Venom

Ein Vorwort

Nachdem Sony und Marvel mit den beiden Deadpoolteilen bereits große Erfolge einheimsen konnten, war die Comicfilmwelt wohl für einen weiteren Antihelden bereit. Und zunächst schien ja auch alles gut zu laufen. Der erste Trailer sah technisch gut gemacht aus und Tom Hardy dürfte wohl auch die Idealbesetzung sein. Doch dann kamen die ersten Pressestimmen und berichteten von einem Totalausfall. Das konnte ich nicht glauben und musste mir sogleich ein eigenes Bild machen. Wie schlecht ist Venom also wirklich?

Die Handlung

Der Journalist Eddie Brock (Tom Hardy) ist nach einem misslungenem Interview in Ungnade gefallen und hat Job und Verlobte verloren. Als nun eine Mitarbeiterin von der Life Foundation zu Brock kommt, eben jener Firma wegen der sein Leben eine drastische Wendung nahm, und ihm erzählt, dass die Anschuldigungen wahr sind und der CEO Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed) Experimente an Menschen durchführt, muss sich das Brock genauer ansehen. Von seinem Ausflug kommt er mit einem Parasiten wieder. Der Symbiont Venom hat sich in Brock eingenistet. Nun versuchen beide miteinander klar zu kommen und gleichzeitig Drake davon abzuhalten, das Ende der Welt einzuläuten.

Meine Meinung

Als die Nachricht eintraf, dass sich Sony an einem Venomfilm versucht, war die Verwirrung zunächst groß. Denn Disney, genauer Marvel, hatte sich die Rechte für ihren Spider-Man zurück gesichert und mit Spider-Man Homecoming ihren eigenen Teil verfilmt. Venom als Hauptgegner Spider-Mans gehöre doch eigentlich dazu, so nahm der treue Comicleser an. Immerhin gibt es auch kein Batman ohne seinen Joker. Doch Marvel hatte sich nicht die Rechte an allen Spider-Man Gegnern gesichert. So konnte in Homecoming the Vulture auftauchen, aber Sony nun einen Venom Solofilm herausbringen. Spätestens ab hier sind die ersten Comicleser vom Projekt abgesprungen. Ein Venom Film ohne Spider-Man wäre nicht möglich. Doch Sony ließ sich nicht unterkriegen und versucht sich gegen die Konkurrenz aus dem Hause Marvel zu wehren.
Zunächst wurde Tom Hardy als Venom/Eddie Brock verpflichtet. Das stimmte viele schon wieder milde, immerhin ist Hardy als sehr guter Schauspieler bekannt. Verzückt von der Aussicht an Hardys Seite zu spielen, ließ sich auch Michelle Williams verpflichten, die ihr hohes schauspielerisches Niveau spätestens in den oscarnominierten Filmen Manchester by the Sea und Alles Geld der Welt bewies. Das war dann aber auch schon das Ende der ruhmreichen Entstehungsgeschichte. Es folgten Regisseurwechsel, Drehbuchumschreibungen, Nachdrehs. Bei dem treuen Kinogänger schrillten die Alarmglocken. Denn ähnliches ist vor allem aus dem DC Extended Universe bekannt und auch die Filme fielen fast alle bei Zuschauer und Kritikern durch. Doch wie wirkte sich das nun auf den Film aus?
Man merkt schon deutlich, dass einige Regisseure sich am Film versucht haben. So gibt es mehrere Teile des Films, die deutlich eine andere Handschrift tragen. Am Ende ergibt sich zwar ein schlüssiger Film, aber die unterschiedlich ausgeprägten Teile, mal actionlastiger, mal dialoglastiger, hätten durchaus dynamischer gestaltet werden können. Bei der Charakterisierung merkt man dann, warum zu viele Köche den Brei einfach verderben. Denn zunächst ist Eddie Brock ein willensstarker Journalist, der sich nichts sagen lässt und überall die Oberhand behält. Und dann verliert er Job und Verlobte und schon hängt er nicht einfach nur durch, sondern gibt das Bild eines typischen Versagers, der sich leicht beeinflussen lässt. Gleiche nicht nachvollziehbare Sprünge gibt es auch bei dem Symbionten Venom, der von einer Szene auf die andere erst die Welt vernichten und dann auch einmal retten will. Hier fehlt die konsequente Linie.
Handlungstechnisch ist Venom sehr einfach aufgebaut und folgt dem typischen Schema eines Superheldenfilms. Gerade hier hätte Venom mutiger sein dürfen. Wir haben einen markanten Antihelden verkörpert von einem sehr guten Schauspieler. Daraus hätte man mehr machen können. Stattdessen wird sich auf altbekanntes verlassen. Frei nach dem Motto, eine Prise Drama, ein Löffel Humor und ein Liter Action. Vielleicht hätte man das Rezept gerade, was den Humor angeht, ändern sollen. Denn wirklich witzig sind nur die Dialoge zwischen Brock und seinem „Parasiten“. Hier hätte man sich entweder darauf einigen sollen, den knallharten Actionfilm zu drehen, den man angekündigt hat, oder man hätte sich in Deadpoolmanier darauf einigen sollen, den Film auch wirklich witzig zu machen. Aber so sieht Venom wie schon die Filme des DC Extended Universe allesamt so aus, als würden sie dem großen Konkurrenten Marvel hinterherlaufen, aber einfach nicht an ihn heranreichen können. Blöd natürlich, dass Venom der Auftakt von Sonys neuem „Sony’s Universe of Marvel Charakters“ werden sollte. Ob die Idee auch direkt wieder eingestampft wird, wie Universals Versuch seines Dark Universe, nachdem der Startfilm „Die Mumie“ absolut gefloppt ist?
Was Venom ebenfalls fehlt sind die intelligenten Dialoge, gerade am Anfang. Wer auch immer diese Dialoge geschrieben hat, kann froh sein, dass Hardy und Williams es schaffen diese nur halbwegs lächerlich klingen zu lassen, was schon wieder ein großes Lob an die Darsteller ist. Denn gerade in einer romantischen Restaurantszene am Anfang zwischen den beiden, sind die Dialoge einfach nur unterirdisch.
Womit wir wieder einmal auf Michelle Williams zu sprechen kommen. Denn ihre Rolle verdient eindeutig mehr Aufmerksamkeit, als sie bekommt. Denn sie ist tatsächlich ein Love interest, der mehr als nur schreiend wegrennen kann. Sie arbeitet hart an ihre Karriere und verlässt Brock, sobald er ihr nicht mehr guttut. Dennoch ist sie besorgt und hilft ihm, nachdem er sich den „Parasiten“ eingefangen hat. Sie wird in den Kampf mit reingezogen, ohne spezielle Kräfte zu haben. Trotzdem gewinnt sie den Endkampf sogar mehr oder weniger, weil sie als einzige den Kopf und nicht die Muskeln eingesetzt hat. Klar wird sie gerne zurückgelassen, um eben nicht in Gefahr zu geraten, doch sie lässt sich vom Machogehabe der Männerriege nicht unterkriegen. Wie gesagt, ich hätte mir gerne mehr Szenen mit ihr gewünscht!
Zu guter Letzt sollten wir noch über den großen Endkampf reden. Denn dieser ist visuell zwar sehr schön anzusehen, wenn zwei Symbionten gegeneinander kämpfen, doch leider sind die beiden Symbionten farblich sehr ähnlich gestaltet, so dass man schnell den Überblick verloren hat, welches Körperteil nun zu wem gehört. Dadurch verliert man leider auch ein wenig das Interesse am Kampf, weil man ihn nicht nachvollziehen kann.

