Kurz vorm Auslauf des Jubiläums präsentiert uns Disney doch noch einen Film zum 100 jährigen. Während der Trailer eher abschreckend aussah, wollte ich dem Film dennoch eine Chance geben. Warum mich Wish am Ende doch positiv überraschte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich.
Meine Meinung
When you wish upon a star … Ach nein, das war ein anderer Film. Und auch wenn 83 Jahre zwischen Pinocchio und Wish liegen, so sieht man hier bereits die erste Parallele zwischem dem zweiten Kinofilm der Meisterwerk Reihe und dem 62. und aktuellsten. Denn pünktlich zum 100 jährigen Jubiläum des größten Filmstudios der Welt präsentiert uns eben dieses einen neuen Teil der Meisterwerk Reihe. Doch zunächst war die Enttäuschung groß, denn der Trailer sah grausam aus. Es wurde nicht klar, welche Geschichte erzählt werden soll, die Optik irgendwo zwischen Zeichentrick und sehr klobiger Computeranimation war eher abstoßend und irgendwie wurde doch eher wieder der tierische Sidekick fürs Merchandise vorgestellt. Entsprechend mit sehr wenigen Erwartungen ging ich in den Film, bereit einen Veriss zu schreiben, wie wenig die Chance für einen Film zu einem 100 jährigen Jubiläum genutzt wurde. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Zunächst schien der Film alle meine Befürchtungen zu unterstreichen. Der Einstieg war etwas holprig und auch die ersten Lieder gingen überhaupt nicht ins Ohr bzw waren auch eher schlecht als recht ins Deutsche übersetzt. Die Optik war in ihrer wilden Mischung sehr gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit verstand man immer mehr, dass Wish versucht den Spagat zwischen Vergangenheit und Moderne zu ziehen und so beide Stile kombiniert. Wenn man sich dem einmal bewusst geworden ist, störte es auch immer weniger. Doch nicht nur das, auch die Geschichte wird immer klarer, die Lieder gehen immer schneller ins Ohr, bis man auch vom Soundtrack überzeugt ist. Die Charaktere wachsen einem immer mehr ans Herz und dann ist da noch die eine Sache, die mich am Ende doch überzeugen konnte: Die unzähligen Anspielungen auf die bisherigen Disney-Filme. Von sehr offensichtlichen Schneewittchen Anspielungen über Robin Hood, Pinocchio, Dornröschen und und und. Die Liste lässt sich ewig weiterführen und wahrscheinlich habe ich nicht einmal alle gesehen. So verzeiht man auch, dass die Geschichte letztlich doch sehr vorhersehbar ist, da sie typischen Tropes folgt. So ist Wish vielleicht kein perfekter Film, aber durchaus ein durchdachter zum Jubiläum, bringt viel Nostalgie, aber auch neues mit ein und baut sich langsam aber sicher auf. Ich bin auf jeden Fall auf eine zweite Sichtung gespannt, ob ich noch mehr Anspielungen finde über die ich mich freuen kann.
Das Fazit
Wish kombiniert Nostalgie mit neuen Elementen und schafft eine wunderbare Hommage an die 100-jährige Disney Geschichte, auch wenn die Geschichte eher einfach und vorhersehbar war, gibt es doch regelmäßig Anspielungen zu entdecken. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Wish läuft seit dem 30.11.2023 in den deutschen Kinos
Nachdem Hayao Miyazaki 2013 nach „Wie der Wind sich hebt“ sein Karriereende ankündigte, erlebte Studio Ghibli ein wenig eine Durststrecke, wurden doch in der Zwischenzeit gerade einmal vier Spielfilme veröffentlicht. Nun kam Miyazaki doch noch einmal zurück mit seinem angeblich wirklich letzten Film – auch wenn es Gerüchte gibt, dass er doch bereits am nächsten arbeitet. Ob der lang ersehnte Film dem Hype gerecht wird, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Maki Mahito zieht während des zweiten Weltkriegs und nachdem seine Mutter in einem Brand ums Leben kam, mit seinem Vater aufs Land, da er dort die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau geheiratet hat. Während der Vater mit der Leitung einer Rüstungsfabrik beschäftigt ist, erkundet Mahito das Grundstück und trifft dabei immer wieder auf einen Reiher, der ihn zu einem teilweise verschütteten Turm führt. Doch erst als seine Stiefmutter entführt wird, betritt er durch den Turm eine andere Welt. Wird er sie finden und können beide zurückkehren?
Meine Meinung
Egal, wie wenig man sich mit Animes und der japanischen Filmgeschichte auskennt, so haben Hayao Miyazaki Werke es auch in unseren Kreisen zu unfassbarer Bekanntheit geschafft. So war Chihiros Reise ins Zauberland zum Beispiel auch mein erster Anime, den ich bewusst gesehen habe. Und es sollten einige, davon viele aus der Feder Miyazakis, folgen. Dabei ging ich an Der Junge und der Reiher eher unbedarf heran, hatte mich vorher wenig mit dem Film auseinander gesetzt, lediglich über Filmportale die gespannte Erwartung der Filmwelt mitbekommen. Und wie es bei einigen seiner Filme so ist, baut Miyazaki spielerisch eine Welt zwischen Katastrophe und Harmonie, eine Welt in einer Welt, eine Fantasiewelt, die so voller Metaebenen ist, dass es wohl noch einige Male braucht, bis sich den Zuschauenden wirklich alles entfaltet. Dabei ist es gerade dieses mitdenken, interpretieren, die Kleinigkeiten entdecken und enträtseln, die diese Filme zu etwas zu besonderem machen, da es sich doch von den üblichen Animationsfilmen aus Hollywood unterscheidet. Ich muss gestehen, dass ich aber gerade dadurch zunächst so meine Probleme mit dem Film hatte. Beim Ansehen strömte so viel auf mich ein, dass ich mich einfach überfordert gefühlt habe. Denn selbst, wenn man versucht zunächst nur die wundervollen und liebevollen animierten Bilder auf sich wirken zu lassen, kommt man doch nicht umhin sich mit den ersten Kleinigkeiten auseinander zu setzen, in der Angst, sonst etwas zu verpassen. Im Nachhinein habe ich mir ein ausführliches Video zu den ganzen Einflüssen aus Miyazakis Lebensgeschichte und anderen Werken auf den Film angesehen und damit begann dann so langsam meine Begeisterung für den Film. Denn so erkennt man bereits so viele Anspielungen, dass es absolut faszinierend ist, und dennoch bleiben viele Ebenen des Films immer noch einem zur eigenen Interpretation offen. Was aber sofort blieb war der wunderschöne Zeichenstil, eine Geschichte, die einen in einen Bann zieht, auch wenn sie einen überfordert und unglaublich interessante Charaktere. Was noch kommen kann, ist eine völlig Faszination von dem Film, doch das ist wohl auch einfach ein Film, der in einem nachreift und seine Zeit braucht.
Das Fazit
Der Junge und der Reiher hat mich beim ersten Mal sehen komplett überfordert, dennoch sind die vielen Ebenen absolut faszinierend und bleiben auf jeden Fall in Erinnerung. Der Film übt einen Sog aus, dass man sich danach noch länger mit ihm befassen will und das habe ich so lange nicht mehr erlebt. Dafür gibt es dennoch aktuell 07 von 10 Punkte (was sich nach öfterem sehen durchaus nach oben ändern kann).
Der Junge und der Reiher läuft seit dem 04.01.2024 in den deutschen Kinos
Na, könnt ihr das Wort Jahresrückblick noch lesen? Okay, das ist dann auch vorerst wirklich der Letzte! In diesem Format geht es noch einmal um Top 5 Listen, allerdings mit etwas anderen Inhalten. Dabei habe ich versucht aus jeder Blogkategorie etwas zu finden, was bei den anderen Jahresrückblicken etwas zu kurz kommt. Bereit?
Top 5 Serienintros
Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2023 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:
Doom at your service – K-Drama
Crash Course in Romance – K-Drama
Rennervations – Staffel 1
1899 – Staffel 1
Die Ringe der Macht – Staffel 1
Top 5 – Kinotrailer
Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2023 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:
Barbie
Oppenheimer
Dune 2
Renfield
A haunting in venice
Top 5 tierische Begleitung
In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:
Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2023 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:
Emerald Witches 2 – Seidenblume
Gallant
A magic stepped in Poison
Tokioregen
Silver & Poison
Was sagt ihr zu meiner Liste? Was fehlt eurer Meinung? Und ich bin immer noch auf der Suche nach einer fünften Kategorie, also gern her damit 🙂
Willy Wonka ist wohl die bekannteste Figur aus Charlie und die Schokoladenfabrik, auch wenn sie nicht einmal titelgebend war. Aber die extravagante Figur konnte auch in diversen Verfilmungen begeistern und nachhaltig prägen. Nun bekommt er seinen eigenen Film praktisch als Prequel mit niemand geringerem als Timothee Chalamet in der Hauptrolle. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Willy Wonka (Timothee Chalamet) kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf.
