Stranger Things – Die andere Seite – Staffel 1 – Folge 8
Darum geht’s – in der Serie
In Hawkins, Indiana gehen seltsame Dinge vor sich. Erst verschwindet Will Byers und kurz darauf taucht die schweigsame Elfie auf, die von Wills Freunden gefundet wurde. Sie scheint telekinetische Fähigkeiten zu haben und will ihnen bei der Suche nach Will helfen.
Darum geht’s – in der Folge
Hopper und Joyce werden zu einem Verhör festgehalten, die Jungs und Elf verstecken sich und Nancy und Jonathan rüsten sich. Alles steuert aufs große Finale hinaus. Wer überlebt? Werden sie Will endlich finden?
Der Weihnachtszauber
Es ist schwer über die Folge zu sprechen, ohne vorher die anderen gesehen zu haben bzw. ohne zu spoilern. Letztlich ist es das Staffelfinale. Bis auf die letzten fünf Minuten wird Weihnachten nicht erwähnt. Aber das mögliche Happy-end spielt zu den Festtagen. Wir erfahren, wie die übrig gebliebenen Charaktere Weihnachten feiern.
Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.
Darum geht’s – in der Folge
Monica und Rachel sind knapp bei Kasse und backen daher als Dankeschön Plätzchen für Postbote, Hausmeister und Co. Das kommt nur semi gut an. Als dann der Heizungsregler abbricht, wird es ganz schön heiß in der Wohnung. Gleichzeitig erfährt Phoebe, wer ihr Vater sein könnte. Chandler und Joey sind spät dran mit den Geschenken.
Der Weihnachtszauber
Eine zu heiße Weihnachtsparty, eine mögliche Familienzusammenführung und Last-Minute-Shopping, also für mich klingt das nach einer verdammt guten Mischung. Zusammen mit dem bekannten Friends-Charme macht die Folge auf jeden Fall Spaß.
Weihnachtsfaktor: 4**** – Schaut euch den schönen Baum an
Der November zog mit einer Grau in Grau Front über das Land. Über andere Entwicklungen wollen wir hier lieber nicht sprechen. Aber sagen wir die Laune ist getrübt. Immerhin sind die Kinos weiter offen und da lockten noch einmal einige Filme. Auch darüber hinaus ging es bei mir medial her, da sich für mich das Jahresende näherte. Gleichzeitig stand der November für mich im Zeichen eines ganz anderen Großprojekts: Der NaNoWriMo. Im (Inter-)National Novel Wiriting Month versuchte die ganze schreibende Gemeinschaft sich zu motivieren und 50.000 Wörter zu schreiben. Diesmal war ich mit dabei und zum Zeitpunkt, wenn ich diesen Beitrag schreibe, stehe ich mit 47.000 kurz vor der Zielgerade. Ein paar Tage habe ich noch, es sollte also machbar sein! Dennoch hier nun der mediale Rückblick auf den November.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Contra: Richard Pohl ist Dozent an einer Uni. Doch nach einigen grenzwertigen Äußerungen steht er vor einer Disziplinarsanhörung. Die Lösung: Er soll der Studentin Naima Hamid helfen, im Rhetorikwettbewerb weiter zu kommen. – Gut gespieltes Drama, dass das Thema Migration gut aufgreift und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet)
Dear Evan Hansen: Evan Hansen kämpft mit Panikattacken und Depressionen. In seiner Therapie wird ihm geraten, dass er sich jeden Tag einen Brief an sich selbst schreiben soll. Diesen klaut ihm sein Mitschüler Connor und steckt ihn ein. Am nächsten Tag wird er ins Büro des Direktors gerufen, um Connors Eltern zu treffen. Denn dieser hat Suizid begangen. Das einzige, was die Eltern fanden, war der Brief, den sie für einen Abschiedsbrief an den besten Freund halten. Evan landet in einem Lügenkonstrukt, weil er so endlich Aufmerksamkeit bekommt. – Rührendes Musical, auch wenn die Lieder zumindest in der deutschen Synchro nicht funktionieren.
Eternals: 5000 v. Chr. werden zehn Eternals zur Erde geschickt. Sie sollen sie dort vor den sogenannten Deviants schützen, dürften sich aber nicht in die Menschheitsgeschichte einmischen. Das führt ab einem gewissen Punkt zu Spannungen im Team und sie trennen sich. In der Gegenwart werden Sersi und Sprite von einem Deviant angegriffen, die sie für ausgestorben hielten. Ikaris kommt ihnen zur Hilfe. Zusammen ziehen sie los, um das Team wiederzuvereinen und die Emergenz bevorsteht. – Ein neuer Versuch aus dem MCU, der viel wollte, aber dabei das wesentliche aus den Augen verlor.
Last Night in Soho: Eloise zieht von Cornwall, wo sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und deren Liebe zu den 60ern aufgenommen hat, nach London. Sie wurde dort an einer Design Uni angenommen. Nachts träumt sie von einer jungen Sängerin namens Sandy, die es in den 60ern versucht zu etwas zu bringen. Schnell wird Sandy ihr Idol. Doch die Träume ändern sich zunehmends und bald wird Eloise auch im wachen Zustand verfolgt. – Starker Horror-Thriller, der nichts für schwache Nerven ist.
Ghostbuster – Legacy: Callie, Trevor und Phoebe Spengler sind Pleite und ziehen daher auf gut Glück in das frisch geerbte Haus von Callies Vater Egon. Das ist jedoch vollkommen heruntergekommen. Phoebe findet in dem Haus eine Geisterfalle und zeigt sie ihrem neuen Lehrer Mr. Grooberson, der sie daraufhin in seine Entdeckungen einbezieht. Denn in Summerville geht einiges vor sich. Zusammen mit Phoebes neuem Freund Podcast, untersuchen sie die Geschehnisse. – Sehr schwacher Anfang, gewinnt hinten raus an Tempo, lebt aber rein vom Nostalgiefaktor.
Encanto: Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto (Wunder) bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten. – Herzerwärmende Geschichte, rührend, typische Disneyfilmhandschrift.
Addams Family 2: Wednesday Addams nimmt an einem Naturwissenschaftswettbewerb an ihrer Schule teil, die vom Wissenschaftler Dr. Cyrus Strange gesponsort wird. Dieser ist schwer beeindruckt von ihrer Leistung, doch sie lehnt eine weitere Zusammenarbeit ab. Kurz darauf steht ein Anwalt vor der Tür, der beweisen will, dass Wednesday gar keine richtige Addams ist. Kurzentschlossen beschließen die Eltern Gomez und Morticia eine Reise quer durch die USA zu starten. Ein Roadtrip der anderen Art beginnt. – Wenn ich in einer Komödie nicht lachen muss, läuft einiges falsch. Billige Gags, wenig Charme, bleibt weit hinterm Potential zurück.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Erneut gesehen habe ich The guy who didn’t linke musicals und es hat mich noch mehr zum lachen gebracht, als beim ersten Mal sehen.
Heat: Lieutenant Vincent Hanna wird mit der Aufklärung eines Raubmordes betraut, die von einer Bande rund um Neil McCauley verübt wurde. Während Hanna sie bei einem weiteren Überfall erwischen will, identifiziert die Bande den Polizisten. Beide spielen fortan Katz und Maus miteinander. – Es war einfach nicht mein Film, auch wenn er objektiv seine Stärken hatte.
