Rückblick auf den November 2021

Der November zog mit einer Grau in Grau Front über das Land. Über andere Entwicklungen wollen wir hier lieber nicht sprechen. Aber sagen wir die Laune ist getrübt. Immerhin sind die Kinos weiter offen und da lockten noch einmal einige Filme. Auch darüber hinaus ging es bei mir medial her, da sich für mich das Jahresende näherte. Gleichzeitig stand der November für mich im Zeichen eines ganz anderen Großprojekts: Der NaNoWriMo. Im (Inter-)National Novel Wiriting Month versuchte die ganze schreibende Gemeinschaft sich zu motivieren und 50.000 Wörter zu schreiben. Diesmal war ich mit dabei und zum Zeitpunkt, wenn ich diesen Beitrag schreibe, stehe ich mit 47.000 kurz vor der Zielgerade. Ein paar Tage habe ich noch, es sollte also machbar sein! Dennoch hier nun der mediale Rückblick auf den November.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Contra: Richard Pohl  ist Dozent an einer Uni. Doch nach einigen grenzwertigen Äußerungen steht er vor einer Disziplinarsanhörung. Die Lösung: Er soll der Studentin Naima Hamid helfen, im Rhetorikwettbewerb weiter zu kommen. – Gut gespieltes Drama, dass das Thema Migration gut aufgreift und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet)

Dear Evan Hansen: Evan Hansen kämpft mit Panikattacken und Depressionen. In seiner Therapie wird ihm geraten, dass er sich jeden Tag einen Brief an sich selbst schreiben soll. Diesen klaut ihm sein Mitschüler Connor und steckt ihn ein. Am nächsten Tag wird er ins Büro des Direktors gerufen, um Connors Eltern zu treffen. Denn dieser hat Suizid begangen. Das einzige, was die Eltern fanden, war der Brief, den sie für einen Abschiedsbrief an den besten Freund halten. Evan landet in einem Lügenkonstrukt, weil er so endlich Aufmerksamkeit bekommt. – Rührendes Musical, auch wenn die Lieder zumindest in der deutschen Synchro nicht funktionieren.

Eternals: 5000 v. Chr. werden zehn Eternals zur Erde geschickt. Sie sollen sie dort vor den sogenannten Deviants schützen, dürften sich aber nicht in die Menschheitsgeschichte einmischen. Das führt ab einem gewissen Punkt zu Spannungen im Team und sie trennen sich. In der Gegenwart werden Sersi und Sprite von einem Deviant angegriffen, die sie für ausgestorben hielten. Ikaris kommt ihnen zur Hilfe. Zusammen ziehen sie los, um das Team wiederzuvereinen und die Emergenz bevorsteht. – Ein neuer Versuch aus dem MCU, der viel wollte, aber dabei das wesentliche aus den Augen verlor.

Last Night in Soho: Eloise zieht von Cornwall, wo sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und deren Liebe zu den 60ern aufgenommen hat, nach London. Sie wurde dort an einer Design Uni angenommen. Nachts träumt sie von einer jungen Sängerin namens Sandy, die es in den 60ern versucht zu etwas zu bringen. Schnell wird Sandy ihr Idol. Doch die Träume ändern sich zunehmends und bald wird Eloise auch im wachen Zustand verfolgt. – Starker Horror-Thriller, der nichts für schwache Nerven ist.

Ghostbuster – Legacy: Callie, Trevor und Phoebe Spengler sind Pleite und ziehen daher auf gut Glück in das frisch geerbte Haus von Callies Vater Egon. Das ist jedoch vollkommen heruntergekommen. Phoebe findet in dem Haus eine Geisterfalle und zeigt sie ihrem neuen Lehrer Mr. Grooberson, der sie daraufhin in seine Entdeckungen einbezieht. Denn in Summerville geht einiges vor sich. Zusammen mit Phoebes neuem Freund Podcast, untersuchen sie die Geschehnisse. – Sehr schwacher Anfang, gewinnt hinten raus an Tempo, lebt aber rein vom Nostalgiefaktor.

Encanto: Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto (Wunder) bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten. – Herzerwärmende Geschichte, rührend, typische Disneyfilmhandschrift.

Addams Family 2: Wednesday Addams nimmt an einem Naturwissenschaftswettbewerb an ihrer Schule teil, die vom Wissenschaftler Dr. Cyrus Strange gesponsort wird. Dieser ist schwer beeindruckt von ihrer Leistung, doch sie lehnt eine weitere Zusammenarbeit ab. Kurz darauf steht ein Anwalt vor der Tür, der beweisen will, dass Wednesday gar keine richtige Addams ist. Kurzentschlossen beschließen die Eltern Gomez und Morticia eine Reise quer durch die USA zu starten. Ein Roadtrip der anderen Art beginnt. – Wenn ich in einer Komödie nicht lachen muss, läuft einiges falsch. Billige Gags, wenig Charme, bleibt weit hinterm Potential zurück.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Erneut gesehen habe ich The guy who didn’t linke musicals und es hat mich noch mehr zum lachen gebracht, als beim ersten Mal sehen.

Heat: Lieutenant Vincent Hanna wird mit der Aufklärung eines Raubmordes betraut, die von einer Bande rund um Neil McCauley verübt wurde. Während Hanna sie bei einem weiteren Überfall erwischen will, identifiziert die Bande den Polizisten. Beide spielen fortan Katz und Maus miteinander. – Es war einfach nicht mein Film, auch wenn er objektiv seine Stärken hatte.

Taxi Driver: Travis Bickle hat Schlafstörungen und arbeitet daher als Taxifahrer in vielen Nachtschichten. Dabei erlebt er so einiges. Unter anderem verliebt er sich in die Wahlkampfhelferin Betsy, die ihn nach einem Date im Pornokino jedoch abweist. Als großes Projekt hat er sich auf die Fahne geschrieben, die minderjährige Prostituierte Iris zu retten. Doch dafür braucht er Waffen. – Das gleiche Problem, wie bei Heat.

The Big Lebowski: Jeffrey „The Dude“ Lebowskis Leben kommt ganz schön durcheinander als er mit einem Millionär mit gleichem Namen verwechselt und zusammengeschlagen wird. Da einer ihn auf den Teppich urinierte, will er sich bei seinem Namensvetter beschweren. Kurz darauf wird dessen Frau entführt und Lebowski engagiert den Dude, um die Lösegeldübergabe zu vollziehen. Die geht jedoch gewaltig schief. – Dem Film konnte ich auch objektiv nichts abgewinnen. Mir waren die Charaktere einfach nur zu blöd.

Gravity: Die Biomedizinerin Dr. Ryan Stone und der erfahrene Astronaut Matt Kowalski arbeiten in einem Außeneinsatz am Hubble-Teleskop. Dabei bekommen sie die Warnung, dass Trümmerteile im Orbit treiben. Kurz darauf werden sie getroffen, ihr Space Shuttle zerstört. Sie müssen nun versuchen zur nächstgelegenen Raumstation zu kommen. – Minimalistische Weltraumsurvival mit starker Besetzung.

