Babylon

Ein Vorwort

Damien Chazelle ist ein Regisseur, der es mit wenigen Filmen schaffte, seine ganz eigene Handschrift zu zeigen. Nach Whiplash (war okay), La la Land (mochte ich) und Aufbruch zum Mond (hatte einige Schwächen) sprach mich sein neuster Film irgendwie an und gleichzeitig auch nicht. Als ich dann noch erfuhr, dass Babylon eine Laufzeit von über drei Stunden hatte, war ich absolut skeptisch. Aber ein Besuch in Potsdam und dem Luxe, was zumindest in einer halb liegenden Position die drei Stunden erträglich machen würde, beschloss ich dem Film eine Chance zu geben. Warum er mich zeitgleich faszinierte und abstieß, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Im Hollywood der 1920er Jahre treffen der begehrte Schauspieler Jack Conrad, die Newcomerin Nelly LaRoy und der Arbeiter Manny Torres bei einer rauschenden Orgie das erste Mal zusammen. Den Wandel von Stumm- zu Tonfilm erleben sie alle mit, wobei sich ihre Schicksale unterscheiden.

Meine Meinung

Babylon ist ein Film, dem man sich möglichst ohne viel zu wissen, nähern sollte. Drei Stunden Zeit hat der Film, um einen in den „Rausch der Ekstase“ zu ziehen, wie der deutsche Untertitel bereits nahelegt. Nie enden wollende Partys sind an der Tagesordnung und schaffen es einen in eine ganz eigene Welt zu ziehen. Allein die ersten zwanzig Minuten zeigen eine nicht enden wollende Orgie und schaffen es dennoch die drei Protagonist*innen und einige Nebencharaktere einzuführen und den Zuschauenden näher zu bringen. Dabei scheint der Film beinahe einen eigenen Herzschlag zu haben, dem sich der eigene anpasst. Man vergisst alles um sich herum und wird in die Welt des Hollywoods der 1920er Jahre gezogen.
Dabei verfolgen wir die Wege von Manny Torres, Nellie LaRoy und Jack Conrad. Sie alle machen unterschiedliche Erfahrungen und dadurch ist man bei jeder Entwicklung des Films auf irgendeine Weise dabei. Der Wandel von Stumm- zu Tonfilm wird hier mit großen Tragödien verfilmt, die zeitgleich in Komödien übergehen und dabei doch tief unter die Haut fahren. Auf jeden Schicksalsschlag, folgt eine lockere Szene oder der Wahnsinn wird gleich auf die absolute Spitze getrieben.
Dabei werden auch problematische Themen angesprochen. Die Objektivierung der Frau oder dem „Nicht-schwarz genug sein“ bei BPOC wird angesprochen und größtenteils unkommentiert gelassen. Dennoch wird hier durch die Charaktere gezeigt, was es mit ihnen macht, was es in ihnen auslöst und wird somit dennoch kritisch gezeigt, auch wenn es nicht in erster Linie angesprochen wird. Lediglich Kleinwüchsige haben in diesem Film (wieder einmal) absolut keine Rechte und werden nur zur reinen Belustigung der Menge gezeigt. Man sollte meinen, dass wir 2023 über diesen Teil längst hinaus wären. Zumal dem Film von seiner Ekstase und seinem Rausch absolut nichts abhandengekommen wäre, wenn diese zwei kleinen Szenen nicht gezeigt worden wären. Der Wahnsinn des Films war auch so nichts zu übersehen. Dabei hinterlässt das einen faden Beigeschmack.
Auch die komplette Szene um Tobey Maguire treibt den Wahnsinn dann wohl auf die absolute Spitze, war mir dann aber zu viel. Da war ich aus dem Rhythmus des Films gerissen und nur noch abgestoßen. War der Wahnsinn vorher noch in einem verträglichen Rausch, wartete ich ab hier nur noch auf das Ende des Films.
Schauspielerisch kann sich der Film auf jeden Fall sehen lassen. Margot Robbie spielt sich gerade in der Tränenszene in die obere Liga. Doch auch unter den Nebendarsteller*innen wird einiges geboten.
So ist Babylon auf jeden Fall ein gewöhnungsbedürftiger Film, der vermutlich am besten im Kino funktioniert. Denn man muss in den Rausch des Films gezogen werden und sich vollkommen auf den Wahnsinn auf der Leinwand einlassen. Sobald man diesen einmal verlässt, zeigt der Film sein ungeschminktes Gesicht.

Das Fazit

Babylon ist ein Rausch, der den Wahnsinn in allen Ebenen auskostet. Das funktioniert größtenteils sehr gut, wird aber an einigen Stellen unangenehm auf die Spitze getrieben. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Babylon läuft seit dem 19.01.2023 in den deutschen Kinos

Operation Fortune

Ein Vorwort

Guy Ritchie ist ein Regisseur, der es schafft mit der gleichen Handschrift richtige Knaller zu produzieren, wie Sherlock Holmes oder Codename Uncle, und Filme, die einfach nicht funktionieren wollen, wie King Arthur. Auch zuletzt zauberte er 2019 mit The Gentlemen einen unfassbar guten und eleganten Film, konnte 2021 mit Cash Truck dann schon nicht mehr mithalten – auch wenn dieser lediglich kleinere Schwächen aufwies, aber im Vergleich zum Vorgänger deutlich abschwächte. Nun stand mit Operation Fortune wieder ein Heist Movie an und wie schon in Cash Truck erneut mit Jason Statham als Hauptdarsteller. Dennoch sollte die Richtung eher wieder in die der Gentlemen gehen. Kann Operation Fortune mit dem Erbe mithalten?

Die Handlung

Nathan Jasmine (Cary Elwes) bekommt die Aufgabe ein MI6 Team zusammenzustellen, um eine gestohlene Geheimwaffe sicherzustellen. Unter der Führung von Orson Fortune (Jason Statham) begibt sich das Team nach Hollywood, um den Schauspieler Danny Francesco (Josh Hartnett) zu rekrutieren. Denn ihr Ziel ist der Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant) und dieser ist ein großer Fan von Francesco. Doch als eine ungeplante zweite Partei auftaucht, wird der Auftrag komplizierter als zunächst angenommen.

Meine Meinung

Nach den Trailern wusste ich nicht so recht, worauf der Film hinarbeiten will. Ich war zumindest nicht so angefixt wie bei The Gentlemen und hatte diesen auch noch im Hinterkopf und musste mich zusammen reißen, den Film nicht ständig zu vergleichen. Denn auch wenn in Operation Fortune zunächst auch wieder versucht wird mit britischer Eleganz zu punkten, legt sich der Fokus doch schnell auf Statham und seinen Charakter Fortune. Hier ist wenig Eleganz zu spüren und eher die grobe Seite des Actionsstars.
Das ist allerdings insofern gut, dass sich damit jeglicher Vergleich in Luft auflöst. Mit Aubrey Plaza und Bugzy Malone bekommt das Team einen guten Vibe und gerade Plaza schafft es Statham Contra zu bieten und mit ihren Sprüchen die Stimmung deutlich aufzuhellen. Zusammen mit Ritchies Handschrift und seinem Gespür für gut dosierten Humor trotz actionreicher Szenen, entsteht daraus ein Heist Movie, der deutlich Spaß macht beim Sehen und deutlich wenig Logiklöcher aufweist als vergleichbare Vertreter.
Dennoch so ganz rund ist er leider doch nicht. Jason Statham wird zunächst versucht ein bisschen entfernt vom Actionheld einzugruppieren. Er bekommt Starallüren zugeschrieben, die aber schon bald keine Rolle mehr spielen, da er doch wieder nur als Hau-drauf-Typ eingesetzt wird. Dadurch verkommt JJ (Bugzy Malone) eher zum Stichwortgeber und gerät zu sehr in den Hintergrund, auch wenn er nochmal eine neue Richtung hätte geben können. Lediglich Sarah Fidel (Plaza) kommt gegen die Alleingänge auf der Leinwand ein wenig an. Und auch wenn einige Witze durchaus gut funktionieren, eignen sie sich doch meist nur zum schmunzeln und stechen nicht hervor.
So ist Operation Fortune keinesfalls ein schlechter Film. Mit einer Lauflänge von 114 Minuten funktioniert er in seiner Gesamtheit erstaunlich gut und schafft, was er verspricht: Kurzweilige Unterhaltung. Lediglich den Sprung zu etwas nachhaltigerem, etwas, dass länger in Erinnerung bleibt, verpasst er. Vielleicht hätte ein anderer Hauptdarsteller dem Orson Fortune schon eine ganz neue Richtung gegeben, da Statham durch seine immer ähnlichen Filme, doch nur eine gewisse Richtung scheint spielen zu können.

