Emerald Witches

Ein Vorwort

Im Zusammenhang mit der zunehmenden Popularität von K-Pop und K-Dramen auch im deutschsprachigen Raum, haben auch die Geschichten aus Fernost zugenommen. Bisher habe ich überwiegend Romance/New Adult aus dem Bereich gelesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Reihe um die Hexenzirkel in Seoul von Laura Labas angekündigt wurde. Nachdem ich Band 1 absolut verschlungen habe, ist nun endlich auch der zweite Band erschienen. Warum ihr die Reihe unbedingt auf dem Schirm haben solltet, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Ahnenmond

Die Handlung: Kang Hana ist die Erbin des Smaragdzirkels, einer der sieben Hexenzirkel von Seoul. Beim Ahnenmond soll sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen, um den Vorsitz wieder vom Opalzirkel zu ihrem zu lenken. Doch die Opalhexen betrügen und kurz darauf muss sich Hana mit dem Dämon Bobby einlassen, um ihr Leben zu retten.

Meine Meinung: Der Einstieg hat gut funktioniert, da uns mit Kang Hana als Protagonistin zunächst die wichtigsten Informationen über das Zirkelsystem vermittelt werden. Die Spannung baut sich nach und nach auf, ehe es sehr zeitnah beim Ahnenmond-Ritual zum ersten großen Ereignis kommt. Mit der anschließenden Flucht wird ordentlich Tempo aufgebaut. So fliegt man durch die ersten Seiten nur so durch und es fällt schwer das Buch zur Seite zu lesen. Danach gibt es aber Zeit zum durchatmen. Hier nimmt sich Laura Labas die Zeit, um ihre Charaktere auszubauen und die Welt weiterzuentwickeln. Alte Muster werden hinterfragt und es gibt einige gute Denkanstöße. Hier zeigt sich, wie gut für das Buch recherchiert wurde, denn Mythen und Legenden verweben sich zu einer spannenden und gleichzeitig faszinierenden Geschichte. Der Showdown hat es dann auch noch einmal ordentlich in sich. Hier durfte man mich keinesfalls stören, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Der folgende Cliffhanger war dann eindeutig Folter, war es bis zum Release von Band 2 noch deutlich zu lang dafür. Hier half nur ein Schwelgen und der verzweifelte Versuch noch ein wenig in der Welt zu verbleiben. Und die verzweifelte Suche nach einem Adoptionsvertrag für Bacon.

Seidenblume

Die Handlung: Diese Inhaltsangabe enthält Spoiler zu Band 1. Nach ihrer verzweifelten Flucht wird Kang Hana doch vom freigelassenen Dämonenfürst Woong eingefangen. Ihr Bewacher ist niemand anderes als der totgeglaubte Bobby, der sein Gedächtnis verloren zu haben scheint. Gefangen zwischen ihren Gefühlen für Bobby und der Angst vor Woongs Macht, versucht sie einen Ausweg zu finden und muss dafür bis zu ihren Wurzeln zurück finden.

Meine Meinung: Was hatte ich nach dem Cliffhanger in Band 1 auf dieses Buch hingefiebert. Daher hatte ich zu Beginn auch mit meinen typischen Problemen zu kämpfen, wenn die Vorfreude zu groß ist. Ich bin einfach nicht wieder in die Geschichte reingekommen. Hatte mir der Schrittweise Spannungsaufbau in Band 1 noch super gefallen, zog es sich hier zunächst ein wenig, auch wenn kleinere Spannungsausschläge dabei waren. Dabei würde ich das gar nicht zu sehr auf Schreibstil und Handlung schieben, sondern eher auf mein eigenes ungeduldiges Wesen, dass nach der Auflösung lechzte und der der Weg nicht schnell genug gehen kann. Denn mit Woong wurde ein faszinierender Antagonist geschaffen, der mächtig, aber auch vielschichtig ist. Grundsätzliche gesellschaftliche Probleme werden adaptiert und auf das Zirkelsystem gelegt, so dass sich die Spannung gerade gegen Ende wieder ins unermessliche steigert. Der Sog der Geschichte aus Band 1 war zurück und der Schauplatz Seoul wurde einmal mehr gekonnt eingesetzt. Das Ende ist absolut rund und löst alle losen Handlungsfäden zu einem gelungenen Finale auf. So war der Abschied zwar viel zu schnell, zumal die Welt Platz für mehr Geschichten bieten würde, aber dennoch war das Schließen des Buches sehr befriedigend.

Das Fazit

Emerald Witches ist eine gelungene Dilogie, die gekonnt eine spannende Handlung, gut ausgearbeitete Protagonist*innen und Gesellschaftskritik in eine faszinierende Fantasywelt mit Mythen und Legenden aus Südkorea verbindet. Kleinere Längen zu Beginn des zweiten Bandes schmälern das Lesevergnügen keineswegs. Der einzige Haken an den Büchern ist, dass sie das Fernweh nach Korea und besonders Seoul noch mehr anfeuern.

Eine Handvoll Serien – 1/23

Herzlich Willkommen zur ersten Handvoll in diesem Jahr. Diesmal machen die Serien den Auftakt. Heute mit: einem Geisterschiff, machtvollen Ringen, einem Wochentag im Internat, dem Verbergen von Verschwörungstheorien und den unteren Decks.

1899 – Staffel 1

Die Handlung: 1899 ist das Schiff Kerberos auf dem Weg von London nach New York. An Bord allerlei Auswandernde, die sich ein besseres Leben erhoffen. Unterwegs fangen sie einen Funkspruch der vermissten Prometheus ab. Der Kapitän Eyk Larsen (Andreas Pietschmann) beschließt die Route zu verlassen, um eventuell Hilfe zu leisten, nicht ahnen, dass er eine Kettenreaktion auslöst.

Meine Meinung: Dark war die Art Serie, bei der man sich stark konzentrieren muss, um bei der Handlung mithalten zu können. Hochkomplex, ausufernde Handlung und so viele Charaktere über mehrere Zeitebenen, dass irgendwann nur noch die Stammbäume aus dem Internet halfen (bzw. die schnelle Nachricht an meinen besten Freund, der mir aushalf). Bei 1899 zögerte ich dementsprechend. Denn so anspruchsvoll Dark auch war, gleichzeitig war sie auch brillant. Doch konnte das noch einmal funktionieren? Die Antwort ist Jein. Denn 1899 ist von der Atmosphäre auf dem Schiff wieder absolut ein Highlight. Die verschiedenen Charaktere werden gut aufgebaut und auch die Situation auf dem Schiff eskaliert zwar recht schnell, doch nimmt sie schnell vorhersehbare Bahnen ein. Zwischendurch weiß die Serie durchaus noch zu überraschen, aber das übergeordnete Rätsel läuft auf das befürchtete hinaus. Scheinen am Ende der ersten Staffel dann alle Weichen gestellt, um die eigentliche Handlung zu beginnen, so kam sogleich die nächste Enttäuschung. Die Serie wurde von Netflix nach nur einer Staffel abgesetzt. Es bleiben also viele Fragen ungeklärt.

