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Über Shalima Moon

Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.

Disney+ Original: Rot

Ein Vorwort

Seit dem Launch von Disney+ bringen Disney und Pixar nicht nur regelmäßig Kinofilme gleichzeitig auf der Plattform raus, sondern eben auch Originals. Nachdem im letzten Sommer Luca für Wellen sorgte, befasst sich Pixar diesmal in Rot mit der Pubertät. Was dies mit einem roten Panda zu tun hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Meilin Lee ist 13 und während sie in der Schule ein klassischer Teenager ist und mit ihren Freundinnen für eine angesagte Boyband schwärmt, ist sie zu Hause die absolute Vorzeigetochter. Doch bei einem starken Emotionsausbruch verwandelt sie sich auf einmal in einen roten Panda. Laut ihrer Mutter ist das ein Familienfluch und sie kann das bei einer Zeremonie beim nächsten roten Mond beseitigen. Solange soll sie sich isolieren. Doch als Meilin merkt, dass ihre Freundinnen sie beruhigen können, versucht sie ihren Alltag zu normalisieren. Vor allem, weil ein Konzert der Boyband ansteht.

Meine Meinung

Pixar und ich sind so eine Sache. Gesehen habe ich die meisten Filme (außer die Toy Story Reihe, da mich die nie interessiert hat), wirklich gemocht die wenigsten. Außer Findet Nemo, Alles steht Kopf und Coco konnte mich kein Pixarfilm wirklich begeistern und doch versuche ich es immer wieder. Versteht mich nicht falsch. Ich mag einige Pixarfilme (okay, einige auch wirklich gar nicht), aber die meisten kommen für mich nicht über die „Ganz nett einmal gesehen zu haben“ Schiene hinaus. So leider auch wieder bei Rot passiert.
Aber fangen wir vorne an. Sich grundsätzlich mal mit Teenagern und den Problemen auseinander zu setzen, fand ich schon längst an der Zeit. Gerade die Parallele zwischen körperlichen Veränderungen, wie der Menstruation, und der Heimsuchung durch den roten Panda fand ich gut gewählt. Auch die Abgrenzung zwischen Freundeskreis und Elternhaus war gut nachvollziehbar, auch wenn Meilins Mutter schon eine sehr überzeichnete Helikoptermutter war. Und genau hier setzt bei mir das erste Problem an. Denn gerade durch diese Überzeichnung und den sehr krassen Unterschied zwischen der Meilin in der Schule und bei ihren Freundinnen und der Meilin zu Hause fehlte mir von Anfang an die Wärme, um in die Handlung richtig hineingesogen zu werden. Stattdessen blieb ich eher auf Abstand.
Das ändert sich auch im folgenden leider nicht, auch wenn hier die Handlung zumindest durch ein paar witzige Einfälle aufgelockert wird. Leider war auch die Handlung bis auf wenige Ausnahmen sehr vorhersehbar, vor allem das Desaster, was einen gegen Ende erwartet, war irgendwo abzusehen. Und grundsätzlich ist es auch nicht schlimm, wenn eine Handlung vorhersehbar ist, sofern sie es mit einem ganz eigenen Charme tut oder man trotzdem in dem Film versinken kann. Aber genau das fehlt hier alles.
Unnahebare Charaktere treffen auf vorhersehbare Handlung. Und so schön die Metaphern doch ausfallen und so positiv die Botschaft am Ende ist, so zäh ist der Weg dahin.

Das Fazit

Rot bietet eine gute Grundidee, die leider lieblos und vorhersehbar abgehandelt wird, ohne Nähe zum Publikum aufzubauen. Ein zäher Weg bis zur positiven Botschaft am Ende. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Rot ist seit dem 11.03.2022 auf Disney + verfügbar

Little Women – Buch & Film

Ein Vorwort

Little Women stand seit der Kinosichtung der Neuverfilmung im Jahr 2020 auf meiner Klassiker/Liste der Schande. Nachdem ich mir im letzten Jahr endlich die wunderschöne Neuauflage aus dem Coppenrath Verlag gegönnt habe, stand sie nun dieses Jahr auf meiner 22 für 2022 Liste. Nun habe ich sie endlich gelesen und möchte euch beide Versionen nochmal im Vergleich vorstellen.

Die Handlung

Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Familie March lässt sich jedoch nicht unterkriegen und räumt durch ein starkes Familienbündnis viele Hindernisse aus dem Weg.

