Le Mans 66

Ein Vorwort

Ich kann ja mit vielen Sportarten nichts anfangen. Aber mit dem Autosport wohl mit am wenigsten. Ich weiß nicht, wie man es spannend finden kann, wenn Autos stundenlang im Kreis fahren. Umso skeptischer war ich bei diesem Film, der sich mit dem 24-Stunden von Le Mans befasst. Allerdings war ich dann doch irgendwo neugierig, was es mit dem Disput zwischen Ford und Ferrari auf sich hat. Warum mich der Film dann auf mehreren Ebenen begeistern konnte, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Der ehemalige Rennfahrer Carroll Shelby (Matt Damon) wird von Ford beauftragt ein Auto zu bauen, das Ferrari beim Le Mans Rennen schlagen kann. Während Shelby dafür seinen Freund Ken Miles (Christian Bale) als Fahrer hinzuholt, hat Fords Marketingteam andere Fahrer im Sinn.

Meine Meinung

Le Mans 66 heißt im englischen Ford v Ferrari. Eine Kombination aus beiden Titeln beschreibt den Film fast perfekt. Denn hier werden mehrere Handlungsstränge parallel erzählt. Zum einen geht es um das gescheiterte Marketingteam, das den Untergang Fords verhindern soll, zum anderen um die Freunde Shelby und Miles, die von Ford angeworben werden, um das Rennauto zu bauen, das Ferarri schlagen kann.
Arbeiten wir ausnahmsweise mal zuerst die Kritikpunkte ab. Da wäre zum einen die Darstellung bestimmter Mitglieder des Marketingteams. Die absolute Klischeedarstellung gerade von Leo Beebe (Josh Lucas) und die damit einhergehende Darstellung des Standart-Bösewichts stört irgendwo die Erzählstruktur, die eigentlich eine Abstufung verschiedener Grautöne beinhaltet, statt der klassichen Schwarz-Weiß Einteilung. Doch hier sieht man Lucas Spiel sofort an, was er ist, wie er denkt und worauf es hinauslaufen wird. Der zweite Kritikpunkt ist eine gewisse Vorhersehbarkeit der Handlung. Gewiss sind hier viele Elemente, die man so nicht erahnen kann, aber gerade am Ende kommen doch einige Elemente zusammen, wo man genau wusste, was passieren wird, auch wenn man nicht vorhersehen konnte, wie sie passieren.
Allerdings muss man sagen, dass diese Kritikpunkte tatsächlich Meckern auf hohem Niveau sind. Denn Le Mans 66 ist vor allem eins: absolut mitreißend. Einen Großteil trägt dazu wohl die Kameraarbeit bei, die abwechslungsreich und doch immer mittem im Geschehen ist. Tatsächlich gibt es keine einzige Einstellung bei einem der Rennen, die einfach nur die Rennstrecke aus der Vogelperspektive zeigt. Stattdessen wird zwischen Gaspedal, Umdrehungsanzeigt, Fahrer und allen anderen Beteiligten hin und her geschnitten, ohne jedoch dabei Hektik zu erzeugen.
Ein weiterer Aspekt, der Le Mans 66 so mitreißend macht, ist die Konzentration auf mehrere Handlungsaspekte und Personengruppen. So gibt es die Geschichte rund um Carroll Shelby, der einst ebenfalls Rennfahrer war, aber aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste und nun sein Geld mit dem Bau von Rennautos verdient. Neben ihm bekommt aber auch sein Team eine wichtige Bedeutung. Allgemein wird hier Teamgeist groß geschrieben. Daneben gibt es Ken Miles, der etwas exzentrisch ist, aber sowohl als Rennfahrer als auch als Rennautobauer großartiges leistet. Durch  seine Art stößt er immer wieder Leute vor den Kopf und macht sich nicht gerade beliebt, ist aber durch sein Know-How eigentlich unersetzlich. Mit dazu gehört auch seine Frau und sein Sohn, die die menschliche Seite der Außenstehenden mit hineinbringen. Gerade, wenn die beiden die Rennen im Radio hören oder im Fernsehen anschauen, bekommt man als Außenstehender seinen eigenen Platz im Film. Dann gibt es das Marketing-Team von Ford, das aus der Not heraus in den Motorsport drängt und sich sogleich eine Schlappe von Ferarri einfängt. Hier haben wir praktisch Dr. Jekyll und Mr. Hyde in Form von Jon Bernthal und Josh Lucas. Ford II. darf natürlich nicht fehlen, ist hier aber eher ein Spielball des Marketing-Teams.
Das Zusammenspiel dieser Aspekte sorgt dafür, dass man trotz einer Länge von 153 Minuten bis zum Schluss wie gefesselt an seinem Sitz klebt und selbst bei halbwegs vorhersehbaren Vorrennen mitjubelt. Abgesehen von den Rennen, gibt es natürlich eine Menge Vorgeschichte, aber selbst die wird durch die absolut gelungenen Schauspielleistungen vor allem von Damon und Bale getragen. Bis auf den Mittelteil, der sich ganz leicht zu ziehen anfängt, auch wenn hier keine Szene überflüssig erscheint, ist keine Minute zäh, stattdessen fliegt die Zeit praktisch davon.

Das Fazit

Le Mans 66 schafft es selbst den größten Autorennenmuffel abzuholen und mitzureißen. Durch die Verteilung der Handlung auf mehrere Gruppen, wird der Zuschauer stark miteingebunden. Bis auf zwei kleine Kritikpunkte kann der Film einfach nur begeistern. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Le Mans 66 läuft seit dem 14.11.2019 in den deutschen Kinos.

Rückblick auf den November

Willkommen in der Adventszeit. Der November ist vorbei, der Dezember hat sich jedoch ebenso regnerisch vorgestellt. Die ersten Türchen sind bereits geöffnet und noch etwas steht bevor: die Jahresrückblicke. Denn mit dem abgelaufenem November ist auch mein mediales Jahr wieder vorbei. Doch zunächst geht es erst einmal wieder ganz klassisch um den November und meinen Medienkonsum in diesem.

Sneak Preview

Zombieland 2 – Doppelt hält besser: 10 Jahre nach dem spontanen Erfolg der Zombiekomödie, sind die beliebten Charaktere zurück. Alle sind älter geworden und auch die Zombies sind neue Herausforderungen. Dabei schafft er es wieder einfach nur gute Laune zu versprühen, wobei diesmal auch die Nebencharaktere einen wichtigen Teil zu beitragen.

Official Secrets: Whisteblower-Drama mit Keira Knightley über Katharine Gun. Spoilert sich leider selbst am Anfang und kommt nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus, auch wenn gerade durch den hervorragenden Cast deutlich mehr Potential da war.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Scary Stories to tell in the dark: versucht sich an einer Mischung aus Gänsehaut und Es, kann mit beiden, was die Szenenartigen Monstererscheinungen angeht auch mithalten, hält dieses Niveau aber nicht über die Rahmenhandlung und verpasst gerade am Ende die Rundung.

