Mortal Engines – Krieg der Städte: Kritik über Buch und Film

Ein Vorwort

Durch Zufall stieß ich im letzten Jahr auf das Buch Mortal Engines von Philip Reeves, als es mir als Leseexemplar angeboten wurde. Vom Klappentext begeistert, sagte ich zu und begann zu lesen. Kurz darauf erschien der erste Trailer zu Peter Jacksons neuestem Werk. Ich war noch mehr angefixt von der Geschichte, denn durch Jacksons Vision wurde die Geschichte nun beim Lesen noch lebendiger. Leider enttäuschte mich das Buch immer mehr. Trotzdem gab ich dem Film eine Chance. Konnte er die Fehler des Buches richten?

Die Handlung

Im dritten Jahrtausend hat sich die Menschheit im sogenannten 60-Minuten-Krieg fast vollständig selbst zerstört. Die übrig gebliebenen Städte haben sich mobil gemacht und versuchen nun nach dem Städtedarwinismus zu überleben. Das heißt, das die größeren Städte die kleineren „fressen“, um sich Sklaven, Rohstoffe und Lebensmittel zu sichern. Der junge Tom Natsworthy (Robert Sheehan) lebt als Historiker in London, eine der größten der rollenden Städte. Sein großes Vorbild Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) wird nach einem erfolgreichen Beutezug von der geheimnisvollen Hester Shaw (Hera Hilmar) angegriffen, die jedoch fliehen kann. Valentine voller Angst vor dem was Hester weiß und Tom erzählt haben könnte, der die Verfolgung aufnahm, stößt ihn ebenfalls durch einen Müllschacht. Auf einmal ist er auf Hesters Hilfe angewiesen und erfährt ihre Geschichte. Eine Verfolgungsjagd beginnt, denn Valentine will mit Hilfe der geheimnisvollen Waffe Medusa den Wall der Anti-Traktions-Liga durchbrechen will. Tom und Hester wollen aus unterschiedlichen Gründen zurück nach London.

Das Buch

Ihr seid ein wenig verwirrt durch die lange Handlungszusammenfassung? Dann wisst ihr, wie es mir ging, als ich das Buch las. Denn ständig wurden neue Orte und Personen in den Raum geworfen, die man als Leser aber nicht so schnell zuordnen kann. Hinzu kommen Begriffe, wie Städtedarwinismus und Anti-Traktions-Liga, die man sich zwar noch irgendwie logisch herleiten kann, die aber als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Aber fangen wir noch einmal ganz von vorne an. Reeve versetzt den Leser direkt in eine Welt, die der unseren zwar noch entfernt ähnelt, aber durch den sogenannten 60-Minuten-Krieg fast vollständig ausgelöscht wurde. Was es genau damit auf sich hat, bleibt bis zum Ende ungeklärt. So lernt der Leser zunächst den Historiker-Lehrling Tom kennen, der die Geschichte bis zum Ende begleitet. Er kann uns zwar das Leben in London ein wenig erklären, aber alles darüber hinaus ist auch für ihn neu.
Handlungstechnisch hat sich Reeve leider sehr auf den Spannungsfaktor konzentriert. So werden Tom und Hester auf ihren Weg zurück nach London von einer brenzligen Situation in die nächste gestoßen und kommen daher leider nicht dazu ihre Situation genauer zu beschreiben oder ihre Welt zu erklären. Bis zum Ende bleibt alles ein Mysterium. Sie treffen auf Charaktere, die man ein paar Seiten später schon wieder vergessen hat.
Der zweite Handlungsstrang spielt auf London und begleitet Valentines Tochter Catherine. Dieser ist dann zwar sehr actionarm, dafür voller Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Leider braucht Catherine dafür sehr viel Zeit, so dass man am Ende fast schon wieder vergessen hat, auf welche Auflösung man genau noch wartet. Dennoch sind die Passagen ganz gut, um wieder Ruhe einkehren zu lassen.
Leider verwirrt sich das Ende dann wieder in einer Actionwut. Tom und Hester haben zwischenzeitlich Hilfe von Anna Fang erhalten, eine Pilotin der Anti-Traktionisten. Irgendwo zwischendrin ging es auch noch um eine Art Roboter und warum Valentine Hesters Mutter ermordet hat. Das ist übrigens ihr Motiv für den Mord an Valentine. Ihr seid jetzt noch mehr verwirrt? Ist okay, war ich am Ende des Buches auch. Spannend ist es übrigens ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr, da man nur noch frustriert ist, dass nichts aufgelöst oder erklärt wird.

Der Film

Man spricht immer von Peter Jacksons neustem Werk. Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass er zusammen mit seinem Herr der Ringe Team das Drehbuch schrieb, die Regie selbst übernahm Christian Rivers. Rivers war bisher bei den Jackson Filmen meist als Visual Effects Supervisor beteiligt. Mit Mortal Engines gibt er sein Regiedebüt unter Jackson als Produzent.
Dennoch zeigt der Film deutlich Jacksons Handschrift, gerade was die Gestaltung der Welt angeht. Im Buch war die Beschreibung von London doch immer ein wenig seltsam, konnte ich sie mir doch nicht wirklich auf Rädern vorstellen. Doch genau dies wurde ausgezeichnet umgesetzt und so bekommt Reeves Welt Konturen. Vom Aussehen her macht die Verfilmung auf jeden Fall schon einmal alles richtig!
Auch Castingtechnisch sind die Charaktere sehr gut besetzt. Sei es die isländische Schauspielerin Hera Hilmer als Hester Shaw oder ein Hugo Weaving als Thaddeus Valentine oder letztendlich Robert Sheehan als Tom. Hinzu kommen Neuentdeckungen, wie Jihae oder Leila George, die ihre Rollen gut umsetzen.
Auch Drehbuch-/Handlungstechnisch macht der Film erst einmal viel richtig. Denn er schreibt einige Passagen des Buches komplett um und charakterisiert ebenfalls teilweise neu. Dadurch bekommt der Film einen wesentlich besseren Drive als noch das Buch und ergibt an vielen Stellen auch mehr Sinn. Leider ist die Handlung immer noch der Hauptkritikpunkt, denn das Buch wird nun einmal nicht komplett neu erfunden. So wird zwar schon mehr erklärt als im Buch, aber immer noch zu wenig. Und auch ist der Actionanteil weiterhin viel zu hoch und die Dialoge werden auf ein nötigstes beschränkt.

Das Fazit

Als vom Buch enttäuschte Leserin war ich von der Verfilmung wahrscheinlich begeisterter als die reinen Filmseher. Trotzdem kann ich leider nicht sagen, dass ein spannender und runder Film herauskam. Letztlich bleibt es ein Film, der rein auf die Optik beschränkt herausragend ist, aber leider zu starke Schwächen in der Handlung hat. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Mortal Engines – das Buch gibt es 24.10.2018 im örtlichen Buchhandel zum kaufen.
Mortal Engines – der Film läuft seit dem 13.12.2018 in den deutschen Kinos.

Rückblick auf den Dezember 2018

Und damit ist der Dezember inklusive Weihnachten und Silvester schon wieder vorbei. Und während es zum Jahresende auf diesem Blog etwas ruhiger wurde, wird hier nun wieder voll durchgestartet. Und am besten funktioniert das, wenn wir den Dezember noch einmal Revue passieren lassen.

Sneak Previews

Unknown User – Dark Web: Matias hat einen neuen Laptop und beginnt einen harmlosen Videochat mit seinen Freunden. Bis er einen Ordner voller verstörender Videos von entführten Frauen findet. Ein neuer Desktophorrorfilm, der leider schon wie der erste Teil weniger Horror und mehr Thriller ist und es nicht schafft Tempo und Spannung zu halten.