Taxi Driver: Travis Bickle hat Schlafstörungen und arbeitet daher als Taxifahrer in vielen Nachtschichten. Dabei erlebt er so einiges. Unter anderem verliebt er sich in die Wahlkampfhelferin Betsy, die ihn nach einem Date im Pornokino jedoch abweist. Als großes Projekt hat er sich auf die Fahne geschrieben, die minderjährige Prostituierte Iris zu retten. Doch dafür braucht er Waffen. – Das gleiche Problem, wie bei Heat.
The Big Lebowski: Jeffrey „The Dude“ Lebowskis Leben kommt ganz schön durcheinander als er mit einem Millionär mit gleichem Namen verwechselt und zusammengeschlagen wird. Da einer ihn auf den Teppich urinierte, will er sich bei seinem Namensvetter beschweren. Kurz darauf wird dessen Frau entführt und Lebowski engagiert den Dude, um die Lösegeldübergabe zu vollziehen. Die geht jedoch gewaltig schief. – Dem Film konnte ich auch objektiv nichts abgewinnen. Mir waren die Charaktere einfach nur zu blöd.
Gravity: Die Biomedizinerin Dr. Ryan Stone und der erfahrene Astronaut Matt Kowalski arbeiten in einem Außeneinsatz am Hubble-Teleskop. Dabei bekommen sie die Warnung, dass Trümmerteile im Orbit treiben. Kurz darauf werden sie getroffen, ihr Space Shuttle zerstört. Sie müssen nun versuchen zur nächstgelegenen Raumstation zu kommen. – Minimalistische Weltraumsurvival mit starker Besetzung.
Mord im Orient-Express (1974): Der Orient-Express von Istanbul bis Paris ist gut gefüllt, als der Detektiv Hercule Poirot einsteigt. Doch mitten in der Nacht kommt es zu einem Mord. Nun ist die Liste der Verdächtigen zwar überschaubar, immerhin müsste es einer der Passagiere sein, doch scheint noch eine ganz andere Geschichte dahinter zu stecken. – Hochkarätig besetzt, aber deutlich langsamer erzählt als die Neuverfilmung. Auch bin ich mit dem Poirot nicht warm geworden
Apollo 13: Die Astronauten James Lovell, Fred Haise und Thomas Mattingly werden für die Mission Apollo 13 ausgewählt, die zum Mond fliegen soll. Ein paar Tage vorher wird jedoch Mattingly gegen den zur Reserve-Crew gehörenden John Swigert ausgetauscht, da ein Gesundheitsrisiko besteht. Kurz nach dem Start kommt es schon zum ersten technischen Problem, was aber nicht weiter schlimm ist. Doch bei einem Manöver kommt es zu einer Explosion. Nun muss Houston und das Team der Apollo 13 alles geben, damit sie sicher wieder landen können. – Spannend, mitreißend, wow.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Respect: Filmbiographie über Aretha Franklin mit Jennifer Hudson in der Hauptrolle. Trailer sah schonmal gut aus.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Eiffel in Love
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Pretty Smart – Staffel 1 (Eigentlich basiert die Geschichte auf einer vorurteilsbehafteten Idee, aber sie hat mich durch ihre Herzlichkeit und ihre Witze in Beschlag genommen. Ich mag sie einfach)
Superstore – Staffel 3-4 (Es wird weiter turbulent in der Cloud 9 Filiale)
Olaf präsentiert – Staffel 1 (War es in Frozen 2 noch super witzig, kann diese Miniserie durch ihre Kürze überzeugen, aber man sollte sie trotzdem in Maßen gucken)
The magic of Animal Kingdom – Staffel 1 (Eine Dokuserie über die Tiere im Animal Kingon im Disney World, Florida. Für Fans von Zoodokus sehr zu empfehlen)
Star Trek: Lower Decks – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel schafft es wieder mit ihrem Humor und ihren guten Ideen zu überzeugen)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 7 Seiten gesamt: 2.546 Seiten pro Tag: 85 im Durchschnitt Taschenbuch: 7
Die Helden von Midgard: Viele Jahre vor den Geschehnissen in die Götter von Asgard stehen die Walküre Kara und der Gott Tyr Seite an Seite in Midgard. Denn dort soll der junge Erik ein Held werden. Doch auf dem Weg dorthin lauern Gefahren, vor allem als dann auch noch Loki seine Finger im Spiel hat.
Mona – und täglich grüßt der Erzdämon: Mona Nosferatuh ist eine Junghexe Stufe 9, hat aber Probleme ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Sie tritt ihren neuen Job im Museum an und trifft dort auf den Vampir Boris, den Werwolf Ben und die Skelettin Bärbel. Bei einem Einbruch ins Museum beschwört sie einen Dämon herauf. Doch Balthazar ist fortan an sie gebunden und muss immer erscheinen, wenn sie Hilfe benötigt. Beide versuchen sich mit dem Bund anzufreunden und dann kommen noch Gefühle dazu.
Sepharial: Lathalia lebt in einer kalten Welt. Als Adlige ist ihr Leben sehr angenehm, als Frau eher weniger. So soll sie den Leutnant Nikion heiraten, wovon sie zunächst wenig begeistert ist. Dann trifft sie auf den Dieb Fanai und folgt ihm in seine Welt, die heiß und voller Sand ist. Er lebt in Armut und kämpft regelmäßig ums Überleben. Ihre Welten sind durch die Sepharial verbunden, doch genau diese soll Fanai stehlen. – Am Anfang habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, gegen Ende konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.
Vielleicht Nie: Joana lebt ein sehr geordnetes Leben und verbirgt ihr innerstes vor der Welt. Doch ausgerechnet Killian, der Bruder ihrer besten Freundin Karla, schafft es hinter ihre Fassade zu gucken. Doch er ist wild und rastlos, was Jo gar nicht passt. Kann er sich dennoch in ihr Herz stehlen? – Der zweite Band einer tollen Reihe wieder mit tollen Charakteren und erwähnte ich schon, dass ich es toll fand?
Hidden Worlds: Elliot lebt zusammen mit seinem Vater, der sich kaum noch aus seinem Fernsehsessel bewegt. Als Elliot seinen Job verliert und das Geld knapp wird, schickt sein Vater ihn zu einem alten Bekannten. Kurz darauf hat er einen Job im Merlin-Center für den magischen Bedarf und betreut dort die magischen Wesen. Und zufällig erfährt er auch etwas über seine Familiengeschichte. – Ein magisches Kaufhaus macht die etwas schleppende Handlung eindeutig wett.
Blade Runner: Der Prämienjäger Rick Deckard wünscht sich nichts mehr als ein echtes Tier, damit er sein elektrisches Schaf nicht mehr verstecken muss. Doch in seiner Welt, die Erde nach einem Atomkrieg, sind fast alle Tiere ausgestorben. Menschen, die zum Mars auswandern wird für die Reise ein Android zugeteilt, der jedoch auf der Erde als Bedrohung angesehen wird. Rick bekommt den Auftrag eine ganze Gruppe entflohener Androiden zu finden und auszuschalten. Dabei muss er einsehen, dass die Grenze zwischen Mensch und Maschine sehr verschwommen ist. – Ein sehr langatmiger Klassiker.
Nalas Welt: 1 Bike – 1 World. So der Plan des Schotten Dean Nicholson. Er radelt auf seinem Fahrrad quer durch Europa, als er in Bosnien eine Straßenkatze findet. Er tauft sie Nala und nimmt sie mit auf seine Reise. Fortan sind sie ein Herz und eine Seele und erleben allerlei spannendes. – Reisebiographie mit hohem Süßfaktor. Funktioniert größtenteils, hat aber auch zwischendrin ein paar Längen.
