Blade Runner 2049

Am 05.10.2017 erschien die lang ersehnte Fortsetzung von Blade Runner in den deutschen Kinos.

Im Jahr 2049 gibt es noch immer Replikanten, künstlich erschaffene Menschen, die versklavt werden, um den „reinen“ Menschen zu dienen. Die Blade Runner sind noch immer dafür verantwortlich diese zu jagen und auszuschalten. Bei einer seiner Missionen entdeckt Agent K etwas, das dringend unter den Tisch gekehrt werden muss. So begibt er sich auf die Suche und findet Antworten, die er eigentlich gar nicht finden wollte.

1982 erschien der erste Teil von Blade Runner in den deutschen Kinos und zeigte eine düstere Zukunftsvision des Jahres 2019 und kombinierte Science-Fiction, Dystopie und Elemente des Film Noir. Besonders zeichnete er sich jedoch durch seine sehr ruhige und langsame Erzählweise aus. Selbst in actionreichen Szenen kommt nie Hektik auf und es blieb immer Zeit, um die Bilder auf sich wirken zu lassen. Diesen Stil verdankt der Film eine Menge Fans, während andere mit diesem Kunstgriff eher weniger anfangen konnten.
Während Ridley Scott im ersten Teil noch Regie führte, zieht er sich im zweiten Teil als Executive Producer zurück und überlässt Deniz Villeneuve den Regiestuhl. Dieser hat bereits mit seinen Vorwerken Prisoners, Sicario und zuletzt Arrival bewiesen, dass er die langsame Erzählweise des ersten Teils auch in der Fortsetzung einfangen kann.
Wie der Titel schon verrät spielt der zweite Teil 30 Jahre nach dem ersten Teil. Im Vorspann wird erzählt, was zwischenzeitlich passierte und wie inzwischen mit den Replicanten verfahren wird. Als nächstes lernt der Zuschauer Agent K kennen – in diesem Fall Ryan Gosling und nicht Tommy Lee Jones aus Men in Black. Er verfolgt einen Replikanten einer älteren Generation und stößt dabei auf etwas, was lieber im Verborgenen geblieben wäre.
Blade Runner 2049 nimmt sich am Anfang viel Zeit, um Agent K und sein Leben vorzustellen. Leider legt der Film hier ein wenig zu viel Wert auf seine Beziehung und verpasst es die Welt um ihn herum genauer vorzustellen. So bleiben viele Fragen unbeantwortet. Auch im folgenden bleibt die Erzählweise ruhig, aber die Handlung wird trotzdem permanent voran getrieben, was den Spannungsfaktor deutlich hebt. Die Handlung selbst ist gut durchdacht, verschlungen erzählt und an keiner Stelle vorhersehbar, da sie immer wieder Überraschungen einbaut.
Die Grundstimmung von Blade Runner 2049 ist sehr düster und genau das fangen die visuelle Umsetzung und die musikalische Untermalung gekonnt ein. Das Szenenbild ist sehr detailliert ausgearbeitet und zeigt viele Facetten. Gerade die Interpretation des zerstörten Las Vegas wirkt gleichzeitig imposant, wie auch einschüchternd und fängt damit gekonnt den Stimmungswechsel in der Handlung mit ein. Hans Zimmer beerbt Vangelis hier bei der musikalischen Untermalung und trifft – wie man es von Herrn Zimmer eben gewohnt ist – genau die richtige Nuance.
Schlussendlich geht man aus dem Film und hört die vielen begeisterten Pressestimmen, die den Film schon vorm Erscheinen als Meisterwerk betiteln. Und es ist unbestritten, dass der Film sehr vieles richtig macht. Aber irgendwo bleibt man doch etwas unbefriedigt zurück. Denn der „Bösewicht“ gespiet von Jared Leto bleibt aufgrund seiner sehr geringen Screentime sehr eindimensional und kann seine Beweggründe überhaupt nicht richtig darlegen. Es wird einem eine komplexe Welt präsentiert, aber nicht näher auf sie eingegangen. Es wird immer wieder ein Blackout angedeutet, der große Auswirkungen auf das Leben der Personen im Film hatte, aber man weiß noch immer nicht, was genau passiert ist. So bleiben allzu viele Fragen am Ende immer noch offen, die das Erlebte nachhaltig belasten. So hat Blade Runner 2049 eine Spiellänge von 164 Minuten und nimmt sich keine Sekunde Zeit, um die Welt irgendwo zu erklären.

