In the Heights (OV)

Ein Vorwort

Erinnert ihr euch noch an Hamilton? Okay blöde Frage, da es immer und immer wieder in meinen Monatsrückblicken aufgetaucht ist und sich schnell zu meinem Lieblingsmusical entwickelt hat. Doch vor Hamilton schrieb Lin-Manuel Miranda bereits ein Musical: In the Heights. Nun gibt es die adaptierte Bühnenfassung im Kino. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Usnavi (Anthony Ramos) ist Besitzer eines kleinen Ladens in Washington Heights einem Stadtteil von New York City. Dort trifft sich die Gemeinschaft, die alle unterschiedliche Sorgen haben. Als dann auch noch das Gerücht umgeht, dass jemand 96.000 Dollar im Lotto gewonnen hat, gibt es kein Halten mehr.

Meine Meinung

Die Handlung von In the Heights zusammenzufassen ist ein bisschen schwierig, weil alles und gleichzeitig nichts passiert. Um es ganz kurz zu machen, es geht um die Hoffnungen und Träume in einem Stadtteil New York, das von vielen Einwanderern und deren Nachkommen bewohnt wird. Von einem Ladenbesitzer, der von seiner Kindheit in der Dominikanischen Republik träumt und dorthin zurückziehen will. Von einer jungen Friseurin, die gerne Designerin wäre und einen Laden in Manhattan hätte, dort aber nicht einmal eine Wohnung bekommt. Von einer jungen Studentin, die es nach Stanford geschafft hat, doch vom Heimweh zerfressen wird. Und noch so vielen anderen.
Und auch wenn die Grundstimmung der einzelnen Geschichte eher traurig ist, ist es der Film keinesfalls. Lateinamerikanische Rhythmen, mitreißende Hip-Hop Beats und dazu Musical-Melodien. Zusammen ergibt dies einen Cocktail, der es einem schwer macht, artig im Kinosessel sitzen zu bleiben. Vor allem weil die Choreographien einen förmlich dazu auffordern, aufzuspringen und mitzutanzen – auch wenn ich null Rhythmusgefühl habe.
Schwieriger ist es da schon der Handlung zu folgen. Denn es gibt den Film aktuell nur in der Originalversion. Die Betonung liegt hier auf Ohne Untertitel. Das mag bei den Dialogen für geübte Originalzuschauer noch gut funktionieren, ist bei den Liedern dann schon schwieriger, vor allem wenn viel durcheinander gesungen wird. Dennoch schafft man es die Grundaussagen des Films gut zu verstehen, auch wenn es dadurch mitunter anstrengend wird.
Mit 143 Minuten ist In the Heights kürzer als Hamilton (160 Minuten). Dennoch merkt man stellenweise, wo sich Längen auftun könnten. Doch das Drehbuch schafft es genau dann wieder durch eine gefühlvolle Ballade oder eine mitreißende Nummer die Stimmung zu kippen.
Schauspielerisch ist der Film top besetzt. Lin-Manuel Miranda, der in der Broadwayfassung noch die Hauptrolle des Usnavi spielte, gibt diese an seinen Kollegen Anthony Ramos ab, der bereits bei Hamilton eine große Rolle spielen durfte. Doch auch der übliche Cast kann sich durchaus sehen lassen. Schmunzler gab es für Brooklyn-99 Fans mit Stephanie Beatriz Rolle, die so gar nicht der Rosa entspricht und für Hamilton Fans mit dem Gastautritt von Chris Jackson.

Das Fazit

In the Heights bringt lateinamerikanische Rhythmen ins Musical und vereint gute Laune und ernste Themen über die Einwanderungspolitik mit einem unfassbaren Gemeinschaftsgefühl. Nicht nur für Musicalfans eine Empfehlung! Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

In the Heights läuft seit dem 22.07.2021 in den deutschen Kinos

PS: Bleibt bis zum Ende des Abspanns sitzen! Dort wartet noch ein kleiner Schmunzler und das letzte Lied auf euch!

Nobody

Ein Vorwort

Es war nur eine Frage der Zeit, bis John Wick die ersten Nachfolger anzieht. Gut gemachte Action und ein noch nicht verbratener Actionstar. Mit Better Call Saul Star Bob Odenkirk wurde genau dieser gefunden. Ob Nobody ein würdiger Nachfolger ist oder sich eher die Actionfilmkatastrophen der letzten Jahre einreiht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Hutch Mansell (Bob Odenkirk) ist ein liebender Vater, fürsorglicher Ehemann und fleißiger Mitarbeiter. Also ein vorbildlicher Bürger, auch wenn er gerne die Mülltonne zu spät rausstellt. Eines Abends gibt es einen Raubüberfall, bei der er widerstandslos das Risiko klein hält. Dafür erntet er viel Kritik. Als kurz darauf ein paar Betrunkene im Bus randalieren, kann er sich nicht mehr zurückhalten. Denn hinter der Fassade schlummert eine Vergangenheit, die jetzt herausbricht.

Meine Meinung

Der einleitende Vergleich mit John Wick kommt nicht von ungefähr. In beiden Filmen haben wir einen Mann, der nach einem Überfall auf sein Haus seine dunkle Vergangenheit auspackt und beachtliche kämpferische Skills besitz, mit der auf Rachefeldzug geht. In beiden Filmen legt man sich mit dem Sohn/Bruder eines einflussreichen Mafiabosses an, der darauf eine persönliche Racheaktion plant. Vorteil für Hutch Mansell im Vergleich zu John Wick: seine Familie lebt noch.
Spannend ist hier gerade am Anfang, wie Sprüche von Sohn, Ehefrau und Chef das Bild des mustergültigen Mannes kreiert wird, und Hutch praktisch alles davon abgesprochen wird. Er sei „kein richtiger Mann“, nur weil er friedlich vor sich hinlebt und jede Konfrontation meidet. Glücklicherweise wird dieses Bild im folgenden relativiert, auch wenn natürlich der Wandel zum knallharten Schläger erfolgt. Dennoch kann mit ein paar Klischees gebrochen werden.
Leider verrennt sich Nobody im folgenden zu sehr in Altbekanntem, statt wirklich etwas neues zu schaffen. Gerade Alexeis Serebrjakows Charakter als Mafiaboss Yulian Kusnezow wirkt wie ein wandelndes Klischee, zumal man „den bösen Russen“ und den „guten Amerikaner“ auch nicht mehr sehen kann. So mag der Film grundsätzlich ein gutes Drehbuch haben, doch man kann in so ziemlich jeder Szene vorhersagen, was passiert. Hier wird lieber auf Nummer sicher gegangen, anstatt sich mal etwas zu trauen und vom Bekannten abzuweichen.
Das ist besonders schade, weil man gerade im großen Finale und durch das Auftauchen von Christopher Lloyds Charakter David Mansell erkennt, was möglich gewesen wäre. Hier kommt so viel Schwung und Witz dazu, dass man praktisch dafür belohnt wird, bis hier ausgehalten zu haben.
Also ja Nobody ist stellenweise ein guter Film, der richtig Spaß macht und tolle Charaktere etabliert. Aber eben nur stellenweise. Und das ist letzlich zu wenig, um wirklich zu überzeugen. Dennoch möchte ich hier die tollen Kampfchoreographien erwähnen und auch, dass Hutch zwar als starker Kämpfer, aber nicht als Übermensch gezeigt wird. Auch er bekommt Schläge ab, die ihn hart treffen und straucheln lassen. Nur, dass er halt wieder aufsteht, was nicht alle seine Gegner schaffen.

