Verpasst, aber nicht vergessen -Teil 9.3

So weiter geht es mit meiner Aufräumaktion in dieser Kategorie. Diesmal geht es um das Jahr 2017. Die Beträge für 2014/15 und 2016 findet ihr verlinkt in den Jahreszahlen.

2017

1) Begabt

Frank Adler (Chris Evans) sorgt seit dem Suizid seiner Schwester für deren Tochter Mary. Das diese ebenso hochbegabt wie ihre Mutter ist, ist offenkundig, dennoch versucht Frank ihr eine normale Kindheit zu ermöglichen. Als sich die Schulleiterin einmischt, da sie Mary eher auf einer Begabtenschule sieht, wird Großmutter Evelyn hinzugezogen. Ein Gerichtsstreit um das Sorgerecht entbrennt.
Begabt setzt sich mit der Frage auseinander, ob hochbegabte Kinder wirklich eine Frühförderung brauchen oder ob sie wie jedes andere Kinder aufwachsen sollen. Dabei drückt der Film die Charaktere ganz bewusst in Extreme, was der eigentlichen Diskussion jedoch schadet. Lediglich die Onkel-Nichte-Beziehung ist mit so viel Herz überschüttet, das die Sympathie im Film doch noch entstehen kann.

2) Das Belko-Experiment

Der Horror für jeden Büroangestellten. In einer Filiale von Belko Industries sind alle Mitarbeiter mit einem Chip im Nacken angeblich vor Entführungen geschützt. Eines Tages wird das Bürogebäude abgeriegelt und eine Stimme fordert über die Sprechanlage alle Mitarbeiter auf drei Kollegen zu töten, ansonsten würden über die Sprengsätze in den Chips die doppelte Menge getötet werden.
Herzlich Willkommen zu den diesjährigen Büro-Spielen, und möge das Glück stets mit euch sein. Als Vorbild dürfte Drehbuchautor James Gunn (Guardians of the Galaxy) gewiss entweder die Hunger Games Reihe oder deren Vorbild Battle Royal gedient haben. Die Frage ist hier, wie wird mit so einer Ankündigung umgegangen. Schnell teilt sich das Büro in zwei Lager. Den Pazifisten, die versuchen Hilfe zu holen und zu fliehen, und denen, die jeden töten würden, um nur ihr eigenes Leben zu retten. Kein Film für Leute mit schwachen Nerven.

3) Jahrhundertfrauen

Die alleinerziehende Dorothea (Anette Benning) ist mit der Erziehung ihres Sohnes Jamie (Lucas Jade Zumann) völlig überfordert und hat Angst, dass die männliche Komponente der Erziehung einfach fehlt. Sie bittet Jamies Freundin Julie (Elle Fanning) und ihre Untermieterin Abbie (Greta Gerwig) um Hilfe.
Braucht es einen Mann um einen Mann großzuziehen? Diese Frage ist im Film allgegenwärtig. Drei Frauen, die sehr unterschiedlich sind, versuchen Jamie zu helfen und vertreten dabei zum einen absolut unterschiedlich Ansätze und zum anderen haben sie auch noch ihre ganz eigenen Probleme. Daraus wird ein Film, der über seine tiefgründigen Dialoge hinaus versucht auch eine witzige Komponente einzufügen, diese aber nicht so richtig umsetzen kann.

4) Boston

2013 kommt es beim Boston-Marathon zum undenkbarem: Beim Zieleinlauf explodiert eine Bombe. Schnell ist klar, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Die zuständigen Polizisten und ein Spezialteam arbeiten in den nächsten Tagen fieberhaft an der Aufklärung und damit gegen die Zeit.
Boston ist erzählt aus der Sicht des Polizisten Tommy Saunders (Mark Wahlberg), der sowohl beim Marathon anwesend war, als auch bei den weiteren Ermittlungen hilft. Dadurch ist der Zuschauer bei allen Entwicklungen direkt dabei. Während der Film am Anfang eine ungeheure Wucht hat und mit der Darstellung wohl alle fassungslos macht, verliert er gegen Ende leider seine erzählerische Macht. Denn der Anschlag selbst wird aus verschiedenen Sichten erzählt und baut damit bereits einen großen Spannungsbogen auf. In Folge dessen verfolgt der Zuschauer zum einen das schnell gegründete Spezialteam, das sich sofort in die Ermittlungen stürzt. Andererseits bleibt die Kamera bei den Läufern. Bei dem Entsetzen der Zuschauer. Bei den schnell überfüllten Krankenhäusern. Die berührendste Szene für mich war die im OP einer Läuferin, bei der die Ärzte das Bein untersuchen und sehr schnell feststellen, dass es nicht zu retten ist und damit zur Knochensäge greifen, um eine Amputation durchzuführen. Denn während der Film bereits wieder bei den Ermittlungen war, war ich gedanklich noch immer in diesem OP-Saal, wo ein junges Mädchen ihr Bein verlor. Genau diese Emotionalität wird dann aber absolut verschwendet, indem sich der Film auf das Fassen der Täter in einer unübersichtlichen Nacht und Nebel Aktion verliert.

5) Table 19

Eloise (Anna Kendrick) hat die beinah perfekte Hochzeit für ihre älteste Freundin geplant. Doch als sie sich von ihrem Freund trennt und dieser der Trauzeuge des Bräutigams ist, wird sie von ihrer Pflicht als Brautjungfer entbunden. Als sie dennoch anreist, landet sie am Tisch 19. Der Tisch, der am weitesten von allen entfernt ist und nur die Gäste beinhaltet, die eigentlich keiner dabei haben wollte. Die ungleiche Gruppe lernt sich im Laufe der Feier besser kennen und erfahren so manche Geheimnisse von den anderen.
Table 19 ist ein Film mit mehreren Komponenten. Die Ex-Brautjungfer Eloise steht dabei deutlich im Mittelpunkt. Eine Hochzeit einmal aus der Sicht der „Verstoßenen“ zu erleben, hat zwar bis zu einem gewissen Punkt seinen Reiz, verliert sich aber irgendwann in zu vielen Geschichten, so dass zwar eine engagierte Anna Kendrick und der restliche Cast sich sichtlich Mühe geben, doch Regisseur Jeffrey Blitz nicht ohne Slapstick-Momente auskommt.

6) Hampstead Park

Emily Walters (Diane Keaton) ist Witwe und lebt im Londoner Nobel-Viertel Hampstead. Sie fühlt sich zunehmend eingeengt in der perfekten Fassade ihrer Freundinnen und den Erwartungen an sie. Eines Tages sieht sie im gegenüberliegenden Park einen Mann (Brendon Gleeson), der so gar nicht in das Viertel passen mag. Als sie ihn in seiner Hütte besucht, ist sie sogleich von ihm fasziniert. Sie hilft ihm dabei sich vor den Immbobilienhaien zu schützen, die es auf das Land unter seiner Hütte abgesehen haben und beide kommen sich näher.
Hampstead Park befasst sich mit dem Ausbrechen aus bekannten Konventionen und schnappt sich dafür die begabte Diane Keaton. An ihrer Seite wird Brendon Gleeson zu einem mürrischen Gesellen, die sich gerade durch ihre Gegensätze anzuziehen scheinen. Herauskommt eine süße kleine Geschichte, die sich der Liebe von mehreren Seiten nähert und beleuchtet.

7) The Circle

Die junge Psychologie-Absolventin Mae (Emma Watson) bekommt ihren Traumjob bei der Firma „The Circle“, die in einer nahen Zukunft alle Social Media Aktivitäten in sich vereint. Dabei wird von Transparenz gesprochen, was jedoch in mehreren Beispielen als absolute Kontrolle dargestellt wird.
Der Film ist ein absolut gelungenes Beispiel für eine gute Idee, die wohl auch auf einem starken Buch basieren soll, jedoch mit einer absolut grottigen Umsetzung aufwartet. Den Bezug zu Protagonistin Mae hat man bereits nach 20 Minuten verloren und beobachtet nun kopfschüttelnd ihre Naivität. Während hier die Dystopie durch eine Übermacht der sozialen Medien demonstriert wird, kommt genau diese Diskussion viel zu kurz. Dabei versucht der Film die Sichtweise immer wieder zu ändern, scheint sich dabei aber eher lose an einem Gesamtwerk zu orientieren. Kurzum: Der Film funktioniert einfach nicht.

8) What happened to Monday

In dieser Zukunftsversion kommt es immer vermehrt zu Mehrlingsgeburten, was zu einer absoluten Überbevölkerung führt. Es wird eine Ein-Kind-Politik eingeführt, die dazu führt, dass nur ein Kind bei seiner Familie verweilen darf. Als Terrence Settmann vor den Siebenlingen seiner bei der Geburt verstorbenen Tochter steht, nimmt er kurzerhand alle mit und trichtert ihnen ein, dass sie nur an einem Wochentag das Haus verlassen dürfen. Sie werden benannt nach eben diesem Wochentag und verkörpern außerhalb alle die Person Karen Settmann (Noomie Rapace). Doch eines Tages kehrt Monday nicht zurück.
Eine brutale Zukunftsversion, die sich mit diesem Szenario dem Thema Überbevölkerung nähert. Dabei inszeniert Regisseur Tommy Wirkola einen spannenden Thriller, der neben einer angespannten Familiengeschichte auch das Zukunftsszenario auserzählt.

Rückblick auf den November

Willkommen in der Adventszeit. Der November ist vorbei, der Dezember hat sich jedoch ebenso regnerisch vorgestellt. Die ersten Türchen sind bereits geöffnet und noch etwas steht bevor: die Jahresrückblicke. Denn mit dem abgelaufenem November ist auch mein mediales Jahr wieder vorbei. Doch zunächst geht es erst einmal wieder ganz klassisch um den November und meinen Medienkonsum in diesem.

Sneak Preview

Zombieland 2 – Doppelt hält besser: 10 Jahre nach dem spontanen Erfolg der Zombiekomödie, sind die beliebten Charaktere zurück. Alle sind älter geworden und auch die Zombies sind neue Herausforderungen. Dabei schafft er es wieder einfach nur gute Laune zu versprühen, wobei diesmal auch die Nebencharaktere einen wichtigen Teil zu beitragen.

