A quiet place 2

Ein Vorwort

Da ist er! Der erste Kinofilm seit 01.11.20! Und dann gleich einen Film, der es nach einer langen Verschiebegeschichte endlich in die Kinos geschafft hat. A Quiet Place 2 knüpft an den Überraschungserfolg aus dem Jahr 2018 an und bietet wieder viel Stille. Was das Sequel kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett (Cillian Murphy), der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott (Millicent Simmonds) empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt.

Meine Meinung

Nach dem Trailer war ich skeptisch, ob ein zweiter Teil des Films funktionieren kann, hat der erste Teil doch lange damit gespielt, dass die Gefahr zwar spürbar, aber nicht sichtbar ist. Zunächst wird daher dargestellt, was an Tag 1 passiert ist. Wie also die Welt mit den Monstern konfrontiert wurde. Das dient zwar hauptsächlich um die Figur des Emmett einzuführen und zu zeigen, dass er ein Freund der Familie war, schafft es aber gleichzeitig auch den Zuschauer in die richtige Stimmung zu versetzen.
Danach schließt der Film nahtlos an den ersten Teil an. Wir treffen auf die Familie Abbott, die sich nach den Ereignissen in Teil 1 neu orientieren muss. Mit der Begegnung von Emmett, erfährt man erstmals, wie es anderen Familien ergangen ist, nachdem sich zuvor rein auf die Abbotts konzentriert wurde. Durch diese Erweiterung der Welt können völlig neue Aspekte aufgenommen werden. So versteht sich A quiet place 2 wunderbar darauf die Stimmung wieder aufzubauen mit der unheimlichen Mischung aus Stille und bedrohlicher Musik. Man fiebert mit den Charakteren mit und hat doch bei jeder Bewegung Angst vor dem nächsten Geräusch.
Wie auch im ersten Teil nutzt der Film an einigen Stellen Jump-Scares, die einen zwar erschrecken – und ich bin da besonders anfällig – aber im großen und ganzen sind es vor allem die Stellen, wo man weiß, da könnte jetzt ein Geräusch entstehen, wo man atemlos innehält und hofft, dass alles gut geht. Zusammen mit der Musik  ist die erzeugte Stimmung dadurch so greifbar, dass man hinterher in der lauten Welt praktisch bei allen Geräuschen zusammenzuckt.
Auch mit der Handlung hat Regisseur John Krasinski es geschafft sich weit genug auf neue Wege zu begeben, um nicht einfach nur ein Abklatsch des ersten Teils zu sein, mit der Stimmung merkt man aber die Zusammengehörigkeit.
Etwas verwirrt hat mich dann das Ende zurückgelassen. Zwar ist es an einem Punkt, wo die wichtigsten Fragen geklärt wurde, doch scheint es noch so halb mitten in der Handlung zu sein. Entweder wurde sich hier wirklich Platz gelassen für einen möglichen dritten Teil oder man wollte mit dem Ende einfach mutig sein.

Das Fazit

A quiet Place 2 ist ein gelungener zweiter Teil mit gut erzeugter Stimmung, spannender Handlung und braucht sich nicht hinter seinem Vorgänger zu verstecken. Wer einen zwar stillen, aber nicht minder spannenden, Horrorfilm braucht, ist hier auf der richtigen Seite. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

A Quiet Place 2 läuft seit dem 24.06.2021 in den deutschen Kinos

Disney+ Original: Luca

Ein Vorwort

Gerade einmal ein halbes Jahr nachdem Pixar ‚Soul‘ herausbrachte, gibt es den zweiten Film. Während Soul noch als Kinofilm angelegt war, wirkt Luca wie für den Streamingdienst gemacht. Und erscheint auf den ersten Blick wie gemacht für laue Sommernächte. Was der Film ansonsten kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

An der italienischen Riviera lebt der Wasserjunge Luca. Sein Leben unter der Wasseroberfläche ödet ihn an. Bis er auf Alberto trifft, ebenfalls Wasserjunge, der Luca zeigt, dass er auch an Land überleben kann. Nach einem Streit mit seiner Familie flüchten die beiden Jungs an Land. Dort treffen sie auf Giulia, die unbedingt einen Triathlon gewonnen will.

Meine Meinung

Sommerurlaub in Italien klang selten so verführerisch wie nach diesem Film. Ein kleines Dorf am Meer, Mittags eine Portion Pasta, danach ein leckeres Gelato und das Ganze mit der italienischen Gemütlichkeit. Laue Sommernächste, heiße Tage, wo man sich nur im Wasser abkühlen will, all dies bietet Luca. Gepaart mit einer Unterwasserwelt? Klang ganz nach einem Film, den ich sehen musste.
Zunächst beginnt der Film ziemlich unspektakulär. Wir lernen Luca kennen, ein Wasserjunge – im Film auch gerne als Seemonster bezeichnet – der sich in seinem Alltag langweilt. Seine Familie lebt in großer Angst vor der Oberfläche und projiziert diese Angst auch auf Luca. Doch seine Neugier siegt und so folgt er der Spur von diversen Gegenständen, die auf dem Meeresgrund landen. Hier könnte der Film schnell in eine kritisierende Richtung driften zum Thema Meerverschmutzung. Diesen Teil überspringt er aber komplett. Stattdessen treffen wir auf Alberto, der zwischen Oberfläche und Unterwasser hin und herpendelt und den großen Traum einer eigenen Vespa hat. Die beiden verbringen einige Tage auf Alberto Insel. Bis zu diesem Punkt ist der Film schon zu einem Drittel fortgeschritten und man weiß noch nicht so wirklich worauf er hinauswill.
Erst mit dem darauffolgenden Streit von Luca und seiner Familie und seiner Flucht an Land, wo er zusammen mit Alberto versucht nicht aufzufallen, bekommt der Film eine Richtung. Hier ist es dann eine gute Mischung aus italienischem Lebensgefühl, Freundschaft und Selbstfindung. Die Angst der Dorfbewohner vor Seeungeheuern wirkt dann schon fast wie eine Metapher für Fremdenfeindlichkeit, doch dies wirklich herauszuarbeiten, so weit geht Luca dann doch nicht. Letztlich verpasst der Film an mehreren Stellen wirkliche Aussagen zu treffen, sondern beruf sich auf die lockere Erzählweise. Lediglich das Thema Freundschaft wird konkreter beleuchtet.
So hat Luca nicht wirklich viel Anspruch an die Handlung. Nach einer relativ langen Findungsphase versteht er sich darauf das Sommergefühl zu vermitteln. Schade bleibt es, dass das Unterwasserthema hier mehr oder weniger verschenkt wirkt. Lediglich für ein paar Witze und um die Angst der Dorfbewohner vor dem Unbekannten zu unterstreichen reicht es. Dabei hätte ich davon gerne mehr gesehen. Aber dann wäre es wohl ein anderer Film geworden. Letztlich ist es ein netter Film für einen Sommerabend.

