Mein Jahresrückblick 2020 – #4 – Serien

Den Abschluss meiner Jahresrückblicke machen auch dieses Jahr die Serien. Auch in diesem Bereich konnte ich im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg verzeichnen. Die Gründe dürften inzwischen klar sein. Da ich mir bei Serien aber eigentlich kein direktes Ziel setze, bin ich einfach nur froh, so viele Serien auch neu entdeckt zu haben.

Zur Statistik:

2020 habe ich 72 verschiedene Serien gesehen (2019=47), dabei 109+2 Staffeln (+2 für Doppelt gesehen; 2019=82)

Mit einer Lauflänge von
… 44.755 Minuten
… 745,92 Stunden
… 31,08 Tagen
… 4,44 Wochen

Davon
… 12 Staffeln Wiederholungstäter
…  3 Staffeln Comedy Special
…  16 Staffeln Reportagen
… 22 Staffeln fortgesetzter Serien
… 56+2 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2020 habe ich 5 Serien mit 12 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking

1) IT Crowd – Staffel 1-2
2) Kim Possible – Staffel 1-3
3) Chip & Chap – Staffel 1-3
4) Vicious – Staffel 1-3
5) Gargoyles – Staffel 1

II. Comedy Special

Neue Kategorie: 2020 habe ich 2 Comedy Specials mit insgesamt 3 Staffeln gesehen – ohne Ranking:

1) Pussy Terror TV – Staffel 5
2) The Comedy Line-up – Staffel 1-2

III. Reportagen

Neue Kategorie: 2020 habe ich 12 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 16 Staffeln gesehen. Hier gab es tatsächlich auch keine richtige Enttäuschung, aber irgendwer muss halt den letzten Platz belegen – im Ranking:

Platz 12: Die außergewöhnlichsten Häuser der Welt – Staffel 2a-b

Der Innenarchitekt Pierce Taylor und die Schauspielerin Caroline Quentin reisen um die ganze Welt und besuchen außergewöhnliche Häuser. Diese stechen durch Lage, Architektur und Innenausstattung hervor. – Die Häuser sehen echt cool aus, auch wenn ich mir bei vielen nicht vorstellen könnte, darin zu leben. Caroline versucht auch ein wenig Schwung in die Sendung zu bringen, aber letztlich fehlt es den beiden an Moderationstalent.

Platz 11: Pixar in real life – Staffel 1

Die Helden aus den Pixarfilmen sind wohl einem breiten Publikum bekannt. Doch wie würden wir reagieren, wenn uns diese Helden in bekannten Filmszenen in der Realität begegnene würden? Dieses Experiment wurde in dieser Serie mit Kurzepisoden gewagt. – Einige witzige Einfälle sind dabei, aber nicht alle haben eine wirklich gute Idee und Umsetzung.

Platz 10: Tiny House Nation – Staffel 1-2

John Weisbarth und Tiny House Experte Zack Giffin reisen durch das Land und helfen bei bestehenden Aufträgen. Dabei versuchen sie zum einen die Kunden auf die Verkleinerung vorzubereiten und zum anderen die Tiny Häuser so intelligent wie möglich zu gestalten. – Die Häuser sind schon sehr cool und was die beiden an Verstaumöglichkeiten schaffen ist der Wahnsinn. Leider fehlte den beiden Moderatoren so das letzte Fünkchen für eine charmante Unterhaltung.

Platz 9: Küchenhelden – Staffel 1

Kurz gesagt ist es ein Familien-Koch/Back-Duell mit von Disney inspirierten Themen. Fünf Familien mit jeweils vier Familienmitgliedern treten in 10 Runden gegeneinander an. Thema ist jeweils ein Disneyfilm und es wird die Art vorgegeben (Hauptspeise/Dessert/Snack). Am Ende kostet jeweils ein Chefkoch aus Disney World die Gerichte und bestimmt dann den Gewinner. – Im Prinzip eine typische Kochshow, aber dennoch spannend und es kamen tolle Rezepte dabei raus.

Platz 8: Indian Matchmaking – Staffel 1

Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet. – Ein toller Einblick in die indische Tradition, die mit allerlei Vorurteilen aufräumt, aber auch einige bestätigt.

Platz 7: Brain Games – Staffel 1-3

Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können. – Spannend, informativ und unterhaltsam gestaltet.

Platz 6: Disney Galerie – Star Wars: The Mandalorian – Staffel 1

Jon Favreau und Dave Filoni laden Darsteller, Regisseure und viele andere Beteiligte zum Plaudern über das Entstehen der Serie, über das Vermächtnis von Star Wars und Herausforderungen beim Dreh. – Ein Blick hinter die Kulissen der Serie, mit vielen spannenden Infos und interessanten Unterhaltungen.

Platz 5: Foodhacks mit Nadiya Kussain – Staffel 1

Die meisten dürften das Problem kennen. Man kommt gestresst von der Arbeit und dann soll man noch für die Familie kochen. Teilweise kommen dann noch Kinder dazu, die ja auch noch bespaßt werden wollen. Nadiya Hussain nimmt sich diesem Problem an und zeigt Rezept mit wenig Aufwand, die man wunderbar vorbereiten kann oder die einfach Zeit sparen. Außerdem begibt sie sich hinter die Kulissen einer Lebensmittel und deren Herstellung. – Nadiya Kussain schafft es durch ihre sympathische Art dieser Serie Leben einzuhauchen, einige Essen sind für mich zwar nicht das, was ich zeitsparend nenne, aber trotzdem ist die Serie auch informativ.