Bumblebee: Der erste Spin-off Film aus dem Transformers Universum schlägt eine ganz andere Richtung ein und erinnert teilweise an Spielberg Filme, wie E.T. Leider hat er letztendlich doch zu viele Transformers Elemente mit drin, um den sympathischen Film abzugeben, der er hätte sein können.

Cinemathek

Hotel Artemis: Im Jahr 2028 toben in Los Angeles  blutige Aufstände. Mitten in diesem Chaos ziehen sich ein paar verletzte Verbrecher in das Hotel Artemis zurück, um in diesem Hotel/Krankenhaus ihre Wunden flicken zu lassen. Doch an diesem Abend ist der Chef höchstpersönlich auf dem Weg ins Artemis. Ein Film mit einer sehr interessanten Grundidee und einem guten Cast, inklusive einer auf alt geschminkten Jodie Foster, doch leider verliert sich der Film in seiner eigenen Handlung und zurück bleibt ein Werk, dass man sehr schnell wieder vergessen hat.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Grinch: Illuminations versuchte sich erneut an einem Film, der nicht ins Ich – einfach unverbesserlich gehörte und schafft mit dem Grinch tatsächlich einen süßen Animationsspaß, der sich in der Handlung und Auflösungen sehr einfach hält, aber einfach unfassbar viel Spaß macht.

100 Dinge: Florian David Fitz inszeniert hier einen Film rund um das Thema Konsum und beleuchtet diese von vielen Standpunkten aus. Dabei hebt er sich als gute deutsche Komödie hervor, dem am Ende leider etwas die Puste ausgeht, da zu viele Handlungsstränge aufgebaut wurden.

Tabaluga: Ein neuer Animationsfilm rund um die bekannte Figur von Peter Maffay. Leider ist der Film ein lieblos hingeklatschter Film, der sich absolut keine Mühe gibt, egal ob es die Animation, die Handlung oder die Dialoge sind, und einfach nur versucht vom Namen zu leben.

Mortal Engines – Krieg der Städte: Als jemand, der das Buch gelesen hat, muss ich sagen, dass mich der Film positiv überrascht hat, denn er umgeht geschickt viele Fehler des Buches und gerade Peter Jacksons Vision der rollenden Städte ist ein absoluter Augenschmaus. Leider ist der Film am Ende noch immer nicht wirklich gut, da er zu wenig erzählt und sich stattdessen in zu vielen Actionszenen verliert.

Aquaman: Die nächste Enttäuschung aus dem Hause DC, auch wenn das weltweite Boxoffice etwas anderes suggeriert. Doch auch ein Jason Momoa, der die Rolle in Fleisch und Blut übergegangen zu sein scheint, kann den wirren Misch aus zu vielen Handlungssträngen und lieblosen auswechselbaren Charakteren nicht mehr retten.

Mary Poppins‘ Rückkehr: 54 Jahre nachdem Mary Poppins die Kinoleinwand eroberte, kehrt sie nun zurück. Im Film sind zwar auch viele Jahre vergangen, aber bei weitem nicht so viele. Michael und Jane Banks sind inzwischen erwachsen und Michael braucht dringend jemand, der sein chaotisches Leben ordnet. Wer eignet sich dafür besser als ein bezauberndes Kindermädchen? Als großer Mary Poppins Fan, habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in den Film hineinzukommen. Habe ich auch viele Kritikpunkte, konnte ich letztendlich doch verzaubert werden. Leider sind die Lieder sehr lieblos und wenig eingängig.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Folgende Filme, habe ich erneut angesehen: Game Night (immer noch lustig), Pitch Perfect 3 (immer noch ein unwürdiger Abschluss, aber coole Lieder), The Greatest Showman (Noch immer verzaubernd), Ein Königreich für ein Lama (noch immer herrlich selbstironisch) und Lilo & Stich (noch immer ein verwirrender Misch aus trauriger Disneygeschichte und absolutem Bullshit).

The Garden of Words: Dieser Anime wurde mir vorgeschlagen, da mir Your Name. so gut gefiel. Eine süße aber auch traurige Geschichte über Takao, ein Schüler, der Schuhmacher werden möchte, und Yukari, eine Lehrerin, die eine schwere Zeit hinter sich hat. Während der Regenzeit treffen sie sich an jedem Regentag im Park.

Stirb Langsam: Da ich immer noch die Klassiker langsam aufarbeite, war Weihnachten eine gute Gelegenheit endlich einen umstrittenen Weihnachtsfilm nachzuholen. Sagen wir, ich habe etwas anderes erwartet, habe aber doch einen spannenden Actionfilm geliefert bekommen und mich über ein Wiedersehen mit Alan Rickman gefreut.

The last unicorn: Noch ein Weihnachtsklassiker, den ich zuvor noch nicht kannte. Die Geschichte des letzten Einhorn, dass sich auf die Suche nach den anderen Einhörnern begibt und dabei auf allerhand Charaktere trifft. Für meinen Geschmack war die Geschichte etwas seltsam erzählt.

Julie & Julia: Die Geschichte von zwei Frauen in unterschiedlichen Zeiten. Julia lernte in den 1950er Jahren in Paris kochen und schrieb nach vielen Umwegen ein französisches Kochbuch für Amerikaner. Anfang der 2000er Jahre versucht Julie innerhalb eines Jahres alle 524 Rezepte nachzukochen. Der Film kombiniert dabei zwei verschiedene Bücher und Geschichten. Leider treffen die Geschichten nie aufeinander und leben vom Overacting von Amy Adams und Meryl Streep, was den Film etwas anstrengend macht beim Sehen. Zumal der vermeintliche Höhepunkt ausbleibt.

Repo! The Genetic Opera: Meine beste Freundin hat ein Faible für die etwas anderen Filme. Als sie für Silvester zu Besuch kam, konnte sie mich dann endlich überreden dieses Gothic-Horror-Musical-Irgendwas zu gucken. Ihr Hauptargument: Anthony Stewart Head spielt mit und singt. Und auch wenn die Geschichte über ein Organspendeunternehmen in einer postapokalyptischen Welt sehr skurril ist, sind die Lieder sehr interessant und der Film so abstrus, das man ihn schon wieder charmant nennen kann.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Anna und die Apokalypse: Ein Zombieapokalypse Film kombiniert mit einem Musical? Das klingt definitiv nach einem Film, den ich dringend noch sehen muss.

Widows – tödliche Witwen: Allein die Castliste ist ein Argument den Film zu sehen, doch auch die Handlung sieht sehr interessant aus.

Folgende Filme haben es ganz knapp nicht auf meine Liste geschafft:

Under the Silver Lake, Mary Shelley und Spider-Man – A new Universe

Serien – ein kurzer Überblick

Nicht direkt in diesem Monat gesehen, aber aus irgendeinem Grund in meiner Liste des letzten Jahres abhanden gekommen sind Patrick Melrose und die erste Staffel von True Detektive. Erneut gesehen habe ich die erste Staffel von Queer Eye und die neunte Staffel von The Big Bang Theory, sowie an Silvester die Silvesterpunsch Folge von Ein Herz und eine Seele. Als Weihnachtsspecial gab es diesmal eine neue Folge von Aggretsuko, die den schönen Untertitel We wish you a metal Christmas trägt.
Darüber hinaus gab es im Dezember die dritte Staffel Lucifer zu sehen (außer die letzte Folge, ich hörte von einem großen Cliffhanger und will da kein Risiko eingehen), die mir wieder sehr gut gefallen hat. Dann gab es die abschließende sechste Staffel von Downton Abbey endlich zu sehen. Hier sind nun alle Handlungsstränge zur Zufriedenheit gelöst worden. Netflix präsentierte mir ihre neue Serie Bodyguard mit Richard Madden, die mich in ihrer Gesamtheit leider nicht überzeugen konnte. Dafür wurde nun die erste Staffel Modern Family endlich ausprobiert und die Serie mag ich richtig gern. Zum Abschluss habe ich nun endlich die dritte Staffel von Unbreakable Kimmy Schmidt beendet, die leider immer mehr von ihrem Schwung einbüßt.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten gesamt: 2142
Seiten pro Tag: 69 im Durchschnitt
Gebunden Bücher: 1
Taschenbücher: 1
Comic: 1
Manga: 1
E-Book: 4

Spiegel und Scherben – Obsession / Sterne und Regen – Passion / Rosen und Blüten – Verlangen / Splitter und Herz – Sehnsucht: Im Dezember habe ich die komplette Spiegel und Scherben-Reihe von D.C. Odesza gelesen. Während das erste Buch noch die Weichen gelegt hat, konnte mich vor allem der zweite Band rund um Trajan, Lelouch und Clary überzeugen. Der dritte Band war dann das typische übertriebene „jetzt muss noch was hochdramatisches passieren“ und der vierte hat dann noch stärker abgebaut. Sehr schade.

