Eine Handvoll Bücher – 3/21

Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Begegnungen, Göttinnen, einer besonderen Schule, einer Menge Gedanken und einer Verfolgungsjagd durch die Galaxie.

Die Schönheit der Begegnung – Frank Berzbach

Die Handlung: Autor Frank Berzbach erzählt wie er seine Freundin kennengelernt hat. Und zwar in 32 Variationen und am Ende weiß man nicht, welche die richtige ist. Doch eins eint sie alle: Sie feiern die Begegnung und den Prozess des Verliebens.

Meine Meinung: Ich war vor dem Kauf gleichzeitig fasziniert und skeptisch. Mich interessierte die Idee, doch ich war mir unsicher bei der Umsetzung. Ich bin auf das Buch über eine andere Bloggerin gestoßen, von der ich weiß, dass sie gerne mal richtig gute Geheimtipps raushaut, wir ansonsten aber nicht die größten buchigen Berührungspunkte haben. Doch dann hat meine Neugier überwogen und was soll ich sagen: Es war eine sehr gute Entscheidung. Denn Frank Berzbach schafft es einem hier von der ersten bis zur letzten Geschichte in den Bann zu ziehen. Jede hat ihre ganz eigene Besonderheit, auch wenn sich die grundsätzlichen Charaktereigenschaften nie ändern, so ändern sich doch die Gegenbenheiten. Und doch scheint selbst die extremsten Gegenteile noch wunderbar zu den beiden Personen zu passen. In jeder Geschichte liegt so viel Gefühl, dass man sich wünscht, dass jede auf ihre eigene Art wahr wäre. Besonders schön fand ich auch, dass es hier selten eine Verklärtheit der Liebe gab. Es gab kein „Ich sah ihr in die Augen und da war es um mich geschehen, ich war Hals über Kopf verliebt“, sondern es waren mehr diese sofortige Vertrautheit, diese Unbeschwertheit, eben dieses Besondere, was wir uns für die ersten Begegnungen wünschen. Nach diesem Buch glaubt man an die wahre Liebe noch einmal stärker, als bei den meisten Liebesromanen auf dem Markt. Wer sich also mal auf etwas völlig anderes, aber unglaublich schönes, unglaublich magisches, einlassen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Die Göttinen von Otera 1 – Golden wie Blut – Namina Forna

Die Handlung: In Otera werden Frauen unterdrückt. Doch sollten sie golden bluten, so werden sie als Dämonen verdammt und zum Tode verurteilt. So ereilt es auch Deka, doch ein Dekret vom Kaiser rettet sie. Statt hingerichtet zu werden, soll sie nun einer Armee aus ihresgleichen beitreten. Dabei erfährt sie jedoch einiges und muss langsam aber sicher ihre Stellung als Frau in Frage stellen.

Meine Meinung: Das war ein Buch, bei dem ich einige Zeit überlegt habe, ob ich es kaufe oder nicht. Es gibt Bücher, da weiß ich es sofort und es gibt Bücher, bei denen ich zögere. Dies ist also so ein zögerliches Buch. Mich hat die Geschichte gleichzeitig angezogen und abgeschreckt, einfach weil Otera so gleich und doch so anders klang, als vergleichbare Fantasy. Mich faszinierte es, weil es von afrikanischen Kulturen inspiriert zu sein scheint, von denen ich gerne viel mehr lesen würde, gleichzeitig gab es aber den Aspekt der unterdrückten Frauen, die zwar unbedingt angesprochen werden wollte, doch ich wusste nicht, ob es mich beim lesen zu sehr aus meiner Komfortzone reißen würde und ob ich das wollte. Letztlich habe ich mich dazu entschieden und kann euch sagen, die Geschichte hat es in sich. Der Hass, der Frauen und vor allem Frauen mit goldenem Blut entgegenschlägt ist sehr hart und einige Szenen fand ich sehr schwer zu verdauen. Durch den Erzählstil wurde ich gleichzeitig immer wieder gut in die Welt hineingesogen und doch musste ich mich immer wieder überreden weiter zu lesen. Das hängt vor allem mit den großen Zeitsprüngen zusammen, die die Geschichte auseinander reißt und unvollständig wirken lässt. Viele Anspielungen, Fragen werden aufgemacht und dann kommt der nächste Zeitsprung, so dass man gefühlt nur die Hälfte beantwortet bekommt. Dann kommt hinzu, dass das Buch mit knapp über 500 Seiten für den Auftakt einer Trilogie sehr lang ist. Einiges wirkt unnötig gestreckt, während die Handlung insgesamt zu kurz zu kommen scheint. Dennoch bin ich sehr gespannt auf die nächsten Teile, denn das Ende macht Hoffnung auf das, was da noch kommen kann.

Beastsoul 1 Sternenlicht – Juliana Fabula

Die Handlung: Finya erfährt, dass sie eine Beasttamerin ist und daher fortan in Nebula Asteri auf die Schule gehen wird. Zusammen mit Leonel ihrem Partner soll sie ihre elementaren Fähigkeiten kontrollieren lernen. Doch Leonel denkt gar nicht daran, mit ihr zusammen zu arbeiten. Doch mit ihren Freunden versucht sie trotzdem irgendwie das Schuljahr zu meistern.

Meine Meinung: Juliana Fabula ist eine dieser grundsympathischen Menschen, die ich auf Twitch entdecken durfte. Neben ihre Kreativ- und Co-Working-Streams erzählt sie auch ab und an von ihrem Autorinnenleben. Und ihre „Anpreisungen“ ihres Buches machten mich so neugierig, dass es einfach bei mir einziehen musste. Zumal die Idee von einer Schule hinter den Sternen und das ganze dann auch noch mit den Elementen und verschiedenen Tierverwandlungen gemischt, klang total nach meinem Buch. Auch hier bin ich ein wenig über die Länge mit 450 Seiten für den Auftaktband gestolpert, zumal die Seiten sehr eng bedruckt sind. Und doch wollte ich das Buch unbedingt mögen und kann zumindest sagen, dass mir die Grundgeschichte auch gefallen hat – ihr hört hier schon das aber, oder? – aber sowohl der Erzähl- als auch der Schreibstil so gar nicht. Das liegt vor allem daran, dass ich der Protagonistin ihr Alter von 17 Jahren einfach nicht abkaufe. Sie verhält sich absolut naiv und gefühlsmäßig eher wie eine 12-jährige. Dafür passieren ihr aber auch immer wieder Sachen, die hat selbst Harry Potter in seinem ersten Jahr nicht erlebt. Auch das Gezicke ihres Partners Leonel war irgendwann einfach nicht mehr aushaltbar. Ab einem gewissen Punkt, hätte man halt die Gründe für sein Handeln gebraucht, weil so waren sie nicht nachvollziehbar. Auch die Geschichte drum rum, hat sich einfach viel zu sehr gezogen, weil es eben partout das gesamte erste Schuljahr sein musste, was beschrieben wird. Es gab immer mal wieder Andeutungen über eine Verschwörung und zwischendurch auch richtig spannende Kämpfe, aber es mangelte an Informationen, stattdessen wurde man mit Füllstoff überrollt. So sehr ich das Buch mögen wollte, so enttäuscht war ich.

Biss zur Mitternachtssonne – Stephenie Meyer

Die Handlung: In Biss zum Morgengrauen (Twilight) erfuhren wir, wie Bella und Edward sich kennengelernt haben. Jetzt ist es Edward, der uns die Geschichte noch einmal aus seiner Sicht erzählt. 

Meine Meinung: Wirklich gebraucht hat es die Geschichte wohl nicht, auch kommt sie sehr lange nachdem der Hype um die ursprüngliche Buchreihe wieder abgeflaut ist. Auch das nächste Problem war bereits hausgemacht: Die Geschichte war bereits bekannt und bereits in Biss zum Morgengrauen erklärte Edward immer wieder sein Verhalten, es war für den Leser also ab einem bestimmten Punkt kein Rätsel mehr, was er dachte und warum er sich so verhalten hat. Dennoch hätte der Perspektivwechsel noch ein paar neue Aspekte einbringen können. Mehr Informationen über das Zusammenleben mit den anderen Familienmitgliedern, mehr über die Zeit, als er sich vor Bella versteckte, vielleicht sogar ein paar noch unbekannte Errinerungseinschübe. Nun all das gab es, allerdings sehr rar gesäht und nicht in dem Ausmaß, in dem man es sich gewünscht hätte. Stattdessen bekommt man eine Nacherzählung der bekannten Geschichte und das mit sehr vielen Gedanken Edwards. Könnte man meinen, dass das fast 850 Seiten starke Buch noch mehr erzählt, als der ca. 500 Seiten lange erste Teil, so sucht man auch hier vergeblich. Das Buch endet an der gleichen Stelle, nur, dass wir noch einmal 350 Seiten zusätzlich zur bekannten Geschichte haben. Eins muss man Autorin Stephenie Meyer lassen, sie schafft es trotz allem, dass man das Buch locker leicht weglesen kann. Erst hinterher fragt man sich, ob die ganzen Gedanken nötig waren und was man sich viel lieber gewünscht hätte. Beim Lesen selbst ist man wieder mittendrin. Und machen wir uns bei Stalker Edward nichts vor und auch Bella stolpert noch immer sehr schnell und sehr naiv in die Beziehung, doch irgendwo ist der alte Flair noch enthalten. Allerdings brauche ich auch nicht noch einen weiteren Band aus Edwards Sicht.

Star Wars – Tarkin – James Luceno

Die Handlung: Großmoff Wilhuff Tarkin soll den Bau einer mobilen Kampfstation überwachen, als diese angegriffen wird. Seinen Bericht soll er direkt vorm Imperator ablegen und wird daraufhin zusammen mit Darth Vader auf eine Mission geschickt, die schon bald in einer galaktischen Verfolgungsjagd endet.