Platz 4: Down to Earth with Zac Efron – Staffel 1

Zac Efron hat sich mit Wellness-Experten Darren Olien zusammengetan. Zusammen reisen sie um die Welt, um verschiedene Konzepte zum den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu begutachten und der Erde einfach mal zuzuhören. – Wichtige Themen, die angesprochen werden und dabei zugleich informativ, aber auch unterhaltsam. Zac Efron mal von einer ganz anderen Seite als in Hollywood.

Platz 3: The Home Edit – Staffel 1

In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris. – Clea und Joanna sind einfach nur zutiefst sympathisch, auch wenn sie es mit ihrem Aufräumwahn etwas übertreiben – ich sag nur der aufgeräumte Kühlschrank. Allerlei nützliche Tipps sind aber trotzdem dabei.

Platz 2: Queer Eye – Staffel 5

Die Fab 5 sind zurück. Diesmal zieht es Tan (Mode), Karamo (Kultur), Bobby (Design), Anthony (Essen) und Jonathan (Pflege) nach Philadelphia. Doch die Mission ist die gleiche. Sie antworten auf Hilferufe aus Familie und Freundeskreis, um sich in jeder Woche einem/einer Ausgewählten in allen Belangen des Lebens unter die Arme zu greifen und mit ihrer üblichen quirligen Art Probleme anzugehen und Freude zu bringen. – Die Frage ist nicht, wie sehr ich diese Serie liebe, sondern warum sie es diesmal nicht auf Platz 1 geschafft hat. Die Antwort gibt es auf dem nächsten Platz.

Platz 1: The world according to Jeff Goldblum – Staffel 1

Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 12 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Fahrräder, Pools oder Grillen. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen. – Jeff Goldblum schafft es einfach mit seiner Art einen für die alltäglichsten Dinge zu begeistern, hinzu kommen allerlei witzige/nützliche Informationen und liebevolle Erkläranimationen.

IV. Fortgesetzte Serien

2020 habe ich 20 Serien fortgesetzt und dabei 22 neue Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 20: Aggretsuko – Staffel 2

Retsuko ist eine rote Pandadame, die in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeitet. Während sie tagsüber eher still und schüchtern ist, geht sie abends heimlich in eine Karaokeeinrichtung und singt sich ihren Frust von der Seele – und zwar in bester Death Metal Manier. – In der zweiten Staffel dominiert das Thema Liebe, dass auf serientypische Art gelöst wurde. Die Serie ist in ihrer Kürze schon gut, aber eben leider nicht mehr.

Platz 19: American Horror Story – Staffel 4

Elsa Mars führt 1952 eine Freak Show, die aktuell in Jupiter, Florida, auftritt. Von außen belächelt oder verspottet, sind die Darsteller zu einer eigenen Familie zusammen gewachsen. Doch diese Familie wird von mehreren Seiten bedroht. Der Gauner Stanley sieht in den Freaks eine Geldmaschine und will sie tot ausstellen. Dafür schleust er seine Komplizin Maggie Esmaeralda als Wahrsagerin in die Freak Show. Doch auch ein mordener Clown und ein verzogener Junge werden zu einer Gefahr. – Freak Show war wieder besser als Staffel 2 und 3, aber mir mit 13 Folgen zu lang für das, was erzählt werden sollte. Dafür gab es dann zu viel Füllhandlung, die nicht nötig gewesen wäre.

Platz 18: Barry – Staffel 2

Barry Berkman muss mit den Konsequenzen seiner Tat aus der finalen Episode der ersten Staffel leben, die auch seinen Schauspiellehrer Gene Cousineau aus der Bahn wirft. In der Schauspielschule soll jeder ein traumatisches Erlebnis in einem kurzen Stück verarbeiten, was Barrys Freundin Sally ganz in den Bann zieht. Und ganz nebenbei wird Barry wieder von der tschetschenischen Mafia eingespannt, da Hank seine Zusammenarbeit mit den Bolivianern in Gefahr sieht, als die Anführerin der burmesischen Mafia anfängt sich einzumischen. – Die erste Staffel habe ich gefeiert, in der zweiten konnten mich die gleichen Elemente nicht mehr so sehr begeistern. Einige Folgen fand ich absolut übertrieben und das hat mir die Freude an der Serie schon ziemlich genommen. Dafür war Hank noch immer toll.

Platz 17: Westworld – Staffel 2

Am Ende der ersten Staffel brachen die Hosts aus ihren vorbestimmten Rollen aus und Chaos kam über den Park, in dem jeder Gast in ein vorgefertigtes Szenario in einer Wild-West-Welt schlüpfen kann, um seine Gewalt- und andere Fantasien ausleben zu können. Doch der Aufstand der Hosts ist blutig und die Angestellten des Parks haben alle Hände voll zu tun die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Und was ist das für ein großes Geheimnis, das unbedingt beschützt werden muss? – Arbeitet mit verschiedenen Zeitebenen, „vergisst“ aber den Zuschauer darüber aufzuklären. Herausgekommen ist eine wenig verständliche Handlung, da sie ständig in den Zeitebenen springt.