Meine Meinung
Eine wichtige Information sollte man wohl vorab über den Film wissen – zumindest war es einer der meistgenannten Kritikpunkte: Es ist ein Musical. Sprich, es wird viel gesungen. Wer also mit Liedern in Filmen nichts anfangen kann, sollte diesen Film meiden. Auch sei gesagt, da der Film eine Altersfreigabe ab 0 Jahren hat, sind die Texte eingedeutscht. Auch das muss man mögen. Aber fangen wir doch am Anfang an. Wir begegnen Willy Wonka, wie er frisch von einer Reise wiederkehrt. Zunächst ist nicht so ganz klar an welcher Stelle seines Lebens wir uns befinden, zumal sich die hier nach und nach eröffnende Hintergrundgeschichte von der aus Charlie und die Schokoladenfabrik unterscheidet. Die anfänglichen Fragezeichen rutschen jedoch schnell in den Hintergrund, denn Wonka baut sich zum einen sehr schnell auf und lässt sich doch Zeit die Charaktere vorzustellen. Danach haben wir den üblichen Dramaaufbau, weswegen einige Entwicklungen einfach nicht überraschend waren und vieles wohl vorhersehbar, aber – und das ist ein großes aber – gleichzeitig bestückt er die Geschichte mit so vielen fantastischen und unvorhersehbaren Einfällen, dass man aus dem Staunen kaum rauskommt. Sei es ein Abenteuer mit einer Giraffe, eine etwas andere Beerdigung oder auch nur das Zusammentreffen mit einem Umpa Lumpa. So ist es eine zauberhafte Geschichte, die von den Liedern getragen wird, wobei die ein oder andere Melodie es so schnell nicht aus dem Kopf rausschafft (Schrubb Schrubb). Auch wenn es einige Charaktere sind, wird sich für alle genug Zeit genommen, damit sie eine Hintergrundgeschichte kriegen, ich musste oftmals herzhaft lachen und wurde einfach von Anfang bis Ende gut unterhalten. Dazu tragen auch die vielen tollen Schauspielenden bei, die sich hier teilweise in gewohnten, teilweise aber auch in erfrischenden Rollen (Olivia Coleman), die Klinke in die Hand geben. Letztlich muss man bunte Filme mögen, man muss ungewöhnliche Filme mögen und vor allem Musicals. Aber dann steht nichts im Weg zu einem tollen Abend voller Witz, Spaß und Spannung.
Das Fazit
Wonka beherrscht das Gleichgewicht zwischen bekanntem Dramaaufbau und neuen und überraschenden Einfällen. Ein wunderbar buntes Musical voller Witz, das einen tollen Filmabend garantiert. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Wonka läuft seit dem 07.12.2023 in den deutschen Kinos
Fühlt ihr euch auch noch nicht so richtig in 2024 angekommen? Ich auch nicht und daher fiel es mir gar nicht schwer, noch einmal auf das vierte Quartal 2023 zurückzublicken. Wie gewohnt in Top 5 Listen (außer, es gab keine fünf Highlights, dann wie gewohnt reduziert). Und damit ohne groß weitere Worte zu verlieren:
Meine drei Kinohighlights
The Marvels: Carol Danvers aka Captain Marvel untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel und Monika Rambeau. Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten. – Sehr witzige Frauenpower, Handlung eher normal, aber immerhin mal wieder unterhaltsam.
Wish: In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich. – Nach dem Trailer mit dem schlimmsten gerechnet. Doch wir bekommen eine anständige Handlung, die Lieder werden im Laufe immer besser und vor allem kriegen wir unzähliche Anspielungen auf die 100-jährige Geschichte Disneys.
Wonka: Willy Wonka kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf. – Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich um ein Musical handelt, bekommt man einen ganz zauberhaften Film über Träume, allerlei witzige Einfälle und das mit einem ganz wunderbarem Cast.
Meine drei filmischen Highlights
Sowoozoo – BTS Concert: 2021 mitten in der Pandemie, konnten keine K-Pop Gruppen auftreten. Um Army trotzdem etwas zu bieten, hat BTS ein virtuelles Konzert geschaffen. Mit Sowoozoo hatte Army auf riesigen Leinwänden die Möglichkeit das Konzert zu erleben und BTS hat keine Mühen gescheut, um die gewohnte hochwertige Show zu bieten. – Tolles Konzert für alle BTS Fans und das Daechwita Cover war definitiv ein Highlight.
Leo: Leo ist eine Echse und lebt zusammen mit Squirtle, einer Schildkröte, in einem Terrarium in einer fünften Klasse. Als beim alljährlichen Elternabend über das Alter von Echsen diskutiert wird, findet Leo heraus, dass er wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu Leben hat. Gleichzeitig beschließt die Vertretungslehrerin, dass die Kinder abwechselnd eines der Tiere übers Wochenende mit nach Hause nehmen müssen. Leo sieht darin seine Chance zu fliehen und noch ein Abenteuer in seinem letzten Jahr zu erleben. Doch es soll anders kommen. – Ich habe den Film geliebt. Zunächst wusste ich nicht genau, worauf er hinauswollte und wurde einfach nur gut unterhalten, aber er entwickelt sich zu einem wunderbaren coming-of-age Film, den ich so nicht vorhergesehen hatte.
The Whale: Charlie hat nach einem Verlust sich vollständig zurückgezogen. Durch seine morbide Adipositas traut er sich nicht einmal bei seinem Online-Kurs, den er gibt, die Webcam einzuschalten. Seine Freundin Liz, die Krankenpflegerin ist, drängt ihn ins Krankenhaus zu fahren, da sie befürchtet, dass sein Herz aufgibt. Doch Charlie versucht sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen, die jedoch wenig Verständnis zeigt. – Absolut berechtigter Oscar-Gewinn von Brendan Fraser hier. Ein Film, der einen in eine Schockstarre zwingt und man kann nur hilflos dem Kammerspiel zusehen. Der berührt und schockiert auf mehreren Ebenen.
Meine fünf serientastischen Highlights
Big Time Rush – Staffel 3-4: Nach turbulenten Zeiten für Kendall, Carlos, Logan und James, ging es endlich auf große Welttournee. Doch auch zurück im geliebten Palm Woods müssen sie sich neuen Herausforderungen stellen. So knistert es ganz schön zwischen Kendall und Lucy, sie werden von Paparazzi verfolgt und noch vieles mehr. Auf jeden Fall wird es als Superstar nicht langweilig. – Durch Paramount+ endlich auch für mich sichtbar und ich liebe diese Serie einfach. Klar hat man gemerkt, dass ihr gegen Ende hin etwas die Luft ausging, aber sie haben einen schönen Abschluss gefunden für die Charaktere.
Goblin – K-Drama: Kim Shin wird zu einem Goblin und wandert fast tausend Jahre ruhelos durch die Welt. Nur die Braut des Dokkaebi (Goblin) kann ihn befreien. Mit Ji Eun-Tak einer Abschlussschülerin findet er diese schließlich, doch Abschied vom Leben war noch nie so schwierig. Dabei wurde sogar schon sein Haus an einen Gevatter Tod weiter vermietet. – Highlight K-Drama! Zählt nicht ohne Grund als Klassiker. So viele Gefühle, aber auch sehr lustig und die Hassliebe zwischen Goblin und Gevatter Tod hat alles immer wieder aufgelockert. Ich habe jede Folge genossen
Buddy Daddies – Staffel 1: Kazuki und Rei sind Attentäter und leben in einer WG zusammen. Bei einem Auftrag treffen sie auf Miri, eine Vierjährige, die auf der Suche nach ihrem Vater ist. Da sie diesen leider gerade töten mussten und sie nicht zurück zu ihrer Mutter kann, nehmen die beiden sie auf. Doch mit einem Kleinkind und dem Job als Attentäter ist es gar nicht so leicht. – Ein sehr unterhaltsamer Anime mit vielen Lachmomenten, aber ab und an auch ernsteren Einschlägen. Habe ich sehr geliebt, leider deutet das Ende der Staffel daraufhin, dass die Serie bereits abgeschlossen ist
The Pokemon Concierge – Staffel 1: Haru kommt nach einer beschissenen Woche im Pokemon Resort an. Sie soll dort als Concierge arbeiten und sich um das Wohlbefinden der Pokemon kümmern. Doch das ist gar nicht so einfach. – Warum nur vier Folgen? Habe es sofort geliebt, sehr liebevolle Geschichten, auch wenn die Zielgruppe wohl doch eher die ganz Kleinen waren.
Star Trek – Strange New Worlds – Staffel 1-2: Die Enterprise geht nach ihren Erlebnissen auf der Discovery wieder auf eine mehrjährige Mission. Captain Pike versammelt dafür sein Team und sie reisen dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Das bietet natürlich allerlei Platz für Abenteuer, aber auch menschliche Entwicklungen an Bord. – Nach einigen aktuelleren Star Trek Versuchen, besinnt sich Strange New Worlds auf die Anfänge und bietet wieder das Entdecken neuer Welten und den typischen „Vorfall“ der Woche.
Meine fünf buchigen Highlights
Chaosherz: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat. – Der typische zweite Füller-/Vorbereitungsband, aber dennoch habe ich das Buch nur so verschlungen. Ich liebe die Charaktere und wollte alles neue wissen. Und der Vorteil ist, dass man hier noch einiges über die Welt lernen konnte. Kann Band 3 gar nicht erwarten.