Last Christmas: Auch dieses Jahr gibt es wohl kein Herumkommen um den Song. Doch in diesem charmanten, aber doch ehrlichen Film, der weit mehr ist als nur eine Liebesgeschichte, bekommt er eine ganz neue Bedeutung.

Die Eiskönigin II: Sechs Jahre sind seit dem ersten Film vergangen. Der Merchandiseansturm hat nie abgenommen. Und nun bringt uns Disney den zweiten Teil, der irgendwo erwachsener ist, aber immer genau dann krankt, wenn er sich zu sehr am ersten Teil orientiert. Sobald er sein eigenes Ding macht, funktioniert er sehr gut.

Le Mans 66: Der Film, der die Geschichte hinter dem Duell zwischen Ford und Ferrari erzählt, die im 24 Stunden Rennen von Le Mans gipfelt. Trotz Überlänge schafft er es durch umheimlich gelungene Kameraarbeit und faszinierende Charaktere auch den letzten Automuffel abzuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche: Fast pünktlich zu Halloween lief dieser Klassiker bei mir. Mit der gelungenen Mischung aus Drama, „Grusel“ und Humor konnte er mich auch beim x-ten Mal sehen wieder begeistern.

Mit dem Herz durch die Wand: Diese süße Liebesgeschichte aus Frankreich hatte ich eigentlich schon lange auf dem Schirm, konnte sie aber nun endlich mal Sehen. Und habe mich sofort in den Film verliebt. Die Geschichte selbst ist eher unscheinbar, hat aber ein ganz großes Herz. Zwei Sonderlinge ziehen nebeneinander ein, getrennt nur durch eine ganz dünne Wand, so dass sie alles vom Nachbarn hören können.

No Man’s Land: Gesehen für meine filmische Weltreise, erzählt der Film von einem Konflikt mitten im Balkan-Krieg, der große Kritik am Krieg selbst, am Einsatz der UN und den Journalisten übt.

Brittany runs a marathon: Ein Amazon Original, das glücklicherweise kurz nach Kinostart bereits zum Streamen bereit stand, war für mich ebenfalls ein großes Highlight. Die Geschichte von Brittany, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und deren Arzt ihr sagt, dass sie dringend abnehmen müsse, berührt auf so vielen Ebenen und schafft es mehr als nur die Geschichte einer Dicken zu erzählen, die versucht abzunehmen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Report: Ein Senatsmitarbeiter deckt die Folterungen der USA nach den Anschlägen vom 11. September auf. Nun versuchen er und andere Abgeordnete diese zu veröffentlichen, während CIA und weißes Haus alles versuchen diese zu vertuschen.

Doctor Sleep: Da habe ich extra die Buchvorlage im Sommer gelesen, um auf den Filmstart von der Shining-Fortsetzung vorbereitet zu sein und dann zeigt mein Kino lieber die Eiskönigin sechs Mal am Tag…

Nicht auf die Liste geschafft, aber dennoch relativ interessant klangen folgende Filme: Lara, Midway, Booksmart, My Zoe, The Irishman, der Leuchtturm, Hustlers, The Good Liar

Serien – ein kurzer Überblick

Im November kam die Zwischenstaffel von Queer Eye, die diesmal ausschließlich in Japan gedreht wurde. Leider war sie noch einmal kürzer, als die eigentlichen Staffeln, aber brachte neben den Glücksgefühlen durch die Vibes der Fab 5 auch noch einen schönen Einblick in die Denkweise der Japaner. Beim Fresh Prince of Bel Air ging es mit der vierten Staffel weiter. Leider führte die Neubesetzung von Tante Vivian auch zu einem kompletten Charakteraustausch. Ich bin von dieser Änderung wenig überzeugt. Bones ging in die inzwischen 11. Staffel. Während die einzelnen Fälle weiterhin interessant sind, merkt man, dass in der Charakterentwicklung eigentlich bereits alles Geschehen ist, weswegen sie zu immer drastischeren Mitteln greifen müssen. Neu lief die Miniserie Catherine The Great, die mich nicht abholen konnte. Helen Mirren ist eine begnadete Schauspielerin, nur leider nicht in dieser Serie. Hier ist sie merkwürdigerweise total fehl besetzt. Auch Jason Clarke mag so gar nicht in die Rolle eines russischen Offiziers passen und bei beiden zusammen fehlt jegliche Chemie. Leider ist die Serie dadurch eher enttäuschend. Dann gab es noch etwas Neues aus dem Comedy Bereich. Tiffany Haddish präsentiert ihre ganz eigene Auswahl an Comedians in They’re ready. Und tatsächlich tauchen hier Künstler auf, die man sonst wohl nur in den USA erleben dürfte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1.219
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
E-Book: 2

Sinful Royalty: Der letzte Band der Reihe von Meghan March konnte mich ebenso noch einmal komplett anfixen. Die Reihe zählt definitv zu meinem Jahreshighlight.

Quarterback Crush: Wohingegen mich dieser Versuch einer Liebes-Erotik-Geschichte einfach nur enttäuscht hat. Die Geschichte ist absolut vorhersehbar, hat fürchterliche klischeehafte Charaktere, eine absolut nervige Protagonistin und leider hilft auch der Schreibstil nicht sonderlich weiter. Ich habe dann von den weiteren Teilen erst einmal Abstand genommen.

20.000 Meilen unter dem Meer: Ein neuer Haken auf meiner Klassiker-Liste der Schande. Von Jules Verne kannte ich bereits Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, die ich wesentlich besser fand. Denn irgendwo wartet man bei der Fahrt mit Kapitän Nemo immer auf das eigentliche Highlight, das sich aber nicht einstellen mag. So wird man auf über 600 Seiten kreuz und quer durch die Weltmeere gejagt, erfährt aber abgesehen von der Klassifizierungen von Fischarten nichts.

Die Addams Family

Ein Vorwort

1964-1966 als Fernsehserie, 1991 als Spielfilm, mit zwei Fortsetzungen 1993 und 1998. Was fehlte noch? Genau eine Musicalversion (2009), die in den USA in Chicago uraufgeführt wurde. Aber was wirklich noch fehlte war wohl die animierte Version. Und die durfte dieses Jahr im Kino bewundert werden. Dabei handelt es sich um ein Reboot, das die Geschichte der Addams noch einmal ganz neu erzählt.

Die Handlung

Morticia und Gomez Addams sind frisch verheiratet, als sie von den Dorfbewohnern mit Fackeln und Mistgabeln vertrieben werden. Auf der Suche nach einem Platz, an dem sie endlich bleiben können finden sie eine ehemalige Irrenanstalt in New Jersey. Der letzte verbliebene Insasse Lurch wird gleich als Butler verpflichtet. Dort ziehen sie ihre Kinder Wednesday und Pugsley groß, zusammen mit dem eiskalten Händchen und Onkel Fester. Doch nach vielen Jahren in Abgeschiedenheit und Frieden, zieht die TV-Architektin Margeaux eine ganze Stadt nach ihrem Vorbild auf. Leider ist das Anwesen der Addams für sie absolut fehl am Platz.