Mord im Orient-Express (1974): Der Orient-Express von Istanbul bis Paris ist gut gefüllt, als der Detektiv Hercule Poirot einsteigt.  Doch mitten in der Nacht kommt es zu einem Mord. Nun ist die Liste der Verdächtigen zwar überschaubar, immerhin müsste es einer der Passagiere sein, doch scheint noch eine ganz andere Geschichte dahinter zu stecken. – Hochkarätig besetzt, aber deutlich langsamer erzählt als die Neuverfilmung. Auch bin ich mit dem Poirot nicht warm geworden

Apollo 13: Die Astronauten James Lovell, Fred Haise und Thomas Mattingly werden für die Mission Apollo 13 ausgewählt, die zum Mond fliegen soll. Ein paar Tage vorher wird jedoch Mattingly gegen den zur Reserve-Crew gehörenden John Swigert ausgetauscht, da ein Gesundheitsrisiko besteht. Kurz nach dem Start kommt es schon zum ersten technischen Problem, was aber nicht weiter schlimm ist. Doch bei einem Manöver kommt es zu einer Explosion. Nun muss Houston und das Team der Apollo 13 alles geben, damit sie sicher wieder landen können. – Spannend, mitreißend, wow.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Respect: Filmbiographie über Aretha Franklin mit Jennifer Hudson in der Hauptrolle. Trailer sah schonmal gut aus.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Eiffel in Love

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Pretty Smart  – Staffel 1 (Eigentlich basiert die Geschichte auf einer vorurteilsbehafteten Idee, aber sie hat mich durch ihre Herzlichkeit und ihre Witze in Beschlag genommen. Ich mag sie einfach)

Superstore – Staffel 3-4 (Es wird weiter turbulent in der Cloud 9 Filiale)

Olaf präsentiert – Staffel 1 (War es in Frozen 2 noch super witzig, kann diese Miniserie durch ihre Kürze überzeugen, aber man sollte sie trotzdem in Maßen gucken)

The magic of Animal Kingdom – Staffel 1 (Eine Dokuserie über die Tiere im Animal Kingon im Disney World, Florida. Für Fans von Zoodokus sehr zu empfehlen)

Star Trek: Lower Decks – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel schafft es wieder mit ihrem Humor und ihren guten Ideen zu überzeugen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 2.546
Seiten pro Tag: 85 im Durchschnitt
Taschenbuch: 7

Die Helden von Midgard: Viele Jahre vor den Geschehnissen in die Götter von Asgard stehen die Walküre Kara und der Gott Tyr Seite an Seite in Midgard. Denn dort soll der junge Erik ein Held werden. Doch auf dem Weg dorthin lauern Gefahren, vor allem als dann auch noch Loki seine Finger im Spiel hat.

Mona – und täglich grüßt der Erzdämon: Mona Nosferatuh ist eine Junghexe Stufe 9, hat aber Probleme ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Sie tritt ihren neuen Job im Museum an und trifft dort auf den Vampir Boris, den Werwolf Ben und die Skelettin Bärbel. Bei einem Einbruch ins Museum beschwört sie einen Dämon herauf. Doch Balthazar ist fortan an sie gebunden und muss immer erscheinen, wenn sie Hilfe benötigt. Beide versuchen sich mit dem Bund anzufreunden und dann kommen noch Gefühle dazu.

Sepharial: Lathalia lebt in einer kalten Welt. Als Adlige ist ihr Leben sehr angenehm, als Frau eher weniger. So soll sie den Leutnant Nikion heiraten, wovon sie zunächst wenig begeistert ist. Dann trifft sie auf den Dieb Fanai und folgt ihm in seine Welt, die heiß und voller Sand ist. Er lebt in Armut und kämpft regelmäßig ums Überleben. Ihre Welten sind durch die Sepharial verbunden, doch genau diese soll Fanai stehlen. – Am Anfang habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, gegen Ende konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.

Vielleicht Nie: Joana lebt ein sehr geordnetes Leben und verbirgt ihr innerstes vor der Welt. Doch ausgerechnet Killian, der Bruder ihrer besten Freundin Karla, schafft es hinter ihre Fassade zu gucken. Doch er ist wild und rastlos, was Jo gar nicht passt. Kann er sich dennoch in ihr Herz stehlen? – Der zweite Band einer tollen Reihe wieder mit tollen Charakteren und erwähnte ich schon, dass ich es toll fand?

Hidden Worlds: Elliot lebt zusammen mit seinem Vater, der sich kaum noch aus seinem Fernsehsessel bewegt. Als Elliot seinen Job verliert und das Geld knapp wird, schickt sein Vater ihn zu einem alten Bekannten. Kurz darauf hat er einen Job im Merlin-Center für den magischen Bedarf und betreut dort die magischen Wesen. Und zufällig erfährt er auch etwas über seine Familiengeschichte. – Ein magisches Kaufhaus macht die etwas schleppende Handlung eindeutig wett.

Blade Runner: Der Prämienjäger Rick Deckard wünscht sich nichts mehr als ein echtes Tier, damit er sein elektrisches Schaf nicht mehr verstecken muss. Doch in seiner Welt, die Erde nach einem Atomkrieg, sind fast alle Tiere ausgestorben. Menschen, die zum Mars auswandern wird für die Reise ein Android zugeteilt, der jedoch auf der Erde als Bedrohung angesehen wird. Rick bekommt den Auftrag eine ganze Gruppe entflohener Androiden zu finden und auszuschalten. Dabei muss er einsehen, dass die Grenze zwischen Mensch und Maschine sehr verschwommen ist. – Ein sehr langatmiger Klassiker.

Nalas Welt: 1 Bike – 1 World. So der Plan des Schotten Dean Nicholson. Er radelt auf seinem Fahrrad quer durch Europa, als er in Bosnien eine Straßenkatze findet. Er tauft sie Nala und nimmt sie mit auf seine Reise. Fortan sind sie ein Herz und eine Seele und erleben allerlei spannendes. – Reisebiographie mit hohem Süßfaktor. Funktioniert größtenteils, hat aber auch zwischendrin ein paar Längen.

21 für 2021 – Ausgelesen

Ein Vorwort

Nach meinem Erfolg aus dem Jahr 2020, wollte ich das Experiment gleich noch einmal versuchen. War ich letztes Jahr direkt im August fertig, hat es diesmal bis in den November gedauert. Dabei lag es nicht daran, dass ich zu wenig gelesen habe. Eher daran, dass sich immer mehr Bücher dazwischen gedrängt haben. Doch jetzt kann ich euch noch einmal in Kurzform von den Werken berichten, auch wenn ich über die meisten bereits in irgendeiner Form geschrieben habe.