Official Secrets: Whisteblower-Drama mit Keira Knightley über Katharine Gun. Spoilert sich leider selbst am Anfang und kommt nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus, auch wenn gerade durch den hervorragenden Cast deutlich mehr Potential da war.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Scary Stories to tell in the dark: versucht sich an einer Mischung aus Gänsehaut und Es, kann mit beiden, was die Szenenartigen Monstererscheinungen angeht auch mithalten, hält dieses Niveau aber nicht über die Rahmenhandlung und verpasst gerade am Ende die Rundung.

Last Christmas: Auch dieses Jahr gibt es wohl kein Herumkommen um den Song. Doch in diesem charmanten, aber doch ehrlichen Film, der weit mehr ist als nur eine Liebesgeschichte, bekommt er eine ganz neue Bedeutung.

Die Eiskönigin II: Sechs Jahre sind seit dem ersten Film vergangen. Der Merchandiseansturm hat nie abgenommen. Und nun bringt uns Disney den zweiten Teil, der irgendwo erwachsener ist, aber immer genau dann krankt, wenn er sich zu sehr am ersten Teil orientiert. Sobald er sein eigenes Ding macht, funktioniert er sehr gut.

Le Mans 66: Der Film, der die Geschichte hinter dem Duell zwischen Ford und Ferrari erzählt, die im 24 Stunden Rennen von Le Mans gipfelt. Trotz Überlänge schafft er es durch umheimlich gelungene Kameraarbeit und faszinierende Charaktere auch den letzten Automuffel abzuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche: Fast pünktlich zu Halloween lief dieser Klassiker bei mir. Mit der gelungenen Mischung aus Drama, „Grusel“ und Humor konnte er mich auch beim x-ten Mal sehen wieder begeistern.

Mit dem Herz durch die Wand: Diese süße Liebesgeschichte aus Frankreich hatte ich eigentlich schon lange auf dem Schirm, konnte sie aber nun endlich mal Sehen. Und habe mich sofort in den Film verliebt. Die Geschichte selbst ist eher unscheinbar, hat aber ein ganz großes Herz. Zwei Sonderlinge ziehen nebeneinander ein, getrennt nur durch eine ganz dünne Wand, so dass sie alles vom Nachbarn hören können.

No Man’s Land: Gesehen für meine filmische Weltreise, erzählt der Film von einem Konflikt mitten im Balkan-Krieg, der große Kritik am Krieg selbst, am Einsatz der UN und den Journalisten übt.

Brittany runs a marathon: Ein Amazon Original, das glücklicherweise kurz nach Kinostart bereits zum Streamen bereit stand, war für mich ebenfalls ein großes Highlight. Die Geschichte von Brittany, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und deren Arzt ihr sagt, dass sie dringend abnehmen müsse, berührt auf so vielen Ebenen und schafft es mehr als nur die Geschichte einer Dicken zu erzählen, die versucht abzunehmen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Report: Ein Senatsmitarbeiter deckt die Folterungen der USA nach den Anschlägen vom 11. September auf. Nun versuchen er und andere Abgeordnete diese zu veröffentlichen, während CIA und weißes Haus alles versuchen diese zu vertuschen.

Doctor Sleep: Da habe ich extra die Buchvorlage im Sommer gelesen, um auf den Filmstart von der Shining-Fortsetzung vorbereitet zu sein und dann zeigt mein Kino lieber die Eiskönigin sechs Mal am Tag…

Nicht auf die Liste geschafft, aber dennoch relativ interessant klangen folgende Filme: Lara, Midway, Booksmart, My Zoe, The Irishman, der Leuchtturm, Hustlers, The Good Liar

Serien – ein kurzer Überblick

Im November kam die Zwischenstaffel von Queer Eye, die diesmal ausschließlich in Japan gedreht wurde. Leider war sie noch einmal kürzer, als die eigentlichen Staffeln, aber brachte neben den Glücksgefühlen durch die Vibes der Fab 5 auch noch einen schönen Einblick in die Denkweise der Japaner. Beim Fresh Prince of Bel Air ging es mit der vierten Staffel weiter. Leider führte die Neubesetzung von Tante Vivian auch zu einem kompletten Charakteraustausch. Ich bin von dieser Änderung wenig überzeugt. Bones ging in die inzwischen 11. Staffel. Während die einzelnen Fälle weiterhin interessant sind, merkt man, dass in der Charakterentwicklung eigentlich bereits alles Geschehen ist, weswegen sie zu immer drastischeren Mitteln greifen müssen. Neu lief die Miniserie Catherine The Great, die mich nicht abholen konnte. Helen Mirren ist eine begnadete Schauspielerin, nur leider nicht in dieser Serie. Hier ist sie merkwürdigerweise total fehl besetzt. Auch Jason Clarke mag so gar nicht in die Rolle eines russischen Offiziers passen und bei beiden zusammen fehlt jegliche Chemie. Leider ist die Serie dadurch eher enttäuschend. Dann gab es noch etwas Neues aus dem Comedy Bereich. Tiffany Haddish präsentiert ihre ganz eigene Auswahl an Comedians in They’re ready. Und tatsächlich tauchen hier Künstler auf, die man sonst wohl nur in den USA erleben dürfte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1.219
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
E-Book: 2

Sinful Royalty: Der letzte Band der Reihe von Meghan March konnte mich ebenso noch einmal komplett anfixen. Die Reihe zählt definitv zu meinem Jahreshighlight.

Quarterback Crush: Wohingegen mich dieser Versuch einer Liebes-Erotik-Geschichte einfach nur enttäuscht hat. Die Geschichte ist absolut vorhersehbar, hat fürchterliche klischeehafte Charaktere, eine absolut nervige Protagonistin und leider hilft auch der Schreibstil nicht sonderlich weiter. Ich habe dann von den weiteren Teilen erst einmal Abstand genommen.

20.000 Meilen unter dem Meer: Ein neuer Haken auf meiner Klassiker-Liste der Schande. Von Jules Verne kannte ich bereits Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, die ich wesentlich besser fand. Denn irgendwo wartet man bei der Fahrt mit Kapitän Nemo immer auf das eigentliche Highlight, das sich aber nicht einstellen mag. So wird man auf über 600 Seiten kreuz und quer durch die Weltmeere gejagt, erfährt aber abgesehen von der Klassifizierungen von Fischarten nichts.

Die Filmreise-Challenge: Weltreise 1.1

Bereits im Januar 2018 flatterte eine Einladung in mein Postfach. Mein geschätzter Bloggerkollege Ma-Go lud mich zu einer Filmreise ein. Dabei hatte er mich sofort für die Challenge gewonnen, trug die doch die gelungene Kombination aus Film und Reise im Titel. Als filmliebende Tourismuskauffrau konnte ich unmöglich widerstehen. Ich machte mich auch gleich daran den Plan für die Aufgaben auszuarbeiten. Die ersten Filme sah ich auch relativ zügig. Doch dann kam das, was mir ständig passierte. Ich fing an zu prokrastinieren. Und so zogen Monate, ja fast Jahre ins Land. Doch nun möchte ich endlich meinen ersten Beitrag beisteuern. Da ich bei solchen Challenges selten einen Beitrag pro Film schaffe, fasse ich auch hier wieder mehrere Filme zusammen. So begann ich mit der Weltreise und möchte euch nun von meinen ersten fünf Filmen berichten.

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Was ist die Filmreise-Challenge?

Hierbei handelt es sich ein Projekt von Bloggern für Blogger bzw. für alle Filmfans da draußen. In 70 Aufgaben geteilt in 7 Kategorien soll der filmische Horizont erweitert werden, in dem man sich mit anderen Welten/Kulturen/Menschen/Filmen auseinander setzt.

Pauschalreise oder Abenteuerreise?

Die 70 Aufgaben sind in zwei Kategorien unterteilt. Während die Pauschalreiseaufgaben sehr offen gehalten sind und viel Wahlmöglichkeit lassen, präzisiert die Abenteuerreise einzelne Aufgaben noch einmal. Meine Wahl fiel – um es mir noch einmal schwerer zu machen – auf die Abenteuerreise.

Worum geht es bei der Weltreise?

Die Weltreise hat als übergreifendes Thema Filme aus anderen Ländern. Dabei geht es vor allem darum mal abseits des Mainstreamkinos aus Hollywood oder auch Deutschland/Frankreich/Großbritannien (die noch am ehesten in die deutschen Kinos gelangen) zu schauen, was für Filme werden in anderen Ländern produziert.

Detaillierte Informationen findet ihr in den verlinkten Überschriften meiner Erklärungen.

Und die Reise beginnt…

Es ist soweit. Ich habe meinen Koffer gepackt. Es dürfte für alle Eventualitäten etwas eingepackt sein, aber wie ich mich kenne, habe ich sowieso wieder irgendetwas vergessen. Schnell kontrolliere ich, ob ich auch wirklich meinen Pass eingepackt habe, alle nötigen Visa sind genehmigt und ebenfalls in meinem Rucksack verstaut. Langsam werde ich hibbelig. Die Zeit ist reif. Ich steige zum ersten Mal ins Flugzeug. Für meinen ersten Stopp fliege ich gleich fast ans Ende der Welt. Mein Ziel: Australien. Die Insel, die gleich ein Kontinent für sich bildet, will mir endlich einmal die kleine Mary vorstellen.

Film: Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? – Australien, 2009
Ich treffe Mary erstmals im Jahr 1976. Sie ist ein neugieriges jungen Mädchen, als Knetfigur animiert, das mit einer kleptomanischen Alkoholikermutter und einem viel arbeitenden Vater zusammen lebt. Ihre Neugier kennt keine Grenzen. Vor allem interessiert sie, ob die Dinge im entfernten Amerika genauso sind, wie ihr Großvater es ihr für Australien erklärt. Also schreibt sie einen Brief und wählt im Telefonbuch durch Zufall den Mitt-Vierziger Max aus. Max ist Asperger-Autist und zunächst mit dem Brief der kleinen Mary völlig überfordert. Doch schließlich beschließt er zu antworten und es entsteht eine Brieffreundschaft. Über die Jahre schreiben sich die beiden immer wieder und Mary erzählt von ihrem Leben, das von Ängsten und Introvertiertheit geprägt ist, während ihr Max von seiner ganz eigenen Weltanschauung erzählt.
Mein Australienurlaub lässt mich ein wenig ratlos zurück. So grundsympathisch die beiden Charaktere auch sind, so wenig komm ich wirklich in ihre Geschichte rein. Sie ist immer mit einer gewissen Distanz erzählt, so dass ich mich am Ende keinen von beidem näher fühle. Zumal die Erzählweise selbst sich an das jüngere Publikum wendet, mit Themen, wie Alkoholsucht, Depressionen und ähnlichem aber für ein FSK 12 in Deutschland sorgt. So hat der Film eigentlich keinen direkten Adressaten und verläuft im Sande. Schade, war der Ansatz doch gut.