Meine Meinung

Zum Zeitpunkt der Sichtung des Films war ich noch ein absolut unbeschriebenes Blatt, was die Addams Family anging. Erst im Nachgang habe ich mir den Film von 1991 einmal angesehen. So ließ ich mich also ganz unvoreingenommen auf den Film ein.
Dabei ist die Handlung zwar schon irgendwo neu, in groben Zügen spielt sie aber mit Altbekanntem. Auch die Mitglieder der Familie waren mir zuvor unbekannt. Aber gerade die stets gelangweilt wirkende Wednesday hatte es mir bereits im Trailer angetan. Tatsächlich sind es letztendlich auch ihre One-Liner, die eine gesunde Portion Humor mit reinbringen.
Darüber hinaus ist Die Addams Family vor allem das, was sie auf keinen Fall sein wollen: Durchschnitt. Die Handlung ist zwar geprägt von interessanten und auch neuen Charakteren und so einige Anspielungen auf die alten Filme mag es wohl auch geben, schafft es aber nicht sich wirklich von der Konkurrenz abzuheben. Der Konflikt zwischen unheimlicher Familie und Dorfbewohner wird hier zwar durch die Architektenstadt ein wenig modernisiert, bleibt aber trotzdem vorhersehbar. Auch verkörpert die Architektin Margeaux so ziemlich jedes Klischee einer nach vorne hin übertrieben freundlich wirkenden Bösewichtin. Manch einer mag in ihrer Frisur, ihren Wahn gegen alles Fremdartige und ihrer Verbreitung von Gerüchten (Fake News) glatt eine Anspielung auf Trump sehen. Wirklich politisch ist der Film jedoch nicht.
Die Mitglieder der Addams Family sind ihren Vorbildern nachempfunden, auch wenn ein paar Abweichungen vorgenommen wurden. So orientiert sich Wednesday eher an den Originalzeichnungen des Schöpfers (1938). Die Charakterentwicklungen sind hier eher auf die der beiden Kinder ausgelegt, gerade Wedneyday macht mehrere Phasen durch, da sie endlich die Freiheit hat auch in die Schule zu gehen.
Selbst die Animation kann sich nicht wirklich hervortun. Die 3D Animation von Universal erinnert als vergleichbare Filme, wie zuletzt die Hotel Transsilvanien Reihe. Während die gesamte Atmosphäre deutlich entgruselt wurde und so wohl auch versucht ein jüngeres Publikum anzusprechen, wurde versucht mehr auf die Kontraste der Familie und der restlichen Welt einzugehen und gerade auch durch das Zusammentreffen der Familie auf Smartphones und Social Media ein gewisses Gagpotential zu generieren. Leider wird hier vieles auf der Strecke gelassen, auch wenn sich der Film bemüht lustig zu sein. Allerdings sind dann die besten Gags doch wieder im Trailer verbraten worden.
So hangelt sich der Film von Klischee zu Vorhersebarem zu Gezwungenem. Letztendlich ist ihm das nicht einmal schlecht gelungen und beim ersten Ansehen hat man durchaus auch seinen Spaß. Allerdings bleibt er damit weit hinter dem Bekannten Niveau vergleichbarer Filme und ist dem Durchschnittszuschauer bereits nach kurzer Zeit nicht mehr geläufig.

Das Fazit

Die Addams Family bleibt in allem Belangen beim Durchschnitt, versucht sich zwar durch ein paar gelungene Gags zu retten, kann sich aber nicht hervortun. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Die Addams Family läuft seit dem 24.10.2019 in den deutschen Kinos

Die Eiskönigin II

Ein Vorwort

Die Eiskönigin oder im englischen Original Frozen? „Davon habe ich ja noch nie etwas gehört“, dürfte wohl kaum jemand sagen können. Denn seit der erste Teil 2013 in den Kinos erschien und sich zum absoluten Hit mauserte – ich sag nur Oscargewinn, weltweit erfolreichster Animationsfilm und ein Soundtrack, der sich drei Jahre lang in den deutschen Albumcharts halten konnte – ist das Merchandise aus den Kinderzimmern und vor allem aus den Kaufhallen nicht mehr wegzudenken. So ist es wohl wenig verwunderlich, dass der zweite Teil der erfolgreichste Animationsfilm im Vorverkauf und am Starttag ist.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

Das Königreich Arendelle hat zwei Prinzessinen. Während die impulsive Anna gar nicht genug Spaß haben kann, hat die ältere Schwester Elsa mit magischen Kräften zu kämpfen, die sie Eis erzeugen lässt. Bei einem Unfall in der Kindheit verletzt Elsa Anna beim spielen mit ihrer Magie. Während Annas Erinnerung gelöscht wird, verschanzt sich Elsa fortan in ihrem Zimmer, da sie Angst hat, jemanden weh zu tun. Als ihre Eltern zu einer Reise aufbrechen und nicht wieder kommen, wird Elsa auf einmal Königin. Für die Krönungszeremonie reisen viele Gäste anderer Königreiche an. Anna verliebt sich Hals über Kopf in den charmanten Prinz Hans von den südlichen Inseln. Während der Krönungsfeier kommt es zu einem Zwischenfall in dessen Folge Elsas Magie auffliegt und diese flieht. Anna versucht ihr zu folgen und findet Unterstürtzung im Eisblockhauer Kritstoff und dessen Rentier Sven. Auf der Suche finden sie den Schneemann Olaf, den Elsa auf ihrer Flucht erschaffen hat und der sehnsüchtig vom Sommer träumt. Elsa hat sich inzwischen einen Eispalast erschaffen und sich selbst in der Einsamkeit neu erfunden („Let it go“). Als Anna Elsa findet, haben die beiden einen Schritt, weil Elsa nicht zurückkehren will, da sie Angst über die Unkontrollierbarkeit ihrer Kräfte hat. Im Streit trifft Anna ein Eisblitz ins Herz. Kristoff flieht mit ihr zu seinen Freunden, den Trollen. Diese sagen ihm, dass nur die wahre Liebe Anna noch retten kann. In der Hoffnung, dass Anna diese Liebe bei Hans findet, bringt Kristoff sie zum Schloss zurück. Hans hat inzwischen mit dem Herzog von Pitzbühl Elsas Eispalast gefunden und schaffen es sie zu überwältigen. Während Elsa im Kerker gefangen gehalten wird, enthüllt Hans Anna sein wahres Gesicht. Da er durch zwölf ältere Brüder auf den südlichen Inseln keinen Thronanspruch hat, wollte er diesen durch eine Heirat mit Anna herstellen. Nun überlässt er sie ihrem Schicksal und erzählt dem Volk von Arendelle, dass Anna Tod sei, aber ihm im Sterben noch das Eheversprechen gab. Als erste Tat verurteilt er Elsa zum Tode. Während Elsa sich befreien konnte und vor Hans flieht, hilft Olaf Anna und versucht sie zu Kristoff zu bringen, der sich heimlich in Anna verliebt hat. Doch statt sich retten zu lassen, rettet Anna Elsa vor Hans. Durch diese Tat aus Liebe rettet sich Anna selbst. Die beiden Schwestern räumen zusammen das entstandene Chaos auf.