Das Buch

Little Women ist in zwei Bücher aufgeteilt, wobei die erste Hälfte eher die Kindheit bzw. Jugend behandelt und der zweite den „erwachseneren“ Part. Da die vier Schwester natürlich unterschiedlich alt sind, ist die Grenze da fließend. Episodenartig werden in den einzelnen Kapiteln Alltagsgeschichten erzählt, die zusammengesehen die Charaktere weiter entwickeln. Dabei gibt es spannendere und weniger spannende Geschichten. Generell hat die erste Hälfte die schöneren Geschichten, aber auch die zweite bietet noch einige schöne Entwicklungen.
Vor allem vom Ende war ich positiv überrascht, da es sich in der Entwicklung vom Film unterscheidet, auch wenn bei beiden der Grundgedanke der Gleiche ist. Aber hier waren einige Entscheidungen wesentlich nachvollziehbarer, da sich hier mit mehr Details befasst wurde, wo der Film keine Zeit mehr für hatte.
Besonders hervorheben möchte ich noch die Neuausgabe des Coppenrath Verlags, da diese wunderschön gestaltet ist. Für den doch sehr stolzen Preis bekommt man farbige Innenillustrationen und eingelegte Specials, wie Briefe, Postkarten oder geschichtliche Hintergrundinformationen. Das erschwert zwar ein wenig das Lesen, da diese gerne einmal herausfallen.

Der Film

Eine etwas ausführlichere Kritik habe ich in Vorbereitung auf die Oscar Verleihung 2020 bereits geschrieben. Diese findet ihr hier. Im Folgenden möchte ich eher auf den Film im Vergleich zum Buch eingehen.

Beim ersten Mal sehen fand ich Little Women einfach nur schön. Herrlich reduziert, unaufgeregt und an den starken Charakteren entlang hangelnd. Nachdem ich den Film nun nach Beendigung des Buches noch einmal gesehen habe, komme ich zu dem Schluss, dass dies immer noch der Fall ist, doch ich bewundere, wie elegant die doch sehr episodenartigen Geschichten des Buches in eine flüssige Handlung gepackt wurde.
Wie schon oben beschrieben ist die zweite Hälfte und gerade das Ende der Teil, der sich am meisten unterscheidet. Dabei ist das ziemlich schade, weil so tatsächlich etwas künstliches Drama aufgebaut wurde und gerade die Filmentscheidungs Lauries (aus Spoilergründen definiere ich die nicht genauer) ist überhaupt nicht nachvollziehbar, während sich im Buch dafür genügend Zeit genommen wird. Dass das Ende geändert wurde, ist schon eher nachvollziehbar, bekommt man das Buchende ja doch irgendwie geliefert, nur noch mit einer zusätzlichen Botschaft dahinter.
Generell wird die erste Hälfte eher in Rückblenden erzählt, und der zweite Teil scheint die Haupthandlung einzunehmen. Das funktioniert aber gerade für den Film sehr gut, weil sich so die einzelnen Geschichten wesentlich besser einfließen lassen.

Das Fazit

Little Women funktioniert auf unterschiedliche Art, aber es immer sympathisch sowohl in Film als auch in Buchform. Während der Film gut geeignet ist für eine angenehme kurze Auszeit, bietet das Buch kleine Geschichten für kurzes Entschwinden vom Alltag.

Queer Eye – Germany

Ein Vorwort

Seit inzwischen fünf Staffeln gibt es die Makeover-Serie mit den Fab Five in den USA. Für eine zusätzliche Staffel reisten sie nach Japan und arbeiteten dort mit Dolmetscher*innen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Nun stand die Frage im Raum, ob es solche Specials auch noch mit anderen Ländern geben würden. Netflix beantwortete diese wohl vorerst mit Nein, doch die deutschen Fans bekamen schnell eine Alternative: Ein ganz neues Team. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Fab Five Germany sind Ayan, Aljosha, Leni, Jan-Henrik und David. Jede Folge reisen sie in eine andere Stadt und überraschen eine nominierte Person, deren Leben innerhalb einer Woche auf Vordermann gebracht wird. Dabei ist das oberste Ziel ein positives Lebensgefühl zu vermitteln.

Meine Meinung

Ein deutscher Ableger meiner absoluten Lieblingsserie? Das konnte entweder sehr cool oder eine absolute Vollkatastrophe werden. Dennoch versuchte ich völlig wertfrei an die Sache zu gehen und dem neuen Team eine Chance zu geben.
Umso gespannter war ich auf die Vorstellung des neuen Teams bestehnend aus Leni (Life), Ayan (Design), Aljosha (Health), David (Beauty) und Jan-Henrik (Fashion), womit die bisherigen Bereiche größtenteils übernommen wurden. Vom Design, dem Aufbau und dem Ablauf wurde sich stark ans Vorbild gehalten. Was vielleicht etwas kontraproduktiv war, denn gerade in der ersten Folge merkt man, wie die neuen Fab Five eher so wirken, als würden sie auswendiggelernte Phrasen aufsagen. Aktionen, die helfen sollen, um Kandidat 1 aufzulockern, wirken hölzern und wie zu sehr gewollt. So war ich nach der ersten Folge sehr ernüchtert, waren doch meine Befürchtungen irgendwo bestätigt.
Doch zum Glück hab ich der Serie weiterhin eine Chance gegeben, denn schon ab Folge 2 sind die Anfangsprobleme zwar nicht komplett weg, aber das Team geht weg von den vorgeschriebene Phrasen und findet ihre eigene Dynamik, wodurch sie wunderbar zusammen funktionieren. Natürlich muss man sich auch hier immer noch bewusst machen, dass die neuen Fab Five nicht die alten ersetzen oder widerspiegeln, sondern eigene Persönlichkeiten sind.  Und gerade das macht den Reiz auch die Serie weiter zu gucken aus.
Weil, was beide Serien eint, ist die wunderbare Herzlichkeit und das Verständnis, mit dem auf jede Lebenssituation reagiert wird. Und das ist auch hier ab Folge 2 in jeder Pore zu spüren. Ab da macht es einfach Spaß den Fabs zuzuschauen und ich konnte mich einfach von Folge zu Folge treiben lassen. Da war es am Ende schade, dass nach fünf Folgen schon wieder Schluss war.
Natürlich gibt es auch hier die Charaktere mit denen ich schneller warm geworden bin und welche, bei denen ich länger gebraucht habe. Gerade bei Jan-Henrik habe ich sehr lange gebraucht, um mit ihm warm zu werden. Aber irgendwann kriegen sie einen alle.

