Ich habe den größten Respekt vor allen Selfpublisher*innen. Wenn neben dem selbstverlegten Manuskript auch noch Cover und Buchsatz selbst gestaltet wurden, dann klingt das nach einem ziemlichen Allround-Talent. Genau dies ist Juna Elwood. Bekannt als Künstlerin SunayaART hat sie nun ihr Debüt veröffentlicht. Ob es einen in den Bann ziehen kann, wie der Untertitel anteasert, verrat ich euch in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Shary versucht auf dem Pferdehof ihrer Großeltern die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Da taucht der geheimnisvolle Nevan auf. Durch einen Unfall landet sie in seiner Welt, in Mythnoir. An einer Akademie muss sie sich ihrem neuen Leben stellen, voller Magie und Insignien. Dabei soll sie eine große Rolle in der Rettung der Welt spielen. Shary ist das alles sehr egal, sie will nur zurück.
Meine Meinung
Mythnoir ist eines dieser Bücher, die einem vom Pitch her, wohl an einen sehr bekannten Zaubererjungen erinnern. Akademie, Magiesystem, alles wird aus der Sicht der Protagonist*in erkundet. Doch das wäre viel zu kurz gedacht, denn Mythnoir hat viel mehr zu bieten. Zunächst lernen wir Protagonistin Shary kennen. Durch einen Unfall kann sie ein Bein nur leicht belasten. Juna Elwood nimmt sich die Zeit Shary vorzustellen, dass man sie im folgenden gut versteht. Denn ihre Impulsivität kann sonst leicht missverstanden werden. So haben wir eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die aber doch greifbar ist. Dann lernen wir auch schon Nevan kennen. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind einfach nur göttlich. In Mythnoir angekommen, nehmen die leider ein wenig ab, weil er nur noch Grummeln kann. Dafür lernen wir noch einige weitere tolle Charaktere kennen. Die Handlung schreitet zügig voran und es gibt viel zu entdecken in Mythnoir. Für mich war es zwischendurch ein bisschen schwierig durch die Geschichte der Welt und die Hintergründe durchzusteigen. Ich bin allerdings auch ein Fan von zu vielen statt zu wenigen Erklärungen. Aber mir haben sich teilweise Zusammenhänge nicht erschlossen, auch wenn ich glaube das sich im zweiten Band einiges noch einmal erklären wird. Darüber hinaus ist der Schreib- und Erzählstil sehr angenehm. Spannung kommt an vielen Stellen auf, es finden sich aber auch die Szenen zum durchatmen. Es werden einige Hinweise auf das kommende gestreut, so dass das warten auf Band 2 sehr schwierig wird. Toll ausgearbeitet ist vor allem das Magiesystem basierend auf den Insignien. Es gibt hier verschieden Arten, die teilweise mit Haken daher kommen. Dadurch ist jede neue Insignien spannend und kann auch tiefgründig verwendet werden. Das Juna nicht umsonst die Queen des Tod und Verderbens ist, zeigt sie mit ihrem packenden Finale, das der Geschichte noch einmal einen ganz neuen Dreh gibt. Hier zeigen sich die Dialogstärken erneut zwischen Shary und Nevan. Eine Szene hat mir zwar ziemlich das Herz gebrochen, aber da weiß man, was eine Stimmung einem erwartet.
Das Fazit
Mythnoir – im Bann der Insignien ist ein guter Einstiegsband mit einer spanenden Welt und gut durchdachtem Insigniensystem. Ein paar mehr Erklärungen hätten dem Buch gut getan, aber die Wartezeit auf Band 2 ist nach dem Ende echt hart.
Autorin Lea Kaib ist einigen vielleicht ein Begriff als Booktuberin Liberiarium. Mit ihren Videos und Instagramposts verzaubert sie einen regelmäßig mit buchigen Themen. Nun hat sie sich an ihr erstes eigenes Buch gewagt. Da war ich schon neugierig. Doch LBTBQIAP+ Roman mit Own Voice Hintergrund? Ich musste das Buch haben. Wie mir das Debüt gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich bei den Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt.
Meine Meinung
Neuautor*innen oder Menschen, die mit dem Schreiben beginnen wollen, wird oft geraten, viel zu lesen, um dabei zu lernen. Wenn jemand diesen Tipp wirklich gut umgesetzt hat, dann wohl Liberiarium. Aber reicht das, um einen guten Roman abzuliefern? Vielleicht nicht bei jedem, aber Lea Kaib schafft es eine tolle Geschichte zu zaubern. Das es sich um ein Debüt handelt, merkt man eher an kleineren sprachlichen Dingen, die einen aber wohl auch eher auffallen, wenn man sich selbst mal mit dem Schreiben und Überarbeiten befasst hat – Ich sag nur mein Erzfeind „Als-Konstruktionen“. Dafür hat die Geschichte so viel mehr zu bieten. Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, vielleicht habe ich auch einfach einen Roman, der an einem amerikanischen College spielt zu viel gelesen. Dafür kreiert Lea mit Stella eine Protagonistin, die durch ihre Mobbingerfahrung geprägt ist und nun versucht daran zu wachsen. Die sozialen Ängste, die sich dadurch entwickelt haben, kann ich persönlich gut nachvollziehen, weswegen ich ganz und gar mit ihr mitgefiebert habe. Die Fortschritte, die sie macht, ebenso wie ihre Rückschläge habe ich bis in jedes Nervenende gespürt. Ellie ist dabei ihr genauer Gegenpart. Das war wunderbar erfrischend und hat die Atmosphäre an mehreren Stellen deutlich aufgelockert. Man könnte anmerken, dass sie vergleichsweise wenig Ecken und Kanten hatte, aber da der Fokus auf Stella liegt, ist das vollkommen in Ordnung, da Ellie so mehr auf Stella eingehen kann und die Lesenden mit ihr wachsen. Das es neben den Thematiken Outing, soziale Ängste, Mobbing und Labels auch um das Thema Studierendenverbindungen geht, hatte mich beim Klappentext etwas gestört. Aber ich finde die Aufarbeitung der Thematik sehr gelungen, da sie nicht so hochglorifiziert werden und das Für und Wider gerade durch Stellas Mitbewohnerin thematisiert wird. Schattenseite wie teilweise erniedrigende Aufnahmerituale werden angesprochen, aber in der Handlung selbst ausgespart. Letztlich war es eine tolle Geschichte und gerade die Aufarbeitung von sozialen Ängsten hat mir gut gefallen. Ebenso, dass es eine LGTBQIAP+ Geschichte war, die sich mit Labels und Outing zwar beschäftigt, wo die Liebesgeschichte aber im Vordergrund steht. Gerade die Aufteilung in ein Davor und Danach hilft dabei, der Geschichte eine weitere Ebene zu schenken, ohne am Ende noch unbedingt ein paar Szenen anhängen zu müssen.