Platz 16: Supernatural – Staffel 9

Nachdem Castiel in Staffel 8 Metatron vertraute und in der Konsequenz daraus alle Engel aus dem Himmel fielen, liegt Sam am Anfang der Staffel im Koma. In seiner Verzweiflung betet Dean zu den Engeln und bekommt vermeintlich Hilfe von Ezekiel, der Sam von innen heraus heilen will. Dean stimmt zu, aber Sam darf davon nichts wissen. Währenddessen hat die dämonische Reiterin Abaddon Crowleys Abwesenheit, der von den Winchesters gefangen gehalten wird, genutzt, um Königin der Hölle zu werden. So versuchen nun die Brüder gegen zwei Katastrophen gleichzeitig zu kämpfen und dann sind da noch die kleineren und größeren Vorkommnisse auf ihrem Weg. – Supernatural ist schon seit einigen Staffeln nicht mehr wirklich gut. Die Serie funktioniert immer dann noch, wenn sie sich auf Einzelfolgen konzentriert und scheitert dann am Größenwahn, wenn sie die Rahmenhandlung vorantreibt. Aber dennoch kann ich nicht aufhören und sie final aufgeben.

Platz 15: Rick & Morty – Staffel 4

Morty reist wieder mit seinem Opa Rick, einem vielleicht etwas verrücktem Wissenschaftler, durchs Universum und erlebt dabei viele Abenteuer. Seine Familie darf natürlich auch nicht fehlen. – Die vierte Staffel hatte zwar auch einige Folgen, die gut durchdacht und spannend waren, aber leider auch welche, bei denen absolut übertrieben wurde. Grundsätzlich fehlt der Gesamtstaffel das richtige Maß und ist daher enttäuschender gegenüber den bisherigen drei Staffeln.

Platz 14: Bones – Staffel 12

Temperance „Bones“ Brennan ist forensische Antropologin am Jeffersonian Institute. Sie untersucht Knochen alter Zivilisationen und kann daraus eine Menge Ereignisse rekonstruieren. Dies will sich das FBI zu Nutze machen und schickt Seeley Booth, um mit Brennan zu verhandeln. Nach einer etwas schwierigen Eingewöhnung zwischem dem impulsiven Booth und der menschenscheue Brennan, die mit vielen gesellschaftlichen Gepflogenheiten nichts anfangen kann, entwickeln sie sich zu einem guten Team. – Die finale Staffel macht keine große Rahmenhandlung mehr auf, sondern konzentriert sich auf den Abschluss noch offener Stränge. Das funktioniert ganz gut, auch wenn das Finale etwas übereilt kam.

Platz 13: Brooklyn 99 – Staffel 5

Viel Betrieb im 99. Revier des NYPD. Auf humorvolle Weise begleitet die Serie den Alltag des Reviers und dessen sehr unterschiedliche Charaktere. – Das Team hat sich dynamisch etwas gewandelt, die Serie funktioniert aber dennoch mit  bekanntem Charme. Wenn man den Humor zuvor mochte, mag man ihn auch in dieser Staffel.

Platz 12: The Big Bang Theory – Staffel 12

In der finalen Staffel haben die Nerds und ihre Frauen wieder allerlei Drama zu bewältigen. Und vielleicht geht sogar Sheldons größter Traum in Erfüllung. – Das die Serie schon lange ihren Zenit überschritten hat, dürfte inzwischen klar sein. Immerhin gab es nun ein Ende und zwar ein rundes und sehr emotionales.

Platz 11: Peaky Blinders – Staffel 2

Zwei Jahre nach den Geschehnissen aus der ersten Staffel kehren wir zurück ins Jahr 1921 nach Birmingham. Die Peaky Blinders zieht es nach London, wo Thomas einen Deal mit dem Schwarzbrenner Alfie Solomon einfädeln kann. Doch auch sein Rivale Chester Campbell kehrt zurück und versucht Thomas zu einem Attentat im Sinne der Iren zu verführen. Folgenreiche Wochen für die Familie Shelby. – Die Handlung wird in sechs Folgen sehr pointiert wiedergegeben und nicht gestreckt, alte und neue Charaktere harmonieren gut. Lediglich Tante Polly entwickelt sich eher negativ und Antagonist Campbell wiederzubeleben, war wohl auch keine gute Idee.

Platz 10: The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2

Miriam „Midge“ Maisel arbeitet weiter an ihrer Karriere als Stand-up-Comedian. Seit ihr Ex-Mann Joel davon Wind bekommen hat, ist es auch um ihre Erneuerung der Ehe vorbei. Dennoch stehen große Abenteuer bevor. Midges Mutter Rose Weismann ist nach Paris abgehauen und Midge muss ihr mit ihrem Vater hinterherreisen, um sie zurückzuholen. Dann steht der Sommer bevor, den die Familie alljährlich in den Catskills verbringt. Und vielleicht gibt es auch für Midge einen neuen Verehrer. – Die zweite Staffel hat mir ein bisschen besser gefallen, als die erste, weil gerade die Folgen in den Catskills wunderbar pointiert waren.

Platz 9: Prinz von Bel Air – Staffel 5-6

Will Smith lebt mit seiner Mutter in Philadelphia. Nach einer Schlägerei beim Basketballspiel auf der Straße, schickt ihn seine Mutter besorgt zu ihrer Schwester Vivian. Diese lebt mit ihrem Mann Phil, einem erfolgreichen Anwalt, in Bel Air. Durch das bessere Umfeld soll Will behüteter aufwachsen. Doch der Kulturschock ist nicht zu verachten. – Die finalen Staffeln bleiben witzig, treiben die Charaktere voran, vergessen aber auf das Finale hinzuarbeiten, weswegen dies dann ganz plötzlich in wenigen Folgen abgearbeitet wird.