Chasing Melodies: June lebt mit ihrer Mutter in New York und versucht durch Jobs diese finanziell zu unterstützen. Doch als sie ein Praktikum bei Blossom Entertainment, einem Musikmanagement in Seoul, bekommt, ergreift sie die Chance ihren Vater wiederzusehen. Gleichzeitig kommt sie ihren liebsten Idols ganz nah. Über eine Dating-App lernt sie Alexander kennen, mit dem sie sich sofort verbunden fühlt, nichtsahnend, um wen es sich dabei wirklich handelt. – So eine tolle Geschichte, die auch in sich schlüssig war (also warum sie sich kennenlernen, warum sie sich auch sprachlich verstehen), habe die Geschichte sehr geliebt. Hier merkt man, die Liebe der Autorin zum Genre.
Check & Mate: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie. – Etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte, aber das Setting rund um Schach war gut umgesetzt und die Handlung habe ich nur so aufgesogen und bin durch die Seiten geflogen.
Tough Choices: Nach dem Sandsturm ist allerlei los im Whitestone Hospital. Der Pfleger Grant ist einfach nur froh, dass es der Assistenzärztin Masie vergleichsweise gut geht. Als sich die beiden näher kommen, steht jedoch nicht nur Masies Unsicherheit im Raum. Auch Grant hat ein Geheimnis, das er zeitnah lüften sollte, wenn er sie nicht verlieren will. – Bisher stärkster Band der Reihe (und das obwohl bisher alle stark waren). Habe jede Seite geliebt, die Charaktere waren einfach nur hach und der Schreibstil Ava Reeds war wie immer super flüssig.
Der Preis der Magie: Nach dem Tod ihrer Mutter bekommt Helena ein altes Buch ihres Vaters vererbt, der die Familie vor vielen Jahren einfach verließ. Dadurch entdeckt sie nicht nur die Magie in sich, sondern auch ihre Tante Elizabeth, von der sie jahrelang nichts wusste. Doch so verlockend die Geschichten ihrer Tante auch klingen, so lernt Helena schnell, dass Magie immer einen Preis hat. – Fängt typisch an und haut einem dann die Erwartungen und Klischees ordentlich um die Ohren. Mochte es, wie unvorhersehbar die Geschichte dadurch wurde, auch wenn am Ende vielleicht ein paar Seiten fehlten.
Willkommen im neuen Jahr! Ob mit Vorsätzen oder nicht, ich hoffe ihr seid gut reingerutscht. Und weil es so schön ist, sind die Rückblicke noch lange nicht vorbei und wir starten daher direkt mit dem Rückblick auf den Dezember.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Wish: In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich. – Nach dem Trailer mit dem schlimmsten gerechnet. Doch wir bekommen eine anständige Handlung, die Lieder werden im Laufe immer besser und vor allem kriegen wir unzähliche Anspielungen auf die 100-jährige Geschichte Disneys.
Wonka: Willy Wonka kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf. – Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich um ein Musical handelt, bekommt man einen ganz zauberhaften Film über Träume, allerlei witzige Einfälle und das mit einem ganz wunderbarem Cast.
Girl you know it’s true: Rob und Fab haben den Traum in der Musikbranche durchzustarten. Als Produzent Frank Farian auf sie aufmerksam wird, scheint dieser Traum zum greifen nah. Als MilliVanilli starten sie durch und haben schnell Erfolg. Doch das Problem ist, dass sie davon nicht eine Note selbst gesungen haben. – Ich bin wahrscheinlich die Einzige, die die Geschichte und den Skandal um MilliVanilli nicht mitbekommen hatte. Daher hatte der Film mir einiges Neues zu bieten. Auch darüber hinaus funktioniert er in seiner Erzählstruktur erstaunlich gut und kann bis zum Ende begeistern. Da können sich einige Hollywood-Produktionen eine Scheibe von Abschneiden.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Leo: Leo ist eine Echse und lebt zusammen mit Squirtle, einer Schildkröte, in einem Terrarium in einer fünften Klasse. Als beim alljährlichen Elternabend über das Alter von Echsen diskutiert wird, findet Leo heraus, dass er wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu Leben hat. Gleichzeitig beschließt die Vertretungslehrerin, dass die Kinder abwechselnd eines der Tiere übers Wochenende mit nach Hause nehmen müssen. Leo sieht darin seine Chance zu fliehen und noch ein Abenteuer in seinem letzten Jahr zu erleben. Doch es soll anders kommen. – Ich habe den Film geliebt. Zunächst wusste ich nicht genau, worauf er hinauswollte und wurde einfach nur gut unterhalten, aber er entwickelt sich zu einem wunderbaren coming-of-age Film, den ich so nicht vorhergesehen hatte.
The Whale: Charlie hat nach einem Verlust sich vollständig zurückgezogen. Durch seine morbide Adipositas traut er sich nicht einmal bei seinem Online-Kurs, den er gibt, die Webcam einzuschalten. Seine Freundin Liz, die Krankenpflegerin ist, drängt ihn ins Krankenhaus zu fahren, da sie befürchtet, dass sein Herz aufgibt. Doch Charlie versucht sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen, die jedoch wenig Verständnis zeigt. – Absolut berechtigter Oscar-Gewinn von Brendan Fraser hier. Ein Film, der einen in eine Schockstarre zwingt und man kann nur hilflos dem Kammerspiel zusehen. Der berührt und schockiert auf mehreren Ebenen.
Niko – ein Rentier hebt ab: Niko ist sich sicher, sein Vater ist ein Rentier der fliegenden Garde, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen. Dafür wird er gern von Gleichaltrigen verspottet. Als er durch einen Fehler zwei Wölfe ins sichere Tal lockt, beschließt er, zu gehen und endlich nach seinem Vater zu suchen. Mit dabei ist das unsichere Flughörnchen Julius, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch auch die Wolfsherde macht sich aus Hunger auf die Suche. – Relativ billig animiert, Handlung sehr generisch und vorhersehbar und manchmal auch von fraglicher Moral. Das ausgerechnet der schwarze Wolf der Oberbösewicht ist, ist nur eine von fraglichen Entscheidungen in diesem Kinderfilm.
Ostwind 2: Mika verbringt ihre Ferien wieder auf dem Reiterhof ihrer Großmutter, das jedoch kurz davor steht bankrott zu gehen, da ein anderer Hof viel moderner ist und viele Schüler*innen abwirbt. Ein Turnier soll das retten, doch Mika hat Ostwind versprochen keine Turniere mehr zu reiten. Dann trifft sie im Wald auch noch eine wilde Stute und Milan, der diese einfangen soll. – Lief eher durch Zufall bei mir, aber für die generische Geschichte, hatte sie erstaunlich viel Gefühl und gut gefilmte Bilder. Konnte berühren, ohne aufdringlich zu sein. Hätte ich bei dem Film nicht erwartet.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Raus aus dem Teich: Der Animationsfilm über eine Entenfamilie aus Neuengland, die überlegen auch in den Süden zu ziehen und dabei ein Abenteuer erleben, sah nach dem Trailer ganz süß aus, sofern es nicht zu sehr in den Klamauk abtrifftet. Ich bin gespannt.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Modern Family – Staffel 1-3 (Für Zwischendurch immer noch voll in Ordnung), The A-Team – Staffel 1 (Er liebt es, wenn ein Plan funktioniert).
Mayor of Kingstown – Staffel 1 (Wegen Jeremy Renner mit der Serie begonnen, aber ich sag wie es ist: Sie mag gut geschrieben sein, aber das Thema ist einfach nicht meins. Konnte mit der ganzen Gewalt nicht viel anfangen)
Hell’s Paradies – Staffel 1 (Ebenfalls eine sehr blutige Serie. Durch die hohe Sterblichkeit der Charaktere, fehlte mir aber die Bindung und daher verlor mich die Serie leider schnell)
Goblin – K-Drama (Highlight K-Drama! Zählt nicht ohne Grund als Klassiker. So viele Gefühle, aber auch sehr lustig und die Hassliebe zwischen Goblin und Gevatter Tod hat alles immer wieder aufgelockert. Ich habe jede Folge genossen)
Behind the attraction – Staffel 2 (Auch in der zweiten Staffel wieder spannende Geschichten rund um die Attraktionen in den Disneyparks)
Barbeque Showdown – Staffel 2 (Wieder ein starker Wettkampf mit vielen verschiedenen Grillmethoden und spannenden Kandidat*innen)
Buddy Daddies – Staffel 1 (Ein sehr unterhaltsamer Anime mit vielen Lachmomenten, aber ab und an auch ernsteren Einschlägen. Habe ich sehr geliebt, leider deutet das Ende der Staffel daraufhin, dass die Serie bereits abgeschlossen ist)
The Mentalist – Staffel 6 (Nach längerer Pause habe ich mich mal wieder Patrick Jane gewidmet und seiner Jagd nach Red John, die erstaunlicherweise in den ersten Folgen einen unerwarteten Abschluss findet. Danach geht es zunächst etwas holprig beim FBI weiter, aber gerade dieser Wechsel hat der Serie sehr gut getan, wodurch ich sie wieder echt gern gesehen habe)
Rick & Morty – Staffel 6 (Wieder stärker als Staffel 5, aber immer noch viel zu übertrieben. Hier wurde eindeutig der Ausstieg verpasst)
The Crown – Staffel 6 (Wieder starker Fokus auf der Diana-Geschichte und wenig auf anderen geschichtlichen Ereignissen, und fühlte sich wenig nach Abschluss einer Serie an, lässt einiges offen, aber dennoch wieder hochwertig inszeniert und mit tollen Schauspieler*innen)
LOL – Weihnachtsspecial (Alles etwas kürzer, alle in Teams aufgeteilt. Hat in der Kürze für Weihnachten gut funktioniert und die verzweifelten Blödeleien fehlten glücklicherweise)
Die Pokemon Congierce – Staffel 1 (Warum nur vier Folgen? Habe es sofort geliebt, sehr liebevolle Geschichten, auch wenn die Zielgruppe wohl doch eher die ganz Kleinen waren)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 15 Seiten insgesamt: 4.499 Seiten pro Tag: 145 im Durchschnitt Taschenbuch: 6 Comic/Manga/Graphic Novel: 7 Hörbücher: 2
Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war: Quin versucht Matilda nach den Geschehnissen in Band 1 vor der Parallelwelt zu schützen. Doch diese denkt gar nicht daran sich zurückzunehmen und stürzt sich selbst ins Abenteuer. Wieder zusammen kommen sie einer Geheimgesellschaft auf die Schliche und müssen sich vor Sphinxen in Acht nehmen. – Hatte einige witzige Einfälle, man merkt die jüngere Zielgruppe, funktioniert trotzdem gut als all-ager.