1899 ist bei Netflix im Abo enthalten

Ringe der Macht – Staffel 1

Die Handlung: Elbenkriegerin Galadriel landet nach ihrer erfolglosen Suche nach Sauron auf dem Meer, wo sie zusammen mit  Halbrand vom Seefahrer Elendil nach Numenor gerettet. Gleichzeitig verschwinden immer mehr Menschen in den Südlanden, die Zeit der Elben scheint zu Ende zu gehen, weswegen Elrond zu den Zwergen geschickt wird und die Harfüße bestaunen nach einem gefallenen Meteorit einen geheimnisvollen Fremden.

Meine Meinung: Die komplette Geschichte aus der Herr der Ringe in drei Filme zu kriegen, schien lange Zeit unmöglich. Bis Peter Jackson es möglich machte. Später gab es immer wieder Gerüchte über Überlegungen aus dem Stoff noch eine Serie zu machen, da so viel von dem Werk gekürzt werden musste. Daraus wurde nichts, aber nach drei unnötig lang gestreckten Hobbit Filmen verlor Peter Jackson das Vertrauen der Zuschauenden. Schließlich griff Amazon zu und kaufte sich die Rechte an einer Serie. Diese jedoch über die Zeit lange vor den Gefährten. Zu einer Zeit, in der die namensgebenden Ringe der Macht geschmiedet wurden. Lange Dreharbeiten, die Corona-Pandemie und viele Gerüchte später, hat die erste Staffel es dann endlich zum Streaming-Anbieter geschafft. Abgesehen von ein paar wirkliche zu ignorierenden Aufschreien aus der Rassisten-Ecke, gab es aber auch von den Liebhaber der Tolkien-Werke harsche Kritik. So versuchte ich es als relativ unbeteiligte zu sehen. Der Aufbau ist sehr langsam und die Vielzahl an Charakteren wird vorgestellt. Hier zeigt sich vor allem eins: An der Optik wurde an keiner Stelle gespart. Die Serie ist ein absoluter Schmaus für die Augen. Damit lässt sich leider nicht so ganz wieder ausbügeln, dass vergleichsweise wenig passiert. Während sich voll und ganz auf die Exposition konzentriert wird, wird leider der Spannungsfaktor ein wenig außer Acht gelassen. So muss man sich zunächst durch einige sich ziehende Folgen kämpfen, bis man gegen Ende mit einigen spannenden Entwicklungen belohnt wird. Leider endet genau dann auch schon die erste Staffel, so dass der Spannungsbogen ungünstig aufgebaut wurde. Allerdings bin ich dadurch überhaupt noch in Stimmung für eine zweite Staffel.

Die Ringe der Macht ist bei Prime Video im Abo enthalten

Wednesday – Staffel 1

Die Handlung: Wednesday Adams wird von ihren Eltern auf die Nevermore Academy geschickt, nachdem sie ihrer anderen Highschool verwiesen wurde. Dort trifft sie auf ihre Mitschüler*innen, die allesamt übersinnliche Fähigkeiten haben. Als es jedoch zu einem Monsternagriff auf sie kommt, beginnt sie zu ermitteln. Immer an ihrer Seite: Eiskaltes Händchen

Meine Meinung: Innerhalb kürzester Zeit zählte Wednesday zu eine der erfolgreichsten Netflix-Serien. Dass die Addams noch immer so viele Anhänger hatte, wage ich zu bezweifeln, aber der Reiz des düsteren Mädchens in einer Internats-Atmosphäre hat wohl ausgereicht. Während wir gerade am Anfang noch komplett in Wednesdays Aura versinken können und ihre bitterböse Gleichgültigkeit wunderbar inszeniert wird, verliert diese immer mehr an Stärke, je länger wir uns im Internat aufhalten. So hat Hauptdarstellerin Christina Ricci? alle Hände voll zu tun, dass der Fokus ihrer Figur nicht durch die Jugendbuch-Klischees weich gespült werden. Und sie ist wohl auch der Star der Serie. Sie spielt nicht Wednesday, sie lebt ihre Rolle und schafft so eine wunderbare Faszination für ihren Charakter. Lediglich eiskaltes Händchen könnte ihr in der Beliebtheit wohl gefährlich werden. Dennoch schlägt sich die Serie wacker und schafft es mit der Mischung aus Atmosphäre, tollen Charakteren, Jugendliebe, Internat-Setting und Horror- und Crimeelementen absolut zu überzeugen. Sie entfernt sich zwar immer weiter von der Stimmung, die die Addams Family geschaffen hat, aber mischt sich ihre eigene zusammen und die funktioniert einfach. Vielleicht ist zwischendurch ein Internat-Klischee zu viel drin, aber im Großen und Ganzen läuft die Serie rund. Die erste Staffel ist in sich abgeschlossen, aber natürlich bietet das Setting und die Charaktere noch genug Stoff für mindestens eine weitere Staffel.

Wednesday ist bei Netflix im Abo enthalten

Inside Job – Staffel 2

Die Handlung: Reagan Ridley arbeitet als Wissenschaftlerin bei Cognito Inc., eine Firma, die sich mit Verschwörungstheorien befasst bzw. für deren Geheimhaltung zuständig ist. Zusammen mit ihrem Team hat sie dabei alle Hände voll zu tun.

Meine Meinung: Die Firma, die geheim halten soll, dass Verschwörungstheorien vielleicht teilweise echt sind, ist zurück. Nachdem es am Ende der ersten Staffel einen Chefwechsel gab, scheint zunächst alles nach dem üblichen Schema zu verlaufen. Doch die Charaktere dürfen sich hier noch einmal mehr entfalten und bekommen weitere Hintergrundgeschichten. Dennoch bleibt auch diesmal der Spaß im Vordergrund. Dabei sind wieder einige abgefahrene Ideen entstanden – ich sag nur die künstliche Hölle unter Rom. Dabei muss man sich auf den Wahnsinn der Serie einfach einlassen. Wer Rick & Morty mochte, wird auch hier seinen Spaß haben. Inside Job nimmt kein Blatt vor den Mund und überzeichnet wieder gern. Während ich in der ersten Staffel noch meine Zeit brauchte, um mich an die Charaktere zu gewöhnen, fühlte es sich hier schon eher wie nach Hause kommen an. Leider wurden die schon fast als bestätigt angesehenen nächsten Staffeln von Netflix trotz guter Kritiken und Zahlen abgesetzt. Immerhin gab es diesmal keinen Cliffhanger, sondern die zweite Staffel endet in sich größtenteils abgeschlossen. Denn natürlich gab es bereits die Aussicht auf das, was in einer nächsten Staffel hätte passieren können und das versprach großartig zu werden. Also eine weitere der nicht nachvollziehbaren Entscheidungen von Netflix.

