Ihr kennt mich eher als Animemuffel, weswegen ich auch selten Serien aus dem Bereich schaue. Doch manchmal braucht man nur die eine Serie, die alles ändert. Und so habe ich nach Violet Evergarden die zweite Animeserie gefunden, die mir gefiel. Wieso „gefallen“ ein sehr schwacher Ausdruck für mein durchbingen dieser Serie ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten.
Aus Spoilergründen verzichte ich darauf die Handlungen der einzelnen Staffeln zu beschreiben
Staffel 1
Nach einer ganz kurzen Einführungsphase der Welt und der ersten Charaktere geht es gleich spannend los. Die Welt wird auf den Kopf gestellt und es geht los mit der militärischen Ausbildung. Dabei geht es fast durchgehend rasant zu und wir lernen immer wieder neue Charaktere kennen. Dabei ist gerade die erste Hälfte noch im Bereich „okay“, aber spätestens ab der zweiten Hälfte, wenn es um den Aufklärungstrupp geht (und mein absoluter Lieblingscharakter auftaucht) wird es so spannend und fesselnd, wie ich es lange bei keiner Serie mehr hatte. Dabei ist vor allem der Weltenbau absolut faszinierend. Durch die Mauern ist die Welt natürlich begrenzt, aber die ganze Geschichte, die erst nach und nach entschlüsselt wird, ist unglaublich spannend und faszinierend. Die Charaktere sind sehr durchwachsen und man sollte sich überlegen, an wen man sein Herz hängt. Durch die durchschnittliche Episodenlänge von 25 Minuten lässt sich die Serie gut durchbingen. Bzw. lassen die Cliffhanger und spannenden Folgen es auch gar nicht anders zu.
Staffel 2
Nach dem Ende der ersten Staffel – was tatsächlich auch einen Sinnabschnitt beendete – konnte ich gar nicht anders, als mir sofort Staffel 2 zuzulegen. Ohne große Umschweife geht es hier direkt spannend weiter und wieder hält uns die Staffel komplett in Atem. Es werden neue Fragen aufgemacht, während andere beantwortet werden. Vor allem war es hier aber auch an vielen Stellen einfach wieder ein Bangen, was mit den liebgewordenen Charakteren passiert. Da die Handlung an mehreren Schauplätzen spielt, wird das Bangen auch gern in die Länge gezogen. Auch hier gibt es keine andere Chance außer die Staffel durchzubingen. Da sie im Vergleich sehr kurz ist (12 Folgen), geht das hier noch einmal schneller. Dabei sei hier auch noch einmal auf die tollen Zeichnungen und Animationen hingewiesen, die an einigen Stellen einem Gemälde ähneln – vor allem, wenn es um die Wolken und den Himmel geht. Einfach wunderschön.
Staffel 3
Staffel 3 war dann diejenige, die mich völlig fertig gemacht hat. Am Ende habe ich nur noch geweint (ich sagte doch, man soll drauf achten, an welche Charaktere man sein Herz hängt… sagen wir, das ist aus Erfahrung). Doch von vorne. Nach der kurzen zweiten Staffel ist Staffel 3 wieder mit einer normalen Länge (22 Episoden) am Start. Während gerade am Anfang viel politisches beigemischt ist, geht es auch um die Vergangenheit einiger Charaktere und wie sie zu dem geworden sind, was sie jetzt sind. Nebenbei wird auch die Handlung deutlich vorangetrieben. Während es einige spannende Höhepunkte über die Staffel verteilt gab, ist es gerade das Finale der dritten Staffel, die noch einmal alles rausreißt. Unter anderem mein Herz. Schaut euch die Serie trotzdem an! Sie ist einfach nur gut! Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als auf die vollständige Ausstrahlung der finalen vierten Staffel zu warten.
Können wir kurz darüber reden, dass das erste Quartal 2022 schon wieder vorbei ist? Da ich gefühlt im Dauerstress war (irgendwie ist schon fast Mai), ging die Zeit für mich noch einmal besonders schnell rum. Dennoch konnte ich einige Highlights im medialen Bereich verzeichnen und um genau die soll es heute gehen: Meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit Januar-März 2022.
Meine fünf Kino Highlights
Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.
Marry Me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.
The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.
Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.
Matrix 4: Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.
Meine fünf filmischen Highlights
Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.
Good Morning Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.
Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.
Avengers: Endgame: Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf. – Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film!
Everest: Ein Forschungsteam hat einen Yeti aus dem Himalaya entführt und in ein Labor gesperrt. Dieser kann jedoch flüchten und versteckt sich auf dem Dach eines Wohnhauses in Shanghai. In diesem Haus lebt Yi, die sich nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Mutter und Großmutter entfernt hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich beide schnell an und Yi beschließt Everest nach Hause zu bringen. Doch das Forscherteam ist ihnen dicht auf den Fersen. – Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!
Meine fünf serienlastigen Highlights
Extraordinary You – K-Drama: Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Eine zuckersüße Liebesgeschichte mit allerlei Witz und Spannung durch die Comichintergrundgeschichte. Einfach herzerwärmend.
Attack on Titan – Staffel 1-3: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Spannende Animeserie, immer wieder überraschende Wendungen, faszinierender Weltenbau, tolle Charaktere und einfach eine Herzensserie.
Queer Eye – Staffel 5: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Auch die fünfte Staffel ist einfach nur wieder herzerwärmend, witzig, rührt zu Tränen und erzählt so viele tolle Geschichten.
Miracle Workers – Staffel 3: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Die dritte Staffel der Anthologieserie befasst sich mit dem Oregon Trail und schafft es wieder durch eine hohe Gagdichte und tolle – wenn auch sehr überzeichnete – Charaktere zu überzeugen.
W – K-Drama: Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Spannendes K-Drama zwischen realer und Comicwelt, gut durchdacht, witzig, tolle Charaktere.
Meine fünf buchigen Highlights
Die Friedensformel: Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.
Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!
Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.
Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.
My genderless boyfriend – 1+2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.
Sowohl Buch als auch die Verfilmung von Der Goldene Kompass sind irgendwie an mir vorbei gegangen. Nachdem viele Buchfans über die Verfilmung aber auch sehr enttäuscht waren, habe ich da wohl wenig verpasst. Dennoch stolperte ich vor ein paar Wochen über die Serienverfilmung His Dark Materials. Nachdem ich der Pilotfolge eine Chance gegeben hatte, zog mich die Serie unweigerlich in ihren Bann und entließ mich erst am Ende der zweiten Staffel wieder mit einem dringenden Bedürfnis den Produzierenden zu schreiben, dass ich die dritte Staffel zeitnah brauche. Warum das so war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Staffel 1
Die Handlung
Lyra Belaqua wächst zusammen mit ihrem Dæmon Pan im Jordan College in Oxford auf. Durch ihren Onkel Lord Asrael erfährt sie von Staub und seinen Forschungen dazu. Da er sie jedoch nicht mitnehmen will, nimmt sie kurzentschlossen das Angebot von Mrs. Coulter an, dieser zu assistieren. Dabei erfährt sie jedoch, dass diese für das Magisterium arbeitet und Kinder entführt werden. Zusammen mit einem mystischen Gegenstand entflieht sie und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.