Platz 8: Star Trek: Discovery – Staffel 2

Der Krieg mit den Klingonen ist vorbei und die Discovery ist unterwegs nach Vulkan, um ihren neuen Captain zu begrüßen. Unterwegs treffen sie auf die Enterprise mit Captain Pike. Dieser kommt zusammen mit zwei Offizieren an Bord und nimmt das Kommando an sich. Es wurden sieben rätselhafte Signale abgefangen und Pike soll zusammen mit der Besatzung der Discovery diesen nachgehen. – Ich fand die zweite Staffel deutlich besser als die erste, vor allem Captain Pike hat der Crew gut getan. Die Rahmenhandlung ist spannend und auch die Charaktere haben sich zusammen eingespielt.

Platz 7: Doctor Who – Staffel 10

Der Doktor ist ein großes Versprechen eingegangen einen Tresor unter der Universität zu bewachen und sich nicht von dort wegzubewegen. Dabei lernt er Bill Potts kennen, die er schließlich als Art Privatlehrer unterrichtet. Nachdem Bill von einer Pfütze verfolgt wird, beschließt er sich zu offenbaren, um sie zu retten. Trotz der stetigen Belehrungen von Nardole kann der Doktor nicht wiederstehen und reist fortan mit Bill durch Zeit und Raum. – Nachdem ich Staffel 9 eigentlich gar nicht mehr mochte, war Staffel 10 wieder richtig gut. Die Serie hat sich wieder zurückbesonnen, auf starke Einzelfolgen und auch Bill passt zum 12. Doctor wesentlich besser als Clara.

Platz 6: Fleabag – Staffel 2

Seit über einem Jahr hat Fleabag nicht mehr mit ihrer Familie gesprochen. Nun steht die Ankündigung einer Hochzeit im Raum, zu der Fleabag eingeladen wurde. Ihr Vater heiratet ausgerechnet ihre Stiefmutter, die einst die beste Freundin ihrer Mutter war. Dort trifft sie auch wieder auf ihre Schwester Claire, die noch immer mit Martin verheiratet ist. Ebenfalls mit am Tisch sitzt ein Priester, der die Trauung vollziehen soll, sich aber so gar nicht priesterhaft gibt. Im Laufe der Staffel lernt Fleabag den Priester noch genauer kennen und versucht die Beziehung zu ihrer Schwester zu verbessern. – Die erste Staffel konnte mich nicht wirklich abholen, die zweite dafür umso mehr. Hier habe ich den Humor verstanden und Andrew Scott war eine hervorragende Ergänzung für den Cast.

Platz 5: The Umbrella Academy – Staffel 2

Die sieben Mitglieder der Umbrella Academy konnten dem Weltuntergang, hervorgerufen durch Nummer 7/Vanya  mit Hilfe von Nummer 5 entgehen. Sie landen alle in den 1960er Jahren, aber nicht im gleichen Jahr. Als schließlich auch Nummer 5 ankommt, herrscht erneut Weltuntergang. Nur mit Hilfe schafft es Nummer 5 noch einmal ein paar Tage vor die Apokalpyse zu springen und muss nun seine Geschwister zusammen suchen. Doch die haben sich teilweise schon ein ganz neues Leben aufgebaut. – Wer die erste Staffel mochte, wird auch die zweite toll finden. Die Charaktere bekommen Raum sich weiterzuentwickeln und doch wieder als Familie zusammenzufinden.

Platz 4: Grace & Frankie – Staffel 6

Grace hat am Ende der fünften Staffel endlich Nick geheiratet. Nun müssen sie und Frankie damit zurecht kommen, dass sie nicht mehr zusammen wohnen. Zum Glück haben sie eine neue Geschäftsidee, die sie oft zusammenführt. Saul und Robert planen ihre Flitterwochen nachzuholen. Brianna hat damit zu kämpfen, dass ihr Freund Samenspender für ein befreundetes lesbisches Pärchen sein will und Coyote hat eine Freundin, leider handelt es sich um die Ex-Freundin seines Bruders. – Das die Serie langsam zu einem Ende kommt, ist gut, aber noch ist ihr nicht die Puste ausgegangen. Die Konflikte sind immer noch nachvollziehbar und auch die Witze funktionieren noch.

Platz 3: Elementary – Staffel 7

Sherlock und Joan sind nach dem Ende der sechsten Staffel nach London gegangen, um so dem FBI zu entgehen. Doch gerade Joan schlägt sich mit Heimweh herum. Als dann auch noch eine Schreckensnachricht vom NYPD die beiden erreicht, reist Joan zurück. Gleichzeitig hat Odin Reichenbach, der Kopf hinter einem großen Internetunternehmen, einen Algorithmus geschrieben, mit dem er Verbrechen vorhersagen will, um so die Verbrecher vorab auszuschalten. Er versucht Sherlock und Joan für sein Unterfangen anzuwerben, die jedoch kritisch bleiben. – Eine starke finale Staffel, auch wenn das Ende etwas überstürzt wirkt.

Platz 2: Modern Family – Staffel 9-10

Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben. – Die moderne Familie macht auch weiterhin Spaß in ihren Geschichten. Auch dieser Serie geht nach 10 Staffeln noch nicht die Puste aus. Klar, hat sich einiges geändert, aber doch schaffen sie es immer wieder gute Einzelepisoden zu kreieren.