Das Fazit

Operation Fortune schafft es durch Guy Ritchies Handschrift das Genre Heist Movie zwar nicht neu zu erfinden, aber zu beleben. Kleinere Schwächen und eine zu große Fokussierung auf den Hauptdarsteller lassen ihn den Sprung zu etwas nachhaltigerem Verpassen, doch in seiner Gesamtheit funktioniert er sehr solide und schafft so die versprochene kurzweilige Unterhaltung. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Operation Fortune läuft seit dem 05.01.2022 in den deutschen Kinos

ACHTUNG SPOILER – Ein paar Worte zum Ende – ACHTUNG SPOILER

Kennt ihr diese Filme, wo zwischen zwei Charakteren unterschiedlichen Geschlechts einfach keine Chemie entsteht und das Drehbuch sie partout zusammenfinden lässt, obwohl es ganz andere Möglichkeiten gäbe? Zum Beispiel zuletzt bei Massive Talent, wo die Chemie zwischen den Charakteren von Pedro Pascal und Nicolas Cage einfach unglaublich war und am Ende noch eine zufällige Frau für Pascals Rolle gefunden wurde? Damit spielt Operation Fortune tatsächlich und schafft es am Ende aber mit einer kurzen Szene alles zu revidieren und Simmonds (Grant) und Francesco (Hartnett) ein zuckersüßes Happy-end zu bescheren. Und das liebes Hollywood ist das, was wir manchmal am Ende wirklich wollen!

I wanna dance with somebody

Ein Vorwort

Inzwischen könnte man es wohl schon fast als ein Universum, ähnlich dem MCU, bezeichnen. Die Rede ist von Musiker*innen Biopics. Nach Queen (Bohemian Rhapsody), Elton John (Rocketman), Elvis (Elvis) und Aretha Franklin (Respect), bekam nun die nächste Stimme des Jahrhunderts ihren eigenen Film. Die Rede ist von Whitney Houston. Und da es sich wieder um die gleiche Optik und Erzählweise handelt, wie in den anderen genannten, ordnet sie sich eben doch in das Universum ein – gibt es hierfür eigentlich schon einen catchy name oder müssen wir noch brainstormen? Ob er dennoch hervorstechen kann oder in der Masse untergeht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Whitney Elisabeth Houston (Naomi Ackle) wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten?

Meine Meinung

Ich weiß nicht, wie oft ich den Handlungstext jetzt schon überarbeitet habe, um ihn weniger generisch klingen zu lassen, doch so richtig ist es mir nicht gelungen. Weil wir das gebotene einfach schon einmal zu oft gesehen haben. Das unschuldige Mädchen mit starkem religiösem Hintergrund (vergleiche dazu Respect), bekommt Plattenvertrag (immerhin diesmal nicht von ausbeutendem Plattenboss), produziert massenhaft Hits (siehe alle anderen Biopics dieser Art), dann kommt der Fall mit einer Menge Drogen (vergleiche dazu Bohemian Rhapsody und Rocketman). Probleme mit den Eltern, die eher ausbeuten als helfen (siehe Elvis), unglückliche Ehe (siehe Respect) und dann der Punkt, wo es nicht mehr weitergeht (siehe alle anderen Biopics). Das ganze erzählt wie ein Wikipediaartikel, von Song zu Song, die gleichzeitig zu kurz kommen und doch zu lange ausgespielt werden. Während bei Bohemian Rhapsody das komplett nachgestellte Live Aid Konzert am Ende noch ein absolutes Highlight war und Rocketman durch eine sehr kreative Art der Einbindung der Songs punkten konnte, war alles danach nur noch ein auf die Bühne stellen, singen, weiter im Text. Es fehlt die Verbindung, das Fühlen, das Mitfiebern.
I wanna dance with somebody hat das gleiche Problem, wie auch die anderen genannten Filme: Man weiß, worauf es hinaus läuft. Ihr Drogenproblem und ihr verfrühter Tod sind keine Geheimnisse oder schockierende Entwicklungen, sondern bekannt. Genau deswegen hofft man, dass sich der Film dennoch auf eine andere Stelle hin entwickelt, etwas neues erzählt, vom sturen Wikipedia-Eintrag abhaken abweicht. Aber vergeblich.
Das macht den Film keinesfalls schlecht. Wäre er der erste der Reihe hätte er wahrscheinlich nicht die gleiche Welle nach sich gezogen, wie Bohemian Rhapsody, aber es wäre auch nicht der fünfte einer gefühlt immer gleichen Reihe. Die Übersättigung ist einfach bereits da und die viel zu lange Lauflänge von 146 Minuten macht es auch nicht besser. Denn eine Konzentrierung auf ein großes Ereignis mit kleineren Rückblenden, hätten hier wohl völlig ausgereicht.
Schauspielerisch ist an I wanna dance with somebody nichts auszusetzen. Naomi Ackle und auch alle anderen spielen ihre Rolle wunderbar und mit Stanley Tucci als Musikproduzent bekommt die Branche dann auch mal ein positives Beispiel geboten. Leider reicht es nicht, um den Film aus seiner Mittelmäßigkeit zu ziehen.

Das Fazit

I wanna dance with somebody ist leider nur ein weiterer Film aus der Reihe der Musiker*innen Biopics und bietet nichts außerhalb eines Wikipedia-Artikels. So versinkt er in der stoischen Mittelmäßigkeit. Das hatte die Stimme des Jahrhunderts so wohl nicht verdient. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

I wanna dance with somebody läuft seit dem 22.12.2022 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Januar 2023

Gefühlt habe ich gerade erste die letzten Rückblicke aus dem letzten Jahr durch, da geht es hier auch schon mit dem ersten aus dem aktuellen Jahr weiter. Der Januar ist frisch vorbei und ich habe es wieder ins Kino geschafft. Dafür waren es wieder weniger Filme im Heimkino, also anscheinend geht zur Zeit nur eins von beidem. Mehr Details im heutigen Beitrag.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Das Kleid: Ben ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen. – Er hat sich dem Thema leider von der komplett falschen Seite genähert und funktioniert daher nicht wirklich, auch wenn zwischendurch starke Szenen vorhanden sind.

I wanna dance with somebody: Whitney Elisabeth Houston wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten? – Leider absolut nichtssagendes Biopic. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht mehr als ein Wikipedia-Artikel.

Operation Fortune: Nathan Jasmine bekommt die Aufgabe ein MI6 Team zusammenzustellen, um eine gestohlene Geheimwaffe sicherzustellen. Unter der Führung von Orson Fortune begibt sich das Team nach Hollywood, um den Schauspieler Danny Francesco zu rekrutieren. Denn ihr Ziel ist der Waffenhändler Greg Simmonds und dieser ist ein großer Fan von Francesco. Doch als eine ungeplante zweite Partei auftaucht, wird der Auftrag komplizierter als zunächst angenommen. – Guter Heist-Movie. Erfindet das Rad nicht neu, punktet aber mit guten Einfällen.

Caveman: Bobby erzählt nach einem Streit mit seiner Freundin bei einem Stand-up Event, wie es dazu kommen konnte. Dabei durchleuchtet er die Probleme, die in der Kommunikation zwischen Männer und Frauen entstehen können. Er trifft auf seinen inneren Höhlenmenschen, der ihn auf die Evolution und den Unterschied zwischen Jäger und Sammlerinnen aufmerksam macht. – Absolut unzeitmäßig, funktioniert weder in Erzählweise noch in Aussage. Leider ein Film zum Fremdschämen.

Babylon: Im Hollywood der 1920er Jahre treffen der begehrte Schauspieler Jack Conrad, die Newcomerin Nelly LaRoy und der Arbeiter Manny Torres bei einer rauschenden Orgie das erste Mal zusammen. Den Wandel von Stumm- zu Tonfilm erleben sie alle mit, wobei sich ihre Schicksale unterscheiden. – Provokanter Film, der einen zeitgleich in seinen Sog zieht und doch alles gibt, um einen abzustoßen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Bubble: Tokio ist von sogenannten Blasen durchzogen und damit größtenteils unbewohnbar, da diese die Schwerkraft beeinflussen. Im Kampf ums tägliche Überleben finden Wettläufe über die Blasen statt, woran eine Gruppe Jugendlicher Waisen regelmäßig teilnimmt. Dabei trifft einer der Gruppe auf ein geheimnisvolles Mädchen, das er kurzerhand mitnimmt, in der Annahme, dass es sich bei ihr auch um eine Waise handelt. – Interessanter Ansatz für eine die kleine Meerjungfrau-Adaption, konnte mich aber nicht mitreißen.