  1. Der Orden des geheimen Baumes – Die Magierin – Samantha Shannon – Multipler Band
    Highfantasy mit Drachen war das Versprechen des Buches. Nur war es sehr viel Charakterexposition und Weltenbau und wenig Drachen. Hinzu kommt, dass sich die Autorin sehr viel Zeit lässt und die Geschichte kaum voran kommt. Erst nach knapp 500 Seiten wird es erstmalig spannend und dann wird man schon mit dem zweiten Band vertröstet. Daher eher enttäuschend. -> Kritik
  2. Die Göttinnen von Otera – Golden wie Blut – Namina Forna – Multipler Band
    Der Auftaktband kommt mit einer spannenden Fantasywelt daher und verspricht einiges. Der Erzählstil ist mir beim lesen etwas schwer gefallen, da es viele Zeitsprünge gibt. Dennoch bin ich gespannt, was da noch kommt. -> Kurzkritik
  3. Ophelia Scale – Die Welt wird brennen – Lena Kiefer – Multipler Band
    Eigentlich nur gekauft, weil es auf Instagram so oft empfohlen wurde. Und das aus gutem Recht! Innerhalb kürzester Zeit habe ich alle drei Bände verschlungen und sie haben sich sofort in mein Herz geschlichen. Definitiv ein Jahreshighlight. -> Kritik
  4. Becoming Elektra – Christian Handel – Multipler Band
    Auch Christian Handels Near-Future-Thriller hat mich sehr schnell in den Bann gezogen. Mit einem tollen leichten Schreibstil konnte ich sofort in die Welt der Klone eintauchen. Ebenfalls auf dem besten Weg zum Jahreshighlight. -> Kritik
  5. Hinter der blauen Tür – Marcin Szczygielski –  Klassiker/Liste der Schande
    Polnischer Kinderbuchklassiker, der für die Zielgruppe gut funktioniert. Sehr ruhig erzählt und mit einer tollen Geschichte. Durchaus solides Buch. -> Kritik
  6. Eine Leiche zum Tee – Alexandra Fischer-Hunold – Multipler Band
    Krimi in guter alter Agatha Christie Manier und doch gut anders. Die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht eines 13-jährigen Mädchens geschrieben, auch wenn ihre Großmutter sie in vielen Bereichen unterstützt. Und dann ist das ganze Setting herrlich britisch. Ein Roman für Fernweh und Cozy Crime. -> Kurzkritik
  7. Seven Sins – Stolze Seele – Lana Rotaru – Multipler Band
    Der zweite Teil der Seven Sins Reihe bringt uns nach einer langen Exposition im ersten Teil endlich ins Reich der Feen. Hier gibt es allerlei zu entdecken, es gibt mehr Nox, aber dennoch zieht es sich streckenweise.
  8. Beastsoul – Sternenlicht – Juliana Fabula – Multipler Band
    Ich habe mich so auf das Buch gefreut, leider war mir die Protagonistin viel zu naiv unsympathisch und die Geschichte viel zu lang gezogen. Sehr schade. -> Kurzkritik
  9. Palast aus Gold & Tränen – Christian Handel – Multipler Band
    Der zweite Teil rund um das Dämonenjägerinnenpaar Schneeweißchen und Rosenrot entführt uns ins Zarenreich. Dabei bleibt es weiterhin spannend, es gibt viele schöne Einfälle und Märchenanspielungen – wobei ich bestimmt nicht alle entdeckt habe. -> Kurzkritik
  10. When we dream – Anne Pätzold – Multipler Band
    Nach vielen Empfehlungen gekauft, obwohl ich nichts mit K-Pop/Rock anfangen kann. Die Geschichte ist wahnsinnig süß, man braucht kein Vorwissen oder Leidenschaft für die Musikrichtung. Ein Wechselbad der Gefühle und ich brauch jetzt unbedingt Band 2.
  11. The secret book club – Die Liebesroman Mission – Lyssa Kay Adams – Multipler Band
    Ebenfalls ein zweiter Teil. Der erste konnte mich wahnsinnig begeistern, der zweite ist da etwas schwächer, wenngleich noch immer sehr gut geschrieben und hantiert mit schwierigen Themen, die aber nicht länger verschwiegen werden sollten. -> Kritik
  12. Goldene Flammen – Leigh Bardugo – Multipler Band
    Der Auftakt zum Grishaverse konnte mich packen und überzeugen. Die dazugehörige Serienverfilmung gehört zu meinen Serienhighlights dieses Jahr.
  13. Die Schönheit der Begegnung – Frank Erzbach – Einzelband 
    Ein kleines unscheinbares Büchlein, aber ein Herzensbuch geworden. Viele Kurzgeschichten über das Kennenlernen und alle haben so viel Liebe in sich, ohne irgendwo in den Kitsch zu verfallen. ->Kurzkritik
  14. Ich bin Linus – Linus Giese – Einzelband
    So ein wichtiges Buch! Bitte lest es! Linus Giese ist trans und berichtet von seinen Erfahrungen, mit Diskriminierungen und gibt wichtige Denkanstöße. -> Kurzkritik
  15. Die Chroniken von Alice – Die rote Königin – Christina Henry – Multipler Band
    Der zweite Teil beginnt ebenso düster wie der erste. Es gibt wieder viele gute Andeutungen in diesem Horrorszenario von Alice im Wunderland, auch wenn es weniger als im ersten waren. Vor allem, dass das Buch nur aus zwei Kapiteln bestand, störte mich im Lesefluss. -> Kurzkritik
  16. Periode ist politisch – Franka Frei – Einzelband
    Ein ganzes Buch über die Menstruation? Ich war interessiert, aber auch skeptisch. Bis ich es gelesen habe. Es gibt so viele Aspekte, die einem ständig eingeredet werden, die aber wissenschaftlich widerlegt sind. Ein Augenöffner.
  17. Land in Sicht – Ilona Hartman – Einzelband
    Ein Buch über eine Flusskreuzfahrt, das hat mich angesprochen. zunächst beginnt es auch Vielversprechend, doch ist im Endeffekt viel zu kurz, um die Geschichte wirklich aus zu erzählen. -> Kurzkritik
  18. Sepharial – Verwoben – Jana Tomy – Multipler Band
    Am Anfang habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Doch dann wurde die Suche nach den Sepharial und die Geschichte der zwei Welten umso spannender. Brauch jetzt nur noch den zweiten Band.
  19. Blade Runner – Philip K. Dick – Klassiker/Liste der Schande
    Eigentlich hatte ich gehofft, dass mich das Buch weniger verwirrt zurücklässt, als der Film. Leider ist das genaue Gegenteil der Fall. Sehr langatmig und kommt nicht auf den Punkt. Viele gestreute Hinweise, die aber nie genauer erklärt werden.
  20. Star Wars – Tarkin – James Lucenco – Einzelband
    Für Star Wars Fans bestimmt ein gutes Buch, Tarkin ist auch ein interessanter Charakter und die Handlung spannend. Mich konnte es aber nicht abholen. -> Kurzkritik
  21. James Bond 007: Moonraker – Ian Fleming – Klassiker/Liste der Schande
    Der dritte James Bond Band bleibt qualitativ hinter Band 2 zurück. Er zieht sich an ein paar Stellen, funktioniert dennoch in seiner Gesamtheit für Fans der Reihe.

Mona – und täglich grüßt der Erzdämon

Ein Vorwort

Kennt ihr diese Bücher, von denen ihr hört und ihr müsst sie einfach lesen? So erging es mir bei Mona von I. B. Zimmermann. Kurzerhand bewarb ich mich auf ein Rezensionsexemplar und als ich schon kurz davor war, es mir einfach zu kaufen, kam doch noch die Rückmeldung und das Reziexemplar an. Warum mich das Buch auch tatsächlich so begeisterte, wie ich es mir erhofft hatte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Mona Nosferatuh ist eine Junghexe Stufe 9, hat aber Probleme ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Sie tritt ihren neuen Job im Museum an und trifft dort auf den Vampir Boris, den Werwolf Ben und die Skelettin Bärbel. Bei einem Einbruch ins Museum beschwört sie einen Dämon herauf. Doch Balthazar ist fortan an sie gebunden und muss immer erscheinen, wenn sie Hilfe benötigt. Beide versuchen sich mit dem Bund anzufreunden und dann kommen noch Gefühle dazu.

Meine Meinung

Erst einmal große Entwarnung. Auch wenn der Untertitel des Buches es suggeriert, es ist keine Und täglich grüßt das Murmeltier Story. Keine Zeitschleife, dafür jede Menge Übernatürliches. Wir haben hier alles von Hexen, Werwölfe, Vampire, Feen, Dämonen, einfach alles. Aber wer jetzt eine schnulzige Liebesgeschichte mit Biss erwartet, liegt ebenfalls falsch. Denn Mona ist vieles, aber kein Alltagsbrei.
Das beginnt schon mit der Protagonistin Mona. Sie ist komplett aus dem Leben gegriffen. Eine junge Frau, die so schon ihre Probleme im Alltag hat und dann auch noch als Junghexe oftmals komplett überfordert ist. So nahbar und nachvollziehbar war schon lange keine Protagonistin mehr. Und ihre Freund*innen sind einfach nur cool. Sei es Boris, der Vampir, der versucht vegan zu leben. Ben, der Werwolf, der gerne zwischen menschlicher und hündischer Gestalt wechselt. Bärbel, die Skelettin mit dem schiefgelaufenen Fluch, die zur Kommunikation Scharade spielen muss. Oder eben Balthasar, der Erzdämon. Zigarren rauchend, stets cool und immer mit diesem schelmischen Grinsen.
Die Geschichte lässt sich dabei Zeit, um die Charaktere in den verschiedenen Situationen miteinander zu agieren. Man könnte auch sagen, dass die Geschichte viele Kurzgeschichten enthält, die irgendwo mit dem Haupthandlungsstrang verbunden sind. Das wäre bei anderen Autor*innen vielleicht zäh geworden, nicht so bei Frau Zimmermann. Sie bringt so viele skurill schöne Ideen ein, dass jede „Nebenquest“ Spaß macht beim erkunden. So verfliegen die 475 Seiten nur so und man möchte doch immer mehr erkunden.
Denn das ist auch der Hauptfokus des Buches: Es macht beim Lesen einfach Spaß. Die Autorin beschreibt es nicht umsonst als „Funtasy mit Biss“. Ich bin an mehreren Stellen nicht mehr aus dem Lachen herausgekommen. Der wunderbar lockere Schreibstil ist dabei ebenso hilfreich.
Das große Finale ist dann auch genau das, worauf das Buch die ganze Zeit hingearbeitet hat. Spannend, mitreißend und alle Charaktere dürfen noch einmal zeigen, was in ihnen steckt. Nur der Cliffhanger in der letzten Szene ist echt fies. Hier kann man nur hoffen, dass der zweite Band möglichst bald kommt, denn ich kann von Mona nicht genug kriegen.