Meine Meinung: Über vier Jahre lag dieses Buch nun auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher)  und gehörte damit zu meinen größten SuB-Leichen. Es war ein Geburtstagsgeschenk eines Freundes, der sehr wohl wusste, dass ich die Filme aus dem Star Wars Universum sehr mochte, allerdings nicht bedacht hat, dass ich Sci-Fi sehr ungern lese. Nun wollte ich es im Rahmen meiner 21 für 2021 endlich vom SuB runter haben. Letztlich war es auch ein gut geschrieber, spannend erzählter und auch vielfältiger Roman. Man erfährt mehr über Tarkin, seine Denkweise, seine Kindheit und seine Karriere. Die Verfolgungsjagd ist spannend, größeren Star Wars Fans werden wohl auch die Planeten noch mehr sagen. Erzählerisch verfolgt man hauptsächlich die Sichtweise von Tarkin, doch auch Darth Vader und der Imperator kommen zu Wort. Zeitlich befinden wir uns nach den Klonkriegen, am Anfang des Imperiums. Und auch, wenn wie gesagt objektiv es sich um einen guten Roman handelt, so hat er mich einfach nicht abgeholt. So gerne ich auch Star Wars mag und Tarkin ein interessanter Charakter ist – ansonsten hätte ich es wohl auch nie gelesen – das Buch war einfach nicht mein Fall. Aber hey, wenn dies hier ein Star Wars Fan liest, der auch gerne Sci-Fi in Buchform verschlingt, für den ist dies auf jeden Fall eine Empfehlung!

Habt ihr eins oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?

Hinter der blauen Tür – Kritik zu Buch und Film

Ein Vorwort

Wo meine beste Freundin manchmal Filme ausgräbt, ist mir schleierhaft. Aber als sie mit diesem Film auftauchte und meinte, sie hätte es nur wegen des Covers gekauft, konntet ich sie schon irgendwie verstehen. Nach dem Sehen des Films blieben jedoch ein paar Fragen offen. Ihre Lösung? Sie schenkt mir das Buch zu Weihnachten, damit ich es lese und ihr sagen kann, ob dort mehr erklärt wird. Was soll ich sagen… es hat funktioniert.

Die Handlung

Lukasz kommt nach einem Unfall zu seiner Tante in eine baufällige Pension. Doch hinter seiner Zimmertür, die als einzige blaugestrichen ist, findet er eine ganz andere Welt. Dort trifft er auf den geheimnisvollen Schneider. Das dieser nicht nur gutes im Schilde führt, muss Lukasz schon bald am eigenen Leib erfahren.

Meine Meinung zum Film

„Nach dem Bestseller der Kinderliteratur“ und „Ein wundervoller Film für die ganze Familie“, so wird der Film auf der Blu-Ray-Hülle beworben. Das ganze steht ein bisschen im Widerspruch zur etwas gruseligen Darstellung. Doch die blau-lilanen Farben und der mystische Touch wirken sehr anziehend, den Kauf meiner besten Freundin konnte ich auf jeden Fall nachvollziehen. Zu Beginn erkennt man schnell, dass das polnische Kinderbuch auch in Polen verfilmt wurde, was einen spannenden und vor allem auch mal anderen Einblick bietet, als die typischen US-Städte. Schnell wechselt die Handlung und wir finden uns in der Pension der Tante wieder, die so gar nicht ansprechend aussieht. Man erwartet ein altes Gebäude mit einem ganz eigenen Charme und bekommt ein eher gruseliges Gebäude mit einer Vorliebe für Geweihe an der Wand. Die Geschichte fängt hier kurzzeitig an zu stocken, da Lukasz hier im Prinzip immer nur wegen irgendetwas wütend ist und es seiner Tante nicht leicht macht. Das ändert sich, sobald er das Geheimnis der blauen Tür entdeckt und die Welt dahinter erkundet. Hier kommt die ganze Stärke des Films heraus. Denn die Welt hinter der blauen Tür ist mit einer unfassbaren Liebe für Details gestaltet, dass man sich hier kaum sattsehen kann. Mit Eintreffen des Schneiders wird der Film dann für die Zielgruppe leicht gruselig, weswegen der Film eine FSK 12 Freigabe hat, was durchauch angemessen ist. Nur als Verfilmung eines Kinderbuchs eben an der Zielgruppe vorbei, was auch den einleitenden Sätzen widerspricht. Der Film gipfelt in ein vergleichsweise ruhiges Finale und kommt zu einem überraschenden – und auch enttäuschendem – Ende. Denn leider bleiben bis zum Ende die großen Geheimnisse des Films unbeantwortet. Stattdessen wird eine Erklärung angesetzt, die so gar nicht zum restlichen Film passen will und den Zuschauer eher vor den Kopf stößt – wobei dies natürlich auch mit der Buchvorlage zusammenhängt.

Meine Meinung zum Buch

Ich habe wie gesagt das Buch nach dem Film gelesen, weswegen ich diesmal auch erst etwas zum Film geschrieben habe. Zunächst ähneln sich beide auch sehr, die Geschichte gerät langsam in Fahrt und schnell finden wir uns auch hier in der Pension wieder. Ab hier gibt es immer noch Handlungsstränge, die sich stark ähneln und welche, die komplett anders verlaufen. Das ist aber vollkommen in Ordnung, weil so nur wenig Informationen im Film verloren gingen, die wirklich wichtig waren. Die Beschreibung der Welt hinter der blauen Tür ist hier zwar ausführlich, dennoch ist die Darstellung der große Pluspunkt des Films, dafür bietet das Buch einen hübschen Einband und kleine zeichnerische Details im Buch. Generell ist im Buch das Zusammentreffen mit dem Schneider weniger gruselig dargestellt und daher passender zum Genre. Denn durch den Schreibstil und den auch zum späteren Zeitpunkt  ungruseligeren Szenen merkt man, dass die Buchvorlage sich doch eindeutig an Kinder richtet, auch wenn man es als Erwachsene ebenfalls gut  lesen kann.
Letztlich gibt das Buch am Ende wenigstens eine Erklärung für die Geschehnisse hinter der blauen Tür, auch wenn es ein wenig unbefriedigend ist. Auch das Ende im Buch macht wieder einen Sprung, der die Geschichte leider ihrer Magie beraubt. Das ist sehr schade, hat es bis dahin doch als Kinderbuch sehr gut funktioniert.

Das Fazit

Während sich das Buch gut als Kindergeschichte macht und lediglich am Ende ein bisschen schwächelt, verfehlt der Film die Zielgruppe, punktet durch eine schöne Weltgestaltung und scheitert am Ende an den Erklärungen. Zusammen ergeben Film und Buch eine gute Symbiose.

Pubertät ist voll nice

Ein Vorwort

Im Mai 2018 stellte ich euch das Buch „Mit Mann ist auch nicht ohne“ von Silke Neumayer vor. Und jetzt fast drei später, gibt es tatsächlich eine indirekte Fortsetzung! War ich für den „Liebes-Lesestoff für die fortgeschrittene Frau“ wohl schon nicht die richtige Zielgruppe, fühlte ich mich bei „Pubertät ist voll nice“ auch nicht ganz angesprochen, stellte es mir aber schön vor in Erinnerungen an die Zeit zu schwelgen. Doch wieder gab es einen Untertitel „Nur blöd, dass wir jetzt die Eltern sind“. Es scheint also doch wieder in Richtung des ersten Bands zu gehen, aber trotzdem startete ich gespannt in den zweiten Teil. Wie er mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Pubertät beschreibt Silke Neumayer als die Phase, in der sie süßen Kinder von Aliens entführt werden und innerhalb von 24 Stunden zurückgebracht werden, nur um dann Teenager zu sein. Herzschmerz, Pickel, die Wichtigkeit des Smartphones und die Peinlichkeit der Eltern nehmen in dieser Phase unfassbar zu. Dies ist das Werk für alle leidgeprüften Eltern.

Meine Meinung

Die Pubertät war schon eine schwierige Phase, aber viele neue Angewohnheiten waren für einen in der Phase ganz normal. Dies jetzt nochmal aus Elternsicht beschrieben zu haben, lässt einem beinahe Mitleid mit den Eltern empfinden.
Die „Geschichten aus der hormonellen Phase“ sind wie schon im ersten Band kurz und bündig gehalten. Jedes Kapitel umfasst 2-5 Seiten und kann locker weggelesen werden. Hier liegt der Fokus – wie schon im ersten Band – nicht auf tiefgründigen Erörterungen, sondern auf kurzweiliger Unterhaltung. Und genau darauf versteht sich Frau Neumayer.
Und hierbei rechnet sie mit allem ab. Mit der pubertierenden Tochter, den anderen Eltern und vor allem den pubertierenden Jungs, auf die die Tochter entweder ein Auge geworfen hat, oder andersherum. Dem Pickel auf der Stirn, weswegen die Tochter auf gar keinen Fall mehr in die Schule kann, mit der Smartphone-Sucht und Sturmfrei, was das für die Kinder und die Eltern bedeutet.
Auch hier ist die Sichtweise wieder die der Eltern, vor allem von Müttern. Das ist wahrscheinlich für Mitleidende sehr gut, weil man sich sofort in die Situationen einfühlen kann, oder sogar schon gleiche/ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Gleichzeitig funktioniert es aber auch für Jüngere – bevorzugt, wenn man schon ein wenig Abstand zur Pubertät hat – um auf seine eigene Zeit zurückblicken zu können. Denn ein paar Dinge ändern sich dann eben doch nie.
Mit 224 Seiten ist das Buch wieder wunderbar kurz, um es in kürzester Zeit durchzulesen. Zusätzlich zu den Kapiteln, gibt es auch regelmäßig sehr passende Zeichnungen, die sich Stil des Covers anpassen und zur zusätzlichen Erheiterung beitragen. Aber die Botschaft des Buches ist klar: Liebe Eltern, haltet durch! Es wird wieder besser!

Das Fazit

Ein wunderbar kurzweiliges Buch voller Anekdoten aus der hormonellen Phase, das einem ein Lächelns inss Gesicht zaubert.