Das Fazit

Venom ist definitiv nicht der Totalausfall, wie die ersten Kritiken befürchten ließen. Er hat zwar einige Schwachstellen, die jedoch während des Sehens nur bedingt stören und erst im Nachhinein wirklich ins Gewicht fallen. Dennoch ist es schade, dass die ständigen Regisseurwechsel das Potential des Films so klein gehalten haben. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Venom läuft seit dem 03.10.2018 in den deutschen Kinos.

Johnny English – Man lebt nur dreimal

Ein Vorwort

Die Rolle seines Lebens hatte Rowan Atkinson wohl als Mr. Bean. Zumindest muss ich jedes Mal an diese Figur denken, wenn ich Atkinson sehe. Da ich mit Mr.. Bean überhaupt nichts anfangen kann und dem Humor überhaupt nichts abgewinnen kann, mache ich normalerweise einen großen Bogen um alle Werke Atkinsons. So habe ich auch noch nie die Johnny English Teile gesehen. Bis ich aus irgendeinem Grund im Kino saß, um mir den dritten Teil anzugucken.

Die Handlung

Ein großer Hackerangriff deckt die gesamten Decknamen der aktiven britischen Spione auf. In ihrer Verzweiflung sucht das MI7 nach inaktiven Spionen und nach einem Zwischenfall bleibt nur noch einer übrig: English, Johnny English (Rowan Atkinson). Zusammen mit seinem treuen Freund Bough (Ben Miller) versucht er den Hacker zu identifizieren. Zunächst ist er aber mit der neusten Technik etwas überfordert.

Meine Meinung

Im Ganzen Dschungel der Prequels und Sequels, die jedes Jahr über den Kinohimmel hineinbrechen, ist es mitunter schon schwierig herauszufiltern, welche Sequels sind sinnvoll und welche nicht. Bei Johnny English ist das schwierig zu sagen (vor allem wenn man die ersten Teile nicht kennt). Letztendlich ist es eine Parodie auf James Bond, wenn dieser nicht mit der Technik mitgewachsen wäre. Also praktisch ein Sean Connery James Bond, dem man ein Smartphone vor die Nase hält und ihn mit virtuell Reality konfrontiert. Dies birgt durchaus ein großes Humorpotential, zumal English die neue Technik konsequent ablehnt und versucht mit den alten Methoden zurecht zu kommen. Aber wie bei vielen Parodien wird es ab einem gewissen Punkt einfach nur noch übertrieben und zieht damit alles ins Lächerliche. Die Handlung an sich ist dabei sehr simpel gehalten und leider auch sehr vorhersehbar. Ein Hackerangriff auf Großbritannien. Und wer zusätzlich zu English zur Hilfe gerufen? Ein Großunternehmer, wie Steve Jobs, dessen Angebote alle darauf ausgelegt sind, möglichst viele Daten von seinen Nutzern zu sammeln, um seine Algorithmen zu füttern. Na, wer sieht das Ende noch nicht vor sich?
Letztendlich liefert Johnny English 3 genau das, was die Vorgänger und der Trailer versprechen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr, weil einige Szenen wirklich witzig sind und nicht dieses gewollte übertriebene Witzig. Einfache Handlung, Rowan Atkinson mit seiner typischen Art und ein Bondgirl, äh ich meine English-Girl, runden den Film in seiner Einfachheit ab. Dazu kommt noch eine Emma Thompson, die man einfach in jeder Rolle lieben muss, auch als leicht naive Premierministerin.
Was jedoch wirklich schade ist, ist, dass in Johnny English 3 die Idee für einen viel besseren Film schlummert. Denn ähnlich wie im deutschen Kundschafter des Friedens, werden zusätzlich zu English auch drei Agenten, die wegen ihres Alters im Ruhestand sind, einberufen. Diese werden leider sehr schnell auch wieder entlassen, doch mit Michael Gambon (Dumbledore in den Harry Potter Filmen), Charles Dance (Tywin Lannister in Game of Thrones) und Edward Fox (Taboo) wurde schon ein interessanter Cast geschaffen. Wenn man diese nun statt English mit der neuen Technik vertraut gemacht hätte, wäre es wohl durchaus noch eine Komödie geworden, aber mit weniger Slapstick. Also praktisch ein britisches Kundschafter des Friedens (der leider nicht wirklich ausgereift ist, aber mit dem typischen britischen Humor und dem Cast, hätte ich ihn mir auf jeden Fall angesehen!).

Das Fazit

Johnny English 3 ist genau das, was man erwartet. Ob es diesen dritten Teil noch gebraucht hätte, dürfen die Fans entscheiden. Von mir gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Johnny English – man lebt nur dreimal läuft seit dem 18.10.2018 in den deutschen Kinos.

Filme, die musst du gesehen haben #2 – Alices Filme

Es ist tatsächlich schon über zwei Jahre her, dass ich diese Kategorie ins Leben gerufen habe, damals mit den Filmen meines damaligen Kollegen Jan. Seitdem standen zwar einige Filme bei mir herum, aber erst jetzt habe ich alle gesehen, die mir meine beste Freundin Alice in die Hand gedrückt hat. 

Was ist „Filme, die musst du gesehen haben“?

Immer wieder höre ich von Freunden, wenn ich mich mit ihnen unterhalte, „Was den Film kennst du nicht! Aber den muss man doch gesehen haben!“. Um diese Aussagen zu überprüfen, bitte ich immer wieder Freunde darum, mir doch genau diese Filme zur Ansicht zu geben. Hier erfahrt ihr nun, ob sie meiner Meinung nach Recht haben, oder eher nicht.

20181004_211403

1 – Cry_Wolf

Owen kommt neu an ein Elite-Internat, nachdem er von seiner letzten Schule geflogen ist. Er findet schnell Freunde in dem sogenannten „Lügenclub“, die er schnell in deren eigenem Spiel schlägt. Da gleichzeitig eine Schülerin vermisst und später ermordet aufgefunden wird, beschließt der Club die Sage vom „Wolf“ zu erfinden, einem Serienmörder. Letztendlich glaubt Owen sich aber selbst verfolgt und denkt, dass der Mörder des Mädchens dahinter steckt.

Diesen Film habe ich bereits 2016 zum Horroroctober besprochen (seitdem lagen die Filme auf meinem Schreibtisch). Hier meine damalige (und damit aktuellere) Bewertung: Bei Cry_Wolf  wird ein vermeintlicher Serienkiller erschaffen, der wenig später wirklich auftaucht. Nur leider mangelt es dem Film an guten Ideen, die zur Spannung beitragen könnten. So verläuft er sich in eine Aneinanderreihung von vorhersehbaren Ereignissen ohne Spannung zu erzeugen und schafft eine so große Distanz zwischen Charaktere und Publikum, dass einem selbst der Ausgang des Films komplett kalt lässt.

2 – Sucker Punch

Ein Mädchen wird nach dem Tod ihrer Mutter durch ihren Stiefvater in eine psychiatrische Einrichtung für eine ungenehmigt Lobotomie eingeliefert. Um damit umzugehen generiert ihr Unterbewusstsein eine alternative Handlung. Babydoll, wie das Mädchen nun heißt, wird in ein Bordell geschickt. Dort kann sie andere durch ihren Tanz bewusstlos machen. Können sie und die anderen dadurch aus dem Bordell fliehen?

