Rückblick auf den Juli 2023

Der Juli ist vorbei, meine Urlaubspläne hatten sich wegen des Chaos rund ums Wacken Open Air kurzfristig geändert und eigentlich hoffe ich, dass der Rest August nur unchaotischer werden kann, aber dennoch will ich noch mal ein wenig zurückschauen auf den Juli und meinen medialen Konsum. Dabei ist der Juli tatsächlich wieder filmlastiger geworden, als die Monate zuvor, vor allem punkteten aber auch die Serien.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mission Impossible 7.1 – Dead Reckoning Part 1: Der Test einer neuen Tarnkappentechnik an Bord eines russischen U-Bootes geht schief. Doch an Bord soll auch eine neue Superintelligenz gewesen sein. Um an diese zu kommen, benötigt es zwei Schlüssel, die nur zusammen funktionieren. Ethan Hunt bekommt den Auftrag diese zu beschaffen, merkt aber schnell, dass es diesmal keinen klaren Gegner gibt. Als dann auch noch ein Phantom aus seiner Vergangenheit auftaucht, will er am liebsten sein Team abziehen und außer Gefahr bringen. – Der beste Mission Impossible seit Phantom Protokoll! Gute Action, stimmige Handlung, die erstaunlicherweise über die ganze Spielzeit funktioniert, aber alles auch wieder etwas reduzierter, gezielter eingesetzt.

Elemental: In Elemental City leben die vier Elemente harmonisch zusammen. Lediglich Feuer wird immer wieder ausgegrenzt, da es angeblich eine zu hohe Zerstörungsgewalt hätte. Ember Lumen träumt seit ihrer Kindheit davon den Laden ihres Vaters zu übernehmen. Bei einem Wasserschaden trifft sie durch Zufall auf den Wasserelementaren Wade Ripple, der als Inpektor für die Stadt arbeitet, findet leider bauliche Verstöße und will diese melden. Ember versucht alles, um den Laden ihres Vaters zu retten und kommt Wade dabei immer näher. Doch Feuer und Wasser, dass kann doch nicht funktionieren. – Stimmiger Animationsfilm zum Thema Einwanderung, etwas vorhersehbar, aber dafür sehr fantasievoll umgesetzt.

Barbie: In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet. – Anwärter aufs Jahreshighlight.  Barbie als feministischen Film und trotzdem voller popkultureller Anspielungen und gut gesetzter Witze, funktioniert dank Greta Gerwig einfach wunderbar.

Oppenheimer: Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe, wird nach dem Krieg in einem Ausschuss zu seiner Sicherheitsfreigabe mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Dabei geht es um seine Studienjahre, seinen Einsatz für das Manhattan-Projekt und der damit verbundenen Entwicklung der Atombombe. – Ein etwas anderer Nolan und auch wenn es gerade am Anfang ein paar Stolperer gab, war ich so sehr in der Atmosphäre des Films, dass die 180 Minuten Laufzeit einfach verflogen sind.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich das Stand-up Programm von Felix Lobrecht „Kenn‘ ick“

Der talentierte Mr. Ripley: Der ärmliche Tom Ripley gibt sich gegenüber der reichen Familie Greenleaf als Freund dessen Sohnes aus. Daraufhin bietet Mr. Greenleaf ihm Geld an, wenn er nach Italien reist und seinen Sohn Dickie zurückholt. Doch in Italien nutzt Ripley eine Finte, um sich mit Dickie anzufreunden. – Sehr langsamer Aufbau, dadurch hatte mich der Film verloren, bevor er interessant wurde. Hat mir leider nicht zugesagt.

Ein Herz und eine Krone: Ann ist Kronprinzessin und auf Staatsbesuch in Rom. Doch sie träumt davon den höfischen Zwängen zumindest kurzzeitig zu entkommen und sich die Stadt anzugucken. Der Arzt verschreibt ihr daraufhin eine Beruhigungsspritze, die sie jedoch nicht davon abhält zu fliehen. Sie schläft auf einer Bank am Straßenrand ein, wo der Reporter Joe Bradley sie findet. Dieser sollte eigentlich eine Interview über die Prinzessin schreiben, sieht aber seine Chance gekommen, einen Exklusivbericht zu schreiben. – Kurzweilige Unterhaltung und viel Fernweh nach Rom.

Kurokos Basketball – Final Game: Bei einem Streetbalturnier wird Japan von einem Team aus den USA vorgeführt. Als diese dann auch noch den kompletten japanischen Basketball verhöhnen, wird ein neues Team gegründet, dass vor allem aus der Wundergeneration besteht, die sich zu diesem Anlass noch einmal zusammenraufen. Auch Kuroko und Taiga sind dabei. Doch dieses Match verlangt ihnen alles ab. – Der Film vereint alles, was sich der Anime in drei Staffeln aufgebaut hat. Ein würdiger Abschluss und ein tolles Wiedersehen mit den Charakteren.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Die Geistervilla: 20 Jahre nach dem Film mit Eddie Murphy, der sich mit der Disneyland Attraktion Haunted Mansion befasste, gibt es nun einen neuen Film, der keine direktes Remake sein soll. Der Trailer sah zumindest ganz witzig aus, weswegen ich gern mal einen Blick wagen möchte.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Friends – Staffel 4-5

Kurokos Basketball – Staffel 2-3 (Es wurde immer spannender, da die Identifikation mit den Charakteren stärker war, mitreißende Spiele und ein tolles Ende)

Dr. Stranger – K-Drama (Hat sich leider sehr gezogen und immer wieder im Kreis gedreht, dafür am Ende sehr gehetzt. Leider eines der schlechteren Dramen, die ich gesehen habe)

Sailor Moon – Staffel 1 (Meine erste Begegnung mit den Sailor Kriegerinnen, aber ich mochte die einzelnen Geschichten und das Schwelgen in der Welt. Werde bestimmt weiterschauen)

Re-Main – Staffel 1 (Richtig starker Sport-Anime zum Thema Wasserball. Leider fand ich den Plottwist in der Mitte sehr schwierig und hat mir die Leichtigkeit der Serie genommen. Konnte sich aber gegen Ende wieder etwas bessern, weswegen ich mich auf eine mögliche zweite Staffel freue)

Shinobi no Ittoki – Staffel 1 (Langatmig, drehte sich immer wieder im Kreis, viel zu schnelle Fähigkeitenentwicklung, mochte die ganze Geschichte nicht.)

Hack my home – Staffel 1 (Innerhalb kürzester Zeit durchgebinged, mochte die Ideen sehr und das Team war auch sehr sympathisch. Gerne mehr Folgen!)

How I met your father – Staffel 2 (Sagt, was ihr wollt, aber ich liebe die Gruppe von Freund*innen einfach sehr. Ich liebe den Humor, die Geschichten und einfach alles. Habe mich über jede neue Folge sehr gefreut und hoffe nun auf eine dritte Staffel)

Brooklyn 99 – Staffel 8 (Der Abschied vom 99. fiel sehr schwer, denn wo zuvor deutlich die Luft raus war, hat diese Staffel noch einmal viel rausgerissen. Auch das Aufgreifen aktueller Thematiken hat der Serie sehr gut getan)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 5.927
Seiten pro Tag: 191 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 2
Hörbuch: 12

Worlds Collide: Fiona Harris steht kurz vor dem Launch ihrer eigenen Beauty Collection. Doch da gibt es ein Enthüllungsvideo des Influencers Demian über einen Spendenskandal in den Fiona verwickelt sein sollte. Der darauffolgende Shitstorm wirft Fiona vollkommen aus der Bahn. Doch um ihren guten Ruf wieder herzustellen, braucht sie ausgerechnet Demians Hilfe. – Mochte die Geschichte und die Charaktere, aber insgesamt war es mir einfach zu lang. Dadurch hat es sich etwas gezogen.

Heimwärts*: 1959 findet ein Reisender die Familie Turner nach einem Picknick am Fluss tot auf. Das Geschehene erschüttert den beschaulichen Ort Tambilla. 2018 kehrt Jess von London nach Sydney zurück, da ihre Großmutter Nora gestürzt ist. Im Krankenhaus scheint Nora verwirrt zu sein und Angst zu haben, dass man ihr ihr Baby wegnähme. Jess versucht die Ursache herauszufinden und stößt auf ein altes Familiengeheimnis. – Fernweh nach Australien incoming. Ansonsten eine tolle Familiengeschichte mit kleineren Stolperern, aber im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin etwas schwächer.

Die Krone von Atlantis: Taschendiebin Ria stiehlt ein Artefakt von einer zwielichtigen Gruppe, was sie besser nicht getan hätte. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Percy und dessen Ziehmutter, die ihr Unterschlupf bieten. Dabei erfährt sie, dass beide Gruppen auf der Suche nach der Krone von Atlantis sind, Nachfahren der Atlanter auf der Erde leben und sie mitten in einem Abenteuer ist, dass sie von Hamburg nach Norwegen und schließlich nach Griechenland bringen wird. – Starker Auftakt mit unvorhersehbarem Plottwist. Bin sehr fasziniert vom Worldbuilding und freu mich auf den nächsten Band.

