Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der serientastischen Handvoll und dem zweiten K-Drama Special in diesem Jahr. Heute mit: ungewöhnlicher Hochzeit, Idols als Marktleitung, lächelnden Hotelangestellten, Geschichte, die sich wiederholt und einer Dämonenhochzeit.
So I married the Anti-Fan
Die Handlung: Lee Geun-Young ist Reporterin und soll von einer Cluberöffnung berichten, auf der auch das angesehene Idol Hoo Joon eingeladen ist. Dabei beobachtet sie vermeintlich sein schlechtes Verhalten gegenüber seiner Ex-Freundin und gerät mit ihm aneinander. Als sie kurz darauf ihren Job verliert, ist sie sich sicher, dass das Idol dahinter steckt und beschließt seine Lügen Publik zu machen. Dabei gerät sie ins Visier seiner Fans, nachdem sie sich öffentlich als Anti-Fan platziert hat. Doch ein Sender sieht darin Potential und schließt mit Geun-Young und Joon einen Vertrag über eine Reality Show, in der Idol und Anti-Fan zusammenleben. Doch die beiden sind wie ein Pulverfass kurz vorm explodieren.
Meine Meinung: Was als Handlungsbeschreibung super witzig klang, war leider eher anstrengend. Ich fand den Aspekt mit dem Anti-Fan und allgemein ein weiteres Drama in der Welt der Idols total spannend. Leider sind durchweg alle Charaktere unsympathisch – von vielleicht ein oder zwei Nebencharakteren abgesehen. Die Zickereien zwischen Geun-Young und Joon wollen einfach nicht aufhören. Immer, wenn man denkt, dass sie sich ein bisschen angenähert haben, kommt wieder die Kehrtwende und wir durchleben alles wieder von vorne. Manchmal kommen kurze Momente durch, in dem man mit den Charakteren Mitleid empfindet und kurz darauf wird es wieder durch ihr Verhalten zu nichte gemacht. Toxischer als dieser Beziehungsanfang ist nur die Geschichte der beiden Nebencharaktere in Form von Joons früheren Mittrainees. Hier wird sich solange terrorisiert, bis sogar Suizid im Raum steht. So hatte die Serie mit ihrer Idee viel Potential, die leider so gar nicht genutzt wurde. Schade.
CEO-dol Mart
Die Handlung: Die fünfköpfige Idol Gruppe Thunder Boys haben leider den großen Durchbruch verpasst, nachdem ihr erster Erfolg von einer Tragödie überschattet wurde. Nun fünf Jahre später sind sie alle getrennte Wege gegangen, doch bekommen unerwartet einen Supermarkt vererbt, den sie nicht so leicht verkauft kriegen. Also beschließen sie sich wieder zusammen zu tun und den Supermarkt selbst zu leiten. Doch das ist gar nicht so einfach.
Meine Meinung: Als großer Monsta X Fan habe ich die Serie eigentlich nur angefangen, weil Hyungwon einen Teil der Thunder Boys spielt. Geblieben bin ich, weil mich die Serie absolut mitreißen konnte. In gerade mal 10 für koreanische Verhältnisse mit ca. 40 Minuten, sehr kurzen Folgen wird eine Geschichte erzählt über Freundschaft, über Trauer, über Träume, über Hoffnung und über Neuanfänge. Das alles wird wunderbar als Komödie verpackt, weiß aber auch mit den Emotionen der Zuschauenden zu spielen. Gerade, weil hier mal die Freundschaft im Vordergrund stand und nicht die große Liebe, die hier fast gar nicht vorhanden ist, war es mal eine schöne Abwechslung zu den anderen Dramen. Schauspielerisch waren hier zwar nicht die größten Profis am Werk, aber auch das hatte Charme und machte die Serie noch sympathischer. Wer also mal ein K-Drama probieren möchte, aber von dem ganzen Romance Kram abgeschreckt ist, der findet hier den perfekten Einstieg ins Genre.
King the Land
Die Handlung: Gu Won ist Erbe der King Group und leitet den luxuriösen Teil des King Hotels. Dabei steht er in direkter Konkurrenz zu seiner Halbschwester, die darauf aus ist Alleinerbin zu werden. Cheon Sa-Rang träumte schon immer von einer Anstellung im King Hotel und hat sich durch ihr einnehmendes Lächeln und ihre Kompetenz schnell hochgearbeitet. Doch Won kann das aufgesetzte Lächeln überhaupt nicht ausstehen und gerät daher öfter mit ihr aneinander. Doch sie treffen immer wieder aufeinander und nähern sich langsam an. Hat ihre Liebe eine Chance?
Meine Meinung: Am Anfang war ich sehr skeptisch was die Serie anging. Sie wurde mir wärmstens empfohlen und so gab ich ihr eine Chance, doch gerade die ersten Folgen waren etwas chaotisch, vor allem weil einige Zeit zwischen den Episoden verging, ohne, dass die Darstellenden sich groß geändert haben. Nach ein paar Folgen war ich jedoch drin und dann konnte sie mich durchaus mitreißen. Sie schafft es eine gute Mischung aus Drama, Komödie, Romance und Freundschaft aufzubauen. Sa-Rang und ihre Freundinnen bekommen viel Zeit, um ihre tiefe Freundschaft zu festigen und auch ihre Freundinnen bekommen ihre eigene Geschichte. Dadurch gibt es immer einen guten Ausgleich zum vielen Drama und die Geschichte kommt gut voran. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder die Szenen, wo man sich an den Kopf fasst und sich fragt, wie falsch man Entscheidungen treffen kann, aber das hat eher zur Komödie beigetragen, als wirklich zu stören. Gegen Ende gab es dann vielleicht eine Wendung zu viel, da hier einfach kein Abschluss gefunden wurde, sondern die Serie partout auf die üblichen 16 Folgen gestreckt werden musste. Das war ein bisschen überflüssig, aber auch das war letztlich verzeihbar.
Born Again
Die Handlung: In den 1980er Jahren sind Cha Hyung-Bin, ein Polizist, und Jung Ha-Eun, eine Buchladenbesitzerin mit Herzfehler, verliebt und planen zu heiraten. Der schüchterne und aus schwierigen Verhältnissen stammende Gong Ji-Chul hat ebenfalls ein Auge auf Ha-Eun geworfen und mordet nach dem Vorbild seines Vaters, einem psychopathischem Massenmörder, um seiner großen Liebe ein gesundes Herz zu besorgen. Doch in den Wirrungen sterben alle drei. In der Gegenwart sind sie alle wiedergeboren. Ha-Eun ist inzwischen forensische Medizinerin, Hyung-Bin ist ein skurpeloser Staatsanwalt und Ji-Chul ist Medizinstudent. Das Schicksal führt sie alle wieder zusammen. Wird es diesmal ein Happy-end geben?
Meine Meinung: Auch hier wollte ich nochmal ein neues Genre ausprobieren und mich von der Fantasy und Romance, die ich sonst oft bevorzuge zu trennen. Das es dann ein Psychothriller wurde, lag dann doch eher an Lee Soo-Hyuk und Jin Se-Yeon, da mir beide sehr sympathisch sind und ich es spannend fand sie beide mal in einem gemeinsamen Drama zu sehen. Leider war meine Grundeinschätzung leider doch richtig: Ich bin nicht für Psychothriller gemacht. Doch das Drama hat noch ein anderes großes Problem. Während die ersten Folgen in der Vergangenheit spielen und die Charaktere da gut vorgestellt werden und auch sinnvoll agieren, und man somit ihre Handlungen nachvollziehen kann, ist es in der Gegenwart das reinste Chaos. Die Charaktere werden zwar vorgestellt, aber irgendwie eher mit den unwichtigen Informationen, so dass man sich im Laufe des Dramas viel erarbeiten muss. Und dann fängt die Geschichte leider an sich immer wieder im Kreis zu drehen und nicht so wirklich vorwärts zu kommen. Und wenn die Charaktere endlich wieder in der passenden Ausgangssituation sind und man einen Showdown einleiten könnte, kommt ein Zeitsprung und wir fangen wieder bei Null an uns in die Geschichte einzuarbeiten. So kommt man vielleicht auf die geplante Folgenanzahl, aber der Spannung und der Geschichte allgemein hat es defintiv nicht gut getan. Auch war die Motivation der Charaktere teilweise sehr unklar und teilweise auch an den Haaren herbeigezogen. Blutig und voller Leichen war die Serie aber auf jeden Fall, trifft also das Genre. Ich mache dann aber doch wieder einen größeren Bogen darum.
My Demon
Die Handlung: Jeong Gu-Won ist ein 200 Jahre alter Dämon, der ständig neue 10-Jahres-Verträge abschließt, um Seelen für die Hölle zu sammeln. Dabei trifft er auf die CEO Do Do-Hee, die mit Intrigen in der Firma zu kämpfen hat. Bei einem Unfall übertragt sich das Tattoo, das Gu-Won seine Kräfte gibt, ausversehen auf Do-Hee. Fortan müssen sie zusammen arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen und den Tausch rückgängig zu machen. Doch dann kommen auch noch Gefühle ins Spiel.