Platz 1: The Crown – Staffel 3

Queen Elisabeth II. muss sich neuen Herausforderungen stellen. Ein Spitzle des KGB soll sich in ihren Reihen aufhalten, ein neuer Premierminister wurde gewählt, mit dem sie zunächst nicht richtig warm wird. Ihr Sohn Prinz Charles hat sich zum ersten Mal verliebt, in niemand geringeren als Camilla Parker Bowles, gleichzeitig steht Wales kurz vor einem Aufstand. Prinzessin Margaret steht vor den Scherben ihrer Ehe. – Der Cast wurde komplett ausgetauscht, da der bisherige Cast zu jung war für das inzwischen fortgeschrittene Alter der Königsfamilie, was in vielen Fällen auch gut funktionierte. Auch die neuen Themen und Abschnitte der Familie werden in alter Manier auf hohem Niveau fortgesetzt.

V. Neuentdeckungen

2020 habe ich 33 Serien neu entdeckt und davon 56 Staffeln gesehen – im Ranking:

Platz 33: Inhumans – Staffel 1

Inhumans sind eine eigene Spezies, die bei einer Prozedur einzigartige Fähigkeiten erhalten, und sich dadurch von den Menschen unterscheiden. Sie leben im Verborgenen auf dem Mond, in der Stadt Attilan. Durch ein strenges Kastensystem wird der Unmut in der Bevölkerung immer größer. Doch König Black Bolt und Königin Medusa halten an dem alten System fest. Black Bolts Bruder Maximus, der durch die Prozedur zu einem gewöhnlichen Mensch wurde, neidet seinem älteren Bruder und putscht schließlich mit Hilfe der königlichen Leibgarde. Die königliche Familie kann zur Erde fliehen, landet jedoch an unterschiedlichen Punkten in Hawaii. – Grundgedanke war gut, Umsetzung wahr sehr langatmig, die Motivationen der Charaktere nicht so richtig nachvollziehbar und der Superheldenaspekt auch eher mäßig.

Platz 32: Sex Education – Staffel 1

Otis ist eigentlich ein ganz normaler Highschool Schüler, der gerne unscheinbar bleibt. Seine Mutter dagegen ist Paar- und Sextherapeutin, die sich nicht auf eine Beziehung einlassen will. Als er zusammen mit der Außenseiterin Maeve feststellt, dass erstaunlich viele Schüler Fragen zu Beziehungen und Sex haben, und Otis feststellt, dass er erstaunlich viel darüber von seiner Mutter weiß, wollen sich beide durch Sexberatung etwas dazu verdienen. – Mir waren die Charaktere allesamt zu schräg, oder zu stereotypisch und auch wenn versucht wurde in alle ein paar Ecken und Kanten einzubauen, waren es gerade die, die mir zu viel waren. Auch wenn die Handlung grundsätzlich in Ordnung war, konnte mich die Serie im Ganzen nicht begeistern.

Platz 31: I’m not okay with this – Staffel 1

Sydney Novak ist 17, trauert um ihren Vater, der sich ein Jahr zuvor das Leben nahm, hat seitdem ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, die nicht über seine Beweggründe sprechen will, und empfindet für ihre beste Freundin mehr als sie sollte. Und weil das noch nicht genug ist, entwickelt sie telekinetische Kräfte, die immer dann unkontrolliert aus ihr Strömen, wenn sie ihre negativen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Zusammen mit Stanley, der sie beobachtet hat und glaubt, dass es Superheldenkräfte seien, versucht sie diese fortan zu kontrollieren. – Eine erste Staffel, die absolut nichts aussagt, sich ewig zieht und erst am Ende mit dem Cliffhanger Lust auf mehr macht. Hilft der Serie auch nicht weiter, denn sie wurde erstmal abgesetzt.

Platz 30: The Handmaids Tale – Staffel 1

Der Staat Gilliad ist aus den USA hervorgegangen, nachdem die Geburtenrate immer weiter zurückging. Der totalitäre Staat hat die wenigen Frauen, die noch schwanger werden können, zusammengetrieben und halten sie als Mägde in wohlhabenden Familien. Dabei haben sie keine Rechte mehr, selbst ihre Namen wurden ihnen aberkannt. Die Serie verfolgt die Erlebnisse der Magd Desfred. – Orientiert sich zwar am Buch, schafft es aber nicht die gleiche Intensität aufzubauen und versucht durch viele neue Handlungsstränge auf die Folgenanzahl zu kommen. Konnte mich nicht überzeugen.

Platz 29: Love, Death & Robots – Staffel 1

Eine Anthalogieserie, in der jede Folge eine neue Handlung mit neuen Charakteren hat. Dabei sind die zentralen Elemente – wie der Titel schon sagt – Liebe, Tod und Roboter. – Ein paar Episoden waren wirklich gut, aber die meisten waren mir zu sehr übertrieben und spielten zu sehr mit Extremen. Leider nicht mein Fall.

Platz 28: The Boys – Staffel 1

Hugh Campbell ist ein Verkäufer, dessen größer Plan es ist, mit seiner Freundin Robin zusammenzuziehen. Bis der Superheld A-Train, seines Zeichens der schnellste Mann der Welt, direkt durch Robin hindurchrennt und sie dabei zerfetzt. Die Superheldenfirma Vought bietet ihn daraufhin Schadensersatz an, die er ablehnt. Kurz darauf lernt er Billy Butcher kennen, der einen privaten Rachefeldzug gegen die „Supes“ führt. – Ich weiß, dass viele diese Serie lieben, aber mich hat sie absolut nicht ab geholt. Ich mochte die Idee, ich mochten den Humor, aber ich mochte weder die Charaktere, noch wie sich alles entwickelt hat. Und das Ende hat mir dann den Rest gegeben.

