Rückblick auf das zweite Quartal 2022

Wenn es im Büro immer heißer wird, bedeutet das meistens, dass wir Sommer haben. Damit ist in der Regel auch das zweite Quartal bereits geschafft. Während in manchen Bereichen meine Statistik gut aussieht (Buchbereich), hänge ich in anderen etwas hinter den vergangenen Jahren zurück (Filmbereich). Also gibt es heute meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit April-Juni 2022.

Meine fünf Kino Highlights

The Lost City: Die Bestsellerautorin Loretta Sage kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein. – Auch wenn viele gute Szenen im Trailer schon vorweg genommen wurden, funktioniert der Film für das, was er aussagen will, sehr gut und sorgt für einige erheiternde Momente.

Top Gun Maverick: Maverick ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster. – Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bereit hält, sorgen doch der Fanservice, aber vor allem die Atmosphäre für ein gelungenes Filmerlebnis.

Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt: 1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit. – Sehr witziger Episodenfilm, wobei manche Episoden mehr zünden als andere.

Massive Talent: Nic Cage scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent. – Sehr schönes Liebesgedicht an den Film und gut funktionierende Komödie.

Eingeschlossene Gesellschaft: Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.

Meine fünf filmischen Highlights

Little Women: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren. – Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren.

Charade: Reggie Lampert will nach einem Skiurlaub eigentlich die Scheidung einreichen. Doch ihr Mann hat nicht nur das komplette Mobiliar verkauft, sondern wird auch ernordet. In der schweren Zeit suchen sie drei Männer heim, die auf der Suche nach etwas sind, dass Reggies Mann gehört hat. Sie findet unerwartet Hilfe in dem undurchsichtigen Peter Joshua. – Spannendes Katz und Maus Spiel mit Audrey Hepburn.

Das Schloss im Himmel: Die Waisin Sheeta wird erst von dem undurchsichtigen Musca und dann von Piraten entführt. Dadurch landet sie in einem Bergarbeiterdorf und trifft auf Pazu, ebenfalls Waise. Er beschließt ihr zu helfen und zusammen wollen sie die geheimnisvolle Stadt im Himmel finden. Dabei kommen ihnen unverhofft die Piraten zur Hilfe. – Spannender Animeklassiker, mit tollen Bildern und tollen Charakteren.

S.U.M. 1: Im Jahr 2070 lebt die Menschheit unter der Erde. Überirdisch gibt es Kontrollposten, die Soldaten für je 100 Tage bewachen. S.U.M.1 ist einer von ihnen. Doch die Isolation und Monotonie führen zu Paranoia, die den Einsatz sichtlich erschweren. – Trotz Kammerspielartigem Setting und fast Soloperformance von Iwan Rheon spannend, beklemmend und düster. Durchaus sehenswert.

Birnenkuchen mit Lavendel: Louise führt nach dem Tod ihres Mannes seine Birnenplantage weiter. Diese wirft jedoch kaum Profit ab und so ist die alleinerziehende Mutter ziemlich verschuldet. Als sie den Pierre anfährt, nimmt sie ihn kurzerhand mit. Durch das Asperger-Syndrom fällt Pierre der Kontakt mit Menschen schwer, weswegen er sich auf der Plantage um so wohler fühlt. – Ruhig erzählter französischer Film mit einer schönen Geschichte.

Meine fünf serienlastigen Highlights

Heartstopper – Staffel 1: Charlie Spring wird an seiner Schule dafür gemobbt, weil er offen schwul ist. Als er im neuen Schuljahr neben Nick Nelson, einen Rugby-Spieler, gesetzt wird, verliebt er sich in diesen. Doch wie kommt man gegen Vorurteile und Mobbing an? – Trotz teilweise schwieriger Thematik, einfach nur eine herzerwärmende Liebesgeschichte.

Mystic Pop-up Bar – K-Drama: Han Kang-Bae stolpert in eine unauffällige Pop-Up-Bar.  Als die Besitzerin Weol-Ju erkennt, dass Kang-Bae durch Berührung Menschen unfreiwillig dazu bringt, ihm alle ihre Sorgen anzuvertrauen, wittert sie die Chance ihren 500 Jahre dauernden Fluch zur Erfüllung zu bringen. Immer an ihrer Seite ist Guibanjang. – Spannend, witzig, tolle Charaktere. Einfach ein gelungenes K-Drama.

Adam Dalgliesh – Staffel 1*: Adam Dalgliesh ist Ermittler beim Scotland Yard. Schweigsam und in Trauer ist er nach dem Tod seiner Frau frisch in den Dienst zurückgekehrt. Ihm zugeteilt wird DS Charles Masterson, der die poetische Ader Dalglieshs kritisch begutachtet. Zusammen sitzen sie an besonders ausgewieften Fällen. – Ruhig erzählt, etwas blasser Protagonist, aber dafür spannende und auserzählte Fälle.

Grace und Frankie – Staffel 7: Auch in der siebten Staffel gibt es allerlei Trubel im Hause Hanson und Bergstein. Zunächst stranden Robert und Sol bei den Damen und dann kommt Nick aus dem Gefängnis frei, muss aber auch mit im Sommerhaus leben. Auch im Leben der Kinder gibt es ein wildes Auf und Ab. – Auch wenn der Serie ein wenig die Puste auszugehen schien, schafft sie es gerade gegen Ende ein tolles Finale zu zaubern.

The Home Edit – Staffel 2: Clea Shearer  und Joanna Teplin krempeln wieder die Ärmel hoch und die Wohnungen ihrer Kundschaft um. Denn es wird wieder ausgeräumt. Das ganze nach strengem Konzept und mit allerlei Sortiermöglichkeiten. – Ich mag die Energie der beiden und finde immer wieder gute Tipps zum aufräumen.

Meine fünf buchigen Highlights

Cyberempathie: Leon ist ein Erinnerungskonstrukteur in der Oberstadt von Skyscrape, wo alle durch das Cybernet gefühlsmäßig miteinander verbunden sind. Doch nach einem Vorfall wird er in die Unterstadt verbannt, wo raue Sitten herrschen. Nur mit Hilfe von Rade, einem Ex-Soldaten, überlebt er und findet sich in die neue Umgebung ein. Doch die Trennung vom Cybernet macht ihm schwer zu schaffen. Leon muss neu lernen Emotionen zu erkennen. – Absolut lesenswerter Sci-Fi Roman mit spannender und gleichzeitig tiefgründiger Handlung.