Meine Meinung: Es hätte das Drama des Jahres werden können. Es sah gut aus, die Handlung klang gut und bot genau die Mischung aus Drama und Fantasy, die mich in K-Dramen bisher meist gut überzeugen konnte. Noch das wunderbare Doom at your Service aus dem letzten Jahr im Kopf, war My Demon leider ein Reinfall. Waren die Charaktere am Anfang vielleicht nicht unbedingt sympathisch, aber charismatisch, verwischt das immer weiter und das Drama leidet schnell daran, dass sie für die 16 Folgen einfach nicht genug Handlung hatten – ein Phänomen, was ich leider immer öfter beobachte. So ist gerade Do-Hee bis zum Ende ziemlich unsympathisch und ihre Beziehung zu Gu-Won kauft man beiden nicht so wirklich ab. Es wirkt einfach gestellt und dreht sich auch immer wieder im Kreis, weswegen sich das Drama einfach unendlich zieht. Dabei sind es gerade die Nebencharaktere, die ordentlich Schwung reinbringen. Die beiden Assistent*innen der Protagonist*innen haben wunderbare Geschichten, das Marketing-Team ist immer wieder für einen Gag da und eine gewisse Straßengang ist wohl das humorvolle Highlight des ganzen Dramas. Mit allen habe ich mehr mitgelitten als mit den beiden Hauptcharakteren. Irgendwo wollte ich doch wissen, wie es aus geht, und wenn die ganzen langweiligen Füllerszenen zwischendurch nicht gewesen wären, hätte das Drama wohl auch wesentlich besser funktioniert. So bin ich nur froh, dass es zu Ende ist.
Habt ihr eins davon gesehen? Wie hat es auch gefallen?
Herzlich Willkommen zur vierten Handvoll Serien in diesem Jahr. Und dem zweiten K-Drama Special in diesem Jahr! Heute mit: einem sexy Mathelehrer, Intrigen im Krankenhaus, einer Gewichthebenden Fee, einer Welt voller Magie und ein Katz und Maus Spiel mit CEO.
Crash Course in Romance
Die Handlung: Choi Chi-Yeol ist ein berühmter Mathelehrer und seine Privatkurse sind heiß umkämpft. Nam Haeng-Seon hat einen Banchan-Laden und versucht für ihre Nichte die beste Schulbildung rauszuholen. Doch als sie für sie einen Platz bei Chi-Yeol erkämpft, hat sie keine Ahnung, dass dieser kurz darauf ihr Herz erobert.
Meine Meinung: Nach der Beschreibung hatte ich eigentlich wenig Lust auf die Serie, zumal ich mir nicht vorstellen konnte, dass Mathelehrer attraktiv sein konnten. Außer natürlich sie werden von Jung Kyun-Ho gespielt, was für mich auch den Ausschlag gab, der Serie eine Chance zu geben. Und spätestens nach der ersten Folge, in der ein Werbespot für die Mathekurse an eine berühmte Szene aus Kingsman aber mit mathematischen Gleichungen angelegt wurde, war ich der Serie verfallen. Sie war wunderbar witzig, charmant, hatte eine tolle Liebesgeschichte und schafft es dennoch viele kritische Töne am Privatschulensystem Koreas durchsickern zu lassen. Die Kriminalgeschichte im Hintergrund hätte es gar nicht benötigt, aber sie gab der Serie noch einmal einen spannenden Kick, so dass es schwierig war nach den Folgen aufzuhören. Zwischendurch war es mir fast ein bisschen zu viel Drama, aber danach gab es das wieder in guten Dosen. Vor allem mochte ich aber Haeng-Seons unerschüttliches gutes Gemüt. Ihre Positivität, wie sie die Familie durch alle Krisen führt und trotzdem freundlich zu allen ist und das Leben genießt.
Doctor Stranger
Die Handlung: Park Hun (Lee Jong-Suk) und sein Vater werden nach einem politischen Komplott in Nordkorea eingeschleust und hinterher nicht wieder rausgelassen. Jahre später und nach einer spektakulären Flucht durch Budapest, wo er seine Verlobte gestorben glaubte, betreibt er eine kleine Klinik, die sich auf Banden und ähnliches spezialisiert hat. Da bekommt er das Angebot an einer renommierten Klinik zu arbeiten und gerät in einen Wettstreit mit einem Chirurgen darum, wer den erkrankten Ministerpräsidenten operieren darf. Noch ahnt Hun nicht, dass eben jeder vor all den Jahren dafür sorgte, dass er Nordkorea nie wieder verlassen sollte.
Meine Meinung: Nach W und Pinocchio, welche ich beide sehr mochte, versuchte ich mich an einer dritten Serie mit Lee Jong-Suk. Leider war diese ein ziemlicher Reinfall. Eigentlich klang sie sehr spannend. Ein bisschen Krankenhausdrama, ein bisschen mehr Einsicht in das angespannte Verhältnis mit Nordkorea und darüber hinaus noch eine Liebesgeschichte. Leider braucht die Serie schon sehr lang, um sich überhaupt in Position zu bringen, hat am Anfang schon so viel Drama, dass die Charaktere schon absolut gebrochen sein müssten. Doch irgendwie schaffen die Handlungsstränge es sich im Krankenhaus zu treffen. Dort ufert die Handlung dann aber vollends aus und dreht sich immer wieder im Kreis, um den Wettstreit, wer den Ministerpräsidenten operieren darf. Während sich die Handlung einfach nur komplett zieht und ich irgendwann aufgehört habe, wie oft Park Hun das Krankenhaus verlassen hat, nur um dann doch weiter zu arbeiten, wirkt das Ende seltsam gehetzt. Große Handlungsstränge, die ewig aufgebaut wurden, fallen innerhalb weniger Minuten in sich zusammen. Leider eine große Enttäuschung.
Weightlifting Fairy Kim Bok-Joo
Die Handlung: Kim Bok-Joo (Lee Song-Kyung) studiert an einer Sportuniversität mit Schwerpunkt Gewichtheben. Dabei trifft sie auf Jung Joon-Hyung (Nam Joo-Hyuk), einem Schwimmer, den sie aus der Grundschule kennt. Doch Bok-Joo schwärmt für dessen Cousin, dem sie jedoch nur durch seinen Job näher zu kommen glaubt. Allerdings ist Jae-I (Lee Jae-Yoon) Arzt, spezialisiert auf Diäten.
Meine Meinung: Ein K-Drama, bei dem ich die Endwertung sehr schwierig finde. Denn ich glaube kaum eins hat mich so zwiegespalten zurückgelassen. Fangen wir mit den positiven Seiten an. Zum einen finde ich es absolut großartig, dass die Protagonistin Gewichtheberin ist. Also eigentlich eine Sportart ausübt, die als absolut unfeminin angesehen wird. Diese Aspekte werden auch regelmäßig besprochen, so zum Beispiel im Zuge der Besuche in der Diätklinik, dass Bok-Joo eigentlich gar kein Fett hat, sondern viele Muskeln, diese aber dennoch schwer aussehen. Und auch die Schwierigkeiten beim Verlieben, wenn man ein schwieriges Selbstbild hat. Das habe ich alles sehr an der Serie geliebt, weil es von vielen Klischees Abstand nimmt und andere widerum bewusst einsetzt. Schwierig fand ich hingegen den Love interest. Seine Geschichte wird erst groß aufgebaut und am Ende eher vergessen als wirklich aufgelöst. Allerdings wird er halt auch immer wieder wie der nette Typ dargestellt, damit sich unsere Prota in ihn verlieben kann, dabei geht er aber sehr übergriffig vor. Bis zum Ende nennt er sie Moppi, obwohl sie ihn mehrfach gebeten hat, es zu lassen. Immer wieder dringt er ungefragt in ihre Privatssphäre ein, ganz nach dem Motto, wenn ich nur beharrlich genug dran bleibe, mag sie mich vielleicht irgendwann. Dadurch fiel es mir schwer, die Liebesgeschichte der beiden zu mögen, auch wenn der Rest drumrum wirklich gut war. Wichtige Themen, tolle Charaktere (mit Ausnahmen) und dazu auch noch witzig. Wie gesagt, ich bin zwiegespalten bei der Serie.
Business Proposal
Die Handlung: Shin Ha-Ri mag ihren Job als Food Specialist bei einer großen Firma für Tiefkühlgerichte. Doch als ihre beste Freundin sie bittet für sie zum Blind Date zu gehen und den Typen zu vergraulen, den ihr Vater für sie ausgesucht hat, ahnt Ha-Ri nicht, dass es sich dabei um den CEO der Firma handelt, für die sie arbeitet. Und dass er sie trotz des desaströsen ersten Dates direkt heiraten will.
Meine Meinung: Wüsste ich nicht inzwischen, dass man manchen K-Dramen mehr als eine Folge lang eine Chance geben müsste, ich hätte nie weitergeschaut. Die erste Folge war sehr cringe und voller Fremdschämpotential. Aber hätte ich da abgebrochen, wäre mir ein wahnsinnig witziges Drama entgangen. Das Katz und Maus Spiel zieht sich in manchmal geänderter Besetzung durch die ganze Serie und schafft immer wieder Situationen, in denen ich einfach nur am Boden lag vor Lachen. Es waren aber auch tolle Charaktere, bei denen ich vielleicht ein paar Folgen brauchte, um sie lieben zu lernen, aber im Großen und Ganzen waren sie alle irgendwie liebeswert. Das Ende hat dem ganzen dann einen kleinen Dämpfer verpasst, dass hätte es so nicht gebraucht, aber das ist eigentlich Jammern auf hohem Niveau. Auf jeden Fall eine Empfehlung und bitte lasst euch nicht von der ersten Folge abschrecken!
