Into the Beat

Ein Vorwort

Tanzfilme sind wohl keine neue Erfindung und spätestens seit dem anhaltenden Erfolg der Step up-Reihe mit ihren unzähligen Fortsetzungen war es nur eine Frage der Zeit bis wir auch die deutsche Version kriegen. Diese hat dann aber doch relativ lange auf sich warten lassen. Vielleicht auch weil ein Film, der in die ähnliche Kerbe schlägt, gar nicht so viel Erfolg hatte. Gangs erschien 2009 und damit wohl in der Hochphase ähnlicher Filme. Hier gab es dann auch die Balletttänzerin aus gutem Hause, die auf eine Straßengang traf. Die Straßengang wurde nun gegen Streetdancer ausgetauscht und auch ein bisschen mehr Farbe bekam Into the Beat. Warum der Film trotzdem lediglich mittelmäßig ist, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Katya (Alexandra Pfeifer) kommt aus der Tänzerfamilie Orlow – ja wie das russische Adelsgeschlecht – und damit ist ihre Zukunft eigentlich geschrieben. Kurz vor ihrer Aufnahmeprüfung für die New Yorker Ballettakademie trifft sie durch Zufall auf eine Gruppe Streetdancer/Hip Hop-Dancer. Auf einmal eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt und eine ganz andere Art des Tanzes. Dort lernt sie den geheimnisvollen Marlon (Yalany Marschner) kennen, der sie trotz seiner abweisenden Art anzieht.

Meine Meinung

Into the Beat – Dein Herz tanzt arbeitet mit dem alten Schema der zwei Welten. Während Katya in einer Tänzerfamilie aufwuchs, war ihr Weg praktisch vorherbestimmt. Aber trotzdem fühlte sie sich in ihrer Welt nie eingeengt. Da ihr Vater auch ein bekannter Balletttänzer ist, scheint es der Familie auch an Geld nicht zu mangeln, um wieder das Klischee der Ballerina aus gutem Hause er erfüllen. Immerhin wird Katya durch die herrschende enge Familienbindung – nach dem Tod der Mutter – ein bisschen weiter charakterisiert als nur durch ihre angestrebte Karriere und den Druck der Familie, die auf ihr lastet. Dazu musste natürlich wieder ein starker Kontrast geschaffen werden. Und was wäre gegensätzlicher als die Hip-Hop Szene. Hier muss dann natürlich noch der schweigsame Junge her, der natürlich nichts aus gutem Hause kommt. Soweit erst einmal so bekannt.
Tatsächlich versucht der Film jedoch zwischendurch immer wieder aus seinen Klischees auszubrechen, nur um dann noch stärker in das Bekannte und Vorhersehbar zu verfallen. Natürlich gibt es das große Vortanzen unserer Protagonistin, das ihre Karriere beeinflusst. Aber natürlich gibt es auch aus der „anderen Welt“ ein wichtiges Casting. Der geübte Zuschauer wird spätestens hier wissen, worauf das ganze hinausläuft. Into the Beat versucht jedoch immer wieder mit coolen Einstellungen und toll choreographierten Tanzeinlagen davon abzulenken. Und zwischendurch entwickelt der Film tatsächlich einen ganz eigenen Rhythmus.
Hier helfen vor allem auch die beiden Hauptdarsteller, die eben noch nicht zu den immer gleichen Gesichtern der deutschen Kinoszene gehören. Auch wenn man ihnen die Unerfahrenheit zwar anmerkt, ist es genau das, was den Film aber positiven Aufwind bringt, weil es noch nicht der einstudierte Wimpernaufschlag ist (looking at you Emilia Schürle) und auch noch nicht die gefestigte „Coolheit“. Sondern es wirkt eben wie zwei Darsteller aus dem Tanzbereich, die es aber dennoch schaffen Gefühle und Handlung zu tragen. Und vor allem schaffen sie es trotzdem die gestelzten und gewollt coolen Dialoge irgendwie so zu verpacken, dass sie nur halb so peinlich sind. Dafür schon einmal Respekt, denn die Dialoge sind mit das grausigste am ganzen Film.
Das Highlight des Films sind dann auch die dröhnenden Beats, die dem Zuschauer unter die Haut gehen und mit den Choreographien gut harmonieren. Leider gehen diese gerade am Ende für ein paar poppige Balladen drauf, die wohl die Dramatik der Szenen verschärfen sollten, aber leider eher die aufgebaute Spannung stören.
So gehen 98 Minuten ins Land, die man so erst einmal nicht merkt, zwischendurch durch ein paar richtige Fremdschämmomente – ich sag nur, lass uns auf ein Schiff einbrechen und wenn die Crew uns stellt, inszenieren wir ein Dancebattle – aber doch zu lang für die erzählte Geschichte wirken. Letztlich ist der Film wohl vor allem für eine jüngere Zielgruppe konzipiert, die eine solche Geschichte nicht schon gefühlt 1000 Mal gesehen hat. Aber auch wenn man von der vorhersehbaren Handlung absieht, hat der Film leider noch zu viele Schwächen. Dennoch möchte ich ihn gar nicht vollkommen verreißen, da ich zwischendurch ja doch irgendwo gut unterhalten wurde.

Das Fazit

Into the Beat – Dein Herz tanzt erzählt eine altbekannte Geschichte mit holprigen Dialogen und Fremdschämmomente und schafft es doch irgendwo ein bisschen Herz einzubringen. Leider bleibt das Gesamtkonstrukt eher enttäuschend. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Into the Beat läuft seit dem 16.07.2020 in den deutschen Kinos

Der Fall Richard Jewell

Ein Vorwort

Bereits 2016 brachte Clint Eastwood mit Sully einen Film über einen Helden in die Kinos, auf den kurz darauf die Hetzjagd beginnt. Während Sully das abstürzende Flugzeug im Hudson landete und hinterher beweisen musste, dass er nicht zu einem der anderen Flughäfen hätte fliegen können, wird das Thema in Der Fall Richard Jewell noch einmal wesentlich präsenter, wird der vermeintliche Held doch sowohl vom FBI als auch von den Medien denunziert. Wie Eastwood diese Thematik aufgearbeitet hat, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Richard Jewell (Paul Walter Hauser) möchte unbedingt Polizist werden. Doch seine Karriere verläuft nicht wie geplant und er hält sich mit kleinen Sicherheitsdiensten über Wasser. So auch am 27.07.1996 Centennial Olympic Park in Atlanta, wo Feierlichkeiten rund um die olympischen Spiele stattfanden. Dort entdeckt er einen alleinstehenden Rucksack. Der stets penibel auf die Vorschriften pochende Jewell nervt solange alle, bis das Bombenentschärfungsteam anrückt. Und tatsächlich konnte so zwar nicht die Detonation, aber zumindest der größte Schaden verhindert werden. Jewell wird zum Held. Zumindest so lange bis sich das FBI auf ihn als Hauptverdächtigen einschießt und diese Information an die Presse durchsickert. Jewell wird vom Helden zum vermeintlichen Täter.

Meine Meinung

Der Fall Richards Jewell hat eine Lauflänge von 129 Minuten. In dieser Zeit schafft Eastwood es sowohl einen kurzen Überblick über Jewells Vorgeschichte zu liefern, um so den Charakter schnell aufzubauen, dann die Geschehnisse am 27.07.1996 zu schildern, Jewell danach die paar Tage Ruhm zu gönnen und dann die Hetzjagd von FBI und Medien darzustellen. Und auch wenn das viel Material ist, wirkt der Film nie gehetzt, sondern nimmt sich genug Zeit. Lediglich die Vorgeschichte wird mit ein paar wenigen Szenen abgespeist, was aber dem weiteren Film auch eher nützt, weil beim Zuschauer lange die Frage bleibt, ob er doch zu so einer Tat fähig wäre.
Eastwood inszeniert den Film geschickt so, dass eigentlich von Anfang an ziemlich klar ist, dass Jewell den Anschlag nicht verübt hat. Dennoch bleibt die Geschichte rund um die Ermittlungen des FBI sehr spannend, da diese teilweise berechtigte Zweifel an Jewells Geschichte haben, bzw. auch die unberechtigten irgendwo vielleicht bewiesen werden können. Doch vor allem der Einfluss der Medien ist das erschreckende am Film. Durch den Fehler eines Mitarbeiters beim FBI gelangt Jewell ins Visier der Medien. Haben sie ihn vorher noch als Held gefeiert, wird plötzlich eine Hetzjagd auf ihn gestartet.
Interessant ist auch die Entwicklung von Jewells Charakter. Für ihn sind jegliche Autoritäten mit Respekt zu behandeln und so ist er zu den ermittelnden FBI Agenten eigentlich viel zu nett. Dennoch bekommt er am Ende noch den Mut sich zu wehren. Während Hauptdarsteller Paul Walter Hauser den Film gut trägt und Jewell gut porträtiert, sind es doch vor allem die NebendarstellerInnen, die den Film in eine sehr gute Richtung drängen. Hier haben wir zum einen John Hamm als FBI Agent Tom Shaw, der sich regelrecht auf Jewell einschießt und keine andere Theorie mehr zulässt, dann Sam Rockwell als Anwalt, der seine kleine Kanzlei kaum am Laufen hält und doch immer wieder wichtige Ratschläge für Jewell hat. Kathy Bates als Mutter erhielt für ihre Rolle eine Oscarnominierung, konnte sich jedoch nicht gegen Laura Dern (Marriage Story) durchsetzen. Olivia Wilde nimmt sich der Rolle der Kathy Scruggs, die Journalistin, die als erstes von den Vorwürfen gegen Jewell berichtete, an. Dies ist auch die Rolle, die im Vorfeld und Nachgang am heftigsten diskutiert wird. Denn Scruggs wird im Film als sensationsgeil dargestellt und dass sie für Informationen sogar Sex anbiete. Da die Journalisten bereits verstorben ist, kann sie sich selbst nicht mehr gegen die Vorwürfe stellen, aber ihre damaligen Chefs setzen sich dafür ein, dass vor dem Film nicht nur das berühmte „basiert auf wahren Begebenheiten“ eingeblendet wird, sondern auch der Hinweis, dass einzelne Aspekte dramaturgisch überspitzt wurden. Hier kommt wieder die Frage auf, wie weit geht dramaturgische Freiheit, wenn es um reale Personen geht? Aber ganz abgesehen davon liefert Wilde eine gute Performance ab. Eastwood platziert aber grundsätzlich alle auf Seiten Jewells als „die Guten“ und alle gegen ihn als „die Bösen“. Hier wären vielleicht ein paar Grauabstufungen angebracht gewesen. Dies dürfte aber auch mit einer der wenigen Kritikpunkte sein, die es an dem ansonsten stark inszenierten Film gibt. Generell hätte der Film ein wenig kritischer an allen Stellen sein können, bleibt hier dafür aber stark am Hauptprotagonisten und lässt die Kritik eher unterschwellig einfließen.

