Eine Handvoll Serien/Bücher – Disability Pride Month Special 2024

Juli ist der Disability Pride Month.
Nachdem im Juni die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft gefeiert wurde, geht es im Juli darum, auf Behinderungen aufmerksam zu machen, Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Klischees und Vorurteile abzubauen.
Wie schon im letzten Jahr, will ich euch auch diesmal eine Auswahl an diversen Repräsentationen in Serien und Büchern geben – Filme habe ich leider keine im vergangenen Jahr gesehen.

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe

Die Handlung: Weihnachten steht im Hause Trudel bevor. Dieses Jahr sind auch Pamela und Brenda Pein mit dabei, die inzwischen bei den Trudels wohnen. Zu Beginn der Weihnachtsferien holt niemand geringeres als der Weihnachtsmann zusammen mit dem Weihnachtosaurus die Vier ab und zeigt ihnen den Nordpol. Dabei macht William eine verhängnisvolle Begegnung mit der Winterhexe.

Warum das Buch so wichtig ist: Bereits im Kindesalter werden wir durch Klischees und Vorurteile geprägt. Umso wichtiger ist es bereits in Kinderbüchern Diversität zu repräsentieren. Und damit sind eben auch Behinderungen und Menschen mit Behinderungen gemeint. Der Weihnachtosaurus bietet uns auch im zweiten Band mit William Trudel nicht nur eine Jungen, dessen Traum eines echten Dinos ins Erfüllung geht und eine bunte Abenteuergeschichte erlebt. Sondern eben auch die Realität eines Kindes im Rollstuhl. Dabei geht es um alltägliche Schwierigkeiten, Mobbing in der Schule und der Verzweiflung, weil William doch nichts für seine Behinderung kann. Dabei werden diese Schattenseiten zwar angesprochen, dominieren aber nicht die Handlung. Soll heißen, sie sind da, sie werden nicht ignoriert und doch zeigt das Buch, dass trotz – oder gerade wegen – des Rollstuhls William ein wunderbares Abenteuer erleben kann. 

Waldsterben in Vertikow

Die Handlung: Peer Wesendonks zweiter Fall, diesmal geht es um einen Waldraub. Der ortsansässigen Firma wurden viele Bäume abgeholzt und geklaut. Nun steht diese vor dem finanziellen Ruin. Die Baronin höchst selbst beauftragt Peer mit den Ermittlungen, denn die Polizei soll nicht eingeschalten werden. 

Warum das Buch so wichtig ist: Was macht ein Organist, der seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, weil er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr die Treppen zur Orgel hochkommt? Genau Detektiv spielen und einen Mord aufklären. Dabei haben wir diesmal wirklich eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Unser Protagonist sitzt jetzt schon ein bisschen länger im Rollstuhl als noch in Band Eins, kommt aber mit einigen Einschränkungen noch nicht so gut zurecht. Sein kleines Dorf ist nicht wirklich barrierefrei, auch wenn hier versucht wurde ein bisschen Abhilfe zu schaffen und auch wenn ihm die Bewohnenden viel versuchen zu helfen, so kämpft er doch mit der Frustration, hadert mit sich und seinem Körper und hinterfragt selbst seine Beziehung. Wir bekommen hier also eine schonungslose Erfahrung hautnah und bekommen als Bonus noch eine spannende Cozy Crime Geschichte. 

A sign of Affection – Staffel 1

Die Handlung: Yuki Itose ist gehörlos. Ihre Schulzeit hat sie auf dafür spezialisierten Schulen verbracht, nun stellt sie sich dem Unileben. Über Textnachrichten kann sie gut mit ihren Komilitoninnen kommunizieren und diese schreiben auch fleißig für sie mit. Durch Zufall lernt sie Itsuomi Nagi kennen, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Auch Itsuomi ist fasziniert von ihr und beginnt Gebärden zu lernen. Nach und nach kommen sich die beiden immer näher.

Warum die Serie so wichtig ist: Liebesgeschichten haben wir unzählige, aber wie ist es für gehörlose Menschen? Nur die wenigsten, die nicht unmittelbar mit einer betroffenen Person zu tun hat, spricht Gebärden. Genau das wird hier angesprochen und wir bekommen gleichzeitig einen guten Einblick in Yukis Alltag. Was sind Probleme, die wir hörenden Menschen gar nicht wahrnehmen. Allein, dass sie in der Uni auf die Hilfe der anderen angewiesen ist, dass diese für sie mitschreiben. Oder eben wie viel Kommunikation über das Smartphone geschieht. Hier werden die Barrieren im Alltag gut angesprochen, aber wir erleben Yuki trotzdem als starke Frau, die ihren Weg geht und versucht diese Barrieren zu umgehen oder gar abzubauen. Das Ganze verpackt als süße Liebesgeschichte, die sich mehr auf Gemeinsamenkeiten, denn auf Unterschiede besinnt. Mit Itsuomi haben wir auch einen sehr einfühlsamen Charakter, der Yuki verstehen will, um richtig reagieren zu können.

Echo – Staffel 1

Die Handlung: Maya Lopez hat Kingpin erschossen. Nun versucht sie seine Institution, der sie selbst einmal anhörte, zu destabilisieren. Dabei macht sie sich jedoch eine Menge Feinde. Für Unterstützung muss sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Doch nicht alle dort, nehmen sie mit offenen Armen wieder auf.

Warum die Serie so wichtig ist: Auch wenn die Serie an sich, nicht die gelungenste ist, so haben wir hier eine gehörlose Protagonistin, die zeitgleich mit einer Beinprothese zu kämpfen hat – in dem Sinne, dass diese nicht richtig angepasst ist und ihr daher immer mal wieder Probleme macht. Das Problem wird dadurch gelöst, dass sie eine Super-Prothese kriegt, die gefühlt alles kann. Das ist dann vielleicht nicht ganz im Sinne der Repräsentation, aber allein, dass wir sie als Antagonistin in Hawkeye und nun als Protagonistin in Echo haben und somit das MCU es auch endlich mal geschafft hat, ein wenig Repräsentation in das Superheldengenre zu bringen, ohne ihr gleich eine Wunderheilung zu verschaffen, ist schon hervorzuheben. Und auch, dass hier versucht wurde ihre Behinderung mit Technik anzugehen und hier aber deutlich dagegen gesprochen wurde, ist nur ein weitere Punkt, warum die Serie trotz der miesen Handlung hier einen Platz gefunden hat.

Queer Eye – Staffel 8 Folge 4

Die Handlung: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle schwul und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in Georgia, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. In der vierten Folge der achten Staffel treffen sie auf Denton Mallas. Er ist gehörlos und arbeitet an einer Highschool, die spezialisiert auf gehörlose Kinder ist als Footballtrainer. Gleichzeitig setzt er sich für den Erhalt der Schule ein, obwohl immer weniger Kinder dort angemeldet werden.

Warum die Folge so wichtig ist: Man kann natürlich krisitieren, dass es acht Staffeln für diese Folge gebraucht hat, aber wir wollen mal nicht so sein und sie lieber positiv hervorheben. Da es sich in jeder Folge um andere Kandidat*innen handelt, geht es hier tatsächlich mal nicht um eine Serie oder eine ganze Staffel, sondern nur um diese Folge. Aber diese geht einfühlsam mit dem Thema um und zeigt eben auch die Realität der Kids an der Schule von Denton. Dabei steht auch mehr Dentons Engagement im Fokus und der Hilfe seinen Alltag etwas zu strukturieren, damit er dafür mehr eintreten kann, als dass die ganze Zeit auf seiner Behinderung herumgeritten wird, ohne diese aber herunter zu spielen. Gern mehr von diesen Folgen in der nächsten Staffel!

Habt ihr Empfehlungen für eine gute Repräsentation von Behinderungen in Film/Serien/Büchern? Dann immer her damit!

 

Rückblick auf das zweite Quartal 2024

Und damit ist 2024 nicht nur schon zur Hälfte vorbei, wir haben auch das zweite Quartal hinter uns gebracht. Das Jahr rast wieder nur so dahin und schon wird es wieder Zeit für meine Top 5 Listen der Highlights aus dem vergangenen Quartal. Viel Spaß!

Meine fünf Kinohighlights

Agust D – D-Day Konzert: 2023 erschien das dritte Studioalbum von Agust D (aka Suga von BTS). Daraufhin ging er auf große Tournee. Nach einer Liveübertragung aus Tokyo gab es nun eine Konzertaufzeichnung des großen Finales in Seoul inklusive einiger Stargäste. – Das Konzert ist wirklich toll, leider sind ein paar Gastauftritte rausgeschnitten und allgemein wirkt es sehr zusammengeschnitten, wobei ziemlich viel vom Vibe verloren geht. Dennoch sticht es gut aus anderen Filmen raus.

Back to Black: Amy Winehouse gelingt der große Musikdurchbruch in jungen Jahren. Doch ihre Alkoholsucht und andere Drogen reißen sie immer weiter in einen Strudel, aus dem sie nicht herauszukommen scheint. – Ein gut geschriebenes Musik-Biopic, in dem wirklich mal eine Geschichte erzählt wird und es nicht um reine Infos aus dem Wikipedia-Artikel geht. 

IF: Bea ist 12 Jahre und hat bereits ihre Mutter an den Krebs verloren. Nun ist ihr Vater für einen Eingriff im Krankenhaus, weswegen sie seit Jahren wieder bei ihrer Großmutter einzieht. Dabei begegnet sie zwei merkwürdigen Wesen aus dem Dachgeschoss und einem Mann namens Calvin, der diese zu betreuen scheint. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um IFs, also ehemalige imaginäre Freunde handelt, deren Kinder inzwischen erwachsen sind. Bea nimmt sich der Aufgabe an, ihnen neue Kinder zu suchen und taucht dabei ein eine faszinierende Welt ein. – Ein berührendes Drama voller phantastischer Elemente, dass im Trailer etwas irreführend als Komödie präsentiert wurde. Zauberhafte Elemente zum wegträumen, treffen auf mitfühlendes Drama rund um die Verlustangst bei Elternteilen.

Alles steht Kopf 2: Riley ist inzwischen 13 Jahre alt und plant mit ihren Freundinnen an einem Eishockey-Camp teilzunehmen. Doch dort eröffnen ihre Freundinnen ihr, dass sie im nächsten Jahr nicht auf die gleiche Highschool gehen werden. Gleichzeitig herrscht in Rileys Kopf helle Aufregung, denn nicht nur wurde die Kontrollkonsole der Emotionen angepasst, es ziehen auch vier neue Emotionen ein. Und gerade Zweifel versucht das beste aus Rileys Situation rauszuholen, sieht in Freude aber eine Bedrohung. Kann das gut gehen? – Ein Spaß für Jung und Alt, die es wieder schafft die Pubertät gut darzustellen und lediglich im Schatten seines eigenen Vorgängers untergeht.

Haikyu – Die Schlacht am Müllplatz: Die Oberschule Karasuno hat es ins Achtelfinale der japanischen Meisterschaften im Volleyball geschafft. Hier stehen sie nun der Nekoma Oberschule gegenüber, die sie bereits aus vielen Testspielen kennen. Zumal die beiden Teams eine lange Geschichte haben. Anpfiff für das Schlacht am Müllplatz. – Spannend, spannender, Haikyu. Emotionsgeladen, bringt die Charaktere auf den Punkt und überzeugt in der Inszenierung.

Meine fünf filmischen Highlights

MX University: 2021 gab die koreanische Idol-Gruppe Monsta X bereits ihr fünftes Fankonzert. Neben ihren größten Hits haben sie auch wieder einige Videos und Spiele vorbereitet. – Ich liebe die Idolgruppe und habe mich daher über jede Minute gefreut, vor allem die Lieder waren wieder super interpretiert. Die Spiele haben sich vielleicht ein wenig gezogen, aber waren trotzdem interessant.

Godzilla Minus One: Am Ende des zweiten Weltkriegs landet der Guerilla-Flieger Kōichi Shikishima auf einer Insel mit einem vermeintlichen Schaden am Flugzeug. In dieser Nacht greift jedoch Godzilla diese Insel an und nur Shikishima und ein Ingenieur überleben. Zurück in Tokyo steht er vor den Ruinen seines Elternhauses. Auf dem Markt läuft er einer Frau über den Weg, die ein Baby aufgenommen hat. Kurzerhand zieht diese bei ihr ein und in der Zeit des Wiederaufbaus arrangieren sie sich irgendwie. Doch dann taucht Godzilla wieder auf und zerstört Tokyo. Und Shikishima schließt sich einer Gruppe an, die einen Plan austüfteln, um Godzilla zu stoppen. – Mehr Charakterdrama als großer Monsterfilm und kann gerade deswegen überzeugen.

The Dark Knight: Der Joker ist nach Gotham gekommen und fordert Batman heraus. Er spielt den Untergrund gegeneinander aus und fordert, dass Batman die Maske abnimmt, sonst würde er weiter töten. Im Zwiespalt tut er sich mit dem Anwalt, und neuen Liebhaber seiner Ex Rachel, Harvey Dent zusammen, um gegen den Joker anzutreten. Doch dabei sind Verluste vorprogrammiert. – Nicht umsonst der stärkste Film der Reihe mit einem brilliant spielenden Heath Ledger als Joker.

