Es ist Sommer! Und da ich frisch von einer Auszeit an der Küste komme, wird es doch direkt wieder Zeit für meine alljährlichen Sommerlektüren. Drei Bücher habe ich mir dieses Jahr herausgesucht und stelle euch die heute vor – natürlich mit Sommerlektürenfaktor! Die Beiträge der letzten Jahre findet ihr hier: 2023 2022202120202019
Wie das Leuchten von Bernstein
Die Handlung: Marie ist glücklich mit ihrem Verlobten und ihren Blumenladen in München. Doch als beides zerbricht, bleibt ihr nichts anderes übrig als zu ihrer Oma nach Hiddensee zu fliehen. Der Ort, von dem sie damals ebenfalls geflohen ist und nie zurückkehren wollte.
Meine Meinung: Sommer, Sonne, Strand, ab und an mal ein kleineres Gewitter. Das ist die Situation in Das Leuchten von Bernstein, die sehr gut zu meinen üblichen Sommerlektüren passt. Auch die Pension ihrer Oma und die Liebe zum Essen und Kuchen passt perfekt. Auch über die Situation, wie sie nach Hiddensee kommt, die schon etwas konstruiert wirkt, kann man noch gut hinwegsehen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, auch wenn mir eine gewisse Inselschamanin zwischendurch ein bisschen zu überzeichnet war. Leider ist es gerade die Liebesgeschichte, die Schwächen aufweist. Denn die Geschichte, wie sie sich von ihrer Jugendliebe entfernt hat, nur um ihn jetzt wiederzutreffen, hätte schon in wenigen Sätzen geklärt sein können. Stattdessen wurde viel Drama gemacht, anstatt, dass Leute mal miteinander reden. Doch auch hier gab es witzige Szenen und ich bin durch den angenehmen Schreibstil gut durch die Seiten geflogen. Aber am Ende kommt dann doch alles etwas schnell und übertrieben und nimmt irgendwie den Wind aus den Segeln. Zumal mir erst dann aufgefallen ist, dass „Dein Flüstern im Meereswind“, das ich 2022 gelesen habe, tatsächlich der zweite Band dazu ist und ich so den Ausgang irgendwie schon kannte. Grundsätzlich also kein schlechtes Buch, aber irgendwie doch zu viele Stolpersteine, um sich gänzlich drin verlieren zu können.
Sommerlektürenfaktor: ****
Nordseesterne
Die Handlung: Louisa wollte immer Köchin werden. Stattdessen arbeitet sie in der Firma ihrer Mutter und sieht sich einem Antrag des stellvertretenden Chefs gegenüber. Von ihrer Mutter gedrängt, kommt sie nicht einmal dazu, den Antrag abzulehnen, doch ein Gehirntumor ihrer Mutter veranlasst die beiden zu einer Auszeit in Greetsiel. Die Heimat ihrer Mutter birgt einige Überraschungen. Und dann ist da Holger, der Koch, dem Louisa aushilft, und ihr Herz höher schlagen lässt.
Meine Meinung: Eigentlich wollte ich von der Autorin das Buch „Strandkorbbriefe“ lesen, habe aber beim Bestellvorgang festgestellt, dass es erst im nächsten Jahr erscheint und ich beim Stöbern in den Vorschauen wohl darüber gestolpert bin. Dabei fiel mir aber auch auf, dass es der zweite Teil der Nordsee-Reihe der Autorin Marie Merburg sein wird und warum dann nicht mit Band Eins anfangen? So richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte leider nicht. Louisas Mutter war so unsympathisch und unfassbar übergriffig, dass sich keine richtige Mutter-Tochter-Geschichte aufbauen konnte. Immer, wenn die Annäherung stattfand, kam ein neues Geheimnis der Mutter ans Licht, was alles wieder zunichte machte. Die Geschichte rund um Holger, das Restaurant und die typischen ostfriesischen Gerichte war dann schon deutlich angenehmer und barg eine schöne Liebesgeschichte. Sobald es um den Teil ging, habe ich das Buch sehr gern gelesen, leider mussten wir immer wieder zum anderen Plotstrang zurückkehren. So ist das Buch insgesamt nicht wirklich schlecht, aber teilweise schwierig und keinesfalls eine fluffige Sommergeschichte.
Sommerlektürenfaktor: **
Herzklopfen im kleinen Bonbonladen am Meer
Die Handlung: Marla träumt schon ihr ganzes Leben davon nach Sylt zu ziehen. Als sie kurz davor ist, sich ihren Traum zu erfüllen, taucht ich Freund Johann einfach ab. Kurzerhand versucht Marla das beste aus der Situation zu machen und besucht eine Freundin auf der Insel. Schon auf dem Autozug lernt sie den sympathischen Peer kennen, der sie ins Zuckerhüs einlädt, dem Bonbonladen seiner Großmutter. Dort verliebt sich Marla nicht nur in den kleinen Laden. Doch kann ein Neuanfang so einfach sein?
Meine Meinung: Der Anfang erinnerte mich sehr an „Wie das Leuchten von Bernstein“, was irgendwie ein seltsamer Zufall in diesem Jahr war. Doch das Buch schafft sich schnell davon zu distanzieren und eine eigene Geschichte zu erschaffen. Wir haben hier Sonne, Strand, Meer und die Autorin versuch möglichst viel vom Charme der Insel einzufangen. Das gelingt ihr auch stellenweise sehr gut, auch wenn es manchmal fast zu viel ist. Die ganzen Orte werden zwar gut beschrieben, aber ich bin einfach nicht richtig reingekommen. Obwohl ich es sogar in meinem Strandurlaub gelesen habe und selbst im Strandkorb saß, das Rauschen der Wellen und das Kreischen der Möwe im Ohr, konnte sich die Urlaubsstimmung des Buches nicht auf mich übertragen. Vielleicht liegt es auch an der Handlung, denn die ist ganz schön konstruiert. So oft, wie sich Marla und Peer „zufällig“ über den Weg laufen, ist es einfach nicht mehr glaubwürdig. Gefühlt in jedem Kapitel treffen sie sich ganz zufällig wieder. Und das, obwohl Sylt mehrere Orte hat und durchaus zu den größeren Inseln zählt. Wenn man darüber hinwegsehen kann, bekommt man aber eine schöne Liebesgeschichte und gerade die Szenen im Zuckerhüs sind zuckersüß. Und auch, wenn der Anfang sich ganz schön zieht, gibt das Ende noch einmal ordentlich Gas. So ist es hintenraus doch irgendwie eine schöne Geschichte, braucht aber viel zu lange, um sich zu entwickeln und dreht sich zwischendurch einmal zu oft im Kreis.
Sommerlektürenfaktor: ***
Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie hat es euch gefallen?
2015 konnte George Miller mit Fury Road beweisen, wie gute Action geht. Trotz geringer Handlung war man an die Filmleinwand gefesselt und kam aus dem Staunen kaum heraus. Nun beinahe 10 Jahre später darauf ein Spin-off zu gestalten, ist irgendwie schon ein Zeichen dafür, dass es Hollywood weiterhin an neuen Ideen fehlt. Warum auch der Film nicht wirklich überzeugt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Inmitten einer größtenteils unbewohnbaren Welt wächst Furiosa im grünen Tal auf, eine grüne Oase im Outback. Von dort wird sie entführt und Dementus, dem Anführer einer Motorradgang, gebracht, der sie adoptiert, um den Weg zum grünen Tal zu erfahren. Doch selbst die Folter ihrer Mutter, die ihr folgte, bringt Furiosa nicht zum reden. Also versucht Dementus stattdessen die Zitadelle von Immortan Joe einzunehmen.
