzester Zeit ermöglichen soll. Alan Turing wird zu dem Team gerufen, stößt aber durch seine mangelnde soziale Kompetenz bei seinen Kollegen auf Abneigung. – Mitreißende Erfindungsgeschichte vor dem Hintergrund des 2. Weltkriegs.

Platz 21: Der Vorname (2018)

Literaturprofessor Stephan lädt Freunde zum Abendessen ein. Als sein Schwager Thomas den Freunden verkündet, dass sein ungeborenes Kind Adolf heißen soll, entbrennt eine hitzige Diskussion bei der noch so manch anderes Thema zur Sprache kommt. – Wortgewaltiges Kammerspiel mit begeisterten Darstellern.

Platz 20: Mit dem Herz durch die Wand (2015)

Sie ist Pianistin und zieht in ein neues Appartement. Sie muss viel für ein neues Stück proben, für das sie vorspielen will. Doch ihr Nachbar ist davon wenig begeistert, entwickelt er doch im stillen Puzzle. Nach einem Kleinkrieg versuchen sie sich an einem Kompromiss. Und merken nach und nach ihre Gefühle füreinander, ohne sich je gesehen zu haben. Es beginnt eine Beziehung mit einer Wand zwischen den Liebenden. – Eine der ruhigsten und doch bezauberndsten Liebesgeschichten mit einer etwas anderen Prämisse.

Platz 19: Black Swan (2011)

Nina ist Primaballerina in New York. Als nächstes soll Schwanensee aufgeführt werden. Die Rolle des Schwans soll in einer Doppelrolle aufgeführt werden. Nina versucht fortan alles, um diese Rolle zu kriegen und bringt sich dabei selbst an ihr Limit. – Abgründe im Ballerinaleben perfekt porträtiert von Natalie Portman. Kein Film für schwache Nerven.

Platz 18: Three Billboards outside Ebbing, Missouri (2018)

Mildred Hayes mietet drei Werbeplakate vor den Toren der Stadt an, in der sie den Polizeichef fragt, warum er noch nicht den brutalen Mord ihrer Tochter aufgeklärt hat. Dies löst einen Shitstorm gegen Hayes aus. Mehrere Vergeltungstaten werden auf beiden Seiten begangen. – Bitterböses Drama über eine trauernde Mutter, die ihre eigenen Methoden einsetzt.

Platz 17: Avengers: Endgame (2019)

Nach 11 Jahren und 21 Vorgängerfilmen findet das Marvel Cinematic Universe seinen Höhepunkt. Nach Thanos fatalem Schnipser sind die Infinity Steine zerstört. Die Helden und die Menschheit müssen sich mit einem Verlust von 50% der Weltbevölkerung abfinden. Bis Scott Lang durch einene Zufall aus dem Quantenraum befreit wird und eine Möglichkeit finden will, um alles rückgängig zu machen. – Atemberaubendes, spannendes und actiongeladenes Finale eines ganzen Filmuniversums. Gespickt mit Fanservice und Nostalgie.

Platz 16: Les Miserables (2013)

Der Dieb Jean Valjean wird nach vielen Jahren Haft entlassen. Er versucht fortan ein rechtschaffendes Leben zu führen. Doch sein ehemaliger Wärter Javert erkennt ihn und bringt ihn dazu wieder zu fliehen. Dabei rettet er die kleine Cosette auf Wunsch ihrer Mutter und nimmt sie bei sich auf. Jahre später verliebt sich Cosette in Marius, der zusammen mit seinen Kommilitonen den Juniaufstand von 1832 planen. – Mitreißende Musicalverfilmung basierend auf Victor Hugos Meisterwerk.

Platz 15: Everest (2019)

Yi lebt in Shanghai und isoliert sich nach dem Tod ihres Vaters zusehends. Als sie eines Tages einen Yeti auf dem Dach des Hauses findet, beschließt sie ihn zurück zu bringen. Dabei begleiten sie die Nachbarjungen Jin und Peng. Verfolgt werden sie von einem Forschungsteam. – Familienspaß, der alt und jung zu begeistern vermag und ganz nebenbei die Themen Trauerverarbeitung, Familie und Freundschaft verarbeitet.

Platz 14: Game Night (2018)

Max und Annie sind große Spielefans und veranstalten regelmäßig Spieleabend zusammen mit zwei befreundeten Paaren. Diese müssen sie allerdings vor dem unheimlichen Nachbar Gary geheim halten. Als eines Tages Maxs Bruder Brooks auftaucht und den besten Spieleabend aller Zeiten ankündigt, wissen die Freunde noch nicht, dass sie sich kurz darauf in einem wahren Überfall befinden. – Die wohl beste Komödie der letzten Jahre mit sympathischem Cast und ausgereiften Witzen macht Lust auf den nächsten Spieleabend.

Platz 13: Brooklyn (2016)

Die Irin Eilis verlässt 1951 Irland, da sie mit Hilfe der Kirche einen Job in New York erhalten hat. Dort angekommen plagen sie Heimweh und das Vermissen ihrer Familie. Dies ändert sich erst als sie den jungen Tony kennenlernt. Nach einem Todesfall kehrt sie nach Irland zurück und ist nun hin und hergerissen zwischen bleiben und zurückkehren nach New York. – Einfühlsame Geschichte über Heimweh, die ohne große Gesten auskommt und sich auf die zwischenmenschlichen Schwingungen versteht mit einer großartigen Saoirse Ronan.

Platz 12: Die Verlegerin (2018)

Kay Graham wird nach dem Tod ihres Mannes Chefin der Washington Post, schafft es jedoch kaum sich im männerdominierenden Vorstand durchzusetzen. Als Chefredakteur Ben Bradlee Geheimdienstinformationen erhält, die Lügen von drei Präsidenten zum Vietnamkrieg offen legen, steht Kay vor der größten Entscheidung ihres Karriere. – Einfühlsames Drama über Pressefreiheit.

Platz 11: Can you ever forgive me (2019)

Die erfolglose Biografin Lee Israel braucht dringend Geld. Als sie bei dem Verkauf eines Briefes von Katharine Hepburn von Sammlern erfährt, die einiges an Geld dafür ausgeben wollen, beschließt sie eben solche Briefe zu fälschen. – Unaufgeregtes Drama zwischen Gewissensbissen und Überlebensinstinkt. Eine unscheinbare Perle.