Alchemy of Souls
Die Handlung: Die mächtige Magierin Naksu (Jung So-Min) führt, um zu überleben, die verbotene Magie der Seelen durch. Dabei gelangt ihre Seele in den Körper des blinden Mädchens Mu-Deok. In dieser Form trifft sie auf einen mächtigen Erben einer Magierlinie Jang Uk (Lee Jae-Wook). Dieser ist aufgrund eines Geheimnisses um seine Geburt von den Lehren ausgeschlossen, auch wenn er enge Beziehungen zu den Anführern hegt. Mu-Deok wird zunächst seine Dienerin, doch bald stellt er fest, dass sie seine größte Chance ist, um sein verschlossenes Energieportal öffnen zu lassen.
Meine Meinung: Ein Drama, bei dem ich überlegt habe, ob es einen eigenen Beitrag braucht, um alles richtig zu verarbeiten. Aber ich versuche einfach mich kurzzufassen. Der Hype um die Serie war groß, so dass sie sogar in zwei Teile unterteilt und mit Pause ausgestrahlt wurde. Unterschied Nummer eins zu den Dramen, die ich sonst schaue, dürfte die Fantasywelt sein. Also ist es diesmal nicht urban mit Fantasyelementen, sondern wir lernen eine komplett neue Welt kennen. Der Weltenbau funktioniert gut und es gibt ein spannendes Magiesystem, über das man immer mehr lernt. Dadurch entstehen aber auch eine Vielzahl an Charakteren, die man sich erstmal merken muss, was nach einer Weile aber auch gut funktioniert (auch wenn ich mir nicht unbedingt alle Namen merken konnte). Teil 1 der Serie beginnt sehr spannend und hält das Niveau auch ziemlich gut. Viel Weltenbau, aber immer in Dosen, so dass es nie zu viel wird. Die Geschichte von Jang Uk und Mu-Deok ist herrlich witzig am Anfang, wird immer dramatischer und schafft es den Umschwung zur Liebesgeschichte und dennoch die anderen Elemente nicht zu vernachlässigen. Auf jede neue Folge habe ich mich gefreut und einfach mit allen mitgelitten, gebangt, mich gefreut, gelacht und einfach alle Emotionen im Wechselbad der Gefühle durchlebt. Gegen Ende der zwanzig Folgen, die zu Teil 1 gehörten, merkte man schon, dass sie theoretisch genug Zeit hatten, um die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen, sich dann aber dagegen entschieden haben und lieber alle mit nem riesigen Cliffhanger zurückgelassen haben. In Teil 2 mit noch einmal zehn Folgen bin ich bis zum Schluss nicht wirklich reingekommen. Die Geschichte spielt ein paar Jahre später und zunächst lernen wir erst einmal, was mit allen Charakteren in der Zwischenzeit passiert ist und das war schon sehr deprimierend. Allgemein ist der zweite Teil sehr düster und niederschlagend. Es fehlen die witzigen Momente, die alles etwas auflockern, auch wenn zwischendurch versucht wurde, welche einzubringen. Aber die Chemie zwischen den beiden Protagonist*innen besteht einfach nicht mehr, zumal hier auch die Schauspielerin gewechselt wurde. Letztlich war der zweite Teil eher enttäuschend. Es hätte alles schon im ersten Teil gelöst werden können, es war einfach nur künstlich gestreckt.
Habt ihr eins davon gesehen? Wie haben sie euch gefallen?
Herzlich Willkommen zur zweiten Handvoll Serien in diesem Jahr. Und dem ersten K-Drama Special in diesem Jahr! Heute mit: einer engagierten Anwältin, einer modernen Märchen-Adaption, einer Ärztin und einem Soldaten, Agenten aus dem Jenseits und dem Problem des Nicht-Lügen-Könnens.
Extraordinary Attorney Who
Die Handlung: Woo Young-woo (Park Eun-bin) hat ihre Anwaltsprüfung mit Auszeichnung bestanden, bekommt aber nirgends einen Job, da ihre autistische Spektrums-Störung alle Kanzleien abschreckt. Doch dann nimmt eine sie doch noch nachträglich auf und sie darf fortan das Team von Jung Myeong-seok (Kang Ki-young) unterstützen. Dabei fällt sie durch ihre kreative Herangehensweise auf, allerdings auch durch ihre Probleme im sozialen Kontakt. Dabei sind ihr nicht alle wohlgesonnen.
Meine Meinung: Abgesehen davon, dass Autismus ein breites Spektrum ist und unmöglich ganzflächig abzubilden, wird in diversen Serien wenn überhaupt autistische Charaktere auftauchen immer das Klischee der superintelligenten, aber sozial inkompetenten verwendet. Diese Befürchtung hatte ich zunächst auch bei diesem K-Drama, doch nach einigen positiven Stimmen, habe ich mich doch herangewagt. Selten habe ich eine so gut umgesetzte Darstellung des Spektrums bekommen. Natürlich brilliert Young-Woo hier durch ihr fotografisches Gedächtnis, doch es wird nur als eine Ausprägung dargestellt und sie wird nicht darauf reduziert. Sie darf mit Freund*innen, aber auch mit Fremden interagieren. Dabei erklärt sie ihre Schwierigkeiten damit. Es wird aber auch immer wieder betont, dass es bei ihr so ausgeprägt ist, dass sie aber nicht die Vorlage für alle Autist*innen sein kann. Dass es auch ganz andere Ausprägungen geben kann, wird in einer Folge dargestellt, wo ein anderer Autist auftritt, dessen Spektrum ein ganz anderes ist. Generell können die Folgen mehr oder weniger in „Der Fall der Woche“ eingeteilt werden. Manchmal gibt es Doppelfolgen, und es gibt übergreifende Handlungen, aber die einzelnen Fälle sind in 1-2 Folgen gelöst. Das mag ich ja sehr gern an Serien und dadurch konnte man die Serie noch besser wegbingen, weil es immer wieder neues zu entdecken gab, ohne, dass ein Fall eine ganze Staffel einnimmt. Insgesamt ein zuckersüßes Drama, dass ich sehr gern gesehen habe.
Cinderella and the four knights
Die Handlung: Eun Ha-won (Park So-dam) arbeitet neben der Schule in unzähligen Nebenjobs, um sich das Geld für ihr Studium zu finanzieren. Nach dem Tod ihrer Mutter ist der Vater oft abwesend und ihre Stiefmutter und –schwester machen ihr das Leben schwer. Durch Zufall trifft sie den reichen Erben Kang Hyeon-min (Ahn Jae-hyun), der sie als Date mit auf die Hochzeit seines Großvaters nimmt. Dieser ist CEO einer einflussreichen Firma und versucht verzweifelt nach dem Tod seiner drei Söhne seine Enkel zu einer Familie zu machen. Doch diese wehren sich dagegen, da sie in sehr unterschiedlichen Welten leben. Daher bringt CEO Kang Ha-won dazu, im Haus der drei Enkel zu leben und diese dazu zu bringen, Zeit miteinander zu verbringen. Dabei gibt es eine wichtige Bedingung: Sie darf sich in keinen seiner Enkel verlieben.
Meine Meinung: Als mir meine beste Freundin dieses Drama vorschlug war ich skeptisch. Das Cinderella Thema war mir zu ausgelutscht, gleich drei hübsche Erben, die die Protagonistin umschwärmen, war mir zu platt und auch ansonsten reizte es mich nicht wirklich. Nach der ersten Folge, die wirklich absoluter cringe war, hätte ich wohl von alleine nicht weitergeguckt. Doch ich vertraute meiner beste Freundin und bekam eine Geschichte, die sich nach wenigen Folgen zu einer wirklich süßen und vor allem sehr witzigen Romanze entwickelte. Mehr als einmal ertappte ich mich dabei den Fernseher abzumaulen, weil die Charaktere wieder nicht so reagiert haben, wie ich es gerne hätte, aber das gehört dazu. Aus dem Cinderella-Thema wurde schnell ein „Aufwachsen in zwei verschiedenen Welten“, was hier gut umgesetzt war. Ich hatte viel Spaß beim Sehen und habe viel gelacht. Die ein oder andere Wendung war dann vielleicht doch etwas viel, aber da K-Dramen oft auf ihre 16 Folgen kommen, habe ich das schon häufiger beobachtet und irgendwie macht es auch das Genre aus. Es gab auf jeden Fall viel Herzschmerz, aber trotzdem in einer guten Dosis. Ein lockeres Drama, das sich gut wegbingen lässt.
Descendants of the sun
Die Handlung: Captain Yoo Si-Jin (Song Joong-Ki) und Master Sergeant Seo Dae-Yeong (Jin Goo) gehören bei der koreanischen Armee zu einer speziell ausgebildeten Sondereinheit für besonders schwierige Einsätze. Alles ist gut, bis Si-Jin durch einen Zufall auf die Ärztin Dr. Kang Mo-Yeon (Song Hye-Kyo) trifft und sich verliebt. Doch durch seinen Job scheitert eine Beziehung. Ein paar Monate später treffen sie sich unfreiwillig in Uruk wieder, wo die koreanische Armee zur Stabilisierung beitragen soll. Und das Kribbeln zwischen ihnen beiden kehrt zurück.
