Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.
Es gibt Franchises, die kommen einfach nicht zur Ruhe. Nachdem zwei Kinofilme und drei Serien nicht ausreichten, gab es 2016 ein Reboot, diesmal mit hauptsächlich weiblichem Cast. Das Ganze kam eher semi gut an. Damit schien das Franchise dann begraben. Bis der Sohn des Regisseurs der Originalfilme sich wieder an den Stoff wagte. Und ganz im Sinne von Antreten des Erbes, geht es auch hier um die Erben der Ghostbusters. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Callie, Trevor und Phoebe Spengler sind Pleite und ziehen daher auf gut Glück in das frisch geerbte Haus von Callies Vater Egon. Das ist jedoch vollkommen heruntergekommen. Phoebe findet in dem Haus eine Geisterfalle und zeigt sie ihrem neuen Lehrer Mr. Grooberson, der sie daraufhin in seine Entdeckungen einbezieht. Denn in Summerville geht einiges vor sich. Zusammen mit Phoebes neuem Freund Podcast, untersuchen sie die Geschehnisse.
Meine Meinung
Nach dem Trailer war ich erst einmal wenig begeistert. Klar war die Nostalgie da, wenn altbekannte Gegenstände, wie der Ecto-1 gefunden werden und die Erben diese ausprobieren. Doch so richtig wurde ich nicht mitgerissen. Dennoch wagte ich den Blick. Und gerade der Anfang zieht sich eine ganze Weile, da erst einmal die neuen Charaktere vorgestellt werden. Ihre Sorgen, Ängste, Besonderheiten und Co. Dafür nimmt sich der Film bewusst Zeit, verzichtet dadurch aber darauf die Handlung weiter voranzutreiben. Doch nach und nach merkt man, wie gut diese Entscheidung war, denn gerade die Zusammensetzung aus den verschiedenen Altersgruppen und auch Sidekicks, wie Podcast, funktioniert im folgenden hervoragend. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten beginnt der Film auch immer weiter an Fahrt aufzunehmen. Dabei hetzt er jedoch zu keiner Stelle, sondern lässt den Charakteren Zeit auf Geschehnisse zu reagieren. Dennoch kommt dadurch Spannung auf, da man doch mehr erfahren will. Was steckt hinter den Beben? Nach und nach kommen dann auch die ersten Geistererscheinungen. Da fällt jedoch eines schmerzlich auf: Es gibt keine wirklich neuen Geister. Stattdessen werden die alten alle mehr oder weniger auf bekannte Art verarbeitet. Auch das große Finale lebt stark von einem gewissen Nostalgiefaktor, bringt aber erst einmal nicht so viel neues. Doch hier zeigt sich wieder, wieso der langsame Anfang so wichtig war. Denn dadurch, dass man den Charakteren so nah ist und mit ihnen mitfühlt, bekommt das Finale eine ganz neue Ebene. Denn hier geht es natürlich um die Monster/Geister, die es zu besiegen gilt, aber eben auch um die Familie, um Freundschaft und Zusammenhalt. Und eben um die Übergabe an die nächste Generation. Während Paul Rudd nach der gemeinsamen Arbeit an Ant-Man wohl Jason Reitmans Wahl gewesen sein dürfte, so ist esdoch gerade McKenna Grace als Phoebe, die den Film für sich einnimmt. Denn auch wenn sie als Nerd und Außenseiterin charakterisiert wird, zeigt sie doch schnell, was sie drauf hat. Auch der übrige Cast lässt sich sehen. Letztlich war Ghostbusters – Legacy wesentlich besser als nach dem Trailer erwartet. Dennoch fehlte so der letzte Funke, da sich doch stark am ersten Teil orientiert wurde. Sollte hier ein weiterer Teil folgen, so wäre eine gänzlich neue Geschichte angebracht.
Das Fazit
Ghostbusters – Legacy braucht eine ganze Weile, um in Schwung zu kommen, kann dann aber vor allem durch gut aufgebaute Charaktere bauen. Die Geister sind eher altbekannt und es wird wenig neues gewagt, was aber durch eine Menge Charme gut gemacht wird. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Ghostbusters – Legacy läuft seit dem 18.11.2021 in den deutschen Kinos
Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.
Darum geht’s – in der Folge
Monica und Rachel sind knapp bei Kasse und backen daher als Dankeschön Plätzchen für Postbote, Hausmeister und Co. Das kommt nur semi gut an. Als dann der Heizungsregler abbricht, wird es ganz schön heiß in der Wohnung. Gleichzeitig erfährt Phoebe, wer ihr Vater sein könnte. Chandler und Joey sind spät dran mit den Geschenken.
Der Weihnachtszauber
Eine zu heiße Weihnachtsparty, eine mögliche Familienzusammenführung und Last-Minute-Shopping, also für mich klingt das nach einer verdammt guten Mischung. Zusammen mit dem bekannten Friends-Charme macht die Folge auf jeden Fall Spaß.
Weihnachtsfaktor: 4**** – Schaut euch den schönen Baum an
Downton Abbey – Ein Antrag aus Liebe – Staffel 2 Folge 7
Darum geht’s – in der Serie
Downton Abbey ist ein Herrschaftssitz in Yorkshire. Dort lebt die Familie Crawley mit ihren Angestellten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es werden historische Ereignisse, wie der Untergang der Titanic und der erste Weltkrieg, politische Umbrüche, wie Frauenwahlrecht und die erste Labour-Partei, sowie persönliche Schicksale behandelt.