Pubertät ist voll nice wurde mir vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Rückblick auf den April 2021

Der April ist vorbei und er verflucht kalt. Das war ich nicht mehr gewohnt. Mit Ostern, einem (coronakonformen) Urlaub und der Oscarverleihung war auch einiges los bei mir. Dennoch kam medial wieder einiges zusammen und so starten wir in den Monatsrückblick.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im April habe ich erneut gesehen: Hinter der blauen Tür (etwas gruseliger Kinderfilm)

Citizen Kane: Charles Foster Kane erlebt seine letzten Atemzüge auf seinem unvollendeten Privatschloss Xanadu. Sein letztes Wort ist ‚Rosebud‘. Als ein Journalistenteam eine Zusammenfassung seines Lebens bringen will, fehlt ihnen der richtige Ansatz, weswegen sie versuchen herauszufinden, was er gemeint haben könnte. Dabei wird Kanes Leben genau durchleuchtet. – Ein zeitloser Klassiker und ein faszinierendes Porträt eines Mannes.

Mank: 1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch. – Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet.

The Trial of the Chicago 7: 1968 kommt es beim Parteitag der Demokratischen Partei zu geplanten friedlichen Protesten verschiedener Bewegungen. Durch eine Ausgangssperre eskaliert das ganze. Wenig später müssen sich acht Männer vor Gericht verantworten. – stark gespielt, stark inszeniert, für ein Gerichtsdrama auch spannend erzählt, aber auch thematisch schwer zu verdauen. 

Ma Raineys Black Bottom: 1927 in Chicago soll „Ma“ Rainey eine Platte aufnehmen. Die „Königin des Blues“ macht es den Plattenmanagern Sturdyvant und Irvin dabei nicht einfach. Gleichzeitig kommt es zu mehreren Gesprächen der Bandmusiker im Proberaum. – ein stark gespieltes Kammerspiel, mit Schwerpunkt auf den Dialogen.

One Night in Miami: 1964 wird Cassius Clay Champion im Boxen. An diesem Abend trifft er sich mit Malcolm X, Sam Cooke und Jim Brown. Es folgt eine Nacht voller Gespräche über ihre Situation, ihre Pläne und ihre Zukunft. – ein brilliant geschriebener Film, der es weiß auf die feinen Details der Sprache einzugehen und alle Meinungen gleichberechtigt darzustellen. 

Sound of Metal: Ruben Stone ist Schlagzeuger eines Duos und reist mit seiner Freundin Lou von einem Gig zum nächsten. Bei einem Soundcheck hat Ruben auf einmal Probleme mit dem Hören. Ein Arztbesuch später weiß er, dass er nur noch 25% Hörleistung auf beiden Ohren hat. Lou bricht die Tour ab, damit Ruben sich einer gehörlosen Wohngemeinschaft anschließen kann, die ihn weitgehend von der Außenwelt isoliert. – Sound of Metal versteht mit dem gewählten Thema unkonventionell, aber sehr respektvoll umzugehen. Dennoch ist die Erzählstruktur sehr gewöhnungsbedürftig.

Framing Britney Spears: Seit 2008 befindet sich Popstar Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters, eine gesetzliche Anordnung, die normalerweise eher bei älteren Menschen Anwendung findet. Die Dokumentation befasst sich mit Spears Karriere, dem Sexismus in der Musikbranche und ihrem Fall. – Eine spannende Doku, die Spears und die Medien in einen ganz neuen Licht darstellt. Auf jeden Fall eine Sichtung wert.

Idiocracy: In einem Experiment des Militärs werden Joe und Rita in einen Kälteschlaf versetzt, eigentlich für ein Jahr. Leider wird das Experiment vergessen und die beiden wachen im Jahr 2505 wieder auf. Leider ist seitdem die Welt in Chaos gestürzt, da der IQ der Bevölkerung sehr stark abgenommen hat. – Eine witzige Dystopie, die immer haarscharf an den unter der Gürtellinienwitzen vorbeischrammt.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Immer für dich da – Staffel 1 (Eigentliche eine tolle Serie über Freundschaft, aber viel zu langatmig erzählt)

Shadow & Bone – Staffel 1 (Schon jetzt ein Jahreshighlight, die Verfilmung der Buchhreihe von Leigh Bardugo hat einfach alles, was ich von einer guten Serie erwarte)

Falcon & the Winter Soldier – Staffel 1 (Die zweite Marvel Serie auf Disney+ verzettelt sich zu sehr mit der Handlung und wirkt gleichzeitig zu lang und zu kurz)

Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1 (Eine etwas andere Kinderserie, die man nicht nach ihrer schrecklichen Pilotfolge beurteilen sollte)

Country Comfort – Staffel 1 (Eine Comedyserie, die viele gute Stellen hat, aber auch eine Ruckler. Mal schauen, ob sich das in der zweiten Staffel bessert)

Star Trek – Lower Decks – Staffel 1 (Eine Star Trek Serie in bester Rick&Morty Manier? Funktioniert erstaunlich gut)

A Discovery of Witches – Staffel 1 (Die Zeiten von Hexen und Vampiren sind vorbei? Nicht in dieser Serie. Dabei auch eine spannende Geschichte, nur mit der Protagonistin bin ich nicht ganz warm geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 5
Seiten gesamt: 2.399
Seiten pro Tag: 80 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4

Der Joker: Eds Leben ist absolut durchschnittlich. Bis er einen Bankräuber aufhält. Kurz darauf findet er das Karo-Ass mit drei Adressen in seinem Briefkasten. Ihm stehen einige Prüfungen bevor, die sein Leben ganz schön durcheinander wirbeln. – Nach langer Zeit mal wieder gelesen und es ist einfach immer noch mein all-time-favourite. Eine schöne Geschichte!

Fall of Legend: Gabriel Legend kommt von ganz unten und hat sich seinen Weg hochgekämpft. Doch sein neuer Club steht nach einem Zwischenfall kurz vor dem Aus. Da taucht Scarlett Priest auf, die seit ihrer Kindheit im Rampenlicht stand. Sie könnte die Lösung sein, doch dann kommen Gefühle ins Spiel. – Spannender Einstieg, dann wird viel Zeit für Charakteraufbau angewandt und wenig in die Handlung investiert. Hier braucht man also den zweiten Teil.

Biss zur Mitternachtssonne: In Biss zum Morgengrauen (Twilight) erfuhren wir, wie Bella und Edward sich kennengelernt haben. Jetzt ist es Edward, der uns die Geschichte noch einmal aus seiner Sicht erzählt. – Wirklich notwendig war das Buch wohl nicht, und an einigen Stellen wird der Mehrwert des Sichtswechsels auch einfach verpasst, aber der Schreibstil macht viel wett. Wenn das Buch nicht so dick wäre mit viel zu vielen Wiederholungen, sähe ich es wohl entspannter.

Percy Jackson 3 – Der Fluch der Titanen: Nach einem Zwischenfall ist Annabeth ver-schwunden und auch die Göttin Artemis schwebt in Gefahr. Percy muss zusammen mit Thalia, Grover und zwei Jägerinnen erneut ein Abenteuer bestehen. – Der dritte Teil war wieder spannend und diesmal bin ich auch besser in die Geschichte reingekommen als bei den vorherigen Teilen. Es wird noch spannend.

The Secret Book Club 3 – Liebesromane zum Frühstück: Alexis und Noah sind seit den Ereignissen aus Band 2 beste Freunde. Damit werden sie sehr oft aufgezogen. Doch dann taucht nicht nur ein verschollenes Familienmitglied bei Alexis auf, sie müssen sich auch die Frage stellen, ob sie nicht doch Gefühle füreinander haben. – Der Abschluss der Reihe kommt wieder mit einer tollen und spannenden Geschichte daher. Wie schon der zweite, kommt die Geschichte nicht an den ersten Band heran, aber das mindert das Leseerlebnis in keiner Weise. 

Was waren eure Highlights im April?

Rückblick auf das 1. Quartal 2021

Ihr kennt meine großen Jahresrückblicke und meine kleineren Halbjahrsrückblicke. Und bis 2017 habe ich auch Quartalsrückblicke geschrieben. Und da noch immer Kinoflaute herrscht und daher die Beitragskapazität da ist, dachte ich mir, dass ich versuchen könnte, diese wieder zu beleben. Mein Filmjahr geht immer von Dezember-November, aber bei den Quartalen werde ich mich (voraussichtlich) an den richtigen Jahresquartalen orientieren. Bedeutet, dass es diesmal um das 1. Quartal, bei mir also Dezember bis März, geht. Im Prinzip stelle ich euch nur kurz meine Highlights vor und verkaufe es euch als neues Format 😉 Jeweils zu Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf filmischen Highlights

  1. Der wunderbare Mr. Rogers

Der Journalist Lloyd Vogel soll für ein Magazin einen Artikel über den beliebten Kindershow Moderator Fred Rogers schreiben. Das Treffen für das Interview verläuft allerdings völlig anders, als Lloyd sich das vorgestellt hat. Statt wirklich etwas zu erfahren, bringt Rogers ihn dazu, sich wieder mit sich selbst und seinen familiären Problemen zu beschäftigen. – Ein Film, mit einer so herzensguten Hauptfigur, dass der Film einfach ganz tief ins Herz geht.

2. Clue

Der Film basieren auf dem Brettspiel Cluedo. In einer stürmischen Nacht wurden mehrere Personen in ein alten Herrenhaus eingeladen. Alle vereint etwas: Das Mordmotiv. Und tatsächlich gibt es kurz darauf die erste Leiche. – Man sollte den Film nicht zu ernst nehmen, dann macht er nämlich eine Menge Spaß. Ein bisschen cringe und trashig, aber dennoch gut für Fans von Murdermysteries geeignet.

3. Manche mögens heiß

Chicago 1929. Die beiden Musiker Joe und Jerry sind Zeugen eines Gaunermassakers. Um diesem zu entkommen, schließen sie sich einer Mädchenkapelle an. Dafür müssen sie sich allerdings als Frauen verkleiden. Auf dem Weg ins sonnige Florida passiert jedoch allerlei. Vor allem Sugar, die Ukulelespielerin, hat es den beiden angetan. – Spaßige Komödie mit immer wieder neuen Wendungen. Sollte man gesehen haben.