Seelenverrat: Felicity betreibt nicht nur ein ganz besonderes Café, sie transportiert auch die Seelen der magischen Gemeinde ins Jenseits. Doch bei ihrem letzten Transport traten einige Seltsamkeiten auf. Bis der Enkel des Verstorbenen ihr Büro stürmt und ihr vorwirft, seinen Großvater getötet zu haben. Zusammen versuchen sie das Rätsel zu lösen, was jedoch einem Wettlauf gegen die Zeit gleicht. – Ich bin einfach nicht mit dem Erzählstil zurecht gekommen. Die Handlung war super spannend, aber so sehr ich mich auf das Buch gefreut habe, bin ich einfach nicht reingekommen und das finde ich sehr schade.
Kleine Probleme: Am letzten Tag des Jahres hat Lars noch allerlei Dinge auf seiner to do-Liste, die er schon viel zu lange vor sich hingeschoben hat. Nun versucht er endlich diese abzuarbeiten, doch als notorischer Vieldenker gestaltet sich das viel schwerer als gedacht. – Begann ganz interessant mit den vielen Gedanken und wie man von einem ins Extremste kommen kann, wurde mir aber irgendwann zu viel, zu philosophisch und vor allem zu melancholisch.
Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 6: Die Geschichte rund um die Morde in der Herberge auf dem Hochplateau wird fortgesetzt und Ron kommt seiner Vergangenheit ungewöhnlich nah. Auch der M-Clan scheint wieder seine Finger mit im Spiel zu haben. – Ich mag die kürzeren Fälle meist lieber als die zu langen, verstehe aber, wieso diese die Hintergrundgeschichte weiter vorantreiben können.
Die Buchhandlung in der Baker Street: Valentina ist seit ihrer Kindheit entfremdet von ihrer Mutter, die sie früh verlassen hat. Umso überraschter ist sie, als sie die Buchhandlung in London von ihrer Mutter erbt. So verlässt sie Seattle und will eigentlich das Erbe so schnell wie möglich verkaufen. Doch in London lernt sie Menschen kennen, die ihr schnell ans Herz wachsen und sie lernt Dinge über sich und ihre Mutter, die ihre Entscheidung stark ins Wanken bringen. – Nach Titel und Cover eine ganz andere Geschichte erwartet, wurde aber positiv überrascht, wie sehr ich mich in dem Buch verlieren konnte.
Angels of Death 4: Rachel und Zack sind noch immer im Stockwerk der Bestraferin Cathy und versuchen ihren Weg weiter zu finden. Doch dabei muss Zack über die Schatten seiner Vergangeheit, was sich als schwer erweist. – Die Geschichte stockt ein bisschen, dafür gibt es mehr Hintergrundwissen zu Zack, was auch interessant war.
More than a doll 4: Das gemeinsame Cosplay von Marin und Juju schreitet voran. Doch Gojo bekommt noch eine weitere Anfrage und versucht ein drittes Cosplay für wenig Geld zu schneidern. Dabei muss er ganz schön kreativ werden. – Hier bin ich mit den Charakteren immer wieder durcheinander gekommen, was etwas anstrengend war.
Chasing Melodies: June lebt mit ihrer Mutter in New York und versucht durch Jobs diese finanziell zu unterstützen. Doch als sie ein Praktikum bei Blossom Entertainment, einem Musikmanagement in Seoul, bekommt, ergreift sie die Chance ihren Vater wiederzusehen. Gleichzeitig kommt sie ihren liebsten Idols ganz nah. Über eine Dating-App lernt sie Alexander kennen, mit dem sie sich sofort verbunden fühlt, nichtsahnend, um wen es sich dabei wirklich handelt. – So eine tolle Geschichte, die auch in sich schlüssig war (also warum sie sich kennenlernen, warum sie sich auch sprachlich verstehen), habe die Geschichte sehr geliebt. Hier merkt man, die Liebe der Autorin zum Genre.
Der Sommer, in dem Hikaru starb 2-3: Inzwischen weiß Yoshiki, dass ein übernatürliches Wesen von seinem besten Freund Hikaru Besitz ergriffen hat. Doch wie er damit umgehen soll, stellt ihn vor viele Fragen. Denn er braucht seinen Freund. – Beide Bände eher langsam und nichtssagend, erst gegen Ende des dritten Bandes nimmt sie ein bisschen Fahrt auf, aber so richtig überzeugt war ich nicht.
Check & Mate: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie. – Etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte, aber das Setting rund um Schach war gut umgesetzt und die Handlung habe ich nur so aufgesogen und bin durch die Seiten geflogen.
Silver & Poison – Die Essenz der Erinnerung: Avery befindet sich nach Islas Mord auf der Flucht, da die ganze magische Gemeinde glaubt, dass sie die Mörderin sei. Nur der undurchsichtige Ryker glaubt ihr und hilft ihr bei der Flucht. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was ist mit Detective Hayes, dem sie gerade erst näher gekommen ist? – Deutlich stärker und spannender als Band 1, konnte es gegen Ende kaum aus der Hand legen.
The case study of Vanitas: Eine Welt, in der Vampire nur Blut trinken müssen, wenn sie der Fluch des blauen Mondes befällt. Der Vampir Noé reist nach Paris und wird Zeuge eines Amoklaufes. Dabei trifft er auf Vanitas, der den Amoklauf mit Hilfe eines Buches stoppen konnte. Sie verlassen das Luftschiff zusammen, doch viele sind hinter dem Buch her und so werden sie verfolgt. – War nicht meins, bin mit den Charakteren und der Geschichte immer wieder durcheinander gekommen.
Tough Choices: Nach dem Sandsturm ist allerlei los im Whitestone Hospital. Der Pfleger Grant ist einfach nur froh, dass es der Assistenzärztin Masie vergleichsweise gut geht. Als sich die beiden näher kommen, steht jedoch nicht nur Masies Unsicherheit im Raum. Auch Grant hat ein Geheimnis, das er zeitnah lüften sollte, wenn er sie nicht verlieren will. – Bisher stärkster Band der Reihe (und das obwohl bisher alle stark waren). Habe jede Seite geliebt, die Charaktere waren einfach nur hach und der Schreibstil Ava Reeds war wie immer super flüssig.
Haikyu 3: Noch immer trainiert das Team der Karasuno ohne richtigen Trainer, auch wenn ihr Lehrer da einen geigneten Kandidaten im Auge hat. Doch zunächst wird die Rückkehr ihres Liberos gefeiert, auch wenn ihr Ass noch immer Angst hat zurückzukehren. Und dann steht auch noch ein Trainingsspiel mit der Nekoma Oberschule an. – Die Geschichte schreitet gut voran und bereitet sich auf ein großes Spiel vor.
Marvel fährt ihren Stil weiter fort, in dem man für ihre Filme weiterhin einiges an Vorwissen braucht, inzwischen eben auch aus den Serien. Doch die Charaktere aus einem der schlechtesten Filme mit zwei Charakteren aus einer besser gelaufenen Serie und einer nicht so gut gelaufenen Serie zu kombinieren, war dann doch gewagt – wenn auch vorhersehbar nachdem Ms Marvel gefühlt nur dafür inszeniert wurde. Warum der Film dennoch erstaunlich gut funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme/Serien man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain Marvel, Ms Marvel und WandaVision– diese stelle ich hier kurz vor. Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Avengers – Endgame, Secret Invasion – hierfür verweise ich (soweit vorhanden) auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).