Die Handlung

Elsa, Anna, Kristoff, Sven und Olaf leben glücklich zusammen im Arendeller Schloss. Als Elsa eine Stimme hört, sie sie ruft, die die anderen aber nicht hören, kehrt ihre Unsicherheit zurück. Kurz darauf erwachsen Naturgeister und verscheuchen alle Bewohner Arendelles aus der Stadt. Elsa wird von den Trollen hinter den Nebel, der ein verlassenes Land einkreist, von dem ihr Vater in früheren Gute-Nacht-Geschichten erzählt hat, geschickt. Anna, Olaf, Kristoff und Sven beschließen sie zu begleiten.

Meine Meinung

Die Eiskönigin II hat ein schwieriges Erbe anzutreten. Denn während zwischen der Fortsetzung von Berhard und Bianca noch 13 Jahre lagen und Ralph reichts seinen zweiten Kinofilm zwar auch nach sechs Jahren bekam, aber bei weitem nicht so einen großen Hype aufgebaut hat, hat der dritte Film der Disney-Meisterwerkreihe mit einer Kinofortsetzung in den Begeisterungsstürmen nie abgebaut. Schon vorab wurde gemunkelt, mit welchem Lied der ewige Ohrwurm „Lass jetzt los“ (im Original Let it go) nun abgelöst werden soll.
So gerät auch gerade der Anfang sehr holprig. Es wird versucht die Charaktere wieder neu vorzustellen und ihre aktuellen Sorgen einzubringen. Mit einem schmissigen „So wird’s immer sein“ wird versucht dies zusammen zu fassen, doch so richtig will die Melodie nicht funktionieren. Auch der neue Titelsong „Wo noch niemand war“ (Im Original Into the Unknown) wird sehr früh eingebracht, hat zwar nach mehrmaligem Hören auch seinen eigenen Charakter, was aber eher die norwegische Sängerin Aurora mit ihrem „Ruf“ schafft. Erst nach circa der Hälfte des Songs schafft er es einen wirklich mitzureißen und stinkt damit gegen ein „Ich lass los“ ziemlich ab – auch wenn das offizielle Cover von Panic at the Disco richtig Laune macht. Erst nachdem die Freunde zu ihrem Abenteuer aufgebrochen sind, scheint die Handlung richtig in Schwung zu kommen. Fernab von Arendelle lernen wir neue Charaktere kennen, decken eine uralte Fehde auf und kämpfen mit den Freunden gegen die Naturgeister. Allerdings wird es hier zunächst erst einmal stiller, was die Lieder angeht. Lediglich Olaf kriegt sein „Wenn ich erst groß bin“ (im Original When I am older), was wohl die Neuinterpretation von „Im Sommer“ aus dem ersten Teil sein soll. Im letzten Drittel folgen dann noch drei weitere Lieder, wobei mir „Zeige dich“ (im Original Show Yourself) als Titelsong besser gefallen hätte – allerdings verrät er auch schon einiges von der Handlung.
Die Aufklärung des Ganzen ist dann zwar doch sehr vorhersehbar und sehr einfach gelöst, doch dafür konsequent und mit einer gelungenen kritischen Haltung.
Weite Teile der Handlung erinnern an Pocahontas, da die „zivilisierten“ Arendeller auf ein „wildes“ Volk treffen. Dennoch werden genug neue und eigene Elemente eingebaut, um sich von dem Bekannten abzuheben. Die Charaktere dürfen sich hier schön weiterentwickeln, auch wenn Olafs Entwicklung ein wenig gezwungen wirkt. Denn während er als Sidekick mit den coolen und herzerwärmenden Sprüchen weiterhin super funktioniert, allein in der Szene, in der er die Geschehnisse des ersten Teils nacherzählt, ist so wunderbar umgesetzt, dass man auf dem Boden liegen möchte vor Lachen, ist sein neuer Herzenswunsch irgendwann Erwachsen zu werden eher uninspiriert. Während er im ersten Teil als Schneemann noch vom Sommer träumte, was wie ein unmöglicher Wunsch schien, ist Erwachsen werden irgendwie langweilig. Hier wirkt auch sein Lied sehr gezwungen, um ihn einfach irgendetwas singen zu lassen.
Die beste Szene jedoch hatte Kristoff. Während ich noch befürchte, dass Disney sein Lied „Verlassen im Wald“ (Im Original Lost in the Woods) durchaus ernst meinte, ist die Inszenierung so übertrieben und voller Klischees, dass ich buchstäblich auf dem Boden vor Lachen lag. Ob dies gewollt war, wage ich jedoch zu bezweifeln.
Optisch orientiert sich der zweite Teil am ersten und kann erneut mit einer wunderschönen und detailreichen Landschaft punkten. Auch  die Charaktere sind wie gewohnt animiert und weisen eine hohe Qualität auf.
Zusammenfassen ist zu sagen, dass die Eiskönigin 2 auf einem hohen Niveau agiert. Optisch ein Augenschmaus, Charakterentwicklung bis auf eine Ausnahme gelungen. Ein kleiner Kritikpunkt ist die am Anfang und Ende etwas holprig geratene Handlung, die aber verzeihlich ist. Dafür grenzt sie sich auch genug vom ersten Teil ab. Zweiter kleiner Kritikpunkt sind die Anordnung der Lieder, die etwas blockweise wirkt. So werden am Anfang gleich drei Lieder hintereinander gebracht und auch am Ende treffen nochmal drei ziemlich nah aufeinander. Bei sieben Liedern bedeutet dies, dass zwischendurch nur ein Lied gespielt wird. Dies hätte besser verteilt werden können.
Auch schaffen es die Lieder zwar nach mehrfachem Hören zu Ohrwürmer zu werden, aber beim ersten Sehen wirken sie nicht so überwältigend, wie ein Let it go oder ein In Summer aus dem ersten Teil. Dafür hat mir zumindest das Lied „Zeige dich“ eine Gänsehaut verschafft – erwähnte ich, dass es mein Lieblingslied aus dem zweiten Teil ist? So schafft es der zweite Teil eine schöne Fortsetzung zu sein, auch wenn er nicht – wie vorher schon vermutet – gänzlich an den ersten Teil heranreicht.

Das Fazit

Die Eiskönigin II schafft es nicht das Niveau des ersten Teils zu halten, für sich betrachtet erzählt er aber eine schöne Geschichte, besticht durch seine Optik und kann bis auf ein paar kleinere Kritikpunkte am holprigen Start und Ende, sowie der Anordnung der Lieder doch überzeugen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Die Eiskönigin II läuft seit dem 20.11.2019 in den deutschen Kinos.

Neulich in der Sneak: Official Secrets

Ein Vorwort

Wenn man das Wort Whistleblow hört denkt man unweigerlich zunächst an Edward Snowden, der 2013 die NSA-Affäre auslöste. An den Namen Katharine Gun denken dabei wohl die wenigsten, wobei ihre Tat gar nicht mal so unwichtig ist. Mit den Details befasst sich Official Secrets. Wie der Film so performt, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

2003. Katharine Gun (Keira Knightley) arbeitet beim britischen GCHQ als Übersetzerin. Diese dem britischen Geheimdienst unterstehende Behörde erhält ein Memo von der NSA, in der sie angewiesen wird, UN-Abgeordnete einiger Länder abzuhören, die noch unentschlossen in der Irak-Krieg-Frage sind. Gun entdeckt das amerikanische Erpressungsmittel für den Krieg und leakt das Memo, in der Hoffnung damit den Krieg oder zumindest die britische Beteiligung verhindern zu können.