Das Fazit

Nobody ist ein Actionfilm, der ein bisschen zu sehr auf Nummer sicher geht und sich an altbekannten Handlungsstrukturen orientiert. Dabei zeigt er gerade am Ende, dass er mehr drauf hat, dafür muss man aber bis dahin durchhalten. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Nobody läuft seit dem 01.07.2021 in den deutschen Kinos

Der Rausch

Ein Vorwort

Zum ersten Mal gehört habe ich von dem Film bei der diesjährigen Oscarverleihung. Seitdem bin ich sehr gespannt, vor allem weil einem die ganze Hintergrundgeschichte so nahe ging – die Tochter des Regisseurs ist während der Dreharbeiten verstorben. Zeitgleich interessierte mich auch die Thematik. Nun war es endlich soweit. Wie ich den Film fand, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Lehrer Martin (Mads Mikkelsen), Tommy (Thomas Bo Larsen), Nikolaj (Magnus Millang) und Peter (Lars Ranthe) fühlen sich ein wenig ausgebrannt und gefangen. An einem Geburtstag diskutieren sie die Theorie von Finn Skaderud, dass der Mensch 5 Promille zu wenig Alkohol im Blut hat. Sie beschließen ein Experiment zu starten.

Meine Meinung

Als ich das erste Mal vom Der Rausch hörte, war ich skeptisch. Ein Film über ein Experiment, bei dem bewusst viel Alkohol konsumiert wird? Das konnte doch nur eine Verherrlichung der legalen Drogen werden. Doch dann kamen die ersten Kritiken, die ihn eher als Ode an das Leben beschrieben. Meine Neugier wurde größer. Und tatsächlich nimmt sich der Film diesem Spagat an und meistert ihn.
Aber von Anfang an. Zunächst werden die einzelnen Charaktere vorgestellt. In kurzen Einstellungen sieht man sie bei der Arbeit und mit welcher Motivation sie dabei sind. Dann haben wir auch schon den schicksalsgebenden Geburtstag, bei dem Skaderuds Theorie diskutiert wird. Dann geht es auch direkt los. Interessant ist hier, dass nicht einfach nur losgetrunken wird, sondern es als wissenschaftliches Selbstexperiment aufgezogen wird. Mit Theorie, Ausgangssituation und Zielen. Dadurch hat der Film ein gutes Konzept, das er bis zum Ende durchzieht.
Natürlich kommt es, wie es kommen muss. Eine Zeit lang geht alles gut, bis irgendwann die Ausreißer kommen und das Konstrukt in sich zusammen fällt. Beziehungen leiden, der Job leidet und auch die Freundschaft der vier Herren wird auf die Probe gestellt. Dennoch verliert der Film hier nie den Fokus. Anstatt in einer reinen Sauforgie zu enden, wird genau gezeigt, was kontrollierter und unkontrollierter Konsum ausrichten kann. Letztlich wird aber auch gezeigt, wie Eingefahrenheit im Job und in der Beziehung einen ebenso aus dem Konzept bringen können. Es ist also eine Ode an das Leben und nicht an den Alkohol.
Dieser feine Unterschied wird gerade am Ende deutlich. Hier kommt es wohl zu der ikonischten Szene des ganzen Films. So schafft der Film gerade am Ende noch einmal den Bogen und zeigt welche Gefahren im Alkoholismus lauern und wie man sich ein Stück Lebensqualität behält.
Schauspielerisch ist der Film fein besetzt. Aushängeschild ist hier der auch international bekanntere Mads Mikkelsen, doch auch seine Kollegen müssen sich keinesfalls verstecken. Gerade die kleinen Nuancen übermitteln alle sehr gut. Hier fühlt man sich in alle ein, auch wenn man von Martin (Mikkelsen) noch am meisten erfährt.

Das Fazit

Der Rausch ist einer dieser kleinen Perlen, die bis zu einem bestimmten Grad zwar vorhersehbar sind, aber es durch ihre Umsetzung wett machen. Und letztlich ist es einfach die besagte Ode ans Leben. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Der Rausch läuft seit dem 22.07.2021 in den deutschen Kinos

Godzilla vs. Kong

Ein Vorwort

Warner Brothers versucht nicht nur verzweifelt das DC Extended Universe am Laufen zu halten, sondern auch ihr MonsterVerse. Der vierte Film der Reihe sollte nun ihr beiden Giganten aufeinander treffen lassen, wurde aber erst einmal immer weiter nach hinten geschoben. Irgendwie ist der Trailer auch völlig an mir vorbeigegangen, weswegen ich sehr unvoreingenommen und ohne Erwartungen an den Film herangegangen bin. Was der Film letztlich kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