Meine Meinung: Kriegsdramen sind ja grundsätzlich etwas schwieriger, aber ich beschloss mich davon nicht abschrecken zu lassen und gab dem mehrfach empfohlenen Drama eine Chance. Und zunächst kam ich auch gut rein. Ich war gespannt, wie sie es aufbauen wollten und tatsächlich brauchte die Geschichte ein wenig, um in Gang zu kommen. Doch sobald alle in Uruk versammelt sind, überschlagen sich die Ereignisse. Und genau das ist das Problem, dass ich mit der Serie hatte. Denn Drama wurde hier sehr ernst genommen. So reichte es nicht in ein instabiles Land zu reisen und dort eine Hintergrundgeschichte mit illegalem Waffenhandel zu starten, es gab innerhalb weniger Folgen noch ein großes Erdbeben, Epidemie, Menschenhandel, die Charaktere strandeten im Minenfeld, unsere Protagonistin stürzte nicht nur einmal mit dem Auto von einer Klippe und noch so vieles mehr. Es war einfach zu viel. Es war irgendwann nicht mehr dramatisch, dass etwas passierte, sondern es gab nur noch ein genervtes Augenrollen, wenn dem ganzen noch eine Schippe draufgesetzt werden musste. Dabei bietet das Drama unter der Prämisse der Soldatengeschichte eine süße Romanze und auch die Nebencharaktere bekommen gut Platz eingeräumt. Das Finale musste dann dem ganzen noch einmal eine Schippe drauf setzen und war dann der Teil, wo ich komplett ausstieg.
Tomorrow
Die Handlung: Choi Jun-woong (Kim Rowoon)hat einen Unfall, während er versucht einen Suizid zu verhindern, und fällt ins Koma. Dabei wurde er von zwei Sensenmenschen beobachtet. Er bekommt ein verlockendes Angebot. Er muss sechs Monate ebenfalls als Sensenmann arbeiten und darf dann in sein Leben zurückkehren. Dabei kommt er in die Abteilung zur Verhinderung von Suiziden. Und dabei kommt das kleine Team immer wieder an ihre Grenzen.
Meine Meinung: Absolute Triggerwarnung hier gleich vorweg. In jeder Folge wird sich mit dem Thema Suizid, Beweggründe, Versuche, etc. auseinander gesetzt. Dazu zählen auch vorbereitende Themen, wie Mobbing, Totgeburt, etc. Die Serie ist also definitiv nichts für schwache Nerven. Was sie aber ohne Zweifel hinbekommt ist ein respektvoller Umgang mit dem Thema und erzählt die Geschichten, ohne zu verurteilen. Und sie versucht Auswege zu finden, ohne die Probleme der Betroffenen klein zu reden. Die einzelnen Episoden sind ein wenig nach dem Fall der Woche aufgebaut, haben aber eine übergeordenete Handlung im Hintergrund, die gerade gegen Ende an Bedeutung zu nimmt. Dadurch fiel es aber auch wesentlich leichter nach den einzelnen Episoden eine Pause zu machen und die brauchte ich danach auch. Denn so gut die Serie gemacht ist, mit tollen Charakteren, an passenden Stellen wird durch ein paar Witze die Stimmung aufgelockert, so schwer ist doch die Thematik. Dabei ist es wichtig, dass wir uns dem Thema nähern und dieses so gut aufgearbeitet bekommen.
Pinocchio
Die Handlung: Choi Dal-po (Lee Jong-Suk) hat eine große Abneigung gegen Journalisten seit eine seine Familie zerstörte. Seine Adoptivschwester Choi In-ha (Park Shin-Hye) hingegen versucht trotz ihres Pinocchio-Syndroms, durch das sie nicht lügen kann, Journalistin zu werden. Da er sie nicht davon abhalten kann, versucht er ihr zu helfen und wird dadurch in dem Job angenommen, den er nie wollte.
Meine Meinung: Ein absolutes Highlight K-Drama! Die erste Folge ist zwar etwas wirr, weil wir mehrfach Zeitsprünge machen, aber damit werden dann auch die Weichen gestellt und die wichtigsten Informationen für den Kontext gedroppt. Danach wird die Geschichte wesentlich geordneter erzählt und nur mit erklärenden Rückblenden ergänzt. Obwohl das Drama ungewöhnliche 20 Folgen hat, so hat doch jede ihre Daseins Berechtigung. Die Handlung bietet genug Ansatzpunkte, um von vorne bis hinten spannend zu bleiben. Teilweise fiel es mir sehr schwer auszuschalten und es wurde fortlaufend immer schwieriger verantwortungsvoll zu sein und schlafen zu gehen, statt weiterzubingen. Die Charaktere sind unglaublich toll aufgearbeitet und bekommen alle ihre verschiedenen Facetten und auch wenn es zwischendurch doch ganz schön viele Figuren und Namen waren, wird die Übersicht gewahrt. Mit Journalismus-Ethik und dem Pinocchio-Syndrom werden gleich zwei schwierige Themen behandelt, doch die Serie schafft es die Balance zu finden und beide Themen gut aufzuarbeiten. Dabei kommen verschiedene Positionen zu Wort und Meinungen können sich dabei auch ändern. Auch für die Herzschmerz-Front wurde gut gesorgt, aber in einem guten Maß zu den anderen Themen. Lee Jong-Suk kannte ich bereits aus W und Romance is a bonus book, hier gefiel er mir in seiner Rolle noch einmal besser, da er den Zwiespalt seiner Rolle sehr überzeugend rübergebracht hat. Auf jeden Fall eine große Sehempfehlung!
Habt ihr ein Drama davon gesehen? Wie hat es euch gefallen? Und was sind eure Dramen-Empfehlungen?
Willkommen zum dritten Jahresrückblick in diesem Jahr. Es geht diesmal um die Serien. Im Vergleich zu 2021 bin ich wieder deutlich mehr zum Serienschauen gekommen. Natürlich geht es immer auch mehr zu schauen, aber ich bin da doch sehr zufrieden. Es folgt der Rückblick.
Zur Statistik:
2022 habe ich 77 verschiedene Serien gesehen (2021=66), dabei 103 Staffeln (2021=83)
Mit einer Lauflänge von … 48.144 Minuten … 802,4 Stunden … 33,43 Tagen … 4,78 Wochen … 1,19 Monaten
Davon … 10 Staffeln Wiederholungstäter … 3 Staffeln Comedy Special … 17 Staffeln Reportagen … 14 Staffeln K-Drama … 14 Staffeln Anime … 15 Staffeln fortgesetzter Serien … 30 Staffeln neuer Serien
I. Wiederholungstäter
2022 habe ich 6 Serien mit 10 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking:
Shadow & Bone – Staffel 1
Friends – Staffel 1-3
Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1
The Big Bang Theory – Staffel 1-3
Darkwing Duck – Staffel 1
Ducktales – Staffel 2
II. Comedy Special
2022 habe ich 1 Comedy Specials mit insgesamt 3 Staffeln gesehen – ohne Ranking:
Last One Laughing – Staffel 1-3
Nach dem Vorbild der japanischen Serie no suberanai hanashi moderiert Michael „Bully“ Herbig diese Comedy-Sendung, in der Comedians sechs Stunden lanng in einen Raum gesperrt werden mit nur einer Aufgabe: Nicht lachen. Denn wer zuletzt lacht, gewinnt 50.000 Euro für den guten Zweck. – Eigentlich nicht wirklich lustig, da auch viel Fäkalhumor vorkommt, aber dennoch zieht die Serie einen in den Bann.
III. Reportagen
2022 habe ich 15 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 17 Staffeln gesehen. Interessanterweise gab es hier nicht so wirklich eine Enttäuschung. Manche waren nur einfach besser als die Anderen – im Ranking:
Platz 15: Requisiten – Staffel 1
Dan Lanigan ist ein begeisterter Sammler von Filmrequisiten. In dieser Reporage geht er auf Schatzsuche für acht Disney Klassiker, trifft Mitwirkende, die kleine Schätze aufgehoben haben, durchsucht die Disney Archive und reist dafür kreuz und quer durch die USA. – Auf der Suche nach ikonischen Requisiten aus der Disney-Geschichte. Zwischendurch ganz tolle Geschichten dabei, aber sehr ruhig und damit auch etwas langatmig aufgezogen.
Platz 14: Steetfood Asien – Staffel 1
Thematisch nach Ländern sortiert erzählt diese Dokumentation die Geschichten von erfolgreichen Streetfood-Kochenden. Dabei geht es neben den Geschichten der „Restaurants“ auch um die Geschichte der Rezepte und um die Personen hinter dem Essen, um Traditionen und die Bedeutung von Streetfood in den einzelnen Ländern. – Sehr nüchterne Dokuserie über Streetfood in Asien. Konnte mich nicht packen, obwohl das Essen interessant aussah
Platz 13: Indian Matchmaking – Staffel 2
Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in ganz Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet. – Altbekannte Gesichter und neue geben sich hier die Ehre. Ich bin etwas schwieriger reingekommen als in Staffel 1, aber hinten raus doch wieder spannende Einblicke in die indische Heiratsvermittlung.
Platz 12: Behind the Attraction – Staffel 1
1955 eröffnete in Anaheim, Kalifornien das erste Disneyland. Dabei waren die Attraktionen mit einer Hingabe entwickelt worden, das sie noch immer funktionieren. Diese Dokumentation zeigt die Geschichte der verschiedenen Attraktionen, von zeitlosen Klassikern wie Jungle Cruise bis zu modernen Neugestaltungen beispielsweise des Twilight Zone Tower of Terrors (inzwischen eine Guardians of the Galaxy Attraktion). – Dokuserie über die verschiedenen Attraktionen in den Disneyland Parks. Spannend und voller interessanter Hintergrundinformationen.
