Rückblick auf den Februar

Gesund und munter bin ich aus meinem Urlaub zurück. Ich hatte sehr schöne und ereignisreiche Tage. Aber nun wollen wir uns erst einmal meinem Medienkosum im Februar zuwenden, der vor allem durch die Oscarverleihung geprägt wurde.

Sneak Preview

White Boy Rick: Eine unbekannte Geschichte darüber, wie das FBI einen Jungen zum Drogendealer machte. Leider sehr schlecht erzählt, spannungslos und belanglos am Ende.

Hard Powder: Das Stöhnen war groß, als man mal wieder Liam Neeson in einem Actionfilm sah. Doch Hard Powder ist ein Remake eines skandinavischen Films und geprägt durch viel Schnee und eine Menge schwarzem Humor, der den Film von anderen abhebt und doch streckenweise ziemlich viel Spaß macht.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Maria Stuart – Königin von Schottland: Maria Stuart baut ein gutes Setting auf und setzt auf einen starken Cast. Leider kann der Film nicht durch seine Handlung überzeugen, die zu lang und zu langatmig erzählt ist.

Green Book: Green Book ist ein kleinerer, aber sehr feiner Film, der seine Geschichte rund erzählt und den Fokus auf den Roadtrip und die Freundschaft der beiden Protagonisten legt. Die Rassenthematik ist zwar allgegenwärtig, wird aber gekonnt subtil eingespielt.

The Favourite: ist bestimmt nicht jedermanns Favorit. Regisseur Lanthimos geht hier bewusst über Grenzen hinaus. Getragen wird der Film von drei sehr starken Schauspielerinnen, wobei Olivia Coleman jedoch mit einer absolut oscarwürdigen Leistung heraussticht.

The Lego Movie 2: Neue Ideen, neue Charaktere, gewohnte Optik. Der zweite Teil macht zwar streckenweise auch wieder Spaß, bleibt aber dennoch hinter dem ersten Teil zurück, da er nicht mehr mit der innovativen Idee punkten kann.

Vice – der zweite Mann: Vice ist ein stark erzählter Film mit gutem Cast. Ein bisschen weniger reißerisch hätte er dennoch sein können, so kommt er nicht an seinen Vorgänger (The Big Short) heran.

Can you ever forgive me: ist eine sehr ruhige Filmperle, die bei den meisten wohl untergehen wird. Ruhig erzählt und stark gespielt, springt der Film zwischen Charakterisierung und erzählter Geschichte.

Alita – Battle Angel: Ein interessanter Science-Fiction Film, der uns eine neue Welt zeigt, von der ich gerne noch mehr sehen möchte.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh: Habe ich meiner besten Freundin zum Geburtstag geschenkt und dann auch gleich angesehen. Ein ziemlich düsterer Animationsfilm, der das Thema Tierexperimente aufgreift, aber vordergründig die Bemühungen einer besorgten Mutter zeigt.

The Descendants: Erzählt die Geschichte von den Nachfahren der Disneycharaktere. Eben auch von denen der Bösewicht, wie Maleficent. Dieser Konflikt wird besonders an der Schule deutlich. Als Fernsehfilm sieht man ihm das geringe Budget durchaus an. Dennoch hat er eine schöne Geschichte – wenn auch sehr vorhersehbar.

Blackkklansman: Die Geschichte eines schwarzen Cops, der gleichzeitig die Black Power Bewegung und den KuKluxKlan unterwanderte. Der Film ist hochaktuell und drängt keine Meinung auf, was sehr positiv ist. Trotz eines größtenteils lockeren Tons bleiben Längen leider nicht aus.

James Bond jagt Dr. No: In meinem Bestreben immer weiter die Klassiker aufzuarbeiten, habe ich nun endlich den ersten James Bond Film gesehen. Der war für damalige Verhältnisse sehr interessant.

Hot Shots: Nachdem ich letztes Jahr endlich Top Gun gesehen habe, durfte nun die „Verarsche“ von Charlie Sheen herhalten. Ich habe mich gut amüsiert.

Pixels: Die Erde wird von Aliens angegriffen, die uns mit alten Arcade Spielen herausfordern. Hier müssen die Nerds ran. Ein Rewatch und auch dieses mal wieder herrlich lustig und das obwohl Adam Sandler die Hauptrolle spielt.

Roma: Der Netflix-Film, der auch nach der Oscarsaison noch in aller Munde ist, erzählt die Geschichte eines Hausmädchens in Mexiko der 1970er Jahre. Roma ist ein Film, der schwer zu erfassen ist. Vordergründig ist er zu langsam erzählt und wirkt streckenweise sehr ermüdend. Dennoch hat er viele verborgene Stellen und gerade das letzte Drittel, das spannend, emotional und mitreißend ist.

Die Ballade des Buster Scruggs: Die Coen Brüder haben sich dem Western zugewandt und sechs kurze Geschichten aus dieser Zeit erzählt. Ein kurzweiliger Episodenfilm, der zwischen Unterhaltung und Drama hin und her springt und daher für jeden Geschmack etwas bietet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Der verlorene Sohn: Der neue Film von und mit Joel Edgerton mit einem ernsten Thema und einem starken Cast, interessiert mich auf jeden Fall noch.

Die Winzlinge – Abenteuer in der Karibik: Der zweite Teil des Animationspaßes aus Frankreich. Den ersten fand ich unheimlich süß, trotz fehlender Dialoge.

Ganz knapp nicht auf die Liste haben es die folgenden Filme geschafft: Happy Deathday 2U, Sweethearts, Escape Room

Serien – ein kurzer Überblick

Im Februar liefen bei mir die Episoden 10-12 der Comedians of the World, sowie die fünfte Staffel von Modern Family. Das 1980er Remake der Serie Mission Impossible – in geheimer Mission habe ich nun mit der zweiten Staffel durchgesehen (es wurden leider nicht mehr produziert). Ansonsten habe ich mich an die 11. Staffel von The Big Bang Theory herangewagt, die nur noch wenig witziges zu bieten hatte. Dafür war die vierte Staffel von Pussy Terror TV mit Caroline Kebekus wieder sehr witzig. Neue Serien waren für die erste Staffel von Aufräumen mit Marie Kondo (ich berichtete) und The Magicians. Dieser Serie konnte ich vom Erzählstil her leider wenig abgewinnen, weil alles irgendwie durcheinander und in einem seltsamen Tempo erzählt wurde. Die Geschichte selbst aber fand ich interessant und der Cliffhanger am Ende war so fies, dass ich überlege doch die zweite zu gucken, obwohl ich mich eigentlich eher durchgequält habe.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1038
Seiten pro Tag: 37 im Durchschnitt
Taschenbücher: 2
E-Book: 1
Hörbuch: 1

Maybe Someday & Maybe Not: Damit habe ich nun auch noch die fehlenden Werke von Mrs. Colleen Hoover gelesen. Wieder eine interessante Geschichte, die sich ganz anders entwickelt hat, als ich gedacht hätte. Nicht meine Lieblingsgeschichte von Mrs. Hoover, aber doch wieder sehr stark erzählt.

The Ivy Years – Was wir verbergen: Der zweite Teil der Ivy Years Reihe. Auch hier wieder eine kurweilige Liebesgeschichte mit zwei großen Schicksalen. Gut für zwischendurch.

Die Känguru-Apokryphen: Mark-Uwe Kling hat es doch wieder getan. Er hat ein neues Werk über sein Leben mit dem Känguru geschrieben. Es sollen die unerzählten Geschichten aus den bisher erschienenen Bücher sein. Auf jeden Fall sind sie wieder unglaublich lustig und am besten als Hörbuch zu genießen!

Aufräumen – mit Marie Kondo

Ein Vorwort

Netflix haut inzwischen eine Serie nach der nächsten raus, so dass man schon ganz schön aussortieren muss, welche Serie man wirklich sehen möchte. Welche Serie bereitet einem wirklich genug Freude, damit man sie ausführlich sieht. Und genau das ist meine – vielleicht etwas schlechte – Überleitung zu Netflix neustem Streich. Tiding up with Marie Kondo, wie die Serie im Original heißt, entfacht einen neuen Hype rund um das Thema Aufräumen. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr hier.

Die Handlung

Die Beraterin und Aufräumexpertin Marie Kondo besucht in regelmäßigen Abständen Familien, die im Chaos ertrinken und hilft ihnen mit ihrer Kon-Mari Methode Ordnung zu schaffen. Dabei gibt es verschiedene Anlässe, wie Aufräumen nach einem Trauerfall oder in Vorbereitung auf den Familiennachwuchs.