4. to all the boys I loved before

Lara-Jean lebt nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Vater und ihren beiden Schwestern. In ihrem Leben war sie bisher fünfmal verliebt. Jedes Mal wenn sie in der schlimmen Verknalltphase war, hat sie dem Jungen einen Liebesbrief geschrieben, aber nie abgeschickt. Bis dies eines Tages jemand anderes für sie übernimmt und ihr sonst so geordnetes Leben ordentlich aus der Bahn wirft. – ein Film, der sehr typisch für sein Genre ist, aber alles mit seinem eigenen Charme überhäuft, was den Film sehr sympathisch macht. So erfindet er am Ende das Rad nicht neu, liefert aber 100 Minuten Sehvergnügen

5. Expedition Atlantis

Regisseur James Cameron und Archäologe Simcha Jacobovici begeben sich auf Spurensuche, um das Geheimnis von Platons Atlantis zu lösen. – Eine spannende Dokumentation über eine Spurensuche mit vielen tollen Ansätzen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte hier auf jeden Fall mal reingucken.

Der Dauerbrenner, der aus der Wertung fällt: Hamilton!

Meine fünf serienlastigen Highlights

  1. The Mandalorian – Staffel 2

Der Mandalorianer reist weiter mit dem Kind durch die Galaxie. Neue Freunde, aber auch neue Feinde säumen seinen Weg. Diesmal ist er auf der Suche nach einem Jedi, der sich dem Kind annehmen kann. Doch Moff Gideon ist weiterhin hinter dem Kind her. – Der Stil und der Aufbau bleibt der gleiche und es funktioniert weiterhin einfach

2. The Crown – Staffel 4

Es ist wieder viel los im Hause Windsor, u. a. heiratet Charles Diana. Aber auch politisch wird es eisern, immerhin ist Margaret Thatcher Premierministerin. –  Die Serie bleibt sich treu und schafft es wieder Drama und Politik gut zu mischen und spannend zu bleiben

3. Bonding – Staffel 1-2

Pete verdient beim Kellnern nicht genug und seine Karriere als Comedian läuft nicht richtig an. Als seine Freundin aus Schulzeiten Tiff ihm einen Job anbietet, zögert er nicht lange, sondern stimmt zu. Allerdings war ihm nicht bewusst, dass Tiff als Mistress May in einem Dungeon arbeitet. Er soll ihr Bodyguard werden, damit jemand einschreiten kann, wenn einer ihrer Klienten übergriffig wird. Pete arrangiert sich mit dem neuen Job und nutzt ihn gleichzeitig in seinen Stand-up Programmen. – Grundsätzlich als Komödie verpackt, greift sie jedoch wichtige Themen auf und schafft es sehr Vorurteils- und Klischeebefreit an das Thema ranzugehen.

4. WandaVision – Staffel 1

Wanda und Vision ziehen ins beschauliche Westview, um sich dort häuslich niederzulassen. Dabei haben sie einige Anpassungsprobleme, passen eine Hausfrau mit magischen Kräften und ein Android doch nicht ins übliche Vorstadtleben. Eine Sitcom im Wandel der Zeiten. – Die erste Marvelserie, die direkt für Disney+ produziert wurde, überzeugt mit ihrer Prämisse einer Sitcom im Wandel der Zeiten, bleibt aber trotzdem der typischen Marvelformel treu.

5. Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 1

Zoeys Leben ändert sich, als sie bei einem Erdbeben in einer MRT-Röhre war. Seitdem kann sie hören, wie Menschen ihre Gedanken heraussingen. Nun muss sie versuchen zu helfen. – Tolle Geschichte, einfühlsam, richtige Portion Drama und vor allem ein super Soundtrack. Auf jeden Fall eine große Empfehlung!

Meine fünf buchige Highlights

  1. Ich bin Linus – Linus Giese

Linus Giese ist Trans. Seine Geschichte und viele Vorschläge zum Abbau von Vorurteilen präsentiert er in diesem Buch. – Lest dieses Buch. Respektiert andere Menschen. #TransMännersindMänner

2. Becoming Elektra – Christian Handel

In einer nicht allzufernen Zukunft gibt es die Möglichkeit Klone von sich anfertigen zu lassen. So ist Isabel ein Klon für Elektra Hamilton, die allerdings bei einem Unfall verstarb. Elektras Familie macht ihr ein folgenschweres Angebot: Sie soll zu Elektra werden und die arrangierte Ehe mit Phillip von Halmen eingehen. – Ein sehr spannendes und sehr fesselndes Buch mit einer spannenden Zukunftsaussicht. Absolute Leseempfehlung!

3. Eine Leiche zum Tee – Alexandra Fischer-Hunold

Ashford-on-Sea ist eigentlich ein verträumtes kleines Küstenstädtchen. Bis sich ein Mord ereignet. Amy und ihre Tante sind sich sicher, dass es kein Selbstmord war und fangen selbstständig an zu ermitteln. – Ein weiteres Highlight! Eine süße Geschichte, tolle Charaktere und das Setting hat absolutes Fernweh in mir ausgelöst!

4. Die Schönheit der Begegnung – Frank Erzbach

Autor Frank Berzbach erzählt wie er seine Freundin kennengelernt hat. Und zwar in 32 Variationen und am Ende weiß man nicht, welche die richtige ist. Doch eins eint sie alle: Sie feiern die Begegnung und den Prozess des Verliebens. – Wunderschöne Geschichten und doch alle sehr verschieden. Ein Buch perfekt für Frühlingsgefühle.

5. Goldene Flammen – Leigh Bardugo

Alina ist eine Kartografin in der ersten Armee des Zaren von Ravka. Bei der Durchquerung der Ödsee, kommt es zu einem Angriff. Als Alina ihren besten Freund beschützt, setzt sie ungeahnte Kräfte frei und findet sich kurz darauf in der Ausbildung zur Grisha wieder. – Ich habe so viel gutes über die Buchreihe gehört, dass ich sie auch mal ausprobieren musste. Da Netflix nun bereits an einer Serie dazu bastelt, wurde es höchste Zeit, um sie noch unvoreingenommen zu lesen. Und ich muss sagen, sie hat mir gut gefallen. Lediglich der etwas vorhersehbare Plotttwist war mir persönlich zu platt. Aber hey, es gibt ja noch zwei Bände.

Was waren eure Highlights?

Rückblick auf den März 2021

Und wieder ist ein Monat vorbei. Noch immer sind die Kinos geschlossen, aber den Filmfan hält so etwas ja nicht auf. Beziehungsweise waren es in diesem Monat wieder die Bücher, die mich in ihren Bann gezogen haben. Und so geht es nun ohne weitere Worte direkt in den Monatsrückblick.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im März habe ich erneut gesehen: Knives Out (auch beim zweiten Mal noch ein unfassbar guter Film)

Dame König As Spion: Control, der Leiter des britischen Geheimdienst, wird nach einem Misserfolg in Budapest in den Ruhestand geschickt und stirbt kurz darauf. Daraufhin wird George Smiley reaktiviert, der den Spion unter den Spionen finden soll. Dabei entdeckt er einen ganzen Haufen an Ungereimtheiten. – Eine John le Carré Verfilmung, die stark gespielt ist, aber mich leider nicht abholen konnte.

A Most wanted man: Günther Bachmann ist Strippenzieher einer halboffiziellen Spionageeinheit in Hamburg. Als dort der Flüchtling Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, auftaucht, schlägt die Einheit Alarm. Vorsichtig versuchen sie sich ihm zu nähern, doch auch andere Einheiten sind an Karpov interessiert. – Die zweite John le Carré Verfilmung in diesem Monat mit der letzten Rolle Philip Seymour Hoffmans. Leider konnte mich diese noch weniger überzeugen als die erste.

Neues aus der Welt: Der ehemalige Captain der Südstaatenarmee Jefferson Kyle Kidd zieht durch Texas, um in den Orten die Nachrichten zu lesen. Auf seinem Weg trifft er auf Johanna, die nach der Ermordung ihrer deutschen Eltern von Indigenen aufgezogen wurden. Nun soll sie zu ihrer Tante und ihrem Onkel gebracht werden. Da der zuständige Beamte aber erst in drei Monaten zurückkehrt, nimmt er sich kurzerhand selbst der Aufgabe an. Doch der Weg ist voller Gefahren. – Auch wenn ich überhaupt kein Westerfan bin und gerade am Anfang damit ziemliche Probleme hat, schafft der Film es doch einen in seinen Bann zu ziehen. Vor allem Tom Hanks mit seiner ruhigen Spielweise schafft es den Film zu bereichern.

Manche mögens heiß: Chicago 1929. Die beiden Musiker Joe und Jerry sind Zeugen eines Gaunermassakers. Um diesem zu entkommen, schließen sie sich einer Mädchenkapelle an. Dafür müssen sie sich allerdings als Frauen verkleiden. Auf dem Weg ins sonnige Florida passiert jedoch allerlei. Vor allem Sugar, die Ukulelespielerin, hat es den beiden angetan. – Spaßige Komödie mit immer wieder neuen Wendungen. Sollte man gesehen haben.

Serien – ein etwas ausführlicherer Rückblick

Nadiyas Backwelt – Staffel 1 (Nach ihren nützlichen Tipps in der Küche, verzaubert uns Nadiya Hussain diesmal mit ihren Backkünsten)

Brooklyn 99 – Staffel 6 (Auch die sechste Staffel kann noch mit den anderen mithalten und macht wieder gut Spaß. Auch wenn manche Scherze schon zu oft genutzt wurden)

Bridgerton – Staffel 1 (Die Mischung aus Stolz und Vorurteil und Gossip Girl kann mit ihrer hohen Qualität durchaus überzeugen. Den Hype um die Serie kann ich aber nicht ganz nachvollziehen. Versteht mich nicht falsch, ich fand die Serie wirklich gut. Aber eben auch nicht absolut herausragend)

WandaVision – Staffel 1 (Die erste Marvelserie, die direkt für Disney+ produziert wurde, überzeugt mit ihrer Prämisse einer Sitcom im Wandel der Zeiten, bleibt aber trotzdem der typischen Marvelformel treu.

Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 1 (Tolle Geschichte, einfühlsam, richtige Portion Drama und vor allem ein super Soundtrack. Auf jeden Fall eine große Empfehlung!)