Immer für dich da – Vor Ewigkeiten – Staffel 1 Folge 10
Darum geht’s – in der Serie
Tully Hart, eine erfolgreiche Talk-Show Moderatorin und Kate Mularkey, Hausfrau und mitten in der Scheidung, sind seit ihrer Kindheit die besten Freundinnen. Während Tully aus schwierigen Verhältnissen mit ihrer drogensüchtigen Hippie-Mutter kam, ist Kate sehr behütet aufgewachsen. Doch trotz aller Gegensätze sind sie immer für einander da.
Darum geht’s – in der Folge
In ihrer Kindheit laden Kates Eltern Tully und ihre Mutter zum Weihnachtsabend ein. Dabei kommt es zum Streit. In den 80ern kommen sich Kate und Johnny nach einem Herzinfarkt ihres Vaters zu Weihnachten näher. In der Gegenwart kämpft Tully mit ihrem neuen Chef. Kate steht zwischen den Stühlen.
Der Weihnachtszauber
Die gesamte Serie wird über drei Zeitebenen erzählt. Diesmal ist bei allen drei Weihnachten. Doch wie die gesamte Serie über, gibt es hier eigentlich nur Drama über Drama. Absolut nachvollziehbar für Grinche wie mich, aber versprüht eben doch wenig Weihnachtsstimmung.
Herzlich Willkommen zur sechsten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr – einem Reportagenspecial. Heute mit dabei: Eine chaotische Köchin, einem fancy Motel, Aufräumen mal anders, traumhaften Häusern und Zickenkrieg in Australien.
Cooking with Paris – Staffel 1
Die Handlung: Paris Hilton hat ihren Ruf als IT-Girl und Partymaus hart erarbeitet. Doch nun will sie es ruhiger angehen lassen und sesshaft werden. Damit sie ihren Verlobten auch kulinarisch verwöhnen kann, versucht sie sich an einigen Rezepten. Dabei bekommt sie prominente Unterstützung.
Meine Meinung: Man kann von Paris Hilton halten, was man möchte, aber die Frau weiß sich zu vermarkten. Wie viel von der hilflosen Blondine in gewagten Designeroutfits gespielt ist und wie viel wirklich sie, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall versteht sie etwas von gewagtem Auftritt. Auch die Kochshow selbst wirkt wie eine einzige Selbstinszenierung. Daneben wirkt Kim Kardeshian wie die Vorzeigehausfrau schlechthin. Wenn man die Serie aber mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet, funktioniert sie erstaunlich gut. Die Rezepte sind abwechslungsreich und aufwendig. Die grundsätzliche Überforderung beim Kochen für Anfänger*innen ist oftmals durchaus nachvollziehbar. Es ist eher das drum herum – ich meine wer kocht freiwillig im Abendkleid und mit Seidenhandschuhen? – das so herrlich abstrus wirkt. Sagen wir für die leichte Unterhaltung zwischendurch funktioniert die Serie erstaunlich gut. Man sollte nur keine Erwartungen an sie haben.
Motel Makeover – Staffel 1
Die Handlung: Die Freudinnen April und Sarah haben bereits ein Motel zusammen eröffnet. Nun wollen sie ein weiteres übernehmen. Dafür suchen sie sich ein heruntergewirtschaftetes und verpassen ihm ihren ganz eigenen Stil.
Meine Meinung: Eigentlich hatte ich nur durch Zufall auf die Serie geklickt, wollte nur kurz reinschauen. Dann war ich kurzzeitig abgeschreckt, weil es um ein Renovierungsprojekt über eine ganze Staffel geht. Ich befürchtete, dass es sich dadurch ziehen könnte. Doch schon nach einer Folge konnte ich nicht mehr wegschalten und habe die Staffel in drei Tagen durchgebinged. Dabei ist es vor allem die positive Art der beiden Freundinnen, die mich immer wieder mitgerissen hat. Ihre Vorliebe für gewisse Farben und einem guten Rosé sorgte fast dafür, dass ich meinen Weinvorrat aufgestockt hätte. Aber auch darüber hinaus ist es spannend, auch wenn die beiden sich eher durch überspielte Inkompetenz auszeichnen. Dennoch funktioniert es gut, da die beiden sich an den wichtigen Stellen Hilfe holen und genau wissen, wo ihre Stärken sind. Letztlich ziehen sich die Renovierungen tatsächlich aber eher Corona geschuldet. Mir hat die Serie gut gefallen und ich freu mich schon auf das nächste Projekt der beiden.
Glück und Freude mit Marie Kondo – Staffel 1
Die Handlung: Nach ihrem Aufräumerfolg ist Marie Kondo mit einer neuen Serie zurück. Auch diesmal geht es rund um das Thema Aufräumen. Sowohl am Arbeitsplatz als auch – und hier vorallem – im Leben der Teilnehmer*innen. Dabei will sie Glück und Freude verteilen.
Meine Meinung: Marie Kondo hat für eine weltweite Welle gesorgt. Entweder mochte man ihren Aufräumstil und hat ihre Tipps und Tricks auch gleich umgesetzt, sowie bei mir, oder man konnte damit wenig anfangen. Doch ihre Standardfrage „Does it spark joy?“ (Deutsch = Entfacht es Freude?) ist noch immer in aller Munde. Nun kam keine direkte zweite Staffel, sondern eine neue Kurzserie mit drei Folgen. Diesmal geht es primär um Arbeitsplätze, die es gilt aufzuräumen. Dabei geht Marie jedoch tiefer und packt Probleme an der Wurzel, die meistens im familiären liegen. So schafft sie es mit ihren Aufräumaktionen Glück und Freude ins Leben der Teilnehmer*innen zu bringen. Dabei sind es die Geschichten, die einen mitnehmen und mitfiebern lassen. Gespickt wird es auch hier mit einigen schönen Aufräumtipps, die man gut umsetzen kann. Denn am Arbeitsplatz ist vieles einfach nötig, entfacht aber nicht unbedingt Freude. Dabei ist Marie mit ihrer Art wieder ein wichtiger Bestandteil der Serie, drängt sich jedoch nicht in den Vordergrund, sondern lässt die Geschichten für sich sprechen.
Traumhaus Makeover – Staffel 1-2
Die Handlung: Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze.
Meine Meinung: Nachdem mir Motel Makeover so gut gefiel, bin ich bei den Empfehlungen bei den Traumhäusern gelandet. Bereits nach einer Folge hatte mich auch diese Serie gefangen und ich habe in kürzester Zeit beide bereits erschienen Staffeln durchgebinged. Auch hier sind es vor allem die McGees, die durch ihre grundsympathische Art einen gefangen nehmen. Hinzu kommt auch, dass die Projekte teilweise wirklich spannend sind und man das Endergebnis sehen will. Hier wird im Gegensatz zum Motel in jeder Folge ein anderes Projekt vorgestellt. Dabei reicht die Palette von einzelnem Raum zu ganzem Haus. Alles ist möglich. Interessant fand ich auch, dass es diesmal auch alle möglichen Budgets gab. Also auch kleine Budgets berücksichtigt wurden. Demnach gab es dann eher kleinere Änderungen, aber sie wurden nicht von vornherein abgelehnt. In Staffel zwei ist dann auch Corona und die Auswirkungen wieder mit enthalten, da es sich mit den Dreharbeiten überschnitten hat. Auch hier ist es interessant, wie in der Branche und den USA damit umgegangen wurde.