Alles in allem ist Blade Runner ein Film, der lange im Kopf bleibt und viele positiven Seiten hat, letztendlich aber mit einem schlechten Nachgeschmack hängen bleibt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Media Monday #328

Hallo ihr Lieben,
in letzter Zeit habe ich den Media Monday ein paar Mal ausfallen lassen, aber passend zur Frankfurter Buchmesse gibt es ein Literaturspezial und da wurde es für mich an der Zeit einmal mehr Wulfs Lückentexte zu füllen.

1. Wenn dieser Tage die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Pforten öffnet wünsche ich allen Teilnehmern viel Spaß.

2. Das Schöne am Lesen ist ja, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. Man kann sich an schöne oder gefährliche Orte träumen, neue Welten erkunden und und und…

3. Kate Morton ist wohl definitiv eine meiner Lieblingsautorinnen, allein weil mich ihre Bücher sehr stark in Bann ziehen und dabei absolut verzaubern können.

4. Eine Buchreihe, der ich gerne eine Chance geben würde, suche ich aktuell. Ich habe noch ein paar angefangene, die ich noch beenden muss, oder wo ich auf den nächsten Teil warte, aber so eine ganz neue, da freue ich mich auf eure Empfehlungen.

5. Daughter of Smoke and Bone könnte ich mir ja ziemlich gut als Verfilmung vorstellen, aber wenn, dann bitte mit Maisie Williams in der Hauptrolle.

6. Ein regelrecht bewegendes Buch ist „der Joker“ von Markus Zusak. Ich lese es immer wieder gerne, wenn ich wengen irgendetwas deprimiert bin.

7. Zuletzt habe ich Star Trek Discovery begonnen und das war merkwürdig , weil sich die Serie bisher nur ganz grob an ihren Vorgängern orientiert und sich wie ein langgestreckter Kinofilm anfühlt.

Ich wünsche euch eine schöne Woche 🙂

Rückblick auf das 3. Quartal 2017 – Highlights und Enttäuschungen

Hallo ihr Lieben,
es schon wieder soweit, das dritte Quartal ist zu Ende und nun beginnt bereits das letzte Quartal dieses Jahres. Das dritte Quartal konnte vergleichsweise starke Filme hervorbringen und schaffte es auf vielen verschiedenen zu unterhalten. In diesem Quartal schaffte ich es 12 Filme zu sehen (jeweils 4 im Juli, August und September) + eine Netflixdirektveröffentlichung + 4 Filme in der Cinemathek. Damit komme ich auf 17 Filme. Für mein Kleinstadtkino ist das schon eine gute Frequenz, auch wenn meine Verpasst-Listen zeigen, dass viel mehr Potential da war. Neu in meiner Übersicht sind die Mittelteil-Filme. Sprich die Filme, die es entweder ganz knapp nicht auf meine Enttäuscht-Liste oder ganz knapp nichts auf meine Highlight-Liste geschafft haben. Zu diesen Filmen werde ich lediglich die Kritiken verlinken und nichts genaueres zu sagen.

Die Enttäuschungen

Platz 3: mother!

Über diese Platzierung kann man sich natürlich streiten und eigentlich ist in diesem Fall Enttäuschung das falsche Wort. Denn ich hatte mir vorher kaum Gedanken über den Film gemacht. Er hat mir letztendlich einfach nur nicht zugesagt, obwohl ich sein Potential durchaus sehen konnte.

Platz 2: Barry Seal – Only in America

Ein Film, der leider trotz interessanter Handlung irgendwo in der Mittelmäßigkeit verschwand, weswegen ich nicht einmal eine anständige Kritik schreiben konnte. Hier hatte ich mir deutlich mehr erhofft.

Platz 3: Valerian – Stadt der tausend Planeten

Eins muss man Valerian lassen, er schaffte es wunderbare Bilder zu produzieren und schien auch zunächst viel richtig zu machen. Aber mit zwei schlecht besetzten Hauptcharakteren und eine Handlung, die mehr wollte, als der Film verkraftet hat, konnte der Film über seine Lauflänge einfach nicht überzeugen.