Meine Meinung
Furiosa trägt den Beinamen A Mad Max Story, da namensgebender Herr nicht auftaucht. Furiosa – ein Drama in fünf Akten wäre aber genauso passend – oder gar passender – gewesen. Denn der Film ist tatsächlich in fünf Akte unterteilt, wie wir direkt am Anfang erfahren. Inklusive Schwarzblende und Kapitelüberschrift. Diese fünf Sinnabschnitte der Geschichte sind zwar irgendwie zusammenhängend, zeigen aber auch, dass in der Geschichte immer wieder größere Zeitsprünge dabei sind. Denn von Furiosas Kindheit bis zum Beginn von Fury Road ist so ziemlich alles dabei. Die einzelnen Abschnitte lassen sich dennoch zu einer großen Geschichte zusammenfügen. Dabei haben sie alle das gleiche Problem: Sie sind viel zu lang. Hatte Fury Road eine Lauflänge von 120 Minuten, bringt es die Vorgeschichte nun auf stattliche 148 Minuten. Macht durchschnittlich ca. 30 Minuten pro Abschnitt. Diese haben aber selten genug Handlung dafür bzw. wiederholen sich auch gern in ihrem gezeigten immer wieder. So haben wir nicht eine atemraubende Verfolgungsjagd, die in allen Facetten gezeigt wird und in ihrer Brachialität die Zuschauenden vom Hocker zu hauen weiß, sondern immer wieder einzelne Verfolgungsjagden, die aber nie an den Vorgänger heran zu kommen weiß. Dabei will er natürlich auch kein zweites Fury Road sein. Die Actionszenen sind zwar weiterhin auf hohem Niveau, aber die Verfolgungsjagden scheinen sich einfach nur zu doppeln und holen einen einfach nicht mehr ab. Egal, wie viel Zerstörung angerichtet wird und wie gut die Stunts aussehen. Man hat sie gesehen und dabei bleibt es. Hier hätte es vermutlich wirklich geholfen, wären die Abschnitte zusammengekürzt worden. Auch der Soundtrack kann nicht so richtig für Spannung sorgen. Nur, wenn das Theme aus Fury Road wieder eingespielt wurde, hatte ich einmal mehr das Gefühl voll in der Szene drin zu sein. Darüber hinaus hatte der Soundtrack keinerlei Wiedererkennungswert. War ich nach dem Trailer von der Besetzung von Anya Taylor-Joy und Chris Hemsworth nicht wirklich überzeugt, so kann der Film doch zeigen, dass die beiden defintitiv nicht das Problem sind. Während Hemsworth seine Rolle geradezu lebt, zeigt Taylor-Joy endlich mal wieder, warum sie als Schauspielerin so groß gefeiert wird. Denn gerade in ihren letzten Filmen hatte ich das Gefühl, dass sie ihren halb arrogant-herablassenden Gesichtsausdruck zu sehr perfektioniert hatte, um ihn wieder ablegen zu können. Sei es in Das Damengambit, Last Night in Soho, New Mutants oder zuletzt The Menu überall war dieser typische Gesichtsausdruck omnipräsent. Doch diesen vermochte sie durchaus abzulegen und konnte ihre Furiosa gut umsetzen und die Emotionen gut rüberbringen, auch wenn vieles gewollt hinter einer unbeeindruckten Fassade blieb. So hatte Furiosa eine interessante Protagonistin, deren Geschichte durchaus Potential hatte, gute Schauspieler und ein gutes Setting. Abe durch die Länge und die Wiederholungen bei der Action, konnte er mich nicht final abholen.
Das Fazit
Furiosa bietet eine interessante Vorgeschichte der namensgebende Protagonistin, schafft es aber nicht sich über die Länge zu halten, da alle fünf Akte zu lang geraten sind. Selbst ein tolles Setting und gute engagierte Darstellende konnten die Langatmigkeit nicht aufhhalten. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.
Furiosa – A Mad Max Story läuft seit dem 23.05.2024 in den deutschen Kinos
Es ist Juni und damit Pride Month. Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt. In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.
Loveless
Die Handlung: Georgia hat nur ein Ziel: Geküsst zu werden, bevor es aufs College geht. Doch sie verspürt so gar keine Anziehung zu egal welchem Geschlecht. Auch auf dem College geht die Sehnsucht weiter. Küssen und Beziehungen gehören doch zum Erwachsen werden Prozess dazu, oder? Doch wieso fühlt Georgia nichts davon?
Warum das Buch so wichtig ist: Mein erster Roman von Alice Oseman und definitiv nicht der Letzte! Hier haben wir auch eine Repräsentation, die noch mit am wenigsten im Buchmarkt vorhanden ist (belehrt mich gern eines besseren): Das A in LGBTQIAP+. Wir reden von Ace und Aro, also A-Sexualität und A-Romantik. Hier herrschen noch so viele Vorurteile und die Unaufgeklärtheit ist selbst in queeren Reihen teilweise noch stark vertreten, was hier ebenfalls wunderbar angesprochen wurde. Es geht nicht nur um Georgia, sondern auch um ihr Umfeld, deren Reaktionen und auch die Reaktionen in einer queeren Gruppe, die eigentlich unterstützen sollte. Ein Buch, das mit der Nähe zur Protagonistin so viel Aufklärungsarbeit leistet und doch immer wieder betont, dass sie nur eine Geschichte von vielen erzählt und es nicht alle als gleich erleben.
Boris
Die Handlung: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung?
Warum das Buch so wichtig ist: Während die queere Repräsentation in Liebesromane schon deutlich zugenommen hat, wie meine diesjährige Auswahl zeigt, so sind die anderen Genres leider noch etwas schwieriger zu finden. Denn auch, wenn ich versuche diese Liste so breitgefächert wie nur möglich zu gestalten, waren diesmal einfach kaum andere Bücher dabei (vielleicht sind sie auch einfach nur an mir vorbei gegangen). Aber mit Boris haben wir die Genres Fantasy und Krimi abgedeckt. Das Spin-off zur Mona Reihe beschäftigt sich diesmal mit Boris. Dieser ist in seinen Vorgesetzen verknallt. Das wird auch immer wieder mit thematisiert, aber an vorderer Stelle steht die Charakterentwicklung und der Kriminalfall. Wir treffen auch wieder auf das polyamuröse Dreiergespann aus dem letzten Mona Band, was mich zusätzlich noch freute.
You are my sun
Die Handlung: Jae-Sun hat sich seinen Traum erfüllt und seinen eigenen Mangaladen eröffnet. Seit zwei Jahren beobachtet er nun schon den schweigsamen Henry, der jeden Freitag kommt, um ein Gacha zu ziehen. Bis er sich endlich traut ihn um ein Treffen zu bitten. Doch Jae-Sun muss mit seiner Angst vor Ablehnung zurecht kommen und auch Henry trägt Geheimnisse mit sich rum.
Warum das Buch so wichtig ist: Hier haben wir die Geschichte einen jungen Mangabesitzers, der sein Coming Out bereits hinter sich hatte und seines Schwarms, der erst nach und nach versucht sich und seine Sexualität zu entdecken. Der sich auch gar nicht labeln möchte, sonder nur weiß, dass er verliebt ist. Doch die beiden haben beide ihre Probleme, sei es mit Zurückweisungen, weil sie einfach zu oft schon erlebt wurden, oder mit der erfahrenen Ausgrenzung durch Queerness. Das alles ist leider real und in dieser wunderbaren Geschichte verarbeitet.
The 99 boyfriends of Micah Summers
Die Handlung: Micah hatte in seinem Leben bereits 99x einen Crush auf einen Jungen. Diese hat er auf seinem Instagramkanal als Zeichnungen festgehalten. Leider hatte er aber noch nie ein Date bzw eine Beziehung. Mit Crush 100 soll alles anders werden. Und als er in der Bahn den perfekten Jungen trifft, ist er sich sicher. Das ist Crush 100. Aber sie wurden getrennt, ehe er auch nur den Namen erfahren konnte. Und so beginnt eine Suche durch Chicago.
Warum das Buch so wichtig ist: Hier haben wir eine Geschichte, die zeigt, dass es als queerer Mensch halt auch schwierig sein kann, wenn man einen Crush hat, aber einfach nicht weiß, ob der andere ebenfalls passend queer ist. Als hetero Mensch ist die Auswahl einfach wesentlich größer. Und selbst, wenn alles zu passen scheint, ist eben doch nicht alles sofort perfekt. Und ganz nebenbei ist es auch einfach eine süße Geschichte.
Wie Wellen im Sturm
Die Handlung: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten?
Warum das Buch so wichtig ist: Auch hier haben wir eine queere Liebesgeschichte, diesmal reden wir über das L in LGBTQIAP+. Auch dieses kommt gefühlt immer noch kürzer als das männliche Pendant. Da wir hier auch ein relativ junges Paar haben, geht es hier auch viel um Selbstfindung, um das akzeptieren der eigenen Sexualität und natürlich auch um Coming Outs. Wir lernen, wie man als Ally helfen kann, wie man richtig zuhört und den Leuten ihre eigenen Entscheidungen überlässt. Auf jeden Fall eine Empfehlung und ich freu mich auf weitere Teile der Reihe.
Check & Mate
Die Handlung: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie.
Warum das Buch so wichtig ist: Wieso das Buch drin ist, obwohl wir hier doch eine typische hetero Romanze zwischen einer Frau und einem Mann haben? Weil es das eben genau nicht ist. Mallory ist Bi und geht damit auch offen um. Sie hat sowohl Ex-Freunde als auch Ex-Freundinnen und nur, weil sie sich in diesem Buch in einen Jungen verliebt, macht sie das nicht weniger queer oder gar hetero. Bi-Sexuelle Menschen haben es in der Gemeinschaft immer noch sehr schwer, weil ihnen gern von beiden Seiten die Sexualität aberkannt wird. Nicht queer genug für die einen, weil sie eben auch in heteronormativ-gelesenen Beziehungen sind, und doch zu queer für die Heteronormative Mehrheit. Es ist auch nicht so, dass bisexuelle Personen sich nicht entscheiden können. Daher mag ich die Repräsentation in diesem Buch, wo offen damit umgegangen wird. Zwar werden die genannten Probleme hier ausgeschwiegen, da Mallorys Sexualität niemanden stört, aber der Fokus liegt hier auch auf Schach und der Charakterentwicklung. Trotzdem finde ich es schön, wenn bi sein auch einfach mal als normal dargestellt wird.
Die Kunst des Verschwindens
Die Handlung: Nico trifft durch Zufall die Schauspielerin Ellen Kirsch und freundet sich mit ihr an. Während jede Begegnung mit ihr, sich beinahe magisch anfühlt, scheint Ellen etwas zu bedrücken. Und dann verschwindet die Schauspielerin ohne ein Wort. Doch Nico kommt mit der Leere, die ihr Verschwinden hinterlassen hat, nicht zurecht.