Andrew im Wunderland: Andrew ist eigentlich der typische Gamer. Doch als er eines Abends einer Dame im Hasenkostüm folgt, findet er sich kurzerhand in einer anderen Welt wieder. Dort wird er als großer Zauberer angesehen und schafft es nicht zu erklären, dass sich seine Magiefähigkeiten auf ein Onlinespiel beschränken. So versucht er dennoch der Gruppe zu helfen, muss dabei aber in das Herrenhaus eines Adligen einbrechen. Alles nicht so einfach. – Konnte mich leider nicht überzeugen. Andrew war mir viel zu schwanzgesteuert, es ging ständig um genau diesen, daher konnte ich die Welt an sich leider gar nicht genießen.

Stray Love Hearts 4: Hiyoki kann die Auswahl des Herzdiebs immer weiter eingrenzen. Doch dann kommen die Ferien dazwischen und eine Kreuzfahrt steht an. – Es ist weiterhin nicht meine Geschichte, aber die Auflösung möchte ich dann doch noch wissen. Durch die Pause zu Band 3 sind mir aber auch die meisten Namen wieder entfallen, also mal schauen, wann es an Band 5 geht.

Qualityland: Peter Arbeitsloser lebt in Qualityland. Dem beeindruckendsten und fortschrittlichsten Land der Welt – zumal hier alles nur in Superlativen geschieht. Als er von The Shop, dem größten Onlinehandel, einen pinken Delfinvibrator bekommt, versucht er diesen umzutauschen. Doch angeblich ist dies genau das, was Peter will. Bei den Nachforschungen dazu gerät er immer tiefer in die Verstrickungen der Algorithmen, die sein Leben bestimmen. – Reread in Vorbereitung auf den zweiten Band. Mag den Weltenbau und die versteckten Botschaften darin und gerade das Hörbuch lohnt sich absolut.

Qualityland 2.0: Nachdem Peter Arbeitsloser versuchte sein Problem zu lösen, ist Kiki Unbekannt weiterhin auf der Suche nach ihrer Familie. Gleichzeitig wird ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Auf der Suche nach Antworten dringt sie immer weiter in die Netze von Qualityland vor. – Es fehlte etwas von den Überraschungsmomenten aus Band 1, aber auch diese Geschichte funktionierte wieder sehr gut und konnte mich gut unterhalten, auch wenn vieles sehr erschreckende Analogien sind.

Das Nein-Horn: Das kleine Einhorn, dass nur ständig Nein sagt und deswegen das Nein-Horn genannt wird, zieht aus, um andere Tiere kennenzulernen. – Sehr süßes und kurzweiliges Kinderbuch.

A magic steepd in Poison: Ning reist an Stelle ihrer kranken Schwester in die kaiserliche Stadt, um an einem Wettkampf der Tee-Magier teilzunehmen. Jede Runde ist ein Kampf und könnte ihren Tod bedeuten, doch sie will gewinnen, um ihre Schwester zu retten. Doch Intrigen und Gefahren lauern hinter jeder Ecke. – Spannender Auftakt. Mochte den Teemagie-Aspekt sehr gern, die ganzen Intrigen waren nicht ganz meins, aber der Schreibstil konnte gut darüber hinweghelfen.

Knights 3: Guinevere krallt sich Noah, der unter Morganas Kräften kurz vorm Zusammenbrechen ist. Charlotte und die Knights versuchen ihn aus den Fängen zu befreien und zu retten, doch das gestaltet sich schwerer, als KORT sich gegen sie wendet. Doch sie bekommen Hilfe, von der Person, von der sie es am wenigsten erwartet hatten. – Bin vom Ende nicht wirklich überzeugt, aber der geniale Schreibstil der Autorin tröstet über vieles hinweg. Grundsätzlich aber ein schönes Wiedersehen (und leider auch ein Abschiednehmen) mit den Charakteren.

Es kann nur eine geben: Carolin Kebekus schreibt über Feminismus, das Patriachat und wie wir Frauen gegen einander aufgestachelt werden, denn es heißt stets: Es kann nur eine geben. – Sehr humorvoll aufgearbeitet, behandelt wichtige Themen, aber kommt trotzdem immer mit dem gewissen Augenzwinkern daher.

Zerbrich uns. Nicht: Nachdem Gavin ihr erneut das Herz gebrochen hat, versucht April aufzuheben, was von ihr übrig ist. Doch Gavin ist nicht mehr aus ihrem Leben zu entfernen und so versucht sie einen Weg zu finden, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen. Doch das ist gar nicht so leicht. – Herzensreihe, auch wenn das Drama hier teilweise sehr gestellt wirkt. Hätte vielleicht als Einzelband besser funktioniert, aber allein, dass man die Charaktere nochmal wiedertrifft, hat vieles rausgerissen.

Ich glaube, ich hatte es schon: Michael Mittermeier nimmt sich der Corona-Thematik an und versucht möglichst humorvoll mit den verschiedenen Phasen umzugehen. Von Homeschooling über Maskendebatte, hier haben wir die Pandemie humorvoll aufgearbeitet. – Es war sehr kurzweilig, was gut war, da ich mit den meisten Witzen nichts anfangen konnte. Ist auch zeitlich sehr hin und her gesprungen. Hat für mich einfach nicht funktioniert.

Die Mitternachtsbibliothek: Nora Seed sieht in ihrem Leben keinen Sinn mehr. Zu viele falsche Entscheidungen brachten ihr ein Leben in Einsamkeit ein. Sie beschließt sich das Leben zu nehmen und landet in der Mitternachtsbibliothek, einem Ort, voller Bücher mit Leben, die sie hätte führen können, wenn sie sich in bestimmten Situationen anders entschieden hätte. Doch sind diese Leben wirklich glücklicher? – Schwieriges Thema, aber sooo gut umgesetzt. Regt wirklich stark zum nachdenken an.

Die Schatzinsel: Im „Admiral Benbow“, einem Gasthaus in der Nähe von Bristol, lebt der junge Jim Hawkins, dessen Eltern die Besitzer des Gasthauses sind. Eines Tages quartiert sich der Trunkenbold Bill Bones dort ein, der auf der Flucht vor etwas oder jemandem sein soll. Jim entdeckt, dass es sich um eine Schatzkarte handelt. Kurzdarauf wird das Gasthaus von Piraten überfallen. Jim wird Teil einer Crew, die den legendären Schatz von Captain Flint bergen will. – Es war mal wieder Zeit für einen Klassiker, den ich schon seit Ewigkeiten lesen wollte. Stevenson schafft es auch wieder eine spannende Geschichte zu verpacken, war mir aber im Endeffekt etwas zu lang.

Mit dir oder ohne dich: Cara hat in dem verträumten Städtchen Silver Heights, ein kleines Café, in dem sie Speisen für Leute mit Unverträglichkeiten anbietet. Eines Tages läuft ihr Adam über den Weg, der ihr sofort sympathisch ist. Doch es liegt eine Reihe von Missverständnissen vor ihnen. Doch vor allem muss Cara ihre Unsicherheit überwinden und Adam mit der Vergangenheit abschließen, was alles andere als einfach ist. – Anwärter Jahreshighlight. Habe die Geschichte geliebt, die Charaktere sind toll und es war irgendwie sehr cozy, aber hatte doch auch wichtige Themen und war einfach ein Wohlfühlbuch.

Die Tagebücher der Apothekerin 5: Maomao tritt ihre neue Stelle an. Doch an Ruhe ist dabei gar nicht zu denken, da sie erneut bei der sie bei Ermittlungen hinzugezogen wird. – Neues Arbeitsumfeld, neue Fälle, der gleiche bissige Humor. Mag die Reihe sehr gern.

Was waren eure Highlights im Juli?

Urlaubsankündigung

Es ist wieder soweit, ich mache Urlaub.

Eigentlich wollte ich vorher noch ein paar Beiträge schaffen und zumindest die größten Kinostarts Barbie und Oppenheimer noch besprechen, aber manchmal kommt es im Leben einfach anders und so verabschiede ich mich früher in die Pause.
Aktuell bin ich noch vollauf mit den Vorbereitungen beschäftigt, aber nächste Woche geht es dann los und ich erfüll mir einen Traum und fahr auf das Wacken Open Air.
Wann es danach genau weitergeht, kann ich noch nicht sagen, aber da ich noch einige Beiträge habe, die ich gern zeitnah veröffentlichen würde, sollte es nicht allzulange dauern. Wie immer gibt es aktuelle Informationen und das ein oder andere Foto auf meiner Instagramseite ( instagram.com/shalima_dreams_on ).

Das Foto ist übrigens in meinem Walesurlaub entstanden und zeigt Three Cliffs Bay.

Eine Handvoll (oder mehr) Serien/Bücher – Disability Pride Month Special 2023

Juli ist der Disability Pride Month.
Nachdem im Juni die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft gefeiert wurde, geht es im Juli darum auf Behinderungen aufmerksam zu machen, Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Klischees und Vorurteile abzubauen.
Wie schon im letzten Jahr, will ich euch auch diesmal eine Auswahl an diversen Repräsentationen in Serien und Büchern geben – Filme habe ich leider keine im vergangenen Jahr gesehen.

Der Weihnachtosaurus

Die Handlung: William Trudel wünscht sich nichts mehr als einen echten Dinosaurier vom Weihnachtsmann. Und wie es der Zufall so will schlüpft genau zur Weihnachtszeit am Nordpol ein Dino. Der Weihnachtsmann nimmt diesen bei sich auf und gibt ihm den Namen Weihnachtosaurus. Doch am Weihnachtsabend kommt alles ganz anders und William und der Weihnachtosaurus erleben ein gemeinsames Abenteuer.