Der Mittelteil:

Platz 6: Spider-Man: Homecoming
Platz 5: Der dunkle Turm
Platz 4: Bullyparade
Platz 3: To the Bone
Platz 2: Atomic Blonde
Platz 1: Es

Die Highlights:

Platz 4: Baby Driver

Ein Film, der um seinen Soundtrack herum gebaut wurde, gab es vorher wohl auch noch nie. Und bei Baby Driver passt sich die Handlung beinahe spielerisch dem Soundtrack an. Actionreich und doch mit nachdenklichen Momenten durchzogen. Ein guter Cast und eine unfassbare Stimmung, die der Film ausströmt.

Platz 3: Killers Bodyguard

Wochenlang hab ich mich auf den Film gefreut und habe genau das geliefert bekommen, was ich erwartet habe. Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson als harmonisches disharmonisches Paar. Sie spielen auf einer Wellenlänge und passen doch eigentlich so gar nicht zusammen. Gepaart mit schöner Action, interessanten Ideen und dem gewissen Etwas im Bereich Humor. Herausgekommen ist ein Film, der einfach nur Spaß machte.

Platz 2: Kingsman 2 – The golden Circle

The golden Circle bleibt minimal hinter seinem Vorgänger zurück, kann aber wieder genauso begeistern. Elegant wie James Bond, sich selbst aber dabei nicht so immer ganz ernst nehmend, bekommen unsere Helden aus dem ersten Teil Hilfe von ihren amerikanischen Freunden. Julianne Moore beerbt Mr Jackson auf eine denkbar würdige Weise und ist doch genauso verrückt. Ein Kinoschmaus vom allerfeinsten.

Platz 1: Dunkirk

Während viele Actionfilme und davon viele mit gutem Humor gepaart das dritte Quartal dominierten, konnte doch ein Film mehr herausstechen: Dunkirk. Christopher Nolan versetzt uns zurück in Zeiten des zweiten Weltkrieges. Ein schwieriges Thema und doch so fein pointiert und so realitätsnah und mit fehlendem Patriotismus, dass er einem den Atem verschlägt.

Und was war in der Cinemathek los? Dort hat mich 7 Minuten nach Mitternacht zu Tränen gerührt, mir Moonlight den Weg eines schwulen schwarzen Jungen gezeigt, der versucht erwachsen zu werden, während Mit Siebzehn die Thematik komplett verfehlt und zu guter Letzt konnte mich Zu guter Letzt rühren und erfreuen.

Was waren eure Highlights und Enttäuschungen im dritten Quartal?

Verpasst im September & mein Lesemonat September

Hallo ihr Lieben,
letzten Monat habe ich noch auf einen schönen Altweibersommer gehofft, inzwischen weiß ich es besser und verstecke mich so gut es geht vor dem Grau draußen zu verstecken. Kinosäle sind dafür immer eine gute Option. Trotzdem habe ich es, wie immer, nicht geschafft, alle interessanten Filme des vergangenen Monats zu sehen. Hier kommt nun wieder die Auflistung derer, die es auf meine ewige Liste der verpassten Filme geschafft haben:

Verpasst im September

1) Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft ab: Den ersten Teil musste ich zu Schulzeiten im Biologieunterricht sehen. Nun hätte ich es interessant gefunden, wie wenig wir seitdem gelernt haben.

2) The Circle: Ein sehr aktuelles Thema und dazu noch mit Tom Hanks. Für mich allein schon immer ein Grund, einen Film zu sehen.

3) Logan Lucky: Der Trailer sah schon so herrlich skurril und mit einem ganz eigenen Humor ausgestatt aus. Der Film hätte interessant werden können.

4) Schloss aus Glas: Mit einem interessanten Cast versehen über das Erwachsenwerden mit schwierigen Familienverhältnissen.

5) The book of Henry: Ein hochbegabtes Kind, eine überforderte Mutter und dann das neue Kind von gegenüber, dem es wohl nicht gut geht. Hier schlummert noch eine interessante Geschichte.

Mein Lesemonat September

Der September war sehr arbeitsintensiv, weswegen ich weniger dazu kam viel zu lesen. Dafür habe ich mich anspruchsvolleren und dickeren Büchern zugewandt.