Instant Hotel – Staffel 1-2
Die Handlung: In Australien wird es immer mehr zur Mode das eigene Heim auch als Hotel anzubieten, also daraus ein sogenanntes Instant Hotel zu machen. Verschiedene Besitzer*innen treten gegeneinander an, um herauszufinden, wer Australiens bestes Instant Hotel hat.
Meine Meinung: Nachdem mir die beiden Makeover Serien so gut gefielen, hat mir Netflix diese Serie vorgeschlagen.Durch einen Fehler auf der Streamingplattform begann ich mit Staffel 2. Hier lernen wir vier Paare kennen, die ihre Instant Hotels nach einander präsentieren. Die besten zwei kommen ins Finale. Neben den anderen Paaren gibt es eine Jury aus zwei professionellen Bewerter*innen. Das hat vergleichsweise gut geklappt, auch wenn ein paar ziemlich arrogant und zickig war, aber hey, das hat zumindest für Stimmung gesorgt. Wirklich schlimm wurde es erst, als ich mir danach noch die erste Staffel ansah. Denn hier gab es zwei Runde mit je fünf Paaren und nur einer professionellen Jurymeinung. War ich schon über die Zickereien in der ersten Runde erstaunt, versetzte die zweite der Serie den Todesstoß. Nur Intrigen, Lügen, Bevorteilung und Zickereien. Es war echt ein Armutszeugnis. Für so ein Niveau kann ich auch nachmittags ins Privatfernsehen schalten. Hätte ich mit der Staffel angefangen, hätte ich die zweite wohl nie gesehen. Wer auf niveauvolle Unterhaltung steht, sollte von dieser Serie die Finger lassen.
Und da ist auch der Gruselmonat auch wieder vorbei. Wir haben einen Sturm überlebt, der Herbst war eher verregnet als golden, was mich eher vor den heimischen Fernseher als ins Kino gezogen hat. Daher hier auch ohne weitere Vorrede, mein medialer Rückblick auf den Oktober 2021.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
James Bond 007 – No time to die: Fünf Jahre nach Spectre wird die Biowaffe „Herakles“ aus einem Labor in London gestohlen. Da der MI6 und M ihre Finger mit im Spiel haben, wird eine Agentin auf den flüchtigen Forscher Obruchev angesetzt. Gleichzeitig bittet Felix Leiter von der CIA James Bond ebenfalls um Hilfe bezüglich Herakles. Obwohl eigentlich im Ruhestand, muss Bond von Kuba zurück nach London und sich einigen Personen aus der Vergangenheit stellen. – Würdiger Abschluss der Craig-Ära.
Es ist nur eine Phase, Hase: Paul und Emilia sind verheiratet, haben drei Kinder und werden von ihrem Freundeskreis gerne als das perfekte Paar bezeichnet. Doch beide sind festgefahren und vor allem Emilia ist zunehmend unglücklich. Daher beschließen sie eine Pause einzulegen. Begleitet von ihren Freund*innen diskutieren sie die Alterspubertät und versuchen herauszufinden, was sie vom Leben wollen. – Seit langem nicht mehr so viele Fremdschämmomente gehabt. Sehr problematische Umsetzung.
Venom – let there be carnage: Nach den Ereignissen im ersten Teil ist Venom immer noch im Körper von Eddie Brock. Beide kommen mehr oder weniger miteinander aus. Für seine journalisitsche Karriere wird Eddie immer wieder zu Vernehmungen mit dem Serienmörder Cletus Kasady gerufen. Als dieser in Berührung mit Eddies Blut kommt, macht er eine folgenschwere Verwandlung durch. – Nicht so schlimm, wie der Trailer vermuten ließ, kommt aber auch nicht aus den gängigen Schemata heraus.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
James Bond 007: Casino Royale: James Bond reist nach Montenegro um Le Chiffre im Poker zu schlagen, da dieser viel Geld verloren hat und das versucht wieder zu bekommen. Unterstützt wird er vor Ort von Vesper Lynd und Rene Mathis. Auch der CIA-Agent Felix Leiter klinkt sich ein und unterstützt Bond finanziell. – Guter Einstieg in die Craig-Ära, aber noch mit Potential nach oben.
James Bond 007: Ein Quantum Trost: Nach den Ereignissen in Casino Royale ist James Bond auf der Jagd nach Mr. White. Dabei trifft er auf Mr. Greene, der Anführer einer Geheimorganisation, die sich als Umweltschutzorganisation tarnt, aber das genaue Gegenteil umsetzt. – Ein sehr kurzer und eher schwacher Bond, da es hier rein um die Rache aus Film 1 geht.
James Bond 007: Spectre: Nach einem eigenständigen Auftrag in Mexiko-Stadt, den er von der in Skyfall verstorbenen M erhielt, wird James Bond vom neuen M suspendiert. Denn dieser hat gerade mit dem Chef des Joint Intelligence Service C zu kämpfen, der verschiedene Auslandsgeheimdienste zusammenführen will. Doch Bond lässt sich nicht aufhalten und ist kurz darauf einer Organisation namens Spectre auf den Fersen. – Nach Skyfall ein eher schwacher Bond, der sich zu sehr ins große verrennt.
Tom & Jerry: Nach vielen Jahren der Rivalität gehen Tom & Jerry getrennte Wege. Dabei kommt Jerry in einem Hotel unter. Die neu eingestellte Quereinsteigerin Kayla wird abgestellt, um das Mäuseproblem in Griff zu bekommen, da eine wichtige Hochzeit bevorsteht. Dabei heuert sie ausgerechnet Tom an. – Hat wenige Witze Momente, eine nette Grundhandlung, aber mehr halt nicht.
Palm Springs: Auf einer Hochzeit lernt Sarah Nyles kennen. Beide verziehen sich in die Wüste, doch als Nyles von einem Pfeil getroffen wird, folgt sie ihm in eine Höhle. Kurz darauf muss sie feststellen, dass beide den gleichen Tag nun immer und immer wieder erleben. Das sorgt vor allem bei Sarah für Panikattacken. – Solider Täglich grüßt das Murmeltier Film, für einen verregneten Sonntagnachmittag.
Nightbooks: Alex stürmt nach einem desaströsen Geburtstag traurig und wütend aus der Wohnung seiner Eltern. Dabei findet er ein Appartement, das ihn magisch anzuziehen schien. Kurz darauf ist er in eben diesen gefangen, denn es gehört einer Hexe. Damit sie ihn nicht frisst, muss er ihr jeden Abend eine Gruselgeschichte erzählen. Dabei hat sich Alex geschworen keine Gruselgeschichten mehr zu erzählen.- Nette Handlung, tolle Atmosphäre, schwaches Schauspiel bei den Jungdarsteller*innen.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Fly: Bex soll an einem Resozialisierungsprogramm im Gefängnis teilnehmen. Mit Hilfe des Tanzes soll sie aus ihrer Einzelkämpfereinstellung herausfinden. Dabei trifft sie auf Jay. – Tanzfilm aus Deutschland sah im Trailer noch ganz spannend aus.
The last duel: Nachdem ein Knappe gewaltsam in sein Haus eindringt, weigert sich seine Frau zu schweigen und bringt den Fall der Übergriffigkeit vor Gericht. Dadurch provoziert sie das letzte Duell in der Geschichte Frankreichs. – Nach dem Trailer war ich mir unsicher, was der Film aussagen will, aber interessiert bin ich dennoch.