Agatha und die Wahrheit des Verbrechens: Kurz vor der Scheidung und in Ermangelung eines neuen Romans, steht Agatha Christie vor einer Krise. Da kommt ihr die Bitte einer Hilfesuchenden ganz recht. Christie gibt sich als Notarin aus, um ein Erbe zu verwalten, sucht dabei jedoch nach der Mörder*in. Dabei scheint jeder der Verdächtigen ein Geheimnis zu haben. – Etwas liebloses Whodunnit mit einer kriselnden Agatha Christie. Nett für zwischendurch, aber nicht mehr.

Filme –  leider in diesem Monat verpasst

The Banshees of Inisherin: Die Geschichte über das abrupte Ende einer langen Freundschaft brachte einige Oscarnominierungen ein. Mich reizt vor allem das irische Setting .

The Son: The Father war zurecht ein oscarnominierter Film, der mit seinem schweren Thema gut umzugehen wusste. Ich bin neugierig, ob the Son da mithalten kann.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Die Ringe der Macht – Staffel 1 (Sehr lange Exposition, kommt erst gegen Ende in Fahrt, punktet aber durch atemberaubende Bilder und eine wunderbare Optik)

Snack vs. Chef – Staffel 1 (In diesem Wettbewerb müssen die Teilnehmenden bekannte Snacks, wie Pringles oder Cheetos nachmachen, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Interessanter Ansatz, funktioniert über eine Staffel auch gut, aber ich bräuchte keine zweite)

Zoogeflüster – Staffel 1 (Sympathische Reportage über den Columbus Zoo. Sehr große Tiernähe und hat mich von Anfang an mit Gepardenbabys verzückt)

1899 – Staffel 1 (Die Dark-Macher zieht es diesmal auf eine Atlantik-Überquerung. Funktioniert zunächst gut, geht dann aber in eine etwas vorhersehbare Schiene. Leider nach der ersten Staffel abgesetzt, wodurch die finalen Aufklärungen wegbleiben)

Little Witch Academy – Staffel 1 (Leider sehr schwach, da die ewig gleichen Charaktere an einem Hexeninternat einfach nicht mehr funktionieren. Sehr nervige Protagonistin. Hat mich eher gelangweilt als unterhalten)

Decendants of the Sun – K-Drama (Schönes Drama aus Korea, auch wenn die Militärthematik etwas gewöhnungsbedürftig war. Hatte für mich etwas zu viele Katastrophen, aber die Liebesgeschichte war wirklich schön)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.495
Seiten pro Tag: 145 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 7
Hörbuch: 1
E-Book: 3

*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet

Mona 3 – Zwischen Himmel und Hölle: Noch immer sind die Nosdroff-Brüder auf freiem Fuß und versuchen Mona und ihren Pakt zu Erzdämon Balthasar in die Finger zu kriegen. Dieser versucht alles, um seine Familie zu beschützen, stößt dabei aber immer mehr an seine Grenzen. Und dann steht noch ein ganz anderes Großereignis bevor: Mona und Balthasar wollen heiraten. Also nochmal, so mit Zeremonie und so. Das Chaos ist vorprogrammiert. – Schöner und runder Abschluss, bleibt aber hinter den Vorgängern zurück (die aber auf einem unfassbar hohem Niveau waren, dass es nicht heißt, dass der dritte Teil schlecht war)

Komi can’t communicate 1: Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Ebenso liebevoll wie der Anime, zeigt wenig Neues, wenn man den Anime kennt, aber funktioniert auch als Manga wunderbar.

Wie das Feuer zwischen uns: Früher waren Logan und Alyssa unzertrennlich. Während sie unter einer strengen Mutter aufwuchs, wird er schon früh in den Drogensumpf gezogen. Mit einer abhängigen Mutter und einem gewalttätigen Vater, flüchtet er regelmäßig zu Alyssa. Doch nach einem dramatischen Vorfall verschwindet er komplett aus ihrem Leben ohne ein Lebenszeichen. Bis die das Schicksal wieder zusammenführt. – Hat mir leider gar nicht gefallen. Ist nicht richtig in Schwung gekommen, hat sich immer wieder im Kreis gedreht. Habe mich eher durchgequält und es eigentlich abgebrochen gehabt, aber letztlich doch noch zu Ende gelesen.

Horimiya 1: Kyoko ist in der Schule eines der beliebtesten Mädchen, doch hat sie Nachmittags immer etwas vor und vertröstet ihre Freund*innen. Izumi ist in der Schule eher unauffällig und bleibt für sich. Als sich die beiden zufällig nach der Schule treffen, erkennen sie auch die Gründe. Während Kyoko eher zweckmäßig gekleidet ist und sich um Haushalt und ihren kleinen Bruder kümmert, ist Izumi stark tätowiert und entspricht dem Bild eines Unruhestifters. Die beiden freunden sich an, bleiben in der Schule jedoch weiterhin auf Distanz. – Leichter Einstieg in die Geschichte, auch wenn noch nicht wirklich viel passiert, sind es doch die Charaktere, die es locker leicht zu lesen machen.

Die Tagebücher der Apothekerin 3: Nach dem Gartenfest schafft Maomao es sich ein paar freie Tage in der Heimat zu erkaufen. Dabei trifft sie den Mann, der ihr alles über Kräuter und Heilmittel beibrachte. Zurück im Palast, warten neue Probleme auf sie. – Auch der dritte Band hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht durch Maomaos herrliche Art.

More than a doll 1: Gojos Familie führt eine Manufaktur zur Herstellung von Puppen, wodurch er eine besondere Begeisterung zu Handarbeiten hat. Deswegen wird sich gern über ihn lustig gemacht. So glaubt er es auch, als Marin, eine der beliebtesten Mädchen, auf ihn zukommt. Doch diese möchte unbedingt ein Cosplay nähen, ist dafür aber zu ungeschickt. Dabei findet sie sein Hobby sehr faszinierend. Eine Freundschaft entwickelt sich. – Klassische Außenseiter/It-Girl Geschichte, aber sehr süß aufgebaut und mit Cosplay-Hintergrund. Ich werde weiterlesen.

Schattengold: Rede nicht mit Feenwesen, iss nichts von Feenwesen, mache keine Deal mit Feenwesen. Farah muss für ihr Überleben und das ihrer Familie alle Regeln brechen. Eingesperrt in einem Turm soll sie Stroh zu Gold spinnen. Dabei ahnt sie nicht, welche Mächte sie weckt. – Düstere Rumpelstilzchen-Adaption, die mir hintenraus etwas zu langgezogen war. Aber Handels wunderbare Art Geschichten zu erzählen, funktioniert auch hier wieder wunderbar.

Verfalle mir besser nicht: Adriana versteckt sich noch immer bei Remero, Darcio und Nevio. Während sie den drei Männern immer näher kommt, wird sie immer noch gesucht. Ist sie bei den Männern weiterhin sicher? Und wie soll es für sie weitergehen? – Wirkte wie eine Zusammenstellung aus alten D.C. Odesza  Büchern. Hatte wenig Neues/Überraschendes zu bieten. Schade.

Die App: Hendrik und seine Verlobte Linda sind sehr glücklich über ihr Smart-Home System Adam. Doch dann verschwindet Name ohne jegliche Spur. Die Polizei geht davon aus, dass sie kalte Füße vor der Hochzeit bekommen hat, doch Hendrik ist sich sicher, dass sie entführt wurde. Bei seinen eigenhändigen Ermittlungen stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten mit Adam. – Grundsätzlich spannend, interessant und gut aufgebaut. Aber ich merke immer wieder, dass mir Cozy Crime viel mehr zusagt, weil mir die „normalen“ Krimis/Psychothriller immer zu abgedreht sind.

Chainsaw Man 1: Auf der Suche nach Essen stößt Denji auf den kleinen Teufel Pochita, mit dem er sich anfreundet. Doch als beide in Lebensgefahr geraten, opfert sich dieser. Denji kann sich fortan in Chainsaw Man verwandeln, was die Regierung auf ihn aufmerksam macht. Sie bietet ihm einen Job, den er mit Aussicht auf regelmäßiges Essen nur zu gern annimmt. – Es gibt allerlei positive Ressonanz auch für den Anime, mich hat der Manga leider überhaupt nicht bageholt. Das liegt weniger an der Geschichte, als vielmehr am Erzähl- und Zeichenstil. Schade.

Eine Chauffeurin zum Verlieben: Lizzy kann ihr Glück kaum fassen. Die Chauffeur-Firma, für die sie arbeitet, hat einen Vertrag mit ihrer liebsten Football-Mannschaft an Land gezogen. Um dies zu feiern, zieht sie mit ihrer besten Freundin um die Häuser. In einer angesagten Bar fällt sie betrunken dem charmanten Brandon in die Arme. Ein paar Tage später treffen sie sich wieder, er erkennt  Lizzy jedoch in ihrer Chauffeursuniform nicht wieder. Dabei erfährt sie drei Dinge: Er ist der Erbe ihrer liebsten Football-Mannschaft, er ist sehr unfreundlich zu „einfachem Personal“ und er sucht die geheimnisvolle Elisabeth von der Party. Da beschließt sie ihm eine Lektion zu erteilen und stimmt über Umwege einem Date zu. – Locker leichte Romanze, die mir stellenweise zu oberflächig blieb, aber für die erzählte Stimmung absolut passend.