Darum geht’s – in der Folge
Weihnachten auf Downton. Der Kammerdiener Mr. Bates sitzt immer noch wegen Mordverdacht im Gefängnis. Seine Frau Anna ist darüber untröstlich. Alle im Haus sind von seiner Unschuld überzeugt. Dennoch ist das Weihnachtsfest getrübt.
Der Weihnachtszauber
Es gibt einige gute Botschaften in der Folge, auch wenn natürlich nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Weihnachten ist zumindest am Anfang der Folge, danach springen wir zeitlich weiter, dennoch bleibt etwas vom Gefühl der Serie enthalten.
Weihnachtsfaktor 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen
Der November zog mit einer Grau in Grau Front über das Land. Über andere Entwicklungen wollen wir hier lieber nicht sprechen. Aber sagen wir die Laune ist getrübt. Immerhin sind die Kinos weiter offen und da lockten noch einmal einige Filme. Auch darüber hinaus ging es bei mir medial her, da sich für mich das Jahresende näherte. Gleichzeitig stand der November für mich im Zeichen eines ganz anderen Großprojekts: Der NaNoWriMo. Im (Inter-)National Novel Wiriting Month versuchte die ganze schreibende Gemeinschaft sich zu motivieren und 50.000 Wörter zu schreiben. Diesmal war ich mit dabei und zum Zeitpunkt, wenn ich diesen Beitrag schreibe, stehe ich mit 47.000 kurz vor der Zielgerade. Ein paar Tage habe ich noch, es sollte also machbar sein! Dennoch hier nun der mediale Rückblick auf den November.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Contra: Richard Pohl ist Dozent an einer Uni. Doch nach einigen grenzwertigen Äußerungen steht er vor einer Disziplinarsanhörung. Die Lösung: Er soll der Studentin Naima Hamid helfen, im Rhetorikwettbewerb weiter zu kommen. – Gut gespieltes Drama, dass das Thema Migration gut aufgreift und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet)
Dear Evan Hansen: Evan Hansen kämpft mit Panikattacken und Depressionen. In seiner Therapie wird ihm geraten, dass er sich jeden Tag einen Brief an sich selbst schreiben soll. Diesen klaut ihm sein Mitschüler Connor und steckt ihn ein. Am nächsten Tag wird er ins Büro des Direktors gerufen, um Connors Eltern zu treffen. Denn dieser hat Suizid begangen. Das einzige, was die Eltern fanden, war der Brief, den sie für einen Abschiedsbrief an den besten Freund halten. Evan landet in einem Lügenkonstrukt, weil er so endlich Aufmerksamkeit bekommt. – Rührendes Musical, auch wenn die Lieder zumindest in der deutschen Synchro nicht funktionieren.
Eternals: 5000 v. Chr. werden zehn Eternals zur Erde geschickt. Sie sollen sie dort vor den sogenannten Deviants schützen, dürften sich aber nicht in die Menschheitsgeschichte einmischen. Das führt ab einem gewissen Punkt zu Spannungen im Team und sie trennen sich. In der Gegenwart werden Sersi und Sprite von einem Deviant angegriffen, die sie für ausgestorben hielten. Ikaris kommt ihnen zur Hilfe. Zusammen ziehen sie los, um das Team wiederzuvereinen und die Emergenz bevorsteht. – Ein neuer Versuch aus dem MCU, der viel wollte, aber dabei das wesentliche aus den Augen verlor.
Last Night in Soho: Eloise zieht von Cornwall, wo sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und deren Liebe zu den 60ern aufgenommen hat, nach London. Sie wurde dort an einer Design Uni angenommen. Nachts träumt sie von einer jungen Sängerin namens Sandy, die es in den 60ern versucht zu etwas zu bringen. Schnell wird Sandy ihr Idol. Doch die Träume ändern sich zunehmends und bald wird Eloise auch im wachen Zustand verfolgt. – Starker Horror-Thriller, der nichts für schwache Nerven ist.
Ghostbuster – Legacy: Callie, Trevor und Phoebe Spengler sind Pleite und ziehen daher auf gut Glück in das frisch geerbte Haus von Callies Vater Egon. Das ist jedoch vollkommen heruntergekommen. Phoebe findet in dem Haus eine Geisterfalle und zeigt sie ihrem neuen Lehrer Mr. Grooberson, der sie daraufhin in seine Entdeckungen einbezieht. Denn in Summerville geht einiges vor sich. Zusammen mit Phoebes neuem Freund Podcast, untersuchen sie die Geschehnisse. – Sehr schwacher Anfang, gewinnt hinten raus an Tempo, lebt aber rein vom Nostalgiefaktor.
Encanto: Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto (Wunder) bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten. – Herzerwärmende Geschichte, rührend, typische Disneyfilmhandschrift.