Zack Snyder schaffte es mit seinem Dawn of the Dead und seinem die Legende der Wächter meine Bewunderung zu wecken. Allerdings ist er auch verantwortlich für das nicht gerade gut laufende DC Extended Universe (Man of Steel, Dawn of Justice & Justice League). Bei Sucker Punch hat er nun auch noch das Drehbuch geschrieben und sich dabei anscheinend einmal komplett ausgetobt. Dadurch entstand dieser Film mit drei Handlungsebenen, also einem Film im Film eines Films. Während Inception jedoch noch immer Vorreiter ist, um mehrere Handlungsebenen geschickt zu verknüpfen, bleibt Sucker Punch leider am Ende nur ein netter Versuch. Denn insgesamt ist er zwar nett zu interpretieren, aber leider doch viel zu abgedreht. Die einzelnen Ebenen scheinen nur bedingt etwas miteinander zu tun zu haben und Snyder scheint sich auch einfach einmal bei der Action und den Effekten ausgetobt zu haben. So bleibt ein Film zurück, bei dem man nur mit den Schultern zucken kann, was genau das denn nun sollte. Vor allem die Tonmischung ist auf der Bluray-Fassung extrem schlecht. Denn während man die Dialoge kaum verstehen konnte, befürchtet man bei den Actionsequenzen, dass selbst den Nachbarn noch die Trommelfälle platzen könnten.

3 – Alice im Wunderland (2009)

Alice (Caterina Scorsone) folgt ihrem entführten Freund Jack (Philip Winchester) in ein Land hinter einem Spiegel. Dort muss sie sich der Herzkönigin (Kathy Bates) stellen und hat nur Hilfe vom Hatter (Andrew Lee Potts). 

Hierbei handelt es sich um eine britische Fernsehfilmfassung und Adaption von Lewis Carolls Alice im Wunderland. Dabei pickt sich Regisseur und Drehbuchautor Nick Willing jedoch nur einzelne Brotkrumen der ursprünglichen Geschichte heraus und inszeniert eine völlig abstruse Geschichte (man kann sie leider nicht mehr verrückt nennen, was ja noch gepasst hätte) und verirrt sich in seinen Handlungssträngen, so dass diese auch irgendwann einfach nicht mehr spannend sind. Auch schauspielerisch hat der Film leider wenig zu bieten. Das einzige, was überhaupt überzeugen kann, ist die sehr eigenwillige Optik. Hier findet man doch teilweise noch einmal eine schöne Neuinterpretation von Wunderland. Der Film ist in zwei Teile unterteilt und beide gehen ca. 90 Minuten. Herausgekommen ist eine Geschichte, die sich auf 3 Stunden erstreckt, aber allerspätestens nach 2 Stunden fertig erzählt wäre, mit ein paar geschickten Änderungen vielleicht auch schon nach 90 Minuten. Aber so ist die kaum vorhanden Handlung noch einmal künstlich aufgebläht.

4 – Wild Things

Der allseits beliebte Lehrer Sam Lombardo (Matt Dillon) wird beschuldigt eine Schülerin vergewaltigt zu haben. Die Detectives Ray Duquette (Kevin Bacon) und Gloria Perez (Daphne Rubin-Vega) beginnen gegen den Lehrer zu ermitteln, was seine Karriere ruiniert. Doch in der Gerichtsverhandlung kommt alles anders. Was ihr wahr und was nicht?

Wild Thing ist einer dieser Filme bei denen man vorab nicht so viel von der Handlung wissen sollte, damit er funktioniert. Denn die Handlung macht nach ca. der Hälfte eine 180° Wendung. Leider spielt er ein bisschen zu viel mit diesen Wendungen und irgendwann ist es alles einfach nicht mehr glaubhaft. Letztlich ist er für das, was er erzählen wollte auch einfach viel zu lang geraten. Obwohl der Film nur 103 Minuten Lauflänge hat, hat er viele Längen und kann die Spannung nicht wirklich halten. Trotzdem hat er eine interessante Handlung und ein Blick lohnt sich doch mal.

5 – Zwielicht

Staranwalt Martin Vail (Richard Gere) übernimmt einen Fall pro bono, der eigentlich so gar nicht in sein Beuteschema passt. Aaron Stampler (Edward Norton) ist ein schüchterner Messdiener und wird beschuldigt den Erzbischof von Chicago brutal ermordet zu haben. Vail versucht einen Freispruch zu bekommen, da er sich nicht vorstellen kann, dass Stampler dazu fähig wäre, doch die Beweise sprechen gegen ihn.

Zwielicht kommt als typisches Gerichtsdrama daher. Doch unter der oberen Schicht steckt noch viel mehr. Was das genau ist, werde ich hier nicht näher erläutern, denn auch Zwielicht lebt davon, dass man nicht allzu viel von der Handlung weiß. Mich hat der Film wirklich überrascht und konnte mich durchaus begeistern. Schauspielerisch ist es vor allem Edward Norton, der hier sein Schauspieldebut gibt und zugleich einen Golden Globe gewann und für einen Oscar nominiert wurde.

6 – Donnie Darko

Der 16-jährige Donnie Darko überlebt einen Unfall nur, weil ihm in der Nacht zuvor ein Mann im Hasenkostüm erschienen ist, der ihn aus dem Haus gelockt hat. Seitdem erscheint ihm immer wieder der Hase und gibt ihm verschiedenen Anweisungen, die Auswirkungen auf die Menschen in seinem Umfeld haben.

Donnie Darko war so ein Film, von dem ich bisher sehr viel positives gehört hatte, ihn aber selbst nie gesehen hatte. Bei den von Alice ausgesuchten Film ist er auch mein Favorit geworden. Denn er vereint die typischen Teenagerdrama-Elemente mit Science-Fiction und bringt sie aber auch noch auf eine psychologische Ebene. Dabei überzeugt vor allem Jake Gyllenhaal als Donnie. Den Film genauer zu beschreiben ist eigentlich unmöglich. Man muss ihn einfach gesehen haben!

Neulich in der Sneak: 25 km/h

Ein Vorwort

Mit 25 km/h erschien nun bereits der dritte deutsche Film in der Sneak (nach Schneeflöckchen und Der Vorname). Bei bisher 7 Sneaks in meinem Heimatkino ist das eine sehr hohe Quote. Und Schneeflöckchen und Der Vorname konnte mich bisher beide überzeugen. Schließt 25 km/h nun dort an? Der Trailer sah ja schon einmal vielversprechend aus. Gab es vorher eigentlich schon mal einen deutschen Roadmovie?

Die Handlung

Die Brüder Christian (Lard Eidinger) und Georg (Bjarne Mädel) treffen sich auf der Beerdigung ihres Vaters nach vielen Jahren wieder. Doch das Wiedersehen steht unter einem schlechten Stern, haben sich die Brüder doch in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelt. Etwas betrunken finden sie auf dem Dachboden eine alte Karte wieder, die sie als Kinder gezeichnet haben. Der Plan: Mit den Mofas ihrer Kindheit vom Schwarzwald an die Ostsee fahren, um dort hinein zu pinkeln. Dabei müssen allerhand Aufgaben gelöst werden. Spontan beschließen sie den Plan ihrer Kindheit umzusetzen.