Platz 10: Call me by your name (2018)

Elio reist mit seinen Eltern jeden Sommer zu deren Landsitz in Italien. Sein Vater, ein Archäologe, nimmt wie jeden Sommer eine studentische Hilfskraft mit. In diesem Sommer ist es Oliver. Während Elio Oliver zunächst nicht leiden kann, entwickelt sich bald ein ganz besonderes Band zwischen den beiden. – Coming-of-Age eingebettet in den heißen Sommer Italiens bietet Call me by your name eine ganz besondere filmische Atmosphäre. Ein Film, den man so schnell nicht vergessen kann.

Platz 9: Green Book (2019)

Als der Club, in dem Türsteher Tony Lip arbeitet, für ein paar Monate schließt, stimmt dieser zu den Musiker Don Shirley auf seiner Konzerttour durch die Südstaaten zu fahren. Als Afroamerikaner ist Shirley in den Südstaaten der 1960er Jahre starkem Rassismus ausgesetzt. Zwischen Lip und Shirley entsteht eine besondere Freundschaft. – Ein Roadtrip voller Freundschaft, der sich subtil mit Rassismus auseinander setzt.

Platz 8: Rocketman (2019)

Elton John hat in seiner Kindheit mit seinen abweisenden Eltern zu kämpfen. Als junger Mann trifft er auf den Texter Bernie Taupin, mit dem er schnell Welthits produziert. Doch mit zunehmendem Erfolg steigt auch sein Drogenproblem. – Berührende Biographie mit Musical-Touch und einem fantastischen Taron Egerton.

Platz 7: Kingsman (2015)

Der rebellische Teenager Eggsy bekommt die Chance Mitglied bei den Kingsman zu werden, eine regierungsunabhängige Geheimorganisation. Während er noch im Aufnahmeprozess ist, gilt es den Milliardär Richmond Valentine aufzuhalten. – Agententhriller trifft auf Komödie. Die elegantesten Agenten seit James Bond treffen auf ausgeprägte Action und parodieren sich dabei noch selbst.

Platz 6: Love, Simon (2018)

Simon Spier ist ein ganz normaler Teenager. Was er bisher niemanden erzählt hat, ist, dass er schwul ist. Erst als sich auf dem Schulblog ein Mitschüler outet, vertraut sich Simon in E-Mails diesem Fremden an. Als diese jedoch geleakt werden und Simon dadurch unfreiwillig geoutet wird, ist es an Familie und Freunden ihn wieder aufzubauen. – Einfühlsamer Film über Homosexualität und ein unfrewilliges Outing.

Platz 5: Still Alice (2014)

Dr. Alice Howland ist Linguistin. Mit Anfang 50 merkt sie, dass sie immer öfter Dinge vergisst. Nach dem Besuch beim Arzt bekommt sie die Diagnose eines sehr früh einsetzenden Alzheimers. Ein Schock für die gesamte Familie, die fortan versucht, damit umzugehen. – Berührendes Drama mit meist stillgeschwiegenem Thema, das sich mit der eigenen Erfahrung Alices beschäftigt, aber auch mit denen der Familie.

Platz 4: SMS für dich (2016)

Clara ist Kinderbuchillustratorin, die seit dem Tod ihres Verlobte vor zwei Jahren nichts mehr wirklich zu Stande gebracht hat. Sie beschließt zu ihrer Freundin Katja zurück nach Berlin zu ziehen. Um ihre Trauer zu verarbeiten schreibt sie SMS an die alte Nummer ihres toten Verlobten. Doch die Nummer wurde neu vergeben und so wird Sportjournalist Mark auf sie aufmerksam. – Eine mitreißende Liebesgeschichte, die aus Trauerverarbeitung hervorgeht.

Platz 3: The Avengers (2012)

Der Gott Loki hat nach den Ereignissen in Thor überlebt. Er bricht in eine SHIELD Einrichtung ein, um dort den Tesserakt und ein paar Helfer zu stehlen. Mit Hilfe dieser will er ein Portal öffnen, um den Chitauri auf die Erde zu lassen und diese so zu erobern. Director Fury greift zu seiner letzten Hoffnung und reaktiviert das ursprünglich eingestampfte Avengers-Projekt. Und so treffen auf einmal Iron Man, Captain America, Hulk, Thor und Black Widow aufeinander und müssen Loki aufhalten. Dabei stehen ihnen mehrere Hürden im Weg. – Das erste Zusammentreffen verschiedener Marvelhelden gipfelt in einer atemberaubenden Schlacht um New York.

Platz 2: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014)

Hazel Grace Lancaster ist 16 und leidet an Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge. Bei einer Selbsthilfegruppe lernt sie den sympathischen Gus kennen, der durch Knochenkrebs ein Bein verlor. Beide verlieben sich ineinander, obwohl die Zeit der beiden von vornherein begrenzt ist. – Berührende Liebesgeschichte trotz Krebsdiagnose, bei der wohl kein Auge trocken bleibt.

Platz 1: Alles eine Frage der Zeit (2013)

Tim ist eigentlich ein ganz normaler Jugendlicher. Doch an seinem 21. Geburtstag erzählt ihm sein Vater, dass alle Männer der Familie in die Vergangenheit reisen können. Diese Gabe nutzt er, um die sympathische Mary für sich zu gewinnen. Die beiden verlieben sich und müssen fortan mit ganz alltäglichen Problemen kämpfen. – Die schönste und dabei ruhigste und undramatischste Liebesgeschichte, die ich je gesehen habe. Die Zeitreisen bringen einen zusätzlich zum schmunzeln.

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.7

So hier nun vorläufig der letzte Beitrag zu meiner großen Aufräumaktion. Wahrscheinlich gibt es in nächster Zeit noch mehr Beiträge aus dieser Kategorie, einfach weil ich derzeit viele Filme zu Hause schaue, da die Kinos geschlossen sind. Aber dann wird die Zählung wieder ganz normal mitlaufen. Hier noch einmal die Vorgängerbeiträge: 2014/2015, 2016, 2017, 2018.1, 2018.2 und 2019.1