Platz 11: The world according to Jeff Goldblum – Staffel 2
Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 10 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Geburtstage, Rätsel oder Feuerwerk. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen. – Etwas schwächer als die herausragende erste Staffel, aber noch immer interessant.
Platz 10: Drink Masters – Staffel 1
Statt eines Kochwettbewerbs geht es in dieser Challenge um den ultimativen Drink. Barkeeper aus den USA stellen sich der Herausforderung und kreieren die spektakulärsten Getränke. Dabei versucht jeder zu gewinnen, um den Titel des Drink Master erhalten zu können. – Wettbewerb um den besten Cocktail. Ich habe richtig mitgefiebert und war fasziniert von den ganzen Zubereitungsarten
Platz 9: Instant Dream Home – Staffel 1
Komplette Hausrenovierung innerhalb eines Tages. Nichts geringeres ist das Motto der Serie. Dafür werden über 200 Arbeitende gebraucht und natürlich eine sehr genaue Planung, damit alles reibungslos funktionieren kann. – Ich mag Umbauserien und diese habe ich in einem Stück weggebinged. Guter Aufbau, schöne Designkonzepte, spannender Aufbau.
Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.- Wenig Zeit, möglichst einfache Rezepte, leckere Kreationen. Ließ sich wunderbar wegbingen.
Platz 7: How to build a sex room – Staffel 1
Statt einer üblichen Zimmerrenovierung widmet sich Melanie Rose den intimen Wünschen ihrer Klient*innen. Denn egal ob aufgewertetes Schlafzimmer oder groß angelegtes Dungeon, sie lässt keine sex room Wünsche offen. – Als Fan von Einrichtungssendungen konnte ich bei diesem Konzept nicht widerstehen. Sehr sympathische Host.
Die Fab Five Germany sind Ayan, Aljosha, Leni, Jan-Henrik und David. Jede Folge reisen sie in eine andere Stadt und überraschen eine nominierte Person, deren Leben innerhalb einer Woche auf Vordermann gebracht wird. Dabei ist das oberste Ziel ein positives Lebensgefühl zu vermitteln. – Nach einer katastrophalen ersten Folge, voller gestelzter und auswenig gelernter Sätze, funktioniert der Ableger ab Folge 2 erstaunlich gut, auch wenn es nicht ans Original herankommt.
Platz 5: Brain Games – Staffel 5-6
Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können. – Auch wenn sich einige Themen doppeln, so sind es doch immer noch neue Experimente und Erkenntnisse über das menschliche Gehirn. Immer wieder spannend zu sehen.
Jonathan van Ness (bekannt unter anderem durch Queer Eye) beleuchtet in jeder Folge andere Themen, wie Insekten oder Eiskunstlaufen. Dabei findet they immer wieder neue Aspekte. – Ganz alltägliche Themen werden nochmal völlig neu beleuchtet und das auf die übliche quirlige Art von Jonathan van Ness. Es funktioniert einfach sehr gut.
Platz 3: The Home Edit – Staffel 2
In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris. – Auch in der zweiten Staffel wieder voller guter Tipps, schönen Regenbögenhäusern und sehr viel Lebensfreude.
Platz 2: Traumhaus Makeover – Staffel 3
Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – So sympathische Protagonist*innen und tolle Design-konzepte. Einfach zum wegbingen.
Platz 1: Queer Eye – Staffel 5-6
Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in Georgia, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Ich habe diese Staffel so sehr gebraucht und sie hat mir genau die guten Vibes geliefert, die ich mir erhofft hatte.
IV. K-Dramen
Neue Kategorie: 2022 habe ich ein neues Genre für mich entdeckt und 14 Serien aus Korea gesehen. Bis auf eine Enttäuschung waren sie alle auf ihre Art und Weise großartig. Hier zu sortieren ist mir sehr schwer gefallen. – im Ranking:
Als sich der Architekt Park Jae-Won von seiner Arbeit eine Auszeit gönnt und einen längeren Surferurlaub macht, trifft er auf Lee Eun-O, die dort vor ihrem Leben geflohen ist. Als beide wieder in ihr Leben zurückkehren, bricht sie den Kontakt plötzlich ab. Jae-Won versucht daraufhin verzweifelt sie wiederzufinden. – Die Geschichte war ein auf und ab, konnte mich aber im Gesamtkonzept nicht überzeugen, auch wenn sie hinten raus nochmal deutlich an Stärke zugelegt hat.
Cha Mi-jo, Jeong Chan-young und Jang Joo-hee sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Zusammen haben sie die Krankheit von Joo-hees Mutter überstanden und Mi-jo auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter beigestanden. Jetzt sind sie 39 und überlegen, ob sie alles im Leben erreicht haben. Doch eine Nachricht reist ihnen den Boden unter den Füßen weg. – Traurig schönes K-Drama über eine Freundschaft und eine Krankheitsgeschichte.
Yoon Ah-Yi wurde von allen im Stich gelassen und lebt allein mit ihrer Schwester zusammen. Neben der Schule versucht sie Geld für Miete und Essen zusammen zu kratzen, was ihr in der Schule einen Außenseiterstatus einbrachte. Dann trifft sie auf einem verlassenen Jahrmarkt einen mysteriösen Zauberer, der ihr eine neue Welt zeigt. – Für ein Musical gab es mitunter wenig Lieder, aber die Geschichte ist schöntraurig und geht tief unter die Haut. Am Ende bleiben leider zu viele Fragen offen.
Auf der Hochzeit von Gu Ra-Ra stirbt ihr Vater. Dadurch mittellos geworden, platzt die Hochzeit und ihr bisher behütetes Leben. Einer Intuition folgend wagt sie einen Neustart in einer anderen Stadt und trifft dort auf den ebenfalls mittellosen Sunwoo Joon. Zusammen versuchen sie über die Runden zu kommen und Ra-Ra gründet schließlich eine eigene Klavierschule La La Land. – Schwieriger Einstieg, toller und starker Mittelteil voller Liebe zur Musik und toller Liebesgeschichte und tollen Charakteren, leider sehr schwaches Ende.
Die Ärzt*innen Lee Ik-Joon, Ahn Jeong-Won, Kim Joon-Wan, Yang Seok-Hyung und Chae Song-Hwa sind beste Freund*innen und arbeiten zusammen im Krankenhaus, in verschiedenen Abteilungen. Neben ihren persönlichen Geschichten und ihrer Arbeit im Krankenhaus, gründen sie eine Band und versuchen Zeit für die Proben zu finden. – Ein bisschen Krankenhaus, ein bisschen Drama, aber größtenteils einfach tolle Charaktere. Gut für zwischendurch, da wenig zusammenhängende Handlung.
Cha Eun-ho und Kang Dan-i sind schon ewig befreundet. Doch traut sie sich nicht ihm vom Scheitern ihrer Ehe zu erzählen. Da sie jedoch droht auf der Straße zu landen, schleicht sie sich wieder in sein Leben. Als im Verlag, bei dem Eun-ho Cheflektor ist, eine Stelle frei wird, fälscht Dan-i ihren Lebenslauf. Doch im Verlag versuchen beide ihre Freundschaft zu verbergen – oder ist da mehr? – Sehr süß, tolle Geschichte und voller Liebe zu Büchern.
Platz 8: Cinderella and the four knights
Ha-won wird von ihrer Stieffamilie schlecht behandelt und versucht daher selbst durch viele Nebenjobs das Geld für die Uni zusammen zu sparen. Dabei wird der reiche Erbe Kang Hyun-min auf sie aufmerksam. Kurz darauf engagiert sie der Großvater der Kang Cousins. Sie darf im großen Anwesen der Familie wohnen, soll sie aber zu einer Familie machen. Das ist jedoch gar nicht so leicht. – Zunächst sehr cringe, danach immer besser und am Ende einfach nur noch eine süße Geschichte
Platz 7: Extraordinary Attorney Who
Woo Young-woo ist Autistin. Dennoch hat sie es geschafft Anwältin zu werden und wird in einer großen Kanzlei angenommen. Doch schon ihr erster Tag stellt sich als große Herausforderung heraus, stößt sie doch auf viel Unverständnis und Vorurteile. Doch ihr brilliante Kombinationsgabe reist bei so manchem Fall das Ruder rum. – Etwas holpriger Einstieg, dann aber ein sehr liebevolles und schönes Drama.
Platz 6: Tommorow
Choi Jun-woong hat einen Unfall, während er versucht einen Suizid zu verhindern, und fällt ins Koma. Dabei wurde er von zwei Sensenmenschen beobachtet. Er bekommt ein verlockendes Angebot. Er muss sechs Monate ebenfalls als Sensenmann arbeiten und darf dann in sein Leben zurückkehren. Dabei kommt er in die Abteilung zur Verhinderung von Suiziden. Und dabei kommt das kleine Team immer wieder an ihre Grenzen. – Schwieriges Thema, gut aufgearbeitet, sympathische Charaktere
Go Chan-Seong kehrt nach seinem Auslandsstudium der Hotellerie zurück nach Korea, da er denkt mit seinem Geburtstag einem von seinem Vater verschuldeten Fluch entkommen zu sein. Doch die mysteriöse Jang Man-Wol spürt ihn auf und zwingt ihn im Hotel del Luna, einem Hotel für die Toten, zu arbeiten. – Fantasy, Komödie, Thriller, Krimi, Horror, Romance, das K-Drama verbindet einfach alles und verzaubert in jeder Folge. Taschentücher sollte man ebenso bereit halten, wie etwas zum reinkrallen bei den gruseligen Szenen.
Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Die Geschichte rund um den Comic W und die Verschmelzung der realen und der Comicwelt hat mit sehr gut gefallen. Ich mochte die Geschichte und die Charaktere einfach so gern.
Seong Duk-Mi arbeitet in einer renommierten Kunstgalerie und muss dort mit ihrem neuen Chef Ryan Gold zurecht kommen. Gleichzeitig ist sie großer Fan einer K-Pop Band und vorallem vom Sänger Cha Si-An, doch diese Leidenschaft muss sie im Geheimen ausleben. Nach einem Vorfall mit einer Jacke, muss sie eine Beziehung mit ihrem Chef faken, um die Fans Si-Ans zu beruhigen. Doch dann schleichen sich noch andere Gefühle ein. – Super süßes Drama mit viel Witz und Charme. Hintenraus 1-2 Folgen zu lang.
Han Kang-Bae stolpert in eine unauffällige Pop-Up-Bar. Als die Besitzerin Weol-Ju erkennt, dass Kang-Bae durch Berührung Menschen unfreiwillig dazu bringt, ihm alle ihre Sorgen anzuvertrauen, wittert sie die Chance ihren 500 Jahre dauernden Fluch zur Erfüllung zu bringen. Immer an ihrer Seite ist Guibanjang. – Originell, witzig, spannend, mystisch, einfach die perfekte Mischung aus allem. Große Empfehlung.
Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Ich habe mich in die Serie und daraufhin in das Genre verliebt. Es ist spannend, es ist romantisch, es ist dramatisch, es ist witzig und vor allem mitreißend in jeglicher Hinsicht. Es ist eine völlig neue Geschichte, voller Wendungen, die ich nicht kommen sah.
V. Anime
Neue Kategorie: 2022 habe ich 8 Animes mit insgesamt 14 Staffeln entdeckt – im Ranking:
Platz 8: Vampire in the Garden – Miniserie
In einer Welt ohne Musik, da diese die verfeindeten Vampire anlocken könnten, leben die Menschen im ständigen Krieg mit eben diesen. Als Momo, die Tochter der Kommandantin, vor deren strengen Erziehungsmethoden flieht, trifft sie auf Fine, eine adlige Vampirin, die ihr eine andere Welt zeigt. Auf der Flucht versuchen beide ihren Familien zu entkommen, um an eine gemeinsame Zukunft glauben zu können. – Vampiranime, konnte mich leider von den Charakteren und der Geschichte nicht überzeugen, obwohl die Ausgangssituation interessant klang
Platz 7: Aggretsuko – Staffel 3-4
Retsuko ist eine rote Pandadame, die in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeitet. Während sie tagsüber eher still und schüchtern ist, geht sie abends heimlich in eine Karaokeeinrichtung und singt sich ihren Frust von der Seele – und zwar in bester Death Metal Manier. – Die dritte Staffel funktioniert nicht mehr ganz so gut, allerdings ist die Handlung zumindest für die Staffel abgeschlossen. In der vierten Staffel verliert die Serie weiter an Schwung, hat aber wieder eine bessere Geschichte zu erzählen, als Staffel 3.
Nach einem langen Krieg gibt es nur noch wenige Feensoldaten, denen Feenorgane eingepflanzt wurden, um diese als Waffen beschwören zu können. Die Organisation Dorothea hat die Aufsicht über diesen. Nachdem Maria Noel von einer Fee besessen wird, wird sie in das Team aufgenommen. Nach und nach entdeckt sie Geheimnisse der Regierung, die bis in ihre Kindheit zurückreichen. – Gute Grundidee, Umsetzung etwas langatmig und wirr.
Platz 5: Star Wars: Visionen – Staffel 1
9 verschiedene Anime-Studios lassen sich vom Star Wars Universum inspirieren, um eigene kurze Geschichten zu schaffen. Ob von der Tochter eines Lichtschwert-Bauers, einem kleinen cybernetischen Jungen, der von der Welt außerhalb träumt oder einer Band, die vor niemand geringerem als Jabba the Hut spielen soll. – Sind spannende Ideen dabei, lohnt auf jeden Fall einen Blick.
Light Yagami findet das Death Note des Todesgott Ryuk. Dieser hat sich in der Welt der Todesgötter gelangweilt und sucht nun Zerstreuung. Light hingegen ist von den Möglichkeiten des Death Note fasziniert. So fängt er fortan an damit gezielt Morde an Verbrechern auszuüben. Das ruft die Polizei weltweit auf den Plan. Auch Lights Vater, der bei der japanischen Polizei arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Doch erst als der mysteriöse L auftaucht, scheint er Light auf die Spur zu kommen. – Sehr manganahe Umsetzung. Da dieser sehr dialoglastig ist, funktioniert der Anime zwar, bietet aber kaum einen Mehrwert. Gerade zum Ende hin sehr gehetzt.
Platz 3: Komi can’t communicate – Staffel 1
Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt
Twilight ist Spion aus Westalis und wird nach Ostania geschleust. In Berlint soll er sich unter der Tarnidentität Loid Forger Zugang zu einem der führenden Politiker verschaffen. Der einfachste Weg ist über die Eden-Akademie, eine der führenden Schulen. Dafür benötigt er jedoch ein Kind. In einem Waisenhaus adoptiert er die Telepathin Anya, ohne von ihren Fähigkeiten zu wissen. Doch leider akzeptiert die Eden nur vollständige Familien, weswegen Loid noch eine Frau braucht. Diese findet er in Yor, weiß jedoch nicht, dass sie eine berühmte Auftragskillerin namens Dornenprinzessin ist. – Schöne Verfilmung der Mangareihe, sehr buchnah und doch spannend umgesetzt, so dass ein Mehrwert vorhanden ist.
Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Ich liebe diese Serie. Sie ist spannend, mitreißend, voller toller charaktere, hat einen superinteressanten Weltenbau und lässt einen einfach nicht mehr los. Auch wenn mich das Finale von Staffel 3 wohl zerstört hat.
VI. Fortgesetzte Serien
2022 habe ich 14 Serien fortgesetzt und dabei 15 neue Staffeln entdeckt. Auch hier gab es keine wirklich schlechte Staffel, eher enttäuschende im Verglech zu den vorherigen. Allerdings gab es auch nur wenige Highlights. Es dominierte das Mittelfeld – im Ranking:
Platz 14: Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 3
Die Tour im Vorprogramm von niemand geringerem als Shy Baldwin steht an. Dabei bleiben Midge und Susie ganz schön auf Trab. Rose und Abe hingegen kämpfen mit finanziellen Problemen und Joel versucht seine eigene Bar zu eröffnen, was ihm einiges abverlangt. – Durch die Geschichte rund um die Tour funktioniert die dritte Staffel relativ gut, auch wenn die einzelnen Folgen jeweils wieder ein bisschen zu lang sind.
Platz 13: Umbrella Academy – Staffel 3
Nach dem letzten Zeitsprung landen die Umbrellas in einer Welt, in der sie niemand für die Academy ausgewählt worden. Stattdessen gibt es die Sparrow Academy mit anderen besonderen Kindern, die von den Eindringlingen nicht sonderlich erfreut sind. Kurzerhand quartieren sie sich im Hotel Oblivion ein. – Baut leider in der dritten Staffel immer weiter ab, auch wenn gute neue Ansätze vorhanden waren. War mit 10 Folgen einfach zu lang.
Platz 12: Rick & Morty – Staffel 5
Auch in der fünften Staffel wird es nicht langweilig im Hause Smith. Ob Köder-Familien, apokalyptische Kneipentour oder einem Truthahn zum Erntedankfest, es gibt wieder jede Menge Abenteuer zu erleben für Rick und seinen Enkel Morty. – Mitunter noch gute Ideen, aber eher von allem zu viel. Vor allem die Dynamik zwischen beiden Protagonisten war ziemlich schwierig.
Detective William Murdoch arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden. – Auch die zweite Staffel bietet wieder spannende Fälle und eine gute Charakterentwicklung.
Platz 10: Picard – Staffel 2
Nach ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer sind Picards Crew in alle Winde zerstreut. Doch bei einem Notruf, der nach niemand geringerem als Picard selbst verlangt, versammeln sie sich wieder. Doch die Borg-Königin versetzt sie kurzerhand in eine Parallelwelt, in der sich Picard um zurückkehren zu können, seiner eigenen Kindheit stellen muss. – Schafft mit dem Zeitreisenthema nochmal eine neue Richtung, hadert aber mit ein paar problematischen Stellen.
Platz 9: Bridgerton – Staffel 2
Anthony beschließt endlich doch eine Ehefrau zu suchen. Zum Glück steht die nächste Debütantinnensaison bevor. Kate und Edwina Sharma unter der Obhut von Lady Dunbury ziehen seine Aufmerksamkeit auf sich. Eloise sträubt sich zwar weiterhin, gehört aber zu den Debütantinnen. Und noch immer ist die Frage nach Lady Whistledown ungeklärt. – Wesentlich langatmiger als Staffel 1 und steht sich bei den Charakteren ein wenig selbst im Weg, wodurch die Herzlichkeit ziemlich verloren geht. Schade.
Platz 8: The Mentalist – Staffel 5
Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate. – Nach dem zermürbenden Finale der vierten Staffel habe ich eine ganze Weile Abstand gebraucht. Auch jetzt ist die übergeordnete Handlung sehr nervig, aber mit genug Abstand habe ich durchgehalten.