Das Fazit

Mona vereint viele bekannte Elemente, macht darauf aber eine ganz besondere übernatürliche Mischung. Der Schreibstil ist locker, die Handlung macht unheimlich viel Spaß und die Protagonistin ist eine der nahbarsten, die ich je gelesen habe. Große Leseempfehlung an dieser Stelle!

Mona wurde mir von der Autorin und dem Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Der Orden des geheimen Baumes

Ein Vorwort

Ich lese gerne und viel Fantasy. Allerdings verhältnismäßig wenig High Fantasy. Das wollte ich in diesem Jahr ändern und habe mich unter anderem für den ersten Band des Ordens des geheimen Baumes für meine Leseliste entschieden. Bei dem ist es nicht geblieben und der zweite Teil musste auch auch her.
Warum mir das Lesen der Reihe verhältnismäßig schwer fiel, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Band 1: Die Magierin

Die Handlung:  Ein gespaltener Kontinent. Während im Osten Drachen verehrt werden und die junge Anwärterin Tané darauf hofft eine Drachenreiterin zu werden, lebt der Westen in ständiger Angst, dass die großen Erhabenen wieder erwachen und die Welt in Dunkelheit stürzen. Dies soll Königin Sabran verhindern, in dem sie ein Kind gebährt und damit die Blutlinie fortführt. An ihrer Seite die geheimnisvolle Ead, die ganz eigene Ziele verfolgt.

Meine Meinung: Hätte ich das Buch nicht auf Empfehlung gekauft und weil mich die Fantasywelt mit Zwiespalt über die Drachen interessiert hätte, wäre es wohl ein Coverkauf geworden. Denn die beiden Cover sind so liebevoll im Details gestaltet, harmonieren farblich so gut zusammen und passen wunderbar zur Geschichte. So stieg ich in die Geschichte ein und wurde fast erschlagen vor lauter Figuren, Orte und Exposition. Glücklicherweise gibt es hinten dran ein Register, so dass man im Zweifelsfall nochmal nachgucken kann. Die Geschichte baut sich sehr langsam auf. Es wird mehr Wert auf Weltenbau und Charaktereinführung gelegt, als den Lesenden wirklich bei der Stange zu halten. Die Geschichte wechselt zwischen Figuren im Westen und im Osten hin und her und hat dabei vier hauptsächliche Erzähler*innen. Dabei birgt jede für sich genommen durchaus spannende Momente, nur wird die ganze Geschichte so stark gestreckt, dass man die Spannung immer wieder verpasst. Erst gegen Ende, nachdem man sich ca. 450 Seiten durchgekämpft hat, nimmt die Handlung erstmals richtig Schwung auf. Und dann ist der erste Band auch schon zu Ende. Die Hoffnung lag also auf dem zweiten Band.

Band 2: Die Königin

Die Handlung: Ead ist in ihre Heimat zurückgekehrt, doch die Angst um Königin Sabran ist ihr ständiger Begleiter. Tané trauert weiter um den Verlust ihrer Drachin und Niklas Roos ist noch immer in den Griffen der Piraten. Doch die Lage ist brenzliger als je zuvor.

Meine Meinung: Nachdem es am Ende des ersten Bandes endlich ein bisschen spannend wurde, fällt der Bogen hier leider schnell wieder ab. Wieder scheint es als müssten die Charaktere erst einmal wieder in Position geschoben werden. Dabei fällt es weiterhin auf, dass Autorin Samantha Shannon eine absolut herausragende Welt geschaffen hat. Spielerisch verbindet sie Religion, Mythen, Kontinente miteinander und man erlebt alle Seiten vollständig mit. Deswegen tat es mir umso mehr leid, dass ich einfach nicht in die Geschichte reingekommen bin. Auch die Charakterentwicklung war da, sie waren toll ausgebaut und boten viel Identifikationsmaterial. Doch all das reichte für mich nicht aus, um in die Geschichte reinzukommen. Wäre das ganze in einem Buch zusammengefasst und die Handlung käme wesentlich schneller voran, hätte es mir wahrscheinlich auch besser gefallen. Besonders schade war es dann, dass der große Endkampf auf fast 1000 Seiten vorbereitet wurde. Nur um ihn dann in zwei Kapiteln abzuarbeiten. Das war eine große Enttäuschung und dem Aufbau absolut nicht würdig. Wer jedoch Geschichte mit langsamen Aufbau, viel Weltenbau, vielen gute erarbeiteten Charakteren mag, dem sei die Reihe durchaus empfohlen.

Das Fazit

Der Orden des geheimen Baumes bietet atemraubendes Worldbuilding und gut ausgearbeitete Charaktere. Leider ist die Handlung zu sehr gestreckt und dämpft so jede aufkommende Spannung.

Rückblick auf den Oktober 2021

Und da ist auch der Gruselmonat auch wieder vorbei. Wir haben einen Sturm überlebt, der Herbst war eher verregnet als golden, was mich eher vor den heimischen Fernseher als ins Kino gezogen hat. Daher hier auch ohne weitere Vorrede, mein medialer Rückblick auf den Oktober 2021.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

James Bond 007 – No time to die: Fünf Jahre nach Spectre wird die Biowaffe „Herakles“ aus einem Labor in London gestohlen. Da der MI6 und M ihre Finger mit im Spiel haben, wird eine Agentin auf den flüchtigen Forscher Obruchev angesetzt. Gleichzeitig bittet Felix Leiter von der CIA James Bond ebenfalls um Hilfe bezüglich Herakles. Obwohl eigentlich im Ruhestand, muss Bond von Kuba zurück nach London und sich einigen Personen aus der Vergangenheit stellen. – Würdiger Abschluss der Craig-Ära.

Es ist nur eine Phase, Hase: Paul und Emilia sind verheiratet, haben drei Kinder und werden von ihrem Freundeskreis gerne als das perfekte Paar bezeichnet. Doch beide sind festgefahren und vor allem Emilia ist zunehmend unglücklich. Daher beschließen sie eine Pause einzulegen. Begleitet von ihren Freund*innen diskutieren sie die Alterspubertät und versuchen herauszufinden, was sie vom Leben wollen. – Seit langem nicht mehr so viele Fremdschämmomente gehabt. Sehr problematische Umsetzung.

Venom – let there be carnage: Nach den Ereignissen im ersten Teil ist Venom immer noch im Körper von Eddie Brock. Beide kommen mehr oder weniger miteinander aus. Für seine journalisitsche Karriere wird Eddie immer wieder zu Vernehmungen mit dem Serienmörder Cletus Kasady gerufen. Als dieser in Berührung mit Eddies Blut kommt, macht er eine folgenschwere Verwandlung durch. – Nicht so schlimm, wie der Trailer vermuten ließ, kommt aber auch nicht aus den gängigen Schemata heraus.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

James Bond 007: Casino Royale: James Bond reist nach Montenegro um Le Chiffre im Poker zu schlagen, da dieser viel Geld verloren hat und das versucht wieder zu bekommen. Unterstützt wird er vor Ort von Vesper Lynd und Rene Mathis. Auch der CIA-Agent Felix Leiter klinkt sich ein und unterstützt Bond finanziell. – Guter Einstieg in die Craig-Ära, aber noch mit Potential nach oben.

James Bond 007: Ein Quantum Trost: Nach den Ereignissen in Casino Royale ist James Bond auf der Jagd nach Mr. White. Dabei trifft er auf Mr. Greene, der Anführer einer Geheimorganisation, die sich als Umweltschutzorganisation tarnt, aber das genaue Gegenteil umsetzt. – Ein sehr kurzer und eher schwacher Bond, da es hier rein um die Rache aus Film 1 geht.

James Bond 007: Spectre: Nach einem eigenständigen Auftrag in Mexiko-Stadt, den er von der in Skyfall verstorbenen M erhielt, wird James Bond vom neuen M suspendiert. Denn dieser hat gerade mit dem Chef des Joint Intelligence Service C zu kämpfen, der verschiedene Auslandsgeheimdienste zusammenführen will. Doch Bond lässt sich nicht aufhalten und ist kurz darauf einer Organisation namens Spectre auf den Fersen. – Nach Skyfall ein eher schwacher Bond, der sich zu sehr ins große verrennt.