Meine Meinung

25 km/h kommt zunächst mit einer sehr einfachen Idee daher. Zwei Brüder haben als Kinder einen großen Traum und wollen mit ihren Mofas quer durch Deutschland fahren. Viele Jahre später treffen sie wieder aufeinander und ziehen den Plan durch. Der Beginn eines jeden Roadmovie. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn dieser  Film kann durchaus mehr.
Es beginnt schon damit, dass sich die Brüder erst zur Beerdigung ihres Vaters nach 30 Jahren wiedersehen. Beide haben ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen. Während Georg im Heimatstädtchen blieb, dort eine Tischlerei betreibt und in den letzten Jahren den kranken Vater pflegte, ist Christian quer um die Welt gereist und ist dort ein erfolgreicher Manager. Beide scheinen auf den ersten Blick ihr Leben zu leben, doch erst nach und nach bröckeln beide Kartenhäuser. So baut Regisseur Markus Goller zunächst seine Charaktere auf, die sich dann nicht nur immer weiter in den Norden wagen, sondern auch schrittweise mit ihrem Leben aufräumen müssen.
An erster Stelle steht jedoch der Feel good-Faktor. Denn auf Mofas durch die ganze Republik zu fahren, ist sehr anstrengend. Doch gleichzeitig treffen die Brüder die unterschiedlichsten Leute unterwegs. Dafür wurde gleich ein ganzer Sack an bekannten deutschen Schauspielern ausgeschüttet: Sandra Hüller, Wotan Wilke Möhring, Franka Potente, Alexandra Maria Lara und Jella Haase.  Dabei kommt es zu allerhand skurrilen Situationen, die aber nie aus dem Ruder laufen.
Neben dem typischen Roadmovie Charakter und dem Feel-Good-Faktor hat 25 km/h auch noch einen gewissen Dramaanteil. Dieser wird aber bewusst klein gehalten. So reden die Brüder ab und an über ihre Vergangenheit und warum sie gewissen Entscheidungen getroffen haben. Diese Szenen werden aber nie künstlich in die Länge gezogen oder führen zu rührseligen und tränenreichen Erklärungen. Und genau hier meistert der Film den schmalen Grad zwischen Charakterentwicklung und Übertreibung. Letztendlich wird also dem ganzen Trip einen Sinn gegeben.
Getragen wird der ganze Film auf den starken Schultern von den beiden Hauptdarstellern. Lars Eidinger und Bjarne Mädel nehmen kein Blatt vor den Mund und schaffen es sowohl in emotionaleren Szenen als auch in den lustigen Szenen stets ein gutes Niveau zu halten. So ruhig erzählt und doch so tiefgründig war wohl bisher selten ein Roadmovie.

Das Fazit

25 km/h vereint Roadmovie mit Feel good und einer gesunden Portion Drama. Dabei weiß Regisseur Goller, wann er nachbohren muss und wann er ein Thema ruhen lassen muss. Dabei ist der Film ruhig erzählt und doch unglaublich mitreißend. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

25 km/h läuft ab dem 31.10.2018 in den deutschen Kinos.

Ballon

Ein Vorwort

Wenn man über den deutschen Film spricht, kommt man um einen Namen kaum herum. Michael Bully Herbig. Sein Schuh des Manitu ist an den Kinokassen noch immer einer der erfolgreichsten deutschen Filme. Doch nach vielen Jahren im Komödienbereich – erst letztes Jahr kam ein Kinofilm zu seiner Bullyparade – wendet er sich mit Ballon nun erstmals einem ernsten Thema zu: der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Dazu nimmt er sich eine wahnsinnige Geschichte, die auch noch wahr ist und inszeniert diese nun mit einem ganz neuen Stil.

Die Handlung

Familie Strelzyk (Friedrich Mücke und Karolin Schuch) leben in Pößneck in Thüringen. 1979 ertragen sie es nicht länger unter dem DDR Regime. Also versuchen sie einen Fluchtversuch mit einem selbstgebauten Heißluftballon über die Grenze zu kommen. Doch der Versuch scheitert. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Stasi versucht die Vaterlandsverräter zu finden.

Meine Meinung

Basierend auf einer wahren Geschichte mit historischem Bezug. Diese Prämisse hat meistens das Problem, dass der geschichtlich interessierte Zuschauer den Ausgang der Geschichte bereits kennt. So auch hier, denn die bekanntesten Fluchtversuche aus der DDR sind nun einmal erfolgreich gewesen. Umso wichtiger ist es, die Geschichte an sich spannend zu erzählen und mit verschiedenen Facetten. Und genau das ist es, was Bully hier schafft.
Denn während man am Anfang etwas überrascht ist, weil die Ballonflucht gleich am Anfang thematisiert wird, kommt dann die Einsicht, dass es nicht 125 Minuten Flucht gibt, sondern am Anfang die erste Flucht scheitert. Nun wird aber nicht voller Tatendrang der nächste gebaut, sondern Bully schafft es geschickt verschiedene Charakterentwicklungsphasen zu kreieren und diese aufeinander aufbauend zu erzählen. So ist Familie Strelzyk zunächst total verängstigt. Nicht nur, dass sie bei dem Versuch hätten sterben können, die Gefahr gefasst zu werden, kommt ihnen im Nachhinein noch einmal viel realer vor. So überlegen sie doch zunächst in der DDR zu bleiben, bis der erste Schock so weit gesunken ist, dass man sich über andere Fluchtmöglichkeiten informiert. Natürlich kommt es irgendwann unweigerlich zum Bau des zweiten Ballons, doch der Weg dahin ist spannend inszeniert.
Denn während die Familie sich von dem Schock erholt und verschiedene Möglichkeiten durchgeht, hat man als zweiten Handlungsstrang die Ermittlungen der Stasi eingefügt. Denn diese jagt nicht nur einfach Vaterlandsflüchtige, sondern eine Familie, die das Ansehen der DDR im Westen weiter ins Lächerliche ziehen könnte. Durch diese duale Erzählweise schafft es Herbig einen hohen Spannungsgrad aufzubauen, der letztendlich in einen Wettlauf mit der Zeit mündet. Untermalt wird dies vom dem großartigen Score von Ralf Wengenmayr, der sich permanent steigert und so die Anspannung beim Zuschauer permanent erhöht.
Ballon ist intelligent geschrieben, hochgradig spannend, aber doch ruhig und bodenständig erzählt. Es wird sich genügend Zeit genommen, damit sich die Charaktere entwickeln können, und doch gibt es den permanenten „Wettlauf gegen die Zeit“-Faktor. Hinzu kommen die Bilder, die das kleine Städtchen Pößneck wieder in die Zeit der DDR versetzt. Und schließlich der Bau des zweiten Ballons und die zweite Flucht. Und obwohl man sich denken kann, wie der Film ausgeht, schafft es Bully uns noch einmal bis zur letzten Minute zittern zu lassen.

Das Fazit

Ballon ist einer der Filme, die ein altbekanntes Thema aufgreifen, aber mit einem guten Cast, einem grandiosen Score und gut in Szene gesetzte Bilder aufwatet und gerade mit dem spannenden und intelligenten Drehbuch punkten kann und so ein Kinogenuss für alle Sinne baut. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Ballon läuft seit dem 27.09.2018 in den deutschen Kinos.

Neulich in der Sneak: Der Vorname

Ein Vorwort

Vorlagen aus anderen Ländern zu nehmen und daraus eigene Produktionen zu machen, ist eigentlich typisch Hollywood. Immerhin wird dort angeblich gerade ein Remake von Honig im Kopf gedreht. Ab und an versucht sich auch der deutsche Film an diesem Vorgehen. Während das deutsche Remake vom französischen Papa ou Maman (Mama gegen Papa) mit Carolin Kebekus bei den Kritikern floppt, scheint das Remake vom französischen Le Prenom (Der Vorname) eine wesentlich bessere Figur zu machen.

Die Handlung

Stephan (Christopher Maria Herbst) und Elisabeth (Caroline Peters) organisieren für Elisabeth Bruder Thomas (Florian David Fitz), dessen Freundin Anna (Janina Uhse) und dem Freund der Familie René (Justus von Dohnányi) ein Abendessen. Doch als Thomas erzählt, dass er und Anna das gemeinsame Kind Adolf nennen wollen, entwickelt sich darüber eine Diskussion, die noch ganz andere Geheimnisse an die Luft bringt.