Bücher insgesamt: 2 Bücher
Seiten insgesamt: 1484 Seiten
Seiten pro Tag: 50 Seiten im Durchschnitt
Taschenbücher: 1
Hardcover: 1

Platz 2: Dancing Jax – Auftakt

Die Buchreihe wurde mir empfohlen, konnte mich aber nicht so richtig abholen. Mit den meisten Charakteren konnte ich mich nicht identifizieren und die anderen habe ich regelrecht verabscheut. Die Handlung selbst ist eigentlich sehr interessant, aber der Aufbau ist zu langatmig, um wirklich Spannung aufzubauen. Grundsätzlich wüsste ich aber gerne, wie es weitergeht…

Platz 1: Game of Thrones – Unser ist der Zorn

Als ich beschlossen hatte „Game of Thrones“ nicht nur als Serie, sondern auch in Buchform zu konsumieren, konnte ich mich nicht dazu durchringen 10 Bücher in Taschenbuchform zu kaufen, wie es in der ursprünglichen deutschen Version angedacht war. Da kamen mir die neuen Ausgaben des Penhaligon-Verlages gerade Recht. Neue Cover, Hardcover und Aufteilung in die ursprüngliche Fünf-Buch-Variante. George Martin weiß es durchaus eine Geschichte zu erzählen. So wird es kaum langweilig, auch wenn sich manche Erzählstränge durchaus mal ziehen können. Bemerkenswert ist es wohl auch, dass er die „großen Geschehnisse“ meist sehr schnell abhandelt und über andere Dinge seitenlang schreiben kann. Wenn man damit aber zurecht kommt, bieten die Bücher ein solides Hintergrundwissen zu der Serie.

Es

Am 28.09.2017 erschien eine neue Verfilmung des Stephen King Bestsellers Es in den deutschen Kinos.

Bill, Ben, Beverly, Richie, Eddie, Mike und Stan bezeichnen sich selbst als den Club der Looser. Sie werden von den Schlägern der Stadt regelmäßig verfolgt und gehänselt. Auch haben sie alle vor ganz bestimmten Sachen Angst. In einem schicksalhaften Sommer treffen sie alle auf ihre Ängste und dem alle 27 Jahre auftauchenden Horrorclown Pennywise.

1986 erschien Stephen Kings Werk „Es“ in deutscher Sprache. Schnell entwickelte es sich zu einem großen Erfolg. Zudem ist es Kings zweitlängstes Werk mit 1.536 Seiten in der deutschen Übersetzung. 1990 wurde es bereits in zwei Teilen verfilmt und brachte die Geschichte so auch einem lesefaulen Publikum näher. Doch Es taucht alle 27 Jahre wieder auf. So eroberte nun 2017 – 27 Jahre nach der ersten Verfilmung – ein Remake wieder die Kinoleinwände.
Auch das Remake wird wieder in zwei Teilen abgearbeitet und bearbeitet zunächst die Kindheit des Clubs der Looser und im zweiten Teil wird der Club dann erwachsen sein. Hier orientiert sich das Remake eher am Original, als am Buch, denn dort werden die beiden Zeitachsen immer wieder gewechselt. Sinnvoll scheint es jedoch, da so der Zuschauer die Kinder erst einmal ganz in Ruhe kennen lernen kann. Die Charakterisierung erfolgt nach ziemlichen Stereotypen, aber genau das ist wohl auch von King gewollt. So haben wir den Dicken, den Schwarzen, den Anführer, den Hypochonder, den Sprücheklopfer, den Juden und das Quotenmädchen. Zumindest wenn man Charaktere auf Eigenschaften wie Dick oder die Farbe der Haut oder die Religionszugehörigkeit reduzieren möchte. Auszeichnender sind jedoch die einzelnen Ängste und die Geschichten, die hinter den Kinder stehen. So zeichnet sich Bills Verhalten sehr durch die Wut und Trauer über den Verlust seines kleinen Bruders aus, der in jener schicksalhaften ersten Szene spurlos verschwindet. Erst nach und nach setzt sich das Bild zusammen, warum die Kinder vor bestimmten Dingen Angst haben. Leider ist es genau diese Angst, die Es anzieht und wiederholt in Form des Clowns Pennywise auftritt.
Mit gerade einmal 27 Jahren verkörpert Bill Skarsgård die Rolle des Pennywise. Dies ist entweder ein interessanter Zufall oder ein geschickter Schachzug im Bezug auf die alle 27 Jahre wiederkehrende Erscheinung von Es. Im Vergleich Tim Curry war 44 Jahre als er in der ersten Version den Clown Pennywise gab. Skarsgård spielt die Rolle unglaublich authentisch, so dass bei seinen Auftritten immer wieder ein Raunen durch den Kinosaal ging. Der plötzliche Wechsel zwischen den verschiedensten Emotionen gelingt ihm spielerisch. Die Darsteller des Clubs der Looser müssen sich jedoch nicht verstecken, auch sie spielen ihre Rollen allesamt gut, auch wenn ein paar das Minenspiel bereits besser spielen als andere.
Mit 135 Minuten hatte Es genug Zeit, um die wichtigsten Teile der literarischen Vorlage umzusetzen. Der Spannungsbogen wird konsequent gehalten. Kritikpunkt am Film ist jedoch, dass er sich im Horrorsegment ein wenig zu sehr auf sogenannte „Jump Scares“ stützt, also plötzliche Schockmomente, die zudem meist von der Musikuntermalung angekündigt wurden, dennoch immer wieder zu einem allgemeinem Zusammenzucken im Kino führte. Der „Coming-of-Age“-Part des Films ist dafür wesentlicher subtiler ausgearbeitet und bildet so einen schönen Kontrast zu den Horrorelementen. Grundsätzlich ist die Musikuntermaltung stets präsent und sehr passend gestaltet. Dennoch „spoilert“ sie praktisch Teile der Handlung.

