Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.
Darum geht’s – in der Folge
Weihnachten steht vor der Tür und die Pfadfindern gehen von Tür zu Tür. Dabei stößt Ross ausversehen ein Mädchen die Treppe runter und verkauft an ihrer Stelle die Kekse. Rachel hadert mit ihrem Job und Joey hat eine Stelle bei einem Weihnachtsbaumstand bekommen. Dies bringt Phoebe an den Rand der Verzweiflung, denn sie ist gegen das Fällen von Bäumen zu Weihnachten.
Der Weihnachtszauber
Wir befassen uns heute mit dem Thema Weihnachtsbäume. Über künstlich oder echter Baum scheiden sich die Geister, aber letztlich bin ich da ganz bei Phoebe. Es werden unzählige Tannen gefällt, für ein paar Tage ausgestellt und dann weggeschmissen. Und wenn ein Baum nicht hübsch genug ist, wird er sogar noch viel früher weggeschmissen. Daher ist es schön, dass das Thema endlich mal angesprochen wird. Aber mit Ross Keksverkauf und Rachels kommt darüber hinaus nicht so richtig Weihnachtszauber auf.
In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. Aufgebaut wie ein Ferienresort an einem See, ist Lakeview alles andere als ein Paradies für Nathan. Doch seine menschliche Beraterin Nora setzt alles daran, dass er sich eingewöhnt. Doch warum sind einzelne Erinnerungen von Nathan zerstört? Und war Nathans Tod wirklich ein Unfall?
Darum geht’s – in der Folge
In Lakeview steht ein größeres Update bevor, der das Leben nach dem Tod noch komfortabler machen soll. Aus Kostengründen wird der Tag des Updates mit der Weihnachtsfeier für die Mitarbeiter zusammengelegt. Für Nathan ist das Update eine Möglichkeit an seine Erinnerungen zu gelangen.
Der Weihnachtszauber
Wie schon im letzten Jahr starten wir mit einer Folge, dessen Weihnachtszauber eher gering ist. Doch es behandelt ein Thema, das irgendwo zu Weihnachten dazugehört, auch wenn es in manchen Firmen wohl das absolute Grauen ist: Die Weihnachtsfeier. Da sie hier aus Kostengründen mit der Feier für das Update zusammengelegt wird, wird die Weihnachtsfeier noch ein wenig mehr entzaubert.
Dass ich Krimiserien mag, dürfte, glaube ich, bekannt sein. Leider scheint der Crimehype der letzten Jahre nachgelassen zu haben, so dass nur noch selten neue Serien erscheinen. Auch wenn auf diversen TV-Sendern noch die immer gleichen Folgen wiederholt werden, gibt es doch wenig neues, vor allem nicht mit dem „Mordopfer der Woche“-Prinzip. Als ich dann von einer relativ neuen französischen Crimeserie hörte, war ich skeptisch. Crime klang toll, aber französisch? Warum mich die Serie dann doch überzeugen konnte, erfahrt ihr in meiner Kritik.
Die Handlung
Raphael Balthazar (Tomer Sisley) ist Gerichtsmediziner. Er assistiert Captain Helene Bach (Helene de Fougerolles) und ihrem Team am Tatort und führt mit seinem Team dann die Obduktionen durch. Doch sein scharfer Verstand und seine stummen Dialoge mit den Opfern führen dazu, dass er auch bei den Ermittlungen mithilft und meist die zündende Idee hat.
Meine Meinung
Balthazar erinnert vom Hauptcharakter ein bisschen an The Mentalist. Zwar hat Balthazar nicht die gleichen Menschenkenntnisse und Manipulationsfähigkeiten wie Patrick Jane (Mentalist), aber sie haben die gleiche arrogant besserwisserische Art. Das funktioniert auf der Leinwand ganz gut, im wahren Leben möchte man aber doch mit beiden nicht zusammenarbeiten. Balthazar versucht das aber noch durch seinen französischen Charme wieder wett zu machen. Darauf baut auch die Serie auf. Wir haben ein sehr kleines Team und über die wenigsten erfährt man wirklich etwas. Die Handlung wird hauptsächlich um die Fälle und Balthazar gesponnen. Wir erleben ihn regelmäßig in den Gesprächen mit den Opfern bei den Obduktionen, oder aber zu Hause, wo er noch immer mit seiner vor Jahren ermordeten Freundin spricht. Ihr Mord, bzw. ein weiterer Fall mit ähnlicher Markierung lässt Balthazar die Suche nach dem Mörder wieder aufnehmen, obwohl damals bereits jemand verurteilt wurde. Dies macht er aber auf eigene Faust. Neben Balthazar bekommt auch Captain Bach ein wenig Raum, um ihren Charakter auch über die Ermittlungsarbeit hinaus zu entfalten. Hier wird der Fokus jedoch eher auf ihre angespannte Familiensituation gelegt. Wir haben hier als Gegenstück zu Balthazar eine wunderbar geerdete Ermittlerin, die mit der Bürokratie zu kämpfen hat und gleichzeitig versucht sich von Balthazar nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen. Sie wirkt zwar etwas mürrischer, aber nach ca. einer Folge hat man sich an ihre Art gewöhnt. Die erste Staffel umfasst sechs Episoden von ca. 50-60 Minuten Länge. Damit sind die Folgen etwas länger als der Crimedurchschnitt, was dazu führt, dass es immer noch eine zusätzliche Wendung am Ende gibt. Funktionierte bei den bisherigen Folgen ganz gut, ob es das wirklich bräuchte, darf jeder selbst entscheiden. Wichtig ist aber, dass bisher alle Folgen spannend sind, auch nochmal ganz neue Mordfälle bieten und man halt auch mit Paris einen ganz neuen Handlungsort hat. Dabei werden aber nicht die klassischen Ansichten abgefrühstückt, ich kann mich nicht daran erinnern auch nur einmal den Eifelturm gesehen zu haben. Trotzdem gibt es so typisch französische Klischees, die bedient werden, z.B. werden Besprechungen gerne mal in Cafés vorgenommen, statt im Büro. Grundsätzlich kann man sagen, dass Balthazar das Rad nicht neu erfindet, man mit ihm als Charakter klar kommen muss, was i.d.R. leicht sein dürfte, und trotzdem frischen Wind ins Crimegenre bringt. Bei der zweiten Staffel bin ich auch gerne wieder mit dabei.
Das Fazit
Balthazar ist an sich eine klassische Crimeserie mit Ermittlerduo, punktet aber durch eine unkonventionelle Ermittlungsarbeit, starker Frauenfigur und spannenden Fällen. Für jeden Crimefan auf jeden Fall ein Blick wert.
Balthazar ist seit dem 13.11.2020 auf DVD erhältlich
Balthazar Staffel 1 wurde mir von Glücksstern-PR als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.
Willkommen zur zweiten Ausgabe der 30 Days TV Series Challenge. Neue Fragen stellten mich vor neue Herausforderungen. Einige trieben mich vielleicht auch an den Rand des Wahnsinns. Dennoch ein Lob an die Initiatoren Aequitas et Veritas und Wortman!