Das Fazit

Der Fall Richard Jewell ist ein stark inszeniertes Drama über die Macht von FBI und Medien, bleibt aber an seinem Protagonisten und erzählt, wie es ihm damit erging. Mit starkem Cast und gutem Spannungsaufbau bleibt der Film durchgehend spannend. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Der Fall Richard Jewell läuft seit dem 25.06.2020 in den deutschen Kinos

Marie Curie

Ein Vorwort

Marie Curie ist eine der wenigen Frauen, die trotz der gemeinsamen Forschung mit ihrem Mann Pierre, später berühmter wurde. Und dabei gibt es nicht nur einen Grund der Arbeit Curies zu gedenken. Daher bietet sich eine Biographie förmlich an. Da ich immer noch längere Anreisen zu geöffneten Kinos in Kauf nehmen muss, war ich von eher negativen Kritiken zweier geschätzter Kollegen erst abgeschreckt. Warum ich die Fahrt bis in die Hauptstadt für den Film dennoch nicht bereut habe, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Maria Sklodowska (Rosamund Pike), geboren in Polen, studiert in Paris und gerät dort immer wieder mit dem Dekan aneinander, weil ihr und ihren Studien zu wenig Raum gegeben wird. Durch Zufall lernt sie Pierre Curie (Sam Riley) kennen, dem sie zunächst gestattet sie zu unterstützen. Die beiden werden zunächst ein Forscherpaar und schließlich heiraten sie auch. Das Ehepaar Curie entdeckt schließlich die beiden Elemente Pulonium und Radon und die Radioaktivität, aber ohne die verheerenden Folgen.

Meine Meinung

Marie Curie ist eine Filmographie, die sich an keiner Stelle die Frage stellt, welchen Aspekt des Lebens von Marie Curie erzählt werden soll, sondern einfach alles mit rein nimmt. Damit wird sie dem deutschen Titel „Marie Curie – Elemente des Lebens“ absolut gerecht, irregeleitet wird man eher vom Originaltitel „Radioactive“, der unterstellt, dass der Titel sich mehr auf die Entdeckung der Elemente bezieht. Doch auch wenn sich der Film hier viel vornimmt und neben der Forschungsgeschichte, auch noch die Nobelpreise, Maries Vergangenheit, ihre Liebesgeschichte, ihren Einsatz im ersten Weltkrieg und die Auswirkungen ihrer Forschung mit einbezieht, hätte der Film schnell überladen wirken können. Aber Regisseurin Marjane Satrapi weiß, wann Andeutungen genügten und wann ein tieferer Blick lohnt. So sind die 110 Minuten zwar völlig gefüllt, aber alles findet seinen Platz.
Das liegt vor allem daran, dass Zeitsprünge und einzelne Episode in teilweise künstlerischen Montagen gezeigt werden oder im Zusammenschnitt einzelner Szenen, so dass beispielsweise die Forschung, die zur Entdeckung der Radioaktivität führt, seine Zeit bekommt, aber eben auch nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Auch das Zeigen späterer Vor- und Nachteile wird passend zwischendurch eingeschoben und verdeutlicht so die Thematik, ohne die eigentliche Handlung großartig zu unterbrechen, auch wenn dies durch Geschehnisse wie Hiroshima (1945) und Tschernobyl (1986) schnell hätte geschehen können.
Das der Film die Thematiken so gut verbinden kann, liegt vor allem auch an dem guten Cast, der bis in die letzte Nebenrolle gut besetzt wurde. Dennoch spielt Rosamund Pike als Marie Curie alle an die Wand. Egal, in welchem Stadium sich der Charakter befindet, sie schafft es durch gezielt gesetzte Mimik und kleine Gestik eine große Wirkung zu erzielen, so dass man ab einem gewissen Punkt auch ihre innere Zerrissenheit spürt und nachvollziehen kann. So bringt sie uns eine Frau näher, die immer für ihre Anerkennung kämpfen musste und sich daher schwierig in gesellschaftliche Konventionen zwängen lässt. Das lässt Curie zwar an einigen Stellen unnahbar und teilweise sogar unsympathisch wirken, doch schafft es Pike immer wieder den Schwung zurückzuschaffen.

Das Fazit

Marie Curie ist eine brilliant gespielte Fiomographie, die sich mich allen Aspekten des Lebens Curies befasst, dennoch nicht überfüllt wirkt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Marie Curie läuft seit dem 16.07.2020 in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Serienkritiken

Heute mit: Einer Bekanntschaft auf einer Trauergruppe, eine unsichere Teenagerin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, einem queeren Make-over, Pille macht Jagd auf Superman und mysteriösen Mordfällen in Australien.

Dead to me – Staffel 1

Die Handlung: Jen Harding ist eine toughe Immobilienmaklerin, die nach dem Unfalltod mit Fahrerflucht ihres Mannes zwischen Trauer und Rettung des Familienlebens hin- und herschwankt. Als sie in einer Selbsthilfegruppe auf Judy trifft, die das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht eine seltsame Freundschaft. Doch Judy hat ein großes Geheimnis.

Meine Meinung: Netflix bewirbt diese Serie als Komödie. Auch der kurze Einblick, der startet, wenn man beim scrollen zu lange auf einer Serie bleibt, macht den Eindruck zwar sehr schwarzhumorig zu sein, aber dennoch irgendwo Richtung Komödie geht. Doch Dead to me ist vieles, aber keine Komödie. Auch wenn Jen versucht vieles mit Sarkasmus zu lösen ist es doch ein Drama zum Thema Trauerbewältigung zusammen mit Geheimnissen, Intrigen und Verrat. Nicht gerade die Komponenten einer guten Komödie. So irregeleitet war ich dementsprechend enttäuscht von der Serie. Dennoch kann ich sagen, dass die Serie einiges richtig macht. Die Folgen sind intelligent geschrieben und das Drama bleibt immer im überschaubarem Rahmen. Die Handlungen der Charaktere sind größtenteils nachvollziehbar und die Charaktere selbst haben alle ihre Ecken und Kanten, so dass keiner wirklich sympathisch wirkt, aber nur die wenigsten direkt unsympathisch wirken. Aber auch wenn die Serie eigentlich durchgehend spannend war und versucht hat jeder Folge eine eigene Richtung zu geben, scheint es nur eine langgestreckte Erzählung des Unausweichlichen zu sein. Durch den Cliffhanger am Ende der ersten Staffel bin ich nun doch am Überlegen weiter zu gucken, obwohl ich eigentlich abgeschlossen hatte mit der Serie.

I’m not okay with this – Staffel 1

Die Handlung: Sydney Novak ist 17, trauert um ihren Vater, der sich ein Jahr zuvor das Leben nahm, hat seitdem ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, die nicht über seine Beweggründe sprechen will, und empfindet für ihre beste Freundin mehr als sie sollte. Und weil das noch nicht genug ist, entwickelt sie telekinetische Kräfte, die immer dann unkontrolliert aus ihr Strömen, wenn sie ihre negativen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Zusammen mit Stanley, der sie beobachtet hat und glaubt, dass es Superheldenkräfte seien, versucht sie diese fortan zu kontrollieren.