Meine Meinung

Nachdem Till Schweiger seinen neusten Film Klassenfahrt 1.0 in die deutschen Kinos brachte, sahen sich die Kritiker des deutschen Films wieder einmal bestätigt. Deutschland könne keine guten Filme hervorbringen, sondern orientiere sich immer nur an den immer alten Sachen mit einem Humor, der bei Schweiger zuletzt sehr grenzwertig wurde. Nun versucht sich Sönke Wortmann (Der bewegte Mann, Das Wunder von Bern, Frau Müller muss weg) an einem französischen Theaterstück.
Die erste Hürde dabei ist, dass es sich um ein Kammerspiel handelt, das beinahe komplett in Stefans und Elisabeths Wohnung spielt. Lediglich die Einführungsphase, in der die beiden Bewohner vorgestellt werden, wurde teilweise außerhalb gedreht. Hier dienen auch erstmals nicht die großen Drei, Berlin, München, Köln, als Kulisse, sondern es wurde in Bonn gedreht. Leider bekommt man nur sehr wenig von der Stadt zu sehen. Dafür setzt Wortmann die Wohnung gekonnt in Szene und wechselt zwischen Wohnzimmer, Küche und Esszimmer hin und her, so dass die Darsteller auch Bewegung in das Ganze bringen können.
In erster Linie zeichnet sich der Film jedoch durch seine Dialoge aus. Und genau hier schaffen es Regisseur Wortmann und Drehbuchautor Claudius Pläging perfekt zu harmonieren. Denn die Dialoge sind intelligent, durchdacht und doch witzig. Sie sind voller Spitzen, Überdramatisierung und treffen doch genau die richtigen Stellen beim Zuschauer. So verfolgt man gleichzeitig die Diskussionen der Charaktere, die mit dem namensgebenden Vornamen beginnen, sich später aber immer weiter entwickeln, und auch geben die Charaktere immer mehr von sich Preis und man hat gleichzeitig auch noch Charakterentwicklungen.
An den anfänglichen Diskussionen ist es vor allem interessant, dass es tatsächlich Argumente für den Namen Adolf gefunden wurden. Denn während man wohl grundsätzlich im Trailer saß und Stefans „Bist du bescheuert?“, so gut nachvollziehen konnte, wird es hier jetzt wirklich spannend, denn es wird eine ebenbürtige Diskussion geschaffen. Nachdem es von dieser Diskussion weiter geht zu anderen Diskussionsthemen, nimmt der Erzählwind ein bisschen ab und wird gerade in der zweiten Hälfte immer schwächer. Das berühmte „Noch einen oben drauf setzen“ wird absolut ausgereizt, behält aber immer ein gewisses Niveau bei. Dadurch bleibt Der Vorname ein gelungener Film mit interessanten Charakteren, die gekonnt von den Darstellern verkörpert werden, hat aber eine deutlich stärkere erste Hälfte.

Das Fazit

Mit einer sehr starken ersten Hälfte weiß Der Vorname zu überzeugen. Wortmann erschafft hier ein gelungenes Kammerspiel mit starken Darstellern und interessanten Charakteren. Die zweite Hälfte schwächelt neben der starken ersten ein wenig, macht aber immer noch eine gute Figur. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Der Vorname läuft seit dem 18.10.2018 in den deutschen Kinos.

A Star is born

Ein Vorwort

A Star is born vereint gleich zwei Wandlungen, die es immer öfter in der Filmwelt gibt. Zum einen wandelt sich Bradley Cooper vom Schauspieler zum Regisseur. Gleichzeitig hat sich Lady Gaga von einer Sängerin zu einer Schauspielerin gewandelt. In diesem Film darf sie gleich beides machen.
Das Originaldrehbuch wurde 1937 bereits verfilmt, mit Janet Gaynor und Frederic March in den Hauptrollen. Darauf folgten bereits zwei Remakes 1954 mit Judy Garland und James Mason und 1976 mit Barbra Streisand und Kris Kristofferson. Während es sich 1937 noch um zwei Schauspieler in Hollywood drehte, wandelte sich der Stoff nach und nach zu Sängern, wie auch in der aktuellen Variante.

Die Handlung

Jackson Maine (Bradley Cooper) war ein erfolgreicher Country-Musiker. Inzwischen lässt jedoch Gehör und Gesang nach und er ist auf dem absteigenden Zweig. Seinen Kummer ertränkt er in immer mehr Alkohol. Eines Abends trifft er auf Ally (Lady Gaga), die ihn mit ihrer Stimme gleich überzeugen kann. Nach einem spontanen ersten Date, bittet er sie ihn auf seiner Tour zu begleiten. Ally lässt sich schließlich überzeugen und wird von ihm spontan zu einem Duett auf die Bühne gezogen. Dadurch wird sie von einem Musikproduzenten entdeckt und steigt selbst langsam auf.

Meine Meinung

A Star is born ist ein Film mit vielen Facetten. Es geht um die absolute Aufopferung für die Musik, eine einmalige Liebe, die Schattenseiten des Berühmtseins, Alkoholprobleme, Opfer für eine Musikerkarriere und ganz nebenbei wird auch noch eine Geschichte mit ganz viel Herz erzählt. So sind die 136 Minuten des Films auch gut gefüllt. Trotzdem nimmt sich Regisseur Cooper genügend Zeit um die Geschichte von Anfang bis Ende zu erzählen. Hier wird nicht zwischendurch an einer guten Stelle aufgehört und den Rest muss sich der Zuschauer denken. Nein, diesmal wird die Geschichte mit allen Höhen und Tiefen zu Ende erzählt.
Dabei hat der Film auch alle Hände voll zu tun, um wirklich alles zu erzählen. Da bleiben einzelne Themen und Handlungsstränge schon einmal auf der Strecke. So wird zum Beispiel gerade am Anfang das Thema des ständig erkannt und angesprochen werdens wenn man berühmt ist angesprochen. Sobald es um den Aspekt der Karrieren und Liebesgeschichte wieder geht, wird das Thema jedoch komplett fallen gelassen. Dadurch verliert der Film zwar nichts, aber auffällig ist es doch.
Die Dialoge des Films sind wohl das größte Manko. Desöfteren sind sie sehr holprig und ungelenk. Doch in Bradley Cooper und Lady Gaga wurden zwei Schauspieler gefunden, die diese Schwäche mit viel Charme umgehen, so dass es kaum noch stört. Die beiden sind wohl auch der Grund, weswegen der Film so gut gelungen ist. Cooper verkörpert den Musiker Jackson Maine sehr treffend. Man merkt ihm seine innere Zerrissenheit an. Seine Karriere hat den Höhepunkt schon länger hinter sich, er ist dabei sein Gehör zu verlieren und ist Alkoholiker. Doch dann ist da Ally, in die er sich Hals über Kopf verliebt hat. Sie gibt ihm Halt. Gaga hingegen spielt ihre Rolle nicht nur, sie lebt diese. Vielleicht weil der Film mitunter Parallelen zu ihrem eigenen Leben bietet, weswegen vorab mehrfach die Frage auftrat, ob es sich um ihre Biographie handelt – was nicht der Fall ist. Sie färbte sich für die Rolle ihre Naturhaarfarbe zurück und ließ sich nur ein bisschen schminken. Die Rolle der Ally scheint ihr wie auf den Leib geschnitten und ihre Gesangskarriere ist wohl auch der Grund warum der Soundtrack so authentisch ist. Denn sie  brachte Cooper dazu diese live einzusingen und während Coopers Gesangspart zwar gut, aber nicht außergewöhnlich sind, ist es gerade Gagas Part im Hauptsong Shallows, der Gänsehaut verursacht.