Film: Oldboy – Südkorea, 2003
Von Australien aus, steige ich sofort wieder in den Flieger. Mein nächstes Ziel ist Südkorea. Mit Oldboy schlage ich gleich drei Sachen mit einer Klappe. Sie passt zur Filmreise-Challenge als Film aus Fernost (Japan/China/Korea), stand auf meiner Bucketlist und wurde groß angepriesen in „1001 Filme, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist“. Umso gespannter war ich Oh Dae-su (Choi Min-sik) kennenzulernen. Ich finde ihn in keinem guten Zustand vor. Bereits seit 15 Jahren ist er in ein Zimmer eingesperrt. Er hat eine Liste erstellt, wer ihn entführt haben könnte, die ihn jeden Tag antreibt. Fasziniert beobachte ich, wie er durch ein zufällig erhaltenes zusätzliches Essstäbchen versucht, sich ein Loch in die Freiheit zu schaben. Und tatsächlich schafft er es. Doch nach der gescheiterten Suche nach seiner Tochter, treibt ihn Rache an. Er versucht herauszufinden, wer ihn entführt und eingesperrt hat.
Geschockt fliege ich aus Südkorea weiter. Oldboy ist ein kompromissloser Rachethriller, der sich dem Thema trotz seiner eigentlich sehr ruhigen Erzählweise von mehreren Seiten schonungslos nähert. Was mir gefallen hat, ist dass es kein direktes Denken in Gut und Böse gibt, sondern sich alle Charaktere irgendwo im Graubereich aufhalten. Vor allem die Erzählstruktur unterscheidet sich sehr von bekannten Vertretern Hollywoods. 2013 versuchte Hollywood zwar in einem Remake seine Version daraus zu machen, scheiterte aber, wenn man den Kritikern glauben darf.

Film: Nader & Simin – Iran, 2011
Filmtechnisch bereits habe ich den Iran bisher eher nur, wenn Hollywood mal wieder einen Agenten in die Richtung schickte. Doch nun steige ich aus dem Flugzeug und stehe erstmals aus iranischer Sicht im heißen Teheran. Hier soll ich mich mit Nader (Peyman Maadi) treffen. Doch der ist gerade sehr überfordert. Seine Frau Simin (Leila Hatami) wollte zusammen mit ihn und der 11-jährigen gemeinsamen Tochter Termeh eigentlich das Land verlassen und hatten dafür bei der Behörde bereits alle Genehmigungen. Doch Nader hat einen Rückzieher gemacht, weil er seinen pflegebedürftigen Vater nicht zurücklassen will. Enttäuscht will Simin nun die Scheidung und ist zurück zu ihrer Mutter gezogen. Nader ist zwar gewillt, der Scheidung zuzustimmen, will aber Termeh die Ausreise verbieten. Doch wäre das Problem noch nicht genug, hat Simin noch eine Haushaltskraft eingestellt. Die strang gläubige Razieh sieht sich jedoch schnell überfordert sich anständig um Naders Vater zu kümmern. So kommt es zum Verwürfnis zwischen Razieh und Nader, die damit endet, dass sich beide vor Gericht wiederfinden. Die Anklage: Nader soll bei dem Versuch Razieh aus der Wohnung zu bekommen, dafür verantwortlich sein, dass diese ihr ungeborenes Baby verlor.
Im Iran kam mir tatsächlich die dramatische Erzählstruktur sehr bekannt vor, da sie dem bekannten Schema sehr ähnelt. Hier ist das Neue eher die Kultur. Die Gesetze, die einer Frau noch immer weniger Rechte einräumt als einem Mann, und vorallem die Nähe zum Koran im alltäglichen Leben, ist mir im filmischen Sinn eher neu. Hier hatte ich also neben einer neuen Geschichte auch eine neue Kultur zu erkunden. Die Geschichte selbst ist stark gespielt und gewann 2012 den besten fremdsprachigen Oscar – der erste für Iran.

Film: Eine Frau namens Yesterday – Südafrika, 2004
Nach der unterbittlichen Sonne im Iran, sah ich mich gewappnet, für ein weiteres eher warmes Land. Südafrika – das Land mit 11 Amtssprachen und einer unvergleichbaren abwechslungsreichen Landschaft. Aber bevor ich zu sehr abschweife, treffe ich mich lieber mit Yesterday.
Diese hat mit einem starken Husten zu kämpfen. Der Fußweg zum Arzt ist lang und Sprechstunde ist nur einmal wöchentlich. Trotzdem nimmt Yesterday den Fußweg auf sich, steht dann aber in der Schlange so weit hinten, dass sie nicht mehr dran kommt. Nachdem dies drei Wochen hintereinander passiert und ihr Husten immer schlimmer wird, spendiert ihr eine befreundete Lehrerin des Dorfes eine Taxifahrt. Die Ärztin nimmt ihr Blut ab und stellt die Diagnose: HIV. Da sie die Krankheit nur von ihrem Mann erhalten haben kann, fährt sie nach Johannesburg, um John davon zu erzählen. Der reagiert jedoch zornig und verprügelt seine Frau. Im darauffolgenden Winter sitzt John eines Tages vor Yesterdays Tür. Er hat ebenfalls HIV und bereits fortgeschritten krank. Als die Dorfbewohner jedoch von der Krankheit erfahren, wollen sie die Familie verjagen, da in Folge mangelnder Aufklärung alle eine Ansteckung befürchten. Doch Yesterday lässt sich nicht unterkriegen und baut trotz Krankheit vor dem Dorf eine Hütte für sich und ihren Mann.
Südafrika zeigt mir zum ersten Mal, wie froh wir doch über unsere ärztliche Versorgung sein können. Jammern wir doch gerne mal über die langen Wartezeiten bei Fachärzten, so müssen wir doch nicht stundenlang laufen, um überhaupt mal einen Arzt zu Gesicht zu bekommen. Der Film holt einen dadurch in ernster Instanz wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. In zweiter Instanz zeigt er uns eine lebensbejaende Frau, die trotz aller Steine auf ihrem Weg versucht, hoffnungsvoll zu bleiben. Und obwohl der Film der erste war, der als Spielfilm in Zulu gedreht wurde, schaffte er es sogleich eine Nominierung als bester fremdsprachiger Oscar zu bekommen – verlor dann gegen Spaniens „Das Meer in mir“.

Film: No Man’s Land – Bosnien-Herzegowina, 2001
Nachdem ich nun bereits einige Kontinente bereist habe, zieht es mich erst einmal zurück nach Europa. Allerdings auch in eine eher unschöne noch nicht allzu entfernte Vergangenheit im östlichen Europa. Genauer gesagt ins Jahr 1993 zum Jugoslawienkrieg.
Hier finde ich mich in einer etwas misslichen Situation wieder. Irgendwie habe ich es geschafft zwischen die Fronten der Bosnier und der Serben zu geraten und befinde mich im sogenannten „Niemandsland“. Hier finde ich eine etwas groteske Situation vor. Der Bosnier Ciki (Branko Duric) wurde losgeschickt, um das Gebiet zu erkunden und findet dort den Serben Nino (Rene Bitorajac) und den auf einer Druckmine liegenden Bosnier Cera (Filip Sovagovic) vor. Sollte sich Cera bewegen und damit den Druck auf die Mine verändern, würden alle drei in die Luft fliegen. Also versuchen sie sowohl ihre Einheiten auf sich aufmerksam zu machen, als auch die Blauhelme der UN. Diese dürfen sich zunächst nicht einmischen, da sie angehalten sind, sich nicht in Gefahr zu bringen. Als sich dann auch noch die Presse einschaltet und daraus einen Skandal macht, ist das Chaos perfekt.
No Man’s Land ist ein Film, der über eine unglaublich groteske Situation berichtet und diese immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet. So ist der Film an vielen Stellen gewollt unfreiwillig komisch, präsentiert aber doch ein erschütterndes Thema. Das Gelungene am Film ist, dass er nicht nach Ursachen sucht oder Erklärungen bringt, warum und wieso der Krieg entstand. Hier gibt es nicht „die Guten“ und „die Bösen“, sondern nur drei Männer, die einfach nur nicht sterben wollen. Zwischendurch stellen sie fest, dass sie obwohl als Feinde aus den gleichen Gründen und mit den gleichen Begründungen kämpfen. Es fasst die Kritik am Jugoslawienkrieg, den Blauhelmen und der Presse gekonnt zusammen.

Nachdem ich es irgendwie wieder heil aus dem Kriegsgebiet geschafft habe, ist meine Filmreise erst einmal wieder beendet. Glücklich lasse ich mich wieder auf meiner Couch fallen. Spaß gemacht hat die Reise. Voller Vorfreude sehe ich mir meinen kommenden Reiseplan an. Das wird auch wieder eine aufregende Reise.

Rückblick auf den Oktober

Und da ist der „Gruselmonat“ auch schon wieder vorbei. Stattdessen strahlt der Herbst in seiner regnerischen Tristheit. Tatsächlich gibt es diesmal wenig zu erzählen, daher starten wir gleich in den medialen Rückblick.

Sneak Preview

Ronny und Claid: Die Geschichte zweier Spätibesitzer, die einem Mafiosi Geld schulden und dafür Menschen entführen, denn einer wird schon Millionär sein, ist zunächst etwas hoprig, entwickelt dann aber seine ganz eigene Dynamik und kann durchaus begeistern.

Halloween Haunt: Der Versuch Geisterbahn und Escape Room zu kombinieren scheitert leider an zu vielen Klischees, Vorhersebarem und Logiklöchern.

Cinemathek:

Tolkien: Die Geschichte um J. R. R. Tolkien und seiner großen Liebe. Zwischen Krieg und schwieriger Kindheit wächst Tolkien auf und entwickelt seine eigene Sprache, die er gegen Ende in seinem ersten Roman „Der Hobbit“ verarbeitet. Nicht das große Biopic, was man erwarten könnte, dafür eine interessante Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Erwachsen werden.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Everest – Ein Yeti will hoch hinaus: Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!