In Captain Marvel lernen wir Vers kennen, die auf Hala, dem Hauptplaneten der Krees, lebt. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab. In WandaVision treffen wir auf die erwachsene Monika Rambeau, die Tochter von Maria Rambeau. Sie war durch Thanos Blip für fünf Jahre verschwunden und musste nun feststellen, dass ihre Mutter inzwischen verstorben ist. Sie schließt sich der paramilitärischen Organisation S.W.O.R.D. an und wird zur „Maximoff-Anomalie“ gerufen, eine von Wanda in ihrer Trauer geschaffene Barriere rund um eine Kleinstadt, in der sie in einer Art Sitcomwelt lebt und in der für sie Vision noch am Leben ist, aber auch alle Bewohnenden der Kleinstadt unter ihrer Kontrolle stehen. Rambeau tut sich mit dem FBI Agenten Woo (Ant-Man & the WASP) und Dr. Darcy Lewis (Thor) zusammen, um diese zu durchdringend. Dadurch gelangt sie in Wandas Sitcomwelt und versucht sie dort zu beeinflussen. Doch Wanda bemerkt die Manipulation und bringt Monica wieder auf die andere Seite der Anomalie. Dort spitzen sich die Dinge gerade zu, denn ihr Vorgesetzter hat heimlich einen weißen Vision bauen lassen, der mit Wandas Energie nun einsatzfähig ist. Trotz der Warnung von Woo und Lewis versucht Monica erneut die Barriere zu durchdringen, wodurch sich etwas in ihrer DNA ändert und sie nun auch spezielle Fähigkeiten entwickelt. In der Midcredit Szene sehen wir, wie Monica von einem Skull rekrutiert wird und fortan arbeitet sie mit Nick Fury in einer Weltraumstation zusammen. In Ms Marvel lernen wir Kamala Khan kennen. Sie ist ein riesen Fan von Carol Danvers und möchte sie unbedingt zu einer Convention cosplayen. Doch ihre Eltern sind dagegen. So entwendet sie heimlich einen alten Armreif von ihrer Großmutter aus der Schatulle ihrer Mutter und geht mit ihrem besten Freund auf die Convention. Dort kommt es zu einem Unfall, wobei Kamala entdeckt, dass sie durch den Armreifen übernatürliche Kräfte hat. Wieder zu Hause probiert sie mit ihrem besten Freund diese aus und lernt, dass sie eine Art von Lichtmagie beherrscht, genauso wie ihr großes Idol. Das ruft jedoch eine Spezialeinheit auf den Plan, die jegliche Ausbrüche von Kräften sofort unterbinden will. Gleichzeitig treffen Dschinns ein, die es ebenfalls auf den Armreif abgesehen haben. Kamala kann beiden entkommen und bekommt einen merkwürdigen Anruf ihrer Großmutter, die sie in die Heimat nach Pakistan einlädt. Dort trifft Kamala erneut auf die Dschinns und erfährt die Geschichte ihrer Familie. Während sie eine größere Katastrophe gerade noch abwenden kann, opfert sich die Anführerin der Dschinns, die einsah, dass sie falsch lag. Zurück in den USA sucht weiterhin die Spezialeinheit nach Kamala und ihren Freund*innen. Diese locken sie in die Schule, wo es zum finalen Showdown kommt. In einer Aftercredit Szene sehen wir, wie Kamala mit Captain Marvel den Platz tauscht, die davon ebenfalls überrascht ist. Der Auftakt für The Marvels wurde gelegt.
Die Handlung
Carol Danvers aka Captain Marvel (Brie Larson) untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel (Iman Vellani) und Monika Rambeau (Teyonah Parris). Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten.
Meine Meinung
Nach der sehr gehetzten Phase 4 des MCU, wo sich neue Filme und Serien in kürzester Zeit überschlugen, hat Marvel endlich die Bremse gezogen. So kam mit The Marvels erst der zweite Film dieses Jahr aus dem Hause Marvel in die deutschen Kinos. Auch serientechnisch wurde die Bremse gezogen. Und das war definitiv auch gut so, denn auch wenn Phase 5 bisher ebenso Schwächen zeigt, sind diese (abgesehen von Secret Invasion, die war wirklich schrecklich), bisher doch wieder stärker als das meiste aus Phase 4. Aber von vorne. Der Beginn wurde bereits in einer After Credit Scene von Ms Marvel angeteasert und wir sehen, wie Kamala und Carol den Körper tauschen. Dann kurze Rückblende und wir erfahren, wie es unseren drei Protagonistinnen aktuell so ergeht. Carol abgeschieden im Weltraum, wo sie ab und an noch von Fury zu Einsätzen gebeten wird, Monica, die mit Fury auf einer Weltraumstation arbeitet und eben Kamala, die ganz normale Teenagerprobleme zu bewältigen hat. Bis Carol eine Anomalie untersucht und der Körpertausch beginnt. Dabei ist die Grundgeschichte von The Marvels eigentlich gar nichts so besonderes. Die Drei reisen von Planet zu Planet und versuchen der Antagonistin zuvor zu kommen. Alles schön nach Schema, wenig Unvorhersehbares. Dennoch hat The Marvels unfassbar viel Spaß gemacht zu sehen. Denn die Körpertauschmomente, die zunächst unbewusst stattfinden, aber irgendwann als Waffe eingesetzt werden, sind intelligent geschrieben und bieten unfassbar viel Potential für gute Witze. So ist der Film direkt von der ersten Körpertauschszene an bis zum Ende spannend und unfassbar leicht erzählt. Der größte Trumpf des Films ist dann wohl Iman Vellani, die in ihrer Rolle als Ms Marvel einfach ziemlich viel Spaß hatte und das merkt man auch. Den Spaß, den sie an ihren Szenen hat ist ansteckend und überträgt sich auch aufs Publikum. Natürlich ist The Marvels nicht die Rettung des MCU, denn die Ermüdung ist bereits weit fortgeschritten und es fehlt an innovativen Ideen. Über das CGI kann man denken, was man will, immerhin war es keine absolute Vollkatastrophe, wie bei She-Hulk. Die Geschichte ist an sich etwas dünn und vorhersehbar und die Antagonistin bekommt zwar eine kleine Hintergrundgeschichte, die ihre Taten rechtfertigen sollen, aber auch die wirkt relativ konstruiert. Dennoch hatte ich seit langem mal wieder richtig Spaß an einem MCU Film und damit auch einfach wieder Lust das Franchise weiter zu verfolgen.
Das Fazit
The Marvels ist vielleicht nicht die Rettung des MCU, aber ein Film, der einfach Spaß macht und unterhält. Die Handlung zwar größtenteils vorhersehbar und die Antagonistin eher blass, aber er ist trotzdem spannend und witzig und holt einen ab. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
The Marvels läuft seit dem 08.11.2023 in den deutschen Kinos.
Ich glaub so langsam kann ich nicht mehr sagen, dass Animes eigentlich gar nicht mein Ding sind. Habe ich mich doch gerade im Serienbereich immer weiter eingearbeitet, einige Mangareihen angefangen und kann auf Animemessen inzwischen einige Cosplays erkennen. So war ich bei einem neuen Anime Special, das kein Abschlussfilm einer Anime-Serie ist, doch direkt dabei. Was Over the sky so kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen.
Meine Meinung
Over the sky ist einer dieser Filme, die als Kurzfilm geplant waren und dann doch auf knapp über 90 Minuten gestreckt wurde. Und genau das, merkt man ihm leider an. Denn eine gute Grundidee ist durchaus vorhanden, man muss sie nur finden. Doch von Anfang an. Zunächst lernen wir Mio und ihren Alltag kennen. Ihre etwas distanzierte Familie, ihren Freundeskreis und ihre Probleme in der Schule. Hier lässt sich noch nicht ableiten, worauf der Film hinaus will, außer uns die Protagonistin vorzustellen, was aber auch nicht so richtig funktioniert. Nach und nach kommt der Konflikt mit den Gefühlen zu ihrem besten Freund durch. Dann der harte Cut. Nach einem Streit gerät sie in einem Unfall und wacht in einer anderen Welt auf, die zunächst der ihren sehr ähnelt. Hier merkt man, dass der Film eigentlich eine gute Grundidee hatte, denn Mio ist der Weg in ihre Welt verwehrt, solange sie nicht noch eine Sache erledigt. Nur welche ist die große Frage. Zur Hilfe eilt ihr Kuscheltier, das auf einmal lebendig ist und wohl einfach nur der süße Sidekick sein soll, der bei Erfolg gut fürs Merchandise wäre. So eilt sie durch die andere Welt ohne wirkliches Ziel und trifft immer wieder auf ein Wesen, das sie vernichten will. Mit vereinten Kräften kann sie immer wieder fliehen, doch genau hier wird der Film wirr und dreht sich immer wieder im Kreis. Gleichzeitig versucht Shin auf der anderen Seite ebenfalls einen Weg zu finden, um Mio zu retten. Der ganze Handlungsstrang wirkt komplett wie eingefügt, um den Film noch etwas zu strecken. Letztlich ist es ein Film, den man gefühlt schon mehrfach gesehen hat. Geschichten zu reproduzieren ist ja auch grundsätzlich vollkommen in Ordnung, wenn es denn funktioniert und man den Zuschauenden etwas bietet. Und genau das fehlt in Over the sky leider. Nette Geschichte, die als Kurzfilm vermutlich deutlich besser funktioniert hätte, mit leider auch sehr blassen Charakteren, was es zusätzlich schwierig macht. Dadurch war mir der Ausgang der Geschichte auch ziemlich egal. Ich habe nicht migefiebert. So war der Film nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht gut.
Das Fazit
Over the sky ist ein Anime, der lieber im Kurzfilmbereich geblieben wäre. Die Handlung ist grundsätzlich durchdacht, auch wenn die Thematik schon mehrfach verfilmt wurde. Leider bleiben die Charaktere blass und die Handlung dreht sich einmal zu oft im Kreis. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.