12. Welche Serie wurde zum ersten Mal in dem Jahr ausgestrahlt, in dem du geboren wurdest?
Ich möchte betonen, dass es zwei Varianten von Blinky Bill gibt. Ich gehöre – ist hier ein leider angebracht? So als bin ich doch noch gar nicht – zur älteren Variante. Ich hätte hier auch Akte X nennen können, aber ich wollte etwas nehmen, das ich auch wirklich gesehen habe.
Gibt es da eine richtigere Antwort als Joffrey aus Game of Thrones? Ich meine, wer hasst ihn nicht? Er war halt als Antagonist schwierig, weil er so weinerlich und doch so brutal war. Seine „Nachfolger“ waren dann halt einfach cooler – Noch immer #TeamRamsayBolton. Aber dennoch hat Jack Gleeson seine Rolle gut gespielt.
14. Was ist dein Lieblingspaar in einer Serie (nicht zwingend ein romantisches Paar, kann auch Bromance, Frauenfreundschaft etc. sein)?
Ich war ja kurz davor noch einmal Erziraphael und Crowley aus Good Omens zu nehmen, aber dann gibt es halt einfach die beiden hier. JD und Turk haben in Scrubs einfach eine Energie zusammen, an die kein anderes Leinwandpärchen heranreicht.
15. Was ist dein Lieblingsgenre? Um welche Art Serien machst du einen Bogen?
Das sind mal beides Fragen, die ich nicht so einfach beantworten kann und doch fasst das Gif es ziemlich gut zusammen. Die Mehrheit meiner Serien, die ich so schaue, sind irgendwie im Dramabereich einzuordnen. Hinzu kommen Crime, Sitcom, Fantasy, Comedy oder am liebsten Dramedyserien. Gleichzeitig mache ich aber auch um viele Dramaserien einen großen Bogen, wenn es einfach zu dramatisch wird. Ebenfalls einen Bogen mache ich um alle Serien mit Zombies, Politthriller oder zu billige Comedy. Okay, es ist echt schwer zu erklären! Letztlich muss mich die Serie einfach überzeugen.
16. Welche Serie schaust du dir an, wenn es dir nicht gut geht?
Das war dann wohl die leichteste Frage der ganzen Challenge. Denn ich liebe Queer Eye nicht einfach nur, nein sie kann mich auch in jeder Lebenslage aufmuntern. Die Energie und Lebensfreude der Fab5 ist einfach einmalig und überträgt sich automatisch auch sofort auf mich.
17. Was ist deine deutsche Lieblingsserie?
Auch wenn ich die dritte Staffel von Dark noch nicht gesehen habe, konnte sie mich doch schon überzeugen. Und… naja… ich habe gerade festgestellt, dass ich einfach keine deutschen Serien schauen… Nicht einmal mit Absicht. Es passiert nur einfach nicht.
18. Was ist deine Lieblings-Miniserie (max. 8 Episoden)?
Hach hier fielen mir gleich einige gute ein. The Night Manager, Chernobyl oder Unorthodox. Aber letztlich ist mir die liebste Miniserie einfach Good Omens. Sie trifft genau meinen Humor, hat tolle Charaktere, einen unfassbar guten Cast und ist dann auch noch spannend!
19. Welcher Serientod hat dich am meisten bewegt?
Ich würde ja Spoiler sagen, aber es ist glaube ich allgemein bekannt, dass der Doktor gerne einmal stirbt und dann in anderer Form regeneriert. Aber das Ende vom 10. Doktor, also gespielt von David Tennant, hat mich echt mitgenommen. Ich sag nur „But… I don’t want to go“. Wo sind meine Taschentücher?
20. Welche Szene aus einer Serie hat bei dir am meisten Eindruck hinterlassen?
Die „How to save a life“ Szene aus Scrubs lässt mich bis heute nicht los. Sie ist so real aus dem Leben gegriffen, berührend, bewegend und geht tief unter die Haut. Die Verzweiflung, die die Ärzte jeden Tag spüren, wenn ihnen Patienten sterben. Das hat bei mir Eindruck hinterlassen.
Habt ihr die vorgestellten Serien gesehen? Seid ihr mit meiner Auswahl zufrieden bzw. konnte ich euch von einer Serie überzeugen?
Ich bin zurück von meiner kurzen Auszeit (Urlaub kann man es ja derzeit nicht nennen), von der ihr gar nichts mitbekommen habt, weil ich es geschafft habe, alle Beiträge vor zu tippen – und ja, ich bin da etwas stolz drauf. Die liebe Aequitas et Veritas und der werte Wortman haben eine neue Aktion ins Leben gerufen, die sich 30 Days TV Series Challenge nennt. Prinzip ist eigentlich ganz einfach, es gibt 30 Tage im Monat November und dazu nun auch 30 Fragen zum Thema Serien, die man eigentlich jeden Tag beantworten soll. Ich habe gefragt, ob ich schummeln darf – und ja, ich darf – und habe die Tage einfach auf 3 Beiträge aufgeteilt. Ursprünglich habe ich überlegt jede Frage einfach nur mit einem gif zu beantworten, habe mich aber nun für eine Mischung entschieden. So, dass waren wieder eine Menge Worte vorweg, nun soll es aber direkt losgehen.
Tag 1: Was ist deine Lieblingsserie
Leverage habe ich euch bereits einmal vorgestellt (zum nachlesen hier) Die Serie kann ich einfach immer wieder ansehen, mag das Prinzip, finde die Charaktere richtig gut und auch die Witze funktionieren für mich immer wieder.
2. Welche Serie hast du dir zuletzt komplett angeschaut?
Ich guck meine Serien gerne in Portionen, bzw. immer dann, wenn eine neue Staffel rauskommt. Alexa und Katie habe ich im August zusammen mit meiner besten Freundin durchgebinged. Genauere Infos findet ihr auch hier in meinem Beitrag dazu. Link hier
3. Welche Serie wurde zu früh abgesetzt?
Forever! Nach nur einer Staffel wurde diese tolle Serie schon abgesetzt. Sehr schade, hier gab es definitiv noch genügend Material zum erzählen. Auch hierzu gibt es ein paar mehr Informationen im hier verlinkten Beitrag 😉
4. Welche beliebte Serie magst du gar nicht?
Bevor jetzt alle Hardcore-Fans aufschreien, um fair zu sein: Ich habe The Walking Dead nicht gesehen. Aber ich mag einfach keine Zombies. Keine Zombiefilme, keine Zombieserien, keine Zombiebücher und eben auch keine Zombies. Und daher ist dies einfach meine Antwort für den heutigen Tag.
5. Welche Serie würdest du gern vergessen, damit du sie dir noch einmal ansehen kannst, als wäre es das erste Mal?
Ich liebe Doctor Who. Und wie toll wäre es die Serie noch einmal ganz neu zu entdecken und festzustellen, wie toll sie ist? Alle Welten neu entdecken… den Doctor noch einmal neu kennenlernen… Hach…
6. Welche Serie hat dich positiv überrascht?
Ich hatte halt echt keine Erwartung an Community und wurde (von den ersten vier Staffeln) so überrascht, wie toll sie einfach ist. Ein paar Folgen braucht sie Serie, damit sich die Charaktere etablieren, aber danach wird sie einfach nur witzig!