Meine Meinung: Mit Sophie Lillis und Wyatt Oleff hat die Serie bereits zwei Jungdarsteller aus der aktuellen Verfilmung von ES, hinzu kommen als Produzenten noch zwei Financiers von Stranger Things, womit dann auch vollkommen klar sein dürfte, woran sich die Serie orientiert. Allerdings liegt hier die Konzentration klar auf Sydney und ihren Problemen, die durch ihre unkontrollierten Fähigkeiten durchaus noch verstärkt werden. Dennoch ist Coming-of-Age ein Schwerpunkt der Serie. Die Fantasyelemente wirken teilweise willkürlich in das Teenagerdrama eingewoben. Das Hauptproblem der Serie dürfte aber wohl darin liegen, dass die gesamte erste Staffel, die mit 7 Folgen, die jeweils eine Länge zwischen 20-30 Minuten haben, wie ein einziger großer Prolog wirkt. Erst in der allerletzten Szene bekommt der Zuschauer eine Ahnung in welche Richtung sich diese Serie entwickeln könnte. Wahrscheinlich würde ich der zweiten Staffel noch eine Chance geben, weil ich wissen möchte, ob die Serie dann ihr Potential nutzt, aber ich verstehe auch, wenn viele bereits die erste Staffel nicht zu Ende gesehen haben. Denn es werden allerlei Fragen aufgemacht, aber keine wirklich beantwortet, bzw. scheint die Serie kein direktes Ziel zu haben, auf das es hinarbeitet. Und auch wenn die Serie schnell zum Durchschauen ist, fehlt ihr doch das entscheidende Elemente, um sie nicht nur wie ein Prolog wirken zu lassen.

Queer Eye – Staffel 5

Die Handlung: Die Fab 5 sind zurück. Diesmal zieht es Tan (Mode), Karamo (Kultur), Bobby (Design), Anthony (Essen) und Jonathan (Pflege) nach Philadelphia. Doch die Mission ist die gleiche. Sie antworten auf Hilferufe aus Familie und Freundeskreis, um sich in jeder Woche einem/einer  Ausgewählten in allen Belangen des Lebens unter die Arme zu greifen und mit ihrer üblichen quirligen Art Probleme anzugehen und Freude zu bringen.

Meine Meinung: Auch in der fünften Staffel ist der Aufbau jeder Folge gleich. Die Fab 5 kommen zu ihrem neuen Hilfegesuch, erfassen die Lage und arbeiten dann alle in ihren Resorts die Probleme ab, um am Ende ein Lebensumstyling gemacht zu haben. Kann dies auch in einer fünften Staffel noch funktionieren? Ja kann es! Denn im Vergleich zu anderen Umstylings wissen alle Fünf, dass viele Probleme tiefer liegen und versuchen Selbstbewusstsein zu stärken und  die Probleme in vielen Gesprächen zu ergreifen. Vor allem ist aber der ungetrübte Optimismus der Fab 5 der Grund, warum auch die fünfte Staffel mich noch uneingeschränkt zum Lächeln bringt, auch wenn einzelne Schicksale einem zu Tränen rühren können. Doch auch gesellschaftskritische Themen finden immer Platz und sei es nur weil Karamo Brown sich in jeder Folge mit einem anderen T-Shirt-Spruch für ein Thema einsetzt, z.B. #blacklivesmatter. Es bleibt amerikanisches Reality-TV, aber das auf einem ganz hohen Niveau und vor allem mit ganz großem Herz.

The Boys – Staffel 1

Die Handlung: Hugh Campbell ist ein Verkäufer, dessen größer Plan es ist, mit seiner Freundin Robin zusammenzuziehen. Bis der Superheld A-Train, seines Zeichens der schnellste Mann der Welt, direkt durch Robin hindurchrennt und sie dabei zerfetzt. Die Superheldenfirma Vought bietet ihn daraufhin Schadensersatz an, die er ablehnt. Kurz darauf lernt er Billy Butcher kennen, der einen privaten Rachefeldzug gegen die „Supes“ führt.

Meine Meinung: Stellen wir uns eine Welt vor, in der Superhelden ein großes Franchise bilden, mit Filmen, Merchandise und allem drum und dran. Klingt noch wie unsere? Gut, dann stellen wir uns die gleiche Welt vor, nur das die Superhelden auch tatsächlich existieren. Genau diese haben wir in The Boys. Und ebenso wie Superheldenfilme auch nach über 10 Jahren noch immer boomen, werden auch die Supes in der Serie wie Götter verehrt. Doch mit fortschreitender Serie blickt man tief hinter die Marketingkampagnen und die Abgründe die sich daraus ergeben. So ist The Boys mit einer Freigabe ab 16 Jahren, voller tiefschwarzem Humor und sehr direkten Dialogen. Und während einige in meiner Umgebung absolut begeistert sind von der Serie, konnte sie mich nicht wirklich abholen. Warum? Nun zum einen war die Staffel mit acht Folgen zwar nicht lang, aber für mich zogen sich diese wenigen Folgen ewig, weil sich das Team um Butcher immer wieder im Kreis zu drehen schien. Zum anderen waren mir einige Wendungen, wenn sie auch logisch waren, einfach nicht nach Nase. Das ist aber ein ganz persönliches Problem, dass ich mit der Serie habe. Ganz objektiv ist sie eine starke Parodie auf das gesamte Superheldengenre und der Marketingindustrie dahinter.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 2+3

Die Handlung: Auch in der zweiten und finalen dritten Staffel darf die vermögende und unabhängige Phryne Fisher wieder ihrer Leidenschaft, dem Aufklären von Morden frönen. Dabei vertieft sie auch ihre Beziehung zum Detective Inspector Jack Robinson. Ebenso vertieft sich die Beziehung zwischen Phrynes Assistentin Dot und Constable Hugh Collins.

Meine Meinung: Wir reisen wieder in die 1920er Jahre nach Australien. Hier wartet wieder Phryne Fisher auf uns und zeigt uns ihre Welt voller Mordfälle, Geheimnisse und absolut toller Nebencharaktere. Auch hier zeigt sich wieder, dass das sehr hohe Budget gekonnt eingesetzt wird, um die Serie vollkommen realistisch in der Vergangenheit spielen zu lassen. Das hohe Budget war dann aber auch der Grund, warum die dritte Staffel bereits verkürzt war und schließlich das Ende bildete. Glücklicherweise findet die Serie trotzdem die Zeit, um die übergreifende Handlung zu einem runden Ende zu bringen, auch wenn nicht alle Fragen final geklärt wurden. Damit ist es auch verzeihbar, dass die finale Episode jetzt nicht unbedingt der spannendste Fall war.

Suicide Tourist

Ein Vorwort

Wie geht man mit dem Thema Sterbehilfe respektvoll um? Muss es immer ein Für und Wider sein oder kann man es auch einfach nur aus der Sicht eines Betroffenen darstellen? Für diese Fragen holt Regisseur Jonas Alexander Arnby Game of Thrones Star Nicolaj Coster-Waldau in seine dänische Heimat zurück. Warum der deutsche Beititel „Es gibt kein Entkommen“ den Film in eine falsche Richtung drängt, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Max (Nicolaj Coster-Waldau) ist Versicherungsmakler und glücklich verheiratet mit Lærke (Tuva Novotny). Doch als bei ihm ein Gehirntumor festgestellt wird, der nicht mehr aufzuhalten ist, beschließt Max, dass er lieber abtreten möchte, solange er noch er selbst ist, bevor ihn der Tumor verändert. Dafür endet er im Hotel Aurora, einem abgeschiedenen Resort, in dem aktive Sterbehilfe praktiziert wird.

Meine Meinung

Suicide Tourist nimmt sich einem der am stärksten diskutierten Themen an, der aktiven Sterbehilfe. Hier hält er sich aber gar nicht lange mit dem Für und Wider auf, sondern präsentiert uns zunächst mit Max einen Mann, der mitten im Leben stand und durch seine Krankheit herausgerissen wurde. Wir erleben die Hiobsbotschaft des Arztes live mit und auch den Verarbeitungsprozess. Sowohl bei Max, der sich immer mehr in sich zurückzieht, als auch bei Lærke, seiner Frau, die mit allen Mitteln versucht, die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu machen und ihn aus seinem Loch herauszuziehen.
Dabei geht uns das Schicksal Maxs besonders nah, da mit Nicolaj Coster-Waldau ein Schauspieler gefunden wurde, der es versteht, die kleinen Nuancen in Gestik und Mimik zu setzen, so dass seine Entscheidungen nachvollziehbar sind. Der Film nimmt sich trotz einer Länge von 90 Minuten die Zeit Max zunächst über verschiedene Methoden nachdenken zu lassen, ehe er das Hotel Aurora entdeckt und sich für die aktive Sterbehilfe entscheidet.
Das er dies seiner Frau nicht mitteilt, spricht auch wieder dafür, dass sich der Film gänzlich gegen eine Diskussion entschieden hat. Max als Betroffener hat die Entscheidung getroffen und kein Außenstehender darf dagegen argumentieren. Im Resort selbst trifft er dann auch verschiedene Charaktere, die in kurzen Andeutungen zwar eine Minidiskussion vorbereiten, die aber nie zu Ende geführt wird. Hier wird natürlich viel Potential verschenkt, denn allein durch die Vielfalt der „Patienten“ und deren Beweggründe hätte man ein vielschichtigeren Film schaffen können. So bleibt der Film bei Max und seinen Gründen.
Suicide Tourist ist langsam erzählt und nimmt sich Zeit für seinen Charakter. Durch ausdrucksstarke Bilder, dem brillanten Schauspiel Coster-Waldaus und der abgelegenen Landschaft Dänemark schafft der Film es eine ernste Stimmung zu schaffen, die einen die Beweggründe Maxs verstehen lässt, auch wenn man die Meinung über das Prozedere nicht teilt. Über 70 Minuten ist der Film sehr stark. Nur um ganz am Ende dann dem deutschen Beititel „Es gibt kein Entkommen“ noch mal alle Ehre zu machen und sich in einen Mysterythriller zu verwandeln. Dies schadet dem Film jedoch sehr, denn zum einen ist die gesamte Stimmung dahin und das ernste Thema wird noch einmal ordentlich mit Füßen getreten. Mit dem offen gehaltenen Ende wird der Zuschauer dann auch noch einmal verwirrt zurückgelassen, so dass die gesamte Botschaft des Films dahinsiecht.
Ich hätte mir in dem Film insgesamt mehr Dialoge gewünscht, die eine Diskussion zum Thema befeuert hätten oder auch verschiedene Beweggründe genauer darlegt. Dafür hätte ich gerne komplett auf den Mystery und Thriller Part am Ende verzichtet, der keinerlei Mehrwert bot, sondern praktisch mit der Keule auf den Zuschauer eindrosch, dass Sterbehilfe wohl doch keine gute Idee sei.*