In Godzilla (2014) untersuchen Ford Brody und sein Vater Joe die Ruinen eines 1999 eingestürzten Atomkraftwerks in Japan. Joe glaubt, dass es sich damals nicht um ein Erdbeben handelte, sondern mehr dahinter steckte. Sie treffen auf eine ausgebaute Forschungsstation der Privatorganisation Monarch und auf Dr. Serizawa, der den beiden von dem Monster „Muto“ genannt berichtet, dass sich dort eingehüllt von der Radioakitvität ernährt. Als es ausbricht, bricht gleichzeitig in Nevada ein Weibchen aus. Dadurch wird jedoch ein mächtiger Gegner aktiviert: Godzilla. Nach einem ersten Kampf verfolgt Godzilla das Männchen und auch das US-Militär hat Pläne, die jedoch dazuführen, dass San Francisco von einer Atombombe bedroht wird. Im finalen Kampf kann die Bombe entschärft werden und Godzilla besiegt die beiden Mutos, bevor er wieder in die Tiefen des Ozeans verschwindet.
In Godzilla II: King of the Monsters (2019) erkunden die Forscherin Emma Russel und ihre Tochter Madisson trotz politischen Widerstands gegen die Organisation Monarch sogenannte Titanen. Bei einem Überfall durch den Söldner Alan Jonah werden Emma und Madison entführt. Monarch wendet sich daher an Emmas Exmann Mark, der eigentlich von der Organisation nichts mehr wissen will. Kurz darauf werden alle beobachteten Titanen gleichzeitig erweckt und auf die Menschheit losgelassen. Nun erhebt sich Godzilla wieder aus der Tiefe, um die natürliche Ordnung wieder herzustellen. Beim Eingriff des Militärs wird jedoch Godzilla ernsthaft verletzt, während sein Widersacher sich beinah unbeschadet erhebt. Das Forschungsteam findet heraus, dass an der sogenannten Hohlerde-Theorie was dran ist und finden Godzilla in einer unterirdischen Höhle, wo sie ihn mit Radioaktivität defibrillieren. Im Endkampf beweist sich Godzilla als König der Monster. Im Abspann wird die Handlung von Godzilla vs Kong angeteasert, da ein Kopf von Godzilla Widersacher Ghidora überlebt hat.
In Kong: Skull Island (2017) leitet die Regierungsorganisation Monarch 1973 einen Einsatz auf die mysteriöse Skull Island, da dort urzeitliches Leben vermutet wird. Bei Bombenabwurd, um die geologische Struktur zu erforschen, wecken sie jedoch Kong, einen Riesenaffen. Dadurch wird das Team auf der Insel verstreut. Ein Teil der Gruppe trifft auf Eingeborene und einen im zweiten Weltkrieg abgestürzten Piloten. Kong wird von denen als Beschützer angesehen und sie halten ihn für eine friedliche Kreatur. Gleichzeitig erfährt das Team von den sogenannten Schädelkriechern, die immer wieder an die Oberfläche klettern. Mit den kleinen kommt Kong klar, aber sollte er sterben, würden die großen an die Oberfläche klettern, die bereits Kongs ganze Familie ausgelöscht hat. Der andere Teil der Gruppe hat es aber weiterhin aus Kong abgesehen und schafft es ihn zu verletzten, wodurch der große Schädelkriecher an die Oberfläche klettert. Im finalen Kampf kann Kong ihn zusammen mit dem anderen Team, die die Geschichten der Eingeborenen gelauscht hatten, den Schädelkriecher zu töten.

Die Handlung

Nachdem Godzilla in Florida eine Stadt angegreift, wird er nicht mehr von allen Seiten als Beschützer der Erde gesehen. Gleichzeitig wird der Forscher Dr. Nathan Lind (Alexander Skarsgard) vom Milliardär Walter Simmons (Demian Bichir) angeworben, um die Hohlerden-Theorie zu untersuchen. Dafür benötigen sie Kong, der inzwischen in einem künstlich geschaffenen Habitat lebt und von Dr. Ilene Andrews (Rebecca Hall) und ihre Ziehtochter Jia (Kaylee Hottle) betreut wird. Dieser soll ihnen den Weg zur Hohlerde zeigen, doch sobald er das Habitat verlässt, könnte ihn Godzilla als Bedrohung ansehen und angreifen. Madison Russell (Millie Bobby Brown) versucht gleichzeitig mit dem Verschwörungstheoretiker Bernie Hayes (Brian Tyree Henry) zu untersuchen, warum Godzilla Florida angegriffen hat.

Meine Meinung

Die Handlung von Godzilla vs. Kong zusammenzufassen ist gar nicht so einfach, da sie an mehreren Stellen und mit verschiedenen Charakteren spielt. Dabei sind einige bekannte Gesichter wieder dabei, aber auch viele neue, die man erst einmal wieder einordnen muss. Dabei ist die Handlung eigentlich nur eine Farce, um die beiden Giganten irgendwie aufeinander treffen zu lassen. Wobei das dem Film fast besser steht, als die erzwungene Mythologie in Godzilla II.
Aber von Anfang an. Godzilla vs Kong zeigt von Anfang an, dass sie keine Kosten gespart haben und zeigt im Angriff Godzillas wieder einmal was das CGI heutzutage alles kann. Und so durfte bereits die erste Stadt zerstört werden. Es folgt eine kurze Unterbrechung, um die wichtigsten Charaktere vorzustellen. Dabei ist vor allem bemerkenswert, wie schon wieder fast der vollständige Cast getauscht wurde. Gerade die angeteaserte Handlung am Ende von Godzilla II scheint mit dem Wegfall von Charles Dance Rolle irgendwie unlogisch. Damit das alles aber nicht ganz so auffällig ist, darf Millie Bobby Brown eine ganze Weile sinnlos durchs Bild rennen, bis sie am Ende wirklich nochmal eine wichtige Aufgabe übernimmt. Für Kong wird dann auch eben schnell mal eine Zwischenlösung hingeschustert, aus der er dann aber direkt wieder abtransportiert wird. Was folgt ist eine Abwechslung aus beeindruckenden Kämpfen, eine Menge Zerstörungswut, menschlicher Gier und ab und an auch ein bisschen vorgeschobene Handlung.
Dabei wird der größte Wert eindeutig auf die Optik des Films gelegt. Hier braucht er sich nicht zu verstecken, auch wenn einige Szenen vielleicht etwas zu gewollt realitisch dargestellt wurden. Man bekommt den namensgebenden Kampf auch gleich zweimal geboten, wodurch man sich nicht beschweren kann, unter falschem Vorwand ins Kino gelockt worden zu sein. Auch wenn Godzilla im Vergleich zu Kong wenig Screentime hat.
Das Ende ist dann allerdings ungefär so enttäuschend wie in Batman vs. Superman. Nach einer gewissen Kampfzeit, mischen sich einfach die Menschen wieder ein und schwupps sind alle Feindschaften vergessen. (Deine Mutter heißt Martha? Meine Mutter heißt auch Martha? Na dann sollten wir Freunde werden).
So richtig ausgereift ist der Film nicht. Man erkennt die Absicht des ganzen, doch statt sich darauf zu konzentrieren, gibt es zu viel Belangloses drum herum. Auch die Darsteller wirken wieder mehr verschenkt als alles andere. Charakterentwicklungen sucht man hier vergeblich. Das große Finale des MonsterVerse ist es wohl nicht, aber das war bei den bisherigen Filmen auch nicht zu erwarten. Wer die vorherigen Filme mochte und sich auch da nicht über die mangelnde Handlung beklagt hat, der wird auch hier wieder seinen Spaß haben. Für alle, die mehr als ein bisschen bildgewaltige Monsterkloppe wollen, werden hier nicht glücklich.