Dem Horizont so nah: Eine Liebesgeschichte rund um ein Pärchen mit HIV. Wie lebt man sein Leben, wenn einer weiß, dass er nicht alt werden wird? Er erzählt seine Geschichte mit einer gewissen jugendlichen Naivität, die den Ton sehr auflockert, ihm aber auch die Tiefe nimmt. Das Augenmerk liegt hier deutlich auf der Liebesgeschichte

Joker: Joaquin Phoenix gibt sich die Ehre und verkörpert DCs wohl bekanntesten Bösewicht. Diesmal geht Regisseur Todd Philipps der Hintergrundgeschichte auf den Grund und präsentiert einen kaputten Mann in einer kaputten Welt. Oscarreif gespielt von Phoenix mit einer Geschichte, über die man viel diskutieren kann.

Gemini Man: Will Smith versucht sich diesmal gleich in zwei Rollen und repräsentiert sein Altes und sein Junges Ich. Die Handlung ist spannend gestaltet mit ein paar Schönheitsfehlern.

Ich war noch niemals in New York: Die stark gekürzte und umgeschriebene Fassung des Bühnenmusicals scheut sich nicht seine Schönheitsfehler mit einem engagierten Cast und einer großen Portion Gute Laune zu kaschieren.

Die Addams Family: Die Neuinterpretation der bekannten Gruselfamilie mag an einigen Stellen gewöhnungsbedürftig sein, an einigen kann sie dafür umso mehr überzeugen und hält sich mit einem stabilen Mittelmaß.

Penguin Highway: Im Animespecial lief diesmal Penguin Highway. Mein Lebensgefährte mag Animes, ich mag Pinguine, wir konnten also tatsächlich einmal zusammen in das Special gehen. Allerdings konnte mich die Handlung nicht überzeugen und die Charaktere waren mir sehr unsympathisch.

Das perfekte Geheimnis: Wie viel verbirgt man wirklich vor Partnern und Freunden. Ein seltsames Experiment, das gehörig schief geht. Ein Film, der beim erstmaligen Sehen großen Spaß macht, trotz einer sehr konstruierten Handlung. Gerade der gut harmonierende Cast schafft es den Film trotzdem rund zu gestalten.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Harry Potter und die Kammer des Schreckens: Mein Lebensgefährte hört weiter fleißig die Bücher und so konnten wir nun den zweiten Teil zusammen sehen, damit er Buch und Film noch einmal vergleichen konnte.

The Death of Stalin: 1953 stirbt Stalin überraschend und ein großer Kampf über seine Nachfolge entbrannte. Dieser wird hier in einer schwarzen Komödie verarbeitet. Leider nicht unbedingt verständlich durch zu viele Namen und Charaktere und Intrigen.

The Addams Family (1991): Nachdem ich die Neuinterpretation im Fernsehen sah, war ich neugierig, zumal mir Prime zur Halloweenzeit diesen Film vorschlug. Hier gefielen mir die Dinge, die mich an der 2019er Version störten, schon eher, dafür der Rest nicht mehr so.

Die Hexe und der Zauberer: lief durch Zufall im Fernsehen und mein zweitliebster Disney-Meisterwerkfilm brauchte sowieso mal wieder eine Sichtung.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Brittany runs a marathon: Brittany schläft zu wenig, macht zu viel Party und kriegt ihr Leben nicht auf die Reihe. Als ihr Arzt meint, sie solle mehr auf sich achten und vorallem 25 Kilo abnehmen, denkt sie, dass dies unmöglich sei. Bis sie anfängt für den New York Marathon zu trainieren.

Serien – ein kurzer Überblick

So kurz wird der Überblick in diesem Monat wohl nicht, denn ich habe einige Staffeln geschafft. Zum einen die dritte Staffel des Fresh Prince of Bel Air, der mich aktuell monatsweise begleitet. Dann habe ich mich endlich der dritten Staffel von Adventure Time gewidmet und diese nun beendet. Im Crimebereich ging es mit der inzwischen 10. Staffel von Bones – Die Knochenjägerin weiter. Eigentlich hatte ich am Ende der 9. aufgegeben, da mich die immer größer werdenden Staffelfinale abgeschreckt hatten. Und prompt musste einer meiner liebsten Charaktere am Anfang dran glauben. Doch sobald sich die Serie wieder mit den eigentlichen Fällen befasste, kam ich wieder in den alten Rhythmus zurück, auch wenn nicht mehr die gleiche Dynamik, wie in den ersten Staffeln herrscht. Dann gab es diesen Monat gleich drei Neuentdeckungen. Zum einen die erste Staffel von Barry. Bill Hader spielt hier einen Auftragsmörder, der viel lieber Schauspieler werden will und verzweifelt versucht beides unter einen Hut zu bekommen. Dann habe ich mich nach vielen Nominierungen und Gewinnen auf der diesjährigen Emmy-Verleihung an die erste Staffel von Fleabag herangewagt, die mich aber bisher nicht wirklich überzeugen konnte. Dann lief bei mir noch die erste Staffel der Peaky Blinders, die mich nach Birmingham 1919 zog und damit in eine ganz andere historische Sichtweise. Bisher gefällt mir die Serie sehr gut.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten gesamt: 2.573
Seiten pro Tag: 83 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 5

40 Festivals in 40 Wochen: Das Selbstexperiment der Autorin hatte ich mir eigentlich pünktlich zur Festival-Saison besorgt, kam aber nicht gerade viel zum Lesen auf dem Festival. Die kurzen und knackigen Beschreibungen der verschiedensten Festivals waren zunächst sehr interessant, wurden jedoch schnell monoton, da sich die Autorin gefühlt ständig nur über ihren Gesundheitszustand beschwerte.

Mr. Barnacals Schildkröte: Meine Ausbeute von der GCC Berlin dieses Jahr stammt vom Wölfchen Verlag und wurde mir wärmstens empfohlen, da die Geschichte herrlich verrückt sei. Dies war keinesfalls untertrieben und konnte mich auch zunächst in Bann  ziehen, bis mich die Geschichte leider irgendwann verlor.

Wie Monde so silbern: Eine Empfehlung von Inkunabel, für die ich die Mädels nur loben kann. Denn die Cinderella Geschichte als Cyberpunk zu erzählen, ist ein absoluter Volltreffer und traf genau meinen Geschmack.

Sinful King / Sinful Queen / Sinful Empire: Eigentlich auf der Suche nach kurzer Zwischendurchlektüre fand ich die erotische Reihe von Meghan March, die mich durch starke Charaktere und einem gelungenen Schreibstil sofort überzeugte und von da an nicht mehr losließ.

Sinful Prince / Sinful Princess: Auch die Fortsetzungsreihe um zwei Nebencharaktere aus der Ursprungstrilogie traf mich sofort und ich konnte auch die Reihe nicht weglegen.

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.2

Wie beim letzten Mal angekündigt, versuche in in dieser Kategorie ein wenig aufzuräumen. Den ersten Teil, der sich mit den Filmen aus den Jahren 2014 und 2015 beschäftigte, findet ihr hier. Nun soll es um das Jahr 2016 gehen. Wie immer versuche ich mich kurz zu fassen und leider sind einige Sichtungen auch schon eine Weile her, weswegen ich mich nicht mehr an alles detailliert erinnere.

2016

1) Where to invade next

Michael Moore spaltet mit seinen Filmen und Äußerungen gerne einmal. Vor allem wird ihm gerne einseitige Berichterstattung vorgeworfen. So sollte man seine Filme immer noch einmal kritisch hinterfragen. Dennoch muss ich sagen, dass mir dieser Film sehr gut gefallen hat. Moore zieht aus, um einige Länder zu besuchen und zu „besetzen“, um ihre Ideen und Werte in bestimmten Dingen zu „stehlen“. So besucht er Italien und ist völlig fasziniert von den Arbeitnehmerrechten, in Finnland von deren Schulsystem, in Deutschland von der Vergangenheitsbewältigung und so weiter. Insgesamt neun Länder, hauptsächlich in Europa werden besucht und mit den Gegebenheiten in den USA verglichen, wobei die USA eindeutig nicht gut wegkommen. Doch die Themen werden immer mit einer humorvollen Pointe versehen und so schmunzelt man durch den Film, auch wenn einige Themen eindeutig nicht zum schmunzeln sind.

2) Trumbo

Dalton Trumbo war ein gefeierter Drehbuchautor. Der Film befasst sich mit seinem Leben und vor allem seiner Zeit auf der berüchtigten Blacklist in den 1940er und 1950er Jahren. Da er Mitglied der kommunistischen Partei in den USA war, wurde ihm verboten zu arbeiten, da er seine kommunistischen Ansichten in die Filme einbringen könnte.
Der Film hat mit einem stark spielenden Bryan Cranston bereits die wichtigste Hauptzutat für den Film gewonnen. Hierfür wurde er zu Recht als bester Hauptdarsteller bei den Oscars nominiert – verloren hat er letztendlich gegen Leonardo diCaprio in The Revenant. Auch das übrige Drehbuch ist rund und gut gestaltet.

3) Triple 9

Ein Triple 9 ist ein Funkspruch der amerikanischen Polizei, die aussagt, dass ein Officer niedergeschossen wurde und sich alle im Unfeld befindlichen Polizisten sofort dort einzufinden haben. Im Film wird dieser Funkspruch von einer Gruppe korrupter Polizisten genutzt, um für die russische Mafia Überfälle zu begehen.
Dabei wartet der Film grundsätzlich mit einem starken Cast auf, die aber alle nicht sonderlich motiviert zu sein scheinen. So wird der Film mehr oder weniger lediglich abgespielt, ohne das eine Schauspielleistung wirklich auffällt. Auch das Drehbuch erscheint nicht wirklich rund, hat es doch eine „unerwartete“ Wendung zu viel. Schade, hier wäre eindeutig mehr möglich gewesen.