Catch me if you can: Der 16-jährige Frank Abagnale Jr. rennt vor der Scheidung seiner Eltern davon. Nach dem Vorbild seines Vaters, der sich im Leben auch einiges ergaunerte, fängt er an Schecks zu fälschen und sich zeitweise sogar als Pilot auszugeben. Doch als der FBI-Ermittler Carl Hanratty auf seine Spur stößt, muss er immer weiter fliehen. – Spannende Komödie, die durch tolle Charaktere überzeugen kann.

Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche: Bei der Probe für seine arrangierte Hochzeit mit der adligen Victori stellt sich Victor so ungeschickt an, dass die Hochzeit droht abgesagt zu werden. Also geht er in den Wald, um zu üben. Doch als er das erste Mal sein Gelübde fehlerfrei aufgesagt bekommt, steckt er den Ring nicht wie gedacht an einen Ast, sondern an den Finger einer Leiche. Emily ist hin und weg, dass sie nach ihrem tragischen Schicksal endlich verheiratet ist. Victor hat also alle Hände voll zu tun, um sie irgendwie von dem Missverständnis zu überzeugen. – Zeitloser Klassiker von Tim Burton, der immer wieder begeistern kann.

Meine fünf serientastischen Highlights

MaiThinkX – Staffel 1-6: Mai Thi Nguyen Kim klärt in dieser Wissenschaftssendung spielerisch und sehr anschaulich über diverse Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft auf. Dabei steht das kritische Hinterfragen und die Methodiken im Vordergrund. – Spannende und packend umgesetzte Wissenschafts-Show, die den schmalen Grad zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung wunderbar meistert

Spy x Family – Staffel 2.1: Twilight ist Spion aus Westalis und wird nach Ostania geschleust. In Berlint soll er sich unter der Tarnidentität Loid Forger Zugang zu einem der führenden Politiker verschaffen. Der einfachste Weg ist über die Eden-Akademie, eine der führenden Schulen. Dafür benötigt er jedoch ein Kind. In einem Waisenhaus adoptiert er die Telepathin Anya, ohne von ihren Fähigkeiten zu wissen. Doch leider akzeptiert die Eden nur vollständige Familien, weswegen Loid noch eine Frau braucht. Diese findet er in Yor, weiß jedoch nicht, dass sie eine berühmte Auftragskillerin namens Dornenprinzessin ist. – Die Geschichte rund um die etwas andere Familie geht weiter und hält sich auch hier wieder nah an die Manga-Vorlage und kann den Charme dieser wunderbar einfangen

Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1: Maomao ist entführt worden und an den Kaiserhof verkauft worden. Dort leistet sie ihre „Schulden“ als einfache Dienerin ab. Doch als eine seltsame Krankheit am Hof ausbricht, entdeckt Jinshi, einer der Eunuchen, ihr Talent als Apothekerin. Dadurch steigt sie auf und bekommt eine bessere Stellung. Doch Intrigen lauern überall. – Farbenfrohe Umsetzung des Mangas, der den Geist gut einfangen kann und charismatisch rüberbringt.

Ready, Set, Love – Thai-Drama: Im Thailand einer nicht so entfernten Zukunft gibt es auf einmal kaum noch männliche Babys. Als Reaktion darauf wurde Die Farm gegründet, wo die Männer außerhalb der Gesellschaft in Sicherheit sein sollen. Einmal im Jahr finden die Reasy Set Love Spiele statt, wo heranwachsende Männer in einem Wettkampf um die Liebe versteigert werden, damit die Kandidatinnen dann eine Familie mit ihnen gründen können. Day ist durch Einfluss ihrer Schwester eine der wenigen Loskandidatinnen, die nicht aufgrund ihres sozialen Status dabei sind. Und während sie versucht dabei zu bleiben, entdeckt sie, dass hinter der Show ein abgekartertes Spiel steckt. – Spannende Grundgeschichte und kann die Spannung durchgängig halten, zumal interessante Charaktere aufgebaut wurden

Doctor Who (2024) – Staffel 1: Nachdem der Doctor in den Specialfolgen sich selbst gespalten hat, reist er mit seiner neugen Begleiterin Ruby Sunday durch Raum und Zeit. Dabei birgt die Herkunft von Ruby ein großes Rätsel, das sie immer wieder beschäftigt. – Der „Neustart“ funktioniert wunderbar und bringt die Serie auf das frühere Niveau zurück. Habe die Staffel wieder sehr gern gesehen

Meine fünf buchigen Highlights

More than roommates: Annie ist als Musikerin mit ihrem Freund erfolgreich auf YouTube unterwegs und sie haben gerade einen Plattendeal an Land gezogen. Das ändert sich jedoch, als ihr Freund sie kurzerhand gegen seine neue Flamme ersetzt. Doch Annie findet in der WG ihrer besten Freundin eine neue Bleibe, auch wenn ihr von Moon das freie Zimmer direkt vor der Nase weggeschnappt wurde. Auch er scheint gerade eine Niederlage erlebt zu haben. Zusammen versuchen sie die Scherben ihres Lebens zusammenzukehren und kommen sich dabei immer näher. – Ich liebe die Geschichte, sie hat alles gehabt. Coole K-Pop Anspielungen, Drama, große Gefühle, viel Liebe zur Musik und das beste aus München und Seoul vereint. 

Die Nacht der Königinnen: Der junge König Gideon hat nach dem Tod seines Vaters frisch den Thron bestiegen. Ihm werden allerlei dunkle Kräfte nachgesagt, weswegen seine Thronbesteigung kritisch beäugt wird. Umso schockierter ist Alixandra als sie zusammen mit zwölf weiteren adligen Mädchen an den Hof gerufen wird, um bei einer königlichen Brautschau anwesend zu sein. Dort angekommen passieren jedoch allerlei seltsame Dinge. Alixandra und ihre neuen Freundinnen versuchen diesen auf den Grund zu gehen. – Ein weiteres Buch, das ich einfach weggesnackt habe. Ich liebe Christian Handels Schreibstil und hier hat er es wieder geschafft einen unwiderstehlichen Sog aufzubauen, das ich die Geschichte quasi inhaliert habe.

Wie Wellen im Sturm: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten? – Endlich wieder eine queere Liebesgeschichte! Und dann auch noch eine sehr süße und auch das Ambiente und der Schreibstil haben mich komplett überzeugt.

Eine Leiche zum Tee 2: An Amys Schule ist Projektwoche, zu der auch ein paar hochrangige Ehemalige eingeladen sind. Unter anderem soll ein Stück der hochverehrten Krimiautorin Olivia Hartcastle aufgeführt werden, mit ihr in einer Nebenrolle. Nur, dass es bei den Proben zu einem Mord kommt und die Autorin nicht mehr nur die Leiche spielt. Amy, ihre neue Freundin Willow, und natürlich ihre Tante und ihr Krimiclub, sind den Tätern dicht auf den Fersen. Doch auf einmal haben sie es auch noch mit Geistern zu tun. – Ich liebe die Geschichten rund um Amy und ihre Tante, sie sind so wunderbarer cosy crime, genau nach meinem Geschmack. Leider gibt es bisher keinen weiteren Band.

Divine Rivals: Nachdem Iris Bruder Forest an die Front in einem göttlichen Krieg gezogen ist, nimmt sie die Stelle bei einer Zeitung an, um sich als Kollumnistin zu beweisen. Doch ihr Konkurrent Roman hackt gern auf ihrem Aussehen herum. Zu Hause schreibt Iris auf ihrer Schreibmaschine Briefe, die aber nie ihren Bruder an der Front erreichen, sondern auf magische Weise bei Roman auftauchen. – Sehr starke Geschichte, die Gräuel des Krieges so realistisch und doch auf eine fantastische Ebene zu bringen weiß.

Was waren eure Highlights im ersten Quartal?

Rückblick auf den Juni 2024

Ein Monat, der sich nicht so recht entscheiden konnte, ob er Sommer sein wollte oder nicht, ist zu Ende. Mit einer kleinen Auszeit an der Ostsee war der Juni für mich wunderbar entspannt und hatte wieder ein gutes Maß von allem zu bieten – außer die Kinobesuche, da war aber auch die Auswahl wieder eher mau. Zeit also einen Blick auf meine mediale Ausbeute zu werfen:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Alles steht Kopf 2: Riley ist inzwischen 13 Jahre alt und plant mit ihren Freundinnen an einem Eishockey-Camp teilzunehmen. Doch dort eröffnen ihre Freundinnen ihr, dass sie im nächsten Jahr nicht auf die gleiche Highschool gehen werden. Gleichzeitig herrscht in Rileys Kopf helle Aufregung, denn nicht nur wurde die Kontrollkonsole der Emotionen angepasst, es ziehen auch vier neue Emotionen ein. Und gerade Zweifel versucht das beste aus Rileys Situation rauszuholen, sieht in Freude aber eine Bedrohung. Kann das gut gehen? – Ein Spaß für Jung und Alt, die es wieder schafft die Pubertät gut darzustellen und lediglich im Schatten seines eigenen Vorgängers untergeht.

Haikyu – Die Schlacht am Müllplatz: Die Oberschule Karasuno hat es ins Achtelfinale der japanischen Meisterschaften im Volleyball geschafft. Hier stehen sie nun der Nekoma Oberschule gegenüber, die sie bereits aus vielen Testspielen kennen. Zumal die beiden Teams eine lange Geschichte haben. Anpfiff für das Schlacht am Müllplatz. – Spannend, spannender, Haikyu. Emotionsgeladen, bringt die Charaktere auf den Punkt und überzeugt in der Inszenierung.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche (Noch immer ein schöner Stopmotion-Film), Catch me if you can (Noch immer beherrscht der Film den schmalen Grad zwischen Humor und Spannung) und Batman Begins (Ein gelungener Auftakt der Reihe).

Godzilla Minus One: Am Ende des zweiten Weltkriegs landet der Guerilla-Flieger Kōichi Shikishima auf einer Insel mit einem vermeintlichen Schaden am Flugzeug. In dieser Nacht greift jedoch Godzilla diese Insel an und nur Shikishima und ein Ingenieur überleben. Zurück in Tokyo steht er vor den Ruinen seines Elternhauses. Auf dem Markt läuft er einer Frau über den Weg, die ein Baby aufgenommen hat. Kurzerhand zieht diese bei ihr ein und in der Zeit des Wiederaufbaus arrangieren sie sich irgendwie. Doch dann taucht Godzilla wieder auf und zerstört Tokyo. Und Shikishima schließt sich einer Gruppe an, die einen Plan austüfteln, um Godzilla zu stoppen. – Mehr Charakterdrama als großer Monsterfilm und kann gerade deswegen überzeugen.

The Dark Knight: Der Joker ist nach Gotham gekommen und fordert Batman heraus. Er spielt den Untergrund gegeneinander aus und fordert, dass Batman die Maske abnimmt, sonst würde er weiter töten. Im Zwiespalt tut er sich mit dem Anwalt, und neuen Liebhaber seiner Ex Rachel, Harvey Dent zusammen, um gegen den Joker anzutreten. Doch dabei sind Verluste vorprogrammiert. – Nicht umsonst der stärkste Film der Reihe mit einem brilliant spielenden Heath Ledger als Joker.

The Dark Knight Rises: Nach den Ereignissen im vorherigen Film hat Bruce Wayne die Rolle des Rächers an den Nagel gehängt. Doch dann taucht Bane auf und fordert eine Revolution in Gotham. Während sich Batman mit Catwoman einlässt, merkt er jedoch schnell, dass er gegen Bane nicht ankommt. Auch Comissioner Gordon kommt an seine Grenzen. Und während Batman von Bane weggesperrt wurde, nimmt er die Stadt Stück für Stück ein. Wird der dunkle Ritter aufsteigen? – Sehr langer Film, der aber auch viel zu erzählen hatte. Kann deswegen aber auch nicht mehr mit seinen Vorgängern mithalten.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

A quiet place – Tag 1: Nach zwei grandiosen Filmen des Genres gibt es nun das übliche Prequel. Obwohl wir in Part II bereits einige Einblicke in diesen Tag bekamen, wird die Geschichte nun noch einmal aus einer anderen Perspektive erzählt. Der Trailer sah ganz spannend aus und ich bin sehr gespannt.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: The Bikeriders

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Gummibärenbande – Staffel 2 (Und habt ihr schon einen Ohrwurm?)