Meine Meinung

Official Secrets ist ein Film mit einer unheimlich spannenden Prämisse, die den Irak-Krieg bzw. dessen Ausrufung noch einmal aus einer völlig neuen Perspektive beleuchtet. Hinzu kommt, dass mit Keira Knightley, Matt Smith, Matthew Goode, Conleth Hill, Indira Varma, Rhys Ifans und last but not least Ralph Fiennes  ein absolut grandioser Cast zusammengesetzt wurde. Leider schafft er es nicht aus der Mittelmäßigkeit herauszukommen und irgendwo besonders hervorzustechen. Versuchen wir einmal die Gründe dafür näher zu beleuchten.
Zum einen spoilert die Handlung sich an vielen Stellen selbst. Ganz zu Anfang wird bereits gezeigt, wie Gun vor dem Gericht steht und sich verantworten muss. Damit steht die Möglichkeit, dass sie nicht entdeckt wird, schon gar nicht mehr zur Debatte. Dennoch bemüht er sich danach den uninformierten Zuschauer im Schnelllauf durch ein paar wenige Dialoge in die Hintergründe der UN-Abstimmung zum Irak-Krieg einzuweihen. Dies gelingt relativ gut – hilfreich war es aber trotzdem, dass in diesem Jahr mit Vice bereits die kritische Sicht der USA darauf dem Kino präsentiert wurde. Danach geht es relativ kurz um den eigentlichen Leak und wie der von statten ging. Während bei Snowden dieser Akt im fortgeschrittenen Teil des Films erst geschah, da Snowden mit Rückblenden arbeitete, war dort die Spannung noch einmal wesentlich größer. Im folgenden wird auf zwei Ebenen erzählt. Zum einen geht es um Katharines Reue, vor allem weil alle im GCHQ verhört werden und auch ihre Freunde alle unter Verdacht stehen, und wie sie versucht damit umzugehen. Zum anderen wird eine zweite Ebene eröffnet und es geht um die Zeitung „Observer“, bei der der Journalist Martin Bright (Matt Smith) das geleakte Dokument erhält und nun die Frage nach dessen Echtheit im Raum steht. Die Recherchearbeiten des Observer sind dann aber leider auch der einzig spannende Teil des Films. Hier ist interessant, wie verschiedene politische Motivationen mit hineinspielen und wie viele Bekanntschaften es benötigt, um die Echtheit zu überprüfen. Dabei bekommt der Observer mit Matt Smith zwar einen sehr talentierten Schauspieler, bleibt jedoch außerhalb der Recherchearbeit sehr blass.
In der zweiten Hälfte fällt die Handlung dann auch noch einmal deutlich ab. Hier geht es praktisch nur noch um Katharine, die den Krieg nicht verhindern konnte mit ihrem Leak, aber dennoch unter Anklage steht. Hier kommt das Anwaltsteam mit Ralph Fiennes ins Spiel. Leider steht es hier ähnlich wie um den Observer. Der Ansatz ist gut, der wichtige Charakter mit einem sehr talentierten Schauspieler besetzt, aber die Umsetzung bleibt blass und beinahe bedeutungslos.
So verbrät der Film letztendlich viel Potential in der Handlung, in den Charakteren und vorallem nutzt er nicht seinen grandiosen Cast. Zurück bleibt eine eigentlich interessante Geschichte, verpackt in einen uninteressanten Film, der mit 112 Minuten eigentlich eine gute Länge hat, daraus aber doch mehr hätte machen können.

Das Fazit

Official Secrets hatte den Cast und die Geschichte um einen spannenden Film über die Whisteblowerin Katharine Gun zu machen. Leider nutzt er die Elemente nicht und schafft es nicht aus der Mittelmäßigkeit herauszukommen. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Official Secrets läuft seit dem 21.11.2019 in den deutschen Kinos.

Scary Stories to tell in the dark

Ein Vorwort

Habt ihr euch auch als Kinder bei Klassenfahrten, Zeltlagern oder Ferienlagern nachts im Dunkeln Gruselgeschichten erzählt? Ja? Nun ich nicht. Ich saß bei den Kindern, die sich Witze erzählt haben und versuchten trotz Lachanfällen einzuschlafen. Und abgesehen von einer kurzen Phase als Jugendliche in der ich erstaunlich viele Horrorfilme gesehen habe, meide ich das Genre eigentlich weitgehend. Warum genau mich mein bester Freund nun doch wieder für den Besuch eines Horrorfilms, der hier im Kino auch nur um 23Uhr lief, überreden konnte, weiß ich nicht. Aber ich verrate euch in meiner Kritik, was Scary Stories to tell in the dark kann.

Die Handlung

1968. Stella (Zoe Colletti), Auggie (Gabriel Rush) und Chuck (Austin Zajur) ziehen zusammen an Halloween zu „Süßes oder Saures“ los. Unterwegs treffen sie Ramon (Michael Garza) und zu viert besuchen sie das Spukhaus, das einst der Familie Bellows gehört hat, die eine ihrer Töchter, Sarah, im Keller eingesperrt haben soll. Die Legende sagt, dass Sarah Bellows aus ihrem Verlies den Kindern in der Stadt Geschichten erzählt haben soll, und das die Kinder daraufhin verstarben. Stella, die total fasziniert von der Geschichte ist, finden Sarahs Geschichtenbuch und nimmt es kurzerhand mit. Doch nach und nach tauchen zusätzliche Geschichten auf. Und die Hauptcharaktere sind  lebende Personen, zumindest noch.