4) Alle Farben des Lebens

Ray (Elle Fanning) ist als Ramona geboren, lebt inzwischen aber seit fünf Jahren als Ray. Nun will der 16-jährige auch die offizielle Geschlechtsumwandlung vollziehen lassen. Dafür braucht er die Unterschrift beider Elternteile. So muss seine alleinerziehende Mutter (Naomi Watts) ihren Ex ausfindig machen. Dieser ist der Umwandlung jedoch abgeneigt. Keine große Hilfe ist Rays lesbische Großmutter (Susan Sarandon), die ebenfalls mit im Haus lebt.
Alle Farben des Lebens ist eine berührende Familiengeschichte, die in drei Generationen die Abweichung des „traditionellen“ Familienbildes zeigt. Die lesbische Großmutter, die alleinerziehende Mutter und der Sohn, der im Körper einer Tochter geboren wurde. Dabei wird mit dem Thema Geschlechtsumwandlung absolut respektvoll umgegangen und von verschiedenen Standpunkten beleuchtet, so dass sich der Zuschauer seine eigene Meinung bilden kann. Dabei sticht vor allem das starke Spiel aller drei Frauen hervor. Schade, dass der Film ein bisschen untergegangen zu sein scheint.

5) Nocturnal Animals

Die Galeriebesitzerin Susan Morrow (Amy Adams) bekommt von ihrem Ex-Mann ein Manuskript, in dem es um einen Familienvater geht, dessen Frau und Tochter bei einem Überfall entführt und getötet werden und der später versucht Rache zu nehmen. Morrow erinnert sich an die Ehe zurück und wie sie geendet hat.
Nocturnal Animals ist einer dieser Filme, die ich einfach nicht verstanden habe. Ich kann mir die Zusammenfassung der Handlung so oft durchlesen und weiß hinterher immer noch nicht, was er mir nun damit sagen wollte. Eindeutig nicht mein Film.

6) Willkommen bei den Hartmanns

Die Flüchtlingsthematik ist noch immer aktuell, auch wenn inzwischen nicht mehr in aller Munde. 2016 kam ein Film, der sich auf humorvolle Weise versucht hat, genau dem zu stellen. Familie Hartmann gehört zu den besser gestellten Familien des Landes. Die gelangweilte ehemalige Lehrerin Angelika will ihren Beitrag in der Flüchtlingskrise leisten und überredet ihre Familie dazu einen Flüchtling bei sich aufzunehmen. Doch nicht nur die Familie hat mit der neuen Situation zu kämpfen.
Willkommen bei den Hartmanns greift ein aktuelles Thema auf, um es leider in eine 08/15 deutsche Komödie zu pressen. Weder die Thematik Flüchtlinge, noch Nazis und Vorurteile werden richtig durchleuchtet und auch die Geschichte rund um die Familie ist sehr konstruiert und weidet sich an den undurchdachten Witzen. Leider ein weiterer Reinfall des deutschen Kinos.

Rückblick auf den September

Und schon ist es vorbei mit dem warmen Wetter. Der September ist rum und der Oktober droht mit20190324_1235482 den ersten Minustemperaturen nachts. Im September ist eigentlich erst einmal so gar nichts passiert, bis sich Ende des Monats die Ereignisse überhäuften. Arbeitstechnisch haben wir aktuell allerhand mit der Thomas Cook Insolvenz zu tun, die leider auch einige unserer Kunden getroffen hat. Zur Ablenkung davon stand wieder einmal die German Comic Con in Berlin an. Es wurden wieder allerhand Geekzeug eingekauft, Eroberungen von den Verlagständen mitgenommen und natürlich durften auch diesmal20191006_123838 nicht die Starfotos fehlen. Dieses Jahr gönnte ich mir gleich zwei und ließ mich mit Jason Isaacs (Harry Potter-Reihe & Star Trek: Discovery) und Manu Bennett (Hobbit-Trilogie & Arrow) ablichten.
Und dann kam Anfang Oktober (jaja, gehört eigentlich erst in den nächsten Monatsrückblick, aber ich muss es einfach erzählen) der Moment, in dem wir ein neues Familienmitglied begrüßen durften. Unsere kleine Nermal Alice zog bei uns ein und muss nun versuchen sich mit ihrer großen Schwester anzufreunden. Aber nun wollen wir endlich zum medialen Monatsrückblick kommen 🙂

Sneak Preview

The Kitchen: Während ihre Männer nach einem Raubüberfall festgenommen werden, versuchen drei Frauen ihr Leben innerhalb der irischen Mafia in New York neu zu ordnen. Leider verpasst der Film es eine nachvollziehbare Handlung aufzubauen und scheitert am Großaufgebot an sinnlosen Charakteren und Handlungswendungen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Doublefeature Es + Es 2: Ich hasse Clowns. Ich hasse Horrrorfilme. Am allermeisten hasse ich Horrorclowns. Auch ich: Oh hey, ein Es Doublefeature. Da muss ich reingehen! Es 2 ist ein würdiger Nachfolger, der mit dem Problem zu kämpfen hatte, den langweiligeren Teil des Buches zu verfilmen. Auch fand ich die humorvollen Einlagen im großen Endkampf eher entspannend und daher wohl auch deutlich besser als die Anhänger des Horrorgenres.

Gut gegen Nordwind: Eine Liebesgeschichte, die praktisch nur über E-Mailverkehr läuft. Ein schwierig zu verfilmender Ansatz, die aber mit guten Schauspielern und vielen kreativen Ideen gefüllt wird und somit überzeugen konnte.

Downton Abbey: Für mich als großer Fan der Serie, war das Wiedersehen mit der Familie Grantham ein absoluter Filmschmaus. Aber auch für Nichtkenner der vorausgehenden sechs Staffeln wurde für witzige Dialoge und allerhand Handlung gesorgt.

Ad Astra: Brad Pitt auf großer Weltraummission. Leider ist Ad Astra ist ein sehr langatmiger Film ohne Identifikationsfigur, die den Zuschauer mit gesellschaftskritischen Bildern überschwemmt, sie durch eine monotone Off-Stimme noch übermäßig erklärt und letztendlich nicht auf den Punkt kommt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Harry Potter und der Stein der Weisen: Nachdem mein Lebensgefährte endlich einmal das Hörbuch zum ersten Buch angehört hat, folgte nun die erneute Sichtung des ersten Films.

Bernhard & Bianca im Känguruland: Die Fortsetzung zu meinem liebsten Disneyfilm lief durch Zufall im Fernsehen und wir sind gleich hängen geblieben. So ein bisschen Magie und Charme im Vergleich zum ersten Teil ging schon verloren, aber die beiden Mäuse liefern trotzdem wieder ein großes Abenteuer ab.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Everest: Mit dem putzigen Untertitel „Ein Yeti will hoch hinaus“, wäre dies wieder ein Animationsfilm geworden, außerhalb Disneys, der mich interessiert. Leider lief er hier im Kino nicht.

Serien – ein kurzer Überblick

Weitergeführt habe ich Fresh Prince of Bel Air mit der zweiten Staffel und Comedians in Cars getting coffee mit der inzwischen fünften Staffel. Als Wiederholungstäter hab ich mir die erste Staffel (2005) von Doctor Who angesehen. Christopher Eccleston war zwar ein super Doctor, aber als nächstes kam David Tennant und dem kann er nun einmal nicht das Wasser reichen. Neu entdeckt habe ich im Almost Human, eine Serie über die Polizeiarbeit in naher Zukunft, bei der ein menschlicher Cop mit einem fühlenden und denkenden Androiden zusammenarbeitet. Große Empfehlung für alle, die etwas Neues im Crimegenre suchen! Leider wurde die Serie nach nur einer Staffel eingestellt, weswegen die große Verschwörung aus der ersten Folge nie aufgeklärt wird. Ebenfalls kein Glück hatte ich mit der ebenfalls neu entdeckten Serie Forever. Während ich mich sehr schnell in die Serie verliebte, die von einem unsterblichen Pathologen handelt, der der Polizeit in New York bei ihren Ermittlungen hilft, wurde leider auch diese großartige Serie nach nur einer Staffel eingestellt. Immerhin konnte sie noch zu einem halbwegs befriedigendem Ende gebracht werden.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1.819
Seiten pro Tag: 61 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2
E-Book: 1

Die Mitternachtsrose: Nach Monaten (könnten inzwischen auch Jahre gewesen sein) auf meinem Sub (Stapel ungelesener Bücher) habe ich mich endlich an mein erstes Werk von Lucinda Riley herangewagt. Leider konnte mich weder die Geschichte, noch die Charaktere überzeugen. Es war irgendwie alles zu vorhersehbar, da die Charaktere sehr platt und stereotypisch waren.

Hope again: Der vierte Teil der Again-Reihe von Mona Karsten war wieder eine willkommende Zwischendurchlektüre. Lockere Liebesgeschichte mit der angemessenen Portion Drama.

Harry Potter und der Feuerkelch: Diesen Monat hat sich ein Wiederholungstäter eingeschlichen. Nachdem ich vorletztes Weihnachten alle Bücher wieder geschenkt bekam (vorher hatte ich sie mir regelmäßig von meiner Mutter ausgeliehen), wollte ich eigentlich alle hintereinander weglesen. Bis zum dritten Buch kam ich, nun war doch eine längere Pause dazwischen, in die sich andere Bücher geschmuggelt haben. Aber vielleicht schaffe ich es diesmal etwas schneller – auch wenn ich den fünften Band am wenigsten mag.

 

 

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.1

Das letzte Mal, dass ich einen Beitrag dieser Reihe geschrieben habe, ist tatsächlich bereits über zwei Jahre her. Mir kam es tatsächlich gar nicht so lange vor, aber natürlich war ich in der Zwischenzeit nicht faul und habe einige Filme meiner – leider immer größer werdenden – Liste geschaut. Ich versuche in diesem Beitrag nun die Filme von meiner Verpasst-Liste 2014 und 2015 abzuarbeiten und versuche mich dabei auch möglichst kurz zu fassen – teilweise ist es auch schon wieder eine ganze Weile her, dass ich die Filme gesehen habe.