Das Fazit

Luca hält, was er verspricht, und entführt den Zuschauer an einen Sommertag in Italien. Dabei bleibt die Handlung sehr oberflächlich, was aber die Figuren wieder wett machen. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Luca ist seit dem 18.06.2021 auf Disney+ verfügbar

Rückblick auf den Juni 2021

Der Juni ist rum und was hab ich in meiner Dachgeschosswohnung geschwitzt! Aber es gibt auch gute Nachrichten: Der erste Kinofilm des Jahres ist gesehen! Zwar erst einmal im Autokino, aber auch Juli dürfte die Kinosparte wieder gut wiederbelebt werden! Es bleibt spannend, ob hier wieder ein Stück Normalität eintritt. Übrigens ist dies mein 1.000 Blogbeitrag! Aber erst einmal gibt es hier meinen medialen Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Kings of Hollywood: Das Produktionsstudio von Max Barber und seinem Neffen Walter Creason läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana ist widerstandsfähiger als gedacht. – Grundsolide Krimikomödie mit gutem Cast.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Friends – the Reunion: 17 Jahre nach dem Serienende treffen die sechs Schauspieler erneut aufeinander. Besehen sich die alten Seriensets, beantworten Fanfragen und vieles mehr. James Corden führt ein Interview am berühmten Introbrunnen und allerlei Stargäste sind dabei. – Keine neue Friendsstaffel, wie erhofft, dafür ein Abend voller Nostalgie.

The Departed: Billy Costigan soll als Undercover-Polizist in die irische Mafia rund um Frank Costello eingeschleust werden. Dieser hat einen Spitzel bei der State Police. Ein Katz und Maus-Spiel steht bevor. – Ein typischer Scorsesefilm, der mich leider nicht vollständig überzeugen konnte. Könnte daran liegen, dass mir Mafiafilme nicht liegen.

Raya und der letzte Drache: Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen. – Bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. 

Luca: An der italienischen Riviera lebt der Wasserjunge Luca. Sein Leben unter der Wasseroberfläche ödet ihn an. Bis er auf Alberto trifft, ebenfalls Wasserjunge, der Luca zeigt, dass er auch an Land überleben kann. Nach einem Streit mit seiner Familie flüchten die beiden Jungs an Land. Dort treffen sie auf Giulia, die unbedingt einen Triathlon gewonnen will. – Kurzweiliger Sommerfilm, der einen nach Italien entführt.

If Beale Street could talk: 1970er, Harlem in New York. Alfonso Hunt wird festgenommen, mit dem Vorwurf der Vergewaltigung. Seine Freundin Tish und sein bester Freund Daniel können ihm ein Alibi geben, doch das Opfer identifiziert ihn bei einer Gegenüberstellung. Nun sitzt er im Gefängnis und Trish und ihre Familie versuchen alles, um ihn rauszuholen und seine Unschuld zu beweisen. – Ruhig erzählt und doch beklemmender Film über eine leider realitätsnahe Geschichte.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Schitt’s Creek – Staffel 2* (Steigerung zur ersten Staffel, dennoch noch nicht so witzig, wie man der Serie nachsagt)

The Flight Attendant – Staffel 1 (Psychothriller, der erst gegen Ende wirklich funktioniert)

Solar Opposites – Staffel 1 (Animationsserie in Rick&Morty Manier, nur mit etwas schwächeren Witzen. Steigert sich über die Staffel aber)

Doctor Who – Staffel 2 (Rewatch: Noch immer meine liebste Staffel, noch immer eines der emotionalsten Staffelfinale)

Hilda – Staffel 1 (Süße Animationsserie mit großem Fantasyanteil und einem unerschrockenem Mädchen)

Westworld – Staffel 3 (Deutlich strukturierter als die zweite Staffel und so spannend wie noch nie. Leider wurde wieder kein Ende gefunden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten gesamt: 4.221
Seiten pro Tag: 141 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 5
Taschenbuch: 4
E-Book: 1
Manga: 1

I am Elektra: Elektra Hamiltons Körper ist tot, doch ihr Vater konnte ihre Bewusstsein retten. Im Sommerhaus der Hamiltons hat er es in den Körper des vermeintlich toten Klons Kelsie eingesetzt. Nun muss Elektra damit zurecht kommen, ihren Körper verloren zu haben, aber auch ihr Leben an den anderen Klon Isabell. – Zweiter Teil, der zunächst eine eigene Geschichte kreiert und dann den Bogen zum ersten Band schafft. Tolle Geschichte!

Ophelia Scale: Die Welt wird brennen | Der Himmel wird beben | Die Sterne werden fallen: 100 Jahre in der Zukunft hat König Leopold de Marais von Europa die Abkehr ausgerufen. Dadurch wird der Großteil der Technik verboten. Ophelia Scale sieht dadurch ihre Zukunft bedrohnt und schließt sich der Widerstandsgruppe von ReVerse an. Als der König neue Leute für seine Garde anwirbt, sieht Ophelia eine Chance auf ein Attentat. Nicht gerechnet hat sie mit Lucien, der ihren Plan ordentlich durcheinander wirbelt. Immerhin ist er der Bruder des Königs. – Eine der besten Fantasytrilogien, die ich seit langem gelesen habe! Alle Teile sind rumdum rund und gelungen. So spannend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte, so mitreißend, dass mich jede Entscheidung der Charaktere mitfiebern ließ. Große Leseempfehlung!

Periode ist politisch: Obwohl ein Großteil der Weltbevölkerung menstruiert, ist es ein Tabuthema. Trotz der modernen aufgeklärten Welt, in der wir leben, werden Frauen* kosequent benachteiligt. Ein Grund dafür ist die Menstruation. Autorin Franka Frei will dieses Tabu brechen und engagiert sich weltweit für Aufklärung. – Gute Denkanstöße ohne polemisch zu werden.

Die Götter von Asgard: Ray hielt sich für ein ganz normales Mädchen. Doch dann trifft sie auf die Walküre Kara. Sie erfährt, dass sie Teil einer Vorhersage der Nornen ist und sie Odin tot sehen will. Doch dann mischen sich auch noch Tyr und Loki ein. – Etwas gewöhnungsbedürftiger Erzählstil, doch spannende Geschichte in der nordischen Mythologie.

My roommate is a cat – Band 3: Subaru taut immer mehr auf und traut sich mehr in die Welt außerhalb seiner Wohnung. Haru trifft auf alte Bekannte. – Auch der dritte Band ist megasüß gezeichnet und die Geschichte für alle Misantropen und Katzenliebhaber gut nachvollziehbar.

Heute Abend in der Eisdiele am Meer*: Gina lebt in London als Projektmanagerin. Doch als sich ihr Großvater den Fuß bricht, lässt sie alles stehen und liegen und reist nach Cornwall in den verschlafenen Ort Polwhipple, um in der Eisdiele ihrer Großeltern mitzuhelfen. Als sie den heruntergekommenen Zustand des örtlichen Kinos sieht, kann sie gar nicht anders, als es als Projekt anzugehen. Hilfe bekommt sie von ihrem Jugendfreund Ben, sehr zum Missfallen ihres Freundes Max, der in London geblieben ist. – Sommerlektüre bei der man Heißhunger auf Eis bekommt.