Warum das Buch so wichtig ist: Bereits im Kindesalter werden wir durch Klischees und Vorurteile geprägt. Umso wichtiger ist es bereits in Kinderbüchern Diversität zu repräsentieren. Und damit sind eben auch Behinderungen und Menschen mit Behinderungen gemeint. Der Weihnachtosaurus bietet uns mit William Trudel nicht nur eine Jungen, dessen Traum eines echten Dinos ins Erfüllung geht und eine bunte Abenteuergeschichte erlebt. Sondern eben auch die Realität eines Kindes im Rollstuhl. Dabei geht es um alltägliche Schwierigkeiten, Mobbing in der Schule und der Verzweiflung, weil William doch nichts für seine Behinderung kann. Dabei werden diese Schattenseiten zwar angesprochen, dominieren aber nicht die Handlung. Soll heißen, sie sind da, sie werden nicht ignoriert und doch zeigt das Buch, dass trotz – oder gerade wegen – des Rollstuhls William ein wunderbares Abenteuer erleben kann.

Extraordinary Attorney Who

Die Handlung: Woo Young-woo hat ihre Anwaltsprüfung mit Auszeichnung bestanden, bekommt aber nirgends einen Job, da ihre autistische Spektrums-Störung alle Kanzleien abschreckt. Doch dann nimmt eine sie doch noch nachträglich auf und sie darf fortan das Team von Jung Myeong-seok unterstützen. Dabei fällt sie durch ihre kreative Herangehensweise auf, allerdings auch durch ihre Probleme im sozialen Kontakt. Dabei sind ihr nicht alle wohlgesonnen.

Warum die Serie so wichtig ist: Zunächst war ich bei der Serie skeptisch, da Autist*innen gern als sozial auffällig, aber super intelligent dargestellt werden. Das dies der Realität entsprechen kann, aber nicht die Regel ist, wie uns gern suggeriert wird, wird meist unterschlagen. Nicht in Extraordinary Attorney Who. Hier wird ganz gezielt auf das Spektrum aufmerksam gemacht und doch viele Probleme genannt, die bei vielen auf dem Spektrum auftreten. Dabei führt ihre Art zeitgleich zu Problemen und Lösungen und nicht jeder in ihrem Umfeld reagiert positiv auf sie. Dennoch ist es eine sehr herzliche Serie, voller Witz (niemals über die Behinderung!), spannender Fälle und toller Charaktere.

Hawkeye

Die Handlung: Kate Bishop ist seit den Ereignissen in New York 2012 (siehe The Avengers) großer Fan von ihrem persönlichen Helden Hawkeye alias Clint Barton. Als bei einer Schwarzmarkt-Auktion auf einer Charity-Veranstaltung der Firma ihrer Mutter das Kostüm des Ronin versteigert wird, landet dies nach einem Anschlag in ihrem Besitz. Damit macht sie zwei Parteien auf sich aufmerksam. Zum einen Hawkeye, der eigentlich wegen eines Musicalbesuchs mit seinen Kindern in der Stadt war, und der Jogging-Anzug Gang, deren Anzahl der Ronin einst stark verkleinerte.

Warum die Serie so wichtig ist: Superhelden sind für uns die Verkörperung von allem Positiven. Sie sind Vorbilder, retten die Welt und haben natürlich kaum Schwächen. Und auch, wenn Hawkeye selbst „nur“ eine Hörschädigung hat, die nach den vielen Ereignissen auch sehr realistisch ist, so haben wir gerade mit Maya Lopez aka Echo als eine der Gegenspielerinnen eine Frau, die nicht nur mit Beinprotese kämpft, sondern auch vollständig gehörlos ist. Gebärdensprache wird in einigen Szenen benutzt, bzw. geht es auch um die Schwierigkeit sich verständlich zu machen, wenn andere diese eben nicht beherrschen. Dabei ist auch diese Thematik wieder wunderbar in die Handlung eingepflegt, ohne unterzugehen, aber auch ohne zu großen Wert darauf zu legen.

Erntedank in Vertikow

Die Handlung: Peer sitzt seit neustem im Rollstuhl und kommt damit nicht wirklich zurecht. Als in Vertikow, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommer, ein Unfall geschieht, ist sich Peer sicher: Es war Mord. Da ihm niemand glauben will, fängt er selbstständig an zu ermitteln.

Warum das Buch so wichtig ist: Was macht ein Organist, der seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, weil er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr die Treppen zur Orgel hochkommt? Genau Detektiv spielen und einen Mord aufklären. Dabei haben wir diesmal wirklich eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Unser Protagonist sitzt ganz neu im Rollstuhl und kommt mit den Einschränkungen nicht so gut zurecht. Sein kleines Dorf ist nicht wirklich barrierefrei und auch wenn ihm die Bewohnenden viel versuchen zu helfen, so kämpft er doch mit der Frustration, hadert mit sich und seinem Körper und hinterfragt selbst seine Beziehung. Wir bekommen hier also eine schonungslose Erfahrung hautnah und bekommen als Bonus noch eine spannende Cozy Crime Geschichte.

Gallant

Die Handlung: Olivia Prior ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Da sie nicht sprechen kann, wurde ihr gern das Leben schwer gemacht. Nur die Worte ihrer Mutter in einem alten Tagebuch konnten ihr Trost spenden. Dort wird sie vor einem Ort namens Gallant gewarnt. Doch als ein Brief von ihrem Onkel eintrifft, lädt er sie genau dorthin ein. Olivia folgt dem Ruf, in der Hoffnung ihre Familie wiederzufinden, doch vor Ort ist alles ganz anders. Ein Geheimnis liegt auf Gallant, das Olivia lösen will. 

Warum das Buch so wichtig ist: Olivia kann nicht sprechen (laut Google-Suche hat sie wahrscheinlich Anarthrie, im Buch selbst wird keine Diagnose genannt). Das scheint für andere Mädchen im Waisenhaus Grund genug zu sein, sie auszuschließen und zu mobben. Dabei hat sie verzweifelt nach einer Erklärung gesucht, doch konnte nicht herausfinden, warum sie nicht sprechen kann. Das wird im Verlauf der Handlung mehrmals nochmal wichtig, wenn sie sich über gemalte Bilder auszudrücken versucht und eben im Zweifelsfall auch nicht um Hilfe rufen kann bzw. auch keine Schmerzlaute von sich geben kann. Mit Gothic Novel haben wir hier auch nochmal ein anderes Genre, da ich stets versuche hier auch eine Vielfalt miteinzubringen.

Komi can’t communicate

Die Handlung: Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. 

Warum der Manga/der Anime so wichtig ist: Bei sozialen Ängsten ist nun natürlich die Frage, in wiefern dies unter Disability fällt. Da in diesem Manga/Anime Komi dadurch beinahe gar nicht spricht, in vielen Situationen Hilfe braucht, die sie aber nicht erbitten kann und auch sonst mit einigen Einschränkungen zurecht kommen muss, habe ich für mich entschieden die Geschichte hier mit aufzunehmen. Denn zum einen werden hier einige Vorurteile abgebaut, es wird der tägliche Kampf beschrieben und der Umgang mit den Menschen um sie herum. Dabei fand ich es besonders schön zu lesen, dass Komi eben nicht die typische Außenseiterin ist, sondern das beliebteste Mädchen an der Schule, was die Situationen für sie nicht unbedingt einfacher macht.

Welche Filme/Serien/Bücher mit gut repräsentierten Figuren mit Behinderung kennt ihr?

No hard feeling

Ein Vorwort

Seit ihrem großen Durchbruch mit dem Tribute von Panem Franchise war Jennifer Lawrence durchaus eine Konstante in Hollywood, bei deren Filmen sich meist zumindest ein Blick lohnte. Nachdem es in letzter Zeit eher ruhiger wurde – was wohl zum einen Pandemie bedingt war und auch an ihrer Schwangerschaft gelegen haben dürfte – war ich doch interessiert, was ihre Rückkehr auf die große Leinwand so bereit hielt. Warum ich meinen Kinobesuch diesmal tendenziell eher bereute, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Maddie hat Geldprobleme. Als dann auch noch ihr Auto beschlagnahmt wird, hat sie als Uber-Fahrerin keine Einnahmequelle mehr. Da kommt ihr die Anzeige für einen alten Buick gerade recht. Die einzige Bedingung ist, dass sie mit dem Sohn der Besitzenden ausgehen soll. Doch daraus entsteht eine ganz eigene Dynamik.