Mord auf dem Golfplatz: Der zweite Band von Agatha Christie rund um den Meisterdetektiv Hercule Poirot konnte mich wieder vollständig in seinen Bann ziehen. Bis zum Ende stand ich einmal mehr komplett auf dem Schlauch, wer denn nun der Mörder sei.

Deadpool vs. Old Man Logan: Dieser Sonderband, der die fünf erschienenen Comics vereint, war spannend und einfach unfassbar witzig, also genau das, was man erwartet, wenn die beiden Charaktere aufeinander treffen.

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch: Kurz vorm Jahresende habe ich dann einen meiner Kindheitsklassiker wieder in die Hand genommen und euch als Silvesterspecial präsentiert.

Death Note – Band 5: Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter mit Link und den Todesgöttern. Hier wurde die Geschichte noch einmal auf ein neuen Level gebracht, in dem man eine böse Firma mit einbezog. Jetzt wird es im sechsten Band erneut wieder spannend.

 

 

Vorfreude auf das Jahr 2019

Hallo ihr Lieben,

auch von mir gibt es noch die üblichen Wünsche zum neuen Jahr. Und wie jedes Jahr soll es hier wieder einmal die mediale Übersicht meiner guten Vorsätze geben. Im privaten Bereich habe ich sie bereits aufgegeben, aber medial nehm ich mir ja doch immer wieder so ein paar Sachen vor. Auch hier wieder unterteilt in die verschiedenen Medienbereiche.

Filme – auf großer Leinwand

Hier gehe ich jetzt einmal die bekannten Starttermine durch und erzähl euch auf welche Filme ich mich freue 2019 im Kino erleben zu dürfen.

Januar:
Glass (Der dritte M. Night Shyamalan Film, der die Geschehnisse nach Unbreakable und Split weitererzählt), Chaos im Netz (ich feier seit Wochen den Trailer zum zweiten Ralph Reicht’s Film), Green Book (ich erwarte einen starken Viggo Mortensen und einen noch stärkeren Mahershala Ali, den ich unheimlich gerne in Filmen sehe, weil er eine ganz wunderbare Ausstrahlung hat)

Februar:
Alita – Battle Angel (ich erwähnte bereits Mahershala Ali, und auch ansonsten klingt es nach einer interessanten Geschichte)

März
Captain Marvel (das MCU versucht sich nun auch endlich an einer weiblichen Protagonistin, auch wenn der Trailer mich bisher wenig flashen konnte), Monsieur Claude & seine Töchter 2 (den ersten mochte ich sehr gerne, da er wunderbar viele Vorurteile auf die Schippe nahm und doch eine schöne Geschichte herumspinnen konnte, mal sehen, was der zweite nun kann)

April
Dumbo (hier bin ich gespannt, was Tim Burton aus dem Klassiker zaubert, auch wenn ich bereits jedes Mal weinen muss, wenn der Trailer läuft), Tea with the Dames (wird wohl leider nicht in meinem Kino laufen, aber ich würde gerne die vier großen Damen des britischen Kinos bei ihrem Nachmittagstratsch begleiten), Friedhof der Kuscheltiere (nachdem ich 2018 Stephen Kings Werk endlich gelesen habe, freue ich mich nun auf eine Neuverfilmung), Avengers – Endgame (der zweite Teil zu Infinity War ist für mich als eingefleischter Marvelfan der wichtigste Film 2019, um endlich alle offenen Fragen aus Infinity War zu beantworten)

Mai
Rocketman (nach Bohemian Rhapsody darf nun Taron Egerton als Elton John ran und den nächsten großen Musikerfilm bringen)

Juni
Men in Black – International (nach dem dritten Men in Black Teil war das Franchise für mich eigentlich tot, aber nun scheint es doch auf positive Art wieder aufgerollt zu werden)

Juli
Spider-Man – Far from Home (auch wenn die Ankündigung wohl spoilert, dass Spider-Man Infinity War doch überleben wird und ich eigentlich kein großer Fan von Spidy bin, wird der dritte MCU-Streich 2019 trotzdem angesehen)

August
X-Men – New Mutants (sollte eigentlich bereits 2018 erscheinen, wurde dann aber nach hinten verschoben. Ich befürchte, dass hier nun wieder viel zu viel dran herumgedoktert wurde, aber ich lass mich gerne überraschen)

September
Es 2 (die Fortsetzung zu Kings Meisterwerk, das ich ebenfalls 2018 endlich gelesen habe, beschäftigt sich diesmal mit den Geschehnissen der Protagonisten als Erwachsene. Allein Castingtechnisch bin ich hier schon sehr angefixt)

Dezember
Star Wars – Episode 9 (der Abschluss der dritten Trilogie rund um Ray und Kylo Ren)

Filme – auf großem Fernseher

Hier habe ich mir keine zeitliche Reihenfolge vorgenommen, aber ein paar Filme, die ich unbedingt sehen will bzw. ein paar Projekte an denen ich weiterarbeiten möchte. Zum einen möchte ich endlich die erste Station der Filmreise-Challenge angehen, die ich 2018 zwar begonnnen, aber nicht abgeschlossen habe. Zum anderen habe ich vom lieben Ma-Go eine neue Liste für meine Reihe „Filme, die musst du gesehen haben“ bekommen, die ich gerne in Angriff nehmen möchte. Ansonsten habe ich von meinem besten Freund noch ein paar Filme in die Hand gedrückt bekommen, über die wir in unseren ausufernden Filmdiskussionen gesprochen haben, die ich aber noch nicht gesehen habe. Ansonsten werden wohl Unbreakable auf der Liste stehen, damit ich Glass dann auch verstehe, eine erneute Sichtung von Infinity War zur Einstimmung auf Endgame (ich hoffe ich schaffe bis dahin auch endlich meine ausführliche Besprechung des Films) und mein Lebensgefährte möchte die restlichen Rocky-Teile mit mir gucken, damit wir dann Creed gucken können, damit er mich dann in Creed 2 schleppen kann. Ansonsten gucke ich alles, was mir in die Finger kommt und mich gerade anspricht.

Serien – was ist geplant

Ich habe mich tatsächlich relativ wenig mit neu erscheinenden Serien 2019 beschäftigt. Was ich aber weiß ist, dass die dritte und letzte Staffel von Eine Reihe betrüblicher Ereignisse ansteht, die ich gucken werde, ansonsten noch die zweite Staffel von Star Trek – Discovery, wobei ich hier erst einmal vorsichtig reingucken werde, ob sie mich noch anspricht. Das große Highlight wird dann wohl die achte und letzte Staffel von Game of Thrones.
Ansonsten habe ich immer noch eine sehr lange Liste von Serien, die ich weitergucken möchte oder die ich einmal ausprobieren möchte.