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Star Trek: Lower Decks – Staffel 3

Die Handlung: Es ist viel zu tun auf der USS Cerritos, einem eher unbedeutenderen Schiff der Sternenflotte. Das alles reibungslos funktioniert liegt wohl vor allem an den Ensigns, die auf den unteren Decks arbeiten, weit entfernt von der Brücke. Diesmal geht es um die Abenteuer dieser Crew.

Meine Meinung: Nach zwei aufregenden Staffeln, durfte die Crew der Cerritos noch einmal zurückkehren. Nach dem Cliffhanger am Ende der zweiten Staffel auch wirklich nötig. Glücklicherweise konnte das schnell geklärt werden, so dass sich wieder auf die Einzelabenteuer konzentriert werden konnte. Und die sind mitunter sogar spannender als in den Staffeln zuvor, was wohl daran liegen könnte, dass sich die Charaktere weiterentwickeln durften und nun auch vermehrt außerhalb der unteren Decks agieren. Wir sehen mehr von anderen Planeten, aber auch die Brückencrew kommt nochmal vermehrt vor. Ich hatte wieder sehr viel Spaß beim Entdecken der einzelnen Folgen. Ein Highlight der Staffel war dann wohl auch die Folge, in der die Crew die Deep Space Nine besuchen durfte. Es gibt weiterhin sehr viele Andeutungen und Referenzen, die ein wahrere Trekkie wohl noch viel mehr entdecken dürfte als ich, aber auch für Nicht-Trekkies bietet die Serie genug Ansatzpunkte für ein schönes Serienerlebnis.

Star Trek – Lower Decks ist bei Prime Video im Abo enthalten

Lonely Fragile Heart

Ein Vorwort

Mona Kasten dürfte den meisten New Adult Lesern ein Begriff sein, sind ihre beiden bisher erschienenen Reihen doch sehr erfolgreich. Während ich die „Again“-Reihe geliebt habe und mich auf jeden neuen Band freute, konnte ich der „Save“-Reihe leider nichts abgewinnen und habe den dritten Band sogar nie gelesen, weil ich so genervt von den vorherigen Bänden war. Ich bin aber auch generell kein Fan von dem gleichen Pärchen über mehrere Bände, da dies meist zu zu viel Drama führt, da immer noch etwas krasseres passieren muss. Daher war ich zunächst bei der „Heart“-Reihe zögerlich. Zudem fürchtete ich mich vor einem fiesen Cliffhanger. Als die Veröffentlichung von Band 2 kurz bevorstand, bin ich dann doch schwach geworden. Warum ich die „Heart“-Reihe geliebt und in kürzester Zeit verschlungen habe, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Lonely Heart

Die Handlung: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt.

Meine Meinung: Bei Rockstar-Romance werde ich ja relativ schnell schwach. Mir hat der Ansatz mit Rosies eigener Musikshow gut gefallen, da es allein dem Kennenlernen einen neuen Ansatz bot. So bin ich gut ins Buch reingekommen und hatte von da an große Probleme es noch aus der Hand zu legen. Denn Rosie ist so ein herzensguter Charakter, dass ich sie nur lieben konnte und fortan ganz schön mit ihr mitgelitten habe. Ihr Gegenüber haben wir Adam, dessen Probleme lange Zeit ein Geheimnis bleiben, auch wenn es in eine gewisse Richtung zu tendieren scheint. Auch wenn er zunächst sehr unnahbar wirkt, schaffen es die geteilten Perspektiven, dass wir auch ihm näher kommen und seine Beweggründe verstehen. Natürlich bleiben auch hier einige gängige Rockstar-Klischees nicht unberührt, aber die verrückte Fanmenge und einzelne übergriffige Fans gehören auch irgendwie zu dem Genre. So vermischt sich der neue Ansatz mit dem altbekannten Trope und es entsteht eine faszinierende, spannende und berührende Geschichte, bei der wohl kein Auge trocken bleiben dürfte. Der befürchtete Cliffhanger ließ mich fassungslos zurück, auch wenn es handlungstechnisch ein logischer Schritt war. Umso gespannter war ich auf Band 2.

Fragile Heart

Achtung! Band 2 enthält Spoiler zu Band 1!

Die Handlung: Adam ist zurück. Gerade als Rosie glaubte ihr Herz wieder zusammengesetzt zu haben, taucht der Schlagzeuger wieder in ihrem Leben auf. Und bringt die alten Gefühle gleich mit. Gleichzeitig verarbeitet sie noch den Verrat ihrer ehemals besten Freundin. Wird es ein Happy-end geben?

Meine Meinung: Kaum erschienen, gleich gekauft. Dennoch zögerte ich leicht mit dem Lesen. Würde er mich nach dem so gelungenen ersten Band enttäuschen? Doch die Sorge war völlig unbegründet. Fragile Heart beginnt nach einem kleinen Zeitsprung. Wir erfahren zunächst, wo Rosie und Adam nach der Zeit stehen. Beide stehen an einem entscheidenden Punkt in ihrem Leben und müssen wichtige Entscheidungen treffen. Dabei geht der zweite Band noch einmal deutlich tiefer unter die Haut und die Taschentuchpackung durfte nie zu weit weg liegen. Insgesamt schafft Mona Kasten es durch ihren flüssigen und mitreißenden Schreibstil die Handlung zu tragen, so dass das Drama auf einem normalen Level gehalten wurde, ohne das überflüssig viele Missverständnisse eingewoben werden mussten, um zwei Bände zu füllen. Damit scheint sie aus der „Save“-Reihe gelernt zu haben. War die „Again“-Reihe schon voller toller Charaktere und Geschichten, hat sie sich hier noch einmal selbst übertroffen. Einziger Wermutstropfen ist hier wohl, dass wir uns mit Band 2 endgültig von Scarlett Luck verabschieden mussten und es keine Folgebände zu den anderen Bandmitglieder geben wird.

Das Fazit

Die „Heart“-Reihe ist eine absolute Highlight-Reihe. Hier stimmt einfach alles. Die Thematik ist gut aufgearbeitet, der Schreibstil flüssig, die Charaktere zum verlieben, kurzum: Rockstar-Romance vom Feinsten.

Caveman

Ein Vorwort

Niemand:
Absolut Niemand:
Deutsches Kino: Hier ein Film über Geschlechterklischees, die längst überholt sind, mit Erklärungsversuchen, die wissenschaftlich längst widerlegt sind
Warum Caveman ein reiner Film zum Fremdschämen ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag

Die Handlung

Bobby (Moritz Bleibtreu) erzählt nach einem Streit mit seiner Freundin bei einem Stand-up Event, wie es dazu kommen konnte. Dabei durchleuchtet er die Probleme, die in der Kommunikation zwischen Männer und Frauen entstehen können. Er trifft auf seinen inneren Höhlenmenschen, der ihn auf die Evolution und den Unterschied zwischen Jäger und Sammlerinnen aufmerksam macht.