Meine Meinung

Gut Bereuen ist vielleicht ein hartes Wort. Aber No hard feelings hat viele Baustellen, die er nicht umschifft bekommt. Das beginnt leider schon mit der Grundprämisse, wobei diese auch gut nutzbar gewesen wäre, um bestehende Klischees abzubauen und der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Leider nutzt der Film diese Chance nicht, sondern tritt in ein Fettnäpfchen nach dem nächsten.
Doch beginnen wir am Anfang. Hier lernen wir Maddie kennen, die gerade ihr Auto und damit irgendwie auch ihren Job verliert, da sie als Uber Fahrerin arbeitet. In Montauk ist sie auch gerade auf die Sommergäste angewiesen, da hier die reichere Bevölkerung in ihre Sommerhäuser zieht. Was nun stellenweise als Systemkritik beginnt, geht sanft in eine Identitätskrise über. Soweit so unproblematisch, denn hier liegen etwas unausgebaut die eigentliche Aussage des Films. Doch damit dann wohl leider auch genug der lobenden Worte.
Denn statt hier wirklich auf die Probleme einzugehen, bekommen wir Maddie einfach als typische Versagerin präsentiert. Kann man es zunächst noch mit dem eben genannten erklären, so macht ihr Verhalten schnell deutlich, dass sie auch ansonsten einfach nicht sehr sympathisch ist. Was auch erstmal kein Problem wäre, nicht immer müssen die Protagonist*innen sympathisch sein.
Kommen wir zum großen Aber. Der Film hat am Ende nur eine große Aussage: Habe Sex, sonst bist du ein Nichts in der Gesellschaft. Und anstatt damit die Übersexualisierung mit der wir täglich leben zu kritisieren, wird diese Aussage einfach als gesetzt gesehen. Percy, eben jene Jungfrau, die „bekehrt“ werden muss, hat soziale Probleme. Anstatt jedoch auf seine Introvertiertheit und seine Abgeschottenheit von anderen Gleichaltrigen einzugehen, ist natürlich sein Problem, dass er noch keinen Sex hatte. Sind die Motive seiner Eltern und Maddie also schon fragwürdig, macht es der Film mit seiner Laufzeit nur immer schlimmer. Es gibt einige übergriffige Szenen, in denen Percys Wille versucht wird zu untergraben und auf ihn einzuwirken, dass er doch nicht so „verklemmt“ sein solle. Wäre die Rollenverteilung umgekehrt, hätte es hier schon längst einen Aufschrei gegeben. Aber auch hier ist das absolut nicht in Ordnung!
So plätschert der Film von einem schlechten Witz zum nächsten, bringt gefühlt alle Vorurteile mit rein, die es zu dem Thema gibt und zieht jegliche kritischen Stimmen an Maddies Verhalten so sehr ins Lächerliche, dass auch ja niemand glaubt, dass sie nicht die „Heldin“ des Films sei. Das ist allerdings an mehr als einer Stelle problematisch, weswegen einem des öfteren mal das Lachen im Hals stecken bleibt.
Letztendlich hält der Film bis zum Ende an seiner problematischen Prämisse fest, jeglicher Versuch dem Zuschauenden etwas anderes zu vermitteln, wird ad absurdum geführt. Es gibt das übliche vorhersehbare Drama, schlechte Witze, eine nackte Jennifer Lawrence (warum auch immer das nötig war) und leider nur wenig wirkliche Charakterentwicklung. Damit ist er leider ein Reinfall.

Das Fazit

No hard feelings bietet eine problematische Prämisse und hält leider an dieser durchgängig fest, statt sie zu drehen und der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Hinzu kommt eine vorhersehbare klischeehafte Handlung, schlechte Witze und eine sehr unsympathische Protagonistin. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

No hard feelings läuft seit dem 22.06.2023 in den deutschen Kinos

Sommerlektüren – Ausgabe 2023

Es ist Sommer!
Die Temperaturen lassen da wenig Zweifel aufkommen, die Sommerferien stehen (zumindest hier) bevor. Das heißt es wurde mal wieder Zeit für meine Sommerlektüren. Drei Bücher habe ich mir dieses Jahr herausgesucht und stelle euch die heute vor – natürlich mit Sommerlektürenfaktor!
Die Beiträge der letzten Jahre findet ihr hier: 2022 2021 2020 2019

5 Tage am Meer

Die Handlung: Hanne ist Hochzeitsfotografin, doch ein Großauftrag auf der Insel Vesbö wird kurzfristig abgesagt. Da sie das Zimmer nicht mehr storniert kriegt, beschließt sie die Reise trotzdem anzutreten. Nur, um dem Bruder der Braut bereits am Hafen in die Arme zu laufen.

Meine Meinung: 5 Tage am Meer war eigentlich ein Zufallsgriff in der Buchhandlung meines Vertrauens, die irgendwie nicht so richtig einen Sommerlektürentisch diesmal stehen hatten, aber dann fiel mir dieses noch in die Hände und durfte mit. Und war genau das, was ich gesucht habe. Sommer, Sonne, Strand, lockere leichte Handlung, süße Liebesgeschichte, nicht zu viel Drama, aber eine schöne Portion Meerweh. Es gibt eine kleine Vorgeschichte, aber dann geht es auch schon ganz bald ans Meer, wir lernen die ersten Einwohner kennen und natürlich wird auch hier viel gebacken. Natürlich war die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar, aber sie hatte trotzdem Charme und ihre eigene Form von Magie. Man lacht, leidet, freut sich, rauft sich die Haare und das alles in überschaubaren 368 Seiten. Damit ist die Geschichte auch komplett auserzählt und der Abschied von der Insel fällt wie immer etwas schwer. Die perfekte Lektüre für den Strandkorb oder für Daheimgebliebene zum Träumen.

Sommerlektürenfaktor: *****

Ein Apfelbaum am Meer

Die Handlung: Julie wollte eigentlich eine neue Karriere in einer Patisserie in Florenz beginnen, und ihren italienischen Wurzeln treu bleiben. Doch eine Einladung zum Geburtstag und Notstand in der Bäckerei einer alten Freundin bringt sie nach Juist, wo sie auf eine Geschichte rund um ihre Großmutter stößt, die sie noch nicht kannte. 

Meine Meinung: Letztes Jahr habe ich euch Ein Apfelkuchen am Meer von Anne Barns vorgestellt. Der Apfelbaum am Meer ist mehr oder weniger ein Spin-off oder eine Fortsetzung, je nach Definition. Wir haben eine neue Protagonistin, die über Umwege doch die Bekanntschaft mit Merle und Enna bereits gemacht hat und sich nun wieder daran erinnert. Es geht wieder nach Juist, wo wir auf weitere bekannte Einwohner treffen. Der berühmte Apfelkuchen aus dem vorherigen Band hat auch wieder einen Auftritt, aber diesmal wird das Ganze gewürzt mit einer ordentlichen Prise italienischem Einfluss. Denn Julies Familie kommt aus Italien und natürlich gibt es auch eine Geschichte rund um ihre Großmutter, die ebenfalls eine Geschichte mit Juist verbindet. Während Anne Barns in den letzten Jahren eine treue Begleiterin bei den Sommerlektüren war, hat diese Geschichte ganz schön geschwächelt für mich. Wir kommen erst sehr spät in Juist an, da ist bereits ca. die Hälfte der nur ca. 250 Seiten starken Geschichte bereits vorbei. Der Rest zu den 320 Seiten, die das Buch insgesamt hat, sind eine Menge Rezepte und eine Leseprobe zum vorherigen Band. Ich mochte eigentlich das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren und auch die Liebesgeschichte war sehr süß, aber es war nach der eher langatmigen Einführung eher alles etwas gehetzt. Dadurch ist viel von dem Sommergefühl verloren gegangen. Gerade das Ende wirkte dann auch sehr konstruiert. Ein paar Seiten weniger Rezepte und ein paar Seiten mehr Geschichte wären eine gute Entscheidung gewesen. Schade. Vielleicht haben Frau Barns und ich nächstes Jahr wieder mehr Glück.

Sommerlektürenfaktor: ***

Where summer stays

Die Handlung: Charlie wird im Zuge ihres Praktikums bei einem Klassikradio auf ein großes Rockfestival geschickt. Leider hat sie soziale Ängste und die Menschenmassen auf dem Festival sind ihr persönlicher Horror. Dann trifft sie Levy, der sie durch seinen ganz eigenen Charme mutig macht. Doch Levy verhält sich immer mal wieder seltsam, doch auch nach dem Festival schlägt Charlies Herz noch für ihn. 

Meine Meinung: Das Buch passte eigentlich so gar nicht in meine bisherige Sommerlektürenauswahl. Aber als Festivalgängerin gehört die Saison irgendwo für mich auch zum Sommer. So habe ich dem Strand den Rücken gekehrt und versuchte mein Glück auf dem Musikfestival und der Geschichte von Charlie und Levy. Wie in New Adult Büchern so üblich, gibt es hier eine Menge Drama und die Charaktere haben einige Päckchen zu tragen. Vom Genre wusste ich schon, worauf ich mich einlasse, und es waren auch wieder einige sehr schwierige Themen, die teilweise gut (Levy), teilweise etwas blass (Charlie) behandelt wurden. Leider war es gerade das Festival, was mich sehr enttäuscht hatte. Denn es kam überhaupt keine Festivalstimmung auf. Gefühlt bewegen wir uns immer nur am Rand dessen, die einzelnen Szenen könnten zu 80% auch einfach auf einem normalen Zeltplatz passieren. Das Besondere, das Feeling, die Stimmung eines Festivals kam hier gar nicht durch. Da es für mich der entscheidende Kaufgrund war, leider eine starke Enttäuschung, zumal ich mich lange auf das Buch gefreut habe. Auch insgesamt als New Adult war das Buch eher schwächer. Die Charaktere waren etwas sprunghaft, ebenso wie die Handlung. Mal schauen, ob der Rest der Reihe hier mehr bietet.