Warum das Buch so wichtig ist: Die Kunst des Verschwindens ist keine normale Romanze, sondern ein sehr nachdenkliches Buch. Durch die Aufmachung und Vermarktung gehört es vermutlich eher zur „gehobenen“ Literatur, also mit einem höheren Anspruch als der reinen Unterhaltung. Wir haben hier philosophische Ansätze und generell ist die Geschichte sehr nachdenklich. Und das schönste? Eine der beiden Protagonistinnen ist lesbisch und geht damit auch offen um. Also praktisch queere Repräsentation in einem Buch, das nicht unbedingt für eine junge Zielgruppe geschrieben wurde, zumal die Protagonistinnen auch schon etwas älter sind. Weil man eben nicht im Älterwerden merkt, dass alles nur „eine Phase“ ist.
Was sind eure queeren Leseempfehlungen? Schreibt mir gern!
Ryan Reynolds hat sich in letzter Zeit einen gewissen Ruf für Komödien erworben, beispielsweise mit Free Guy oder seiner ikonischsten Rolle Deadpool. So warb auch IF wieder mit witzigen Szenen und einem gewissen Humor. Trotzdem hat mich das Thema genug gereizt, um ins Kino zu gehen. Warum ich einen gänzlich unerwarteten Film, aber dennoch einen herzerwärmenden, bekam, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Bea ist 12 Jahre und hat bereits ihre Mutter an den Krebs verloren. Nun ist ihr Vater für einen Eingriff im Krankenhaus, weswegen sie seit Jahren wieder bei ihrer Großmutter einzieht. Dabei begegnet sie zwei merkwürdigen Wesen aus dem Dachgeschoss und einem Mann namens Calvin, der diese zu betreuen scheint. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um IFs, also ehemalige imaginäre Freunde handelt, deren Kinder inzwischen erwachsen sind. Bea nimmt sich der Aufgabe an, ihnen neue Kinder zu suchen und taucht dabei ein eine faszinierende Welt ein.
Meine Meinung
Zu Beginn war ich ja ein wenig skeptisch, was IF sein will. Witzige Kindergeschichte? Trauriges Drama? Ein typischer Film mit Ryan Reynolds, der zumindest in letzter Zeit ein Faible für ähnliche Rollen seit seinem Erfolg mit Deadpool. Sei es Free Guy, Killer’s Bodyguard (inkl. des desaströsen zweiten Teils) oder auch sein Meisterdetektiv Pikachu. Schon der Trailer schwankte irgendwie zwischen süßer Kindergeschichte und doch wieder dem bekannten Humor aus zuvor genannten Filmen – wenn auch weiterhin kindertauglich. Zeitgleich haben wir John Krasinski als Regisseur, der zuvor mit seinen A Quiet Place Filmen zwar überzeugen konnte, sich dort jedoch im Horrorgenre aufhielt. Nun auf einmal ein Kinderfilm. Konnte das funktionieren? IF ist davon alles und zeitgleich nichts. Aber fangen wir doch am Anfang an. Denn hier dachte ich kurz augenrollend, dass Disney ihre traurige Vorgeschichte zurück haben will. Aber nein, schon hier beweist der Film sein Feingespür dafür komplexe Geschichten mit wenigen Bildern lebendig werden zu lassen. Wir erkennen die tiefe Verbundenheit der Familie, die zwar von der Krebserkrankung der Mutter geprägt ist, sich aber dennoch an den schönen Seiten des Lebens fest hält. Hier wurde nicht mit aller Macht auf die Tränendrüse gedrückt, sondern die kamen ganz natürlich, weil wir den Schmerz trotz der schönen Bilder fühlen konnten. Dann müssen wir die Situation erst einmal neu erfassen. Bea kommt zu ihrer Großmutter, hat sich aber deutlich von ihrer Kindheit distanziert. Man erkennt den Schmerz über den Tod ihrer Mutter hinter der Fassade. Ihr Vater ist nun auch im Krankenhaus. Hier dauerte es ein wenig, um zu erkennen, dass es sich bei ihm eigentlich nur um einen kleinen Eingriff handelt, denn Beas Angst ist greifbar, nun auch ihr verbliebendes Elternteil zu verlieren. Ab hier beginnt auch die Geschichte mit den IFs. Relativ spät, da wir vorher viel Exposition hatten, was aber für die Charakterentwicklung durchaus angebracht war. Auch die Welt und die verschiedenen IFs lernen wir nach und nach kennen und hier kommen beim Schmunzeln defintiv nicht nur Kinder auf ihre Kosten. Die Welt wird schrittweise vorgestellt und wird immer faszinierender. Hier zeigt sich einmal mehr die faszinierende Fantasy eines Kindes, die mit wundervollen Bildern gezeigt wird. Hiervon hätte es gerne mehr geben dürfen, aber die Geschichte hat andere Pläne. Grundsätzlich ist der Trailer einfach schlecht geschnitten, da er tatsächlich die wenigen rein lustigen Szenen zeigt und so ein ganz falsches Gefühl des Films vermittelt. Denn er hat zwar seine witzigen Parts, aber geht doch viel tiefer. IF ist wie eine Umarmung an unsere Kindheit und zeigt, wie schön es ist, ein Kind zu sein, und wie gut uns unser inneres Kind auch beim Erwachsen sein helfen kann. Der Film geht tief unter die Haut und hinterlässt trotz teilweise trauriger Szenen und einer gut dosierten Portion Drama ein gutes Gefühl und füllt das Herz mit ganz viel Glücksgefühlen an. Sowohl optisch als auch schauspielerisch kann IF eindeutig überzeugen. Er vermittelt nicht nur eine schöne Geschichte, sondern transportiert auch tolle Botschaften und holt damit Kinder wie Erwachsene gleichermaßen ab. Also wieder ein perfektes Beispiel, wie er schlecht vermarktet wurde und so viel mehr in sich birgt. Also lasst euch nicht abschrecken und gebt dem Film eine Chance.
Das Fazit
IF vereint eine traurige Grundstory mit jeder Menge Hoffnung und fühlt sich wie eine große Umarmung an. Eine tolle Optik und fantastische Szenen wechseln sich mit einer schönen Botschaft ab und hinterlässt eine Menge Glücksgefühle. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.
IF läuft seit dem 16.05.2024 in den deutschen Kinos
Die Periode Dezember-Mai ist vorbei und damit wird es Zeit für meinen Halbjahresrückblick. Wie jedes Jahr geht es hier eher um ein kurzes Zwischenfazit als um ausführliche Besprechungen, gespickt mit Top 10 Listen. Dann starten wir auch direkt ohne weiteres Vorgeplänkel.
I. Filme auf großer Leinwand gesehen
15 Filme habe ich im ersten Halbjahr im Kino gesehen (-1 im Vergleich zum Vorjahr). Davon war einer ein Anime Special und einer ein Konzertfilm. Wie schon im letzten Jahr lag es weniger an meiner Unlust auf das Kino und mehr an der mangelnden Auswahl. Die wenigsten Filme auf meiner Liste habe ich verpasst. Daher auch diesmal eine verrringerte Liste (statt einer Top 10) – ohne Ranking:
Wonka
Girl you know it’s true
All of us strangers
Dune 2
The Zone of Interest
Back to Black
IF
Agust D – Day-Day Konzert
II. Filme – auf großem Fernseher gesehen
25 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (+3 im Vergleich zum Vorjahr). Davon sind 3 Wiederholungstäter, 4 Konzertfilme, 4 Reportagen und 1 Netflix Original. Von meiner 12 für 2024 Liste sind 8 Filme gesehen. Meine Highlights auch hier in reduzierter Form – ohne Ranking:
Leo
The Whale
Rendevous mit Joe Black
Der Junge im gestreiften Pyjama
Die Mumie
BTS: Yet to come
BTS. Happy ever after
MX Friends
MX University
III. Serien – ein kurzer Überblick
42 verschiedene Serien mit 77 Staffeln (+11 Serien/+36 Staffeln im Vergleich zum Vorjahr) habe ich im ersten Halbjahr gesehen. Meine Highlights – ohne Ranking:
Goblin – K-Drama
Buddy Daddies – Staffel 1
CEO-dol Mart – K-Drama
King the Land – K-Drama
Hazbin Hotel – Staffel 1
Death in Paradise – Staffel 1-12
Queer Eye – Staffel 8
MaiThinkX – Staffel 1-6
Spy x Family – Staffel 2.1
A Sign of Affection – Staffel 1
IV. Bücher – das beste aus den Lesemonaten
71 Bücher sind gelesen (-15 im Vergleich zum Vorjahr). Davon sind 11 von meiner 12 für 2024 Liste gelesen. Meine Highlights – ohne Ranking:
Chasing Melodies
Check & Mate
Tough Choices
Boris
Love Game
Bride
More than roommates
Die Nacht der Königinnen
Wie Wellen im Sturm
Eine Leiche zum Tee 2 – Mord in der Bibliothek
Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste?