Gordon Ramsay – Uncharted Showdown – Staffel 1 (Eigentlich nur wegen der Walesfolge angefangen, aber doch interessant genug, um auch die anderen Folgen zu sehen)

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 1 (Gelungene Umsetzung des Mangas, der die einzelnen Fälle gut in Szene setzt)

Criminal Minds – Staffel 5-6 (Ein bisschen mehr Drama um die Charaktere, aber der Fokus bleibt bei den Fällen. Weiterhin schön zum nebenbei schauen)

Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1 (Farbenfrohe Umsetzung des Mangas, der den Geist gut einfangen kann und charismatisch rüberbringt)

Goedam – K-Drama (Kurzweilige Horror-Anthologie über Großstadtmythen. Erklärt leider nichts dazu, aber man ist schnell durch)

Ready, Set, Love – Thai-Drama (Spannende Grundgeschichte und kann die Spannung durchgängig halten, zumal interessante Charaktere aufgebaut wurden)

Doctor Who (2024) – Staffel 1 (Der „Neustart“ funktioniert wunderbar und bringt die Serie auf das frühere Niveau zurück. Habe die Staffel wieder sehr gern gesehen)

The Avengers – Earth Mightiest Heroes – Staffel 1 (Nach Jahren endlich mal die Staffel beendet. Kann die Einführung der Charaktere am Anfang nicht durchgängig halten und schafft es nicht die spannenden Geschichte zu halten)

Gabriel Drop Out – Staffel 1 (Nette Grundidee, schafft es leider nicht die Geschichte interessant zu halten, aber nett für zwischendurch)

Bridgerton – Staffel 3 (Die große Enthüllung steht bevor, worauf sich die Serie auch etwas zu sehr konzentriert und mir daher die Gefühle nicht richtig vermitteln konnte)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 16
Seiten insgesamt: 4.981
Seiten pro Tag: 166 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 8
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbuch: 1

Erneut gelesen habe ich Spiritus Daemonis Folge 2 Teil 1 (Vorbereitung für Teil 2 war wieder sehr witzig und abgedreht)

Wie das Leuchten von Bernstein: Marie ist glücklich mit ihrem Verlobten und ihren Blumenladen in München. Doch als beides zerbricht, bleibt ihr nichts anderes übrig als zu ihrer Oma nach Hiddensee zu fliehen. Der Ort, von dem sie damals ebenfalls geflohen ist und nie zurückkehren wollte. – Netter Sommerroman für zwischendurch, der ein bisschen zu stark das Drama künstlich aufbaut, aber durch die Charaktere funktioniert.

Divine Rivals: Nachdem Iris Bruder Forest an die Front in einem göttlichen Krieg gezogen ist, nimmt sie die Stelle bei einer Zeitung an, um sich als Kollumnistin zu beweisen. Doch ihr Konkurrent Roman hackt gern auf ihrem Aussehen herum. Zu Hause schreibt Iris auf ihrer Schreibmaschine Briefe, die aber nie ihren Bruder an der Front erreichen, sondern auf magische Weise bei Roman auftauchen. – Sehr starke Geschichte, die Gräuel des Krieges so realistisch und doch auf eine fantastische Ebene zu bringen weiß.

A man and his cat 2: Wir bekommen neue Einblicke aus dem Alltag des alten Mannes mit seinem neuen Kater. Wie er aufblüht, wie die Neuigkeit aus seiner Arbeit aufgenommen wird und wir bekommen auch Erinnerungen an früher. – Weiterhin super süßer Manga, der mir regelmäßig ein „Aaawwww“ entlockt hat.

Die Tagebücher der Apothekerin 8: Ein Freikauf auf dem Rokushokan steht bevor. Wir erfahren mehr über Maomaos Geschichte und ihren Vater und auch Jinshi kommt sie wieder näher. – Die Geschichte geht stark weiter und schafft es auch weiter Handlung zu haben.

Nordseesterne: Louisa wollte immer Köchin werden. Stattdessen arbeitet sie in der Firma ihrer Mutter und sieht sich einem Antrag des stellvertretenden Chefs gegenüber. Von ihrer Mutter gedrängt, kommt sie nicht einmal dazu, den Antrag abzulehnen, doch ein Gehirntumor ihrer Mutter veranlasst die beiden zu einer Auszeit in Greetsiel. Die Heimat ihrer Mutter birgt einige Überraschungen. Und dann ist da Holger, der Koch, dem Louisa aushilft, und ihr Herz höher schlagen lässt. – Leider sehr viel unangenehmes Drama, daher als leichte Strandlektüre eher ungeeignet.

Starlight Witch: Juna ist eine Sternenhexe, hat aber nur geringes magisches Potential. Auf ihrer Heimatinsel hat sie daher ein Café eröffnet und ist in ihrem Alltag glücklich. Nur leider ist das alljährliche Hexentreffen wieder auf der Insel. Inklusive eines Wettkampfes der Jugend, zu der sie natürlich nicht eingeladen wurde. Bis sie irgendwie in den Wettkampf gezogen wird. Nun muss sie beweisen, was wirklich in ihr steckt. Denn ihr Leben könnte davon abhängen. – Tolle Geschichte mit ein paar kleineren Kritikpunkten, funktioniert wunderbar als Einzelband, hat tolle Charaktere und eine starke Protagonistin.

Stadt der träumenden Bücher – Graphic Novel Band 1-2: Der Lindwurm Hildegunst von Mythennetz bekommt von seinem Paten ein Manuskript, das durch und durch perfekt ist. Um mehr darüber herauszufinden, macht sich der Lindwurm auf in die Stadt der Bücher. Doch dort gerät er in ein Netz aus Lügen und Intrigen, die ihm das Leben kosten könnten. – Toll gezeichnet mit vielen guten Ideen, konnte mich aber final nicht überzeugen.

Herzklopfen im kleinen Bonbonladen am Meer: Marla träumt schon ihr ganzes Leben davon nach Sylt zu ziehen. Als sie kurz davor ist, sich ihren Traum zu erfüllen, taucht ich Freund Johann einfach ab. Kurzerhand versucht Marla das beste aus der Situation zu machen und besucht eine Freundin auf der Insel. Schon auf dem Autozug lernt sie den sympathischen Peer kennen, der sie ins Zuckerhüs einlädt, dem Bonbonladen seiner Großmutter. Dort verliebt sich Marla nicht nur in den kleinen Laden. Doch kann ein Neuanfang so einfach sein? – Ein paar zu viele Zufälle und das Sommergefühl kam nicht so richtig rüber, obwohl sich dafür sehr viel Mühe gegeben wurde.

My genderless Boyfriend 5: Im finalen Band der Reihe nimmt Meguru Abstand von den Unicorn Boys und stellt sich neuen Aufgaben. Auch Wako bekommt neue berufliche Chancen. Und auch ihre Beziehung wird auf das nächste Level gebracht. – Die Reihe ist eine absolute Herzensreihe und auch der finale Band kann mich wieder komplett überzeugen. Die Reihe ist herzlich, cosy und einfach zum verlieben.

Could it be love?: Bonnie hat für jeden ihrer Crushes eine eigene Playlist. Doch ihren aktuellen Crush Dee anzusprechen, traut sie sich nicht. Lieber erstellt sie eine weitere Playlist. Doch als sie im Plattenladen ihres Vertrauens eine alte Playlist hört, wird sie in eine alternative Realität geschleudert und steht auf einmal ihrem ersten Crush gegenüber. Und bei dem einen Mal soll es nicht bleiben. Und Bonnie lernt, was hätte sein können, wenn sie mutig gewesen wäre. – Ich mochte die Idee und die Geschichte sehr, aber irgendwie fehlte der Funken, der mich ans Buch fesselte. Ich kann aber nicht sagen, woran es lag.

Die Prinzessin von Atlantis: Zwei Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Bandes vergangen. Ria und Percy gehen sich in Oceana, der letzten Festung der Nachfahren der Atlanter, noch immer getrennte Wege. Doch als Intrigen in die Tat umgesetzt werden und so ihrer aller Leben in Gefahr ist, müssen sie erneut eine Seite wählen. Aber wird es die Richtige sein? – Gelungener zweiter Band, der die Geschichte gut fortführt und neue Baustellen aufmacht. Bin sehr gespannt auf das große Finale.

Spiritus Daemonis – Folge 2 Teil 2: Die Spukbusters versuchen noch immer das Rätsel um den wiederaufgestandenen Patienten zu lösen. Dabei bekommt Vince im Jenseits nochmal neue Informationen, die sie auf eine heiße Spur führen. – Spannende Weiterführung der Geschichte mit einem Schauplatzwechsel, der es einem nochmal schwieriger macht das Buch aus den Händen zu legen.

Drachenregen: Der Sohn des Drachengotts rettet einen gewöhnlichen Sterblichen vor dem Tod und stellt ihn als Diener ein. Aber wieso reagiert er so merkwürdig auf den Sterblichen? Und dann muss er sich auch noch den Gefühlsausbrüchen seines Vaters widmen, die die Macht haben große Zerstörung anzurichten. – Mein erster Boyslove Manga, der mich aber nicht abholen konnte. Die Gefühle kommen überhaupt nicht richtig rüber und zudem ist die Geschichte mehrfach problematisch. Schade.

Miss Moon höchst geheimer Club ungewöhnlicher Hexen: Mika Moon bekommt eine seltsame E-Mail und wird nach Nowhere House gerufen, wo sie feststellen muss, dass dort gleich drei ungelernte Junghexen Zuflucht gefunden haben. Nur, dass das komplett gegen die Regeln ist. Doch Mika nimmt sich der Aufgabe an und scheint zum ersten Mal ein Zuhause zu haben. Nur, dass Geheimnisse und der bevorstehende Besuch eines Anwalts das Glück schnell zerstören könnten. – Super cozy Geschichte mit super lieben Charakteren. Habe mich von Anfang bis Ende in die Geschichte verliebt, auch wenn es am Ende ein bisschen zu schnell ging.

Wie war euer Juni? Was waren eure Highlights?

Sommerlektüren – Ausgabe 2024

Es ist Sommer!
Und da ich frisch von einer Auszeit an der Küste komme, wird es doch direkt wieder Zeit für meine alljährlichen Sommerlektüren. Drei Bücher habe ich mir dieses Jahr herausgesucht und stelle euch die heute vor – natürlich mit Sommerlektürenfaktor!
Die Beiträge der letzten Jahre findet ihr hier: 2023 2022 2021 2020 2019

Wie das Leuchten von Bernstein

Die Handlung: Marie ist glücklich mit ihrem Verlobten und ihren Blumenladen in München. Doch als beides zerbricht, bleibt ihr nichts anderes übrig als zu ihrer Oma nach Hiddensee zu fliehen. Der Ort, von dem sie damals ebenfalls geflohen ist und nie zurückkehren wollte.

Meine Meinung: Sommer, Sonne, Strand, ab und an mal ein kleineres Gewitter. Das ist die Situation in Das Leuchten von Bernstein, die sehr gut zu meinen üblichen Sommerlektüren passt. Auch die Pension ihrer Oma und die Liebe zum Essen und Kuchen passt perfekt. Auch über die Situation, wie sie nach Hiddensee kommt, die schon etwas konstruiert wirkt, kann man noch gut hinwegsehen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, auch wenn mir eine gewisse Inselschamanin zwischendurch ein bisschen zu überzeichnet war. Leider ist es gerade die Liebesgeschichte, die Schwächen aufweist. Denn die Geschichte, wie sie sich von ihrer Jugendliebe entfernt hat, nur um ihn jetzt wiederzutreffen, hätte schon in wenigen Sätzen geklärt sein können. Stattdessen wurde viel Drama gemacht, anstatt, dass Leute mal miteinander reden. Doch auch hier gab es witzige Szenen und ich bin durch den angenehmen Schreibstil gut durch die Seiten geflogen. Aber am Ende kommt dann doch alles etwas schnell und übertrieben und nimmt irgendwie den Wind aus den Segeln. Zumal mir erst dann aufgefallen ist, dass „Dein Flüstern im Meereswind“, das ich 2022 gelesen habe, tatsächlich der zweite Band dazu ist und ich so den Ausgang irgendwie schon kannte. Grundsätzlich also kein schlechtes Buch, aber irgendwie doch zu viele Stolpersteine, um sich gänzlich drin verlieren zu können.

Sommerlektürenfaktor: ****

Nordseesterne

Die Handlung: Louisa wollte immer Köchin werden. Stattdessen arbeitet sie in der Firma ihrer Mutter und sieht sich einem Antrag des stellvertretenden Chefs gegenüber. Von ihrer Mutter gedrängt, kommt sie nicht einmal dazu, den Antrag abzulehnen, doch ein Gehirntumor ihrer Mutter veranlasst die beiden zu einer Auszeit in Greetsiel. Die Heimat ihrer Mutter birgt einige Überraschungen. Und dann ist da Holger, der Koch, dem Louisa aushilft, und ihr Herz höher schlagen lässt.