7. Von welcher Serie/Serienidee warst du enttäuscht?
The Magicians hatte mich mit der Serienidee eigentlich schon bekommen, aber ich fand die Umsetzung sehr langatmig und langweilig und die Charaktere einfach… blöd. Bin nach der ersten Staffel ausgestiegen.
8. Welche Serie hast du dir in deiner Kindheit oder Jugend gern angesehen?
Ducktales, oho! Ich habe einige Serien, die ich in meiner Kindheit geschaut habe, aber auf Platz 1 liegen immer noch die Ducktales.
9. Welche Serie hat den schönsten/besten Vorspann?
The Night Manager ist nicht nur eine gute Serie, sondern hat auch das für mich bestgemachteste Intro. Beweis siehe oben im verlinkten Intro auf Youtube 😉
10. Welche Serie hat den besten Soundtrack?
Um herauszufinden, warum der Soundtrack von The Umbrella Academy so gut ist, müsst ihr die Serie wohl leider sehen… Nein, Spaß! Ich mag die gute Mischung aus tollen Liedern und den Mut teilweise auch Lieder zu nutzen, die objektiv nicht zur Szene passen, aber dadurch nur umso besser passen.
11. Welche Serie hat den besten Cast?
Muss ich zum Cast von Good Omens wirklich noch was sagen? Na gut… Also Michael Sheen und David Tennant als Erziraphael und Crowley sind einfach unfassbar gut gecastet und harmonieren perfekt miteinander und in ihren Rollen.
Habt ihr die vorgestellten Serien gesehen? Seid ihr mit meiner Auswahl zufrieden bzw. konnte ich euch von einer Serie überzeugen?
Willkommen mitten in der zweiten Coronawelle. Erneut mit Kontaktbeschränkungen und geschlossenen Kinos. Und weil einem die aktuellen Themen nur traurig/wütend machen können, blicken ich lieber noch einmal auf den Oktober zurück, in dem ich mich noch an den geöffneten Kinos erfreuen konnte.
Anime Special
The Dragon Dentist: Nonoko gehört zu den Zahnärzten eines großen Drachens, der kilometer lang ist, ganze Schlachtschiffe transportieren kann und im aktuellen Krieg entscheiden sein kann. Eines Tages taucht der Soldat Bell aus einem der Zähne auf. Er gehört eigentlich der Gegenseite an und ist gestorben. Sein Auftauchen aus dem Zahn ist ein Omen für großes Unheil. – Eine sehr interessante Idee, die spannend und voller schöner Bilder umgesetzt wurde. Auch für Nicht-Anime-Fans durchaus sehenswert.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Jim Knopf und die Wilde 13: Die Fortsetzung und zweite Buchverfilmung der Reihe. Auch diesmal begleiten wir wieder Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer auf neuen Abenteuern. Denn Lummerland braucht einen Leuchtturm. Auch kommen sie der Wilden 13 auf die Spur. – Der Film hat aus dem Vorgänger gelernt, kleinere Stolpersteine werden umschifft und die Geschichte mit einer sehr schönen Optik umgesetzt.
Es ist zu deinem Besten: Deutschland und seine Komödien. Diesmal darf die Altherrenriege sich um ihre Töchter sorgen. Denn die haben nicht gerade den Männergeschmack, den sich die Väter erhoffen. Also beschließen die Väter nachzuhelfen. – Deutlich besserer Humor als nach dem Trailer zu vermuten war, aber dennoch verpasst der Film es mehr zu sein als nur die übliche deutsche Komödie oder gar Tiefgang zu haben.
Vergiftete Wahrheit: Anwalt Robert Bilott stolpert in einen Skandal, der unsere Gesundheit betrifft. Der Streit soll 19 Jahre dauern. – Der Film umschifft die üblichen Stolpersteine eines investigativen Films und erzählt die Geschichte verständlich und spannend.
Der geheime Garten: Mary Lennox (Dixie Egerichs) entstammt einer britischen Familie, die in Indien lebt. Nach dem Tod der Eltern reist sie zu ihrem Onkel auf ein alten britisches Anwesen. Sie kann sich nur schwer an ihr neues Leben gewöhnen, bis sie den Schlüssel zu einem geheimen Garten findet. – Handlungstechnisch viel neu interpretiert zur Buchvorlage, dadurch aber eine schöne Geschichte mit traumhafter Kulisse geschaffen.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Im Oktober lief erneut Hamilton (ich liebe dieses Musical) bei mir. Für meine Monsterwochen liefen Bram Stokers Dracula, Mary Shelleys Frankenstein, und die drei Draculaverfilmungen mit Christopher Lee (Dracula, Draculas Rückkehr und Das Blut von Dracula) bei mir im Heimkino.
Enola Holmes: Die jüngere Schwester des Meisterdetektivs stolpert nach dem Verschwinden ihrer Mutter in eigene Ermittlungen. – Spannende Geschichte, tolle Protagonistin, schöne Optik und interessante Rätsel.
Der blaue Engel: Professor Rath will eigentlich nur dafür sorgen, dass seine Schüler nichts unflätiges im Variete Der Blaue Engel tun. Dabei verfällt er selbst der Tingeltangelsängerin Lola Lola (Marlene Dietrich). – Ein weiterer Klassiker, den die ARD im Rahmen der dritten Staffel von Babylon Berlin zeigte. Der zweite deutsche Tonfilm brachte den Durchbruch für Marlene Dietrich, auch wenn die Geschichte aus heutiger Zeit vielleicht etwas chaotisch wirken mag.
M – eine Stadt sucht einen Mörder: In Berlin verschwinden Kinder und werden ermordet wieder aufgefunden. Angst geht um in der Stadt. Als es eine Spur gibt, tut sich ein Mob zusammen. – Der dritte Klassiker, den ich von der ARD Aktion sehen konnte. Eine spannende Kriminalgeschichte über Selbstjustiz.
The undefeated presents: Hamilton in-depth: Ein zweites Special über Hamilton mit Interviews der Darsteller und des Regisseurs. – Wie schon das Special „History has its eyes on you“ bringt das Special tiefere Einblicke in die Hintergründe. Diesmal erzählen die Darsteller unter anderem wie es bei ihren Castings ablief.
Stuber: Ein Cop wird an den Augen operiert und kann daher nur verschwommen sehen. Genau an dem Tag bekommt er den Hinweis, dass ein Drogenboss einen großen Coup plant. Da er mit dem Drogenboss noch etwas persönliches zu klären hat, holt er sich ein Uber, das ihn zur Übergabe fahren soll. – Eine Buddykomödie mit etwas schräger Prämisse. So richtig wollen die Witze auch nicht zünden, aber zumindest wurde nicht an Actionmaterial gespart.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Die Misswahl – der Beginn einer Revolution: Einer Gruppe Frauen ist der Sexismus während der Misswahlen ein Dorn im Auge. Sie versuchen durch verschiedene Aktionen darauf aufmerksam zu machen. – Hier interessierte mich das Thema schon und dann sah der Trailer gleichzeitig spannend und witzig aus. Der Film wird nachgeholt.
Mrs. Taylors Singing Club: Eine Gruppe von Frauen, deren Männer allesamt im Auslandseinsatz sind, gründen einen Chor, um sich gemeinsam in der unsicheren Zeit zu unterstützen. – Trotz eher verhaltener Kritiken, hat mich der Trailer bereits zutiefst berührt – vielleicht auch nur wegen der Interpretation von Time after time. Auf jeden Fall möchte ich den Film gerne noch sehen.