Mein Lesejahr – was gelesen werden könnte

Buchtechnisch habe ich mich auch bisher wenig informiert, was so alles neu erscheint. Das wird mir wohl immer frisch im Buchladen meines Vertrauens entgegenspringen, wenn ich eigentlich nur schnell in meiner Mittagspause etwas essbares aufstöbern will. Dafür ist mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) auch immer noch groß genug. Auf jeden Fall steht auf meiner Leseliste noch Colleen Hoovers neustes Werk „Die tausend Teile meines Herzens„. Ansonsten bekam ich zu meinem letzten Geburtstag von meiner besten Freundin das Buch „Dark Wonderland“ geschenkt, dass nun endlich auch einmal gelesen werden will. Stephen King hat 2018 mit vier Werken den größten Autorenanteil ausgemacht und auch 2019 möchte ich mindestens ein weiteres Werk von ihm lesen, weiß aber noch nicht genau, welches es werden soll. Auch liebäugel ich noch immer mit „Ein wenig Leben“ auch wenn mich die 1000 Seiten doch etwas abschrecken. Mal sehen, ob ich den Schritt wage.

Ansonsten ist mein 2019 verplant mit diversenen Musical- und Konzertbesuchen, sowie der ein oder anderen Reise. Habt ihr Pläne, Wünsche, ähnliches für 2019?

Silvesterspecial: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Ein Vorwort

Michael Ende war wohl neben Astrid Lindgren der Autor meiner Kindheit. Ich habe seine Geschichten immer und immer wieder verschlungen und kann selbst jetzt als Erwachsene immer noch in seinen Welten versinken. Sei es nun auf einer große Reise von Lummerland bis ins Reich der Drachen oder an der Seite von Atreyu auf seinem Glücksdrachen Fuchur die grenzenlose Welt von Fantasien entdecken. Ebenfalls mit dazu gehörte der  satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (und ja es hat mich viele Jahre gekostet, bis ich dieses Wort sowohl fehlerfrei aussprechen als auch schreiben konnte). Da das Buch am Silvesterabend spielt und mit den Neujahrsglocken endet, dachte ich, es wäre wieder einmal Zeit das Werk aus dem Regal zu holen und zwischen den Feiertagen zu lesen.

Die Handlung

Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat ein Problem. Er hat in diesem Jahr noch nicht alle bösen Taten vollbracht, zu denen er sich verpflichtet hat. Nun ist Silvesterabend und er sieht keine Chance mehr. Schuld gibt er seinem Kater Mauricio di Mauro, der vom Rat der Tiere geschickt wurde, um ihn auszuspionieren. Doch dann kommt seine Tante Tyrannja Vamperl zu Besuch und bittet ihn um die zweite Hälfte eines Rezepts für einen ganz besonderen Punsch. Denn auch sie ist im Verzug durch den Raben Jakob Krakel, der ihr ebenfalls vom Rat der Tiere geschickt wurde. Aber zusammen können Zauberer und Hexe den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch brauen und damit bis Mitternacht alle Schreckenstaten nachholen. Und das Beste: Man wünscht sich nur gute Sachen und Böses geschieht, so dass auch der Rat der Tiere ihnen nichts nachweisen kann. Doch Mauricio und Jakob haben alles mitbekommen und versuchen nun das Werk zu verhindern.

Meine Meinung

„Punsch aller Pünsche, erfüll mir meine Wünsche“. Wie praktisch wäre doch so ein Punsch hin und wieder und was man sich nicht alles wünschen könnte. Allerdings ist die Zubereitung so kompliziert, dass wirklich nur erfahrene Zauberer diesen zubereiten können.
Michael Ende entwirft hier keine komplett neue Welt, aber doch ein interessantes Gedankenspiel. Was wäre wenn am Klimawandel und ähnlichem einfach nur ein böser Zauberer Schuld wäre. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich aber überwiegend um ein Kammerspiel im Hause Irrwitzer. Als Kapitelüberschriften dienen Abbildungen von Uhren, womit der Leser den Wettlauf mit der Zeit genau mitverfolgen kann. Beginnend um 17Uhr am Silvesterabend geht es bis Punkt Mitternacht und damit endet es im neuen Jahr.
Wettlaufende Parteien gibt es zwei. Irrwitzer und Vamperl, die versuchen den Wunschpunsch noch rechtzeitig fertigzustellen, und Jakob und Mauricio, die versuchen den Punsch zu verhindern.
Beelzebub Irrwitzer und Tyrannja Vamperl können sich eigentlich nicht wirklich leiden. Das Problem ist jedoch, dass beide jeweils eine Hälfte des Punschrezeptes haben, weswegen sie auf den anderen angewiesen sind. Ihr Handlungszweig besteht vor allem aus dem großen Streit am Anfang, als einer dem anderen deren Hälfte des Rezeptes abluchsen will, und der Zubereitung des Punsches, der aus allerlei verschiedenen Zubereitungsstadien besteht. Hier hat Herr Ende zwar viel von dem Rezept verraten, um zu zeigen, wie aufwändig und kompliziert die Zubereitung des Trankes ist, aber natürlich auch immer wieder Stellen weggelassen. Nicht das ein böser Zauberer das Buch liest und auf einmal das vollständige Rezept hat.
Auch Mauricio di Mauro und Jakob Krakel kommen am Anfang nicht wirklich gut miteinander aus. Während Mauricio vertrauensselig von Irrwitzer regelmäßig betäubt und dick gefüttert wurde, damit er nicht allzu viele Fragen stellt, ist Jakob eher kratzbürstig und wenig begeistert von Mauricios Unvermögen. Als sie die Pläne von Hexe und Zauberer belauschen, wissen sie sofort, dass sie handeln müssen. Doch wie sollen sie heimlich den Wunschpusch ruinieren?

Das Fazit

Michael Ende schafft es eine relativ kurze Geschichte zu erzählen, dabei jedoch gekonnt Charaktere vorzustellen, ein Szenario zu entwickeln und dann noch eine Spannungskurve aufzubauen. So entsteht eine süße Geschichte, die bequem am Silvesterabend durchgelesen werden kann. Wer jetzt also noch nichts vorhat, los geht’s 😉

Rückblick auf den Oktober

Im Gruselmonat Oktober habe ich mich selbst zwar relativ wenig gegruselt. Bei Ma-Go ging es dann schon wesentlicher Horrormäßiger zu, mit seiner Reihe „31 Blogger’s Gruselstories“. Zu dieser Reihe schrieb ich auch einen Beitrag. Wer also wissen will, wieso ich meinen ersten Horrorfilm mit meiner ersten Achterbahnfahrt verglichen habe, kann es hier nachlesen. Ansonsten ging es in diesem Monat auf Dienstreise – Lanzarote und Fuerteventura wurden erkundet. Was medientechnisch bei mir los war, erfahrt ihr nun in meinem Monatsrückblick:

Sneak Preview

Der Vorname: Ein Gruppe Freunde trifft sich zum Abendessen. Dabei wird der Vorname des noch ungeborenes Nachwuchs eines Paares preisgegeben. Doch dieser sorgt für allerlei Diskussionsbedarf. Regisseur Sönke Wortmann weiß zu überzeugen und erschafft ein gelungenes Kammerspiel mit starken Darstellern und interessanten Charakteren.

25 km/h: Zwei Brüder treffen sich nach 30 Jahren wieder. Beide haben sich sehr unterschiedlich entwickelt, beschließen aber den Roadtrip, den sie als Kinder geplant haben, endlich nachzuholen. Dabei vereint der Film Roadmovie mit Feel good und einer gesunden Portion Drama. Regisseur Goller weiß, wann er nachbohren muss und wann er ein Thema ruhen lassen sollte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

A Star is born: Er ist ein in die Jahre gekommener Musiker, der sein Leben in Alkohol ertränkt, sie schafft es durch ihn entdeckt zu werden. Eine Liebesgeschichte mit allen Höhen und Tiefen. Der Film ist mehr als eine Liebesgeschichte und mehr als ein Musikfilm. Er kombiniert so viele Themen und erzählt eine Geschichte mit allen Facetten, mit allen Höhen und Tiefen. Dabei beleben die beiden Hauptdarsteller Cooper und Gaga den Film.