Addams Family 2: Wednesday Addams nimmt an einem Naturwissenschaftswettbewerb an ihrer Schule teil, die vom Wissenschaftler Dr. Cyrus Strange gesponsort wird. Dieser ist schwer beeindruckt von ihrer Leistung, doch sie lehnt eine weitere Zusammenarbeit ab. Kurz darauf steht ein Anwalt vor der Tür, der beweisen will, dass Wednesday gar keine richtige Addams ist. Kurzentschlossen beschließen die Eltern Gomez und Morticia eine Reise quer durch die USA zu starten. Ein Roadtrip der anderen Art beginnt. – Wenn ich in einer Komödie nicht lachen muss, läuft einiges falsch. Billige Gags, wenig Charme, bleibt weit hinterm Potential zurück.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Erneut gesehen habe ich The guy who didn’t linke musicals und es hat mich noch mehr zum lachen gebracht, als beim ersten Mal sehen.
Heat: Lieutenant Vincent Hanna wird mit der Aufklärung eines Raubmordes betraut, die von einer Bande rund um Neil McCauley verübt wurde. Während Hanna sie bei einem weiteren Überfall erwischen will, identifiziert die Bande den Polizisten. Beide spielen fortan Katz und Maus miteinander. – Es war einfach nicht mein Film, auch wenn er objektiv seine Stärken hatte.
Taxi Driver: Travis Bickle hat Schlafstörungen und arbeitet daher als Taxifahrer in vielen Nachtschichten. Dabei erlebt er so einiges. Unter anderem verliebt er sich in die Wahlkampfhelferin Betsy, die ihn nach einem Date im Pornokino jedoch abweist. Als großes Projekt hat er sich auf die Fahne geschrieben, die minderjährige Prostituierte Iris zu retten. Doch dafür braucht er Waffen. – Das gleiche Problem, wie bei Heat.
The Big Lebowski: Jeffrey „The Dude“ Lebowskis Leben kommt ganz schön durcheinander als er mit einem Millionär mit gleichem Namen verwechselt und zusammengeschlagen wird. Da einer ihn auf den Teppich urinierte, will er sich bei seinem Namensvetter beschweren. Kurz darauf wird dessen Frau entführt und Lebowski engagiert den Dude, um die Lösegeldübergabe zu vollziehen. Die geht jedoch gewaltig schief. – Dem Film konnte ich auch objektiv nichts abgewinnen. Mir waren die Charaktere einfach nur zu blöd.
Gravity: Die Biomedizinerin Dr. Ryan Stone und der erfahrene Astronaut Matt Kowalski arbeiten in einem Außeneinsatz am Hubble-Teleskop. Dabei bekommen sie die Warnung, dass Trümmerteile im Orbit treiben. Kurz darauf werden sie getroffen, ihr Space Shuttle zerstört. Sie müssen nun versuchen zur nächstgelegenen Raumstation zu kommen. – Minimalistische Weltraumsurvival mit starker Besetzung.
Mord im Orient-Express (1974): Der Orient-Express von Istanbul bis Paris ist gut gefüllt, als der Detektiv Hercule Poirot einsteigt. Doch mitten in der Nacht kommt es zu einem Mord. Nun ist die Liste der Verdächtigen zwar überschaubar, immerhin müsste es einer der Passagiere sein, doch scheint noch eine ganz andere Geschichte dahinter zu stecken. – Hochkarätig besetzt, aber deutlich langsamer erzählt als die Neuverfilmung. Auch bin ich mit dem Poirot nicht warm geworden
Apollo 13: Die Astronauten James Lovell, Fred Haise und Thomas Mattingly werden für die Mission Apollo 13 ausgewählt, die zum Mond fliegen soll. Ein paar Tage vorher wird jedoch Mattingly gegen den zur Reserve-Crew gehörenden John Swigert ausgetauscht, da ein Gesundheitsrisiko besteht. Kurz nach dem Start kommt es schon zum ersten technischen Problem, was aber nicht weiter schlimm ist. Doch bei einem Manöver kommt es zu einer Explosion. Nun muss Houston und das Team der Apollo 13 alles geben, damit sie sicher wieder landen können. – Spannend, mitreißend, wow.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Respect: Filmbiographie über Aretha Franklin mit Jennifer Hudson in der Hauptrolle. Trailer sah schonmal gut aus.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Eiffel in Love
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Pretty Smart – Staffel 1 (Eigentlich basiert die Geschichte auf einer vorurteilsbehafteten Idee, aber sie hat mich durch ihre Herzlichkeit und ihre Witze in Beschlag genommen. Ich mag sie einfach)
Superstore – Staffel 3-4 (Es wird weiter turbulent in der Cloud 9 Filiale)
Olaf präsentiert – Staffel 1 (War es in Frozen 2 noch super witzig, kann diese Miniserie durch ihre Kürze überzeugen, aber man sollte sie trotzdem in Maßen gucken)
The magic of Animal Kingdom – Staffel 1 (Eine Dokuserie über die Tiere im Animal Kingon im Disney World, Florida. Für Fans von Zoodokus sehr zu empfehlen)
Star Trek: Lower Decks – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel schafft es wieder mit ihrem Humor und ihren guten Ideen zu überzeugen)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 7 Seiten gesamt: 2.546 Seiten pro Tag: 85 im Durchschnitt Taschenbuch: 7
Die Helden von Midgard: Viele Jahre vor den Geschehnissen in die Götter von Asgard stehen die Walküre Kara und der Gott Tyr Seite an Seite in Midgard. Denn dort soll der junge Erik ein Held werden. Doch auf dem Weg dorthin lauern Gefahren, vor allem als dann auch noch Loki seine Finger im Spiel hat.