Wer hat denn den ganzen Regen bestellt? Nachdem der Mai sehr sonnig anfing, kamen dann sehr viele Wassermassen – wobei ich in Brandenburg noch sehr verschont geblieben bin. Grüße gehen raus an meine Freund*innen im Saarland. Und diesmal kann ich sogar mit einigen gesehenen Filmen aufwarten, womit auch meine übliche Floskel dazu entfällt. Alle weitere Detail nur jetzt, nur hier, im medialen Rückblick auf den Mai:
Filme – auf großer Leinwand gesehen
The Fall Guy: Colt Seavers arbeitet als Stuntman. Doch nach einem Unfall zieht er sich komplett aus der Filmbranche zurück. Doch als er den Anruf bekommt, dass ausgerechnet Jody Moreno, früher Kamerafrau inzwischen Regisseurin eines Film und ganz nebenbei Colts Ex, ihn als Stuntman angefragt hat, sagt er zu und reist ans Set. Nur leider wusste Jody davon nichts und ist nicht gerade begeistert. Nebenbei ist der Hauptdarsteller des Films verschwunden und Colt bekommt von dessen Agentin den Auftrag ihn dezent zu suchen. Dabei gerät er in ein Netz aus Intrigen. – Spannungsgeladene Komödie, deren Witze bei mir leider kaum ziehen konnten. Auch wurde ich nicht in die Atmosphäre eingesogen, weswegen er bei mir weniger gut funktioniert hat.
IF: Imaginäre Freunde: Bea ist 12 Jahre und hat bereits ihre Mutter an den Krebs verloren. Nun ist ihr Vater für einen Eingriff im Krankenhaus, weswegen sie seit Jahren wieder bei ihrer Großmutter einzieht. Dabei begegnet sie zwei merkwürdigen Wesen aus dem Dachgeschoss und einem Mann namens Calvin, der diese zu betreuen scheint. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um IFs, also ehemalige imaginäre Freunde handelt, deren Kinder inzwischen erwachsen sind. Bea nimmt sich der Aufgabe an, ihnen neue Kinder zu suchen und taucht dabei ein eine faszinierende Welt ein. – Ein berührendes Drama voller phantastischer Elemente, dass im Trailer etwas irreführend als Komödie präsentiert wurde. Zauberhafte Elemente zum wegträumen, treffen auf mitfühlendes Drama rund um die Verlustangst bei Elternteilen.
Furiosa: Inmitten einer größtenteils unbewohnbaren Welt wächst Furiosa im grünen Tal auf, eine grüne Oase im Outback. Von dort wird sie entführt und Dementus, dem Anführer einer Motorradgang, gebracht, der sie adoptiert, um den Weg zum grünen Tal zu erfahren. Doch selbst die Folter ihrer Mutter, die ihr folgte, bringt Furiosa nicht zum reden. Also versucht Dementus stattdessen die Zitadelle von Immortan Joe einzunehmen. – Episodenartig erzählt, funktioniert nicht über die Länge des Films. Hat spannende Elemente und spannende Plotpunkte, kann diese aber nicht über die gesamte Länge halten.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Creed: Adonis Johnson ist der uneheliche Sohn von Apollo Creed und versucht in dessen Fußstapfen zu treten. Als er an der Westküste auf Widerstand stößt, reist er nach Philadelphia und bittet Rocky Balboa um Hilfe. Dieser will zunächst ablehnen, trainiert ihn dann aber doch. Während „Donnie“ versucht aus eigener Kraft Erfolg zu haben, verfolgt ihn dennoch der Ruf seines Vates. – Für das Erbe des Rocky-Franchises vermutlich gut, aber ich komm einfach nicht an die Boxerfilme heran, weil ich den Sport einfach nicht verstehe.
Die Mumie: 1290 v. Chr. wurde der Hohepriester Imhotep nach einer Affäre mit der Mätresse des Pharaos lebendig vergraben und gut versteckt. Sein Grabmahl wird stark bewacht. Dennoch gelangt der Amerikaner Rick O’Connell 1923 auf der Flucht genau dorthin. Ein paar Jahre später wollen der Archäologe Jonathan Carnahan und seine Schwester Evelyn die verschollene Stadt Hamunaptra suchen und engagieren dafür Rick. Doch sie ahnen nicht, was sie dabei sind zu erwecken. – Witzige Komödie, die man das Alter irgendwo ansieht, dafür jedoch erstaunlich gute Effekte aufweist.
Heathers – das Musical: An der Westerburg High dominiert die Mädchen-Clique Heathers, drei Mädchen mit dem gleichen Vornamen. Die introvertierte Veronica schafft es von diesen aufgenommen zu werden, fällt jedoch schon bald in Ungnade. Zusammen mit dem Draufgänger J. D. will sie der roten Heather nur einen Streich spielen und stürzt daraufhin die Kleinstadt ins Chaos. – Funktioniert etwas besser als der Film, aber mir sind die Lieder leider kaum im Ohr geblieben, weswegen es wohl auch bei dem einmaligem Sehen bleiben wird.
Der Junge im gestreiften Pyjama: Der achtjährige Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin aufs Land, denn sein Vater ein SS-Offizier wurde als Kommandant eines Arbeitslagers abkommandiert. Von seinem Fenster aus sieht er etwas, was er für einen Bauernhof hält, nur dass alle Arbeitenden gestreifte Pyjamas tragen. Da keiner in seiner Umgebung ihm genau erklärt, was es mit dem KZ auf sich hat, freundet er sich mit Schmuel an, den er am Zaun des Lagers kennenlernt. – Gut gespielte Geschichte, die einen mitnimmt und nochmal einen Blick auf die damalige Zeit wirft.
Flüstern des Meeres: Taku Morisaki und Yutaka Matsuno sind beste Freunde. Als die neue Schülerin Rikako Muto in die Klasse kommt, gibt es Spannungen zwischen den Freunden, da Yutaka sich schnell in sie verliebt. Stattdessen hängt Rikako sich an Taku, da sie versucht zurück zu ihrem Vater nach Tokio zu kommen. – Leider schwächerer Ghibli Film, dessen Geschichte sehr wirr und irgendwie ohne Aussage war.
Natürlich Blond: Elle Woods studiert Mode und lebt auch für diese. Als ihr Freund ihr nicht den erwarteten Antrag macht, sondern sie abserviert, um in Harvard Jura zu studieren, schreibt sie sich ebenfalls ein und wird trotz eines unkonventionellem Bewerbungsvideo genommen. Doch ihr Freund ist inzwischen verlobt und glaubt auch nicht, dass sie ihr Studium schaffen könnte. Sie beschließt es allen zu zeigen, auch wenn ihr Weg, manchmal merkwürdig ist. – Witzige Komödie, die einige gute Aussagen hat, stellenweise aber auch nicht gut gealtert ist. Zumal Elles einziger Antrieb ihr Ex-Freund ist, der sie nichtmal nett abserviert hat.
Natürlich Blond 2: Im zweiten Teil plant Elle Woods, inzwischen als Anwältin praktizierend, ihre Hochzeit. Dafür will sie auch die leibliche Mutter ihres Hundes einladen. Dieser ist jedoch eingesperrt für Tierversuche. Ihre einzige Chance ist es, ein Gesetz gegen Tierversuche auf den Weg zu bringen. Also beschließt Elle kurzerhand ihre Kontakte in Washington aufzusuchen und dort eben dies zu versuchen. Dabei rennt ihr allerdings die Zeit weg, denn ihre Hochzeit steht bereits kurz bevor. – Nochmal eine Runde abstruser als Teil 1, aber wenn man darüber hinwegsieht, durchaus eine nette Komödie für einen Regentag.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Garfield
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Criminal Minds – Staffel 2-4 (Nach ein paar Umbesetzungen, nimmt das Team nochmal ordentlich Fahrt auf. Orientiert sich aber auch weiterhin stark am Fall der Woche. Ab und an sind schon ein paar problematische Aussagen über Geisteskrankheiten dabei, aber für die Hintergrundbeschallung durchaus angenehm)
Chainsaw Man – Staffel 1 (Ich hatte einige Einstiegsschwierigkeiten, die ich auch schon im Manga hatte. Wird aber im Laufe der Folgen nochmal deutlich stärker, sobald man die Charaktere mehr kennenlernt)
MaiThinkX – Staffel 6 (Weiterhin interessante Themen mit starker Umsetzung und Betrachtung von allen Seiten. Freue mich über weitere Staffeln)
My Demon – K-Drama (Es hätte ein starkes Drama sein können, steht sich aber selbst im Weg und zieht sich dabei einfach in die Länge. Das Hauptpaar kann die Handlung nicht tragen und wirklich gut ist sie nur, wenn die Nebencharaktere zu Wort kommen)
The Brothers Sun – Staffel 1 (Nach den vielen guten Stimmen hatte ich hier mehr Komödie erwartet. War dafür ganz schön steif und weiß nicht so richtig, ob es sich ernst nehmen will oder nicht. War nicht mein Fall)
LOL – Staffel 5 (Auch die nächste Staffel von Last One Laughing konnte mich wieder komplett begeistern. Die Gags waren gut und auch die Kandidat*innen geben wieder alles)
Attack on Titan 5: Eren steht vor Gericht und kommt zwar frei, aber unter die Aufsicht des Hauptgefreiten Levi aus dem Aufklärungstrupp. Auch die übrigen Rekrut*innen müssen sich entscheiden, welchem Trupp sie beiwohnen möchten. Schon kurz darauf startet die nächste Aufklärungsmission. – Weiterhin spannende Geschichte, die im Anime sehr manganah umgesetzt wurde.