Contra: Der Jura-Professor Richard Pohl äußert mehrere rassistische Bemerkungen gegenüber der Erstsemesterin Naimi Hamid. Das sorgt für viel Unmut. Damit Pohl seinen Job nicht verliert, soll er Hamid für einen Rethorikwettbewerb fit machen. Davon sind beide nur wenig begeistert. – Handlung klingt interessant, ich bin gespannt auf die Umsetzung.
Dear Evan Hansen: Evan soll im Auftrag seiner Therapeutin Briefe an sich selbst schreiben. Sein Mitschüler Connor klaut ihm den Brief. Doch kurz darauf begeht Connor Suizid und seine Eltern finden Evans Brief an sich selbst und glauben, dass es Connors letzte Worte waren. Kurz darauf befindet sich Evan in einem Strudel, aus dem er nicht mehr herauskommt. – Allein der Trailer hat mich zu Tränen gerührt. Wenn ich den Film noch sehe, werde ich viele Taschentücher brauchen.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es The Boss Baby 2 & The Ice Road
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Queer Eye – Staffel 1-2 – noch immer eine meiner absoluten Lieblingsserien mit gute Laune Garantie.
Instand Hotel – Staffel 1 (Hätte ich die erste Staffel zuerst gesehen, hätte ich nicht weitergeschaut. Es wurde immer schlimmer, was die Zickereien und Hinterhältigkeiten angeht)
Brain Games – Staffel 4 (Erneut eine Staffel voller Mindfuck-Momente und interessanter Studien)
Superstore – Staffel 1-2 (Witzige Sitcom über die Belegschaft in einem sogenannten Superstore)
What if … – Staffel 1 (Eine Was wäre wenn Anthologie aus dem Marvel-Universum, leider meist nur nett in der Ausgangsidee, nicht in der Umsetzung)
Murdoch Mysteries – Staffel 1 (Spannende History-Crime Serie im Toronto der 1890er Jahre)
American Gods – Staffel 3 (Die Geschichte rund um den Kampf zwischen den alten und den neuen Göttern geht weiter, weiterhin sehr ruhig erzählt. Großer Cliffhanger am Ende und dann wurde die finale vierte Staffel abgesagt…)
Locke & Key – Staffel 1 (Spannende Mysterieserie, die sich ein bisschen zu sehr streckt)
Modern Family – Staffel 11 (Die finale Staffel zieht noch einmal alle emotionalen Register und findet ein wunderbares Ende)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 9 Seiten gesamt: 3.402 Seiten pro Tag: 110 im Durchschnitt Gebundenes Buch: 2 Taschenbuch: 4 E-Book: 3
Fade away: Kyra fängt frisch ihr Studium an und versucht dabei ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch in der ersten Vorlesung äußert ihr Dozent einige sexistische Bemerkungen. Da niemand außer sie sich daran zu stören scheint, beschließt sie einen Podcast zu starten, um auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Dabei lernt sie Milan kennen. – Etwas langatmiger Einstieg, aber danach spannend, mitreißend und behandelt vor allem viele ernste Themen.
Halloween in Nebelwald: Nebelwald ist ein kleiner Ort mitten in Thüringen. Während Michelle auf eine Party in einer alten Fabrik geschleppt wird, versucht Stephan seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren und nimmt ein unmoralisches Angebot an. Doch etwas lauert in dem Wald und möchte keine ungebetenen Gäste. – Kurzweilige, aber spannende Geschichte passend zu Halloween.
When we dream: Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern mit ihren beiden Schwestern zusammen in Chicago. Sie liest viel und zieht sich aus der Außenwelt zurück. Dann lernt sie Jae-Yong kennen. Beide haben sofort einen Draht zueinander. Doch Jae-Yong ist ein weltweit berühmer K-Pop-Star. Und sein Vertrag verbietet ihm eine Freundin zu haben. – Emotionsgeladener Auftakt einer vielversprechenden Geschichte auch für Leser*innen, die nichts mit K-Pop anfangen können.
Malady Wild Emotions | Malady Intense Moments | Malady True Feelings: Die Geschichte rund um Malady, die Almeida Brüder und Narciso geht weiter. Malady ist in die USA zurückgekehrt, um nach ihrem krebskranken Bruder zu sehen. Dabe bemerkt sie nicht, dass der Schatten ihr dicht auf den Fersen ist. Es wird brenzliger, spannender und heißer. – Der Strudel aus Gewalt, Intrigen und Erotik wird immer größer. Nachdem der vierte Band ein ziemlicher Durchhänger war, wurden die anderen umso spannender.
Der Orden des geheimen Baumes 2 – Die Königin: Ead ist in ihre Heimat zurückgekehrt, doch die Angst um Königin Sabran ist ihr ständiger Begleiter. Tané trauert weiter um den Verlust ihrer Drachin und Niklas Roos ist noch immer in den Griffen der Piraten. Doch die Lage ist brenzliger als je zuvor. – Wie der erste Band sehr langsam und leider auch angatmig erzählt. Gegen Ende dafür viel zu gehetzt. Ich bin mit dem Erzählstil einfach nicht warm geworden.
Talus 2: Talus, der geheime Würfel der magischen Welt, der den Herzenswunsch, aber auch die größte Angst erfüllt, wurde gewürfelt. Die ersten Folgen sind zu merken. Erin und Kaito sitzen im magischen Gefängnis, bis ihr Mitwirken geklärt ist. Noah versucht das Verschwinden seines Vaters zu klären. Und dann ist da noch Jessica, eine Runenhexe, die mit dem Tod eines geliebten Menschen nicht zurecht kommt. Können sie die Pläne der gefährlichen Caradain aufhalten? – Spannende und magische Fortsetzung, die mir mehr als einmal das Herz gebrochen hat.
Knights 1: Charlotte will seit einem Vorfall in ihrer Kindheit nichts mehr mit der Geheimgesellschaft der Erben der Tafelrunde, kurz KORT, zu tun haben. Doch als eine abtrünnige Gruppe sie aufsucht, rennt sie in eine Gruppe KORTs und muss bei ihnen Unterschlupf suchen. Dabei erfahren diese von ihren sehr seltenen Fähigkeiten. Nun muss sie ihr Erbe begreifen und zusammen mitder Gruppe gegen eine uralte böse Macht antreten. Gleichzeitig muss sie mit ihren Gefühlen für den Lancelot-Erben Noel zurecht kommen. – Ich liebe die Bücher von Lena Kiefer und hier hat sie wieder den Auftakt zu etwas ganz besonderem geschaffen.
Nach WandaVision, Falcon and the Winter Soldier und Loki sollte eigentlich erst Hawkeye die nächste große Serie werden, die direkt dem MCU (Marvel Cinematic Universe) zugeordnet wird. Doch dann kam die Nachricht: Auch die Animationsserie What if… sollte nicht nur als Begleitserie gelten, sondern direkten Einfluss auf die Geschehnisse im MCU haben. Da es sich hier um alternative Welten handelt, ist damit wohl die letzte Tür zum Multiversum geöffnet worden, die WandaVision und Loki bereits angestoßen haben. Was die Serie denn nun kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier fasse ich normalerweise die relevanten Filme und Serien aus dem MCU zusammen und erwähne, welche gut wären, darüber hinaus gesehen zu haben. In diesem Fall gibt es aber in der Serie so viele Anspielungen, dass es sich grundsätzlich lohnt alles zuvor erschienende aus dem MCU gesehen zu haben. Zumindest die Serien kann man erst einmal außen vor lassen, aber die Filme tragen zum Verständnis bei.