2014

1) The Equalizer

Robert McCall (Denzel Washington) ist ehemaliger CIA-Agent und muss mit dem Tod seiner Frau fertig werden. Dafür arbeitet er nachts, wenn er nicht schlafen kann, die Klassiker der Literatur ab. In einem Café lernt er die Prostituierte Alina (Chloe Grace Moretz) kennen. Nachdem diese übel zugerichtet wurde, rächt er sich für sie an den Zuhältern, nicht ahnend, dass er damit der russischen Mafia ans Bein pinkelt.
The Equalizer spielt mit dem Klischee des friedlichen alten Mannes, der es jedoch aufgrund seiner Vergangenheit faustdick hinter den Ohren hat. Eigentlich ist The Equalizer auch ein interessanter und spannender Film. Aber irgendwo verpasst er den Zuschauer richtig abzuholen, so dass man zwischendurch einfach den Anschluss verliert und nicht mehr bis zum Ende dran bleibt.

2) The Purge – Anarchy

Nachdem im ersten Teil die Purge noch versucht wurde auszuschließen und der Film größtenteils zwischen den vier Wänden einer gut gesicherten Familie spielt, geht es nun im zweiten Teil das erste Mal auf die Straße. Diesmal geht es um die ärmere Bevölkerung, die sich eben nicht die im ersten Teil präsentierte Purge Abwehr leisten kann. Wir verfolgenden einen Vater, der sich am Mörder seiner Tochter rächen will, einen Ladenbesitzer, der sich die Purgeversicherung nicht mehr leisten kann, ein Ehepaar, dass aufgrund einer Autopanne nicht rechtzeitig in Sicherheit ist und eine Mutter, die versucht ihre Tochter vor einem betrunkenen Nachbar zu schützen.
The Purge – Anarchy ist brutaler und überzeugt mit vielen Einfällen, wie eine straffreie Nacht aussehen könnte. Hinter jeder Ecke scheint man etwas Neues zu entdecken. Durch die unterschiedlichen Charakter wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und schafft es so durchgehend spannend zu sein. Eine sehr interessante Fortsetzung.

3) Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, wagte ich mich auch an die Verfilmung des Stoffes von Jonas Jonasson. Wir lernen Allan (Robert Gustafsson) kennen, der gerade seinen 100. Geburtstag feiert. Allerdings hat er auf die Feier überhaupt keine Lust und klettert kurzerhand aus dem Fenster. Kurz darauf ist er mitten drin in einem absonderlichen Abenteuer. Nebenbei erfährt man noch seine Lebensgeschichte, die mit den Begegnungen der verschiedensten Persönlichkeiten einher geht.
Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand ist nicht nur ein furchtbar langer Titel, sondern eben eine Geschichte, die nur auf dem Papier funktioniert. Schon bei der Buchvorlage musste man sich zunächst an den schwedischen Schreibstil gewöhnen, bekam dann aber eine abenteuerliche Geschichte geboten. Der Film jedoch kann das Besondere der Geschichte nicht einfangen. Wir bekommen eine ähnliche Präsentation des Stoffes, wie seinerzeit bei Forrest Gump, nur eben ohne dessen Charme. So begab es sich, dass mich der Film tatsächlich immer wieder an den Rand des Einschlafens gebracht hat.

2015

4) Aloha – die Chance auf Glück

Hier musste ich tatsächlich erst einmal wieder nachlesen, worum es in dem Film ging. Das finde ich schon sehr vielsagend. Ich kann mich aber noch erinnern, dass mich der Cast mit Bradley Cooper, Emma Stone, Bill Murray, Rachel McAdams und Alec Baldwin dazu brachte, den Film zu sehen.
Grob gesagt geht es um den Militärberater Brian Gilcrest (Cooper), der nach Hawaii gerufen wird, weil er mit den Einheimischen den Segen für ein Bauprojekt für einen Weltraumflughafen aushandeln soll.
Ich glaube, ich fand den Film totlangweilig und nichtssagend und daran konnten auch die vielen guten Darsteller nichts ändern. Aber genaueres fällt mir beim besten Willen nicht mehr ein.

5) Peanuts

Ein neuer Film mit den altbekannten Figuren sollte her, doch stattdessen wurde eher der altbekannte Stoff recycelt. Fand ich selbst aber gar nicht schlimm, denn mir war die Geschichte rund um das „kleine rothaarige Mädchen“, dass neu in die Klasse kommt, nicht bekannt. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit den liebgewonnen Charakteren in einem wunderbar kurzweiligen Film, der mit Witz und Charme nur so um sich wirft. Nebenbei darf Snoopy auch wieder gegen den roten Baron antreten. Ein Film für alle, die in Nostalgie schwelgen wollen oder ihren Kindern ihre Kindheitshelden näher bringen wollen.

6) Mr. Holmes

Ian McKellan als Sherlock Holmes. Dies reichte für mich schon als Grund dem Film eine Chance zu geben.
Sherlock Holmes ist inzwischen 93 Jahre alt und lebt zurückgezogen mit seiner Haushälterin und dessen Sohn, dem er die Imkerei näher bringt. Doch immer mehr merkt er, dass er mit Gedächtnisproblemen zu kämpfen hat. So versucht er verzweifelt sich zu erinnern, was vor 30 Jahren geschah, weswegen der seine Detektivtätigkeiten komplett aufgab.
Der Film wird zweigleisig erzählt. Der Part rund um den alten Holmes ist tiefsinnig, ein wenig schwermütig, aberstark erzählt und gespielt. Leider kann man dies über die Rückblenden zu Holmes letztem Fall nicht sagen. Hier bekommt man eine Geschichte, die bis zum Schluss nicht richtig aufgelöst wird, irgendwie auch belanglos wirkt und dem anderen Teil immer wieder die Fahrt nimmt. Dennoch kann ein in beiden „Altern“ brilliant spielender Ian McKellan einiges retten. Dennoch hätte Mr. Holmes ein noch besserer Film sein können.

7) Joy

Eine zeitlang schien Jennifer Lawrence erst einmal grundsätzlich eine Oscarnominierung bekommen zu haben. So auch hier in dem Film über die rebellische Joy Mangano, die etwas komplizierte familiäre Lebensumstände hat. Als sie einen Mopp entwickelt, der Hausfrauen das Leben erleichtern soll, versucht sie alles, um diesen erfolgreich zu vermarkten. Sie muss jedoch immer wieder Rückschläge einstecken, gibt jedoch nicht auf.
Lawrence spielt hier mit ihrem Talent eine Joy, die verzweifelt versucht aus ihrem Leben das beste zu machen. Trotz eines darüber hinaus eigentlich gut klingenden Castes, unter anderem mit Bradley Cooper und Robert de Niro, schafft der Film es nicht eine eigene Dynamik aufzubauen. Auch sind die Charaktere größtenteils so unsympathisch, dass man auch keine nähere Bindung aufbauen will. So plätschert der Film dahin, ohne das der Zuschauer wirklich Anteil nimmt.

8) Black Mass

Johnny Depp hatte zur Zeit als der Film erschien, bereits einige Flops in Kauf nehmen müssen, wie bspw. Mortdecai oder auch Lone Ranger. Zu sehr hatte man sich an seine Rolle als Captain Jack Sparrow gewöhnt. Umso überraschter wurde Black Mass, in dem er den Gangster James J. Bulger verkörperte. Dieser war im Boston der 1970er und 1980er Jahre bekannt für seine Bande, die sich an Drogenhandel, Erpressung, Glücksspiel, Mord und Kidnapping versuchte. Als das FBI auf ihn aufmerksam wird, schließen sie einen Pakt, um die italienische Mafia zu beseitigen.
Eins muss man dem Film lassen. Die Darsteller brillieren in ihrem Rollen, sei es nun Depp selbst oder auch Joel Edgerton oder Benedict Cumberbatch. Das Problem am Film ist eher, dass die Handlung so langatmig ist, dass man sehr schnell abschaltet. Versteht mich nicht falsch, es gibt einge sehr brutale Szenen, die einen eigentlich packen könnten. Aber das ganze drum herum ist dann doch eher unaufgeregt erzählt.

9) Highway to Hellas

Jörg Geissner (Christoph Maria Herbst) arbeitet für eine deutsche Bank. Die fiktive griechische Insel Paladiki hat bei dieser Bank einen hohen Kredit aufgenommen, um für Touristen interessanter zu werden. Vorm Hintergrund der Finanzkrise in Griechenland soll Geissner nun die Sicherheiten der Insel erkunden. Leider hat die Insel gelogen, was die Sicherheiten angeht und versucht nun Geissner an der Nase herum zu führen.
Wieder einmal ein deutscher Film, der an den richtigen Stellen ansetzt und mit einem motivierten Herbst auch durchaus eine gute Basis hat. Aber nachdem ein paar schöne Anekdoten erzählt wurden, fängt der Film leider an zu schwächeln und kann seine eigene Komik nicht über die Laufzeit halten. Dabei geht der Film gerade einmal 89 Minuten. Auch wird hier das griechische Lebensgefühl vielleicht ein wenig zu deutsch erzählt.

10) The perfect guy

Ich finde Michael Ealy klasse. Leider hat er nicht gerade ein gutes Händchen, was seine Filmauswahl angeht. In Underworld – Awakening war er bereits in einem der schwächeren Teile der Filmreihe und About last night war einfach nur langweilig. In the perfect guy durfte er noch einmal eine ganz neue Seite seiner schauspielerischen Fähigkeiten zeigen. Leider war auch dieser Film nicht sonderlich gut.
Leah Vaugn (Sanaa Lathan) hat sich frisch von ihrem langjährigen Freund getrennt, als sie Carter (Ealy) kennenlernt. Dieser scheint zunächst der perfekte Freund zu sein, bis seine Besitzansprüche auch gewalttätig werden. Als Leah sich von ihm trennt, stalkt er sie fortan.
Das Thema Stalking ist ein schwieriges Thema, weil man wenig gegen Stalker tun kann und sie einem aber das Leben buchstäblich zur Hölle machen können. Hier wird es in eine sehr krasse Geschichte verpackt, denn Carter scheint vor nichts zurückzuschrecken. So spannend die Geschichte auch eigentlich sein könnte, so wenig scheint der richtige Funke überzuspringen. So ist der Film leider auch einer, den man sehr schnell wieder vergessen hat.