Das Fazit

Suicide Tourist ein ein Film mit schwierigem Thema, der sich um die nötige Diskussion drückt, dies aber in einem stark gespielten Film auf die Erfahrung eines Betroffenen reduziert. Mit eindrucksvollen Bildern und brillantem Spiel überzeugt der Film bis zu seinem abdriftenden Ende, welches die zuvor gezeigte Geschichte unwürdig abschließt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Suicide Tourist läuft seit dem 02.07.2020 in den deutschen Kinos

 

*Ich möchte hier noch erwähnen, dass ich keine feste Meinung zu dem Thema vertrete, da ich die Argumente beider Seiten nachvollziehen kann, selbst aber noch nie in der Situation war mich dafür oder dagegen zu entscheiden, bzw. auch keinen kenne, der die Entscheidung schon einmal fällen musste und daher nicht aus einem neutralen Posten urteilen möchte.

Eine Handvoll Serienkritiken

Heute mit dabei: Eine gehirnsüchtige Pathologin, ein Meisterdetektiv zwischen London und New York, die Erklärung der alltäglichsten Dinge durch einen Dinosaurier-Experten, ein außer Kontrolle geratener Freizeitpark und ein schauspielender (Ex-)Auftragskiller. 

IZombie – Staffel 1

Die Handlung: Liv Moore (Rose McIver) ist frisch verlobt, ehrgeizige Medizinstudentin und einfach rundum glücklich. Bis auf einer Bootsparty ein Virus ausbricht und sie gekratzt wird. Mit blassem Teint, weißblonden Haaren und einem Heißhunger auf Gehirn, muss sie entsetzt feststellen, dass sie ein Zombie ist. Sie bricht die Verlobung, schmeißt das Studium und sucht in der Pathologie eines Polizeireviers einen neuen Job. Dadurch hat sie Zugriff auf die Gehirne der verstorbenen. Zusammen mit ihrem Kollegen Ravi Chakrabarti (Rahul Kohli) sucht sie nach einem Gegenmittel. Gleichzeitig stellen sie fest, dass Liv nach einem Gehirnmahl Charaktereigenschaften und Erinnerungen der Verstorbenen annimmt, wodurch die Detektive Clive Babineaux (Malcolm Goodwin) tatkräftig unterstützt.

Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan von (gut gemachten) Crimeserien. Wohingegen ich mit dem Zombiethema so gar nichts anfangen kann. Daher hatte ich bisher auch einen großen Bogen um die Serie gemacht, auch wenn mein Lebensgefährte bei der Serie durchaus ins Schwärmen geriet. Nachdem ich aber Miss Fishers Mysteriöse Mordfälle beendet hatte, musste doch irgendwo wieder eine Crimeserie bei mir einziehen. Und so gab ich der Serie doch eine Chance. Und ja, man muss sagen, dass sie es sehr schnell schafft durch die Charaktere und Ausgangssituation einen in den Bann zu ziehen, so dass ich die erste Staffel auch in wenigen Tagen durchgeschaut hatte. Bisher haben Crimethemen und Zombiethemen auch noch eine gute Balance, allerdings ist meine Befürchtung, dass weitere Staffeln eher in Richtung Zombiethema gehen, weswegen ich noch vor dem Weiterschauen zurückschrecke. Wobei ich der Serie wahrscheinlich zumindest für eine weitere Staffel noch die Chance gebe.

Elementary – Staffel 7

Die Handlung: Sherlock (Johnny Lee Miller) und Joan (Lucy Liu) sind nach dem Ende der sechsten Staffel nach London gegangen, um so dem FBI zu entgehen. Doch gerade Joan schlägt sich mit Heimweh herum. Als dann auch noch eine Schreckensnachricht vom NYPD die beiden erreicht, reist Joan zurück. Gleichzeitig hat Odin Reichenbach (James Frain), der Kopf hinter einem großen Internetunternehmen, einen Algorithmus geschrieben, mit dem er Verbrechen vorhersagen will, um so die Verbrecher vorab auszuschalten. Er versucht Sherlock und Joan für sein Unterfangen anzuwerben, die jedoch kritisch bleiben.

Meine Meinung: Die finale Staffel Elementary kommt mit 13 Folgen verkürzt daher. Dennoch war es für mich als großer Fan der Serie, gut zu wissen, dass nach dem mehr oder weniger Cliffhanger am Ende der sechsten Staffel noch ein paar Folgen zur Aufklärung kommen. Die Staffel schafft es auch tatsächlich trotz der kurzen Zeit, das offene Ende der sechsten Staffel aufzugreifen, einen neuen Gegner einzuführen und die gesamte Serie zu einem Ende zu bringen. Ganz nebenbei gibt es auch weiterhin die Mordfälle der Woche, die zu lösen sind. Es gibt Wiedersehen mit alten Bekannten und auch den ein oder anderen endgültigen Abschied. Auch wenn die Sherlock Holmes Fans da draußen sich wohl vorstellen können, in welche Richtung die Handlung um den Charakter Reichenbach führen kann, bleibt die Staffel durchgehend spannend. Mit der finalen Episode haben sie mich dann durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt. Aber dennoch war es eine runde Sache, auch wenn man aus der finalen Episode vielleicht eine Doppelfolge hätte machen können, um für ein paar Sachen einfach ein wenig mehr Zeit zu haben – oder statt einer Doppelfolge auch gerne nur eine Folge mit Überlänge. Aber all das bleibt Jammern auf hohem Niveau, denn Elementary ist eine sehr gute Serie, geht respektvoll und doch Modern mit seinem literarischen Vorbild um und weiß immer wieder zu überraschen.

The World according to Jeff Goldblum – Staffel 1

Die Handlung: Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 12 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Fahrräder, Pools oder Grillen. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen.

Meine Meinung: Disney+ hat nach seinem Release gleich daran gesetzt Publikum mit eigenen Originals die wöchentlich ausgestrahlt werden, an die Plattform zu binden. Neben Erfolgsrezepten wie The Mandalorian, durfte Jeff Goldblum (Jurassic Park, Independence Day) uns in 12 Folgen seine Sicht auf die Welt mitteilen. Dabei ist das Interessanteste, dass er sich mit ganz alltäglichen Dingen auseinander setzt und dann immer zu einer Großveranstaltung oder einzelnen Personen geschickt wird, um dort neue Eindrücke zu gewinnen. Untermauert wird dies immer wieder mit diversen Bildermontagen, die Geschichte und Entwicklung des Themas zeigen. Dabei wird alles mit Goldblums Charme und einer gewissen Lockerheit behandelt, so dass neben reinen Fakten auch ein echter Mehrwert geboten wird. Und auch wenn ein Thema mal so gar nicht interessant klang, gibt es doch in jeder Folge einen Aspekt, den man so vielleicht gar nicht beachtet hätte und der das Thema dann irgendwo doch interessant macht. Und nun bleibt mir nichts anderes übrig, als sehnsüchtig auf die nächste Staffel zu warten.

Westworld – Staffel 2

Die Handlung: Am Ende der ersten Staffel brachen die Hosts aus ihren vorbestimmten Rollen aus und Chaos kam über den Park, in dem jeder Gast in ein vorgefertigtes Szenario in einer Wild-West-Welt schlüpfen kann, um seine Gewalt- und andere Fantasien ausleben zu können. Doch der Aufstand der Hosts ist blutig und die Angestellten des Parks haben alle Hände voll zu tun die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Und was ist das für ein großes Geheimnis, das unbedingt beschützt werden muss?