Das Fazit

Queer Eye – Germany braucht eine Folge, um sich zu finden und die eigenen Persönlichkeiten in den Vordergrund zu stellen, anstatt die Phrasen aus dem Original zu übernehmen. Danach überzeugt auch der Ableger mit Wärme, Herzlichkeit und einzigartigen Charakteren.

Osterspecial – Dreierlei tierischstarke Filme zum Wohlfühlen

Bisher hatte ich auf diesem Blog eher weniger Osterspecial als eher welche zum Frühling. Doch dieses Jahr wollte es dafür einfach nicht so richtig passen. Stattdessen gibt es diesmal drei Filme, die gute Laune verbreiten und mindestens eine*n tierische starke Begleiter*in haben. Ich wünsche euch viel Spaß.

Aristocats

Die Handlung: Duchess und ihre drei Katzenkinder Marie, Toulouse und Berlios leben glücklich und zufrieden bei einer alten Dame im Herzen Paris. Doch als der Butler Edgar hört, dass die Dame ihr Erbe nicht an ihn, sondern an ihre Katzen eintragen lässt, beschließt er die Katzen in einer Nacht und Nebelaktion verschwinden zu lassen. Dabei kommt es zu einer Auseinandersetzung mit zwei Hunden, weswegen er das Körbchen verliert. Die Katzen treffen auf den Straßenkater Thomas O’Malley, der sich mit ihnen auf den Weg nach Hause macht.

Ein paar Worte: Aristocats ist einer meiner liebsten Filme von Disney. Zum einen geht es um Katzen und als Katzenbesitzerin schlägt mein Herz für diese Tiere sehr hoch. Zum anderen ist die Handlung größtenteils sehr unaufgeregt. Die Charaktere sind größtenteils einfach sehr liebevoll, auch wenn es trotzdem die kleinen Streitereien untereinander gibt. Ansonsten ist der Film auch einfach sehr witzig, durch die vielen verschiedenen Charaktere. Und natürlich gibt es die Ohrwurmverdächtigen und für Disney typischen Lieder.

Mia und der weiße Löwe

Die Handlung: Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. 

Ein paar Worte: Auch wenn die Handlung des Films sehr schlicht ist, macht ihn das nicht weniger gut. Den der Fokus liegt hier auf der einmaligen Freundschaft zwischen Mia und dem weißen Löwenbaby. Dabei gibt es viele herzerwärmende Momente, aber auch die Probleme werden dargestellt. Zusammen mit einigen wirklich schönen Landschaftsaufnahmen, ist es ein schöner Film für zwischendurch mit ganz viel Herz für Tiere. Doch auch ein paar ernstere Themen werden mit angesprochen, fügen sich aber in die restliche Handlung gut ein, so dass es doch größtenteils bei dem Feelgood-Film bleibt.

Kikis kleiner Lieferservice

Die Handlung: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. 

Ein paar Worte: Wohl der unaufgeregste Studio Ghibli Film, den ich bisher gesehen habe und wohl bisher mein liebster. Tierischer Star ist hier wohl Kater Jiji, der Kiki bei ihrem Abenteuer begleitet und für sie da ist. Dabei sind die Charaktere sehr liebevoll, man begleitet Kiki episodenartig auf ihren Abenteuern. Jiji ist die meiste Zeit mit dabei, darf aber auch ab einem gewissen Punkt eine eigene Handlungslinie bekommen. Einfach ein schöner Film für Zwischendurch zum Wegträumen.

Was sind eure tierstarken Filme zum Wegträumen?

Morbius

Ein Vorwort

Obwohl die beiden Venom Filme nicht sonderlich erfolgreich waren und von Kritiker*innen eher zerrissen wurden, hält Sony am Spider-Man Universum fest, in dem sie Antagonisten der Spider-Man Comics nehmen und ihnen eigene Filme geben. Nun stand Morbius bevor, der wegen der Pandemie mehrfach verschoben wurde. Der Trailer sah nur milde vielversprechend aus, die ersten Rückmeldungen waren sehr negativ. Trotzdem bilde ich mir ja gerne eine eigene Meinung. Warum ich jede negative Kritik nur völlig unterstützen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Für Morbius ist kein Vorwissen nötig. Um alle Andeutungen zu verstehen, sollte man zumindest Venom und Spider-Man Homecoming gesehen haben.
Dr. Michael Morbius (Jared Leto) leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo (Matt Smith), der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten.