Over the sky lief am 26.09.2023 als Anime Special in den deutschen Kinos
Der November ist vorbei und damit ist die Rückblick-Saison offiziell eingeläutet! Den Anfang machen wie jedes Jahr die Kinofilme, die ich von Dezember bis November konsumiert habe. Dabei ist 2023 mein schlechtestes Kinojahr seit Beginn dieses Blogs. Das hat vor allem zwei Faktoren. Zum einen war die Auswahl der Filme im Kino eher mau, die wenigsten haben mich interessiert, weswegen meine Motivation überhaupt ins Kino zu gehen eher mies war. Manche Filme, die mich noch interessiert hätten, liefen nur wieder in Kinos mit weiterer Anreise. Dennoch wären es vielleicht noch ein paar mehr geworden, wenn nicht ein zweiter Faktor dazu kam: Meine Erkrankung, die es mir noch schwieriger machte, Energie zu finden, um ins Kino zu gehen. Allerdings wären es auch dann wohl nur eine Handvoll mehr, weil selbst meine Wunschlisten für die Monate waren sehr leer. Dennoch kam der ein oder andere Film zusammen und so präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegendem Jahr.
Zur Statistik:
28 gesehene Kinofilme in 2022 (2022 waren es 47).
Davon … 1 Special Screening … 2 Anime Special … 25 regulär
I. Special Screenings
In dieser neuen Kategorie tauchen Screenings im Kino auf, bei denen es sich nicht um Filme im klassischen Sinn handelt. Diesmal mit dabei eine Konzert-Liveübertragung. Ob die Kategorie dauerhaft beibehalten wird, kommt natürlich drauf an, ob es nächstes Jahr wieder so ein Event geben wird – ohne Ranking:
Agust D – Live aus Japan
Rapper Agust D (bekannt als Suga von BTS) ist zum Release seines dritten Soloalbums D-Day auf Welttournee gegangen. Sein Konzert in Japan wurde live in viele Länder weltweit in die Kinos gestreamt. – Mit dem Album D-Day hat sich Agust D selbst übertroffen und das Konzert war einfach nur richtig cool. Da hat sie auch die längere Anfahrt gelohnt.
II. Anime Specials
Nachdem in diesem Jahr die Kategorie „Neulich in der Sneak“ aufgrund der Nicht-Existenz dieser und „Cinemathek“ aufgrund dessen, dass ich es nicht zu einer Vorstellung ins Kino geschafft habe, wegfallen, gibt es immerhin eine weitere Konstante, nämlich die Anime Special – im Ranking.
Platz 2: Over the Sky
Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen. – Man merkt, dass die Handlung für einen Kurzfilm ausgearbeitet wurde, etas langatmig, alles schonmal gesehen und zwischendrin sehr over the top. Konnte nicht richtig überzeugen, obwohl er zu Anfang gut funktionierte.
Die 17-jährige Suzume trifft auf ihrem Schulweg auf einen gutaussehenden jungen Mann namens Sota, der auf der Suche nach einer Tür ist. Neugierig folgt sie ihm in eine verlassene Stadt, wo sie aus Versehen eine Tür öffnet und den Wächter zum Leben erweckt. Zusammen mit Sota versucht sie den Wächter wieder einzufangen, doch der verwandelt Sota kurzerhand in einen Stuhl. Suzume muss durch Japan reisen, um Türen zu schließen und Erdbeben zu verhindern. – Besser als Weathering with you, schwächer als Your Name, ein schöner Coming of Age Anime mit übernatürlicher Komponente.
III. Kinofilme
25 Filme habe ich 2023 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:
Bobby erzählt nach einem Streit mit seiner Freundin bei einem Stand-up Event, wie es dazu kommen konnte. Dabei durchleuchtet er die Probleme, die in der Kommunikation zwischen Männer und Frauen entstehen können. Er trifft auf seinen inneren Höhlenmenschen, der ihn auf die Evolution und den Unterschied zwischen Jäger und Sammlerinnen aufmerksam macht. – Absolut unzeitmäßig, funktioniert weder in Erzählweise noch in Aussage. Leider ein Film zum Fremdschämen.
Maddie hat Geldprobleme. Als dann auch noch ihr Auto beschlagnahmt wird, hat sie als Uber-Fahrerin keine Einnahmequelle mehr. Da kommt ihr die Anzeige für einen alten Buick gerade recht. Die einzige Bedingung ist, dass sie mit dem Sohn der Besitzenden ausgehen soll. Doch daraus entsteht eine ganz eigene Dynamik. – Viel Fremdschampotential, Handlung voller längst überholter Klischees, einige problematische Szenen. Das war leider gar nichts.
Ben ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen. – Er hat sich dem Thema leider von der komplett falschen Seite genähert und funktioniert daher nicht wirklich, auch wenn zwischendurch starke Szenen vorhanden sind.
Tief unten im Meer lebt Arielle als Tochter des Meereskönigs Triton. Unglücklich mit ihrem Leben, träumt sie davon an die Oberfläche zu schwimmen, doch dass hat ihr Vater streng verboten. Bei einem Sturm kommt es jedoch zu einem Schiffsunglück, bei dem Arielle trotz des Verbotes eingreift und Prinz Eric vorm Ertrinken rettet. Um ihm näher zu sein, geht sie auf einen Handel mit der Meerhexe Ursula ein. Doch diese verfolgt ganz eigene Pläne. – Leider wenig neues, auch wenn es gute Ansätze gab, wirkt die Handlung doch sehr künstlich gestreckt. Konnte nicht wirklich überzeugen.
Nach den Ereignissen mit dem Megalodon ist die Forschungsstation deutlich gewachsen. Das Team besteht aus einigen Überlebenden und neuen Mitgliedern. Doch bei einem erneuten Tauchgang stellen sie fest, dass eine illegale Unterwasserstation wertvolle Ressourcen abbaut. Jonas und sein Team müssen nicht nur mit den Megs klarkommen, sondern auch das Rätsel um die Station lösen. – Gefühlt zwei Filme in einem, funktioniert alles nicht so ganz, aber am Ende konnte er wenigstens gut unterhalten.
Im Hollywood der 1920er Jahre treffen der begehrte Schauspieler Jack Conrad, die Newcomerin Nelly LaRoy und der Arbeiter Manny Torres bei einer rauschenden Orgie das erste Mal zusammen. Den Wandel von Stumm- zu Tonfilm erleben sie alle mit, wobei sich ihre Schicksale unterscheiden. – Provokanter Film, der einen zeitgleich in seinen Sog zieht und doch alles gibt, um einen abzustoßen.
Bei einer Expeditionsmission stürzen das Raumschiff ab. Nur Astronaut Mills und das Mädchen Koa überleben und machen sich auf den Weg zur Rettungskapsel. Dabei müssen sie feststellen, dass der Planet, auf dem sie gelandet sind, die Erde vor 65 Millionen Jahren ist. Und diese noch von Dinosauriern bewohnt ist. – Atmosphärischer Dino-Horror, wobei die Dinos eher Platzhalter für Monster sind und nicht wirklich Dinomäßig.
Whitney Elisabeth Houston wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten? – Leider absolut nichtssagendes Biopic. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht mehr als ein Wikipedia-Artikel.
Nach den Ereignissen in Endgame will Scott Lang eigentlich nur ein ruhiges Leben genießen. Seine Tochter Cassie, inzwischen im Rebellinnenalter, macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Sie hat ein Gerät entwickelt, mit dem sie die Quantenebene erforschen will, damit ihr Vater dort nicht wieder verloren gehen kann. Dabei hat sie jedoch Mächte geweckt, die sie, sowie Hope, Janet und Hank in die Quantenebene zieht. Dabei stellt sich heraus, dass Janet gelogen hat, als sie meinte, dass es dort kein Leben gäbe. Denn eine Variante von Kang, dem Eroberer, wurde dorthin verbannt. Eine Schlacht um die Quantenebene beginnt. – Phase 5 beginnt spannend, zwar voller Logiklöcher und bei weitem nicht mehr auf früherem Niveau, aber deutlich besser als Phase 4.
Platz 16: The Marvels
Carol Danvers aka Captain Marvel untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel und Monika Rambeau. Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten. – Sehr witzige Frauenpower, Handlung eher normal, aber immerhin mal wieder unterhaltsam.
Hercule Poirot lebt inzwischen in Venedig und ist im Ruhestand. Doch als seine langjährige Freundin die Autorin Ariadne Oliver auftaucht und ihm von einer realen Seance berichtet, ist seine Neugier geweckt. Und wahrhaftig scheint es in dem Haus von Rowena Drake nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Poirot ist gewillt alles aufzuklären, muss er jedoch zunehmend an seinem Verstand zweifeln. – Sehr düster und atmosphärisch, starker Kontrast zu den beiden bisherigen Poirot-Verfilmungen, enttäuscht gerade bei der Aufklärung, davor eigentlich solide.
Nathan Jasmine bekommt die Aufgabe ein MI6 Team zusammenzustellen, um eine gestohlene Geheimwaffe sicherzustellen. Unter der Führung von Orson Fortune begibt sich das Team nach Hollywood, um den Schauspieler Danny Francesco zu rekrutieren. Denn ihr Ziel ist der Waffenhändler Greg Simmonds und dieser ist ein großer Fan von Francesco. Doch als eine ungeplante zweite Partei auftaucht, wird der Auftrag komplizierter als zunächst angenommen. – Guter Heist-Movie. Erfindet das Rad nicht neu, punktet aber mit guten Einfällen.