Meine Meinung
Filme oder Serien mit jungen Protagonist*innen sind immer ein Glücksspiel, da sie sehr schnell nervig wirken können. Und Lyra mit ihrem sehr eigensinnigen Charakter ist eigentlich prädestiniert um genau so eine nervige Protagonistin zu werden. Doch ein intelligent geschriebenes Drehbuch und das starke Spiel von Dafne Keen verhindert genau das. Am Anfang nimmt sich die Serie die nötige Zeit, um die wichtigsten Charaktere vorzustellen und einzuführen, bevor es los geht ins Abenteuer. Ab hier hält einen die Serie in Atem. Bis auf wenige Verschnaufpausen geht es immer weiter vorwärts. Dennoch bekommen die Charaktere Zeit, um sich anständig zu entfalten. Besonders beeindruckend ist der Weltenbau der Serie (bzw. dann wohl des Buches). Nicht nur sind die einzelnen Elemente mit liebevollen Details umgesetzt, so dass die Bilder in jeder Szene beeindruckend sind, sondern auch die Welt an sich bietet hinter jeder Ecke etwas neues zum entdecken. So wird man durchgehend in Atem gehalten und kommt zeitgleich aus dem staunen kaum heraus. Darüber hinaus bietet die Serie eines der eindrucksvollsten Infos, das ich in letzter Zeit gesehen habe.
Staffel 2
Die Handlung
Achtung enthält Spoiler zu Staffel 1! Lyra ist Lord Asrael durch den Spalt in der Welt in eine andere gefolgt. Dort findet sie eine ausgestorben scheinende Stadt vor. Nur Will, der aus einer dritten Welt kommt, scheint dort zu sein. Sie schließen sich zusammen, um die Geheimnisse ihrer Welten und Staub zu erkunden.
Meine Meinung
Die zweite Staffel schließt fast nahtlos an die erste an. Es empfiehlt sich grundsätzlich nicht zu viel Zeit zwischen beiden Staffeln verstreichen zu lassen, da die Charaktere nicht neu erklärt werden. Trotzdem fällt der Übergang sehr leicht. Die zweite Staffel nimmt sich am Anfang wieder Zeit die neuen Gegebenheiten wirken zu lassen und das neue Setting vorzustellen, ehe es an die neuen Erkundungen und Abenteuer geht. Hier funktioniert vor allem Will gespielt von Amir Wilson als Gegenpart zu Lyra sehr gut, da er ihr als Ruhepol entgegensteht und dennoch durch seine eigene Geschichte überzeugen kann. Auch wenn hier die Geschichte um zwei Welten erweitert wird, bekommen auch die anderen Charaktere wieder genügend Raum. So wird zwischen den Charakteren hin und her gesprungen und somit auch zwischen den Welten. Dadurch bekommt die Geschichte weiterhin genügend Abwechslung. Auch kommen neue spannende Aspekte hinzu und einige Aspekte werden aufgeklärt oder erweitert. Nun bleibt es spannend, wie die Geschichte in einer (voraussichtlich) finalen dritten Staffel ihren Höhepunkt findet. Genügend offene Fragen sind noch vorhanden.
Der kürzeste Monat des Jahres ist vorbei und ging wieder einmal im Flug vorbei. Dafür war es ein kinoreicher Monat, zumal im März auch wieder die Oscarverleihung ansteht und dafür die ersten Sichtungen dabei waren. Ansonsten hier der Rückblick über meinen medialen Konsum aus dem Februar.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.
Sing 2 – Die Show deines Lebens: Die Show „Alice im Wunderland“ im Moon-Theater ist fast jeden Abend ausgebucht. Nun erhofft sich Buster Moon von der Casterin Suki ausgesucht zu werden, um in Redshore City im Crystal Tower Theater aufzutreten. Doch diese erteilt dem Ensemble eine Absage. Als sich die Truppe dennoch in das Casting schleicht, sind es die abgedrehten Ideen von Gunther, die Musikmogul Jimmy Crystal überzeugen. Doch dafür muss Buster Moon die Rocklegende Clay Calloway auftreiben, der seit dem Tod seiner Frau komplett zurückgezogen lebt. Für das und für die komplett neue Show „Nicht von dieser Welt“ haben sie nur drei Wochen Zeit. Und einen Jimmy Crystal enttäuscht man besser nicht. – Ganz nette Fortsetzung, die aber nicht richtig überzeugen kann.
Marry me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.
Tod auf dem Nil: Frisch verheiratet verbringen Linnet Ridgeway-Doyle und Simon Doyle ihre Flitterwochen in Ägypten. Mit dabei sind Familie, Freunde und Bekannte, die das reiche Paar eingeladen hat. Durch Zufall ist auch Hercule Poirot mit dabei. Da die eifersüchtige Ex-Freundin Simons Jacqueline de Bellefort sie auf Schritt und Tritt verfolgt, flüchten sie schließlich an Bord eines Nilschiffes. Doch nach einigen merkwürdigen Begebenheiten kommt es zu einem Mord. Ein neuer Fall für Hercule Poirot. – Gelungene Agatha Christie Verfilmung, die bis zum Ende spannend bleibt.
Moonfall: Jahre nachdem Astronaut Brian Harper durch ein mysteriöses Erlebnis im All aus der NASA ausstieg, löst etwas den Mond aus seiner Umlaufbahn. Während der Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman dies zuerst entdeckt und sich Harper anvertraut, bekommt auch die NASA rund um Harpers ehemaliger Kollegin Jocinda Fowler davon Wind. Nun versuchen sie in einer verzweifelten Mission den Grund herauszufinden, da der Mond so innerhalb von drei Wochen auf die Erde zu fallen droht. Diese scheitert und so sucht Fowler Hilfe bei Harper. Eine finale Mission beginnt. – Ein filmischer Reinfall. Hier funktioniert weder Drehbuch, noch Schauspiel, noch Effekte.
King Richard: Richard Williams ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus und Serena wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen. – Biopic über die Williams Schwestern, aber leider mit sehr starkem Fokus auf ihrem Vater. Funktioniert dennoch relativ gut.
Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.
Licorice Pizza: Gary Valentine trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft. – Verwirrender Episodenfilm, dessen roter Faden und Kernaussage sich mir einfach nicht erschlossen hat.
Respect: 1952 singt Aretha Franklin noch auf den Samstagabendpartys ihres Vaters dem Baptistenprediger C. L. Franklin. 1960 erschien ihre erste Popschallplatte. Der Film verfolgt ihren Aufstieg und ihre Dämonen bis ins Jahr 1972.- Der Film verschenkt leider viel Potential und hat eine sehr große Distanz zum Publikum, obwohl die Geschichte eigentlich mitreißend ist. Cinemathek
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Im Februar habe ich nur Filme gesehen, die ich bereits kannte, in Vorbereitung auf den Was bisher geschah Beitrag zum MCU: Avengers – Infinity War, Captain Marvel, Ant-Man and the WASP, Avengers: Endgame
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Uncharted: Eine weitere Videospielverfilmung stand an. Und auch, wenn ich die Spiele nie gespielt habe und der Trailer schon ein wenig trashig aussah, habe ich trotzdem irgendwie Lust auf den Film bekommen.