Sommerlektürenfaktor: *

Habt ihr eins davon gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Rückblick auf den Juni 2023

Hallo. Es ist warm. Wusstet ihr vielleicht noch nicht, vielleicht doch, aber falls nicht, wisst ihr es jetzt. Und eigentlich ist in den warmen Monaten meist mein Plan mich im kühlen Kino breit zu machen, aber mein Stammkino ist ein wenig kaputt (technische Probleme). Okay, vielleicht hätte ich es auch sonst nicht unbedingt öfter ins Kino geschafft, denn die Tendenz der letzten Monate zieht sich weiter durch und es ist wieder ein sehr filmarmer Monat geworden.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Agust D Live aus Japan: Rapper Agust D (bekannt als Suga von BTS) ist zum Release seines dritten Soloalbums D-Day auf Welttournee gegangen. Sein Konzert in Japan wurde live in viele Länder weltweit in die Kinos gestreamt. – Mit dem Album D-Day hat sich Agust D selbst übertroffen und das Konzert war einfach nur richtig cool. Da hat sie auch die längere Anfahrt gelohnt.

No hard feelings: Maddie hat Geldprobleme. Als dann auch noch ihr Auto beschlagnahmt wird, hat sie als Uber-Fahrerin keine Einnahmequelle mehr. Da kommt ihr die Anzeige für einen alten Buick gerade recht. Die einzige Bedingung ist, dass sie mit dem Sohn der Besitzenden ausgehen soll. Doch daraus entsteht eine ganz eigene Dynamik. – Viel Fremdschampotential, Handlung voller längst überholter Klischees, einige problematische Szenen. Das war leider gar nichts.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Permission to Dance: BTS, das sind RM, Jin, J-Hope, Suga, V, Jimin und Jungkook. Nachdem sie durch Corona Konzerte absagen mussten, konnten sie 2022 endlich ihre Permission to Dance Tour geben. Den Konzertfilm veröffentlichte nun Disney+. – Ob man BTS nun mag oder nicht, sie können eine Wahnsinnsshow abliefern. Und das haben sie hier einmal mehr unter Beweis gestellt.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Spider-Man – Across the Spider-Verse: Der zweite Teil der Spider-Verse Reihe sah schon in den Trailern richtig stark aus, nachdem mich Teil eins (im Gegensatz zu gefühlt allen anderen) nicht ganz abgeholt hatte. Vielleicht schaffe ich es noch ihn nachzuholen.

The Flash: DC will sich neu ausrichten, doch vorher haben sie noch The Flash aus der Schublade der verschobenen Filme geholt. Dabei sieht er optisch erstmal gut aus und könnte auch handlungstechnisch etwas drauf haben.

Elemental: Der neue Film aus dem Hause Pixar befasst sich nach Emotionen und Seelen nun mit Elementen. Dabei wirkt die Handlung laut Trailer erstmal ziemlich generisch, es könnte aber etwas werden.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Kurokos Basketball – Staffel 1 (Etwas wenig Charaktervorstellungen, es geht gleich direkt in die Spiele, ich brauchte ein wenig um mit der Serie warm zu werden, aber dann wird sie durchaus sehr spannend. Freue mich sehr auf Staffel 2)

Crash Course in Romance – K-Drama (Ein sehr tolles Drama, zwischendurch vielleicht ein bisschen zu viel Drama, aber ich mochte die Geschichte sehr und Jung Kyun-Ho spielte mit, was für mich immer ein Pluspunkt ist)

XO, Kitty – Staffel 1 (Leider sehr platt, das koreanische Setting kam kaum durch, sehr amerikanisiert, Protagonistin war super unsympathisch, die Witze haben kaum gezogen und alle Charaktere haben sich ständig um 180° gedreht. Schade, hatte als Ableger von All the boys I loved before etwas mehr Charme gewünscht)

Picard – Staffel 3 (Langatmiger Einstieg, man weiß nicht so recht, worauf die Serie hinaus will. Aber nach und nach kommen immer mehr Chameos dazu, bis die Nostalgiewelle die Spannung in die Hand nimmt. Hinten raus noch einmal eine starke Staffel.)

Weighlifting Fairy Kim Bok Joo – K-Drama (Sehr witziges K-Drama, mochte es sehr, dass die Protagonistin als Gewichtheberin eben mal nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprach. Leider an vielen Stellen auch einfach problematisch, wenn mit schwierigen Themen nicht gut umgegangen wurde bzw. der Protagonist auch einfach viel zu oft übergriffig ist)

Indian Matchmaking – Staffel 3 (Wieder besser als Staffel 2, konnte mich wieder mehr überzeugen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 14
Seiten insgesamt: 5.040
Seiten pro Tag: 168 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 9

Drowning Souls: Sierra ist nach dem Unglück im Krankenhaus mit die erste am Unfallort. Dabei muss sie auch Mitch bergen, der voller Brandwunden ist. Zusammen versuchen sie die Geschehnisse zu verarbeiten und kommen sich dabei immer näher. Dabei versucht gerade Sierra ihr Privatleben zu verbergen. – Starker zweiter Teil der Whitestone Hospital Reihe. Mochte Sierra als Protagonistin sehr. Ava Reed watet wieder mit schweren Themen auf, die sie aber gut umsetzt.

5 Tage am Meer: Hanne ist Hochzeitsfotografin, doch ein Großauftrag auf der Insel Vesbö wird kurzfristig abgesagt. Da sie das Zimmer nicht mehr storniert kriegt, beschließt sie die Reise trotzdem anzutreten. Nur, um dem Bruder der Braut bereits am Hafen in die Arme zu laufen. – Locker leichte Sommerlektüre, wie sie sein soll. Nicht viel Tiefgang, aber erzeugt ordentlich Meerweh.

Where summer stays: Charlie wird im Zuge ihres Praktikums bei einem Klassikradio auf ein großes Rockfestival geschickt. Leider hat sie soziale Ängste und die Menschenmassen auf dem Festival sind ihr persönlicher Horror. Dann trifft sie Levy, der sie durch seinen ganz eigenen Charme mutig macht. Doch Levy verhält sich immer mal wieder seltsam, doch auch nach dem Festival schlägt Charlies Herz noch für ihn. – Hat leider überhaupt keine Festivalstimmung erzeugt. Als New Adult Buch grundsätzlich gut, ich mochte auch die Charaktere, aber die Festival-Prämisse wurde leider nicht gut umgesetzt, voller Klischees und ohne Stimmung.

Loveless: Georgia hat nur ein Ziel: Geküsst zu werden, bevor es aufs College geht. Doch sie verspürt so gar keine Anziehung zu egal welchem Geschlecht. Auch auf dem College geht die Sehnsucht weiter. Küssen und Beziehungen gehören doch zum Erwachsen werden Prozess dazu, oder? Doch wieso fühlt Georgia nichts davon? – Ein sehr gutes Buch über das A in LGBTQIAP+. Dem Thema wird sich von mehreren Seiten genähert und auch immer wieder auf das Spektrum hingewiesen. Eine große Leseempfehlung.

Das Gold der Krähen: Nach dem geplatzten Deal und Inejs Gefangennahme brennt Kaz Brekker darauf Rache zu nehmen. Zusammen mit seinen Krähen spinnt er einen tollkühnen Plan. Doch es tauchen mehr Parteien auf dem Feld auf, als zunächst eingeplant. – Nach dem sehr genialen ersten Band habe ich mich endlich an Band 2 gewagt. Bin leider sehr schwierig in die Geschichte reingekommen, weil sie sehr langgestreckt wurde. Aber sobald ich einmal drin war, gab es kein Halten mehr.

Proof of Faith: Sierra liebt Arbeit in der Proof of Love Agency, wo die Treue von Menschen getestet wird. Als sie Caleb Barnes kennenlernt, ein Mann, der ihr Herz sofort höherschlagen lässt, ahnt sie nicht, dass er ihr nächster Mandant wird. Monate später zieht Caleb neben ihr ein. Single. – Deutlich stärker als Band 1, die Charaktere hatten eine tolle Chemie. Leider hat der Klappentext das Drama etwas vorweg genommen, aber ich freu mich sehr auf Band 3.

Can’t stop cursing you 2: Eine Frau taucht im Polizeipräsidium auf und teilt den verdutzten Beamten mit, dass sie mehrere Menschen verflucht hat. Curse Breaker Saeyama wird um Hilfe gebeten. Dieser kann mit der Frau ein Spiel aushandeln. Doch dafür müssen sie alle potentiellen Opfer finden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. – Es geht sehr spannend weiter, man lernt mehr von Saeyama und seinem Vorgehen kennen und bekommt einen Einzelfall präsentiert, der trotzdem mit der Rahmenhandlung zusammenhängt.

Ein Apfelbaum am Meer: Julie wollte eigentlich eine neue Karriere in einer Patisserie in Florenz beginnen, und ihren italienischen Wurzeln treu bleiben. Doch eine Einladung zum Geburtstag und Notstand in der Bäckerei einer alten Freundin bringt sie nach Juist, wo sie auf eine Geschichte rund um ihre Großmutter stößt, die sie noch nicht kannte. – Ein Spin-off, so dass wir noch einmal bekannte Charaktere auf Juist wiedertreffen. Bin leider nicht wirklich in die Geschichte reingekommen und dann war sie sehr schnell auch schon wieder vorbei. Da hatte ich schon stärkere von Anne Barns.