Meine Meinung

Es muss so 2018 gewesen sein, als ich mit meinem Mann in das Bühnenstück Caveman ging. Auch damals war die Geschichte schon längst überholt und die geäußerten Theorien längst widerlegt. Aber die Ein-Mann-Show war sympathisch gestaltet, kreativ rübergebracht und es war einfach was zum Schmunzeln. In manchen Sachen hat man sich doch irgendwie wiedergefunden, in anderen gar nicht. Dass das Stück erstmals bereits in den 1990er Jahren aufgeführt wurde, merkte man, störte an diesem Abend aber nicht. Warum im Jahr 2023 (bzw. ist der Film schon länger abgedreht, aber immer wieder verschoben worden) noch jemand auf die Idee kam, daraus müsste man unbedingt einen Film machen, erschließt sich mir nicht.
Doch es wird leider nur schlimmer. Nachdem die Trailer schon eher peinlich aussahen, hatte ich doch das Bühnenstück noch in guter Erinnerung und ging daher doch in den Film. Keine Minute nach Beginn schlug ich mir schon das erste Mal gegen den Kopf. Das hätte der Hinweis sein sollen, schnellstmöglich das Kino wieder zu verlassen. Doch ich blieb und erhielt 100 Minuten voller Peinlichkeiten, Klischees, und einfach einen so unsympathischen Typen als Protagonist, dem man einfach nur das Scheitern der Beziehung wünscht, damit seine Freundin endlich was Besseres finden kann.
Aufgebaut wird das Ganze als Stand-up Show und arbeitet von da an mit Rückblenden. Die Ausgangsfrage ist, wer den Protagonisten für einen Arsch hält. Hier gibt es wohl niemanden, der sich nicht meldet. Leider ist dies auch am Ende des Films noch so, weswegen hier wohl alles schief läuft, was in Sachen Charakterentwicklung schief laufen kann. Protagonist ist ein Mann, der unaufmerksam seiner Frau gegenüber ist, grundsätzlich mit seinem Leben unzufrieden und dies an ihr auslässt. Das versucht er mit gestellten Witzen und pseudowissenschaftlichen Erklärungen zu rechtfertigen. Dem Film ist hier nichts zu schade, inklusive der namensgebenden Reise in die Vergangenheit zu den Höhlenmenschen („Cavemen“), wo die Ursache für all sein Verhalten liegen soll. Das dies wissenschaftlich schon lange widerlegt ist, ist dem Film hier sehr egal. Mit dem Nachbarn, gespielt von Wotan Wilke Möhring, soll wohl ein Gegenpol geschaffen werden, aber dafür bleibt die Rolle zu blass und bekommt zu wenig Screentime, als dass man hier irgendeine richtige Aussage draus ableiten könnte.
Auch schauspielerisch ist der Film leider durchgefallen. Moritz Bleibtreu bringt absolut null Emotionen rüber, was seinem unsympathischen Charakter leider nur noch mehr Minuspunkte einbringt. Laura Tonke als Freundin, spielt zwar in Ordnung, kommt aber auch nicht gegen das grottige Drehbuch an. Martina Hill als Nachbarin und beste Freundin bleibt leider auch sehr blass im Spiel. Hier merkt man, dass ihr die kurzen Comedy-Sketche viel eher liegen, als großes Schauspiel. Auch Gastauftritte von Thomas Hermanns und Guido Maria Kretschmer helfen dem Film nicht mehr in der Sympathie zu steigen.
Für eine Komödie ist es wohl ein schlechtes Zeichen, wenn der komplette Kinosaal nicht ein einziges Mal lacht. Das zeigt aber auch nur wieder, dass das Bühnenstück einfach nicht in Filmform hätte gepresst werden dürfen. Der Film ist langatmig, voller Fremdschammomente, überhaupt nicht lustig und funktioniert vorne und hinten nicht.

Das Fazit

Caveman ist eine Aneinanderreihung von Fremdschammomenten, erzählt eine langweilige Geschichte über einen unsympathischen Protagonisten voller Klischees, die so nicht mal mehr zutreffend sind und garniert das Ganze mit schlechtem oder halbherzigem Schauspiel. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Caveman läuft seit dem 26.01.2023 in den deutschen Kinos

Babylon

Ein Vorwort

Damien Chazelle ist ein Regisseur, der es mit wenigen Filmen schaffte, seine ganz eigene Handschrift zu zeigen. Nach Whiplash (war okay), La la Land (mochte ich) und Aufbruch zum Mond (hatte einige Schwächen) sprach mich sein neuster Film irgendwie an und gleichzeitig auch nicht. Als ich dann noch erfuhr, dass Babylon eine Laufzeit von über drei Stunden hatte, war ich absolut skeptisch. Aber ein Besuch in Potsdam und dem Luxe, was zumindest in einer halb liegenden Position die drei Stunden erträglich machen würde, beschloss ich dem Film eine Chance zu geben. Warum er mich zeitgleich faszinierte und abstieß, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Im Hollywood der 1920er Jahre treffen der begehrte Schauspieler Jack Conrad, die Newcomerin Nelly LaRoy und der Arbeiter Manny Torres bei einer rauschenden Orgie das erste Mal zusammen. Den Wandel von Stumm- zu Tonfilm erleben sie alle mit, wobei sich ihre Schicksale unterscheiden.