Meine Meinung

Einen Film, in dem es um eine von Fledermäusen ausgelöste Mutation geht in einer Pandemie, die möglicherweise durch eine Fledermaus ausgelöst wurde, zu verschieben, war auch abgesehen von geschlossenen Kinos eine gute Entscheidung. Inzwischen konnte man diesen Aspekt zumindest mit Humor nehmen. Das Morbius eine einzige Katastrophe ist, liegt also zumindest nicht daran.
Hat Regisseur Daniel Espinos 2017 mit Life noch bewiesen, dass er intelligente und optisch gute Science-Fiction kann, scheint er hier sein Können gänzlich vorab abgegeben zu haben. Bei Morbius stimmt einfach gar nichts. Schlechtes Drehbuch, wirre Kamerafahrt, billige Effekte, schlechtes Schauspiel und von allem eine Nummer Zuviel sind eine sehr schlechte Mischung.
So beginnt der Film bei der Suche nach den Fledermäusen auf Costa Rica. Mit hölzernen Dialogen wird Protagonist Dr. Michael Morbius „vorgestellt“, die Effekte sind hier noch okay. Wenige Minuten später folgt die Rückblende in die Kindheit. Während hier wohl die Freundschaft zwischen Morbius und Milo erklärt werden soll und eine Verbindung entstehen könnte, wird lieblos durch die Szenen geeilt, keine Tiefe, keine Zeit zur Entfaltung. Zeitsprung zurück, die nicht gerade nachvollziehbare Freundschaft wird genutzt, um die Handlung voran zu treiben. Jared Harris taucht aus irgendeinem Grund als Privatarzt bei Milo auf, eine Erklärung dafür gibt es nicht. Kurzer Abstecher auf hoher See, Test mit dem Serum geht schief. Protagonist: Oh, war ne blöde Idee, seh ich ein, belassen wir es dabei. Doch nein! Der Antagonist muss doch noch geschaffen werden!
Ich belasse es mal dabei. Wir haben zu diesem Zeitpunkt knapp ein Drittel des Films geschafft und das war noch der logische. Alles, was danach folgt, wird immer gestellter, abstruser und so schnell und hektisch erzählt, dass man an keiner Stelle mitfieber kann oder sich auch nur irgendwie für das Kommende interessiert. Denn es ist einfach absolut vorhersehbar. Wie eine Checkliste wird ein Punkt nach dem nächsten emotionlos abgehakt. Kein Innehalten, kein Hinterfragen.
Doch auch darüber hinaus, funktioniert einfach nichts an diesem Film. Die Kamera schwenkt wild hin und her, erfasst kaum eine Szene klar. Alles ist verschwommen und hektisch. Darüber werden billige Effekte gepackt, die aber nicht auffallen, weil wir nicht lange genug auf einer Stelle verharren, um wirklich etwas wahrzunehmen.
Das Schauspiel sollte bei Größen, wie Jared Leto, Matt Smith und Jared Harris wohl auch besser sein, doch bei den platten Charakteren, kann auch diese Riege an Chararakterdarstellern nichts mehr ausrichten. Im Fall von Matt Smith schien es auch nicht gewollt zu sein, so gelangweilt, wie er seinen Milo anlegt.
Was bleibt also zu Morbius zu sagen? Eigentlich nichts, denn im großen Dschungel der Comicverfilmungen so etwas abzuliefern und dann auch noch so groß zu vermarkten, ist schon irgendwie peinlich. So wird das nichts mit Sonys Spider-Man Universum, auch wenn sie vermeintlich den nächsten Film schon angekündigt haben.

Das Fazit

Morbius hakt emotionslos eine Liste ab mit Dingen, die in eine Antagonistenverfilmung gehören, bleibt aber durch die lieblos zusammengeschriebene Handlung, emotionslose Charaktere und schlechten Effekten, mit einer hektischen Kamera nicht nur hinter den Erwartungen zurück, sondern versagt auf ganzer Linie. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Morbius läuft seit dem 31.03.2022 in den deutschen Kinos

Cinemathek: Schachnovelle

Ich erinnere mich, dass die Schachnovelle zu Schulzeiten mal in der Auswahl für die Lektüre im Deutschunterricht stand. Wir hatten uns dann aber mehrheitlich für Dürrenmatts Der Richter und sein Henker entschieden. Seitdem steht die Schachnovelle noch auf meiner Klassikerliste der Schande. Nachdem ich den Film im Kino leider verpasste, freute ich mich umso mehr, dass er ins Cinemathekprogramm aufgenommen wurde. Ob meine Freude darüber berechtigt war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Dr. Josef Bartok (Oliver Masucci) ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen.

