The Green Mile – Buch & Film

Ein Vorwort

Das Stephen King Verfilmungen nicht immer funktionieren zeigte zuletzt das Friedhof der Kuscheltiere Remake. Das sie aber auch durchaus funktionieren können, dürften die Verurteilten bewiesen haben – auch wenn ich die Buchvorlage dazu bisher noch nicht gelesen habe. Nun kannte ich The Green Mile bereits als Film, aber noch nicht als Buch. Dies habe ich nun nachgeholt und will hier einmal beide Medien gegenüberstellen.

Die Handlung

Paul Edgecombe arbeitet im Gefängnisblock E von Cold Mountain, in dem sich der elektrische Stuhl befindet. 1932 kommt John Coffey in diesen Block. Er soll zwei Mädchen vergewaltigt und getötet haben. Doch von Anfang an kommt Paul die Sache komisch vor. Doch er hat größere Probleme. Etwa den bösartigen Wärter Percy Wetmore, der alle durch seine Beziehungen nach Washington in Schach hält. Oder auch Billy Wharton, den verrückten und bösartigen Insassen. Doch mit Coffeys Erscheinen passieren ein paar merkwürdige Sachen.

Meine Meinung zum Buch

Stephen King startete mit The Green Mile das Experiment einen Fortsetzungsroman zu schreiben. Und so ist das Buch in sechs Teile unterteilt, die ursprünglich nacheinander veröffentlicht wurden. So gibt es zwar immer noch einen roten Faden, der alles verbindet, dennoch stehen die Geschichten auch gut für sich. Dabei sind die Geschichten nicht chronologisch geordnet, dem Leser wird aber immer wieder vermittelt an welcher Stelle der Gesamthandlung man sich befindet.
King selbst schreibt in seinem Vorwort, dass er eigentlich gar keine Zeit hatte, um richtig für den Roman zu recherchieren und entschuldigt sich im Nachwort wegen ein paar historischer Ungenauigkeiten. Dennoch hat er wohl die Atmosphäre eines Todesblocks gut eingefangen. Die Abläufe, die Gedanken und auch die Insassen könnte es wohl wirklich so gegeben haben – außer vielleicht John Coffey.
Die Geschichte orientiert sich im Rahmen daran, dass Paul Edgecombe im hohen Alter seine Erinnerungen an eben jene Zeit nieder schreibt. So hat King immer wieder einen Anfang für die einzelnen Bücher. Die Geschichten unterscheiden sich in ihrer Spannung, lassen sich aber alle gut weglesen. Denn trotz der bedrückenden Stimmung eines Todestrakts, schafft King es interessante, wenn auch teilweise sehr bösartige, Charaktere zu schaffen und mit ihnen fantastische Geschichten zu kreieren.

Meine Meinung zum Film

Regisseur und Drehbuchautor Frank Darabont hatte bereits Kings Kurzgeschichte Die Verurteilten verfilmt. Fünf Jahre später widmete er sich seinem nächsten Projekt. Mit The Green Mile hatte er sich erneut ein King Werk, das in einem Gefängnisblock spielt, ausgesucht. Prominent besetzt mit Tom Hanks, der Paul Edgecombe spielt, hatte der Film also beste Voraussetzungen. Seine große Stärke ist es wohl, dass er sich eng an die Buchvorlage hält. Die größten Änderungen dürften sein, dass der Film die Bücher in der veröffentlichten Reihenfolge erzählt, aber so tut, als wären diese chronologisch erzählt. Auch große Teile der Geschichte um den alten Paul im Altenheim wurden weggelassen, z. B. den tyrannischen Pfleger Brad Dolan, der Pauls Erinnerungen an Percy Wetmore stärkt. Diese Änderungen verändern jedoch nicht den Charakter der Geschichte.
Mit 181 Minuten ist The Green Mile sehr lang geworden, dadurch konnte aber auch jede Geschichte auserzählt werden, ohne irgendetwas streichen zu müssen. Die Spannung wird trotzdem durchgehend hoch gehalten. Auch die weiteren Rollen sind gut besetzt. Selbst Szenen, die eigentlich nur mit der Gedankenwelt Pauls funktionieren dürften, werden durch kleine Ausschmückungen so umgesetzt, dass man auch ohne gelesene Buchvorlage alles versteht. So kriegt man durch den Film einen guten Überblick über die Geschichte. Richtig rund wird es allerdings trotzdem erst im Buch durch die erläuternden Gedanken.

Das Fazit

Egal, ob als Buch oder als Film, The Green Mile funktioniert durch seine fantastischen Geschichten in beiden Medien und vermittelt so einen Einblick in einen Todestrakt in den 1930er Jahren und spielt mit den Motiven von Gut und Böse.

Eine Handvoll Bücherkritiken

Ich weiß noch nicht, ob dies eine wiederkehrende Kategorie wird, aber da ich merke, dass ich es meist nicht schaffe über ein Buch einen ganzen Beitrag zu verfassen und daher die meisten gelesenen Bücher nur in den Monatsrückblicken behandle, soll es hier um eine Handvoll Kurzkritiken gehen.

Mr. Barnacals Schildkröte

Die Handlung: Mr. Barnacal lebt in einer mehr oder weniger postapokalyptischen Welt in einem viel zu großen Haus für ihn, mit allerlei interessanten Zimmer und genießt die Zeit für sich allein. Doch eines Tages tauchen mehrere Personen auf, die ihm seine Schildkröte abkaufen wollen. Unwirsch wegen der Belästigung versucht Mr. Barnacal die Personen loszuwerden. Doch das ist gar nicht so leicht und während diese eine Belagerung anfangen, fängt Mr. Barnacal an nachzudenken. Besaß er überhaupt eine Schildkröte und wo könnte die sich wohl aufhalten?

Meine Meinung: Mir wurde dieses Buch auf der Comic Con in Berlin vom Wölfchen Verlag in die Hand gedrückt und so mitreißend beschrieben, dass ich das Buch nicht nur sofort kaufte, sondern auch sofort anfing es zu lesen. Und gerade der Anfang gefiel mir wirklich gut, weil es genau das war, was ich erwartet hatte. Man erfährt allerhand über Mr. Barnacals Haus und die fantastischen Zimmer, die teilweise ganze Klimazonen annehmen. Doch die Belagerung zieht sich danach immer mehr hin und das Buch verliert viel an Schwung, da man auch irgendwie nichts so richtig über die Welt an sich erfährt. Und gerade gegen Ende versucht Autorin Lisa Brenk noch einmal alles, um ein spannendes Finale hinzulegen, hatte mich bis dahin aber bereits verloren. Hinzu kommt, dass ich mit dem Schreibstil von Frau Brenk nicht warm geworden bin. Die Satzstrukturen waren sehr einfach gehalten, ebenso wie die Beschreibungen, so dass ich nicht wirklich in der Geschichte versinken konnte. Wem aber die Beschreibung der Geschichte interessiert, sollte durchaus einen Blick mal wagen.

Der Anschlag

Die Handlung: Jake Epping ist eigentlich ein ganz normaler Englischlehrer in Lisbon Falls. Doch eines Tages besucht er das Diner von seinem Freund Al Templeton, der innerhalb von einer Nacht um Jahre gealtert scheint. Und dieser erzählt ihm, dass es in seinem Diner eine Treppe in die Vergangenheit gibt, mit der er ins Jahr 1958 kommt. Al bittet Jake inbrünstig seinen gescheiterten Plan das Attentat auf J. F. Kennedy 1963 zu verhindern, da er glaubt das die Welt danach eine bessere werden müsste. Nach ersten Versuchen gibt Jake schließlich nach und reist ins Jahr 1958.