Hexen hexen: Hexen mit einer Abneigung gegen Kinder. Damit versucht ein Waisenjunge zurechtzukommen. – Kurz vor den Kinoschließungen kam noch das Remake der Roald Dahl Verfilmung in die Kinos. Der Trailer sprach mich direkt an, auch wenn ich weder den Roman, noch das Original kenne.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Niemals, Selten, Manchmal, Nie, Peninsula und Kajillionaire
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
The Home Edit – Staffel 1 (Eine tolle Serie übers Aufräumen mit charmanten Hosts)
Modern Family – Staffel 10 (Noch immer eine tolle Sitcom mit tollen Charakteren und auch in der 10. Staffel ist die Luft noch nicht raus)
Love, Death and Robots – Staffel 1 (Eine Anthalogieserie mit den Themen Liebe, Roboter und Tod, leider waren die meisten Episode so gar nicht mein Fall)
The Mentalist – Staffel 1-2 (Ich bin lange um die Serie herumgeschlichen, da aber mal wieder Crimezeit im Herbst ist, habe ich sie mal ausprobiert und sie gefällt mir sehr gut)
Tiny House Nation – Staffel 1-2 (Interessante Serie über das Bauen von Tiny Häusern, aber so der letzte Funken hat gefehlt)
Sex Education – Staffel 1 (Grundsätzlich gute Idee, interessante Charaktere, die Serie nimmt kein Blatt vor den Mund. Aber mich hat sie nicht richtig abgeholt und gerade mit dem Mobbingthema hatte ich persönlich zu kämpfen)
Upload – Staffel 1 (Coole Idee, langatmiger Einstieg, hinten raus hat die Serie aber die Kurve bekommen)
Community – Staffel 5 (Vielleicht hätte man die Serie doch nach der vierten Staffel enden lassen sollen. Spätestens wenn zu viele Darsteller abspringen, bringt es vielleicht nichts mehr)
Emily in Paris – Staffel 1 (Ich weiß noch nicht, ob es ein Statement gegen die Werbebranche oder gegen Frankreich ist, auf jeden Fall sehr kritische Darstellung mit einer dafür viel zu gut gelaunten Protagonistin. Schwierige Serie)
Miracle Workers – Staffel 1 (Ich präsentiere: Definitiv eins meiner Jahreshighlights. Der schwarze Humor darüber den Himmel als große Fabrik darzustellen mit einem sehr durchgeknallten Gott fand ich einfach nur herrlich!)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 11 Seiten gesamt: 4.076 Seiten pro Tag: 131 im Durchschnitt Gebundenes Buch: 6 Taschenbuch: 4 E-Book: 1
Die Chroniken von Alice 1 – Finsternis im Wunderland: Alice ist in einer Irrenanstalt, da alle glauben, dass sie sich die Geschichte mit dem Kaninchen nur ausgedacht hat. Nur ihr Zellennachbar Hatter glaubt ihr. Bei einem Brand in der Anstalt können sie fliehen. Und auf einmal muss Alice feststellen, dass ihre Erinnerung echt ist, – Diese horrormäßige Adaption der Alice im Wunderlandgeschichte ist voller guter Ideen, passenden Bezugspunkten und doch in vielerlei Sinne absolut abschreckend. Eine spannende Geschichte!
Talus: Erin ist Guide in Edinburgh. Ihre Spezialität sind Gruselführungen, zumal sie an Magie glaubt. Bis sie erkennt, dass es Magie wirklich gibt und schon ist sie mittendrin im Abenteuer. – Liza Grimm schafft es spielerisch den Leser in ihre neue magische Welt unter Edinburgh zu ziehen und zu faszinieren.
Illuminae – Die Illuminae Akten 1: Nach dem Anschlag auf ihren Planeten finden sich Ezra und Kady auf unterschiedlichen Schiffen wieder auf dem Weg zur Rettungsstation. doch sie werden noch immer von der feindlichen Flotte verfolgt und auch intern gibt es einige schwerwiegende Probleme. – Dieses Buch ist alles, nur nicht gewöhnlich. Denn es ist nicht linear geschrieben, sondern beinhaltet diverse Chatverläuft, Protokolle, Übersichtspläne, Berichte und andere Arten der Aufzeichnung. Es liest sich daher eher wie ein Film als ein Buch. Und ist dabei auch noch unfassbar spannend!
Ein Schotte kommt selten allein*: Janne liebt Schottland, hasst aber Busrundreisen. Leider haben ihre Freunde ihr genau diese Art zu reisen geschenkt. Aber nachdem Janne in den falschen Bus einsteigt und neben dem gutaussehenden Schotten Alex landet, findet sie Busreisen gar nicht mehr so schlimm. – Am Anfang hat mich Jannes sehr negative Einstellung gestört, aber nachdem sie den Bus tauscht, wird es ein wirklich tolles Buch. [Werbung]
Der blaue Express – ein Fall für Poirot: Auf dem legendären blauen Express wird eine Millionärserbin ermordet und sehr wertvolle Diamanten sind gestohlen. Hercule Poirot nimmt sich dem Fall an und lässt sich von der einfachsten Lösung nicht beeindrucken. – Bisher eine der stärksten Geschichten, vor allem weil es aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt wurde und sich nicht an einen Erzähler klammert.
Wie Blut so rot: Cyborg Cinder hat entdeckt, dass sie die Erbin von Luna ist und deswegen vor vielen Jahren aus dem Weg geräumt werden sollte. Gleichzeitig sucht Scarlet in Südfrankreich nach ihrer Grandmere. Dabei begegnet sie dem Widerstandskämpfer Wolf. – Der zweite Teil der Luna Chroniken war sogar noch ein bisschen spannender als der erste Teil, vielleicht weil mir die Geschichte um Scarlet und Wolf mehr zusagte.
Truly – Nach dem Tod ihrer Mutter kommt Andy endlich auf dem Campus in Seattle an. Leider ohne Stipendium und ohne Wohnheimplatz. Durch Zufall bekommt sie einen Job hinter einer Bar und lernt dort den stillen Cooper kennen. Und trotz seiner abweisenden Art fühlt sich Andy zu ihm hingezogen. – Ein New Adult Roman, in dem ich mich sehr schnell verliebt habe. Ich mochte den Schreibstil, die Charaktere und die Handlung. Einfach nur toll.
Der geheime Garten: Mary Lennox entstammt einer britischen Familie, die in Indien lebt. Nach dem Tod der Eltern reist sie zu ihrem Onkel auf ein alten britisches Anwesen. Sie kann sich nur schwer an ihr neues Leben gewöhnen, bis sie den Schlüssel zu einem geheimen Garten findet. – Pünktlich zum Kinostart habe ich auch die Buchvorlage gelesen. Ich wusste, dass ich es vor vielen Jahren schon einmal gelesen hatte, aber nicht mehr worum es genau ging. Das Buch ist sehr nüchtern geschrieben, aber die beschriebene Geschichte ist trotzdem sehr toll, auch wenn die Magie hier eher im Kopf der Kinder stattfindet.