Meine Meinung

Bei dem Titel Schachnovelle denkt man natürlich zuerst an das Spiel, was hier auch eine große Rolle einnimmt. Aber es gibt noch ein wesentlich zentraleres Thema: Zeit. Und die vergeht in dem Film ganz unterschiedlich schnell. Denn die Sonderbehandlung ist nichts anderes als vollständige Isolation. Kein Zeitgefühl, ständiges Alleinsein, nichts, um sich abzulenken. Und so sind auch die Zuschauenden komplett allein mit Masucci und seinem Schauspiel des langsamen Verrücktwerdens.
Zunächst ist davon jedoch nichts zu spüren. Wir lernen Dr. Josef Bartok als gutgelaunten und gutbetuchten Mann kennen, seine Frau und seinen Umgang. Die Bedrohung durch Nazideutschland ist zwar da, wirkt aber völlig weit weg. Doch dann wendet sich das Blatt von einem auf den anderen Moment. Und nicht nur Bartok sitzt in seiner Sonderbehandlung, sondern eben auch wir Zusehenden mit ihm. Ab hier ist es ein ständiger Wechsel zwischen zwei Erzählsträngen, wobei die zeitliche Einordnung hier immer wieder durcheinander kommt, was aber beabsichtigt ist. Während dies am Anfang noch ganz gut funktioniert, dehnt sich die Zeit danach gefühlt immer weiter aus und gerade das letzte Drittel zieht sich dann immer mehr.
Das liegt vor allem daran, dass der Geisteszustand von Bartok immer weiter leidet und wir damit unsere Bezugsperson immer weiter verlieren, da die Erzählungen aus seiner Sicht immer unzuverlässiger werden. Gerettet wird der Film dennoch von Martuccis einmaligem Spiel, wo er wieder einmal beweist, dass er völlig in seiner Rolle aufgehen kann und auch das ansonsten schwierige Beinahe-Ein-Personen-Kammerspiel wunderbar meistern kann. Das Ganze wird zwar versucht durch die zweite Zeitebene aufzubrechen, doch auch da beginnt sich die Zeit zunehmend zu ziehen.
So ist die Schachnovelle schon eine gelungene Umsetzung des Stoffes, schafft es aber nicht völlig die sehr gleichbleibende Handlung darzustellen, ohne im letzten Drittel ein paar Längen auszulösen. Dennoch auch kein Film für schwache Nerven. 

Das Fazit

Schachnovelle bietet eine gute Umsetzung des Stoffes trotz kleiner Längen am Ende. Vor allem Oliver Masucci überzeugt hier einmal mehr durch sein wandelbares Spiel. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Death Note

Ein Vorwort

Da sagt sie jahrelang, dass Anime und Mangas nicht ihr Ding sind und jetzt kommt schon der zweite Beitrag dazu innerhalb kürzester Zeit? Ja, ihr lest richtig. Ich habe meine allererste Mangareihe komplett durchgelesen und das hat durchaus eine Weile gedauert. Irgendwann vor ein paar Jahren (ja, ich war da schon sehr spät dran, die Mangas sind Anfang der 2000er Jahre entstanden) hatte ich einfach mal Lust drauf diesen vielgeschwärmten Manga zu lesen und habe mir Band 1 zugelegt. Und dann habe ich mich einfach in die Welt reinziehen lassen. Nach Band 7 hatte ich eine große Pause von ein paar Jahren, weil mich der Bruch in der Geschichte komplett rausgerissen hatte. Jetzt habe ich mich wieder rangetraut und konnte es dann bis zum Ende nicht mehr weglegen. Warum das so war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Light Yagami findet das Death Note des Todesgott Ryuk. Dieser hat sich in der Welt der Todesgötter gelangweilt und sucht nun Zerstreuung. Light hingegen ist von den Möglichkeiten des Death Note fasziniert. So fängt er fortan an damit gezielt Morde an Verbrechern auszuüben. Das ruft die Polizei weltweit auf den Plan. Auch Lights Vater, der bei der japanischen Polizei arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Doch erst als der mysteriöse L auftaucht, scheint er Light auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung

Zunächst hatte mich die Idee des Death Note einfach gereizt, fand die Welt der Todesgötter aber etwas langweilig ausgearbeitet, vielleicht hatte ich mir hier einfach mehr erhofft. Nach und nach habe ich mich aber immer mehr mit Ryuk angefreundet und hab mich gefreut mit ihm die Menschenwelt zu erkunden. Gleichzeitig fand ich Lights Umgang mit dem Death Note zugleich faszinierend und doch beängstigend. Nach und nach folgen immer wieder spannende Abschnitte und es ist stets faszinierend, wie sich Light immer darauf vorbereitet, damit er nicht gefasst wird.
Dazu kommen immer mehr Charaktere, dennoch kann man gut die Übersicht behalten. Richtig spannend wird es, wenn Lights Gegenspieler L auftaucht, denn ab da muss Light immer kreativer werden, um den Verdacht von sich abzulenken. Dabei spielt die Reihe fast ausnahmslos in der Menschenwelt, was ein bisschen schade ist, da ich mich über ein paar mehr Einblicke in die Welt der Todesgötter gefreut hätte.
Nach einem sehr starken Auftakt und einem spannenden Mittelfinale, fällt die Handlung erst einmal in sich zusammen und versucht sich neu aufzubauen. Genau das war der Punkt, wo ich rausgefallen bin und einige Zeit brauchte, um mich wieder ran zu wagen. Es ist danach definitiv anders und ich habe mich bis fast zum Schluss nicht an die beiden neuen Charaktere gewöhnt. Dennoch wird an der Spannung deutlich wieder gearbeitet.
Gerade zum Ende hin, fiel es mir schwer die Reihe aus der Hand zu legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Auch, wenn das Ende das einzig logische ist und es anders nicht hätte enden können, war ich über den Ausgang etwas enttäuscht. Es ist halt eine Reihe, die sehr über Dialoge und wenig über Handlung getragen wird, weswegen auch das Ende sehr dialoglastig ist. Es passt wie gesagt ins Gesamtkonzept und doch war es irgendwie enttäuschend. Da war das Mittelfinale deutlich spannender.

Das Fazit

Starker Auftakt, spannendes Mittelfinale, dann ein bisschen langatmig, ehe es zum Finale wieder spannend wird. Death Note hat eine spannende Grundidee und auch zwischendrin immer wieder neue Ideen, um die Lesenden bei der Stange zu halten. Leider vergleichsweise schwaches Finale.

Rückblick auf den März 2022

Auf jeden Kinostarken Monat, folgt ein Schwacher. So scheint es zumindest in diesem Jahr bei mir zu sein. Dafür gab es die letzten Oscarvorbereitungen im Heimkino und ich hab meine Serienquartalsliste noch abgearbeitet bekommen. Das und mehr findet ihr in meinem medialen Rückblick auf den März.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Cinemathek: Die Schachnovelle: Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Good morning, Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

Mia und der weiße Löwe: Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. – Wenig Handlung, dafür fiel süßen Tiercontent. Ein Film für zwischendurch.

The Power of the Dog: Phil und George Burbank leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose. Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt. – Langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.

Tick, Tick … Boom!: Jonathan Larson steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet. – Tolle Lieder, aber etwas schwerfällige Handlung, dafür aber emotional umso mitreißender ist. 

Nightmare Alley: Stan Carlisle heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord. – Brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt. 

Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Cyrano: Cyrano de Bergerac kann ebenso gut mit Wörtern umgehen, wie auch mit dem Degen. Dennoch glaubt er bei seiner großen Liebe Roxanne keine Chance zu haben, da er kleinwüchsig ist. Als diese ihm dann auch gesteht, dass sie auf den Kadetten Christian steht, hilft er diesem beim Verfassen der Briefe. – Historisches Musical mit Peter Dinklage. Sah ganz interessant aus.

Morbius: Michael Morbius ist ein brillanter Arzt und leidet unter einer seltenen Blutkrankheit. Auf seiner verzweifelten Suche nach einer Heilung therapiert er sich selbst mit einem aus Fledermäusen gewonnenem Serum. Doch dabei geht etwas gewaltig schief. – Durchwachsene Kritiken und die Venom-Filme waren auch eher naja, aber dennoch bin ich neugierig.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Attack on Titan – Staffel 3 (Spannend, atemraubend und eine Achterbahnfahrt für mein Nervenkostüm. Das Finale hat mich zerstört)

Gilbert & Sadie – Staffel 1 (Süße Grundidee, leider sehr gleiche Folgen und zu naive Protagonistin. Hatte ich mir mehr von erhofft)

The world according to Jeff Goldblum – Staffel 2.2 (Kommt nicht mehr an Staffel 1 heran, aber je nach Folge durchaus noch gute Geschichten dabei)

Brooklyn 99 – Staffel 7 (Im großen und ganzen funktioniert die Serie noch, doch man merkt, dass die Luft eher raus ist.)

Mit Schirm, Charme & Melone – Staffel 4 (Warum Staffel 4 und wann wurde Staffel 1 gesehen? Sagen wir Amazon hat mich verarscht… Aber die Staffel funktioniert auch eigenständig sehr gut, spannende Folgen, voller britischer Eleganz)

The Big Show Show – Staffel 1 (Ganz witzig für Zwischendurch, man darf halt keinerlei Tiefgang erwarten und die schauspielerischen Leistungen sind auch sehr flach)

Romance is a bonus book – K-Drama (Sehr süß, tolle Geschichte und voller Liebe zu Büchern.)