Blue S(e)oul Nights: Jade ergreift nach dem Tod ihres Vaters die Chance als Englischlehrerin in Korea zu arbeiten. Dabei lernt sie nicht nur neue Freund*innen, sondern auch Hyun-Joon. Doch Zeit füreinander zu finden ist das größte Problem der beiden, auch wenn von Anfang an diese Gefühle da sind. – Auch hiervon war ich nur begeistert, ich bin diesmal buchtechnisch viel nach Korea gereist. Toller Schreibstil, ich habe mich schnell in die Charaktere verliebt und brauche jetzt sehr dringend Band 2!

Mona 2 – Verliebt, verlobt, beschworen: Nach den Ereignissen in Band 1 sieht sich Mona einem Hexenprozess gegenüber. Boris, der Vampir, hat eine neue Prüfung und auch weiterhin stehen den Freund*innen wieder einiges bevor. Vor allem müssen Mona und ihr Erzdämon Ba’al rausfinden, was es zwischen ihnen nun ist. – Ich liebe Mona, ich liebe ihre Geschichte, ich liebe I. B. Zimmermanns Schreibstil, ihre Art Charaktere aufzubauen und wie ihre Charaktere einfach zu 100% nachvollziehbar sind. Absolute Herzensreihe.

The gender of Mona Lisa 1-4: In einer Welt, in der Babys geschlechtlos geboren werden und meist im Alter von 12 sich selbst für ein Geschlecht entscheiden, ist Hinase mit 17 Jahren noch immer geschlechtslos. Als gleich zwei Freund*innen ihre Gefühle vortragen, ist Hinase noch verwirrter. – Ein schöner Manga mit vielen Fragen zum Thema Gender. Toll umgesetzt, auch in den Folgebänden sehr stark.

Das Lied der Krähen: Kaz Brekker, Kopf der Krähen-Bande in Ketterdam, bekommt das lukrative Angebot einen Shu-Wissenschaftler aus dem Eistribunal der Fjerdan zu entführen. Für diesen unmöglich wirkenden Auftrag, braucht er ein Team. Sechs Krähen brechen schließlich auf. – Leigh Bardugos mitreißender Schreibstil trifft auf tolle Charaktere und spannende Handlung.

Was waren eure Highlights?

*Werbung – Rezensionsexemplar

Massive Talent

Ein Vorwort

Mit Blackpink als Trailermusik hatte mich der Film direkt. Auch der Rest sah spannend aus, aber auch so, dass es nach hinten losgehen könnte. Warum Massive Talent fast ein Geheimtipp ist, erfahrt ihr in dem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nic Cage (Nicolas Cage) scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi (Pedro Pascal) soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent.

Meine Meinung

Nicolas Cage Karriere ist ein absolutes auf und ab. Während ich die meisten Filme gar nicht gesehen habe, ist mir wohl eher noch die Community Folge, wo Filmfan Abed eine Analyse darüber abgibt, in Erinnerung geblieben. Dennoch reizte mich allein der Trailer, um den Film eine Chance zu geben, rechnete allerdings mit dem Schlimmsten. Bekommen habe ich eine absolut faszinierende Hommage an den Film, ans Schauspielersein und das ganze verpackt in einer gelungenen Komödie.
Doch fangen wir vorne an. Zunächst wirkt der Film abgedreht und fernab einer Komödie. Hier schienen sich meine Befürchtungen zu bestätigen. Doch schon kurz darauf, sobald Cage Richtung Mallorca reist, um Javi zu treffen, wendet sich der Film komplett. Die Handlung rund um die CIA wirkt auf einmal nur wie ein Lückenfüller für die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft und der Liebe zum Film. Okay, das ist vielleicht doch etwas übertrieben, schließlich gibt sie dem Film den nötigen Rahmen. Aber mitunter verliert sich der Film in seinen einzelnen Szenen und nimmt Elemente und Klischees aus Filmen gleichzeitig aufs Korn und spielt sie doch ganz wunderbar aus. So vereint der Film Action, Komödie und erzählt doch vordergründig die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft.
Denn gerade die Chemie zwischen Cage und Pedro Pascal ist es, was diesen Film so faszinieirend macht. Wie sie es schaffen Szenen komplett auszuspielen, ohne dabei aus der Rolle zu fallen, ist faszinierend. Aber auch ihre Charaktere entwickeln sich gut. Gerade bei Javi hatte ich die große Befürchtung, dass er sich als ein absoluter Stereotyp herausstellt. Doch meine Gebete wurden erhört und er bekommt als Charakter eine tolle Wendung und kann so bis zum Ende überzeugen. Fast ist es ein wenig schade, dass sich hier nicht getraut wurde eine queere Liebesgeschichte einzubauen, sondern es bei der Bromance und eine aus dem Hut gezauberten straighten Liebesgeschichte zu lassen. Die Vorlage dafür war da und es hätte wunderbar funktioniert.
Aber davon mal abgesehen, läuft der Film bis auf ein paar kleinere Stolperer rund und unterhält (nicht ganz) ab der ersten Minute und bis zum Ende. Gern mehr solcher mutiger Filme, aber bitte bitte keine Fortsetzung. Der Film funktioniert gerade als Einzelfilm.

Das Fazit

Massive Talent ist einer dieser kleinen Filme, bei der einfach die Kombi aus Genres wunderbar funktioniert und der durch seine beiden Protagonisten auflebt. Kleinere Stolperer und ein etwas holpriger Anfang sind da schnell vergessen und folgt eine unterhaltsame Zeit im Kino. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Massive Talent läuft seit dem 16.06.2022 in den deutschen Kinos

Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt

Ein Vorwort

Geschichte ist schon ein faszinierendes Feld. So faszinierend, dass ich nicht nur ein Abitur mit Schwerpunkt Geschichte, sondern auch ein (abgebrochenes) Geschichtsstudium. Dies als Komödie nicht nur leicht gekürtzt, sondern auch ziemlich frei interpretiert, reizte mich trotzdem. Wie das ganze in diesem Episodenfilm funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit.