Rosefield Academy of Arts 1 – The Secrets we keep: Hazel wurde erfolgreich an der Rosefield Academy of Arts angenommen. Doch neben dem vollen Stundenplan interessiert sie viel mehr der mysteriöse Todesfall ihrer Schwester vor ein paar Jahren, der nie aufgeklärt wurde. Daher kann sie sich keine Ablenkung leisten. Doch der attraktive Tristan macht ihr da einen Strich durch die Rechnung. – Leider kommt das Buch erst sehr spät auf den Punkt, was mich etwas gestört hat. Mal schauen, was der zweite Band kann.
Im Schatten des Fuchses: Yumeko ist eine Kitsune und lebt unentdeckt in einem Kloster. Doch eine alte Prophezeiung steht vor der Erfüllung. Um dies zu verhindern muss sie eine Schriftrolle in einen entlegenden Tempel bringen. Ihr zur Seite steht der Samurai Tatsumi, dem sie jedoch nicht die Wahrheit sagen kann. Auch der Samurai hütet ein Geheimnis. Können sie alle Gefahren überwinden? – Sehr spannende japanisch angehauchte Welt mit kleineren episodenartigen Stellen, was insgesamt gut funktionierte, aber ein bisschen zu lang ist, zumal es der Auftakt einer Trilogie ist.
Die Tagebücher der Apothekerin 7: Maomao ist zwar verletzt, kommt aber schnell wieder auf die Beine. Nun gilt es die Verantwortlichen des Anschlags ausfindig zu machen. Zeitgleich hilft sie einem Freund bei seinem Liebeskummer, was Jinshi gar nicht gern sieht. – Es geht spannend und witzig weiter und Maomao und Jinshi kommen sich nochmal näher.
Tee? Kaffee? Mord! 4 – Der Besuch des lächelnden Belgiers: In Earlsraven taucht ein schrulliger Belgier auf, der direkt aus der Feder von Agatha Christie zu kommen scheint. Zeitgleich wird die Leiche des Antiquitätenhändlers gefunden, den der Belgier eigentlich aufsuchen wollte. Und wieder ist es an Nathalie Ames und ihrer Köchin Louise den Mörder zu finden. – Am Anfang wusste ich nicht, was ich mit der Hercule Poirot Anspielung anfangen sollte, aber sie hat dann doch für einige erheiternde Situation gesorgt. Hatte wieder viel Spaß beim Rätseln.
Unfollow Me: Toni ist Bloggerin und hält sich seit einer traumatischen Stalkererfahrung eher bedeckt. Hikaru ist erfolgreicher Mangaka, der jedoch eine besondere Gabe hat. Seine Monster verlassen gern mal die Zeichnungen und suchen die Stadt heim. Als Toni bei einem der Ausbrüche angegriffen wird, beschließt sie Hikaru zu helfen. Doch beide behalten ihre Geheimnisse für sich. – Liza Grimms bisher stärkstes Buch voller richtig guter Illustrationen. Leider noch mit einigen Stopersteinen und es kommt durch die Geheimniskrämerei der beiden nicht so richtig auf den Punkt.
Belladaire Academy of Athletes 2 – Rivals: Lova und Luis waren eins das Traumpaar schlechthin. Doch vor drei Jahren änderte sich alles. Seitdem halten sie es kaum in einem Raum auf, ohne aufeinander loszugehen. Als sie beide in die engere Auswahl für das Elite-Team im Tennis kommen und sie zwangsläufig viel Zeit miteinander verbringen müssen, kommt das einem Pulverfass gleich. Ihre Freund*innen warten nur auf die große Explosion. – Schwächer als der erste Band, zumal die Zickereien zwischen Lova und Luis irgendwann nur noch anstrengend waren.
My roommate is a cat 9: Subaru hat für Haru einen Kratzbaum gekauft, was diese dankbar angenommen hat. Nun bietet er einer Bekannten an, dass diese ihren Kater auch mal an einen Kratzbaum heranführen kann. Haru versucht natürlich wieder alles, um ihn zu unterstützen. – Cosy, witzig, für Katzenliebhabende. Funktioniert auch im neunten Band noch gut.
Eine Leiche zum Tee 2 – Mord in der Bibliothek: An Amys Schule ist Projektwoche, zu der auch ein paar hochrangige Ehemalige eingeladen sind. Unter anderem soll ein Stück der hochverehrten Krimiautorin Olivia Hartcastle aufgeführt werden, mit ihr in einer Nebenrolle. Nur, dass es bei den Proben zu einem Mord kommt und die Autorin nicht mehr nur die Leiche spielt. Amy, ihre neue Freundin Willow, und natürlich ihre Tante und ihr Krimiclub, sind den Tätern dicht auf den Fersen. Doch auf einmal haben sie es auch noch mit Geistern zu tun. – Ich liebe die Geschichten rund um Amy und ihre Tante, sie sind so wunderbarer cosy crime, genau nach meinem Geschmack. Leider gibt es bisher keinen weiteren Band.
Night of the living cat 1: Durch eine Mutation wird die Welt auf einmal von Katzen bevölkert. Denn wer eine der infizierten Flauschetiger anfasst, wird selbst zur Katze. Auch die Mitarbeitenden eines Katzencafés sind auf der Flucht. Doch diese ist voller Entbehrungen und Gefahren. – War ein Manga-Blinddate und die Idee fand ich auch interessant. Leider hat mich die Geschichte an sich nicht so richtig mitgerissen, weswegen ich sie wohl erstmal nicht weiter verfolgen werde.
A Spark in Time 1 – Rendevous auf der Titanic: Lilly deGray und ihr Vater sind nicht nur Antiquitätenhändler, sondern können auch in der Zeit reisen, wodurch sie auch verloren geglaubte Stücke wiederfinden können. Doch durch Geldsorgen muss Lilly zu ihrem nächsten Auftrag alleine aufbrechen, der sie auf die Titanic führt. Dort trifft sie auf Ray, einem Passagier, der bei ihr sofort Gefühle auslöst. Was sie nicht weiß, ist, dass Ray eigentlich Damien ist, ebenfalls ein Zeitreisender. Und sein Ziel ist Lilly. – Es hätte genau mein Buch werden können! Leider schürt der Klappentext falsche Erwartungen und wir haben doch die übliche Gut/Böse Geschichte, die gerade am Anfang und am Ende eher ermüdet, als Spannung schürt. Aber die Recherche war auf den Punkt (außer einen Fehler, den ich nach einer Titanicdoku schon finden konnte).
Lost & Fallen – Engelgedöns: Talia lebt zusammen mit ihrem Onkel Gabriel auf einer beschaulichen Farm. Als dieser von einer Geschäftsreise nicht zurückkehrt, ist sie besorgt. Als kurz darauf die Höllenfürstin Lillith vor der Tür steht, kann sie nur knapp dem Tod entkommen. Sam ist ein ergebener Halbdämon Lilliths. Bis er Talia trifft und sie aus irgendeinem Grund verschont. Beide auf der Suche nach Antworten, treffen sich unter ungünstigen Umständen wieder. Doch irgendwie müssen sie sich dem Engelgedöns stellen. – Kleine Anfangsschwierigkeiten, doch dann ein spannendes Abenteuer. Mir war das ganze leider zu heftig und zu blutig, aber für Fans des Genres vermutlich genau passend. Ich musste nebenbei immer noch zu einem cosy Strandroman greifen.
More than a doll 5: Marin führt Gojo in ein Mangacafé, wo sie neue Cosplay-Ideen entwickeln. Begeistert von dem Sukkubus-Mädchen Liz mieten sie eine Räumlichkeit für das Fotoshooting. Dabei kommen sie sich noch einmal näher. – Herzallerliebst die beiden, wieder eine schöne Geschichte für zwischendurch.
Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der serientastischen Handvoll und dem zweiten K-Drama Special in diesem Jahr. Heute mit: ungewöhnlicher Hochzeit, Idols als Marktleitung, lächelnden Hotelangestellten, Geschichte, die sich wiederholt und einer Dämonenhochzeit.
So I married the Anti-Fan
Die Handlung: Lee Geun-Young ist Reporterin und soll von einer Cluberöffnung berichten, auf der auch das angesehene Idol Hoo Joon eingeladen ist. Dabei beobachtet sie vermeintlich sein schlechtes Verhalten gegenüber seiner Ex-Freundin und gerät mit ihm aneinander. Als sie kurz darauf ihren Job verliert, ist sie sich sicher, dass das Idol dahinter steckt und beschließt seine Lügen Publik zu machen. Dabei gerät sie ins Visier seiner Fans, nachdem sie sich öffentlich als Anti-Fan platziert hat. Doch ein Sender sieht darin Potential und schließt mit Geun-Young und Joon einen Vertrag über eine Reality Show, in der Idol und Anti-Fan zusammenleben. Doch die beiden sind wie ein Pulverfass kurz vorm explodieren.