Queer Eye Germany – Staffel 1 (Nach einer katastrophalen ersten Folge, voller gestelzter und auswenig gelernter Sätze, funktioniert der Ableger ab Folge 2 erstaunlich gut, auch wenn es nicht ans Original herankommt)

Requisiten – Staffel 1 (Auf der Suche nach ikonischen Requisiten aus der Disney-Geschichte. Zwischendurch ganz tolle Geschichten dabei, aber sehr ruhig und damit auch etwas langatmig aufgezogen)

Golden Girls – Staffel 2 (Auch hier noch einige witzige Einfälle dabei, aber vieles doppelt sich. Die erste Staffel war deutlich stärker)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 12
Seiten gesamt: 3.215
Seiten pro Tag: 104 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
E-Book: 1
Comic/Manga/Graphic Novel: 6

Death Note – Band 9-12: Während Mello größtenteils aus dem Spiel zu sein scheint, kommt Near Light immer weiter auf die Schliche. Es folgt der große Showdown. Wer gewinnt? Near oder Kira. – Gegen Ende noch einmal richtig spannend, auch wenn das Finale eher enttäuschend war.

Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.

Verführt bis du mich liebst: Jane und Dorian verbringen viel Zeit miteinander, doch die Probleme lassen Jane nicht los. Gleichzeitig treffen die Brüder zum ersten Mal auf Maron. – Toller zweiter Band, böser Cliffhanger, aber es war noch angenehm wenig Szenen mit Maron (ich bin mit ihr in der ersten Reihe einfach nicht warm geworden).

Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

Yelena Gans und die Weltausstellung: Im Jahr 2115 ist die pensionierte Privatdetektivin Yelena Gans mit ihrem Enkel auf der Weltausstellung unterwegs. Dieser freut sich darauf seinen Lieblingsstreamer Katerstrophisch zu sehen. Doch dieser schwebt in Gefahr und Yelena versucht dies zu verhindern. Doch eine mysteriöse Maschine durchkreuzt mehr als nur einen Plan. – Spannende Novelle, leichte Verwirrungen durch viele Charaktere, aber dafür auch einige humorvolle Szenen.

Free like the wind: Rae scheint im Leben still zu stehen. Kein Studium, abends arbeitet sie als Aushilfe in einem Kino. Um aus ihren Schulgefühlen, die sie seit einiger Zeit begleiten, auszubrechen, schlägt ihre Freundin Haven vor, dass Rae eine Wanderung machen könnte. Dabei wird sie ausgerechnet von Cayden begleiten. – Die Handlung war zwar relativ vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger schön. Funktioniert nochmal besser als Band 1, da die Charaktere greifbarer sind. Eine tolle Auszeit in Kanada.

My genderless boyfriend 2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.

Das Flüstern des Zwielichts: Die Gruppe rund um den Wanderer und die Bardin ziehen los, um das Licht auf den drei großen Türmen wieder zu entfachen. Dabei haben sie nicht nur Lurins Armee hinter sich, sondern auch einen fahlen Reiter. – Wunderschön poetisch geschrieben. Konnte mich aber leider nicht richtig packen. Wirkte wie ein typischer Zwischenband. Freue mich dennoch auf Band 3.

Spiritus Daemonis 2.1: Ein neuer Fall für die Spukbuster Theresa und Vince. Mit dabei ist der Dämon Male, der in den Smartphones der beiden festsitzt. Diesmal geht es in ein Krankenhaus. Ein Komapatient ist zwischendurch über den Gang spaziert. Wagemutig treten die Spukbusters den Fall an. Doch auf das, was ihnen bevorsteht, waren sie nicht vorbereitet. – Spannende Chatstory. Deutlich komplexer als Band 1 und mit echt fiesem Cliffhanger.

 

Attack on Titan

Ein Vorwort

Ihr kennt mich eher als Animemuffel, weswegen ich auch selten Serien aus dem Bereich schaue. Doch manchmal braucht man nur die eine Serie, die alles ändert. Und so habe ich nach Violet Evergarden die zweite Animeserie gefunden, die mir gefiel. Wieso „gefallen“ ein sehr schwacher Ausdruck für mein durchbingen dieser Serie ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten.

Aus Spoilergründen verzichte ich darauf die Handlungen der einzelnen Staffeln zu beschreiben

Staffel 1

Nach einer ganz kurzen Einführungsphase der Welt und der ersten Charaktere geht es gleich spannend los. Die Welt wird auf den Kopf gestellt und es geht los mit der militärischen Ausbildung. Dabei geht es fast durchgehend rasant zu und wir lernen immer wieder neue Charaktere kennen. Dabei ist gerade die erste Hälfte noch im Bereich „okay“, aber spätestens ab der zweiten Hälfte, wenn es um den Aufklärungstrupp geht (und mein absoluter Lieblingscharakter auftaucht) wird es so spannend und fesselnd, wie ich es lange bei keiner Serie mehr hatte.
Dabei ist vor allem der Weltenbau absolut faszinierend. Durch die Mauern ist die Welt natürlich begrenzt, aber die ganze Geschichte, die erst nach und nach entschlüsselt wird, ist unglaublich spannend und faszinierend. Die Charaktere sind sehr durchwachsen und man sollte sich überlegen, an wen man sein Herz hängt. Durch die durchschnittliche Episodenlänge von 25 Minuten lässt sich die Serie gut durchbingen. Bzw. lassen die Cliffhanger und spannenden Folgen es auch gar nicht anders zu.