Alles in allem bringt Es reales Grauen auf die Leinwand und lässt den Zuschauer nicht so schnell los. Bis auf die Umsetzung des Horrorelements macht der Film viel richtig und bekommt dafür 08 von 10 möglichen Punkten.

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Übersicht

Hallo ihr Lieben,
abschließend noch einmal zusammenfassend die Übersicht meiner September-Filme und die Startbeiträge meiner Mitblogger, falls ihr neugierig geworden seid, was denn andere aus dieser Challenge gemacht haben 🙂

S“ wie Sophies Welt
E“ wie Eat Pray Love
P“ wie Plötzlich Prinzessin
T“ wie Trumbo
E“ wie E-Mail für dich
M“ wie Mansfield Park
B“ wie Breakfast Club
E“ wie Escape Plan
R“ wie RED – älter, härter, besser

Weitere Teilnehmer:

Zacksmovie
Ma-Go
Ainu 89
MorgenLuft

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Part 3

Hallo ihr Lieben,
der dritte und letzte Part von Zacks SEPTEMBER Challenge widmet sich den letzten drei Buchstbaben B.E.R., die ja eigentlich für eine viel zu späte Fertigstellung stehen (zumindest wenn man im Tourismus arbeitet und dringend auf seine Fertigstellung wartet…), dennoch soll dieser Beitrag ganz pünktlich am letzten Mittwoch des Monats erscheinen. Für diesen Part habe ich (ausnahmsweise) einmal meinem Freund die Entscheidung gelassen. Hier sind seine B.E.R Filme:

„B“ wie Breakfast Club

Der Inhalt:

5 Jugendliche, die auf dem ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen zusammen an einem Samstag aus ganz unterschiedlichen Gründen nachsitzen. Während sie sich zunächst alle misstrauen und einfach nur wollen, dass der Tag endet, gestehen sie sich doch irgendwann ihre Ängste und Sorgen.

Meine Empfindungen zum Film

Breakfast Club gilt als Klassiker der Filmgeschichte. Schon seit langem wollte ich das Kammerspiel mal näher begutachten, da viele es in den höchsten Tönen empfahlen. Als mein Freund nun diesen Film vorschlug war ich also sofort dabei. Doch zunächst fiel es mir sehr schwer in den Film einzusteigen, da er doch sehr langsam erzählt wird. Erst gegen Ende, als sich die fünf Jugendlichen endlich öffneten fand ich ein bisschen Anschluss und konnte mich doch noch ein wenig für den Film begeistern. Vielleicht waren meine Erwartungen durch die vielen Empfehlungen einfach nur viel zu hoch und beim zweiten Mal sehen finde ich ihn dann schon wesentlich besser.