Platz 7: Brooklyn 99 – Staffel 7
Nachdem Captain Holt degradiert wurde, steht dem 99. Revier wieder eine neue Chefin bevor. Jake will unbedingt beweisen, dass sie Böse ist, verrennt sich allerdings etwas. Außerdem gibt es Neuigkeit im Hause Santiago/Peralta und das ein oder andere Wiedersehen. – Im großen und ganzen funktioniert die Serie noch, doch man merkt, dass die Luft eher raus ist.
Platz 6: Mit Schirm, Charme und Melone – Staffel 4
Die Agenten John Steed und Emma Peel werden in verschiedene Teile Großbritanniens geschickt mit verschiedenen Missionen. Dabei ergänzen sie sich mit Steeds Lässigkeit und Peels Karate-Künsten wunderbar, um jede Situation zu meistern. – Warum Staffel 4 und wann wurde Staffel 1 gesehen? Sagen wir Amazon hat mich verarscht… Aber die Staffel funktioniert auch eigenständig sehr gut, spannende Folgen, voller britischer Eleganz.
Platz 5: Superstore – Staffel 5-6
Cloud 9 ist ein sogenannter Superstore. Gefühlt so groß wie eine Kleinstadt gibt es hier absolut alles zu kaufen. Dabei haben die Mitarbeiter*innen alle Hände voll zu tun, um das Chaos einzudämmen. Dabei ist jedoch stets Zeit für allerlei Drama. – Hat im Vergleich zu den vorherigen Staffeln stark nachgelassen, da es fast nur noch um das Gewerkschaftsthema ging, aber hatte dennoch seine Momente. Die wohl aktuellste Serie, da die sechste Staffel mitten in der Pandemie spielt. Dachte ich erst, dass ich das Thema nicht auch noch in meinen Serien bräuchte, doch es ist gut umgesetzt und umschifft humorvoll alle schwierigen Debatten. Ein toller und starker Abschluss der Serie nach einer schwachen fünften Staffel
Platz 4: Grace & Frankie – Staffel 7
Nach dem Wasserschaden bei Robert und Sal im Haus, ziehen diese kurzerhand ebenfalls ins Strandhaus, was zu einigen Spannungen führt. Grace und Frankie suchen unterdessen das Geld und Nick findet einen Weg sich vor dem Gefängnis zu schützen. Auch bei Brianna und Coyote kriselt es, doch irgendwie finden alle ihren Weg. – Schönes Ende, dennoch die schwächste Staffel.
Platz 3: The Crown – Staffel 5
Die 1990er Jahre sind geprägt von Krisen um die Krone. Diana macht die Ungerechtigkeiten Publik und stellt sich damit öffentlich gegen die Krone und ihren noch Ehemann Charles. Doch auch an anderen Stellen kriselt es. – Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag.
Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown (Daniel Radcliffe) ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen (Steve Buscemi) verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen (Geraldine Viswanathan) und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Diesmal geht es um den Oregon Trail. Nach der etwas schwächeren zweiten Staffel wieder eine sehr starke dritte mit vielen tollen Witzen.
Platz 1: Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 2
Nach dem Tod ihres Vaters ist Zoe völlig aus der Bahn geworfen. Mit der Unterstützung von Simon und Max kämpft sie sich ins Leben und in ihren Alltag zurück. Dort stehen neben beruflichen Herausforderungen auch noch eine Herzensentscheidung aus. Und ganz nebenbei versucht sie immer noch durch die Herzenslieder aller um sie herum zu helfen. – Eine tolle zweite Staffel, auch wenn es in Liebesdingen etwas zu sehr hin und her ging.
VII. Neue Serien
2022 habe ich 27 Serien neu entdeckt und davon 30 Staffeln gesehen. Hier verbergen sich tatsächlich viele Enttäuschungen. Alles, was in den anderen Kategorien fehlte, taucht hier auf – im Ranking:
Steven Grant leidet an Schlafstörungen und hat immer wieder Träume oder Visionen, die aus einem anderen Leben zu scheinen stammen. Dabei wacht er immer wieder an Orten auf und weiß nicht, wie er dort hin gekommen ist. Während seiner Schicht im Museum erkennt er, dass der ägyptische Mondgott Konshu ihn auserwählt hat. Und eine große Mission steht bevor, denn Arthur Harrow will niemand geringeren als die Göttin Ammit wiederbeleben. – Marvels diesjähriger Serienauftakt fällt leider in ziemlich allen Aspekten durch.
Die Hexen Raelle Collar, Abigail Bellweather und Tally Craven kommen neu an die Hexenakademie, wo sie militärisch ausgebildet werden, um die Welt zu beschützen. Denn die Plage, eine radikale Hexengruppierung, inszeniert immer wieder Anschläge auf die Bevölkerung. Dabei müssen sie einiges durchmachen. – Modernes Kriegsdrama mit Hexen. Etwas zu viel Zickenkrieg, aber sehr interessanter Weltenbau.
Jennifer Walters (Tatiana Maslany) ist Anwältin und ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch bei einem Unfall kommt sie mit dem Blut ihres Cousins Bruce Banner (Mark Ruffalo) in Berührung. Problem dabei ist, dass sie dadurch auch seine Hulk-Kräfte abbekommt. Schnell lernt sie diese zwar zu kontrollieren, dennoch ändert sich alles in ihrem Leben. Sie bekommt den Titel She-Hulk und muss nun versuchen sich selbst neu zu erfinden. – Auch hier gute Grundidee, aber die Umsetzung funktioniert nicht durch die Charaktere und vor allem das schlechte CGI.
Die neugegründete Space Force soll wieder Menschen auf den Mond bringen und dort wissenschaftliche Untersuchungen anordnen. Mark R. Naird bekommt die Führung zugeteilt. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter Dr. Adrian Mallory hat er alle Hände voll zu tun, zumal sich Militär und Wissenschaft gerne gegenseitig im Weg stehen.- Witze funktionieren nur bedingt, Charaktere etwas flach. Bin unsicher, ob ich die Serie weiter gucken mag.
Platz 23: Truth Seekers – Staffel 1
Gus Roberts arbeitet für den großen Mobilfunkanbieter Smyle, der eine fast perfekte Reichweite verspricht. Als er Elton John als neuen Partner zugeteilt bekommt, ist er skeptisch, denn seine eigentliche Leidenschaft ist das Übernatürliche. So muss Elton mit zu den Aktionen fahren. Überraschend gabeln die beiden auch Astrid auf, die vor irgendetwas auf der Flucht zu sein scheint. – Hatte so seine Momente, aber kommt die meiste Zeit nicht zum Punkt. Bringt die Charaktere nicht richtig rüber und daher größtenteils uninteressant.
Kamala Khan ist 16 und lebt in Jersey City. Ihre Familie stammt aus Pakistan und kann daher ihre Faszination für ihr großes Vorbild Captain Marvel nicht nachvollziehen. Als sie für eine Comic Convention ihr Cosplay etwas aufpeppen will und einen alten Armreif aus ihrer Familie umlegt, hat sie auf einmal Superkräfte. Doch diese wollen kontrolliert werden. – Verheddert sich mehrfach im roten Faden und weiß nicht so richtig, was sie erzählen will. Gute Ansätze vorhanden, Umsetzung eher mau.
In einer Villa in Staten Island leben vier Vampire seit über 100 Jahren zusammen. Geholfen wird ihnen von einem Vertrauten, der die Brücke zu den Menschen bildet. Ein Dokumentarfilmteam sucht diese auf und begleitet sie in ihrem Alltag. – Serienvariante von 5 Zimmer, Küche, Sarg, funktioniert nur bedingt. Einzelne Folgen ganz witzig, im großen und ganzen zünden die Witze eher nicht.
Calliope Burns ist neu an der Schule und Juliette Fairmont hat einen Crush auf sie. Doch da gibt es ein großes Problem. Juliette ist eine Legacy Vampirin, weswegen ihr Sonne nichts ausmacht, doch sie steht kurz vor dem Zeitpunkt, wo sie ihre erste Tötung vollziehen muss, um überleben zu können. Und Calliope und ihre Familie sind ausgebildete Vampirjäger*innen. Und auch Calliope wartet auf die Chance ihrer ersten Tötung. – Guten Grundidee (mal wieder). Funktioniert aber nicht über die Dauer der Staffel, starker Anfang, schwaches Ende.
Platz 19: And just like that – Staffel 1
Carry Bradshaw und ihre Freundinnen Miranda und Charlotte kämpfen mit dem älter werden, mit Herausforderungen der modernen Gesellschaft und Carry auch mit dem Tod ihres Mannes. Dabei halten die Freundinnen noch immer zusammen wie Pech und Schwefel. – Das Reboot/Sequel/was auch immer funktioniert stellenweise recht gut, vor allem wenn sich die Serie auf Carries Leben konzentriert. Ansonsten war es mir einfach ein bisschen zu viel Drama.
Platz 18: Gilbert & Sadie – Staffel 1
Sadie ist eine junge Magierin, die von dem Kaninchen Gilbert betreut wird. Zum einen muss sie ihre Fähigkeiten aber vor den Menschen geheim halten, nur ihre engsten Freund*innen wissen Bescheid, zum anderen scheint sie Chaos wie magisch anzuziehen. Gilbert hat also alle Hände voll zu tun, um seinen Job als Lehrer und Mentor gerecht zu werden. – Süße Grundidee, leider sehr gleiche Folgen und zu naive Protagonistin. Hatte ich mir mehr von erhofft.