Meine Meinung

Nachdem die Serie auf einmal in aller Munde war, wurde ich doch neugierig. Was genau hatte es damit auf sich. Und eines schönen Sonntagmorgens schaute ich dann doch mal rein. Da jede Folge ihr eigenes „Thema“ hat, bzw. ihren eigenen Anlass, wählte ich gezielt eine interessant klingende Folge aus. Nach dieser einen Folge dachte ich mir, dass das Prinzip ja schon ganz interessant sei, aber ich keine ganze Staffel darüber gucken müsste. Doch kurz darauf stand mir die Laune nach einer weiteren Folge. Und schon kurz darauf hatte ich auf einmal die ganze Staffel gesehen und erwischte mich dabei, wie ich meinen Lebensgefährten dazubrachte unsere Kleiderschränke auszumisten.
Doch was verbirgt sich genau hinter dieser Serie? Das Prinzip ist ganz einfach. Marie Kondo kommt als Aufräumexpertin in einen Haushalt. Kurz wird die Vorgeschichte angerissen, bzw. die Familie vorgestellt. Dann begrüßt Marie das Haus und erklärt das weitere Vorgehen. Kurzum gibt es fünf Kategorien, die in einer bestimmten Reihenfolge aufgeräumt werden: Kleidung, Bücher, Unterlagen, Komono (Küche, Bad, Garage, Sonstiges), und zu guter Letzt die Dinge mit emotionalem Wert. Dabei soll jeder Gegenstand in die Hand genommen werden und kritisch hinterfragt werden. Die berühmte Frage „Does it sparks joy?“ oder im deutschen „entfacht es Freude?“ ist dabei zu stellen. Wenn die Frage mit Ja beantwortet werden kann, dann soll man es behalten, ansonsten loslassen, dabei sich am besten bei dem Gegenstand bedanken. Einzige Ausnahme sind die Unterlagen, da diese nur selten bei jemandem Freude entfachen. Hier soll sich eher die Frage gestellt werden, ob sie noch benötigt werden.
Gleichzeitig werden immer wieder praktische Tipps und Tricks gezeigt, beispielsweise, wie man Kleidung anständig zusammenlegt.
Die Serie ist in gewohnt hoher Qualität von Netflix produziert mit sympathischen Familien und einer Marie Kondo, die mit ihrer positiven Art bereits beim Zusehen „Freude entfacht“. Die Serie ist bestens geeignet, um sie auch nebenbei zu schauen oder in Vorbereitung auf eine große Aufräumaktion.

Das Fazit

Vielleicht keine Serie für Jederman aber doch sehr interessant und in gewohnt hoher Netflix-Qualität produziert.

PS: James Corden hat sie Serie bereits aufs Korn genommen in dieser sehr lustigen Variante:

Die 91. Academy Awards – Prognose & Gewinner

Wie jedes Jahr möchte ich nun auch wieder meine Prognosen abgeben und diese dann heute Nacht um die tatsächlichen Gewinner zu erweiteren. Also ohne großes Primborium hier sind die Kategorien:

Bester Film 

Offizieller Tipp:               Green Book
Persönlicher Favorit:     Green Book

And the Oscar goes to:   Green Book

Beste Regie

Offizieller Tipp:               Roma – Alfonso Cuaron
Persönlicher Favorit:     Roma – Alfonso Cuaron

And the Oscar goes to:   Alfonso Cuaron

Bester Hauptdarsteller

Offizieller Tipp:                Christian Bale (Vice)
Persönlicher Favorit:      Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

And the Oscar goes to:   Rami Malek

Beste Hauptdarstellerin

Offizieller Tipp:                Olivia Coleman (The Favourite)
Persönlicher Favorit:      Olivia Coleman (The Favourite)

And the Oscar goes to:   Olivia Coleman

Bester Nebendarsteller

Offizieller Tipp:               Mahershala Ali (Green Book)
Persönlicher Favorit:     Mahershala Ali (Green Book)

And the Oscar goes to:   Mahershala Ali

Beste Nebendarstellerin

Offizieller Tipp:              Regina King (If Beale Street Could talk)
Persönlicher Favorit:    Emma Stone (The Favourite)

And the Oscar goes to:  Regina King

Bestes adaptiertes Drehbuch

Offizieller Tipp:               Blackkklansman
Persönlicher Favorit:     Can you ever forgive me

And the Oscar goes to:   Blackkklansman

Bestes Orginaldrehbuch

Offizieller Tipp:              Vice
Persönlicher Favorit:    Green Book

And the Oscar goes to:   Green Book

Beste Kamera

Offizieller Tipp:               The Favourite
Persönlicher Favorit:     A Star is born

And the Oscar goes to:   Roma

Bestes Szenenbild

Offizieller Tipp:              Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:    Black Panther

And the Oscar goes to:   Black Panther

Bestes Kostümdesign

Offizieller Tipp:               The Favourite
Persönlicher Favorit:     Black Panther

And the Oscar goes to:   Black Panther

Beste Filmmusik

Offizieller Tipp:              Blackkklansman
Persönlicher Favorit:     Black Panther

And the Oscar goes to:   Black Panther

Bester Filmsong

Offizieller Tipp:               Shallow
Persönlicher Favorit:     Shallow

And the Oscar goes to:   Shallow

Bestes Make-up und beste Frisuren

Offizieller Tipp:                Vice
Persönlicher Favorit:      Vice

And the Oscar goes to:   Vice

Bester Schnitt

Offizieller Tipp:               Green Book
Persönlicher Favorit:     Bohemian Rhapsody

And the Oscar goes to:   Bohemian Rhapsody

Bester Ton

Offizieller Tipp:               Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:     Bohemian Rhapsody

And the Oscar goes to:   Bohemian Rhapsody

Bester Tonschnitt

Offizieller Tipp:              Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:    A quiet place

And the Oscar goes to:   Bohemian Rhapsody

Beste visuellen Effekte

Offizieller Tipp:               Aufbruch zum Mond
Persönlicher Favorit:     Avengers – Infinity War

And the Oscar goes to:   Aufbruch zum Mond

Bester Animationsfilm

Offizieller Tipp:               Spider Man – a new Universe
Persönlicher Favorit:      Isle of Dogs

And the Oscar goes to:   Spider Man – a new Universe

Bester Animationskurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Bao

Bester Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:    Skin

Bester Dokumentarfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Free Solo

Bester Dokumentations-Kurzfilm

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Period. End of Sentence

Bester fremdsprachiger Film

Offizieller Tipp:                 ohne Wertung
Persönlicher Favorit:       ohne Wertung

And the Oscar goes to:   Roma

Auswertung

Richtig offizieller Tipp:                   10
zusätzlich persönlicher Favorit:     7
Enthaltungen:                                     5
Falsch gelegen:                                   2

Kategorien:                                         24

Ich habe hier tatsächlich Aufbruch zum Mond überschätzt und Black Panther offiziell unterschätzt, aber durch meine persönlichen Favoriten doch noch ganz gut abgeschnitten 🙂

Die 91. Academy Awards – Die Nominierten

Wie jedes Jahr steht die Verleihung der Academy Awards bevor. Demnach ist die Oscarvorbereitung bei mir wieder im vollen Gang. Damit auch ihr einen Überblick über die aktuellen Nominierten habt, folgt hier die Übersicht meiner gesehenen Filme zur Vorbereitung.

Black Panther

Nominiert für: Bester Film, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Beste Filmmusik, Besten Song, Besten Tonschnitt, Besten Ton
Die Handlung: Nach den Geschehnissen aus Civil War kehrt T’Challa (Chadwick Boseman) in sein Heimatland Wakanda zurück. Technisch und wissenschaftlich weit fortgeschritten, versteckt sich Wakanda vor der restlichen Welt, um ihre Vibranium-Vorräte zu schützen. Durch den Tod von T’Chaka muss sich T’Challa einer Herausforderung stellen, um als neuer König und damit als Black Panther anerkannt zu werden. Doch der Waffenhändler Ulysses Klaue (Andy Serkis) hat es erneut auf das Vibranium abgesehen. Unterstützt wird er vom unbekannten Killmonger (Michael B. Jordan), der jedoch eigene Pläne verfolgt. Während einer Mission gegen Klaue, taucht auch noch CIA-Agent Ross (Martin Freeman) auf.
Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier 🙂
Das Fazit: Black Panther verkörpert alles, was wir an einer gelungenen Superheldenverfilmung so lieben. Eindrucksvolle Bilder, durchdachte Handlung, Hintergrundgeschichten, Bösewichte mit Charakter und natürlich die entsprechende Portion des typischen Marvel-Humors. Nach den eher enttäuschenden Spider-Man und Thor – Ragnarök ist Marvel wieder da und kann erneut das Publikum begeistern. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Blakkklansman

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Nebendarsteller, Beste Filmmusik, Bester Schnitt
Die Handlung: Der Afroamerikaner Ron Stallworth (John David Washington) bekommt als einer der ersten einen Job bei der Colorado Springs Polizei. Sein erstes Aufgabengebiet als Ermittler ist es, die Black Power-Bewegung zu unterwandern. Gleichzeitig versucht er aber auch den Ku-Klux-Klan zu unterwandern. Während er mit dessen Anführern regelmäßig telefoniert und sich als Weißer ausgibt, muss ihn sein Kollege Flip Zimmermann (Adam Driver) bei den Treffen vertreten.
Meine Meinung: BlackKklansman beruht auf der Autobiographie von Ron Stallworth und somit auf wahren Begebenheiten. Der Film zeigt, wie schwierig es zu der Zeit war, als Schwarzer Fuß zu fassen. Stallworth darf zwar der Polizei beitreten, wird aber zunächst nur für das Archiv benutzt, wo ihn so manch ein Kollege versucht sklavenmäßig herumzukommandieren. Diese bringt Regisseur Spike Lee immer wieder als Thema mit auf, konzentriert sich letztendlich aber größtenteils auf die Unterwanderung der Black Power Bewegung und des Ku-Klux-Klans konzentriert. Lee setzt dabei größtenteils auf einen lockeren Tonfall, gerade auf der Polizeiwache wird im kleinen Team viel gelacht. Dennoch werden zwei Extreme gezeigt, die beide der Ansicht sind nur mit Gewalt vorwärts zu kommen. Als Identifikationsfiguren fungieren Stallworth und Zimmermann, die neutral in der Mitte der Bewegungen stehen.
BlackKklansman wird gerade wegen seiner Aktualität gelobt. Thematisch hat der Film (leider) nichts von seiner Brisanz verloren. Sehr positiv zu erwähnen ist hier, dass der Film keine direkte Meinung vertritt. Stallworth und Zimmermann sind die Figuren mit denen man am meisten mitfiebert, dennoch wird keine direkte Meinung aufgedrängt, sondern alle einmal angehört. Schauspielerisch ist der Film auf einem guten Niveau, wobei jedoch kein Darsteller genauer heraussticht.
Das Fazit: BlackKklansman ist ein Film, der hochaktuell ist und keine Meinung aufdringt, was sehr positiv ist. Trotz eines größtenteils lockeren Tons bleiben Längen leider nicht aus. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Bohemian Rhapsody