Platz 27: Upload – Staffel 1

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan  einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. – Auch eine Serie mit einer tollen Grundidee, die sich zu sehr an Nebenhandlungen aufhängt. Hätte vielleicht als abgeschlossene Miniserie funktioniert. Aber dadurch, dass sie weitere Staffeln aufgebaut hat, war sie zu langatmig.

Platz 26: Dead to me – Staffel 1

Jen Harding ist eine toughe Immobilienmaklerin, die nach dem Unfalltod mit Fahrerflucht ihres Mannes zwischen Trauer und Rettung des Familienlebens hin- und herschwankt. Als sie in einer Selbsthilfegruppe auf Judy trifft, die das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht eine seltsame Freundschaft. Doch Judy hat ein großes Geheimnis. – Der Trailer sah wirklich gut aus, es hätte total mein Humor sein können. Leider hat die Serie nach der ersten Folge ihren eigenen Humor schon wieder vergessen.

Platz 25: Emily in Paris – Staffel 1

Emily Cooper ist engagiert und arbeitet leidenschaftlich gerne für die Marketingagentur, bei der sie angestellt ist. Als sie das Angebot bekommt für eine Weile in Paris bei der Tochterfirma zu arbeiten, nimmt sie sofort an. Doch die französischen Kollegen sind alles andere als begeistert von ihrem Engagement. Und dann kommt noch der Kulturschock hinzu. – Ich weiß noch nicht, ob es ein Statement gegen die Werbebranche oder gegen Frankreich ist, auf jeden Fall sehr kritische Darstellung mit einer dafür viel zu gut gelaunten Protagonistin. Schwierige Serie.

Platz 24: The Witcher – Staffel 1

Geralt von Riva ist ein Hexer. Im Laufe der Staffel stellt er sich verschiedenen Monstern, wobei wohl keine Spezies so niederträchtig ist, wie die Menschen. Parallel dazu werden die Geschichten der Magierin Yennefer von Vengerberg und der Prinzessin Ciri von Cintra erzählt. – Die Auftaktstaffel hangelt sich in verschiedenen Zeitebenen an Kurzgeschichten entlang. Funktioniert nur teilweise, weil man so mit Namen und Orten überschüttet wird, aber die wichtigen durch die Flut eben auch vergisst und so wichtige Entwicklungen nicht mitbekommt. Ab der zweiten Staffel könnte es besser werden.

Platz 23: The Kominsky – Method – Staffel 1

Sandy Kominsky kann auf eine sehr kurze Schauspielkarriere zurückblicken, hält sie aber für eine sehr große und versucht sich seitdem als Schauspiellehrer. Inzwischen ist er in die Jahre gekommen. Sein Agent und bester Freund Norman Newlander muss am Anfang mit dem Tod seiner Frau zurecht kommen, wobei ihm Sandy gerne hilft, auch wenn das bedeutet, dass er sein Date Lisa mit zur Beerdigung bringt. Als dann auch noch Normans Tochter Phoebe, mit neuem Drogen- und Alkoholproblem, erscheint, ist das Chaos perfekt. – Die beiden Hauptcharaktere wachsen einem schnell ans Herz, aber so richtig weiß die Serie nicht, worauf sie hinauswill. Auch die lang aufgebauten Witze funktionieren nur bedingt. Es fehlt der Serie irgendwo an der Wärme.

Platz 22: This is us – Staffel 1

Familie Pearson ist nicht unbedingt alltäglich. 1980 erwarten die Eltern Jack und Rebecca  Drillinge. Kevin und Kate kommen zur Welt, doch das dritte Baby stirbt bei der Geburt. Wie es der Zufall so will, wurde am gleichen Tag ein Baby vor einer Feuerwache ausgesetzt und ins gleiche Krankenhaus gebracht. Die Pearsons adoptieren Randall. Die Serie wechselt zwischen der Geschichte der Eltern in den 1980er Jahren und denen der erwachsenen Kinder hin und her. – Grundsätzlich tolle Charaktere, spannende Handlung, aber für mich einfach zu viel Drama. Ja, es ist eine Dramaserie, aber es muss halt immer noch etwas drauf gesetzt werden.

Platz 21: Hollywood – Miniserie

In der goldenen Ära Hollywoods versuchen sechs junge Menschen in Hollywood Fuß zu fassen. Dabei kämpfen sie alle mit anderen Problemen und doch mit den gleichen. Dabei nutzen sie verschiedene Wege, um die etablierten Größen bei Ace Pictures, einem großen Filmstudio, zu beeindrucken. – Gute Idee, tolle Charaktere, leider waren mir einige Folgen einfach zu langatmig. Andere waren wirklich toll, aber die Serie war einfach nicht durchgehend spannend.

Platz 20: IZombie – Staffel 1

Liv Moore ist frisch verlobt, ehrgeizige Medizinstudentin und einfach rundum glücklich. Bis auf einer Bootsparty ein Virus ausbricht und sie gekratzt wird. Mit blassem Teint, weißblonden Haaren und einem Heißhunger auf Gehirn, muss sie entsetzt feststellen, dass sie ein Zombie ist. Sie bricht die Verlobung, schmeißt das Studium und sucht in der Pathologie eines Polizeireviers einen neuen Job. Dadurch hat sie Zugriff auf die Gehirne der verstorbenen. Zusammen mit ihrem Kollegen Ravi sucht sie nach einem Gegenmittel. – Ich liebe Krimiserien, ich hasse Zombies. Dennoch habe ich der Serie eine Chance gegeben und mochte den Krimianteil wirklich sehr, aber der Zombie-Drama-Anteil war mir doch zu groß.