2019

1) Fighting with my family

Saraya Knight wächst in einer Familie voller Wrestler im beschaulichen Norwich, England auf. Als die WWE sie und ihren Bruder zu einem Casting einlädt, scheinen die Wünsche der Familie in Erfüllung zu gehen. Doch ihr Bruder Zak wird nicht genommen und so reist Saraya alleine in die USA, um sich dem harten Training zu stellen. Dort eckt sie überall an und fühlt sich fehl am Platz. Unter ihrem Bühnennamen Paige versucht sie sich durchzukämpfen und hat gleichzeitig Schuldgefühle ihrem Bruder gegenüber.
Die biographische Geschichte über die Wrestlerin Paige, die bis 2018 in der WWE wrestelte, nimmt das Ende natürlich wieder vorweg. Daher liegt hier der Fokus auf der Geschichte, wie sie es geschafft hat. Denn sie scheint nirgendwo richtig ins Raster zu passen und eckt daher überall an. Doch der Fokus ist zweigeteilt und liegt ebenfalls auf der Familie, die Eltern, die sich auf kurioseste Art getroffen haben, ein Bruder im Knast und ein Bruder, der ihr nach seiner Absage zu entgleiten droht. Die Zweiteilung tut dem Film ganz gut und ist so nicht ein reines Trainingscampvideo der WWE. Und neben den ganzen dramatischen Anbandungen schafft der Film es auch noch irgendwo ein wenig Komik unterzubringen, auch wenn es zu viel wäre den Film als Komödie zu bezeichnen. Auch als nicht Wrestler-Fan kann man den Film gut sehen, auch wenn er die Faszination, die dahinter steckt, nicht greifbar vermitteln kann. Fighting with my family kann man duchaus mal gucken, Wrestling bleibt bei mir etwas Abstoßendes.

2) The sun is also a star

Natasha Kingsleys Familie soll am nächsten Tag abgeschoben werden. Doch statt zu packen, versucht sie noch einmal alle Stellen abzuklappern, die ihre Eltern bereits angelaufen sind, in der Hoffnung den Bescheid doch noch kippen zu können. Dabei trifft sie auf Daniel, der eigentlich auf dem Weg war, um sich ein Empfehlungsschreiben für Dartmouth zu sichern. Bei einem Zusammenstoß versucht Daniel Natasha zu überzeugen, dass es Schicksal ist und das er es schaffen könnte, dass sich beide ineinander verlieben. Natasha gibt zunächst nach und gewährt ihm eine Stunde Zeit. Als der neue Anwalt sich durch einen Unfall verspätet, gibt sie ihm einen ganzen Tag.
The sun is also a star ist ein Film, der etwas schwierig zu fassen ist. Denn das Aufeinandertreffen der beiden Parteien wirkt sehr konstruiert, gleichzeitig scheint man die stimmende Chemie beinahe ab der ersten Minute zu spüren. Dann wird das jedoch wieder durch die Gegensätzlichkeit der beiden zerstört und dann verzweifelt wieder versucht aufzubauen. Gerade die zweite Hälfte scheint ein heilloses Wirrwarr aus Finden und Verlieren. Dennoch wird hier eine faszinierende Liebesgeschichte erzählt, die sich tatsächlich innerhalb eines Tages entwickelt. Und während es ganz nebenbei eine Hommage an die Stadt New York ist, obwohl beide gefühlt Ewigkeiten brauchen, um von A nach B zu kommen, wird die Geschichte logisch aufgelöst. Getragen irgendwo von einer Magie und trotzdem verliert sich der Film in seinen eigenen Wendungen. Ein Film, bei dem man nicht weiß, ob man ihn lieben soll oder ob er zu platt geworden ist.

3) Aladdin

Das Realfilmremake des Disneyklassikers entführt einmal mehr in den Orient in die Stadt Agrabah. Der Straßenjunge und Dieb Aladdin trifft auf die Prinzessin Jasmin, die sich unerkannt auf den Markt geschlichen hat. Sie gibt sich als ihre Zofe aus, da sie sich nicht außerhalb des Palastes aufhalten darf, da ihr Vater seit dem Tod ihrer Mutter überfürsorglich ist. Die beiden kommen sich näher. Als Aladdin sich in den Palast stiehlt, um sie wiederzusehen, wird er vom Wesir Dschafar aufgegriffen. Er soll in einer Höhle in der Wüste eine Lampe für ihn holen. Dabei kommt es zu einem Unfall und die Höhle stürzt ein. Doch in der Lampe steckt ein Dschin, der ihn nun helfen will.
Während sich das Remake in weiten Teilen an das Original hält, schafft Guy Ritchie es dennoch dem Film eine ganz neue Tiefe zu geben. So ist Prinzessin Jasmine keine stille Beobachterin mehr, was mit dem neuen Lied „Ich werde niemals schweigen“ deutlich gemacht wird. Mit leicht umgetexteten Liedern und ein paar weiteren Einlagen werden schwierigere Passagen umschifft. So ist es nun nicht mehr Prinz Ali „Muskeln wie nie“, sondern Prinz Ali „mächtig wie nie“. Auch ist der Sultan weniger kindlich, sondern viel besonner in seinen Entscheidungen. So ist das Remake tatsächlich an vielen Stellen besser als das Original. Auch Will Smith als Dschinni funktioniert erstaunlich gut.

4) Brittany runs a marathon

Brittany Fogler ist übergewichtig und nimmt gerne Amphetamine zusammen mit ihrer Mitbewohnerin Gretchen. Als sie den Arzt wechselt, um neue Rezepte zu bekommen, gibt dieser ihr eine schockierende Prognose. Sie muss dringend abnehmen. Da sie sich die Mitgliedschaft in einem Fitnesstudio nicht leisten kann, beschließt sie zu joggen. Zunächst nur einmal um den Block und dann langsam immer weiter. Dabei lernt sie Seth kennen, der die gleichen Ziele hat und kommt ihrer Nachbarin Catherine näher, die sie bisher eher verachtet hat. Doch an einem Punkt in ihrem Leben muss sie feststellen, dass sich nicht alle Probleme durch Joggen vertreiben lassen.
Das Abnehmen in Brittany runs a marathon wird hier nicht aufgrund eines Schönheitideals aufgegriffen, sondern aus gesundheitlichen Gründen und steht zeitgleich als Metapher für das Aufräumen in Brittanys Leben. Damit schafft der Film es über die üblichen Plattetüden hinauszuwachsen und kann eine viel vielschichtigere Geschichte erzählen. Mit Jillian Bell wurde eine Darstellerin gecastet, die trotz groß angelegter Worte, die Zwischenräume mit einer Verletzlichkeit füllt, dass man trotz unsympathischer Ausraster an ihrer Seite steht und auch versteht, warum keiner ihr den Rücken kehrt. Auch verzichtet der Film auf ausufernde philosophische Erklärungen oder Monologe über die Schönheit des Lebens, sondern belässt es bei der Marathon-Metapher. Am Ende zählt der Zusammenhalt von Familie und Freunden eben doch.