Lore Olympus 3: Persephone beginnt ihr Praktikum bei Hades. Dieser wirkt jedoch wieder wesentlich distanzierter und scheint in einer Beziehung zu sein. Doch bei beiden ist noch immer diese Anziehungskraft, der sie kaum entkommen können. – Auch hier konnte sich die Stärke der ersten beiden Bände leider nicht halten. Es ist immer noch eine verdammt gute Graphic Novel, aber nicht mehr ganz das Highlight. Liegt vermutlich daran, dass nur sehr wenig passiert ist. Warte trotzdem schon sehnsüchtig auf Band 4.

Obisidian 5 – Opposition: Die Lux sind auf die Erde gekommen und Daemon und seine Familie haben sich ihnen im Kampf gegen die Menschenheit angeschlossen. Kat blieb zurück, und muss nun nicht nur einen Weg finden, mit ihrem gebrochenem Herzen umzugehen, sondern auch die Vernichtung der Menschheit irgendwie stoppen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. – Ich bin mit der Obsidian Reihe nie so richtig warm geworden und letztlich war sie einfach viel zu lang. Band 5 dehnt sich auch noch einmal, obwohl eigentlich zielstrebig aufs Finale hingearbeitet wird. Bin auch mit Daemons Art weiterhin nicht zurecht gekommen. 

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 3: Nach der Aufklärung des Falls auf der Sternwarte wird Ron einiges klar: Sein Ausscheiden aus den Detektivkreisen und seine Angewohnheit überführte Täter*innen zum Selbstmord zu drängen, hängen mit einer merkwürdigen Gruppierung zusammen. Doch bevor er diesen weiter auf den Grund gehen kann, stehen noch ein paar verzwickte Fälle an. – Die Rahmenhandlung wird endlich deutlicher, mir persönlich ist sie etwas zu groß geraten, aber mal schauen, was daraus wird. Erstmal haben wir noch ein paar echt schöne Einzelepisoden, die wieder viel Spaß gemacht haben.

Spiegelstadt: Max und seine beste Freundin Robin wollten sich eigentlich nur bei einer Party im 20er Jahre Stil ablenken, doch als sie auf den geheimnissvollen Lenyo treffen, landen sie in der Spiegelstadt. Ein Berlin, das wirklich in den 1920er Jahren stehen geblieben zu sein scheint. Und nicht nur das, die Spiegelstadt wird von allerlei Feenwesen bewohnt. Schneller als es ihnen lieb ist, sind beide mitten drin in einem Strudel aus Intrigen, Geheimnissen und Machtgier und müssen um ihr Leben bangen. – Leider kein Babylon Berlin Fan und auch Feen sind nun nicht meine bevorzugten magischen Wesen. Dementsprechend schwer bin ich in die Geschichte reingekommen, auch wenn der magische Stil von Handel und Suchanek es einem eigentlich leicht machen sollten.

Percy Jackson 5 – Die letzte Göttin: Kronos und seine Armee marschieren auf den Olymp zu. Percy und seine Freunde aus dem Halbblutcamp müssen alle ihre Ressourcen zusammentragen, um den finalen Kampf zu bestreiten. – Spannender Abschluss, der das Niveau der Vorgänger halten kann.

Du darfst nicht alles glauben, was du denkst: Kurt Krömer hatte Depressionen. Seinen Weg bis zur Erkenntnis, sein Leben damit und sein Kampf dagegen, beschreibt er in diesem Buch. – Schwieriges Thema, sehr persönlich, aber sehr gut erzählt. Regt viel zum Nachdenken an und zur Selbstreflexion.

Wie war euer Juni?

Super Mario Bros.

Ein Vorwort

Für viele das Spiel ihrer Kindheit (oder auch ihres Erwachsenenlebens). Ich habe eigentlich bis heute keinen wirklichen Draht zu dem Franchise bekommen, auch einfach, weil ich keine Gamerin bin. Dennoch sprach mich der Trailer zu Super Mario Bros. durchaus an, sah er doch nach einem schönen Animationsfilm aus, der aber eben doch durch das Franchise stark beeinflusst ist.

Die Handlung

Mario und Luigi haben sich als Klempner selbstständig gemacht, doch so richtig kommt das Geschäft nicht in Fahrt. Als in der Stadt eine Überschwemmung herrscht, sehen sie ihre Möglichkeit gekommen. Dabei werden sie jedoch von einer Röhre in eine andere Welt gezogen. Während Mario im Pilzkönigreich bei Prinzessin Peach landet, hat Luigi weniger Glück. Er landet bei Bowser, der kurz davor ist, das Pilzkönigreich anzugreifen. Ein Abenteuer für die beiden Brüder steht bevor.

Meine Meinung

Was als klassisches Jump ’n Run begann, hat sich längst weiterentwickelt und inzwischen gibt es die Super Mario Spiele in allen möglichen Varianten. Ob als Partyspiel, in der Sportvariante oder mit rasanten Rennen, der rotmützige Klempner hat es drauf. Dennoch stellte sich die Frage, wie das nun in einen funktionierenden Film umgewandelt werden sollte. Den Ansatz, die Geschichte in der realen welt spielen zu lassen und die beiden Brüder durch Röhren ins eigentliche Super Mario Universum geraten zu lassen, ist dabei sehr gut gewählt. So wird der Nicht-Franchise Kenner behutsam an die verschiedenen Figuren herangefügt, und das gleich auf zwei Seiten, während für die Fans allerlei Easter-Eggs aufgewartet werden.
Mit den verschiedenen Welten gibt es auch genügend Abwechslung, um auch in Ableger reinzuschauen, ohne die Handlung direkt zu überladen. Neben dem Erkunden der Welten gibt es aber auch eine spannende Handlung, die natürlich trotzdem der jungen Zielgruppe angepasst  ist und vor allem jede Menge Witz. Dabei sind es nicht die großen Schenkelklopfer, wo man vor Lachen auf dem Boden liegt, aber genügend, um gut unterhalten zu werden.
Dennoch ist es faszinierend, wie sie auch Elemente, wie die berühmt berüchtigte Regenbogen-Strecke aus Mario Kart untergebracht haben, ohne, dass es zu künstlich und gewollt wirkt. Letztlich ist der Film mit seinen 93 Minuten kunterbunte gute Laune zum Mitnehmen. Die Charaktere funktionieren gut mit ihren Aufgaben und Peach darf sogar mehr sein als nur die Prinzessin, die regelmäßig gerettet werden muss (ich weiß nicht, ob es in den Spielen irgendwann auch so war, ich kenne nur die Memes dazu). Lediglich das Ende war dann doch etwas zu viel des Guten. Hier hätte es den erneuten Weltenwechsel nicht gebraucht, um die Geschichte rund zu Ende erzählen zu können. Das war für mich aber auch so ziemlich das einzige Manko. Vor allem die Kürze des Films spricht für ihn, da alles auserzählt wurde, es genügend Wendungen gab, aber die Handlung nicht künstlich in die Länge gestreckt wurde.

Das Fazit

Super Mario Bros. ist ein kunterbunter Spaß für die ganze Familie. Schlichte Handlung mit viel Liebe zu den Details umgesetzt und so rund und mit viel Witz und Spannung erzählt. Für Fans ebenso wie für Nicht-Franchisekenner. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Super Mario Bros läuft seit dem 06.04.2023 in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Serien – 03/23 – Pride Month Special

Es ist immer noch Pride Month. Und wie bereits im letzten Jahr möchte ich euch zusätzlich zu meinen Buchempfehlungen (hier zu finden), auch wieder ein paar queere Serien ans Herz legen.

Schitt’s Creek – Staffel 1-6*

Die Handlung: Familie Rose, das sind die Eltern Johnny und Moira, sowie die Kinder David und Alexis, sind reich. Zumindest bis der neue Geschäftsführer ihrer Firma keine Steuern zahlt und die Steuerbehörde ihnen fast alles wegnimmt. Geblieben ist ihnen eine kleine Stadt namens Schitt’s Creek, die Johnny David vor ein paar Jahren als Witz zum Geburtstag schenke. Dort müssen sie nun in einem heruntergekommenen Motel in zwei Zimmern ohne abschließbare Tür leben und sich mit den Kleinstadtgewohnheiten auseinander setzen.

Warum die Serie so wichtig ist: David ist pansexuell und schafft es dies mit einiger wirklich wunderbaren Analogie über Weine zu erklären. Gleichzeitig hat er im Laufe der Serie auch Beziehungen mit unterschiedlichen Geschlechtern. Und diese werden ebenso erzählt, wie die hetero Liebesgeschichten, keine Vorverurteilung, aber auch kein Kleinreden von Problemen. Es geht teilweise um Outings, alles harmonisch in die Haupthandlung eingefügt.

Love, Victor – Staffel 1

Die Handlung: Victor zieht mit seiner Familie neu nach Atlanta. Während er und seine Schwester versuchen sich einzufinden, hat er noch ein weiteres Problem. Er ist schwul, hat aber Angst vor einem Coming Out, weswegen er versucht es zu verbergen. In seiner Not wendet er sich an Simon (bekannt aus dem Film Love, Simon) und schildert ihm per Mail seine Probleme. 

Warum die Serie so wichtig ist: Love, Simon war einer meiner liebsten Filme 2018. Darauf basierend gab es mit Love, Victor einen Ableger. Und auch, wenn ich die Serie an sich deutlich schwächer fand als den Film (was auch daran lag, dass vieles künstlich gestreckt wurde), so schafft sie es doch noch einmal den Bogen zu spannen, zur ähnlichen Ausgangssituation, aber mit anderem familiärem Hintergrund. Victor hat andere Probleme als Simon, was den neuen Blickwinkel noch einmal interessant macht und auch zeigt, wie unterschiedlich vermeintlich ähnliche Geschichten sein können.