Meine Meinung: Das Stephen King sich sehr ausführlich mit dem Attentat, den möglichen Hintergründen, Beweggründen, Abläufen und auch mit der Rolle von Lee Harvey Oswald beschäftigt hat, merkt man dem Buch auf jeder Seite an. Auch das er die Geschichte der Welt danach sehr genau durchdacht hat und mögliche andere Zukunftsszenarien erdacht hat, die mit dem Überleben oder Sterben von JFK zusammenhängen, merkt man ständig. Darüber hinaus erzählt er aber die Geschichte eines Mannes, der aus der Zeit gefallen scheint. Während die Vergangenheit permanent gegen ihn arbeitet, versucht Jake fünf Jahre in einer für ihn fremden Welt zu überleben. In diesem relativ neuen Buch Kings (2011 erschienen), zeigt er, dass er noch immer Geschichten in aller Fülle erzählen kann, man merkt aber auch, dass er an einigen Stellen ein wenig abgedriftet ist, weswegen Längen zwischendurch nicht ausgeschlossen sind. Letztlich bleiben jedoch alle Geschehnisse logisch – wenn man sich damit abfindet, dass Zeitreisen existieren – auch wenn ich mit einigen Wendungen einfach nicht einverstanden war. Der Anschlag ist bestimmt nicht Kings bestes Werk, aber bei weitem auch nicht sein schwächstes.

Wir sehen uns beim Happy End

Die Handlung: Ella ist von Happy-Ends besessen. Alle Geschichten und Filme ohne Happy-End muss sie umschreiben und kriegt beim Sehen/Lesen jedes Mal fast einen Zusammenbruch. Doch als ihre augenscheinlich perfekte Beziehung in die Brüche geht, findet sie sich auf einmal im Haus von Oscar wieder, der sein Gedächtnis verloren hat, und der einige Geheimnisse zu haben scheint. Ella versucht also sein persönliches Happy-End heraufzubeschwören und stellt fest, dass dies im realen Leben wohl doch nicht so leicht ist.

Meine Meinung: Wer sich von dem helltürkisen Einband und den rosa eingefärbten Seiten nicht abschrecken lässt, der findet in Wir sehen uns beim Happy End eine Geschichte über eine zunächst schrecklich naive Ella, die man am liebsten aus ihrer Traumwelt schütteln will. Doch nach und nach wird man mit ihr warm und erkennt, dass sie wohl auch etwas zu verbergen hat. Obwohl das Buch fast 600 Seiten umfasst, liest sich die Geschichte so flüssig weg, dass keine Längen aufkommen und man voll in der Geschichte aufgeht, die einen irgendwo doch verzaubert.

Ghostsitter – Geister geerbt & Ghostsitter 2 – Achtung Poltergeist

Die Handlung: Tom lebt eigentlich ein ganz normales Leben für einen 10-jährigen. Bis er eines Tages eine Geisterbahn erbt. Das außergewöhnliche: Alle Bewohner der Geisterbahn sind echt. Der Werwolf Welf ist bei Nichtvollmond noch am normalsten. Zombie Wombie hat zwar sehr viel Kraft, geht aber nirgends ohne seinen Kuschelhasen hin, Vampir Vlarad mutiert zu dem Wesen, von dem er Spenderblut bekam, Hop-Tep, die Mumie, hat ein heißblütiges Temperament und dann gibt es noch Mimi, das Geistermädchen. Alles nicht so leicht zu managen für Tom. Und im zweiten Teil bekommen die Freunde es dann auch noch mit einem Poltergeist zu tun

Meine Meinung: Auf diese Buchreihe bin ich aufmerksam geworden, weil Autor Tommy Krappweis sie auf den Elbenwald-Festivals vorstellte. Konzipiert ist das Ganze zwar als Kinderbuch, doch sind die Charaktere so herrlich gezeichnet und die Geschichten so liebevoll und durchdacht erzählt, dass auch Erwachsene hier durchaus ihren Spaß dran haben. So ganz logisch sollte man hier nicht drangehen, denn wer würde einem 10-jährigen die Leitung einer Geisterbahn übertragen bzw. diese Geisterbahn dann einen Stellplatz geben? Aber wenn man sich einmal mit der Prämisse abgefunden hat, findet man sich regelmäßig in neuen spannenden und gerne auch lustigen Szenen wieder.
Die Buchreihe wurde auch als Hörspiel aufgezogen und vereint Sprecher, wie Christoph Maria Herbst, Hugo Egon Balder oder auch Wigald Boning.

The Ivy Years

Ein Vorwort

Inzwischen sind meine Buspendelzeiten vorbei, aber vorher fand ich es sehr entspannend im Bus die Fahrzeit mit Lesen zu verbringen. Da ich selten Lust hatte, meine teilweise dicken Wälzer von zu Hause mitzuschleppen, rettete mich mein Kindle regelmäßig, da er gut in die Handtasche passte und leicht genug war. Nun waren meine Busfahrten nie besonders lang, ich brauchte also Bücher, die man schnell weglegen konnte und nach der Arbeit immer noch grob wusste, worum es ging, ohne sich tausend Charaktere und Handlungsstränge merken zu können. Demnach wanderten einige Liebesromane, auch gerne in Reihenform, auf meinen Kindle. Eine Reihe davon war „The Ivy Years“.

Die Handlung

The Ivy Years befasst sich mit den Menschen rund um das Harkness College. Immer mit dabei ist auch die Eishockeymannschaft der Herren. In jedem Band geht es um eine aus dem vorherigen Band als Nebenfigur bekannten Charakter, der/die nun seinerseits/ihrerseits seine/ihre Geschichte bekommt. Dabei sind die Einzelschicksale allesamt sehr hart und den Charakteren wird einiges abverlangt.

Meine Meinung

Band 1: The Ivy Years – Bevor wir fallen

Unsere erste Begegnung am Harkness-College haben wir mit Corey Callahan. Nach einem schweren Sportunfall sitzt sie im Rollstuhl und wird etwas abseits von den anderen Studenten im barrierefreien Teil untergebracht. Direkt nebenan wohnt vorübergehend der heiße Eishockeyspieler Adam Hartley, der sich den Fuß gebrochen hat. Beide freunden sich schnell über ihre Liebe zu Eishockey an und bei Corey entwickeln sich schnell tiefere Gefühle. Doch Hartley hat eine Freundin und dazu noch eine echt heiße.
Im ersten Band geht es darum, wie Corey mit ihrem Rollstuhl zurecht kommen muss. Sie muss akzeptieren, dass sie vielleicht nie wieder laufen kann, aber auf jeden Fall nie wieder Eishockey spielen kann. Hinzu kommen die Alltagsprobleme, weil so eine altrenommierte Uni, wie Harkness, hat natürlich nicht unbedingt barrierefrei gebaut. Corey muss lernen mit solchen Hindernissen umzugehen und auch damit, dass sie von allen nun anders behandelt wird. Ihre Aussichten auf eine Beziehung schätzt sie sehr gering ein und natürlich kann sie wegen ihres Rollstuhls nicht mit Hartleys schöner Freundin konkurrieren.
Sarina Bowen greift hier viele Vorurteile auf und verpackt sie in eine schöne Geschichte. Die Charaktere sind zwar mitunter sehr stereotypisch, Hartleys Freundin ist nämlich unheimlich schön, aber natürlich auch ungemein arrogant und egozentrisch. Dennoch sind auch einige liebenswerte Charaktere dabei und die Geschichte um Corey und Hartley ist zwar sehr vorhersebar, aber dennoch schön geschrieben.