Serien – ein etwas ausführlicherer Monat
Murdoch Mysteries – Staffel 2 – Rezensionsexemplar (Auch die zweite Staffel bietet wieder spannende Fälle und eine gute Charakterentwicklung)
Aggretsuko – Staffel 3 (Die dritte Staffel funktioniert nicht mehr ganz so gut, allerdings ist die Handlung zumindest für die Staffel abgeschlossen)
Getting curios with Jonathan van Ness – Staffel 1 (Ganz alltägliche Themen werden nochmal völlig neu beleuchtet und das auf die übliche quirlige Art von Jonathan van Ness. Es funktioniert einfach sehr gut)
Attack on Titan – Staffel 2 (Ich bin dieser Serie verfallen! Gerade die zweite Staffel war auch noch einmal super spannend. Freue mich jetzt sehr auf die dritte)
Queer Eye – Staffel 5 (Ich habe diese Staffel so sehr gebraucht und sie hat mir genau die guten Vibes geliefert, die ich mir erhofft hatte)
The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 3 (Durch die Geschichte rund um die Tour funktioniert die dritte Staffel relativ gut, auch wenn die einzelnen Folgen jeweils wieder ein bisschen zu lang sind)
W – Two worlds apart – K-Drama (Die Geschichte rund um den Comic W und die Verschmelzung der realen und der Comicwelt hat mit sehr gut gefallen. Ich mochte die Geschichte und die Charaktere einfach so gern)
And just like that – Miniserie (Das Reboot/Sequel/was auch immer funktioniert stellenweise recht gut, vor allem wenn sich die Serie auf Carries Leben konzentriert. Ansonsten war es mir einfach ein bisschen zu viel Drama)
Berührt. Bis du mich liebst: Jane ist neu im Bereich der Escortdamen. Zusammen mit einer Kollegin wird sie auf eine Geburtstagsfeier der Chevaliers eingeladen. Dort trifft sie auf Dorian Chevalier, der sie in einer künsterlerischen Downphase als neue Muse erkennt. – Das Beste D.C. Odesza Buch, das ich je gelesen habe. Ich liebe Dorian einfach und konnte mich hier auch mit Jane als Protagonistin anfreunden. Freue mich sehr auf den zweiten Band.
VergissmeinNicht 1 – Was man bei Licht nicht sehen kann: Quinn wird bei der Flucht vor einem magischen Wesen schwer verletzt. Während er sich davon erholt, nähert er sich Matilda an, die ihn als einzige zu verstehen scheint. Dabei gehört sie zu den verhassten Nachbarn. – Spannender Auftakt einer vielversprechenden Reihe.
Erntedank in Vertikow: Peer sitzt seit neustem im Rollstuhl und kommt damit nicht wirklich zurecht. Als in Vertikow, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommer, ein Unfall geschieht, ist sich Peer sicher: Es war Mord. Da ihm niemand glauben will, fängt er selbstständig an zu ermitteln. – Tolles Dorf, tolle Charaktere, spannende Krimigeschichte mit unkonventionellem Ermittler.
Death Note 8: Nach dem Tod von L sind zwei neue Gegenstreiter Kiras aufgetaucht. Während Near mit dem SPK zusammenarbeitet, entführt Mello Lights Schwester und zwingt sie zur Herausgabe des Death Notes. – Ich habe nach langer Zeit endlich mal Death Note weitergelesen. Nachdem ich wieder in die Handlung reingefunden hatte, wurde es wieder richtig spannend.
Die Götter müssen sterben: Im Schatten des Trojanischen Krieges prophezeit die Göttin Artemis den Fall Trojas und dem Tod der Götter. Dafür reist sie zu den Amazonen und segnet dort aber ausgerechnet Areto, die keine Kriegerin ist. Dennoch machen sich die Amazonen auf die lange Reise, um Troja im Krieg zu unterstützen. – Ich mochte sehr viele Aspekte an dem Buch. Es wurden viele Themen sehr gut verarbeitet. Leider hat mich die Grundgeschichte nicht richtig mitreißen können und ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht anfreunden.
Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!
Willkommen zur ersten serientastischen Handvoll in diesem Jahr! Heute mit: realfiktiven Verschwörungstheorien, einer abenteuerlichen Reise, einer Hexenakademie, Menschen auf dem Mond und Wunderarbeitenden auf Reisen.
Inside Job – Staffel 1
Die Handlung: Reagan Ridley arbeitet als Wissenschaftlerin bei Cognito Inc., eine Firma, die sich mit Verschwörungstheorien befasst bzw. für deren Geheimhaltung zuständig ist. Zusammen mit ihrem Team hat sie dabei alle Hände voll zu tun.
Meine Meinung: Auch wenn man eigentlich nichts mehr von Verschwörungstherien hören will, hat mich die Serie sofort angesprochen. Denn was hilft gegen die ganzen abstrusen Theorien? Genau eine Serie, die genau das aufs Korn nimmt. In Inside Job sind sie alle wahr. Hohlerde, Echsenmenschen, alles. Und dann gibt es die Firma, die versucht genau das zu vertuschen. Das ganze wird vermischt mit der „Rick&Morty-Geheimformel“ (also überzeichnete Charaktere mit sehr expliziter Sprache) und in Einzelabenteuer verpackt. Dabei sind die Charaktere wirklich sehr übertrieben mitunter dargestellt und auch sehr auf wenige Wesenszüge reduziert. Tatsächlich brauchte ich ein paar Folgen, um mich an das Team zu gewöhnen. Da war es wirklich eher die Handlung und die vielen Kleinigkeiten, die es zu entdecken galt, die mich bei der Stange hielten. Und eben Reagean, die Protagonistin der Serie, die zwar regelmäßig kurz vorm verzweifeln ist, aber dafür noch am nahbarsten wirkt. So ist die Serie immer wieder für einen Schmunzler zu haben, die großen Lacher schafft sie jedoch nicht. Doch für die Unterhaltung zwischendurch birgt sie auf jeden Fall Potential.
In 80 Tagen um die Welt – Miniserie
Die Handlung: Phileas Fogg (David Tennant) wettet mit seinem Freund Bellamy (Peter Sullivan), dass er es in 80 Tagen um die Welt schafft. Da Fogg es bisher nicht einmal aus London herausgeschafft hat, sieht der finanziell angeschlagene Bellamy seine Chance die Schulden bei der Bank zurückzuzahlen. Doch Fogg bricht wirklich zur Reise auf. An seiner Seite Jean Passepartout (Ibrahim Koma) und die Journalistin Abigail „Fix“ Fortescue (Leonie Benesch).
Meine Meinung: Die Geschichte von Jules Verne ist inzwischen so oft verfilmt worden, dass wohl jeder schon irgendeine Variante gesehen hat. So war ich zunächst skeptisch als es hieß, dass es das ganze noch einmal in Serienform geben sollte. Da allerdings David Tennant die Hauptrolle übernehmen sollte, wurde ich doch neugierig. Und dann verbrachte ich die Weihnachtsfeiertage in der ZDF Mediathek. Dabei schafft es die Serie die bekannte Geschichte noch einmal ein bisschen aufzupeppen, vor allem durch den weiblichen Input, da diesmal keine Prinzessin irgendwo gerettet wird, sondern eine Journalistin von Anfang an dabei ist. Dadurch werden auch die Charaktere etwas greifbarer, Passepartout bekommt eine nachvollziehbare Hintergrundgeschichte und alles wirkt einfach etwas runder und moderner, obwohl es noch immer zur gleichen Zeit spielt, wie der ursprüngliche Roman. Trotz der Länge von 8 Folgen á ca. 50 Minuten, zieht sich die Serien an keiner Stelle, im Gegenteil, obwohl die Geschichte bekannt ist und auch der Ausgang, bleibt es durchgehend spannend. So habe ich die Serie innerhalb weniger Tage weggebinged.