Queer Eye, Brazil – Staffel 1

Die Handlung: Die Fab Five sind diesmal Fred, Rica, Luca, Yohan und Guto, die durch Brasilien reisen und ganz im Sinne des Vorbilds Menschen unter die Arme helfen, die Probleme haben ihren Alltag zu bewältigen. Dabei darf auch hier die typische quirrlige Art, viel Verständnis und herzerwärmende Botschaften nicht fehlen. 

Warum die Serie so wichtig ist: Über Queer Eye habe ich glaub ich schon so ziemlich alles gesagt, was es zu sagen gibt und kann euch die Serie nur jedes Mal wieder absolut ans Herz legen. Diesmal soll es aber um den brasilianischen Ableger davon gehen. Auch hier haben wir wieder fünf Queere, die sich mit ihren Stärken einbringen, um das Leben von Menschen zum positiven zu drehen. Dabei geht es aber auch um die Vorurteile, die queere Menschen in Brasilien erleben und wie sie damit umgehen. Leider gleichen sich die Geschichten sehr den aus den USA und auch dem deutschen Ableger, aber trotzdem versprüht die Serie starke Botschaften.

Uncoupled – Staffel 1

Die Handlung: Michael und Colin sind das Traumpaar schlechthin. Doch nach jahrelanger glücklicher Beziehung trennt sich Colin unerwartet auf seiner Überraschungs-Geburtstags-party. Vom Singleleben in New York völlig überfordert versucht Michael mit seiner Trauer und Enttäuschung zurecht zu kommen.

Warum die Serie so wichtig ist: Eine Sitcom, bei der das homosexuelle Pärchen nicht nur Nebencharaktere sind, sondern die Stars der Serie. Kennen wir Neil Patrick Harris noch aus How I met your mother, wo er der Klischee hetero Womanizer war, so darf er hier an der Trennung zum Partner verzweifeln. Selbst geoutet homosexuell beweist Harris damit auch, dass Schauspielende beides spielen können und nicht nur die eigene Sexualität widergeben können. Ein vermutlich überzeichneter Einblick in die queere Szene New Yorks und doch der Beweis, dass auch queere Hauptcharaktere funktionieren.

Vampire in the Garden – Miniserie

Die Handlung: In einer Welt ohne Musik, da diese die verfeindeten Vampire anlocken könnten, leben die Menschen im ständigen Krieg mit eben diesen. Als Momo, die Tochter der Kommandantin, vor deren strengen Erziehungsmethoden flieht, trifft sie auf Fine, eine adlige Vampirin, die ihr eine andere Welt zeigt. Auf der Flucht versuchen beide ihren Familien zu entkommen, um an eine gemeinsame Zukunft glauben zu können. 

Warum die Serie so wichtig ist: Zum Schluss habe ich noch einen Anime aus dem Bereich Fantasy für euch. Mal abgesehen davon, dass er so seine Schwächen in der Handlung und Erzählgeschwindigkeit hatte, haben wir hier aber eine Woman loves Woman Geschichte. Dabei gibt es gar keine großen Worte zum Thema Sexualität oder ein direktes Outing. Hier ist es allein schon erschreckend, dass eine Vampirin und ein Mensch sich lieben. Aber eben auch in einer Fantasy-Geschichte kann es queere Charaktere geben, auch wenn die Sexualität an sich nicht das Thema der Serie ist.

Was sind eure liebsten queeren Serien? Schreibt es gern in die Kommentare!

*Staffel 1-2 sind Rezensionsexemplare, danke an Glücksstern-PR

Rückblick auf das halbe Jahr 2023

Die Periode Dezember-Mai ist vorbei und damit wird es Zeit für meinen Halbjahresrückblick. Wie jedes Jahr geht es hier eher um ein kurzes Zwischenfazit als um ausführliche Besprechungen, gespickt mit Top 10 Listen. Dann starten wir auch direkt ohne weiteres Vorgeplänkel.

I. Filme – auf großer Leinwand gesehen

16 Filme habe ich im ersten Halbjahr im Kino gesehen (-10 im Vergleich zum Vorjahr). Ein Film davon war im Anime-Special. Es war allgemein ein schwieriges Kinojahr bisher. Entweder haben die Filme mich nicht interessiert, oder sie liefen nicht bei mir im Kino oder ich hatte einfach keine Zeit für die ganzen Filme mit Überlänge (z. B. John Wick 4). – Meine Highlights ohne Ranking und nur acht Plätze, wegen geringer Auswahl.

1 Renfield
2 Super Mario Bros.
3 Dungeons & Dragons
4 Suzume
5 Operation Fortune
6 Maurice, der Kater
7 Ein Mann namens Otto
8 Shazam 2

II. Filme – auf großem Fernseher gesehen

22 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (21 weniger als letztes Jahr). Davon 3 Wiederholungstäter, 9 Originals (aller Plattformen) und 1 Reportagen/Dokumentationen. Von meiner 23 für 2023 Liste sind 8 Filme gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking) und wegen der geringen Auswahl auf 8 begrenzt.

1 Glass Onion
2 Guillermo del Toros Pinocchio
3 See how they run
4 Das Fenster zum Hof
5 Suga: Road to D-Day
6 Asterix erobert Rom
7 Die Braut, die sich nicht traut
8 Weihnachtsball im Wunderland

III. Serien – ein kurzer Überblick

31 verschiedene Serien mit 41 Staffeln (-14 im Vergleich zum Vorjahr) sind gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Wednesday – Staffel 1
2 Haikyuu – Staffel 1-4
3 Haus der Eulen – Staffel 2
4 Spy x Family – Staffel 1
5 Pinocchio – K-Drama
6 Free – Staffel 1-3
7 Business Proposal – K-Drama
8 Rennervations – Staffel 1
9 Queen Charlotte – Staffel 1
10 Queer Eye – Staffel 7 & Queer Eye Brazil – Staffel 1

IV. Bücher – das beste aus den Lesemonaten

86 Bücher sind ausgelesen (+22 Bücher im Vergleich zum letzten Jahr). Davon sind 19 von meiner 23 für 2023 Liste gelesen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Fragile Heart
2 Lore Olympus Band 1-2
3 Lock Down Under
4 Die theoretische Unwahrscheinlichkeit der Liebe & Das irrationale Vorkommnis von Liebe
5 Gewitterleuchten
6 Vergiss uns. Nicht.
7 Chaoskuss 1
8 Sweeter than fame
9 XOXO
10 Spielmannsbraut

Wie sah euer erstes Halbjahr aus?
Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste?

Rückblick auf den April 2023

Mit Ostern und dem 1. Mai im Rücken, Himmelfahrt und Pfingsten vor uns, sind wir mitten in der Feiertagsphase des Jahres. Und bevor ich mich im Mai in die urlaubsbedingte Blogpause verabschiede, wollen wir noch einmal auf den April zurückblicken, der zumindest wettertechnisch seinem Ruf alle Ehre gemacht hat. Medial schwächeln vor allem wieder die Filme, aber auch die Serien hatten vergleichsweise einen Hänger. Bookbeat sei Dank, können zumindest  die Bücher ihre Statistik halten, wobei ich mir deswegen aber auch einfach keinen Stress mache. So das waren wieder einmal viele Wörter, für die übliche Einleitung. Hier also mein medialer Rückblick auf den April.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Dungeons & Dragons: Frisch aus dem Gefängnis entkommen, müssen sich der Barde Edgin und die Kriegerin Holga der Wahrheit stellen, dass sie von ihrem früheren Freund Forge verraten wurden. Um Edgins Tochter aus dessen Fängen zu befreien, müssen sie sich nicht nur mit einer mächtigen und gefährlichen Magierin  anlegen, sondern auch einige Abenteuer bestehen. Mit dabei sind der Nachwuchs-Magier Simon und die Druidin Doric. – Ein gut gemachter Fantasy-Film mit witziger Handlung, auch für nicht Pen and Paper Fans.

Anime Special: Suzume: Die 17-jährige Suzume trifft auf ihrem Schulweg auf einen gutaussehenden jungen Mann namens Sota, der auf der Suche nach einer Tür ist. Neugierig folgt sie ihm in eine verlassene Stadt, wo sie aus Versehen eine Tür öffnet und den Wächter zum Leben erweckt. Zusammen mit Sota versucht sie den Wächter wieder einzufangen, doch der verwandelt Sota kurzerhand in einen Stuhl. Suzume muss durch Japan reisen, um Türen zu schließen und Erdbeben zu verhindern. – Besser als Weathering with you, schwächer als Your Name, ein schöner Coming of Age Anime mit übernatürlicher Komponente.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Enola Holmes 2: Enola Holmes hat nach dem Erfolg ihres ersten Fall eine eigene Detektei eröffnet. Doch die Fälle bleiben aus, wird doch eher ihr berühmter älterer Bruder Sherlock beauftragt. Bis eines Abends doch noch ein Fall an die Tür klopft. Dieser führt sie in eine Streichholzfabrik. Und was mit einem verschwundenen Mädchen begann, wächst schnell zu einer großen Verschwörung. – Deutlich schwächer als der erste Film, funktioniert noch als leichte Unterhaltung für zwischendurch, aber leider nicht mehr.