„E“ wie Escape Plan

Der Inhalt:

Ray Breslin hat sich darauf spezialisiert aus Hochsicherheitsgefängnissen auszubrechen, um den Betreibern ihre Schwachstellen vor Augen zu führen. Doch bei seinem aktuellen Auftrag scheint etwas völlig falsch zu laufen. Davon lässt sich Breslin jedoch nicht aufhalten und versucht mit seinem Verbündeten Emil Rottmayer dennoch zu entkommen.

Meine Empfindungen zum Film

Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger sind die Helden der Filme, für die mich mein Freund noch immer begeistern möchte. Doch der Zufall brachte zunächst einen neueren Film mit diesen beiden Schauspielern ins Sky Wochenendprogramm. Escape Plan konnte mich schnell begeistern, da ich das Konzept des Rätsels mit anschließender Aufklärung immer wieder gerne sehe. Also zunächst den OMG, wie macht er das Moment mit einem anschließenden Wenn er das so erklärt, klingt das voll einfach und logisch. Escape Plan hatte zudem eine interessante Handlung und hat es geschafft die Spannung bis zum Ende zu halten.

„R“ wie RED – älter, härter, besser

Der Inhalt

Frank Moses war einer der Spitzenagenten bei der CIA, bis er in Rente ging. Nun ist sein einziger Trost in seinem einsamen Leben die Telefonate mit seiner Bearbeiterin Sarah Ross. Bis der Befehl ihn und andere Teilnehmer einer geheimen CIA-Mission zu töten erteilt wird. Auf einmal muss er nicht nur sein Leben und das von Sarah retten, sondern auch seine alten Freunde zusammen trommeln, um die Verschwörung aufzudecken.

Meine Empfindungen zum Film

Bei diesem Vorschlag meines Freundes habe ich relativ schnell zugestimmt, da in der Besetzungsliste Karl Urban auftauchte und ich ihn sehr gerne in Filmen ansehe. Erstaunlicherweise konnte mich aber auch die Handlung sehr schnell fesseln und ich fieberte bis zum Ende mit den Charakteren mit. Versteht mich nicht falsch, ich schaue gerne Actionfilme, wenn die Handlung irgendwo ein bisschen eigenen Charme hat. Aber der ehemalige CIA-Agent, der wieder zurückgeholt wird aus irgendwelchen Gründen, klang vorher einfach nicht innovativ. Aber der Film konnte trotzdem mit einer ganz eigenen Dynamik und coolen Ideen aufwarten.

Barry Seal – Only in America

Am 07.09.2017 erschien ein neuer Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Als Pilot gelangweilt von seinem Job bekommt Barry Seal aus heiterem Himmel ein Angebot von der CIA. Er soll Waffen und ähnliches transportieren. Aber das Leben kann so viel aufregender sein, wenn man sich gleichzeitig einen Nebenverdienst im Drogenkartell von Pablo Escobar sucht.

Wie wird man sehr schnell verdammt reich? Damit haben sich in den letzten Jahren bereits die Filme Wolf of Wall Street und War Dogs, beide basierten auf wahren Ereignissen. So auch Barry Seal und versetzt uns gleichzeitig zurück in die 1970er und 1980er Jahre.
Barry Seal – Only in America wird komplett stringent erzählt und orientiert sich an Jahreszahlen und Orten die in den Jahren eine wichtige Rolle spielten. So baut er sich langsam auf. Leider baut er sich zu langsam auf, um wirklich Spannung zu erzeugen. Auch im Mittelteil erzählt Seal ganz nüchtern seine Geschichte und seine vielen Kurierflüge. Auch dem „großen Finale“ mangelt es an Spannung.
Die Handlung hatte an sich aber einiges zu bieten. Den großen Spagat zwischen FBI, CIA und Pablo Escobar gelingt Seal und somit dem Film gut. Damit ist die Handlung interessant und bietet eigentlich genug Wendungen, um Spannung aufzubauen. Doch Seal bleibt hinter den oben genannten Vorgängerfilmen zurück. Er hat weder die durchgedrehten Ideen, wie in Wolf of Wall Street oder sie selbstironische Erzählweise, wie War Dogs. Trotzdem kann man nicht sagen, dass es sich um einen schlechten Film handelt. Tom Cruise spielt seine Rolle durchaus souverän. Aber ihm fehlt der nötige Pepp, um etwas besonderes aus der Erzählung zu machen.