Motherland: Fort Salem – Staffel 1
Die Handlung: Die Hexen Raelle Collar (Taylor Hickson), Abigail Bellweather (Ashley Nicole Williams) und Tally Craven (Jessica Sutton) kommen neu an die Hexenakademie, wo sie militärisch ausgebildet werden, um die Welt zu beschützen. Denn die Plage, eine radikale Hexengruppierung, inszeniert immer wieder Anschläge auf die Bevölkerung. Dabei müssen sie einiges durchmachen.
Meine Meinung: Ich hatte die Serie bereits in meiner Watchlist, als sie mir immer wieder ans Herz gelegt wurde. Also beschloss ich sie zu befreien und endlich zu sehen. Der Einstieg fiel mir vergleichsweise schwer, da es zwar in den USA spielt, aber eben in einer Welt, in der es Hexen gibt und diese das Militär unterstützen. Man bekommt immer wieder Brocken aus dem Weltenbau zugeworfen, aber nicht genug, um das große Ganze zu fassen. Dann wird sich viel auf die Charaktere an der Akademie konzentriert, bis diese immer mal aus der vertrauten Umgebung gerissen werden, damit wieder ein paar Brocken Weltenbau betrieben wird. Dabei sind die Charaktere an sich greifbar und passen gut zusammen, doch dann haben sie sich immer wieder in den Haaren und man weiß nicht, wieso. So sind sie in einer Szene gute Freundinnen und halten zusammen, nur um sich eine Szene später wieder aus dem Weg zu gehen. Insgesamt ist die Handlung und damit auch der Charakterbau etwas chaotisch erzählt. Damit bin ich bis zum Schluss nicht richtig zurecht gekommen. Was die Serie aber hat, ist ein spannender Ansatz, wie Hexen in unsere Gesellschaft passen können und trotz der vielen Zickereien sind spannende und interessante Charaktere dabei, deren Geschichte einen bei der Stange hält. So war jede Folge eine Überwindung zu gucken und gleichzeitig wollte ich wissen, wie es weitergeht. Gerade nach dem Cliffhanger am Ende der ersten Staffel wird die zweite wohl doch irgendwann geschaut werden.
Space Force – Staffel 1
Die Handlung: Die neugegründete Space Force soll wieder Menschen auf den Mond bringen und dort wissenschaftliche Untersuchungen anordnen. Mark R. Naird (Steve Carell) bekommt die Führung zugeteilt. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter Dr. Adrian Mallory (John Malkovich) hat er alle Hände voll zu tun, zumal sich Militär und Wissenschaft gerne gegenseitig im Weg stehen.
Meine Meinung: Es begab sich vor einigen Wochen, als ich auf der Suche nach einer neuen Comedyserie war, dass Netflix mir sehr penetrant Space Force vorschlug. Ich las mir die Beschreibung durch und sah die erste Folge. So richtig überzeugt war ich nicht, aber das passiert mir oft nach einer Pilotfolge. Also schaute ich mir die nächste an. Ich kam weder an die Charaktere heran, noch an den Humor. Er funktionierte für mich einfach nicht. So waren in der ganzen Staffel lediglich vereinzelte Szenen oder zwischendurch mal eine Folge wirklich interessant. Vor allem das Mond-Trainingscamp hat mich sehr erheitert. Letztlich war mir die ganze Serie einfach zu sehr konstruiert. Man merkte, wo bewusst welche Gags eingebaut wurden, die aber bei mir nicht zündeten. Das Ganze Militär gegen Wissenschaft, aber arbeitet mal zusammen, hätte funktionieren können und hätte mich eigentlich auch abholen können. Hat es aber einfach nicht geschafft. Ob ich der zweiten Staffel noch einmal eine Chance gebe, kann ich noch nicht sagen.
Miracle Workers – Staffel 3
Die Handlung: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown (Daniel Radcliffe) ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen (Steve Buscemi) verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen (Geraldine Viswanathan) und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich.
Meine Meinung: Die erste Staffel der Wunderarbeitenden fand ich super, ich habe mich sehr unterhalten gefühlt und lag mehr als einmal vor Lachen auf dem Boden. Die zweite kam für mich da nicht mehr ganz ran, auch wenn sie versucht haben durch die Anthologie noch einmal etwas neues herauszukitzeln. Dennoch habe ich mich sehr auf die dritte Staffel gefreut, die nach dem Himmel und dem Mittelalter, diesmal amerikanische Siedler auf dem Oregon Trail begleitete. Der Hauptcast war wieder versammelt und es war schon ein Fest sie alle in ihren neuen Rollen zu entdecken. Auch wenn das Setting mehr der zweiten denn der ersten Staffel ähnelt, so funktioniert sie wieder deutlich besser. Auch hier sind die Charaktere wieder herrlich überzeichnet und die Gags sitzen einfach. Alles wirkt ein bisschen überdreht und doch in einem Maß, dass es einfach nur mega witzig ist. Ich konnte einfach teilweise nicht anders, als laut über alles zu lachen. Die Serie macht gute Laune und bestimmt auch ein paar Bauchmuskeln vom vielen Lachen (bitte nehmt mir nicht diesen Glauben).
Im letzten Jahr stellte ich euch die erste Staffel von Murdoch Mysteries vor. Die spannende Krimiserie aus Kanada, die im Toronto der 1890er Jahre spielt, hatte es mir gleich angetan. Als ich die Anfrage für die zweite Staffel bekam, schlug ich direkt zu. Wie diese mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Detective William Murdoch (Yannik Bisson) arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid (Thomas Craig) eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden (Hélène Joy).
Meine Meinung
Der Einstieg in die zweite Staffel war schnell geschafft. Sie setzt relativ nahtlos an die erste an. Dadurch, dass es weiterhin eher um den Mordfall der Woche geht, braucht man auch nur wenig Vorwissen aus Staffel 1. Die Charaktere werden nicht nochmal vorgestellt, aber bekommen dafür nochmal neue Tiefe. Leitführend sind diesmal neben den einzelnen Mordfällen Brackenreids Alkoholproblem, aber vor allem die bereits in Staffel 1 angedeutete Liebesgeschichte zwischen Murdoch und Dr. Ogden. Oder auch nicht. Oder doch wieder. Da konnte sich die Handlung nicht so ganz entscheiden, was wohl auch der nervigste Aspekt der Staffel war. Neue Charaktere kommen dazu, ob nur für eine Folge oder für mehrere. Dennoch gibt es für die 13 Folgen der Staffel eine Menge Liebesdrama nebenher, was nur teilweise zum Ton der Serie passen will. Darüber hinaus bietet aber auch die zweite Staffel wieder spannende Fälle mit neuen Erfindungen (z.B. der Röntgen-Apparat) und alten und neuen Wegbegleiter*innen. Diesmal begegnet unser Ermittler*innenteam unter anderem Houdini. Aber auch „Übernatürliches“ ist diesmal mit dabei, so begegnen sie einem Werwolf, einem Riesen und ein Fall dreht sich sogar rund um Dinosaurierknochen. Wie schon in Staffel 1 macht auch hier wieder der Reiz die Mischung aus den typischen Crimelementen gepaart mit dem historischen Aspekt aus. Anstatt wie in anderen Crimeserien alle Beweise durch ein Massenspektrometer zu schicken und so auch noch den winzigsten Hinweis zu entdecken, sind es hier gerade die kreativen Methoden Murdochs, die seiner Zeit zwar stets voraus zu sein scheinen und doch für unsere Verhältnisse sehr primitiv wirken. So kommt Abwechslung in jede Folge, auch wenn die Mordfälle trotzdem immer ähnlich aufgebaut sind. Im großen und ganzen konnte mich auch die zweite Staffel wieder mitreißen, so dass ich sie in einem hintereinander weggeguckt habe. Lediglich das etwas zu große Liebesdrama zwischendrin war etwas nervig, aber auch das war gut auszuhalten.