Platz 19: Unorthodox – Miniserie

Esther „Esty“ Shapiro lebt in Williamsburg, New York City, in einer Ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter, geht sie eine arrangierte Ehe mit Yanky Shapiro ein. Durch anhaltende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr wird Esty immer unglücklicher und beschließt schließlich zu fliehen. Ihr einziger Anhaltspunkt außerhalb der Gemeinde ist ihre leibliche Mutter in Berlin. Mit Hilfe ihrer Klavierlehrerin reist sie nach Deutschland und lernt dort einige Musikstudenten kennen mit denen sie schnell Freundschaft schließt. Währenddessen reisen ihr Mann Yanky und dessen Cousin Moische ihr nach, um sie zur Rückkehr zu bewegen. – Grundsätzlich ist Unorthodox eine spannende Serie, die interessante Einblicke in eine ultraorthodoxe Gemeinde bietet und gleichzeitig die Emanzipation von Esty zeigt. Ein paar mehr Erklärungen bei einzelnen Aspekten wären schon gewesen, um die Serie noch besser zu verstehen.

Platz 18: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1-3

Phryne Fisher ist Aristokratin und kehrt in den 1920er Jahren nach vielen Jahren in Europa in ihre Heimat Melbourne, Australien zurück. Dort hilft sie bei der Aufklärung eines Mordes mit. Fortan mischt sie sich gerne in die laufenden Ermittlungen bei Mordfällen ein. Detective Inspector Jack Robinson ist davon wenig begeistert, kann Miss Fishers Enthusiasmus aber auch nicht stoppen. – Mal eine Krimiserie in den 1920er Jahren zu sehen, ist spannend, denn die Ermittlungen liefen da noch völlig anders ab. Leider mochte ich so ziemlich alle Nebencharaktere lieber als Miss Fisher. Aber auch sie weiß durchaus mit ihrem Charme umzugehen.

Platz 17: Austin & Ally – Staffel 1

Austin kann zwar allerlei Instrumente spielen und singen, versteht aber nichts vom Songs schreiben. Als er auf Ally trifft, die zwar sehr gute Songs schreibt, ebenfalls mehrere Instrumente spielt und singt, durch ihr Lampenfieber aber nie auftritt, sieht er seine Chance und stiehlt einen Song von ihr. Als er dadurch zur Internetberühmtheit wird, wird der Schrei nach einem weiteren Song groß. Doch dafür muss er sich bei Ally entschuldigen und ihr eine Partnerschaft anbieten. – Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Serie doch so gerne mochte, aber die quirrligen Charaktere schaffen es den einzelnen Folgen viel Leben und Spaß einzuhauchen.

Platz 16: Weihnachten zu Hause – Staffel 1

Johanne ist Anfang Dezember mit ihrer Familie im Elternhaus zum Essen. Kurz zuvor hat sie erfahren, dass sie, weil sie keinen Mann und keine Kinder hat, mal wieder die Weihnachtsschichten im Krankenhaus, wo sie als Pflegerin arbeitet, übernehmen darf. Als das Thema dann auch noch von ihrer Mutter immer wieder thematisiert wird, rutscht ihr heraus, dass sie ja durchaus inzwischen einen Mann hat. Diesen muss sie nun in kürzester Zeit finden. – Sympathische norwegische Serie, arbeitet neben den ganzen Dates auch genug Weihnachsthemen ab, befasst sich mit Freundschaft und Familie und den wirklichen Werten zum Fest.

Platz 15: Batwoman – Staffel 1

Kate Kane kehrt nach Gotham zurück. Ihr Vater Jacob Kane hat, da Batman seit drei Jahren verschwunden ist, die private Einheit „The Crow“ gegründet, die fortan Gotham beschützen sollen. Doch bei der Zeremonie zur Abstellung des Batscheinwerfers wird seine Mitarbeitein und Kates Ex-Freundin Sophie als Geisel genommen. Kate rettet sie und nimmt fortan Batmans Identität an, merkt aber, dass sie sich von ihm differenzieren muss und wird zu Batwoman. In Alice, der neuen Untergrundchefin, entdeckt sie ihre für tot gehaltene Zwillingsschwester Beth. Der Kampf um Gotham hat begonnen. – Ich bin kein Fal von Batman, dafür aber umso mehr von Ruby Rose! Also gab ich der Serie eine Chance und sie hat es durch eine gute Grundhandlung und vor allem eine sehr coole Antagonistin geschafft mich in den Bann zu ziehen.

Platz 14: Dark – Staffel 1-2

Winden könnte eine beschauliche Kleinstadt in Deutschland sein. Würden hier nicht immer mal wieder Kinder verschwinden. Was lauert in den Windener Höhlen? Hat das AKW etwas damit zu tun? Die Serie begleitet vier Familien auf ihrer Suche nach Antworten. – Gerade am Anfang habe ich mehr als einmal einen Hilferuf an meinen besten Freund abgesetzt, wenn ich durch die vielen Namen und Zeitebenen nicht ganz durchgestiegen bin. Wenn man dran bleibt, bessert sich aber auch das. Vor allem schafft es Dark ein faszinierendes Konstrukt aufzubauen, wobei ich noch gespannt bin, wie sie das am Ende auflösen wollen.