5) The Report

Daniel Jones, ein Senatsmitarbeiter, wird beauftragt Ermittlungen bei der CIA durchzuführen, betreffend des Verhaltens nach dem 11.09.2001. Dabei stößt er auf „alternative Verhörmethoden“, die sich als Folter herausstellen. Doch seine Ergebnisse stoßen auf taube Ohren und es wird mit allen Mitteln versucht, die Veröffentlichung zu verhindern.
Investigative Filme gibt es immer wieder, prominente Beispiele aus der letzten Zeit sind zum Beispiel Oscargewinner Spotlight oder auch The Big Short. Dabei nähern sie sich ihren Themen auf verschiedene Art, doch bieten vor allem eins: Eine gute Spannungskurve. Denn genau die vermisst man bei The Report sehr schmerzlich. Denn hier sieht man hauptsächlich einen Adam Driver auf einen Monitor starren, ab und an mal ein paar Papiere aufhängen oder Akten von Person A zu Person B bringen. Dann wird wieder über die Ergebnisse gesprochen, dann taucht wieder eine neue Person auf und erklärt, warum das niemand wissen darf und wieso es angeblich gerechtfertigt war. Driver sagt, dass das nicht stimmt und schon geht das Spiel wieder von vorne los. Was hier wohl nah an der Realität ist, funktioniert aber auf filmischer Ebene nicht. Denn auch wenn der Film mit 120 Minuten normale Spielfilmlänge hat, geht er gefühlt einige Stunden länger. Dennoch ist er irgendwo höchst brisant und die Entdeckungen so abstoßend, dass es irgendwo richtig war, den Film zu machen, da so eine größere Reichweite für das Thema geschaffen wird. Dennoch ist die Umsetzung unfassbar langweilig. Von Adam Driver wird verlangt den Film auf eigenen Schultern zu tragen, was ihm nicht gelingt.

Eine Dekade Film – Meine Top 75 der letzten 10 Jahre – #3 – Platz 50-26

Und weiter geht es mit meinem großen Dekadenrückblick. Wer die Vorgängerbeiträge verpasst hat, findet hier 100-76 und hier 75-51.

Platz 50: Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen (2017)

Katherine Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson sind drei afroamerikanische Mathematikerinnen. Auf drei unterschiedlichen Wegen kämpfen sie innerhalb der NASA um Anerkennung ihrer Arbeit und helfen so beim ersten bemannten Flug ins Weltall der USA und bei der ersten Erdumrundung. – Wichtige Schritte zum Civil Rights Act innerhalb der NASA verpackt in einer mitreißenden Geschichte über drei unermüdlich kämpfende Frauen.

Platz 49: James Bond 007 – Skyfall (2012)

Bei einem Auftrag stirbt James Bond vermeintlich. Da durch das Scheitern des Auftrags geheime Daten bei einem Cyberterroristen landen, soll M abgesetzt werden und das gesamte Doppelnull-Programm steht auf dem Spiel. Doch Bond kehrt zurück und nimmt den Auftrag an, der ihn schließlich zu Raoul Silva führt. Um M zu retten, muss er sich schließlich seiner Kindheit stellen. – Moderne trifft auf klassischen Bond. Sam Mendes vereint gekonnt beide Motive und präsentiert uns einen Bond, der selten stärker war.

Platz 48: Inception (2010)

Dom Cobb ist Spezialist dafür Leute in ihren Träumen zu beeinflussen. Bei einem neuen Auftrag kommen jedoch Komplikationen dazu und er und sein Team müssen immer weitere Traumebenen eröffnen. Doch wenn man zu weit vordringt, kann man sich in dieser Traumwelt verlieren. – Christopher Nolan erschuf hier eine Traumwelt gepaart mit einem Actionfilm, der nicht ohne Grund unseren Wortschaft erweitert hat.

Platz 47: Dieses bescheuerte Herz (2017)

Lenny Reinhard ist ein verwöhnter junger Mann, der das Geld seines Vaters, Chefarzt, großzügig verprasst und keine Zukunftspläne hat. Als er es aber deutlich übertreibt, wird ihm der Geldhahn zu gedreht. Bedingung dafür wieder Geld zu bekommen, ist, dass Lenny sich um den herzkranken David kümmern soll. Bei der ersten Begegnung prallen Welten aufeinander. – Man kann dem Film vorwerfen die üblichen erzählerischen Schritte zu unternehmen, aber dann verpasst man die herzensgute Geschichte, die auf beiden Seiten auch aus Schatten besteht.

Platz 46: Arrival (2016)

Dr. Louise Banks ist Linguistin. Als auf der Erde zwölf Raumschiffe landen, wird sie dazugerufen, um die Kommunikation mit den Alien herzustellen. Dies klappt auch zunächst sehr friedlich, dennoch wird die Anwesenheit der Aliens als Provokation verstanden. Militärische Schritte werden eingeleitet. – Spannende Science-Fiction von Deniz Villeneuve, der es versteht die Angst der Menschen einzufangen und doch die Wichtigkeit der Kommunikation hervorzuheben.

Platz 45: Baby Driver (2017)

Miles, der von allen nur Baby genannt wird, ist Fluchtwagenfahrer, seit er bei dem Gangsterboss Doc Schulden gemacht hat und diese abfahren soll. Durch seinen Tinitus hört er ständig Musik. Als er glaubt dies geschafft zu haben, versucht er sich an einem normalen Leben und verliebt sich in die Kellnerin Debora. Doch Doc ist noch lange nicht fertig mit ihm. Beim nächsten Auftrag soll jedoch einiges schief gehen. – Ein Heist-Movie, bei dem erst der Soundtrack und dann das Drehbuch stand. Ein Experiment, das vollkommen aufgeht.

Platz 44: Ballon (2018)

1979 versucht die Familie Strelzyk mit einem Heißluftballon aus der DDR zu fliehen. Der Versuch scheitert jedoch und die Familie versucht zum einen ihre Spuren zu verwischen und zum anderen auf anderen Wegen zu fliehen. Doch die Stasi ist ihnen dicht auf den Versen. – Wer glaubt, dass Michael „Bully“ Herbig nur Komödien kann, wird hier mit einer spannenden Fluchtgeschichte eines besseren belehrt.