Band 2: The Ivy Years – Was wir verbergen

Scarlet Crowley kommt neu ans Harkness-College und kann es gar nicht erwarten von ihren Eltern wegzukommen. Denn ihrem Vater wird vorgeworfen mehrere Jungen des örtlichen Eishockeyteams missbraucht zu haben. Am College trifft sie auf Bridger McCaulley. Dieser hat frisch seine Karriere im Eishockey-Team aufgegeben und scheint sich von all seinen Freunden zurückzuziehen. Nur Scarlet kommt noch an ihn heran und erfährt bald, dass auch er ein Geheimnis hat. Sie verlieben sich heftig ineinander, können aber durch ihre eigenen Lasten sich nicht wirklich um den anderen kümmern.
Das interessante an dieser Geschichte rund um Scarlet und Bridger, wobei man letzteren als Nebencharakter aus dem ersten Band kannte, ist, dass sie relativ schnell zusammen kommen und es also nicht darum geht, wann sie sich finden, sondern eher um die Lösungen ihrer Probleme, die teilweise wieder ganz schön heftig waren. Dadurch ist die Geschichte wesentlich spannender als der erste Band und auch weniger kurzweilig.

Band -: The Ivy Years – Was wir uns bedeuten (Kurz)

Katie, die Mitbewohnerin von Scarlet, ist in einer Studentenverbindung und hat eine schwierige Trennung von ihrem Ex hinter sich. Dennoch will und kann sie nicht allein auf die anstehende Studentenverbindungsparty gehen. Da beschließen Scarlet und Bridger sie mit dem Basketballspieler Andrew, der Bridgers Nachbar ist, zu verkuppeln. Andrew ist ein sehr netter und freundlicher Mann, jedoch auch sehr schüchtern. Auf der Party kommen sich Katie und Andrew näher, doch Katie muss zunächst mit ihrer Trennung abschließen.
Dieser Band gehört nicht in die offizielle Zählung und ist auch nur eine Kurzgeschichte. Dennoch ist es schön, dass sich Frau Bowen noch einmal mit zwei Charakteren aus dem zweiten Band auseinander setzt und ihre Geschichte erzählt. Für einen ganzen Roman war die Geschichte zu dünn, aber für dieses kurze Zwischenspiel bestens geeignet. Auf 105 Seiten wird eine intensive Geschichte erzählt, die man teilweise in ganzen Romanen vermisst.

Band 3: The Ivy Years – Solange wir schweigen

John Rikker muss die Uni wechseln und stößt neu zum Harkness-College und zur Eishockeymannschaft. Der Hintergrund ist massives Mobbing in seinem alten Eishockey-Team, weil er schwul ist. Auch in seinem neuen Team hat er es nicht einfach, denn nicht alle können einen homosexuellen Eishockeyspieler akzeptieren. Und dann ist da noch Michael Graham, den Rikker von früher kennt, der ihn aber komplett ignoriert.
Solange wir schweigen war für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Das liegt nicht daran, dass es diesmal eine homosexuelle Liebesgeschichte ist, sondern eben wie an die Sache herangegangen wurde. Frau Bowen möchte auf die noch immer bestehenden Vorurteile eingehen und die Schwierigkeiten im Sport eingehen. Diese Ansätze nimmt sie auch gut mit in die Geschichte rein und zeigt verschiedene Meinungen auf. Doch die Liebesgeschichte an sich ist viel zu lang gezogen und wiederholt sich gefühlt permanent. Rikker versucht auf Graham zuzugehen, der zieht sich zurück, macht einen Schritt auf Rikker zu und zieht sich dann wieder zurück. Die immer gleichen Gedanken der beiden werden wieder und wieder durchgekaut. Dadurch zieht sich die Handlung wie ein Kaugummi und jegliche Spannung entweicht.

Band 4: The Ivy-Years – Wenn wir vertrauen

Bella, bekannt als Managerin der Harkness Eishockeymannschaft der Herren, ist eine toughe Frau, die sich gerne einmal dem ein oder anderen One-Night-Stand hingibt. So auch dem schüchternen Rafe. Doch eine Mobbingattacke erschüttert Bellas Welt und sie fängt an sich vor der Welt zu verschließen. Nun versucht Rafe zu ihr vorzudringen, was gar nicht so einfach ist.
Man merkt, dass die Qualität der Reihe mit der Zeit immer mehr abgefallen ist. Denn auch die Geschichte rund um Bella und Rafe ist weitaus weniger spannend und prickelnd, als noch die ersten beiden Bände. Die Handlung scheint einfach nicht mehr für die 400 Seiten auszureichen, weswegen sie immer wieder mit inneren Monologen gestreckt wird. Bella ist mir mit ihrer Art schon im dritten Band nicht unbedingt sympathisch gewesen, weswegen ich mich auch sehr schwer mit ihr als Protagonistin getan habe.

Das Fazit

The Ivy Years sind eine gute Romanreihe für zwischendurch, wobei es starke Qualitätsschwankungen unter den Bänden gibt.

Die Reihe wird mit dem fünften Band am 31.10.2019 fortgesetzt, der den Namen „Bis wir uns finden“ tragen wird.

Streifzüge durch das Abendland

Ein Vorwort

Drei Bücher hatte ich von Bill Bryson bereits gelegen. Nachdem mich das erste (Streiflichter der USA) mittelmäßig begeistern konnte, mich das zweite (Reif für die Insel) eher langweilte und mich das dritte (Frühstück mit Kängurus) dann endlich so richtig packen konnte – vielleicht gebe ich den Briten auch nochmal die Chance und lese das Buch mit anderen Erwartungen – versuchte ich es nun mit dem vierten Buch, in dem Mr. Bryson kreuz und quer durch Europa reiste und von seinen Erfahrungen berichtete.

Die Handlung

Bill Bryson hat wieder das Reisefieber gepackt. Nachdem er im nördlichsten Europa startet, um die Nordlichter zu sehen, führt ihn seine Reise kreuz und quer durch Europa. Dabei vergleicht er Kulturen, erzählt von Städten und Erlebnissen, lässt sich über Gewohnheiten einzelner aus, kurzum bringt uns Europa ein Stückchen näher.

Meine Meinung

Zunächst möchte ich loswerden, dass Streiflichter durch Europa wohl eines der hässlichsten Buchcover hat, die es in mein Bücherregal geschafft haben. Angelehnt an das Cover von Frühstück mit Kängurus, wo thematisch passend ein Känguru in die Kamera guckt und um Hintergrund der Ayers Rock mit Fernweggefühlen lockt, durfte diesmal ein Esel vor einer antiken Ausgrabungsstätte (vermutlich die Akropolis) posieren. Leider ist der Esel nicht wirklich hübsch, das knallige blau des Covers im komischen Kontrast dazu und Griechenland wird nicht einmal besucht. Der Esel wird übrigens auch nie erwähnt. Und ja, ich habe mich eigentlich noch nie so sehr über ein Buchcover geärgert. Oder so viel über Buchcover auch nur nachgedacht.
Aber kommen wir zum Buch selbst. Bill Bryson lässt uns wieder einmal an einem seiner Reiseerlebnisse teilnehmen. Diesmal wollte der gebürtige Amerikaner endlich einmal Europa genauer erkunden. Bewaffnet mit Rucksack, Traveller Checks und vielen guten Vorsätzen springt er auch mal eben schnell in einen Zug, wenn er vor einem Ort flüchten will oder wenn er gehört hat, dass es woanders noch viel schöner sein soll. Gerade diese Spontanität macht seine Reiseberichte so interessant. Mit gewohnt leicht ironischem Unterton berichtet er von seinen Abenteuern. Dabei bekommt jede Stadt/Ort ein paar Seiten gewidmet, manche mehr, andere weniger, aber irgendwie doch zu wenig, um wirklich etwas über die Städte zu erfahren. Mit 320 Seiten ist dieser Europabericht auch gute 100 Seiten dünner als sein Werk über Australien beispielsweise. Dadurch fehlen leider mitunter die liebgewonnenen Ausschweifungen über absurde Gesetze oder seltsame Vorkommnisse in der Vergangenheit. Kurzum dem Buch fehlt ein wenig des erwarteten Peps. Es ging dann sogar soweit, dass ich nach circa der Hälfte das Buch einfach weglegen musste. Das immer gleiche Schema der Kapitel ödete mich zu sehr an. Nach einer gewissen Pause hat sich das wieder gelegt und ich konnte mit neuer Entdeckungslust weiterlesen und fand auch wieder mehr Gefallen am Buch.
Die Auswahl der Städte selbst ist kunterbunt gemischt und bildet einige Stellen Europas gut ab. Natürlich gibt es auch genug Flecken, die nicht besucht wurden, aber ganze Europa repräsentabel zu bereisen und in ein Buch zu stecken, ist bei der Vielfalt wohl auch kaum möglich.