Meine Meinung: Was als Handlungsbeschreibung super witzig klang, war leider eher anstrengend. Ich fand den Aspekt mit dem Anti-Fan und allgemein ein weiteres Drama in der Welt der Idols total spannend. Leider sind durchweg alle Charaktere unsympathisch – von vielleicht ein oder zwei Nebencharakteren abgesehen. Die Zickereien zwischen Geun-Young und Joon wollen einfach nicht aufhören. Immer, wenn man denkt, dass sie sich ein bisschen angenähert haben, kommt wieder die Kehrtwende und wir durchleben alles wieder von vorne. Manchmal kommen kurze Momente durch, in dem man mit den Charakteren Mitleid empfindet und kurz darauf wird es wieder durch ihr Verhalten zu nichte gemacht. Toxischer als dieser Beziehungsanfang ist nur die Geschichte der beiden Nebencharaktere in Form von Joons früheren Mittrainees. Hier wird sich solange terrorisiert, bis sogar Suizid im Raum steht. So hatte die Serie mit ihrer Idee viel Potential, die leider so gar nicht genutzt wurde. Schade.
CEO-dol Mart
Die Handlung: Die fünfköpfige Idol Gruppe Thunder Boys haben leider den großen Durchbruch verpasst, nachdem ihr erster Erfolg von einer Tragödie überschattet wurde. Nun fünf Jahre später sind sie alle getrennte Wege gegangen, doch bekommen unerwartet einen Supermarkt vererbt, den sie nicht so leicht verkauft kriegen. Also beschließen sie sich wieder zusammen zu tun und den Supermarkt selbst zu leiten. Doch das ist gar nicht so einfach.
Meine Meinung: Als großer Monsta X Fan habe ich die Serie eigentlich nur angefangen, weil Hyungwon einen Teil der Thunder Boys spielt. Geblieben bin ich, weil mich die Serie absolut mitreißen konnte. In gerade mal 10 für koreanische Verhältnisse mit ca. 40 Minuten, sehr kurzen Folgen wird eine Geschichte erzählt über Freundschaft, über Trauer, über Träume, über Hoffnung und über Neuanfänge. Das alles wird wunderbar als Komödie verpackt, weiß aber auch mit den Emotionen der Zuschauenden zu spielen. Gerade, weil hier mal die Freundschaft im Vordergrund stand und nicht die große Liebe, die hier fast gar nicht vorhanden ist, war es mal eine schöne Abwechslung zu den anderen Dramen. Schauspielerisch waren hier zwar nicht die größten Profis am Werk, aber auch das hatte Charme und machte die Serie noch sympathischer. Wer also mal ein K-Drama probieren möchte, aber von dem ganzen Romance Kram abgeschreckt ist, der findet hier den perfekten Einstieg ins Genre.
King the Land
Die Handlung: Gu Won ist Erbe der King Group und leitet den luxuriösen Teil des King Hotels. Dabei steht er in direkter Konkurrenz zu seiner Halbschwester, die darauf aus ist Alleinerbin zu werden. Cheon Sa-Rang träumte schon immer von einer Anstellung im King Hotel und hat sich durch ihr einnehmendes Lächeln und ihre Kompetenz schnell hochgearbeitet. Doch Won kann das aufgesetzte Lächeln überhaupt nicht ausstehen und gerät daher öfter mit ihr aneinander. Doch sie treffen immer wieder aufeinander und nähern sich langsam an. Hat ihre Liebe eine Chance?
Meine Meinung: Am Anfang war ich sehr skeptisch was die Serie anging. Sie wurde mir wärmstens empfohlen und so gab ich ihr eine Chance, doch gerade die ersten Folgen waren etwas chaotisch, vor allem weil einige Zeit zwischen den Episoden verging, ohne, dass die Darstellenden sich groß geändert haben. Nach ein paar Folgen war ich jedoch drin und dann konnte sie mich durchaus mitreißen. Sie schafft es eine gute Mischung aus Drama, Komödie, Romance und Freundschaft aufzubauen. Sa-Rang und ihre Freundinnen bekommen viel Zeit, um ihre tiefe Freundschaft zu festigen und auch ihre Freundinnen bekommen ihre eigene Geschichte. Dadurch gibt es immer einen guten Ausgleich zum vielen Drama und die Geschichte kommt gut voran. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder die Szenen, wo man sich an den Kopf fasst und sich fragt, wie falsch man Entscheidungen treffen kann, aber das hat eher zur Komödie beigetragen, als wirklich zu stören. Gegen Ende gab es dann vielleicht eine Wendung zu viel, da hier einfach kein Abschluss gefunden wurde, sondern die Serie partout auf die üblichen 16 Folgen gestreckt werden musste. Das war ein bisschen überflüssig, aber auch das war letztlich verzeihbar.
Born Again
Die Handlung: In den 1980er Jahren sind Cha Hyung-Bin, ein Polizist, und Jung Ha-Eun, eine Buchladenbesitzerin mit Herzfehler, verliebt und planen zu heiraten. Der schüchterne und aus schwierigen Verhältnissen stammende Gong Ji-Chul hat ebenfalls ein Auge auf Ha-Eun geworfen und mordet nach dem Vorbild seines Vaters, einem psychopathischem Massenmörder, um seiner großen Liebe ein gesundes Herz zu besorgen. Doch in den Wirrungen sterben alle drei. In der Gegenwart sind sie alle wiedergeboren. Ha-Eun ist inzwischen forensische Medizinerin, Hyung-Bin ist ein skurpeloser Staatsanwalt und Ji-Chul ist Medizinstudent. Das Schicksal führt sie alle wieder zusammen. Wird es diesmal ein Happy-end geben?
Meine Meinung: Auch hier wollte ich nochmal ein neues Genre ausprobieren und mich von der Fantasy und Romance, die ich sonst oft bevorzuge zu trennen. Das es dann ein Psychothriller wurde, lag dann doch eher an Lee Soo-Hyuk und Jin Se-Yeon, da mir beide sehr sympathisch sind und ich es spannend fand sie beide mal in einem gemeinsamen Drama zu sehen. Leider war meine Grundeinschätzung leider doch richtig: Ich bin nicht für Psychothriller gemacht. Doch das Drama hat noch ein anderes großes Problem. Während die ersten Folgen in der Vergangenheit spielen und die Charaktere da gut vorgestellt werden und auch sinnvoll agieren, und man somit ihre Handlungen nachvollziehen kann, ist es in der Gegenwart das reinste Chaos. Die Charaktere werden zwar vorgestellt, aber irgendwie eher mit den unwichtigen Informationen, so dass man sich im Laufe des Dramas viel erarbeiten muss. Und dann fängt die Geschichte leider an sich immer wieder im Kreis zu drehen und nicht so wirklich vorwärts zu kommen. Und wenn die Charaktere endlich wieder in der passenden Ausgangssituation sind und man einen Showdown einleiten könnte, kommt ein Zeitsprung und wir fangen wieder bei Null an uns in die Geschichte einzuarbeiten. So kommt man vielleicht auf die geplante Folgenanzahl, aber der Spannung und der Geschichte allgemein hat es defintiv nicht gut getan. Auch war die Motivation der Charaktere teilweise sehr unklar und teilweise auch an den Haaren herbeigezogen. Blutig und voller Leichen war die Serie aber auf jeden Fall, trifft also das Genre. Ich mache dann aber doch wieder einen größeren Bogen darum.
My Demon
Die Handlung: Jeong Gu-Won ist ein 200 Jahre alter Dämon, der ständig neue 10-Jahres-Verträge abschließt, um Seelen für die Hölle zu sammeln. Dabei trifft er auf die CEO Do Do-Hee, die mit Intrigen in der Firma zu kämpfen hat. Bei einem Unfall übertragt sich das Tattoo, das Gu-Won seine Kräfte gibt, ausversehen auf Do-Hee. Fortan müssen sie zusammen arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen und den Tausch rückgängig zu machen. Doch dann kommen auch noch Gefühle ins Spiel.
Meine Meinung: Es hätte das Drama des Jahres werden können. Es sah gut aus, die Handlung klang gut und bot genau die Mischung aus Drama und Fantasy, die mich in K-Dramen bisher meist gut überzeugen konnte. Noch das wunderbare Doom at your Service aus dem letzten Jahr im Kopf, war My Demon leider ein Reinfall. Waren die Charaktere am Anfang vielleicht nicht unbedingt sympathisch, aber charismatisch, verwischt das immer weiter und das Drama leidet schnell daran, dass sie für die 16 Folgen einfach nicht genug Handlung hatten – ein Phänomen, was ich leider immer öfter beobachte. So ist gerade Do-Hee bis zum Ende ziemlich unsympathisch und ihre Beziehung zu Gu-Won kauft man beiden nicht so wirklich ab. Es wirkt einfach gestellt und dreht sich auch immer wieder im Kreis, weswegen sich das Drama einfach unendlich zieht. Dabei sind es gerade die Nebencharaktere, die ordentlich Schwung reinbringen. Die beiden Assistent*innen der Protagonist*innen haben wunderbare Geschichten, das Marketing-Team ist immer wieder für einen Gag da und eine gewisse Straßengang ist wohl das humorvolle Highlight des ganzen Dramas. Mit allen habe ich mehr mitgelitten als mit den beiden Hauptcharakteren. Irgendwo wollte ich doch wissen, wie es aus geht, und wenn die ganzen langweiligen Füllerszenen zwischendurch nicht gewesen wären, hätte das Drama wohl auch wesentlich besser funktioniert. So bin ich nur froh, dass es zu Ende ist.