Das Fazit
Love with Pride ist eine Geschichte mit vielen Themen, die gut ausgearbeitet sind, und mit tollen Charakteren. Die Thematik soziale Ängste habe ich selten so gut aufgearbeitet gelesen und die Liebesgeschichte ist einfach Zucker. Ein Debüt, dem man auf jeden Fall eine Chance geben sollte.
Der Herbst hat Einzug erhalten in Deutschland. Vorallem Wettertechnisch ist es immer verregneter geworden, auch wenn gerade Anfang des Monats noch so einige Sommerstunde lachte. Medientechnisch stand der Monat zum einem im Sinne von Dune, dem Kinoereignis des Jahres und zum anderen stand die Vorbereitung für die Monsterwochen im Oktober an. Was es darüber hinaus spannendes zu entdecken gab, erfahrt ihr meinem medialen Rückblick.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Shang-Chi and the legend of the ten rings: Shang-Chi lebt zusammen mit seiner besten Freundin Katy in den USA. Sie arbeiten zusammen für einen Parkservice. Doch Shang-Chi hat ein düsteres Familiengeheimnis, das ihn nun einholt. Denn sein Vater ist der Anführer der zehn Ringe. – Solides Marvelabenteuer mit hohem Fantasyanteil, das nicht ganz überzeugen konnte.
Beckenrand Sheriff: Für Bade… pardon Schwimmeister Karl Kruse gibt es nichts anderes außer seinem Freibad. Mit seiner grantigen und überkorrekten Art hat er sich im Ort leider eher Feinde als Freunde gemacht. Als das Freibad wegen Mängeln am Bau und in der Kasse geschlossen werden soll, muss er sich mit dem örtlichen Wasserballteam zusammentun. – Für eine deutsche Komödie erstaunlich gut, auch wenn es am Ende wieder over the top ist.
Dune: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
In Vorbereitung auf die Monsterwochen habe ich folgende Filme gesehen: Das Phantom der Oper (Stummfilm 1925), Das Phantom der Oper (Horror 1983), Das Phantom der Oper (Musical 2004) und Love never dies (Musical 2011).
Wenn die Gondeln Trauer tragen: Laura und John Baxter reisen nach Venedig, um dort eine Kirche zu restaurieren. Beide trauern noch um den Verlust ihrer Tochter. In einem Restaurant begegnet Laura zwei älteren Schwestern. Eine von beiden ist blind, erzählt Laura aber, dass sie ihre Tochter bei ihnen gesehen hat. Während John das abtut, ist Laura angefixt. Doch dann prophezeit die Schwester den baldigen Tod Johns. – Wieder ein Klassiker, den ich von meiner Liste streichen konnte, auch wenn es nicht mein Film war.
Die Taschendiebin: In den 1930er Jahren ist Korea von Japan besetzt. Taschendiebin Sookee wird als Hausmädchen bei einer Japanerin eingeschleust. Sie soll die Erbin manipulieren, damit sie den Hochstapler Fujiwara heiratet. Dabei ist mehr als nur eine Intrige aktiv. – War mir zu vollgepackt mit Klischees und Übersexualisierung. Ich mochte ihn nicht.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Der Rosengarten von Madame Vernet: Französische Komödie und Kapitalismuskritik rund um einen Rosengarten. Sah wenig spannend aus, aber ein paar positive Stimmen haben mich doch neugierig gemacht.
Helden der Wahrscheinlichkeit: Dänischer Thriller über einen Unfall, der wohl keiner war und einer Gruppe, die Rache nehmen wollen. Der neue Film von Anders Thomas Jensen. Sieht ganz interessant aus.
Die Schachnovelle: Verfilmung des Klassikers von Stefan Zweig mit Oliver Masucci. Sieht spannend aus.
James Bond 007: Keine Zeit zum sterben: Das neuste Abenteuer von Doppelnullagenten darf nach vielen Verschiebungen endlich auf die Kinoleinwand. Kinokarten sind schon gekauft.
Serien – ein etwas ausführlicherer Rückblick
Traumhaus Makeover – Staffel 1-2 (Eine sehr herzliche Renovierungssendung mit tollen Impulsen)
Love Victor – Staffel 1 (Die Serienfortsetzung zu Love Simon. Konnte mich nicht richtig mitreißen, aber die Aufbereitung der Thematik ist sehr stark und ein guter zweiter Blickpunkt zu Simon)
Glück und Freude mit Marie Kondo – Staffel 1 (Nach ihrer Aufräumsendung bekommt Marie Kondo ein zweites Format auf Netflix. Auch hier geht es vordergründig ums aufräumen, doch gleichzeitig hilft es den Kandidat*innen auch andere Bereiche in ihrem Leben zu überdenken)
True Detective – Staffel 3 (Die dritte Staffel hat sich leider viel zu lange gezogen und die Aufklärung am Ende war irgendwie nicht überzeugend)
Instant Hotel – Staffel 2 (Warum Staffel 2 und nicht 1? Weil Netflix der Ansicht war mir erst 2 zeigen zu wollen. Grundsätzlich interessantes Format, die Kandidat*innen waren jedoch durchwachsen)
Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte: Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten. – Erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber bietet eine herzerwärmende Geschichte.
Dune: Herzog Leto Atreides bekommt vom Imperator den Auftrag den Wüstenplaneten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen. Arrakis ist ein Planet, der nur spärlich besiedelt ist, da ein Überleben auf ihm sehr schwer ist, vor allem durch die ständig präsente Wasserknappheit. Doch er besitzt etwas, was das ganze Universum will: Das Gewürz. Mit dabei ist auch sein Sohn Paul, der sich einer ganz besonderen Ausbildung ausgesetzt sah und noch eine große Rolle im Kampf um das Schicksal des Planeten spielen soll. – Der Auftaktband zur großen Saga kommt mit einem beeindruckenden Weltenbau daher, auch wenn man sich ein wenig an den Erzählstil gewöhnen muss.
Vielleicht Jetzt: Gabrielle reist von Brasilien nach Deutschland, um dort ein Praktikum in der Firma ihres Vaters anzutreten, von dem sie zuvor nichts wusste. Im Flugzeug trifft sie auf Anton. Nach einem schlechten Start, funkt es zwischen ihnen. Kurz darauf stellt Gabriella fest, dass Anton ebenfalls in der Firma arbeitet. Nur sind Romanzen am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. – Eine tolle Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, auch wenn ich Anton das ein oder andere Mal einfach nur schütteln wollte.
Love with Pride: Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt. – Lea Kaibs Debüt ist vielleicht sprachlich nicht zu 100% ausgefeilt und braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, doch die Geschichte ist toll und nimmt schwierige Themen auf, die gut umgesetzt sind.