Das Fazit
Murdoch Mysteries – Staffel 2 schafft wieder einen einzigartig guten Mix aus Krimi und Historie mit spannenden Fällen und schafft es die Charaktere weiter zu entwickeln. Für alle Krimi Fans, die mal einen anderen Ansatz suchen.
Murdoch Mysteries Staffel 2 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.
Neulich war wieder meine beste Freundin zu Besuch. Freudestrahlend erzählte sie mir von der Serie, die sie vor kurzem durchgebinged hatte. Ich nickte und bestätigte, dass sie echt cool klang und ich sie mir eventuell mal ansehen würde. Doch so leicht kam ich nicht davon. Ich wurde regelrecht vor den Fernseher gezehrt und mein müder Protest, dass ich nicht unbedingt scharf darauf war eine Serie auf koreanisch zu gucken (immerhin gab es deutsche Untertitel) wurde lautstark übertönt. Nach der ersten Folge dachte ich, okay, muss ich nicht unbedingt weitergucken, doch nach der zweiten war es um mich geschehen. Warum das so war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Dan-o (Kim Hye-yoon) stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung (Lee Jae-wook), der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru (Rowoon). Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen.
Meine Meinung
Während die erste Folge eine typische Einstiegsfolge war, gab es ab Folge zwei kein halten mehr für mich. Es wurde von Folge zu Folge immer spannender, es wurden neue Ebenen aufgemacht und man verflochte sich immer mehr mit dem Schicksal der Charaktere. Aber von Anfang an. In der ersten Folge lernen wir Dan-o kennen, die auf eine gehobene Akademie geht. Sie merkt, dass sie sich in einigen Situationen wie ferngesteuert verhält und in anderen nicht. Außerdem scheint sie von Szene zu Szene zu springen und hört dabei immer wieder ein seltsames Geräusch. Während der ersten Folge findet man mit ihr heraus, dass die ganze Welt nur ein Comic ist und lernt den Unterschied zwischen der Phase, also dem Teil der im Comic passiert, und dem Schatten, also der Zeit, wenn die Charaktere frei agieren können. Außerdem findet man heraus, dass Dan-o gar nicht die Protagonistin ist, sondern nur dazu dient, um die eigentlichen Protagonist*innen Nam-joo und Joo-da zusammen zu bringen. Dan-o muss lernen, mit dem Wissen umzugehen. Da sie mit einem schwachen Herzen ausgestattet ist und befürchtet, dass der Autor sie irgendwann sterben lässt, will sie ihr Schicksal ändern. Als sie auf die Nebenfigur ohne Namen trifft, die im Klassenbuch nur als Nummer 13 aufgeführt ist, schöpft sie Hoffnung. Extraordinary You ist eine Geschichte zwischen Romantik, Drama und mit dem besonderen Touch der Geschichte in einer Geschichte. Da nach und nach mehr Charaktere ihr Bewusstsein im Schatten entwickeln, gibt es immer wieder neue Ansätze in der Geschichte und es wird nie langweilig. Die Serie ist mit 16 Folgen mit einer durchschnittlichen Länge von einer Stunde abgeschlossen. Dabei wandelt sie sich währendessen immer wieder und bleibt doch der Haupthandlung treu, auch wenn die gegen Ende ein wenig in den Hintergrund tritt. Mir hat besonders der Weltenbau rund um die Comicwelt gefallen und wie alles irgendwie vorherbestimmt ist, auch wenn die Charaktere das nicht wollen und wie sie dennoch versuchen etwas zu ändern. Dabei ist die Serie in allem sehr herzlich und lädt ordentlich zum mitfiebern ein. Während ich normalerweise romantische Szenen sehr gelassen entgegen sehe, konnte ihr mir hier mehr als einmal ein aufgeregtes Quietschen nicht verkneifen. Ich hab mich da selbst nicht mehr wiedererkannt, aber es war einfach so zuckrig süß und toll und hach. Dabei aber auch nie übertrieben, sondern gerade so dezent, dass auch nicht Romantikfans diese Szenen gut sehen können. Die Variante die Serie auf koreanisch mit deutschem Untertitel zu sehen hat gut funktioniert, da die Betonungen gut rüberkamen. Dies war mein erstes K-Drama, aber es ist bestimmt nicht mein letztes!
Das Fazit
Extraordinary You hat nicht nur eine tolle Grundidee mit der Handlung innerhalb eines Comics, sondern auch vielschichtige Charaktere, eine spannende und wandelbare Handlung und vorallem ein rundes Ende. Große Liebe für diese Serie!
Der erste Monat des Jahres ist geschafft und es war diesmal ein sehr serienlastiger Monat bei mir. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mir für das erste Quartal wirklich mal eine Liste geschrieben habe mit Serien, die ich angefangen hatte und endlich mal (zumindest die angefangene) Staffel beenden will. Und nun präsentiere ich euch ohne weitere Worte meinen medialen Rückblick auf den Januar.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Matrix 4: Ressurections: Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.
The King’s Man: Der Duke of Oxford beobachtet die Geschehnisse im ersten Weltkrieg, beschließt aber nicht einzugreifen und auch seinen Sohn nicht mitkämpfen zu lassen, da er selbst Pazifist ist und es seiner verstorbenen Frau versprochen hat. Doch im Hintergrund erstellt er ein Netz aus Dienstbot*innen und anderen unsichtbaren Mitarbeitenden, um so eingreifen zu können. – Voller Klischees, zu vieler Genres, weiß nicht, was erzählt werden soll, so dass die wenigen guten Szenen einfach untergehen.
The 355: Bei einer Razzia in Kolumbien landet ein gefährliches Computermodul in den Händen eines Soldaten, der diese versucht bei einem Geheimdienst sicher unterzubringen. Den Auftrag bekommen Mace und Nick von der CIA. Doch sie scheitern und Nick wird getötet. Daraufhin tut sich Mace außerhalb der Regeln mit weiteren Agentinnen anderer Geheimdienste zusammen. – Ich wollte Frauenpower, ich bekam Frauenpower, leider in einer Geschichte, die nach fünf Minuten zu Ende hätte sein können.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Spencer: Spätestens seit der vierten Staffel The Crown sehe ich Prinzessin Diana noch einmal in einem ganz anderen Licht. Hier bin ich sehr gespannt auf die Darstellung Stewarts der Prinzessin.
Sing 2: Der erste Teil war ganz niedlich, der Trailer zum zweiten hat mich eher abgeschreckt, aber sehr viele positive Kritiken lässt mich doch wieder neugierig werden.
Nightmare Alley: Ein hochkarätig besetzter Guillermo del Toro Film? Da bin ich doch dabei, auch wenn es vom Genre her nicht unbedingt nach meinem Favoriten aussieht.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Erneut gesehen habe ich Everest – Ein Yeti will hoch hinaus (Noch immer ein so liebevoller Film) und Ein Königreich für ein Lama (Stört nicht den königlichen Groove!)