Das Fazit

Godzilla vs. Kong setzt wie bereits die Vorgänger mehr auf Bilder als auf durchdachte Handlung. Charakterentwicklung sucht man hier ebenfalls vergebens. Die Kämpfe sind zwar eindrucksvoll, doch gerade das Ende lässt einen nur die Augen verdrehen. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Godzilla vs. Kong läuft seit dem 01.07.2021 in den (geöffneten) deutschen Kinos

Black Widow

Ein Vorwort

Mit Avengers Endgame – okay und mit Spider-Man – Far from home – ist die dritte Phase des MCU (Marvel Cinematic Universe) zu Ende gegangen. Phase 4 sollte im letzten Jahr mit Black Widow beginnen. Durch geschlossene Kinos und vielen Terminverschiebungen durften jetzt aber die Serien der Phase vorher ihre Premiere feiern. So lief WandaVision, Falcon and the Winter Soldier und auch Loki schon (fast) vollständig auf Disney+. Nun durfte Natasha Romanoff endlich ihren lange gewünschten Solofilm haben. Warum wir den alle derzeit verdient haben, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain America 3 – Civil War & Avengers – Endgame – diese werde ich hier kurz vorstellen.
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Iron Man 2, The Avengers, Avengers – Age of Ultron, Falcon & the Winter Soldier – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Captain America 3 – Civil War wird nach einem gescheiterten Einsatz in Lagos der Schrei immer größer, die Avengers mit einem Regelwerk stärker zu kontrollieren. Nach einem Anschlag auf die UN, wo der Gesetztesentwurf diskutiert werden sollte, spalten sich die Avengers in zwei Lager. Captain America ist auf der Flucht, da sein Freund Bucky für den Anschlag verantwortlich gemacht wird. Black Widow steht auf der anderen Seite im Team Iron Man. Beim großen Kampf der beiden Lager, entscheidet sie sich am Ende doch für die andere Seite und hilft Cap und Bucky zu fliehen, um Baron Zemo aufzuhalten. Dadurch wird sie von Thaddeus Ross mit den anderen unter Arrest gestellt, kann jedoch fliehen.
In Avengers – Endgame raufen sich die übrig gebliebenen Avengers zusammen, um gegen Thanos anzutreten. Dafür entwickeln sie die Möglichkeit von Zeitreisen. Clint Barton alias Hawkeye und Black Widow reisen dafür nach Vormir, um den Seelenstein zu holen. Red Skull offenbahrt ihnen den Preis, nämlich ein geliebtes Leben zu Opfern. Clint und Natasha sind beide willig sich zu opfern, im Kampf siegt jedoch Natasha und stirbt.

Die Handlung

Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johannson) ist nach den Geschehnissen in Civil War auf der Flucht. In einer sicheren Unterkunft bringt ein Freund ihr ihre Post aus einem Haus in Budapest. Dort ist auch ein Koffer, den ihre Schwester Yelena (Florence Pugh) geschickt hat. Als sie von einem maskierten Kämpfer angegriffen wird, schafft sie es nach Budapest zu fliehen, wo sie auf Yelena trifft. Diese ist frisch auf der Flucht vorm roten Raum – dem Programm, das beide in der Kindheit zu Profikillerinnen ausgebildet hat. Um diesen endgültig zu besiegen, müssen sie sich mit alten Bekannten zusammentun.

Meine Meinung

Lange mussten Marvel Fans auf diesen Film warten. Nicht nur, weil er seit letztem Sommer regelmäßig verschoben wurde, sondern vor allem weil Fans diesen Film schon seit Ende Phase 1 fordern. Lange wurde sich dagegen gewehrt, da musste erst DC mit Wonder Woman kommen, um zu beweisen, dass auch Frauen einen Solofilm tragen können. Warum man sich dann zunächst für Captain Marvel entschied, bleibt fraglich. So wirkt er fast wie hinten eilig rangeschoben, vor allem durch die Ereignisse in Endgame.
Nichtsdestotrotz ist es der Film, den Marvel Fans verdient haben! War ich nach dem Trailer noch sehr kritisch, zumal man ihn dort zeitlich schlecht einordnen konnte – und was sollte das auf einmal mit der Familie? – so werden die Unklarheiten in den ersten 15 Minuten beseitigt. So startet der Film komplett logisch und passt sich gut in die zeitliche Abfolge. Eine kurze Einfindungsphase und dann geht es auch schon sehr actionlastig weiter.
Das ist es auch, was der Film perfekt beherrscht: Die Balance zwischen Action und Handlung vorantreiben bzw. wichtige Informationen an die Zuschauer weitergeben. Neben ein paar Fanserviceantworten – wir wissen endlich was in Budapest passiert ist! – wird aber auch der Charakter der Black Widow noch einmal greifbarer. Das, was zuvor eher unterschwellig angedeutet bzw in Age of Ultron auch etwas konkretisiert wurde, festigt sich nun zu einer Hintergrundgeschichte. Gleichzeitig schafft es gerade Florence Pughs Yelena einige Sachen wirklich auf den Punkt zu treffen. Die Dialoge zwischen den beiden Schwestern passen in die übliche Marvelmanier und lockern den Film neben den tollen Actionsequenzen wahnsinnig auf.
Chronologisch arbeitet sich der Film an verschiedenen Handlungselementen ab, die aber alle für das große Ganze gebraucht werden. Mit 134 Minuten ist Black Widow ein verhältnismäßig kurzer Marvel-Film. Dennoch kommt hier kein Element zu kurz und die Charaktere kriegen genug Freiraum, um sich entwickeln zu können.
Grundsätzlich ist Black Widow ein gelungener filmischer Auftakt der vierten Phase und beweist ein für allemal, dass auch Superheldinnen einen Film tragen können, ohne das sie männliche Love Interests benötigen. Leider verabschieden wir uns damit auch vollständig von ihr. Die After Credit Scene – unbedingt sitzen bleiben! – legt dann wohl den Grundstein für die kommende Hawkeyeserie. Es bleibt spannend.