Boba Fett etabliert sich als Verbrecherlord im ehemaligen Gebiet von Jabba dem Hutten. Zusammen mit seiner treuen Gefährtin Fennec Shand versucht er sich gegen verfeindete Verbrechersyndikate durchzusetzen. Besonders das Pyke-Syndikat versucht sehr verbissen seine Herrschaft zu beenden. – Sehr langweilige Serie aus dem The Mandalorian Universum, mit zu vielen Folgen für zu wenig Handlung.
Michael und Colin sind das Traumpaar schlechthin. Doch nach jahrelanger glücklicher Beziehung trennt sich Colin unerwartet auf seiner Überraschungs-Geburtstags-party. Vom Singleleben in New York völlig überfordert versucht Michael mit seiner Trauer und Enttäuschung zurecht zu kommen. – Modern Family trifft auf Sex and the City, dennoch will die Geschichte nicht richtig funktionieren.
Platz 15: The Big Show Show – Staffel 1
Der Wrestler Big Show beendet seine Karriere und kann so endlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Gleichzeitig zieht Lola, seine Tochter aus einer früheren Beziehung bei ihm ein. Zusammen mit seinen beiden jüngeren Töchtern Mandy und JJ birgt dies allerlei Potantial für Chaos. – Ganz witzig für Zwischendurch, man darf halt keinerlei Tiefgang erwarten und die schauspielerischen Leistungen sind auch sehr flach.
Platz 14: Ich bin Groot – Miniserie
Der kleine Baum aus Guardians of the Galaxy erlebt allerlei Abenteuer. Ob bei ersten Schritten, einem Bad oder gar einem Dance-Battle. In diesen kurzen Episoden muss er sich allein behaupten. – 5 Minifilme um den kleinen Groot, ganz süß gemacht, nichts außergewöhnliches.
Roy Grace ist verzweifelt. Nachdem bei seinem letzten Fall bekannt wurde, dass er ein Medium um Hilfe bat, ist er zu Schreibtischarbeit verdonnert. Dabei juckt es ihm in den Fingern draußen aktiv zu sein. Zum Glück hat er seinen Partner Glenn Branson der ihn bei den brisanten Fällen mit einbezieht. Denn auch wenn mit fragwürdigen Methoden, hat Grace doch stets den richtigen Riecher. – Sehr unnahbarer Protagonist, relativ interessante Fälle, konnte mich nicht ganz abholen
Phileas Fogg wettet mit seinem Freund Bellamy, dass er es in 80 Tagen um die Welt schafft. Da Fogg es bisher nicht einmal aus London herausgeschafft hat, sieht der finanziell angeschlagene Bellamy seine Chance die Schulden bei der Bank zurückzuzahlen. Doch Fogg bricht wirklich zur Reise auf. An seiner Seite Jean Passepartout und die Journalistin Abigail „Fix“ Fortescue. – Neuverfilmung des bekannten Klassikers und dennoch an einigen Stellen modern interpretiert. Die Änderungen haben mir gut gefallen und auch so war die Serie spannend und hochwertig produziert.
Schauspieler Charles-Haden Savage, Theaterregisseur Oliver Putnam und Mabel Mora leben alle im Arconia Appartement Gebäude in New York. Während sie zuvor keine Berührungspunkte hatten, finden sie durch Zufall heraus, dass sie alle den gleichen Lieblings-True-Crime Podcast haben. Dann gibt es während eines Feueralarms eine Leiche. Während die Polizei Suizid vermutet, sind sich die drei einig: Es war Mord. – Ist für die Handlung etwas zu lang und streckt sich daher, im großen und ganzen aber spannend. Nach dem Cliffhanger in Staffel 1 lässt sich die Serie wieder sehr viel Zeit und verstrickt sich so sehr, dass es am Ende irgendwie jeder hätte sein können. Keine befriedigende Auflösung.
Adam Dalgliesh ist Ermittler beim Scotland Yard. Schweigsam und in Trauer ist er nach dem Tod seiner Frau frisch in den Dienst zurückgekehrt. Ihm zugeteilt wird DS Charles Masterson, der die poetische Ader Dalglieshs kritisch begutachtet. Zusammen sitzen sie an besonders ausgewieften Fällen. – Ruhig erzählte britische Krimiserie, etwas schwacher Protagonist, spannende Fälle.
Platz 9: How I met your father – Staffel 1
Sophie erzählt ihrem Sohn die Geschichte, wie sie seinen Vater getroffen hat. Dabei beginnt sie jedoch ganz am Anfang, als die Nase voll von den ganzen schlechten Tinder-Dates hatte und statt der großen Liebe Freundschaften fürs Leben schließt. – Ganz nettes Reboot, kann aber nicht die alten Vibes hervorholen. Mal schauen, was folgende Staffeln bringen.
Platz 8: Blockbuster – Staffel 1
Timmy ist Manager einer Blockbuster-Filiale, die sich trotz Streamingkonkurrenz als Videothek hält. Doch als er den Anruf bekommt, dass die Kette Pleite ist und sie offiziell die letzte existierende Filiale sind, sieht er sich mit ganz neuen Problemen konfrontiert. – Lustige kurzweilige Sitcom, die Lust auf mehr macht
Kriminalkomissar Steve Wilkins rollt zehn Jahre nach mehreren Morden diese noch einmal auf, um den wegen eines anderen Verbrechens inhaftierten John Cooper zu überführen. Damit will er verhindern, dass dieser entlassen wird und weiter morden kann. Dabei haben er und sein Team nur ein begrenztes Budget zur Verfügung, um mit Hilfe neuer DNA-Technik neue Beweise zu sammeln. – Spannende Miniserie, die sich eher auf den Ermittler als auf den Tathergang konzentriert.
Reagan Ridley arbeitet als Wissenschaftlerin bei Cognito Inc., eine Firma, die sich mit Verschwörungstheorien befasst bzw. für deren Geheimhaltung zuständig ist. Zusammen mit ihrem Team hat sie dabei alle Hände voll zu tun. – Animationsserie in Rick & Morty Manier über Verschwörungstheorien. Sobald man sich an die Charaktere gewöhnt hat, sehr witzig.
Platz 5: Golden Girls – Staffel 1-2
Um im Alter nicht allein zu sein und Geld zu sparen sind Blanche, Dorothea und Rose zusammengezogen. Dabei sind sie vom Charakter her total unterschiedlich, doch trotz einiger Konflikte finden sie immer wieder zusammen. Als dann noch Dorotheas Mutter Sophia aus dem Altenheim ausziehen muss, weil es da gebrannt hat, ist das Chaos perfekt. – Gute Sitcom mit witzigen Protagonistinnen. In der zweiten Staffel wiederholen sich die Witze dann einmal zu oft, weswegen sie schwerer zu sehen war.
Charlie Spring wird an seiner Schule dafür gemobbt, weil er offen schwul ist. Als er im neuen Schuljahr neben Nick Nelson, einen Rugby-Spieler, gesetzt wird, verliebt er sich in diesen. Doch wie kommt man gegen Vorurteile und Mobbing an? – Eine wunderbare herzliche Geschichte, tolle Charaktere und auch wenn es viel mit Queerfeindlichkeit arbeitet, trotzdem mit viel Wohlfühlfaktor.
Lyra Belaqua wächst zusammen mit ihrem Dæmon Pan im Jordan College in Oxford auf. Durch ihren Onkel Lord Asrael erfährt sie von Staub und seinen Forschungen dazu. Da er sie jedoch nicht mitnehmen will, nimmt sie kurzentschlossen das Angebot von Mrs. Coulter an, dieser zu assistieren. Dabei erfährt sie jedoch, dass diese für das Magisterium arbeitet und Kinder entführt werden. Zusammen mit einem mystischen Gegenstand entflieht sie und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. – Serienverfilmung zu der goldene Kompass. Bildgewaltig, spannend, trotz junger Protagonistin nur gering nervig. Auch die zweite Staffel kann mit dem Spannungslevel mithalten.
Kate Bishop ist seit den Ereignissen in New York 2012 (siehe The Avengers) großer Fan von ihrem persönlichen Helden Hawkeye alias Clint Barton. Als bei einer Schwarzmarkt-Auktion auf einer Charity-Veranstaltung der Firma ihrer Mutter das Kostüm des Ronin versteigert wird, landet dies nach einem Anschlag in ihrem Besitz. Damit macht sie zwei Parteien auf sich aufmerksam. Zum einen Hawkeye, der eigentlich wegen eines Musicalbesuchs mit seinen Kindern in der Stadt war, und der Jogging-Anzug Gang, deren Anzahl der Ronin einst stark verkleinerte. – Die langersehnte Serie über meinen Lieblings-Avenger ist da und sie ist so gut, wie ich es mir erhofft hatte. Bisher die beste Marvel-Serie!
Dream, einer der Ewigen und zuständig für die Traumlande, wird von einem Zauberer gefangen genommen. Hundert Jahre später kann er sich befreien und steht vor den Trümmern seines Reiches, dass er nun wieder aufbauen muss. – Mein Highlight des Jahres, spannend, bildgewaltig, tolle Charaktere, Neil Gaiman weiß einfach, wie man Geschichten schreibt.
Was waren eure Highlights? Welche Serie fehlt in der Übersicht?
*Rezensionsexemplare, vielen Dank an die Glücksstern-PR für die Bereitstellung. Ich kennzeichne diesen Beitrag daher als Werbung