Mona – und täglich grüßt der Erzdämon: Mona Nosferatuh ist eine Junghexe Stufe 9, hat aber Probleme ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Sie tritt ihren neuen Job im Museum an und trifft dort auf den Vampir Boris, den Werwolf Ben und die Skelettin Bärbel. Bei einem Einbruch ins Museum beschwört sie einen Dämon herauf. Doch Balthazar ist fortan an sie gebunden und muss immer erscheinen, wenn sie Hilfe benötigt. Beide versuchen sich mit dem Bund anzufreunden und dann kommen noch Gefühle dazu.
Sepharial: Lathalia lebt in einer kalten Welt. Als Adlige ist ihr Leben sehr angenehm, als Frau eher weniger. So soll sie den Leutnant Nikion heiraten, wovon sie zunächst wenig begeistert ist. Dann trifft sie auf den Dieb Fanai und folgt ihm in seine Welt, die heiß und voller Sand ist. Er lebt in Armut und kämpft regelmäßig ums Überleben. Ihre Welten sind durch die Sepharial verbunden, doch genau diese soll Fanai stehlen. – Am Anfang habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, gegen Ende konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.
Vielleicht Nie: Joana lebt ein sehr geordnetes Leben und verbirgt ihr innerstes vor der Welt. Doch ausgerechnet Killian, der Bruder ihrer besten Freundin Karla, schafft es hinter ihre Fassade zu gucken. Doch er ist wild und rastlos, was Jo gar nicht passt. Kann er sich dennoch in ihr Herz stehlen? – Der zweite Band einer tollen Reihe wieder mit tollen Charakteren und erwähnte ich schon, dass ich es toll fand?
Hidden Worlds: Elliot lebt zusammen mit seinem Vater, der sich kaum noch aus seinem Fernsehsessel bewegt. Als Elliot seinen Job verliert und das Geld knapp wird, schickt sein Vater ihn zu einem alten Bekannten. Kurz darauf hat er einen Job im Merlin-Center für den magischen Bedarf und betreut dort die magischen Wesen. Und zufällig erfährt er auch etwas über seine Familiengeschichte. – Ein magisches Kaufhaus macht die etwas schleppende Handlung eindeutig wett.
Blade Runner: Der Prämienjäger Rick Deckard wünscht sich nichts mehr als ein echtes Tier, damit er sein elektrisches Schaf nicht mehr verstecken muss. Doch in seiner Welt, die Erde nach einem Atomkrieg, sind fast alle Tiere ausgestorben. Menschen, die zum Mars auswandern wird für die Reise ein Android zugeteilt, der jedoch auf der Erde als Bedrohung angesehen wird. Rick bekommt den Auftrag eine ganze Gruppe entflohener Androiden zu finden und auszuschalten. Dabei muss er einsehen, dass die Grenze zwischen Mensch und Maschine sehr verschwommen ist. – Ein sehr langatmiger Klassiker.
Nalas Welt: 1 Bike – 1 World. So der Plan des Schotten Dean Nicholson. Er radelt auf seinem Fahrrad quer durch Europa, als er in Bosnien eine Straßenkatze findet. Er tauft sie Nala und nimmt sie mit auf seine Reise. Fortan sind sie ein Herz und eine Seele und erleben allerlei spannendes. – Reisebiographie mit hohem Süßfaktor. Funktioniert größtenteils, hat aber auch zwischendrin ein paar Längen.
Immer für dich da – Vor Ewigkeiten – Staffel 1 Folge 10
Darum geht’s – in der Serie
Tully Hart, eine erfolgreiche Talk-Show Moderatorin und Kate Mularkey, Hausfrau und mitten in der Scheidung, sind seit ihrer Kindheit die besten Freundinnen. Während Tully aus schwierigen Verhältnissen mit ihrer drogensüchtigen Hippie-Mutter kam, ist Kate sehr behütet aufgewachsen. Doch trotz aller Gegensätze sind sie immer für einander da.
Darum geht’s – in der Folge
In ihrer Kindheit laden Kates Eltern Tully und ihre Mutter zum Weihnachtsabend ein. Dabei kommt es zum Streit. In den 80ern kommen sich Kate und Johnny nach einem Herzinfarkt ihres Vaters zu Weihnachten näher. In der Gegenwart kämpft Tully mit ihrem neuen Chef. Kate steht zwischen den Stühlen.
Der Weihnachtszauber
Die gesamte Serie wird über drei Zeitebenen erzählt. Diesmal ist bei allen drei Weihnachten. Doch wie die gesamte Serie über, gibt es hier eigentlich nur Drama über Drama. Absolut nachvollziehbar für Grinche wie mich, aber versprüht eben doch wenig Weihnachtsstimmung.