The American Barbecue Showdown – Staffel 1 (Grillfans aufgepasst! Eine tolle Grillchallengeserie nach dem Prinzip der typischen Kochwettbewerbe. Nichts für Vegetarier und wahrscheinlich auch mit wenig Nachkockpotenzial, aber spannend und mit tollen Kandidaten)

Binge Reloaded – Staffel 1 (Für mich war das Prinzip der Serie, dass sie wie Switch Reloaded sind, nur eben diesmal die Serien aufs Korn nehmen, statt der Fernsehformate. Leider sind es trotzdem ca. 2/3 Fernsehformate. Dadurch auch nur wenig lustig. Nur vereinzelte Ideen zünden wirklich. Daher eher ein Flop)

The Chef Show – Staffel 1 Ausgabe 3 (Die Serie bleibt sich auch in der dritten Ausgabe treu, wird dabei aber langsam aber sicher ein bisschen monoton. Ob ich die zweite Staffel auch noch schaue, kann ich noch nicht sagen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 10
Seiten gesamt: 3.690
Seiten pro Tag: 119 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
E-Book: 1
Manga: 1

Der Tod ist ein Tänzer*: Berlin 1926. Tristan Nowak erhält den Auftrag die Sängerin Josephine Baker bei ihren Auftritten in Berlin zu schützen, da es aufgrund ihrer Hautfarbe viele Anfeindungen gibt. Zeitgleich wird eine neue Gruppierung in Berlin laut, die mit einem Anschlag auf Josephine und ihre Revue das Land auf neuen Kurs bringen will. – Zu viele Handlungswiederholungen, die Charaktere drehen sich im Kreis und auch hinten heraus, wird das Buch einfach viel zu lang gezogen. Auch wenn es gut recherchierrt ist, kann es im gesamten doch nicht überzeugen. – [Werbung|Leseexemplar]

Klima**: Fünf Anschläge wurden in den USA verübt. Alle Ziele haben eins gemeinsam: Sie schaden im großen Stil der Umwelt. „Green Man“, wie er genannt wird, will anscheinend auf Umweltverschmutzung und den Klimawandel aufmerksam machen, aber seine Anschläge haben auch zivile Opfer. Tom Smith ist neu beim FBI und in der Green Man-Taskforce eingeteilt. Während er Hinweise findet, die andere übersehen haben, kämpft er aber auch mit seinem Gewissen. Will er den Mann aufhalten, der vielleicht die Welt retten könnte? – Ein spannender und packender Thriller, der die großen Themen anfasst und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Ledigliche kleine Kritikpunkte sind zu finden. [Werbung|Rezensensionsexemplar]

The Secret Book Club 2 – Die Liebesroman-Mission: Braden Mack ist der typische Charmeur und nutzt sein Wissen aus Liebesromanen, um bei Frauen zu landen. Nur bei Liz beißt er sich die Zähne aus. Doch als sie gefeuert wird, weil sie etwas gesehen hat, was sie nicht sehen sollte, muss sie sich ausgerechnet an Braden wenden. – Der zweite Band kann mit einer ganz neuen Erzählweise punkten und ist zugleich spannend und dramatisch. Vor allem die Charaktere machen das Buch wieder außergewöhnlich. Dennoch mochte ich die Prämisse des ersten Bandes ein bisschen mehr.

Von Flusshexen und Meerjungfrauen: Eine Märchenanthologie rund um das Thema Wasser. Von Adaptionen der kleinen Meerjungfrau, über japanische Kappas, bis zu gewaltigen Wasserdrachen. Hier ist einfach alles vertreten. – Eine tolle Sammlung von Kurzgeschichten, wo für jeden die passende dabei ist. Jede*r Autor*in schafft es hier seiner*ihrer Geschichte einen ganz eigenen und besonderen Stempel aufzudrücken.

Seven Sins 2 – Stolze Seele: Avery ist Nox ins Feensreich gefolgt. Hier soll die erste Prüfung stattfinden. Doch zunächst steht für Avery etwas viel wichtigeres auf den Plan: Nicht sterben. Denn für Menschen lauern im Feenreich hinter jeder Ecken Gefahren. – Der zweite Band bietet nach dem sehr ausführlichen Einleitungsband endlich ein bisschen Spannung. Doch auch hier wird die Handlung über weite Teile gestreckt. Dennoch bekommt man gerade gegen Ende Lust auf die Folgebände.

My roommate is a cat 2: Thrillerautor Subaru hat sich langsam an seine fellige Mitbewohnerin gewöhnt. Doch seine Sozialphobie macht es ihm immer noch schwer ganz normale Tätigkeiten auszuführen. Doch zusammen mit Haru meistert er auch das. – Der zweite Teil führt die angesprochenen Probleme weiter und erzählt abwechselns aus Autoren- und aus Katzensicht. Es ist einfach nur supersüß.

Die Schönheit der Begegnung: Autor Frank Berzbach erzählt wie er seine Freundin kennengelernt hat. Und zwar in 32 Variationen und am Ende weiß man nicht, welche die richtige ist. Doch eins eint sie alle: Sie feiern die Begegnung und den Prozess des Verliebens. – Wunderschöne Geschichten und doch alle sehr verschieden. Ein Buch perfekt für Frühlingsgefühle.

Die Göttinen von Otera 1 – Golden wie Blut: In Otera werden Frauen unterdrückt. Doch sollten sie golden bluten, so werden sie als Dämonen verdammt und zum Tode verurteilt. So ereilt es auch Deka, doch ein Dekret vom Kaiser rettet sie. Statt hingerichtet zu werden, soll sie nun einer Armee aus ihresgleichen beitreten. Dabei erfährt sie jedoch einiges und muss langsam aber sicher ihre Stellung als Frau in Frage stellen. – Ich mochte die Geschichte, ich mochte die angesprochenen Themen, ich mochte die Welt bzw. die Konflikte. Dennoch fiel es mir schwer das Buch zu lesen. Vor allem die vielen Zeitsprünge und dass in einzelne Szenen nur kurz reingesprungen wird und man danach wieder viel weiter in der Handlung ist, war einfach nicht mein Erzählstil. Aber ich möchte wissen, wie es weitergeht und werde daher wohl auch die Folgebände noch lesen.

Beatsoul 1 – Sternenlicht: Finya erfährt, dass sie eine Beasttamerin ist und daher fortan in Nebula Asteri auf die Schule gehen wird. Zusammen mit Leonel ihrem Partner soll sie ihre elementaren Fähigkeiten kontrollieren lernen. Doch Leonel denkt gar nicht daran, mit ihr zusammen zu arbeiten. Doch mit ihren Freunden versucht sie trotzdem irgendwie das Schuljahr zu meistern. – Auch hier mochte ich die Idee, die Geschichte und eigentlich auch den Schreibstil. Nur mit dem Erzählstil hatte ich wieder Probleme. Finya war mir einfach zu naiv dargestellt und kam mir wie eine zwölfjährige vor, soll im Buch aber bereits 17 sein. Also eine tolle Geschichte mit leider sichtbaren Schwächen.

Hinter der blauen Tür: Lukasz wird nach einem Unfall zu seiner Tante geschickt. Diese besitzt an der polnischen Küste eine etwas heruntergekommende Pension. Lukasz ist alles andere als begeistert, aber nachdem er hinter seiner blauen Zimmertür eine fremde Welt entdeckt, scheint sein neues Leben doch noch spannend zu werden. – Ein polnischer Kinderbuchklassiker, der einzig an der Auflösung am Ende und vereinzelter ungeklärter Handlungsstränge scheitert. Ansonsten funktioniert das Buch wunderbar.

Was waren eue Highlights im März?

 

Eine Handvoll Bücher – 2/21

Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: befreiter Atmung, einem Starbucksbecher, einer Adaption vom Schwanensee, Berlin in den 1920er Jahren und einer Märchenanthologie im Wasser.

Wie die Luft zum atmen

Die Handlung: Liz kehrt nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Tochter in ihr Haus zurück. Doch der Verlust ist noch immer sehr präsent. Dann taucht auch noch Tristan Cole als ihr neuer Nachbar auf, vor dem sie alle warnen. Doch Liz schafft es hinter seine Fassade zu blicken und erkennt, dass er den gleichen Schmerz erleidet, wie sie. Und auf einmal kann sie in seiner Nähe endlich wieder atmen.

Meine Meinung: Zuvor hatte ich schon vieles von Brittany C. Cherry gehört, aber noch nichts von ihr gelesen. Um diese Reihe bin ich schon länger herumgeschlichen, vor allem, weil mir die Titel gut gefallen haben, aber bisher hatte ich mich noch nicht überwunden. Nach dem Lesen weiß ich ehrlich gesagt auch noch nicht so recht, was ich vom Buch halten soll. Aber fangen wir mal ganz vorne an. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, er ist flüssig zu lesen und sie beschreibt die Gefühle der Protagonisten sehr gefühlvoll. Der Verlust geliebter Menschen ist mir bisher – zum Glück! – erspart geblieben und doch konnte ich mich durch die Beschreibungen sofort in die Trauerarbeit einfühlen. Die Liebesgeschichte konnte mich dann auch mitreißen und ich habe  das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Was mich dann aber doch ein wenig gestört hat, ist diese Stadt mit ihren kleinkarierten Bewohnern. Da wäre ich schon lange weggezogen. Aber was mich wirklich gestört hat, war die Auflösung des ganzen am Ende. Das war einfach viel zu überzogen und ging beinahe in den Psychothriller über. Das passte gar nicht mehr zu der sehr ruhigen und bedachten Geschichte über Trauer und eine neue Liebe. Das hätte man sich echt sparen können und ein schönes rundes Ende finden können. Aber nun gut. Ich werde wohl definitiv noch mehr von der Autorin lesen und hoffen, dass die nächsten Bände ein besseres Ende haben.

Ich bin Linus

Die Handlung: Linus Giese ist trans. Das dies in der aktuellen Gesellschaft noch immer nicht leicht ist, aber sein sollte, nimmt Linus uns hier mit auf seine ganz eigene Reise, um Vorteile abzubauen und den Weg ein Stück weit zu ebnen, für eine Gesellschaft in der trans sein, ganz normal ist.