Meine Meinung: Eigentlich wollte ich von der Autorin das Buch „Strandkorbbriefe“ lesen, habe aber beim Bestellvorgang festgestellt, dass es erst im nächsten Jahr erscheint und ich beim Stöbern in den Vorschauen wohl darüber gestolpert bin. Dabei fiel mir aber auch auf, dass es der zweite Teil der Nordsee-Reihe der Autorin Marie Merburg sein wird und warum dann nicht mit Band Eins anfangen? So richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte leider nicht. Louisas Mutter war so unsympathisch und unfassbar übergriffig, dass sich keine richtige Mutter-Tochter-Geschichte aufbauen konnte. Immer, wenn die Annäherung stattfand, kam ein neues Geheimnis der Mutter ans Licht, was alles wieder zunichte machte. Die Geschichte rund um Holger, das Restaurant und die typischen ostfriesischen Gerichte war dann schon deutlich angenehmer und barg eine schöne Liebesgeschichte. Sobald es um den Teil ging, habe ich das Buch sehr gern gelesen, leider mussten wir immer wieder zum anderen Plotstrang zurückkehren. So ist das Buch insgesamt nicht wirklich schlecht, aber teilweise schwierig und keinesfalls eine fluffige Sommergeschichte.

Sommerlektürenfaktor: **

Herzklopfen im kleinen Bonbonladen am Meer

Die Handlung: Marla träumt schon ihr ganzes Leben davon nach Sylt zu ziehen. Als sie kurz davor ist, sich ihren Traum zu erfüllen, taucht ich Freund Johann einfach ab. Kurzerhand versucht Marla das beste aus der Situation zu machen und besucht eine Freundin auf der Insel. Schon auf dem Autozug lernt sie den sympathischen Peer kennen, der sie ins Zuckerhüs einlädt, dem Bonbonladen seiner Großmutter. Dort verliebt sich Marla nicht nur in den kleinen Laden. Doch kann ein Neuanfang so einfach sein?

Meine Meinung: Der Anfang erinnerte mich sehr an „Wie das Leuchten von Bernstein“, was irgendwie ein seltsamer Zufall in diesem Jahr war. Doch das Buch schafft sich schnell davon zu distanzieren und eine eigene Geschichte zu erschaffen. Wir haben hier Sonne, Strand, Meer und die Autorin versuch möglichst viel vom Charme der Insel einzufangen. Das gelingt ihr auch stellenweise sehr gut, auch wenn es manchmal fast zu viel ist. Die ganzen Orte werden zwar gut beschrieben, aber ich bin einfach nicht richtig reingekommen. Obwohl ich es sogar in meinem Strandurlaub gelesen habe und selbst im Strandkorb saß, das Rauschen der Wellen und das Kreischen der Möwe im Ohr, konnte sich die Urlaubsstimmung des Buches nicht auf mich übertragen. Vielleicht liegt es auch an der Handlung, denn die ist ganz schön konstruiert. So oft, wie sich Marla und Peer „zufällig“ über den Weg laufen, ist es einfach nicht mehr glaubwürdig. Gefühlt in jedem Kapitel treffen sie sich ganz zufällig wieder. Und das, obwohl Sylt mehrere Orte hat und durchaus zu den größeren Inseln zählt. Wenn man darüber hinwegsehen kann, bekommt man aber eine schöne Liebesgeschichte und gerade die Szenen im Zuckerhüs sind zuckersüß. Und auch, wenn der Anfang sich ganz schön zieht, gibt das Ende noch einmal ordentlich Gas. So ist es hintenraus doch irgendwie eine schöne Geschichte, braucht aber viel zu lange, um sich zu entwickeln und dreht sich zwischendurch einmal zu oft im Kreis.

Sommerlektürenfaktor: ***

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Eine Handvoll (oder mehr) Bücher – 5/24 – Pride Month Special

Es ist Juni und damit Pride Month. Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt. In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.

Loveless

Die Handlung: Georgia hat nur ein Ziel: Geküsst zu werden, bevor es aufs College geht. Doch sie verspürt so gar keine Anziehung zu egal welchem Geschlecht. Auch auf dem College geht die Sehnsucht weiter. Küssen und Beziehungen gehören doch zum Erwachsen werden Prozess dazu, oder? Doch wieso fühlt Georgia nichts davon?

Warum das Buch so wichtig ist: Mein erster Roman von Alice Oseman und definitiv nicht der Letzte! Hier haben wir auch eine Repräsentation, die noch mit am wenigsten im Buchmarkt vorhanden ist (belehrt mich gern eines besseren): Das A in LGBTQIAP+. Wir reden von Ace und Aro, also A-Sexualität und A-Romantik. Hier herrschen noch so viele Vorurteile und die Unaufgeklärtheit ist selbst in queeren Reihen teilweise noch stark vertreten, was hier ebenfalls wunderbar angesprochen wurde. Es geht nicht nur um Georgia, sondern auch um ihr Umfeld, deren Reaktionen und auch die Reaktionen in einer queeren Gruppe, die eigentlich unterstützen sollte. Ein Buch, das mit der Nähe zur Protagonistin so viel Aufklärungsarbeit leistet und doch immer wieder betont, dass sie nur eine Geschichte von vielen erzählt und es nicht alle als gleich erleben.

Boris

Die Handlung: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung? 

Warum das Buch so wichtig ist: Während die queere Repräsentation in Liebesromane schon deutlich zugenommen hat, wie meine diesjährige Auswahl zeigt, so sind die anderen Genres leider noch etwas schwieriger zu finden. Denn auch, wenn ich versuche diese Liste so breitgefächert wie nur möglich zu gestalten, waren diesmal einfach kaum andere Bücher dabei (vielleicht sind sie auch einfach nur an mir vorbei gegangen). Aber mit Boris haben wir die Genres Fantasy und Krimi abgedeckt. Das Spin-off zur Mona Reihe beschäftigt sich diesmal mit Boris. Dieser ist in seinen Vorgesetzen verknallt. Das wird auch immer wieder mit thematisiert, aber an vorderer Stelle steht die Charakterentwicklung und der Kriminalfall. Wir treffen auch wieder auf das polyamuröse Dreiergespann aus dem letzten Mona Band, was mich zusätzlich noch freute.

You are my sun

Die Handlung: Jae-Sun hat sich seinen Traum erfüllt und seinen eigenen Mangaladen eröffnet. Seit zwei Jahren beobachtet er nun schon den schweigsamen Henry, der jeden Freitag kommt, um ein Gacha zu ziehen. Bis er sich endlich traut ihn um ein Treffen zu bitten. Doch Jae-Sun muss mit seiner Angst vor Ablehnung zurecht kommen und auch Henry trägt Geheimnisse mit sich rum.

Warum das Buch so wichtig ist: Hier haben wir die Geschichte einen jungen Mangabesitzers, der sein Coming Out bereits hinter sich hatte und seines Schwarms, der erst nach und nach versucht sich und seine Sexualität zu entdecken. Der sich auch gar nicht labeln möchte, sonder nur weiß, dass er verliebt ist. Doch die beiden haben beide ihre Probleme, sei es mit Zurückweisungen, weil sie einfach zu oft schon erlebt wurden, oder mit der erfahrenen Ausgrenzung durch Queerness. Das alles ist leider real und in dieser wunderbaren Geschichte verarbeitet.

The 99 boyfriends of Micah Summers

Die Handlung: Micah hatte in seinem Leben bereits 99x einen Crush auf einen Jungen. Diese hat er auf seinem Instagramkanal als Zeichnungen festgehalten. Leider hatte er aber noch nie ein Date bzw eine Beziehung. Mit Crush 100 soll alles anders werden. Und als er in der Bahn den perfekten Jungen trifft, ist er sich sicher. Das ist Crush 100. Aber sie wurden getrennt, ehe er auch nur den Namen erfahren konnte. Und so beginnt eine Suche durch Chicago. 

Warum das Buch so wichtig ist: Hier haben wir eine Geschichte, die zeigt, dass es als queerer Mensch halt auch schwierig sein kann, wenn man einen Crush hat, aber einfach nicht weiß, ob der andere ebenfalls passend queer ist. Als hetero Mensch ist die Auswahl einfach wesentlich größer. Und selbst, wenn alles zu passen scheint, ist eben doch nicht alles sofort perfekt. Und ganz nebenbei ist es auch einfach eine süße Geschichte.

Wie Wellen im Sturm

Die Handlung: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten? 

Warum das Buch so wichtig ist: Auch hier haben wir eine queere Liebesgeschichte, diesmal reden wir über das L in LGBTQIAP+. Auch dieses kommt gefühlt immer noch kürzer als das männliche Pendant. Da wir hier auch ein relativ junges Paar haben, geht es hier auch viel um Selbstfindung, um das akzeptieren der eigenen Sexualität und natürlich auch um Coming Outs. Wir lernen, wie man als Ally helfen kann, wie man richtig zuhört und den Leuten ihre eigenen Entscheidungen überlässt. Auf jeden Fall eine Empfehlung und ich freu mich auf weitere Teile der Reihe.

Check & Mate

Die Handlung: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie.

Warum das Buch so wichtig ist: Wieso das Buch drin ist, obwohl wir hier doch eine typische hetero Romanze zwischen einer Frau und einem Mann haben? Weil es das eben genau nicht ist. Mallory ist Bi und geht damit auch offen um. Sie hat sowohl Ex-Freunde als auch Ex-Freundinnen und nur, weil sie sich in diesem Buch in einen Jungen verliebt, macht sie das nicht weniger queer oder gar hetero. Bi-Sexuelle Menschen haben es in der Gemeinschaft immer noch sehr schwer, weil ihnen gern von beiden Seiten die Sexualität aberkannt wird. Nicht queer genug für die einen, weil sie eben auch in heteronormativ-gelesenen Beziehungen sind, und doch zu queer für die Heteronormative Mehrheit. Es ist auch nicht so, dass bisexuelle Personen sich nicht entscheiden können. Daher mag ich die Repräsentation in diesem Buch, wo offen damit umgegangen wird. Zwar werden die genannten Probleme hier ausgeschwiegen, da Mallorys Sexualität niemanden stört, aber der Fokus liegt hier auch auf Schach und der Charakterentwicklung. Trotzdem finde ich es schön, wenn bi sein auch einfach mal als normal dargestellt wird.

Die Kunst des Verschwindens

Die Handlung: Nico trifft durch Zufall die Schauspielerin Ellen Kirsch und freundet sich mit ihr an. Während jede Begegnung mit ihr, sich beinahe magisch anfühlt, scheint Ellen etwas zu bedrücken. Und dann verschwindet die Schauspielerin ohne ein Wort. Doch Nico kommt mit der Leere, die ihr Verschwinden hinterlassen hat, nicht zurecht. 

Warum das Buch so wichtig ist: Die Kunst des Verschwindens ist keine normale Romanze, sondern ein sehr nachdenkliches Buch. Durch die Aufmachung und Vermarktung gehört es vermutlich eher zur „gehobenen“ Literatur, also mit einem höheren Anspruch als der reinen Unterhaltung. Wir haben hier philosophische Ansätze und generell ist die Geschichte sehr nachdenklich. Und das schönste? Eine der beiden Protagonistinnen ist lesbisch und geht damit auch offen um. Also praktisch queere Repräsentation in einem Buch, das nicht unbedingt für eine junge Zielgruppe geschrieben wurde, zumal die Protagonistinnen auch schon etwas älter sind. Weil man eben nicht im Älterwerden merkt, dass alles nur „eine Phase“ ist.

Was sind eure queeren Leseempfehlungen? Schreibt mir gern!

Rückblick auf das halbe Jahr 2024

Die Periode Dezember-Mai ist vorbei und damit wird es Zeit für meinen Halbjahresrückblick. Wie jedes Jahr geht es hier eher um ein kurzes Zwischenfazit als um ausführliche Besprechungen, gespickt mit Top 10 Listen. Dann starten wir auch direkt ohne weiteres Vorgeplänkel.

I. Filme auf großer Leinwand gesehen

15 Filme habe ich im ersten Halbjahr im Kino gesehen (-1 im Vergleich zum Vorjahr). Davon war einer ein Anime Special und einer ein Konzertfilm. Wie schon im letzten Jahr lag es weniger an meiner Unlust auf das Kino und mehr an der mangelnden Auswahl. Die wenigsten Filme auf meiner Liste habe ich verpasst. Daher auch diesmal eine verrringerte Liste (statt einer Top 10) – ohne Ranking:

  1. Wonka
  2. Girl you know it’s true
  3. All of us strangers
  4. Dune 2
  5. The Zone of Interest
  6. Back to Black
  7. IF
  8. Agust D – Day-Day Konzert

II. Filme – auf großem Fernseher gesehen

25 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (+3 im Vergleich zum Vorjahr). Davon sind 3 Wiederholungstäter, 4 Konzertfilme, 4 Reportagen und 1 Netflix Original. Von meiner 12 für 2024 Liste sind 8 Filme gesehen. Meine Highlights auch hier in reduzierter Form – ohne Ranking:

  1. Leo
  2. The Whale
  3. Rendevous mit Joe Black
  4. Der Junge im gestreiften Pyjama
  5. Die Mumie
  6. BTS: Yet to come
  7. BTS. Happy ever after
  8. MX Friends
  9. MX University

III. Serien – ein kurzer Überblick

42 verschiedene Serien mit 77 Staffeln (+11 Serien/+36 Staffeln im Vergleich zum Vorjahr) habe ich im ersten Halbjahr gesehen. Meine Highlights – ohne Ranking:

  1. Goblin – K-Drama
  2. Buddy Daddies – Staffel 1
  3. CEO-dol Mart – K-Drama
  4. King the Land – K-Drama
  5. Hazbin Hotel – Staffel 1
  6. Death in Paradise – Staffel 1-12
  7. Queer Eye – Staffel 8
  8. MaiThinkX – Staffel 1-6
  9. Spy x Family – Staffel 2.1
  10. A Sign of Affection – Staffel 1

IV. Bücher – das beste aus den Lesemonaten

71 Bücher sind gelesen (-15 im Vergleich zum Vorjahr). Davon sind 11 von meiner 12 für 2024 Liste gelesen. Meine Highlights – ohne Ranking:

  1. Chasing Melodies
  2. Check & Mate
  3. Tough Choices
  4. Boris
  5. Love Game
  6. Bride
  7. More than roommates
  8. Die Nacht der Königinnen
  9. Wie Wellen im Sturm
  10. Eine Leiche zum Tee 2 – Mord in der Bibliothek

Wie sah euer erstes Halbjahr aus?
Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste?