Das Fazit

Black Widow ist ein gelungener Auftakt der vierten Phase des MCU. Die Balance zwischen Handlung und Action wird hier permanent gehalten und neu gewonnene Charaktere passen sich perfekt ein. Natürlich kommt der typische Marvel-Humor nicht zu kurz. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Black Widow läuft seit dem 08.07.2021 in den deutschen Kinos und zeitgleich auf Disney+ mit VIP-Option

Rückblick auf das 2. Quartal 2021

Auch das zweite Quartal des Jahres ist bereits geschafft, daher gibt es hier mal wieder einen Rückblick. Hier also im Kurzüberblick meine Highlights von April bis Juni. Jeweils zu Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf filmischen Highlights

  1. Kings of Hollywood

Das Produktionsstudio von Max Barber und seinem Neffen Walter Creason läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana ist widerstandsfähiger als gedacht. – Grundsolide Krimikomödie mit gutem Cast.

2. Mank

1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch. – Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet.

3. The Farewell

Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden. – Ein Film zwischen einer anderen Kultur, Trauer, aber auch irgendwo eine lebensbejaende Botschaft.

4. Flora & Ulysses

Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. – Ein süßer Kinderfilm, der besser ist, als der Trailer glauben lässt.

5. Raya und der letzte Drache

Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen. – Bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. 

Meine fünf serienlastigen Highlights

  1. Shadow & Bone – Staffel 1

Ravka ist ein Land, das durch die Schattenflur in zwei Teile geteilt wird. Bei einer Durchquerung ist auch die junge Kartografin Alina Starkov dabei. Als ihr bester Freund Mal dabei fast stirbt, entfesselt sie eine Kraft, von der sie nichts ahnte. Und findet sich kurz darauf bei den Grisha wieder, die alle unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen. Gleichzeitig versuchen die Dregs, eine Gruppierung um den Anführer Kaz Brekker, die Flur in die andere Richtung zu durchqueren, um das Kopfgeld zu kassieren, das auf Alina ausgesetzt wurde. – Spannende und bildgewaltige Fantasybuchverfilmung

2. Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1

Luz Noceda war eigentlich auf dem Weg in ein Sommercamp für schwierige Teenager, in das sie ihre Mutter schicken wollte, nachdem sie in der Schule vermehrt auffällig wurde, da sie eher in einer eigenen Fantasy als der Realtät zu leben scheint. Doch unterwegs folgt sie einer Eule und stolpert prompt durch ein Portal in eine andere Welt. Dort trifft sie auf die Eulenlady und Hexe Eda und ist so fasziniert von der Welt, dass sie beschließt zu bleiben. Und obwohl Menschen keine Magie ausüben können, nimmt die bei Eda Unterricht. – Tolle Kinderanimationsserie, in einer faszinierenden Parallelwelt mit liebenswerten Charakteren.

3. Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Peregrine Fisher bekommt überraschend das Erbe ihrer Tante Phryne, die sie nie kennengelernt hat. Dabei lernt sie die Damen aus dem Club der Abenteurerinnen kennen. Kurzentschlossen will sie in die Fußstapfen ihrer Tante treten und versucht sich als Privatdetektivin. Hilfe bekommt sie von Detective James Steed. – Toller Spin-off in den bunten 1970er Jahren, habe eine Doppelfolge gebraucht, um mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen, jetzt liebe ich sie.

4. The Unicorn – Staffel 1

Witwer Wade will ein Jahr nach dem Tod seiner Frau wieder nach vorne blicken. Zwischen Treffen mit seinen Freunden und der Erziehung seiner beiden Töchter versucht er sich auch wieder an Dates. Dabei muss er feststellen, dass er ein sogenanntes Unicorn ist und daher äußerst beliebt. – Witzige Komödie mit guter Themenaufarbeitung und gut eingespielten Charakteren.

5. Westworld – Staffel 3

Dolores hat zusammen mit anderen Host Westworld verlassen und mischt sich nun 2058 in Neo-Los-Angeles unter die Leute. Ihr Ziel scheint eine Maschine zu sein, die die Leben der Menschen beeinflusst. Dabei lernt sie Caleb kennen. Auch andere Host haben es aus dem Park geschafft. – Bisher die wohl spannendste Staffel, zumal sie auch wieder gut strukturiert wirkt, nach dem Wirrwarr in Staffel 2.

Meine fünf buchige Highlights

  1. Und ich leuchte mit den Wolken – Sophie Bichon

Lilou reist nach Paris, um ihre französischen Wurzeln zu erforschen. Dabei trifft sie auf Mignon. Zwischen beiden ist sofort eine Anziehung, doch gerade Mignon möchte sich das nicht eingestehen. – Ich mochte Paris und diese ganzen französischen Attitüten bisher nicht, aber in diesem Buch habe ich alle meine Vorurteile gleichzeitig bestätigt und widerlegt gesehen. Und in die Geschichte von Lilou und Mignon habe ich mich schockverliebt! Schon jetzt ein Jahreshighlight!

2. I am Elektra – Christian Handel

Elektra Hamiltons Körper ist tot, doch ihr Vater konnte ihre Bewusstsein retten. Im Sommerhaus der Hamiltons hat er es in den Körper des vermeintlich toten Klons Kelsie eingesetzt. Nun muss Elektra damit zurecht kommen, ihren Körper verloren zu haben, aber auch ihr Leben an den anderen Klon Isabell. – Zweiter Teil, der zunächst eine eigene Geschichte kreiert und dann den Bogen zum ersten Band schafft. Tolle Geschichte!

3.-5. Ophelia Scale – Die Welt wird brennen | Der Himmel wird beben | Die Sterne werden fallen – Lena Kiefer

100 Jahre in der Zukunft hat König Leopold de Marais von Europa die Abkehr ausgerufen. Dadurch wird der Großteil der Technik verboten. Ophelia Scale sieht dadurch ihre Zukunft bedrohnt und schließt sich der Widerstandsgruppe von ReVerse an. Als der König neue Leute für seine Garde anwirbt, sieht Ophelia eine Chance auf ein Attentat. Nicht gerechnet hat sie mit Lucien, der ihren Plan ordentlich durcheinander wirbelt. Immerhin ist er der Bruder des Königs. – Eine der besten Fantasytrilogien, die ich seit langem gelesen habe! Alle Teile sind rumdum rund und gelungen. So spannend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte, so mitreißend, dass mich jede Entscheidung der Charaktere mitfiebern ließ. Große Leseempfehlung!

Was waren eure Highlights?