Platz 43: Alles steht Kopf (2015)

Die 11-jährige Riley steht kurz vor einen Umzug von Minnesota nach San Francisco. Auch die Emotionen Wut, Freude, Kummer, Ekel und Angst, die in ihrem Kopf die Schalter und Knöpfe für ihr Verhalten steuern, sind mit der Situation leicht überfordert. Als Freude und Kummer durch einen Unfall im Langzeitgedächtnis landen, entsteht ein Abenteuer der ganz anderen Art. – Pixar versucht uns unsere Gedanken und Entscheidungen näher zu bringen und schafft dies durch liebevolle Animationen und unfassbar guten Geschichten über unser Gehirn.

Platz 42: Dunkirk (2017)

1940 sind tausende britische Soldaten in der französischen Stadt Dünkirchen eingeschlossen. Bei der Operation Dynamo werden zivile kleine Boote eingesetzt, um die Soldaten zu retten, da die großen Schiffe zu gute Ziele sind. Dabei wird die Geschichte aus Sicht eines Soldaten in Dünkirchen, eines kleines Fischerbootes und eines britischen Piloten, der die Schiffe beschützt, erzählt. – Spannungsgeladener Film über die größte Rettungsaktion der Militärgeschichte.

Platz 41: Spotlight (2016)

Spotlight ist ein Team investigativer Journalisten des Boston Globe. 2001 bekommen sie den Hinweis auf Priester, die nachdem sie Jungen missbrauchen, einfach nur versetzt werden und keine Strafe erhalten. Nach und nach decken sie mehr Fälle auf, auch wenn ihnen immer mehr Steine in den Weg gelegt werden. – Die Verfilmung über die Recherche, die 2003 den Pulitzer-Preis bekam, ist schockierend, spannend und gut erzählt. Dabei geht sie tief unter die Haut.

Platz 40: Jackie (2017)

Nur eine Woche nach der Ermordung ihres Ehemannes gibt Jackie Kennedy ein Interview. In dem beleuchtet sie die Vorgänge direkt nach dem Attentat bis zur Beerdigung. – Natalie Portman liefert hier eine Bestleistung ab. Der gesamte Film wird von ihr und dem ansonsten eher ruhigen Drehbuch getragen.

Platz 39: Guardians of the Galaxy (2014)

Peter Quill hat es geschafft den Orb zu stehlen und hintergeht dabei seine Truppe, die ihn einst von der Erde entführten. Beim Versuch den Orb zu verhöckern, trifft er auf Gamora, die Ziehtochter des Eroberers Thanos, die den Orb braucht, um Thanos zu besiegen. Dabei landen beide jedoch im Gefängnis, wo sie auf den Waschbären Rocket, den Baum Groot und Drax, den Zerstörer, stoßen. Zusammen planen sie einen Fluchtversuch und müssen sich schließlich Ronan, dem Ankläger, stellen. – Witzige Weltraumaction aus dem Hause Marvel.

Platz 38: Brittany runs a marathon (2019)

Brittany Forgler hat die Kontrolle über ihr Leben verloren. Um diese wieder zurückzuerlangen, fängt sie an zu joggen. Zusammen mit ihrer bissigen Nachbarin und ihrem neuen Laufkumpel Seth steckt sie sich das Ziel am New York Marathon teilzunehmen. – Berührende Geschichte über die Überwindung des inneren Schweinehunds.

Platz 37: John Wick (2015)

John Wick hat seine Tätigkeit als Auftragsmörder aus Liebe zu seiner Frau aufgegeben. Als diese stirbt, ist er am Boden zerstört. Ihr letztes Geschenk ist ein kleiner Hund. Als Wick sich weigert russischen Gangmitgliedern sein Auto zu überlassen, brechen diese bei ihm ein und töten dabei seinen Hund. Wick schwört Rache und gräbt seine Sachen aus früheren Zeiten wieder aus. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. – Packender Actionfilm mit einer der besten Kampfchoreographien der letzten Jahre.

Platz 36: No way out – Gegen die Flammen (2018)

Eric Marsh trainiert eine Einheit der Feuerwehr in Prescott (Arizona) für den Ernstfall. Waldbrände gehören zu den ständig lauernden Gefahren. Dabei will er eine Hochstufung seines Teams als Hotshots bewirken, damit sie mehr Einfluss auf die Bekämpfung der Brände kriegen. Der Junkie Brendan McDonough wird dem Team zugeteilt und muss erstmals in seinem Leben Disziplin lernen. – Tragische Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht und gleichzeitig Hoffnungsschimmer, um auf die Wichtigkeit der Einheiten und deren Ausrüstung aufmerksam zu machen.

Platz 35: Die Entdeckung der Unendlichkeit (2014)

Stephen Hawking ist Physiker, dem eine brilliante Karriere prophezeit wird. Doch es soll anders kommen, nachdem bei ihm eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird. Seine Frau Jane steht dabei an seiner Seite, auch wenn das Zusammenleben immer schwieriger wird. – Eine packende, aber respektvolle, Biographie über die Krankheit des bekanntene Physikers, aber auch eine Liebesgeschichte wider aller Umstände.

Platz 34: The King’s Speech (2011)

Albert, Herzog von York, hat ein großes Problem mit dem Stottern. Seine Frau Elisabeth schickt ihn daraufhin zu Sprachtherapeuten Lionel Logue. Dieser hilft ihm nicht nur beim Stottern, sondern wird langsam zum Vertrauten Alberts. Als dessen Bruder König wird, gibt es einige Differenzen und die Freundschaft wird immer wieder auf eine Probe gestellt. – Beeindruckende Geschichte über Freundschaft und der Überwindung eines Stotter-Problems mit zwei grandiosen Hauptdarstellern.

Platz 33: Love, Rosie – Für immer vielleicht (2014)

Rosie und Alex sind seit Kindheitstagen miteinander befreundet. Als es an Rosies 18. Geburtstag zwischen beiden knistert, beschließen sie ihre Freundschaft nicht zu gefährden. Beide wollen nach der Schule fürs Studium nach Boston. Da Rosie schwanger wird, bleibt sie zu Hause. Trotzdem halten sie engen Kontakt. Im Laufe der Jahre kämpfen sie immer wieder füreinander, doch das Leben hat andere Pläne. – Sympathische Romantikkomödie, die vor allem durch den Charme der beiden Hauptdarsteller getragen wird.