In einer Zeit, in der gefühlt alles ein Remake oder Reboot bekommt, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese kultige Familie neu verarbeitet wurde. 2019 kam bereits ein erster Teil in die Kinos und konnte die Fans nur wenig abholen, versuchte sich aber durch ein paar gute Witze und eine nette Grundstimmung zu retten. Nun gibt es eine Fortsetzung dazu. Wie diese funktioniert erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Wednesday Addams nimmt an einem Naturwissenschaftswettbewerb an ihrer Schule teil, die vom Wissenschaftler Dr. Cyrus Strange gesponsort wird. Dieser ist schwer beeindruckt von ihrer Leistung, doch sie lehnt eine weitere Zusammenarbeit ab. Kurz darauf steht ein Anwalt vor der Tür, der beweisen will, dass Wednesday gar keine richtige Addams ist. Kurzentschlossen beschließen die Eltern Gomez und Morticia eine Reise quer durch die USA zu starten. Ein Roadtrip der anderen Art beginnt.
Meine Meinung
Dadurch, dass der erste Teil bereits nicht richtig funktioniert hatte, gab es gar nicht erst die Frage, ob es einen zweiten Teil gebraucht hätte, denn das hätte es eindeutig nicht. Doch so funktioniert die Filmwelt leider nicht. Also wurde ein Sequel gedreht. Nach dem Trailer war ich zumindest angefixt durch die Roadtrip Idee, die doch einiges an Potential bot. So stellte ich mich auf leichte Unterhaltung ein und erwartete nicht allzuviel, außer an ein paar Stellen unterhalten zu werden. Leider bin ich anscheinend mit zu hohen Erwartungen an den Film herangegangen. Denn auch wenn es ab und an kleine Lichtblicke von guten Ideen gab, wurden diese meist von groß angelegten Gags übertüncht, die wohl für das kleinste Publikum ausgelegt wurden und nicht einmal bei diesen fruchteten. So war die Stimmung im Kinosaal eher gelangweilt, denn erheitert. Der Film funktioniert genau dann, wenn er es nicht darauf anlegt. Wenn er nicht versucht besonders witzig zu sein oder die Handlung voranzutreiben. Sondern, wenn er einfach mal seine Charaktere einsetzt. So ist die Tanzsequenz zu I will survive die Szene im ganzen Film, die ich am meisten gefeiert habe – und sie hat nicht gerade viel zur Handlung beigetragen. Genau das waren die kleinen Lichtblicke in einem Film, der viel wollte und wenig konnte. Das liegt wohl auch daran, dass die Charaktere zu sehr an die ikonischen Vorbilder angepasst wurden und überhaupt kein Handlungsspielraum bekommen. Es gibt keine Weiterentwicklung, die Konstellation ist am Ende die gleiche, wie am Anfang. Dadurch werden Dialoge fast vollständig wiederholt und die nervigsten Eigenschaften werden nie überwunden. Da hilft es auch wenig, wenn offensichtlich andere Filme als Vorbild für Szenen mit eingebunden werden. So gibt es nicht nur die Addams Family Variante eines Godzilla vs. Kongs, sondern auch so ziemlich alle Witze aus dem Marvel Franchise zum Namen Dr. Strange. Mag es ganz nett zu entdecken sein, so zeugt es doch nur einmal mehr von der Unfähigkeit des Films wirklich etwas eigenes aufregendes zu kreieren. Die 93 Minuten Laufzeit ziehen sich dadurch gefühlt ins Unendliche, der Film kommt bis zum Schluss nicht wirklich auf den Punkt und auch der ganze Witz rund um den Roadtrip, der so gut hätte werden können, verfehlt seine Wirkung völlig.
Das Fazit
Addams Family 2 ist ein liebloser Abklatsch einer Kultserie und schafft es in den wenigsten Momenten dem Zuschauer ein müdes Lächeln abzuringen. Stattdessen verrennt er sich in nicht zündende, aber groß angelegte Gags. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.
Addams Family 2 läuft seit dem 18.11.2021 in den deutschen Kinos
Am 20. und 21.11.2021 fand die Buch Berlin in – Überraschung – Berlin statt. Ich war für euch dabei und möchte ein wenig berichten.
Eine Messe mittem im Herzen Berlins
Oder so ähnlich… wo auch immer das Herz Berlins genau liegt. Auf jeden Fall in der Arena Berlin fanden sich rund 250 Ausstellende ein, um ihre Stände mit teilweise liebevoller Kleinstarbeit aufzubauen und ihre Herzensprojekte vorzustellen – eine vollständige Liste findet ihr hier. Dabei war querbeet für alle etwas dabei. Phantastik, Romance, Sachbücher, Kinderbücher, Thriller, Horror, etc. einfach in jedem Genre konnte man fündig werden. Dabei war es gerade die familiäre, intime Atmosphäre, die die Messe zu etwas besonderem macht und sich so von Massenveranstaltungen wie der FBM oder LBM abhebt.
Messe? Mitten in einer Pandemie?
Natürlich kann man anmerken, dass eine Messe mitten in der vierten Welle vielleicht keine gute Idee sei. Doch zum einen war es eine 2G Veranstaltung, es herrschte trotzdem Maskenpflicht und ich muss sagen, dass ich bei jedem, mit dem ich mich unterhalten habe, die richtigen Ansätze gefunden habe. Wo es ging wurde Abstand gehalten, alle trugen ihre Masken korrekt – ich habe keine einzige herausblitzende Nase gesehen! – und so ziemlich jede*r mit der*m ich gesprochen habe, hatte sich vorab freiwillig noch testen lassen. Einige haben ihr Kommen auch abgesagt, gerade bei längerem Anreiseweg. Und obwohl all dies eingehalten wurde, herrschte eine gute Stimmung. Alle schienen Spaß zu haben, keiner beschwerte sich über irgendwelche Maßnahmen, stattdessen wurde eifrig über Bücher gefachsimpelt. Und das ist für mich ein wichtiges Zeichen, dass es eben doch geht und Maßnahmen keine Spaßbremse sein müssen.