Meine Meinung

Die Sketch-History vom ZDF habe ich mir einmal kurz angeschaut, für nicht mein Humor befunden und nie wieder eingeschaltet. Der Trailer zu Die Geschichte der Menschheit konnte mich dafür schon eher überzeugen. Glücklicherweise haben beide Formate eine ähnliche Grundidee, aber nicht ganz so viel miteinander zu tun. Den Ansatz dies mit der Voyager und der dort befindlichen goldenen Schallplatte zu verbinden, ist eher das verbindende Element und hat erst gegen Ende wieder eine Bewandtnis.
Das schöne an Episodenfilmen ist, dass wenn einem eine Episode nicht gefällt, die nächste schon umso besser werden kann. Und so hat auch Die Geschichte der Menschheit Episoden, die ich absolut abgefeiert habe, und Episoden, die mir gar nicht gefallen haben. Wobei auch hier meistens trotzdem immer noch ein Element enthalten war, das mich unterhalten konnte. So fand ich die Episode rund um Max Giermanns Jesus gerade aufgrund seiner Performance beinahe unerträglich, aber das Ensemble drum rum hat wieder gut funktioniert. Die Furz-Witz-Orgie im U-Boot war sehr gewöhnungsbedürftig, doch durch die ernste Grundstimmung konnte ich auch dem etwas abgewinnen, obwohl ich Furzwitze normalerweise überhaupt nicht witzig finde.
Schauspielerisch hat sich hier gefühlt halb Deutschland versammelt. Neben diversen Schauspieler*innen und Comedians, taucht dann auch mal ein Bela B auf, der für eine ganz eigene Musicalnummer sorgt. So schwanken die Episoden nicht nur im geschichtlichen Kontext, sondern auch mitunter im Genre.
Vielleicht nicht unbedingt überraschend, aber ich hätte die Entwicklung nicht vorhergesehen, ist das Ende. Hier wird nämlich die Ausgangsprämisse nochmal aufgegriffen und auch gedreht, so dass die Rahmenhandlung auch wieder relevant wird. So wirkt der Film trotz des Episodencharakters am Ende rund und in sich geschlossen.
Falls ihr übrigens wissen wollt, welches meine persönliche Lieblingsepisode war: Firma Konopke beim Bau der chinesischen Mauer.

Das Fazit

Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt ist im großen und ganzen ein gelungener Episodenfilm, dessen Witze mal besser und mal schlechter funktionieren. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt läuft seit dem 16.06.2022 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Juni 2022

Es ist heiß. Zumindest zum Zeitpunkt, wenn ich diesen Beitrag vorbereitete habe ich 31,5° im Büro (ich entschuldige mich also schon mal für Rechtschreibfehler, ich schmelze hier gerade). Also blieb mir nichts anderes übrig, als einige Kinobesuche einzuplanen, da ich eine große Freundin der dort funktionierenden Klimaanlage bin. Was der Juni medial für mich zu bieten hatte, erfahrt ihr in meinem heutigen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Dog: Jackson Briggs ist nach einer Kopfverletzung aus dem Dienst der Army ausgeschieden, versucht aber die Erlaubnis für einen weiteren Einsatz zu bekommen. Sein Vorgesetzter will ihm die benötigte Empfehlung ausstellen, wenn er die Hündin Lulu zur Beerdigung ihres Herrchens bringt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Lulu ist nach ihrem Einsatz im Kriegsgebiet als gefährlich eingestuft und darf nicht fliegen. Ein etwas anderer Roadtrip beginnt. – Von der Grundhandlung sehr interessant, leider setzt die benötigte Entwicklung des Protagonisten ziemlich spät ein.

Anime Special: Belle: Suzu lebt zurückgezogen mit ihrem Vater, zu dem sie seit dem Tod der Mutter ein schwieriges Verhältnis hat. Durch ihre Trauer kann sie nicht mehr singen. Bis ihre Freundin Hiroka sie mit der digitalen Welt von U bekannt macht. Dort tritt sie als Belle auf und flieht in die Anonymität. Bis bei einem ihrer virtuellen Konzerte ein legendärer Kämpfer in Gestalt eines Biestes auftritt. Kurz darauf beginnt eine Hetzjagd auf ihn. – Interessante Idee, Umsetzung mit einigen Problemchen, aber sehr schöner Soundtrack.

Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter: Seit vier Jahre leben die Dinosaurier nun in freier Wildbahn. Das Unternehmen Biosyn hat die Aufgabe bekommen sie in ein geschütztes Reservat zu bringen. Dr. Ellie Sattler untersucht derweil eine besonders schlimme Heuschrecken-Plage. Owen und Claire verstecken Maisie auf einer einsamen Farm. Diese rebelliert jedoch gegen das „Gefängnis“. Bei einem Streifzug wird sie jedoch entführt. Sowohl Owens und Claires, als auch Ellies Weg führen sie ins Dinoreservat von Biosyn. – Enttäuschendes Finale des Franchises, aber mit schöner Nostalgie durch ein Wiedersehen mit dem Ursprungscast.

Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt: 1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit. – Sehr witziger Episodenfilm, wobei manche Episoden mehr zünden als andere.

Massive Talent: Nic Cage scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent. – Sehr schönes Liebesgedicht an den Film und gut funktionierende Komödie.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Ready Player One (noch immer eine tolle Geschichte und vorallem optisch sehr gelungen)

Birnenkuchen mit Lavendel: Louise führt nach dem Tod ihres Mannes seine Birnenplantage weiter. Diese wirft jedoch kaum Profit ab und so ist die alleinerziehende Mutter ziemlich verschuldet. Als sie den Pierre anfährt, nimmt sie ihn kurzerhand mit. Durch das Asperger-Syndrom fällt Pierre der Kontakt mit Menschen schwer, weswegen er sich auf der Plantage um so wohler fühlt. – Ruhig erzählter französischer Film mit einer schönen Geschichte.

Vertigo: Nach einer missglückten Verfolgung scheidet der Polizist John „Scottie“ Ferguson aus dem Dienst aus. Als er seinen alten Schulfreund Gavin Elster trifft, bittet dieser ihn seine Frau zu beschatten, da diese von ihrer verstorbenen Urgroßmutter besessen zu sein scheint. Doch mit seinen Gefühlen für Madleine hat Scottie nicht gerechnet. – Etwas zu langer Thriller, mit einer spannenden Geschichte.