Meine Meinung: Lest dieses Buch! Muss ich noch mehr sagen? Na gut: Als dieses Buch angekündigt wurde, stand für mich fest, dass ich es lesen wollte. Denn auch wenn ich mich sehr weltoffen fühle und mich aktiv für Rechte der LGTBQIA+ Community einsetze, merke ich auch bei mir noch gewisse Denkmuster. Um diese weiter abzubauen, bzw. umzudenken, hilft das Buch wahnsinnig, weil es einfach zum überdenken anregt. Zum Beispiel, dass wir bei Babys automatisch anhand der äußeren Geschlechtsmerkmale auf das Geschlecht tippen. Wichtig zu sagen, was er auch mehrfach erwähnt, ist, dass es sich nur um seine Meinung handelt und seine Erfahrungen und das diese nicht allgemeintauglich auf alle trans Menschen anwendbar sind. Aber immerhin ein Anfang, um einfach Barrieren abzubauen, die gar nicht da sein müssten. Dabei ist das Buch in sinnvolle Abschnitte gegliedert. Erfahrungen und Denkanstöße wechseln sich hier ab. Kurzum: Es lohnt sich das Buch zu lesen!

Schwanenfeuer

Die Handlung: Der junge Jäger Ayden wird vom König geschickt, ihm einen Vogel zu schießen. Doch das ist um diese Jahreszeit gar nicht so einfach. Umso erleichterter ist Ayden als er an einem See einen wunderschönen Schwan findet. Dieser ist jedoch kurz darauf verschwunden und er findet die verwundete Estelle. Schnell kommt er hinter ihr Geheimnis. Sie ist verflucht worden und am Tag ein Schwan und nur in der Nacht in ihrer menschlichen Gestalt. Lediglich ein Stück Papier mit einem Rätsel drauf, kann ihr helfen, den Fluch zu lösen. Ayden bietet seine Hilfe an und kurz darauf sind beide mitten im Abenteuer.

Meine Meinung: Auf Autorin Regina Meißner bin ich tatsächlich über Instragram gestoßen. Ihr Account fiel mir durch ihren süßen Grogu („Baby-Yoda“) auf. Mit Schwanenfeuer habe ich zum ersten Mal etwas von der Autorin gelesen, zumal mich die Idee, das Schwanensee Märchen zu adaptieren, sofort angesprochen hat. Gestrauchelt bin ich dann allerdings über ihren Erzählstil und auch ein wenig über ihren Schreibstil. Ich würde ihn jetzt nicht sofort als schlecht bezeichnen, aber er ist sehr gewöhnungsbedürftig. Woran das genau liegt, ist schwer festzumachen, mir war die Geschichte grundsätzlich ein wenig „zu einfach“ aufgebaut. Ayden findet Estelle und will ihr natürlich sofort helfen, egal, wie abweisend sie ist, und natürlich hat er sofort einen Ansatz auf ihr Rätsel. Die Abenteuer, die danach folgen sind dann teilweise wieder spannend, aber es war auch viel Füllmaterial dazwischen. Dennoch ist es Frau Meißner gelungen mich so sehr in die Geschichte hineinzuziehen, dass ich auf das Schicksal ihrer Schwestern – ebenfalls verflucht – gespannt bin und wohl noch mindestens ein weiteres Buch der Reihe lesen werde.

Der Tod ist ein Tänzer*

Die Handlung: Berlin 1926. Tristan Nowak erhält den Auftrag die Sängerin Josephine Baker bei ihren Auftritten in Berlin zu schützen, da es aufgrund ihrer Hautfarbe viele Anfeindungen gibt. Tristan ist davon wenig begeistert, versucht er doch noch immer die Nachwirkungen des Kriegs zu verdauen. Zeitgleich wird eine neue Gruppierung in Berlin laut, die mit einem Anschlag auf Josephine und ihre Revue das Land auf neuen Kurs bringen will. Schon bald ist Tristan mitten in einer Verschwörung und versucht diese zu verhindern.

Meine Meinung: Der Tod ist ein Tänzer ist der erste Teil der Schwarzen Venus Reihe rund um Josephine Baker. Mit knapp 500 Seiten ist es aber eindeutig zu lang, für die Geschichte, die erzählt wird. So kommt es permanent zu Wiederholungen, die Figuren drehen sich im Kreis und immer wenn man denkt, schlimmer geht es nicht mehr, holt Autorin Veronica Rusch von irgendwo noch einen Hammer her. Hier zeigt sich, dass manchmal eben weniger doch mehr ist. So fühlt sich die Geschichte völlig überladen an und zieht sich doch nur, weil die Spannung nicht richtig aufgebaut wird, weil halt permanent irgendwas passiert. Grundsätzlich bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe des Buches. Die aufkommenden Nazibewegungen waren für mich schwer zu greifen. Hier kann man der Autorin allerdings keinen Vorwurf machen. Ihre Recherchearbeit hat sich ausführlich erledigt und schafft es die Stimmung der Zeit gut einzufangen und wiederzugeben. Ein paar weniger Charaktere, ein paar weniger überflüssige Handlungselemente und nach dem ersten großen Knall das Buch vielleicht einfach ausklingen lassen, hätte dem Ganzen durchaus gut getan. So wirkt es einfach nicht rund.

Von Flusshexen und Meerjungfrauen

Die Handlung: Eine Märchenanthologie rund um das Thema Wasser. Von Adaptionen der kleinen Meerjungfrau, über japanische Kappas, bis zu gewaltigen Wasserdrachen. Hier ist einfach alles vertreten.

Meine Meinung: Dies war meine erste Märchenanthologie aus dem Drachenmond-Verlag, aber bestimmt nicht meine letzte. Herausgeber Christian Handel versammelt einige mir bekannte Autoren, aber auch mir (noch) völlig unbekannte. Dabei hatte jeder seine ganz eigene Herangehensweise an das Thema Wasser. Wenn es hier etwas gab, dann Abwechslung. Und auch, wenn mir nicht jede Geschichte zugesagt hat, so waren es eben doch Kurzgeschichten, so dass man nie lange in einer Geschichte „festhing“. Auf jeden Fall ein guter Weg, um neue Autoren zu entdecken, und einfach Abwechslungsreich in verschiedene Märchen abzudriften. Die bisher erschienen Märchenanthologien dürfen bestimmt auch bald bei mir einziehen.

Habt ihr eins oder mehrere der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?

*Der Tod ist ein Tänzer wurde mir von Jellybook im Zusammenarbeit mit dem Verlag im Rahmen einer Testleseaktion kostenfrei zu Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag daher als Werbung!

Hello Spring

Ein Vorwort

Frühling ist meine liebste Jahreszeit. Wenn die Tage endlich wieder länger werden, die Sonne öfter scheint, die ersten Blumen aus der Erde kriechen und einfach alles langsam wieder besser wird. Doch während ich im Sommer meine Sommerlektüren brauche, im Winter eher mal zu einem Krimi oder Thriller greife und im Herbst für den Oktober meine Monsterwochen vorbereite, habe ich für den Frühling keine festen Vorlieben. Doch manchmal kommt es vor, dass ich einen Film/eine Serie schaue oder zu einem Buch greife und mir denke: Das passt wunderbar zu meiner Frühlingsfreude. Und genau darum soll es heute gehen! Tatsächlich ist der gemeinsame Nenner dieses Jahr wohl der Tee, aber lasst euch überraschen!

Filmfabelhafte Frühlingsgefühle: Tea with the Dames

Quelle

Die Handlung: Eileen Atkins, Judi Dench, Joan Plowright und Maggie Smith sind alle Schauspielerinnen, die schon ein paar Jährchen in der Branche sind. Doch sie eint noch eine weitere Sache: Sie alle haben den Ritterschlag der Queen erhalten und haben nun den Titel ‚Dame‘. Einmal im Jahr treffen sich die Dames zum Tee, um über alles Mögliche zu quatschen. Diesmal ist ein Kamerateam dabei.

Meine Meinung: Wer so viele Jahre in der Filmbranche dabei ist, wie diese Damen, hat durchaus Geschichten zu erzählen. Dabei kommt so einiges informatives, aber auch unterhaltsames bei raus. Die Gespräche werden ein bisschen gelenkt, in dem immer mal wieder Fragen vom Kamerateam eingeworfen werden. Größtenteils reden die Damen aber sehr frei. Es gibt Geschichten über ihre Anfänge, Höhepunkte, Tiefpunkte, Arbeiten mit dem eigenen Mann und bei Maggie Smith und Judi Dench durften natürlich auch die Fragen zu den „Filmgroßprojekten“ Harry Potter und James Bond nicht fehlen. Das alles geschieht bei einer (oder vielleicht doch ein paar mehr) entspannter Tasse Tee. Dabei sind die Damen einfach grundsympathisch. Man muss sich allerdings auf die Atmosphäre und die Geschichten einlassen, sonst kann der Film schnell langweilig werden. Aber so fühlt es sich einfach nach einer netten Teestunde an. Daran kann auch der zwischendurch einsetzende Platzregen nichts ändern.

Serientastische Frühlingsgefühle: Nadiyas Backwelt

Die Handlung: Nadiya Hussain verzaubert wieder. Diesmal backt sie in jeder Größenordnung und hat dabei auch wieder allerlei nützliche Tipps. In jeder Folge wird zudem ein*e Bäcker*in aus Großbritannien vorgestellt, der/die herausragende Dinge kreiert.

Meine Meinung: Aufmerksam geworden bin ich auf Nadiya durch ihre erste Netflixserie „Foodhacks mit Nadiya Hussain“, in der es darum ging, mit möglichst wenig Aufwand tolle Gerichte zu zaubern. Dabei war vor allem ihr sonniges Gemüt und ihre ehrliche Art unglaublich erfrischend. In Nadiyas Backwelt gehen wir nun weg vom Kochen und hin zum Backen. Aber auch hier verzaubert sie wieder mit ihrer sympathischen Art. Im Vergleich zu anderen Koch- und Backsendungen geht es hier nicht darum, dass geübte Bäcker auch die schwierigsten Sachen ganz leicht aussehen lassen, sondern wirklich Tipps zu geben, damit auch dem Laien die gezeigten Sachen gelingen. Mir zaubern beide Serien immer ein Lächeln ins Gesicht und die angedeuteten Gartenpartys oder Picknicke, bei denen man dann die Kreationen präsentieren kann, macht mir viel Vorfreude auf den Frühling, wenn endlich alles blüht, oder direkt auf den Sommer.