Das Fazit

Mit weniger Biss und skurilen Fakten, aber doch mit allerlei erheiternden Informationen, ist Streifzüge durch das Abendland weder Brysons bestes, noch bisher schlechtestes Werk. Es kann abschnittsweise durchaus begeistern, verfällt aber irgendwann in Monotonie.

Ein wenig Leben

Ein Vorwort

Wäre ich diesem Wälzer das erste Mal im Buchladen begegnet, ich hätte es wohl bewusst übersehen, da mich der Einband wenig angesprochen hätte. Doch manchmal stolpert man ja auch auf ganz kuriose Weise über neue Bücher. Diesmal passierte es tatsächlich während ich Queer Eye schaute und Antoni – einer der Fab 5 – ein T-Shirt trug, mit der Aufschrift Jude & Willem & Malcolm & JB. Ich startete also eine Internetsuche nach diesem Namen und stieß neben diversen Angeboten auch über ein Interview mit Antoni, wo er genau auf das T-Shirt angesprochen wurde. Seltsamerweise zeigte mir ein paar Tage später mein bester Freund seinen neuesten Fund aus der Buchhandlung. Es war ein wenig Leben. Ein wenig musste ich mich nun also noch gedulden, denn mein bester Freund wollte es natürlich zunächst selbst lesen. Doch dann durfte ich es mir ausleihen und wurde selbst in die Welt der vier Freunde hineingezogen.

Die Handlung

Die vier Freunde Willem, JB, Malcolm und Jude lernen sich am College kennen und auch noch Jahre später verbindet sie eine enge Freundschaft. Das Buch verfolgt ihre Leben über viele Jahre. Doch nach und nach öffnen sich die Abgründe aus Judes Vergangenheit, die er nie jemandem erzählen will.

Meine Meinung

Es ist schwierig das Buch in einer Inhaltsangabe zusammenzufassen. Denn auch wenn das Buch mit 960 Seiten ein richtiger Wälzer ist, gibt es keine klar erkennbare Handlungslinie. Stattdessen wird abwechselnd von einem anderen der vier Hauptcharaktere erzählt. Teilweise wird das Leben von mehrehren Wochen zusammengefasst, teilweise aber auch ein bestimmtes Ereignis oder ein Tag ganz ausführlich beschrieben. Dabei wird das Leben der vier Freunde in einem Zeitraum von circa 30 Jahren durchleuchtet mit allen Höhe- und Tiefpunkten. Von allen erfährt man auch ein bisschen Vor- und Familiengeschichte. Dabei wird schnell klar, dass Jude ein großes Geheimnis um seine Vergangenheit macht. Die Gründe dafür und auch, was ihm alles passiert ist, werden nach und nach erzählt. Somit liegt der Fokus des Buches durchaus auf seiner Figur und nimmt mit fortschreitendem Buch immer mehr Platz ein, während andere Charaktere immer weniger Platz bekommen.
Grundsätzlich finde ich, dass Autorin Hanya Yanagihara eine interessante Geschichte erzählt und auch wenn sie „nur“ einzelne Passagen aus dem Alltag beschreibt, durchaus auch eine erzählenswerte Geschichte erzählt. Dennoch sind 960 Seiten irgendwo einfach zu viel. Man merkt, wie man bei einzelnen Passagen tiefer in der Geschichte ist, als bei anderen. Mit fortschreitendem Buch kommt hinzu, dass bei Judes Lebensgeschichte wohl nach dem Motto „Wie viel kann ein Mensch ertragen“ gearbeitet wurde, als wie viel Leid ist noch realistisch. Das führt dazu, dass es einem mit fortschreitendem Buch immer schwerer fällt, dieses in die Hand zu nehmen und weiterzulesen. Zumal es einen selbst immer wieder mit hinunterzieht. Dennoch finde ich es gut, dass Frau Yanagihara hier scheinbare Tabuthemen offen anspricht und dies ohne Wertung in einer Geschichte erzählt, die die Tabuthemen immer wieder anreißt, sich aber vielmehr auf die Bewältigung des Traumas Jahre später noch konzentriert. Mit Jude hat sie einen Charakter geschaffen, mit dem man als Erwachsenen noch mitfühlt, dem man begreiflich machen möchte, dass er wertvoll ist.

Das Fazit

Ein wenig Leben ist ein Buch ohne klaren Handlungsfaden, was man mögen muss, aber dafür mit starken Charakteren, die über 30 Jahre begleitet werden. Dabei werden absolute Tabuthemen angesprochen, aber respektvoll behandelt. Definitiv kein glücklich machendes Buch, dafür aber ein wichtiges.

Sommerlektüren – eine Auswahl

Ein Vorwort

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich bereits am Anfang des Sommers geschrieben haben, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen. Aber immerhin scheint draußen noch die Sonne und schneit noch nicht, also bin ich wohl noch nicht zu spät dran. Jedes Jahr zu Beginn des Sommers stehe ich vor meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) und kann mich nicht durchringen auch nur eines davon zu lesen. Genau dann weiß ich, dass es wieder Zeit wird die Buchhandlung meines Vertrauens aufzusuchen und nach dem nächsten Sommerbuch Ausschau zu halten. Dabei gehe ich nach zwei Kriterien: Die Geschichte soll leicht und fröhlich sein und mich in Urlaubsstimmung versetzen. Manchmal geht das gut, manche Bücher musste ich aber auch abbrechen, weil sie mich zu sehr genervt haben. Eine kleine Auswahl von drei guten Sommerlektüren, möchte ich euch heute vorstellen.

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Honigduft und Meeresbrise

Die Handlung: Anna ist nach dem Tod ihrer besten Freundin zu Besuch bei ihrer Oma, die im Garten Bienen hält und ihren eigenen Honig herstellt. Eines Vormittags kommt der Postbote mit einem ganz besonderen Brief vorbei. Denn er wurde 1941 an Omas Mutter, also Annas Urgroßmutter, aufgegeben, fand aber nie seinen Weg nach Deutschland. Auf der Suche nach Antworten zieht es Oma und Enkelin nach Ahrenshoop.

Meine Meinung: Über dieses Buch bin ich tatsächlich über diverse Buchnewsletter gestolpert und habe mich dann ganz vorbildlich im Buchladen meines Vertrauens auf den Titel gestürzt. Gelesen habe ich ihn dann während meiner Kreuzfahrt auf der Ostsee, so dass ich die Meeresbrise permanent im Gesicht hatte. Den Honigduft musste ich mir dazu vorstellen. Zunächst hatte ich ein paar Bedenken, ob die Geschichte nicht zu traurig würde, wegen der Trauerverarbeitung der Protagonistin. Dieser Teil wurde zwar mehrfach mit dem nötigen Respekt erwähnt, aber wiegt tatsächlich nicht so schwer, als dass er einen herunterziehen könnte. Auch der Brief ist eigentlich nur Mittel zum Zweck, um so ein bisschen Geheimnisenthüllung zu betreiben. Soll heißen, es gibt keine langen Rückblenden in das Jahr 1941, als der Brief geschrieben wurde, sondern wir bleiben in der Gegenwart. Im Vordergrund stehen die Charaktere und vor allem unsere Oma/Enkelin-Protagonistin sind zutiefst sympathisch und man möchte sich eigentlich nur den beiden anschließen, eine Strandradtour machen und Honigschnaps trinken. Die Geschichte ist dabei spannend, hat die nötigen Wendungen und bleibt trotzdem locker erzählt. Kurzum eine ideale Strandlektüre, die man auch mal zwischendurch zur Seite legen kann, um in die Wellen zu hüpfen.