Malady Deeply Moved: Der Schatten ist weiter hinter Malady her, um an die Liste der Almeidas zu kommen. Diese hält dich und genießt ihren Geburtstag. Doch die Bedrohnung kommt näher, ebenso wie sie Jupiter näher kommt. Doch da sind noch die Gefühle für Narcisco. – Dritter Band der Malady-Reihe, der sich am Niveau der Vorbände orientiert.
Mythnoir: Shary versucht auf dem Pferdehof ihrer Großeltern die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Da taucht der geheimnisvolle Nevan auf. Durch einen Unfall landet sie in seiner Welt, in Mythnoir. An einer Akademie muss sie sich ihrem neuen Leben stellen, voller Magie und Insignien. Dabei soll sie eine große Rolle in der Rettung der Welt spielen. Shary ist das alles sehr egal, sie will nur zurück. – Ein magisches Debüt mit einer spannenden Welt, tollen Charakteren, nur ein bisschen wenig Erklärungen.
My roomate is a cat 5: Harus Vergangenheit wird genauer betrachtet und Subaru resümiert, wie sich sein Leben seit der Begegnung mit Haru verändert hat. – Es wird traurig, aber auch hoffnungsvoll. Weiterhin eine Geschichte zum Dahinschmelzen, aber auch mit Fokus auf Soziale Ängste.
Love me forever: Der Abschluss der Reihe um die Zetas. Dante und Amanda haben endlich zusammengefunden und eine heiße Spur zu den Menschenhändlern. Können sie Jenny finden und Andrews Tod rächen? – Schwacher Finalband. Viel zu langes Beziehungshin und her, um dann das Finale in wenige Seiten zu quetschen. Sehr schade!
Würde ich regelmäßig in einen Buchladen nur zum stöbern gehen, wäre dies wohl ein Titel und Coverkauf geworden. Da der Buchladen meines Vertrauens leider zu klein zum ausgiebigen Stöbern ist, lasse ich meist nur meine Bestellliste da und hol die einen Tag später ab. So hat mir Bookstagram geholfen, in dem das Buch regelmäßig in meine Timeline gespült wurde und meist mit dem dezenten Hinweis, dass es LGTBQIAP+-Charaktere gibt. Da war ich gleich dabei. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten.
Meine Meinung
Bei dem Namen Parnassus muss ich unwillkürlich an den Film „Das Kabinet des Dr. Parnassus“ denken. Ich fand ihn eher so semi, auch wenn sich mir eine Szene sehr nachhaltig ins Gedächtnis gebrannt hat. Dennoch ist es ein so außergewöhnlicher Name, dass ich bei den Beiträgen dazu auf Bookstagram aufmerksam wurde. Hinzu kam das Cover, auch wenn es eigentlich überhaupt nicht meine Farbe ist. Der Klappentext klang auch vielversprechend, weswegen ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte. Als sich dann noch die Gelegenheit zu einem Buddyread bot, konnte mich nichts mehr halten. Der Anfang der Geschichte war auch komplett nach meinem Geschmack. Ein sympathischer Protagonist, der trotz des ständigen Regens regelmäßig seinen Schirm vergisst. Und die BBMM war eine sehr gekonnte Überspitzung von Behörden und Großraumbüros. Jeder, der so etwas schonmal mitmachen musste, wird sich hier wiederfinden und herzhaft über die ganze Idee dahinter lachen können. Weiter geht es zur Insel, auf der das Heim liegt. Hier finden sich viele Parallelen zu „Die Insel der besonderen Kinder“, auch wenn die Grundstimmung und auch das Setting sich doch stark unterscheiden. Das erste Zusammentreffen der magischen Kinder und Linus habe ich als schwierig empfunden, auch wenn sich um eine betont lockere Atmosphäre bemüht wird. Das ändert sich glücklicherweise im Laufe des Buches. Die Geschichte wird lockerer, auch wenn sie sich immer wieder schwierigen Themen widmet. Hier geht es vordergründig, um Außenseiter, einfach weil sie „anders“ sind. Um Kinder, die ihren Platz in der Welt suchen, auch wenn ihnen von allen Seiten gesagt wird, dass sie keinen Platz verdienen. Um Vorurteile und wie sie von mächtigen Institutionen nur geschürt werden. Aber auch um den schrittweisen Abbau dieser, um Freundschaft, um einfach Kindsein. Dabei verliert das Buch nie seinen oberflächlich lockeren Ton, auch wenn darunter eine dicke Schicht an Botschaften liegt. Grundsätzlich waren viele Handlungsschritte vorhersehbar. Dennoch ist nie das absolut offensichtliche eingetreten, was oftmals meine Befürchtung war. Zwar ging es immer in die bekannte Richtung, hat aber nochmal eine neue Nuance reingebracht, so dass man doch auch überrascht wurde. So erfindet Mr Parnassus Heim für magisch Begabte das Rad nicht neu, aber verleiht ihm mehr Farbe und Persönlichkeit. Und hat mit Linus Baker wohl den für Introvertierte nachvollziehbarsten Charakter seit langem.
Das Fazit
Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte orientiert sich an bekannten Plotstrukturen, verleiht dem ganzen aber etwas neues frisches. Trotz betont lockerer Atmosphäre, geht das Buch auf viele wichtige Themen ein und schafft es mit Witz und Herz zu überzeugen.
Die neue Dune-Verfilmung von Denis Villeneuve steht bevor – bzw. wenn dieser Beitrag erscheint, ist er bereits angelaufen. Für mich war es damit an der Zeit endlich einmal ein Blick in das Buch zu wagen. Das hatte ich mir fest vorgenommen und dann zusammen mit der ständigen Filmverschiebung auch nach hinten geschoben. Bis ich feststellte, dass der Film bereits dieses Jahr im September anlaufen sollte und nicht wie angenommen im Dezember – hatte das wohl mit dem ursprünglichen Starttermin verwechselt. Nun war das Buch nicht gerade dünn und die Zeit knapp. Wie es mir gefallen hat, möchte ich euch heute berichten.
Die Handlung
Herzog Leto Atreides bekommt vom Imperator den Auftrag den Wüstenplaneten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen. Arrakis ist ein Planet, der nur spärlich besiedelt ist, da ein Überleben auf ihm sehr schwer ist, vor allem durch die ständig präsente Wasserknappheit. Doch er besitzt etwas, was das ganze Universum will: Das Gewürz. Mit dabei ist auch sein Sohn Paul, der sich einer ganz besonderen Ausbildung ausgesetzt sah und noch eine große Rolle im Kampf um das Schicksal des Planeten spielen soll.