Nominiert für: Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton
Die Handlung: 1985. Bob Geldof organisiert seine legendären Live-aid Konzerte. Queen ist einer der Gäste. Doch der Weg dorthin war lang, steinig und gerade Liedsänger Freddy Mercury (Rami Malek) hat ein Leben voller Höhen und Tiefen hinter sich. Dies ist die Geschichte der Band.
Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier 🙂
Das Fazit: Bohemian Rhapsody wirbt mit den bekannten Liedern Queens, überzeugt jedoch mit einem exzellenten Cast und einem guten Riecher für eine gute Dosis Drama und Humor. Dafür gibt es 08 von 10 Punkten.

The Favourite

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin (2x), Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign
Die Handlung: Queen Anne (Olivia Coleman) ist weder gesundheitlich, noch vom Gemütszustand in der Lage ihr Land zu regieren. Stattdessen übernimmt die Rolle ihre Vertraute Sarah Churchill (Rachel Weisz). Eines Tages kommt Abigail Masham (Emma Stone), Sarahs Cousine, an den Hof. Ihre Familie ist in Ungnade gefallen. Und während Sarah immer mehr mit dem Erbfolgekrieg gegen Frankreich zu tun hat, gewinnt Abigail immer mehr die Gunst der Königin.
Meine Meinung: The Favourite wird von Regisseur Giorgos Lanthimos kammerspielartig inszeniert und geht mit 10 Nominierungen als einer der beiden großen Favoriten bei der Oscarverleihung ins Rennen. Dabei ist gerade die Nominierung für Olivia Coleman als Queen Anne mehr als Nachvollziehbar, da sie eine absolut grandiose Leistung abliefert. Sie kann alle Launen der Königin einfangen und diese völlig schamfrei umsetzen. Dadurch etwas in den Schatten gestellt, aber nicht weniger gut gespielt ist Emma Stone. Lediglich Rachel Weisz schafft es nicht ganz die Emotionen richtig rüberzubringen und wirkt daher neben Coleman sehr blass. Rein optisch ist The Favourite ein Schmaus fürs Auge. Die Kleider sind sehr gut umgesetzt, auch wenn ein Nicholas Hoult mit Perücke und Schminke sehr gewöhnungsbedürftig aussieht. Dennoch sind Kulissen und Kleider mit einer Liebe zum Detail gestaltet.
Etwas schwächer wird es bei der Handlung an sich. Denn auch wenn der Beititel „Intrigen und Irrsinn“ die Handlung sehr gut beschreibt, reicht sie doch nicht für die Lauflänge von 120 Minuten aus. Hier hätten es ein paar Szenen weniger auch gut getan. Darüber hinaus muss man hier wirklich ein Fan von historischen Filmen sein, denn es werden einige politische Intrigen gesponnen, die immer wieder von Szenen über die Launen der Königin unterbrochen werden. Wer sich hierfür nur mäßig interessiert und gedanklich abschweift, kann dann schnell nicht mehr folgen.
Am experimentellsten ist jedoch die musikalische Untermalung. Hier wird gerne auf sehr laute Orgelmusik gesetzt, die zwar durchaus funktioniert und in den Szenen auch richtig eingesetzt ist, aber dennoch sehr gewöhnungsbedürftig ist.
Das Fazit: The Favourite ist bestimmt nicht jedermanns Favorit. Regisseur Lanthimos geht hier bewusst über Grenzen hinaus. Getragen wird der Film von drei sehr starken Schauspielerinnen, wobei Olivia Coleman jedoch mit einer absolut oscarwürdigen Leistung heraussticht. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Green Book

Nominiert für: Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Bestes Originaldrehbuch, Besten Schnitt
Die Handlung: Der talentierte Klavierspieler Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) plant mit seiner Band eine Tour durch die Südstaaten der USA. Das Problem daran ist, dass dies in den 1960er Jahren passierte und Dr. Shirley schwarz ist. Zu seiner Sicherheit engagiert er den Italoamerikaner Tony Lip (Viggo Mortensen) als Chauffeur. Zwischen beiden entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft.
Meine Meinung: Green Book ist einer dieser Filme, bei denen man befürchtet, dass die Rassendiskriminierung ein dominierendes Thema sein könnte. Doch Regisseur Peter Farrelly inszeniert den Film sehr viel subtiler. An erster Stelle steht der Roadtrip der beiden Protagonisten – wieso genau ist Mahershala Ali eigentlich „nur“ für den besten Nebendarsteller nominiert? – die zunächst unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Entwicklung der Differenzen zu einer ganz besonderen Freundschaft wird von allen Seiten und sehr liebevoll beleuchtet. Gerade hier zahlt es sich aus zwei sehr gute Schauspieler engagiert zu haben, die ihre Rollen perfekt verkörpern. Die Rassenthematik gerät jedoch an keiner Stelle in den Hintergrund. Sie ist stets präsent, wird aber immer wieder subtil eingeblendet. So entsteht hier kein Film, der mit dem Vorschlaghammer auf den Zuschauer einschlägt, um zu sagen, wie schlimm die damaligen Verhältnisse waren, sondern einer, der die kleinen Feinheiten herausarbeitet. So gibt es beispielswiese eine Szene, in der Dr. Shirley in einer Spielpause die Toilette aufsuchen will und vom Gastgeber energisch daraufhin gewiesen wird, dass er doch bitte das Plumsklo benutzen solle. Hier spiegelt sich das Paradoxe der damaligen Zeit noch einmal genauer heraus. Er durfte zwar für die reichen Weißen spielen, aber auf keinen Fall das gleiche Klo benutzen.
Das Fazit: Green Book ist ein kleinerer, aber sehr feiner Film, der seine Geschichte rund erzählt und den Fokus auf den Roadtrip und die Freundschaft der beiden Protagonisten legt. Die Rassenthematik ist zwar allgegenwärtig, wird aber gekonnt subtil eingespielt. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Roma

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Beste Nebendarstellerin, Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bester fremdsprachiger Film
Die Handlung: Cleo (Yalitza Aparicio) ist Hausmädchen bei einer Mittelklassefamilie in Roma, einem Stadtteil von Mexiko-Stadt. Darüber hinaus ist sie aber auch Bezugsperson der vier Kinder. Nach einer kurzen Liebelei ist sie jedoch schwanger und muss nun zunächst um ihren Job bangen, bzw. wendet sich der Vater von ihr ab.
Meine Meinung: Roma ist so ein Film, über den man eigentlich keine treffende Inhaltsangabe schreiben kann. Kurz zusammengefasst geht es um Cleo. Ihr Leben wird von allen möglichen Seiten durchleuchtet. Zunächst wird ihre Arbeit ausführlich dargestellt, dann geht es um ihr Verhältnis zur Familie und ihre Freizeitaktivitäten. Schließlich lernt man Fermin kennen, ihren Liebhaber. Dies endet jedoch abrupt als Cleo ihm von ihrer Schwangerschaft erzählt. Danach geht es darum, wie Cleo mit der Schwangerschaft umgeht. Erst im letzten Drittel erfährt man, dass es hintergründlich um das Fronleichnam-Massaker in Mexiko geht. Der Haken an der Geschichte, die im letzten Drittel noch einmal richtig stark, emotional und spannend wird, ist, dass die ersten beiden Drittel darauf aus sind Cleo und ihren Alltag zu durchleuchten. Dies ist aber sehr langsam und langatmig erzählt. Erst, wenn man sich dadurch „gekämpft“ hat, wird man mit einem starken Ende belohnt. Dennoch ist das Tempo kein schlechter Schachzug von Regisseur Alfonso Cuaron. Denn so wird die Kultur Mexikos der 1970er Jahre dem Zuschauer so lange näher gebracht, dass man über das Fronleichnam-Massaker wirklich wieder bestürzt ist. Denn zunächst hat man von Mexiko ja doch gerne mal das Bild vor Augen, was ansonsten häufig in Filmen gezeigt wird: Drogenkämpfe an der Grenze der USA, wie beispielsweise in Sicario. Die Schwarz-Weiß Optik des Films, wirkt zusammen mit dem langsamen Tempo, ebenfalls beruhigend.
Das Fazit: Roma ist ein Film, der schwer zu erfassen ist. Vordergründig ist er zu langsam erzählt und wirkt streckenweise sehr ermüdend. Dennoch hat er viele verborgene Stellen und gerade das letzte Drittel, das spannend, emotional und mitreißend ist. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