Die Handlung
Der Watcher (Jeffrey Wright) bewacht die Multiversen. Denn durch jede Entscheidung öffnet sich ein anderer Handlungsstrang. In dieser Serie befasst sich jede Folge mit einem Gedankenspiel. Was wäre wenn, etwas eingetreten oder nicht eingetreten wäre und wie hätte das den Handlungsfluss geändert.
Meine Meinung
Ich mag Was wäre, wenn Gedankengänge. Die unbegrenzten Möglichkeiten, wenn man einfach nur eine Komponente verschiebt. Und gerade im MCU durch die vielen Serien und Charaktere ergeben sich eine Unmenge an Möglichkeiten. Umso gespannter war ich auf die Serie und welche Möglichkeiten umgesetzt werden. Die einzelnen Episoden befassen sich auch je mit einer Variante. Erst die letzte Folge vereint die vorherigen und führt die Serie so zu einer Aussage zusammen. Dabei ist fast jede*r Held*in aus den Filmen vertreten. Teilweise treffen sie auch aufeinander, wo man es nicht erwartet hätte. Dabei klingen die What if zu Anfang sehr interessant. Leider können die wenigsten Episoden die Erwartungen halten. Denn irgendwo verstrickt sich die Handlung stets immer weiter und am Ende bleibt von der Ausgangsfrage nichts mehr übrig als eine nette Idee. Nehmen wir als Beispiel mal die erste Episode. Was wäre, wenn Peggy Carter Captain America wäre und nicht Steve Rogers. Klingt nach einer Idee, aus der man viel hätte machen können. Stattdessen wird der Film Captain America mehr oder weniger nacherzählt nur mit Peggy in Anzug und Schild. Das ist enttäuschend, weil ich mir von der Grundfrage anderes erhofft hatte. So zieht es sich auch durch die anderen Episoden. Zwischendurch gibt es wirklich spannende und gut durchdachte, die am Ende aber in der Unterzahl bleiben. Der Animationsstil ist darüber hinaus auch sehr gewöhnungsbedürftig, wird sich doch an den Darsteller*innen aus den Fimen orientiert und nicht an den Comicdarstellungen. Das funktioniert jedoch nur bedingt, da die Animation sehr lieblos wirkt und wenige Details aufweist. Verbunden mit der deutschen Synchronisation, die bemüht war die Originalsynchronstimmen zu verwenden, es aber nicht bei allen Darsteller*innen geschafft hat, wirken einige Charaktere wie Fremdkörper. So haben wir einen Iron Man, der zwar nach Robert Downey Jr. aussieht, aber nicht so klingt. Gerade hier ist die neue Synchronstimme auch sehr unpassend, wenn man über viele Filme hinweg an die andere gewöhnt war. Letztlich spielen hier wahrscheinlich viele enttäuschte Erwartungen mit rein, aber im gesamten konnte mich die Serie nicht überzeugen. Allerdings bildet sich dadurch ein Muster aus Gut (WandaVision) – Enttäuschend (Falcon and the Winter Soldier) – Gut (Loki) – Enttäuschend (What if…) – also kommt danach wohl wieder Gut (Hawkeye). Ich freu mich auf jeden Fall auf die Serie mit meinem Lieblingsavenger.
Das Fazit
What if… hat eine gute Grundidee, schafft es aber nur selten, die Erwartung hinter der alternativen Idee zu halten. Die Animation wirkt teilweise lieblos und gewöhnungsbedürftig. Im gesamten eher enttäuschtend, da hier mehr Potential war.
Auch das dritte Quartal des Jahres ist geschafft, daher gibt es hier mal wieder einen Rückblick. Hier also im Kurzüberblick meine Highlights von Juli bis September. Jeweils zu Kino, Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.
Meine fünf Kino Highlights
1. Cruella
Estella landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper und Horace trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört. – Stilsicher und doch einfach nur cool. Cruella haut einem als Gesamtkunstwerk einfach vom Hocker.
2. Dune
Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.
3. Promising Young Woman
Cassie Thomas hat ihr Medizinstudium nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin abgebrochen. Jetzt arbeitet sie in einem Café und verbringt ihre Abende in Clubs, wo sie so tut, als wäre sie sturzbetrunken und dann mit Männern mitgeht, die sie als leichte Beute ansehen. Nach und nach sucht sie Leute aus der Vergangenheit auf, um die Geschehnisse auf unkonventionelle Art aufzuarbeiten. – Locker erzählt, dabei ein schwieriges, aber wichtiges Thema sehr gut aufgearbeitet.
4. The Father
Anthony ist 80 Jahre alt und dement. Dennoch will er seine Wohnung nicht verlassen und beteuert, dass er gut allein zurecht kommt. Seine Tochter Anne versucht so gut es geht für ihn da zu sein, doch stößt allmählich an ihre Grenzen. – Brilliant gespielt, die Handlung ergibt sich erst gegen Ende vollständig. Überzeugt vor allem durch den unkonventionellen Erzählstil.
5. Free Guy
Guy lebt in Free City. Was er nicht weiß ist, dass er ein Charakter in einem Videospiel ist. Als er auf Molotov Girl trifft, fällt er aus seiner Endlosschleife heraus und versucht sie zu beeindrucken. Diese wiederum ist eine Spielerin, die einen Feldzug gegen den Entwickler des Spiels führt. – Eine wunderbare Videospieladaptionparodie, die viel Spaß macht.
Meine fünf filmischen Highlights
1 Die Vögel
Mitch Brenner spielt Melanie Daniels einen Streich. Sie will sich rächen und fährt dafür zu seinem Haus in Bodega Bay. Dort bleibt sie unerwartet länger und kommt Mitch näher. Doch die Vögel in Bodega Bay fangen an sich sehr merkwürdig zu verhalten. – Klassiker von Hitchcock mit sehr unbefriedigendem Ende.
2. Schindlers Liste
Oskar Schindler ein Mitglied der NSDAP will eine Emaillefabrik bei Krakau zu neume Leben erwecken und benötigt dafür Arbeiter. Aus Kostengründen entscheidet er sich für Juden aus dem neugeschaffenem Ghetto. Über die Jahre setzt er sich immer wieder für seine Arbeiter*innen ein und rettet damit ca. 1200 Juden*Jüdinnen das Leben. – 195 Minuten bedrückende Geschichte und jede Szene ist notwendig und wichtig.
3. Das Phantom der Oper (Musical)
Als die neuen Operndirektoren Andre und Firmin die Oper übernehmen, wollen sie nichts von dem Phantom der Oper wissen. Doch die mysteriösen Vorfälle häufen sich, so dass die Primadonna Carlotta ausfällt. An ihre Stelle tritt Christine Daae, die dadurch ihre Jugendliebe Raoul wiedertrifft. Dies ruft das Phantom, ihren geheimnisvollen Lehrer, der sich in sie verliebt hat. – Atemraubende Verfilmung des Musicals von Andrew Lloys Webber.
4. The guy who didn’t like musicals
Paul mag keine Musicals. Doch nach einem Kometenabsturz fangen alle um ihn rum an zu singen und tanzen. Was hat es damit auf sich? – Leicht abgedrehte Musicalnummer, die total viel Spaß macht.
5. Das wandelnde Schloss
Eine junge Hutmacherin wird von einer Hexe verflucht und wacht als alte Frau auf. Auf ihrer Suche nach Erlösung, trifft sie auf einen Zauberer in einem wandelnden Schloss. Sie heuert als seine Putzfrau an und merkt, dass auch er errettet werden muss. – Bisher eines meiner liebsten Studio Ghibli-Filme.