Rückblick auf den Mai 2024

Wer hat denn den ganzen Regen bestellt? Nachdem der Mai sehr sonnig anfing, kamen dann sehr viele Wassermassen – wobei ich in Brandenburg noch sehr verschont geblieben bin. Grüße gehen raus an meine Freund*innen im Saarland. Und diesmal kann ich sogar mit einigen gesehenen Filmen aufwarten, womit auch meine übliche Floskel dazu entfällt. Alle weitere Detail nur jetzt, nur hier, im medialen Rückblick auf den Mai:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Fall Guy: Colt Seavers arbeitet als Stuntman. Doch nach einem Unfall zieht er sich komplett aus der Filmbranche zurück. Doch als er den Anruf bekommt, dass ausgerechnet Jody Moreno, früher Kamerafrau inzwischen Regisseurin eines Film und ganz nebenbei Colts Ex, ihn als Stuntman angefragt hat, sagt er zu und reist ans Set. Nur leider wusste Jody davon nichts und ist nicht gerade begeistert. Nebenbei ist der Hauptdarsteller des Films verschwunden und Colt bekommt von dessen Agentin den Auftrag ihn dezent zu suchen. Dabei gerät er in ein Netz aus Intrigen. – Spannungsgeladene Komödie, deren Witze bei mir leider kaum ziehen konnten. Auch wurde ich nicht in die Atmosphäre eingesogen, weswegen er bei mir weniger gut funktioniert hat.

IF: Imaginäre Freunde: Bea ist 12 Jahre und hat bereits ihre Mutter an den Krebs verloren. Nun ist ihr Vater für einen Eingriff im Krankenhaus, weswegen sie seit Jahren wieder bei ihrer Großmutter einzieht. Dabei begegnet sie zwei merkwürdigen Wesen aus dem Dachgeschoss und einem Mann namens Calvin, der diese zu betreuen scheint. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um IFs, also ehemalige imaginäre Freunde handelt, deren Kinder inzwischen erwachsen sind. Bea nimmt sich der Aufgabe an, ihnen neue Kinder zu suchen und taucht dabei ein eine faszinierende Welt ein. – Ein berührendes Drama voller phantastischer Elemente, dass im Trailer etwas irreführend als Komödie präsentiert wurde. Zauberhafte Elemente zum wegträumen, treffen auf mitfühlendes Drama rund um die Verlustangst bei Elternteilen.

Furiosa: Inmitten einer größtenteils unbewohnbaren Welt wächst Furiosa im grünen Tal auf, eine grüne Oase im Outback. Von dort wird sie entführt und Dementus, dem Anführer einer Motorradgang, gebracht, der sie adoptiert, um den Weg zum grünen Tal zu erfahren. Doch selbst die Folter ihrer Mutter, die ihr folgte, bringt Furiosa nicht zum reden. Also versucht Dementus stattdessen die Zitadelle von Immortan Joe einzunehmen. – Episodenartig erzählt, funktioniert nicht über die Länge des Films. Hat spannende Elemente und spannende Plotpunkte, kann diese aber nicht über die gesamte Länge halten.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Creed: Adonis Johnson ist der uneheliche Sohn von Apollo Creed und versucht in dessen Fußstapfen zu treten. Als er an der Westküste auf Widerstand stößt, reist er nach Philadelphia und bittet Rocky Balboa um Hilfe. Dieser will zunächst ablehnen, trainiert ihn dann aber doch. Während „Donnie“ versucht aus eigener Kraft Erfolg zu haben, verfolgt ihn dennoch der Ruf seines Vates. – Für das Erbe des Rocky-Franchises vermutlich gut, aber ich komm einfach nicht an die Boxerfilme heran, weil ich den Sport einfach nicht verstehe.

Die Mumie: 1290 v. Chr. wurde der Hohepriester Imhotep nach einer Affäre mit der Mätresse des Pharaos lebendig vergraben und gut versteckt. Sein Grabmahl wird stark bewacht. Dennoch gelangt der Amerikaner Rick O’Connell 1923 auf der Flucht genau dorthin. Ein paar Jahre später wollen der Archäologe Jonathan Carnahan und seine Schwester Evelyn die verschollene Stadt Hamunaptra suchen und engagieren dafür Rick. Doch sie ahnen nicht, was sie dabei sind zu erwecken. – Witzige Komödie, die man das Alter irgendwo ansieht, dafür jedoch erstaunlich gute Effekte aufweist.

Heathers – das Musical: An der Westerburg High dominiert die Mädchen-Clique Heathers, drei Mädchen mit dem gleichen Vornamen. Die introvertierte Veronica schafft es von diesen aufgenommen zu werden, fällt jedoch schon bald in Ungnade. Zusammen mit dem Draufgänger J. D. will sie der roten Heather nur einen Streich spielen und stürzt daraufhin die Kleinstadt ins Chaos. – Funktioniert etwas besser als der Film, aber mir sind die Lieder leider kaum im Ohr geblieben, weswegen es wohl auch bei dem einmaligem Sehen bleiben wird.

Der Junge im gestreiften Pyjama: Der achtjährige Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin aufs Land, denn sein Vater ein SS-Offizier wurde als Kommandant eines Arbeitslagers abkommandiert. Von seinem Fenster aus sieht er etwas, was er für einen Bauernhof hält, nur dass alle Arbeitenden gestreifte Pyjamas tragen. Da keiner in seiner Umgebung ihm genau erklärt, was es mit dem KZ auf sich hat, freundet er sich mit Schmuel an, den er am Zaun des Lagers kennenlernt. – Gut gespielte Geschichte, die einen mitnimmt und nochmal einen Blick auf die damalige Zeit wirft.

Flüstern des Meeres: Taku Morisaki und Yutaka Matsuno sind beste Freunde. Als die neue Schülerin Rikako Muto in die Klasse kommt, gibt es Spannungen zwischen den Freunden, da Yutaka sich schnell in sie verliebt. Stattdessen hängt Rikako sich an Taku, da sie versucht zurück zu ihrem Vater nach Tokio zu kommen. – Leider schwächerer Ghibli Film, dessen Geschichte sehr wirr und irgendwie ohne Aussage war.

Natürlich Blond: Elle Woods studiert Mode und lebt auch für diese. Als ihr Freund ihr nicht den erwarteten Antrag macht, sondern sie abserviert, um in Harvard Jura zu studieren, schreibt sie sich ebenfalls ein und wird trotz eines unkonventionellem Bewerbungsvideo genommen. Doch ihr Freund ist inzwischen verlobt und glaubt auch nicht, dass sie ihr Studium schaffen könnte. Sie beschließt es allen zu zeigen, auch wenn ihr Weg, manchmal merkwürdig ist. – Witzige Komödie, die einige gute Aussagen hat, stellenweise aber auch nicht gut gealtert ist. Zumal Elles einziger Antrieb ihr Ex-Freund ist, der sie nichtmal nett abserviert hat.

Natürlich Blond 2: Im zweiten Teil plant Elle Woods, inzwischen als Anwältin praktizierend, ihre Hochzeit. Dafür will sie auch die leibliche Mutter ihres Hundes einladen. Dieser ist jedoch eingesperrt für Tierversuche. Ihre einzige Chance ist es, ein Gesetz gegen Tierversuche auf den Weg zu bringen. Also beschließt Elle kurzerhand ihre Kontakte in Washington aufzusuchen und dort eben dies zu versuchen. Dabei rennt ihr allerdings die Zeit weg, denn ihre Hochzeit steht bereits kurz bevor. – Nochmal eine Runde abstruser als Teil 1, aber wenn man darüber hinwegsieht, durchaus eine nette Komödie für einen Regentag.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Garfield

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 2-4 (Nach ein paar Umbesetzungen, nimmt das Team nochmal ordentlich Fahrt auf. Orientiert sich aber auch weiterhin stark am Fall der Woche. Ab und an sind schon ein paar problematische Aussagen über Geisteskrankheiten dabei, aber für die Hintergrundbeschallung durchaus angenehm)

Chainsaw Man – Staffel 1 (Ich hatte einige Einstiegsschwierigkeiten, die ich auch schon im Manga hatte. Wird aber im Laufe der Folgen nochmal deutlich stärker, sobald man die Charaktere mehr kennenlernt)

MaiThinkX – Staffel 6 (Weiterhin interessante Themen mit starker Umsetzung und Betrachtung von allen Seiten. Freue mich über weitere Staffeln)

My Demon – K-Drama (Es hätte ein starkes Drama sein können, steht sich aber selbst im Weg und zieht sich dabei einfach in die Länge. Das Hauptpaar kann die Handlung nicht tragen und wirklich gut ist sie nur, wenn die Nebencharaktere zu Wort kommen)

The Brothers Sun – Staffel 1 (Nach den vielen guten Stimmen hatte ich hier mehr Komödie erwartet. War dafür ganz schön steif und weiß nicht so richtig, ob es sich ernst nehmen will oder nicht. War nicht mein Fall)

LOL – Staffel 5 (Auch die nächste Staffel von Last One Laughing konnte mich wieder komplett begeistern. Die Gags waren gut und auch die Kandidat*innen geben wieder alles)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.055
Seiten pro Tag: 130 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 1

Attack on Titan 5: Eren steht vor Gericht und kommt zwar frei, aber unter die Aufsicht des Hauptgefreiten Levi aus dem Aufklärungstrupp. Auch die übrigen Rekrut*innen müssen sich entscheiden, welchem Trupp sie beiwohnen möchten. Schon kurz darauf startet die nächste Aufklärungsmission. – Weiterhin spannende Geschichte, die im Anime sehr manganah umgesetzt wurde.

Rosefield Academy of Arts 1 – The Secrets we keep: Hazel wurde erfolgreich an der Rosefield Academy of Arts angenommen. Doch neben dem vollen Stundenplan interessiert sie viel mehr der mysteriöse Todesfall ihrer Schwester vor ein paar Jahren, der nie aufgeklärt wurde. Daher kann sie sich keine Ablenkung leisten. Doch der attraktive Tristan macht ihr da einen Strich durch die Rechnung. – Leider kommt das Buch erst sehr spät auf den Punkt, was mich etwas gestört hat. Mal schauen, was der zweite Band kann.

Im Schatten des Fuchses: Yumeko ist eine Kitsune und lebt unentdeckt in einem Kloster. Doch eine alte Prophezeiung steht vor der Erfüllung. Um dies zu verhindern muss sie eine Schriftrolle in einen entlegenden Tempel bringen. Ihr zur Seite steht der Samurai Tatsumi, dem sie jedoch nicht die Wahrheit sagen kann. Auch der Samurai hütet ein Geheimnis. Können sie alle Gefahren überwinden? – Sehr spannende japanisch angehauchte Welt mit kleineren episodenartigen Stellen, was insgesamt gut funktionierte, aber ein bisschen zu lang ist, zumal es der Auftakt einer Trilogie ist.

Die Tagebücher der Apothekerin 7: Maomao ist zwar verletzt, kommt aber schnell wieder auf die Beine. Nun gilt es die Verantwortlichen des Anschlags ausfindig zu machen. Zeitgleich hilft sie einem Freund bei seinem Liebeskummer, was Jinshi gar nicht gern sieht. – Es geht spannend und witzig weiter und Maomao und Jinshi kommen sich nochmal näher.

Tee? Kaffee? Mord! 4 – Der Besuch des lächelnden Belgiers: In Earlsraven taucht ein schrulliger Belgier auf, der direkt aus der Feder von Agatha Christie zu kommen scheint. Zeitgleich wird die Leiche des Antiquitätenhändlers gefunden, den der Belgier eigentlich aufsuchen wollte. Und wieder ist es an Nathalie Ames und ihrer Köchin Louise den Mörder zu finden. – Am Anfang wusste ich nicht, was ich mit der Hercule Poirot Anspielung anfangen sollte, aber sie hat dann doch für einige erheiternde Situation gesorgt. Hatte wieder viel Spaß beim Rätseln.