Meine Meinung
Dune hat knapp 800 Seiten Länge, wobei die letzten 50 rein Anhänge und Erklärungen sind. Die eigentliche Geschichte beläuft sich auf knapp 750 Seiten und ist in drei große Abschnitte unterteilt. Kapitelnummern gibt es nicht, dafür wird jedes neue Kapitel mit einem Auszug aus weiteren fiktiven Büchern aus dem Universum begonnen. Da die Auszüge allesamt von einem Charakter geschrieben wurden, der erst gegen Ende relevant wird, und wahrscheinlich in den Folgeteilen, nimmt es nicht so viel vorweg, auch wenn manche Andeutungen einen schon in eine gewisse Vorahnung versetzen. Das Buch beginnt irgendwo am Anfang der Geschichte und doch mittendrin. Die Lesenden werden in eine Situation reingeworfen und müssen sich anhand der Dialoge eine Menge zusammenreimen. Im Folgenden wird dies besser, auch wenn der Erzählstil gewöhnungsbedürftig bleibt. Das liegt vor allem daran, dass wenig aktive Handlung beschrieben wird, sondern viel durch Dialoge und innere Monologe beschrieben wird. Das ist nichts grundsätzlich schlechtes, vor allem, weil Frank Herbert sein Handwerk versteht und die Geschichte auch so spannend erzählt. Es ist halt nur ungewöhnlich und ich habe so ziemlich den ganzen ersten Teil gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Die Geschichte selbst hat Höhen und Tiefen. Gerade die ersten Kapitel sind sehr langsam aufgebaut, doch sobald die Charaktere es nach Arrakis geschafft haben, geht es ziemlich schnell und auch einige Vorgänge, mit denen ich nicht einverstanden war. Danach kommt die Handlung wieder zur Ruhe und nimmt sich Zeit, auch wenn es einem nicht so vorkommt. Gerade im letzten Teil nimmt die Handlung nochmal ordentlich schwung auf. Auch wenn sie es wieder schafft in dem Momenten, wo es am spannendsten ist … einfach weiterzuspringen. Das hat mich schon ein bisschen gestört, aber letztlich hätte es nicht zum Rest des Buches gepasst. Dune schafft es eine völlig neue Welt zu erschaffen und der Weltenbau dabei ist einfach faszinierend. Einige Sachen sind mir auch im Nachhinein noch nicht klar, was es genau damit auf sich hat, aber die muss man wohl einfach akzeptieren. Das Ende ist ein wenig enttäuschend, da es gefühlt mitten im Satz endet. Ein etwas runderes Ende wäre wünschenswert gewesen. Nun gut, muss man wohl die Folgebände auch lesen. Dennoch hat der erste Band einen halbwegs runden Abschluss. Man könnte es so mit dem offenen Ende lassen oder eben weiterlesen, wenn man Gewissheit haben möchte, was danach passiert. Ob das zeitnah bei mir geschieht, weiß ich noch nicht.
Das Fazit
Dune überzeugt vor allem durch den faszinierenden Weltenbau. Die Geschichte wirkt gestreckt, funktioniert dennoch erstaunlich gut beim lesen, auch wenn der Erzählstil gewöhnungsbedürftig ist.
Ob es sinnvoll ist als Autor*in auf Twitch zu streamen und beispielsweise Co-Working anzubieten? Nun sagen wir es mal so, dies ist allein in diesem Jahr das vierte Buch einer Autor*in, die ich über Twitch kennengelernt habe und mindestens zwei liegen noch auf meinem SuB (=Stapel ungelesener Bücher), Tendenz steigend. Diesmal möchte ich auch das Debut von Babsi Schwarz vorstellen.
Die Handlung
Die Halbnixe Mavi landet durch Zufall auf dem Schiff des berüchtigen Piraten Tayon. Da sie auf der Flucht vor einem anderen Mann ist, der sich mehr um ihre anatomische Besonderheit kümmern will, schließt sie sich der Gruppe an und segelt Abenteuern entgegen.
Meine Meinung
Das Meer der Legenden ist das Debut von Babsi Schwarz und im Gedankenreich-Verlag erschienen. Vom Genre her ist es schwierig einzuordnen. Im Vordergrund steht die abenteuerliche Piratengeschichte, aber Babsi schafft es noch wesentlich mehr Themen einzubringen. Von der obligatorischen, aber sehr süßen und dezenten, Liebesgeschichte, über Freundschaft, Zusammenhalt, die Liebe zur See und auch unterschwellig Kritik an der Verschmutzung der Meere. Mavi ist als Protagonistin hin- und hergerissen zwsichen ihrer Verbundenheit zu zwei Welten, der an Land und der an Wasser. Da sie eine Halbnixe ist, gehört sie in beide Welten nicht vollständig. Sie kann nicht ohne Wasser leben, aber auch nicht ohne das Land. Außgestoßen von den anderen Nixen, versucht sie an Land nicht entdeckt zu werden. Allein am Beispiel des Schiffarztes Wayland, der an ihr Experimente durchführen will, zeigen sich die Gefahren, die für Wesen, wie sie lauern. Es geht also ebenso um Akzeptanz und darum einen Platz auf der Welt zu finden. Dabei ist sie als Protagonistin sehr sympathisch und nahbar. Sie ist gleichzeitig stark und zäh, gesteht sich aber auch ihre Schwächen ein. Tayon ist ein guter Gegenpart. Oberflächlich ist er der harte Pirat und Kapitän, der seinem Ruf teilweise auch gerecht wird. Schiffe werden überfallen und geplündert. Dabei werden Gefangene gemacht, die hinterher zwar nicht als Sklaven, aber dennoch verkauft werden. Dennoch schafft Babsi es ihn in dieser Rolle glaubwürdig zu beschreiben und gleichzeitig auch andere Seiten zu beschreiben. Sein großes Herz und sein unermüdlicher Einsatz für die Crew lassen ihn einem schneller ans Herz wachsen als einem lieb ist. Aber auch die restliche Crew ist einfach toll. Hier wünscht man sich glatt mit dabei sein zu können. Wobei die Gefahren, die so ein Leben mit sich bringt, hier auch nicht glorifiziert werden. Glücklicherweise hat am Ende auch mein Lieblingscharakter ganz knapp überlebt, ansonsten wäre das sehr betrüblich geworden. Der Schreibstil ist sehr flüssig, auch wenn man als erfahrene*r Leser*in ein paar Stolpersteine findet, wie die sehr ofte Wiederholung von Namen. Diese stören den Lesefluss jedoch nicht. Ich habe keine Ahnung, ob Nixenwunsch der Auftaktband einer Reihe ist oder es als Einzelband angelegt wurde. Ich weiß nur, dass es in sich gut geschlossen ist, ich mich aber auf ein Wiedersehen mit der Piratenbande freuen würde (Wink mit dem Zaunpfahl, falls die Autorin das lesen sollte).