Alles in allem bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück und bleibt so in der Mittelmäßigkeit stecken, dass es weder große Kritikpunkte, noch herausragende Leistungen gibt, weswegen diese Kritik sehr kurz ausfällt. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Kingsman – The Golden Circle

Am 21.09.2017 erschien die Fortsetzung des Überraschungserfolgs aus dem Jahr 2015 in den deutschen Kinos.

Zeitgleich werden systematisch in ganz Großbritannien die geheimen Verstecke der Kingsman systematisch zerstört. Nur Eggsy und Merlin überleben durch Zufälle. Ihre einzige Hoffnung die durchtriebene Poppy aufzuhalten und wieder einmal die Menschheit zu retten, sind ihr amerikanisches Pendant: Die Statesman.

2015 erschien der erste Teil der Kingsman-Reihe in den deutschen Kinos. Während er zunächst lediglich durch die im Kino kursierenden Trailer bekannt wurde, verbreitete er sich später wie ein Lauffeuer über Mundpropaganda und wurde damit in kürzester Zeit ein großer Erfolg. Elegant und britisch wie James Bond, knallharte und gut durchchoreografierte Action, wie bei John Wick und einen absolut durchgeknallten Superschurken. All dies machte das Erfolgsrezept aus.
Vor ein paar Wochen kündigte dann der nächste Trailer die Fortsetzung an. Während der erste Trailer noch wie ein billiger Abklatsch des ersten Teils wirkte und berechtigte Zweifel an der Notwendigkeit einer Fortsetzung schürte, konnte der zweite Trailer dann bereits wieder hohe Erwartungen schüren. Denn die Zerstörung der Kingsman und die Verlagerung der Handlung in die USA zu den Statesman bot ein großes Potential und gerade der Unterschied zwischen den steifen Kingsman und den lässigen Statesman machte ein Großteil des Witzes aus.
Und genau so wird der Film dann auch präsentiert. Er beginnt sogleich mit einer actionreichen Verfolgungsjagd, die dem Zuschauer gleich wieder die Dynamik von Kingsman vor Augen führt. Als nächstes lernen wir den neuen Superschurken kennen. Julianne Moore beerbt hier Samuel L. Jackson. Schon in einer ihrer ersten Szenen lässt sie sich darüber aus, dass sie nicht ernst genommen wird, weil sie im Drogengeschäft ist und dazu noch eine Frau. Dennoch ist sie nicht weniger verrückt als Jacksons Valentine. Trotzdem ist ihre Rolle kein einfacher Abklatsch, sondern hat Witz, eine ganz andere Idee, um die „Weltherrschaft zu übernehmen“ und ihren ganz eigenen Stil. Die erste Hälfte des Films bleibt größtenteils der Vorstellung aller neuen Charaktere überlassen. Im zweiten Teil hieß es dann „Country roads, take me home, to the place I belong“ und ist der Stratschuss für die eigentliche Mission und den ganz großen Spaß. Doch trotz einer Länge von 142 Minuten ist Kingsman durchgehend spannend. Es gibt keinerlei Längen oder überschlüssige Szenen. Dabei sprüht Kingsman nur so vor Witzen und komischen Szenen, bleibt dabei trotzdem knallhart und stets elegant. Genau diese Mischung macht Kingsman so einzigartig. Der bissige Konkurrenzkampf zwischen Kingsman und Statesman bleibt stets auf einem guten Level und drängt sich nie zu sehr in den Vordergrund.
Schauspielerisch hat der Film einige große Namen auf die Leinwand gebracht. Wie schon im ersten Teil schlüpfen Taron Egerton, Mark Strong und Colin Firth wieder in die Rolle der Kingsman. Neu ist hier Michael Gambon, der vielen als Dumbledore aus den Harry Potter Filmen bekannt sein dürfte. Auf amerikanischer Seite wurden Jeff Bridges, Halle Berry, Channing Tatum und Pedro Pascal gecastet, wobei nur letzterer genug Screentime bekam, um seine Rolle richtig entfalten zu können. Mit Julianne Moore wurde der Cast rund.