Unfollow Me: Toni ist Bloggerin und hält sich seit einer traumatischen Stalkererfahrung eher bedeckt. Hikaru ist erfolgreicher Mangaka, der jedoch eine besondere Gabe hat. Seine Monster verlassen gern mal die Zeichnungen und suchen die Stadt heim. Als Toni bei einem der Ausbrüche angegriffen wird, beschließt sie Hikaru zu helfen. Doch beide behalten ihre Geheimnisse für sich. – Liza Grimms bisher stärkstes Buch voller richtig guter Illustrationen. Leider noch mit einigen Stopersteinen und es kommt durch die Geheimniskrämerei der beiden nicht so richtig auf den Punkt.

Belladaire Academy of Athletes 2 – Rivals: Lova und Luis waren eins das Traumpaar schlechthin. Doch vor drei Jahren änderte sich alles. Seitdem halten sie es kaum in einem Raum auf, ohne aufeinander loszugehen. Als sie beide in die engere Auswahl für das Elite-Team im Tennis kommen und sie zwangsläufig viel Zeit miteinander verbringen müssen, kommt das einem Pulverfass gleich. Ihre Freund*innen warten nur auf die große Explosion. – Schwächer als der erste Band, zumal die Zickereien zwischen Lova und Luis irgendwann nur noch anstrengend waren.

My roommate is a cat 9: Subaru hat für Haru einen Kratzbaum gekauft, was diese dankbar angenommen hat. Nun bietet er einer Bekannten an, dass diese ihren Kater auch mal an einen Kratzbaum heranführen kann. Haru versucht natürlich wieder alles, um ihn zu unterstützen. – Cosy, witzig, für Katzenliebhabende. Funktioniert auch im neunten Band noch gut.

Eine Leiche zum Tee 2 – Mord in der Bibliothek: An Amys Schule ist Projektwoche, zu der auch ein paar hochrangige Ehemalige eingeladen sind. Unter anderem soll ein Stück der hochverehrten Krimiautorin Olivia Hartcastle aufgeführt werden, mit ihr in einer Nebenrolle. Nur, dass es bei den Proben zu einem Mord kommt und die Autorin nicht mehr nur die Leiche spielt. Amy, ihre neue Freundin Willow, und natürlich ihre Tante und ihr Krimiclub, sind den Tätern dicht auf den Fersen. Doch auf einmal haben sie es auch noch mit Geistern zu tun. – Ich liebe die Geschichten rund um Amy und ihre Tante, sie sind so wunderbarer cosy crime, genau nach meinem Geschmack. Leider gibt es bisher keinen weiteren Band.

Night of the living cat 1: Durch eine Mutation wird die Welt auf einmal von Katzen bevölkert. Denn wer eine der infizierten Flauschetiger anfasst, wird selbst zur Katze. Auch die Mitarbeitenden eines Katzencafés sind auf der Flucht. Doch diese ist voller Entbehrungen und Gefahren. – War ein Manga-Blinddate und die Idee fand ich auch interessant. Leider hat mich die Geschichte an sich nicht so richtig mitgerissen, weswegen ich sie wohl erstmal nicht weiter verfolgen werde.

A Spark in Time 1 – Rendevous auf der Titanic: Lilly deGray und ihr Vater sind nicht nur Antiquitätenhändler, sondern können auch in der Zeit reisen, wodurch sie auch verloren geglaubte Stücke wiederfinden können. Doch durch Geldsorgen muss Lilly zu ihrem nächsten Auftrag alleine aufbrechen, der sie auf die Titanic führt. Dort trifft sie auf Ray, einem Passagier, der bei ihr sofort Gefühle auslöst. Was sie nicht weiß, ist, dass Ray eigentlich Damien ist, ebenfalls ein Zeitreisender. Und sein Ziel ist Lilly. – Es hätte genau mein Buch werden können! Leider schürt der Klappentext falsche Erwartungen und wir haben doch die übliche Gut/Böse Geschichte, die gerade am Anfang und am Ende eher ermüdet, als Spannung schürt. Aber die Recherche war auf den Punkt (außer einen Fehler, den ich nach einer Titanicdoku schon finden konnte).

Lost & Fallen – Engelgedöns: Talia lebt zusammen mit ihrem Onkel Gabriel auf einer beschaulichen Farm. Als dieser von einer Geschäftsreise nicht zurückkehrt, ist sie besorgt. Als kurz darauf die Höllenfürstin Lillith vor der Tür steht, kann sie nur knapp dem Tod entkommen. Sam ist ein ergebener Halbdämon Lilliths. Bis er Talia trifft und sie aus irgendeinem Grund verschont. Beide auf der Suche nach Antworten, treffen sich unter ungünstigen Umständen wieder. Doch irgendwie müssen sie sich dem Engelgedöns stellen. – Kleine Anfangsschwierigkeiten, doch dann ein spannendes Abenteuer. Mir war das ganze leider zu heftig und zu blutig, aber für Fans des Genres vermutlich genau passend. Ich musste nebenbei immer noch zu einem cosy Strandroman greifen.

More than a doll 5: Marin führt Gojo in ein Mangacafé, wo sie neue Cosplay-Ideen entwickeln. Begeistert von dem Sukkubus-Mädchen Liz mieten sie eine Räumlichkeit für das Fotoshooting. Dabei kommen sie sich noch einmal näher. – Herzallerliebst die beiden, wieder eine schöne Geschichte für zwischendurch.

Wie war euer Mai? Was waren eure Highlights?

Eine Handvoll Bücher – 04/24

Herzlich  Willkommen zur vierten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einer königlichen Ballnacht, Honig aus Schweden, tickenden Herzen, einer überraschenden WG und einer nebligen Wüste.

Die Nacht der Königinnen

Die Handlung: Der junge König Gideon hat nach dem Tod seines Vaters frisch den Thron bestiegen. Ihm werden allerlei dunkle Kräfte nachgesagt, weswegen seine Thronbesteigung kritisch beäugt wird. Umso schockierter ist Alixandra als sie zusammen mit zwölf weiteren adligen Mädchen an den Hof gerufen wird, um bei einer königlichen Brautschau anwesend zu sein. Dort angekommen passieren jedoch allerlei seltsame Dinge. Alixandra und ihre neuen Freundinnen versuchen diesen auf den Grund zu gehen. 

Meine Meinung: Dass Christian Handel mein Leiblingsautor ist, dürfte inzwischen bekannt sein. Und dabei sind es vor allem seine Bücher, die bei Ueberreuter erscheinen, die mich innerhalb kürzester Zeit in den Bann ziehen können, obwohl sie thematisch durchaus unterschiedlich sind. So auch diesmal wieder. Habe ich mir zuvor noch einzureden versucht, nur nicht mit zu hohen Erwartungen an die Sache zu gehen, so haben mir bereits die ersten Kapitel bewiesen, dass meine Sorgen unbegründet waren. Alixandra war mir sofort sympathisch, ich hatte große Lust das Rätsel um König Gideon mit ihr aufzuklären und so kam es, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen weggeatmet habe. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen! Handel beweist wieder, dass er es schafft mit wenigen Worten unglaubliche Welten zu erschaffen, tiefgründige Charaktere in einen Einzelband zu pressen und ihnen doch Zeit und Gelegenheit zur Entfaltung zu geben. Alle Rätsel wurden am Ende gelöst und ich war sehr glücklich, dass wir diesmal auch ein wirklich rundes Ende bekommen haben. Ich liebe die Idee, ich liebe die Umsetzung, ich liebe den Schreibstil. Hier passt einfach alles zusammen.

bee my Humble Love

Die Handlung: Julie wird von ihrem Traumjob gefeuert. Doch ihr Chef macht ihr ein Angebot, wie sie ihn wieder bekommen könnte. Sie muss nach Schweden reisen und dort bei Humble Bees & Teas versuchen den Besitzer Oscar Morrison zu überzeugen, sich der Firma anzuschließen. Die steht allerdings für alles, was Oscar verabscheut. Dennoch nimmt Julie die Aufgabe an und weiß nicht, dass sie davor steht mehr zu verlieren als nur ihren Job.

Meine Meinung: Mein erster Roman aus dem Drachenmond-Verlag, dass sich mit Herzklopfen beschäftigt. Bekannt geworden für die vielen guten und diversen Phantastik-Geschichten, hat der Verlag schon länger einen großen Platz in meinem Bücherregal, doch konnte er auch im Romance Bereich überzeugen? Doch auch hier wurde wieder das geschickte Händchen beim Geschichten einkaufen bewiesen, denn die Geschichte in bee my Humble Love ist einfach nur Zucker. Danach sah es am Anfang allerdings nicht aus, denn ich bin nur ziemlich schwer in das Buch reingekommen. So richtig bin ich mit Julies Charakter nicht warm geworden, habe nicht verstanden, was hinter ihren Beweggründen steckte. Doch das ändert sich eigentlich sobald wir in Schweden ankommen, was ziemlich zügig geschieht. Danach baut sich die Geschichte zwar noch immer langsam auf, immerhin streckt sie sich auf über 500 Seiten, aber doch stetig. Wir lernen Oscar näher kennen, und lernen auch über Julie einiges. Wir verlieben uns in die schwedische Natur und in die Liebe zur Biene, die auf jeder Seite durchkommt. Ab einem gewissen Punkt wurde es schwierig das Buch noch aus der Hand zu legen.

Madness – das Land der tickenden Herzen

Die Handlung: Alice folgt einem weißen Kaninchen in eine seltsame Welt voller tickender Uhren statt Herzen und Bäumen aus Kupfer. Dabei trifft sie auf den Hutmacher Elric und die Grinsekatze, die ihr von ihrem Erbe und ihrer Aufgabe erzählen. Denn Wunderland ist in Gefahr und nur sie kann den Verfall aufhalten. 

Meine Meinung: Eine SuB-Leiche, die nun endlich befreit wurde. Ich bin ja immer für eine gute Alice im Wunderland-Adaption zu haben und so schlug ich auf der Buch Berlin 2022 direkt zu. Seitdem staubte es leider immer weiter ein, weil ich mich nicht aufraffen konnte, es zu lesen. Doch irgendwann ist für jedes Buch die richtige Zeit gekommen. Und es war auch grundsätzlich kein schlechtes Buch, wäre der April nicht ein Monat gewesen, wo sich die Highlights praktisch gejagt haben und viele gute Bücher verschlungen habe. Damit konnte Madness einfach nicht mithalten. Dabei mochte ich die Interpretation von Alice im Wunderland ein wenig im Steampunkbereich. Mit Uhren statt Herzen und einem Hutmacher, bei dem man nicht wusste, ob man ihn mag oder suspekt findet – so wie es sich gehört. Aber ich bin nicht final in der Welt aufgegangen, habe nicht final mit den Charakteren mitgefiebert und das tut mir unglaublich Leid für das Buch, aber der Funke hat einfach gefehlt.

Fake Roomie

Die Handlung: Amy und Cameron sind seit Kindheitstagen befreundet und haben fünf unumstößliche Regeln. Vor allem wollen sie sich nicht ineinander verlieben. Doch als Amy die Option auf ein Hauskauf bekommt, wo Paare bevorzugt werden, gehen die beiden einen Deal ein. Da ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. 

Meine Meinung: Ich habe die Prämisse des Buches gelesen und wusste genau, wie es ausgeht. Wäre es nicht von Anya Omah, ich weiß nicht, ob ich es gekauft hätte. Aber das wäre ein Fehler gewesen! Denn auch wenn das Buch das Rad nicht neu erfindet – und wie soll das im Romancebereich auch gehen? – so ist die Geschichte dennoch absolut lesenswert. Denn, was der Klappentext nicht verrät, ist, dass es auch viel um Trauerbewältigung und Verlustangst geht. Natürlich haben wir hier auch den klassischen Verlauf des Tropes von friends-to-lovers mit Fake Dating. Aber wir haben auch Tiefgang, wir haben gut ausgearbeitete Charaktere und man fiebert mit ihnen und ihrer Geschichte mit. Man freut sich über jeden Rückblick in die Vergangenheit, um mehr über sie und ihre Vergangenheit rauszufinden. Und die Chemie zwischen den beiden passt auch einfach. Zwar gab es am Ende einen Aspekt, der irgendwie das Ende ein bisschen kaputt macht. Denn für das, was es aussagen will, ist es eigentlich zu kurz gekommen, gleichzeitig passt es auch nicht in das vorhergeschehene. Ganz nach dem Motto, noch ein wenig Drama am Ende. Allerdings ist das auch Jammern auf ganz hohem Niveau, denn ein tolles Buch, das ich auch innerhalb von zwei Tagen weggeatmet habe, ist Fake Roomie dennoch.

Fallopia – Die Nebel der Kaltwüste

Die Handlung: Die glorreichen Sieben, das sind der Halbling Dan, die Gnomin Orla und die Hochelfin Alea. Als ein geheimnisvoller Nebel Fallopia in Chaos stürzt, werden sie gerufen, um eine Prophezeiung zu erfüllen. Doch dafür müssen sie den Auserwählten Kendrick mitnehmen, der eher ein aufgeblasener Möchtegern denn ein Held ist. Können sie Fallopia retten? 