Stand by me: Gordie, Chris, Vern und Teddy ziehen an einem heißen Sommertag los, um eine Leiche zu sehen. Dabei erkennen sie einige Wahrheiten und wachsen über sich hinaus. – Ruhig erzählte Coming-of-Age Geschichte, die in der Buchvorlage deutlich besser funktioniert. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Outfit: The Imitation Game Regisseur Graham Moore zieht es diesmal ins Chicago des Jahres 1956, zu einem englischen Schneider, der für eine Gangster-Familie Maßanzüge anfertigt. Prämisse klingt spannend und Mark Rylance in der Hauptrolle könnte auch was werden. Lief leider kaum im Kino.

Elvis: Tom Hanks ist für mich immer ein Grund ins Kino zu gehen. Zusammen mit einer neuen Musiker-Biographie rund um den King des Rock’n’Roll reizt mich noch zu sehen.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Minions 2, Lightyear

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Adam Dalgliesh – Staffel 1 (Ruhig erzählte britische Krimiserie, etwas schwacher Protagonist, spannende Fälle)

Thirty-Nine – K-Drama (Traurig schönes K-Drama über eine Freundschaft und eine Krankheitsgeschichte)

Grace & Frankie – Staffel 7 (Schönes Ende, dennoch die schwächste Staffel)

Death Note – Teil 2 (sehr gehetztes Ende, aber im groben und ganzen eine gute Umsetzung der Mangareihe)

Rick & Morty – Staffel 5 (Mitunter noch gute Ideen, aber eher von allem zu viel. Vor allem die Dynamik zwischen beiden Protagonisten war ziemlich schwierig)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 10
Seiten gesamt: 3.397
Seiten pro Tag: 114 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

Knights 2: Nach den Geschnissen in Band 1 wollen Charlotte und Noel nicht einsehen, dass ihre Liebe potentiell die Welt zerstören könnte. Oscar erholt sich derweil von seinen Verletzungen. Doch Morgana ruht nicht und greift mit den Darks weitere Teams an. Charlotte muss sich ihrem Merlin-Erbe stellen. – Ich liebe den Schreibstil und die Idee, aber die Entwicklung und das Ende fand ich nicht gut. Allerdings sind die trotzdem gut und sinnvoll umgesetzt und Bücher sind ja kein Wunschkonzert.

Dein Flüstern im Meereswind: Caro hat mit ihrer besten Freundin ihren Traum wahr gemacht und einen Buchladen auf Hiddensee eröffnet. Nur ihre Mutter gönnt ihr das Glück nicht. Als sich diese zu einem Besuch ankündigt, kommt Caro in Erklärungsnot. Denn sie hat angegeben einen Verlobten zu haben und den will ihre Mutter nun sehen. Dabei läuft ihr der Meterologe Hannes über den Weg. – Schöne Geschichte, aber ein bisschen zu gewollt zum Happy-end gedrängt.

Café Meerblick: Ein Jahr nach dem Tod ihrer besten Freundin reist Mona nach Norderney. Dort sucht sie Zerstreuung und findet zunächst eine neue Freundin und dann ein Café, dass eine neue Besitzerin sucht. Doch ist sie bereit für die Veränderung? – Traurigschöne Sommerlektüre.

The gender of Mona Lisa 4: In Band 4 befassen sich Hinases Freund*innen Shiori und Ritsu mit ihrem eigenen Geschlecht und überlegen, ob sie Hinase noch lieben würden, wenn sier sich für das jeweils andere als von ihnen bevorzugte Geschlecht entscheiden würde. – Ich liebe die Reihe einfach. So wichtige Gedankenansätze in einer tollen Geschichte verbaut.

Das Lied der Krähen: Kaz Brekker, Kopf der Krähen-Bande in Ketterdam, bekommt das lukrative Angebot einen Shu-Wissenschaftler aus dem Eistribunal der Fjerdan zu entführen. Für diesen unmöglich wirkenden Auftrag, braucht er ein Team. Sechs Krähen brechen schließlich auf. – Leigh Bardugos mitreißender Schreibstil trifft auf tolle Charaktere und spannende Handlung.

Summer of hearts and soul: Beyah zieht über den Sommer nach dem Tod ihrer drogensüchtigen Mutter zu ihrem Vater, der neu verheiratet ist und zu dem sie kaum Kontakt hatte. Armut und Hunger gewöhnt fällt es ihr schwer sich in das neue Leben einzugewöhnen. Dabei hilft ihr der schweigsame Samson von gegenüber. Denn auch er scheint ein Geheimnis zu haben. – Colleen Hoover ist zurück! Herzerwärmende und doch traurige Geschichte im typisch mitreißenden Schreibstil von Hoover.

One Piece 1: Monty D. Ruffy möchte Pirat werden. Nachdem er immer wieder gehört hat, dass er zu jung sei, bricht er Jahre später allein auf. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf erste Verbündete. – Lange habe ich mich gewehrt, jetzt hat mich mein Mann überredet. Der Auftakt war ganz witzig, aber so richtig rein gekommen bin ich noch nicht in die Geschichte.

SpyxFamily 1: Spion Twilight bekommt einen neuen Auftrag. Doch dafür benötigt er Zutritt zur Eden-Akademie. Kurzerhand adoptiert er die Telepathin Anya. Doch damit nicht genug, benötigt er auch noch eine Frau. Für den immer allein lebenden und ungebundenen Spion stellt das eine große Hürde dar. – Tolle Charaktere, witzige und spannende Handlung. Ich freu mich auf Band 2.

Oliver Twist: Der Waise Oliver Twist wächst unter ärmlichen Bedingungen auf, ehe er auf den kriminellen Fagin trifft. Doch um seine Herkunft rankt sich ein Geheimnis. – Ein weiterer Klassiker abgearbeitet und offiziell meine größte SuB-Leiche geschafft.

Luna-Chroniken 3 – Wie Sterne so golden: Crescent Moon lebt seit Jahren allein in einem Satelliten. Als verstoßene Lunarierin soll sie für Königin Levana die geflohene Cinder finden. Doch stattdessen hilft sie dieser. Doch beim Kontaktversuch geraten sie in eine Falle. Cress und Kapitän Thorne drohen mit dem Satelliten auf die Erde zu stürzen. – Es geht spannend weiter, ein Aufatmen gibt es bei Marissa Meyer nicht. Die Weichen für das große Finale sind gestellt.

Wie war euer Juni?