A Star is born

Nominiert für: Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Song, Bester Ton
Die Handlung: Jackson Maine (Bradley Cooper) war ein erfolgreicher Country-Musiker. Inzwischen lässt jedoch Gehör und Gesang nach und er ist auf dem absteigenden Zweig. Seinen Kummer ertränkt er in immer mehr Alkohol. Eines Abends trifft er auf Ally (Lady Gaga), die ihn mit ihrer Stimme gleich überzeugen kann. Nach einem spontanen ersten Date, bittet er sie ihn auf seiner Tour zu begleiten. Ally lässt sich schließlich überzeugen und wird von ihm spontan zu einem Duett auf die Bühne gezogen. Dadurch wird sie von einem Musikproduzenten entdeckt und steigt selbst langsam auf.
Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier 🙂
Das Fazit: A Star is born ist mehr als eine Liebesgeschichte und mehr als ein Musikfilm. Er kombiniert so viele Themen und erzählt eine Geschichte mit allen Facetten, mit allen Höhen und Tiefen. Dabei beleben die beiden Hauptdarsteller Cooper und Gaga den Film unbedingt. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Vice

Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Bestes Originaldrehbuch, Bestes Make-up & Frisuren, Bester Schnitt
Die Handlung: Dick Cheney (Christian Bale) arbeitet sich nach einem verlorenen Yale-Stipendium immer weiter hoch und arbeitet in verschiedenen Positionen unter verschiedenen Präsidenten. George W. Bush (Sam Rockwell) ernennt ihn schließlich zum Vize-Präsidenten. Dort war er maßgeblich am Irak-Krieg beteiligt.
Meine Meinung: Adam McKay, der sich in The Big Short noch mit dem Finanzsektor auseinander setzte und dafür bereits oscarnominiert war, setzt nun mit Vice nach und nimmt sich das Leben und Wirken von Dick Cheney vor. Dabei beginnt der Film in den 1960er Jahren als Cheney noch Student in Yale war und dort wegen seiner Saufeskapaden sein Stipendium verlor. Dann erzählt der Film chronologisch den Aufstieg Cheneys. Dabei wirkt ein junger Familienvater und Militärdienstleistender als Erzähler. Komplexere politische Dialoge werden, wie bereits in The Big Short gezeigt, aufgeschlüsselt und erklärt, so dass auch ein Laie die Vorgänge verstehen kann.
Schauspielerisch setzt McKay hier wieder auf sein Zugpferd Christian Bale, der hier wieder eine komplette Wendung seiner bisherigen Rollen schafft und durch eine ordentliche Maske dem realen Cheney auch nahe kommt. Ebenfalls wieder mit von der Partie ist Steve Carell, der hier jedoch schwächer als noch in The Big Short spielt. Neu mit dabei sind Amy Adams als Lynne Cheney, Sam Rockwell als George W. Bush und Jesse Plemons als Erzähler.
Die größten Haken am Film befinden sich jedoch direkt am Anfang und am Ende. Der Film beginnt mit dem Satz (sinngemäß) „Cheney war immer sehr verschlossen und es konnten nicht alle Fakten zu 100% herausgearbeitet werden, es wurde sich aber sehr große Mühe gegeben). Es spricht schon einiges dafür, dass die Filmmacher eingestanden haben, dass sie nicht alles überprüfen konnten. Dafür ist der Film dann aber ziemlich reißerisch gehalten, was genau diese Schwäche wohl überspielen sollte. Wäre alles weniger schlimm, wenn nicht gerade die letzte Szene dem ganzen einen bitteren Nachgeschmack verpassen würde. Hier sind eine Gruppe Menschen zu sehen, die wohl über den Film diskutieren. Ein Mann sagt, dass er das alles nicht so recht glaubt und woher wollen die Filmmacher das alles so genau wissen? Daraufhin meint ein zweiter Mann, dass die wohl schon alles von einem Anwalt haben prüfen lassen. Der erste Mann entpuppt sich jedoch als dummer Trump-Wähler, der den zweiten Mann daraufhin kurzerhand angreift und auf ihn einschlägt. Aussage des Ganzen: wenn du dem Film nicht glaubst und ihn hinterfragst, bist du ein gewaltbereiter, dummer Trumpwähler? Passt leider nicht so ganz zur vorangestellten Prämisse, dass vieles nicht richtig nachweisbar ist.
Das Fazit: Vice ist ein stark erzählter Film mit gutem Cast. Ein bisschen weniger reißerisch hätte er dennoch sein können, so kommt er nicht an seinen Vorgänger (The Big Short) heran. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Can you ever forgive me

Nominiert für: Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch
Die Handlung: 1991 wird Lee Israel (Melissa McCarthy) arbeitslos. Ihre Verlegerin ruft sie nicht mal mehr zurück. Als sie durch Zufall zwei Briefe von der Varieté-Künstlerin Fanny Bryce findet und verkauft, findet sie heraus, dass es für solche Briefe eine große Sammlerszene gibt. Daraufhin fängt sie an immer mehr solcher Briefe zu fälschen, um damit Miete und Medikamente für ihre kranke Katze bezahlen zu können.
Meine Meinung: Der erste Schock nach der Ankündigung von den Nominierungen von Can you ever forgive me dürfte wohl Melissa McCarthy als beste Hauptdarstellerin sein, fiel sie in letzter Zeit durch immer schlechter werdende Komödien negativ auf. Doch schon in kleineren Rollen, wie bspw. in St. Vincent bewies sie, dass sie sich auch abseits der Komödienschiene zu Hause fühlt. Doch mit Can you ever forgive me beweist sie nun, dass sie auch anspruchsvolles Spiel gut meistern kann. Gerade die deine Note zwischen Gewissensbissen und Überlebensinstinkt gepickt mit einer gewissen Bissigkeit spielt sie gekonnt. Der Film schafft es gleich am Anfang die Sympathien für Lee Israel groß zu halten, so dass man eher mit ihr mitleidet, auch wenn einige Probleme hausgemacht zu sein scheinen und sie unwiderlegbar Straftaten begeht. Mit Richard E. Grant bekommt McCarthy einen wunderbaren „supporting Actor“ (Nebendarsteller) an die Seite.
Die Handlung ist chronologisch aufgebaut und schafft einen akzeptablen Spannungsaufbau, auch wenn die Geschichte selbst sehr ruhig und unaufgeregt erzählt wird.
Das Fazit: Can you ever forgive me ist eine sehr ruhige Filmperle, die bei den meisten wohl untergehen wird. Ruhig erzählt und stark gespielt, springt der Film zwischen Charakterisierung und erzählter Geschichte. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

If Beale Street could talk

Nominiert für: Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik
Die Handlung: In den 1970ern in Harlem. Der 22-jährige Bildhauer Alonzo Hunt, genannt Fonny, und die 19-jährige Verkäuferin Tish sind ein Liebespaar. Als Fonny fälschlicherweise beschuldigt wird, eine Puertoricanerin vergewaltigt zu haben, obwohl er ein Alibi hat und er sich demnach gar nicht in der Nähe des Tatortes befunden haben kann, muss er ins Gefängnis. Dort besucht ihn Tish und erzählt ihm, dass sie schwanger ist. (Quelle: Wikipedia)
Meine Meinung: Durch den Filmstart am 07.03.2019 kann ich diesen Film leider nicht mehr vor der Verleihung sehen.
Das Fazit: Ausstehend

Aufbruch zum Mond

Nominiert für: Beste visuellen Effekte, Bester Ton, bester Tonschnitt, Bestes Szenenbild
Die Handlung: 1961 ist Neil Armstrong (Ryan Gosling) noch Testpilot. Nach einem Schicksalsschlag in der Familie zieht er mit seiner Familie nach Florida, um dort am Gemini Projekt teilzunehmen. Damit ist er sehr früh und bei allen Vorphasen zur Apollomission dabei. Dabei verlangt ihm der Job viel ab, so dass er selten genug Zeit für seine Frau (Claire Foy) und seine Söhne hat.
Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier 🙂
Das Fazit: Aufbruch zum Mond ist in seinen Grundzügen ein gut erzählter Film mit kleineren Schwachstellen und leider einer stärkeren Schauspielerin als Nebencharakter (Foy) als der Schauspieler des Protagonisten (Gosling). Ebenfalls gibt es einen persönlichen Minuspunkt, weil mir von der Kameraführung schlecht geworden ist. Daher gibt es 07-01 von 10 Punkten.