Das Fazit
Das Meer der Legenden ist eine gut durchdachte, spannende Piratenabenteuergeschichte mit allerlei Tiefgang, tollen Charakteren und viel Liebe zur See.
Die Kinos sind weiterhin geöffnet – außer mein Stammkino, das hatte mit einer defekten Klimaanlage zu kämpfen. Dennoch habe ich keine Mühen und Kosten gescheut und bin für euch mehrfach in andere Städte gereist. Dann hatte ich Urlaub und konnte tatsächlich mal ein bisschen abschalten. Und (um mal etwas persönlicher zu werden): Ich habe von meinem langjährigen Partner einen Antrag bekommen. Ich bin jetzt also verlobt (und noch immer ein wenig hyped deswegen 😀 ). So nun aber ganz schnell zum medialen Rückblick auf den vergangenen Monat.
Neulich in der Sneak
Killer’s Bodyguard 2: Griechenland ist nach einer Ankündigung der EU im Ausnahmezustand. Dies nutzt Aristotle Papadopoulos aus, um Hackerangriffe an zentralen Knotenpunkten auszuführen. Der eigentlich in einer Auszeit befindliche Bodyguard Michael Bryce wird von Sonia abgeholt, um ihren Mann Darius Kincaid zu befreien. Kurz darauf wird den dreien der Auftrag gegeben, Papadopoulos aufzuhalten. – Ein zweiter Teil, den niemand brauchte und der auf mehreren Ebenen problematisch ist.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Jungle Cruise: Die Forscherin Lily Houghton begibt sich 1916 in den Amazonas, um dort einen geheimnisvollen Baum zu finden, dessen Blüten angeblich alle Wunden heilen können. Zusammen mit ihrem etwas ängstlichen Bruder McGregor heuern sie Frank Wolff an. Doch sie sind nicht die einzigen, die den Baum suchen. – Nette Grundidee, mangelhafte Umsetzung.
In the Heights (OV): Usnavi ist Besitzer eines kleinen Ladens in Washington Heights einem Stadtteil von New York City. Dort trifft sich die Gemeinschaft, die alle unterschiedliche Sorgen haben. Als dann auch noch das Gerücht umgeht, dass jemand 96.000 Dollar im Lotto gewonnen hat, gibt es kein Halten mehr. – Ohrwurmgefahr bei diesem mitreißenden Musical.
Cash Truck: „H“ stößt neu zu einer Geldtransportfirma. Trotz seiner schweigsamen Art findet er sich gut ein. Als der Transporter überfallen wird, beweist er erstaunliches Geschick mit der Waffe. Doch er hat ein Geheimnis. Denn sein Sohn starb bei einem ähnlichen Überfall und er setzt alles daran die Mörder zu finden. – Guter Erzählstil, braucht am Anfang ein bisschen um den richtigen Ton zu finden.
Free Guy: Guy lebt in Free City. Was er nicht weiß ist, dass er ein Charakter in einem Videospiel ist. Als er auf Molotov Girl trifft, fällt er aus seiner Endlosschleife heraus und versucht sie zu beeindrucken. Diese wiederum ist eine Spielerin, die einen Feldzug gegen den Entwickler des Spiels führt. – Eine wunderbare Videospieladaptionparodie, die viel Spaß macht.
The Suicide Squad: Eine neu zusammengestellte Task Force X unter dem Kommando von Rick Flag wird auf die Insel Corto Maltese geschickt, die gerade einen Militärputsch hinter sich hat. Sie sollen den Thinker finden und in der Geheimbasis Jotunheim ein Projekt sicherstellen. Dabei geht, wie der Name verrät, einiges schief. – Nicht der erhoffte Neuanfang, aber auch kein kompletter Reinfall.
The Father: Anthony ist 80 Jahre alt und dement. Dennoch will er seine Wohnung nicht verlassen und beteuert, dass er gut allein zurecht kommt. Seine Tochter Anne versucht so gut es geht für ihn da zu sein, doch stößt allmählich an ihre Grenzen. – Brilliant gespielt, die Handlung ergibt sich erst gegen Ende vollständig. Überzeugt vor allem durch den unkonventionellen Erzählstil.
Promising Young Woman: Cassie Thomas hat ihr Medizinstudium nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin abgebrochen. Jetzt arbeitet sie in einem Café und verbringt ihre Abende in Clubs, wo sie so tut, als wäre sie sturzbetrunken und dann mit Männern mitgeht, die sie als leichte Beute ansehen. Nach und nach sucht sie Leute aus der Vergangenheit auf, um die Geschehnisse auf unkonventionelle Art aufzuarbeiten. – Locker erzählt, dabei ein schwieriges, aber wichtiges Thema sehr gut aufgearbeitet.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Snake Eyes: G.I. Joe Origins: Film 1 fand ich relativ gut, Film 2 habe ich nie gesehen aber dieses Spin-off sieht ganz interessant aus.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Tom & Jerry, Reminiscence – Die Erinnerung stirbt nie
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Das wandelnde Schloss: Eine junge Hutmacherin wird von einer Hexe verflucht und wacht als alte Frau auf. Auf ihrer Suche nach Erlösung, trifft sie auf einen Zauberer in einem wandelnden Schloss. Sie heuert als seine Putzfrau an und merkt, dass auch er errettet werden muss. – Bisher eines meiner liebsten Studio Ghibli-Filme.
The guy who didn’t like musical: Paul mag keine Musicals. Doch nach einem Kometenabsturz fangen alle um ihn rum an zu singen und tanzen. Was hat es damit auf sich? – Leicht abgedrehte Musicalnummer, die total viel Spaß macht.
Twisted – the untold story of a Royal Visier: Was wäre, wenn nicht Aladdin der Held der Geschichte wäre, sondern Dschafar total missverstanden? – Ein Musical, eine Disney Parodie und dann auch noch tolle Charakterentwicklung.
Denn sie wissen nicht, was sie tun: Jim Stark kommt neu an die Schule und muss sich mit einer Gruppe Rowdys auseinander setzen. Bei einer Mutprobe stirbt der Anführer. Es folgt eine Nacht voller Erkenntnisse, Flucht, Jagd und vor allem Konflikte zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen. – Braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen, dann umso wichtiger.