Cruella

Ein Vorwort

Cruella de Vil ist wohl eine der ikonischsten Antagonist*innen aus dem Hause Disney. Leicht wahnsinnig, aufbrausend und auf der Suche nach Dalmatinerfell. Nach ihrem Debüt im 1961er Animationsfilm 101 Dalamtiner aus dem Hause Disney, durfte Glenn Close sie 1996 verkörpern. Nun nimmt sich Emma Stone diesem Erbe an. Denn nach Maleficent bringt Disney nun den zweiten Realfilm rund um eine Antagonistin heraus. Warum ich den Film richtig gelungen finde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Estella (Emma Stone) landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper (Joel Fry) und Horace (Paul Walter Hauser) trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman (Emma Thompson) angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört.

Meine Meinung

Mit Maleficent startete Disney nicht nur ihre neue Welle an Realverfilmungen, sondern gab auch einer der bekanntesten Antagonistinnen eine Hintergrundgeschichte, die sie fast greifbar machte. Nach vielen weiteren Realfilmversuchen, die mal besser und mal schlechter funktioniert haben, widmet sich der 18. Film einer weiteren ikonischen Antagonistin: Cruella deVil. Da der Film aus ihrer Sicht erzählt wird, blieb die Frage nach dem Trailer offen, ob auch hier der Charakter eine ganz neue Richtung einschlägt.
Die Antwort darauf ist wohl Jein. Denn auch wenn Cruellas Hintergrundgeschichte beleuchtet wird, und dadurch vieles nachvollziehbarer wird, so bleibt Cruella doch bis zu einem gewissen Grad wahnsinnig. Nach einem kurze Ausflug in die Kindheit Cruellas und ihrem Zusammentreffen mit Horace und Jasper landen wir schnell im Atelier der Baroness. Ab hier hat der Film ein gutes Tempo und springt zwischen Drama, Coolness und Wahnsinn hin und her.
Genau diese Elemente machen den Film aus und werden in verschiedenen Szenen gekonnt miteinander verstrickt. So bietet der Film viel Handlung, die aber stets auf das wichtigste runtergebrochen wird, tolle Kostüme und vor allem eine Emma Stone, die hier absolut in ihrem Element ist. Sie ist gleichzeitig auch das absolute Highlight des Films. Denn Emma Stone spielt nicht nur den Charakter, sie lebt ihn. Sowohl den unsicheren Part, aber vor allem den verrückten.
Aber auch darüber hinaus muss sich der Film nicht verstecken. Einen wunderbaren Cast, wo jeder Charakter den Schauspielenden auf den Leib geschrieben steht, vor allem von John McCrea möchte ich mehr sehen, einen in jeder Szene perfekt passenden Soundtrack, der die Coolness des Films nur noch unterstreicht, und auch der tierische Part bietet für alle etwas.
Die Handlung arbeitet sich an einzelnen Abschnitten ab und schafft es immer wieder witzige Kleinigkeiten einzubauen, die den Film nebenbei auch noch genug auflockern, um für Spaß beim schauen zu sorgen. Kurzum der Film ist einfach ein Highlight, den man am besten auf der großen Kinoleinwand bestaunen sollte.

Das Fazit

Cruella ist der Realfilm, den wir nach Maleficent verdienen haben. Cool, dramatisch, spaßig mit einer guten Dosis Wahnsinn haut er einen einfach nur vom Hocker. Cast, Handlung und Soundtrack bilden eine einmalige Symbiose. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Cruella läuft seit dem 01.07.2021 in den deutschen Kinos bzw. seit 28.05.2021 auf Disney+ mit VIP-Option

A quiet place 2

Ein Vorwort

Da ist er! Der erste Kinofilm seit 01.11.20! Und dann gleich einen Film, der es nach einer langen Verschiebegeschichte endlich in die Kinos geschafft hat. A Quiet Place 2 knüpft an den Überraschungserfolg aus dem Jahr 2018 an und bietet wieder viel Stille. Was das Sequel kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett (Cillian Murphy), der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott (Millicent Simmonds) empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt.

Meine Meinung

Nach dem Trailer war ich skeptisch, ob ein zweiter Teil des Films funktionieren kann, hat der erste Teil doch lange damit gespielt, dass die Gefahr zwar spürbar, aber nicht sichtbar ist. Zunächst wird daher dargestellt, was an Tag 1 passiert ist. Wie also die Welt mit den Monstern konfrontiert wurde. Das dient zwar hauptsächlich um die Figur des Emmett einzuführen und zu zeigen, dass er ein Freund der Familie war, schafft es aber gleichzeitig auch den Zuschauer in die richtige Stimmung zu versetzen.
Danach schließt der Film nahtlos an den ersten Teil an. Wir treffen auf die Familie Abbott, die sich nach den Ereignissen in Teil 1 neu orientieren muss. Mit der Begegnung von Emmett, erfährt man erstmals, wie es anderen Familien ergangen ist, nachdem sich zuvor rein auf die Abbotts konzentriert wurde. Durch diese Erweiterung der Welt können völlig neue Aspekte aufgenommen werden. So versteht sich A quiet place 2 wunderbar darauf die Stimmung wieder aufzubauen mit der unheimlichen Mischung aus Stille und bedrohlicher Musik. Man fiebert mit den Charakteren mit und hat doch bei jeder Bewegung Angst vor dem nächsten Geräusch.
Wie auch im ersten Teil nutzt der Film an einigen Stellen Jump-Scares, die einen zwar erschrecken – und ich bin da besonders anfällig – aber im großen und ganzen sind es vor allem die Stellen, wo man weiß, da könnte jetzt ein Geräusch entstehen, wo man atemlos innehält und hofft, dass alles gut geht. Zusammen mit der Musik  ist die erzeugte Stimmung dadurch so greifbar, dass man hinterher in der lauten Welt praktisch bei allen Geräuschen zusammenzuckt.
Auch mit der Handlung hat Regisseur John Krasinski es geschafft sich weit genug auf neue Wege zu begeben, um nicht einfach nur ein Abklatsch des ersten Teils zu sein, mit der Stimmung merkt man aber die Zusammengehörigkeit.
Etwas verwirrt hat mich dann das Ende zurückgelassen. Zwar ist es an einem Punkt, wo die wichtigsten Fragen geklärt wurde, doch scheint es noch so halb mitten in der Handlung zu sein. Entweder wurde sich hier wirklich Platz gelassen für einen möglichen dritten Teil oder man wollte mit dem Ende einfach mutig sein.