Meine Meinung

Scary Stories to tell in the dark verfolgt ein ähnliches Konzept, wie Gänsehaut aus dem Jahr 2015. Er greift die Kurzgeschichten von Autor Alvin Schwartz auf und kreiert eine Rahmenhandlung drum herum. Da ich die Bücher nicht gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob die Geschichte von Sarah Bellows auch auf einer Kurzgeschichte basiert oder eben diese für die Rahmenhandlung erfunden wurde. Mit der Einordnung der Handlung in der Vergangenheit versucht der Film auf den Nostalgiezug aufzuspringen, den Erfolgskonzepte, wie Es oder auch Stranger Things in letzter Zeit befeuert hat. Während diese jedoch (filmisch) in den 1980er Jahren angesiedelt sind, siedelt sich Scary Stories jedoch in den 1960er Jahren an. Die angesprochene Zielgruppe ist daher etwas ungenau definiert. Denn während sich die Geschichte der vier Freunde ähnlich wie Gänsehaut an ein eher jüngeres Publikum zu richten scheint, sind die Horrorelemente dann doch so präsent, dass es ein FSK 16 wurde. Die Generation, deren Nostalgie mit dem Setting der 1960er Jahre befeuert werden könnte, dürfte jedoch eher wenig Interesse am Film zeigen.
So ist die Rahmenhandlung eher durch kindlich-naive Dialoge geprägt. Auch fehlt die Gruppendynamik, die die Vorbilder Es und Stranger Things wunderbar etablieren konnten, da man über die meisten Charaktere nur ganz dünne Informationen erhält. Lediglich Stella kriegt ein wenig Hintergrundgeschichte und zu Ramon fallen zumindest ein paar erklärende Sätze, aber Auggie und Chuck sind dann eher Anhang.
Hingegen sind die eigentliche Stärke die erscheinenden Monster, die szenenartig auftauchen und so den Kurzgeschichtencharakter prägen. Diese sind wunderbar durchdacht und definitiv keine Standartmonster. In diesen Horroreinschüben wird praktisch die gesamte Atmosphäre des Films aufgebaut. Und die ist eindeutig gruselig. Auch wenn die Monster auf dem ersten Blick harmlos wirken, schafft es Regisseur André Øvredal durch gekonnte Kameraeinstellungen und dem Setting eine solche Spannung zu erzeugen, dass man sich förmlich in den Sitz krallen will. So ganz ohne Jumpscares kommt der Film dann aber doch nicht aus, was man ihm an dieser Stelle jedoch verzeihen mag, da er sie nicht anstatt einer Atmosphäre nutzt, sondern beide Elemente gekonnt verbindet.
Leider reichen die einzelnen Horrorszenen nicht aus, um den Film als Gesamtwerk zu retten. Gerade die Rahmenhandlung rund um das Spukhaus und die Geschichte mit Sarah Bellows gerät sehr stereotypisch. Zwar ist das große Geheimnis zunächst sehr spannend und hält den Zuschauer auch mit im Kino, da man die Auflösung wissen will. Doch gerade diese gerät dann so enttäuschend, da man hier nur noch auf die einfachste Lösung bedacht war, um den Film irgendwie zu Ende zu bringen. Das hat dem Film noch einmal so viel Charme genommen, dass es besonders bedauerlich ist, dass sich die Macher hier nicht einfach nochmal ein paar Minuten mehr Zeit genommen haben, um den Handlungsaufbau von ca. 90 Minuten auch richtig zu würdigen.

Das Fazit

Scary Stories to tell in the Dark versucht sich an einer Mischung aus Gänsehaut und Es, kann mit beiden, was die Szenenartigen Monstererscheinungen angeht auch mithalten, hält dieses Niveau aber nicht über die Rahmenhandlung und verpasst gerade am Ende die Rundung. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Scary Stories to tell in the Dark läuft seit dem 31.10.2019 in den deutschen Kinos.

Anime-Special: Penguin Highway

Ein Vorwort

Für alle Anime-Fans gibt es ab und an ein Anime-Special in meinem Stammkino (wahrscheinlich auch in anderen, aber da kenne ich die Spielpläne nicht). Normalerweise mache ich darum einen großen Bogen, da ich kein großer Anime-Fan bin. Ganz im Gegensatz zu meinem Lebensgefährten. Und so kam es, dass er, nachdem ich ihn bereits in das Anime-Special zu Your Name. begleitet hatte und er mir auch noch gefallen hatte, mich seitdem immer wieder zu überreden versucht. Diesmal sah er seine Chance wieder sehr gut, denn der Film trägt mein absolutes Lieblingstier im Namen. Und so sagte ich zu, ihn zu begleiten.

Die Handlung

Der viertklässler Aoyama wäre eigentlich gerne schon erwachsen. Seine Zeit vertreibt er sich mit Forschungen, die er akkribisch in Notizbüchern festhält. So ganz nebenbei schwärmt er für die Zahnarzthelferin, die er One-San nennt. Als in der ganzen Stadt auf einmal Pinguine auftauchen, muss er das natürlich sofort untersuchen.

Meine Meinung

Während Studio Ghibli auch den Anime-Neulingen ein Begriff sein dürfte mit Werken, wie Chihiros Reise ins Zauberland oder Prinzessin Mononoke, ist Studio Colorido ein eher unbekanntes Studio, was daran liegen dürfte, dass es auch noch nicht so lange existiert. Mit vier Filmen (laut Wikipedia) versucht das Studio aktuell noch Fuß zu fassen, neben den großen etablierten. Dies mag dem geübten Zuschauer noch in der Animation auffallen, im großen und ganzen ist dies aber kaum ersichtlich. Lediglich die sehr einfach Animation der Pinguine ist sehr auffällig, aber im Laufe des Filmes auch nicht weiter störend.
Den Film an sich zu beurteilen, fällt mir dann sehr schwer. Und das hat zwei Hauptgründe.
Zum einen die Handlung. Objektiv betrachtet ist die Handlung gut ausgearbeitet und beherrscht den Drahtseilakt zwischen realistischen Gedankengängen und Charakteren und dem fantastischen Einschlag. Subjektiv spiegelt für mich die Handlung aber genau das wider, was ich an Animefilmen nicht mag. Sicherlich in seinem eigenen Universum irgendwo logisch, ist die Handlung gerade dies für mich eben nicht. Ich kann die Gedankenwelt und Handlungen der einzelenen Charaktere nicht nachvollziehen und stehe so immer wieder vor einem „Häh?“-Moment und bräuchte jemanden, der neben mit sitzt und mir das Geschehene noch einmal Szene für Szene erklärt. Allerdings ist das Kino weder der passende Ort dafür, da man die anderen Zuschauer ja auch nicht stören will, noch konnte mir mein Lebensgefährte dies während des Films erklären, musste er auch erst auf die Auflösung am Ende warten. Und die Erklärungen im Nachgang haben mir dann auch nicht mehr wirklich geholfen, um den Film für mich positiver zu machen.
Zum anderen die Charaktere. Objektiv betrachtet sind die Charaktere gut charakterisiert, es wird sich Zeit genommen um sie und ihre Beweggründe vorzustellen und eben diese teilweise auch zu hinterfragen. Subjektiv betrachtet waren mir alle Charaktere unsympathisch. Am allermeisten leider der Protagonist Aoyama. Dass es hier um seine Coming-of-Age Geschichte geht, erschwert den Film für mich demnach noch einmal.
Grundsätzlich denke ich, dass der Film für Anime-Liebhaber gut funktionieren dürfte. Die Schwierigkeiten für mich sind nicht gleichbedeutend mit wirklichen Schwächen. Die Grundidee hinter dem Auftauchen der Pinguine mit der Verknüpfung des Prozesses des Erwachsenwerdens ist durchaus gelungen. Und selbst ich konnte mich beim Sehen zumindest an den Pinguinen erfreuen.

Das Fazit

Penguin Highway ist ein Anime, der für Fans des Genres duchaus funktionieren dürfte, mich persönlich aber nicht abholen konnte. Für alle neugierigen unter euch, die einen Anime abseits der großen etablierten Studios sucht, dürfte sich eine Sichtung von Penguin Highway durchaus lohnen.