Mein ganz persönliches Messeerlebnis
Ich hatte an beiden Tagen einfach nur eine gute Zeit. Ich habe viele Menschen getroffen, die ich zuvor nur über das Internet kannte, aber noch viel mehr Leute kennengelernt. Tolle Gespräche mit Autor*innen geführt, so viele neue Bücher entdeckt, dass ich nicht einmal einen Bruchteil davon nach Hause schleppen konnte und trotzdem sind 10 neue Bücher bei mir eingezogen. Ich habe Lesungen gelauscht, Süßigkeiten von den Ständen stibitzt – okay, sie lagen zur Bedinung aus, aber das klingt nicht so cool – und hatte einfach nur eine Menge Spaß. Die gute Laune aller Beteiligter war einzigartig. Hier war es egal, wie du draußen bist und wofür du gerne abgestempelt wirst, hier war man willkommen, solange man nett war. An jedem Stand wurde man mit einem Lächeln begrüßt, die Leidenschaft zum geschriebenen Wort verband einen und so schnell kommt man wohl nie wieder mit anderen Leuten ins Gespräch.
Was bleibt nach so einem Wochenende?
Leere, Messeblues, aber auch die Erinnerung an tolle Menschen und einer guten Zeit. Aber wohl vor allem ein gewachsener SuB mit vielen neuen Büchern, die es nun zu verschlingen gilt.
Als ich den Trailer vom neusten Edgar Wright Film sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Das es kein Gute Laune Film werden würde, war mir klar, aber noch nicht so richtig in welche Richtung es gehen sollte – also tatsächlich mal ein Trailer, der nicht zu viel verriet. Dass es sich um einen Horror-Thriller handelte und damit so gar nicht mein Genre ist, habe ich erst später erfahren. Doch meine Begeisterung war bereits zu hoch und die vielen positiven Rezensionen taten ihr übriges. Wie er mir letztlich gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Eloise (Thomasin McKenzie) zieht von Cornwall, wo sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und deren Liebe zu den 60ern aufgenommen hat, nach London. Sie wurde dort an einer Design Uni angenommen. Nachts träumt sie von einer jungen Sängerin namens Sandy (Anya Taylor-Joy), die es in den 60ern versucht zu etwas zu bringen. Schnell wird Sandy ihr Idol. Doch die Träume ändern sich zunehmends und bald wird Eloise auch im wachen Zustand verfolgt.
Meine Meinung
Ich mag die Cornetto-Reihe und auch Baby Driver konnte mich begeistern. Mit Scott Pilgrim hingegen kann ich recht wenig anfangen. So war ich auf den neusten Film von Regisseur Edgar Wright gespannt. Doch auch wenn Last Night in Soho handwerklich deutlich seine Handschrift trägt, ist der Film doch ganz anders aufgebaut als seine bisherigen Werke. Zunächst lernen wir Eloise kennen. In wenigen Szenen wird ihre Faszination für die Swinging Sixties deutlich. Schon begleiten wir sie auf den Weg in die Großstadt London. Wer ebenfalls aus einer Kleinstadt oder einem Dorf kommt, wird ihren Schock und die gleichzeitige Faszination begreifen. Gleichzeitig tauchen hier die ersten kritischen Szenen auf, die aufzeigen, wie Alltagssexismus aussieht. Weiter geht es mit Neid, Missgunst und ersten Anzeichen von Mobbing. Kein Wunder also, dass sich unsere Protagonistin am liebsten wegträumen würde. Und wieso nicht in die Swinging Sixties, die sie so gern mag. Nach einem Umzug in eine kleine Wohnung bei einer strengen älteren Dame – Diana Riggs letzte Rolle. Hier scheint sie ihre Ruhe in ihren Träumen zu finden, aber auch Stärke durch ihr neues Vorbild Sandy. So scheint alles so viel besser zu sein, dass Eloise aufhört zu leben und sich in ihren Träumen verliert. Doch dann kommt der Turn und sie muss erkennen, dass auch die Sixties so ihre Probleme haben. War der erste Teil ein beschwingtes Wegträumen von der Realität und so ziemlich das, was ich mir nach dem Trailer erhofft hatte, kommt nun das böse Erwachen. Sowohl für die Potagonistin als auch für mich. Dabei hält Wright das sehr hohe handwerkliche Niveau und beweist wieder einmal sein Händchen die Szenen perfekt zur Musik zu synchronisieren. Doch die Tonalität ändert sich rapide und wird zum angekündigten Horror-Thriller. Hier beweist Wright einmal mehr, was ein Film wirklich kann und wofür Kino da ist. Denn die ganze Atmosphäre hüllt einen ein und reißt einen mit. Für mich als Angsthase war das eine sehr schwere Erfahrung. Leider wurde gerade dieser Part dann auch sehr ausgeschlachtet. Irgendwann hat man die Intention einfach verstanden und braucht nicht noch eine Szene, in der sie von gesichtlosen grauen Männern verfolgt wird. Ein paar Minuten kürzer hätte dem Film durchaus gut getan. Last Night in Soho lebt regelrecht von den beiden Hauptdarstellerinnen Thomasin McKenzie und Anya Taylor-Joy. Letztere hat zwar in vielen Szenen ihr übliches stoisches Gesicht aufgesetzt, was sie schon in einigen Filmen und Serien gezeigt hat. Ist es hier noch passend, bleibt doch zu hoffen, dass sie doch bald wieder mehr Split und weniger Queens Gambit zeigen darf. Hingegen bleibt Diana Rigg in ihrer letzten Rolle weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das ist etwas schade, mindert den Wert ihrer Darstellung jedoch nicht. Letztlich ist der Film eine wunderbare Hommage an die Sixties, aber hebt gleichzeitig den Zeigefinger und weist daraufhin, die Epoche nicht zu glorifizieren, da auch sie ihre Abgründe hat. Gleichzeitig zeigt der Film, dass auch in der Gegenwart noch Abgründe liegen und es nicht reicht auf die Vergangenheit zu deuten und zu sagen, wie es damals war. Das ganze wird verpackt in einen spannenden und absolut mitreißenden Horror-Thriller, der wie gesagt für schwache Nerven wie bei mir sehr grenzwertig ist.