Venom: Journalist Eddie Brock, untersucht einen Fall bei der Life Foundation. Zurück kommt er mit einem Symbionten namens Venom, der sich in ihm eingenistet hat. Venom hat zwar einige Schwachstellen, die jedoch während des Sehens nur bedingt stören und erst im Nachhinein wirklich ins Gewicht fallen. Dennoch ist es schade, dass die ständigen Regisseurwechsel das Potential des Films so klein gehalten haben.

Johnny English – man lebt nur dreimal: Ein Hackerangriff legt die Identitäten aller von Großbritannien im Einsatz befindlichen Agenten offen. Nun muss der MI7 sich Alternativen überlegen. Zum Glück hat Johnny English gerade Zeit. Johnny English 3 ist genau das, was man erwartet. Ob es einen dritten Teil noch gebraucht hätte, dürfen die Fans entscheiden.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im Zuge meiner Reihe „Filme, die musst du gesehen haben“, sichtete ich noch Zwielicht und Alice im Wunderland. Details sind hier zu finden.

Jumanji 2: Im letzten Monat sah ich das erste Mal das Original und ließ nun den zweiten Teil folgen. Mich konnte noch immer die Handlung und vor allem die Besetzung begeistern!

Mary Poppins: In Vorbereitung auf den zweiten Teil, den Disney uns demnächst im Kino zeigt, ließ ich mich noch einmal von Julie Andrews bezaubern.

Das Belko-Experiment: Die Angestellten einer Firma werden ohne Vorwarnung in ihr Bürogebäude eingesperrt. Dann bekommen sie die Anweisung eine gewissen Anzahl ihrer Kollegen zu töten. Das Belko-Experiment beleuchtet zum einen wie sich verschiedene Menschen verhalten, wenn sie in so einer Situation stecken. Töten oder möglicherweise selbst getötet zu werden. Zum anderen erfreut sich der Film aber auch einfach an großen Abschlachtszenen.

The Tale – Die Erinnerung: Eine Frau findet Briefe aus ihrer Kindheit und merkt, dass sie große Teile ihrer Kindheit verdräng hat. Schnell merkt sie auch, warum. Sie wurde als Kind sexuell missbraucht. The Tale erzählt die Geschichte in einzelnen Schnipseln. Dabei ist das erzählte schon sehr krass und wird von Hauptdarstellerin Laura Dern gut rübergebracht.

The Avengers – Infinity War: Nach dem DVD Release des dritten Avengers Abenteuer musste ich den Film unbedingt noch einmal sehen, um meine Meinung zu überprüfen. Ja, immer noch sehr guter Film!

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Bad times at the El Royal: Sieben Fremde treffen in einem Hotel zusammen. Jeder hat eine andere Geschichte und andere Geheimnisse. Der Trailer sah schon sehr interessant aus und auch der Cast lässt einiges erhoffen.

Hunter Killer: Von Filmen mit Gerard Butler lass ich eigentlich gerne die Finger, nachdem seine letzten Filme allesamt floppten. Gary Oldman hingegen ist ein Schauspieler, den ich sehr gerne sehe. Was auch Hunter Killer interessant macht.

Filme, die es ganz knapp nicht in die Liste geschafft haben: Werk ohne Autor, Gänsehaut 2, Abgeschnitten

Serien – ein  kurzer Überblick

Im Oktober habe ich drei Serien beendet. Zum einen Elementary mit der vierten und fünften Staffel. Bis zum Ende hohes Niveau und interessante Fälle. Ich erwarte nun sehnsüchtig die sechste Staffel. Zum anderen Rick & Morty mit der dritten Staffel. Die Serie ist zwar vollkommen verrückt, aber hat trotzdem Suchtpotential. Auch hier erwarte ich nun die nächste Staffel. Und zu guter Letzte The A-Team. Die fünfte Staffel war zwar vom Konzept her ganz anders als die ersten vier, aber trotzdem noch spannend. Ich hätte gerne mehr gesehen, aber die Serie ist damit endgültig beendet. Neu gesehen habe ich die erste Staffel von Glow. Die Serie über weibliche Wrestler ist zwar irgendwo interessant und gut gemacht, aber so der letzte Funke ist nicht wirklich übergesprungen. Auf Empfehlung meines Freundes habe ich Rick & Morty mit Adventure Time ersetzt. Auch diese Serie ist einfach nur abgedreht, aber mit ihren gerade mal 10 minütigen Folgen super zum durchsuchten. Und zu guter Letzt habe ich noch Netflix neue Serie All about the Washingtons gesehen. Leider war die Serie nicht so lustig wie ich erwartet hätte.

Mein Lesemonat:

Bücher insgesamt: 2
Seiten insgesamt: 1104
Seiten pro Tag: ca. 35 pro Tag
Taschenbücher: 1
Manga: 1

Death Note – Band 4: Die Geschichte rund um Light und seinen Todesgott ist zwar immer noch interessant, aber ich merke, dass ich vielleicht zwischen den Bänden etwas Zeit verstreichen lassen sollte.

Christine: Mein inzwischen vierter Stephen King Roman hielt mich den gesamten Oktober über in Atem. So habe ich wohl doch Gruseloktober „gefeiert“. King schafft es wieder ein völlig normales Szenario – ein Autokauf – in eine Horrorgeschichte zu verwandeln und dabei die typischen Entwicklungen eines Mannes am Ende seiner Highschool-Zeit mit einzubeziehen.

Rückblick auf den September

Jetzt wo der Sommer vorbei zu sein scheint – zumindest was die Temperaturen angeht – kommt der goldene Herbst. Im September war ich unter anderem auf Fortbildung und habe dafür das schöne Hamburg besucht und habe wieder an Zacks SEPTEMBER-Challenge teilgenommen. Dieses Jahr habe ich mich mit Serien auseinander gesetzt.

Sneak Preview

Mile 22: Eine militärische Sondereinheit versucht einen Spion aus seinem Land zu schaffen, damit dieser in den USA Asyl bekommt. Im Gegenzug erwarten sie Informationen. Der Film punktet durch gute handwerkliche Arbeit und einen hohen Spannungsgrad, verliert diese jedoch durch Emotionslosigkeit und Distanz zum Publikum direkt wieder.

I can only imagine: Die wahre Geschichte von Bart Millard, Sänger der christlichen Band Mercy Me, und dem Song seines Lebens: I can only imagine. Leider vergrifft er sich mehr als einmal im Ton und trägt bei der eigentlich rührenden Geschichte an den falschen stellen zu doll auf und präsentiert einem unsympathischen Protagonisten. Dennoch kann der Film Emotionen hervorrufen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Safari – Match me if you can: Ein Film über die fiktive Datingapp Safari und episodenartige Geschichten über deren Nutzer. Anstatt jedoch humorvoll und gesellschaftskritisch zu sein, wirft Safari mit billigen Klischees um sich und langweilt den Zuschauer nur.

Meg: Ein Forschungsteam untersucht geheime Tiefen des Marianengrabens und befördert dabei einen Megalodon hervor. Der Urzeithai galt bisher als ausgestorben. Nun versuchen Jason Statham und sein Team diesen unschädlich zu machen. Vorhersehbare Handlung, zu viel Machogehabe und nur ein Charakter, um den ich mir Sorgen gemacht habe. Es wäre ein guter Trashfilm geworden, wenn er sich selbst nicht viel zu ernst genommen hätte.

Predator – Upgrade: Mein erster Predator-Film! Quinn McKenna wird unfreiwillig Zeuge einer Predator-Landung. Doch die soll vertuscht werden. Auf der Flucht muss er nun nicht nur gegen eine Regierungseinheit kämpfen, sondern auch noch gegen zwei Predatoren, wobei einer ein Upgrade bekam. Also entweder war ich einfach nicht die Zielgruppe oder der Film war wirklich absoluter Müll. Schwierig zu sagen.