Buchzauberhafte Frühlingsgefühle: Eine Leiche zum Tee

Die Handlung: Ashford-on-Sea ist ein beschauliches Küstenstädtchen in England. Doch beim alljährlichen Dorffest wird eine Leiche gefunden. Es ist ausgerechnet Amys verhasste Klavierlehrerin. Die Polizei geht von einem Unfall aus, doch Amys Tante Clarissa ist sich sicher, dass es Mord ist. So beruft sie ihren Buchclub ein, die stets für einen guten Krimi zu haben sind. Amy behagt das jedoch nicht, hat doch ihr heimlicher Schwarm Finn ein Motiv.

Meine Meinung: Krimis sind bei mir ähnlich heikel wie Thriller. Ich mag einfach keine Krimis mehr über einen gescheiterten Ermittler lesen. Keinen mehr mit Alkoholproblemen, der in irgendeiner Abwärtsspirale gefangen ist. Dafür doch lieber eine schöne Agatha Christie Geschichte mit einem etwas schrulligen Poirot. Alexandra Fischer-Hunold schafft es hier genau diesen Tonfall zu treffen. Und die Protagonistin Amy oder auch ihre Tante Clarissa sind zum Glück alles andere, als typische Krimiermittler. So hat die Geschichte einen wunderbar locker leichten Erzählstil, sympathische Charaktere und durch das Setting und dem Café von Tante Clarissa bei mir instant Fernweh ausgelöst. Es war irgendwo ein Buch zum dahinträumen, aber eben auch ein spannender Krimi. Grundsätzlich sollte man mit Amy als sehr junge Protagonistin warm werden, denn sie hat eben einen sehr anderen Blickwinkel auf vieles und so kommt halt auch immer wieder ihre Schwärmerei für Finn durch. Ich mochte diesen Aspekt sehr, aber wer junge Protagonisten nicht mag, findet hier wahrscheinlich nicht die gesuchte Erfüllung. Vielleicht schaffe ich es ja die Fortsetzung in einem Großbritannienurlaub zu lesen – je nach Situation da draußen. Oder ich nutze sie, um mich weiter in die Ferne zu träumen.

Was sind eure Frühlingshighlights? Machen euch bestimmte Dinge im Frühling glücklich?

Klima – Deine Zeit läuft ab

Ein Vorwort

Thriller und ich haben eine sehr lange Geschichte. Ich habe sie sehr lange geliebt, dann bin ich sehr lange überhaupt nicht mehr an sie herangekommen und inzwischen wage ich mich ab und an mal wieder an einen, bin aber stets auf eine Enttäuschung gefasst. Neulich trudelte eine E-Mail vom Goldmann Verlag ein, in der ihr neuer Thriller angepriesen wurde. Und weil mich das Thema angesprochen habe, durfte es auch direkt bei mir einziehen.

Die Handlung

Fünf Anschläge wurden in den USA verübt. Alle Ziele haben eins gemeinsam: Sie schaden im großen Stil der Umwelt. „Green Man“, wie er genannt wird, will anscheinend auf Umweltverschmutzung und den Klimawandel aufmerksam machen, aber seine Anschläge haben auch zivile Opfer. Tom Smith ist neu beim FBI und in der Green Man-Taskforce eingeteilt. Während er Hinweise findet, die andere übersehen haben, kämpft er aber auch mit seinem Gewissen. Will er den Mann aufhalten, der vielleicht die Welt retten könnte?

Meine Meinung

Auch wenn es gerne ignoriert oder gar verleugnet wird, aber unser Klima ist im Wandel. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch die Literatur abseits des Sachbuchs damit befasst. Und tatsächlich war es gerade die Prämisse, die mich zu diesem Buch greifen ließ. Denn die durchgehende Frage des Buches ist: Heiligt der Zweck die Mittel? Green Man hat das Ziel auf die Bedrohung hinzuweisen und sorgt dafür, dass ein Umdenken statt findet. Wenn er ein Ziel ausgewählt hat, wird hinterher wesentlich mehr darüber diskutiert, ob man es wieder so aufbauen und weiterführen sollte, oder ob es neue Regulierungen gibt. So weit, so positiv. Aber rechtfertigt das die Toten? Arbeiter, die einfach nur einen Arbeitsplatz brauchen oder sogar Außenstehende, die einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren.
Klima wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Während hier am Anfang bei manchen noch nicht ganz klar ist, wie sie in die Handlung passen, sind es vor allem zwei, die sehr spannend sind. Zum einen Tom Smith beim FBI, der direkt an der Suche beteiligt ist, und zum anderen Green Man selbst. Man erfährt also praktisch immer, was Green Man macht und dann wie das FBI die Brotkrumen auseinander nimmt und welche Hinweise sie daraus ziehen. Hier ist es gerade die Abwechslung und die Brotkrumenjagd, die das Buch wunderbar spannend macht.
Der Schreibstil von David Klaas ist sehr unaufgeregt und flüssig zu lesen. Durch vergleichsweise kurze Kapitel mit Perspektivenwechsel, bleibt man immer dran und es fällt schwer, dass Buch aus der Hand zu legen.
Im Prinzip habe ich nur zwei kleinere Kritikpukte an diesem Buch. Zum einen fehlt mir ein wenig die Diskussion. Zwar wird ab und an und auch aus mehreren Blickwinkeln erwähnt, ob der Charakter mit Green Mans Vorgehen konform geht bzw. inwieweit. Aber es wird sich nie genauer damit auseinander gesetzt. Die Geschichte funktioniert auch so, aber es hat mir halt gefehlt. Zum anderen geht es in dem Buch stets um die großen Gesten. Aber die kleinen werden vergessen. Wir reden von Umweltverschmutzung und Klimawandel und dennoch trinkt Green Man aus einem Einmalbecher? Im Prinzip wird hier die gesamte Schuld lediglich bei den großen Unternehmen gesucht und verschwiegen, was jeder Einzelne machen kann. Grundsätzlich finde ich auch, dass die großen Umweltsünder am schnellsten etwas bessern können, aber das es in einem Buch, das sich explizit mit der Thematik auseinader setzt, über diese Kleinigkeiten einfach hinwegsieht, ist schade.
Aber wie gesagt, dies sind nur Kleinigkeiten, die dem hohen Spannungsgrad keinen Abbruch tun. Mit knapp über 400 Seiten hat Klima eine gute Länge und lässt sich innerhalb weniger Tage weglesen. Ab einem gewissen Punkt fiel es mir zunehmend schwer, dass Buch überhaupt noch aus der Hand zu legen.

Das Fazit

Klima ist ein spannender und packender Thriller mit spannender Ausgangsprämisse. Durch wechselnde Erzählperspektiven ist man bei allen Seiten direkt dabei und kann sich so seine ganz eigene Meinung bilden. Große Leseempfehlung für Thrillerfans oder wer einen Einstieg ins Thrillergenre sucht.

Klima – Deine Zeit läuft ab ist ab heute in allen Buchhandlungen erhältlich

Klima wurde mir von Goldmann als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

PS: Ich habe vom Goldmann-Verlag noch ein zweites Exemplar erhalten. Dies werde ich auf meiner Instragramseite verlosen. Schaut doch gerne mal vorbei! Einfach auf Instragram nach  shalima_dreams_on suchen oder den folgenden QR-Code nutzen.

Rückblick auf den Februar 2021

Hat man schon sonst immer das Gefühl, dass die Monate nur so dahinfliegen, ist es beim Februar noch einmal besonders schlimm. Kaum habe ich einen Monatsrückblick getippt, steht gefühl schon wieder der neue an. Und dennoch habe ich einige Sachen gesehen/gelesen. Welche das waren, werde ich euch heute im bekannten Format vorstellen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Wiederholungstäter waren diesmal: Hamilton (ist wirklich noch jemand überrascht?) und To all the boys I loved before (in Vorbereitung auf die Folgeteile)

Das Dilemma mit den sozialen Medien: Wir sind doch alle täglich auf den sozialen Medien unterwegs. Doch wie kontrollieren uns diese? Warum kommen wir nicht davon los? Und was für Daten werden gesammelt? – Diese Netflix-Dokumentation spricht mit einigen Fachleuten, die teilweise hohe Posten bei den social media Firmen hatten. Mitunter ganz schön erschreckend, was da so alles bei raus kam.

Cast away: Der erste Film meiner 21 für 2021 Filmliste! Chuck Noland arbeitet für UPS. Bei einem Flug, stürzt die Maschine ab. Als einziger Überlebender landet er auf einer einsamen Insel und muss nun ums Überleben kämpfen. – Survivalfilm mit einem sehr starken Tom Hanks. Besonders schön ist, dass der Film bis zum Ende ausgespielt wird.

To all the boys: PS: I still love you: Der zweite Teil der Reihe befasst sich mit Lara Jeans letztem noch offenen Brief an John Ambrose, dem sie zufällig beim Praktikum begegnet. Gleichzeitig hadert sie mit der Beliebtheit ihres Freundes Peter. – Ein toller zweiter Teil, der sich dem sympathischen ersten Teil anschließt. Lediglich die Handlung wirkt stellenweise etwas zu konstruiert, aber trotzdem hat er mir gut gefallen.

To all the boys: Always and Forever: Der letzte Teil der Reihe befasst sich mit dem Abschlussjahr von Lara-Jean. Es folgen Highlights, wie der Abschlussball und die Hochzeit ihres Dads, aber es stehen auch schwierige Entscheidungen bevor. – Ein runder letzter Teil, der zwar sehr etappenlastig die Handlungsabschnitte abarbeitet, aber die Reihe zu einem guten Ende bringt.