Meine Meinung: Die ganzen einzelnen Charaktere und ihre Handlungsstränge aufzuzählen, würde diese Kurzkritik definitiv sprengen. Sagen wir der Zuschauer verfolgt mehrere Gruppen, teilweise Mitarbeiter, teilweise Host, teilweise Gäste, um den Aufstand der Host aus mehreren Gesichtspunkten darzustellen. Dabei tauchen zwischendurch Charaktere auf und verschwinden wieder. Manche bekommen erst gegen Ende der Staffel eine Bedeutung. Selbst der Aufstand besteht nicht aus der einen Gruppe, sondern ist in mehrere Splitterparteien unterteilt. Hier nicht den Überblick zu verlieren ist schon schwer. Doch den Machern der Serie war dies noch nicht Verwirrung genug, stattdessen haben sie auch noch beschlossen die Staffel nicht linear zu erzählen. Mit Hilfe des Charakters Bernard werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft immer wieder wild gemischt. Dies wird leider auch bis zum Ende nicht wirklich aufgeklärt. Der Kunstgriff sollte wohl genutzt werden, um immer wieder überraschende Wendungen einbauen zu können, führt aber lediglich dazu, dass der Zuschauer immer verwirrter wird. Tatsächlich hätte ich mir am Ende gewünscht, dass ich noch einmal an die Hand genommen werde und mir ganz genau erklärt wird, was wann und warum passiert ist. Dies ist leider nicht passiert, weswegen ich auch gar nicht so genau sagen kann, ob mir die Staffel wirklich gefallen hat. Qualitativ ist sie auf einem weiterhin sehr hohen Niveau und auch schauspielerisch kann man nichts negatives sagen. Vielleicht hätte ein Handlungsstrand, eine andere Zeitlinie weniger schon geholfen. Denn am besten gefiel mir tatsächlich eine Folge, in der es hauptsächlich um einen Nebencharakter ging, der auf einmal eine viel wichtigere Rolle spielte. Einfach weil er mir seine Geschichte einfach von vorne bis hinten chronologisch erzählte. Auch die Erweiterung der Settings – neben Westworld gibt es noch mindestens zwei weitere Parks – war zwar eine interessante Idee, führte aber letztlich einfach zu weit. Weniger ist eben manchmal doch mehr.

Barry – Staffel 2

Die Handlung: Barry Berkman (Bill Hader) muss mit den Konsequenzen seiner Tat aus der finalen Episode der ersten Staffel leben, die auch seinen Schauspiellehrer Gene Cousineau (Henry Winkler) aus der Bahn wirft. In der Schauspielschule soll jeder ein traumatisches Erlebnis in einem kurzen Stück verarbeiten, was Barrys Freundin Sally (Sarah Goldberg) ganz in den Bann zieht. Und ganz nebenbei wird Barry wieder von der tschetschenischen Mafia eingespannt, da Hank (Anthony Carrigan) seine Zusammenarbeit mit den Bolivianern in Gefahr sieht, als die Anführerin der burmesischen Mafia anfängt sich einzumischen.

Meine Meinung: Die Grundidee der ersten Staffel einen Auftragskiller zu schaffen, der viel lieber Schauspieler wäre, war so kurios, dass ich sie mir einfach ansehen musste. Und Bill Haders Barry war einfach so kurios, dass ich mich regelrecht auf die zweite Staffel freute. Doch musste ich leider feststellen, dass die zweite Staffel bei weitem nicht mehr so gut funktionierte wie die erste. Das liegt zum einen daran, dass der Schatten der finalen Episode der ersten Staffel (ich möchte hier ungern spoilern, für alle, die die Serie noch schauen wollen) noch über der Handlung liegt. Und auch, weil an gewissen Stellen einfach der Witz raus ist. Dies merkt man vor allem an Folge Fünf die einfach nur völlig over the top ist und einfach nicht wusste, wann man besser aufhören sollte. Auch NoHo Hank schafft es nur mit der immer gleichen Masche für ein wenig Witz zu sorgen, was irgendwann auch nicht mehr erheitern kann. So hat die zweite Staffel von Barry zwar durchaus noch einige gute Ideen, aber irgendwo zu wenig, um ein ganze Staffel zu füllen, weswegen einzelne Aspekte immer und immer wieder durchgekaut werden. Vielleicht war der Stoff grundsätzlich nur geeignet für eine Miniserie. Es kann natürlich auch sein, dass nun durchaus ganz neue Ansätze gefunden werden, und mich die dritte Staffel dann noch einmal ganz neu überrascht.

 

Sommerlektüren – Ausgabe 2

Ein Vorwort

Im letzten Jahr präsentierte ich euch meine liebsten Sommerlektüren der letzten drei Jahre. Dieses Jahr soll das Format etwas anders aussehen. Denn durch mangelnden richtigen Sommerurlaub – ich muss das über uns schwebende Stichwort bestimmt nicht erwähnen – habe ich mir den Urlaub versucht ins heimische Wohnzimmer zu holen. Herausgekommen sind sechs Bücher, die mich mal mehr und mal weniger in Sommerstimmung versetzt haben. Daher gibt es diesmal auch ein Ranking und ansonsten die gewohnten Buchkurzrezensionen. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen noch die passende Lektüre dabei 🙂

Sommerlektüren

Platz 6: Das Café der guten Wünsche – Marie Adams

Die Handlung: Die Freundinnen Julia, Bernadette und Laura führen ein kleines Café im Herzen einer großen Stadt. Gerade Julia ist eine große Träumerin und alle drei glauben an die Macht der gedachten Wünsche. Und so wünschen sie jedem Gast stets etwas Gutes. Julia trifft auf den Pessimisten Robert, der ihr Leben ganz schön durcheinander wirbelt.

Meine Meinung: Das Buch war dieses Jahr mein erster Versuch einer leichten Sommerlektüre, auch wenn noch kein Sommer war. Das war dann wohl auch das sichere Zeichen dafür, dass das Buch nicht in die Kategorie passt. Denn Das Café der guten Wünsche ist einfach nur nervig. Zunächst muss man sich schon an die fehlenden Kapitel gewöhnen. Stattdessen wird mit Absätzen gearbeitet. Dadurch hat man aber irgendwie keinen Anhaltspunkt, wo gedanklich etwas neues beginnt. Die Autorin wollte dies wohl auch gar nicht ordnen, denn sie hat nicht den einen Erzähler und sei es ein allwissender, sondern sie lässt einfach alle Charaktere mal gedanklich zu Wort kommen. Dadurch kann man zwar die Handlungen dieser nachvollziehen, aber man muss auch damit klar kommen, dass auf einer Doppelseite gerne dreimal die Erzählperspektive gewechselt wird. Mir hat das nicht gefallen. Aber selbst, wenn man damit gut klar kommt, ist da dann noch die Geschichte an sich und ihre schrecklichen Charaktere. Alle handeln mit einer Naivität, die absolut unsympathisch wirkt. Es gab keinen Charaktere, den ich auch nur ansatzweise mochte, stattdessen wollte ich permanent alle schütteln und ins Gesicht schreien, dass sie bitte nicht so bescheuert sein sollen. Zusätzlich dreht sich die Geschichte auch immer wieder im Kreis und will einfach nicht vorkommen, nur um dann mit dem absolut offensichtlichen Ende aufzuwarten, dass dann komplett überstürzt und hastend auf einen zugerast kommt. Keine Empfehlung für dieses Buch.

Sommerlektürenfaktor: *

Platz 5: Die kleine Traumküche in Cornwall – Jane Linfoot

Die Handlung: Clemmie ist eine Weltenbummlerin. Lieber nimmt sie immer kleine Jobs für Zwischendurch an und zieht dann regelmäßig weiter, als sich an einen Ort zu binden. Durch eine Erbangelegenheit muss sie dann doch in das kleine Küstenstädtchen St. Aiden, wo sie aufwuchs, zurückkehren. Ihre besten Freundinnen aus Kindheitstagen sind begeistert sie wieder da zu haben. Doch für Clemmie steht fest: Sie wird die geerbte Wohnung verkaufen und dann wieder nach Paris zurückkehren. Doch als sie Wohnung mit der charmanten Einrichtung und dem traumhaften Ausblick sieht, gerät ihr Entschluss ins Wanken. Doch eine große Renovierung des Hauses steht bevor, an dem sich alle Besitzer zu beteiligen haben.

Meine Meinung: Die kleine Traumküche in Cornwall ist wohl genau das. Eine süße kleine Wohnung, in der man wunderbar mit Gebäck und abends einem Sommerdrink da sitzen kann und dem Wellenrauschen lauscht. Doch diesem Glück stehen noch ein paar schwere Entscheidungen im Weg. Dabei hat die Handlung und auch die mal mehr, mal weniger unterschwellige Liebesgeschichte genau die richtige Dosis von allem für die perfekte Sommerlektüre. Also was ist passiert, das es nur für einen fünften Platz gereicht hat?
Tatsächlich ist es der Schreibstil Jane Linfoots. Ich fand das Buch mit dem Hinweis „Für Fans von Manuela Inusa und Jenny Colgan“. Während Inusa mich bereits zweiten Mal überzeugen konnte, gefiel mir das einzige Werk von Colgan, das ich gelesen habe, überhaupt nicht. Trotzdem habe ich diesem Buch eine Chance geben wollen. Leider ist Linfoots Schreibstil eine Katastrophe. Zum einen wird die Handlung unnötig gestreckt, zum anderen, und das ist der weit schlimmere Teil, schreibt sie so wirr, dass ich ihre Sätze teilweise einfach nicht nachvollziehen konnte. Es war mit mitunter nicht klar, welcher Charakter welchen Satz gesagt hat, gerade in Dialogen. Denn teilweise würden die Sätze nur Sinn ergeben, wenn jemand anderes sie sagen würde, aber in einem abwechselndem Dialog geht das einfach nicht auf. Ich habe teilweise ganze Seiten mehrfach gelesen, weil mir ganze Szenen nicht klar wurden. Als würden zwischendurch Gedankensprünge gemacht werden, die dem Leser nicht erklärt werden. Dadurch bekommt man aber auch die Charaktere nicht zu fassen, weil die ebenso wirr und sprunghaft wirken. Teilweise sind mir die Charaktere regelrecht unsympathisch geworden, weil ich ihre Handlungen nicht logisch nachvollziehen konnte und ihre Dialoge dann sehr fehl am Platz wirkten. Das ist sehr schade, denn eigentlich hätte es ein richtig schönes Buch werden können.