Das Fazit

A Star is born ist mehr als eine Liebesgeschichte und mehr als ein Musikfilm. Er kombiniert so viele Themen und erzählt eine Geschichte mit allen Facetten, mit allen Höhen und Tiefen. Dabei beleben die beiden Hauptdarsteller Cooper und Gaga den Film unbedingt. Dafüt gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Netflix Original – To all the boys I’ve loved before

Ein Vorwort

Netflix haut ja bekanntlich eine Eigenproduktion nach der nächsten raus und die meisten werden mir auch regelmäßig vorgeschlagen, sie doch einmal zu gucken. Bei to all the boys I’ve loved before war es nicht wie letztes Jahr bei To the Bone, wo ich darauf gewartet habe, dass Netflix ihn herausbringt, sondern die vielen positiven Reaktionen auf meinem privaten Facebookprofil brachten mich dazu dem Film eine Chance zu geben. Ob es sich gelohnt hat, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Lara-Jean lebt nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Vater und ihren beiden Schwestern. In ihrem Leben war sie bisher fünfmal verliebt. Jedes Mal wenn sie in der schlimmen Verknalltphase war, hat sie dem Jungen einen Liebesbrief geschrieben, aber nie abgeschickt. Bis dies eines Tages jemand anderes für sie übernimmt und ihr sonst so geordnetes Leben ordentlich aus der Bahn wirft.

Meine Meinung

To all the boys I’ve loved before ist auf den ersten Blick ein typisches Teenagerdrama mit einer gewissen Portion Witz und einer gesunden Portion Romantik. Auch auf dem zweiten Blick bietet der Film nicht mehr, aber man merkt schnell, dass er zwar mit einigen Klischees um sich wirft, diese aber geschickt einsetzt, um die Geschichte zu erzählen. An erster Stelle lebt To all the boys I’ve loved before von seinen liebenswerten Charakteren.
Allen voran ist Lana Condor in der Rolle der Lara Jean. Sie verkörpert die Rolle des Mauerblümchens mit der richtigen Dosis Charme und schafft es so Lara sehr liebevoll darzustellen, so dass man nicht umhin kann sie zu mögen, auch wenn man ihre Gründe die Briefe zu schreiben und zu behalten, vielleicht nicht vollkommen nachvollziehen kann. Viele Couchpotatoes werden sich mit ihr verbunden fühlen, die keine Lust haben/hatten in der Schule immer bei allem mitzumachen oder den Zickenkrieg noch anzufachen, sondern lieber im Schutz der Familie bleiben. Als Bezugsperson hat sie ihren Vater Dan (John Corbett) und ihre Schwestern Margot (Janel Parrish) und Kitty (Anna Cathcart). Der Schicksalsschag durch den Tod der Mutter wird immer wieder thematisiert, aber nie überdramatisiert. Man merkt, dass alle vier ihren eigenen Weg zur Trauerbewältigung gehen, auch wenn Lara Jeans im Laufe des Films mehrfach in Frage gestellt wird.
Die Handlung wird geradlinig erzählt, wirkt mitunter aber doch etwas chaotisch, was dem Film ein Hauch Unvollkommenheit gibt und ihn dadurch noch sympathischer macht.

Das Fazit

To all the boys I’ve loved before ist ein Film, der sehr typisch für sein Genre ist, aber alles mit seinem eigenen Charme überhäuft, was den Film sehr sympathisch macht. So erfindet er am Ende das Rad nicht neu, liefert aber 100 Minuten sehvergnügen. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

5 Kurzkritiken – fehlende Kritiken Juli-September

In den letzten Wochen war ich wieder wesentlich häufiger im Kino. Das liegt vor allem daran, dass in meinem Kino zum einen sowieso mehr Filme liefen und zum anderen auch mehr Filme, die mich interessierten. Leider hänge ich dadurch ziemlich hinterher und einige Filme laufen inzwischen auch gar nicht mehr im Kino. Um wieder auf einem halbwegs aktuellen Stand zu sein, möchte ich mich diesen Filmen nun in Kurzform widmen. 

Ferdinand

Der einzige Film, der tatsächlich bereits im Dezember letzten Jahres lief und den ich aus irgendeinem Grund immer wieder übersehen habe zu schreiben.

Die Handlung: Ferdinand ist ein Stier, der sich leider so gar nicht für die Kämpfe seiner Artgenossen interessiert und stattdessen lieber Blumen züchtet. Als sein Vater eines Tages für die Arena ausgewählt wird und nicht zurückkehrt, flieht Ferdinand. Er trifft auf den Blumenzüchter Juan und dessen Tochter Nina und beide schließen ihn sofort ins Herz. Doch Ferdinand wird immer größer und nach einem Vorfall mit einer Biene, muss er sich seiner Vergangenheit stellen.

Meine Meinung: Ferdinand ist ein liebevoll animierter Film mit ganz viel Herz. Auch wenn nicht Disney, sondern Blue Sky das animierende Studio ist, kommt der Schicksalsschlag schon sehr früh. Die Geschichte von Ferdinand und Nina ist dafür umso herzerwärmender. Erst als Ferdinand nach seinem Vorfall mit der Biene wieder zurück zu den Stieren seiner Kindheit muss, schwankt der Tenor des Films. Denn nun wechseln sich lustige Szenen und neue Charaktere mit dramatischen Einschlägen ab. So wird dem jüngeren Publikum der Film an vielen Stellen wahrscheinlich ganz viel Spaß bereiten, dass innere einer Schlachtanlage zu sehen, dürfte für einige dann aber doch zu viel des guten gewesen sein. So weiß der Film an manchen Stellen nicht, ob er eine Familienkomödie sein möchte, oder doch lieber auf die Missstände beim Fleischkonsum und den spanischen Stierkampf aufmerksam machen möchte.

Das Fazit: Ferdinand ist eine herrlich süße und witzige Komödie, die vor allem das jüngere Publikum ansprechen soll. Bis auf ein paar Stellen, an dem der Film vom lockeren Tenor abkommt, ist der Film auch für seine Zielgruppe gut geeignet. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Ferdinand lief ab dem 14.12.2017 in den deutschen Kinos

Sicario – Day of the Soldado

Die Handlung: Die Drogenkartelle an der mexikanischen Grenze waren bereits im ersten Teil Ziel gesonderter Ermittlungen. Nach einem Terroranschlag in einem Supermarkt sind die Kartelle nun auch im Verdacht neben Menschen auch bewusst Terroristen zu schmuggeln. Matt Graver (Josh Brolin) wird gerufen, um das Problem zu lösen. Wieder mit dabei ist Auftragsmörder Alejandro Gillick (Benicio del Toro).

Meine Meinung: Nach Deniz Villeneuves Überraschungshit aus dem Jahr 2015 war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee käme ein Sequel zu machen. Leider nicht Villeneuve selbst, denn dann wäre der Film vielleicht weniger eine Enttäuschung geworden. Zwar hat das Sequel Josh Brolin und Benicio del Toro wieder gewinnen können, doch die Rolle von Emily Blunt wurde kurzerhand gestrichen. Damit fehlt dem Film nicht nur seine starke weibliche Figur und wird wieder zur Männerdomäne, sondern verliert auch die Identifikationsfigur für den Zuschauer, da der erste Teil davon lebte, dass Blunt alles herausfinden musste und der Zuschauer dadurch mit ihr. Desweiteren scheint die Fortsetzung die spannenden Aspekte des ersten Teils übernehmen zu wollen, packt dabei aber eine Schippe zu viel oben drauf, so dass es einfach nur noch sehr übertrieben, statt logisch durchdacht wirkt. Das Handtuch geworfen habe ich dann beim Ende, dass nicht mehr logisch und erklärbar war und anscheinend Potential für einen dritten Teil bieten sollte.