Nach den Geschehnissen im ersten Teil haben nun auch Billy Batsons Geschwister Superheld*innen-Kräfte. Das ruft drei Titanen-Töchter auf den Plan, die nichts Gutes im Schile führen. Und das obwohl Billy gerade in einer Sinnkrise steckt. – Witziger und spannender als die ganze Phase 4 von Marvel. Kann die Handlung gut voran treiben, auch wenn die Bösewichtinnen etwas wankelmütig sind.
Während Star-Lord noch damit beschäftigt ist, Gamora hinterher zu trauern, haben die übrigen Guardians alle Hände voll damit zu tun Nowhere weiter aufzubauen. Dabei taucht Adam auf, der es auf Rocket abgesehen hat. Dieser wird dabei schwer verletzt. Die Guardians brechen auf, um ein Heilmittel zu finden und stoßen dabei weit in Rockets verborgener Vergangenheit vor. – Erstaunlich emotionaler Film, vor allem wenn es um Rockets Vergangenheit geht. Die Dynamik der Gruppe selbst wirkt eher unstrukturiert und kann nicht an die Vorgänger anknüpfen.
Die Demeter sticht in Rumänien in See. Ihr Ziel: Großbritannien. An Bord die übliche Fracht und ein Großauftrag, der ihnen eine fette Prämie einbringen soll. Doch diese stellt sich bald als ihr Verderben heraus, denn sie haben niemand geringeres als Dracula an Bord. Und er ist hungrig. – Sehr atmosphärischer Horrorfilm, über ein paar Logiklöcher muss man hinwegsehen, aber funktioniert dennoch gut.
Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breackfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen. – Kurzweiliger atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Film basierend auf der Disneyland-Attraktion.
Otto sieht nach dem Tod seiner Frau keinen Sinn mehr zu leben und beschließt sich umzubringen. Doch da ziehen Marisol und Tommy gegenüber ein, die sich nicht an die Regeln der Hausverwaltung halten. Dem muss Otto Einhalt gebieten. Als sich kurz darauf Tommy auch noch den Fuß bricht, wird Otto auch wieder um Hilfe gebeten. Es entwickelt sich eine ganz neue Dynamik in der ruhigen Nachbarschaft, so dass Otto sich immer neuen Aufgaben widmet. – Gute Adaption der schwedischen Vorlage, auch wenn die Tiefe ein bisschen fehlte.
In Elemental City leben die vier Elemente harmonisch zusammen. Lediglich Feuer wird immer wieder ausgegrenzt, da es angeblich eine zu hohe Zerstörungsgewalt hätte. Ember Lumen träumt seit ihrer Kindheit davon den Laden ihres Vaters zu übernehmen. Bei einem Wasserschaden trifft sie durch Zufall auf den Wasserelementaren Wade Ripple, der als Inpektor für die Stadt arbeitet, findet leider bauliche Verstöße und will diese melden. Ember versucht alles, um den Laden ihres Vaters zu retten und kommt Wade dabei immer näher. Doch Feuer und Wasser, dass kann doch nicht funktionieren. – Stimmiger Animationsfilm zum Thema Einwanderung, etwas vorhersehbar, aber dafür sehr fantasievoll umgesetzt.
Maurice, der Kater versteht sich darauf Geld zu verdienen. Zusammen mit einer Gruppe von Ratten, die allesamt wie er sprechen und denken können, reist er von Dorf zu Dorf, täuscht dort eine Rattenplage vor, um diese dann mit seinem Kumpel Keith als Rattenfänger zu vertreiben. Doch als die Truppe in das kleine Städtchen Bad Blintz einkehrt, ist keine Spur von anderen Ratten und es sind erstaunlich viele Fallen aufgestellt. Als sie dann die Bücher liebende und häufig tagträumende Bürgermeister-Tochter Malicia treffen, erzählt diese von einer seltsamen Hungersnot. Schneller als ihnen lieb ist, finden sich Maurice und seine Gruppe in einem Abenteuer wieder. – Süßer und witziger Animationsfilm nach Vorlage von Terry Pratchett.
Mario und Luigi haben sich als Klempner selbstständig gemacht, doch so richtig kommt das Geschäft nicht in Fahrt. Als in der Stadt eine Überschwemmung herrscht, sehen sie ihre Möglichkeit gekommen. Dabei werden sie jedoch von einer Röhre in eine andere Welt gezogen. Während Mario im Pilzkönigreich bei Prinzessin Peach landet, hat Luigi weniger Glück. Er landet bei Bowser, der kurz davor ist, das Pilzkönigreich anzugreifen. Ein Abenteuer für die beiden Brüder steht bevor. – Ein schöner kurzweiliger Film aus dem Super Mario Franchise, der es schafft die Brücke zwischen unabhängiger Geschichte für Einsteiger und Easter Eggs für die Kenner zu schlagen.
Frisch aus dem Gefängnis entkommen, müssen sich der Barde Edgin und die Kriegerin Holga der Wahrheit stellen, dass sie von ihrem früheren Freund Forge verraten wurden. Um Edgins Tochter aus dessen Fängen zu befreien, müssen sie sich nicht nur mit einer mächtigen und gefährlichen Magierin anlegen, sondern auch einige Abenteuer bestehen. Mit dabei sind der Nachwuchs-Magier Simon und die Druidin Doric. – Ein gut gemachter Fantasy-Film mit witziger Handlung, auch für nicht Pen and Paper Fans.
Der Test einer neuen Tarnkappentechnik an Bord eines russischen U-Bootes geht schief. Doch an Bord soll auch eine neue Superintelligenz gewesen sein. Um an diese zu kommen, benötigt es zwei Schlüssel, die nur zusammen funktionieren. Ethan Hunt bekommt den Auftrag diese zu beschaffen, merkt aber schnell, dass es diesmal keinen klaren Gegner gibt. Als dann auch noch ein Phantom aus seiner Vergangenheit auftaucht, will er am liebsten sein Team abziehen und außer Gefahr bringen. – Der beste Mission Impossible seit Phantom Protokoll! Gute Action, stimmige Handlung, die erstaunlicherweise über die ganze Spielzeit funktioniert, aber alles auch wieder etwas reduzierter, gezielter eingesetzt.
Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe, wird nach dem Krieg in einem Ausschuss zu seiner Sicherheitsfreigabe mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Dabei geht es um seine Studienjahre, seinen Einsatz für das Manhattan-Projekt und der damit verbundenen Entwicklung der Atombombe. – Ein etwas anderer Nolan und auch wenn es gerade am Anfang ein paar Stolperer gab, war ich so sehr in der Atmosphäre des Films, dass die 180 Minuten Laufzeit einfach verflogen sind.
In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet. – Anwärter aufs Jahreshighlight. Barbie als feministischen Film und trotzdem voller popkultureller Anspielungen und gut gesetzter Witze, funktioniert dank Greta Gerwig einfach wunderbar.
Robert Mantague Renfield sucht sich eine Selbsthilfegruppe für toxische Beziehungen. Dort fühlt er mit den anderen mit, verschließt sich aber selbst. Denn seine Abhängigkeit ist anders. Er ist der Diener von niemand geringerem als Graf Dracula. Doch als er bei der Beschaffung von Blut für seinen Meister auf die Polizistin Rebecca trifft, nimmt er sich wirklich vor sein Leben zu ändern. Doch das ist gar nicht so einfach. – Wie viel Splatter darf es sein? Ja! Dazu eine wunderbare Analogie zu toxischen Beziehungen, wobei diese vollkommen ernst genommen werden. Ein Highlight.
Was waren eure Highlights? Welche Position hättet ihr anders bewertet?
Der November ist vorbei und für mich damit auch offiziell das Filmjahr. Die Jahresrückblicke stehen also bevor, aber zuvor wenden wir uns noch einmal dem November zu. Der war mit Urlaub und anschließender Erkältung wieder alles andere als gewöhnlich. Aber immerhin habe ich so Zeit gefunden Paramount+ einmal auszutesten und ein paar Serien zu bingen, die dort auf meiner Liste standen. Und so will ich gar nicht so viele Worte verlieren, widmen wir uns doch lieber dem ersten Rückblick in einer langen Reihe von bevorstehenden Rückblicken.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
The Marvels: Carol Danvers aka Captain Marvel untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel und Monika Rambeau. Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten. – Sehr witzige Frauenpower, Handlung eher normal, aber immerhin mal wieder unterhaltsam.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Wie der Wind sich hebt: Jiro Horikoshi träumt seit seiner Kindheit während des ersten Weltkrieges vom Fliegen. Da er stark kurzsichtig ist, hat er jedoch keine Chance ein Pilot zu werden. Stattdessen wird er Flugzeugkonstrukteur. Während seines Lebens erlebt er mehrere Katastrophen mit, doch gibt niemals auf. – Ich bin irgendwie mit den ganzen Zeitsprüngen nicht zurecht gekommen, daher für mich eher ein schwächerer Studio Ghibli Film.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Die Tribute von Panem X: Zu den 10. alljährlichen Hungerspielen wurde sich ein Mentor*innenprogramm ausgedacht, um die Zuschauendenzahlen zu steigern. Auch der junge Coriolanus Snow wurde dafür ausgewählt. Doch er bekommt ausgerechnet District 12 zugeteilt. Mit Lucy Gray als Tribut bekommt er die Chance sein Ansehen zu ändern. Doch was ist der Preis dafür? – Die Vorgeschichte rund um den jungen President Snow hat schon als Buch eher mäßig funktioniet, dennoch bin ich durch die faszinierenden Bilder des Trailers sehr gespannt auf den Film.