Meine Meinung

Babylon ist ein Film, dem man sich möglichst ohne viel zu wissen, nähern sollte. Drei Stunden Zeit hat der Film, um einen in den „Rausch der Ekstase“ zu ziehen, wie der deutsche Untertitel bereits nahelegt. Nie enden wollende Partys sind an der Tagesordnung und schaffen es einen in eine ganz eigene Welt zu ziehen. Allein die ersten zwanzig Minuten zeigen eine nicht enden wollende Orgie und schaffen es dennoch die drei Protagonist*innen und einige Nebencharaktere einzuführen und den Zuschauenden näher zu bringen. Dabei scheint der Film beinahe einen eigenen Herzschlag zu haben, dem sich der eigene anpasst. Man vergisst alles um sich herum und wird in die Welt des Hollywoods der 1920er Jahre gezogen.
Dabei verfolgen wir die Wege von Manny Torres, Nellie LaRoy und Jack Conrad. Sie alle machen unterschiedliche Erfahrungen und dadurch ist man bei jeder Entwicklung des Films auf irgendeine Weise dabei. Der Wandel von Stumm- zu Tonfilm wird hier mit großen Tragödien verfilmt, die zeitgleich in Komödien übergehen und dabei doch tief unter die Haut fahren. Auf jeden Schicksalsschlag, folgt eine lockere Szene oder der Wahnsinn wird gleich auf die absolute Spitze getrieben.
Dabei werden auch problematische Themen angesprochen. Die Objektivierung der Frau oder dem „Nicht-schwarz genug sein“ bei BPOC wird angesprochen und größtenteils unkommentiert gelassen. Dennoch wird hier durch die Charaktere gezeigt, was es mit ihnen macht, was es in ihnen auslöst und wird somit dennoch kritisch gezeigt, auch wenn es nicht in erster Linie angesprochen wird. Lediglich Kleinwüchsige haben in diesem Film (wieder einmal) absolut keine Rechte und werden nur zur reinen Belustigung der Menge gezeigt. Man sollte meinen, dass wir 2023 über diesen Teil längst hinaus wären. Zumal dem Film von seiner Ekstase und seinem Rausch absolut nichts abhandengekommen wäre, wenn diese zwei kleinen Szenen nicht gezeigt worden wären. Der Wahnsinn des Films war auch so nichts zu übersehen. Dabei hinterlässt das einen faden Beigeschmack.
Auch die komplette Szene um Tobey Maguire treibt den Wahnsinn dann wohl auf die absolute Spitze, war mir dann aber zu viel. Da war ich aus dem Rhythmus des Films gerissen und nur noch abgestoßen. War der Wahnsinn vorher noch in einem verträglichen Rausch, wartete ich ab hier nur noch auf das Ende des Films.
Schauspielerisch kann sich der Film auf jeden Fall sehen lassen. Margot Robbie spielt sich gerade in der Tränenszene in die obere Liga. Doch auch unter den Nebendarsteller*innen wird einiges geboten.
So ist Babylon auf jeden Fall ein gewöhnungsbedürftiger Film, der vermutlich am besten im Kino funktioniert. Denn man muss in den Rausch des Films gezogen werden und sich vollkommen auf den Wahnsinn auf der Leinwand einlassen. Sobald man diesen einmal verlässt, zeigt der Film sein ungeschminktes Gesicht.

Das Fazit

Babylon ist ein Rausch, der den Wahnsinn in allen Ebenen auskostet. Das funktioniert größtenteils sehr gut, wird aber an einigen Stellen unangenehm auf die Spitze getrieben. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Babylon läuft seit dem 19.01.2023 in den deutschen Kinos

Operation Fortune

Ein Vorwort

Guy Ritchie ist ein Regisseur, der es schafft mit der gleichen Handschrift richtige Knaller zu produzieren, wie Sherlock Holmes oder Codename Uncle, und Filme, die einfach nicht funktionieren wollen, wie King Arthur. Auch zuletzt zauberte er 2019 mit The Gentlemen einen unfassbar guten und eleganten Film, konnte 2021 mit Cash Truck dann schon nicht mehr mithalten – auch wenn dieser lediglich kleinere Schwächen aufwies, aber im Vergleich zum Vorgänger deutlich abschwächte. Nun stand mit Operation Fortune wieder ein Heist Movie an und wie schon in Cash Truck erneut mit Jason Statham als Hauptdarsteller. Dennoch sollte die Richtung eher wieder in die der Gentlemen gehen. Kann Operation Fortune mit dem Erbe mithalten?

Die Handlung

Nathan Jasmine (Cary Elwes) bekommt die Aufgabe ein MI6 Team zusammenzustellen, um eine gestohlene Geheimwaffe sicherzustellen. Unter der Führung von Orson Fortune (Jason Statham) begibt sich das Team nach Hollywood, um den Schauspieler Danny Francesco (Josh Hartnett) zu rekrutieren. Denn ihr Ziel ist der Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant) und dieser ist ein großer Fan von Francesco. Doch als eine ungeplante zweite Partei auftaucht, wird der Auftrag komplizierter als zunächst angenommen.

Meine Meinung

Nach den Trailern wusste ich nicht so recht, worauf der Film hinarbeiten will. Ich war zumindest nicht so angefixt wie bei The Gentlemen und hatte diesen auch noch im Hinterkopf und musste mich zusammen reißen, den Film nicht ständig zu vergleichen. Denn auch wenn in Operation Fortune zunächst auch wieder versucht wird mit britischer Eleganz zu punkten, legt sich der Fokus doch schnell auf Statham und seinen Charakter Fortune. Hier ist wenig Eleganz zu spüren und eher die grobe Seite des Actionsstars.
Das ist allerdings insofern gut, dass sich damit jeglicher Vergleich in Luft auflöst. Mit Aubrey Plaza und Bugzy Malone bekommt das Team einen guten Vibe und gerade Plaza schafft es Statham Contra zu bieten und mit ihren Sprüchen die Stimmung deutlich aufzuhellen. Zusammen mit Ritchies Handschrift und seinem Gespür für gut dosierten Humor trotz actionreicher Szenen, entsteht daraus ein Heist Movie, der deutlich Spaß macht beim Sehen und deutlich wenig Logiklöcher aufweist als vergleichbare Vertreter.
Dennoch so ganz rund ist er leider doch nicht. Jason Statham wird zunächst versucht ein bisschen entfernt vom Actionheld einzugruppieren. Er bekommt Starallüren zugeschrieben, die aber schon bald keine Rolle mehr spielen, da er doch wieder nur als Hau-drauf-Typ eingesetzt wird. Dadurch verkommt JJ (Bugzy Malone) eher zum Stichwortgeber und gerät zu sehr in den Hintergrund, auch wenn er nochmal eine neue Richtung hätte geben können. Lediglich Sarah Fidel (Plaza) kommt gegen die Alleingänge auf der Leinwand ein wenig an. Und auch wenn einige Witze durchaus gut funktionieren, eignen sie sich doch meist nur zum schmunzeln und stechen nicht hervor.
So ist Operation Fortune keinesfalls ein schlechter Film. Mit einer Lauflänge von 114 Minuten funktioniert er in seiner Gesamtheit erstaunlich gut und schafft, was er verspricht: Kurzweilige Unterhaltung. Lediglich den Sprung zu etwas nachhaltigerem, etwas, dass länger in Erinnerung bleibt, verpasst er. Vielleicht hätte ein anderer Hauptdarsteller dem Orson Fortune schon eine ganz neue Richtung gegeben, da Statham durch seine immer ähnlichen Filme, doch nur eine gewisse Richtung scheint spielen zu können.