 

Anime Special: Belle

Ein Vorwort

Wahrscheinlich gehöre ich zu den wenigen, die bei Disneys die Schöne und das Biest nicht in Begeisterungsrufe verfällt. Allgemein ist es nicht unbedingt mein liebstes Märchenmotiv. Dies jedoch in einem Anime mit einer virtuellen Welt verarbeitet zu sehen, hat mich gereizt. Wie die Kombination in Belle funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Suzu lebt zurückgezogen mit ihrem Vater, zu dem sie seit dem Tod der Mutter ein schwieriges Verhältnis hat. Durch ihre Trauer kann sie nicht mehr singen. Bis ihre Freundin Hiroka sie mit der digitalen Welt von U bekannt macht. Dort tritt sie als Belle auf und flieht in die Anonymität. Bis bei einem ihrer virtuellen Konzerte ein legendärer Kämpfer in Gestalt eines Biestes auftritt. Kurz darauf beginnt eine Hetzjagd auf ihn.

Meine Meinung

„Tales as old at time“ Und wer hat schon einen Ohrwurm? Zumindest Regisseur Mamoru Hosada hatte den wohl mehr als einmal, bzw. ist er gerüchteweise ein großer Fan des Disney-Films. Zumindest hat er sich mit Belle an eine ziemlich offensichtliche Adaption gewagt.
Wir lernen zunächst Suzu kennen und ihren Alltag. Nach und nach lernen wir, womit sie zu kämpfen hat und lernen die Vergangenheit um ihre Mutter kennen. Kurz darauf werden wir zusammen mit ihr in die Welt von U eingeführt. Dabei fehlen allerdings einige Informationen, weswegen ich bis zum Ende nicht wirklich durch die Welt durchgestiegen bin. Kurz darauf folgt ein hin und her zwischen realer Welt und U, vor allem, wenn die Jagd auf das Biest anfängt.
Hier zeigt sich die größte Schwäche des Films. Denn wer bei U an coole Online Welten, wie in Ready Player One, denkt, wird schwer enttäuscht. Die Welt ist relativ trist und mit einfacher Optik. Lediglich Belle und einige andere Nutzer*innen bringen ein bisschen Farbe rein. So ist die Einfachheit einer so komplexen Welt wie U ziemlich enttäuschend und wirkt einfach nur lieblos.
Die Handlung an sich ist relativ einfach gestrickt und schwingt zwischen realer Welt und U hin und her. Dabei liegen in den verborgenen Botschaften des Films die eigentliche Stärke. Denn hier geht es auch viel um Traumata und deren Überwindung, was gut aufgegriffen wird. Leider versteckt sich dies hinter der groß aufgemachten Jagd auf das Biest. So bleiben viele Charakterentwicklungen zurück oder werden zu schnell umgesetzt, da Hosada gerade gegen Ende die Zeit zu fehlen scheint.
So ist auch das Ende ein wirres hin und her und es bleiben einfach zu viele Fragen offen. Nach einem spannenden Wettlauf gegen die Zeit und einer starken Tat, kehren einfach alle wieder zu ihrem ursprünglichen Tun zurück. Doch, ob alles nun umsonst war oder ob die finale Spannungsszene etwas gebracht hat, wird nicht geklärt. So bleibt man mit zu vielen offenen Fragen zurück.
Dabei hat mich zwischenzeitlich die Umsetzung des Schöne und das Biest Themas gut gefallen, da es einige der größten Schwächen der Vorlage (Stichwort Stockholm Syndrom) umgeht und durch die Verwebung mit der Welt in U gut umsetzt. Gerade aber auch die musikalische Unterhaltung hat mir sehr gut gefallen und bei mir mehr als eine Gänsehaut ausgelöst. So ist Belle in seiner Gesamtheit nicht schlecht und lässt sich gut wegschauen, hat aber Schwächen, die leicht zu umgehen gewesen wären, daher umso mehr enttäuschen.

Das Fazit

Belle hat eine schöne Grundgeschichte, verarbeitet schwierige Themen respektvoll, eine grundsätzlich tolle Optik und vor allem einen schönen Soundtrack. Leider gibt es mehr als ein Logikloch, eine lieblose virtuelle Welt und am Ende mehr Fragen als Antworten. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Belle läuft seit dem 09.06.2022 in den deutschen Kinos

Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter

Ein Vorwort

Vor fast 30 Jahren öffneten die Pforten des Jurassic Park zum ersten Mal. Steven Spielberg zeigte uns eine wunderbare Welt voller Dinos und ließ und zugleich Träumen und Erschrecken. Nach zwei mehr oder weniger erfolgreichen Sequels war lange Zeit Ruhe. Bis im Zeitalter der Reboots mit Jurassic World 2015 eine neue Reihe begonnen wurde. Gleiches Konzept nur alles etwas größer. Auch hier ließ die Fortsetzung Das gefallene Königreich (2018) nicht lange auf sich warten. Nun sollte das große Finale der zweiten Trilogie folgen. Ob Ein neues Zeitalter ein würdiger Abschluss ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Kurz zusammenfassen werde ich auch die Filme der Jurassic World Reihe. Die Filme der Jurassic Park Reihe (vorallem der erste Teil) sind eine gute Ergänzung dazu und hilfreich vorher gesehen zu haben.

In Jurassic World erlebten wir den neu gebauten Freizeitpark Jurassic World. Alles ein bisschen neuer und ein bisschen moderner als der frühere Jurassic Park. Wie schon früher gab es einige freilaufende Dinos und die fleischfressenden waren natürlich gut weggesperrt. Als von Leiterin Claire die Neffen Gray und Zach den Park besuchen, hat sie leider nicht so viel Zeit, wie sie gerne hätte. Denn soeben haben sie einen ganz neuen Dino gezüchtet, den Indominus Rex. Gepaart mit einigen verschiedenen Lebensformen und einer hohen Portion an Intelligenz, hält der Indominus Rex leider so gar nichts von Käfigen. Nun muss Claire nicht nur ihre Neffen retten, sondern auch den Park evakuieren. Ihr zur Seite steht Owen.
Drei Jahre nach Schließung von Jurassic World droht der Vulkan auf der Isla Nubla auszubrechen und alle noch dort lebenden Dinos unter einer Lavaschicht zu begraben. Während der Kongress noch über das Für und Wider diskutiert, bekommt Claire ein Angebot von Eli Mills. Dieser verwaltet Sir Benjamin Lockwoods Vermächtnis und bietet Claire eine neue Zufluchtsstelle für die Dinos. Doch einmal auf der Insel angekommen, arbeiten Mills Einsatztruppen gegen Claire und Owen. Die Dinos werden auf Lockwood Manor gebracht, wo (wieder einmal) ein Überdino gezüchtet wird. Claire und Owen müssen erkennen, dass die Dinos für eine private Auktion vorbereitet werden. Zeitgleich lernen sie Masie kennen, um deren Existenz ebenfalls ein großes Geheimnis gemacht wird. Es stellt sich heraus, dass Masie ebenfalls wie die Dinos aus einem Stück DNA geschaffen wurde. Am Ende drohen alle Dinos durch Cyanwasserstoff zu ersticken und Claire entscheidet sich schweren Herzens dafür. Doch Masie bringt es nicht übers Herz und lässt die Dinos frei. Fortan leben diese in freier Wildbahn.