Searching: Ein Vater vermisst seine Tochter und versucht nun sie zu finden. Soweit nicht spannend. Allerdings wird die gesamte Geschichte nur über einen Bildschirm erzählt. Durch Chats, Videotelefonate, Internetrecherchen. Und dadurch wird er interessant.

Ballon: Michael „Bully“ Herbigs erster ernster Film. Erzählt wird die Geschichte von zwei Familien, die versuchen mithilfe eines Ballons aus der DDR zu fliehen. Eine hoch-spannende Geschichte mit starken Schauspielern und eindrucksvollen Bildern.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Jumanji: Nachdem ich die Fortsetzung sehr genossen habe, gab es nun auch einmal das Original mit Robin Williams gesehen. Jumanji sieht wie ein gewöhnliches Brettspiel aus, doch wer es spielt, holt den Dschungel zu sich. Eine herrliche Komödie!

To all the boys I’ve loved before: Lara Jean ist ein durchschnittliches etwas schüchternes Mädchen. In ihrem Leben war sie bisher fünfmal so richtig verknallt gewesen. Und jedes Mal hat sie in dieser Phase einen Liebesbrief geschrieben, aber nie abgeschickt. Als das jemand anderes für sie tut, gerät ihre Welt auf einmal ins Chaos. Ein sehr süßer kleiner Film, der das Rad nicht neu erfindet, aber mit liebevollen Charakteren überzeugen kann.

SMS für dich: Karoline Herfurths Regiedebut kann mich auch nach dem dritten Mal sehen, noch immer in seinen Bann ziehen. Die absolut traurige, aber doch so lebensfrohe Geschichte bringt mich immer wieder gleichzeitig zum lachen und zum weinen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Das schönste Mädchen der Welt: Ein Jugendfilm über eine Klassenfahrt, den ich bisher nicht wirklich auf dem Schirm hatte, der aber so gute Kritiken abgegriffen hat, dass mein Interesse nun doch geweckt ist.

Book Club: In die Jahre gekommene Frauen entdecken ihre Sexualität wieder, nachdem sie im Buchclub 50 Shades of Grey gelesen haben. Mich stört zwar, dass man nach einem so schlecht geschriebenen Buch seine Sexualität neu entdeckt, aber Schauspielgrößen wie Jane Fonda und Diane Keaton ziehen mich dann doch zu dem Film.

Das Haus der geheimnisvollen Uhren: 1. Cate Blanchett 2. Die Optik 3. Jack Black. 3 Gründe, wieso der Film hier auf meiner Liste landet.

The Man who killed Don Quixote: Allein die unfassbare Entstehungsgeschichte, die Jahrzehnte gedauert hat, lässt diesen Film auf meine Liste wandern.

Serien – ein kurzer Überblick

Im September habe ich von Elementary die dritte Staffel gesehen und bin noch immer begeistert von der Serie. Dann hat mich mein Lebensgefährte dazu gebracht Rick & Morty zu sehen, wovon ich die ersten beiden Staffeln inzwischen gesehen habe und mich doch begeistern konnte – auch wenn ich das zuvor nicht gedacht hätte. Dann gab es von Brooklyn Nine-Nine endlich die vierte Staffel zu sehen, die leider mit einem riesigen doofen Cliffhanger endete und ich nun verzweifle, da ich wissen will, wie es weitergeht. Dann beendete ich noch die vierte Staffel vom A-Team und freue mich nun auf die finale fünfte Staffel. Als neue Serie entdeckte ich durch Zufall Younger und hab die erste Staffel bereits in kürzester Zeit verschlungen. Ganz mein Humor.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten insgesamt: 1156
Seiten pro Tag: ca. 39 pro Tag
Taschenbücher: 1
E-Books: 1
Manga: 2

Mortal Engines: Dieses Leseexemplar flatterte bei mir ins Haus, kurz nachdem ich den ersten Trailer zu Peter Jacksons neustem Streich gesehen habe. Leider konnte mich die emotionslose Handlung nicht richtig fesseln. Umso mehr freue ich mich, wenn Jackson sie mit guten Bildern untermauert.

Die unsichtbare Bibliothek: Der Auftakt einer neuen vielversprechenden Fantasy-Reihe. So wurde mir das Buch angepriesen. Leider konnte es mich nicht vom Hocker hauen. Zu viele Geschehnisse auf einmal, zu wenig Informationen zu der Bibliothek und leider bin ich auch mit den Charakteren nicht warm geworden. Laut den Rezensionen gibt es auch nur zwei Varianten: Entweder liebt man das Buch oder man konnte wenig mit anfangen. Ich gehöre leider zur zweiten Kategorie.

Death Note – Band 2 & 3: Schließlich habe ich mich noch weiter mit Light und seinem Todesgott befasst. Hier bleibt die Geschichte spannend.

 

Rückblick auf das 1. Halbjahr 2018

Wie bereits in meinem Beitrag zu meinen kommenden Highlights erwähnt, rechne ich ja ein wenig anders das Jahr, so dass mein 1. Halbjahr zum 31.05. geendet hat. Nun möchte ich mit euch zurückblicken auf meine Highlights und Enttäuschungen im ersten halben Jahr. Ich versuche es ein bisschen zusammenzustauchen, da die ausführlichen Rückblicke wieder Ende des Jahres kommen.

Filme – auf großer Leinwand geschaut

Im ersten Halbjahr liefen 35 Kinofilme, die ich mir angeschaut habe und die nicht in der Cinemathek liefen (hierfür gibt es ja weiterhin die eigene Kategorie). Das ist für die geringe Auswahl in meinem Heimatkino eine gute Quote, vor allem weil viele gute und einige herausragende Filme dabei waren. Natürlich waren auch ein paar Enttäuschungen dabei, aber die sind doch sehr überschaubar. Hier nun meine 10 Enttäuschungen und meine 10 Highlights von Dezember 2017 bis Mai 2018.

Enttäuschungen

Platz 10: I feel pretty
Platz 9:   Alles Geld der Welt
Platz 8:   The Commuter
Platz 7:   Tomb Raider
Platz 6:   Rampage – Big meets bigger
Platz 5:   Pitch Perfect 3
Platz 4:   Der seidene Faden
Platz 3:   Downsizing
Platz 2:   Der Sex-Pakt
Platz 1:   Death Wish

Highlights

Platz 10: Die dunkelste Stunde
Platz 9:   Your name
Platz 8:   Jumanji 2 – Willkommen im Dschungel
Platz 7:   die kleine Hexe
Platz 6:   Dieses bescheuerte Herz
Platz 5:   Red Sparrow
Platz 4:   Black Panther
Platz 3:   Three billboards outside Ebbing, Missouri
Platz 2:   Avengers – Infinity War
Platz 1:   Die Verlegerin

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im ersten Halbjahr habe ich 14 Filme im „Homekino“ gesehen. Eigentlich waren es 25, aber ich lass die 17 Filme des Marvel Cinematic Universe mal zusammengefasst in ihren einzelnen Phasen. Ich habe viele altbekannte und heiß geliebte Filme gesehen, aber auch ein paar Neue entdeckt. Ein A hinter dem Filmnamen steht für altbekannt, das N demnach für Neuentdeckung

Platz 14: Scooby-Doo (A)
Platz 13: Der 100-jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (N)
Platz 12: Willkommen bei den Hartmanns (N)
Platz 11: Get Out (N)
Platz 10: Mudbound (N)
Platz 9:   Der Sinn des Lebens (N)
Platz 8:   MCU – Phase 1 (A)
Platz 7:   Deadpool (A)
Platz 6:   MCU – Phase 3 (A)
Platz 5:   MCU – Phase 2 (A)
Platz 4:   Leon, der Profi (N)
Platz 3:   Groupies bleiben nicht zum Frühstück (A)
Platz 2:   Where to invade next (N)
Platz 1:   Die Feuerzangenbowle (A)