Das Fazit
Last Night in Soho ist ein handwerklich brilliant inszenierter Horror-Thriller, der Spannung durch Atmosphäre und Musik erzeugt, die so mitreißend sind, dass man sich mit schwachen Nerven überlegen sollte ihn zu sehen. Bis auf ein paar kleine Längen gegen Ende weiß der Film immer den richtigen Ton zu treffen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Last Night in Soho läuft seit dem 11.11.2021 in den deutschen Kinos
Wie bereits die Bücher, habe ich nun auch alle 21 Filme, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, ausgesehen. Die Filmchallenge habe ich dieses Jahr das erste Mal ausprobiert. Tatsächlich fiel es mir bei ihr wesentlich schwieriger am Ball zu bleiben. Gerade gegen Ende musste ich einiges in kurzer Zeit nachholen, was ich zuvor vor mir hergeschoben hatte. Hier die Kurzauswertung.
…denn sie wissen nicht was sie tun – Klassiker/Liste der Schande Der Film braucht eine ganze Weile, um in Schwung zu kommen und auch danach fiel mir die Erzählweise schwer nachzuvollziehen.
Departed – Unter Feinden – SuF-Leiche War nicht mein Genre. War nicht mein Film. Zuviele Intrigen, die aus Intrigen entstanden und wieder neue Intrigen schmiedeten.
Manche mögens heiß – Klassiker/Liste der Schande Ein schöner Klassiker, der mich herzlich zum lachen gebracht hat, auch wenn einige Darstellungen aus dem heutigen Blickwinkel schwierig sind.
Citizen Kane – Klassiker/Liste der Schande Hohe Erwartungen an den „besten Film aller Zeiten“, die er nicht gänzlich halten konnte. Dennoch bot er eine spannende Geschichte über einen Mann, der alles gewann und dann alles verlor.
A most wanted man – SuF-Leiche Aus gutem Grund eine SuF-Leiche gewesen. Grundsätzlich fand ich die Ausgangs- konstellation mit der Spionageeinheit in Hamburg interessant. Aber der Film ist zäh und verwirrend erzählt.
Dame König As Spion – Neuentdeckung Ich sollte die Finger von John le Carré Verfilmungen lassen. Sie sind einfach nicht mein Genre, egal wie gut der Cast ist.
Mord im Orient-Express (1974) – Klassiker/Liste der Schande Hochkarätige Besetzung mit einem sehr eigenwilligen Poirot-Darsteller. Mir fehlt noch die Buchvorlage für den Vergleich, aber wesentlich ruhiger und unspektakulärer als die Neuverfilmung.
Die Taschendiebin – Verpasst, aber nicht vergessen Verstörend, provoziert nur um den Provozierenswillen. Konnte mich leider gar nicht überzeugen.
Apollo 13 – Erweiterung der Tom Hanks Sammlung Spannend, mitreißend, spektakulär. Toll gespielt, Patriotismus hielt sich im Rahmen und ich bleib bei meiner Ansicht, dass man mit Tom Hanks lieber nicht verreisen sollte.
Schindlers Liste – Klassiker/Liste der Schande Aus gutem Grund ein Klassiker. Wunderbar gespielt, starke Geschichte, traurig, dass es sich um Stück wahrer Geschichte handelt.
Gravity – Verpasst, aber nicht vergessen Starkes Weltraumstück. Lebt von der Auswegslosigkeit der Situation und einer sehr starken Sandra Bullock. Hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert.
Wenn die Gondeln Trauer tragen – Klassiker/Liste der Schande Können wir sagen, es war einfach nicht mein Film? Die Geschichte war eigentlich schon spannend, aber eben nicht spannend inszeniert. Vielleicht ist er auch einfach schlecht gealtert, ich weiß es nicht.
Kill your friends – SuF-Leiche Der Film vergreift sich leider komplett in seiner Aussage. Auch er versucht nur zu provozieren. Nicht einmal ein Nicholas Hoult kann den Film retten.