Sommerlektürenfaktor: ***

Platz 4: Jane Austen bleibt zum Frühstück – Manuela Inusa

Die Handlung: Penny Lane hat Liebeskummer seit mit Trevor Schluss ist. Warum ist das wahre Leben auch nicht so einfach, wie in ihren geliebten Büchern? Zumal sie sogar in Bath in einer WG lebt, in deren Wohnung früher sogar einmal Jane Austen lebte. Kurzerhand wünscht sich Penny Jane Austen her, damit sie ihr mit ihrem Kummer helfen kann. Und findet tatsächlich am nächsten Morgen die berühmte Autorin in ihrem Bett vor. Direkt aus dem Jahr 1802. Nun muss sie Jane die moderne Welt erklären und bekommt dafür Ratschläge in Sachen Liebe.

Meine Meinung: Jane Austen bleibt zum Frühstück ist nicht Inusas aktuellstes Werk, allerdings reizte mich der Titel und die Beschreibung. Und wie bereits bei Auch Donnerstags geschehen Wunder konnte mich das Buch sogleich in den Bann ziehen. Die Geschichte ist wunderbar lockerleicht und lässt sich schnell weg lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Charaktere größtenteils sympathisch und die Idee bietet einfach viele Ansatzstellen, die mal mehr und mal weniger ausführlich behandelt werden. Man merkt Inusa auch an, dass sie viel zum Thema Jane Austen recherchiert hat und die Begebenheiten – meiner Laienmeinung nach – chronologisch richtig eingeordnet hat. Warum hat das Buch es also nicht viel weiter vorne ins Ranking geschafft? Nun das hat zwei Gründe. Der eine ist der, dass es sich um ein Sommerlektürenranking handelt und obgleich die Handlung im Sommer angesiedelt ist, eben dies nicht größer als Thema hat. Und dies ist zumindest für mich ein wichtiges Kriterium bei meinen Sommerlektüren. Der andere Grund ist der, dass mir die Darstellung Jane Austens nicht immer gefallen hat. Wie bereits erwähnt, hat Inusa ordentlich recherchiert. Dennoch schafft sie es nicht, Austen als sympathischen Charakter zu etablieren. Denn der Zeitreisenkonflikt ist allgegenwärtig und Austen ist mit der modernen Welt nicht vertraut. Sie dadurch zu einem „Dummdummchen“ verkommen zu lassen, erscheint mir dennoch nicht gerecht. Auch möchte Inusa ihre Jane natürlich weiterhin altmodisch sprechen lassen, wie es in ihrer Zeit nun einmal üblich war. Dabei werden gewissen Formeln jedoch einfach in Endlosschleife wiederholt („Es ziemt sich nicht“), anstatt den Sprachanteil wirklich auszubauen. Nun mag man böse sagen, dass es für diese kleine Geschichte durchaus ausreicht, dennoch machen solche Kleinigkeiten den Unterschied zwischen gut und großartig aus. Der eigentlichen Geschichte schadet es aber nur wenig, weswegen ich das Buch gerne außerhalb des Sommerlektürenfaktors deutlicher bewerben möchte.

Sommerlektürenfaktor: ***

Platz 3: Der Duft von Sommerregen – Tania Schiele

Die Handlung: Lena ist begeisterte Assistentin eines Kunsthändlers. Sie lebt praktisch für ihre Arbeit und genießt nebenbei das Singleleben. Mit 40 wird das jedoch im Familien- und Freundeskreis immer mitleidiger wahr genommen. Als sie auf der Hochzeit einer Freundin dann den charmanten Jonas kennenlernt, überlegt sie ihren Vorsatz noch einmal. Doch wieso überkommt sie dann immer die Sehnsucht, wenn sie das Klavierspiel eines Nachbarn hört?

Meine Meinung: Wer mit 40 noch nicht den passenden Deckel gefunden hat, hat es schwer mit dem Mitgefühl der Mitmenschen. Dies muss Lena merken. Damit ist Der Duft von Sommerregen erst einmal eine sehr erwachsene Liebesgeschichte, denn es geht um Charaktere, die bereits mit beiden Beinen fest im Leben stehen und ihre eigenen Angewohnheiten und Abläufe haben. Dennoch wird Lena nicht verbittert oder schrullig dargestellt, sondern einfach als unabhängige Frau, die sich bisher einfach nicht binden wollte. Die Geschichte nimmt einen beschwingten Verlauf und kreiert eine Dreiecksgeschichte, die hinten raus vielleicht ein paar Stellen zu kurz kommt. Hier hätte man durchaus die sehr leidenschaftlichen Beschreibungen der beruflichen Tätigkeiten etwas herunterfahren können, da die für den Laien dann doch einfach überflüssig sind, da sie die Handlung nur sehr bedingt vorwärts treiben. Zumal man nach der ersten Beschreibung bereits Lenas Begeisterung für ihren Job nachvollziehen kann und dies zur Charakterisierung durchaus ausreicht und keiner weiteren ausschweifenden Szenen bedurfte. Mit der Szenerie Hamburgs im Sommer bekommt der Name dann auch gleich eine doppelte Bedeutung, da ich Hamburg gerne verregnet kennengelernt habe. Und obwohl es sich grundsätzlich um eine schöne Geschichte handelt, fehlte mir der letzte Funken, sowohl beim Sommergefühl, als auch in der Geschichte an sich. Ein letztes Aufleuchten. Dennoch ein verdienter Platz 3.

Sommerlektürenfaktor: ***

Platz 2: Schmetterlinge im Bauch – Daniela Böhle

Die Handlung: Mitten in der Hauptstadt, Berlin, lebt Nina. Frisch geschieden, erstmals alleinerziehend. Als Chefsekretärin in einem großen Krankenhaus fühlt sie sich ziemlich aufgehoben. Doch der neue Chefarzt integriert gegen sie und dann steht sie auf einmal vor einer traumhaften kleinen Konditorei mit dem Schild „Praktikantin gesucht“. Spontan nimmt sie unbezahlten Urlaub und stellt sich mit über 40 nochmal einem ganz neuen beruflichen Abenteuer.

Meine Meinung: Darf man mit über 40 noch von einem vollständigen Neuanfang träumen? Wenn man in seiner beruflichen Laufbahn eigentlich längst in einem Job angekommen ist, darf man dann noch eine neue Richtung einschlagen? Dieser Frage geht Daniela Böhle in ihrem ersten Roman, das sich an eine erwachsene Zielgruppe richtet, auf den Grund. Dabei nimmt sie uns aber auch auf eine Reise ins sommerliche Berlin, inklusive Baden im See, Picknick im Park oder einfachen Radtouren. Neben der beruflichen Veränderung, soll es aber auch um das Finden einer neuen Liebe gehen, bzw. erst einmal um die Suche dieser. Dabei stehen neben mehren Online Dates auch die ein oder andere reale Katastrophe bevor. Letztlich schafft Böhle es einen lockeren Sommerroman zu schreiben, der zwischendurch vielleicht eine Baustelle zu viel behandelt, so dass es am Ende etwas gehetzt aufgelöst wurde. Ein Rückschlag, alles wird hingeschmissen, nur um sich dann doch noch einmal zu drehen. Ich sage das nicht oft, aber hier wären entweder ein Handlungsstrang weniger oder vielmehr ein paar Seiten mehr doch eine gute Lösung gewesen, damit sich nach einem tollen Buch nicht alles in einem übereilten Ende auflöst. Aber letztlich bleibt das Jammern auf hohem Niveau. Sommerfeeling ist hier auf jeden Fall ausreichend vorhanden und das trotz dem Setting der Großstadt.

Sommerlektürenfaktor: ****

Platz 1: Kirschkuchen am Meer – Anne Barns

Die Handlung: Marie reist zusammen mit ihrer Mutter und Oma zur Beerdigung ihres Vaters, zu dem sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte, was vor allem an der garstigen Stiefmutter lag. Doch bei der Seebestattung taucht eine geheimnisvolle Frau auf, die ihr ein paar Unterlagen zusteckt und dann verschwindet. Anscheinend war sie vor dem Tod mit Maries Vater zusammen. Auf der Suche nach der Frau und Antworten reist das Dreiergespann weiter nach Norderney. Mit dabei ein großer Eimer Kirschen, der schnell für neue Bekanntschaften sorgt.