Meine fünf serienlastigen Highlights
1 Loki – Staffel 1
Loki Laufeyson konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat. – in paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten.
2. We bare bears – Staffel 1
Die Bären Eisbär, Panda und Grizz leben in einer Höhle im Wald. In ihrem Alltag oder ihren Besuchen in der Stadt erleben sie allerhand Abenteuer. – Lustige und herzerwärmende Kinderserie
3. The Unicorn – Staffel 2
Wade hat vor einem Jahr seine Frau verloren. Nach der Trauerphase müssen er und seine beiden Töchter Natalie und Grace wieder nach vorne schauen. Immer mit dabei sind die befreundeten Pärchen Forrest und Delia und Ben und Michelle. Die sind es auch, die Wade ermutigen wieder zu daten. Denn als Witwer sei er ein „Unicorn“ und daher sehr begehrt bei den Frauen. – Auch die zweite Staffel war wieder sehr witzig, hat die Charaktere gut weitergeführt und sorgte für gute Laune.
4. Motel Makeover – Staffel 1
April und Sarah wollen in Kanada ein in die Jahre gekommenes Motel mit geringem Budget wieder aufpolieren und mit ihrem eigenen Stil versehen. Dabei kommt es zu allerhand unvorhergesehenem, wobei das gravierendste wohl die Corona-Pandemie sein dürfte. – Ich hatte erst Bedenken, dass eine Staffel für ein Motel zu lang wäre, aber die Folgen sind spannend und interessant gestaltet, das Duo sehr sympathisch und ihr Stil außergewöhnlich.
5. Traumhaus Makeover – Staffel 1-2
Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – Super sympathisches Paar und tolle Serie für Einrichtungsfans.
Meine fünf buchige Highlights
1 Ein Herz voll Leben – Violet Thomas
Isabella Kramer ist stolz auf ihren Cupcake-Laden an der Ostsee. Bis ihre beste Freundin stirbt und sie auf einmal das Sorgerecht für die kleine Leni bekommt. Sie versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und braucht jemanden, der ihr im Laden hilft. Da kommt Max wie gerufen. Doch seine Beweggründe sind nicht die, die Isabella erwartet. – Herzzerreißend und voller Mitgefühl. Zwischenzeitlich will man einzelne Charaktere einfach nur schütteln, aber letztlich siegt die Wohlfühlseite.
2. Das Meer der Legenden – Babsi Schwarz
Die Halbnixe Mavi landet durch Zufall auf dem Schiff des berüchtigen Piraten Tairon wieder. Da sie auf der Flucht vor einem anderen Mann ist, schließt sie sich der Gruppe an und segelt Abenteuern entgegen. – Spannende Abenteuergeschichte mit tollen Charakteren.
3. Vielleicht Jetzt – Carolin Wahl
Gabriella reist von Brasilien nach Deutschland, um dort ein Praktikum in der Firma ihres Vaters anzutreten, von dem sie zuvor nichts wusste. Im Flugzeug trifft sie auf Anton. Nach einem schlechten Start, funkt es zwischen ihnen. Kurz darauf stellt Gabriella fest, dass Anton ebenfalls in der Firma arbeitet. Nur sind Romanzen am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. – Eine tolle Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, auch wenn ich Anton das ein oder andere Mal einfach nur schütteln wollte.
4. Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte – T.J. Klune
Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten. – Erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber bietet eine herzerwärmende Geschichte.
5. Love with Pride – Lea Kaib
Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt. – Lea Kaibs Debüt ist vielleicht sprachlich nicht zu 100% ausgefeilt und braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, doch die Geschichte ist toll und nimmt schwierige Themen auf, die gut umgesetzt sind.
Hatte ich mich im Crimeherbst noch beschwert, dass es kaum neue Crimeserien gibt, flatterte kurz darauf eine Anfrage bei mir rein. Eine kanadische Crimeserie im Toronto der 1890er Jahre? Ich war sofort begeistert und konnte mir die Serie nicht entgehen lassen. Wie sie mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Detective William Murdoch (Yannik Bisson) arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid (Thomas Craig) eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden (Hélène Joy).
Meine Meinung
Der Einstieg in Murdoch Mysteries war etwas schwerfällig. Ich habe die ersten drei Folgen gebraucht, um reinzukommen, weil es keine direkte Einführungsfolge gibt. Ab Folge 1 an agieren die Charaktere, wie in den anderen Folgen auch. Wer sie alle sind, was ihre Aufgaben sind und wie sie zueinander stehen, muss man sich selbst ableiten. Doch sobald man das Grundkonstrukt verstanden hat – bei mir war es Folge 3 – macht die Serie gleich noch mehr Spaß. Im Historienkrimi-Bereich habe ich bisher eher Miss Fishers mysteriöse Mordfälle gesehen, wo es nicht direkt um eine Polizeistation ging. Auch sind wir hier nicht in Australien, sondern in Kanada, was aber trotzdem eine schöne Abwechslung zu den bekannten Setting in den USA ist. Spannend ist hier vor allem, dass die Ermittlungen ohne die moderne Technik auskommen muss. Keine Verdächtigenkartei im PC, keine Überwachungskameras, selbst das Nehmen von Fingerabdrücken ist hier sehr fortschrittlich. Wie historisch korrekt das alles ist, überlasse ich lieber Historikern in der Bewertung, da gerade die Pathologin viele Sachen bestimmen kann, die für die damalige Zeit sehr fortschrittlich sein dürfte. Protagonist William Murdoch besticht mit seiner distanzierten charmanten Art. Er ist eher zurückhaltend und muss nicht dauernd im Mittelpunkt stehen, ist aber im richtigen Moment präsent. Damit bildet er den perfekten Kontrast zu seinem eher hitzköpfigen Vorgesetzten. Ergänzt wird er von der ebenfalls eher ruhigen Pathologin und dem hibbeligen und eher nervösen Constable George Crabtree (Jonny Harris). Die Folgen sind alle in sich geschlossen, die Serie arbeitet also nach dem „Mordfall der Woche“-Prinzip, was mir sehr gefällt. Dabei werden immer wieder historische Figuren oder Ereignisse aufgegriffen, wie beispielsweise der Kampf zwischen Wechsel- und Gleichstrom und Prominente, wie Nikola Tesla oder Arthur Conan Doyle. Die Fälle sind abwechslungsreich und spannend. Die persönlichen Dramen im Polizeirevier sind auf ein Minimum reduziert, so dass der Fokus überwiegend auf den Fällen liegt. Das Ende ist irgendwo abgeschlossen, es gibt also keinen großen Cliffhanger, dennoch hoffe ich, dass die Handlung der finalen Folge noch einmal aufgegriffen wird, da sie etwas unbefriedigend endete. Aber dies stört den sehr positiven Gesamteindruck der Serie nicht.
Das Fazit
Murdoch Mysteries ist eine spannende historische Crimeserie, mit einem sympathischem Protagonisten, spannenden Fällen und Toronto in den 1890er Jahren. Für Historien- und Crimefans die perfekte Mischung.
Murdoch Mysteries Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.
Der Herbst hat Einzug erhalten in Deutschland. Vorallem Wettertechnisch ist es immer verregneter geworden, auch wenn gerade Anfang des Monats noch so einige Sommerstunde lachte. Medientechnisch stand der Monat zum einem im Sinne von Dune, dem Kinoereignis des Jahres und zum anderen stand die Vorbereitung für die Monsterwochen im Oktober an. Was es darüber hinaus spannendes zu entdecken gab, erfahrt ihr meinem medialen Rückblick.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Shang-Chi and the legend of the ten rings: Shang-Chi lebt zusammen mit seiner besten Freundin Katy in den USA. Sie arbeiten zusammen für einen Parkservice. Doch Shang-Chi hat ein düsteres Familiengeheimnis, das ihn nun einholt. Denn sein Vater ist der Anführer der zehn Ringe. – Solides Marvelabenteuer mit hohem Fantasyanteil, das nicht ganz überzeugen konnte.