Bernsteinsommer: Christina hat sich ihren Traum vom eigenen Café erfüllt. Bis ein Wasserrohrbruch ihre Pläne über den Haufen wirft. Da ihr Vater mit Alzheimer in einem Pflegeheim ist, findet sie in seinen Sachen eine Reihe von Gemälden. Die Spurensuche führt sie nach Rügen und Hiddensee. – Leichte Sommerlektüre, die sich am Anfang ein bisschen verrennt, aber nach hinten raus gut funktioniert.

Sehnsucht in Aquamarin: Polly und Jette wurden als Kinder von ihrer Mutter verlassen. Während Jette seitdem ruhelos um die ganze Welt jettet, zieht sich Polly in ihre Dachgeschosswohnung in Stuttgart zurück. Bis Jette ihre Mutter findet. In Maine. Die Schwestern reisen nach Bar Harbor, treffen dort aber auf mehr als nur ihre Mutter. – Als Sommerlektüre gekauft, nur bedingt bekommen, aber dafür eine etwas andere Familien-/Liebesgeschichte.

Save me now: Im dritten Band treffen Amanda und Dante wieder aufeinander. Zusammen am College könnten sie endlich zusammen sein, doch Amanda hat Angst und will daher, dass Dante sich vorab noch mit anderen Frauen verabredet. Doch die Suche nach den Menschenhändlern und ihrer besten Freundin Jenny lässt sie immer wieder aufeinander treffen. – Mit Abstand der schwächste Teil der Reihe bisher. Die Handlung driftete immer weiter vom spannenden Part ab und wird zu einer Liebesgeschichte, die sich immer und immer wieder im Kreis dreht.

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Was waren eure Highlights im Juni?

Autokino: Kings of Hollywood

Ein Vorwort

Ich war im Kino! Zwar erst einmal nur im Autokino, aber wir nähern uns damit schrittweise wieder einer gewissen Normalität. Neben allerlei altbekannten Filmen, zeigte das Autokino in meiner Umgebung auch einen neuen Film. Als Krimi-Komödie angekündigt und mit Namen, wie Robert de Niro, Zach Braff, Morgan Freeman und Tommy Lee Jones war ich sofort angefixt. Wie ich den Film fand, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Quelle

Die Handlung

Das Produktionsstudio von Max Barber (Robert de Niro) und seinem Neffen Walter Creason (Zach Braff) läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine (Morgan Freeman) hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana (Tommy Lee Jones) ist widerstandsfähiger als gedacht.

Meine Meinung

The Comeback Trail wurde bereits 1982 gedreht. Im vergangenen Jahr inszenierte Geroge Gallo ein Remake. Im Zuge der geschlossenen Kinos durch Corona, startet er jetzt auch bei uns unter dem Namen Kings of Hollywood.
Zunächst braucht der Film eine ganze Weile ehe er in Fahrt kommt. Zwar sind die Dialoge zwischen Max und Walter ziemlich auf den Punkt und bergen eine ganze Menge Komik, doch so richtig weiß man nicht, worauf die Handlung hinaus will. Der Film ist schon zu einem Drittel vorbei, als das erste Mal die Idee auftaucht, einen Film zu produzieren, bei dem der Hauptdarsteller drauf geht. Als Einleitung vielleicht etwas zu lang, auch wenn alles gegeben wird, das zu überspielen. Sobald man den Punkt überwunden hat, macht der Film einfach nur noch Spaß. Die Unfallversuche Max Barbers sind schon wunderbar lustig, aber wie sie dann immer wieder schief gehen, ist so pointiert, dass man aus dem Lachen kaum noch rauskommt. Die Auflösung am Ende ist dann fast ein wenig vorhersehbar, funktioniert aber im großen und ganzen gut und führt den Film zu einem runden Ende.
Dass der Film in seiner Kürze, mit einer Laufzeit von 105 Minuten, so gut funktioniert, liegt vor allem daran, dass die Dialoge unglaublich gut auf den Punkt gebracht sind. Hier ist kein Wort zu viel, auch wenn man in der Argumentationsgeschwindigkeit von de Niro und Braff erst mal mitkommen muss.
Schauspielerisch wurde hier auf altbekannte Darsteller zurückgegriffen, die in der Kombination wunderbar funktionieren. Dabei sind alle Schauspielleistungen sehr souverän, gehen darüber aber auch nicht hinaus. Leider ist es gerade Zach Braff der hier am unscheinbarsten spielt, was aber auch mit an der Anlegung seiner Rolle liegt.
Letztlich ist Kings of Hollywood ein schöner Film für einen Sonntag Nachmittag. Er verbreitet Spaß und gute Laune, aber für mehr als die nette Unterhaltung reicht es eben nicht.

Das  Fazit

Kings of Hollywood ist eine wunderbar kurzweilige Unterhaltung, die trotz einer etwas langen Einleitung gut funktioniert und mit gut pointierten Dialogen den Lachnerv trifft. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Kings of Hollywood läuft seit dem 24.06.2021 in den (geöffneten) deutschen Kinos.

Eine Handvoll Filme – 3/21

Herzlich Willkommen zu dritten Ausgabe der filmischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einer traurigen Hochzeit, einem superheldigen Eichhörnchen, eine Familie sagt Ja, einer Origin-Story und Spionage in Hamburg.

The Farewell

Die Handlung: Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden.

Meine Meinung: Sitten aus anderen Kulturen können befremdlich wirken. Wenn es jedoch die eigene ist und man mit dem, was man für richtig hält, die ganze Familie gegen sich aufbringen würde, wie soll man sich da verhalten? Genau in diesem Dilemma befindet sich Billi Wang, lebt sie doch mit ihren ausgewanderten Eltern in New York und ist auch mit der amerikanischen Kultur groß geworden. Doch ihre Familie prägt ihr immer wieder ein, dass sie nichts sagen darf. Der Film hat eine sehr melancholische Stimmung und kann einen aufs Gemüt schlagen. Er bemüht sich die Thematik so zu erzählen, dass man als Außenstehender die Beschlüsse der Familie versteht, auch wenn man sie nicht nachvollziehen kann. Billi ist dafür die ideale Bezugsperson. Zwischendurch versucht der Film die Stimmung ein bisschen aufzulockern, indem ein paar Situationen eingeschoben werden, über die man unweigerlich schmunzeln muss. Dennoch bleibt der Film sehr ernst. Awkwafina spielt die Zerissenheit der Protagonistin in einer sehr reduzierten Form gekonnt aus. Gewinnerin der Herzen ist jedoch Shuszen Zhao als Nai Nai (Großmutter), die ihre Rolle mit viel Leben und Liebe füllt. Letztendlich ist The Farewell ein guter Film mit einem schweren Thema.

Flora & Ulysses

Die Handlung: Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. 