Die Handlung

Seit vier Jahre leben die Dinosaurier nun in freier Wildbahn. Das Unternehmen Biosyn hat die Aufgabe bekommen sie in ein geschütztes Reservat zu bringen. Dr. Ellie Sattler (Laura Dern) untersucht derweil eine besonders schlimme Heuschrecken-Plage. Owen (Chris Pratt) und Claire (Bryce Dallas Howard)  verstecken Maisie (Isabella Sermon) auf einer einsamen Farm. Diese rebelliert jedoch gegen das „Gefängnis“. Bei einem Streifzug wird sie jedoch entführt. Sowohl Owens und Claires, als auch Ellies Weg führen sie ins Dinoreservat von Biosyn.

Meine Meinung

Cameos von früheren Darsteller*innen einer Reihe, sind ja in Sequels nichts ungewöhnliches. Jurassic World geht einen Schritt weiter und lässt Laura Dern, Sam Neill und Jeff Goldblum nicht einfach nur Cameos haben, sondern einen Großteil der Handlung einnehmen. So sind die drei das erste Mal seit 1993 wieder vor der Kamera vereint.
Das ist in sofern sehr wichtig für den Film, weil weder Chris Pratt, noch Bryce Dallas Howard es auch nur ansatzweise schaffen den Film zu tragen. Das liegt nicht nur an ihren schwachen Schauspielkünsten, sondern auch an ihren sehr platt geschriebenen Charakteren. Da sind die Szenen mit dem anderen Trio eine gute Auflockerung des Films.
Aber von vorne. Zunächst wird die Ausgangssituation rund um das Zusammenleben mit den Dinos im Schnelldurchlauf dargestellt. Sobald Biosyn vorgestellt wird, dürfte für die meisten klar sein, in welche Richtung sich der Film entwickeln wird. Noch kurz die Erklärung, was die Protagonist*innen der bisherigen beiden Trilogien gemacht haben und schon geht das Abenteuer los.
Das Abenteuer ist dann auch mehr oder weniger das, was den Film zusammenhält. Denn die Geschichte und die Charakterentwicklungen – sofern es welche gibt – sind sehr vorhersehbar und bieten wenig Überraschungen. Blöderweise fiebert man auch nur mit der Hälfte des Teams mit, da die anderen durch die flachen Charaktere und mangelnde Schauspielkünste eher nerven. Wäre der Film nur auf ihre Geschichte ausgerichtet gewesen, wäre ich wohl wesentlich frustrierter. Aber die alte Alliant aus Dern, Neill und Goldlbum bringt frischen Wind rein und lockert ihre Szenen merklich auf. Ihre Geschichte reicht nur halt nicht aus, um den ganzen Film zu tragen.
Kommen wir zu den sehr vernachlässigten Hauptstars des Films: Den Dinosauriern. Als großer Dinofan habe ich mich auf jede Szene gefreut, um bekannte Arten zu entdecken und mich über mein inneres Dinolexikon zu freuen. Während dies in einigen Szenen gut funktioniert hat, bleibt aber auch die Enttäuschung, dass es einige Szenen gibt, in denen die Dinos absolut austauschbar gegen jede Art Monster waren. Gerade im Reservat gibt es Szenen, die jedem beliebigen Horrorfilm entsprungen sein könnten. Hier wurde die Atmosphäre gut umgesetzt und jedes Geräusch, und sei es nur ein Rascheln, wirkt absolut bedrohlich. Doch dafür muss es eben kein Jurassic Teil sein.
So hangelt sich der Film von Szene zu Szene, manche funktionieren besser und zwischendurch kommt auch so etwas wie Spannung auf, aber im großen und ganzen fühlt es sich nicht wie das große Finale an, das man bei der Reihe erwartet hat. Zu vorhersehbar die Handlung, zu stoisch die Charaktere. Und das bisschen Nostalgie durch die Wiedervereinigung von Dern, Neill und Goldblum reicht einfach nicht, um den Film zu retten.
Dennoch hatte ich nicht per se eine schlechte Zeit im Kino. Aber so richtig funktioniert es wohl nur noch für ganz große Dinofans, die man mit toll animierten Dinos glücklich macht.

Das Fazit

Jurassic World – Ein neues Zeitalter schafft es trotz Dinos, Nostalgie und zwischendurch auch Atmosphäre nicht über die offensichtlichen Schwächen in Handlung und teilweise auch Cast hinwegzutäuschen. Optisch hübsch anzusehen, doch nicht das Finale, das man erwarten durfte. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter läuft seit dem 09.06.2022 in den deutschen Kinos

Stasikomödie

Ein Vorwort

Dass die DDR gerade durch die Stasi nicht unbedingt ein schöner Ort zum leben war, haben schon einige Filme gezeigt. Das Ganze jetzt noch einmal als Komödie zu verpacken, war noch einmal ein Ansatz, der mich interessierte. Wie das in Leander Haußmanns verpackt wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Ludger Fuchs (Jörg Schüttauf/David Kross) lässt sich von seiner Familie überreden Einsicht in seine Stasiakte zu nehmen. Dabei erinnert er sich an die 1980er Jahre, wo er von der Stasi in die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs eingeschleust wurde und dort zu einem gefragten Dichter aufsteigt.