Tom & Jerry: Nach vielen Jahren der Rivalität gehen Tom & Jerry getrennte Wege. Dabei kommt Jerry in einem Hotel unter. Die neu eingestellte Quereinsteigerin Kayla wird abgestellt, um das Mäuseproblem in Griff zu bekommen, da eine wichtige Hochzeit bevorsteht. Dabei heuert sie ausgerechnet Tom an. – Hat wenige Witze Momente, eine nette Grundhandlung, aber mehr halt nicht.

Palm Springs: Auf einer Hochzeit lernt Sarah Nyles kennen. Beide verziehen sich in die Wüste, doch als Nyles von einem Pfeil getroffen wird, folgt sie ihm in eine Höhle. Kurz darauf muss sie feststellen, dass beide den gleichen Tag nun immer und immer wieder erleben. Das sorgt vor allem bei Sarah für Panikattacken. – Solider Täglich grüßt das Murmeltier Film, für einen verregneten Sonntagnachmittag.

Nightbooks: Alex stürmt nach einem desaströsen Geburtstag traurig und wütend aus der Wohnung seiner Eltern. Dabei findet er ein Appartement, das ihn magisch anzuziehen schien. Kurz darauf ist er in eben diesen gefangen, denn es gehört einer Hexe. Damit sie ihn nicht frisst, muss er ihr jeden Abend eine Gruselgeschichte erzählen. Dabei hat sich Alex geschworen keine Gruselgeschichten mehr zu erzählen.- Nette Handlung, tolle Atmosphäre, schwaches Schauspiel bei den Jungdarsteller*innen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Fly: Bex soll an einem Resozialisierungsprogramm im Gefängnis teilnehmen. Mit Hilfe des Tanzes soll sie aus ihrer Einzelkämpfereinstellung herausfinden. Dabei trifft sie auf Jay. – Tanzfilm aus Deutschland sah im Trailer noch ganz spannend aus.

The last duel: Nachdem ein Knappe gewaltsam in sein Haus eindringt, weigert sich seine Frau zu schweigen und bringt den Fall der Übergriffigkeit vor Gericht. Dadurch provoziert sie das letzte Duell in der Geschichte Frankreichs. – Nach dem Trailer war ich mir unsicher, was der Film aussagen will, aber interessiert bin ich dennoch.

Contra: Der Jura-Professor Richard Pohl äußert mehrere rassistische Bemerkungen gegenüber der Erstsemesterin Naimi Hamid. Das sorgt für viel Unmut. Damit Pohl seinen Job nicht verliert, soll er Hamid für einen Rethorikwettbewerb fit machen. Davon sind beide nur wenig begeistert. – Handlung klingt interessant, ich bin gespannt auf die Umsetzung.

Dear Evan Hansen: Evan soll im Auftrag seiner Therapeutin Briefe an sich selbst schreiben. Sein Mitschüler Connor klaut ihm den Brief. Doch kurz darauf begeht Connor Suizid und seine Eltern finden Evans Brief an sich selbst und glauben, dass es Connors letzte Worte waren. Kurz darauf befindet sich Evan in einem Strudel, aus dem er nicht mehr herauskommt. – Allein der Trailer hat mich zu Tränen gerührt. Wenn ich den Film noch sehe, werde ich viele Taschentücher brauchen.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es The Boss Baby 2 & The Ice Road

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Queer Eye – Staffel 1-2 – noch immer eine meiner absoluten Lieblingsserien mit gute Laune Garantie.

Instand Hotel – Staffel 1 (Hätte ich die erste Staffel zuerst gesehen, hätte ich nicht weitergeschaut. Es wurde immer schlimmer, was die Zickereien und Hinterhältigkeiten angeht)

Brain Games – Staffel 4 (Erneut eine Staffel voller Mindfuck-Momente und interessanter Studien)

Superstore – Staffel 1-2 (Witzige Sitcom über die Belegschaft in einem sogenannten Superstore)

What if … – Staffel 1 (Eine Was wäre wenn Anthologie aus dem Marvel-Universum, leider meist nur nett in der Ausgangsidee, nicht in der Umsetzung)

Murdoch Mysteries – Staffel 1 (Spannende History-Crime Serie im Toronto der 1890er Jahre)

American Gods – Staffel 3 (Die Geschichte rund um den Kampf zwischen den alten und den neuen Göttern geht weiter, weiterhin sehr ruhig erzählt. Großer Cliffhanger am Ende und dann wurde die finale vierte Staffel abgesagt…)

Locke & Key – Staffel 1 (Spannende Mysterieserie, die sich ein bisschen zu sehr streckt)

Modern Family – Staffel 11 (Die finale Staffel zieht noch einmal alle emotionalen Register und findet ein wunderbares Ende)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten gesamt: 3.402
Seiten pro Tag: 110 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 4
E-Book: 3

Fade away: Kyra fängt frisch ihr Studium an und versucht dabei ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch in der ersten Vorlesung äußert ihr Dozent einige sexistische Bemerkungen. Da niemand außer sie sich daran zu stören scheint, beschließt sie einen Podcast zu starten, um auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Dabei lernt sie Milan kennen. – Etwas langatmiger Einstieg, aber danach spannend, mitreißend und behandelt vor allem viele ernste Themen.

Halloween in Nebelwald: Nebelwald ist ein kleiner Ort mitten in Thüringen. Während Michelle auf eine Party in einer alten Fabrik geschleppt wird, versucht Stephan seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren und nimmt ein unmoralisches Angebot an. Doch etwas lauert in dem Wald und möchte keine ungebetenen Gäste. – Kurzweilige, aber spannende Geschichte passend zu Halloween.

When we dream: Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern mit ihren beiden Schwestern zusammen in Chicago. Sie liest viel und zieht sich aus der Außenwelt zurück. Dann lernt sie Jae-Yong kennen. Beide haben sofort einen Draht zueinander. Doch Jae-Yong ist ein weltweit berühmer K-Pop-Star. Und sein Vertrag verbietet ihm eine Freundin zu haben. – Emotionsgeladener Auftakt einer vielversprechenden Geschichte auch für Leser*innen, die nichts mit K-Pop anfangen können.

Malady Wild Emotions | Malady Intense Moments | Malady True Feelings: Die Geschichte rund um Malady, die Almeida Brüder und Narciso geht weiter. Malady ist in die USA zurückgekehrt, um nach ihrem krebskranken Bruder zu sehen. Dabe bemerkt sie nicht, dass der Schatten ihr dicht auf den Fersen ist. Es wird brenzliger, spannender und heißer. – Der Strudel aus Gewalt, Intrigen und Erotik wird immer größer. Nachdem der vierte Band ein ziemlicher Durchhänger war, wurden die anderen umso spannender.

Der Orden des geheimen Baumes 2 – Die Königin: Ead ist in ihre Heimat zurückgekehrt, doch die Angst um Königin Sabran ist ihr ständiger Begleiter. Tané trauert weiter um den Verlust ihrer Drachin und Niklas Roos ist noch immer in den Griffen der Piraten. Doch die Lage ist brenzliger als je zuvor. – Wie der erste Band sehr langsam und leider auch angatmig erzählt. Gegen Ende dafür viel zu gehetzt. Ich bin mit dem Erzählstil einfach nicht warm geworden.

Talus 2: Talus, der geheime Würfel der magischen Welt, der den Herzenswunsch, aber auch die größte Angst erfüllt, wurde gewürfelt. Die ersten Folgen sind zu merken. Erin und Kaito sitzen im magischen Gefängnis, bis ihr Mitwirken geklärt ist. Noah versucht das Verschwinden seines Vaters zu klären. Und dann ist da noch Jessica, eine Runenhexe, die mit dem Tod eines geliebten Menschen nicht zurecht kommt. Können sie die Pläne der gefährlichen Caradain aufhalten? – Spannende und magische Fortsetzung, die mir mehr als einmal das Herz gebrochen hat.