Controlling Britney Spears: Nach der ersten Doku aus dem Hause Amazon Prime meldeten sich noch einmal neue Leute, die noch einmal einen ganz neuen Einblick auf den Alltag von Britney Spears während der Vormundschaft gaben. Diese wurden hier aufgearbeitet. – Auch hier wieder eine spannende Dokumentation, die ein ganz anderes Licht auf einige Vorgänge wirft.
Don’t look up: Eine Gruppe Wissenschaftler*innen erkennt einen riesigen Meteoriten, der direkt auf die Erde zusteuert und das Leben auf dieser auszulöschen droht. Doch statt Vorkehrungen zu treffen, werden sie von der Präsidentin ausgelacht und von der Öffentlichkeit denunziert. – Ein erschreckend realistisches Szenario, wie man aktuell leider immer wieder sehen musste. Dennoch fehlt ihm ein wenig der Biss, den man von anderen Adam McKay Filmen kennt.
Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Friends – Staffel 2 (eine zeitlos gute Sitcom).
Only murders in the building – Staffel 1 (Serie über True Crime Podcasts und einen eigenen Fall. Ist für die Handlung etwas zu lang und streckt sich daher, im großen und ganzen aber spannend)
Motherland: Fort Salem – Staffel 1 (Modernes Kriegsdrama mit Hexen. Etwas zu viel Zickenkrieg, aber sehr interessanter Weltenbau)
Golden Girls – Staffel 1 (RIP Betty White. Bereits vor dieser Nachricht habe ich endlich mal mit den goldenen Damen angefangen. Gute Sitcom mit witzigen Protagonistinnen)
Space Force – Staffel 1 (Comedy Serie über das Weltraumprogramm der USA zur heutigen Zeit. Witze funktionieren nur bedingt, Charaktere etwas flach. Bin unsicher, ob ich die Serie weiter gucken mag)
Brain Games – Staffel 5-6 (Auch wenn sich einige Themen doppeln, so sind es doch immer noch neue Experimente und Erkenntnisse über das menschliche Gehirn. Immer wieder spannend zu sehen.)
Extraordinary You – K-Drama (Ich bin verliebt in diese Serie. Mein erstes K-Drama über einen Nebencharakter in einem Comic, die ein Bewusstsein entwickelt und versucht ihr Schicksal abzuwenden.)
Miracle Workers – Staffel 3 (Diesmal geht es um den Oregon Trail. Nach der etwas schwächeren zweiten Staffel wieder eine sehr starke dritte mit vielen tollen Witzen)
Superstore – Staffel 6 (Die wohl aktuellste Serie, da die sechste Staffel mitten in der Pandemie spielt. Dachte ich erst, dass ich das Thema nicht auch noch in meinen Serien bräuchte, doch es ist gut umgesetzt und umschifft humorvoll alle schwierigen Debatten. Ein toller und starker Abschluss der Serie nach einer schwachen fünften Staffel)
Attack on Titan – Staffel 1 (Ich mag keine Animes. Aber diese Serie liebe ich! Sie ist spannend, mitreißend und hat einen tollen Weltenbau! Gerade die zweite Hälfte habe ich in zwei Tagen durchgebinged)
The Mentalist – Staffel 5 (Nach dem zermürbenden Finale der vierten Staffel habe ich eine ganze Weile Abstand gebraucht. Auch jetzt ist die übergeordnete Handlung sehr nervig, aber mit genug Abstand habe ich durchgehalten)
His dark materials – Staffel 2 (Die zweite Staffel erweitert das Universum und bleibt spannend. Brauche jetzt echt dringend die dritte!)
Erneut gelesen habe ich Sinful Empire (spannender Abschluss einer tollen Reihe) und Alice im Wunderland (dafür in einer toll illustrierten Ausgabe).
Rufus T. Feuerflieg – Episode 9-12: Es gibt wieder allerlei zu tun in der Anwaltskanzlei von Rufus T. Feuerflieg. Er wird zu einem Filmset gerufen, hat Stress mit seinem Vermieter und niemand geringeres als sein erklärter Erzfeind taucht auf. – Einfach immer wieder witzig mit den Dialogen und Ideen. Schön zum hören, wenn man schnell was zum lachen braucht)
Dune – Haus Atreides: Es geht um die Vorgeschichte zu Dune, während Leto zu seiner ersten größeren Reise aufbricht und seinen Heimatplaneten verlässt. Duncan Idaho ist noch in Gefangenschaft der Harkonnen, die noch die völlige Kontrolle über Arakis, den Wüstenplaneten haben. – Spannender Auftakt und beeindruckender Zeichenstil.
Marvels Superhelden Sammlung 1: The Avengers: In diesem Sammelband sind das allererste Abenteuer der versammelten Helden zu finden und ein großer Kampf gegen eine ganze Armee von Ultrons. – Tolle Comicauswahl und allerlei Hintergrundwissen und Geschichte rund um die verschiedenen Teams.
Die Friedensformel: Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.
Regenglanz: Simon möchte das peinliche Einhorntattoo mit dem Namen seiner Ex endlich mit einem Coverup verdecken. Dabei trifft er auf die Tätowiererin Alissa. Beide spüren die Anziehung, doch Alissa geht mit Kunden keine Beziehung ein. Dennoch begegnen sie sich immer wieder. – Am Anfang richtig tolle Geschichte, doch durch die Länge verstrickt sich die Handlung immer mehr und driftet in nervige Klischees ab.
Pfoten vom Tisch: Hape Kerkeling ist Katzenfan. Mehrere Katzen haben seinen Weg bereits begleitet. Über diese, ihre Geschichte, ihre Angewohnheiten und ganz allgemein über seine Beobachtungen bezüglich Katzen schreibt er in diesem Buch. – Nette Anekdoten für zwischendurch.
Strip this heart: Brooke lernt auf dem Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin den Stripper Nate kennen. Doch trotz dieser Umstände kommen sich beide näher. Doch beide kämpfen mit zerbrochenen Träumen. Können sie die Scherben aufsammeln und nach vorne sehen? – Driftet gegen Ende etwas von der eigentlichen Handlung ab, aber im großen und ganzen eine tolle Geschichte.
My roommate is a cat 6: Nach der Rettung eines Kätzchens stehen der Autor und sein Kätzchen Haru nun vor einer neuen Aufgabe. Denn unter seiner Veranda findet er eine ganze Box mit Babykätzchen. – Warum enden solche Mangas immer mit einem Cliffhanger? Immer! Aber ich liebe einfach die Geschichten der beiden.
My genderless Boyfriend 1: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Lockerer Einstieg in eine tolle Geschichte.
Ja, ich weiß, ich hab beim Monatsrückblick gesagt, dass es wirklich der letzte für 2021 sei, aber ich hatte den Quartalsrückblick zu dem Zeitpunkt einfach vergessen… Auf jeden Fall möchte ich euch heute meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit Oktober-Dezember 2021 vorstellen.
Meine fünf Kino Highlights
James Bond – No time to die: Fünf Jahre nach Spectre wird die Biowaffe „Herakles“ aus einem Labor in London gestohlen. Da der MI6 und M ihre Finger mit im Spiel haben, wird eine Agentin auf den flüchtigen Forscher Obruchev angesetzt. Gleichzeitig bittet Felix Leiter von der CIA James Bond ebenfalls um Hilfe bezüglich Herakles. Obwohl eigentlich im Ruhestand, muss Bond von Kuba zurück nach London und sich einigen Personen aus der Vergangenheit stellen. – Würdiger Abschluss der Craig-Ära.