Wolkenschloss: Fanny Funke arbeitet als Jahrespraktikantin im Wolkenschloss, einem alten Hotel hoch in den Alpen. Wie jedes Jahr zu Silvester werden einige hochkarätige Gäste erwartet. Dabei haben die Angestellten alle Hände voll zu tun. Als dann auch noch ein wertvolles Kollier geliefert werden soll, geht es hoch her im Wolkenschloss. Und Fanny ist irgendwie mittendrin in den Geschehnissen. – Beschäftigt sich lange Zeit nur mit den einzelnen Gästen und das Personal, kommt erst gegen Ende richtig in Fahrt, funktioniert aber gerade durch  die Charaktere dennoch. Vielleicht ein bisschen zu lang, aber das wird durch eine gute Portion Humor wett gemacht.

The gender of Mona Lisa 8: Hinase beschließt nach dem Mädchentag mit Ritsu nun auch einen Männertag mit Shiori zu machen. Dabei fällt es ihm wirklich schwer typisch männliche Dinge zu unternehmen. Doch Hinase scheint es zu helfen. Doch die schwerste Entscheidung sieres Lebens steht noch bevor. – Ein schöner Abschluss einer tollen Reihe. Ich bin sehr gespannt auf die beiden Spin-offs im Sommer.

Kaiju No8 1: Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, baut bisher die Geschichte aber eher auf. Es bleibt spannend, wie es weitergeht.

Stolen 2 – Verwoben in Verrat: Bastian kämpft noch immer mit den Weben, die er Abby genommen hat, um Cross aufzuhalten. Nicht nur, ist ihm das nicht gelungen, Abby ist auch sehr wütend auf ihn. Doch sie müssen sich zusammen reißen, um mehr über Abbys Vater herauszufinden und gleichzeitig Cross Pläne zu vereiteln. Doch ihre Gefühle stehen ihnen immer wieder im Weg. – Springt  ziemlich in der Handlung hin und her und daher nochmal schwächer als Band 1, aber die Geschichte bleibt weiterhin spannend genug, dass ich wissen will, wie es weitergeht.

Wie war euer Januar? Was waren eure Highlights?

23 für 2023 – die Filme – Erwartungen

Nach den Büchern sind auch wieder die Filme dran. Hier habe ich im Blu-Ray-Bereich meist nur eine geringe Liste ungesehener Filme. Meine Watchlist wird meist vor allem durch das Streaming ziemlich groß. Daher habe ich mir für dieses Jahr überlegt einfach eine gute Mischung aus beiden Formaten zu haben. Neben einigen Blu-Rays, die sich größtenteils aus vorherigen Formaten fortsetzen (Studio Ghibli-Sammlung, Tom Hanks Sammlung, Liste der Schande und den jährlichen Hitchcock und Audrey Hepburn Filmen), habe ich auch mal meine Streaming Watchlisten durchgesehen und mir die restlichen Filme aus diesen zusammengesucht. Welche es sind, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

1.    Wie der Wind sich hebt
(Nachdem ich wohl die größten Klassiker aus dem Hause Ghibli inzwischen nachgeholt habe, fehlen mir dennoch einige Filme aus diesem Studio. Dies ist ein Film, der mir bei der Recherche immer wieder vorgeschlagen wurde, weswegen er auf die Liste durfte)
2.    Erinnerungen an Marnie
(Das diesmal beide Ghibli Filme eine blaue Hülle haben, ist tatsächlich Zufall, passte aber irgendwie erstaunlich gut. Auch dieser Film ist mir bei der Recherche immer wieder vorgeschlagen worden)
3.    Der Junge im gestreiften Pyjama
(Es hat sich irgendwie eingespielt, dass ich auch jedes Jahr unbewusst einen Film über die NS-Zeit oder den 2. Weltkrieg mit dabei hatte. Auch dieses Jahr stolperte ich über ein Angebot zu diesem Film, weswegen er mit durfte)
4.    Das Fenster zum Hof
(Der jährliche Hitchcock und gleichzeitig eine Inspiration für einige Filme. Ich bin gespannt, wie die Umsetzung ist, und ob ich mit der Thematik zurechtkomme, da ich sie sonst eher scheue)
5.    Der weiße Hai
(Ja, ich habe diesen Klassiker noch nie gesehen. Da er auch schon länger auf meiner Liste der Schande steht, wird es dieses Jahr endlich Zeit dafür)
6.    Der talentierte Mr. Ripley
(Auch ein Film, den ich schon seit Ewigkeiten mal sehen wollte und dessen Blu-Ray ich im Angebot gefunden habe und nicht widerstehen konnte)
7.    Cloud Atlas
(Der jährliche Tom Hanks Film ist diesmal einer, der eher keine so guten Stimmen bekommen hat. Gleichzeitig war Lana Wachowski drin verwickelt, was in der Kombination mich dennoch neugierig macht)
8.    Ein Herz und eine Krone
(Und der jährliche Audrey Hepburn Film wurde zu diesem Klassiker. Also zwei Fliegen mit einer Klappe würde ich sagen)
9.    Vom Winde verweht
(Ein Film, den man wohl definitiv durch die Augen seiner Entstehungszeit sehen muss, dennoch ein Klassiker, den ich schon sehr lange auf der Liste habe. Es wird sich zeigen, ob er in der heutigen Zeit noch schaubar ist)
10.  Agatha und die Wahrheit des Verbrechens
(Ich bin ja immer noch dabei die Bücher von Agatha Christie nach und nach zu lesen. Daher hatte mich dieser Film direkt angesprochen und landete auf meiner Watchlist. Es wird wohl Zeit ihn zu befreien)
11.  Spencer
(Spätestens seit der letzten The Crown Staffel ist die Ehe von (inzwischen) König Charles und Diana wieder in aller Munde. Doch bereits zuvor gab sich Kristin Stewart die Ehre und erweckte die verstorbene Prinzessin für die Leinwand wieder zum Leben. Durch die vielen positiven Stimmen bin ich neugierig geworden und habe ihn noch auf meiner Watchlist)
12.  Blind Side
Ein Film, den ich schon sehr lange auf meiner Watchlist habe. Zwischendurch war er verschwunden, tauchte bei einem anderen Streaming-Anbieter wieder auf und jetzt wird ich ihn wohl mal sehen, bevor er wieder in der Versenkung verschwindet)
13.  Bubble
Auch abgesehen von den Studio Ghibli Produktionen wollte ich noch einen Anime mit auf die Liste setzen. Da kam dieses Netflix Original wie gerufen. Wobei gerade dieser Zusatz in letzter Zeit ja leider eher kein Qualitätsmerkmal ist)
14.  Matilda – das Musical
(Kinderbuchklassiker von Roald Dahl als Musical? Ich bin gespannt und freu mich auf den Film)
15.  What’s love got to do with it
(Schon weit vor den aktuellen Musiker*innenverfilmungen gab es diese über Tina Turner. Zum einen interessiert mich ihre Biographie, zum anderen interessiert mich, wie sie im Vergleich zur aktuellen Formel umgesetzt wurde)
16.  Die Braut, die sich nicht traut
(Auch ein Film, den ich seit Ewigkeiten sehen will. Spätestens seit ich auf meiner Hochzeit abends zum Tanzen weiße Stoffschuhe unterm Kleid trug, tauchte der Vergleich mehrfach auf, weswegen ich nun noch neugieriger bin)
17.  Ed Wood
(Ein Film, den ich auf meiner Watchlist fand und ich kann nicht mehr sagen warum und woher. Welch besseren Grund als diesen kann es geben, ihn auf diese Liste zu setzen)
18.  The hate u give
(Ein Film, der wohl leider an Aktualität nicht eingebüßt hat. Ich bin gespannt, wie das Thema aufgearbeitet wurde)
19.  Amsterdam
(Ganz frisch aus dem Kino, und rauf auf die Watchlist. Aber bevor er darauf einstaubt, wie andere Filme, durfte er gleich wieder runter)
20.  See how they run
(Das Gleiche gilt für diesen Film. Zumal mich hier das Whodunnit und die Umsetzung auch sehr fasziniert, weswegen ich mich sehr auf den Film freue)
21.  Der seltsame Fall des Mr. Poe
(Und Nummer 3 im Bunde der Filme, die es frisch aus dem Kino gleich von der Verpasst Liste runterschaffen sollen. Zumal mich allein der Titel unglaublich anspricht)
22.  School of Good and Evil
(Plakat und Titel hatten mich bereits in den Bann gezogen, bevor die eher negative Stimmen zu mir durchdringen konnten. Da ich die Buchvorlage nicht kenne, will ich ihm dennoch eine Chance geben)
23.  Enola Holmes 2
(Den ersten Teil mochte ich recht gerne und auch wenn der zweite wesentlich schlechtere Kritiken erhielt, möchte ich mir selbst ein Bild von dem Film machen)

Habt ihr einen der Filme gesehen? Wie fandet ihr sie?