Taxi Driver – Klassiker/Liste der Schande Martin Scorsese zählt zu den beliebtesten Regisseur*innen unter den Kinofans, unter anderem wegen dieses Films. Ich verstehe durchaus die Symboliken hinter den Szenen, wurde mit dem Film aber nicht warm.
The Big Lebowski – SuF-Leiche Ihr erkennt, dass ich mit einigen Filmen auseinander gesetzt habe, die als Kult und/oder Klassiker bezeichnet werden. Aber wie auch schon bei anderen, bin ich an diesen Film nicht herangekommen. Er war mir zu laut, zu vulgär, einfach nicht meins.
The Farewell – Verpasst, aber nicht vergessen Ein sehr melancholischer Film mit schwierigem Thema und Vorstellen einer anderen Kultur, aber einer nachvollziehbaren Protagonistin und versteckt voller Lebensfreude.
Tea with the Dames – Verpasst, aber nicht vergessen Es ist vielleicht kein sonderlich spannender Film, aber die vier Schauspielerinnen sind einfach herrlich zusammen. Versprühen britischen Charme und gute Laune.
Beale Street – Verpasst, aber nicht vergessen Ruhig erzählt, schwere Thematik und leider noch immer präsent. Starker Film.
Cast Away – Erweiterung der Tom Hanks Sammlung Survivalfilm mit einem sehr starken Tom Hanks. Besonders schön ist, dass der Film bis zum Ende ausgespielt wird.
Heat – Klassiker/Liste der Schande 171 Minuten Heist-Movie mit starken Darstellern. Und auch wenn ich objektiv weiß, dass der Film gut ist, hat er mich einfach nicht abgeholt.
Die Vögel – Klassiker/Liste der Schande Mein erster Alfred Hitchcock war spannend, bedrückend und ich verstehe den Kultstatus. Nur das Ende war etwas enttäuschend.
Sönke Wortmann inszeniert nach der Vorname eine zweite französische Adaption und damit gleich den zweiten Film mit Christopher Maria Herbst innerhalb eines Monats. Diesmal geht es jedoch in eine völlig andere Richtung. Ob der Film auch qualitativ in eine völlig andere Richtung geht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) ist Dozent an einer Uni. Doch nach einigen grenzwertigen Äußerungen steht er vor einer Disziplinarsanhörung. Die Lösung: Er soll der Studentin Naima Hamid (Nilam Farooq) helfen, im Rhetorikwettbewerb weiter zu kommen.
Meine Meinung
Contra nimmt sich der leider immer noch aktuellen Diskussion des „Das wird man wohl noch sagen dürfen“ an. Doch dabei trifft er an mehr als nur einer Stelle einen Nerv und dreht das ganze in den rhetorischen Kontext. Bewusst werden hier – bis auf eine eher gewollt geschriebene Szene – keine leeren Phrasen reproduziert, sondern in einer einfühlsamen Geschichte durchleuchtet. Denn Richard Pohl ist zwar auf dem ersten Blick das Klischee des alten weißen Mannes, der seine gehobene Stellung als Professor ausnutzt, um seine Meinung über die der anderen zu stellen, doch das kippt sehr schnell, wenn er die Rhetorik hinter seinen Aussagen erläutert. Hier wird bewusst kein überzeugter Rassist aufgebaut, mit dem man dann sympathisieren soll, sondern lediglich die alte Garde, die im Laufe des Films lernt, warum political correctness so wichtig ist. Durch Naima wird dann die Kehrseite der Medaille deutlich. Der Kampf ums Überleben in den ärmeren Randbezirken der Stadt, der Alltagsrassismus, die Erwartungshaltung der Familie und Freunde, die Erwartungshaltung der Gesellschaft, alles prasselt auf sie ein. Dabei schafft sie es ihre inneren Konflikte in wenigen Sätzen zu äußern. So fühlt man mit ihr mit, ohne, dass sie sich und ihre Gefühle immer wieder erläutern muss. Farooq ist hierfür die ideale Besetzung. Gleichzeitig hat man durch ihre Familie und Freunde auch mehr als einen Anhaltspunkt und sieht so die Situation aus verschiedenen Blickwinkel. Handlungstechnisch ist natürlich ein gewisser Weg vorgezeichnet, doch an der ein oder anderen Stelle weiß die Handlung durchaus zu überraschen. Dabei schafft sie es sogar bis auf zwei Szenen auf bewusst provokative Dialoge zu verzichten. Klar werden die Rhetorikwettbewerbe nicht vollständig gezeigt und lassen den Fokus sehr einseitig auf der Protagonistin. Doch dies reicht zum Verständnis des Werdegangs und ihrer Entwicklung vollkommen aus. Dabei bleibt der Film auf einem spannenden Niveau und schafft die ernste Thematik trotz lockerer Grundstimmung vernünftig zu vermitteln.
Das Fazit
Contra ist ein Film, der mit einem ernsten Thema in lockerem Tonfall umgeht, gleichzeitig aber spielend viele Situationen schafft, aus denen gelernt werden kann. Die Besetzung aus Farooq und Herbst harmoniert wunderbar. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Contra läuft seit dem 28.10.2021 in den deutschen Kinos