Das Fazit: Eine lockere Geschichte über die wirklich wichtigen Dinge im Leben, über Liebe, Freundschaft, aber auch den Tod. Gepaart mit sehr sympathischen Protagonistin, ergibt sich eine stimmige Geschichte, die den Hunger auf Honig verstärkt.

Sommerlektürenfaktor *****

Auch donnerstags geschehen Wunder

Die Handlung: Marianne ist frisch getrennt, arbeitet in einem kleinen Café, backt gerne Kekse, hat einen Kater mit Namen Johnny Depp und sucht die große Liebe. Auf einem Jahrmarkt wird sie von ihrer besten Freundin überredet eine Wahrsagerin aufzusuchen. Diese prophezeit ihr, dass sie den richtigen Mann in Schottland findet. Doch kann Marianne einfach so nach Schottland reisen?

Meine Meinung: Das Buch habe ich im letzten Jahr gelesen. In dem Jahr wollte ich irgendwie so gar nicht meine richtige Sommerlektüre finden. Aber dafür gibt es meine Bücherdealer aus dem Buchladen meines Vertrauens. Ich klagte ihnen also mein Leid und prompt hatte ich mindestens fünf Bücher in den Händen, die mir alle empfohlen wurden. Ich entschied mich letztendlich für dieses Büchlein, weil eines meiner Sehnsuchtsorte (Schottland) drin auftauchte. Also begann ich zu lesen. Nach circa einem Viertel des Buches war ich aber absolut verwirrt. Ich dachte vielleicht ein Bindungsfehler und die Seiten in meinem Exemplar wären vertauscht worden. Das ergab keinen Sinn mehr. Ich habe tatsächlich zwei oder drei Kapitel gebraucht, bis ich merkte, dass das Ganze gewollt war. Denn „Auch donnerstags geschehen Wunder“ wird nach dem was wäre wenn-Prinzip erzählt. So gibt es die gemeinsame Einleitung bis zum Teil mit der Wahrsagerin. Doch dann fährt das Buch zweigleisig weiter und wechselt sich nach jedem Kapitel ab. So erfahren wir, was Marianne erlebt, wenn sie sich für die Reise nach Schottland entscheidet und was sie durchlebt, wenn sie nicht nach Schottland fliegt. Und gerade das, macht für mich den Unterschied zu vergleichbaren Werken. Wir erfahren bis zum Ende nicht, welche Geschichte denn nun passiert ist, nur das beide möglich wären. Dabei treffen wir auf eine absolut chaotische Protagonistin, die wir dennoch sehr schnell ins Herz schließen. Es gibt andere sympathische Charaktere, aber eben auch die unsympathischen, die sich in gleich zwei interessanten Geschichten vermischen und so kommt dieses wunderbare 2-in-1 Buch heraus, dass ich am Anfang nicht erwartet hätte. Auch hier möchte man am liebsten gleich seine Koffer packen und die Welt erkunden, hat aber auch seine Geschichte, wenn man wüsste, dass man sich das nicht trauen würde.

Das Fazit: Eine schöne Geschichte, die das Was wäre wenn ausnutzt, um gleich zwei Varianten zu erzählen. Dabei kann der Sehnsuchtsort Schottland ebenso locken, wie Hamburg.

Sommerlektürenfaktor ****

New York Diaries – Phoebe

Die Handlung: Phoebe wohnt im Knights Building in New York. Nach einer Reise hat sie aber anscheinend den falschen Koffer gegriffen. Auch David starrt wie entgeistert in den Koffer, den er am Flughafen mitgenommen hat, denn es ist offensichtlich nicht seiner. Doch er findet eine Art Tagebuch im Koffer und erhofft sich Ansatzpunkte, um die Besitzerin wiederzufinden. Auch Phoebe sucht nach Hinweisen auf den Besitzer und findet ein unveröffentlichtes Manuskript.

Meine Meinung: Die New York Diaries Reihe habe ich bereits 2017 gelesen und euch auch hier bereits einmal vorgestellt. Dennoch passt gerade dieser Band hervoragend zu meinen Sommerlektüren. Denn diesmal geht es um die unerträglich heißen Sommer in New York, und auch Städtereisen verbinde ich mit Sommer, Sonne und Urlaubsgefühl. Zumal die vertauschten Koffer ja auch irgendwie ein Symptom für Urlaub sind – auch wenn es mir selbst glücklicherweise noch nie passiert ist. Das interessante an der gesamten New York Diaries Reihe ist die Liebe zu der Stadt, in der die Bücher spielen. Bei Phoebe kommen noch zwei wunderbare Protagonisten hinzu, die irgendwie versuchen aus Tagebuch und Manuskript genügend Informationen zu filtern, um den jeweils anderen zu finden. Dabei ist es sanfte und leichte „Popcornliteratur“, kann also bestens zwischendurch gelesen werden, ohne dass man den Anschluss verliert.

Das Fazit: Perfekte Lektüre für Stadturlaub oder für die Daheimgebliebenen. Lockere, romantische Geschichte mit tollen Protagonisten.

Sommerlektürefaktor ****

 

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Ein Vorwort

Manchmal springen mich Cover ja förmlich an. Nicht besonders oft, weil meiner Ansicht nach doch viele Cover sehr ähnlich aussehen oder einfach sehr lieblos gestaltet werden, doch ab und an kommt es vor. So zog mich der Dodo auf dem Cover beinahe magisch an. Auch der Klappentext machte sofort Lust darauf es zu kaufen. Doch mit fast 900 Seiten im Hardcover war das Buch auch so ein Werk mit dem man Leute erschlagen kann. Hinzu kam der stolze Preis von 30 Euro. Also legte ich es erst einmal wieder weg. Doch der Gedanke an die Geschichte ließ mich nicht los. Umso erfreuter war ich, als mir der Goldmann Verlag ein Rezensionsexemplar zukommen ließ und ich nun nicht mehr grübeln musste, ob der Preis gerechtfertigt war. Falls ihr wissen wollt, was es mit Dodo auf sich hat und ob es sich lohnt ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen, ist hier meine Kritik dazu.

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Die Handlung

Die Linguistin Melisandre Stokes wird überraschend vom geheimnisvollen Tristan Lyons angeworben für eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung zu arbeiten, die unter dem Decknamen D.O.D.O. operiert. Das Ziel ist es die Magie mit Hilfe von Zeitreisen zurückzuholen, die seit 1851 vollständig erloschen ist.