Meine Meinung: Nachdem ich den Trailer von Flora & Ulysses gesehen habe, war ich sehr abgeschreckt, sah er doch vorne und hinten nicht zusammenhängend aus, wie eine wilde Mischung aus verschiedenen Genres. Am Ende wusste man nicht, ist Ulysses nun ein Supereichhörnchen oder nicht. Das ich dem Film letztlich doch noch eine Chance gegeben habe, war großes Glück, sonst hätte ich einen liebevollen Kinderfilm verpasst. Zwar ist der Film mit der Rolle des Ulysses immer noch ein bisschen zwiegespalten, aber dennoch funktioniert er. Gerade weil er unkonventionell ist, weil er in der Handlung springt, aber vor allem weil er eine gute Mischung an Charakteren hat. Wir haben Flora, die an die Superhelden aus den erfolglosen Comics ihres Vaters glaubt, die Dinge auf ihre ganz eigene Weise löst und dennoch einfach ein Kind ist. Dann haben wir ihre Eltern mit einer sehr süßen Liebesvorgeschichte, auch wenn sie sich während des Films in Trennung befinden. Und wir haben den Nachbarsjungen, der zu seiner Tante geschickt wurde, weil er an hysterischer Blindheit leidet. Leider wird sich mit dem Thema und den Gründen nur ganz am Rande auseinander gesetzt, aber dennoch respektvoll umgegangen. Und das absolute Highlight des Films ist wohl Danny Pudi (bekannt aus Community) als Polizist. So bietet der Film einige Stellen zum Lachen, zum mitfieber und verstärkt das ganze noch mit einer guten Prise Herzlichkeit.

Yes Day

Die Handlung: Allison und Carlos Torres sind eigentlich sehr lebensbejaende Eltern. Doch seit ihre Kinder da sind, erwischen sie sich selbst dabei, wie sie nur noch „Nein“ sagen. Bis der Vertrauenslehrer der Schule sie zu einem „Yes Day“ ermuntert. Ein Tag, an dem sie zu allem, was die Kinder wollen „Ja“ sagen müssen, zumindest innerhalb gewisser Regeln. 

Meine Meinung: Der Anfang von Yes Day ist wohl der familiennähste, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Der Wandel der lebensbejaenden Eltern, die gerne auch mal Risiken eingehen, nur um etwas zu erleben, zu den fürsorglichen Eltern, die ihren Kindern einfach viel verbieten müssen, ist in wenigen Bildern gezeigt, aber dafür gut nachvollziehbar. Während die Idee für den Yes Day ein wenig „Deos Ex Machina“ kommt, ist die Einführung eben dessen gut gelungen. So bewegt sich der Film die ersten 2/3 auf guten Gewässern, ist gleichzeitig witzig und spannend. Dabei werden trotzdem die Charaktere richtig eingeführt, so dass auch die Familienkonstellation über den Yes Day hinaus funktioniert. Das letzte Drittel ist dann das typische Eskalationsmaterial, von dem ich befürchtete, dass es passiert. Also der Teil, in dem einfach alles aus dem Ruder läuft und man als Zuschauer nur noch hilflos zusehen kann, wie die Charaktere sich immer tiefer reinreiten. Ab dem Punkt geht dann auch der Unterhaltungswert des Films deutlich zurück. Letztendlich überzeugt der Film als Gesamtwerk aber doch, auch wenn man das Ende mit wesentlich weniger Fremdschämpotenzial umsetzen könnte.

Scooby

Die Handlung: Als Scooby ein Gyrosspies am Strand klaut, trifft er auf den einsamen und freundlosen Jungen Shaggy. Beide werden sofort die besten Freunden. Als sie an Halloween auf Fred, Velma und Daphne treffen und einen Geist enttarnen, gründen sie die Mystery Inc. Viele Jahre später werden sie getrennt, kurz bevor es jemand auf Scooby abgesehen hat. 

Meine Meinung: Abgesehen von dem einen Realfilm habe ich Scooby-Doo nie so verfolgt. Grob kenne ich die Mystery Inc und die Charaktere, so dass ich neulich an einem ruhigen Nachmittag durch Sky schaltete und mich Scooby als Welpe anlächelte. So gab ich dem Film eine Chance. Grundsätzlich ist der Film genau das, was ich erwartet habe. Eine lockere Nachmittagsablenkung. Ein paar gute Witze, tolle Charaktere, ein paar Sachen vielleicht zu abgefahren, aber vor allem kein allzugroßer Anspruch, um die Handlung zu verfolgen. Und das ist in erster Linie positiv gemeint. Shaggy und Scooby sind auch hier einfach ein wunderbares chaotisches Team und schaffen es irgendwie aus jeder Situation wieder raus. Die Handlung ist spannend, bietet einige Überraschungen und setzt die Witze an die richtige Stelle. Antagonist und einige Nebencharaktere sind zwar ziemlich überzeichnet, aber auch das funktioniert gut – auch wenn die süßen kleinen Roboter Sidekicks schon sehr an die Minions angelehnt scheinen.

A most wanted man

Die Handlung: Günther Bachmann ist Strippenzieher einer halboffiziellen Spionageeinheit in Hamburg. Als dort der Flüchtling Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, auftaucht, schlägt die Einheit Alarm. Vorsichtig versuchen sie sich ihm zu nähern, doch auch andere Einheiten sind an Karpov interessiert. 

Meine Meinung: Der letzte Film mit Phillip Seymour Hoffman lag sehr lange auf meinem SuF (=Stapel ungesehener Filme). Im Rahmen meiner 21 für 2021 Challenge, habe ich ihn nun von eben diesem befreit. Leider hat er mir gar nicht zugesagt. Grundsätzlich fand ich die Ausgangskonstellation mit der Spionageeinheit in Hamburg interessant. Auch der Cast mit Hoffman, Rachel McAdams und Willem Dafoe klang gut, so dass ich einen Blick wagen wollte. Die Umsetzung ist leider ganz schön zäh, was vor allem daran liegt, dass man nur wenig von dem, was vor sich geht, versteht. Denn anstatt irgendjemandem irgendetwas zu erklären hat Hoffmans Rolle natürlich den großen Plan, legt sich ringsrum mit allen anderen Abteilungen an und hetzt wild von A nach B. Der Zuschauer selbst muss dann anhand der Reaktionen der anderen Agierenden herausfinden, was eigentlich gerade passiert. Das funktioniert auch nur so semi, so dass die Wendungen einen völlig unvorbereitet treffen, weil man einfach nicht versteht, wann genau in der Handlung etwas schief gelaufen ist.

Habt ihr einen Film davon gesehen? Wie fandet ihr ihn?

Raya und der letzte Drache

Ein Vorwort

Durch geschlossene Kinos hat Disney einige Filme direkt auf Disney+ veröffentlicht, wenn auch zunächst mit VIP Funktion. Und während man bei Black Widow und Cruella noch auf einen parallelen Kinorelease hoffen kann, ist bei Raya und der letzte Drache nun die VIP Option entfallen und der Film ist im Grundabo bei Disney+ jetzt verfügbar. Ob sich die Sichtung lohnt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen.