Knights 1: Charlotte will seit einem Vorfall in ihrer Kindheit nichts mehr mit der Geheimgesellschaft der Erben der Tafelrunde, kurz KORT, zu tun haben. Doch als eine abtrünnige Gruppe sie aufsucht, rennt sie in eine Gruppe KORTs und muss bei ihnen Unterschlupf suchen. Dabei erfahren diese von ihren sehr seltenen Fähigkeiten. Nun muss sie ihr Erbe begreifen und zusammen mitder Gruppe gegen eine uralte böse Macht antreten. Gleichzeitig muss sie mit ihren Gefühlen für den Lancelot-Erben Noel zurecht kommen. – Ich liebe die Bücher von Lena Kiefer und hier hat sie wieder den Auftakt zu etwas ganz besonderem geschaffen.

Talus 2 – Die Magie des Würfels

Ein Vorwort

Im letzten Jahr hab ich euch bereits den ersten Teil „Die Hexen von Edinburgh“ vorgestellt. Mit einem der miesesten Cliffhanger, den ich in den letzten Jahren gelesen habe – vielleicht abgesehen von Ophelia Scale – ließ uns Autorin Liza Grimm ein ganzes Jahr warten. Doch nun ist es endlich da. Ob sich das Warten gelohnt hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Talus, der geheime Würfel der magischen Welt, der den Herzenswunsch, aber auch die größte Angst erfüllt, wurde gewürfelt. Die ersten Folgen sind zu merken. Erin und Kaito sitzen im magischen Gefängnis, bis ihr Mitwirken geklärt ist. Noah versucht das Verschwinden seines Vaters zu klären. Und dann ist da noch Jessica, eine Runenhexe, die mit dem Tod eines geliebten Menschen nicht zurecht kommt. Können sie die Pläne der gefährlichen Caradain aufhalten?

Meine Meinung

Wenn zwischem dem Lesen von zwei Bänden eine zu große Spanne liegt, wird das bei mir oft zum Problem, wenn keine kleinen Wiederholungen eingebaut werden. Diese kleinen Erinnerungsstützen, die nicht stören, wenn man die ganze Reihe in einem wegliest, aber denjenigen hilft, die eine gewisse Spanne dazwischen hatten. Glücklicherweise baut Liza Grimm diese in ausreichendem Maße ein, so bin ich schnell wieder die in die magische Welt unter Edinburgh eingetaucht.
Der zweite Band setzt dort an, wo der erste aufgehört hat. Wir erleben die Protagonist*innen dabei, wie sie die Ereignisse versuchen zu verarbeiten. Doch dafür ist keine Zeit, geschehen sofort wieder allerhand Dinge, die alle in Atem halten. Dabei kommt es zu neuen Bündnissen und vielen Entwicklungen, die ich sehr mochte. Liza Grimm baut ihre Welt weiter aus und schafft damit einen Sog, da man unbedingt immer noch mehr wissen will.
Dennoch war es gerade das erste Drittel, was sich bei mir beim Lesen etwas gezogen hat. Ich bin zwar schnell wieder in die Welt eingetaucht, aber nach der ersten Orientierung gibt es die Momente, wo alle auf der Stelle zu laufen scheinen. Sobald dieser Punkt überwunden war, wurde es wieder so spannend, dass ich, gerade gegen Ende, das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Dabei hat mir die Autorin an mindestens zwei Stellen – wieder einmal – das Herz gebrochen und mit einigen Entwicklungen war ich nicht einverstanden, aber das ändert nichts daran, dass sie logisch ausgearbeitet waren und es halt einfach nicht danach geht, was ich für die Figuren wollte. Und auch wenn es ein bittersüßes Ende war, konnte ich mich gut damit anfreunden, da die wichtigste Entwicklung für mich Bestand hatte.
Die Entscheidung die Geschichte in einer Dilogie zu erzählen, war definitiv die Richtige. Auch wenn ich mir mehr Geschichten aus dieser Welt wünsche und mit den Charakteren gerne mehr Zeit verbracht hätte, so ist die Geschichte doch auserzählt. Hier auf Biegen und Brechen einen dritten Band aus dem Hut zu zaubern, hätte der Spannung nicht gut getan. Und vielleicht gibt es ja irgendwann ein Spin-off und ein erneutes Eintauchen in dieser faszinierende Welt.

Das Fazit

Talus 2 – Die Magie des Würfels ist ein gelungener Abschluss der Dilogie. Alle Fragen werden beantworten und bis auf einen kleinen Hänger im ersten Drittel hält das Buch einen in Atem. Dennoch sollte man Taschentücher bereit stellen.

Casino Royale – Kritik zu Buch und Film

Ein Vorwort

Nachdem mit No time to die Daniel Craigs Zeit als Doppelnullagent beendet wurde, hatte ich Lust mir nochmal seine Anfänge anzusehen. Casino Royale hatte ich zwar mal gesehen, konnte mich aber nur noch ganz blass dran erinnern. Da ich vor einiger Zeit begonnen habe, die James Bond Bücher nach und nach zu lesen und Casino Royale das erste ist, wurde es mal wieder Zeit für einen Beitrag aus dem Bereich „Buch und Film“. 

Die Handlung

James Bond reist nach Royale-les-Eaux (im Film Montenegro) um Le Chiffre im Baccara (im Film Poker) zu schlagen, da dieser viel Geld verloren hat und das versucht wieder zu bekommen. Unterstützt wird er vor Ort von Vesper Lynd und Rene Mathis. Auch der CIA-Agent Felix Leiter klinkt sich ein und unterstützt Bond finanziell.

Das Buch

1953 erschien James Bonds erstes Abenteuer aus der Feder von Ian Fleming. Im Vergleich zu den folgenden Werken ist Casino Royale ein sehr ruhig erzählter Agententhriller. Im ersten Drittel erzählt Fleming hauptsächlich Bonds Ankunft in Royale-les-Eaux, wie er seinen Alltag bei so einer Mission bestreitet, mit Sicherheitsbestimmungen, er trifft die Kontaktpersonen Leiter, Mathis und Lynd. Danach geht es hauptsächlich um das Baccara-Spiel – wobei ich trotz der Erklärungen nicht verstanden habe, wie das funktioniert – und erst danach kommt es zu einer kurzen Verfolgungsjagd, wo das Buch das erste Mal spannend wird.
Bond ist hier weniger der Frauenaufreißer und knallharte Agent, wie es vor allem die Filme vermitteln, sondern eher ruhiger und in sich gekehrt. Er hinterfragte die Einteilung in Gut und Böse und kritisiert sein eigenes Verhalten im Job, auch wenn es im durchaus Spaß macht.
Mit 240 Seiten gehört Casino Royale zu den kürzeren Büchern der Reihe. Als Einstieg eignet es sich insofern, dass der Charakter James Bond aufgebaut und gefestigt wird. Spannung kommt leider kaum auf, weswegen es ein wenig mühselig zu lesen war.

Der Film

Casino Royale beginnt von der Handlung wesentlich früher als das Buch. So lernt man zunächst Le Chiffre kennen, dann ist Bond bereits auf seiner Spur, handelt sich ordentlich Ärger mit M ein und stoppt Le Chriffres Plan. Erst dann geht es nach Montenegro zum Poker. Da ist aber auch schon über eine Stunde Film vergangen. Im Folgenden tauchen einige Elemente aus dem Buch auf. Felix Leiter tritt auf, Mathis und Lynd, wenn auch in teilweise abgewandelter Form. Statt des Baccara-Spiels wird Poker gespielt. Auch hier wird sich nur grob am Buch orientiert, was dem Film aber gut tut, weil sich so Poker und spannende Szenen abwechseln. Auch das Ende ist in abgewandelter Form, dennoch im großen und ganzen dem des Buches entsprechend. Vesper Lynd ist auch hier die Frau, die Bonds Herz erwärmen kann. Allerdings werden seine Beweggründe und ihre Liebesgeschichte hier weniger deutlich, weswegen der Schritt seiner Kündigung sehr übertrieben wirkt. Vor allem weil Lynd ihn auch in den folgenden Filmen noch prägt. Grundsätzlich ist Casino Royale eine modernere und ausführlicherere Version des Films. Dadurch gehen ein paar kritische Stimmen verloren, die das Buch ansprach, die das Gesamtbild des Films jedoch nicht stört.