Schindlers Liste: Oskar Schindler ein Mitglied der NSDAP will eine Emaillefabrik bei Krakau zu neume Leben erwecken und benötigt dafür Arbeiter. Aus Kostengründen entscheidet er sich für Juden aus dem neugeschaffenem Ghetto. Über die Jahre setzt er sich immer wieder für seine Arbeiter*innen ein und rettet damit ca. 1200 Juden*Jüdinnen das Leben. – 195 Minuten bedrückende Geschichte und jede Szene ist notwendig und wichtig.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
High School Musical – das Musical – die Serie – Staffel 1 (Nette Idee, funktioniert stellenweise auch ganz gut, aber tendenziell zu wenig oder zu einfallslose Lieder)
The Unicorn – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel hat wieder großen Spaß gemacht und die Charaktere sind einfach nur zum liebhaben)
Cooking with Paris – Staffel 1 (Fragt mich nicht, warum ich die Serie geguckt habe, aber sie ist eher aufgesetzt als cringe, also durchaus mal einen Blick wert)
We bare bears – Staffel 1 (Charmante Animationsserie über drei Bären und ihre Suche nach Freunden)
Motel Makeover – Staffel 1 (Haltet den Rosé bereit, denn diese Serie schafft es Stil, Freundschaft und ein großes Renovierungsprojekt zu vereinen. Haltet mich aber bitte davon ab meine Wohnung jetzt auch apricot pink streichen zu wollen)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 7 Seiten gesamt: 2.529 Seiten pro Tag: 82 im Durchschnitt Gebundenes Buch: 1 Taschenbuch: 5 E-Book: 1
Malady Savage Love: Maladys Aufenthalt auf Madeira bei den Almeida Brüdern wird gefährlicher. Ein Anschlag auf Jupiter sorgt für strengere Sicherheitsbestimmungen, was Narciso ins Spiel bringt. Der Strudel aus Gewalt, Gefühl und Begehren wird stärker. – Solider zweiter Teil, bei dem man das bekommt, was man nach Band 1 erwarten kann.
Der Orden des geheimen Baumes 1 – Die Magierin: Ein gespaltener Kontinent. Während im Osten Drachen verehrt werden und die junge Anwärterin Tané darauf hofft eine Drachenreiterin zu werden, lebt der Westen in ständiger Angst, dass die großen Erhabenen wieder erwachen und die Welt in Dunkelheit stürzen. – Schwieriger Erzählstil, lange Aufwärmphase, aber letztlich tolle Geschichte.
Bluescreen: Lizzie Benett ist eine Auszubildende bei einem Regionalsender. Dort trifft sie auf den Moderator Will Darcy, da der Sender seine Sendung übernommen hat. Auf den ersten Blick sind beide wenig begeistert von einander. Können Sie ihren Stolz und ihre Vorurteile überwinden? – Tolle Jane Austen Adaption, hinten raus ein wenig langatmig.
Unter gläsernen Fassaden: Moritz ist eigentlich hochbegabt und verliert sich gerne in seiner Welt aus Zahlen. Nur, dass seine Eltern ihn gerne als Anwalt sehen würden. Während er bei seinem Vater und seiner Stiefmutter für Hausarbeiten ausgenutzt wird, reagiert seine Mutter regelmäßig ihre Wutanfälle an ihm an. Dann verliert er auch noch sein Notizbuch. Dies findet Josie, die ein Faible für Codes hat und daher versucht Moritz‘ zu knacken. – Schwieriges Thema, aber tolle Umsetzung und so voller Hoffnung geschrieben.
Das Lied der Nacht: Dunkle Schatten reisen durch das Land und schlachten alles ab, was auf ihrem Weg liegt. Nur der Wanderer Weys und die Bardin Caer finden einen Weg ihnen zu entkommen. Dabei lauert die Gefahr überall. – Poetischer Schreibstil und blutige Handlung vereinen sich zu einer tollen Geschichte.
Das Meer der Legenden: Die Halbnixe Mavi landet durch Zufall auf dem Schiff des berüchtigen Piraten Tairon wieder. Da sie auf der Flucht vor einem anderen Mann ist, schließt sie sich der Gruppe an und segelt Abenteuern entgegen. – Spannende Abenteuergeschichte mit tollen Charakteren.
Das Phantom der Oper: Die neuen Operndirektoren Moncharmin und Richard sind wenig begeistert über die Gerüchte eines Phantoms, das auch noch Geldforderungen stellt. Doch die kommenden Ereignisse rund um die Sängerin Christine Daaé sind kaum zu erklären. – Ein weiterer Klassiker von meiner Liste. Im Oktober folgt ein Projekt dazu 😉
Sabrina Schuh und ihre Coworking Streams auf Twitch verfolge ich schon länger. Bisher hatte ich es aber noch nicht geschafft auch eins ihrer Bücher zu lesen. Zu ihrem Geburtstag gab es dann eine große Aktion in meiner Discordbubble, da bei Sabrina im Druck von Unter gläsernen Fassaden etwas schief lief und sie auf einmal viele Mängelexemplare hatte. Wir schlugen zu und nahmen ihr einige ab. Drei davon zogen bei mir ein – gesponsert durch eine Freundin aus der Discordbubble. Eins habe ich gelesen und möchte euch berichten. Zwei werden auf meinem Instagramkanal verlost. Bleibt also dran!
Die Handlung
Achtung! Unter gläsernen Fassaden enthält Themen, die triggern können. Sie sind aber auch so präsent im Buch, dass ich sie nicht aus der Inhaltsangabe heraushalten kann. Es handelt sich hier konkret um körperliche Kindesmisshandlung. Moritz ist eigentlich hochbegabt und verliert sich gerne in seiner Welt aus Zahlen. Nur, dass seine Eltern ihn gerne als Anwalt sehen würden. Während er bei seinem Vater und seiner Stiefmutter für Hausarbeiten ausgenutzt wird, reagiert seine Mutter regelmäßig ihre Wutanfälle an ihm an. Dann verliert er auch noch sein Notizbuch. Dies findet Josie, die ein Faible für Codes hat und daher versucht Moritz‘ zu knacken.
Meine Meinung
Ein Blick auf den Klappentext und man versteht, dass es in diesem Buch keinesfalls zimperlich zugeht. Denn der Alltag aus Gewalt, Misshandlung und psychischem Terror ist bei Moritz allgegenwärtig. Man sollte das Buch also keinesfall leichtfertig lesen, sondern sich bewusst machen, mit welchen Themen man konfrontiert wird. Nun könnte die Frage aufkommen, warum man es dann überhaupt lesen sollte. Ich nehme das mal vorweg. Grundsätzlich ist es wichtig, dass auch über solche Themen geschrieben wird, dass sie nicht tot geschwiegen werden. Denn oft sind es die immer gleichen Mechanismen, die angewandt werden, um Kindesmisshandlung zu verstecken. Aber das für dieses Buch wichtigere Argument: Weil Sabrina Schuh es versteht die Themen mit gleich zweierlei Märchenadaptionen zu verbinden und daraus eine dramatische, traurig, aber auch hoffnungsvolle Geschichte zu spinnen. Wir haben da zum einen die Adaption des grimmschen Aschenputtel. Hier gibt es zwar keinen Prinzen und keinen Ball, aber die wesentliche Grundstruktur wurde gut übernommen und eingewebt. Zum anderen die Adaption der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Auch wenn es sich hierbei um eine Erzählung und kein klassisches Märchen handelt, sind gewisse Strukturen doch ähnlich, weswegen es sich gut verbinden lässt. Hier hätte ich mir vielleicht ein paar mehr Informationen zu gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Das Buch ist aus mehreren Sichten erzählt, natürlich aus der, der beiden Protagonist*innen und aus einer, die ich nicht vorweg nehmen will. Dadurch erfährt man die Handlung aus mehreren Blickwinkel und kann sie sowohl aus der Betroffnenenperspektive als auch mit einer gewissen Distanz betrachten. Das hilft der Verarbeitung der Handlung ungemein, da dem Leser so Atempausen eingeräumt werden. Nebenbei werden auch noch andere Themen behandelt, diese aber weniger intensiv. Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet und voller kleinen Feinheiten, die man erst nach und nach beim Lesen entdeckt. Die Druckfehler beschränken sich auf wenige Seiten und wurden mit Einlegeseiten gut überspielt, so dass auch gegen das Mängelexemplar nichts spricht.