Meine Meinung: Schon als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen hatte, wusste ich: Das Buch musste ich kaufen! Allein die Idee, dass die glorreichen Sieben nur als drei Teammitgliedern bestanden. Zudem klang es nach einer guten Mischung aus Der Herr der Ringe und Dungeons and Dragons, was mir zumindest nach dem sehr unterhaltsamen Kinofilm durchaus zugesagt hat. Und tatsächlich wurde ich vom Buch noch viel mehr überrascht und überzeugt, denn Jaimie L. Farley schafft es in kürzester Zeit eine unglaublich interessante Welt zu zaubern, aber noch viel mehr Charaktere zu erschaffen, die mich einfach nur regelmäßig zum lachen gebracht haben. Und so hangelt man sich von Abschnitt zu Abschnitt und ich weiß gar nicht, was meine liebste Stelle ist, denn so viele gute und witzige Einfälle, die einander jagen, ohne je überladen zu wirken. Klar musste man sich an Kendrick erstmal gewöhnen, aber die anderen machen es mit ihren Sprüchen durchaus leicht ihn zumindest zu ertragen. Aber neben dem ganzen Spaß, den ich mit dem Buch hatte, kommt auch die Spannung keinesfalls zu kurz. Im Gegenteil, das Buch entwickelt einen unfassbaren Sog, so dass es mir teilweise schwer fiel es überhaupt aus der Hand zu legen. Wer also Lust auf ein tolles High Fantasy Abenteuer hat, das eine starke Geschichte erzählt, aber immer mit einem gewissen Augenzwinkern, der sollte auf Fallopia auf jeden Fall einen Blick werfen. Ich hoffe auf jeden Fall auf ein Wiedersehen mit den glorreichen Sieben!

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr es?

Rückblick auf den April 2024

Der April hat seinem Ruf dieses Jahr alle Ehre gemacht und so ziemlich jede Jahreszeit gezeigt. Wir hatten Sommer, ein paar Tage später schneite es, dann war es angenehm frühlingshaft und dann gab es die herbstlichen Regentage. Nun zumindest Buchtechnisch lief es ziemlich gut bei mir, natürlich wieder zu ungunsten der Filme, wobei ich es diesmal vergleichsweise oft ins Kino geschafft habe. Aber nun ohne weitere Worte, direkt zum medialen Rückblick auf den April.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Agust D – D-Day Konzertfilm: 2023 erschien das dritte Studioalbum von Agust D (aka Suga von BTS). Daraufhin ging er auf große Tournee. Nach einer Liveübertragung aus Tokyo gab es nun eine Konzertaufzeichnung des großen Finales in Seoul inklusive einiger Stargäste. – Das Konzert ist wirklich toll, leider sind ein paar Gastauftritte rausgeschnitten und allgemein wirkt es sehr zusammengeschnitten, wobei ziemlich viel vom Vibe verloren geht. Schade.

Godzilla x Kong – The New Empire: Während Kong sich in die Hohlerde zurückgezogen hat, bewacht Godzilla weiterhin die Erdoberfläche. Dadurch kommen sie sich auch nicht in die Quere und Godzilla bekämpft alle Bedrohungen auch alleine. Doch Monarch misst Schwankungen in der Hohlerde. Als Kong für eine medizinische Behandlung an die Oberfläche kommt, folgt ein Forschungsteam ihm bei seiner Rückkehr. Und sie finden nicht nur eine verschollene Zivilisation, sondern stellen fest, dass die Erdoberfläche in Gefahr ist. Doch Kong allein kann die Bedrohung nicht aufhalten. Er muss sich erneut mit Godzilla verbünden. – Monsterkloppe mit genug Handlung, um sie nachzuvollziehen. Über die paar Logiklöcher lässt sich relativ gut hinwegsehen und man bekommt, was der Trailer verspricht.

Spy x Family – Code White: Für einen Kochwettbewerb an der elitären Eden-Akademie bringt Familie Forger dazu einen Wochenendtrip zu machen. Vater Loid wird dabei jedoch eingespannt, seine Spiontätigkeit nebenbei auszuführen, was er aber vor vor Mutter Yor und Tochter Anya geheim halten muss. Dabei haben auch die beiden ihre Geheimnisse. – Schöne Ergänzung zur Anime-Serie und den Mangas, am Anfang etwas lang gezogen, aber gerade am Ende sehr witzig und super spannend.

Back to Black: Amy Winehouse gelingt der große Musikdurchbruch in jungen Jahren. Doch ihre Alkoholsucht und andere Drogen reißen sie immer weiter in einen Strudel, aus dem sie nicht herauszukommen scheint. – Ein gut geschriebenes Musik-Biopic, in dem wirklich mal eine Geschichte erzählt wird und es nicht um reine Infos aus dem Wikipedia-Artikel geht.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die Erben der Saurier: In mehreren Abschnitten erzählt die Doku, welche Lebewesen nach dem Ende der Dinosaurier nach und nach die Erde bevölkerten. Dabei mussten sie sich immer wieder auf Bedrohungen und Klimawechsel anpassen. – Spannende Doku, die durch ihre fiktiven Charaktere, auf die sich konzentriert wird, das Gefühl geben, dass es sich um eine Live-Doku handelt.

MX University: 2021 gab die koreanische Idol-Gruppe Monsta X bereits ihr fünftes Fankonzert. Neben ihren größten Hits haben sie auch wieder einige Videos und Spiele vorbereitet. – Ich liebe die Idolgruppe und habe mich daher über jede Minute gefreut, vor allem die Lieder waren wieder super interpretiert. Die Spiele haben sich vielleicht ein wenig gezogen, aber waren trotzdem interessant.

Captain Phillips: Phillips ist Captains eines Frachtschiffes, das Waren über die Meere befördert. Seine nächste Fahrt führt ihn und sein Team auch in ein Gebiet, in dem immer wieder somalische Piraten gesichtet wurden. Während sie eigentlich dachten ausreichend Vorbereitungen getroffen zu haben, kommt es dennoch zum Supergau: Das Schiff wird von Piraten eingenommen. Und sie sind leider so gar nicht an den Waren interessiert, sondern wollen Lösegeld für die Crew. – Ein weiterer Film in meiner Tom Hanks Sammlung ist gesehen. Während mich die Prämisse am Anfang nicht abholen konnte, zieht der Film einen mit der Zeit immer mehr in den Bann und man fiebert einfach nur noch mit.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Fall Guy: Ein Stuntman und die Regisseurin. Die Trailer sahen zeitgleich völlig verwirrend und ziemlich interessant aus. Wird im Mai direkt nachgeholt, Karten sind schon gekauft.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich The A-Team – Staffel 2 (Weiterhin ein Guilty Pleasure und ein bisschen weniger schwierig gealtert als noch Staffel 1)

The Rookie – Staffel 1-5 (Grundsätzlich mochte ich die Charaktere, den Vibe und einzelne Geschichten. Das Problem ist eher, dass jede Folge völlig überzogen ist und eigentlich immer der worst case Fall eintritt)

MaiThinkX – Staffel 1-5 (Spannende und packend umgesetzte Wissenschafts-Show, die den schmalen Grad zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung wunderbar meistert)

Spy x Family – Staffel 2.1 (Die Geschichte rund um die etwas andere Familie geht weiter und hält sich auch hier wieder nah an die Manga-Vorlage und kann den Charme dieser wunderbar einfangen)

Avatar – der Herr der Elemente – Staffel 1 (Optisch wunderbar inszenierte Realverfilmung, habe allerdings gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen und bin je nach Folge auch gern mal wieder abgedriftet)

Cook at all Costs – Staffel 1 (Wunderbar kurzweilige Kochshow mit einer interessanten Prämisse, so dass ich die ganze Staffel am Stück weggebinged habe)

A sign of Affection – Staffel 1 (Sehr gefühlvoller Anime über eine gehörlose Studentin und ihre erste große Liebe, die ruhig erzählt ist und einen doch in den Bann zu ziehen vermag)

Criminal Minds – Staffel 1 (So ganz bin ich nicht an das Team und die Fälle rangekommen, aber funktioniert gut zum abschalten. Werde die Serie erstmal weiter verfolgen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.764
Seiten pro Tag: 159 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 8
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 2

More than roommates: Annie ist als Musikerin mit ihrem Freund erfolgreich auf YouTube unterwegs und sie haben gerade einen Plattendeal an Land gezogen. Das ändert sich jedoch, als ihr Freund sie kurzerhand gegen seine neue Flamme ersetzt. Doch Annie findet in der WG ihrer besten Freundin eine neue Bleibe, auch wenn ihr von Moon das freie Zimmer direkt vor der Nase weggeschnappt wurde. Auch er scheint gerade eine Niederlage erlebt zu haben. Zusammen versuchen sie die Scherben ihres Lebens zusammenzukehren und kommen sich dabei immer näher. – Ich liebe die Geschichte, sie hat alles gehabt. Coole K-Pop Anspielungen, Drama, große Gefühle, viel Liebe zur Musik und das beste aus München und Seoul vereint.

Bee my humble love: Julie wird von ihrem Traumjob gefeuert. Doch ihr Chef macht ihr ein Angebot, wie sie ihn wieder bekommen könnte. Sie muss nach Schweden reisen und dort bei Humble Bees & Teas versuchen den Besitzer Oscar Morrison zu überzeugen, sich der Firma anzuschließen. Die steht allerdings für alles, was Oscar verabscheut. Dennoch nimmt Julie die Aufgabe an und weiß nicht, dass sie davor steht mehr zu verlieren als nur ihren Job. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu kommen und mich mit der Protagonistin anzufreunden, aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

Die Nacht der Königinnen: Der junge König Gideon hat nach dem Tod seines Vaters frisch den Thron bestiegen. Ihm werden allerlei dunkle Kräfte nachgesagt, weswegen seine Thronbesteigung kritisch beäugt wird. Umso schockierter ist Alixandra als sie zusammen mit zwölf weiteren adligen Mädchen an den Hof gerufen wird, um bei einer königlichen Brautschau anwesend zu sein. Dort angekommen passieren jedoch allerlei seltsame Dinge. Alixandra und ihre neuen Freundinnen versuchen diesen auf den Grund zu gehen. – Ein weiteres Buch, das ich einfach weggesnackt habe. Ich liebe Christian Handels Schreibstil und hier hat er es wieder geschafft einen unwiderstehlichen Sog aufzubauen, das ich die Geschichte quasi inhaliert habe.

Hard Liquor – der Geschmack der Nacht: Tycho entwickelt unmenschliche Kräfte, wenn sie Alkohol trinkt. So manchmal hat es ihr des Nachts auf dem Heimweg schon geholfen. Die Medien feiern die unbekannte Rächerin als Captain Vodka. Doch kurz darauf ist eine geheimnisvolle Sekte hinter ihr her und Tycho weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Zumal alles viel größer scheint als sie ihr Leben lang ahnte. – Hier bin ich nicht so richtig in die Geschichte reingekommen, es waren mir auch ein paar zu viele Charaktere, die ich immer wieder durcheinander gebracht habe (was aber auch am Hörbuch liegen könnte). Die Geschichte an sich mochte ich aber.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 8: Ron und Toto haben wieder allerhand zu tun. Zum einen müssen sie sich mit einem Möchtegern-Detektiv aus der Nachbarschaft herumschlagen, der mit seinen Schlussfolgerungen gern daneben liegt. Zum anderen bekommen sie Besuch von Dr. Hirsch, dem berüchtigten Gerichtsmediziner von der Blue Akademie. – Ein weiterer spannender Band der Reihe.

Fallopia – Die Nebel der Kaltwüste: Die glorreichen Sieben, das sind der Halbling Dan, die Gnomin Orla und die Hochelfin Alea. Als ein geheimnisvoller Nebel Fallopia in Chaos stürzt, werden sie gerufen, um eine Prophezeiung zu erfüllen. Doch dafür müssen sie den Auserwählten Kendrick mitnehmen, der eher ein aufgeblasener Möchtegern denn ein Held ist. Können sie Fallopia retten? – Funtasy vom Feinsten! Ich habe so oft herzhaft gelacht und jede neue Idee einfach gefeiert. Wäre auf jeden Fall bereit für neue Abenteuer des Trios.

Die Myzel-Chroniken 1 – Die Entstehung der Chroniken: Das Pilzwesen Zomis ist der Geschichtenerzähler seines Dorfes. Doch als er den Hilferuf seines alten Meisters erhält, muss er feststellen, dass seine Welt vor der Zerstörung steht. Daher macht er sich auf einen langen Weg voller Gefahren, um zum Urpilz zu kommen und dort Hilfe zu erhalten. – Ich habe den Weltenbau und die ganzen super recherchierten Anspielungen geliebt, leider ging mir die Geschichte an sich etwas zu schnell, wodurch ich nicht so richtig mitfiebern konnte.