Someone to stay: Aliza hat Lucien auf einer Sommerparty kennengelernt und beide waren sich sofort sympathisch. Doch Aliza hat mit ihrem Studium, ihrem Blog, ihrem Buch, das bald erscheint, und ihren Freunden eigentlich schon genug zu tun. Auch Lucien versucht neben Studium, Job und dem Sorgerecht für seine jüngere Schwester noch ein wenig Zeit für Freunde zu finden. Wie sollen sie nur je zusammen finden? – Der dritte und damit letzte Teil der Someone Reihe war von mir am heißesten ersehnt, mochte ich Aliza und Lucien schon in den vorherigen Bänden am meisten. Und die Geschichte ist wirklich toll geworden, auch wenn sie im Mittelteil einen kleinen Hänger hatte.
Hold me tonight – Amanda sucht noch immer nach Antworten über den Tod ihres Bruders. Und diesmal scheint sie tatsächlich zu Dante durchzudringen und erhält erste Erklärungen. Bis sie auf einmal mitten in eine Strudel aus vermissten Leuten steckt. – Der zweite Teil der Crushed Trust Reihe beginnt wie bereits der erste etwas langsam, schafft es dann aber endlich ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen und wird am Ende sogar richtig spannend.
Juno und die Reise zu den Wundern*: Juno ist eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit unter Einsamkeit leidet. In der schielenden Stadt begegnet sie dem geheimnisvollen Mr. James, der ihr aus einer alten Münze zwei Ringe anfertigt. Mit deren Hilfe bestimmt sie die nächsten Stationen ihrer großen Reise. Ein Abenteuer steht bevor, voller neuer Bekanntschaften und außergewöhnlicher Erlebnisse. – Irgendwo zwischen Kinderbuch und Einstieg in die Philosophie mit einer guten Mischung Lebensweisheiten. [Werbung]
*Ich bedanke mich bei den Verlagen für die Rezensionsexemplare
Wie war euer Oktober? Wie immer die Frage: Habt ihr Film/Serien/Buchempfehlungen für mich?
Ähnlich wie für mich zum Sommer meine Sommerlektüren gehören, gehören für mich zum Herbst Crimeserien. Diesmal habe ich zwar etwas geschummelt und zwei der drei Serien, die ich heute vorstellen möchte, nicht in diesem Herbst gesehen. Dennoch bleibt das Prinzip das gleiche und außerdem bin ich nebenbei auch schon an der nächsten Serie dran, die ich euch bestimmt im nächsten Jahr vorstellen kann. Für mich macht eine gute Crimeserie aus, dass sie erinnerungswürdige Charaktere und intelligente Fälle hat, sehr gerne nach dem „Mord der Woche“-Prinzip. Wenn ihr Empfehlungen für mich habt, sehr gerne her damit! Ich habe nämlich das Gefühl, dass das Genre langsam ausstirbt und nur noch die angefangenen Serien beendet werden, aber wenige neue erscheinen.
Bones – 12 Staffeln
Die Handlung: Temperance „Bones“ Brennan (Emily Deschanel) ist forensische Antropologin am Jeffersonian Institute. Sie untersucht Knochen alter Zivilisationen und kann daraus eine Menge Ereignisse rekonstruieren. Dies will sich das FBI zu Nutze machen und schickt Seeley Booth (David Boreanaz), um mit Brennan zu verhandeln. Nach einer etwas schwierigen Eingewöhnung zwischem dem impulsiven Booth und der menschenscheue Brennan, die mit vielen gesellschaftlichen Gepflogenheiten nichts anfangen kann, entwickeln sie sich zu einem guten Team. Fortan werden Leichen von Brennan und ihrem Team untersucht. Bedingungen ist für Brennan allerdings, dass sie bei den Ermittlungen auch im Außeneinsatz mithelfen darf, was Booth gar nicht gefällt.
Meine Meinung: Die Serie läuft bereits seit 2005 und gerade die Anfänge habe ich noch sehr intensiv im Fernsehen verfolgt. Die Serie funktioniert eigentlich lange Zeit sehr gut, lediglich in den späteren Staffeln wurden die Staffelfinale ein wenig größenwahnsinnig, weswegen ich lange Zeit keinen Anschluss mehr an die Serie fand. Das hat sich Ende letzten Jahres geändert und seit diesem Jahr habe ich alle 12 Staffeln gesehen. Die Serie hat vor allem durch das Team des Jeffersonian wunderbar funktioniert. Zwischenzeitlich gab es ein paar Änderungen im Team, aber gerade die Vielfalt durch die Assistenten ab Staffel 4 – glaube ich zumindest – war eine gute Rotation drin, die Platz für verschiedene Witze schufen und doch eine gewissen Kontinuität erlaubten. Dennoch ist das Team irgendwo miteinander gewachsen. Auch an Brennan selbst, musste man sich am Anfang gewöhnen. Doch nach und nach konnte man sie immer besser verstehen und ihr gutes Verhältnis zu Booth haben die Serie so sympathisch gemacht. Leider passierte irgendwann das unausweichliche und die beiden wurden ein Paar, und genau ab da ging es mit der Serie bergab. Das bleibt jedoch jammern auf hohem Niveau, da die Fälle selbst durchgehend spannend bleiben und genug Variation drin ist, so dass es einen immer noch überrascht, wer am Ende der Mörder ist.
Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – 3 Staffeln
Die Handlung: Phryne Fisher (Essie Davis) ist Aristokratin und kehrt in den 1920er Jahren nach vielen Jahren in Europa in ihre Heimat Melbourne, Australien zurück. Dort hilft sie bei der Aufklärung eines Mordes mit. Fortan mischt sie sich gerne in die laufenden Ermittlungen bei Mordfällen ein. Detective Inspector Jack Robinson (Nathan Page) ist davon wenig begeistert, kann Miss Fishers Enthusiasmus aber auch nicht stoppen.
Meine Meinung: Von der Serie habe ich euch dieses Jahr ja schon mehrfach berichtet, aber auch in diesen Beitrag passt sie wieder perfekt rein. Denn wir haben erinnerungswürdige Charaktere, auch neben der Protagonistin, spannende Fälle und den „Mord der Woche“. Am spannendsten ist hier aber, dass das ganze nicht in der modernen technischen Welt spielt, sondern in den 1920er Jahren. Dadurch mussten viele Fälle auf ganz andere Weise gelöst werden, als durch Analyse der Spuren am Tatort. Hinzu kommt, dass Australien als Handlungsort noch einmal zusätzlichen Charme hat. Es spielen einfach zu viele Crimeserien in New York.
Stumptown – 1 Staffel
Die Handlung: Dex Parios (Cobie Smulders) war beim Militär und hat in Afghanistan gekämpft. Als sie zurückkam waren ihre Eltern weg und ihr Bruder Ansel (Cole Sibus) in einem Heim. Nun zieht sie ihren Bruder groß, der das Down Syndrom hat. Sie hängt häufig im Bad Alibi ab, der Bar ihres besten Freundes Grey (Jake Johnson). Nachdem sie von der Mutter ihres verstorbenen Ex-Freundes Sue Lynn Blackbird (Tantoo Cardinal) den Auftrag bekommt ein vermisstes Mädchen zu finden, erkennt Dex, dass sie durchaus Talent in dieser Art von Job hat. Sie beantragt eine Privatermittlerlizenz. Dabei hilft ihr Detective Miles Hoffmann (Michael Ealy).