Das Fazit
Unter gläsernen Fassaden mag sich mit einem schwierigen Thema befassen, löst es aber durch die Verwebung mit den Adaptionen wunderbar und schafft es trotz allem die Geschichte hoffnungsvoll zu gestalten. Sollte man sich dem Thema stellen wollen, auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Neugierig geworden? Dann schaut doch mal auf meiner Instagramseite vorbei. Dort verlose ich zwei Exemplare von Unter gläsernen Fassaden. instagram.com/shalima_dreams_on
Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit:Dämonenjägerinnen im Zarenreich, einer Flusskreuzfahrt, einem Nationalpark in Kanada, einer schwarzen Königin und Jane Austen in der Medienwelt.
Palast aus Gold und Tränen – Christian Handel
Die Handlung: Die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose reisen unter ihren Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ins Zarenreich auf der Suche nach der Baba Yaga, die ihnen bei der Jagd nach der Hexe aus Band eins und dem Fluch, der auf Muireann lastet, helfen soll. Doch ihre Liebe könnte ihnen im Zarenreich den Kopf kosten.
Meine Meinung: Das Abenteuer rund um die Dämonenjägerinnen geht weiter. War Band 1 noch eher eine Novelle und hat sich innerhalb weniger Tage an einem Ort abgespielt, wird die Welt nun deutlich erweitert. Nicht nur um das Zuhause der beiden, sondern auch um das Zarenreich. Hier gibt es allerhand zu entdecken, nicht nur landschaftlich, sondern auch von den verschiedenen Charakteren. Neben der Baba Yaga sind viele weitere Märchenanspielungen enthalten, ich bezweifle alle gefunden zu haben, aber über jede, die ich entdeckte, musste ich schmunzeln. Die Handlung ist dabei auch nochmal deutlich spannender, auch wenn man stellenweise merkt, dass hier eher das Finale vorbereitet wird. Dennoch bietet der zweite Band genug eigene Handlung, um nicht als reines Zwischenspiel betrachtet zu werden. Ich war auf jeden Fall weiterhin froh, dass es aus Sicht von Muireann geschrieben wurde, da sie mir weiterhin deutlich sympathischer war als Rose. Die hätte ich zwischendurch gerne mal durchgeschüttelt, damit sie wieder runterkommt. Auf jeden Fall bin ich nach dem Ende umso gespannter auf den dritten Teil und was dort noch alles auf uns zukommt.
Land in Sicht – Ilona Hartmann
Die Handlung: Jana hat ihren Vater nie kennengelernt und auch nie das Gefühl gehabt, etwas zu vermissen. Als sie ihn jedoch als Kapitän eines Flusskreuzfahrtschiffes ausmacht, bucht sie kurzerhand eine Passage.
Meine Meinung: Mit knapp 160 Seiten, großer Schrift und breitem Rand, erscheint das Büchlein erst einmal sehr unscheinbar. Bei Flusskreuzfahrt auf der Donau war ich dann aber doch angefixt, habe ich das Abenteuer auch schon hinter mir und war von der Reiseart sehr begeistert – Umweltaspekte mal außen vor gelassen. Dann noch eine Vatersuche auf dem Schiff? Konnte ja nur mein Buch werden. Gerade der Anfang konnte mich auch überzeugen. Es gibt die verschiedensten Begegnungen an Bord. Protagonistin Jana ist vielleicht nicht die Symapthie in Person, aber trotzdem kommt man ganz gut klar mit ihr. Nach ca. der Hälfte scheint der Autorin aber die Puste auszugehen. Die Beschreibungen werden immer kürzer, von der Flusskreuzfahrt bekommt man nichts mehr mit und das Vaterthema wird zwar omnipräsent, aber irgendwie auch nicht richtig gelöst. So liest man das Büchlein zu Ende und weiß nicht mehr, was man von der so vielversprechend begonnenen Geschichte halten soll.
Wild like a river – Kira Mohn
Die Handlung: Jackson ist mit einem Freund im Jasper Nationalpark unterwegs. Als dieser sich verletzt lernt er Haven kennen, die mit ihrem Vater, einem Ranger, im Park lebt. Beide kommen sich näher. Wenn Jackson zurück zum Studium reist, folgt Haven ihm. Jetzt muss sie versuchen in der Stadt zurecht zu kommen.
Meine Meinung: Wild like a river erzählt eine etwas zweigeteilte Geschichte. Der erste Teil spielt in der traumhaften Umgebung des Jasper Nationalparks. Auch wenn das Zusammentreffen und das Bleiben von Jackson nach der Abreise seines Freundes ziemlich konstruiert wirkt, ist es doch eine süße sich anbahnende Geschichte. Dann folgt der Wechsel in die Stadt, wo Haven zum einen Jackson hinfolgt, zum anderen aber auch so ziemlich das erste Mal aus der geschützten Umgebung des Nationalparks ausbricht. Ab hier wird das Buch zum einen spannend, zum anderen will man beide Protagonisten nur noch schütteln. Zum einen gibt sich Haven naiver als sie müsste. Selbst wenn sie ihre Kindheit und Jugend fernab von Menschen verbracht hat, müsste ihr klar sein, dass sie in der Stadt mit der zweckmäßigen Kleidung komisch angeguckt wird. Dieses überraschte „Was stimmt denn nicht mit meiner Kleidung“ kaufe ich ihr nicht ab – zumindest nicht so, wie es aufgebaut wurde. Und Jacksons übermäßiger Beschützerinstinkt macht es nicht besser. Gleichzeitig wird aber auch der Freundeskreis von Jackson als sehr toxisch dargestellt, weswegen es für Haven noch einmal zusätzlich schwer ist, sich anzupassen. Gegen Ende bekommt das Buch aber noch einmal die richtige Drehung und so kann ich sagen, dass es mir als Gesamtwerk durchaus gefallen hat.