Cinemathek

Platz 5: Die Geschichte der Liebe
Platz 4:  Aus dem Nichts
Platz 3: Die Lebenden reparieren
Platz 2: Logan Lucky
Platz 1: Call me by your name

Serien – ein kurzer Überblick

Serien werden in meinen Rückblicken immer ein bisschen Stiefmütterlich behandelt. Dabei habe ich im ersten Halbjahr schon wieder 23 Staffeln (ganz unterschiedlicher Länge, von vier bis 24 Folgen pro Staffel war alles dabei) gesehen. Da der ausführliche Rückblick hier auch wieder am Ende des Jahres kommt, möchte ich hier nur ein paar meiner Highlights erwähnen, die aber keinesfalls eine representative Liste darstellen und daher auch keine Nummerierung kriegen. Aber falls sich jemand für eine der Serien interessiert, weiß er nun, dass er mich darauf ansprechen kann 😉

  • Lucifer – Staffel 2
  • Star Trek – Discovery
  • The Crown – Staffel 2
  • The A-Team – Staffel 2
  • Grace und Frankie – Staffel 4
  • Violet Evergarden – Staffel 1
  • Sense 8 – Staffel 1&2

Bücher – meine Highlights

Auch im Buchbereich sind bereits 27 ausgelesene Exemplare dabei. Hiervon möchte ich euch meine Highlights präsentieren und nummeriere diese auch wieder durch.

Platz 10: Friedhof der Kuscheltiere – Stephen King
Platz 9:   Der Report der Magd – Margaret Adwood
Platz 8:   Die magischen Pforten der Anderwelt – Sandra Regnier
Platz 7:   Zwischen Meer und Sternen – Katie Kling
Platz 6:   Das Buch der Schurken – Martin Thomas Pesl
Platz 5:  Frühstück mit Kängurus – Bill Bryson
Platz 4:  Das fehlende Glied in der Kette – Agatha Christie
Platz 3:  Mary Poppins – Pamela L. Travers
Platz 2:  Nur noch ein einziges Mal – Colleen Hoover
Platz 1:  Es – Stephen King

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!

 

Mit Mann ist auch nicht ohne

Ein Vorwort

Seit inzwischen vier Jahren ist da ein ganz wundervolles männliches Wesen in meinem Leben. Seit zwei Jahren teile ich mit ihm eine Geek-Höhle und wir fühlen uns Pudelwohl zusammen. Als ich beim Stöbern nach neuen Büchern über Silke Neumayers Buch „Mit Mann ist auch nicht ohne“ gestoßen bin, fühlte ich mich aber doch angesprochen, denn ihre ganz eigenen Macken haben die Männer dann ja doch. Als das Buch bei mir eintrudelte, stutzte ich dann doch erst einmal über den Untertitel „Liebeslesestoff für die fortgeschrittene Frau“. Mit Mitte 20 würde ich mich dann doch nicht als fortgeschrittene Frau bezeichnen. Konnte das Buch trotzdem halten, was es verspricht?

Die Handlung

In diesem Episodenroman erzählt Silke Neumayer vom Leben mit ihrem Ex-Mann und seinen Problemen und dann dem neuen Mann in ihrem Leben, der natürlich auch seine Macken hat. Und dann ist da noch ihre pubertierende Tochter, die auch regelmäßig Herzschmerz hat. Oder eben keinen hat, was der Mutter Magenschmerzen bereitet.

Meine Meinung

Die einzelnen Geschichten sind natürlich rein fiktiv und haben absolut gar nichts mit den Personen im Leben der Autorin zu tun. So lautet auf jeden Fall der Hinweis ziemlich am Anfang des Buches. Aber Frau Neumayer nimmt ja alles mit Humor. Zumindest steckt sie ziemlich viel in die Geschichten. Die einzelnen Kapitel nehmen immer nur ein paar Seiten ein, weswegen das Buch auch gut für zwischendurch ist. So ist natürlich nie Platz für sonderlich viel Tiefgang, aber das ist auch gar nicht das Ziel. Es scheint eher, dass die Zielgruppe Frauen (am besten Mütter) sind, die sich mit genau den gleichen Alltagsproblemen herumschlagen. Die pubertierende Tochter, die sich mal die Augen ausheult, weil ihr Freund seit einer Stunde nicht zurückgeschrieben hat, und die mal mit ihrem Freund im Zimmer verschwindet und sich Frau Mama dann zurückhalten muss, um nicht doch mal ins Zimmer reinzuplatzen und zu kontrollieren, was denn dort so getrieben wurde.
Aber auch für das jüngere Publikum bietet das Buch viel Platz zum Schmunzeln. So ein paar Anekdoten kennt man eben auch nach kurzer Erfahrung mit Männern schon. Wieder andere Episoden waren dann weniger spannend – vielleicht muss man dafür dann doch einfach nochmal älter werden – aber das ist das schöne an Episodenromanen, man kann ein Kapitel einfach überlesen, wenn es einen nicht interessiert.
In der Kürze liegt die Würze war wohl das Motto von Frau Neumayer und so kann man das Buch durchaus an 2 Tagen vollständig durchlesen. Die einzelnen Kapitel sind immer sehr einfach gehalten und wirklich tiefgründig sind die Erkenntnisse nun auch nicht. Aber wen das nicht stört, der kann sich auf kurzweilige Unterhaltung freuen und den Vorsatz erfüllt das Buch zur Genüge. Mit 220 Seiten passt es dann auch in die Frauenhandtasche für unterwegs ohne unnötig viel Platz weg zu nehmen.

Das Fazit

Mit Mann ist auch nicht ohne fällt eindeutig unter die Kategorie „ganz nett“, denn es liest sich leicht weg und hat die nötigste Portion Humor mit drin. Vielleicht war ich auch einfach nicht die richtige Zielgruppe. Aber als Zwischendurchlektüre und zum Lästern über das männliche Geschlecht eignet es sich dann doch ganz gut (natürlich werden die Männer auch mal gelobt).

Mit Mann ist auch nicht ohne wurde mir vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung, weise aber daraufhin, dass ich trotzdem meine Meinung teile unabhängig vom Rezensionsexemplar.

Frühstück mit Kängurus

Ein Vorwort

Er gilt als einer der besten Autoren für Reiseliteratur. Bill Bryson. Während mich seine Berichte über Großbritannien (Reif für die Insel) und die USA (Streiflichter aus Amerika) nicht so wirklich begeistern konnten, rief ich mir ins Gedächtnis, dass nun mal alle guten Dinge drei sind. So gab ich Mr. Bryson noch eine Chance und legte mir sein Werk „Frühstück mit Kängurus“ zu, da es mir noch einmal von einer Freundin empfohlen wurde. Wagemutig nahm ich es also als eines von drei Büchern mit in meinen Marokkourlaub, wohl wissend, dass wenn es mich wieder langweilt, ich nicht so schnell an ein Ersatzbuch kommen würde. Aber ob es nun die marokkanische Sonne war, die im März während in Deutschland alle froren auf meinen Bauch schien, oder das fremdländische Australien war, auf jeden Fall bereute ich meine Entscheidung nicht!

Die Handlung

Bill Bryson unternimmt insgesamt drei Reisen nach Australien, über die er auch genauer berichtet. Eine Zugreise von West nach Ost, eine Reise entlang der Ostküste und eine Reise ins Outback. Alle Reisen beschreibt er mit einer hübschen Portion Witz und Selbstironie und verpackt das ganze mit Geschichten rund um das Australien, das bisher kaum einer kennenlernte.