Meine Meinung: Im letzten Jahr stellte ich euch mit Almost Human bereits eine Crimeserie mit Michael Ealy vor. Die wurde nach einer Staffel abgesetzt. Dieses Jahr habe ich Stumptown entdeckt. Zwar hat ABC im Mai 2020 eine zweite Staffel bestellt, dies aber wohl im September 2020 wieder gecancelt. Aber vielleicht gibt es ja noch mehr Menschen, die diese Serie ebenso lieben wie ich und wir schaffen es die Serie zu retten? Denn Stumptown ist auf jeden Fall anders, als die gängigen Crimeserien. Dex stolpert eigentlich eher von einem Fettnäpfchen ins nächste, ist chaotisch und durch ihre posttraumatische Belastungsstörung aus der Zeit in Afghanistan auch dem Alkohol sehr zugeneigt. Nicht gerade die übliche Heldin. Auch haben wir neben Miles kaum Kontakt zum örtlichen Polizeirevier, auch wenn seine Vorgesetzte Bobby Cosgrove beide öfter mal zur Ordnung rufen muss. Wir haben also kein Sammeln von Beweisen, keine Spurensuche am Tatort, vor allem haben wir in der Regel kein Tatort. Denn als Privatermittlerin hat es Dex nicht mit Morden zu tun. Auch sind die zwischenmenschlichen Beziehungen hier kein reines Schmückwerk, sondern bilden das Herz der Serie. Mit all ihren verschiedenen und vor allem auch diversen Charakteren hat Stumptown eine ganz besondere Mischung. Nur ein paar Beispiele: Dex ist bisexuell, Miles ein people of colour, Ansel hat das Downsyndrom und die indigene Bevölkerung spielt eine regelmäßige Rolle. Besonders herausheben möchte ich hier auch noch den genialen Soundtrack. Also schaut euch die Serie an und dann müssen wir ABC bearbeiten, damit sie doch noch eine zweite Staffel produzieren!
Heute mit: einer faszinierenden Familiengeschichte, einer ungewöhnlichen Superheldenfamilie, ein Weckruf der Erde, einen Einblick in die indische Tradition der Heiratsvermittlung und einer Geisterband.
This is us – Staffel 1
Die Handlung: Familie Pearson ist nicht unbedingt alltäglich. 1980 erwarten die Eltern Jack (Milo Ventimiglia) und Rebecca (Mandy Moore) Drillinge. Kevin (Justin Hartley) und Kate (Chrissy Metz) kommen zur Welt, doch das dritte Baby stirbt bei der Geburt. Wie es der Zufall so will, wurde am gleichen Tag ein Baby vor einer Feuerwache ausgesetzt und ins gleiche Krankenhaus gebracht. Die Pearsons adoptieren Randall (Sterling K. Brown). Die Serie wechselt zwischen der Geschichte der Eltern in den 1980er Jahren und denen der erwachsenen Kinder hin und her.
Meine Meinung: Vielfach bei den Emmys nominiert, vereinzelte auch gewonnen, auf jeden Fall immer hoch gelobt. Schon länger hatte ich die Serie auf dem Schirm, nun habe ich sie endlich auch mal angefangen. Grundsätzlich gefällt sie mir auch richtig gut. Die Probleme und Dramen sind realitätsnah und durch die drei sehr unterschiedlichen Wege der Kinder auch sehr anders und jedes auf seine Art und Weise interessant. Durch den Wechsel zwischen den Geschichten bleibt auch die Spannung stets erhalten. Hinzu kommen die wirklich guten Schauspielleistungen aller Darsteller. Problematischer ist für mich die Menge an Drama. Nie gibt es einen Stillstand oder irgendetwas ist einfach mal gut. Ständig wird nur auf den nächsten großen Knall hingearbeitet. Und da das in den insgesamt 18 Episoden der ersten Staffel einfach so oft vorkam, gibt es dann auch kein richtiges Staffelfinale mehr, da gefühlt schon alles an Drama aufgebraucht war. Bedeutet, dass ich This is us immer nur in kleinen Häppchen sehen kann, damit es mir nicht zu viel wird. Dennoch weicht das Drama oft auch vom Schema ab und Entscheidungen werden nicht stereotypisch, sondern zum Charakter passend getroffen, was wirklich erfrischend ist.
This is us ist bei Amazon Prime im Abo enthalten
The Umbrella Academy – Staffel 2
Die Handlung: Die sieben Mitglieder der Umbrella Academy konnten dem Weltuntergang, hervorgerufen durch Nummer 7/Vanya (Ellen Page) mit Hilfe von Nummer 5 (Aidan Gallagher) entgehen. Sie landen alle in den 1960er Jahren, aber nicht im gleichen Jahr. Als schließlich auch Nummer 5 ankommt, herrscht erneut Weltuntergang. Nur mit Hilfe schafft es Nummer 5 noch einmal ein paar Tage vor die Apokalpyse zu springen und muss nun seine Geschwister zusammen suchen. Doch die haben sich teilweise schon ein ganz neues Leben aufgebaut.
Meine Meinung: Schon die erste Staffel der Umbrella Academy konnte begeistern. Auch wenn es schwer vorstellbar war, aber die zweite Staffel schafft es spielerisch noch einmal ordentlich einen drauf zu legen. Durch die unterschiedlichen Leben, die sich die Geschwister aufgebaut haben, bleibt genügend Zeit um ihre Charaktereigenschaften noch einmal näher zu betrachten. Dennoch wird es wieder spannend durch die drohende erneute Apokalypse, die sie wieder verhindern wollen. Dabei hat die Serie es inzwischen geschafft eine gute Grunddynamik zwischen den Charakteren aufzubauen, die hier wieder voll ausgeschöpft wird. Hinzu kommen einige altbekannte Gesichter und einige neue in mehr oder weniger wichtigen Nebenrollen. Es kommt zu einigen absurden Situationen, die auch den Humoraspekt der Serie wieder befeuern. So klebt man am Bildschirm vor Spannung und kann zwischendurch auch herzlich lachen. Auch wenn Teilaspekte wie eine Wiederholung der ersten Staffel wirken, kommen immer genügend neue Ideen dazu. Das ganze wird unterstrichen von einem auf den Punkt gebrachten Soundtrack. Wer auch immer in einer großen Schlacht die Backstreet Boys spielen wollte, verdient gefälligst einen Preis. Es war auf jeden Fall wieder ein Wechselbad der Gefühle und das ist absolut positiv gemeint.
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Down to Earth with Zac Efron – Staffel 1
Die Handlung: Zac Efron hat sich mit Wellness-Experten Darren Olien zusammengetan. Zusammen reisen sie um die Welt, um verschiedene Konzepte zum den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu begutachten und der Erde einfach mal zuzuhören.