Haikyu! 4: Das Trainingsspiel gegen die Nekoma Highschool steht an. Dabei ist das Karasuno Team gerade erst dabei sich zu finden und stehen nun berühmt berüchtigen Gegnern gegenüber. Können sie das Match für sich gewinnen? – Das große Trainingsspiel funktioniert auch als Manga wunderbar, nachdem ich den Anime bereits geliebt habe.

Wer bist du wirklich?: Holger ist Obdachlos und hat keinerlei Erinnerungen an sein früheres Leben. Als er ein Handy zugespielt bekommt und eine verzerrte Stimme ihm ein Verbrechen vorwirft, macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Und er muss sich fragen: Wer ist er wirklich? – Eine Kurzgeschichte im Rahmen der Aktion #wirschreibenzuhause – Kurzweilig, aber doch spannend und ich war wirklich gespannt auf die Auflösung.

Belladaire Academy of Athletes 1 – Liars: Nika wurde an der elitären Belladaire Academy in Monaco angenommen. Dafür musste sie viel sparen, da sie nicht wie viele der anderen aus reichem Hause kommt. Nachdem sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, verstrickt sie sich jedoch schnell in einem Lügengeflecht, um dazuzugehören. Ambrose stand immer im Schatten seines erfolgreicheren Bruders. Als er hinter Nikas Geheimnis kommt, schlägt er ihr einen Deal vor. – Eigentlich nicht mein Genre und die Geschichte hätte sehr schnell gelöst werden können, wenn die Charaktere einfach miteinander geredet hätten, aber der Schreibstil hat mich dann doch so sehr in den Bann gerissen, dass ich es nicht aus den Händen legen konnte und mir gleich noch die Folgebände zugelegt habe.

Tee? Kaffee? Mord! 3 – Die blauen Pudel des Sir Theodore: Nathalie Ames wird als Gastjurorin bei einer Hundeschau eingeladen. Doch dort kommt es zum Supergau. Ausgerechnet die Pudel von Sir Theodore werden blau eingefärbt. Doch damit nicht genug, kurz darauf wird der Veranstalter ermordet und Sir Theodore ist der Hauptverdächtige. Nathalie und ihre Köchin Louise ermitteln wieder, allerdings haben sie diesmal gleich drei blaue Pudel im Schlepptau. – Ich liebe die relativ kurzen Cosy Crime Geschichten der Reihe und Nathalie ist wieder einfach nur super sympathisch.

Angels of Death 5: Rachel und Isaac entkommen gerade so der Bestraferin. Doch wie ist sie überhaupt dazu geworden? Der Band beleuchtet genauer die Vorgeschichte dieser Figur. – War mir ein bisschen zu viel Hintergrundgeschichte, hat die eigentlich kaum voran gebracht, aber war trotzdem interessant.

Madness: Alice folgt einem weißen Kaninchen in eine seltsame Welt voller tickender Uhren statt Herzen und Bäumen aus Kupfer. Dabei trifft sie auf den Hutmacher Elric und die Grinsekatze, die ihr von ihrem Erbe und ihrer Aufgabe erzählen. Denn Wunderland ist in Gefahr und nur sie kann den Verfall aufhalten. – Eine weitere Alice im Wunderland Adaption, die besser funktioniert als andere, die ich gelesen habe, aber mich nicht final überzeugen konnte.

Wie Wellen im Sturm: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten? – Endlich wieder eine queere Liebesgeschichte! Und dann auch noch eine sehr süße und auch das Ambiente und der Schreibstil haben mich komplett überzeugt.

Fake Roomie: Amy und Cameron sind seit Kindheitstagen befreundet und haben fünf unumstößliche Regeln. Vor allem wollen sie sich nicht ineinander verlieben. Doch als Amy die Option auf ein Hauskauf bekommt, wo Paare bevorzugt werden, gehen die beiden einen Deal ein. Da ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. – Auch wenn man von Anfang an wusste, worauf die Geschichte hinausläuft, hat mich die große Dosis Gefühle überrollt und dazu gebracht das Buch in zwei Tagen zu verschlingen.

Was waren eue Highlights im April?

Eine Handvoll Bücher – 03/24

Herzlich  Willkommen zur dritten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einer Vampirin in Werwolfgebiet, einem überfürsorglichem Vater, Online Dating, die Liebe zur Musik und einem Detektiv in Mecklenburg-Vorpommern.

Bride

Die Handlung: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen.

Meine Meinung: Ali Hazelwood konnte mich mit ihren Romancebüchern bereits mehr als einmal begeistern inklusive Jahreshighlights. Nun stand ihr erster Ausflug ins Fantasygenre bevor. Aus der Erfahrung konnte das funktionieren, konnte aber auch eine Geschichte einfach nach Lehrbuch sein. Zumal die Grundidee schon sehr nach letzterem klang. Aber die Autorin konnte mich nicht nur vollkommen überraschen, sondern eben auch wieder absolut begeistern. Denn wir bekommen hier wieder eine starke Frau geliefert, die trotzdem irgendwie in das Machtgefüge eingebunden wird und sich erst daraus befreien muss. Dabei ist die Geschichte sehr intelligent geschrieben, spielt gekonnt mit Genreklischees, greift einige auf, dreht andere um und zeitgleich schafft sie es wieder uns mit einer tollen – diesmal auch sehr spicigen – Liebesgeschichte zu verzaubern. Ich mochte den Weltenbau, die Charaktere und natürlich vor allem wieder den Schreibstil. Habe das Buch in zwei Tagen komplett verschlungen und bin so sehr in die Geschichte abgetaucht, wie schon lange nicht mehr. Nach der Geschichte wieder in der Realität anzukommen war ganz schön schwierig. Große Empfehlung an alle Fantasyliebenden, Fans von Vampirgeschichten oder einfach nur von Ali Hazelwoods Schreibstil.

Der fürsorgliche Mr. Cave

Die Handlung: Nachdem Terence Cave nicht nur Mutter und Frau verloren hat, sondern auch den Tod seines Sohnes mit ansehen musste, beschließt er auf seine Tochter Bryony ganz genau acht zu geben und merkt nicht, dass er sie mit seiner Fürsorge immer weiter erdrückt. 

Meine Meinung: Matt Haig hat es schon geschafft mich mit seiner Mitternachtsbibliothek zu überzeugen. Hat er sich da schon viel mit dem Thema Tod auseinander gesetzt, geht er es hier nochmal von einer ganz anderen Seite an. Denn Terence Cave ist definitiv vom Tod verfolgt. Dabei erfahren wir erst nach und nach, was es mit den einzelnen Geschehnissen auf sich hat. Eine Besonderheit ist hier auch der Erzählstil. Denn es ist aus Terrence Sicht geschrieben, aber wie ein langer Brief an seine Tochter, in der er viel Vorshadowing betreibt, aber auch gern zwischendurch in die Vergangenheit abschweift und man nicht so genau weiß, was einem als Nächstes erwartet. Und hat man am Anfang noch deutlich Verständnis für sein Handeln und will die Tochter auch mehr als einmal ordentlich durchschütteln. Dabei geht Matt Haig mit der anstehenden Eskalation der Situation sehr behutsam vor, so dass man sie selbst erst viel zu spät merkt und anfängt seine eigenen Gedanken zu hinterfragen. Hätte man wirklich in der Situation so gehandelt oder war man einfach von dem erklärenden und rechtfertigen Schreibstil so eingespannt? Auf jeden Fall habe ich so einiges nicht kommen sehen und bin noch immer nicht so ganz von der „übernatürlichen“ Komponente überzeugt. Auf jeden Fall kein Wohlfühlbuch, aber gut zum nachdenkenund reflektieren.

Love Game

Die Handlung: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt.

Meine Meinung: Nach dem Klappentext war ich auf jeden fall angefixt und habe das Buch spontan gekauft. Dass ich es daraufhin direkt verschlinge und kaum aus der Hand legen kann, war dann doch eine kleine Überraschung. Denn die Geschichte ist an sich eigentlich ziemlich vorhersehbar und entwickelt sich auch genau so, wie man es erwartet. Aber der Weg ist dennoch unglaublich sympathisch und auch einfach sehr gut geschrieben. Das liegt vor allem an den beiden sehr sympathischen Charakteren, die sich ihre Zeit zum entwickeln geben und so die Geschichte tragen, auch wenn man weiß, worauf es hinausläuft und welche Zwischenstationen zwangsläufig erst durchlebt werden müssen. Ich habe mich auf jeder Seite gut unterhalten gefühlt, denn in die Geschichte wird auch eine gute Portion Witz eingestreut und lockert so nochmal mehr auf. Es wird auch nicht ständig über Online Dating hergezogen, auch wenn einige gute  Anekdoten dabei sind. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

More than roommates

Die Handlung: Annie ist als Musikerin mit ihrem Freund erfolgreich auf YouTube unterwegs und sie haben gerade einen Plattendeal an Land gezogen. Das ändert sich jedoch, als ihr Freund sie kurzerhand gegen seine neue Flamme ersetzt. Doch Annie findet in der WG ihrer besten Freundin eine neue Bleibe, auch wenn ihr von Moon das freie Zimmer direkt vor der Nase weggeschnappt wurde. Auch er scheint gerade eine Niederlage erlebt zu haben. Zusammen versuchen sie die Scherben ihres Lebens zusammenzukehren und kommen sich dabei immer näher.

Meine Meinung: Sind wir bereit für ein weiteres Highlight? Ich habe zur Zeit einfach einen echt guten Riecher für herausragende Bücher und habe hier gleich das nächste Buch, dass ich absolut verschlungen habe und dabei jede Seite geliebt habe. Denn hier haben wir eine wunderbare Kombination aus Liebe zur Musik über YouTube und die koreanische Idolwelt. Wir bekommen München und eine tolle WG und wir bekommen aber auch Teile der Geschichte in Seoul und die Unterschiede präsentiert. Annie und Moon sind einfach nur zum knuddeln und verlieben. Ich habe so mit ihnen mitgefiebert und hätte nicht gedacht, dass Kristin Ullmann es schafft die Geschichte am Ende zu lösen, denn die Probleme wirkten absolut unüberwindbar. Aber sie hat es geschafft und das ganze auch noch auf sehr logischem Weg und nicht einfach nur optimistisch gewollt. Dass ich ihren Schreibstil absolut liebe, habe ich glaub ich schon mehrfach zu ihren anderen Büchern geschrieben, aber hier hat sie sich noch einmal selbst übertroffen. Ich liebe Bücher über K-Pop und hier sind einfach auch so viele tolle Anspielungen dabei, dass man die Liebe der Autorin ebenfalls auf jeder Seite merkt. Auch wenn ich es etwas schändlich finde einen Hund und keine Katze nach Suga zu benennen. Aber das war auch mein einziger – und sind wir mal ehrlich auch sehr subjektiver – Kritikpunkt am Buch. Leute, lest diese Geschichte, wenn ihr euch auch nur ein bisschen für K-Pop interessiert oder einfach nur auf der Suche nach einer tollen flauschigen Liebesgeschichte seid.

Waldsterben in Vertikow

Die Handlung: Peer Wesendonks zweiter Fall, diesmal geht es um einen Waldraub. Der ortsansässigen Firma wurden viele Bäume abgeholzt und geklaut. Nun steht diese vor dem finanziellen Ruin. Die Baronin höchst selbst beauftragt Peer mit den Ermittlungen, denn die Polizei soll nicht eingeschalten werden. 

Meine Meinung: Wir machen genretechnisch nochmal eine absolute Kehrtwende, denn ich habe es geschafft noch diesen zweiten Band der wunderbaren cozy Crime Reihe von Frank Friedrichs in der dunklen Jahreszeit zu lesen, bevor ich jetzt im Frühjahr wieder keine Lust darauf habe. Es ging wieder in das beschauliche Städtchen Vertikow mitten in Mecklenburg-Vorpommern. Wir treffen wieder auf Peer, der auch in diesem Band wieder mit vielen Hindernissen zu kämpfen hat. Dabei ist die Repräsentation durch ihn als Ermittler im Rollstuhl wieder gut gelungen. Man lernt viel über die Schwierigkeiten, die das mit sich bringt, Peer hadert immer noch mit sich und seinem neuen Leben, denn einiges geht einfach nicht mehr so gut wie früher. Zeitgleich hadert er aber auch stark mit dem Fall, denn hier scheint alles möglich und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Zusammen mit Peer bin ich mehr als einmal verzweifelt, weil einfach nichts zusammenzupassen schien. Bis zum Ende hatte ich nichtmal den Ansatz einer Ahnung, wie der Fall zu lösen wäre. Umso überraschter war ich dann auch am Ende. Und das ich das Ende überhaupt erreicht habe, war zwischenzeitlich leider gar nicht gesagt. Denn auch wenn ich die Geschichte des Autors sehr schätze, ein wichtiger Schreibgrundsatz heißt einfach „Save the cat“ und daran wurde sich nicht gehalten. Als Katzenliebhaberin war das natürlich ein ziemlicher Schlag, doch sobald man sich davon erholt hat, kann man mit der Geschichte sehr mitfiebern.

Habt ihr eins davon gelesen? Wie hat es euch gefallen?