 

Rückblick auf den August

Der August hat noch einmal mit richtigem Sommerwetter geendet. Und ich habe es diesen Sommer nicht einmal an den See geschafft! Dafür ging es im August wieder auf das Elbenwald-Festival. Diesmal habe ich mir auch ein Starfoto gegönnt. Nachdem ich bei der Comic Con in Berlin von vor zwei Jahren ein wenig zu lange gezögert habe und die Fotoshoots mit Finn Jones ausverkauft waren, habe ich meine Chance nun auf dem Elbenwald genutzt. Ansonsten war das Festival mit einer Bühne weniger deutlich abgespeckter und irgendwie waren wir mehr in der Brett- und Kartenspielecke zu finden als bei den Bühnenveranstaltungen. Ob wir nächstes Jahr wieder fahren, bleibt offen. Aber nun geht es nach zwei Bildern direkt weiter mit meinem Monatsrückblick.

Sneak Preview

Fisherman’s Friends: ist ein sympathischer kleiner Film über eine Chantis singende Fischergruppe, mit einer Menge Heimatgefühl, aber eben auch dem Fernwehfaktor. Für den gute Laune Faktor einfach einmal ansehen.

Die Agentin: Der Berlinale Film befasst sich mit einer Mossad-Agentin, die über Deutschland in den Iran geschickt wird. Leider ist er für einen Spionage-Thriller nicht spannend und die Geschichte ist auch nicht sonderlich tiefgründig und auch keine Charakterstudie einer Agentin. Er bleibt bis zum Schluss ein beinahe aussageloser Film.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Yesterday: Für eine Stunde ist der Film ein super sympathischer „Was wäre wenn“ Film mit tollen Einfällen und einigen Beatlessongs. Leider kippt die Qualität nach knapp der Hälfte völlig und wird danach zu einer einfallslosen Liebesgeschichte. Schade!

Der König der Löwen: war optisch zwar gut anzusehen, aber dafür relativ emotionslos. Im Grunde war es ein guter Film, weil er einfach einen guten Film nachstellt. Neue Ideen sucht man jedoch ergebnislos.

Once upon a time in Hollywood: Der neunte Quentin Tarantino Film bildet mehr oder weniger sehr ausführlich einen Tag im Leben eines alternden Westernhelden ab. Schauspielerisch überragend, inhaltlich gewöhnungsbedürftig.

Fast and Furious: Hobbs & Shaw: konnte mich als Fast and Furious Ableger durch eine starke weibliche Fast-Hauptrolle, ein intelligentes Drehbuch, sympathische Charaktere und gut gemachter Action durchaus überzeugen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im August liefen wieder sehr viele Filme bei mir auf dem Fernseher. Dementsprechend wenig Serien habe ich gesehen.

Arielle & Arielle 2: Bei einem Filmabend mit Freunden wurde sich für Arielle entschieden. Weiterhin zwei sehr schöne Filme.

Willkommen in Marven: Monatelang habe ich mich auf diesen Film gefreut und dann lief er einfach in keinem Kinosaal in der Umgebung. Die Geschichte über einen Mann, der sein Gedächtnis nach einem Überfall verloren hat und nun sich in eine Welt voller Puppen flüchtet. Der Film hat sich – anders als erwartet – tatsächlich mehr auf die Puppenwelt konzentriert und mehr über eine Metaebene die Geschichte erzählt. Wenn man sich drauf einlässt, kommt eine hoch emotionale und mitreißende Geschichte bei raus.

Coraline: Sagen wir mal der Anfang und das Ende waren richtig gut… Den Mittelteil habe ich leider wegen akuter Übermüdung verschlafen. Ich werde ihn aber auf jeden Fall noch einmal vollständig ansehen.

The Descendants 2: Nachdem mich der erste Teil weniger begeistern konnte, versuchte meine beste Freundin es nun nochmal mit dem zweiten Teil. Da ich nun eher wusste, was mich erwartete, fand ich ihn tatsächlich deutlich besser.

Küss den Frosch: Einer der wenigen Disneyfilme, die irgendwie komplett an mir vorbeigingen. Diesmal mit einer emanzipierten schwarzen Frau, die es schafft durch einen Fluch in einen Frosch verwandelt zu werden. Disneytypisch traurig, schön und voller Ohrwürmer.

Peter Pan 2: Zweite Teile von Disneyfilmen finde ich grundsätzlich schwierig. Hier ist es ein Film, der noch mit einem guten Grundansatz daher kommt, aber im großen und ganzen nicht wirklich überzeugen kann.

Crazy Rich: Vor ein paar Monaten in aller Munde, konnte ich den Hollywoodfilm mit rein asiatischer Besetzung nun endlich nachholen. Ein starker Film über Vorurteile, Liebe und die asiatische High-Society. Darüber hinaus aber auch eine Komödie.

Goodbye Christopher Robin: Nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Disney-Film geht es diesmal um die Entstehungsgeschichte rund um den Autor und seinen Sohn. Eine herzzerreißende Geschichte.

Das Zeiträtsel: Der Trailer sah mit seinem Cast echt sehenswert aus. Leider ist die Handlung so lahm umgesetzt, dass man den Faden sehr schnell verloren hat und das Interesse am Film auch sehr schnell schwindet.

Spider-Man – a new universe: Sony hat mal wieder einen neuen Spider-Man hervorgebracht. Diesmal ist er komplett animiert. Kingpin versucht durch eine Maschine seine geliebte Vanessa zurückzubringen, holt dadurch aber auch die verschiedensten Spider-Wesen aus den unterschiedlichsten Universen in seines. Vereint versuchen sie nun Kingpin aufzuhalten. Ein im Comicstil animierter Film mit einer ganz eigenen Dynamik und damit noch einmal eine echte Überraschung im Spider-Man Multiversum.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Crawl: Ein etwas trashig aussehender Horror/Thriller mit Krokodilen(?). Unsere Protagonistin muss nun sich und wenn möglich auch ihren Vater vor den Biestern retten.

Stuber: Der Trailer sah schon relativ witzig aus. Aber reicht vielleicht auch für einen Sonntagnachmittag auf der Couch.

Late Night: Ein Film über ein alterndes Talkshow-Sternchen und eine junge Frau, die gerne Comedian wäre. Trailer sah schon sehr witzig, aber auch kritisch aus.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Good Boys, I am mother und Little monsters.

Serien – ein kurzer Überblick

Wie bereits erwähnt war mein Serienkonsum in diesem Monat eher mau. Fortgesetzt habe ich Comedians in Cars getting Coffee mit der vierten Staffel. Endlich beendet habe ich Unbreakable Kimmy Schmidt, die mit den Staffeln immer langweiliger wurde. Die vierte Staffel war nun zum Glück auch die letzte. Neu lief bei mir mit der ersten Staffel The Fresh Prince of Bel Air mit einem wirklich sehr jungen Will Smith.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1.808
Seiten pro Tag: 58 im Durchschnitt
Gebundene Bücher: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 1

Doctor Sleep: Die Fortsetzung zu Shining diesmal mit einem erwachsenen Danny. Nachdem ich den Trailer gesehen habe, musste ich das Buch schnell noch vor Kinostart lesen. Wirklich was besonderes war die Geschichte jetzt nicht, aber Stephen King kann aus allem eine Geschichte erzählen.

Streifzüge durch das Abendland: Ein eigentlich gutes Buch von Bill Bryson, dass sich aber so oft wieder holt und den üblichen Biss vermissen lässt.

Never loved before: Definitv eines der schwächsten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Eigentlich eine interessante Grundsituation, aber die Autorin wiederholt sich und die Gedanken der Person fast pausenlos, so dass die Geschichte nie wirklich vorwärts kommt und sich so das absolut vorhersehbare auf über 500 Seiten streckt.

Ghostsitter – Vorsicht Poltergeist: Auf dem Elbenwaldfestival durften die Lesungen von Tommy Krappweis natürlich nicht fehlen und so kam ich endlich dazu mir den zweiten Teil seiner Ghostsitter-Reihe zu besorgen und signieren zu lassen. Die Geschichte ist zwar auch wieder eher für die kleineren ausgelegt, kann aber auch die Großen in den Bann ziehen und begeistern.

Rückblick auf den Juli

Nachdem ich mit meinem letzten Rückblick wieder sehr spät dran war, möchte ich diesmal umso pünktlicher sein. Der Juli war gepägt von dem typischen Sommerloch im Kino. Umso mehr Zeit hatte ich für meinen Serienkonsum. Hier also mein obligatorischer Rückblick.

Sneak Preview

Anna: ist ein interessanter Film mit guten Darstellern, Hanndlung voller Wendungen und gutem Szenenbild und Choreographien. Dennoch kostet ihm die Rückblendenerzählung einige Pluspunkte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Im Juli habe ich tatsächlich alle drei Filme mit 6 Punkte bewertet. Das ist Zufall, es war also kein Highlight aber auch keine richtige Enttäuschung dabei.

Men in Black – International: Ein Actionfilm, der auf leichte Unterhaltung setzt, dabei aber leider ins Belanglose rutscht und daher keine Geschichte erzählt, an die man sich erinnert.

Traumfabrik: lädt zum träumen und schwärmen ein, scheitert dann aber an überzeichneten Charakteren und einem fehlbesetzten Protagonisten.

Spider-Man – Far from home: hat viele gute Ansätze, versucht die Marveltypische Spannung und Humor zu verbinden, scheitert aber letztendlich durch eine verworrene Handlung und einem unnachvollziehbarem Bösewicht. Damit zählt er zu den schwächeren Vertretern aus dem Hause Marvel.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Happy feet: Pinguine sind meine absoluten Lieblingstiere. Umso überrascher war mein Lebensgefährte, dass ich diesen Pinguinfilm noch nicht gesehen hatte. Allerdings konnte mich der Film auch nicht überzeugen, denn die Handlung springt zu sehr und spricht zu viele Themen an, ohne sie wirklich ernst zu nehmen.

Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh: Der erste Winnie Puuh Film aus der Meisterwerkereihe von Disney lief nach langer Zeit mal wieder bei mir und konnte mich wie jedes Mal begeistern. Der kleine Bär mit dem großen Honighunger hat es mir einfach angetan.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Yesterday: Was wäre, wenn über Nacht alle außer dir die Songs der Beatles vergessen hätten? Genau damit befasst sich Yesterday.