Contra: Richard Pohl ist Dozent an einer Uni. Doch nach einigen grenzwertigen Äußerungen steht er vor einer Disziplinarsanhörung. Die Lösung: Er soll der Studentin Naima Hamid helfen, im Rhetorikwettbewerb weiter zu kommen. – Gut gespieltes Drama, dass das Thema Migration gut aufgreift und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Encanto: Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto (Wunder) bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten. – Herzerwärmende Geschichte, rührend, typische Disneyfilmhandschrift.
Last Night in Soho: Eloise zieht von Cornwall, wo sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und deren Liebe zu den 60ern aufgenommen hat, nach London. Sie wurde dort an einer Design Uni angenommen. Nachts träumt sie von einer jungen Sängerin namens Sandy, die es in den 60ern versucht zu etwas zu bringen. Schnell wird Sandy ihr Idol. Doch die Träume ändern sich zunehmends und bald wird Eloise auch im wachen Zustand verfolgt. – Starker Horror-Thriller, der nichts für schwache Nerven ist.
Spider-Man 3 – No way home: Nachdem J. Jonah Jameson der Welt enthüllte, dass Peter Parker Spider-Man ist, bittet dieser Dr. Strange um Hilfe. Der Zauber geht jedoch schief und so gelangen Bösewichte aus alternativen Realitäten nach New York. Peter und seine Freunde haben nun alle Hände voll zu tun, diese einzusammeln. – Wohl der stärkste Spider-Man, auch wenn einige Handlungsstränge nur mit einigem Zurechtruckeln funktionieren.
Meine fünf filmischen Highlights
Gravity: Die Biomedizinerin Dr. Ryan Stone und der erfahrene Astronaut Matt Kowalski arbeiten in einem Außeneinsatz am Hubble-Teleskop. Dabei bekommen sie die Warnung, dass Trümmerteile im Orbit treiben. Kurz darauf werden sie getroffen, ihr Space Shuttle zerstört. Sie müssen nun versuchen zur nächstgelegenen Raumstation zu kommen. – Minimalistische Weltraumsurvival mit starker Besetzung.
Appollo 13: Die Astronauten James Lovell, Fred Haise und Thomas Mattingly werden für die Mission Apollo 13 ausgewählt, die zum Mond fliegen soll. Ein paar Tage vorher wird jedoch Mattingly gegen den zur Reserve-Crew gehörenden John Swigert ausgetauscht, da ein Gesundheitsrisiko besteht. Kurz nach dem Start kommt es schon zum ersten technischen Problem, was aber nicht weiter schlimm ist. Doch bei einem Manöver kommt es zu einer Explosion. Nun muss Houston und das Team der Apollo 13 alles geben, damit sie sicher wieder landen können. – Spannend, mitreißend, wow.
Jingle Jangle Journey: Der legendäre Spielzeugerfinder Jeronicus Jangle wird von seinem Gesellen Gustafson betrogen und verliert daraufhin alles. Jahre später ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Bis seine Enkelin Journey ihn besucht und ihm bei seiner letzten großen Erfindung hilft. – Tolles Weihnachtsmusical mit eindrucksvollen Bildern und mitreißenden Liedern.
the holiday calendar: Abby ist Fotografin. Doch von ihrem Traum eines eigenen Studios ist sie weit entfernt. Dann bekommt sie von ihrem Großvater einen antiken Adventskalender geschenkt. Zunächst misst sie den kleinen Figuren keine größere Bedeutung bei, doch dann häufen sich die Zufälle, so als ob der Kalender ihr die Zukunft voraussagt. – Süßer Weihnachtsfilm mit kleiner aber feiner Handlung.
Palm Springs: Auf einer Hochzeit lernt Sarah Nyles kennen. Beide verziehen sich in die Wüste, doch als Nyles von einem Pfeil getroffen wird, folgt sie ihm in eine Höhle. Kurz darauf muss sie feststellen, dass beide den gleichen Tag nun immer und immer wieder erleben. Das sorgt vor allem bei Sarah für Panikattacken. – Solider Täglich grüßt das Murmeltier Film, für einen verregneten Sonntagnachmittag.
Meine fünf serienlastigen Highlights
Modern Family – Staffel 11: Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben. – Die finale elfte Staffel hat alles, was die Serie ausmacht, schafft es einen schönen Abschluss zu schaffen und unterhält wie in Staffel 1. Einfach nur eine tolle Serie.
Pretty Smart – Staffel 1: Chelsea wollte eigentlich nur einen kurzen Abstecher bei ihrer Schwester Claire machen. Doch als ihr Freund Schluss macht, strandet sie in der WG. Nun versucht sie die Scherben ihres Lebens aufzubauen und gleichzeitig mit den Eigenarten ihrer neuen Mitbewohner*innen zurecht zu kommen. – Eigentlich basiert die Geschichte auf einer vorurteilsbehafteten Idee, aber sie hat mich durch ihre Herzlichkeit und ihre Witze in Beschlag genommen. Ich mag sie einfach
His Dark Materials – Staffel 1: Die Serienverfilmung zu Der goldene Kompass. Lyra Belaqua wächst zusammen mit ihrem Dæmon Pan im Jordan College in Oxford auf. Durch ihren Onkel Lord Asrael erfährt sie von Staub und seinen Forschungen dazu. Da er sie jedoch nicht mitnehmen will, nimmt sie kurzentschlossen das Angebot von Mrs. Coulter an, dieser zu assistieren. Dabei erfährt sie jedoch, dass diese für das Magisterium arbeitet und Kinder entführt werden. Zusammen mit einem mystischen Gegenstand entflieht sie und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. – Bildgewaltig, eines der schönsten Serienintros aller Zeiten und unfassbar spannend. Auch die Protagonistin ist nicht so nervig wie befürchtet.
Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 2: Nach dem Tod ihres Vaters ist Zoe völlig aus der Bahn geworfen. Mit der Unterstützung von Simon und Max kämpft sie sich ins Leben und in ihren Alltag zurück. Dort stehen neben beruflichen Herausforderungen auch noch eine Herzensentscheidung aus. Und ganz nebenbei versucht sie immer noch durch die Herzenslieder aller um sie herum zu helfen. – Auch wenn es in Liebesdingen vielleicht etwas zu sehr hin und her ging ist die zweite Staffel wieder voller Herzlichkeit und nimmt sich auch dem schwierigen Thema der Trauer an und wie sehr man dadurch aus der Bahn geworfen wird.
Hawkeye – Staffel 1: Kate Bishop ist seit den Ereignissen in New York 2012 großer Fan von ihrem persönlichen Helden Hawkeye alias Clint Barton. Als bei einer Schwarzmarkt-Auktion auf einer Charity-Veranstaltung der Firma ihrer Mutter das Kostüm des Ronin versteigert wird, landet dies nach einem Anschlag in ihrem Besitz. Damit macht sie zwei Parteien auf sich aufmerksam. Zum einen Hawkeye, der eigentlich wegen eines Musicalbesuchs mit seinen Kindern in der Stadt war, und der Jogging-Anzug Gang, deren Anzahl der Ronin einst stark verkleinerte. – Mein Lieblingsavenger hat endlich seine eigene Serie und sie ist sehr stark, witzig, spannend, geerdet und mit vielen tollen neuen Charakteren.