Meine Meinung: Anne Barns habe ich im letzten Jahr erstmals kennengelernt. Mit Honigduft und Meeresbrise hatte ich meinen Sommerroman gefunden – der allerdings auch auf hoher See gelesen wurde, was vielleicht das Gefühl auch etwas beeinflusst hat. Nun musste die Autorin in ihre eigenen Fußstapfen treten. Dies gelingt ihr auch stellenweise sehr gut, auch wenn sich beide Geschichten in einigen Punkten vielleicht zu sehr ähneln. Beide Geschichten führen nach einem Trauerfall an die See. Beide Geschichten werden mit Familienmitgliedern mehrerer Generationen bestritten. In beiden Geschichten verweben sich die Abenteuer an der See mit Backerlebnissen und neuen Bekanntschaften. So steht Kirschkuchen am Meer zwar im Schatten des vorherigen Sommerromans, und schafft es auch nicht aus diesem auszubrechen, erzeugt aber dennoch erneut wieder Sommergefühle und versetzt einen selbst weit ab vom Meer in diese ganz besondere Stimmung, die nur Wellenrauschen sonst erzeugen kann.

Sommerlektürenfaktor: *****

Der Spion von Nebenan

Ein Vorwort

Der offizielle Kinostart dieses Films war zwar bereits im März, aber durch Corona ist halt alles ein bisschen anders. Und da der Spion von Nebenan Mitte März zwar noch anlief, aber schon bald von den Kinoschließungen betroffen war, läuft er jetzt halt immer noch. Ob sich der Gang ins Kino zu Dave Bautista als CIA-Agent der Nachbarschaft lohnt, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

JJ (Dave Bautista) wurde nach seiner Zeit bei den Special Forces von der CIA rekrutiert. Doch sein erster Undercover-Einsatz geht schief und ein Plutonium-Kern gerät in die falschen Hände. Nun wird er nach Chicago strafversetzt, wo er Schwägerin und Nichte des Kriminellen beobachten soll. Als Partnerin bekommt er die ambitionierte Bobbi (Kristen Schaal) als Hackerin zugeteilt. Doch die Nichte Sophie (Chloe Coleman) findet schnell die Überwachungskameras und nutzt ihr Wissen als Druckmittel, um JJ dazu zu bringen, mit ihr mehr Zeit zu verbringen, da sie seit dem Umzug nach Chicago keine Freunde hat und ihre Mutter viel arbeiten muss. Dieser ist zunächst wenig begeistert, ist jedoch auch froh für ein bisschen Abwechslung.

Meine Meinung

Der Spion von Nebenan verfolgt das Schema einer typischen Actionkomödie. Mission am Anfang, die schiefläuft, schnelles Briefing, damit der Zuschauer grob weiß, wer der böse Junge ist, dann werden die Zelte beim Beobachtungssubjekt aufgeschlagen, dort wird Freundschaft geschlossen, es folgen ein paar witzige Szenen mit den unterschiedlichen Protagonisten, noch schnell eine Liebesgeschichte mit reingeschrieben und schon geht es ans große Finale. Dort trifft man dann auch fast das erste Mal auf den bösen Jungen, Showdown und Ende. Ach ich vergaß, zwischendurch muss unser Held natürlich noch Probleme mit seinem Boss bekommen.
Dieser Film weicht von dieser bekannten Formel kein Stück ab, schafft es aber sie liebevoll umzusetzen. Das liegt vor allem an einem guten Mutter-Tochter-Gespann in Form von Sophie (Chloe Coleman) und Kate (Parisa Fitz-Henley). Beide verkörpern nicht die Frau in Nöten, die vom großen starken Mann beschützt werden müssen, sondern beweisen, dass sie es beide faustdick hinter den Ohren haben. Dennoch darf unser Held Held bleiben, schließlich wissen die Damen ja nicht, dass sie in Gefahr sind. Hinzu kommen passende Nebencharaktere, wie die Partnerin Bobbi, die zu JJs Stimme der Vernunft mutiert und das schwule Nachbarpärchen – und ja sie dürfen durchaus mehr sein als nur das schwule Nachbarpärchen.
Schwieriger ist es tatsächlich beim Bösewicht und beim Helden. Denn Dave Bautista mag in den Guardians of the Galaxy als Drax durchaus funktioniert haben, wurde ihm da auch nicht gerade eine große Schauspielleistung abverlangt. Auch hier reicht es an vielen Stellen den harten Kerl zu spielen, aber in einzelnen Szenen hätte man doch gerne ein bisschen Mimik gehabt, um die Veränderungen im Charakter auch irgendwo nachvollziehen zu können. Auch unser Bösewicht Victor Marquez (Greg Bryk) bleibt sehr platt. Das liegt aber vor allem daran, dass das Drehbuch ihm nur ganz wenige Szenen gibt und der Großteil im Finale ist. Da gab es schauspielerisch überhaupt keine Möglichkeit seinen Charakter irgendwie auszubauen.
Was den Actionanteil angeht, bleibt Der Spion von Nebenan hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dies wird jedoch durch den Komödienanteil wett gemacht. Denn hier beweist der Film, dass er es durch gut ausbalancierte Witze, popkulturelle Andeutungen und Situationskomik durchaus versteht eine größtenteils intelligente Komödie zu bauen.
Letztlich haben wir einen sehenswerten Film mit kleineren Logiklöchern, der sich zwar nichts wirklich traut, sondern lieber im immergleichen Schema bleibt, aber dies wurde wenigstens gut umgesetzt, so dass der Film durchgehend unterhalten kann. Ein bisschen neuer Input wäre trotzdem schön gewesen.

Das Fazit

Der Spion von Nebenan hält sich schematisch strikt an sein Genre und wagt leider nichts neues. Dies macht er aber mit viel Charme, tollen Charakteren und viel Witz durchaus wett. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Der Spion von Nebenan läuft seit dem 12.03.20 in den deutschen Kinos

Rettet den Zoo

Ich war im Kino. Sätze, von denen ich dachte, dass es noch eine ganze Weile dauern würde, ehe ich sie wieder sagen könnte. Doch die Wiedereröffnungen der Kinos gehen langsam voran. Ich muss dafür zwar immer noch ein ganzes Stückchen fahren, da hier in der Umgebung nur ein einziges privates Kino, mit süßen drei Kinosälen, offen hat und wir waren auch die einzigen Zuschauer, was nicht gerade dafür spricht, dass es sich für die Kinos wirklich lohnt wieder zu öffnen, aber hey, ich war im Kino!

Ein Vorwort

Mit dem Oscarsieg von Parasite wurde wohl ein deutliches Zeichen gesetzt, dass Hollywood nicht mehr die einzige Filmschmiede ist, die bei den größten „Hollywood“-Preisen abräumen kann. Auch wurde der koreanische Film noch einmal als nicht zu unterschätzende Instanz gestärkt. Mit Rettet den Zoo zeigt Südkorea nun, dass es auch Komödien kann. Wie mein erster Kinofilm nach den Coronaschließungen war, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Kang Tae-soo (Ahn Jae-hong) ist Assistent in einer großen Anwaltskanzlei in Seoul. Für eine Festanstellung bekommt er die Aufgabe einen bankrotten Zoo zu retten. Doch als er dort ankommt, muss er feststellen, dass die meisten Tiere mitgenommen wurden und er nicht einfach neue kaufen kann. Mit den vier verbliebenden Angestellten schmiedet er einen folgenschweren Plan. Die Angestellten sollen in lebensechte Tierkostüme schlüpfen und so die Besucherzahlen wieder ankurbeln.

Meine Meinung

Ich mag Zoos. Auch wenn man über das Für und Wider durchaus diskutieren kann, ist es für mich doch immer eine einzigartige Erfahrung. Demnach konnte mich der Titel des Films auch gleich bekommen. Der Film beginnt im hektischen Großstadttummel in Seoul und schickt Tae-soo bald in die ruhige Umgebung des Zoos. Hier wird der engagierte Anwalt schnell mit allen Problemen konfrontiert und muss feststellen, dass es eigentlich keine Möglichkeit für ihn gibt, die „interessanten“ Tiere zu besorgen – also ich für meinen Teil weigere mich die Erdmännchen als uninteressant zu bezeichnen. Also muss er mit einer etwas ungewöhnlichen Idee sich behelfen. So werden die Tierkostüme geordert und die Mitarbeiter üben fleißig ihre Rollen. Doch fällt den Besuchern nicht auf, dass es keine echten Tiere sind? Nun, wer rechnet in einem Zoo damit, dass es dort unechte Tiere sind?
Rettet den Zoo schafft es in der Lauflänge von 117 Minuten den typischen Aufbau eines Dramas auszuspielen und einige Wendungen waren dadurch auch ziemlich vorhersehbar. Dennoch weiß der Film es an den richtigen Stellen zu überraschen und sich immer wieder aufzuraffen, wenn die Handlung am Boden scheint. Der Film wird als Komödie angepriesen, versteht sich aber darauf eher unterschwelligen Humor einfließen zu lassen und eher auf die Komik der verzwickten Situation anzuspielen, als verzweifelt irgendwelche Schenkelklopfer einzubauen. So ist es eher ein starkes Drama mit großem Komödieneinfluss als direkt eine Komödie. Aber gerade dieser Genremix hebt den Film positiv ab. Die herzerwärmende Geschichte tut ihr übrigens, um dem Film eine ganz eigene charmante Note zu geben.
Auch verklärt der Film die Bedingungen in einem Zoo nicht. Gerade am Beispiel des Eisbären Black Nose wird deutlich gemacht, dass viele Tiere im Zoo gewisse Ticks entwickeln und diese selten positiv für das Tier sind. So nimmt sich der Film einerseits der Begeisterung von Jung und Alt für die Zoos an, zeigt aber im Umkehrschluss auch die Kehrseite für die Tiere. So müssen sich die verkleideten Mitarbeiter eben auch mit rüpelhaften Besuchern auseinandersetzen, die die Tiere bewerfen und anschreien, wenn sie sich nicht genug zeigen.