Meine Meinung

Mit Sonnenalle und NVA – beide von mir ungesehen – hat Leander Haußmann sich bereits zweimal mit der DDR-Geschichte befasst. Stasikomödie soll nun der Abschluss der Trilogie sein. Ich habe keine Ahnung, wie in den anderen Filmen an das Thema herangegangen wurde, aber hier wurde ein bunter Misch aus Ostalgie, dem bunten Treiben der Kunstszene am Prenzlauer Berg, feiner Dialogkomik und groß aufgefahrenen und überladenen Szenen, die die eigentliche Komödie ausmachen sollen. Zusammen gibt das eine ganz eigenwillige Mischung, die durchaus einen Blick wert ist, wer noch einmal einen völlig anderen Film erleben will.
Dennoch hat der Film deutliche Schwächen. Wer das Wort Komödie im Titel einbaut, schührt damit gewisse Erwartungen. Über Humor lässt sich zwar streiten, aber wirklich witzig war der Film nun nicht. Der komödiantische Anteil wird hier entweder zu subtil untergebracht oder eben in viel zu übertriebenen Szenen. Wobei mich gerade die abgeholt haben, auch wenn sie immer sehr fehl am Platz wirkten. Gerade die Abschlussszene wirkte wie aus einem ganz anderen Film.
Auch ist nicht direkt zu erkennen, welche Aussage der Film nun zur Stasi treffen will. Zwar wird sich an vielen Stellen über sie lustig gemacht, eine komplette Abrechnung mit den Methoden ist dann aber auch nicht. So schafft es der Film durch seine einnehmende Atmosphäre einen irgendwie in seinen Bann zu ziehen, lässt einen hinterher aber ziemlich ratlos zurück, was genau der Film nun aussagen wollte.
Schauspielerisch und durch eine Vielzahl an verschiedenen Charakteren ist der Film mit seiner Lauflänge von 115 Minuten nicht langweilig oder langatmig und lässt sich gut weggucken. Vor allem Henry Hübchen als Ludgers Vorgesetzter bringt eine ordentliche Portion Charme mit. Letztlich ist der Film wohl vor allem an die ehemaligen Bewohner der DDR gerichtet, die hier ein wenig in Ostalgie schwelgen können. Denen Schauplätze bekannt vorkommen und die sich einfach nochmal für eine Weile in die Vergangenheit versetzen lassen wollen.

Das Fazit

Stasikomödie ist so ein Film, von dem man nichts erwartet und wenig bekommt,  der in seiner Schlichtheit irgendwie funktioniert und gleichzeitig schnell in Vergessenheit geraten dürfte. Der von allem etwas, aber nichts richtig hat. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Stasikomödie läuft seit dem 19.05.2022 in den deutschen Kinos

Dog

Ein Vorwort

Roadtrips werden ja immer wieder in Filmen verbaut, oftmals mit dem Finden einer Freundschaft oder aber zu sich selbst. Diesmal wird die zweite Person allerdings durch einen Hund ersetzt und der Film nimmt sich gleichzeitig dem Film Kriegstraumata an. Wie das in der Kombination funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Jackson Briggs (Channing Tatum) ist nach einer Kopfverletzung aus dem Dienst der Army ausgeschieden, versucht aber die Erlaubnis für einen weiteren Einsatz zu bekommen. Sein Vorgesetzter will ihm die benötigte Empfehlung ausstellen, wenn er die Hündin Lulu zur Beerdigung ihres Herrchens bringt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Lulu ist nach ihrem Einsatz im Kriegsgebiet als gefährlich eingestuft und darf nicht fliegen. Ein etwas anderer Roadtrip beginnt.

Meine Meinung

Channing Tatums erste Regiemitarbeit ist gleichzeitig ein sehr persönlicher Film, basiert er doch teilweise auf Tatums Roadtrip mit seiner eigenen Hündin, die 2018 an Krebs verstarb. So ist der Film auch eine sehr persönliche Angelegenheit, was man leider nur selten spürt.
Grundsätzlich ist der Aufbau des Films sehr klassisch, bietet wenig Überraschungen, konzentriert sich aber auf viele gute Handlungsstränge und springt so gekonnt zwischen Humor und Drama hin und her. Dadurch werden die schwierigen Themen immer wieder abgemildert, ohne sie zu verharmlosen. Denn das Grundthema rund um Kriegstraumata und wie es Soldat*innen nach ihrer Rückkehr geht und womit sie teilweise zu kämpfen haben, wird hier gänzlich ungeschönt gezeigt. Jede*r geht damit unterschiedlich um, was anhand weniger Beispiele gezeigt wird, die Konzentration liegt jedoch auf Jackson und Hündin Lulu. Letztlich sind hier gerade die ruhigen Momente des Films, die prägenden.
Das Problem an Dog ist jedoch, dass die Entwicklung, auf die der Film hinausläuft, sehr spät einsetzt. Wirklich nachdenkliche Momente haben wir erst im letzten Viertel des Films. Vorher ist Tatums Figur vor allem einfach nur unsympathisch und sein Umgang mit der Hündin zweifelhaft. Das die Entwicklung nicht sofort da ist, ist natürlich auch verständlich, aber für die Aussage des Films setzt sie reichlich spät ein. Darunter leidet auch der Spannungsbogen, denn auch wenn einige Einschübe durchaus witzig sind, ist vieles davon etwas gestreckt, um an den wichtigen Szenen zu sparen.
Dass das Ende keine wirkliche Überraschung bietet, ist bei dem Film absolut verzeihbar. Hier geht es vor allem um die Stimmung während des Roadtrips, die wie gesagt erst spät zum positiven kippt. Schauspielerisch zeigt Tatum wieder, dass er nicht unbedingt ein Charakterdarsteller ist. Die feinen Zwischentöne beherrscht er nur mühsam. Hier werden viele Szenen von der Hündin getragen.
Letztlich ist es aber doch ein schöner Film, nicht nur für Hundefreund*innen. Denn die Grundstimmung funktioniert durchaus, und auch die Endaussage trifft es sehr gut. Es sind eher die Feinheiten, die den Film von vollkommen okay zu absolut sehenswert gehoben hätten.