Meine fünf buchigen Highlights
Talus 2 – Die Magie des Würfels: Talus, der geheime Würfel der magischen Welt, der den Herzenswunsch, aber auch die größte Angst erfüllt, wurde gewürfelt. Die ersten Folgen sind zu merken. Erin und Kaito sitzen im magischen Gefängnis, bis ihr Mitwirken geklärt ist. Noah versucht das Verschwinden seines Vaters zu klären. Und dann ist da noch Jessica, eine Runenhexe, die mit dem Tod eines geliebten Menschen nicht zurecht kommt. Können sie die Pläne der gefährlichen Caradain aufhalten? – Spannende und magische Fortsetzung, die mir mehr als einmal das Herz gebrochen hat.
Knights 1: Charlotte will seit einem Vorfall in ihrer Kindheit nichts mehr mit der Geheimgesellschaft der Erben der Tafelrunde, kurz KORT, zu tun haben. Doch als eine abtrünnige Gruppe sie aufsucht, rennt sie in eine Gruppe KORTs und muss bei ihnen Unterschlupf suchen. Dabei erfahren diese von ihren sehr seltenen Fähigkeiten. Nun muss sie ihr Erbe begreifen und zusammen mitder Gruppe gegen eine uralte böse Macht antreten. Gleichzeitig muss sie mit ihren Gefühlen für den Lancelot-Erben Noel zurecht kommen. – Ich liebe die Bücher von Lena Kiefer und hier hat sie wieder den Auftakt zu etwas ganz besonderem geschaffen.
Mona – Und täglich grüßt der Erzdämon*: Mona Nosferatuh ist eine Junghexe Stufe 9, hat aber Probleme ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Sie tritt ihren neuen Job im Museum an und trifft dort auf den Vampir Boris, den Werwolf Ben und die Skelettin Bärbel. Bei einem Einbruch ins Museum beschwört sie einen Dämon herauf. Doch Balthazar ist fortan an sie gebunden und muss immer erscheinen, wenn sie Hilfe benötigt. Beide versuchen sich mit dem Bund anzufreunden und dann kommen noch Gefühle dazu. – Werbung, da Rezensionsexemplar
Vielleicht Nie: Joana lebt ein sehr geordnetes Leben und verbirgt ihr innerstes vor der Welt. Doch ausgerechnet Killian, der Bruder ihrer besten Freundin Karla, schafft es hinter ihre Fassade zu gucken. Doch er ist wild und rastlos, was Jo gar nicht passt. Kann er sich dennoch in ihr Herz stehlen? – Der zweite Band einer tollen Reihe wieder mit tollen Charakteren und erwähnte ich schon, dass ich es toll fand?
Spiritus Daemonis: Teresa arbeitet in der Online-Beratung eines kleinen Esoterikladens. Dort versucht sich Vincent über einen Fake-Exorzismus zu informieren. Doch Teresa ahnt schlimmes und bleibt mit ihm in Kontakt. Denn der Fake-Exorzismus entpuppt sich als echter. – Spannendes Buch im Chat-Stil. Vorallem durch die versteckten Dinge, die man über die zugehörige App abspielen kann, fühlt man sie sich wie mitten drin.
Was waren eure Highlights?
*Mona – und täglich grüßt der Erzdämon habe ich als Rezensionsexemplar erhalten. Daher kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
True Crime Podcasts erfreuen sich großer Beliebtheit. Da war es nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu dem Thema einen Film oder eine Serie gibt. Disney dachte sich dies wohl auch und hat ein Disney+ Original in Serienform konzipiert. Wie das funktioniert erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Schauspieler Charles-Haden Savage (Steve Martin), Theaterregisseur Oliver Putnam (Martin Short) und Mabel Mora (Selena Gomez) leben alle im Arconia Appartement Gebäude in New York. Während sie zuvor keine Berührungspunkte hatten, finden sie durch Zufall heraus, dass sie alle den gleichen Lieblings-True-Crime Podcast haben. Dann gibt es während eines Feueralarms eine Leiche. Während die Polizei Suizid vermutet, sind sich die drei einig: Es war Mord.
Meine Meinung
Während ich mich mit dem Prinzip Podcast durchaus anfreunden kann und da auch so meine Favoriten habe, die ich regelmäßig höre, halte ich mich von True Crime Podcasts tendenziell fern. Allerdings zog mich die Serie Only murders in the building durchaus an. Ich hatte mich damit allerdings auch vorab nicht wirklich befasst und hielt es eher für eine Adaption von Cluedo oder ähnlichem „Wer ist der Mörder im großen Haus“. Enttäuscht wurde ich nicht, jedoch steht das Podcast Thema ebenfalls im Vordergrund. Aber nochmal ganz von vorne. Am Anfang lernen wir die drei Charaktere Charles-Haden Savage, Oliver und Mabel kennen, wobei wir von letzterer noch am wenigsten erfahren. Das Arconia und ein grober Überblick über die Bewohnenden folgt. Dann folgt der Feueralarm und die drei Charaktere treffen aufeinander und finden heraus, dass sie den gleichen Lieblings-True-Crime-Podcast haben. Als dann die Leiche von Tim Kono gefunden wird, machen sich die drei an die ersten Ermittlungen. Dies schweißt sie zusammen. Da Oliver chronisch Pleite ist, beschließt er durch einen eigenen Podcast wieder ein bisschen Geld zu machen, ein Sponsor ist auch relativ schnell gefunden. Dies ist die Ausgangsbasis, auf der die weiteren Folgen aufbauen. Dabei ist es interessant, wie die Serie es schafft jede Folge aus der Perspektive bzw. den Schwerpunkt auf einen anderen Charakter zu setzen. So kommt es, dass eine Folge fast ohne Dialoge auskommt, da es aus der Sicht eines Gehörlosen erzählt wird. Das Grundproblem der Serie ist jedoch, dass sie für das erzählte zu lang ist. 10 Folgen mit einer Länge von ca. 30 Minuten ergibt eben doch 5 Stunden Spieldauer. Dadurch wird die Geschichte oft sehr gestreckt, oder von den Charakteren zu viel unnötiges erzählt, um mehr Folgen zu generieren. Dadurch hat man jedoch das Gefühl, dass in den jeweiligen Folgen nichts passiert. Das Spannungslevel ist sehr niedrig und nach jeder Folge gab es diesen kurzen Moment, in der ich mich fragte, ob ich die Serie weiterschauen möchte. Dennoch bleibt es bis zum Ende spannend, wer jetzt schließlich der*die Mörder*in ist und da ich das unbedingt wissen wollte, bin ich eben doch dran geblieben. Nach der anfänglichen sehr langen Findungsphase wird es auch ein bisschen besser mit den gestreckten Folgen, aber die Geschichte wäre auch in sechs Folgen erzählt gewesen und das merkt man leider auch. Schauspielerisch war die Serie okay, auch wenn Selena Gomez in vielen Szenen nicht zu wissen scheint, was sie genau machen soll. Das war ein wenig anstrengend zu sehen.
Das Fazit
Only murders in the building hat einen coolen Handlungsansatz und macht die Suche nach dem*der Mörder*in echt schwer. Leider ist die Handlung zu wenig für die Länge der Serie, weswegen viel gestreckt wird, was sich auf das Spannungsniveau negativ auswirkt. Dennoch lohnt sich ein Blick hier.