Meine Meinung

Seit Disney mehr Energie in Realverfilmungsremakes steckt, als in ihre Animationsfilme, mussten wir auf neuen Stoff warten – die Pixar Produktionen mal außen vor gelassen. Stattdessen kamen mit Chaos im Netz und Die Eiskönigin II gleich zwei Sequels raus. So haben wir mit Raya und der letzte Drache seit 2016 (Zoomania & Vaiana) erstmals wieder eine komplette neue Welt und neue Charaktere.
Zunächst sieht man dem Film an, dass er wohl eigentlich mal für eine Kinoveröffentlichung geplant war. Die ganzen farbenfrohen Bilder schreien geradezu danach auf einer großen Leinwand gesehen zu werden – also bitte schaut ihn zumindest auf einem Fernseher und nicht auf dem Smartphone. Optisch ist der Film auf jeden Fall ein Hingucker. Auch bei der Animation der Drachen und der Druun erkennt man wieder viel Liebe zum Detail.
Die Handlung beginnt und man glaubt zu wissen, in welche Richtung der Film gehen wird. Nur um den Twist dann völlig überrascht hinnehmen zu müssen. Ein Zeitsprung später lernen wir die Welt noch einmal neu kennen. Auch hier ist relativ schnell wieder erkennbar in welche Richtung die Handlung sich entwickelt und bis auf wenige Überraschungen bleibt es auch so. Aber das schmälert das Seherlebnis keinesfalls, weil die Geschichte herzerwärmend ist, sich mit Vorurteilen befasst und die Freundschaft feiert.Hier ist es einfach das Zusammenspiel aus den verschiedenen Charakteren, das eine ziemlich gute Mischung abgibt. Auch wenn hier zunächst viel in Schwarz-Weiß-Denkmuster erzählt wird, bricht das nach und nach auf und macht Platz für eine differenziertere Herangehensweise, die aber auch für Kinder gut verständlich ist.
Was dem treuen Disneyfan hier ein wenig fehlt, sind die Lieder. Das ist wirklich so der einzige Wermutstropfen, der wirklich störend ist. Zumal es genug passende Gelegenheiten gab, wo die Stimmung und das Setting gut gepasst hätten. Allerdings ist das wohl auch wieder Jammern auf hohem Niveau, weil der Film auch so gut funktioniert.

Das Fazit

Raya und der letzte Drache ist ein bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Raya und der letzte Drache ist bei Disney+ im Abo enthalten

Rückblick auf das halbe Jahr 2021

Im Gegensatz zu meinen Quartalsrückblicken bleibt bei den Halbjahresrückblicken das Schema Dezember-Mai. Hier soll es, wie bereits im letzten Jahr, nur um eine kurze Bilanz gehen, in den Quartalsrückblicken gehe ich auf alles etwas ausführlicher ein und die großen Rückblicke gibt es wieder zu Ende des Jahres. Da die Kinos immer noch geschlossen sind – die Zeichen stehen für die zweite Jahreshälfte wieder auf Besserung! – entfällt die Sparte vollständig.

I. Filme – auf großem Fernseher gesehen

48 Filme liefen im ersten Halbjahr bei mir im Heimkino (16 weniger als letztes Jahr). Davon 7 Wiederholungstäter, 7 Originals (aller Plattformen) und 8 Reportagen/Dokumentationen. Von meiner 21 für 2021 Liste sind 7 Filme gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Der wunderbare Mr. Rogers
2 To all the boys I loved before (komplette Trilogie)
3 Clue
4 Expedition Atlantis
5 Manche mögens heiß
6 Mank
7 The Farewell
8 Flora & Ulysses
9 Aristocats
10 Tea with the Dames

II Serien – ein kurzer Überblick

40 verschiedene Serien mit 43 Staffeln (-6 im Vergleich zum Vorjahr) sind gesehen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 The Unicorn (Staffel 1)
2 Miracle Workers (Staffel 2)
3 The Mandalorian (Staffel 2)
4 The Crown (Staffel 4)
5 Das beste vom Rest (Staffel 1)
6 Bonding (Staffel 1-2)
7 WandaVision (Staffel 1)
8 Zoeys Extraordinary Playlist (Staffel 1)
9 Shadow & Bone (Staffel 1)
10 Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle (Staffel 1)

III Bücher – Das Beste aus den Lesemonaten

45 Bücher sind ausgelesen, 5 Hörspiele sind gehört (+10 Bücher und +5 Hörspiele im Vergleich zum letzten Jahr). Davon sind 13 von meiner 21 für 2021 Liste gelesen. Meine Highlights (ohne Ranking):

1 Ich bin Linus – Linus Giese
2 Becoming Elektra – Christian Handel
3 Eine Leiche zum Tee – Alexandra
4 Goldene Flammen – Leigh Bardugo
5 Die Schönheit der Begegnung – Frank Berzbach
6 Rottkäppchen und der Hipster-Wolf – Nina Mackkay
7 Und ich leuchte mit den Wolken – Sophie Bichon
8 My roommate is a cat –
9 The Secret Book Club 2 – Die Liebesroman-Mission – Lyssa Kay Adams
10 Die Windsängerin  – Sven Matthias (Hörspiel)

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!

Rückblick auf den Mai 2021

Na bei wem regnet es auch durchgehend? Der Mai hat zumindest wettertechnisch wenig Spaß gemacht, aber dafür lief es lesetechnisch recht gut. Was da so alles mit dabei war, jetzt in meinem neuen medialen Rückblick auf den Mai.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Farewell: Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden. – Ein Film zwischen einer anderen Kultur, Trauer, aber auch irgendwo eine lebensbejaende Botschaft.

Flora & Ulysses: Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. – Ein süßer Kinderfilm, der besser ist, als der Trailer glauben lässt.

Yes Day: Allison und Carlos Torres sind eigentlich sehr lebensbejaende Eltern. Doch seit ihre Kinder da sind, erwischen sie sich selbst dabei, wie sie nur noch „Nein“ sagen. Bis der Vertrauenslehrer der Schule sie zu einem „Yes Day“ ermuntert. Ein Tag, an dem sie zu allem, was die Kinder wollen „Ja“ sagen müssen, zumindest innerhalb gewisser Regeln. – Eine schöne Komödie, auch wenn die anfangs sehr positive Geschichte, schnell wieder ins Extreme abtriftet, was dem Ende einen überdrehten Nachgeschmack gibt. Aber gerade die ersten 2/3 sind sehr stark.

Scooby: Als Scooby ein Gyrosspies am Strand klaut, trifft er auf den einsamen und freundlosen Jungen Shaggy. Beide werden sofort die besten Freunden. Als sie an Halloween auf Fred, Velma und Daphne treffen und einen Geist enttarnen, gründen sie die Mystery Inc. Viele Jahre später werden sie getrennt, kurz bevor es jemand auf Scooby abgesehen hat. – Ein süßer „Wie alles begann“ Film, der aber über die nette Nachmittagsunterhaltung nicht hinaus kommt.