Das Fazit

Dog schafft den Drahtseilakt zwischen Drama und Komödie manchmal nicht ganz ausgewogen, zeigt aber gerade am Ende Stärke und bietet vor allem einen schönen tierischen Roadtrip. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Dog läuft seit dem 19.05.2022 in den deutschen Kinos

Lost City

Ein Vorwort

Es gibt Trailer, die sieht man und weiß, man will den Film sehen oder eben nicht. Dann gibt es die, die einem eigentlich schon den ganzen Film verraten oder wo man schon weiß, dass die besten Szenen im Trailer verbraten wurden. Und dann gibt es den Trailer zu Lost City. Hier waren so ziemlich alle Varianten möglich. Welche davon jetzt zutreffend ist und ob Lost City auch als Film in voller Länger funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Bestsellerautorin Loretta Sage (Sandra Bullock) kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin (Da’Vine Joy Randolph) hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax (Daniel Radcliffe) entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan (Channing Tatum) will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein.

Meine Meinung

Komödien gibt es in Hollywood wie Sand am Meer. Wirklich gute sind indess in der Masse schwer zu finden. Lost City hatte nach dem Trailer die Möglichkeit in beide Richtungen zu gehen. Denn da gab es ein paar Szenen, über die ich jedes Mal wieder lachen konnte und gleichzeitig Szenen, die mir zu viel waren. Also welche, die in die niveaulose Richtung gingen.
Letztlich ist die Tendenz des Films doch eher in die erste Richtung, auch wenn viele gute Szenen bereits im Trailer verarbeitet wurde.
So ist die Handlung an vielen Stellen vorhersehbar und auch die Grundentwicklung dürfte wohl niemand überraschen. Doch dann gibt es immer wieder kleinere Einschübe, die habe ich nicht kommen sehen. So ist beispielsweise Brad Pitts Rolle doch ganz anders, als ich erwartet hatte.
Grob zusammengefasst war wohl die Grundidee einen Abenteuerfilm in Indiana Jones Manier, aber mit einer entführten Autorin und einem Covermodel als Protagonisten. Das Ganze dann verpackt als Komödie. Im großen und ganzen funktioniert das, denn Lost City schafft es durch die Charaktere viel Situationskomik einzubringen, die zumindest mich voll abgeholt hat. Das die Handlung eher einfach gestrickt ist und sich den üblichen Klischees bedient, ist daher erst einmal zu vernachlässigen, da sie eher den Rahmen vorgibt.
In seiner Gesamtheit mit der relativ bekannten Handlung, der vielen Situationskomik und den harmonierenden Charakteren funktioniert Lost City ziemlich gut. Es ist jetzt kein Film, der einen total überrascht und vom Hocker haut, reiht sich aber eher in die guten Komödien ein, da mehr auf aufgebaute Witze gesetzt wird, als stoische One-Liner. Mit Sandra Bullock und Channing Tatum wurden auch die richtigen Schauspielenden gecastet, um die Rollen glaubhaft rüberzubringen. Daniel Radcliffe ist in seiner Rolle irgendwo zwischen Overacting und so drüber, dass es schon wieder witzig und passend ist und sorgt damit für die letzte Rundung, die den Film und ein unterhaltsames Level hebt.

Das Fazit

Lost City mag eine einfache und relativ vorhersebare Handlung haben, doch durch die Charaktere und die Situationskomik funktioniert der Film als Komödie in seiner Gesamtheit. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Lost City läuft seit dem 21.04.2022 in den deutschen Kinos

Top Gun – Maverick

Ein Vorwort

1986 kam mit Top Gun ein ziemlich patriotischer Actionfilm in die Kinos und half Tom Cruise zum Durchbruch. Inzwischen dafür bekannt seine Stunts in den meisten Fällen selbst durchzuführen, ist er aus der Actionfilmszene nicht mehr wegzudenken. Nun fast 40 Jahre später gibt es einen zweiten Teil. Ob sich dieser in die Riege der überflüssigen Fortsetzungen einreiht, oder tatsälich noch einmal etwas zu bieten hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Maverick (Tom Cruise= ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster (Miles Teller).

Meine Meinung

Ich habe den ersten Top Gun wohl vergleichsweise spät gesehen, aber dennoch konnte der in seiner Einfachheit auch Jahre später noch durch die handgemachte Action überzeugen. Fast 40 Jahre später noch ein Sequel zu bringen, konnte funktionieren, konnte aber auch mächtig schief gehen.
Tatsächlich ist es bei Top Gun Maverick eher das Erstere. Und das liegt vor allem an einer Sache: Die noch immer größtenteils handgemachte Action mit wenig CGI und viel Tom Cruise, der seine Stunts selbst geflogen ist.
Denn wie schon im ersten Teil ist die Handlung gar nicht das entscheidende. Hier ist vieles vorhersehbar, der Ablauf orientiert sich am ersten Teil und ist sehr einfach gestrickt. Gespickt wird das ganze mit einer guten Portion Fanservice. Nicht zu viel, um überladen zu wirken, eher um einen ab und an zum schmunzeln zu bringen. Auch über die Charaktere wird nicht viel erzählt, gerade genug, um sie in ihren Positionen auseinander zu halten. Auch wenn es mit einem altbekannte und einem neuen weiblichen Gesicht versucht wird, die reine Männerriege aufzusprengen, ist der Film noch immer sehr Männerlastig. Dies merkt man auch an vielen Dialogen. Hätte man natürlich zeitgemäß weiter auflockern können, tritt hier aber ebenso wie die gesamte Handlung eher in den Hintergrund.
Die gesamte Konzentration des Films und auch der Grund, warum das Franchise nach all den Jahren immer noch so gut funktioniert, sind einfach die Actionszenen. Hier sieht man in jeder Einstellung die Liebe zum Fliegen. Hervorgehoben wird dies durch die handgemachte Action, die nur wenig CGI braucht. Dadurch, dass Tom Cruise – laut Medienberichten – selbst im Cockpit Platz genommen hat, sieht man den Unterschied auch einfach. Die Atmosphäre durch neue und alte Filmmusik, die Kameraführung und die Actionszenen zeigt einmal mehr, wofür es Kino noch immer gibt. Denn dieser Film funktioniert vollumfänglich nur auf der großen Leinwand.

Das Fazit

Top Gun Maverick ist zwar sehr schlicht in Handlung und Charakteren und bietet wenig Überraschungen, doch durch handgemachte Action bietet er ein Leinwanderlebnis für das sich der Kinogang lohnt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Top Gun Maverick läuft seit dem 26.05.2022 in den deutschen Kinos