Mary Poppins Rückkehr

Nominiert für: Bestes Szenenbild, bestes Kostümdesign, beste Filmmusik, Bester Filmsong
Die Handlung: Michael Banks (Ben Wishaw) ist inzwischen erwachsen und alleinerziehender Vater dreier Kinder. Da ihn finanzielle Sorgen plagen, soll er ein Wertpapier der Bank finden, um sein Haus behalten zu können. Seine Schwester Jane (Emily Mortimer) steht ihm dabei zur Seite. In dieser schweren Zeit kehrt Mary Poppins (Emily Blunt) zurück und sorgt für die Kinder. Immer mit dabei ist Straßenlampenanzünder Jack (Lin-Manuel Miranda).
Meine Meinung: findet ihr ausführlich hier 🙂
Das Fazit: Mary Poppins‘ Rückkehr ist leider eine der Sequels, die nicht notwendig gewesen wären. Obwohl einige Stellen großen Spaß machen, bleibt der Gesamtfilm uninspiriert in Handlung und Liedern. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Maria Stuart – Königin von Schottland

Nominiert für: Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up & Frisuren
Die Handlung: 1561 kehrt Maria Stuart (Saoirse Ronan) in ihre Heimat Schottland zurück, um dort zu regieren. Dies ist jedoch ein Dorn im Auge der britischen Königin Elisabeth (Margot Robbie) und Marias Bruder James (James McArdle), sowie der evangelischen Kirche (David Tennant), die keine katholische Königin dulden.
Meine Meinung: Maria Stuart – Königin von Schottland punktet von Anfang an mit zwei sehr starken Schauspielerinnen (Ronan und Robbie), wobei Ronan deutlich mehr Screentime hat. Hinzu kommt ein außergewöhnliches Setting (Großbritannien hat eben viele unbeschreiblich schöne Landstriche) und auch im Kostümdesign und beim Make-up kann der Film völlig überzeugen. Leider jedoch weniger bei der Handlung. Das im Trailer groß angekündigte Treffen beider Königinnen wird erst ganz am Ende erzählt. Davor werden die ganzen Intrigen in aller Ausführlichkeit erzählt. Leider geschieht dies nicht wirklich spannend und dem ungeübten Historiker fehlt manchmal auch der ein oder andere Zusammenhang.
Am lachhaftesten ist jedoch die einzige größere Schlachtszene, die sehr minimal gezeigt wird. Hier ist man inzwischen selbst von Fernsehserien weitaus größeres gewohnt, so dass es für einen Kinofilm noch peinlicher wirkt.
Das Fazit: Maria Stuart baut ein gutes Setting auf und setzt auf einen starken Cast. Leider kann der Film nicht durch seine Handlung überzeugen, die zu lang und zu langatmig erzählt ist. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

The Ballad of Buster Scruggs

Nominiert für: Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Kostümdesign, Bester Filmsong
Die Handlung: Episodenartige Geschichten aus dem Wilden Westen, unter anderem von dem Barden Buster Scruggs, der sehr schnell mit dem Schießeisen war und dazu gerne noch das ein oder andere Lied trällerte.
Meine Meinung: Eine wirkliche Zusammenfassung des Films kann man nicht geben. Jede Episode ist einzeln zu betrachten, da sie sich in Aufmachung, Darstellern und Handlung unterscheidet. Die einzige Gemeinsamkeit ist das Setting: der Wilde Westen. Während Episoden, wie die Ballade des Buster Scruggs, sehr lustig gestaltet sind, gibt es auch andere, die dramatischer oder emotionaler sind. Dabei schaffen es die Coen Brüder in 135(?) Minuten sechs vollständige Geschichten zu erzählen. Dabei schaffen sie es die Charaktere mehr zu charakterisieren, als andere es in einem gesamten Film nicht schaffen. Das interessanteste an den verschiedenen Episoden ist jedoch, dass sie den Wilden Westen alle auf eine andere Art darstellen. Ob satirisch, ob ernst, ob dramatisch, es ist alles mit dabei.
Das Fazit: Kurzweiliger Episodenfilm, der zwischen Unterhaltung und Drama hin und her springt und daher für jeden Geschmack etwas bietet. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Ralph breaks the Internet

Ein Vorwort

2012 erschien mit Ralph reicht’s der erste Teil der Reihe. Hier hätte wohl zunächst kaum einer mit dem Erfolg des Films gerechnet. Aber hier wurden unter anderem auch die Gamer angesprochen, da der Film voll ist mit Anspielungen auf die alten Arcadespiele. Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass eine Fortsetzung kommen würde. Diesmal dürfen Ralph und Vanellope das Internet unsicher machen. Ob der Film so viel Spaß macht, wie der Trailer es ankündigte, erfahrt ihr hier.

Die Handlung

Ralph und Vanellope haben ihren allabendlichen Rhythmus gefunden. Doch wünscht sich Vanellope mehr und mehr einen Ausweg aus dem Alltag. Als dann ihr Spiel kaputt geht und gleichzeitig die Konsolen mit dem W-Lan verbunden werden, nutzen die beiden die Chance um die Weiten des Internets zu erkunden und ein Ersatzteil für Vanellopes Spiel zu besorgen.

Meine Meinung

Zweite Teile sind bei Disney ein bisschen tricky. Wie viele grandiose erste Teile wurden mit einem zweiten Teil absolut verhunzt? Man denke nur an Desaster, wie Mulan 2. Andererseits gab es auch gute zweite Teile, wie beispielsweise Der König der Löwen 2 – hier wurde erst mit dem dritten Teil alles absolut übertrieben. Nun stand die Fortsetzung des Überraschungserfolges aus dem Jahr 2012 auf dem Plan.
Grundsätzlich wurde hier eine Fortsetzung geschaffen, bei der man nur wenig über den ersten Teil wissen muss. Wichtig ist nur, dass Ralph und Vanellope Spielfiguren aus alten Arcadespielen sind und inzwischen befreundet. Die Handlung selbst treibt die beiden schnell in die Weiten des Internets. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Disney der Ideenreichtum noch nicht ganz ausgegangen ist, auch wenn die unzähligen Live-Action-Remakes daraufhin deuten. Denn die Welt aus Google, Ebay und vielen anderen ist uns im täglichen Leben durchaus bekannt, dennoch wird sie mit einer Liebe für Kinder dargestellt, dass man selbst ständig gefühlt Neues entdeckt. Dabei werden zwei große Haupthandlungen gesponnen, nämlich die Suche nach dem Ersatzteil und der Freundschaft zwischen unseren beiden Protagonisten. Desweiteren gibt es kleinere Nebenhandlungen, die episodenartig abgearbeitet werden. So gibt es eigentlich für jeden etwas zu entdecken. Ob man sich nun über ein Wiedersehen mit seinen liebsten Disneyprinzessinen freut oder schon immer mal wissen wollte, wie es bei Ebay wirklich abgeht.
Doch neben dem ganzen Spaß, schafft es der Film auch wieder Tiefgang zu entwickeln. So wird zum einen auch für die kleinen auf gewisse Gefahren im Netz hingewiesen. Beispielsweise produziert Ralph mehrere Buzzfeed-Clips. Das ganze ist für ihn ein großer Spaß, bis er auf die Kommentare trifft. Die Aussage „Man liest niemals die Kommentare“, weißt auf die vielen bösen Kommentare hin, die leider immer wieder im Netz auftauchen. Die größte Lektion wird jedoch wieder über das Thema Freundschaft erteilt. Leider wird das ganze dann im großen Finale etwas sehr übertrieben. Entstanden aus einer coolen Idee, wusste wohl wieder jemand nicht, wann genug ist. Dennoch wird das ganze am Ende gekonnt gelöst und ein schönes rundes Ende geschaffen.

Das Fazit

Ralph breaks the Internet ist eine Fortsetzung, die sehr viel Spaß macht und dennoch eine schöne Geschichte über Freundschaft aufbaut. Lediglich das Finale ist etwas zu übertrieben geraten. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Ralph breaks the Internet läuft seit dem 24.01.2019 in den deutschen Kinos.

Neulich in der Sneak: White Boy Rick

Ein Vorwort

White Boy Rick ist ein biographischer Film über Richard Wershe Jr. Euch sagt der Name nichts? Gut, mir sagte er auch nichts. In der deutschen Wikipedia hat er überhaupt keinen Eintrag. Selbst in der englischen Wikipedia gibt es nur einen ganz kurzen Artikel. Dennoch könnte die Geschichte genügend Material für einen Film bieten, dachten sich wohl die Produzenten. Was dabei herauskam, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Richard Wershe Jr. (Richie Merritt) wird von allen nur White Boy Rick genannt. Er wächst mit seiner Schwester Dawn (Bel Powley) bei seinem Vater (Matthew McConaughey) im südlichen Detroit auf. Mit 14 wird er vom FBI als Informant in der Drogenszene eingeschleust.