Meine Meinung

Es ist schwierig eine Handlungswiedergabe zu geben, ohne zu viel zu verraten. Kurz gesagt geht es um den Aufstieg und Fall des Departments of Diachrone Operations – also um Zeitreisen. Zu Anfang besteht das Team aus Tristan und Melisandre (im weiteren kurz Mel genannt). Nach und nach treffen sie auf immer mehr Leute, die sich dem Team anschließen. Hier sind noch liebenswerte Charaktere, wie Rebecca und Frank Oda dabei, oder auch Erszebet, die letzte verbliebene Hexe der Welt. Nach und nach lernen Sie eine Maschine zu bauen, in der Magie noch wirksam ist und die ersten Zeitreisen zu unternehmen. Nach den ersten Erfolgen wird D.O.D.O. durch das Pentagon erst richtig wahrgenommen und mit finanziellen Mitteln unterstützt. So verfolgt man innerhalb von fünf Jahren die gesamte Unternehmensgeschichte immer wieder gespickt mit den Berichten von verschiedenen Zeitreisen.
Besonders bemerkenswert ist die Liebe zum Detail. Nicht umsonst fasst das Werk 850 Seiten. So wird die Geschichte nirgendwo gekürzt, sondern wirklich von Anfang bis Ende erzählt. Dies erfordert gerade zwischenzeitlich eine Menge Durchhaltevermögen. Zwischendurch gab es immer wieder Entwicklungen, die mir weniger gefielen, weswegen ich das Buch wieder für ein bis zwei Tage aus der Hand legen musste. Letztendlich gewann aber immer die Neugier und ich versank weiter in der Geschichte.
Gerade am Anfang wird viel Physikalisches diskutiert. Da Tristan und Frank Oda beide Physiker sind, sprechen sie viel in einem Kauderwelsch für Normalsterbliche. Aber da es auch genug Charaktere gibt, die das ebenfalls nicht verstehen, wird es dann doch noch halbwegs verständlich erklärt. Dafür sind diese Charaktere dann wieder an anderer Stelle für das Erklären zuständig, so dass niemand nur für das Verstehen des Lesers da ist.
Ich möchte hier noch einmal in aller Form den Hut heben für die sehr guten Recherchen des Autorenteams! Denn egal um welche Wissenschaft es ging, Physik, Geschichte, Linguistik, Waffenkunst, etc. jedes Detail war ordentlich recherchiert und bis zum Ende in teilweise sehr komplexen Zeitreisesträngen verknüpft. Aber auch hier wurde alles logisch durchdacht. Jede Änderung in der Vergangenheit hatte logische Konsequenzen für die Gegenwart oder auch für andere Zeitreisen. Hier wurde nicht einfach auf die Erklärung „wegen der Magie“ vertraut, sondern Erklärungen gefunden, die wissenschaftlich und logisch vereinbar sind.
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus Mels Sicht als eine Art Erlebnisbericht. Je größer die Organisation jedoch wird, desto weniger konnte sie selbst alles miterleben. So fungieren auch diverse Briefwechsel, Tagebucheinträge oder Unterhaltungen im D.O.D.O. Intranet als Erzählmittel. Gerade im Mittelteil sind es fast nur noch die Einträge im Intranet, was den Handlungsfluss etwas ins Stocken geraten lässt und sehr gewöhnungsbedürftig ist. Letztendlich aber auch das einzige Mittel, um den Leser glaubwürdig alle möglichen Vorkommnisse mitzuteilen, die Mel einfach nicht alle wissen kann.

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist ein Buch, wie ich noch keines zuvor gelesen habe. Die Geschichte ist so weit gestrickt und wird doch geradlinig erzählt. Das Autorenteam hat so viel Stolpersteine geschickt überwunden und gerade durch ihre erstklassige Recherche auch eine glaubwürdige Geschichte – ja trotz des Vorkommens von Magie! – gestrickt. Hier hat man wirklich den Aufbau einer neuen Geheimorganisation mit den Motiven der Wissenschaftler, der Hexen und des Militärs durchdacht und bis zu ihrem Fall zu Ende erzählt. Zwischendurch gab es zwar auch einige Entwicklungen, die sehr stereotypisch verliefen und die man schon vorab erahnen konnte, dennoch bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend.

Das Fazit

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist ein Buch, das man selbst erleben muss. Ein solch komplexes, durchdachtes, logisches, gut recherchiertes und doch magisches Buch habe ich noch nie gelesen. Selbst wenn man mit ein paar Wendungen nicht einverstanden ist oder der Schreibstil zwischendurch merkwürdig erscheint, bleibt es im Ganzen doch ein sehr gutes Buch.

„Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.“ wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

Rückblick auf den März 2019

Mit gleich zwei Urlauben war der März 2019 für mich ein sehr ereignisreicher Monat. Allerdings sind dadurch auch meine Kinogänge wieder sehr übersichtlich. Zumal ich den letzten Kinostartdonnerstag (28.03.) komplett verpasst habe. Wundert euch also nicht, dass Dumbo hier noch nirgends auftaucht.

 


Um noch schnell ein paar Worte zu meinen Urlauben loszuwerden: Dubai war wunderbar warm, aber auch nicht heiß, so dass wir gut zwischen Baden und Besichtigungen wechseln konnten. Und Disneyland Paris war einfach die Erfüllung all meiner Kindheitsträume. Klar hat Großkapitalist Disney hier wieder gut zugeschlagen und gerade die Essenspreise waren sehr ungerechtfertigt für das, was man bekam. Auch die Merchandiseartikel waren sehr hochpreisig. Aber was soll ich sagen… ich habe gut zugeschlagen. Ansonsten war es aber alles sehr liebevoll und detailreich gestaltet und die Fahrgeschäfte haben sehr viel Spaß gemacht. Außerdem war gerade Marvelsaison…
Achso und so ganz nebenbei bin ich auch noch Katzenmami geworden! Begrüßt mein kleines Katzenbaby Shuri 🙂

Sneak Preview

Ein Gauner & Gentleman: Robert Redfords letzter Film (laut seiner Aussage). Diesmal hat sich Redford einem sehr entspanntem und gemütlichem Heist-Movie zugewandt. Die Handlung war sehr langsam erzählt, aber durch Redfords sehr sympathischem Spiel nie langweilig.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Captain Marvel: Das MCU bringt kurz vor Endgame noch schnell ein Solofilm auf den Markt mit der ersten Heldin. Leider war die Handlung ein bisschen zu stumpf für die hohe Qualität des MCU, auch wenn Brie Larson sichtbar Spaß am Spiel hat.

Iron Sky – The Coming Race: Nach dem Trasherfolg Iron Sky mit den Nazis von der dunklen Seite des Mondes, versuchen sich die Macher nun an einem zweiten Teil. Versprochen wurden Nazis auf Dinosauriern. War mein einziger Anspruch an den Film. Leider habe ich nicht einmal das bekommen. So ist diese Fortsetzung leider bis auf ein paar Einfälle nicht lustig und auch nicht trashig genug.

Die Goldfische: Reicher Businesskerl landet im Rollstuhl und muss trotzdem sein Geld aus der Schweiz holen. Wie gut, dass niemand einen Bus voller Menschen mit Behinderungen kontrolliert. Die Goldfische nimmt sich selbst nicht zu ernst und traut sich so auch Witze über Behinderungen zu machen, bleibt dabei aber immer sachlich und wird nie beleidigend. So wird er ein locker, leichter Spaß, der für viele Momente sorgte, bei denen man einfach auf dem Boden vor lachen lag.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Tarzan: Da im Disneyland nur der Disney Channel auf den Fernsehern lief, war die Auswahl sehr gering. Also gab es ein erneutes Sehen von einem meiner ungeliebteren Disneyfilme. Denn während mich Tarzan am Anfang schon immer in ein weinendes Bündel verwandelt, kann mich der Mensch, der bei den Affen aufwuchs, danach überhaupt nicht mehr begeistern.

Shining: Nachdem ich die Lektüre beendet hatte, wollte ich nun doch endlich Stanley Kubriks Werk begutachten. Leider bin ich da auf der Seite von Autor Stephen King, der die Verfilmung nicht gerade als gelungen ansieht.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Beale Street: Einer der letzten Starts in Deutschland aus der vergangenen Oscarsaison. Die Geschichte von Fonny, der dabei ist Vater zu werden, als er wegen Vergewaltigung angeklagt wird. Oscar für Regina King als beste Nebendarstellerin.

Die Berufung: Die Geschichte von Ruth Bader Ginsburg, die Anfang der 50er Jahre an Harvard Jura studiert, aber nicht als Richterin arbeiten darf. Als sie einen Fall annimmt, in dem sie einen Mann verteidigt, der aufgrund seines Geschlechts diskriminiert wird, kämpft sie gleichzeitig für die Rechte von Männer und Frauen in einem diskriminierendem System.