Serien – ein kurzer Überblick

Im Juli habe ich mich endlich an die erste Staffel von The Marvelous Mrs. Maisel gewagt und es eigentlich nur bereut die Serie nicht schon viel früher gesehen zu haben, denn sie versprüht einen ganz besonderen Charme. Danach ging es bei mir historisch zu und ich hab Netflix Dokuserie Die letzten Zaren angesehen, in der halb serientypisch, halb dokutypisch die Geschichte von der Machtergreifung Nikolaus II. bis zur Ermordung seiner Familie erzählt wird. Das war für mich insofern aktuell sehr interessant, als dass ich letzten Monat auf meiner Ostseekreuzfahrt in St. Petersburg war und viele Schauplätze live sehen konnte, wie beispielsweise den Katharinenpalast. Ebenfalls lief bei mir im Juli die vierte Staffel von Lucifer, also die erste von Netflix produzierte Staffel und die war ziemlich wirr erzählt, weil irgendwie sehr viel in die 10 Folgen passen sollten. Mal sehen, ob die fünfte wieder gemäßigter erzählt. Auch habe ich mich endlich an die dritte und finale Staffel von Eine Reihe betrüblicher Ereignisse gewagt, die im Stil den ersten beiden Staffeln treu bleibt, aber am Ende leider zu wenig aufklärt und mich daher doch enttäuscht zurück lässt. Ebenfalls nach langer Zeit nun endlich beendet habe ich die erste Staffel von American Crime Story, die sich mit dem Fall „The People vs. O.J Simpson“ befasste. Hier konnte ich lange Zeit immer mal nur eine Folge gucken, weil mir der Fall über 10 Folgen gestreckt, leider doch sehr langatmig erzählt wurde und selten etwas wirklich spannendes dabei war. Sehr schade, denn die Serie wurde doch sehr hochgelobt. Ansonsten brachte Sky endlich die sechste Staffel von Elementary, die gewohnt mit hohem Niveau erzählt wurde. Jetzt muss ich aber auf die siebte warten, um den Cliffhanger endlich aufzulösen. Aber das war noch lange nicht alles, denn Netflix brachte nun auch endlich die achte Staffel Modern Family, die auch in dieser noch spannende Geschichten erzählen konnte, an einer Stelle, wo anderen Sitcoms schon längst die Puste ausging. Und dann ging es bei mir noch nostalgisch zu, denn bei mir lief auch die komplette erste Staffel der Ducktales.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 2
Seiten gesamt: 1.520
Seiten pro Tag: 49 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2

Wir sehen uns beim Happy-end: Ella lebt für Happy-ends und kann nichts ertragen ohne. Kein Film, kein Buch, nichts. Bis ihr eigenes Leben auf einmal aus der Bahn gerät und sie auf Oskar trifft, der anscheinend ganz dringend ein Happy-end braucht. Das perfekte Buch für Träumer, das vielleicht zwischendurch etwas realitätsfern ist, aber trotzdem eine zauberhafte Story erzählt.

Ein wenig Leben: Das genau Gegenteil zur lockeren Happy-end Story, präsentierte mir ein wenig Leben, das auf fast tausend Seiten die Geschichte der vier Freunde Jude, Willem, Malcolm und JB erzählt. Die Geschichte geht über einen Zeitraum von über 30 Jahren und geht tief unter die Haut. Vor allem Jude hat in seinem Leben sehr viel durchmachen müssen.

Rückblick auf den Juni

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Bevor ihr fragt: Ja, ich war wieder einmal in der Weltgeschichte unterwegs. Diesmal allerdings dienstlich, weswegen mein Rückblick wieder später als gewohnt erscheint. Meine Dienstreise hat mich diesmal auf ein Flusskreuzfahrtschiff verschlagen, mit dem ich quer über die Donau geschippert bin. Wenn ihr einmal eine Reiseart sucht, bei der man komplett entschleunigen kann und trotzdem ein Highlight nach dem nächsten hat: Flusskreuzfahrt! Aber nun soll es ohne weiteres Vorgeplänkel direkt zu meinem medialen Rückblick auf den Juni kommen. (Oh, nebendran noch ein Foto von Budapest!)

20190622_211432Okay, ein bisschen habe ich doch noch zu erzählen. Denn im Juni war ich nicht nur auf Kreuzfahrt mit der AIDA und habe mir die schönsten Stellen der Ostsee angesehen, sondern durfte auch eines meiner Jahreshighlighs erleben (und ja, ich weiß jetzt schon, dass es dazugehört!). Denn im Juni war ich endlich auf einem Rammsteinkonzert und durfte damit einer meiner Lieblingsbands im Olympiastadion live erleben! Und ja live sieht man zwar relativ wenig, da Rammstein sich weigert Leinwände einzusetzen, aber dafür geht die Musik noch mehr unter die Haut als ohnehin schon. Okay, jetzt geht es aber wirklich um den medialen Rückblick 😉

Neulich in der Sneak

Brightburn – Son of Darkness: ist ein qualitativ hochwertiger Horrorfilm mit einer interessanten Grundhandlung, der an zwei Stellen abdriftet und sich damit einiges verbaut.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Rocketman: ist ein Musikerbiopic, das eher als Musical inszeniert wurde, was dem Film aber sehr gut tut. Zusammen mit einem fantastischen Hauptdarsteller kommt ein runder Film heraus.

Godzilla 2 – King of the Monsters: Hier bekommt der Zuschauer so ziemlich das, was er erwarten darf. Schwächen in der Handlung sind verzeihbar, da diese in einem Film mit solch großangelegten Kämpfen nicht das Hauptaugenmerk ist.

Pets 2: Diesmal mehr als Episodenfilm angelegt, hat Pets 2 gute Einfälle und auch lustige Szenen, schafft es aber nicht einen durchgehend interessanten Film zu machen. Dennoch hat er sich im Vergleich zum ersten Teil gut gesteigert.

X-Men – Dark Phoenix: ist nicht die ersehnte Fortsetzung nach einem miserablen Apokalypse, sondern leider einfallslos, lahm und in der Hauptrolle schlecht besetzt. Der einzig interessante Satz im Film kam von Jennifer Lawrence Charakter, die eine Umbenennung der X-Men fordert, nachdem die Frauen einen Großteil der Arbeit beitragen. Ob wir das Franchise nun final beerdigen dürfen, wird sich zeigen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Das Königreich der Katzen: Mein Lebensgefährte hatte einmal wieder Lust auf einen Anime. Heraus kam ein ein supersüßer Film, der ein Schulmädchen ins Königreich der Katzen verschlägt, um dort den Prinzen zu heilen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Drei Schritte zu dir: Krankenhausliebesdrama. Gibt es das so als Genre? Egal, der Film sieht nach einem guten Film aus für einen Abend mit Tränen und Lachen und großem Eisbecher.

Tolkien: Das Biopic über Herr der Ringe Autor J.R.R. Tolkien. Soll sich zwar sehr an der Liebesgeschichte orientieren, aber dennoch reizt mich der Film sehr.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: TKKG, Zwischen den Zeilen, The Dead don’t die und Long Shot

Serien – ein kurzer Überblick

Der Juni war ein guter Serienmonat. Es gab endlich die fünfte Staffel von Grace & Frankie. Auch wenn die Serie langsam ihren Zenit überschritten hat, hatte sie doch zwischendurch wieder ihre gewohnt guten Einfälle. Dann gab es mit Chernobyl und Good Omens gleich zwei Miniserien, die mich absolut mitreißen konnten. Große Weiterempfehlung auch nochmal an dieser Stelle. Darüber hinaus habe ich endlich die erste Staffel von Stranger Things beendet. Das ich dafür über ein Jahr bei acht Folgen gebraucht habe, zeigt wohl, dass ich mich nicht dem großen Hype anschließen kann. Trotzdem wurden genug Rätsel gestreut, so dass ich bereits mit der zweiten angefangen habe. Auch beenden konnte ich Die 2, eine britische Krimiserie aus den 1970er Jahren, die leider nach einer Staffel wieder eingestellt wurde. Aber wer Rodger Moore und Tony Curtis in einem absolut genialem (geistigem) Schlagabtausch erleben will, sollte vielleicht mal einen Blick wagen. Ansonsten habe ich meine beiden aktuellen Comedyserien fortgesetzt und jeweils die dritte Staffel von Seinfeld und Comedians auf Kaffeefahrt gesehen.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 6
Seiten gesamt: 1826
Seiten pro Tag: 61 im Durchschnitt
Taschenbuch: 4
E-Book: 2

Honigduft & Meeresbrise: Die Geschichte über im Weltkrieg verloren gegangene Briefe, gibt es immer mal wieder. Hier wird die Geschichte jedoch mit einer absolut sympathischen Protagonistin und ihrer liebenswerten Oma aufgezogen und befasst sich gleichzeitig mit den Themen Verlust und Freundschaft und natürlich Bienen. Das perfekte Strandbuch für den Sommer.

Alibi: Der inzwischen dritte Fall für Hercule Poirot kommt gewohnt spannend und rätselhaft daher. Bis zum Ende scheint nichts zusammen zu passen, bis dann die große Wendung kommt, mit der wohl keiner gerechnet hat.

Bookless – Wörter durchfluten die Zeit: Der erste Teil der Bookless-Reihe kommt mit einer ausführlichen Einführung daher. Wirklich viel ist noch nicht passiert, außer, dass die Grundhandlung gefestigt wurde. Macht dadurch leider kaum Werbung für die Folgebände (die allerdings doch schon bei mir im Regal stehen…)

Wir für zwei Nächte: Die Geschichte rund um Jade & Lawrence geht weiter. Allerdings scheint die Autorin hier einfach nur nicht loslassen zu können, weswegen die Handlung etwas dünn ist, die gewohnte erotische Prise komplett fehlt und in der Handlung zwischendurch immer wieder gesprungen wird, weil der Autorin einfach nicht genug einfiel. Sehr schade.

Fahrenheit 451: Ray Bradburys Klassiker durfte ich nun endlich von meiner Literaturklassikerliste der Schande streichen. Während das Buch eine wichtige Botschaft vermittelt, habe ich mich mit Protagonist und vor allem dem Schreibstil sehr schwer getan.

Ivy Years 4 – Wenn wir vertrauen: Die Reihe rund um das Harkness-College geht weiter. Diesmal durften wir Bellas Leben etwas näher betrachten. Die Geschichte war zwischendurch leider für mich etwas schwierig zu lesen, weil sie mich heruntergezogen hat. Dennoch ist es am Ende eine der typischen Ivy Years Geschichten, die rund um die Liebesgeschichte ein sehr großes Drama spinnen.

Wie war euer Juni? Interessieren euch eigentlich Urlaubsberichte?