Rocky IV: Rocky und Apollo Creed sind inzwischen Freunde geworden. Als der sowjetische Boxer Ivan Drago in die USA kommt und Rocky zum Kampf auffordert, bittet Apollo um den Kampf, da er als alternder Kämpfer seinen Stern erlischen sieht. Doch alles kommt ganz anders. – Vorgeplänkel, Musikvideo, Kampf, Musikvideo, Musikvideo mit Trainingsmontage, Musikvideo mit Trainingsmontage, Kampf, Ende. Für Fans der Reihe wahrscheinlich durchaus ein guter Film, mir hat er nur bedingt zugesagt.

Prinzessin Mononoke: Ashitaka verteidigt sein Dorf und wird dabei von einem Fluch befallen. Auf der Suche nach Heilung trifft er auf das bei Wölfen lebende Mädchen San und kurz darauf auf eine Eisenhütte, die gleichzeitig Frauen und Erkrankten Arbeit ermöglichen und den Wald abholzen, weswegen sie im Kampf mit den Tiergöttern und Tieren des Waldes sind. – Ich bin immer noch kein Anime-Fan, versuche mich aber ein wenig an den Klassikern. So interessant viele Ansätze in diesem Film auch waren, mir war er einfach zu lang.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick:

Big Time Rush – Staffel 1 (Ich präsentiere eines meiner absoluten guilty pleasures. Es wurde nun auch Zeit sie meiner besten Freundin zu zeigen)

Schitt’s Creek – Staffel 1* (Ganz netter arm/reich Klamauk, aber die Witze und gerade die Überspitzung der ländlichen Bevölkerung war nicht so richtig meins)

Gargoyles – Staffel 3 (Eine weitere Kindheitsserie konnte beendet werden. Auch wenn die letzte Staffel etwas anstrengend war)

Miss Fishers neue moderne Mordfälle – Staffel 1 (Spin-off mit Phrynes Nichte im Australien der 1960er Jahre. Ich habe etwas gebraucht, um reinzukommen und mich an die Doppelfolgen zu gewöhnen, aber jetzt liebe ich sie und kann die zweite Staffel kaum noch erwarten)

The Unicorn – Staffel 1 (Witzige Serie über einen Freundeskreis mit einem frischen Witwer. Die Charaktere sind einfach herrlich und beleben die Serie ungemein)

Amerikas National Parks – Staffel 1 (Dokumentation über ein paar amerikanische National-parks. Ganz interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen Ecken der USA doch sind)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten gesamt: 2.965
Seiten pro Tag:  96 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 7
Hörbuch: 1

Pubertät ist voll nice*: Pubertät beschreibt Silke Neumayer als die Phase, in der sie süßen Kinder von Aliens entführt werden und innerhalb von 24 Stunden zurückgebracht werden, nur um dann Teenager zu sein. Herzschmerz, Pickel, die Wichtigkeit des Smartphones und die Peinlichkeit der Eltern nehmen in dieser Phase unfassbar zu. Dies ist das Werk für alle leidgeprüften Eltern. – Kurzweiliges und witzes Werk über die Pubertät. Nicht nur für Eltern.

Star Wars: Tarkin: Großmoff Wilhuff Tarkin soll den Bau einer mobilen Kampfstation überwachen, als diese angegriffen wird. Seinen Bericht soll er direkt vorm Imperator ablegen und wird daraufhin zusammen mit Darth Vader auf eine Mission geschickt, die schon bald in einer galaktischen Verfolgungsjagd endet. – An sich ein gut geschriebener Sci-Fi Roman mit interessamten Star Wars Charakter. Nur leider lese ich sehr ungern Sci-Fi, weswegen es sich für mich etwas gezogen hat.

Rotkäppchen und der Hipster-Wolf: Die vier Prinzen von Reds (Rotkäppchen) besten Freundinnen Schneewittchen, Dornröschen, Aschenputtel und Rapunzel wurden entführt. Auf ihrer Suche trifft sie ausgerechnet auf einen Hipster-Wolf und das bei ihrer Wolf-Phobie. Dieser sieht in der Suche aber eine tolle Schlagzeile und schließt sich Red an. Die Reise führt die beiden über die Grenzen des Märchenwaldes heraus. – Ein Buch zum totlachen, auch wenn manche Charaktere (*hust Snow hust*) sehr nervig waren. Aber die ganzen Ideen Märchen in unsere Zeit zu holen und die Prinzessinen mit Smartphone und Selfiestick auszustatten ist schon zum totlachen! Bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Deeply: Zoey zieht nach Seattle in die WG ihres großen Bruders Cooper, bereit sich nicht mehr von einem Erlebnis ihrer Vergangenheit vom Leben abhalten zu lassen. Dort trifft sie auf ihren neuen Mitbewohner Dylan. Zwischen beiden besteht sofort eine Anziehung, doch Zoey ist zögerlich und auch Dylan hat ein Geheimnis. – Ein schöner Abschluss der Reihe mit wenig Drama, dafür aber wieder sehr wichtigen Themen, die respektvoll behandelt wurden.

Und ich leuchte mit den Wolken: Lilou reist nach Paris, um ihre französischen Wurzeln zu erforschen. Dabei trifft sie auf Mignon. Zwischen beiden ist sofort eine Anziehung, doch gerade Mignon möchte sich das nicht eingestehen. – Ich mochte Paris und diese ganzen französischen Attitüten bisher nicht, aber in diesem Buch habe ich alle meine Vorurteile gleichzeitig bestätigt und widerlegt gesehen. Und in die Geschichte von Lilou und Mignon habe ich mich schockverliebt! Schon jetzt ein Jahreshighlight!

House of Scarlett: Nachdem Gabriel Legend und Scarlett Priest im ersten Band unschön auseinander gingen, treffen sie doch wieder aufeinander. Und auch wenn sie weiterhin aus verschiedenen Welten kommen, bleibt die Anziehung bestehen. Können sie alle Hindernisse überwinden? – Auch der zweite Band wirkt sehr lang gestreckt und kommt nicht richtig auf den Punkt. Das dürfte sich nach dem Cliffhanger in Band drei ändern, aber der Weg dahin ist ziemlich lang.

Land in Sicht: Jana ist vaterlos aufgewachsen, doch irgendwann fragt sie sich, wie ihr Vater so ist. Als sie herausfindet, dass er Kapitän für eine Flusskreuzfahrt-Reederei ist, bucht sie kurzerhand die Reise. Doch die Reise verläuft anders, als gedacht. – Während mich die Geschichte grundsätzlich angesprochen hat, war die Umsetzung gerade gegen Ende dann doch etwas zu wirr und kam nicht auf den Punkt.