Meine Meinung

Am Anfang sieht White Boy Rick sehr nach einer Milieustudie aus. Der weiße Rick, hat größtenteils schwarze Freunde und hängt oft im drogennahen Bekanntenkreis ab. Sein Vater handelt – teilweise schwarz – mit Waffen, wobei ihm Rick gerne hilft. Daher ist seine Familie bereits unter Beobachtung des FBI. Sein Vater träumt eigentlich von der Veröffentlichung einer Videothek, seine Schwester ist selbst drogenabhängig.
Doch der Ton ändert sich schnell, wenn das FBI den noch jungen Rick als Informanten rekrutieren. Ab hier ist es eine dieser typischen Drogengeschichten, die man bereits zu Haufe gesehen hat. Der Oberboss hat natürlich in der Politik seine Finger drin, damit er seinen Geschäften nachgehen kann. Und Rick gerät als Spielball zwischen seinen Freunden, Bekannten, seiner Familie und dem FBI. Im letzten Drittel ändert sich der Ton noch einmal, wenn man eigentlich denkt, dass die Geschichte nun zu Ende sein könnte. Doch nachdem das FBI Rick als Informanten fallen gelassen hat, beschließt er die Lücke zu füllen, die durch die aus seinen Informationen veranlassten Verhaftungen entstanden ist.
White Boy Rick ist mit einer Spiellänge von 111 Minuten kein besonders langer Film. Aber ein Film, der verhältnismäßig ereignislos verläuft und sich dadurch unglaublich zieht. Das liegt zum einen daran, dass die Geschichte sehr lieblos erzählt wird. Wenn man Wikipedia vertraut, war Richard Wershe Jr. mit 17 Jahren einer der mächtigsten Drogenbosse der USA. Diese Entwicklung ist bis zum Ende des Films nicht zu sehen. Es scheint oberflächlich betrachtet nie über ein kleines Viertel von Detroit hinauszugehen. Auch Ausflüge nach Las Vegas können dieses Gefühl nicht ändern. Das könnte unter anderem daran liegen, dass der Film kaum etwas wirklich über Dialoge erzählt. Und die gezeigten Bilder sind wenig aussagekräftig.
Ein viel größeres Problem von White Boy Rick ist aber der sehr schwache Hauptdarsteller. Richie Merritt gibt hier sein Schauspieldebut und versagt dabei gleich auf ganzer Linie. Er wechselt von einem ausdruckslosem Gesichtsausdruck zum nächsten und wieder zurück. Mehr Bandbreite ist leider nicht erkennbar. Auch die übrigen Schauspielleistungen lassen zu wünschen übrig. Lediglich Matthew McConaughey spielt seine Rolle mit dem nötigen Ernst für die Rolle, kann in seiner Screentime aber auch nichts mehr retten. Selbst eine Jennifer Jason Leigh spielt hier sehr reduziert. Allerdings gibt auch ihre Rolle als FBI Agentin nicht viel her.

Das Fazit

Aus der Geschichte hätte man eine interessante Biographie machen können, wenn man sich nur ein bisschen Mühe gegeben hätte eine Geschichte auch wirklich zu erzählen. So sind hier Szenen hintereinander gereiht, die in ihrer Aussagelosigkeit nur vom Hauptdarsteller übertroffen werden. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

White Boy Rick läuft ab dem 07.03.2019 in den deutschen Kinos.

Glass

Ein Vorwort

2000 schuf M. Night Shyamalan seines Version eines Comichelden und eines Comicschurken. Lange Zeit blieb es ruhig um den Film, zudem Shyamalan mit mehren Flops zu kämpfen hatte. Doch 2017 lief Split in den Kinos an. Zunächst schien es sich um einen alleinstehenden Film zu handeln, bis ganz am Ende Bruce Willis als David Dunn einen Cameo hat und der Zusammenhang zu Unbreakable erkenntlich wird. Nun will Shyamalan die Trilogie abrunden und lässt in Glass nun Willis auf Samuel L. Jackson und James McAvoy treffen.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

In Unbreakable überlebt David Dunn ein schweres Zugunglück als einziger. Kurz darauf wird er von Elijah Price aufgesucht, der ihm erzählt, dass er ein Held wie aus einem Comic ist. Price selbst sieht sich als sein Gegenbild, da er an einer Glasknochenkrankheit leidet, wodurch seine Knochen sehr leicht brechen. Dunn findet daraufhin heraus, dass er noch nie krank war, unheimlich stark ist und durch Berühren von Menschen kurze Visionen bekommt, wodurch er zwei Kinder vor einem Hausbesetzer retten kann. Letztendlich stellt sich jedoch heraus, dass Price für einige große Unfälle, unter anderem dem Zugunglück vom Anfang des Films verantwortlich ist. Price sieht sich als Gegenstück zum Helden, also als der Schurke.
In Split sehen wir, wie drei Mädchen, unter anderem Casey Cooke, von einem Mann entführt und eingesperrt werden. In Kevin Wendell Crumb leben 23 verschiedene Persönlichkeiten. Er bereitet sich auf das Erscheinen einer 24. Persönlichkeit, der übermenschlichen Bestie vor. Die Mädchen sollen dieser geopfert werden. Casey hat durch ihren Onkel jedoch gelernt, ständig auf der Hut zu sein und kann sich mit einer von Kevins Persönlichkeiten, dem 9 jährigen Hedwig, anfreunden. Letztlich wird sie von der Bestie verschont und kann fliehen.

Die Handlung

Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) und seine 24 Persönlichkeiten haben erneut Mädchen entführt, um sie der Bestie zu opfern. David Dunn (Bruce Willis), der zusammen mit seinem Sohn einen Laden für Sicherheitssysteme führt, geht regelmäßig auf Streifzüge, um die Mädchen zu finden. Doch gerade als er Kevin stellt und die Mädchen befreit, taucht die Psychiaterin Dr. Ellie Staple (Sarah Paulson) auf und lässt beide einweisen. Dort treffen sie auf Elijah Price, der als Mr. Glass (Samuel L. Jackson) ebenfalls einsitzt. Dr. Staple will nun alle drei davon überzeugen, dass sie keine Comicfiguren sind.

Meine Meinung

M. Night Shyamalan ist ein Regisseur, der mit seinen Werken mitunter etwas umstritten ist. Doch nachdem 17 Jahre vergehen mussten, bis Unbreakable seine Fortsetzung bekam, war die Hoffnung groß, dass wir nicht noch einmal 17 Jahre warten müssten auf das Ende der Trilogie. Zumal dann vielleicht Bruce Willis und Samuel L. Jackson nicht mehr mit an Bord sein könnten. Aber so hieß es noch einmal Wiedersehen mit David Dunn und Mr. Glass. Neu dabei ist Split Star James McAvoy.
Die erste Hürde war erst einmal die vergangene Zeit zwischen beiden Filmen. Willis und Jackson sind sichtbar gealtert, sodass ein Zeitsprung unumgänglich war. Sehr sichtbar ist dieser in Form von Spencer Treat Clark der auch hier wieder – wie bereits in Unbreakable –  Joseph Dunn, also den Sohn von David Dunn (Willis) verkörpert. Dennoch wird praktisch im Schnelldurchlauf die Sicherheitsfirma und die eigentliche Arbeit der Dunns gezeigt, die durch Davids Fähigkeiten noch immer versuchen Menschen das Leben zu retten. Hier war die Verbindung zu Kevin W. Crumb (McAvoy) natürlich schnell hergestellt. Und mit dem Eintreffen in der Klinik ist dann auch Mr. Glass (Jackson) mit von der Partie.
Doch so schön das Wiedersehen und Zusammentreffen auch ist, so zäh wird die Handlung im nächsten Abschnitt. Denn kaum fängt Ellie Staple (Paulson) an die drei zu analysieren, fängt die Handlung ziemlich an durchzuhängen – zumal Jackson die meiste Zeit nur betäubt in seinem Stuhl sitzt. Einziger Lichtblick hier ist McAvoy mit seinem unglaublichen Talent innerhalb von Sekunden unzählige verschiedene Charaktere zum leben zu erwecken. Teilweise wird dieses Talent aber auch sehr inflationär benutzt, da gerade dies eine Sache war, die an Split sehr hoch gelobt wurde. Allerdings verliert es auch hier mit der Zeit seinen Wow-Effekt, auch wenn McAvoy weiterhin brilliert.
Wirklich fangen kann sich der Film erst am Ende wieder. Hier erwacht nun auch Jackson zum Leben und baut so nach und nach das große Finale auf. Dies kann sich dann wieder sehen lassen. Doch den Mittelteil hätte man gut um einige Minuten kürzen können, ohne auch nur etwas vom Gesagten auslassen zu müssen.
Schauspielerisch ist Glass durch seinen hervoragenden Cast wirklich gelungen. Lediglich Paulson bleibt etwas hinter den drei Herren zurück, was aber auch etwas ihrer Rolle geschuldet ist, die sich nicht so richtig bestimmen lässt. Und genauso unbestimmt spielt Paulson auch.

Das Fazit

Mit Ausnahme des schwachen Mittelteils, der kurzaus kürzer hätte ausfallen können, schafft es Shyamalan mit Glass einen Abschluss seiner Comicreihe zu kreieren, der vor allem von den brillianten Schauspielleistungen seiner Hauptcharaktere lebt. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Glass läuft seit dem 17.01.2019 in den deutschen Kinos.

Rückblick auf den Januar 2019

Der erste Monat des neuen Jahres ist vorbei und ich muss sagen, dass ich erstaunlich wenig Medien konsumiert habe. So wenig Filme habe ich seit Jahren nicht mehr in einem Januar im Kino gesehen. Der Januar ist meist einer meiner Kinoreichsten des Jahres. Mal gucken, wie es sich am Ende des Jahres auf meine Statistik auswirkt.

Sneak Previews

Holmes & Watson: Schon jetzt einer der schlechtesten Filme des Jahres. Ekelhafter Fäkalhumor gepaart mit Sexismus. Es bleibt rätselhaft, wie er es überhaupt in die Kinos geschafft hat.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Junge muss an die frische Luft: Hape Kerkelings Kindheit verfilmt mit einem grandiosen Jungdarsteller. Der Film pendelt zwischen herzerwärmenden Momente, lustigen Einlagen, aber vor allem viel Kummer. Taschentücher sollte man bereithalten!

Glass: M. Night Shyamalan rundet seine Trilogie nach Unbreakable und Split ab. Qualitativ kommt er an seine eigenen Werke nicht mehr heran, schafft es aber doch wieder am Ende vollkommen zu überraschen.