Meine Meinung

Der Schreibstil von Bill Bryson war auch bei den vorherigen Werken nie das Problem beim Lesen. Denn Witz und Selbstironie wechseln sich hier gekonnt mit Pointen und interessanten Hintergrundgeschichten ab, so dass das Lesen einem leicht fällt. In diesem Werk sind diese Hintergrundgeschichten jedoch wesentlich spannender, als noch in Reif für die Insel. Vielleicht ein Punkt, wieso sich Frühstück mit Kängurus so wunderbar einfach weg liest. Die knapp über 400 Seiten gehen nahtlos ineinander über und gäbe es keine klare Kapitelabgrenzungen, dann würde man wohl das ganze Buch einfach in einem Stück lesen.
Das Buch teilt sich in drei Abschnitte, wobei der zweite Teil (der gleichzeitig auch der interessanteste ist) den größten Platz einnimmt. Jeder beschäftigt sich mit einer von den drei Reisen Brysons. Die erste mit der Zugreise von West- nach Ostaustralien war wohl auch die Reise, die am wenigsten spannend war. Das dürfte wohl daran liegen, dass Bryson dort die meiste Zeit im Zug saß und nur ab und an mal nach draußen sah. Doch wer diesen Abschnitt geschafft hat, bekommt das Herzstück des Buches präsentiert. Das liegt vor allem daran, dass die Ostküste von Adelaide, Canberra, Melbourne und Sydney (unter anderem) handelt und dies auch dem Australienfremden ein Begriff sein dürfte. Der dritte Teil, der sich mit dem Outback befasst, wurde dann wieder etwas langatmiger, aber immer noch spannend, auch wenn der bekannteste Ort hier Alice Springs mit dem Uluru (ehemals Ayers Rock) sein dürfte. Auf jeden Fall lernt man Australien aus den verschiedenen geographischen Gesichtspunkten kennen. Aber Bryson lässt es sich nicht nehmen, den Leser auch hinsichtlich der australischen Geschichte aufzuklären und dabei auch das unliebsame Kapitel der Aborigines nicht auszulassen, lässt aber auch hier immer wieder Meinungen von Australiern einfließen, so dass es keine reine Außenbetrachtung wird. Ebenso spricht er Politik, Wirtschaft und Städteplanung mit an, so dass für gute Abwechslung der Anekdoten gesorgt ist.
Der wichtigste Aspekt ist aber, dass man während des gesamten Buches Brysons Begeisterung für das Land spürt und dabei unweigerlich das Fernweh geweckt wird. Die Begeisterung schlägt auf den Leser über und man merkt, wie man im Kopf die Preise für Australien überschlägt und durchrechnet, wie lange man dafür sparen muss. Und das ist das größte Kompliment, dass man einer Reiseliteratur machen kann.

Das Fazit

Frühstück mit Kängurus ist witzig und gleichzeitig interessant geschrieben, lässt sich gut weg lesen und schürt dabei ordentlich das Fernweh. Bisher Brysons stärkstes Werk (gemessen an den bisher gelesenen).

Das Buch der Schurken

Ein Vorwort

Wir alle kennen sie. Manchmal lieben wir sie, manchmal hassen wir sie, manchmal sind sie einfach nur das Mittel zum Ruhm des Helden. Die Rede ist von den Schurken und Bösewichten der Weltliteratur. Wie oft hat man ein Buch verschlungen und fieberte mit dem Helden und gegen den Schurken. Wie oft war aber auch der Schurke die Hauptfigur und eigentlich waren wir auch auf seiner Seite. Wir mögen sie einfach, egal, was sie letztendlich getan haben. Wie oft macht erst der geniale Gegenspieler ein Buch erst aus. Was wäre wohl der Herr der Ringe ohne Sauron geworden? Sherlock Holmes ohne seinen erbitterten Gegenspieler Moriarty?
Der Autor Martin Thomas Pesl hat sich die Zeit genommen und die Weltliteratur nach den genialsten Exemplaren zu durchsuchen, sie genauer zu erkunden, zu kategorisieren und in dem „Buch der Schurken“ mit dem Beinamen „Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur“ zusammen zu fassen.

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Die Handlung

Auf jeder Doppelseite befasst sich Martin Thomas Pesl mit einem anderen Schurken. So ziert die linke Seite eine gelungene Zeichnung von Kristof Kepler, Name des Schurken, zugehöriges Buch, Autor und Erscheinungsjahr, sowie ein Zitat aus dem jeweiligen Werk, das sich mit der Boshaftigkeit des Schurken befasst. Aus der rechten Seite folgt die genauere Durchleuchtung des Schurken und abschließend eine kleine Tabelle mit wechselnden Kategorien, wie beispielsweise „Herkunft“, „Schönheit“ oder „Boshaftigkeitsfaktor“.

Meine Meinung

Mir wurde kurz vor meinem letzten Urlaub dieses Buch empfohlen und so eilte ich noch kurzfristig in den Buchladen meines Vertrauens, die es wie immer schafften mir das Buch bis zum nächsten Tag zu besorgen! So erfreute ich mich nicht nur einer Woche in der Sonne, sondern auch mit einem Wiedersehen geliebter Schurken – gut aus Prof. Umbridge hätte ich vielleicht verzichten können –  und dem Neuentdecken ganz besonderer Exemplare – meine Wunschleseliste ist wieder ganz schön gewachsen und zwei Exemplare sind schon auf meinem SuB gewandert.
Martin Thomas Pesl schafft es vor allem jedem Schurken eine ganze Seite zu widmen. Hier wird erläutert, was ihn so böse macht und warum er gleichzeitig auch so genial ist. Dabei kommt auch das Mitleid für die Helden der Geschichten nicht zu kurz, auch wenn der Schurke manchmal der heimliche Held ist. Besonders gefallen hat mir auch, dass Pesl sich wirklich von den ganz alten Exemplaren – Loki aus der Prosa-Edda von 1220 oder Enkidu aus dem babylonischen Gilgamesch-Epos vom 18. Jahrhundert v. Chr. – bis zu den neusten Exemplaren – Adam Stensen aus Hart auf Hart von 2015 oder Die little People aus 1Q84 von 2009 – hangelt. Zwar scheinen die meisten im 18., 19. und 20. Jahrhundert geschrieben worden zu sein, aber es gibt doch auch einige Ausreiser.
Dann gibt es wieder die Exemplare, bei denen man zweimal überlegen muss, ob man sie wirklich auf so eine Schurkenliste setzen würde, oder ob die Wahl nicht auf jemand anderen hätte fallen sollen. So ist Lord Voldemort wohl der prägendste Schurke aus den Harry Potter Teilen, doch wurde stattdessen Prof. Umbridge aus dem fünften Teil ausgesucht. Doch Pesl ist um keine Erklärung verlegen und kann humorvoll immer wieder belegen, wieso seine Wahl eine gut durchdachte ist. Die Humorvollen Beschreibungen sind dann auch genau das, was das Buch so besonders und lesenswert macht. Man kann es an einem Stück durchsuchten, ohne das einem langweilig wird, oder man kann es Häppchenweise lesen. Hilfreich sind auch die Kategorien, in die die Schurken eingeteilt wurden. So haben die Femme fatal ebenso ihren Abschnitt, wie die Psychopathen. Und wer nun denkt, der größte Teil der Schurken sei männlich, liegt daneben, denn Pesl zeigt auch allerhand Bösewichte des weiblichen Geschlechts.

Das Fazit

Wer ein großer Freund der Weltliteratur ist und ein Wiedersehen mit seinen Lieblingsbösewichten feiern möchte, dem empfehle ich dieses Buch. Wer auf der Suche nach einem neuen Buch ist, das mit einem bösen Schurken bestückt sein soll, dem empfehle ich dieses Buch. Für wen die Beschreibung oben grundsätzlich einladend klang, dem empfehle ich dieses Buch.