Hummeldumm: Matze wird von seiner Freundin Sina auf eine Gruppenreise nach Namibia geschickt. Nicht nur ist er von der Gruppe alles andere als begeistert, auch hat er vorher vergessen eine Reservierungssumme für die neue Wohnung zu überweisen, weswegen er verzweifelt versucht Handy- und Internetempfang zu bekommen. – Eigentliche eine witzige Geschichte, die sehr mit Stereotypen spielt. Leider überschreitet der Autor in einigen Aussagen die Grenze zu Beleidigungen und teilweise auch zum Rassismus, was dem ganzen einen schlechten Nachgeschmack anhängt. – Hörbuch

James Bond 007 – Moonraker: Nachdem Bond Sir Hugo Drax beim Kartenspiel des Betrugs überführt, wird er als Spion zum Moonraker-Projekt gerufen. Dessen Kopf ist ausgerechnet Sir Hugo Drax. Doch was geht bei dem Projekt wirklich vor sich? – Der dritte James Bond Roman braucht sehr lange um richtig in Fahrt zu kommen und wird erst gegen Ende wirklich spannend.

Was waren eure Highlights im Mai?

*Werbung, da Rezensionsexemplar

 

 

Hinter der blauen Tür – Kritik zu Buch und Film

Ein Vorwort

Wo meine beste Freundin manchmal Filme ausgräbt, ist mir schleierhaft. Aber als sie mit diesem Film auftauchte und meinte, sie hätte es nur wegen des Covers gekauft, konntet ich sie schon irgendwie verstehen. Nach dem Sehen des Films blieben jedoch ein paar Fragen offen. Ihre Lösung? Sie schenkt mir das Buch zu Weihnachten, damit ich es lese und ihr sagen kann, ob dort mehr erklärt wird. Was soll ich sagen… es hat funktioniert.

Die Handlung

Lukasz kommt nach einem Unfall zu seiner Tante in eine baufällige Pension. Doch hinter seiner Zimmertür, die als einzige blaugestrichen ist, findet er eine ganz andere Welt. Dort trifft er auf den geheimnisvollen Schneider. Das dieser nicht nur gutes im Schilde führt, muss Lukasz schon bald am eigenen Leib erfahren.

Meine Meinung zum Film

„Nach dem Bestseller der Kinderliteratur“ und „Ein wundervoller Film für die ganze Familie“, so wird der Film auf der Blu-Ray-Hülle beworben. Das ganze steht ein bisschen im Widerspruch zur etwas gruseligen Darstellung. Doch die blau-lilanen Farben und der mystische Touch wirken sehr anziehend, den Kauf meiner besten Freundin konnte ich auf jeden Fall nachvollziehen. Zu Beginn erkennt man schnell, dass das polnische Kinderbuch auch in Polen verfilmt wurde, was einen spannenden und vor allem auch mal anderen Einblick bietet, als die typischen US-Städte. Schnell wechselt die Handlung und wir finden uns in der Pension der Tante wieder, die so gar nicht ansprechend aussieht. Man erwartet ein altes Gebäude mit einem ganz eigenen Charme und bekommt ein eher gruseliges Gebäude mit einer Vorliebe für Geweihe an der Wand. Die Geschichte fängt hier kurzzeitig an zu stocken, da Lukasz hier im Prinzip immer nur wegen irgendetwas wütend ist und es seiner Tante nicht leicht macht. Das ändert sich, sobald er das Geheimnis der blauen Tür entdeckt und die Welt dahinter erkundet. Hier kommt die ganze Stärke des Films heraus. Denn die Welt hinter der blauen Tür ist mit einer unfassbaren Liebe für Details gestaltet, dass man sich hier kaum sattsehen kann. Mit Eintreffen des Schneiders wird der Film dann für die Zielgruppe leicht gruselig, weswegen der Film eine FSK 12 Freigabe hat, was durchauch angemessen ist. Nur als Verfilmung eines Kinderbuchs eben an der Zielgruppe vorbei, was auch den einleitenden Sätzen widerspricht. Der Film gipfelt in ein vergleichsweise ruhiges Finale und kommt zu einem überraschenden – und auch enttäuschendem – Ende. Denn leider bleiben bis zum Ende die großen Geheimnisse des Films unbeantwortet. Stattdessen wird eine Erklärung angesetzt, die so gar nicht zum restlichen Film passen will und den Zuschauer eher vor den Kopf stößt – wobei dies natürlich auch mit der Buchvorlage zusammenhängt.

Meine Meinung zum Buch

Ich habe wie gesagt das Buch nach dem Film gelesen, weswegen ich diesmal auch erst etwas zum Film geschrieben habe. Zunächst ähneln sich beide auch sehr, die Geschichte gerät langsam in Fahrt und schnell finden wir uns auch hier in der Pension wieder. Ab hier gibt es immer noch Handlungsstränge, die sich stark ähneln und welche, die komplett anders verlaufen. Das ist aber vollkommen in Ordnung, weil so nur wenig Informationen im Film verloren gingen, die wirklich wichtig waren. Die Beschreibung der Welt hinter der blauen Tür ist hier zwar ausführlich, dennoch ist die Darstellung der große Pluspunkt des Films, dafür bietet das Buch einen hübschen Einband und kleine zeichnerische Details im Buch. Generell ist im Buch das Zusammentreffen mit dem Schneider weniger gruselig dargestellt und daher passender zum Genre. Denn durch den Schreibstil und den auch zum späteren Zeitpunkt  ungruseligeren Szenen merkt man, dass die Buchvorlage sich doch eindeutig an Kinder richtet, auch wenn man es als Erwachsene ebenfalls gut  lesen kann.
Letztlich gibt das Buch am Ende wenigstens eine Erklärung für die Geschehnisse hinter der blauen Tür, auch wenn es ein wenig unbefriedigend ist. Auch das Ende im Buch macht wieder einen Sprung, der die Geschichte leider ihrer Magie beraubt. Das ist sehr schade, hat es bis dahin doch als Kinderbuch sehr gut funktioniert.

Das Fazit

Während sich das Buch gut als Kindergeschichte macht und lediglich am Ende ein bisschen schwächelt, verfehlt der Film die Zielgruppe, punktet durch eine schöne Weltgestaltung und scheitert am Ende an den Erklärungen. Zusammen ergeben Film und Buch eine gute Symbiose.

Rückblick auf den April 2021

Der April ist vorbei und er verflucht kalt. Das war ich nicht mehr gewohnt. Mit Ostern, einem (coronakonformen) Urlaub und der Oscarverleihung war auch einiges los bei mir. Dennoch kam medial wieder einiges zusammen und so starten wir in den Monatsrückblick.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Im April habe ich erneut gesehen: Hinter der blauen Tür (etwas gruseliger Kinderfilm)

Citizen Kane: Charles Foster Kane erlebt seine letzten Atemzüge auf seinem unvollendeten Privatschloss Xanadu. Sein letztes Wort ist ‚Rosebud‘. Als ein Journalistenteam eine Zusammenfassung seines Lebens bringen will, fehlt ihnen der richtige Ansatz, weswegen sie versuchen herauszufinden, was er gemeint haben könnte. Dabei wird Kanes Leben genau durchleuchtet. – Ein zeitloser Klassiker und ein faszinierendes Porträt eines Mannes.