Das Fazit

Rettet den Zoo ist eine kleine Filmperle die es versteht aus charmanter Grundidee einen guten Komödien-Dramen-Mix zu kreieren, gleichzeitig Denkanstöße gibt und dabei durchgehend unterhält. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Rettet den Zoo läuft seit dem 04.06.2020 in den deutschen Kinos.

Back to the 90’s – Ein Serienkritik Duo

Ein Vorwort

Sitcoms sind aus der Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. In den letzten Monaten habe ich aus einer Laune heraus mit zwei Sitcoms aus den 1990er Jahren begonnen und musste feststellen, dass sie auch heute noch sehr gut funktionieren – auch wenn es manchmal schon sehr witzig war, wenn die Handys frisch erfunden waren und neu eingeführt wurden. Hier nun meine abschließende Meinung zum jungen Will Smith, der von Philadelphia nach Bel Air zieht und einer Freundesclique in New York.

Friends

Die Handlung

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Meine Meinung

Ich bin lange Zeit nicht an die Serie rangekommen. Ich habe die Pilotfolge bestimmt dreimal gesehen, ehe ich mich nun doch einmal an die zweite Folge gewagt habe. Und ja, die Serie braucht ein wenig um ihren Rhythmus zu finden. Aber schon nach kürzester Zeit konnte ich es mir gar nicht mehr ohne die Serie vorstellen. Umso trauriger war es nach zehn Staffeln dann auch wieder Abschied nehmen zu müssen.
Die Serie lebt zweifellos vom Zusammenspiel der Charaktere. Da haben wir zu einem Monica, Köchin und Überordentlich. Alles in ihrer Wohnung, die auch der Hauptschauplatz der Serie ist, muss immer am gleichen Platz stehen. Alle Freunde haben Schlüssel zur Wohnung und kommen und gehen auch, wann sie wollen. Rachel stößt neu zur Clique. Sie kommt aus gutem Haus und hat bisher lieber Daddys Geld ausgegeben und sich einen ebenfalls gut verdienenden Mann gesucht, als sich um eine Ausbildung zu kümmern. Mit Hilfe der Freunde löst sie sich aus der Spirale und fängt an im Stammcafé zu jobben. Sie macht im Laufe der Serie wohl die größte Entwicklung durch, vom verwöhnten Naivchen zu einer starken unabhängigen Frau. Phoebe ist die dritte Frau im Bunde. Sie lebt einen ausgeprägten Hippiestil, arbeitet als Masseurin und hat ihre Jugend auf der Straße verbracht. Durch ihre quirlige Art bringt sie stets frischen Schwung in die Runde. Chandler ist derjenige mit dem langweiligen Bürojob und den unangebrachten Witzen. Doch gerade dieser Humor kontrastiert sehr gut zu dem der anderen und lässt einen ziemlich oft schmunzeln. Joey ist Schauspieler, leider aber eher erfolgslos. Seine wechselnden Jobs sorgen oft für einen Lacher. Und – um es liebevoll auszudrücken – er ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf dem Kuchen. Zu guter Letzt haben wir noch Ross, Monicas Bruder. Er ist Paläontologe und wird damit gerne als der Nerd der Gruppe bezeichnet.
Die Themen wechseln mit den Staffeln. Während es am Anfang noch vermehrt um das Leben in New York geht und sich mit beruflichen Entscheidungen befasst wurde, geht es in den letzten Staffeln beinahe ausschließlich um die Beziehungen, die zuvor zwar auch immer eine große Rolle spielten, aber sich mit anderen Themen die Waage hielten. Dennoch haben sie es geschafft zum richtigen Zeitpunkt die Bremse zu ziehen und konnten so nach 10 Staffeln in Würde enden.
Friends verfolgt den typischen Aufbau einer Sitcom, schafft es aber trotzdem seinen ganz eigenen Charme einfließen zu lassen. Nicht umsonst ist es auch heute noch eine der beliebtesten. Umso gespannter können die Fans sein, wenn es nach Corona doch noch zur lang ersehnten Reunion kommt.

Fresh Prince of Bel Air

Die Handlung

Will Smith lebt mit seiner Mutter in Philadelphia. Nach einer Schlägerei beim Basketballspiel auf der Straße, schickt ihn seine Mutter besorgt zu ihrer Schwester Vivian. Diese lebt mit ihrem Mann Phil, einem erfolgreichen Anwalt, in Bel Air. Durch das bessere Umfeld soll Will behüteter aufwachsen. Doch der Kulturschock ist nicht zu verachten.

Meine Meinung

Fresh Prince of Bel Air ist eine Serie, mit der ich lange Zeit gar nichts anfangen konnte, so ignorierte ich sie einfach. Während mir viele auch nach Jahren noch das Rapintro vorsingen konnten, zuckte ich nur die Schulter. Doch Netflix ließ nicht locker. Immer aggressiver wurde mir die Serie vorgeschlagen, weil sie angeblich perfekt zu meinem Sehverhalten passe. Schließlich gab ich nach – immerhin hatte mir Netflix auch schon so manche Perle vorgeschlagen. Und nach einem ziemlich holprigen Start, begleitete ich die Serie dann auch bis zum Ende.
Denn gerade am Anfang wird der Witz allein durch das Zusammentreffen zwischen Will und der Familie Banks, die unterschiedlicher nicht sein konnten, herausgearbeitet. Nach einigen Folgen sind dann aber die Charaktere herausgearbeitet, so dass die Serie gesetzter und weniger gezwungen wirkt. Ab dann funktioniert das Konzept auch deutlich besser.
Denn zum einen haben wir hier einen jungen Will Smith, der auch in der Serie Will Smith heißt, da sie wohl lose auf seinen eigenen Erfahrungen basiert, der in Philadelphia und da in ärmlicheren Verhältnissen aufwuchs, also auch ein sehr lockeres Leben führt. Dazu wird der Kontrast der gut situierten Familie Banks in Bel Air gebildet. Aber auch die einzelnen Figuren der Familie bilden noch einmal große Unterschiede, wodurch auch die Witze in den weiteren Staffeln gut funktionieren. Da gibt es zum einen Onkel Phil, das Oberhaupt der Familie. Er ist erfolgreicher Anwalt, verdient dadurch gut und versucht seiner Familie alles zu bieten, was er niemals hatte. Seine Frau, Tante Vivian, ist die gute Seele im Haus, die ihre Kinder, aber auch ihren Mann, gerne wieder auf den Boden der Tatsache holt. Oft vermittelt sie zwischen Will und anderen Familienmitgliedern. Hilary, die älteste Tochter, ist die typisch verwöhnte Frau aus reichem Haus. Nicht mit sonderlich viel Intelligenz gesegnet, liebt sie es zu shoppen und Daddys Geld auszugeben. Carlton, das mittlere Kind, ist in Wills Alter und repräsentiert in jeglicher Hinsicht das komplette Gegenteil Wills. Er ist snobistisch, sehr ehrgeizig und will unbedingt in die Fußstapfen seines Vaters treten. Ashley ist das jüngste Kind und nimmt Will am Anfang am ehesten auf. Im Laufe der Serie kommt sie in die Pubertät. Ihr erwachsen werden inklusive einer Rebellenphase wird immer wieder aufgegriffen. Ab der vierten Staffel kommt noch Baby Nick dazu. Auch wurde mit der vierten Staffel die Schauspielerin der Mutter ausgetauscht, was leider auch mit einem ziemlichen Charakterwechsel daher kommt. War Vivian vorher die gute Seele, wird sie nun zum vernachlässigbarem Nebencharakter.
Ebenfalls in jeder Folge dabei ist der Buttler Geoffrey. Er hat das Jammern über sein Leben perfektioniert, ist aber auch nie um einen spitzen Kommentar verlegen. Auch das Auftauchen von Wills Freund Jazz wird zu einem running gag, da Onkel Phil ihn nicht im Haus haben mag, da er einen schlechten Einfluss hätte und ihn daher desöfteren wortwörtlich aus dem Haus wirft.
Die Serie hat den grundsätzlichen fröhlich-heiteren Ton einer Sitcom drauf, schafft es aber auch an den richtigen Stellen ernst zu werden. Rassismus, Armut und Vaterlosigkeit sind Themen, die regelmäßig aufgegriffen werden. Auch Coming-of-Age wird viel thematisiert.

Das Fazit

Sowohl Friends als auch Fresh Prince of Bel Air sind Sitcoms, die in der heutigen Zeit noch genauso gut funktionieren, wie früher. Auch wenn viele technische Entwicklungen fehlen, funktionieren die Witze immer noch und das ist doch ein gutes Zeichen. Und jetzt alle: So, this is the story, all about how, my life…