Platz 32: Le mans 66 (2019)

Nach einer Schmach gegen Ferrari will Henry Ford II diesen in seinem eigenen Steckenpferd bei dem 24 Stunden Rennen von Le Mans schlagen. Doch dafür braucht er einen passenden Wagen und einen Fahrer. Während Carroll Schelby für den Fahrzeugbau eingespannt wird, wird dessen Wahl Ken Miles als Fahrer sehr kritisch betrachtet. Vor allem der PR-Chef Leo Beebe versucht alles um seine eigenen Interessen durchzusetzen. – Packende Geschichte, nicht nur für Fans von Motorsport, der einem vor Spannung in den Sitzen lässt.

Platz 31: Fishermans Friends (2019)

Musikproduzent Danny macht mit seinen Freunden Urlaub um Fischerdord Port Isaac. Dabei machen sie sich bei den Anwohnern nicht gerade beliebt. Durch eine Wette beibt Danny zurück. Er soll die Shanty singenden Dorfbewohnern davon überzeugen einen Plattenvertrag zu unterschreiben. Doch kaum hat er diese soweit, stellt sich heraus, dass seine Kumpels ihn nur verarscht haben. Doch Danny gibt nicht auf. – Bewegende Geschichte über einen Shanty Chor, der den Durchbruch versucht. Feel-Good Komödie mit ganz viel Herz.

Platz 30: Logan (2017)

Seit 25 Jahren wurden keine neuen Mutanten geboren und auch Logan „Wolverine“ kämpft mit dem Alter. Seine Kräfte haben stark nachgelassen und das Alamanthium in seinem Körper vergiftet ihn langsam. Auch sein Mentor Charles Xavier ist sterbenskrank. Da wird ihm der Auftrag angeboten das junge Mädchen Laura zu einer sicheren Zuflucht zu finden. Dabei stellt sich heraus, dass Laura ähnliche Eigenschaften wie Logan hat. Doch ihre Verfolger sind ihnen dicht auf der Spur. – Auf den Comic Old Man Logan basierend werden hier erstmals Superhelden im hohen Alter dargestellt. Daraus entwickelt sich ein ganz neuer Ansatz im Superheldengenre.

Platz 29: Die dunkelste Stunde (2018)

Winston Churchill muss nach seiner Ernennung als Premierminister nicht nur den Krieg gegen Hitler leiten, sondern auch gegen innerparteiische Widrigkeiten kämpfen. Dabei hält er stets an seiner Politik des Widerstands fest. – Mitreißendes Biopic über die politische Seite des zweiten Weltkriegs.

Platz 28: Ein ganzes halbes Jahr (2016)

Louisa Clark ist vollkommen glücklich in dem kleinen Café in ihrem Heimatort zu arbeiten. Doch als sie ihre Stelle verliert, steht sie mit nichts da. Da bekommt sie das Angebot für den querschnittsgelähmten William Traynor zu arbeiten. Doch die Stelle ist für ein halbes Jahr begrenzt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bauen die beiden ein enges Verhältnis auf und Louisa versucht fortan Wills Lebenswillen wiederzugewinnen. – Berührende Buchverfilmung, die die Themen Behinderung und Sterbehilfe mit einer Liebesgeschichte verknüpft.

Platz 27: Kiss the Cook (2015)

Gourmetkoch Carl Casper rastet nach einer schlechten Kritik vollkommen aus und liefert sich eine Twitter-Schlacht mit dem Kritiker. Daraufhin verliert er seinen Job. Daraufhin kehrt er Los Angeles den Rücken und reist zu seiner Ex-Frau und seinem Sohn in die Heimatstadt Miami. Dort beschließt er einen Food-Truck zu eröffnen. Dabei findet er aus seiner persönlichen Krise und kommt auch seinem Sohn wieder näher. – Ein Feel-Good-Roadmovie der leckersten Art.

Platz 26: Your name. (2018)

Mitsuha lebt in der Kleinstadt Itomori, während Taki versucht in der Großstadt Tokyo nicht unterzugehen. Beide lernen sich kennen, als  sie an mehren Tagen in der Woche ungewollt die Körper tauschen. Als der Kontakt jedoch irgendwann abbricht, macht sich Taki auf die Suche nach Itomori und Mitsuha. – Ein Anime mit einer Coming-of-Age Geschichte der anderen Art, die tief unter die Haut geht.

Eine Dekade Film – Meine Top 75 der letzten 10 Jahre – #2 – Platz 75-51

Es ist geschafft. Ich habe meine finale Liste erstellt und in eine – zumindest für mich – sinnvolle Reihenfolge gebracht. Die Filme, die es nicht auf die finale Liste geschafft haben, die ich aber aus diversen Gründen noch einmal erwähnen wollte, findet ihr hier in meinen zusätzlichen Top 25.

Platz 75: Verborgene Schönheit (2017)

Howard Inlet ist Geschäftsführer einer Werbeagentur und steckt in einer tiefen Depression. Also beschließen seine Geschäftspartner und Freunde drei Schauspieler zu engagieren, die Zeit, Liebe und Tod darstellen sollen. Eine etwas ungewöhnliche Therapie beginnt. – An einigen Stellen in der Darstellung vielleicht dick aufgetragen, aber im Ganzen eine schöne Hommage an das Nachvorneschauen.

Platz 74: Bad Moms (2016)

Amy Mitchell ist die Vorzeigemom zweier Kinder, die nebenbei aber auch noch eine berufliche Karriere verfolgt. In Folge dessen ist sie völlig überarbeitet. Als ihr Mann sie virtuelle betrügt, hat sie die Nase voll. Sie wirft den Mann raus und gründet zusammen mit zwei weiteren Müttern, die Bad Moms, die auf Regeln scheißen und endlich mal was machen, was ihnen Spaß macht. – Komödie über das Muttersein, das erstaunlich ernst ist und nur in wenigen Punkten über die Stränge schlägt.

Platz 73: Herz aus Stahl – Fury (2015)

Norman Ellison wird in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs an die Front versetzt. Ausgebildet zum Schreiberling wird er Bugschütze des Panzers Fury. Dieser wird von Don Collier mit harter Hand geführt, was bisher der Besatzung aber das Leben rettete. Ellison tut sich schwer mit der Brutalität des Krieges, wofür ihn die Besatzung verachtet. – fiktiver, aber dafür sehr realistischer, Kriegsbericht direkt von der Front und was der Krieg aus Männern machen kann.

Platz 72: Pitch perfect (2012)

Beca Mitchell kommt neu auf die Barden University. Dabei trifft sie auf die a-capella-Gruppe Barden Bellas, die auf der Suche nach neuen Wettbewerbern sind. Dabei kommt eine buntgemischte Gruppe zusammen, die nicht dem üblichen Bella-Schönheitsideal entspricht. Während Beca gerne neue Ideen einbringen möchte, hält Leiterin Aubrey an altbewährtem fest. – Ein Gute-Laune Film mit viel richtig gutem a-cappela-Gesang und einzigartigen Charakteren.