Gemini Man

Ein Vorwort

Ang Lees Bandbreite als Regisseur ist wirklich erstaunlich. So kennt man seinen Namen wahrscheinlich am ehesten von den beiden Oscarprämierten Filmen „Brokeback Mountain“ und „Life of Pi“. Ebenfalls verfilmte er mit „Sinn und Sinnlichkeit“ ein Jane Austen Werk, zeigte mit Tiger und Dragons sein Können im Action Bereich und mit brachte mit Hulk eine Comicverfilmung in die Anfangszeiten der Comicverfilmungen, aber noch vor den großen Universen. Nun sollte es wieder ein Actionfilm werden. Das Hauptaugenmerk diesmal auf die Optik mit einer besonderen 3D-Variante. Was der Film darüber hinaus kann oder auch nicht kann, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Henry Brogan (Will Smith) ist der beste Schatfschütze und Auftragsmörder der DIA. Vor seinem Ruhestand nimmt er einen letzten Auftrag an, der sich jedoch als Falle entpuppt. Brogan muss nun fliehen und bekommt dabei Hilfe von Danny (Mary Elizabeth Winstead) und Baron (Benedict Wong), die ihn eigentlich überwachen sollten. Auf seiner Flucht begegnet er immer wieder einem ihm ebenbürtigen Gegner, der sich als jüngere Kopie seiner selbst herausstellt. Brogan will Antworten, wer einen Klon von ihm erstellt hat und warum dieser ihn nun töten soll.

Meine Meinung

Die Zeiten von Will Smith als Actiondarsteller schienen schon längst vorbei, liefen seine letzten Versuche nicht gerade auf Erfolg hinaus. So wandte er sich zuletzt eher Projekten zu, bei denen er seine Schauspielkünste beweisen wollte (Erschütternde Wahrheit/Verborgene Schönheit). Nun holte ihn Ang Lee gleich in doppelter Rolle zurück. Dabei merkt man Smith in den rasanten Szenen das Alter erst einmal gar nicht an.
Was man aber merkt, ist, dass Ang Lee sich mehr Gedanken um die Optik des Films gemacht hat, als um die Handlung. Dabei ist die Ausgangssituation mit Billy Ray (The Hunger Games, Captain Phillips, Vor ihren Augen), Darren Lemke (Shazam, Gänsehaut) und David Benioff (Game of Thrones – man vergesse hier die letzte Staffel) als Drehbuchautoren erst einmal gar nicht so schlecht. Und so ist gerade der Anfang von Gemini Man zwar etwas stereotypisch – Agent will aussteigen, Chance wird genutzt, um ihn als Sündenbock für einen vermasselten Auftrag zu nutzen, Agent kann fliehen, weil er besser ist als alle Einsatztruppen – aber mit Winstead und Wong als Sidekicks wird die Handlung gut aufgelockert und hätte auch einen neueren Einschlag einnehmen können. Aber sobald Junior, der Klon von Brogan, eingeführt wird, scheint sich der Film nur noch von Actionszene zu Actionszene zu hangeln und jede Tiefe wird hier schmerzlich vermisst. Irgendwo wird dann noch versucht die Ethik hinter dem Klonen zu diskutieren. Mehr als zwei Argumente auf jeder Seite werden dann aber doch nicht angeführt.
Was Gemini Man aber kann sind gelungene Actionszenen. Dabei treten logischerweise zwei ebenbürdige Gegner gegeneinander an, weil sie ja buchstäblich die gleichen Voraussetzungen haben. Auch wenn ein paar durchaus kürzer hätten sein dürfen oder die ein oder andere auch ganz weggelassen, funktioniert der Teil für einen Actionfilm grundsätzlich gut. Allerdings ist auch hier die Konkurrenz – man denke nur an Fallout oder John Wick – inzwischen doch noch einmal wesentlich besser geworden. So kann sich Gemini Man nicht einmal an dieser Stelle als etwas wirklich besonderes hervortun.
Das einzige einigermaßen revolutionäre ist die neue 3D Technik, die das 3D Erlebnis zwar deutlich verbessert, die Szenen aber auch teilweise wie im Schnellvorlauf wirken lässt. So ganz ausgereift ist die Technik also auch noch nicht. So kommt Gemini Man leider nicht aus der Mittelmäßigkeit heraus, auch wenn er beim erstmaligen Sehen noch durchaus Spaß macht. Aber für ein zweites Mal sehen, reicht es dann leider nicht.

Das Fazit

Gemini Man dümpelt mit einer mittelmäßigen Handlung vor sich hin und hangelt sich nur von Actionszene zu Actionszene, die trotz starker Bilder nicht mehr mit der starken Konkurrenz mithalten kann. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Gemini Man läuft seit dem 03.10.2019 in den deutschen Kinos.

Last Chrismas

Ein Vorwort

Und Ohrwurm in 3…2…1… Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away… Wer kennt es nicht, jedes Jahr wieder läuft der Song in Dauerschleife im Radio und allen Weihnachtsmärkten. Diesmal gibt es auch gleich noch einen Film mit dem Song im Titel. Inspiriert wurde der Film übrigens von genau diesem Lied. Auf dem Soundtrack befinden sich noch zwei weitere Wham! Stücke, sowie 12 Nummern aus George Michaels Solokarriere. Was der Film darüber hinaus kann und wie gut er tatsächlich in die Vorweihnachtszeit passt, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Kate (Emilia Clarke) arbeitet in einem Weihnachtsshop, der 365 Tage im Jahr geöffnet hat. Ihre mürrische Chefin „Santa“ (Michelle Yeoh) wirft ihr ständig vor ihre Fröhlichkeit in der letzten Weihnacht verloren zu haben. Und tatsächlich war Kate letzte Weihnachten sehr krank. Dies führte nicht nur zum Verwürfnis mit ihrer Familie, sondern auch zu einer Charakteränderung. Erst als Kate den attraktiven Tom (Henry Golding) kennenlernt, scheint sie sich wieder öffnen zu können.