Das Fazit: Schwache Fortsetzung eines sehr starken ersten Teils. Manchmal sollte man Stoffe einfach ruhen lassen und sich was neues ausdenken. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Sicario – Day of the Soldado lief ab dem 19.07.2018 in den deutschen Kinos.

Christopher Robin

Die Handlung: Christopher Robin hat in seiner Kindheit viel mit Winnie Pu und seinen Freunden im Hundertmorgen-Wald gespielt. Doch das Leben kam irgendwann dazwischen und inzwischen ist Christopher Robin (Ewan McGregor) erwachsen. Eingeengt im Alltag muss er täglich versuchen seinen Job zu behalten und genügend Zeit für seine Familie finden, was ihm nicht immer sonderlich gut gelingt. Und dann taucht eines Tages ein Freund aus alten Tagen auf.

Meine Meinung: Während vor ein paar Monaten bereits Goodbye Christopher Robin in den Kinos lief und die schwierige Geschichte des Autors A.A. Milne und seines Sohnes Christopher Robin beleuchtete, konnte Disney es natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass jemand anderes ihre Figuren in einen ernsten Film einbaute und musste gleich einen Film in typischer Disneymanier herausbringen, inklusive Tod eines Elternteils am Anfang, dass kaum jemanden überraschte. Am Cast wurde auch nicht gespart. So kann man neben Ewan McGregor auch Hayley Atwell (Marvels Agent Carter) und Mark Gatiss (Sherlock) bewundern, die sich alle gut in die Geschichte einfügen. Die Handlung selbst kann man in zwei Teile teilen und beide sind in ihrer Aussage leider viel zu übertrieben. Während der erste Teil sich überwiegend mit Christophers Entfremdung von seiner Kindheit und seiner Familie und seiner Identität bei der Arbeit befasst, tut er dies mit einer unglaublichen Langsamkeit, dass man sich schon anstrengend muss, um mit den Gedanken nicht abzuschweifen. Beim ersten Auftauchen von Winnie Pu freut man sich natürlich ein Gesicht aus der Kindheit wiederzusehen – ich persönlich bin ein großer Fan – aber leider ist dieser Puh noch einmal wesentlich langsamer in allem, als der animierte, und verlangsamt so noch einmal mehr das Tempo des Films. Glücklicherweise kommt nun ein bisschen Humor in die Sache, der den Film aber auch nur bedingt auflockert. Und nach dem Abenteuer im Hundertmorgenwald, beginnt praktisch der zweite Teil des Films und nun wirft er den ernsten Grundton des bisherigen Films einfach über Bord und arrangiert eine rasante Jagd nach der Zeit und einen verzweifelten Gegenpart zum erwachsenen Christopher Robin. Dies passt leider überhaupt nicht mehr zum Grundton und ist so abgedreht, dass es zwar in einen Kinderfilm passt, aber die eigentliche Zielgruppe scheinen dann doch die Erwachsenen zu sein, was sich alles einfach widerspricht.
Letztendlich hat Christopher Robin die schöne Aussage, dass man zwar erwachsen werden kann, dafür aber nicht die Kindheit komplett aufgeben muss. Leider ist der Film aber handlungstechnisch und vom Grundton und Tempo her gescheitert.

Das Fazit: Es hätte ein Wiedersehen mit meinen Kindheitsfreunden sein können, ist aber nichts halbes und nichts ganzes und trotz guter Aussage stört das Gesamtkonzept an allen Ecken. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Christopher Robin lief ursprünglich ab dem 16.08.2018 in den deutschen Kinos.

Predator Upgrade

Die Handlung: Der Scharfschütze Quinn McKenna (Boyd Holbrook) wird unfreiwillig Zeuge als ein Predatorschiff auf die Erde stürzt. Heimlich schickt er Ausrüstung an seinen Sohn Rory (Jacob Tremblay), als Beweis. Kurz darauf wird er von einer Militärorganisation festgenommen und zum Verhör geholt. Schließlich landet er mit anderen Sträflingen in einem Bus. Diese kapern den Bus jedoch und versuchen nun Rory zu schützen, denn ein zweiter größerer Predator ist ebenfalls auf der Erde gelandet und sucht nun die Ausrüstung des ersten. Ebenfalls mit von der Partie ist Casey Brackett (Olivia Munn), die zwischen die Fronten geraten ist und sich Quinn und den anderen Sträflingen anschließt.

Meine Meinung: Ich sollte vielleicht dazu erwähnen, dass ich vorab noch nie einen Predatorfilm gesehen habe und nur durch Zufall im Kino gelandet bin. Aber was ich gesehen habe, macht mit auch keine Lust darauf die anderen Teile zu sehen. Denn Predator-Upgrade versucht sich an verschiedenen Genres und mischt so Thriller, Action, Horror und Science-Fiction. Das ganze wurde dann noch mit einer ordentlichen Portion durchgeknallter Charaktere vermischt, einer sehr hohen Portion Testosteron und einer gewollt starken Frau, die leider nicht überzeugen kann und doch eher für die Frauenquote dazugeholt wurde. Herausgekommen ist ein Film, dessen Humor teilweise bei Deadpool geklaut scheint, aber ohne dessen Charme. Dabei schien der Cast auf dem ersten Blick doch vielversprechender mit Jacob Tremblay (Raum, Wunder), Trevante Rhodes (Moonlight) und Alfie Allen (Game of Thrones). Leider zieht sich der Film über 107 Minuten hin (die sich wesentlich länger anfühlen) ohne eine richtig durchdachte Handlung aufzubauen, arbeitet dabei mit klischeebelasteten Charakteren und setzt eigentlich nur auf großes Geballer. Letztendlich geht man aus dem Film raus und fragt sich, was das denn nun genau für ein Scheiß war und warum er sich in ein bekanntes Frachise einnisten musste.

Das Fazit: Ich habe nichts gegen gut gemachte Action und dann darf die Handlung auch gerne kürzer kommen, aber bei Predator – Upgrade passt einfach nichts zusammen. Herausgekommen ist ein Machofilm mit viel Geballer, das man auch schonmal spannender gesehen hat. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Predator – Upgrade läuft seit dem 13.09.2018 in den deutschen Kinos.

Searching

Die Handlung: David Kim (John Cho) und seine Tochter Margot (Michelle La) haben ein gutes Verhältnis zueinander. Zumindest dachte David das, bis zu jenem Abend als Margot verschwindet. Auf einmal bricht das ganze Kartenhaus zusammen und David muss nicht nur seine Tochter neu kennenlernen, sondern auch aktiv nach ihr suchen.

Meine Meinung: Im Grunde erzählt Searching eine ganz normale Krimifolge einer beliebigen Crimeserie. Aber statt den Fall nach 45 Minuten aufgeklärt zu haben, braucht er 102 Minuten. Dabei orientiert sich die Qualität auch an einer beliebigen Crimeserie, was nicht zwangsläufig negativ ist. Aber statt das typische Ermittlerteam bei ihrer Arbeit zu verfolgen, verfolgt man hier David Kim auf der Suche nach seiner Tochter. Das besondere an Searching ist allerdings, dass es sich um einen Desktop-Film handelt. Sprich die komplette Handlung wird nur über einen Bildschirm verfolgt. Wenn David versucht Margot zu finden, geht er beispielsweise auf ihr Facebookprofil und sucht dort nach Hinweisen. Gespräche finden grundsätzlich über Videochat statt. Das ist keine völlig neue Erfindung, aber im Thriller/Krimibereich war es mir noch nicht bekannt und ist hier auch seht gut umgesetzt. Natürlich setzt der Film damit voraus, dass man viel auf dem Bildschirm mitliest. Wer darauf keine Lust hat, sollte den Film lieber meiden.