Wish: Disney feiert 100 Jahre. Dazu präsentiert der Konzern uns pünktlich zum umsatzstärksten Kinomonat Dezember seinen neuen Film. Doch der Trailer rund um die 17-jährige Asha und ihre Ziege Valentino und die Macht des Wünschens sieht zumindest im Trailer rein optisch schonmal nicht so gut aus. Dennoch stellt sich mir die Frage, ob die Geschichte da einiges retten kann und ob sich Disney nach 100 Jahren nun selbst abgeschrieben hat.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Napoleon
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Big Time Rush – Staffel 1-2 (noch immer eine comfort Serie für mich)
Big Time Rush – Staffel 3-4 (Durch Paramount+ endlich auch für mich sichtbar und ich liebe diese Serie einfach. Klar hat man gemerkt, dass ihr gegen Ende hin etwas die Luft ausging, aber sie haben einen schönen Abschluss gefunden für die Charaktere)
BTS: Bon Voyage – Staffel 1 (Etwas chaotisch und gefühlt war ich nur damit beschäftigt die Hände über den Kopf zu schlagen, weil schon wieder jemand etwas vergessen oder gar verloren hatte, aber dennoch wie immer sehr sympathisch mit den Jungs)
Loki – Staffel 2 (Wieder eine deutlich stärkere Serie aus dem MCU, aber scheint dennoch zu lang für die erzählte Handlung. Teilweise etwas zäh, dafür mit einem gewaltigen Ende)
BTS: In the Soop – Staffel 1 (Wenn die Frage danach, ob es heute endlich die angekündigten Pasta mit Steak gibt, das spannendsten an der Serie ist, und man sieben Jungs über lange Zeit beim Nichtstun zu gucken kann, dann ist es die unvergleichliche Energie von BTS. Hat sehr gut funktioniert, gern mehr davon)
Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 3 (Immerhin hat die Serie nach dem riesen Cliffhanger überhaupt noch eine Fortsetzung bekommen. Das geplante Finale in drei Folgen quetschen zu müssen, hat ihr aber leider nicht gut getan)
Star Trek Lower Decks – Staffel 4 (Die Crew bekommt mehr Verantwortung, was ihr aber keinesfalls den Witz oder Charme nimmt. Noch immer sehr witzig und charmant)
Kohlrabenschwarz – Staffel 1 (Etwas zäher Einstieg, wollte schon abbrechen, ab Folge 2 in einem Stück durchgebinged. Sehr schöne Kombination aus deutschen/bayrischen Märchen und Sagen, Krimi und Phantastik. Gern mehr davon)
Star Trek: Strange New Worlds – Staffel 1-2 (Nach einigen aktuelleren Star Trek Versuchen, besinnt sich Strange New Worlds auf die Anfänge und bietet wieder das Entdecken neuer Welten und den typischen „Vorfall“ der Woche)
iCarly (2021) – Staffel 1-3 (Die Reunion der Serie konnte mit alten und neuen Charakteren wunderbar unterhalten und doch wesentlich aktuell werden, gut für zwischendurch)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 10 Seiten insgesamt: 2.601 Seiten pro Tag: 87 im Durchschnitt Gebundenes Buch: 2 Taschenbuch: 4 Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Der Panfluch: Taja ist Geschichtenerzählerin und begeistert ihr Volk mit den Abenteuern von Peter Pan. Doch etwas dunkles zieht in Nimmerland auf und Taja ist sich sicher, dass nur Pan sie alle retten kann. Doch dieser bleibt verschwunden. Also beschließt sie sich zu ihrem eigenen Abenteuer auf zu machen. – Ich hatte etwas Probleme mit dem Erzählstil, wodurch sich das Buch für mich etwas gezogen hat, auch wenn ich die Geschichte grundsätzlich mochte.
Der Preis der Magie: Nach dem Tod ihrer Mutter bekommt Helena ein altes Buch ihres Vaters vererbt, der die Familie vor vielen Jahren einfach verließ. Dadurch entdeckt sie nicht nur die Magie in sich, sondern auch ihre Tante Elizabeth, von der sie jahrelang nichts wusste. Doch so verlockend die Geschichten ihrer Tante auch klingen, so lernt Helena schnell, dass Magie immer einen Preis hat. – Fängt typisch an und haut einem dann die Erwartungen und Klischees ordentlich um die Ohren. Mochte es, wie unvorhersehbar die Geschichte dadurch wurde, auch wenn am Ende vielleicht ein paar Seiten fehlten.
Twisted Wonderland 1: Der Oberschüler Yu landet durch Zufall in einer anderen Welt zur Aufnahmeprüfung am Night Raven College. Dort wird er nicht nur mit Magie konfrontiert, die Häuser sind auch nach bekannten Disney Bösewichten geordnet. Wird er seinen Weg zurück finden? – Für den Auftakt ganz okay, vielleicht waren auch einfach die Erwartungen zu hoch. Mal schauen, was die Reihe noch so kann.
The Gender of Mona Lisa Y: Hinase hat sich entschieden. In diesem Band werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ihr Leben sich entwickeln könnte, wenn sie sich entscheidet ein Mann zu werden. Bleibt sie mit ihren Freund*innen befreundet oder entwickeln sich gar mehr Gefühle? – Die Geschichten waren ein wenig schwächer als in X, auch wenn es schön war noch einmal die Gegendarstellung lesen zu können.
Demon’s Diaries 3: Mia und Cay sind ziemlich hohe Tiere in der Hölle. Das hindert sie nicht daran ab und an in Schwierigkeiten zu geraten, sich mit dem überbürokratischen Himmel auseinander setzen zu müssen. Auch im dritten Band müssen sie sich wieder neuen Herausforderungen stellen und erleben so manche Überraschung. – Ich liebe die Kurzgeschichten. Sie sind abwechslungsreich, bieten immer wieder Platz zum Schmunzeln und gleichzeitig auch einen guten Grad an Spannung.
Spy x Family 10: Agent Twilight ist inzwischen berühmt berüchtigt unter den Spionen und befasst sich weiter mit seiner Scheinfamilie für Operation Stryx. Doch wie kam er eigentlich zu Wise und was hat es mit dem Krieg auf sich, der Jahre zuvor zwischen Ost und West wütete. – Spannend mit den neuen Hintergrundinformationen, aber hat sich zwischendurch auch etwas gezogen. Jetzt heißt es wieder warten.
Die 7. Farbe des Regenbogens: Ella hat Angst um ihren besten Freund Nick. Meist ist er verschlossen, doch nach dem letzten Wochenende scheint er eine schlimme Nachricht erhalten zu haben und ist danach verschwunden. Auf der Suche nach ihm, landet sie in einer seltsamen grauen Welt. Ein Wesen namens Mirin bietet ihr einen Deal an: Sie und Nick müssen Prüfungen bestehen, eine für jede Farbe des Regenbogens. Doch Ella hat keine Ahnung, welche Tür sie damit geöffnet hat. – Schwieriges Thema, toller Umgang damit. Spannende und mitfühlende Geschichte, die auf so vielen Wegen gelungen ist. Dennoch Vorsicht mit der Triggerwarnung Suizid.
Chaosherz: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat. – Der typische zweite Füller-/Vorbereitungsband, aber dennoch habe ich das Buch nur so verschlungen. Ich liebe die Charaktere und wollte alles neue wissen. Und der Vorteil ist, dass man hier noch einiges über die Welt lernen konnte. Kann Band 3 gar nicht erwarten.
Fallen Princess: Zoey ist beliebt, kommt aus einer einflussreichen Familie und bereitet sich gerade darauf vor, die neue Miss Everfall zu küren als ihre Magie erwacht. Doch statt die Heilerkräfte ihrer Mutter zu erben, wie erwartet, bricht ein Schrei aus ihr raus. Sie ist eine Banshee. Dadurch ändert sich ihr komplettes Leben und sie muss an der Akademie den Zweig wechseln. Fallengelassen von ihren Freund*innen versucht sie ihr Gesicht zu wahren. Doch ein Schüler ist gestorben und sie scheint das nächste Ziel zu sein. – Mona Kasten hat bewiesen, dass sie Liebesgeschichten schreiben kann und mit ihrem super leichten Schreibstil konnte ich auch diesmal wieder in der Geschichte versinken. Toller Bezug zur irischen Mythologie, aber ansonsten leider alles sehr nach der bekannten Fantasy-Einstiegsformel. Wenig überraschendes, die gewohnten Charaktere, das gewohnte Verhalten. Tolles Buch mit einem Aber.
Die Tagebücher der Apothekerin 6: Der Eunuch Jinshi, dem Maomao inzwischen unterstellt ist, will ein paar Nachforschungen anstellen. Dafür muss Maomao ihn jedoch zu einem bürgerlichen schminken, was sich als gar nicht so leicht entpuppt. – Neue Hintergründe werden enthüllt und es bleibt spannend.