Ferner verpasst: Vom Lokführer, der die Liebe sucht…, Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks, Trautmann, Wir

Serien – ein kurzer Überblick

Im März gab es zunächst eine neue Netflix Serie zu sehen. The Umbrella Academy ist eine etwas ungewöhnliche Superheldenserie, hat aber doch viel Spaß gemacht und war unglaublich spannend. Dann gab es endlich auf die letzte Episode der Comedians of the World. Diesmal war das französischsprachige Kanada an der Reihe. Dann ging ich mit einem Architekten und einer Schauspielerin auf Weltreise. Das Ziel: Die außergewöhnlichsten Häuser der Welt. Das war nicht ganz so spannend, wie ähnliche Netflixdokumentationen, aber es waren schöne Häuser dabei. Ansonsten habe ich noch eine inzwischen beendete Serie für mich entdeckt. Mit True Blood gab es seit langem mal wieder eine Vampirserie (genau genommen seit Buffy/Angel), die ich mochte. Eigentlich verkörpert die Serie alles, was ich an anderen Serien stark kritisiere, aber irgendwie bin ich nicht von losgekommen und habe gleich die ersten beiden Staffeln weggeschaut.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1008
Seiten pro Tag: 32,5 im Durchschnitt
Taschenbücher: 1
E-Book: 2

The Ivy Years: Solange wir schweigen & Was wir uns bedeuten: Solange wir schweigen ist der dritte Band der Ivy-Years Reihe. Diesmal geht es um das Thema Homosexualität und inwiefern dies mit Eishockey vereinbar ist. Leider wurde das Thema nur immer wieder von einer Seite beleuchtet und entwickelt sich zu eine schwachen Liebesgeschichte, die nicht spannend, nicht mitreißend und leider auch nicht aufwühlend ist. Aus dem Thema hätte man deutlich mehr machen können. Was wir uns bedeuten ist eine Kurzgeschichte, die zwischen dem zweiten und dritten Teil angesiedelt ist. Hier wurden noch einmal zwei Charaktere aus dem zweiten Buch etwas näher beleuchtet. Süße kleine Geschichte, die mit ihren knapp 100 Seiten genug erzählt.

Shining: Eines von Stephen Kings bekanntesten Werken durfte diesmal mit mir nach Dubai fliegen, um als Strandlektüre zu dienen. Dabei kam Kings typische Geschichtenerzählschreibweise wieder durch, was ich sehr genossen habe. Man muss sich auf die Charaktere einlassen, denn so passiert gar nicht so viel.

 

Shining

Ein Vorwort

Wenn das Wort Shining fällt, haben wohl viele Jack Nicholsons Gesicht, eine Axt und den Ausruf „Hier kommt Polly“ im Kopf. Meine erste Begegnung mit Shining war tatsächlich „Ready Player One“, wo in der Verfilmung die Charaktere bei einer Aufgabe in eben jenem Hotel landen und einzelne Szenen nacherleben. Den Film selbst habe ich nie gesehen. Damit sich das dann doch bald mal ändern kann, hatte ich mir vorgenommen das Buch von Horrormeister Stephen King zuvor zu lesen.

Die Handlung

Jack Torrance bekommt einen Job als Hausmeister des Overlook-Hotels. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny sollen sie alleine im Hotel überwintern, das voraussichtlich bereits ab Oktober komplett eingeschneit sein würde. Jack, der sein Alkoholproblem überwunden glaubte, wünschte sich einen Neuanfang und sah ihn in diesem Hotel. Sein Sohn Danny, der Träume hat, die manchmal Wirklichkeit werden, wird im Traum vor dem Hotel gewarnt. Und schon kurz nachdem die drei eingezogen sind, geschehen die ersten merkwürdigen Dinge. Vor allem Danny sieht Dinge, die nicht real sein können. Doch auch Jack zweifelt immer mehr an sich und seiner Wahrnehmung.

Meine Meinung

Stephen King sagte zur Verfilmung von Shining sinngemäß, dass er den Film überhaupt nicht leiden kann, weil man Jack Nicholson den Wahnsinn von Anfang an ansehe. Seine Intention sei aber eine andere gewesen. Eben deswegen war es mir wichtig das Buch zu lesen bevor ich den Film sehe. Also wurde es dieses Jahr meine erwählte Strandlektüre.
Stephen King ist meiner Ansicht nach weniger der Horrorautor, als der er immer groß angekündigt wird, sondern vielmehr ein ausschweifender Geschichtenerzähler. So auch diesmal wieder. Shining ist mein inzwischen fünftes Buch von King. Demnach war ich mir durchaus bewusst, dass King zunächst eine lange Einführungsphase braucht. Allein bis die Familie im Overlook-Hotel ankommt, wurden einige Seiten geschrieben. So erfährt man die Vorgeschichte der Familie inklusive der Probleme die Jack bei seinem alten Job hatte und seinem Alkoholproblem, Wendys schwierige Geschichte mit ihrer Mutter und Danny und sein „zweites Gesicht“. King schafft es auch hier wieder die Geschichten interessant zu erzählen, so dass man am Buch dran bleibt, ohne dass allzu viel geschehen ist. So bleibt allerdings auch der Rest des Buches. Nach und nach gibt es verschiedene übernatürliche Phänomene, die sich langsam aber sicher steigern und die Familie tyrannisieren. Dem ganzen spielt noch in die Karten, dass die Familie eingeschneit ist, also selbst wenn sie wollte nicht aus dem Hotel fliehen kann.
Neben den Hintergrundgeschichten der Familienmitglieder, bekommt auch das Hotel eine ganz eigene Hintergrundgeschichte. So erfährt man nach und nach, wer schon alles im Hotel gelebt hat und wer dort gestorben ist und – vermutlich – dadurch auch Einfluss auf die Erscheinungen hat. So sind es gar nicht so viele Phänomene, aber durch Kings ausschweifenden Erzählstil, wirkt es viel mehr.
Der einzige Haken am Buch ist das Ende. Denn nachdem es zum großen Finale kam, gibt es einen großen Sprung in die Zukunft und auch dieser Part wird sehr schnell abgearbeitet. Das passt nicht so richtig zum Rest des Buches und lässt den Leser auf den letzten Seiten ein wenig unbefriedigt zurück.

Ein paar Worte zum Film

Nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, habe ich mich nun doch einmal an Stanley Kubriks Verfilmung gewagt. Leider bin ich eher auf der Seite des Autors. Denn die Verfilmung erfasst nicht die richtige Grundstimmung, um sich dann langsam zu steigern. Stattdessen wirkt Jack Torrance (Jack Nicholson) von Anfang an ein wenig wahnsinnig, was wohl seinem Gesicht geschuldet ist (das sich sehr gut für wahnsinnige Rollen eignet). Auch die beschriebenen Phänomene werden sehr schnell abgearbeitet bzw. weggelassen. So kommt keine richtige Entwicklung zustande. Auch gibt es absolut keine Hintergrundgeschichten, um das Verhalten der Charaktere zu erklären, was ja gerade der wichtige Teil von Kings Erzählung war. So wirkt der ganze Film ein bisschen seelenlos. Auch die ganze gruselige Grundstimmung entsteht nur durch die (für die heutige Zeit stark übertriebene) Musik.

Das Fazit

Ein Klassiker von Mr. King, der seine Charaktere gründlich untersucht, um die Entwicklung zu erklären, die unweigerlich zum spannenden Finale führt.

Rückblick auf den Januar 2019

Der erste Monat des neuen Jahres ist vorbei und ich muss sagen, dass ich erstaunlich wenig Medien konsumiert habe. So wenig Filme habe ich seit Jahren nicht mehr in einem Januar im Kino gesehen. Der Januar ist meist einer meiner Kinoreichsten des Jahres. Mal gucken, wie es sich am Ende des Jahres auf meine Statistik auswirkt.

Sneak Previews

Holmes & Watson: Schon jetzt einer der schlechtesten Filme des Jahres. Ekelhafter Fäkalhumor gepaart mit Sexismus. Es bleibt rätselhaft, wie er es überhaupt in die Kinos geschafft hat.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Junge muss an die frische Luft: Hape Kerkelings Kindheit verfilmt mit einem grandiosen Jungdarsteller. Der Film pendelt zwischen herzerwärmenden Momente, lustigen Einlagen, aber vor allem viel Kummer. Taschentücher sollte man bereithalten!