Das Fazit: Searching setzt das Prinzip des Desktop-Films gut um und überzeugt auch mit der erzählten Geschichte. Sehr viel Tiefgang darf man hier allerdings nicht erwarten, was aber auch nicht das Ziel war. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Searching läuft seit dem 20.09.2018 in den deutschen Kinos.

Rückblick auf den September

Jetzt wo der Sommer vorbei zu sein scheint – zumindest was die Temperaturen angeht – kommt der goldene Herbst. Im September war ich unter anderem auf Fortbildung und habe dafür das schöne Hamburg besucht und habe wieder an Zacks SEPTEMBER-Challenge teilgenommen. Dieses Jahr habe ich mich mit Serien auseinander gesetzt.

Sneak Preview

Mile 22: Eine militärische Sondereinheit versucht einen Spion aus seinem Land zu schaffen, damit dieser in den USA Asyl bekommt. Im Gegenzug erwarten sie Informationen. Der Film punktet durch gute handwerkliche Arbeit und einen hohen Spannungsgrad, verliert diese jedoch durch Emotionslosigkeit und Distanz zum Publikum direkt wieder.

I can only imagine: Die wahre Geschichte von Bart Millard, Sänger der christlichen Band Mercy Me, und dem Song seines Lebens: I can only imagine. Leider vergrifft er sich mehr als einmal im Ton und trägt bei der eigentlich rührenden Geschichte an den falschen stellen zu doll auf und präsentiert einem unsympathischen Protagonisten. Dennoch kann der Film Emotionen hervorrufen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Safari – Match me if you can: Ein Film über die fiktive Datingapp Safari und episodenartige Geschichten über deren Nutzer. Anstatt jedoch humorvoll und gesellschaftskritisch zu sein, wirft Safari mit billigen Klischees um sich und langweilt den Zuschauer nur.

Meg: Ein Forschungsteam untersucht geheime Tiefen des Marianengrabens und befördert dabei einen Megalodon hervor. Der Urzeithai galt bisher als ausgestorben. Nun versuchen Jason Statham und sein Team diesen unschädlich zu machen. Vorhersehbare Handlung, zu viel Machogehabe und nur ein Charakter, um den ich mir Sorgen gemacht habe. Es wäre ein guter Trashfilm geworden, wenn er sich selbst nicht viel zu ernst genommen hätte.

Predator – Upgrade: Mein erster Predator-Film! Quinn McKenna wird unfreiwillig Zeuge einer Predator-Landung. Doch die soll vertuscht werden. Auf der Flucht muss er nun nicht nur gegen eine Regierungseinheit kämpfen, sondern auch noch gegen zwei Predatoren, wobei einer ein Upgrade bekam. Also entweder war ich einfach nicht die Zielgruppe oder der Film war wirklich absoluter Müll. Schwierig zu sagen.

Searching: Ein Vater vermisst seine Tochter und versucht nun sie zu finden. Soweit nicht spannend. Allerdings wird die gesamte Geschichte nur über einen Bildschirm erzählt. Durch Chats, Videotelefonate, Internetrecherchen. Und dadurch wird er interessant.

Ballon: Michael „Bully“ Herbigs erster ernster Film. Erzählt wird die Geschichte von zwei Familien, die versuchen mithilfe eines Ballons aus der DDR zu fliehen. Eine hoch-spannende Geschichte mit starken Schauspielern und eindrucksvollen Bildern.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Jumanji: Nachdem ich die Fortsetzung sehr genossen habe, gab es nun auch einmal das Original mit Robin Williams gesehen. Jumanji sieht wie ein gewöhnliches Brettspiel aus, doch wer es spielt, holt den Dschungel zu sich. Eine herrliche Komödie!

To all the boys I’ve loved before: Lara Jean ist ein durchschnittliches etwas schüchternes Mädchen. In ihrem Leben war sie bisher fünfmal so richtig verknallt gewesen. Und jedes Mal hat sie in dieser Phase einen Liebesbrief geschrieben, aber nie abgeschickt. Als das jemand anderes für sie tut, gerät ihre Welt auf einmal ins Chaos. Ein sehr süßer kleiner Film, der das Rad nicht neu erfindet, aber mit liebevollen Charakteren überzeugen kann.

SMS für dich: Karoline Herfurths Regiedebut kann mich auch nach dem dritten Mal sehen, noch immer in seinen Bann ziehen. Die absolut traurige, aber doch so lebensfrohe Geschichte bringt mich immer wieder gleichzeitig zum lachen und zum weinen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Das schönste Mädchen der Welt: Ein Jugendfilm über eine Klassenfahrt, den ich bisher nicht wirklich auf dem Schirm hatte, der aber so gute Kritiken abgegriffen hat, dass mein Interesse nun doch geweckt ist.

Book Club: In die Jahre gekommene Frauen entdecken ihre Sexualität wieder, nachdem sie im Buchclub 50 Shades of Grey gelesen haben. Mich stört zwar, dass man nach einem so schlecht geschriebenen Buch seine Sexualität neu entdeckt, aber Schauspielgrößen wie Jane Fonda und Diane Keaton ziehen mich dann doch zu dem Film.

Das Haus der geheimnisvollen Uhren: 1. Cate Blanchett 2. Die Optik 3. Jack Black. 3 Gründe, wieso der Film hier auf meiner Liste landet.

The Man who killed Don Quixote: Allein die unfassbare Entstehungsgeschichte, die Jahrzehnte gedauert hat, lässt diesen Film auf meine Liste wandern.

Serien – ein kurzer Überblick

Im September habe ich von Elementary die dritte Staffel gesehen und bin noch immer begeistert von der Serie. Dann hat mich mein Lebensgefährte dazu gebracht Rick & Morty zu sehen, wovon ich die ersten beiden Staffeln inzwischen gesehen habe und mich doch begeistern konnte – auch wenn ich das zuvor nicht gedacht hätte. Dann gab es von Brooklyn Nine-Nine endlich die vierte Staffel zu sehen, die leider mit einem riesigen doofen Cliffhanger endete und ich nun verzweifle, da ich wissen will, wie es weitergeht. Dann beendete ich noch die vierte Staffel vom A-Team und freue mich nun auf die finale fünfte Staffel. Als neue Serie entdeckte ich durch Zufall Younger und hab die erste Staffel bereits in kürzester Zeit verschlungen. Ganz mein Humor.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten insgesamt: 1156
Seiten pro Tag: ca. 39 pro Tag
Taschenbücher: 1
E-Books: 1
Manga: 2

Mortal Engines: Dieses Leseexemplar flatterte bei mir ins Haus, kurz nachdem ich den ersten Trailer zu Peter Jacksons neustem Streich gesehen habe. Leider konnte mich die emotionslose Handlung nicht richtig fesseln. Umso mehr freue ich mich, wenn Jackson sie mit guten Bildern untermauert.

Die unsichtbare Bibliothek: Der Auftakt einer neuen vielversprechenden Fantasy-Reihe. So wurde mir das Buch angepriesen. Leider konnte es mich nicht vom Hocker hauen. Zu viele Geschehnisse auf einmal, zu wenig Informationen zu der Bibliothek und leider bin ich auch mit den Charakteren nicht warm geworden. Laut den Rezensionen gibt es auch nur zwei Varianten: Entweder liebt man das Buch oder man konnte wenig mit anfangen. Ich gehöre leider zur zweiten Kategorie.

Death Note – Band 2 & 3: Schließlich habe ich mich noch weiter mit Light und seinem Todesgott befasst. Hier bleibt die Geschichte spannend.