Alles in allem ist Kingsman ein Leinwandschmaus vom feinsten. Guter Cast, guter Soundtrack, durchdachte Handlung, gelungener Humor und Action vom allerfeinsten, bleibt trotzdem ein Punkt hinter dem Vorgänger zurück. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Part 2

Hallo ihr Lieben,
für den zweiten Teil von Zackmovies September-Aufgabe habe ich mir vorgenommen drei neue Filme zu sehen. Dabei suchte ich zufällig in den Listen der von mir abonierten Streaming-Dienste.

„T“ wie Trumbo

Der Inhalt

Dalton Trumbo ist ein begabter und erfolgreicher Drehbuchautor im Hollywood ist der 1940er Jahre und Kommunist. Doch nach dem Ende des zweiten Weltkrieges werden vermehrt Kommunisten in den USA auf eine schwarze Liste gesetzt. Dadurch ist es ihnen fast unmöglich zu arbeiten. Auch Trumbo wird zunächst verurteilt und wird hinterher in Hollywood geächtet.

Meine Empfindungen zum Film

Trumbo beginnt mit einer sehr langsamen Erzählung der vielen Beschuldigungen in Hollywood nach dem zweiten Weltkrieg. Der Weg von diesen bis zur Inhaftierung Trumbos sind leider sehr langatmig erzählt und konnte mich kaum fesseln. Ers die zweite Hälfte des Film, die mit der Freilassung Trumbos aus dem Gefängnis beginnt und erzählt, wie Trumbo trotzdem immer neue Drehbücher verfasst. Hier wird der Film packend und konnte mich gänzlich in den Bann ziehen. Positiv fand ich auch, dass alle Charaktere weder als gut noch als schlecht dargestellt wurden. Auch wurde sowohl Kommunismus als auch Kapitalismus kritisiert, aber auch nicht größer thematisiert.
Insgesamt hat mir der Film nach der ersten Stunde gut gefallen und eine interessante Geschichte erzählt.

„E“ wie E-Mail für dich

Der Inhalt

 Joe Fox eröffnet eine neue Discounter-Buchhandlung. Kathleen Kelly hat gleich um die Ecke einen kleinen Buchladen mit viel Charme. Anonym im Internet schreiben sie sich E-Mails und flirten miteinander. Im analogen Leben beginnen sie einen Krieg um die Existenz von Kellys Laden.

Meine Empfindungen zum Film

Ich bin ein großer Tom Hanks Fan und dieser Film fehlte mir noch aus seiner Liste. Und wie auch in seine anderen Filme bringt er einen unglaublichen Charme in seine Rolle, Die Handung selbst war sehr einfach gestrickt. Für mich war der Film zu sehr in zwei Teile geteilt. Zunächst geht es hauptsächlich um die Konkurrenz und danach geht es nur noch um die Liebesgeschichte. Das hat mich ziemlich gestört, obwohl mich die Geschichte als ganzes sehr begeistern konnte.

„M“ wie Mansfield Park

Der Inhalt

Fanny Price kommt aus einer armen und kinderreichen Familie. Daher wird sie zu wohlhabeneren Verwandten geschickt, die sie aber nie als eine der ihren behandeln. Lediglich ihr Cousin Edmund behandelt sie ebenbürtig. So wachsen sie zusammen auf. Irgendwann beginnt das Liebeschaos auf Mansfield Park.

Meine Empfindungen zum Film

Nach Stolz und Vorurteil erst meine zweite Verfilmung eines Stolz und Vorurteil Romans. Die Vorlage habe ich (noch) nicht gelesen, aber mir scheint, dass der Film viel Potential verschenkt. So geht er immer wieder im Nebensatz auf die Sklaverei in Antigua ein und einiger Gräueltaten, die dort verrichtet wurden, führt diese aber nie genauer aus. Dennoch hat Mansfield Park einen vergleichbaren Charme mit Stolz und Vorurteil – auch wenn dieser Film mir doch deutlich besser gefallen hat.