Glass: M. Night Shyamalan rundet seine Trilogie nach Unbreakable und Split ab. Qualitativ kommt er an seine eigenen Werke nicht mehr heran, schafft es aber doch wieder am Ende vollkommen zu überraschen.

Ralph breaks the Internet: Trägt den deutschen Titel Chaos im Netz und schickt Randale Ralph und seine Freundin Vanellope in die großen Weiten des Internets. Neben vielen lustigen Einzelszenen und coolen Darstellungen von Internetphänomenen, schafft er es aber auch eine runde Geschichte über Freundschaft zu erzählen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Rocky 2 & 3: Apollo Creed will einen Rückkampf haben, den Rocky nun tatsächlich gewinnt. Dafür muss er sich im dritten Teil Mr. T stellen, der ganz schön gemein sein kann. Damit wäre ich nun bereit, dass Creed auf Ivan Drago trifft, womit ich dann wohl auch Creed verstehen dürfte.

The Circle: ist ein soziales Netzwerk, dass wohl alle Intentionen von Facebook & Co zusammenfassen dürfte. Tom Hanks versucht Emma Watson dazu zu bringen, der erste komplett gläserne Mensch zu werden. Nette Idee, leider wurde das Thema nicht subtil, sondern mit Vorschlaghammer, umgesetzt. Verliert dadurch ziemlich an Wirkung.

Battle of the Sexes: verfilmt das legendäre Tennismatch zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs. Dabei ging es vor allem um die Rechte der weiblichen Tennisspielerinnen, die vor allem, wenn es um die zu gewinnenden Preise ging sehr oft benachteiligt wurden. Eine sehr stark spielende Emma Stone trifft auf einen etwas schwächelnden Steve Carell, in diesem starken Biopic.

Unbreakable: In Vorbereitung zu Glass, habe ich dann auch einmal den ersten Teil nachgeholt. Nach Split bin ich mit etwas falschen Vorstellungen an den Film gegangen, trotzdem gefiel mir Shyamalans Vorstellung von Held und Schurke bzw. deren Findungsphase sehr interessant und gut umgesetzt.

Die Verurteilten: Als erster Film meiner Bucketlist (Details folgen) lief „The Shawshank Redemption“, der seit Jahren bei IMDB die Topliste anführt. Basierend auf einer Stephen King Kurzgeschichte, merkt man Kings Schreibstil deutlich in den Dialogen. Ein sehr gelungener Film, der zwischen deprimierend und hoffnungsvoll hin und her schwankt.

Birdbox: Bekannt geworden vor allem durch die ziemlich hirnrissige „Birdbox-Challenge“, kam mir die Handlung doch sehr bekannt vor. Und tatsächlich hatte mein bester Freund bereits vor einiger Zeit das Buch gelesen und mir davon erzählt. Die Idee hatte mich schon damals fasziniert, aber nicht genug, um das ganze Buch zu lesen. Die Netflix-Produktion konnte mich dafür umso mehr faszinieren.

Desweiteren liefen im Januar die Netflix Comedyspecials Relatable von Ellen DeGeneres (sehr empfehlenswert!) und Hard Knock Wife, sowie Baby Cobra, beide von Ali Wong. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch unglaublich lustig!

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Im Januar hat mein Kino einen neuen Rekord aufgestellt. Es sind unfassbar viele Filme, die auch teilweise oscarnominiert sind, erschienen und keiner davon lief hier. Stattdessen lief übrigens Kalte Füße mehrfach am Tag! Ich hoffe ein paar Filme noch nachholen zu können, in dem ich wohl mal wieder längere Ausflüge in die 1 Stunde entfernte Großstadt unternehme. 

Die Frau des Nobelpreisträgers: Glenn Close als Frau an der Seite eines wichtigen Mannes. Sie muss die starke Frau spielen, ohne je Anerkennung dafür zu kriegen. Ein interessantes Thema.

Ben is back: Lucas Hedges ist wohl der Nachwuchsschauspieler schlechthin. Nun darf er an der Seite von Julia Roberts in diesem Familiendrama rund um das Thema Drogensucht erneut glänzen.

Fahrenheit 11/9: Michael Moores Dokumentationen sind meist etwas umstritten. Dennoch gefiel mir seine Doku „Where to invade next“ sehr gut. Daher bin ich auf die neue noch immer gespannt.

Beautiful Boy: Das Gegenstück zu Ben is back mit Timothée Chalamet, ebenfalls einer der neusten Entdeckungen, geht es ebenfalls um Drogenkonsum und den Kampf des Vaters dagegen.

The Favorite: Ein oscarnominiertes Werk über Königin Anne und die Intrigen an Hof.

Green Book: Schon der erste Trailer und die Tatsache, dass Mahershala Ali mitspielt, konnte mich für den Film gewinnen.

Plötzlich Familie: Eine liebevolle Komödie über das Thema Adoption. Ich bin gespannt, was der Film wirklich kann.

Mia und der weiße Löwe: Ebenfalls eine süße Geschichte über eine etwas ungewöhnliche Freundschaft.

Serien – ein kurzer Überblick

Im Januar habe ich drei weitere Staffeln von Modern Family gesehen und bin nun mitten in der fünften Staffel. Ansonsten habe ich mal wieder das 1989er Remake der Serie Mission Impossible – Cobra übernehmen Sie gesehen. Die erste Staffel von Mission Impossible – In geheimer Mission lief nun im Januar bei mir (und ja, ich werde es nie müde zu erwähnen, dass das Filmfranchise mit Tom Cruise übrigens auf dieser Serie beruht!). Ansonsten habe ich noch das Netflix Comedyserienspecial „Comedians of the World“ verschlungen. 9 Länder mit ihren Specials habe ich bereits durch: Deutschland, Frankreich, Kanada, USA, Großbritannien, Australien & Neuseeland, Südafrika, Indien und die Niederlande.

Mein Lesemonat 

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1472
Seiten pro Tag: 47 im Durchschnitt
Gebunden Bücher: 1
Taschenbücher: 2
E-Book: 1

Mary Poppins kommt wieder: Nachdem Mary Poppins Rückkehr nun im Kino anlief, war es auch für mich Zeit, mich dem zweiten Buch zu widmen. Leider habe ich es nicht vor Kinostart geschafft, aber dennoch konnten mich die neuen Geschichten wieder faszinieren.

Am Ende die Zeit: Über dieses Buch bin ich auf der Comic Con in Berlin letztes Jahr gestolpert und wurde mir von der Verlegerin wärmstens empfohlen. Wirklich warm geworden bin ich mit Geschichte und Schreibstil nicht, auch wenn es mich im letzten Drittel doch noch fesseln konnte. Aber dafür, dass es eigentlich um die ägyptische Mythologie gehen sollte, kam mir gerade dieser Part sehr schwach vor.

Die tausend Teile meines Lebens: Das neuste Buch von Colleen Hoover durfte natürlich nicht in meinem Regal fehlen. Doch statt wie gewohnt eine Liebesgeschichte zu erzählen, ging es diesmal nur ganz nebensächlich um Sagan und Merit. Stattdessen ging es vielmehr im eine verworrene Familiengeschichte voller Geheimnisse und Missverständnisse. Hier musste Merit lernen, sich selbst und auch ihre Familie zu lieben. Grandios geschrieben und noch einmal eine völlig neue Thematik. Dennoch konnte es mich nicht so sehr begeistern, wie andere Werke von ihr.

The Ivy Years – Bevor wir fallen: Für meine täglichen Busfahrten brauchte ich wieder Nachschub nach leichter Nebenbeiliteratur. Die Geschichte von Corey und Hartley kam dafür wie gerufen, zumal sie sich doch etwas vom Alltagsbrei unterscheidet. Denn Corey ist querschnittsgelähmt.