Staffel 2

Nach dem Ende der ersten Staffel – was tatsächlich auch einen Sinnabschnitt beendete – konnte ich gar nicht anders, als mir sofort Staffel 2 zuzulegen. Ohne große Umschweife geht es hier direkt spannend weiter und wieder hält uns die Staffel komplett in Atem. Es werden neue Fragen aufgemacht, während andere beantwortet werden.
Vor allem war es hier aber auch an vielen Stellen einfach wieder ein Bangen, was mit den liebgewordenen Charakteren passiert. Da die Handlung an mehreren Schauplätzen spielt, wird das Bangen auch gern in die Länge gezogen. Auch hier gibt es keine andere Chance außer die Staffel durchzubingen. Da sie im Vergleich sehr kurz ist (12 Folgen), geht das hier noch einmal schneller.
Dabei sei hier auch noch einmal auf die tollen Zeichnungen und Animationen hingewiesen, die an einigen Stellen einem Gemälde ähneln – vor allem, wenn es um die Wolken und den Himmel geht. Einfach wunderschön.

Staffel 3

Staffel 3 war dann diejenige, die mich völlig fertig gemacht hat. Am Ende habe ich nur noch geweint (ich sagte doch, man soll drauf achten, an welche Charaktere man sein Herz hängt… sagen wir, das ist aus Erfahrung). Doch von vorne. Nach der kurzen zweiten Staffel ist Staffel 3 wieder mit einer normalen Länge (22 Episoden) am Start. Während gerade am Anfang viel politisches beigemischt ist, geht es auch um die Vergangenheit einiger Charaktere und wie sie zu dem geworden sind, was sie jetzt sind. Nebenbei wird auch die Handlung deutlich vorangetrieben. Während es einige spannende Höhepunkte über die Staffel verteilt gab, ist es gerade das Finale der dritten Staffel, die noch einmal alles rausreißt. Unter anderem mein Herz. Schaut euch die Serie trotzdem an! Sie ist einfach nur gut!
Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als auf die vollständige Ausstrahlung der finalen vierten Staffel zu warten.

Rückblick auf das 1. Quartal 2022

Können wir kurz darüber reden, dass das erste Quartal 2022 schon wieder vorbei ist? Da ich gefühlt im Dauerstress war (irgendwie ist schon fast Mai), ging die Zeit für mich noch einmal besonders schnell rum. Dennoch konnte ich einige Highlights im medialen Bereich verzeichnen und um genau die soll es heute gehen: Meine jeweiligen Top 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus der Zeit Januar-März 2022.

Meine fünf Kino Highlights

Wunderschön: Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.

Marry Me: Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.

The Batman: Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Belfast: Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.

Matrix 4: Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.

Meine fünf filmischen Highlights

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.

Good Morning Vietnam: Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

Being the Ricardos: Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Avengers: Endgame: Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf. – Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film!

Everest: Ein Forschungsteam hat einen Yeti aus dem Himalaya entführt und in ein Labor gesperrt. Dieser kann jedoch flüchten und versteckt sich auf dem Dach eines Wohnhauses in Shanghai. In diesem Haus lebt Yi, die sich nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Mutter und Großmutter entfernt hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich beide schnell an und Yi beschließt Everest nach Hause zu bringen. Doch das Forscherteam ist ihnen dicht auf den Fersen. – Ein berührender Film über Freunschaft, Familie und Trauerverarbeitung, der es perfekt schafft sowohl Witze für die Kleinen, aber auch gute Dialoge für die Großen einzubauen und dabei kein Auge trocken lässt, sowohl durch Lachen, als auch durch traurige Szenen. Große Empfehlung!

Meine fünf serienlastigen Highlights

Extraordinary You – K-Drama: Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Eine zuckersüße Liebesgeschichte mit allerlei Witz und Spannung durch die Comichintergrundgeschichte. Einfach herzerwärmend.

Attack on Titan – Staffel 1-3: Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Spannende Animeserie, immer wieder überraschende Wendungen, faszinierender Weltenbau, tolle Charaktere und einfach eine Herzensserie.

Queer Eye – Staffel 5: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Auch die fünfte Staffel ist einfach nur wieder herzerwärmend, witzig, rührt zu Tränen und erzählt so viele tolle Geschichten.

Miracle Workers – Staffel 3: Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Die dritte Staffel der Anthologieserie befasst sich mit dem Oregon Trail und schafft es wieder durch eine hohe Gagdichte und tolle – wenn auch sehr überzeichnete – Charaktere zu überzeugen.

W – K-Drama: Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Spannendes K-Drama zwischen realer und Comicwelt, gut durchdacht, witzig, tolle Charaktere.

Meine fünf buchigen Highlights

Die Friedensformel: Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.

Assassins Wood: Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!

Und du fliegst durch die Nächte: Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen.

Quiet Girl: Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

My genderless boyfriend – 1+2: Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Tolle Geschichten, absolut lebensbejaend und herzlich. Freue mich sehr auf Band 3.

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