Suga – Road to D-Day: Min Yoongi, besser bekannt als Suga von BTS hat kürzlich unter seinem Rapperpseudonym Agust D sein drittes Album herausgebracht: D-Day. In dieser Dokumentation begleiten wir ihn bei der Entstehung von seinen neuen Hits, wie Haegum, Amygdalla oder People pt. 2 und seinem Treffen und Zusammenarbeiten mit einigen Musiker*innen. – Interessante Doku über einen Musiker, der eigentlich alles erreicht hat, aber trotzdem viel hinterfragt. Gerade im Abschnitt um das Lied Amygdalla sehr niederschmettern, da hier viel aufgearbeitet wurde. Für alle Musikbegeisterte, nicht nur für BTS Fans.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Super Mario Bros.: Videospielverfilmung im Animationsbereich und dann sah die Geschichte noch so herrlich witzig und kunterbunt aus, dass ich interessiert war, obwohl ich mit dem Franchise vergleichsweise wenig anfangen kann.

Empire of Light: Ein kleines Kino in Südengland, eine Frau mit bipolarer Störung und ein Mann, der aufgrund seiner Hautfarbe Rassismus ausgesetzt ist. Dies sind die Grundbausteine für Empire of Light. Ich bin sehr gespannt auf Sam Mendes neuen Film.

The Whale: Brendan Fraser gewann für diese Rolle als übergewichtiger Lehrer den Oscar. Allein die Thematik interessierte mich schon, Frasers Rückkehr auf die Leinwand ebenfalls, also ein Film, den ich gern noch sehen möchte.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Air

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Business Proposal – K-Drama (Fing etwas cringe an, aber mausert sich schnell zu einer tollen Geschichte mit viel Witz und viel Gefühl. Highlight K-Drama!)

Free – Staffel 3 (Guter Übergang von Oberschule zu Uni, aber dann tauchen viel zu viele neue Charaktere auf, dass man komplett den Überblick verliert. Daher leider schwächer als die vorherigen Staffeln, aber dennoch gefühlvolles Finale)

Last one Laughing – Staffel 4 (Auch in der vierten Staffeln funktioniert das Konzept wunderbar und das Studio ist wieder deutlich stärker als Staffel drei)

Rennervations – Staffel 1 (Wegen Jeremy Renner mit der Serie angefangen, wegen seines Teams habe ich die Staffel durchgebinged. So herzlich und sympathisch, mit tollen Geschichten und viel Herz für die Charity Projekte)

Taiwan Crime Stories – Staffel 1 (Vierteilige Anthologie-Serie, leider sind die einzelnen Folgen sehr langatmig und die eigentlich spannenden Fälle werden dadurch sehr zäh.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten insgesamt: 4.706
Seiten pro Tag: 157 im Durchschnitt
Taschenbuch: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 2
Hörbuch: 9

Der Gesang der Flusskrebse: Kya Clark lebt allein in der Marsh, einer Sumpflandschaft in North Carolina. Von der Familie zurückgelassen, muss sie irgendwie überleben. Dabei findet sie in wenigen helfenden Hände Freundschaften und vielleicht auch Liebe. Doch Ende der 1960er Jahre wird sie eines Mordes beschuldigt. – Nachdem mir der Film so gut gefiel, habe ich noch das Buch gelesen. Bietet wenig  Neues, aber ist sehr schön geschrieben und fängt die Stimmung der Marsh wunderbar ein.

Horimiya 2: Hori und Miyamura festigen weiter ihre Freundschaft. Während die beiden von anderen bereits als Paar angesehen werden, meistern sie Schülerkomittees und Backherausforderungen. – Die Geschichte geht nett weiter, kein Highlight, aber eine schöne Geschichte für zwischendurch.

Lady of the Wicked – Das Herz der Hexe & Die Seele des Biestes: Darcia Bonnet wurde aus der Schattenstadt Babylon verbannt. Um ihre Rache zu bekommen versucht sie in New Orleans zur Lady of the Wicked aufzusteigen. Doch dafür muss sie 13 Hexen töten. Und dann taucht der fluchgeplagte Valens auf und wirft ihren Plan ordentlich durcheinander. – Spannende Geschichte, toller Schreibstil, wunderbarer Weltenbau. Zwischendurch hatte ich ein paar Probleme mir die ganzen Charaktere zu merken.

Spin this heart: Carmen hat große Pläne und arbeitet an ihrer Karriere, obwohl ihr eigener Vater ihr Steine in den Weg legt. Für Liebe hat sie keine Zeit. Daran ändert auch ihr Poledance Lehrer Tian nichts, egal wie sehr die Funken zwischen beiden fliegen. – Etwas schwächer als Band 1, was aber auch an der Hörbuch-Stimme von Carmen liegen könnte, da sie ihren Charakter zickiger als nötig rübergebracht hat. Bin mit ihr dadurch nicht ganz warm geworden, was das Buch aber generell nicht schlecht macht.

Your Name: Mitsuha lebt in einem kleinen Dorf in Japan und träumt davon irgendwann ihrer Situation entfliehen zu können. Taki lebt in Tokio und ist auch nicht allzu zufrieden mit seinem Leben. Beide haben merkwürdige Träume. Bis sie feststellen, dass sie tatsächlich an manchen Tagen die Körper tauschen. Also beschließen sie das beste aus der Situation zu machen und versuchen irgendwie zu planen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie im Körper des jeweils anderen sind. – Kommt nicht an den Charme des Films ran, trotzdem war es schön die Geschichte noch einmal zu lesen. Tolle Bilder und in der Edition sehr schön aufgearbeitet.

Runaway: Vor einigen Wochen hat Miriam im Podcast ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Kira über ihre Abtreibung gesprochen. Bewusst hatte sie dies vor ihrer Familie geheim gehalten, da sie ihre Meinung kannte. Doch ihre Schwester hat den Podcast gefunden. Elyas liebt die Arbeit im Boxcentrum. Doch mit seiner Bachelor-Arbeit und den Aufgaben in der Firma seiner Familie, stößt er an seine Grenzen. – Wieder starke Themen, die angesprochen wurden, kamen mir zwischendurch etwas zu kurz. Dennoch der stärkste Teil der Reihe und ein toller Abschluss.

Der Klang des Feuers: Die Gruppe rund um den Wanderer  und der Bardin haben sich getrennt, um in Gruppen die drei Türme des Lichts wieder zu entzünden. Doch der Weg ist lange und beschwerlich, das Nichts rückt näher und die Furcht ist ihre steter Begleiterin. – Starke Geschichte, toller Weltenbau ein einzigartiger faszinierender poetischer Schreibstil und doch war das Buch einfach nicht meins. Objektiv richtig gut, mir persönlich hat es durch die Brutalität der Welt gar nicht zugesagt.

Gewitterleuchten: Als ihr Ziehvater nach einem Unfall im künstlichen Koma landet, bricht für Leo eine Welt zusammen. Zu viele Erinnerungen an den frühen Tod ihres Vaters strömen auf sie ein. Ihr rettender Anker ist Aaron, auch wenn sie das nie für möglich gehalten hätte, hat er ihr doch das Leben stets zur Hölle gemacht. Doch wo kommen dann die Gefühle auf einmal her? – Auch hier ein starker Abschluss der Reihe. Wichtige Themen, die mir bei der Auflösung am Ende etwas lasch auserzählt wurden, aber das schmälert das Leseerlebnis nicht. (Trotzdem bleibt Band 2 mein Lieblingsteil der Reihe)

Bambi: Das Rehkitz Bambi erblickt im Wald das Licht der Welt. Umsorgt von der Mutter, erlebt es schöne Sommertage und bitterkalte Winter. Dabei hat er als Junges eines mächtigen Vaters ein großes Erbe vor sich, und muss doch mit den Widrigkeiten der Natur kämpfen. – Ein sehr zäher und langatmiger Klassiker. Wesentlich realitätsnäher als die Disneyverfilmung. (Funfact: Bambi ist im Buch wirklich ein Rehkitz, bei Disney dann ein Hirsch, wird aber auch bei Disney als Rehkitz bezeichnet, was für viel Verwirrung sorgte).

Thron der Macht: David wird von dem Zauberer Gremlord in die Welt Fargos geholt, wo er als Sohn der Königin den Fluch, der auf ihm und allen in Fargos liegt, besiegen soll. Doch die Aufgabe scheint unlösbar und ist ein Wettlauf mit der Zeit. Sollte David scheitern, würden dunkle Mächte übernehmen. – Für mich leider eher enttäuschend. Bin mit dem Protagonisten nicht warm geworden und konnte mich nicht in die Geschichte reinfühlen. Schade.

Der Donnerstagsmordclub: In der Seniorenresidenz in Coopers Chase treffen sich Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim jeden Donnerstag, um über alte Mordfälle zu sinnieren. Bis einer direkt vor ihrer Haustür geschieht. Trotz ihres fortgeschrittenene Alters mangelt es den Vier an Scharfsinn nicht und so sind sie der Polizei stets ein Schritt voraus. – Kurzweilige Kriminalgeschichte. Mir waren es etwas zu viele Charaktere und Verstrickungen, so dass ich bei der Auflösung am Ende nicht mehr mitgekommen bin, aber der Witz kam gut durch.

Was waren eure Highlights im April?