Beckenrand Sheriff: Für Bade… pardon Schwimmeister Karl Kruse gibt es nichts anderes außer seinem Freibad. Mit seiner grantigen und überkorrekten Art hat er sich im Ort leider eher Feinde als Freunde gemacht. Als das Freibad wegen Mängeln am Bau und in der Kasse geschlossen werden soll, muss er sich mit dem örtlichen Wasserballteam zusammentun. – Für eine deutsche Komödie erstaunlich gut, auch wenn es am Ende wieder over the top ist.
Dune: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
In Vorbereitung auf die Monsterwochen habe ich folgende Filme gesehen: Das Phantom der Oper (Stummfilm 1925), Das Phantom der Oper (Horror 1983), Das Phantom der Oper (Musical 2004) und Love never dies (Musical 2011).
Wenn die Gondeln Trauer tragen: Laura und John Baxter reisen nach Venedig, um dort eine Kirche zu restaurieren. Beide trauern noch um den Verlust ihrer Tochter. In einem Restaurant begegnet Laura zwei älteren Schwestern. Eine von beiden ist blind, erzählt Laura aber, dass sie ihre Tochter bei ihnen gesehen hat. Während John das abtut, ist Laura angefixt. Doch dann prophezeit die Schwester den baldigen Tod Johns. – Wieder ein Klassiker, den ich von meiner Liste streichen konnte, auch wenn es nicht mein Film war.
Die Taschendiebin: In den 1930er Jahren ist Korea von Japan besetzt. Taschendiebin Sookee wird als Hausmädchen bei einer Japanerin eingeschleust. Sie soll die Erbin manipulieren, damit sie den Hochstapler Fujiwara heiratet. Dabei ist mehr als nur eine Intrige aktiv. – War mir zu vollgepackt mit Klischees und Übersexualisierung. Ich mochte ihn nicht.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Der Rosengarten von Madame Vernet: Französische Komödie und Kapitalismuskritik rund um einen Rosengarten. Sah wenig spannend aus, aber ein paar positive Stimmen haben mich doch neugierig gemacht.
Helden der Wahrscheinlichkeit: Dänischer Thriller über einen Unfall, der wohl keiner war und einer Gruppe, die Rache nehmen wollen. Der neue Film von Anders Thomas Jensen. Sieht ganz interessant aus.
Die Schachnovelle: Verfilmung des Klassikers von Stefan Zweig mit Oliver Masucci. Sieht spannend aus.
James Bond 007: Keine Zeit zum sterben: Das neuste Abenteuer von Doppelnullagenten darf nach vielen Verschiebungen endlich auf die Kinoleinwand. Kinokarten sind schon gekauft.
Serien – ein etwas ausführlicherer Rückblick
Traumhaus Makeover – Staffel 1-2 (Eine sehr herzliche Renovierungssendung mit tollen Impulsen)
Love Victor – Staffel 1 (Die Serienfortsetzung zu Love Simon. Konnte mich nicht richtig mitreißen, aber die Aufbereitung der Thematik ist sehr stark und ein guter zweiter Blickpunkt zu Simon)
Glück und Freude mit Marie Kondo – Staffel 1 (Nach ihrer Aufräumsendung bekommt Marie Kondo ein zweites Format auf Netflix. Auch hier geht es vordergründig ums aufräumen, doch gleichzeitig hilft es den Kandidat*innen auch andere Bereiche in ihrem Leben zu überdenken)
True Detective – Staffel 3 (Die dritte Staffel hat sich leider viel zu lange gezogen und die Aufklärung am Ende war irgendwie nicht überzeugend)
Instant Hotel – Staffel 2 (Warum Staffel 2 und nicht 1? Weil Netflix der Ansicht war mir erst 2 zeigen zu wollen. Grundsätzlich interessantes Format, die Kandidat*innen waren jedoch durchwachsen)
Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte: Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten. – Erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber bietet eine herzerwärmende Geschichte.
Dune: Herzog Leto Atreides bekommt vom Imperator den Auftrag den Wüstenplaneten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen. Arrakis ist ein Planet, der nur spärlich besiedelt ist, da ein Überleben auf ihm sehr schwer ist, vor allem durch die ständig präsente Wasserknappheit. Doch er besitzt etwas, was das ganze Universum will: Das Gewürz. Mit dabei ist auch sein Sohn Paul, der sich einer ganz besonderen Ausbildung ausgesetzt sah und noch eine große Rolle im Kampf um das Schicksal des Planeten spielen soll. – Der Auftaktband zur großen Saga kommt mit einem beeindruckenden Weltenbau daher, auch wenn man sich ein wenig an den Erzählstil gewöhnen muss.
Vielleicht Jetzt: Gabrielle reist von Brasilien nach Deutschland, um dort ein Praktikum in der Firma ihres Vaters anzutreten, von dem sie zuvor nichts wusste. Im Flugzeug trifft sie auf Anton. Nach einem schlechten Start, funkt es zwischen ihnen. Kurz darauf stellt Gabriella fest, dass Anton ebenfalls in der Firma arbeitet. Nur sind Romanzen am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. – Eine tolle Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, auch wenn ich Anton das ein oder andere Mal einfach nur schütteln wollte.
Love with Pride: Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt. – Lea Kaibs Debüt ist vielleicht sprachlich nicht zu 100% ausgefeilt und braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, doch die Geschichte ist toll und nimmt schwierige Themen auf, die gut umgesetzt sind.
Malady Deeply Moved: Der Schatten ist weiter hinter Malady her, um an die Liste der Almeidas zu kommen. Diese hält dich und genießt ihren Geburtstag. Doch die Bedrohnung kommt näher, ebenso wie sie Jupiter näher kommt. Doch da sind noch die Gefühle für Narcisco. – Dritter Band der Malady-Reihe, der sich am Niveau der Vorbände orientiert.
Mythnoir: Shary versucht auf dem Pferdehof ihrer Großeltern die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Da taucht der geheimnisvolle Nevan auf. Durch einen Unfall landet sie in seiner Welt, in Mythnoir. An einer Akademie muss sie sich ihrem neuen Leben stellen, voller Magie und Insignien. Dabei soll sie eine große Rolle in der Rettung der Welt spielen. Shary ist das alles sehr egal, sie will nur zurück. – Ein magisches Debüt mit einer spannenden Welt, tollen Charakteren, nur ein bisschen wenig Erklärungen.
My roomate is a cat 5: Harus Vergangenheit wird genauer betrachtet und Subaru resümiert, wie sich sein Leben seit der Begegnung mit Haru verändert hat. – Es wird traurig, aber auch hoffnungsvoll. Weiterhin eine Geschichte zum Dahinschmelzen, aber auch mit Fokus auf Soziale Ängste.
Love me forever: Der Abschluss der Reihe um die Zetas. Dante und Amanda haben endlich zusammengefunden und eine heiße Spur zu den Menschenhändlern. Können sie Jenny finden und Andrews Tod rächen? – Schwacher Finalband. Viel zu langes Beziehungshin und her, um dann das Finale in wenige Seiten zu quetschen. Sehr schade!