Platz 71: Die Unfassbaren (2013)

Daniel, Merritt, Henley und Jack sind Zauberkünstler auf verschiedenen Gebieten. Zusammen versuchen sie die Aufnahmeprüfung für das „Auge“, einem geheimen Magierbund. Dabei organisieren sie drei große Shows. Da sie dabei aber auch eine Bank ausrauben, ist das FBI ganz schnell hinter ihnen her. Doch die „vier Reiter“, wie sie sich nennen, sind immer einen Schritt voraus. – Spannende Verfolgungsjagd mit einer Menge Magie.

Platz 70: Die Tribute von Panem – the Hunger Games (2012)

Katniss Everdeen lebt im äußersten Distrikt von Panem, das von Armut geprägt ist. Alljährlich werden zwei Tribute aus jedem Distrikt ausgelost, um an den sogenannten Hungerspielen – Spiele um Leben und Tod – teilzunehmen. Als Katniss‘ kleine Schwester Prim ausgelost wurde, meldet sie sich kurzerhand freiwillig. – Spannende Dystopie und Auftakt einer Reihe über ein erbarmungsloses Regime und den Funken der Hoffnung.

Platz 69: White House Down (2013)

John Cale ist im Weißen Haus für ein Bewerbungsgespräch für den Secret Service, bei dem er abgelehnt wird. Seiner Tochter, die ihn begleitet hat, hat er eine Führung durch das Weiße Haus versprochen. So sind sie noch im Gebäude, als es von einer Terrorgruppe angegriffen wird. Auf der Suche nach seiner Tochter, stößt Cale auf den Präsidenten, den es nun zu beschützen gilt. – Vielleicht etwas zu patriotischer Actionfilm, aber dafür mit guten Ideen und schön gespielt.

Platz 68: The cabin in the woods (2012)

Fünf Jugendliche reisen für eine Auszeit in eine einsame Hütte im Wald. Im Keller finden sie allerhand seltsame Gegenstände und lesen schließlich in einem seltsamen Buch. Damit lösen sie eine Falle aus, die ihnen Besuch einer Zombiefamilie beschert. Was sie nicht wissen, ist, dass sie Teil eines Experiments sind und permanent beobachtet wurden. – Parodie auf das Horrorfilmgenre mit einem echt gelungenen Horrorfilm. Grusel und Spaß wechseln sich ausgewogen ab.

Platz 67: Die Schadenfreundinnen (2014)

Anwältin Carly hat eine aufregende Beziehung zu Mark. Als sie ihn überraschen will, erfährt sie, dass Mark verheiratet ist. Zusammen mit Marks Ehefrau Kate, findet Carly heraus, dass er noch eine weitere Affäre mit Amber hat. Als auch diese aufgeklärt wird, planen sie Rache an Mark. – Schöne Rachekomödie mit ein paar übertriebenen Elementen, aber dafür gut harmonierendem Cast.

Platz 66: Alice im Wunderland (2010)

Alice Kingsleigh ist 20 und wird von ihrer Mutter auf ihre eigene Verlobungsparty gelotst, wo sie von dem unsympathischen Hamish Ascot einen Heiratsantrag bekommt. Völlig überfordert läuft sie davon und findet ein weißes Kaninchen, das sie in den Bau folgt und dort ins Wunderland fällt. Sie erinnert sich an einen alten Traum, in dem sie ebenfalls in diesem Wunderland war. Doch die rote Königin hat das einst so frohe Land unter Kontrolle. Alice soll nun eine alte Prophezeiung erfüllen und muss feststellen, dass ihr Traum vielleicht doch kein Traum war. – Moderne Neuinterpretation des Klassikers von Lewis Caroll unter Regie von Tim Burton.

Platz 65: Tucker and Dale vs. Evil (2011)

Tucker hat eine Hütte im Wald geerbt und will diese nun auf Vordermann bringen und nimmt seinen besten Freund Dale mit. Sie sehen wie etwas verwarloste Irre aus, sind aber herzensgute Heimwerker. Als sie auf eine Gruppe College-Kids treffen, halten diese sie für verrückte Mörder und versuchen ihnen zuvor zu kommen. In einer Reihe von unglücklichen Missverständnissen werden die Vorurteile auf beiden Seiten bestätigt. – Eine der besten Horrorkomödien überhaupt. Ein gelungenes Spiel mit Klischees.

Platz 64: Frühstück bei Monsieur Henri (2016)

Constance versucht sich in Paris an einem Studium, obwohl sie an massiver Prüfungsangst leidet. Da sie nur wenig Geld hat, mietet sie sich bei dem mürrischen Henri ein. Als sie die Miete nicht mehr zahlen kann, bietet Henri ihr an, ihr diese zu erlassen, wenn Constance versucht seinen Sohn Paul und dessen Frau Valerie auseinander zu bringen. – Französische Komödie über eine chaotische junge Frau, die das kalte Herz eines alten Mannes erwärmen kann.

Platz 63: Eddie, the Eagle (2016)

Michael Edwards will schon seit Kindheitstagen zu den olympischen Sommerspielen. Doch erst hindert ihn eine Beinschiene daran und später sein nicht vorhandenes sportliches Talent. Nach mehreren Fehlversuchen entdeckt er das Skispringen für sich. Ungeachtet der kritischen Stimme seines Vaters, reist Eddie nach Garmisch-Partenkirchen, um dort zu trainieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten findet er in Bronson Peary einen Trainer. – Ein hochsympathisches Werk über den olympischen Gedanken und das man immer an sich glauben sollte.

Platz 62: Deine Juliet (2018)

Juliet Ashton reist nach Ende des zweiten Weltkriegs nach Guernsey, um dort den Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf kennenzulernen, von dem sie durch Briefwechsel des Mitglieds Dawsey Adams erfahren hat. Doch vor Ort sind die Menschen viel verschlossener als erwartet. Die deutsche Besatzung hat einiges mit der fröhlichen Insel angestellt. Juliet ist dennoch fasziniert. – Süße Liebesgeschichte vor dem Hinergrund der zurückliegenden deutschen Besatzung des zweiten Weltkriegs.