Das Kleid

Ein Vorwort

Um Vorurteile abzubauen hilft in der Regel nur eins: Sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wie könnte das besser klappen, als durch einen gut erzählten Film, der einen mitnimmt durch die Geschichte und zwischendurch die bestehenden Vorurteile aufgreift und widerlegt? Genauso einen Film wünschte ich mir zum Thema trans. Bekommen habe ich einen Film, der bereits mit der Nennung des Deadnames im Titel (bei mir ist der Filmtitel daher angepasst) beweist, dass er nichts verstanden hat. Dennoch war ich neugierig, was der Film darüber hinaus kann. Warum es sehr schwierig wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Ben (Florian David Fitz) ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen.

Meine Meinung

Das Kleid könnte man wohl als Drama mit komödiantischem Anteil einordnen, so wie es deutsche Filme gerne mal sind, wenn sie sich einem schwierigeren Thema annehmen. Grundsätzlich ist das auch ein schöner Ansatz, dem Drama ein bisschen von der Schwere zu nehmen und ab und an etwas aufzulockern, damit es eine breitere Masse anzieht und das Thema so vermittelt werden kann. Dennoch scheitert es bei Das Kleid bereits am grundsätzlichem.
Statt die Geschichte aus der Sicht des betroffenen Kindes erzählt zu bekommen, geht es vordergründig um Fitz als Vater. Hier werden gleich mehrere Baustellen aufgemacht, wie das Alkoholproblem, dass er nicht mit der Trennung von Ex-Frau und damit auch von den Kindern zurechtkommt. Er fühlt sich permanent ausgeschlossen und als würde seine Meinung nicht zählen. Umso penetranter beharrt er auch auf seiner Sicht der Dinge. Das alles wäre schon genug für einen Film und so fällt es der Handlung sichtlich schwer beim Augenmerk auf das trans Mädchen zu bleiben.
Grundsätzlich ist die Reaktion des Vaters wohl leider realistisch. Schilderungen von trans Menschen gehen leider sehr oft mit der Ablehnung im Elternhaus los. Dass Lily hier die uneingeschränkte Unterstützung der Mutter und dessen neuen Lebensgefährten hat, ist schon einmal Gold wert. Auch dass der Vater sich nur wenig mit dem Thema auseinander setzt und nur die wenigen psychologischen Schilderungen glaubt, die seine Meinung unterstützen, ist wohl leider auch nur realistisch. Dass hier jedoch nie das Gespräch mit dem eigenen Kind gesucht wird, sondern nur über sie hinwegentschieden wird, ist dann wohl die erste Schwäche des Films. Denn in einzelnen Szenen, wie bei einem Synagogenbesuch, wo der Fokus auf Lily liegt, zeigt sich, dass ihre Gedankenwelt wohl wesentlich spannender und aufschlussreicher wäre.
Das nächste Problem ist, dass wir durch das Spiel von Florian David Fitz Mitleid und Verständnis für einen regelmäßig alkoholisierten Vater mit Aggressionsproblem und eindeutig geäußerter Queerfeindlichkeit haben sollen. Dass es für ihn ja schwer sei. Dass es für ihn kompliziert sei sich mit dem Thema auseinander zu setzen, obwohl er von allen Seiten Angebote und Unterstützung bekommt.
So macht Das Kleid gefühlt einen Schritt vorwärts und zwei Schritte zurück. Immer, wenn man glaubte, dass der Groschen gefallen ist und endlich Verständnis für Lilys Situation da ist, dreht sich alles wieder und die permanente Nennung des Deadnames noch bis zum Ende, zeigt eigentlich das Protagonist gar nichts verstanden hat.
Dennoch ist nicht alles schlecht am Film. Denn stellenweise schafft er es durchaus nicht nur die Vorurteile aufzugreifen, sondern auch zu entkräften. Gerade durch den Kontrast von Lily zu ihrer Schwester Erna wird durchaus mit Geschlechterklischees aufgeräumt und gezeigt, dass sich Kindern in alle Richtungen entwickeln können, unabhängig vom Geschlecht. Die Themen Mobbing und notwendige Schulwechsel werden angesprochen und die Schule kommt dabei auch durchaus zu Wort, wenn in der Konsequenz gegen Ende auch nicht immer positiv. Das Jugendamt wird thematisiert und kann durchaus richtige Impulse geben. Und auch der Besuch von Ben bei einer älteren trans Frau ist positiv, wenn vielleicht auch zu kurz, um alle angesprochenen Themen richtig zu entfalten (das hätte den Film aber dann auch gesprengt).

Das Fazit

Das  Kleid hat durchaus gute Ansätze, die vielleicht mit einem größeren Fokus auf Lily auch funktionieren könnten, statt mit dem Vater immer mehr Probleme zu eröffnen. Gerade gegen Ende hätte die Entwicklung noch einmal eine andere Richtung einnehmen sollen und vielleicht hätte man soweit denken sollen nicht den Deadname im Titel zu verwenden. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Das Kleid läuft seit dem 22.12.2022 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das vierte Quartal 2022

Abschließend zum Rückblick-Marathon am Jahresanfang, gibt es nun noch den Quartalsrückblick. Danach verschone ich euch bis zum nächsten Monatsrückblick, versprochen! Hier also nochmal meine Top (4-) 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus den Monaten Oktober bis Dezember.

Meine vier Kino Highlights

The Woman King: 1823 verteidigt sich das Königreich Dahomey gegen das Oyo-Imperium und sieht sich gleichzeitig mit dem Sklavenhandel konfrontiert. Angeführt von der Generalin Nanisca haben es die Agojie, eine Gruppe speziell ausgebildeter Kriegerinnen, bisher geschafft ihre Unterzahl auszugleichen. Nawi wird von ihrem Vater verstoßen und durchläuft daher die Ausbildung zur Agojie. Doch die ist alles andere als einfach. – Spannendes Historiendrama mit starken Charakteren.

The Menu: Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!

Mrs. Harris und ein Kleid von Dior: Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.

Lyle, mein Freund, das Krokodil: Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.

Meine fünf filmischen Highlights

Glass Onion: Der Milliardär Miles Bron lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay, deren Assistentin Peg Politikerin Claire Debella, Wissenschaftler Lionel Toussaint und der problematische Twitcher Duke Cody (Dave Bautista) und dessen Freundin Whiskey. Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc, der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte. – Ein zweiter Teil und wieder ein Volltreffer. Hier stimmt einfach alles, auch wenn die Charaktere zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sind. 

Der Soldat James Ryan: Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.

Shutter Island: US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.

Guillermo del Toros Pinocchio: Nach dem Tod seines Sohns Carlo ist Jepetto völlig verzweifelt. Im Alkoholrausch schnitzt er sich eine Puppe aus Holz, die seinen Sohn ersetzen soll. Und in der Nacht erscheint tatsächlich ein Geisterwesen und erweckt die Puppe zu leben. Doch diese will so gar nicht die zugedachte Rolle übernehmen und gerät von einem Schlamassel in den nächsten. Das Herz dabei jedoch immer am rechten Zweck versucht er schließlich keine Belastung mehr zu sein. – Die düstere Seite der Pinocchio Geschichte. Vom Erzähl- und Animationsstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch stark erzählt. Lediglich etwas zu lang geworden.

Encanto Live: Der Cast des Films Encanto hat sich noch einmal zusammengefunden, um bei diesem Live Event die Lieder des Films zu performen. Dabei wurde eine kleine Bühnenshow geschaffen. – Nettes Special mit den tollen Liedern aus Encanto. 

Meine fünf serientastische Highlights

Wednesday – Staffel 1: Wednesday Adams wird von ihren Eltern auf die Nevermore Academy geschickt, nachdem sie ihrer anderen Highschool verwiesen wurde. Dort trifft sie auf ihre Mitschüler*innen, die allesamt übersinnliche Fähigkeiten haben. Als es jedoch zu  einem Monsternagriff auf sie kommt, beginnt sie zu ermitteln. Immer an ihrer Seite: Eiskaltes Händchen. –  Vielleicht nicht das Highlight, was der Hype versprochen hat, aber eine starke Geschichte mit kultigem Charakter.