Ralph breaks the Internet: Trägt den deutschen Titel Chaos im Netz und schickt Randale Ralph und seine Freundin Vanellope in die großen Weiten des Internets. Neben vielen lustigen Einzelszenen und coolen Darstellungen von Internetphänomenen, schafft er es aber auch eine runde Geschichte über Freundschaft zu erzählen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Rocky 2 & 3: Apollo Creed will einen Rückkampf haben, den Rocky nun tatsächlich gewinnt. Dafür muss er sich im dritten Teil Mr. T stellen, der ganz schön gemein sein kann. Damit wäre ich nun bereit, dass Creed auf Ivan Drago trifft, womit ich dann wohl auch Creed verstehen dürfte.

The Circle: ist ein soziales Netzwerk, dass wohl alle Intentionen von Facebook & Co zusammenfassen dürfte. Tom Hanks versucht Emma Watson dazu zu bringen, der erste komplett gläserne Mensch zu werden. Nette Idee, leider wurde das Thema nicht subtil, sondern mit Vorschlaghammer, umgesetzt. Verliert dadurch ziemlich an Wirkung.

Battle of the Sexes: verfilmt das legendäre Tennismatch zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs. Dabei ging es vor allem um die Rechte der weiblichen Tennisspielerinnen, die vor allem, wenn es um die zu gewinnenden Preise ging sehr oft benachteiligt wurden. Eine sehr stark spielende Emma Stone trifft auf einen etwas schwächelnden Steve Carell, in diesem starken Biopic.

Unbreakable: In Vorbereitung zu Glass, habe ich dann auch einmal den ersten Teil nachgeholt. Nach Split bin ich mit etwas falschen Vorstellungen an den Film gegangen, trotzdem gefiel mir Shyamalans Vorstellung von Held und Schurke bzw. deren Findungsphase sehr interessant und gut umgesetzt.

Die Verurteilten: Als erster Film meiner Bucketlist (Details folgen) lief „The Shawshank Redemption“, der seit Jahren bei IMDB die Topliste anführt. Basierend auf einer Stephen King Kurzgeschichte, merkt man Kings Schreibstil deutlich in den Dialogen. Ein sehr gelungener Film, der zwischen deprimierend und hoffnungsvoll hin und her schwankt.

Birdbox: Bekannt geworden vor allem durch die ziemlich hirnrissige „Birdbox-Challenge“, kam mir die Handlung doch sehr bekannt vor. Und tatsächlich hatte mein bester Freund bereits vor einiger Zeit das Buch gelesen und mir davon erzählt. Die Idee hatte mich schon damals fasziniert, aber nicht genug, um das ganze Buch zu lesen. Die Netflix-Produktion konnte mich dafür umso mehr faszinieren.

Desweiteren liefen im Januar die Netflix Comedyspecials Relatable von Ellen DeGeneres (sehr empfehlenswert!) und Hard Knock Wife, sowie Baby Cobra, beide von Ali Wong. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch unglaublich lustig!

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Im Januar hat mein Kino einen neuen Rekord aufgestellt. Es sind unfassbar viele Filme, die auch teilweise oscarnominiert sind, erschienen und keiner davon lief hier. Stattdessen lief übrigens Kalte Füße mehrfach am Tag! Ich hoffe ein paar Filme noch nachholen zu können, in dem ich wohl mal wieder längere Ausflüge in die 1 Stunde entfernte Großstadt unternehme. 

Die Frau des Nobelpreisträgers: Glenn Close als Frau an der Seite eines wichtigen Mannes. Sie muss die starke Frau spielen, ohne je Anerkennung dafür zu kriegen. Ein interessantes Thema.

Ben is back: Lucas Hedges ist wohl der Nachwuchsschauspieler schlechthin. Nun darf er an der Seite von Julia Roberts in diesem Familiendrama rund um das Thema Drogensucht erneut glänzen.

Fahrenheit 11/9: Michael Moores Dokumentationen sind meist etwas umstritten. Dennoch gefiel mir seine Doku „Where to invade next“ sehr gut. Daher bin ich auf die neue noch immer gespannt.

Beautiful Boy: Das Gegenstück zu Ben is back mit Timothée Chalamet, ebenfalls einer der neusten Entdeckungen, geht es ebenfalls um Drogenkonsum und den Kampf des Vaters dagegen.

The Favorite: Ein oscarnominiertes Werk über Königin Anne und die Intrigen an Hof.

Green Book: Schon der erste Trailer und die Tatsache, dass Mahershala Ali mitspielt, konnte mich für den Film gewinnen.

Plötzlich Familie: Eine liebevolle Komödie über das Thema Adoption. Ich bin gespannt, was der Film wirklich kann.

Mia und der weiße Löwe: Ebenfalls eine süße Geschichte über eine etwas ungewöhnliche Freundschaft.

Serien – ein kurzer Überblick

Im Januar habe ich drei weitere Staffeln von Modern Family gesehen und bin nun mitten in der fünften Staffel. Ansonsten habe ich mal wieder das 1989er Remake der Serie Mission Impossible – Cobra übernehmen Sie gesehen. Die erste Staffel von Mission Impossible – In geheimer Mission lief nun im Januar bei mir (und ja, ich werde es nie müde zu erwähnen, dass das Filmfranchise mit Tom Cruise übrigens auf dieser Serie beruht!). Ansonsten habe ich noch das Netflix Comedyserienspecial „Comedians of the World“ verschlungen. 9 Länder mit ihren Specials habe ich bereits durch: Deutschland, Frankreich, Kanada, USA, Großbritannien, Australien & Neuseeland, Südafrika, Indien und die Niederlande.

Mein Lesemonat 

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1472
Seiten pro Tag: 47 im Durchschnitt
Gebunden Bücher: 1
Taschenbücher: 2
E-Book: 1

Mary Poppins kommt wieder: Nachdem Mary Poppins Rückkehr nun im Kino anlief, war es auch für mich Zeit, mich dem zweiten Buch zu widmen. Leider habe ich es nicht vor Kinostart geschafft, aber dennoch konnten mich die neuen Geschichten wieder faszinieren.

Am Ende die Zeit: Über dieses Buch bin ich auf der Comic Con in Berlin letztes Jahr gestolpert und wurde mir von der Verlegerin wärmstens empfohlen. Wirklich warm geworden bin ich mit Geschichte und Schreibstil nicht, auch wenn es mich im letzten Drittel doch noch fesseln konnte. Aber dafür, dass es eigentlich um die ägyptische Mythologie gehen sollte, kam mir gerade dieser Part sehr schwach vor.

Die tausend Teile meines Lebens: Das neuste Buch von Colleen Hoover durfte natürlich nicht in meinem Regal fehlen. Doch statt wie gewohnt eine Liebesgeschichte zu erzählen, ging es diesmal nur ganz nebensächlich um Sagan und Merit. Stattdessen ging es vielmehr im eine verworrene Familiengeschichte voller Geheimnisse und Missverständnisse. Hier musste Merit lernen, sich selbst und auch ihre Familie zu lieben. Grandios geschrieben und noch einmal eine völlig neue Thematik. Dennoch konnte es mich nicht so sehr begeistern, wie andere Werke von ihr.

The Ivy Years – Bevor wir fallen: Für meine täglichen Busfahrten brauchte ich wieder Nachschub nach leichter Nebenbeiliteratur. Die Geschichte von Corey und Hartley kam dafür wie gerufen, zumal sie sich doch etwas vom Alltagsbrei unterscheidet. Denn Corey ist querschnittsgelähmt.

Neulich in der Sneak: Holmes & Watson

Ein Vorwort

Verfilmungen der Werke von Sir Arthur Conan Doyle über einen der berühmtesten Detektive der Welt, kommen wohl nie aus der Mode. Sherlock Holmes überwältigte uns nicht zuletzt in der erfolgreichen BBC Serie mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle. Nun versuchte Etan Cohen sich auf dem Regisseurstuhl an einer Komödieninterpretation des Films. Wieso das Ganze der große Reinfall ist, den die schlechten Kritiken vermuten ließen, erfahrt ihr hier.

Die Handlung

Sherlock Holmes (Will Ferrell) ist mal wieder auf der Jagd nach seinem Erzfeind Moriarty (Ralph Fiennes). Dieser droht damit die Königin zu ermorden. Mit Hilfe seines treuen Assistenten Dr. Watson (John C. Reilly) versucht Holmes dies zu verhindern.