Das Fazit

Sowohl Buch als auch Film sind gute Einstiege. Bei ersterem in die Gesamtheit von James Bond, beim zweiteren in die Ära Craig. Beide haben ihre Schwächen, auch wenn der Film die des Buches gut zu drehen weiß.

Rückblick auf das 3. Quartal 2021

Auch das dritte Quartal des Jahres ist geschafft, daher gibt es hier mal wieder einen Rückblick. Hier also im Kurzüberblick meine Highlights von Juli bis September. Jeweils zu Kino, Film, Serien und Büchern werde ich euch meine Top 5 vorstellen, die sind aber nicht nochmal gerankt.

Meine fünf Kino Highlights

1. Cruella

Estella landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper und Horace trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört. – Stilsicher und doch einfach nur cool. Cruella haut einem als Gesamtkunstwerk einfach vom Hocker.

2. Dune

Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

3. Promising Young Woman

Cassie Thomas hat ihr Medizinstudium nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin abgebrochen. Jetzt arbeitet sie in einem Café und verbringt ihre Abende in Clubs, wo sie so tut, als wäre sie sturzbetrunken und dann mit Männern mitgeht, die sie als leichte Beute ansehen. Nach und nach sucht sie Leute aus der Vergangenheit auf, um die Geschehnisse auf unkonventionelle Art aufzuarbeiten. – Locker erzählt, dabei ein schwieriges, aber wichtiges Thema sehr gut aufgearbeitet.

4. The Father

Anthony ist 80 Jahre alt und dement. Dennoch will er seine Wohnung nicht verlassen und beteuert, dass er gut allein zurecht kommt. Seine Tochter Anne versucht so gut es geht für ihn da zu sein, doch stößt allmählich an ihre Grenzen. – Brilliant gespielt, die Handlung ergibt sich erst gegen Ende vollständig. Überzeugt vor allem durch den unkonventionellen Erzählstil.

5. Free Guy

Guy lebt in Free City. Was er nicht weiß ist, dass er ein Charakter in einem Videospiel ist. Als er auf Molotov Girl trifft, fällt er aus seiner Endlosschleife heraus und versucht sie zu beeindrucken. Diese wiederum ist eine Spielerin, die einen Feldzug gegen den Entwickler des Spiels führt. – Eine wunderbare Videospieladaptionparodie, die viel Spaß macht.

Meine fünf filmischen Highlights

1 Die Vögel

Mitch Brenner spielt Melanie Daniels einen Streich. Sie will sich rächen und fährt dafür zu seinem Haus in Bodega Bay. Dort bleibt sie unerwartet länger und kommt Mitch näher. Doch die Vögel in Bodega Bay fangen an sich sehr merkwürdig zu verhalten. – Klassiker von Hitchcock mit sehr unbefriedigendem Ende.

2. Schindlers Liste

Oskar Schindler ein Mitglied der NSDAP will eine Emaillefabrik bei Krakau zu neume Leben erwecken und benötigt dafür Arbeiter. Aus Kostengründen entscheidet er sich für Juden aus dem neugeschaffenem Ghetto. Über die Jahre setzt er sich immer wieder für seine Arbeiter*innen ein und rettet damit ca. 1200 Juden*Jüdinnen das Leben. – 195 Minuten bedrückende Geschichte und jede Szene ist notwendig und wichtig.

3. Das Phantom der Oper (Musical)

Als die neuen Operndirektoren Andre und Firmin die Oper übernehmen, wollen sie nichts von dem Phantom der Oper wissen. Doch die mysteriösen Vorfälle häufen sich, so dass die Primadonna Carlotta ausfällt. An ihre Stelle tritt Christine Daae, die dadurch ihre Jugendliebe Raoul wiedertrifft. Dies ruft das Phantom, ihren geheimnisvollen Lehrer, der sich in sie verliebt hat. – Atemraubende Verfilmung des Musicals von Andrew Lloys Webber.

4. The guy who didn’t like musicals

Paul mag keine Musicals. Doch nach einem Kometenabsturz fangen alle um ihn rum an zu singen und tanzen. Was hat es damit auf sich? – Leicht abgedrehte Musicalnummer, die total viel Spaß macht.

5. Das wandelnde Schloss

Eine junge Hutmacherin wird von einer Hexe verflucht und wacht als alte Frau auf. Auf ihrer Suche nach Erlösung, trifft sie auf einen Zauberer in einem wandelnden Schloss. Sie heuert als seine Putzfrau an und merkt, dass auch er errettet werden muss. – Bisher eines meiner liebsten Studio Ghibli-Filme.

Meine fünf serienlastigen Highlights

1 Loki – Staffel 1

Loki Laufeyson konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat. – in paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten. 

2. We bare bears – Staffel 1

Die Bären Eisbär, Panda und Grizz leben in einer Höhle im Wald. In ihrem Alltag oder ihren Besuchen in der Stadt erleben sie allerhand Abenteuer. – Lustige und herzerwärmende Kinderserie

3. The Unicorn – Staffel 2

Wade hat vor einem Jahr seine Frau verloren. Nach der Trauerphase müssen er und seine beiden Töchter Natalie und Grace wieder nach vorne schauen. Immer mit dabei sind die befreundeten Pärchen Forrest und Delia und Ben und Michelle. Die sind es auch, die Wade ermutigen wieder zu daten. Denn als Witwer sei er ein „Unicorn“ und daher sehr begehrt bei den Frauen. – Auch die zweite Staffel war wieder sehr witzig, hat die Charaktere gut weitergeführt und sorgte für gute Laune.

4. Motel Makeover – Staffel 1

April und Sarah wollen in Kanada ein in die Jahre gekommenes Motel mit geringem Budget wieder aufpolieren und mit ihrem eigenen Stil versehen. Dabei kommt es zu allerhand unvorhergesehenem, wobei das gravierendste wohl die Corona-Pandemie sein dürfte. – Ich hatte erst Bedenken, dass eine Staffel für ein Motel zu lang wäre, aber die Folgen sind spannend und interessant gestaltet, das Duo sehr sympathisch und ihr Stil außergewöhnlich.

5. Traumhaus Makeover – Staffel 1-2

Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – Super sympathisches Paar und tolle Serie für Einrichtungsfans.

Meine fünf buchige Highlights

1 Ein Herz voll Leben – Violet Thomas

Isabella Kramer ist stolz auf ihren Cupcake-Laden an der Ostsee. Bis ihre beste Freundin stirbt und sie auf einmal das Sorgerecht für die kleine Leni bekommt. Sie versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und braucht jemanden, der ihr im Laden hilft. Da kommt Max wie gerufen. Doch seine Beweggründe sind nicht die, die Isabella erwartet. – Herzzerreißend und voller Mitgefühl. Zwischenzeitlich will man einzelne Charaktere einfach nur schütteln, aber letztlich siegt die Wohlfühlseite.

2. Das Meer der Legenden – Babsi Schwarz

Die Halbnixe Mavi landet durch Zufall auf dem Schiff des berüchtigen Piraten Tairon wieder. Da sie auf der Flucht vor einem anderen Mann ist, schließt sie sich der Gruppe an und segelt Abenteuern entgegen. – Spannende Abenteuergeschichte mit tollen Charakteren.

3. Vielleicht Jetzt – Carolin Wahl

Gabriella reist von Brasilien nach Deutschland, um dort ein Praktikum in der Firma ihres Vaters anzutreten, von dem sie zuvor nichts wusste. Im Flugzeug trifft sie auf Anton. Nach einem schlechten Start, funkt es zwischen ihnen. Kurz darauf stellt Gabriella fest, dass Anton ebenfalls in der Firma arbeitet. Nur sind Romanzen am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. – Eine tolle Liebesgeschichte mit tollen Charakteren, auch wenn ich Anton das ein oder andere Mal einfach nur schütteln wollte.

4. Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte – T.J. Klune

Linus Baker ist Sachbearbeiter beim BBMM (Behörde für die Betreuung magischer Minderjähriger). Auch wenn ihn sein Job nicht gerade glücklich macht, glaubt er doch damit etwas Gutes zu tun. Dann bekommt er vom Allerhöchsten Management den Auftrag das Heim von Mr. Parnassus genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch was Linus dort erlebt, darauf konnte ihn kein Bericht vorbereiten. – Erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber bietet eine herzerwärmende Geschichte.

5. Love with Pride – Lea Kaib

Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt. – Lea Kaibs Debüt ist vielleicht sprachlich nicht zu 100% ausgefeilt und braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, doch die Geschichte ist toll und nimmt schwierige Themen auf, die gut umgesetzt sind.

Mythnoir

Ein Vorwort

Ich habe den größten Respekt vor allen Selfpublisher*innen. Wenn neben dem selbstverlegten Manuskript auch noch Cover und Buchsatz selbst gestaltet wurden, dann klingt das nach einem ziemlichen Allround-Talent. Genau dies ist Juna Elwood. Bekannt als Künstlerin SunayaART hat sie nun ihr Debüt veröffentlicht. Ob es einen in den Bann ziehen kann, wie der Untertitel anteasert, verrat ich euch in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Shary versucht auf dem Pferdehof ihrer Großeltern die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Da taucht der geheimnisvolle Nevan auf. Durch einen Unfall landet sie in seiner Welt, in Mythnoir. An einer Akademie muss sie sich ihrem neuen Leben stellen, voller Magie und Insignien. Dabei soll sie eine große Rolle in der Rettung der Welt spielen. Shary ist das alles sehr egal, sie will nur zurück.

Meine Meinung

Mythnoir ist eines dieser Bücher, die einem vom Pitch her, wohl an einen sehr bekannten Zaubererjungen erinnern. Akademie, Magiesystem, alles wird aus der Sicht der Protagonist*in erkundet. Doch das wäre viel zu kurz gedacht, denn Mythnoir hat viel mehr zu bieten.
Zunächst lernen wir Protagonistin Shary kennen. Durch einen Unfall kann sie ein Bein nur leicht belasten. Juna Elwood nimmt sich die Zeit Shary vorzustellen, dass man sie im folgenden gut versteht. Denn ihre Impulsivität kann sonst leicht missverstanden werden. So haben wir eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die aber doch greifbar ist. Dann lernen wir auch schon Nevan kennen. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind einfach nur göttlich. In Mythnoir angekommen, nehmen die leider ein wenig ab, weil er nur noch Grummeln kann. Dafür lernen wir noch einige weitere tolle Charaktere kennen.
Die Handlung schreitet zügig voran und es gibt viel zu entdecken in Mythnoir. Für mich war es zwischendurch ein bisschen schwierig durch die Geschichte der Welt und die Hintergründe durchzusteigen. Ich bin allerdings auch ein Fan von zu vielen statt zu wenigen Erklärungen. Aber mir haben sich teilweise Zusammenhänge nicht erschlossen, auch wenn ich glaube das sich im zweiten Band einiges noch einmal erklären wird.
Darüber hinaus ist der Schreib- und Erzählstil sehr angenehm. Spannung kommt an vielen Stellen auf, es finden sich aber auch die Szenen zum durchatmen. Es werden einige Hinweise auf das kommende gestreut, so dass das warten auf Band 2 sehr schwierig wird.
Toll ausgearbeitet ist vor allem das Magiesystem basierend auf den Insignien. Es gibt hier verschieden Arten, die teilweise mit Haken daher kommen. Dadurch ist jede neue Insignien spannend und kann auch tiefgründig verwendet werden.
Das Juna nicht umsonst die Queen des Tod und Verderbens ist, zeigt sie mit ihrem packenden Finale, das der Geschichte noch einmal einen ganz neuen Dreh gibt. Hier zeigen sich die Dialogstärken erneut zwischen Shary und Nevan. Eine Szene hat mir zwar ziemlich das Herz gebrochen, aber da weiß man, was eine Stimmung einem erwartet.

Das Fazit

Mythnoir – im Bann der Insignien ist ein guter Einstiegsband mit einer spanenden Welt und gut durchdachtem Insigniensystem. Ein paar mehr Erklärungen hätten dem Buch gut getan, aber die Wartezeit auf Band 2 ist nach dem Ende echt hart.

Love with Pride

Ein Vorwort

Autorin Lea Kaib ist einigen vielleicht ein Begriff als Booktuberin Liberiarium. Mit ihren Videos und Instagramposts verzaubert sie einen regelmäßig mit buchigen Themen. Nun hat sie sich an ihr erstes eigenes Buch gewagt. Da war ich schon neugierig. Doch LBTBQIAP+ Roman mit Own Voice Hintergrund? Ich musste das Buch haben. Wie mir das Debüt gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Stella hat keine guten Erfahrungen an ihrer Highschool gemacht. Nun soll es am College ganz anders laufen. In Haydensburgh will sie einen Neustart wagen und mutig sein. Trotz ihrer sozialen Ängste bewirbt sie sich bei den Zeta Kappa Sigmas. Dort trifft sie auf Ellie, die ihr ruhiges Leben ganz schön auf den Kopf stellt.

Meine Meinung

Neuautor*innen oder Menschen, die mit dem Schreiben beginnen wollen, wird oft geraten, viel zu lesen, um dabei zu lernen. Wenn jemand diesen Tipp wirklich gut umgesetzt hat, dann wohl Liberiarium. Aber reicht das, um einen guten Roman abzuliefern?
Vielleicht nicht bei jedem, aber Lea Kaib schafft es eine tolle Geschichte zu zaubern. Das es sich um ein Debüt handelt, merkt man eher an kleineren sprachlichen Dingen, die einen aber wohl auch eher auffallen, wenn man sich selbst mal mit dem Schreiben und Überarbeiten befasst hat – Ich sag nur mein Erzfeind „Als-Konstruktionen“.
Dafür hat die Geschichte so viel mehr zu bieten. Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, vielleicht habe ich auch einfach einen Roman, der an einem amerikanischen College spielt zu viel gelesen. Dafür kreiert Lea mit Stella eine Protagonistin, die durch ihre Mobbingerfahrung geprägt ist und nun versucht daran zu wachsen. Die sozialen Ängste, die sich dadurch entwickelt haben, kann ich persönlich gut nachvollziehen, weswegen ich ganz und gar mit ihr mitgefiebert habe. Die Fortschritte, die sie macht, ebenso wie ihre Rückschläge habe ich bis in jedes Nervenende gespürt.
Ellie ist dabei ihr genauer Gegenpart. Das war wunderbar erfrischend und hat die Atmosphäre an mehreren Stellen deutlich aufgelockert. Man könnte anmerken, dass sie vergleichsweise wenig Ecken und Kanten hatte, aber da der Fokus auf Stella liegt, ist das vollkommen in Ordnung, da Ellie so mehr auf Stella eingehen kann und die Lesenden mit ihr wachsen.
Das es neben den Thematiken Outing, soziale Ängste, Mobbing und Labels auch um das Thema Studierendenverbindungen geht, hatte mich beim Klappentext etwas gestört. Aber ich finde die Aufarbeitung der Thematik sehr gelungen, da sie nicht so hochglorifiziert werden und das Für und Wider gerade durch Stellas Mitbewohnerin thematisiert wird. Schattenseite wie teilweise erniedrigende Aufnahmerituale werden angesprochen, aber in der Handlung selbst ausgespart.
Letztlich war es eine tolle Geschichte und gerade die Aufarbeitung von sozialen Ängsten hat mir gut gefallen. Ebenso, dass es eine LGTBQIAP+ Geschichte war, die sich mit Labels und Outing zwar beschäftigt, wo die Liebesgeschichte aber im Vordergrund steht. Gerade die Aufteilung in ein Davor und Danach hilft dabei, der Geschichte eine weitere Ebene zu schenken, ohne am Ende noch unbedingt ein paar Szenen anhängen zu müssen.

Das Fazit

Love with Pride ist eine Geschichte mit vielen Themen, die gut ausgearbeitet sind, und mit tollen Charakteren. Die Thematik soziale Ängste habe ich selten so gut aufgearbeitet gelesen und die Liebesgeschichte ist einfach Zucker. Ein Debüt, dem man auf jeden Fall eine Chance geben sollte.