Meine Meinung: Down to Earth hat im deutschen den wenig passenden Titel „Um die Welt mit Zac Efron“. Der Titel ist nicht nur unaussagekräftig, sondern verfehlt wohl auch die Zielgruppe. Denn Zac Efron kennt man wohl am ehesten durch seine Schauspieltätigkeit. Von seinen Anfängen mit High School Musical zu seinen gewöhnungsbedürftigen Komödien, wie Bad Neighbors oder Dirty Grandpa. Doch hier erleben wir Efron fern ab von Hollywood und dadurch auch von einer ganz anderen Seite. Denn schon seit längerem befasst er sich selbst mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Inspiriert hat ihn das Buch von Darren Olien, woraus eine Freundschaft entstand, die schließlich zu dieser Serie führte. Zusammen bereisen die beiden Orte auf der Welt, die faszinierende Konzepte für gewisse Probleme entwickelt haben. Zum Beispiel bereisen sie Frankreich mit dem öffentlichen Wasserkonzept und einer Heilquelle. Oder sie untersuchen in Sardinien die hohe Lebenserwartung der Einheimischen. Durch die sehr unterschiedlichen Themen bleibt es stets spannend und man kann durchaus für sich etwas mitnehmen.
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Indian Matchmaking – Staffel 1
Die Handlung: Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet.
Meine Meinung: Zu dem Thema Heiratsvermittlung hatte ich eine Menge Vorurteile. Deswegen sprach mich die Serie durchaus an, konnte sie mich doch entweder bestätigen oder widerlegen. Und tatsächlich bestehen meine Vorurteile nicht umsonst, wurde es noch bis vor ein paar Jahren tatsächlich von den Eltern bestimmt, wen die Kinder zu heiraten haben. Inzwischen ist dies aber wesentlich fortschrittlicher. So ist die Heiratsvermittlerin eigentlich nur eine Zwischeninstanz, die verschiedene Profile vergleicht und versucht eine gemeinsame Basis zu finden. Die Dates machen die Vermittelten dann unter sich aus und können dann entscheiden, ob sie sich weiter treffen wollen. Natürlich hat der Familienaspekt noch immer einen großen Stellenwert. In Indien vielleicht auch nochmal etwas intensiver als in den USA. Da aus beiden Länder Kunden gezeigt werden, kann man auch hier noch einmal sehr gut die Unterschiede sehen. Die Kunden selbst sind sehr unterschiedlich. Bei manchen fiebert man mit, ob es zu einem Match kommt, während einem der Ausgang bei anderen relativ egal ist. So ganz ohne fragwürdige Aspekte kommt das ganze dann aber doch noch nicht aus. So wird regelmäßig ein Gesichtsleser und ein Astrologe dazu gerufen, die mithilfe der Gesichter oder der Sterne entscheiden sollen, ob das Match unter einem guten Stern steht. Schade finde ich es auch, dass die Kunden vom Anfang der Serie am Ende gar nicht mehr erwähnt wurden und man teilweise nicht richtig nachvollziehen konnte, ob sie jetzt den passenden Partner gefunden haben. Also wer sich einmal etwas intensiver mit der indischen Tradition auseinander setzen möchte, dem sei die Serie empfohlen.
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Julie and the Phantoms – Staffel 1
Die Handlung: 1995 steht die Band Sunset Curve kurz vor dem musikalischem Durchbruch. Doch abgelaufene Hotdogs führten zum verfrühten Ableben drei der vier Bandmitglieder. 25 Jahre später, landen sie als Geister in der Garage von Julie (Madison Reyes). Die Highschoolschülerin trauert noch immer um ihre Mutter und hat dadurch ihre Liebe zur Musik verloren. Sie kann als einzige die Jungs sehen und findet dadurch zurück zur Musik. Und sobald sie auf einer Bühne auftritt, können auch die anderen die Jungs sehen. So gründen sie die Band Julie and the Phantoms, wobei alle denken, dass es sich bei den Jungs um Hologramme handelt. Hinzu zu den alltäglichen Probleme kommen noch ein paar Geisterprobleme.
Meine Meinung: 9 Episoden umfasst die erste Staffel und ich habe alle an einem Tag verschlungen. Wenn man sich mit der Grundprämisse der Musical-Comedy anfreunden kann, zieht einen die Serie sehr schnell in den Bann und man will einfach wissen, wie es weitergeht. Während Julie stellenweise noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die Jungs von Sunset Curve einfach nur liebenswert. Stellenweise ein bisschen trottelig, manchmal ein bisschen zu Klischee, aber schlussendlich einfach zum knuddeln. Die Geschichte geht zügig voran und bietet mehr als nur Bandproben und Auftritte. Neben Julies Probleme an einer Highschool inklusive Zicke und Crush, steht auch die Frage im Raum, wieso Julie die Jungs sehen kann, wieso sie beim Auftritt sichtbar werden und was ihre Aufgabe ist. Hier stellt die erste Staffel schon erste Vermutungen an, lässt einige Geisterprobleme einfließen, lässt aber auch noch einiges für eine zweite Staffel offen. Einen kleinen miesen Cliffhanger konnte sich die Serie dann am Ende doch nicht verkneifen.
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Welche Serien habt ihr schon gesehen? Konnte ich euch von einer neuen Serie überzeugen?
Ich habe voller Entsetzen festgestellt, dass ich euch meine Lieblingssitcom noch nie richtig vorgestellt habe. Vielen sagt der Titel vielleicht etwas von meinen Bemerkungen zwischendurch oder erinnert sich, dass er es relativ weit nach oben in meinen Top 25 Serien der letzten 10 Jahre geschafft hat. Doch was verbirgt sich dahinter und warum sticht sie meiner Meinung nach alle anderen Sitcoms aus? Erfahrt es in meiner Kritik.
Die Handlung
Freddie Thornhill (Ian McKellan) und Stuart Bixby (Derek Jacobi) sind schwul und leben nun seit 50 Jahren zusammen. In der Zeit hat sich ihre Beziehung zu einer gewissen Hassliebe entwickelt. Dennoch halten sie zusammen. Zum Beispiel wenn ihre Freundin Violet (Frances de la Tour) wieder einmal von einer gescheiterten Beziehung erzählt. Frischen Wind in den Alltagstrott bringt der neue junge Nachbar Ash (Iwan Rheon).