Habt ihr eins davon gesehen? Wie hat es auch gefallen?
Sie haben den gefährlichsten Job am Set und kriegen doch kaum die Credits, die sie verdienen. Lebensgefährliche Unfälle kostet sie meist nicht nur den Job, sondern lässt sie auch mit Behinderungen oder gar dem Tod zurück. Dies ist meist nichtmal einen Kommentar in der Newsspalte wert. Die Rede ist von Stuntleuten. Um ihnen endlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken, hat sich Regisseur David Leitch der filmischen Umsetzung von Ein Colt für alle Fälle angenommen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Colt Seavers (Ryan Gosling) arbeitet als Stuntman. Doch nach einem Unfall zieht er sich komplett aus der Filmbranche zurück. Doch als er den Anruf bekommt, dass ausgerechnet Jody Moreno (Emily Blunt), früher Kamerafrau inzwischen Regisseurin eines Film und ganz nebenbei Colts Ex, ihn als Stuntman angefragt hat, sagt er zu und reist ans Set. Nur leider wusste Jody davon nichts und ist nicht gerade begeistert. Nebenbei ist der Hauptdarsteller des Films verschwunden und Colt bekommt von dessen Agentin den Auftrag ihn dezent zu suchen. Dabei gerät er in ein Netz aus Intrigen.
Meine Meinung
David Leitch habe ich schon seit Atomic Blonde, spätestens aber seit seinem grandiosen Bullet Train im vorletzten Jahr, auf dem Schirm. Als ehemaliger Stuntman kennt er die Branche und auch die Leiden dieser. Kaum Anerkennung für Manöver, in denen sie regelmäßig ihr Leben riskieren. Diese Kombination machte The Fall Guy für mich sehr interessant, auch wenn ich von Ryan Gosling als Hauptdarsteller wenig überzeugt bin. Der Film fängt auch sehr vielversprechend an. Wir erleben Colt voll in seinem Element, bekommen die angespannte Dynamik mit dem Protagonisten mit und erleben seinen Unfall. Dann Zeitsprung. 18 Monate später müssen wir uns erstmal wieder einfinden. Wir treffen am neuen Set alte und neue Gesichter und da war ich das erste Mal raus. Durch das typische Gewirr amn Set war ich ein paar mal verwirrt, was alles parallel passiert und kam vorallem bei der Szene zwischen Colt und Jody nicht mit, was genau geschehen ist. Denn ihre Vergangenheit wird erst später genauer beleuchtet. Das alles ist nicht weiter tragisch, aber ein Indikator für das, was folgt. Denn der Film erzählt so viel gleichzeitig, dass er leicht unübersichtlich wirkt, wenn er sich nicht gerade auf seine Actionszenen konzentriert, die er mit einer Brachialität inszeniert und das Publikum minutenlang in Atem zu halten weiß. Leider konzentriert er sich ab einem gewissen Punkt nur noch darauf und übersieht dabei so manches Logikloch. Ganz nebenbei versucht er sich auch noch seinen Status als Komödie aufrecht zuhalten. Dabei ist es gerade Emily Blunt, die hier großartige kleine Macken einbringt, die gut funktionieren. Die groß angelegten Gags dagegen fallen entweder sehr brutal aus, was meinem Humor nicht entspricht, oder ziehen nur bedingt. Wirklich gelacht habe ich kaum während des Films. So ist The Fall Guy keineswegs ein schlechter Film. Aber er hat eine ganz eigene Dynamik. Wenn man in diese reingezogen wird und mitten im Film ist, dann hat man vermutlich großen Spaß mit dem Film und geht gut unterhalten raus. Ich bin leider in diesen Sog nicht reingekommen, so sehr ich es auch wollte und hatte daher diesen Unterhaltungsfaktor nicht. Zumindest eins hat der Film geschafft: Er hat seine Botschaft zum Thema Stuntleute rübergebracht. An der einen oder anderen Stelle hätte er da für mich auch nochmal deutlicher werden können, aber an sich wurden die gängigsten Probleme angesprochen.
Das Fazit
The Fall Guy versteckt das Loblied auf die Stuntleute hinter einer etwas zu verwirrender Geschichte mit ein wenig zu ausschweifender Action und schafft es gerade im Komödienbereich nicht vollständig zu überzeugen. Dennoch ist er auf jeden Fall einen Blick wert und wer von Anfang an von der Dynamik mitgerissen wird, hat hier auf jeden Fall eine gute Zeit. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.
The Fall Guy läuft seit dem 30.04.2024 in den deutschen Kinos
Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der filmischen Handvoll in diesem Jahr. Trotz eines insgesamt eher filmschwachen Jahr, sind doch wieder ein paar zusammengekommen, über die ich mit euch reden will. Diesmal mit: einer sprechenden Eidechse, einem Wal auf dem trockenen, einem mordenden Prinzen, einem toten potentiellen Schwiegersohn und einem entführten Captain.
Leo
Die Handlung: Leo ist eine Echse und lebt zusammen mit Squirtle, einer Schildkröte, in einem Terrarium in einer fünften Klasse. Als beim alljährlichen Elternabend über das Alter von Echsen diskutiert wird, findet Leo heraus, dass er wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu Leben hat. Gleichzeitig beschließt die Vertretungslehrerin, dass die Kinder abwechselnd eines der Tiere übers Wochenende mit nach Hause nehmen müssen. Leo sieht darin seine Chance zu fliehen und noch ein Abenteuer in seinem letzten Jahr zu erleben. Doch es soll anders kommen.
Meine Meinung: Als der Film groß auf Netflix beworben wurde, war ich skeptisch, zumal Adam Sandler im Original eine Rolle übernommen hat. Aber an einem kalten düsteren Dezemberabend (ja so lange ist es schon wieder her, dass ich ihn gesehen habe), schien der Zeitpunkt gekommen und ich habe mich direkt in diesen Film verliebt. Er bedient zwar einige Klischees, aber dabei ist er so herergreifend und niedlich und einfach ehrlich. Was als Komödie beginnt, entwickelt immer mehr Tiefe und zeigt, wie sehr die Kinder verstanden werden und wie sie gemeinsam ihre Probleme lösen können. Wie man zusammen halten kann, wenn einem selbst die Eltern nicht verstehen (oder verstehen wollen). Dabei werden so viele coole Ideen eingebaut, wie die Drohne von den absoluten Helikoptereltern, die Gefühle entwickelt. Ich hatte noch nie so viel Mitgefühl für eine Drohne! Natürlich bietet der Film auch eine Menge Aussagen, aber das entwickelt sich ganz natürlich in der Geschichte und nicht mit erhobenem Finger. Ein schöner Film für die ganze Familie.
The Whale
Die Handlung: Charlie hat sich nach einem Verlust sich vollständig zurückgezogen. Durch seine morbide Adipositas traut er sich nicht einmal bei seinem Online-Kurs, den er gibt, die Webcam einzuschalten. Seine Freundin Liz, die Krankenpflegerin ist, drängt ihn ins Krankenhaus zu fahren, da sie befürchtet, dass sein Herz aufgibt. Doch Charlie versucht sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen, die jedoch wenig Verständnis zeigt.
Meine Meinung: Habt ihr eure Taschentücher bereit? Denn die werdet ihr für diesen Film auf jeden Fall brauchen! Gleichzeitig ist der Film definitiv nichts für schwache Nerven und geht einen ordentlich an die Nieren. Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen Charlie kennen und wie er sich vor seinem Onlinekurs nicht zeigen möchte, aber zeitgleich viele Einblicke in die Literatur hat und dort mit Wissen glänzt. Nach und nach erfahren wir in diesem Kammerspiel von seiner Geschichte, von seinem Verlust, wie seine Ehe scheiterte, die Entfremdung zur Tochter und nur Liz, die noch zu ihm hält. Wie er versucht wieder eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen, die jedoch wohl eins der bösartigsten Miststücke der Filmgeschichte ist. Einen Jungen, der versucht zu missionieren und dabei immer wieder in Charlies Privatsspähre eindringt. Hier wird man an keiner Stelle geschont. Gleichzeitig wird sehr sensibel mit Charlies Krankheit umgegangen und wir schwanken zwischen „Nun helft ihm doch endlich“ und „Akzeptiert bitte seine Entscheidungen“. Man leidet mit, man will, dass es aufhört und vor allem will man ein dringend benötigtes Happy End. Stattdessen steigert sich der Film in einem Strudel aus Negativität und bleibt dabei doch erzählerisch stark. Brendan Fraser hat hier definitiv verdient den Oscar gewonnen, spielt er Charlie doch mit allen Facetten und einer Hingabe, die man selten so in Hollywood sieht. Also absolute Filmempfehlung, aber bitte nur, wenn ihr euch bereit für den Film fühlt.