Platz 61: Wish I was here (2014)

Aidan Bloom ist ein arbeitsloser Schauspieler. Seine beiden Kinder besuchen eine jüdische Privatschule, die sein Vater Gabe bezahlt. Als dieser jedoch erkrankt, muss Aidan die Kinder selbst unterrichten. Dies versucht er auf unübliche Art und Weise und ganz nebenbei versucht er das Verhältnis zu seinem Vater zu verbessern. – Komödie der anderen Art, die nebenbei auch die Themen Krankheit, Tod und Zukunftsängste behandelt.

Platz 60: Der große Trip – Wild (2015)

Cheryl Strayed ist nach dem Tod ihrer Mutter vollkommen verwahrlost, war heroinabhängig und hatte wahllos Sex. Nach der Scheidung zu ihrem Mann kommt ihr die Idee den Pacific Crest Trail zu wandern. Schlecht vorbereitet beginnt sie die Wanderung und muss sich dabei mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinander setzen. – Eine Frau am Tiefpunkt kämpft sich aus eigener Kraft heraus. Ein hoffnungsvoller Film, der dies zwar mit typischen Hollywood-Elementen spickt, aber dennoch eine gute Botschaft hat.

Platz 59: Codename U.N.C.L.E (2015)

Mittem im kalten Krieg müssen die Topagenten der CIA Napoleon Solo und des KGB Illya Kuryakin sich zusammen schließen, um durch Gabi Teller deren enführten Vater ausfindig zu machen. Dieser hatte für die Nazis verschiedene Waffen hergestellt. Beide sind davon eher wenig begeistert. – Witziger Ausflug ins Agentenleben, zwar mit mäßiger Handlung, die aber vom Charme der Protagonisten wett gemacht wird.

Platz 58: Der Marsianer (2015)

Mark Watney gehört einer Forschungsgruppe auf dem Mars an. Als diese wegen eines Sturms abreist, bleibt er durch einen Unfall allein zurück. Fortan muss er versuchen irgendwie auf dem Mars zu überleben, während sich auf der Erde um seine Rettung gekümmert wird. – Humorvolles Überlebensszenario mit dem Kampf um Überleben und Einsamkeit.

Platz 57: Jumanji – Willkommen im Dschungel (2017)

Die sehr unterschiedlichen Schüler Spencer, Fridge, Bethany und Martha müssen Nachsitzen und finden dabei eine alte Spielekonsole mit dem Namen Jumanji. Als sie sie ausprobieren wollen, werden sie kurzerhand ins Spiel gezogen und finden sich im Dschungel wieder. Nun müssen sie sich durch das Spiel kämpfen, um wieder zurückzukommen. Doch die Gefahren sind viele und jeder hat nur drei Leben. – Witzige Fortsetzung des Klassikers von 1995 mit coolen Charakteren und spannender Dschungel-Survival-Action.

Platz 56: Larry Crowne (2011)

Als Larry Crowne seinen Job verliert und feststellen muss, dass er so schnell auch keinen neuen findet, meldet er sich kurzerhand am College an, um den Abschluss nachzuholen. Gleichzeitig fängt er an sein Leben neu zu gestalten, da er dringend Geld sparen muss. Seine Professorin Mercedes Tainot befindet sich ebenfalls an einem Tiefpunkt im Leben. Als sie auf Larry trifft, bringt er neuen Schwung in ihr Leben, was sie zunächst eher widerwillig hinnimmt. – Hoffnungsvoller und Lebensbejaender Film über die Wirtschaftskrise der USA mit süßer Liebesgeschichte zwischen Tom Hanks und Julia Roberts.

Platz 55: Lion (2017)

Der fünfjährige Saroo lebt in Indien und begleitet seinem großen Bruder eines Tages zur Arbeit und soll am Bahnhof auf diesen warten. Dabei schläft er in einem Zug ein und fährt viele Stunden quer durch Indien. Im fernen Kolkata versucht er nun zu überleben. Dabei landet er in einem Kinderheim. Da er seinen Heimatort nicht richtig aussprechen kann, wird er schließlich an ein australisches Pärchen gegeben. Dort behütet aufgewachsen, geht er viele Jahre später aufs College. Als er dort seine Geschichte erzählt, wird er auf Google Earth aufmerksam gemacht. Voller Tatendrang versucht er nun mit Hilfe von ein paar Ansatzpunkten seine Heimat zu finden. – Berührende Geschichte über die Suche nach der Heimat.

Platz 54: Philomena (2014)

Philomena Lee bricht nach 50 Jahren ihr Schweigen und gesteht ihrer Tochter, dass sie einen unehelichen Sohn hatte, den sie in einem Magdalenenheim gebären musste. Dadurch wurde ihr Sohn adoptiert und Philomena musste ihre Sünde durch harte Arbeit abbüßen. Zusammen mit dem Journalisten Martin Sixsmith begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Sohn. – Berührende Suche über ein dunkles Kapitel der irischen Geschichte.

Platz 53: Invictus (2010)

1994 wird Nelson Mandela nach Ende der Apartheid der erste schwarze Präsident Südafrikas. 1995 steht die Rugby-Weltmeisterschaft in Südafrika an. Da die Mannschaft für viele noch das Symbol der weißen Übermacht sind, boykottiert die Bevölkerung zunächst die Mannschaft, doch Mandela selbst setzt sich dafür ein, dass die Mannschaft weit kommt. – Hoffnungsvolle Hymmne auf die Vergebung hinter der Kulisse eines Sportfilms.

Platz 52: The Danish Girl (2016)

Einar und Gerda Wegener sind ein dänisches Künstlerpaar. Als Einar für eins von Gerdas Models einspringen soll, entdeckt er seine weibliche Seite. Was als Kostümspiel begann wird für Einar bald zu einer Existenzkrise. Der Film begleitet die beiden auf ihrem Weg zu Einars geschlechtsangleichender Operation zu Lily Elbe und damit der ersten Transsexuellen. – Berührendes Biopic aus verschiedenen Blickwinkeln über Akzeptanz und Toleranz.

Platz 51: The Big Short (2016)

Hedgefond-Manager Michael Burry fällt durch Zufall auf, dass der Immobilienmarkt in den USA auf faulen Krediten aufgebaut ist und daher in naher Zukunft kollabieren wird. Damit sieht er die Finanzkrise von 2007 vor, doch nur eine Gruppe Einzelner glaubt ihn und sichert sich gegen die drohende Krise ab. – Spannende Geschichte über den Auslöser der Weltwirtschaftskrise mit großartigem Cast und hochwirtschaftlichen Vorgängen für den Durchschnittsbürger erklärt.