Das Fazit

Operation Fortune schafft es durch Guy Ritchies Handschrift das Genre Heist Movie zwar nicht neu zu erfinden, aber zu beleben. Kleinere Schwächen und eine zu große Fokussierung auf den Hauptdarsteller lassen ihn den Sprung zu etwas nachhaltigerem Verpassen, doch in seiner Gesamtheit funktioniert er sehr solide und schafft so die versprochene kurzweilige Unterhaltung. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Operation Fortune läuft seit dem 05.01.2022 in den deutschen Kinos

ACHTUNG SPOILER – Ein paar Worte zum Ende – ACHTUNG SPOILER

Kennt ihr diese Filme, wo zwischen zwei Charakteren unterschiedlichen Geschlechts einfach keine Chemie entsteht und das Drehbuch sie partout zusammenfinden lässt, obwohl es ganz andere Möglichkeiten gäbe? Zum Beispiel zuletzt bei Massive Talent, wo die Chemie zwischen den Charakteren von Pedro Pascal und Nicolas Cage einfach unglaublich war und am Ende noch eine zufällige Frau für Pascals Rolle gefunden wurde? Damit spielt Operation Fortune tatsächlich und schafft es am Ende aber mit einer kurzen Szene alles zu revidieren und Simmonds (Grant) und Francesco (Hartnett) ein zuckersüßes Happy-end zu bescheren. Und das liebes Hollywood ist das, was wir manchmal am Ende wirklich wollen!

I wanna dance with somebody

Ein Vorwort

Inzwischen könnte man es wohl schon fast als ein Universum, ähnlich dem MCU, bezeichnen. Die Rede ist von Musiker*innen Biopics. Nach Queen (Bohemian Rhapsody), Elton John (Rocketman), Elvis (Elvis) und Aretha Franklin (Respect), bekam nun die nächste Stimme des Jahrhunderts ihren eigenen Film. Die Rede ist von Whitney Houston. Und da es sich wieder um die gleiche Optik und Erzählweise handelt, wie in den anderen genannten, ordnet sie sich eben doch in das Universum ein – gibt es hierfür eigentlich schon einen catchy name oder müssen wir noch brainstormen? Ob er dennoch hervorstechen kann oder in der Masse untergeht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Whitney Elisabeth Houston (Naomi Ackle) wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten?

Meine Meinung

Ich weiß nicht, wie oft ich den Handlungstext jetzt schon überarbeitet habe, um ihn weniger generisch klingen zu lassen, doch so richtig ist es mir nicht gelungen. Weil wir das gebotene einfach schon einmal zu oft gesehen haben. Das unschuldige Mädchen mit starkem religiösem Hintergrund (vergleiche dazu Respect), bekommt Plattenvertrag (immerhin diesmal nicht von ausbeutendem Plattenboss), produziert massenhaft Hits (siehe alle anderen Biopics dieser Art), dann kommt der Fall mit einer Menge Drogen (vergleiche dazu Bohemian Rhapsody und Rocketman). Probleme mit den Eltern, die eher ausbeuten als helfen (siehe Elvis), unglückliche Ehe (siehe Respect) und dann der Punkt, wo es nicht mehr weitergeht (siehe alle anderen Biopics). Das ganze erzählt wie ein Wikipediaartikel, von Song zu Song, die gleichzeitig zu kurz kommen und doch zu lange ausgespielt werden. Während bei Bohemian Rhapsody das komplett nachgestellte Live Aid Konzert am Ende noch ein absolutes Highlight war und Rocketman durch eine sehr kreative Art der Einbindung der Songs punkten konnte, war alles danach nur noch ein auf die Bühne stellen, singen, weiter im Text. Es fehlt die Verbindung, das Fühlen, das Mitfiebern.
I wanna dance with somebody hat das gleiche Problem, wie auch die anderen genannten Filme: Man weiß, worauf es hinaus läuft. Ihr Drogenproblem und ihr verfrühter Tod sind keine Geheimnisse oder schockierende Entwicklungen, sondern bekannt. Genau deswegen hofft man, dass sich der Film dennoch auf eine andere Stelle hin entwickelt, etwas neues erzählt, vom sturen Wikipedia-Eintrag abhaken abweicht. Aber vergeblich.
Das macht den Film keinesfalls schlecht. Wäre er der erste der Reihe hätte er wahrscheinlich nicht die gleiche Welle nach sich gezogen, wie Bohemian Rhapsody, aber es wäre auch nicht der fünfte einer gefühlt immer gleichen Reihe. Die Übersättigung ist einfach bereits da und die viel zu lange Lauflänge von 146 Minuten macht es auch nicht besser. Denn eine Konzentrierung auf ein großes Ereignis mit kleineren Rückblenden, hätten hier wohl völlig ausgereicht.
Schauspielerisch ist an I wanna dance with somebody nichts auszusetzen. Naomi Ackle und auch alle anderen spielen ihre Rolle wunderbar und mit Stanley Tucci als Musikproduzent bekommt die Branche dann auch mal ein positives Beispiel geboten. Leider reicht es nicht, um den Film aus seiner Mittelmäßigkeit zu ziehen.

Das Fazit

I wanna dance with somebody ist leider nur ein weiterer Film aus der Reihe der Musiker*innen Biopics und bietet nichts außerhalb eines Wikipedia-Artikels. So versinkt er in der stoischen Mittelmäßigkeit. Das hatte die Stimme des Jahrhunderts so wohl nicht verdient. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

I wanna dance with somebody läuft seit dem 22.12.2022 in den deutschen Kinos

Mona – Zwischen Himmel und Hölle

Ein Vorwort

Eine Hexe, ein Vampir, ein Werwolf und eine Skelettin arbeiten in einem Museum. Was wie der Beginn eines schlechten Witzes klingt, ist die Ausgangssituation einer verdammt guten Funtasy-Reihe (lustige Fantasy). Nachdem ich euch bereits die ersten beiden Bände vorgestellt habe, soll es nun noch einmal zusammenfassend um die Reihe und vor allem um den abschließenden dritten Teil gehen.

Band 1 – und täglich grüßt der Erzdämon

Die Handlung

Mona Nosferatuh ist eine Junghexe Stufe 9, hat aber Probleme ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Sie tritt ihren neuen Job im Museum an und trifft dort auf den Vampir Boris, den Werwolf Ben und die Skelettin Bärbel. Bei einem Einbruch ins Museum beschwört sie einen Dämon herauf. Doch Balthazar ist fortan an sie gebunden und muss immer erscheinen, wenn sie Hilfe benötigt. Beide versuchen sich mit dem Bund anzufreunden und dann kommen noch Gefühle dazu.

Meine ausführliche Kritik zu Band 1 findet ihr hier

Band 2 – Verliebt, Verlobt, Beschworen

Die Handlung

Nach den Ereignissen in Band 1 sieht sich Mona einem Hexenprozess gegenüber. Boris, der Vampir, hat eine neue Prüfung und auch weiterhin stehen den Freund*innen wieder einiges bevor. Vor allem müssen Mona und ihr Erzdämon Ba’al rausfinden, was es zwischen ihnen nun ist.