Haikyuu – Staffel 1: Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten. – Ich hasse Volleyball. Aber diese Serie mit faszinierenden Charakteren rund um den Sport ist absolut mitreißend und spannend.

The Crown – Staffel 5: Die 1990er Jahre sind geprägt von Krisen um die Krone. Diana macht die Ungerechtigkeiten Publik und stellt sich damit öffentlich gegen die Krone und ihren noch Ehemann Charles. Doch auch an anderen Stellen kriselt es. – Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag.

Komi can’t communicate – Staffel 1: Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt – Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt.

Queer  Eye – Brazil – Staffel 1: Die Fab Five sind diesmal Fred, Rica, Luca, Yohan und Guto, die durch Brasilien reisen und ganz im Sinne des Vorbilds Menschen unter die Arme helfen, die Probleme haben ihren Alltag zu bewältigen. Dabei darf auch hier die typische quirrlige Art, viel Verständnis und herzerwärmende Botschaften nicht fehlen. – Nach dem Original aus den USA und dem ersten Ableger in Deutschland, gibt es nun auch eine brasilianische Ausgabe. Wie immer voller Herzenswärme und Charme und funktioniert damit wunderbar

Meine fünf buchigen Highlights

Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall: Colin soll den Sommer bei seiner Mutter verbringen, die die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Dort lernt er den verschlossenen Theodore kennen. Kurze Zeit später stirbt Colin unerwartet und findet sich in einer Geisterwelt wieder. Ihm bleiben drei Tage, um das verborgene Zimmer von Thornhill Hall zu finden, um ins Leben zurückzufinden. – Herzerwärmend, spannend, einfach eine tolle Geschichte.

Die Clans von Tokito: Sechs Clans gehören zu Tokito, wer zu keinem gehört, ist Freiwild. Erin hat ihren Job und damit ihren Clan verloren. In der Gewalt von Organhändlern lässt sie sich auf einen Deal mit einem Dämon ein. Doch die Macht, die sie dadurch erlangt, hat einen Preis. – Spannende Fantasygeschichte mit einer guten Portion Witz und doch voller Tod und Verderben.

Lonely Heart & Fragile Heart: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, und Band 2 steht dem ersten in nichts nach.

Lore Olympus – Band 1-2: Bei einer Feier von Zeus und Hera trifft Hades auf die neue Göttin im Olymp: Persephone. Sofort spürt er eine Anziehung. Durch einen Komplott von Aphrodite landet Persephone in der Unterwelt. Doch beide versuchen die aufkommenden Gefühle zu unterdrücken. Immerhin ist der Altersunterschied nicht von der Hand zu weisen. – Ich bin schockverliebt. Eigentlich dachte ich nicht schon wieder eine Geschichte über griechische Götter, dann habe ich mich dem Hype ergeben und kann ihn nur absolut nachvollziehen. So gut geschrieben, so toll gezeichnet und die Geschichte einfach nur zum schmelzen.

Spielmannsbraut: Prinzessin Mirelle ist wenig begeistert von den Heiratsplänen ihres Vaters für sie. Also beschließt sie jeden potentiellen Anwärter mit ihrem spitzen Mundwerk abzuschrecken. Aus Wut verkündet ihr Vater, dass er sie einfach an den ersten Bettler verheiraten wird. Und kurz darauf taucht tatsächlich ein Spielmann auf, um sie in die Armut zu heiraten. Doch warum fühlt sie sich von seinem Lächeln so angezogen? – König Drosselbart in feministisch hat mir sehr gut gefallen. Mochte die Charaktere, dachte erst das Ende wäre verfrüht, war dann aber doch genau richtig.

Was waren eure Highlights im vergangenen Quartal?

 

Glass Onion

Ein Vorwort

2020 war Knives Out allein nach dem Trailer der von mir am meisten erwartete Film des Jahres. Und er enttäuschte mich nicht, sondern brillierte durch ein einfaches Whoddunit in einer großen Villa mit einigen Verdächtigen. Dennoch war er so intelligent geschrieben und voller unerwarteter Wendungen, dass er mich durchgehend an den Stuhl fesselte. Für mich hat er noch immer die beste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte (kleiner Hyundai versucht den schnellen Autos wegzufahren) und Daniel Craig als Benoit Blanc funktionierte einfach als Ermittler, der an die guten alten Zeiten mit Poirot und Co. erinnerte. Nun hatte Netflix die Rechte gekauft und die Fortsetzungen angekündigt. Nach den letzten Netflix Originals war nun das Schlimmste zu befürchten, doch wieder einmal weiß Rian Johnson zu überraschen. Womit diesmal erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Der Milliardär Miles Bron (Edward Norton) lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay (Kate Hudson), deren Assistentin Peg (Jessica Henwick) Politikerin Claire Debella (Kathryn Hahn), Wissenschaftler Lionel Toussaint (Leslie Odom Jr.) und der problematische Twitcher Duke Cody (Dave Bautista) und dessen Freundin Whiskey (Madelyn Cline). Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand (Janelle Monáe) ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc (Daniel Craig), der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte.

Meine Meinung

Kann es nach einem perfekten ersten Film eigentlich eine gute Fortsetzung geben? Die Zeichen sahen zunächst schlecht aus, doch Glass Onion setzt auf die richtigen Ansätze und so überzeugt Rian Johnson bei seinem zweiten Streich erneut auf ganzer Linie. Denn anstatt verzweifelt zu versuchen das Erfolgsrezept zu wiederholen, gibt es ein ganz neues Grundszenario. Statt alter Villa mit zerstrittener Familie nun also Privatinsel, Milliardär und auf dem ersten Blick unzertrennliche Freundschaften. So gibt es schon genug Abwechslung, um sich vom ersten Teil weit genug entfernt zu haben, um keine direkten Parallelen ziehen zu können. Zunächst wirken die Charaktere jedoch hochgradig problematisch, weswegen ich zu Anfang meine Zweifel hatte, ob ich den Film mit der Konstellation durchstehen könnte. Sexistischer Twitcher? It-Girl, das angeblich nicht merkt, wenn es antisemitische Phrasen nutzt? Doch dann merkte ich, dass es eigentlich ein geschickter Schachzug war. Denn in dieser Konstellation wäre jeder willkommen als Täter*in oder Opfer.
Das übliche Whodunnit läuft nach einem bestimmten Schema ab. Charaktervorstellung, Gelegenheit, Mord, Ermittlungen, Auflösung. Nun zog sich die Charaktervorstellung immer weiter hin, es gab die Gelegenheit und doch … fehlte der Mord. Denn wie schon im ersten Knives Out hatte Rian Johnson hier noch einige Überraschungen parat. So bleibt die Struktur zwar irgendwo bestehen, doch es wird mit ihr gespielt. Es werden ungeschriebene Regeln gebrochen, neue aufgestellt und den Zuschauenden immer wieder alles präsentiert und doch gleichzeitig verschwiegen.
Ich selbst wäre wohl sehr lange im Dunkeln getappt, wenn mein Mann nicht seine Vermutung aussprechen musste und ich kurz darauf dann tatsächlich den späteren Beweis entdeckte. Doch auch, wenn ich mir daraufhin sehr sicher war, auf wen die Ermittlungen zu laufen, ist auch hier gerade das Wie wieder sehr entscheidend. So brach dadurch die Spannung in keiner Weise ab, sondern nahm fast noch zu, weil nun die Frage nach den Beweisen die entscheidende war.
So bietet Glass Onion nicht nur eine traumhafte Kulisse und erneut einen sehr sehenswerten Cast, sondern erneut einen spannenden Fall rund um Ermittler Benoit Blanc, der lediglich minimal an Charisma eingebüßt hat, weil sich die Handlung mehr auf ihn konzentrierte. Zudem vereint der Film gekonnt das Whodunnit aus dem Krimibereich mit Elementen der Komödie und gerade die kleinen Feinheiten, die gespickt sind mit Andeutungen und Cameos machen den Film wunderbar rund.
So würde ich den ersten Teil noch immer als den besseren bezeichnen, weil seine unkonventionelle konventionelle Art dort noch mehr überraschen konnte, doch der zweite Teil muss sich keinesfalls verstecken und dürfte wohl zu den Highlights gehören, die Netflix zu bieten hat.

Das Fazit

Glass Onion ist der Beweis, dass gute Fortsetzungen existieren und das Netflix doch noch gute Filme produzieren kann. Guter Cast, traumhafte Kulisse, ein ungewöhnliches und damit überraschendes Whoddunit und eine gute Portion Humor in den ansonsten spannenden Film sorgen für ein Filmvergnügen vom Feinsten. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Glass Onion läuft seit dem 23.11.2022 in den deutschen Kinos und seit dem 23.12.2022 auf Netflix

The final Jahresrückblick 2022 – Top 5

Wie auch im letzten Jahr möchte ich euch zusätzlich zu den vier üblichen Jahresrückblicken – Kino, Filme, Serien, Bücher – noch einen zusätzlichen Rückblick mit etwas anderen Kategorien bieten. Vier Kategorien und das jeweils in einer Top 5 Liste. Ich wünsche viel Vergnügen.