Meine Meinung

Die Handlung klingt wie so ziemlich jeder Holmes Film? Und so ziemlich wie jede zweite Serienfolge oder jede zweite Geschichte über den Detektiv? Ja, genau, denn nicht einmal hier war Regisseur und Drehbuchautor Etan Cohen wirklich kreativ. Seine Idee hinter dem neuen Werk war es, die Geschichte wie eine Parodie auf alle anderen Verfilmungen wirken zu lassen. Leider ist ihm das gründlich misslungen.
Denn anstatt wirklich Satire mäßig einzelne Ebenen der Geschichten aufzugreifen und so überspitzt darzustellen, dass sie lustig werden, wird lieber ein Drehbuch voller abstruser Dialoge, viel Fäkalhumor und einiger einfach nur noch abstoßender Szenen – das Waschen einer Leiche als sexuelle Anspielung, um nur ein Beispiel zu nennen – erstellt. Hier ist es fraglich, ob es auch nur eine Person gibt, die diesen Humor wirklich lustig findet – in meiner Kinovorstellung war es sehr leise, weil niemand lachte, aber alle regelmäßig auf die Uhr sahen, ob es endlich zu Ende ist.
Mal ganz ab gesehen von dem absolut unterirdischen Drehbuch, ist der Film ganz nebenbei auch noch ziemlich sexistisch. Die Frau ist natürlich nur dazu da, um vom Helden gerettet zu werden, um mit diversen Männern zu schlafen und kann natürlich auf keinen Fall einen akademischen Titel besitzen. Eigentlich sollte man meinen, dass wir inzwischen so weit gekommen sind, dass solche Filme keine Daseinsberechtigung haben.
Gibt es irgendetwas positives über den Film zu sagen? Nicht wirklich. Schauspielerisch wird er mit einer Lieblosigkeit gespielt. Wer sich schon bei der Handlung fragte, wie Ralph Fiennes es geschafft hat, in dem Film mitzuwirken, so wusste er selbst das wohl am wenigsten. Stattdessen steht er gefühlt durchgehend genervt, irgendwo herum und fragte sich anscheinend, wieso er noch einmal so dringend Geld brauchte, dass er sich darauf eingelassen hatte. Will Ferrell und John C. Reilly schienen zwar ab und an noch etwas Spaß an der Sache zu haben, aber wirklich ernst nahmen sie ihr Spiel auch nicht. Auch Rebecca Hall schien sehr stark unterfordert und konnte ihr genervtes Augenrollen über so manchen sexistischen Spruch kaum verbergen.
Im Endeffekt gab es tatsächlich ein bis zwei gelungene Anspielungen, die dann auch ein leichtes Schmunzeln beim Zuschauer entlockten. Tatsächlich gut parodiert war nur eine einzige Szenen, in der Holmes und Watson über ihren Gefühle sangen.

Das Fazit

Wie es ein so schlechter Film überhaupt ins Kino geschafft hat, bleibt schleierhaft. Wieso er es dann auch noch trotz seiner vielen sexistischen Äußerungen schaffen konnte, ist noch umstrittener. Es bleibt mir nur eins zu sagen: Spart euer Geld! Der Film ist von vorne bis hinten großer Mist! Dafür gibt es 01 von 10 Punkten für ein einziges Lied im ganzen Film.

Holmes und Watson läuft ab dem 07.02.2019 in den deutschen Kinos.

Vorfreude auf das Jahr 2019

Hallo ihr Lieben,

auch von mir gibt es noch die üblichen Wünsche zum neuen Jahr. Und wie jedes Jahr soll es hier wieder einmal die mediale Übersicht meiner guten Vorsätze geben. Im privaten Bereich habe ich sie bereits aufgegeben, aber medial nehm ich mir ja doch immer wieder so ein paar Sachen vor. Auch hier wieder unterteilt in die verschiedenen Medienbereiche.

Filme – auf großer Leinwand

Hier gehe ich jetzt einmal die bekannten Starttermine durch und erzähl euch auf welche Filme ich mich freue 2019 im Kino erleben zu dürfen.

Januar:
Glass (Der dritte M. Night Shyamalan Film, der die Geschehnisse nach Unbreakable und Split weitererzählt), Chaos im Netz (ich feier seit Wochen den Trailer zum zweiten Ralph Reicht’s Film), Green Book (ich erwarte einen starken Viggo Mortensen und einen noch stärkeren Mahershala Ali, den ich unheimlich gerne in Filmen sehe, weil er eine ganz wunderbare Ausstrahlung hat)

Februar:
Alita – Battle Angel (ich erwähnte bereits Mahershala Ali, und auch ansonsten klingt es nach einer interessanten Geschichte)

März
Captain Marvel (das MCU versucht sich nun auch endlich an einer weiblichen Protagonistin, auch wenn der Trailer mich bisher wenig flashen konnte), Monsieur Claude & seine Töchter 2 (den ersten mochte ich sehr gerne, da er wunderbar viele Vorurteile auf die Schippe nahm und doch eine schöne Geschichte herumspinnen konnte, mal sehen, was der zweite nun kann)

April
Dumbo (hier bin ich gespannt, was Tim Burton aus dem Klassiker zaubert, auch wenn ich bereits jedes Mal weinen muss, wenn der Trailer läuft), Tea with the Dames (wird wohl leider nicht in meinem Kino laufen, aber ich würde gerne die vier großen Damen des britischen Kinos bei ihrem Nachmittagstratsch begleiten), Friedhof der Kuscheltiere (nachdem ich 2018 Stephen Kings Werk endlich gelesen habe, freue ich mich nun auf eine Neuverfilmung), Avengers – Endgame (der zweite Teil zu Infinity War ist für mich als eingefleischter Marvelfan der wichtigste Film 2019, um endlich alle offenen Fragen aus Infinity War zu beantworten)

Mai
Rocketman (nach Bohemian Rhapsody darf nun Taron Egerton als Elton John ran und den nächsten großen Musikerfilm bringen)

Juni
Men in Black – International (nach dem dritten Men in Black Teil war das Franchise für mich eigentlich tot, aber nun scheint es doch auf positive Art wieder aufgerollt zu werden)

Juli
Spider-Man – Far from Home (auch wenn die Ankündigung wohl spoilert, dass Spider-Man Infinity War doch überleben wird und ich eigentlich kein großer Fan von Spidy bin, wird der dritte MCU-Streich 2019 trotzdem angesehen)

August
X-Men – New Mutants (sollte eigentlich bereits 2018 erscheinen, wurde dann aber nach hinten verschoben. Ich befürchte, dass hier nun wieder viel zu viel dran herumgedoktert wurde, aber ich lass mich gerne überraschen)

September
Es 2 (die Fortsetzung zu Kings Meisterwerk, das ich ebenfalls 2018 endlich gelesen habe, beschäftigt sich diesmal mit den Geschehnissen der Protagonisten als Erwachsene. Allein Castingtechnisch bin ich hier schon sehr angefixt)

Dezember
Star Wars – Episode 9 (der Abschluss der dritten Trilogie rund um Ray und Kylo Ren)

Filme – auf großem Fernseher

Hier habe ich mir keine zeitliche Reihenfolge vorgenommen, aber ein paar Filme, die ich unbedingt sehen will bzw. ein paar Projekte an denen ich weiterarbeiten möchte. Zum einen möchte ich endlich die erste Station der Filmreise-Challenge angehen, die ich 2018 zwar begonnnen, aber nicht abgeschlossen habe. Zum anderen habe ich vom lieben Ma-Go eine neue Liste für meine Reihe „Filme, die musst du gesehen haben“ bekommen, die ich gerne in Angriff nehmen möchte. Ansonsten habe ich von meinem besten Freund noch ein paar Filme in die Hand gedrückt bekommen, über die wir in unseren ausufernden Filmdiskussionen gesprochen haben, die ich aber noch nicht gesehen habe. Ansonsten werden wohl Unbreakable auf der Liste stehen, damit ich Glass dann auch verstehe, eine erneute Sichtung von Infinity War zur Einstimmung auf Endgame (ich hoffe ich schaffe bis dahin auch endlich meine ausführliche Besprechung des Films) und mein Lebensgefährte möchte die restlichen Rocky-Teile mit mir gucken, damit wir dann Creed gucken können, damit er mich dann in Creed 2 schleppen kann. Ansonsten gucke ich alles, was mir in die Finger kommt und mich gerade anspricht.

Serien – was ist geplant

Ich habe mich tatsächlich relativ wenig mit neu erscheinenden Serien 2019 beschäftigt. Was ich aber weiß ist, dass die dritte und letzte Staffel von Eine Reihe betrüblicher Ereignisse ansteht, die ich gucken werde, ansonsten noch die zweite Staffel von Star Trek – Discovery, wobei ich hier erst einmal vorsichtig reingucken werde, ob sie mich noch anspricht. Das große Highlight wird dann wohl die achte und letzte Staffel von Game of Thrones.
Ansonsten habe ich immer noch eine sehr lange Liste von Serien, die ich weitergucken möchte oder die ich einmal ausprobieren möchte.

Mein Lesejahr – was gelesen werden könnte

Buchtechnisch habe ich mich auch bisher wenig informiert, was so alles neu erscheint. Das wird mir wohl immer frisch im Buchladen meines Vertrauens entgegenspringen, wenn ich eigentlich nur schnell in meiner Mittagspause etwas essbares aufstöbern will. Dafür ist mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) auch immer noch groß genug. Auf jeden Fall steht auf meiner Leseliste noch Colleen Hoovers neustes Werk „Die tausend Teile meines Herzens„. Ansonsten bekam ich zu meinem letzten Geburtstag von meiner besten Freundin das Buch „Dark Wonderland“ geschenkt, dass nun endlich auch einmal gelesen werden will. Stephen King hat 2018 mit vier Werken den größten Autorenanteil ausgemacht und auch 2019 möchte ich mindestens ein weiteres Werk von ihm lesen, weiß aber noch nicht genau, welches es werden soll. Auch liebäugel ich noch immer mit „Ein wenig Leben“ auch wenn mich die 1000 Seiten doch etwas abschrecken. Mal sehen, ob ich den Schritt wage.

Ansonsten ist mein 2019 verplant mit diversenen Musical- und Konzertbesuchen, sowie der ein oder anderen Reise. Habt ihr Pläne, Wünsche, ähnliches für 2019?