Meine Meinung

Eigentlich versuche ich immer relativ unvoreingenommen in einen Film zu gehen oder zumindest nichts zu erwarten, damit ich eher überrascht als enttäuscht werde. Auch diesmal hoffte ich eigentlich eher auf eine interessante Liebesgeschichte mit zwei Schauspielern, die ich schätze, und die bereits im Trailer eine gute Chemie zu haben schienen, erwartete aber eher eine sehr routinehafte Liebesgeschichte, die man ja doch häufiger zu sehen bekommt. Wie falsch ich doch lag. Denn Last Christmas ist ein Film, der weit darüber hinaus geht. Also ja ich bekam meine Liebesgeschichte mit zwei Schauspielern, die ich auch weiterhin sehr schätze. Aber ich bekam auch so viel mehr.
Last Christmas greift die Themen Krankheit und den Umgang damit auf, nicht nur man selbst, sondern auch wie die Familie damit umgeht. Gleichzeitig geht es um das Thema Freundschaft, Nächstenliebe und die Akzeptanz des eigenen Körpers. All dies verwickelt der Film in eine Geschichte, die größtenteils fröhlich oder aber sarkastisch erzählt wird, da die Protagonistin nur noch diesen Tonfall zu kennen scheint. Dabei berührt der Film auch einige Themen nur oberflächlich, wie Flucht, Rassismus und die Emotionen des Brexits. So schafft der Film eine eher tiefgründige Aussage in einer lockeren Liebesfilmatmosphäre zu erzählen und entwickelt dabei einen Tiefgang, den man ihm nach dem Trailer niemals zugetraut hätte.
Dazu trägt das vielfältige Spiel von Emilia Clarke ebenso bei, wie das der anderen Charaktere. Sei es eine überfürsorgliche Emma Thompson als Mutter, eine gewohnt bissige Michelle Yeoh als Chefin oder eben Henry Golding als Zufallsdate.
Mit der Weihnachtsstimmung, da er irgendwo wohl auch als Weihnachtsfilm gedacht war, wird dann auch noch gespielt. Während der Weihnachtsshop eindeutig den übertriebenen Kitsch in der Weihnachtszeit widerspiegelt und überladene Häuserfassaden voller Weihnachtsdeko dazu nicht beitragen, schafft es dann die Kernaussage zum Thema Nächstenliebe doch noch die Quintessenz von Weihnachten einfließen zu lassen. Und keine Angst, der titelgebende Song ist zwar sehr präsent, aber gerne auch auf ironische Weise. So ganz ohne Ohrwurm verlässt man das Kino dann aber doch nicht.

Das Fazit

Last Christmas ist ein wunderbarer Liebesfilm, der sich jedoch mit so viel mehr befasst und neben dem wahren Gedanken von Weihnachten eine Menge guter Botschaften vermittelt. Dabei ist er überaus klischeefrei, außer er setzt diese gezielt ein. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Last Christmas läuft seit dem 14.11.2019 in den deutschen Kinos.

Neulich in der Sneak: Zombieland 2

Ein Vorwort

Nach 10 Jahren erhält der Überraschungsfilm aus dem Jahr 2009 nun eine Fortsetzung. Der Grundcast wurde wieder versammelt und scheint den gleichen Spaß wieder gehabt zu haben. Doch war 2009 noch eine Hochphase der Zombiefilme, die sich durch die gesamten ersten 10 Jahre der 2000er zog und 2010 in den Start der beliebten Serie „The Walking Dead“ gipfelte, scheint das Genre nun ausgelutscht, wenn nicht sogar tot zu sein. Kann da nun eine späte Fortsetzung noch funktionieren? Erfahrt es in meiner Kritik.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

Columbus (Jesse Eisenberg) lebt in einer Welt, in der ein Virus fast alle Menschen in Zombies verwandelt hat. Überlebt hat er bisher nur durch seine penibel aufgestellten Regeln im Umgang mit den Untoten. Auf der Suche nach seinen Eltern trifft er auf Tallahassee (Woody Harrelson), der großen Spaß am Jagen der Zombies hat und das ganze Land durchkämmt auf der Suche nach Twinkies. Zusammen zieht das ungleiche Team weiter und trifft auf die Schwestern Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin). Diese nehmen die Männer zunächst aus, um dann abzuhauen. Die beiden Gruppen treffen aber immer wieder aufeinander, bis die Männer die Damen am Ende aus einer ausweglosen Situation retten müssen. Von da an beschließen sie zusammen zu bleiben.

Die Handlung

Einige Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Teil beschließen die vier Zombieüberlebende Columbus (Jesse Eisenberg), Tallahassee (Woody Harrelson), Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) sesshaft zu werden und ziehen ins weiße Haus ein. Doch während Columbus und Wichita anscheinend das große Glück gefunden haben, wird Little Rock zunehmend unruhiger und fängt an sich selbst nach der großen Liebe zu sehnen. Als sie eines Tages wegläuft und auf den Hippie Berkeley (Avan Jogia) trifft, beschließen die anderen, ihr zu folgen. Dabei treffen sie auch auf einige andere Überlebende.

Meine Meinung

Eine gute Grundvoraussetzung für Fortsetzungen ist es ja inzwischen schon, wenn man wirklich den Originalcast wieder vereinen kann und nicht einen Charakter mit einem Nebensatz entschuldigen muss. Diese Hürde hat Zombieland 2 – Doppelt hält besser schon einmal genommen. Zwar sind die 10 Jahre, die zwischen den Filmen liegen, an keinem Darsteller spurlos vorbeigegangen, doch am auffälligsten dürfte es wohl bei Abigail Breslin sein, die die Little Rock spielt. Während sie im ersten Teil noch 13 Jahre alt war, sind es nun 23 Jahre. Doch genaue diese Wandlung nimmt sich der Film sogleich als Basis für seine erzählte Geschichte. So bekommen zwar alle Charaktere ihre gleichen Charakterzüge wieder zugeschrieben, aber dennoch wurden gut durchdachte Weiterentwicklungen bereits am Anfang eingeflochten. Während nämlich eine 13 Jährige, noch froh ist mit ihrer großen Schwester durchs Land zu ziehen, sucht eine 23 Jährige dann doch nach anderen Lebenszielen. Und genau diese Entwicklung wird dann für die Handlung gezielt eingesetzt.
Wie bereits im ersten Teil erzählt Zombieland 2 keine großartige tiefgreifende Geschichte, sondern beschränkt sich darauf das Zombiegenre zwar ernst zu nehmen, aber als Komödie umzusetzen. Auch hier ziehen sich Columbus Regeln als Leitfaden durch den Film. Hinzugefügt werden einige Nebencharaktere, die mal einen größeren, mal einen kleineren Auftritt haben. Und genau die sind es, die auch Zombieland 2 wieder den gewissen Charme verleihen. Denn auch, wenn die vier Hauptcharaktere bereits in ihrer Unterschiedlichkeit für Konfliktpotential sorgen, sind es gerade die Nebencharaktere, die neuen Schwung in die Geschichte bringen. Sei es nun das pink liebende Blondchen, das Zombiejägerpaar oder die Elvis liebende Schönheit.
So ist Zombieland 2 vielleicht kein Meilenstein in der Filmgeschichte, aber dennoch ein Film, der erneut frischen Wind in das Zombiegenre bringt und durch gezielt eingesetzten Witz eine Menge Spaß macht. Dabei wird nicht jedes Wort oder jede Entscheidung ins lächerliche gezogen und auch die Zombie-Apokalypse wird durchaus ernst genommen und die Zombies auch als wirkliche Bedrohung dargestellt, dennoch handelt es sich eher um einen gute-Laune-Film mit großem Actionanteil.

Das Fazit

Zombieland 2 – Doppelt hält besser schafft es auch nach 10 Jahren noch eine gute Fortsetzung zu sein, der die wichtigsten Elemente des ersten Teils aufgreift und sich doch weiterentwickelt. Mit einem sympathischen Hauptcast, einem gelungenem Nebencast, viel angebrachtem Witz, durchdachter Action und mitreißender Dialoge schafft es der Film gute Laune zu versprühen. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Zombieland 2 – Doppelt hält besser läuft seit dem 07.11.2019 in den deutschen Kinos.