Top 5 – Serienintros

Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2022 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:

His Dark Materials – Staffel 2

Mystic Pop-up Bar – K-Drama

Attack on Titan – Staffel 4.1
(cn: Krieg)

Picard – Staffel 2

Hotel del Luna – K-Drama

Top 5 – Kinotrailer

Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2022 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:

Bullettrain

Massive Talent

The Batman

Avatar 2 – The way of Water

Matrix 4 – Ressurections

Top 5 – Tierische Begleiter

In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:

Gregory – The Sandman

Lyle – Lyle, mein Freund, das Krokodil

Jiji – Kikis kleiner Lieferservice

Hörnchen – Hilda

Pan – His dark materials

Top 5 – Buchcover

Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2022 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:

Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall – Christian Handel

Cyberempathie – E. F. von Hainwald

Emerald Witches – Laura Labas

Das Herz des Todes – Magret Kindermann

Und wir tanzen über den Flüssen – Sophie Bichon

Welche Kategorie hättet ihr euch noch gewünscht? Was sagt ihr zu meiner Auswahl?

Rückblick auf den Dezember 2022

Erst einmal wünsche ich euch noch ein schönes neues Jahr. Zu Beginn des Jahres wollen wir noch ein wenig zurückblicken, ehe wir in die Jahresplanung gehen. So zum Beispiel in den Dezember. Der tatsächlich Kinofrei war, dafür gab es ansonsten einiges zu entdecken. Aber Anfang des Monats lief nichts, was mich interessiert hat, dann lief der Film nicht in meiner Nähe und dann war es schon zu nah an Weihnachten und Silvester, wo ich das Kino wegen der Menschenmassen eher meide (und auch einfach keine Zeit hatte). Aber das ändert sich hoffentlich mit der bevorstehenden Oscar-Saison ein wenig. 

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Keine aus oben genannten Gründen…

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Happiest Season: Abbi und Harper sind glücklich in ihrer Beziehung und Abbi überlegt sogar Harper zu Weihnachten einen Antrag zu machen. Was gibt es besseres als die Feiertage bei Harpers Familie zu verbringen und dort auch gleich den Segen des Vaters einzuholen? Das Problem ist: Harper ist vor ihrer Familie ungeoutet und gibt Abbi daher als ihre Mitbewohnerin  aus. – Ein Wechselbad der Gefühle. Mochte einiges nicht, anderes dafür sehr und vor allem den Monolog von Daniel Levys Charakter am Ende.

Father Christmas is back: Die vier Schwestern Caroline, Joanna, Paulina, und Vicky mit dem passenden Nachnamen Christmas finden sie wie jedes Jahr zu Weihnachten zusammen. Nur leider sind sie so verschieden, dass der Zickenkrieg vorprogrammiert ist. Und dieses Jahr gibt es noch eine weitere böse Überraschung: Ihr Vater, der sie vor Jahren an Weihnachten verlassen hat, kehrt mit seiner deutlich jüngeren Freundin aus den USA zurück. Es stellt sich heraus, dass die jüngste Schwester ihn eingeladen hat. Das sorgt für allerlei Ärger im Hause Christmas. – Ein trashiger Weihnachtsfilm vom Feinsten. Niveau darf hier nicht erwartet werden.

Weihnachtsball im Wunderland: Heidi Nelson hat eigentlich alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier der Galerie, in der sie angestellt ist, doch ein Notruf ihrer Schwester lässt sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Sie muss auf die ihre Nichte und Neffen aufpassen, während deren Eltern geschäftlich verreisen. An ihrer alten Highschool wird sie schnell zur Planung des Weihnachtsballs verpflichtet. Ausgerechnet mit Chris Shepard, ihrer ersten großen Liebe. – Eigentlich eine sehr generische Geschichte, aber irgendwie hatte es doch Charme und konnte verzaubern.

Christmas Wedding Planner: Kelsey bekommt als Hochzeitsplannerin ihren ersten großen Auftag. Sie soll die Hochzeit ihrer Cousine Emily ausrichten. Dabei begegnet sie dem gutaussehenden Connor. Leider ist er als Privatdetektiv angeheuert worden, um Emilys Verlobten genauer unter die Lupe zu nehmen. Kelsey sieht ihre Arbeit vernichtet und hilft Connor, um ihm zu beweisen, dass es da nichts zu finden gibt. Doch dann kommen die Gefühle ungewollt ins Spiel. – Ein weiterer Treffer bei den trashigen Weihnachtsfilmen. Absolut unglaubwürdige Handlung und hölzerne Dialoge.

Scrooge – ein Weihnachtsmusical: Ebenezer Scrooge ist ein Geizhals, wie er im Buche steht, und gerade zu Weihnachten besonders schlecht gelaunt. Doch am Weihnachtsabend bekommt er Besuch von drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht. – Die bekannte Geschichte ohne Neues, aber mit tollen Liedern. Insgesamt einfach etwas zu lang.

Glass Onion – a Knives Out Story: Der Milliardär Miles Bron lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay, deren Assistentin Peg Politikerin Claire Debella, Wissenschaftler Lionel Toussaint und der problematische Twitcher Duke Cody (Dave Bautista) und dessen Freundin Whiskey. Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc, der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte. – Ein zweiter Teil und wieder ein Volltreffer. Hier stimmt einfach alles, auch wenn die Charaktere zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sind.

Guillermo del Toros Pinocchio: Nach dem Tod seines Sohns Carlo ist Jepetto völlig verzweifelt. Im Alkoholrausch schnitzt er sich eine Puppe aus Holz, die seinen Sohn ersetzen soll. Und in der Nacht erscheint tatsächlich ein Geisterwesen und erweckt die Puppe zu leben. Doch diese will so gar nicht die zugedachte Rolle übernehmen und gerät von einem Schlamassel in den nächsten. Das Herz dabei jedoch immer am rechten Zweck versucht er schließlich keine Belastung mehr zu sein. – Die düstere Seite der Pinocchio Geschichte. Vom Erzähl- und Animationsstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch stark erzählt. Lediglich etwas zu lang geworden.

Encanto – Live at Hollywood Bowl: Der Cast des Films Encanto hat sich noch einmal zusammengefunden, um bei diesem Live Event die Lieder des Films zu performen. Dabei wurde eine kleine Bühnenshow geschaffen. – Nettes Special mit den tollen Liedern aus Encanto.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

She said: Die Geschichte hinter der Enthüllungsgeschichte rund um Harvey Weinstein. Ein Film, den ich unbedingt sehen wollte, nur leider lief er nicht in meiner Nähe und ich hatte keine Zeit für eine weitere Kinoreise.

Avatar 2 – The way of water: Auch wenn mir der erste lediglich optisch gefiel und mich ansonsten eher langweilte, bin ich gespannt, ob der zweite Teil etwas kann. Nach dem Trailer vermute ich eher wieder, dass die Optik herausstrahlt, aber es wird sich zeigen.

I wanna dance with somebody: Die Reihe der Musiker*innen Biopics wird fortgesetzt und Aretha Franklin bekommt Gesellschaft von Whitney Houston. Ob er sich in die Reihe, der immer ähnlicher werdenden Filme einreiht oder herausstechen kann, möchte ich gerne noch herausfinden.