Die Chroniken von Erdsee
Die Handlung: Prinz Arren wird von einer bösen Kraft manipuliert und ermordet seinen Vater, den König. Auf seiner Flucht begegnet er dem Magier Sperber, der ihn auf seiner Reise mitnimmt. Doch das Gleichgewicht von Gut und Böse in Erdsee ist gestört und noch immer ist jemand auf der Suche nach Arren. Wem kann er trauen?
Meine Meinung: Ein weiterer Studio Ghibli Film, den ich von meiner Liste streichen konnte. Leider für mich so ziemlich der schlechteste. Das liegt vor allem daran, dass er sich eine Buchreihe als Vorbild genommen hat. Doch statt diese irgendwie von Anfang an zu verfilmen, wurde lediglich ein Ausschnitt genommen und versucht daraus einen Solofilm zu machen. Dafür fehlt aber massiv an Hintergrund, Figuren werden einfach eingeführt, ohne, dass man viel über sie erfährt. Von Anfang an basiert der Film auf der Prämisse, dass Arren seinen Vater aus dem Nichts ermordet hat. Das ganze wird aber später nicht richtig aufgearbeitet oder eingebunden, es wird lediglich auf seine dunkle Seite hingewiesen, die aber auch immer wieder handlungsrelevant ist, ohne, dass sie genauer erklärt wird. Dadurch bin ich überhaupt nicht in die Geschichte rein gekommen, hatte immer wieder Fragezeichen über dem Kopf und dadurch zog sich der Film auch deutlich. Hat insgesamt leider gar nicht für mich funktioniert.
Rendevous mit Joe Black
Die Handlung: William Parrish ist erfolgreicher Unternehmer und steht kurz vor seinem 65. Geburtstag. Als der geheimnisvolle Joe Black in sein Leben tritt ändert sich jedoch einiges, denn dieser ist der Tod und gekommen, um William zu holen. Sie handeln einen Pakt aus, wenn William es schafft Joe bei Laune zu halten, darf er noch weiter leben. Doch das bringt einige Probleme mit sich.
Meine Meinung: Nachdem der Film immer wieder bei Quizen auftauchte und ich ihn nie erkannt habe, hat meine beste Freundin ihn mir kurzerhand in die Hand gedrückt. Zunächst war ich etwas abgeschreckt, denn eine Liebesgeschichte über 180 Minuten? Wie sollte das funktionieren ohne zu dramatisch oder zu langweilig zu werden? Nun Rendevous mit Joe Black ist die Antwort darauf. Denn der Film nimmt sich zwar viel Zeit, um die Charaktere einzuführen, um den Tod vorzustellen und die Welt nochmal aus seiner Sicht zu sehen, aber dabei ist er an keiner Stelle langweilig. Im Gegenteil schafft er es doch gerade durch diesen Tiefgang uns immer weiter in die Welt reinzuziehen und an den Bildschirm zu fesseln. Dabei ist der Ton trotz des bevorstehenden Todes des Protagonisten locker und mitfühlend. Insgesamt war es ein schöner Film für einen Filmabend und gleichzeitig wunderbar entschleunigend, weil eben nicht das nächste große Drama aufgebaut wurde, sondern sich eins langsam gesteigert hat.
Captain Phillips
Die Handlung: Phillips ist Captains eines Frachtschiffes, das Waren über die Meere befördert. Seine nächste Fahrt führt ihn und sein Team auch in ein Gebiet, in dem immer wieder somalische Piraten gesichtet wurden. Während sie eigentlich dachten ausreichend Vorbereitungen getroffen zu haben, kommt es dennoch zum Supergau: Das Schiff wird von Piraten eingenommen. Und sie sind leider so gar nicht an den Waren interessiert, sondern wollen Lösegeld für die Crew.
Meine Meinung: Von der Thematik her, war es gar nicht mein Film, aber ich versuche ja nach und nach alle mir fehlenden Tom Hanks Filme nachzuholen. Dieses Jahr stand also Captain Phillips auf der Liste. Und während ich am Anfang noch überlegte, ob ich ihn nicht einfach hätte überspringen sollen, zog er mich dann doch nach kurzer Zeit doch ziemlich in den Bann. Denn die Geschichte wird keineswegs mit der typischen Gut und Böse Moral erzählt, sondern setzt sich durchaus auch mit der Situation in Somalia auseinander, auch wenn es noch deutlich differenzierter sein könnte. Auch die Piraten werden differenziert betrachtet, mit ihren Forderungen und nicht alle in eine Schublade gesteckt. Dennoch bleibt es eine Geschichte, bei der Piraten deutlich gewalttätig waren, da es aber auch auf wahren Begebenheiten basiert, war hier der Spielraum vermutlich auch kleiner. Tom Hanks, aber auch die anderen, spielen hier sehr stark, so dass man regelrecht mitfiebert und der Film nur so dahingleitet. Einen Blick ist er allemal wert.
Habt ihr einen der Filme gesehen? Wie fandet ihr ihn?
Über meine Begeisterung von Spy x Family, sowohl als Manga als auch als Anime, habe ich ja bereits gesprochen – hier nochmal nachzulesen. Als dann ein Mangaunabhängiger Film für die Kinos angekündigt wurde, war ich zwar etwas skeptisch, aber auch sehr hyped und bin natürlich sofort ins Kino gerannt. Warum der Film mit kleineren Abstrichen für sich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Für einen Kochwettbewerb an der elitären Eden-Akademie bringt Familie Forger dazu einen Wochenendtrip zu machen. Vater Loid wird dabei jedoch eingespannt, seine Spiontätigkeit nebenbei auszuführen, was er aber vor vor Mutter Yor und Tochter Anya geheim halten muss. Dabei haben auch die beiden ihre Geheimnisse.
Meine Meinung
Bei der Vermarktung eines Anime-Films, der auf einer bestehenden Reihe basiert, aber dennoch unabhängig ist, gibt es gleich mehrere Probleme. Denn zum einen zieht man damit natürlich hauptsächlich die Fans in die Kinos, die bereits gut in der Materie drin stecken und daher mit wenigen Informationen auskommen. Allerdings gibt es auch die Zuschauenden, die sich vorher nicht mit dem Manga oder Anime auseinander gesetzt haben, sondern einfach gern mal einen Anime im Kino schauen. Die brauchen natürlich ein paar mehr Hintergrundinformationen. Doch wie bringt man beide Parteien unter einem Hut? Spy x Family versucht diesen Spagat, gerät dadurch aber gerade am Anfang stark in die reine Erklärbärfalle. Dadurch zieht sich dieser ein bisschen für die Fans, die bereits alle wichtigen Informationen kennen. Bevor es dann wirklich in den Urlaub geht, vergeht also eine ganze Weile. Zumal der große Konflikt, der aufgemacht wird, von Anfang an nicht funktioniert, da er zwischen den beiden bereits erschienen Staffeln spielen soll und man daher weiß, wie es weitergeht. Dass mit der Auflösung der Familie Forger gedroht wurde, ist daher kein spannender Aufhänger. Die Reise an sich hingegen gestaltet sich spannend, bietet Überraschungen, zeigt die Charaktere in gewohnter Manier und kann ihnen doch auch mehr Tiefe geben und so Handlung voran treiben. Hier kommt der Film richtig in Schwung und führt uns auch raus aus Berlint, womit auch die Abweichung zur eigentlichen Story räumlich spürbar ist. Die restliche Geschichte funktioniert auch insgesamt vom Spannungsaufbau besser, auch wenn man irgendwie weiß, dass es ein Happy End geben muss. Aber der Weg dahin ist lang und steinig und bietet Fans und Neueinsteigenden einiges. Lediglich der große Finalkampf schießt ein wenig über das Ziel heraus. Hier wollte sich der Film der Leinwand würdig erweisen und ein großes Spektakel inszenieren inklusive einiger Anspeilungen aug andere Werke der Filmgeschichte. Nur, dass er dabei die Charaktere ein wenig überstrapaziert und vor allem ihre Blauäugigkeit und das Tatsachen nicht erkennen können, was die Identität des anderen angeht, ist hier fast schon ein Logikloch. Aber es durfte halt auch nicht bekannt werden, weil sich der Film wieder in den Manga einpflegen lassen muss. Alles ein bisschen reduzierter hätte vermutlich genau so gut funktioniert, ohne die Logik außen vor zu lassen. Das ist allerdings auch alles Jammern auf hohem Niveau, denn die Charaktere gestalten die Geschichte liebevoll, spannend und gerade durch Anyas Gedanken auch sehr witzig. Ich hatte insgesamt gesehen großen Spaß mit dem Film, auch wenn ich ihn bewusst als Bonus zu Manga und Anime sehe.
Das Fazit
Spy x Family funktioniert für Fans und Neueinsteiger gleichermaßen etwas holprig am Anfang, steigert sich dann deutlich, bis der Endkampf etwas übers Ziel hinausschießt. Aber insgesamt wird einem eine spannende Geschichte geboten, die gut zu unterhalten weiß. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Spy x Family – Code White läuft seit dem 23.04.2024 in den deutschen Kinos