Das Fazit

A quiet Place 2 ist ein gelungener zweiter Teil mit gut erzeugter Stimmung, spannender Handlung und braucht sich nicht hinter seinem Vorgänger zu verstecken. Wer einen zwar stillen, aber nicht minder spannenden, Horrorfilm braucht, ist hier auf der richtigen Seite. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

A Quiet Place 2 läuft seit dem 24.06.2021 in den deutschen Kinos

Disney+ Original: Luca

Ein Vorwort

Gerade einmal ein halbes Jahr nachdem Pixar ‚Soul‘ herausbrachte, gibt es den zweiten Film. Während Soul noch als Kinofilm angelegt war, wirkt Luca wie für den Streamingdienst gemacht. Und erscheint auf den ersten Blick wie gemacht für laue Sommernächte. Was der Film ansonsten kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

An der italienischen Riviera lebt der Wasserjunge Luca. Sein Leben unter der Wasseroberfläche ödet ihn an. Bis er auf Alberto trifft, ebenfalls Wasserjunge, der Luca zeigt, dass er auch an Land überleben kann. Nach einem Streit mit seiner Familie flüchten die beiden Jungs an Land. Dort treffen sie auf Giulia, die unbedingt einen Triathlon gewonnen will.

Meine Meinung

Sommerurlaub in Italien klang selten so verführerisch wie nach diesem Film. Ein kleines Dorf am Meer, Mittags eine Portion Pasta, danach ein leckeres Gelato und das Ganze mit der italienischen Gemütlichkeit. Laue Sommernächste, heiße Tage, wo man sich nur im Wasser abkühlen will, all dies bietet Luca. Gepaart mit einer Unterwasserwelt? Klang ganz nach einem Film, den ich sehen musste.
Zunächst beginnt der Film ziemlich unspektakulär. Wir lernen Luca kennen, ein Wasserjunge – im Film auch gerne als Seemonster bezeichnet – der sich in seinem Alltag langweilt. Seine Familie lebt in großer Angst vor der Oberfläche und projiziert diese Angst auch auf Luca. Doch seine Neugier siegt und so folgt er der Spur von diversen Gegenständen, die auf dem Meeresgrund landen. Hier könnte der Film schnell in eine kritisierende Richtung driften zum Thema Meerverschmutzung. Diesen Teil überspringt er aber komplett. Stattdessen treffen wir auf Alberto, der zwischen Oberfläche und Unterwasser hin und herpendelt und den großen Traum einer eigenen Vespa hat. Die beiden verbringen einige Tage auf Alberto Insel. Bis zu diesem Punkt ist der Film schon zu einem Drittel fortgeschritten und man weiß noch nicht so wirklich worauf er hinauswill.
Erst mit dem darauffolgenden Streit von Luca und seiner Familie und seiner Flucht an Land, wo er zusammen mit Alberto versucht nicht aufzufallen, bekommt der Film eine Richtung. Hier ist es dann eine gute Mischung aus italienischem Lebensgefühl, Freundschaft und Selbstfindung. Die Angst der Dorfbewohner vor Seeungeheuern wirkt dann schon fast wie eine Metapher für Fremdenfeindlichkeit, doch dies wirklich herauszuarbeiten, so weit geht Luca dann doch nicht. Letztlich verpasst der Film an mehreren Stellen wirkliche Aussagen zu treffen, sondern beruf sich auf die lockere Erzählweise. Lediglich das Thema Freundschaft wird konkreter beleuchtet.
So hat Luca nicht wirklich viel Anspruch an die Handlung. Nach einer relativ langen Findungsphase versteht er sich darauf das Sommergefühl zu vermitteln. Schade bleibt es, dass das Unterwasserthema hier mehr oder weniger verschenkt wirkt. Lediglich für ein paar Witze und um die Angst der Dorfbewohner vor dem Unbekannten zu unterstreichen reicht es. Dabei hätte ich davon gerne mehr gesehen. Aber dann wäre es wohl ein anderer Film geworden. Letztlich ist es ein netter Film für einen Sommerabend.

Das Fazit

Luca hält, was er verspricht, und entführt den Zuschauer an einen Sommertag in Italien. Dabei bleibt die Handlung sehr oberflächlich, was aber die Figuren wieder wett machen. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Luca ist seit dem 18.06.2021 auf Disney+ verfügbar

Rückblick auf den Juni 2021

Der Juni ist rum und was hab ich in meiner Dachgeschosswohnung geschwitzt! Aber es gibt auch gute Nachrichten: Der erste Kinofilm des Jahres ist gesehen! Zwar erst einmal im Autokino, aber auch Juli dürfte die Kinosparte wieder gut wiederbelebt werden! Es bleibt spannend, ob hier wieder ein Stück Normalität eintritt. Übrigens ist dies mein 1.000 Blogbeitrag! Aber erst einmal gibt es hier meinen medialen Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Kings of Hollywood: Das Produktionsstudio von Max Barber und seinem Neffen Walter Creason läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana ist widerstandsfähiger als gedacht. – Grundsolide Krimikomödie mit gutem Cast.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Friends – the Reunion: 17 Jahre nach dem Serienende treffen die sechs Schauspieler erneut aufeinander. Besehen sich die alten Seriensets, beantworten Fanfragen und vieles mehr. James Corden führt ein Interview am berühmten Introbrunnen und allerlei Stargäste sind dabei. – Keine neue Friendsstaffel, wie erhofft, dafür ein Abend voller Nostalgie.

The Departed: Billy Costigan soll als Undercover-Polizist in die irische Mafia rund um Frank Costello eingeschleust werden. Dieser hat einen Spitzel bei der State Police. Ein Katz und Maus-Spiel steht bevor. – Ein typischer Scorsesefilm, der mich leider nicht vollständig überzeugen konnte. Könnte daran liegen, dass mir Mafiafilme nicht liegen.

Raya und der letzte Drache: Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen. – Bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren. 

Luca: An der italienischen Riviera lebt der Wasserjunge Luca. Sein Leben unter der Wasseroberfläche ödet ihn an. Bis er auf Alberto trifft, ebenfalls Wasserjunge, der Luca zeigt, dass er auch an Land überleben kann. Nach einem Streit mit seiner Familie flüchten die beiden Jungs an Land. Dort treffen sie auf Giulia, die unbedingt einen Triathlon gewonnen will. – Kurzweiliger Sommerfilm, der einen nach Italien entführt.