Meine Kurzkritik zu Band 2 findet ihr hier

Band 3 – Zwischen Himmel und Hölle

Die Handlung

Noch immer sind die Nosdroff-Brüder auf freiem Fuß und versuchen Mona und ihren Pakt zu Erzdämon Balthasar in die Finger zu kriegen. Dieser versucht alles, um seine Familie zu beschützen, stößt dabei aber immer mehr an seine Grenzen. Und dann steht noch ein ganz anderes Großereignis bevor: Mona und Balthasar wollen heiraten. Also nochmal, so mit Zeremonie und so. Das Chaos ist vorprogrammiert.

Meine Meinung

Nach einem absolut herausragenden ersten Teil hatte ich schon die Befürchtung, dass Band Zwei absacken würde und sich zu einem typischen Füllerband entwickeln könnte. Doch ganz im Gegenteil auch die Fortsetzung konnte durch Witz und Charme überzeugen und zeigte zudem auch Balthasars Sicht der Dinge. Dementsprechend hoch war nun auch meine Erwartung an Band Drei. Leider kam dann hier doch die Ernüchterung. Versteht mich nicht falsch. Auch Band 3 bietet wieder allerlei Witz, Spannung und das typische Monafeeling. Aber im Vergleich zu den beiden hervorgehenden Bänden schien irgendwie die Luft raus. Ob dies nun an meinen hohen Erwartungen lag, die einfach nicht erfüllt wurden (wofür ja nun die Autorin nichts kann) oder woran es ansonsten lag, kann ich nicht so richtig einordnen. Irgendwie gab es noch so einige offene Baustellen, die fertig werden mussten, gleichzeitig wurden ein paar neue eröffnet und auch diese mussten abgearbeitet werden. All das kam irgendwie unter dem großen Finale zu kurz. Selbst die Hochzeit und die damit einhergehenden Probleme wurden gefühlt viel zu schnell abgehandelt, um Platz für das Finale zu machen. So fehlte irgendwie der Witz, der die vorherigen Bände so ausmachte und wirkte stellenweise gezwungen, weil es doch noch unbedingt eine lustige Szene geben musste. Versteht mich nicht falsch. Auch der dritte Band der Mona Reihe ist weitaus besser als vergleichbare Reihen. Er scheitert lediglich an dem selbst hochgesetzten Niveau der Vorgängerbände. Dafür löst das Finale dann viele offene Fragen und die letzte Szene ist dann wieder so typisch für die Reihe, das vieles wieder gerade gebogen wird. Und noch immer beschäftigt sich die Reihe mit vielen wichtigen Themen und bringt uns beispielsweise die Paartherapie näher, bei einem vermeintlich perfektem Paar. Und doch gibt es manchmal Probleme, die man erst mit Unterstützung erkennen kann und dann zusammen Lösungen erarbeiten kann. Und genau dafür liebe ich diese Reihe so. Weil sie es einem leicht macht, sich in die Geschichte fallen zu lassen und gleichzeitig spielerisch Themen aufgreift, die mehr Aufmerksamkeit vertragen, und diese auf lockere aber ernste Weise umsetzt.

Das Fazit

Hohe Erwartungen sind immer wieder ein Problem und davon bleibt auch der finale Band nicht verschont. Trotz seiner schönen Geschichte, die die Handlung zum Abschluss bringt, bleibt er gerade im Vergleich zu den ersten beiden Bänden zurück, wirkt zu vollgestopft und der Witz bleibt etwas auf der Strecke. Dennoch eine absolut lesenswerte Geschichte und eine Herzensempfehlung.

Mona – und täglich grüßt der Erzdämon & Mona – Zwischen Himmel und Hölle wurden mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung. Mona – Verliebt, verlobt, beschworen ist selbstgekauft.

Das Kleid

Ein Vorwort

Um Vorurteile abzubauen hilft in der Regel nur eins: Sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wie könnte das besser klappen, als durch einen gut erzählten Film, der einen mitnimmt durch die Geschichte und zwischendurch die bestehenden Vorurteile aufgreift und widerlegt? Genauso einen Film wünschte ich mir zum Thema trans. Bekommen habe ich einen Film, der bereits mit der Nennung des Deadnames im Titel (bei mir ist der Filmtitel daher angepasst) beweist, dass er nichts verstanden hat. Dennoch war ich neugierig, was der Film darüber hinaus kann. Warum es sehr schwierig wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Ben (Florian David Fitz) ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen.

Meine Meinung

Das Kleid könnte man wohl als Drama mit komödiantischem Anteil einordnen, so wie es deutsche Filme gerne mal sind, wenn sie sich einem schwierigeren Thema annehmen. Grundsätzlich ist das auch ein schöner Ansatz, dem Drama ein bisschen von der Schwere zu nehmen und ab und an etwas aufzulockern, damit es eine breitere Masse anzieht und das Thema so vermittelt werden kann. Dennoch scheitert es bei Das Kleid bereits am grundsätzlichem.
Statt die Geschichte aus der Sicht des betroffenen Kindes erzählt zu bekommen, geht es vordergründig um Fitz als Vater. Hier werden gleich mehrere Baustellen aufgemacht, wie das Alkoholproblem, dass er nicht mit der Trennung von Ex-Frau und damit auch von den Kindern zurechtkommt. Er fühlt sich permanent ausgeschlossen und als würde seine Meinung nicht zählen. Umso penetranter beharrt er auch auf seiner Sicht der Dinge. Das alles wäre schon genug für einen Film und so fällt es der Handlung sichtlich schwer beim Augenmerk auf das trans Mädchen zu bleiben.
Grundsätzlich ist die Reaktion des Vaters wohl leider realistisch. Schilderungen von trans Menschen gehen leider sehr oft mit der Ablehnung im Elternhaus los. Dass Lily hier die uneingeschränkte Unterstützung der Mutter und dessen neuen Lebensgefährten hat, ist schon einmal Gold wert. Auch dass der Vater sich nur wenig mit dem Thema auseinander setzt und nur die wenigen psychologischen Schilderungen glaubt, die seine Meinung unterstützen, ist wohl leider auch nur realistisch. Dass hier jedoch nie das Gespräch mit dem eigenen Kind gesucht wird, sondern nur über sie hinwegentschieden wird, ist dann wohl die erste Schwäche des Films. Denn in einzelnen Szenen, wie bei einem Synagogenbesuch, wo der Fokus auf Lily liegt, zeigt sich, dass ihre Gedankenwelt wohl wesentlich spannender und aufschlussreicher wäre.
Das nächste Problem ist, dass wir durch das Spiel von Florian David Fitz Mitleid und Verständnis für einen regelmäßig alkoholisierten Vater mit Aggressionsproblem und eindeutig geäußerter Queerfeindlichkeit haben sollen. Dass es für ihn ja schwer sei. Dass es für ihn kompliziert sei sich mit dem Thema auseinander zu setzen, obwohl er von allen Seiten Angebote und Unterstützung bekommt.
So macht Das Kleid gefühlt einen Schritt vorwärts und zwei Schritte zurück. Immer, wenn man glaubte, dass der Groschen gefallen ist und endlich Verständnis für Lilys Situation da ist, dreht sich alles wieder und die permanente Nennung des Deadnames noch bis zum Ende, zeigt eigentlich das Protagonist gar nichts verstanden hat.
Dennoch ist nicht alles schlecht am Film. Denn stellenweise schafft er es durchaus nicht nur die Vorurteile aufzugreifen, sondern auch zu entkräften. Gerade durch den Kontrast von Lily zu ihrer Schwester Erna wird durchaus mit Geschlechterklischees aufgeräumt und gezeigt, dass sich Kindern in alle Richtungen entwickeln können, unabhängig vom Geschlecht. Die Themen Mobbing und notwendige Schulwechsel werden angesprochen und die Schule kommt dabei auch durchaus zu Wort, wenn in der Konsequenz gegen Ende auch nicht immer positiv. Das Jugendamt wird thematisiert und kann durchaus richtige Impulse geben. Und auch der Besuch von Ben bei einer älteren trans Frau ist positiv, wenn vielleicht auch zu kurz, um alle angesprochenen Themen richtig zu entfalten (das hätte den Film aber dann auch gesprengt).