Das Kleid: Ein Film über ein trans Kind aus Deutschland kann ja eigentlich nur schief gehen. Zumal der Deadname bereits im Titel ist (weswegen ich den Namen etwas angepasst habe). Ob er vielleicht doch überraschen kann oder leider die erwartete Vollkatastrophe bei diesem Thema wird, möchte ich noch herausfinden.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft (da er bald bei Netflix anläuft) hat es: Der denkwürdige Fall des Mr. Poe

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Vicious – Staffel 1 (einfach meine Wohlfühlserie, liebe den schwarzen Humor, die Charaktere, kann dabei einfach immer wieder hemmungslos los lachen)

Hilda – Staffel 2 (Gewohnt schöne Geschichten, wenn auch einmal zu oft der Konflikt mit der Mutter ausgespielt wurde)

Wednesday – Staffel 1 (Vielleicht nicht das Highlight, was der Hype versprochen hat, aber eine starke Geschichte mit kultigem Charakter)

Romantic Killer – Staffel 1 (Gute Ausgangsidee und zwischendurch einige gute Ideen, aber ich habe sehr mit der Protagonistin mitgelittten)

Queer Eye – Brazil – Staffel 1 (Nach dem Original aus den USA und dem ersten Ableger in Deutschland, gibt es nun auch eine brasilianische Ausgabe. Wie immer voller Herzenswärme und Charme und funktioniert damit wunderbar)

Haikyuu – Staffel 1 (Ich hasse Volleyball. Aber diese Serie mit faszinierenden Charakteren rund um den Sport ist absolut mitreißend und spannend)

Traumhaus Makeover – Staffel 4 (Auch in der vierten Staffel begeistert mich die Serie noch, da die Hosts absolut sympathisch sind und sie tolle Gestaltungsideen haben)

Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 2 (Im Ganzen funktioniert die zweite Staffel sehr gut, im Einzelnen gab es ein paar zu viele Folgen, die lediglich auf das Finale angespielt haben. Aber die Liebesgeschichte war einfach nur so haaach)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 16
Seiten insgesamt: 5.312*
Seiten pro Tag: 171 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 8
Hörbuch: 2
E-Book: 1

*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet

Fragile Heart: Adam ist zurück. Gerade als Rosie glaubte ihr Herz wieder zusammengesetzt zu haben, taucht der Schlagzeuger wieder in ihrem Leben auf. Und bringt die alten Gefühle gleich mit. Gleichzeitig verarbeitet sie noch den Verrat ihrer ehemals besten Freundin. Wird es ein Happy-end geben? – Ich liebe die Reihe. Der zweite Band geht fließend aus dem ersten hervor und führt die Geschichte spannend, mitreißend und voller Gefühl weiter.

Schwarzer Mond über Soho: Inspektor Peter Grant ist mit seinem zweiten Fall zurück. Diesmal ist er mit einer Reihe von „Jazz-Morden“, bei denen ein ganz bestimmtes Jazz-Stück aus den Leichen erklingt. Für die Aufklärung muss er seinen Vater hinzuziehen, der ebenfalls einst eine Jazz-Karriere anstrebte. – Ein weiterer spannender und übernatürlicher Fall mit sympathischen und weniger klischeehaftem Ermittler.

The Secret Book Club 5 – Kein Weihnachten ohne Liebesroman: Colton Wheeler steht vor einem Wendepunkt in seiner Karriere als Country-Musiker. Gleichzeit  hat er noch an der Abfuhr von Gretchen Winthrop zu knabbern. Ausgerechnet diese sucht ihn kurz vor Weihnachten auf, damit er ihrer Familie hilft. Colton hat nur eine Bedigung: Sie muss mit ihm auf ein Date gehen. Doch mit Grinch Gretchen treffen Welten auf den Weihnachtsliebenden Colton. – Auch im fünften Band funktioniert die Reihe noch wunderbar, auch wenn mich das Weihnachtsthema nicht so angesprochen hat.

Spy x Family – Band 9: Nach der Kreuzfahrt geht es für Anja wieder in die Schule. Becki besucht Loid zu Hause und Franky wird von Fiona um Hilfe gebeten. – Es ist immer noch eine sehr witzige Reihe und Becki bei Loid ist wohl eine meiner Highlightsszenen der Reihe.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Band 1: Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. – Bin absolut gehyped von der Reihe. Ein bisschen Sherlock, ein bisschen Poirot und doch eine ganz eigene Persönlichkeit.

Verliebe dich besser nicht: Adriana ist hochschwanger und auf der Flucht. Dabei wird sie von der WG Darcio, Nevio und Remero gefunden und in Sicherheit gebracht. Doch kann sie den Männern trauen? Und welches Geheimnis trägt sie mit sich herum? – Wirkt ein bisschen wie die Malady Reihe nur in schlechter. Als ob die Autorin ihre eigenen Schablonen schlechter umgesetzt hat.

From Tokyo with love: Hailey hofft auf ihren großen Durchbruch als Sängerin. Dafür stimmt sie einem großen Konzert zu Weihnachten in Tokio zu als Warm-up Akt für niemand geringerem als Finn Wolfcraft. Dieser ist ihr nach den letzten Presseberichten zwar eher unsympathisch, aber wann bekommt man schon so eine Chance? Doch in Tokio kommt alles ganz anders. – Schöne Rockstar-Liebesgeschichte in toller Kulisse. Ein Enemys to lovers, das ich wirklich mochte.

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe: Weihnachten steht im Hause Trudel bevor. Dieses Jahr sind auch Pamela und Brenda Pein mit dabei, die inzwischen bei den Trudels wohnen. Zu Beginn der Weihnachtsferien holt niemand geringeres als der Weihnachtsmann zusammen mit dem Weihnachtosaurus die Vier ab und zeigt ihnen den Nordpol. Dabei macht William eine verhängnisvolle Begegnung mit der Winterhexe. – Gute Fortsetzung der Reihe mit den gewohnt tollen Charakteren und noch mal einer ganz neuen Geschichte.

Spielmannsbraut: Prinzessin Mirelle ist wenig begeistert von den Heiratsplänen ihres Vaters für sie. Also beschließt sie jeden potentiellen Anwärter mit ihrem spitzen Mundwerk abzuschrecken. Aus Wut verkündet ihr Vater, dass er sie einfach an den ersten Bettler verheiraten wird. Und kurz darauf taucht tatsächlich ein Spielmann auf, um sie in die Armut zu heiraten. Doch warum fühlt sie sich von seinem Lächeln so angezogen? – König Drosselbart in feministisch hat mir sehr gut gefallen. Mochte die Charaktere, dachte erst das Ende wäre verfrüht, war dann aber doch genau richtig.

Haikyuu – Band 1: Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten. – Nach dem Anime wollte ich mal in den Manga reinlesen. Hatte wenig neues zu bieten und funktioniert als Anime besser, aber dennoch eine schöne Geschichte.

The gender of Mona Lisa 7: Hinase ist erstmals bereit sich mit der Geschlechtsfrage genauer auseinander zu setzen. Dazu befragt sie ihre Freund*innen nach typisch „weiblichen“ und „männlichen“ Eigenschaften und merkt schnell, dass diese Kategorisierung gar nicht so einfach ist. – Ich liebe die Reihe und auch der siebte Band bringt die Geschichte deutlich vorwärts und lässt Hinase nochmal die Sache ganz neu durchdenken.

Lore Olympus – Band 1-2: Bei einer Feier von Zeus und Hera trifft Hades auf die neue Göttin im Olymp: Persephone. Sofort spürt er eine Anziehung. Durch einen Komplott von Aphrodite landet Persephone in der Unterwelt. Doch beide versuchen die aufkommenden Gefühle zu unterdrücken. Immerhin ist der Altersunterschied nicht von der Hand zu weisen. – Ich bin schockverliebt. Eigentlich dachte ich nicht schon wieder eine Geschichte über griechische Götter, dann habe ich mich dem Hype ergeben und kann ihn nur absolut nachvollziehen. So gut geschrieben, so toll gezeichnet und die Geschichte einfach nur zum schmelzen.

My home hero – Band 1: Eigentlich wollte Tetsuo nur seiner Tochter einen Besuch abstatten. Doch dabei findet er heraus, dass diese mit einem Yakuza liiert ist, der sie umbringen will. Er verhindert dies und kommt dem Yakuza zuvor. Nun steht er da mit einer Leiche, die er unauffällig verschwinden lassen muss. – So richtig bin ich noch nicht in die Geschichte reingekommen, aber sie ist spannend genug, um weiterlesen zu wollen.

Momo – Band 1: Ermittler Keigo Mikogami ist seit dem Tod seiner Frau hinter einem Vampir her. Bei der aktuellen Mordserie scheint sich das Muster zu wiederholen. Er verfolgt den Vampir und stößt dabei auf den Obervampir, den er gesucht hat. Doch er ist dessen Kräfte nicht gewachsen. Vampirin Momo schreitet ein und heilt ihn, indem sie ihn selbst zum Vampir macht. Doch mit den neuen Kräften klar zu kommen, stellt sich als schwierig heraus. – Es ist brutal, es ist blutig, es ist mitunter etwas fragwürdig, aber der erste Band konnte mich absolut fesseln. Es fiel mir schwer den Manga aus der Hand zu legen und ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt.

Eine Handvoll Worte: Journalistin Ellie findet im Archiv der Zeitung eine Handvoll Liebesbriefe in einer Akte über Asbest. Verwundert liest sie die Worte und ist fasziniert. Sie versucht mehr über den Absender herauszufinden und stößt dabei auf eine Geschichte voller Liebe, Verlust und Missverständnisse. Ob es trotzdem ein Happy-end gab? – Eigentlich war ich mit Jojo Moyes durch, nachdem mich nur ein Buch wirklich begeistern konnte. Aber das Hörbuch hatte ich noch bei mir gefunden und nun endlich mal eine Chance gegeben. Und die Geschichte konnte mich nachdem ich reingefunden habe, auch durchaus überzeugen.

Wie war euer Dezember?