Mank: 1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch. – Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet.

The Trial of the Chicago 7: 1968 kommt es beim Parteitag der Demokratischen Partei zu geplanten friedlichen Protesten verschiedener Bewegungen. Durch eine Ausgangssperre eskaliert das ganze. Wenig später müssen sich acht Männer vor Gericht verantworten. – stark gespielt, stark inszeniert, für ein Gerichtsdrama auch spannend erzählt, aber auch thematisch schwer zu verdauen. 

Ma Raineys Black Bottom: 1927 in Chicago soll „Ma“ Rainey eine Platte aufnehmen. Die „Königin des Blues“ macht es den Plattenmanagern Sturdyvant und Irvin dabei nicht einfach. Gleichzeitig kommt es zu mehreren Gesprächen der Bandmusiker im Proberaum. – ein stark gespieltes Kammerspiel, mit Schwerpunkt auf den Dialogen.

One Night in Miami: 1964 wird Cassius Clay Champion im Boxen. An diesem Abend trifft er sich mit Malcolm X, Sam Cooke und Jim Brown. Es folgt eine Nacht voller Gespräche über ihre Situation, ihre Pläne und ihre Zukunft. – ein brilliant geschriebener Film, der es weiß auf die feinen Details der Sprache einzugehen und alle Meinungen gleichberechtigt darzustellen. 

Sound of Metal: Ruben Stone ist Schlagzeuger eines Duos und reist mit seiner Freundin Lou von einem Gig zum nächsten. Bei einem Soundcheck hat Ruben auf einmal Probleme mit dem Hören. Ein Arztbesuch später weiß er, dass er nur noch 25% Hörleistung auf beiden Ohren hat. Lou bricht die Tour ab, damit Ruben sich einer gehörlosen Wohngemeinschaft anschließen kann, die ihn weitgehend von der Außenwelt isoliert. – Sound of Metal versteht mit dem gewählten Thema unkonventionell, aber sehr respektvoll umzugehen. Dennoch ist die Erzählstruktur sehr gewöhnungsbedürftig.

Framing Britney Spears: Seit 2008 befindet sich Popstar Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters, eine gesetzliche Anordnung, die normalerweise eher bei älteren Menschen Anwendung findet. Die Dokumentation befasst sich mit Spears Karriere, dem Sexismus in der Musikbranche und ihrem Fall. – Eine spannende Doku, die Spears und die Medien in einen ganz neuen Licht darstellt. Auf jeden Fall eine Sichtung wert.

Idiocracy: In einem Experiment des Militärs werden Joe und Rita in einen Kälteschlaf versetzt, eigentlich für ein Jahr. Leider wird das Experiment vergessen und die beiden wachen im Jahr 2505 wieder auf. Leider ist seitdem die Welt in Chaos gestürzt, da der IQ der Bevölkerung sehr stark abgenommen hat. – Eine witzige Dystopie, die immer haarscharf an den unter der Gürtellinienwitzen vorbeischrammt.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Immer für dich da – Staffel 1 (Eigentliche eine tolle Serie über Freundschaft, aber viel zu langatmig erzählt)

Shadow & Bone – Staffel 1 (Schon jetzt ein Jahreshighlight, die Verfilmung der Buchhreihe von Leigh Bardugo hat einfach alles, was ich von einer guten Serie erwarte)

Falcon & the Winter Soldier – Staffel 1 (Die zweite Marvel Serie auf Disney+ verzettelt sich zu sehr mit der Handlung und wirkt gleichzeitig zu lang und zu kurz)

Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1 (Eine etwas andere Kinderserie, die man nicht nach ihrer schrecklichen Pilotfolge beurteilen sollte)

Country Comfort – Staffel 1 (Eine Comedyserie, die viele gute Stellen hat, aber auch eine Ruckler. Mal schauen, ob sich das in der zweiten Staffel bessert)

Star Trek – Lower Decks – Staffel 1 (Eine Star Trek Serie in bester Rick&Morty Manier? Funktioniert erstaunlich gut)

A Discovery of Witches – Staffel 1 (Die Zeiten von Hexen und Vampiren sind vorbei? Nicht in dieser Serie. Dabei auch eine spannende Geschichte, nur mit der Protagonistin bin ich nicht ganz warm geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 5
Seiten gesamt: 2.399
Seiten pro Tag: 80 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 4

Der Joker: Eds Leben ist absolut durchschnittlich. Bis er einen Bankräuber aufhält. Kurz darauf findet er das Karo-Ass mit drei Adressen in seinem Briefkasten. Ihm stehen einige Prüfungen bevor, die sein Leben ganz schön durcheinander wirbeln. – Nach langer Zeit mal wieder gelesen und es ist einfach immer noch mein all-time-favourite. Eine schöne Geschichte!

Fall of Legend: Gabriel Legend kommt von ganz unten und hat sich seinen Weg hochgekämpft. Doch sein neuer Club steht nach einem Zwischenfall kurz vor dem Aus. Da taucht Scarlett Priest auf, die seit ihrer Kindheit im Rampenlicht stand. Sie könnte die Lösung sein, doch dann kommen Gefühle ins Spiel. – Spannender Einstieg, dann wird viel Zeit für Charakteraufbau angewandt und wenig in die Handlung investiert. Hier braucht man also den zweiten Teil.

Biss zur Mitternachtssonne: In Biss zum Morgengrauen (Twilight) erfuhren wir, wie Bella und Edward sich kennengelernt haben. Jetzt ist es Edward, der uns die Geschichte noch einmal aus seiner Sicht erzählt. – Wirklich notwendig war das Buch wohl nicht, und an einigen Stellen wird der Mehrwert des Sichtswechsels auch einfach verpasst, aber der Schreibstil macht viel wett. Wenn das Buch nicht so dick wäre mit viel zu vielen Wiederholungen, sähe ich es wohl entspannter.

Percy Jackson 3 – Der Fluch der Titanen: Nach einem Zwischenfall ist Annabeth ver-schwunden und auch die Göttin Artemis schwebt in Gefahr. Percy muss zusammen mit Thalia, Grover und zwei Jägerinnen erneut ein Abenteuer bestehen. – Der dritte Teil war wieder spannend und diesmal bin ich auch besser in die Geschichte reingekommen als bei den vorherigen Teilen. Es wird noch spannend.

The Secret Book Club 3 – Liebesromane zum Frühstück: Alexis und Noah sind seit den Ereignissen aus Band 2 beste Freunde. Damit werden sie sehr oft aufgezogen. Doch dann taucht nicht nur ein verschollenes Familienmitglied bei Alexis auf, sie müssen sich auch die Frage stellen, ob sie nicht doch Gefühle füreinander haben. – Der Abschluss der Reihe kommt wieder mit einer tollen und spannenden Geschichte daher. Wie schon der zweite, kommt die Geschichte nicht an den ersten Band heran, aber das mindert das Leseerlebnis in keiner Weise. 

Was waren eure Highlights im April?