Das Fazit

Das  Kleid hat durchaus gute Ansätze, die vielleicht mit einem größeren Fokus auf Lily auch funktionieren könnten, statt mit dem Vater immer mehr Probleme zu eröffnen. Gerade gegen Ende hätte die Entwicklung noch einmal eine andere Richtung einnehmen sollen und vielleicht hätte man soweit denken sollen nicht den Deadname im Titel zu verwenden. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Das Kleid läuft seit dem 22.12.2022 in den deutschen Kinos

Glass Onion

Ein Vorwort

2020 war Knives Out allein nach dem Trailer der von mir am meisten erwartete Film des Jahres. Und er enttäuschte mich nicht, sondern brillierte durch ein einfaches Whoddunit in einer großen Villa mit einigen Verdächtigen. Dennoch war er so intelligent geschrieben und voller unerwarteter Wendungen, dass er mich durchgehend an den Stuhl fesselte. Für mich hat er noch immer die beste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte (kleiner Hyundai versucht den schnellen Autos wegzufahren) und Daniel Craig als Benoit Blanc funktionierte einfach als Ermittler, der an die guten alten Zeiten mit Poirot und Co. erinnerte. Nun hatte Netflix die Rechte gekauft und die Fortsetzungen angekündigt. Nach den letzten Netflix Originals war nun das Schlimmste zu befürchten, doch wieder einmal weiß Rian Johnson zu überraschen. Womit diesmal erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Der Milliardär Miles Bron (Edward Norton) lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay (Kate Hudson), deren Assistentin Peg (Jessica Henwick) Politikerin Claire Debella (Kathryn Hahn), Wissenschaftler Lionel Toussaint (Leslie Odom Jr.) und der problematische Twitcher Duke Cody (Dave Bautista) und dessen Freundin Whiskey (Madelyn Cline). Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand (Janelle Monáe) ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc (Daniel Craig), der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte.

Meine Meinung

Kann es nach einem perfekten ersten Film eigentlich eine gute Fortsetzung geben? Die Zeichen sahen zunächst schlecht aus, doch Glass Onion setzt auf die richtigen Ansätze und so überzeugt Rian Johnson bei seinem zweiten Streich erneut auf ganzer Linie. Denn anstatt verzweifelt zu versuchen das Erfolgsrezept zu wiederholen, gibt es ein ganz neues Grundszenario. Statt alter Villa mit zerstrittener Familie nun also Privatinsel, Milliardär und auf dem ersten Blick unzertrennliche Freundschaften. So gibt es schon genug Abwechslung, um sich vom ersten Teil weit genug entfernt zu haben, um keine direkten Parallelen ziehen zu können. Zunächst wirken die Charaktere jedoch hochgradig problematisch, weswegen ich zu Anfang meine Zweifel hatte, ob ich den Film mit der Konstellation durchstehen könnte. Sexistischer Twitcher? It-Girl, das angeblich nicht merkt, wenn es antisemitische Phrasen nutzt? Doch dann merkte ich, dass es eigentlich ein geschickter Schachzug war. Denn in dieser Konstellation wäre jeder willkommen als Täter*in oder Opfer.
Das übliche Whodunnit läuft nach einem bestimmten Schema ab. Charaktervorstellung, Gelegenheit, Mord, Ermittlungen, Auflösung. Nun zog sich die Charaktervorstellung immer weiter hin, es gab die Gelegenheit und doch … fehlte der Mord. Denn wie schon im ersten Knives Out hatte Rian Johnson hier noch einige Überraschungen parat. So bleibt die Struktur zwar irgendwo bestehen, doch es wird mit ihr gespielt. Es werden ungeschriebene Regeln gebrochen, neue aufgestellt und den Zuschauenden immer wieder alles präsentiert und doch gleichzeitig verschwiegen.
Ich selbst wäre wohl sehr lange im Dunkeln getappt, wenn mein Mann nicht seine Vermutung aussprechen musste und ich kurz darauf dann tatsächlich den späteren Beweis entdeckte. Doch auch, wenn ich mir daraufhin sehr sicher war, auf wen die Ermittlungen zu laufen, ist auch hier gerade das Wie wieder sehr entscheidend. So brach dadurch die Spannung in keiner Weise ab, sondern nahm fast noch zu, weil nun die Frage nach den Beweisen die entscheidende war.
So bietet Glass Onion nicht nur eine traumhafte Kulisse und erneut einen sehr sehenswerten Cast, sondern erneut einen spannenden Fall rund um Ermittler Benoit Blanc, der lediglich minimal an Charisma eingebüßt hat, weil sich die Handlung mehr auf ihn konzentrierte. Zudem vereint der Film gekonnt das Whodunnit aus dem Krimibereich mit Elementen der Komödie und gerade die kleinen Feinheiten, die gespickt sind mit Andeutungen und Cameos machen den Film wunderbar rund.
So würde ich den ersten Teil noch immer als den besseren bezeichnen, weil seine unkonventionelle konventionelle Art dort noch mehr überraschen konnte, doch der zweite Teil muss sich keinesfalls verstecken und dürfte wohl zu den Highlights gehören, die Netflix zu bieten hat.

Das Fazit

Glass Onion ist der Beweis, dass gute Fortsetzungen existieren und das Netflix doch noch gute Filme produzieren kann. Guter Cast, traumhafte Kulisse, ein ungewöhnliches und damit überraschendes Whoddunit und eine gute Portion Humor in den ansonsten spannenden Film sorgen für ein Filmvergnügen vom Feinsten. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Glass Onion läuft seit dem 23.11.2022 in den deutschen Kinos und seit dem 23.12.2022 auf Netflix