Meine Meinung
Vicious ist an vielen Stellen eher ein Theaterstück als eine Fernsehserie. So spielen 90% der Serie im Wohnzimmer von Freddie und Stuart. Dort wurde die Serie auch vor Live-Publikum und am Stück gefilmt. Dadurch gibt es sehr wenig Schnitte. Ebenfalls ist die Besetzungsliste sehr klein. Dennoch weist sie die typischen Merkmale einer Sitcom auf. Was macht diese Serie also besser als die anderen Sitcoms? Nun zum einen sei gesagt, ich mag generell Sitcoms. Wer mit dem Format absolut nichts anfangen kann, wird wohl auch hier nicht glücklich werden. Wer hingegen nur mit den all-time-favourites von Pro7, wie How I met your mother, The Big Bang Theory oder auch Two and a half man nichts anfangen kann, findet hier vielleicht sein Glück. Denn die Serie ist zum einen keine Hollywood-Produktion, sondern kommt aus Großbritannien. Und hier sticht vor allem der schwarze Humor der Briten gerne hervor. Wenn Freddie und Stuart sich mit der typischen englischen Eleganz ihrer Darsteller bewegen und sich auf höflichste Weise zutiefst beleidigen, dann ist das absolut sehenswert und einfach unfassbar lustig. Das funktioniert allerdings nur mit einer guten Charakterkonstellation, was hier gegeben ist. Auch einige running-gags konnten sich so etablieren. An vorderster Stelle stehen natürlich Freddie und Stuart, da sich auch 90% der Serie in ihrem Wohnzimmer abspielt. Freddie ist Schauspieler und wenn man ihm zuhört, möchte man meinen, dass er ein begnadeter Star ist. Allerdings hält er sich eher mit kleinen Nebenrollen über Wasser. Hier einmal der Bösewicht in Dr. Who, dort zweimal in Downton Abbey durchs Bild gelaufen. Stuart ist eher der Hausmann, der alles am Laufen hält. Ebenfalls in jeder Folge zu sehen sind Violet, die gute Freundin der beiden, und Ash, der junge Nachbar. Violet ist im gleichen Alter, wie Freddie und Stuart, hat es aber bisher nicht geschafft einen Mann zu finden. Dafür berichtet sie ständig von neuen Bekanntschaften. Sie ist ein Freigeist und hält sich für unwiderstehlich, was sie in kleinen Flirts mit Ash auslebt. Ash ist neu nach London gezogen. Er bezieht die Wohnung über Freddie und Stuart und holt sich gerne Tipps bei den beiden, da seine Eltern beide im Gefängnis sitzen. Zunächst wird er von Freddie und Violet des öfteren angeflirtet, entwickelt dann aber freundschaftliche Gefühle für beide. Die kontrastreichen Leben des älteren Paares und des jungen Ash werden gerne für ein paar Gags genutzt, z. B. wenn Ash die beiden mit auf eine Party nimmt. Ebenfalls wiederkehrende Charaktere sind Penelope (Marcia Warren) und Mason (Philip Voss). Sie sind Freunde von Freddie und Stuart und tauchen immer zu kleinen Feiern auf. Dabei ist Mason immer pikiert über die geringe Gastfreundschaft der beiden, während Penelope immer ein wenig abwesend und durcheinander wirkt. Während Staffel 1 und 2 aus jeweils 6 Episoden – plus ein Weihnachtsspecial – bestehen, besteht Staffel 3 mit dem Namen „The Final“ aus einer 60 minütigen Episode, die in die vier Jahreszeiten unterteilt wurde und die Geschichte zu einem runden Ende bringt. Damit ist die Serie beendet. Sehr schade, denn ich hätte gerne noch viel mehr gesehen, doch das wichtigste war erzählt und man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist.
Das Fazit
Vicious ist irgendwo zwischen Sitcom und Theaterstück angeordnet und kann mit einmaligen Charakteren, faszinierenden Schauspielern und dem unverwechselbarem schwarzen britischem Humor begeistern. Eine große Empfehlung, wer in den klassischen Sitcoms nicht fündig wird und auch für jeden anderen.
In meiner kurzen Blogpause hatte ich Besuch von meiner besten Freundin. Und wenn wir nicht gerade die Gegend unsicher gemacht haben, neue und alte Spiele entdeckt haben oder einen Film sahen, dann wurde Alexa & Katie geguckt. Eine Serie über zwei beste Freundinnen, gesehen von zwei besten Freundinnen. Warum mich aber die Serie auch noch so sehr überzeugen konnte, dass wir innerhalb einer Woche alle vier Staffeln gesehen haben, erfahrt ihr in meiner Kritik.
Die Handlung
Alexa Mendoza (Paris Berelc) hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper (Isabel May) hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind.
Meine Meinung
Alexa und Katie ist in vier Staffeln fertig erzählt und abgeschlossen. Mit insgesamt 39 Folgen und einer durchschnittlichen Laufzeit von 25 Minuten gut zwischendurch ansehbar. Die Serie erzählt die Geschichte der beiden besten Freundinnen Alexa und Katie. Grundsätzlich ist die Serie im Stil einer Sitcom aufgebaut. Doch bleibt die Krebsthematik ein zentraler Bestandteil der Serie, so dass auch viele ernste Themen angesprochen werden. Dabei halten sich ernste Themen und heitere Themen die Waage. Dabei wird die Krankheit an keiner Stelle klein geredet oder ins Alberne gezogen. Stattdessen wird versucht mit humorvollen Dialogen die Stimmung zu heben, aber trotzdem werden immer wieder wichtige Abschnitte nach einer Krebsbehandlung angesprochen. Der Haarausfall ist lediglich der Anfang, weiter geht es um die Angst vor der Rückkehr, die ständigen Sorgen der Familie und dass Alexa den „Krebsbonus“ nicht haben möchte. Ansonsten geht es um die ganz alltäglichen Sorgen zweier Highschoolschüler und deren Familien. Dabei sind es neben den beiden Hauptcharakteren Alexa und Katie gerade die beiden Familien, die im Mittelpunkt stehen und die Serie so sehenswert machen. Da haben wir zum einen Alexas Familie. Mutter Lori (Tiffani Thiessen) ist eine echte Powerfrau. Sie koordiniert ihren Businessjob – später Eventmanagerin – die Erziehung der Kinder und den Haushalt. Sie mag manchmal etwas zu beschützend sein, lernt aber mit Alexa die Freiheiten zu akzeptieren. Vater Dave (Eddie Shin) ist Pilot, aber die Episoden sind so getimt, dass er die meiste Zeit zu Hause ist. Er ist ein liebevoller Vater, der seine Frau gerne mal bremsen muss. Dann gibt es im Haus Mendoza noch Lucas (Emery Kelly) den älteren Bruder Alexas. Er wird als typischer Schönling mit wenig Grips dargestellt, schließlich beginnt er aber trotzdem ein Medizinstudium. Er ist der perfekte Gegenpart zu Alexa, was für viele Witze sorgt, hat am Ende das Herz aber immer am rechten Fleck. Gegenüber wohnt Katie mit ihrer Mutter Jennifer (Jolie Jenkins). Sie ist alleinerziehend und kämpft daher immer wieder mit den Finanzen. Neben ihrem Bürojob nimmt sie Abendkurse und erzieht noch zwei Kinder. Der Vater hat die Familie verlassen und reist um die Welt. Jennifer kennt Lori und Dave ebenfalls seit der Highschool, daher stehen sich die Familien sehr nah. Zu guter Letzt gibt es noch Jack (Finn Carr), Katies jüngerer Bruder. Er ist ein kleiner Wirbelwind und bringt noch den kindlichen Charme zu den öfter mal ernsten Themen. In den vier Staffeln, die jeweils ein Schuljahr repräsentieren, lachen, weinen, bangen, hoffen wir mit den Charakteren. Dabei wachsen sie einem sehr schnell ans Herz. Durch die kurze Dauer einer Episode lässt sich die Serie gut weggucken. Die Krebsthematik ist zwar sehr präsent, wird aber nicht zu sehr ausgeschlachtet, sondern findet die richtige Balance.
Das Fazit
Alexa & Katie ist eine Teenagersitcom voller Herz. Durch die ernste Thematik rund um Alexas Krebserkrankung unterscheidet sie sich stark von den typischen Disneyvarianten, kommt aber trotzdem mit einer typischen Heiterkeit daher. Vor allem die Charaktere machen die Serie absolut liebenswert.