If Beale Street could talk: 1970er, Harlem in New York. Alfonso Hunt wird festgenommen, mit dem Vorwurf der Vergewaltigung. Seine Freundin Tish und sein bester Freund Daniel können ihm ein Alibi geben, doch das Opfer identifiziert ihn bei einer Gegenüberstellung. Nun sitzt er im Gefängnis und Trish und ihre Familie versuchen alles, um ihn rauszuholen und seine Unschuld zu beweisen. – Ruhig erzählt und doch beklemmender Film über eine leider realitätsnahe Geschichte.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Schitt’s Creek – Staffel 2* (Steigerung zur ersten Staffel, dennoch noch nicht so witzig, wie man der Serie nachsagt)

The Flight Attendant – Staffel 1 (Psychothriller, der erst gegen Ende wirklich funktioniert)

Solar Opposites – Staffel 1 (Animationsserie in Rick&Morty Manier, nur mit etwas schwächeren Witzen. Steigert sich über die Staffel aber)

Doctor Who – Staffel 2 (Rewatch: Noch immer meine liebste Staffel, noch immer eines der emotionalsten Staffelfinale)

Hilda – Staffel 1 (Süße Animationsserie mit großem Fantasyanteil und einem unerschrockenem Mädchen)

Westworld – Staffel 3 (Deutlich strukturierter als die zweite Staffel und so spannend wie noch nie. Leider wurde wieder kein Ende gefunden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten gesamt: 4.221
Seiten pro Tag: 141 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 5
Taschenbuch: 4
E-Book: 1
Manga: 1

I am Elektra: Elektra Hamiltons Körper ist tot, doch ihr Vater konnte ihre Bewusstsein retten. Im Sommerhaus der Hamiltons hat er es in den Körper des vermeintlich toten Klons Kelsie eingesetzt. Nun muss Elektra damit zurecht kommen, ihren Körper verloren zu haben, aber auch ihr Leben an den anderen Klon Isabell. – Zweiter Teil, der zunächst eine eigene Geschichte kreiert und dann den Bogen zum ersten Band schafft. Tolle Geschichte!

Ophelia Scale: Die Welt wird brennen | Der Himmel wird beben | Die Sterne werden fallen: 100 Jahre in der Zukunft hat König Leopold de Marais von Europa die Abkehr ausgerufen. Dadurch wird der Großteil der Technik verboten. Ophelia Scale sieht dadurch ihre Zukunft bedrohnt und schließt sich der Widerstandsgruppe von ReVerse an. Als der König neue Leute für seine Garde anwirbt, sieht Ophelia eine Chance auf ein Attentat. Nicht gerechnet hat sie mit Lucien, der ihren Plan ordentlich durcheinander wirbelt. Immerhin ist er der Bruder des Königs. – Eine der besten Fantasytrilogien, die ich seit langem gelesen habe! Alle Teile sind rumdum rund und gelungen. So spannend, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte, so mitreißend, dass mich jede Entscheidung der Charaktere mitfiebern ließ. Große Leseempfehlung!

Periode ist politisch: Obwohl ein Großteil der Weltbevölkerung menstruiert, ist es ein Tabuthema. Trotz der modernen aufgeklärten Welt, in der wir leben, werden Frauen* kosequent benachteiligt. Ein Grund dafür ist die Menstruation. Autorin Franka Frei will dieses Tabu brechen und engagiert sich weltweit für Aufklärung. – Gute Denkanstöße ohne polemisch zu werden.

Die Götter von Asgard: Ray hielt sich für ein ganz normales Mädchen. Doch dann trifft sie auf die Walküre Kara. Sie erfährt, dass sie Teil einer Vorhersage der Nornen ist und sie Odin tot sehen will. Doch dann mischen sich auch noch Tyr und Loki ein. – Etwas gewöhnungsbedürftiger Erzählstil, doch spannende Geschichte in der nordischen Mythologie.

My roommate is a cat – Band 3: Subaru taut immer mehr auf und traut sich mehr in die Welt außerhalb seiner Wohnung. Haru trifft auf alte Bekannte. – Auch der dritte Band ist megasüß gezeichnet und die Geschichte für alle Misantropen und Katzenliebhaber gut nachvollziehbar.

Heute Abend in der Eisdiele am Meer*: Gina lebt in London als Projektmanagerin. Doch als sich ihr Großvater den Fuß bricht, lässt sie alles stehen und liegen und reist nach Cornwall in den verschlafenen Ort Polwhipple, um in der Eisdiele ihrer Großeltern mitzuhelfen. Als sie den heruntergekommenen Zustand des örtlichen Kinos sieht, kann sie gar nicht anders, als es als Projekt anzugehen. Hilfe bekommt sie von ihrem Jugendfreund Ben, sehr zum Missfallen ihres Freundes Max, der in London geblieben ist. – Sommerlektüre bei der man Heißhunger auf Eis bekommt.

Bernsteinsommer: Christina hat sich ihren Traum vom eigenen Café erfüllt. Bis ein Wasserrohrbruch ihre Pläne über den Haufen wirft. Da ihr Vater mit Alzheimer in einem Pflegeheim ist, findet sie in seinen Sachen eine Reihe von Gemälden. Die Spurensuche führt sie nach Rügen und Hiddensee. – Leichte Sommerlektüre, die sich am Anfang ein bisschen verrennt, aber nach hinten raus gut funktioniert.

Sehnsucht in Aquamarin: Polly und Jette wurden als Kinder von ihrer Mutter verlassen. Während Jette seitdem ruhelos um die ganze Welt jettet, zieht sich Polly in ihre Dachgeschosswohnung in Stuttgart zurück. Bis Jette ihre Mutter findet. In Maine. Die Schwestern reisen nach Bar Harbor, treffen dort aber auf mehr als nur ihre Mutter. – Als Sommerlektüre gekauft, nur bedingt bekommen, aber dafür eine etwas andere Familien-/Liebesgeschichte.

Save me now: Im dritten Band treffen Amanda und Dante wieder aufeinander. Zusammen am College könnten sie endlich zusammen sein, doch Amanda hat Angst und will daher, dass Dante sich vorab noch mit anderen Frauen verabredet. Doch die Suche nach den Menschenhändlern und ihrer besten Freundin Jenny lässt sie immer wieder aufeinander treffen. – Mit Abstand der schwächste Teil der Reihe bisher. Die Handlung driftete immer weiter vom spannenden Part ab und wird zu einer Liebesgeschichte, die sich immer und immer wieder im Kreis dreht.

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Was waren eure Highlights im Juni?