Die Chroniken von Alice 2 – Die schwarze Königin
Die Handlung: Alice und Hatcher sind den Fängen der alten Stadt entkommen. Doch statt in Freiheit finden sie sich in einer verbrannten Ebene wieder. Auf der Suche nach Hatchers Tochter Jenny müssen sie neue Abenteuer bestreiten.
Meine Meinung: Ich habe nie Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln gelesen, kann also nicht sagen, wie viel davon in dieser düsteren Horroradaption des Stoffes von Lewis Caroll übernommen wurde. Denn aus dem ersten Band sind bereits die bekanntesten Gestalten in Finsternis im Wunderland eingebaut – außer eben die Herzkönigin. So fiel es mir hier auch etwas schwerer in die Fortsetzung einzutauchen. Erschwerend kam hinzu, dass das Buch kapitellos aufgebaut ist. Dennoch bietet Christina Henry genau das, was man erwartet. Horror im Wunderland. Kein weichgespültes vielleicht gibt es doch irgendwo ein Happy-end, sondern ein knallharter Überlebenskampf, wo man wirklich um die Protagonisten bangt. Doch auch wenn eigentlich immer irgendetwas passiert und die Charaktere in ständiger Gefahr schweben, zieht es sich stellenweise ein wenig. Das ändert sich gegen Ende wieder, wenn man verzweifelt überlegt, wie die Autorin das noch auflösen will. So bin ich dennoch angefixt auf die nächste Adaption – ich habe da was von Peter Pan gehört!
Bluescreen – Julia K Hilgenberg
Die Handlung: Lizzie Benett ist eine Auszubildende bei einem Regionalsender. Dort trifft sie auf den Moderator Will Darcy, da der Sender seine Sendung übernommen hat. Auf den ersten Blick sind beide wenig begeistert von einander. Können Sie ihren Stolz und ihre Vorurteile überwinden?
Meine Meinung: Der erste Teil der Schlips und Vorurteil Reihe spielt mit dem Gedankenspiel, was wäre, wenn Jane Austens bekanntes Pärchen in der modernen Welt bei einem regionalen Fernsehsender arbeiten würde. Was für Vorurteile würde es geben? Wie doll würde der Stolz ihnen im Weg stehen? Dabei ist es total spannend zu sehen, wie Autorin Julia K Hilgenberg es schafft die Bekannten Charaktere unterzubringen, so dass sie in das neue Setting passen. Dabei ist auch die Grundstruktur an die Vorlage Austens angepasst, dennoch kommen genug eigene Ideen zustande und gerade die Dialoge sind herrlich. So ist man gerade am Anfang gut in der Handlung drin und freut sich über die ganzen neuen Entdeckungen. Leider gibt es in der Mitte dann die ersten Längen, die sich bis zum Ende durchziehen. Da meint man, dass man in der Handlung schon deutlich weiter sein müsste und wird dann wieder und wieder hingehalten. Hier muss der zweite Band sich nochmal ranhalten. Dennoch bin ich gespannt.
Habt ihr eins oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?
Meine Sommerlektüren habe ich euch ganz frisch vorgestellt, als eine Anfrage bei mir eintrudelte. Dadurch, dass ich bei Ann-Kathrin Karschnick im Bloggerteam bin, durfte ich ihr neustes Werk unter dem Pseudonym Violet Thomas vorab für euch testen und kann euch jetzt einen Einblick ins Buch geben.
Die Handlung
Isabella Kramer ist stolz auf ihren Cupcake-Laden an der Ostsee, den sie von ihrer Großmutter übernommen hat. Bis ihre beste Freundin stirbt und sie auf einmal das Sorgerecht für die kleine Leni bekommt. Sie versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und braucht jemanden, der ihr im Laden hilft. Da kommt Max wie gerufen. Doch seine Beweggründe sind nicht die, die Isabella erwartet.
Meine Meinung
Cupcake-Laden an der Ostsee? Ich war sofort beim Buch! Gleichzeitig wurde mir noch eine Liebesgeschichte versprochen, was will man mehr. Dann kam die Info, dass es auch um Trauerverarbeitung geht. Da wurde ich vorsichtig, ist es doch ein heikles Thema. Aber mein Zögern war absolut ungebgründet. Autorin Violet Thomas schafft es das Thema mit nötigem Respekt anzureißen und die Verarbeitung auf eine herzenswarme Art zu meistern, so dass es trotz des schweren Themas eher ein Wohlfühlbuch geworden ist. Dabei geht sie das Thema überweiegend aus Isabellas Sicht an, die neben ihrer Selbstständigkeit und der Überforderung durch das Sorgenrecht auch noch mit dem Verlust der besten Freundin klar kommen muss. Nebenbei wird auch gezeigt, wie Leni versucht klar zu kommen, auch wenn es sich hier eher um einzelne Szenen handelt. Das klappt sehr gut, weil Isabella jemand ist, den ich schnell ins Herz schließen konnte und deren Geschichte mir wichtig geworden ist. Zudem sind ihre Schwankungen auch nachvollziehbar. Sie trauert auf ihre eigene Weise und dabei möchte man sie stützen. Die Kapitel werden abwechselnd aus ihrer und Max‘ Sicht erzählt. Dadurch hat man die Möglichkeit auch seine Beweggründe nachzuvollziehen – was einem nicht daran hindert, ihn ab und an mal durchschütteln zu wollen. Seine Geschichte braucht ein wenig länger, um einen abzuholen, auch danach ist der Charakter für mich weniger greifbar als Isabella. Nichtsdestotrotz bekommt er seinen Charakterbogen, wenn auch sehr spät. Dass am Ende einges zusammenbricht, ist zwar absehbar, aber dennoch auf eine tolle Art gelöst. Kurzzeitig hätte ich nicht gedacht, dass die Autorin sich aus der Ecke wieder herausmanövrieren könnte, dabei schafft sie es fast spielerisch. Das Buch endet an einem guten Punkt, auch wenn man gerne noch ein bisschen Ostseeluft geschnuppert hätte. Wenn ich noch einen Kritikpunkt äußern müsste, dann war es mir für das Setting ein bisschen wenig Ostseefeeling. Aber da der Fokus des Buches deutlich anders lag, gilt der Punkt eigentlich nicht.
Das Fazit
Ein Herz voll Leben versteht sich darauf eine locker leichte Geschichte zu erzählen, obwohl ein großes Thema die Trauerverarbeitung ist. Mit einer starken Protagonistin und einem tollen Schreibstil verzaubert Violet Thomas ihre Leserschaft.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin, dass ich Teil des Bloggerteam sein darf und beim Verlag für das Vorabexemplar. Ich kennzeichne diesen Beitrag daher als Werbung.