Clue: Der Film basieren auf dem Brettspiel Cluedo. In einer stürmischen Nacht wurden mehrere Personen in ein alten Herrenhaus eingeladen. Alle vereint etwas: Das Mordmotiv. Und tatsächlich gibt es kurz darauf die erste Leiche. – Man sollte den Film nicht zu ernst nehmen, dann macht er nämlich eine Menge Spaß. Ein bisschen cringe und trashig, aber dennoch gut für Fans von Murdermysteries geeignet.

Die Scheinhochzeit: Heiraten ist nicht nur ganz schön teuer, sondern bringt auch ganz schön viel Geld ein. Als Jennifer und Vince bei einer Hochzeit aufeinander treffen, können sie sich absolut nicht ausstehen. Aber eins eint beide: Sie brauchen Geld und das schnell. Also planen sie eine Schein-Hochzeit, um Geschenke und Geld abzugreifen. – Witzige Rom-Com für zwischendurch. Handlung war sehr vorhersehbar, Charaktere größtenteils sympathisch, so ein typischer Film zum abschalten.

Mindscape: John Washington ist ein Detektiv, der sich in die Gedanken von Zeugen einklinken kann. Sein aktueller Auftrag führt ihn ins Haus Green, wo er nachforschen soll, was der Tochter Anna passiert ist. Doch hier ist nichts so, wie es scheint. – Ein spannender Thriller mit ganz neuem Ansatz. Sehr gut gespielt von Mark Strong und Taissa Farmiga.

Tea with the Dames: Einmal im Jahr treffen sich die Dames Judy Dench, Maggie Smith, Eileen Atkins und Joan Plowright zum Plaudern und Teetrinken. Diesmal war ein Kamerateam mit dabei. – Der Film ist genau das. Die vier Dames trinken Tee und plaudern. Hinter der Kamera gibt es noch einen Stichwortgeber, wenn das Gespräch mal ins Stocken gerät. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht, wer sich auf die Stimmung einlässt, erlebt eine gemütliche Teerunde.

Expedition Atlantis: Regisseur James Cameron und Archäologe Simcha Jacobovici begeben sich auf Spurensuche, um das Geheimnis von Platons Atlantis zu lösen. – Eine spannende Dokumentation über eine Spurensuche mit vielen tollen Ansätzen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte hier auf jeden Fall mal reingucken.

Die Flut – Okavango unter Wasser: Eine Dokumentation über das Okavango-Delta in Botswana und wie die alljährliche Flut das Leben dort beeinflusst. – Eine sehr schöne Dokumentation. Ist bei Disney+ nur mit englischer Tonspur verfügbar, aber die Erzählstimme ist sehr schön und gefiel mir sehr gut.

Wettkampf der Raubkatzen: In dieser Dokumentation treten Löwen, Tiger und Geparden in vier Disziplinen gegeneinander an. Natürlich alles ganz harmlos und unter Zoobedingungen. – Für mich als Katzen und vorallem als Raubkatzenfan ganz nett zu sehen, wirklich viel neues und lehrreiches erfährt man hier allerdings nicht.

Die verschollenen Inseln: Wir verfolgen ein Forscherteam zu den abgelegenen Pitcairn Inseln und erleben eine nahezu unberührte Unterwasserwelt. – Spannende Dokumentation über nahe unberührte Inseln und deren Unterwasserwelt. Schön zu sehen, dass es sowas wohl doch noch gibt.

Wonder Woman 1984: Knapp 60 Jahre nach dem ersten Film, treffen wir Diana Prince, die noch immer zwischen ihren Leben als Anthropologin und ihrem Dasein als Wonder Woman hin- und herspringt. Doch ein neues Artefakt wirbelt einiges durcheinander. – Unpopular Opinion: Der erste Wonder Woman Film war nicht gut. Umso mehr hat mir jetzt der zweite gefallen.

Serien – ein etwas ausführlicherer Rückblick

Ashley Garcia – Staffel 2 & Weihnachtsspecial (Meinetwegen auch Ausgabe 2, weil es an sich nur eine Staffel gibt. Leider endet sie mit Cliffhanger, aber bis dahin hat sie mir wieder gut gefallen)

Gargoyles – Staffel 2 (Ich habe eine weitere Staffel einer Kindheitsserie von mir geschafft! Ich mochte die ewig lange Geschichte um Avalon nicht, aber danach ging es wieder)

The Chef Show – Staffel 1 Ausgabe 2 (Können wir bitte wieder anfangen, dass einfach Staffel zu nennen und nicht eine Staffel in mehrere Ausgaben unterteilen? Ansonsten hatte ich wieder viel Spaß Jon Favreau und Ron Choi haben wieder lecker aussehende Sachen gekocht, aber leider so aufwendig, dass ich sie wohl nie nachkochen werde)

Bonding – Staffel 1-2 (Eine Serie über Bondage und eine junge Studentin, die nebenbei als Domina arbeitet. Grundsätzlich als Komödie verpackt, greift sie jedoch wichtige Themen auf und schafft es sehr Vorurteils- und Klischeebefreit an das Thema ranzugehen.

Dark – Staffel 3 (Ich habe endlich Dark beendet und nach ein paar vielen Fragezeichen zwischendurch, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Ende)

Austin & Ally – Staffel 4 (Serienfinale bei Austin & Ally. Handlung war am Anfang ein bisschen erzwungen und das Ende hat mir nicht gefallen, aber immerhin wurde noch der Cliffhanger von Staffel 3 aufgelöst.)

Mysterious Mermaids – Staffel 1 (Auch wenn der deutsche Titel etwas anderes vermuten lässt, ist „Sirens“ eine spannende Geschichte, die Sirenen und den Klimawandel in den USA ankommen lässt.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 6+2 (=nicht in der Wortwertung)
Seiten gesamt: 1.906
Seiten pro Tag: 68 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 4
Hörspiel: 2

Ich bin Linus: Linus Giese ist Trans. Seine Geschichte und viele Vorschläge zum Abbau von Vorurteilen präsentiert er in diesem Buch. – Lest dieses Buch. Respektiert andere Menschen. #TransMännersindMänner

Schwanenfeuer – Der Fluch der sechs Prinzessinen 1: Der Jäger Ayden hat nur einen Auftrag: Er soll einen Vogel für den König schießen. Er kann sein Glück kaum fassen, als er einen Schwan findet, bis sich dieser in Estelle verwandelt, die nach einem Fluch tagsüber ein Schwan ist. – Eine schöne Interpretation des Schwansees, mit sehr holprigen und konstruiertem Anfang. Nach den Startschwierigkeiten wird aber noch eine solide Geschichte draus.

Becoming Elektra: In einer nicht allzufernen Zukunft gibt es die Möglichkeit Klone von sich anfertigen zu lassen. So ist Isabel ein Klon für Elektra Hamilton, die allerdings bei einem Unfall verstarb. Elektras Familie macht ihr ein folgenschweres Angebot: Sie soll zu Elektra werden und die arrangierte Ehe mit Phillip von Halmen eingehen. – Ein sehr spannendes  und sehr fesselndes Buch mit einer spannenden Zukunftsaussicht. Absolute Leseempfehlung!

Eine Leiche zum Tee: Ashford-on-Sea ist eigentlich ein verträumtes kleines Küstenstädtchen. Bis sich ein Mord ereignet. Amy und ihre Tante sind sich sicher, dass es kein Selbstmord war und fangen selbstständig an zu ermitteln. – Ein weiteres Highlight! Eine süße Geschichte, tolle Charaktere und das Setting hat absolutes Fernweh in mir ausgelöst!

Das Haus an der Düne: Hercule Poirot und Captain Hastings machen eigentlich gerade Urlaub an der englischen Riviera, als sie auf Nick Buckley treffen, die bereits dreimal knapp dem Tod entkam. Poirot ist sofort Feuer und Flamme und will den Fall lösen, ehe es zum ersten Mord kommt. – Ein weiterer Poirotroman ist gelesen. Er gefiel mir ein bisschen weniger gut, als Der Blaue Express, hatte aber trotzdem eine spannende Geschichte und ein verblüffendes Ende.

Goldene Flammen – Grishaverse 1: Alina ist eine Kartografin in der ersten Armee des Zaren von Ravka. Bei der Durchquerung der Ödsee, kommt es zu einem Angriff. Als Alina ihren besten Freund beschützt, setzt sie ungeahnte Kräfte frei und findet sich kurz darauf in der Ausbildung zur Grisha wieder. – Ich habe so viel gutes über die Buchreihe gehört, dass ich sie auch mal ausprobieren musste. Da Netflix nun bereits an einer Serie dazu bastelt, wurde es höchste Zeit, um sie noch unvoreingenommen zu lesen. Und ich muss sagen, sie hat mir gut gefallen. Lediglich der etwas vorhersehbare Plotttwist war mir persönlich zu platt. Aber hey, es gibt ja noch zwei Bände.

Rufus T. Feuerflieg – Folge 1-5: Die Anwaltskanzlei von Rufus T. Feuerflieg ist keine gewöhnliche. Denn hier werden allerlei magische und übernatürliche Wesen vertreten. Da wächst schonmal ein Urwald im Büro, ein Poltergeist taucht auf oder ein Werwolf steht vor der Tür. Aber Herr Feuerflieg hat natürlich immer alles unter Kontrolle, wenn auch auf eine sehr chaotische Art. – Eine absolut spaßige Hörspielreihe, die einfach absolut meinen Humor trifft.

Die Windsängerin – Folge 1-2: Ryan Kenrick ist Schriftsteller und reist 1921 nach dem Tod seiner Frau zur Inspirationssuche nach Haddington Island. mit dabei sind sein langjähriger Freund Dan Gusbird und sein Hausmädchen Olivia. Doch die Einwohner der Insel benehmen sich merkwürdig abweisend. Als dann auch noch eine seltsame Muschelverkäuferin und eine geheimnisvolle Windsängerin auftauchen, sind die drei schon mitten drin in einem rätselhaften Abenteuer. – Wer Lust auf ein spannendes Mysteryhörspiel hat, mit tollen Charakteren, tollen Stimmen und einer Geschichte, die einen komplett zu fesseln weiß, der sollte unbedingt mal in Die Windsängerin reinhören.

Was waren eure Highlights im Februar?