Platz 13: The Mentalist – Staffel 1-3

Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate. – Ich mag Krimiserien und ich mag Jane, auch wenn ich nicht mit ihm arbeiten wollen würde. Auch das restliche Team ist sehr sympathisch.

Platz 12: Star Trek: Picard – Staffel 1

2399. Jean-Luc Picard hat 14 Jahre zuvor die Sternenflotte verlassen, nachdem es durch den Zerfall des romulanischen Imperiums und einem Androiden-Angriff auf dem Mars zum Zerwürfnis kam. Als jedoch die junge Dahj ihn um Hilfe ersucht, stellt er eine neue kleine Mannschaft zusammen, um ihre Zwillingsschwester Soji zu retten. Auf seiner Reise trifft er auf alte Freunde und neue Feinde. – Picard bietet zugleich Auftakt für viele neue Abenteuer, als auch eine in sich geschlossene Geschichte. Es werden neue Charaktere, Welten und Szenarien geboten, ebenso wie ein Wiedersehen mit Altbekanntem. Die geschickte Verflechtung von beidem macht Picard zu einem spannenden Weltraumabenteuer.

Platz 11: Das Damengambit – Miniserie

Beth Harmon ist eine Waise. Im Waisenhaus lernt sie vom stillen Hauswart Schach spielen. Sie entwickelt sich zu einem Profi und schafft es bis in die obersten Ränge. Dabei stehen ihr Suchtprobleme im Weg. – Ich glaube noch nie war Schach so spannend, wie in dieser Serie. Dazu kommt eine unfassbare Kulisse, tolle Bilder und eine tolle Hauptdarstellerin. Mit Beth als Charakter bin ich nie so ganz warm geworden, aber das ist für die Serie auch absolut nicht notwendig.

Platz 10: Balthazar – Staffel 1

Raphael Balthazar ist Gerichtsmediziner. Er assistiert Captain Helene Bach und ihrem Team am Tatort und führt mit seinem Team dann die Obduktionen durch. Doch sein scharfer Verstand und seine stummen Dialoge mit den Opfern führen dazu, dass er auch bei den Ermittlungen mithilft und meist die zündende Idee hat. – Französische Krimiserie mit tollen Charakteren, spannenden Fällen und typisch französischem Charme. – [Werbung |Rezensionsexemplar]

Platz 9: Dash & Lily – Staffel 1

Lily liebt Weihnachten über alles und verbringt sie immer in heimliger Runde mit ihrer Familie. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ihre Eltern reisen nach Fiji, ihr Grandpa nach Florida und sie bleibt allein mit ihrem Bruder Langston zurück. Dem kommt zusammen mit seinem Freund Benny die Idee, dass Lily jemanden kennenlernen sollte. Aber damit es auch der richtige ist, soll sie ein rotes Notizbuch in ihrer Lieblingsbuchhandlung verstecken und dort allerlei Hinweise reinschreiben. Und tatsächlich findet Dash das Buch. Dash hasst Weihnachten, und sagt beiden Elternteilen, dass er beim jeweils anderen feiern würde. Da kommen ihm die Herausforderungen aus dem Buch gerade recht. – Eine süße Geschichte, passend zur Jahreszeit und behandelt doch genug Themen, um alle Folgen gut zu füllen.

Platz 8: Community – Staffel 1-6

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden. – Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit am Anfang habe ich alle Charaktere sehr lieb gewonnen und konnte mich mit dem Humor absolut identifizieren. Schade ist, dass die Qualität ab Staffel 5 deutlich nachgelassen hat, aber letztlich hat die Serie trotzdem noch irgendwie funktioniert.

Platz 7: Friends – Staffel 1-10

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe. – Ich bin lange nicht an die Serie rangekommen, aber nachdem ich ihr immer wieder eine Chance gab, hat sie mich nun absolut gefangen genommen.

Platz 6: The Mandalorian – Staffel 1

Der Mandalorianer ist ein Einzelkämpfer und gehört der Kopfgeldjäger-Gilde an. Bei einem großen Auftrag soll er einen Fünfzigjährigen aufspüren, der sich jedoch als ein Kind herausstellt. Nachdem der Mandalorianer das Paket abgeliefert hat, überkommen ihn Zweifel und er entführt das Kind zurück. Dies führt zu einem Zerwürfnis mit der Kopfgelderjäger und einem großen Kampf. Sie können fliehen, doch haben auch andere Kopfgeldjäger Peilsender und können sie so verfolgen. Wird es gelingen das Kind zu beschützen? – Ein Star Wars Ableger, der sich wieder auf die alten Werte besinnt und eine gut durchdachte Handlung abliefert und vor allem unfassbar gute Bilder.

Platz 5: Julie and the Phantoms – Staffel 1

1995 steht die Band Sunset Curve kurz vor dem musikalischem Durchbruch. Doch abgelaufene Hotdogs führten zum verfrühten Ableben drei der vier Bandmitglieder. 25 Jahre später, landen sie als Geister in der Garage von Julie. Sie kann als einzige die Jungs sehen und findet dadurch zurück zur Musik. Und sobald sie auf einer Bühne auftritt, können auch die anderen die Jungs sehen. So gründen sie die Band Julie and the Phantoms, wobei alle denken, dass es sich bei den Jungs um Hologramme handelt. – Die Serie hat coole Songs, tolle Performances, Witz, Drama, Humor und vor allem ganz viel Herz!

Platz 4: Miracle Workers – Staffel 1

Eliza arbeitet im Himmel. Dieser ist aufgebaut wie eine große Firma mit allerlei Abteilungen, die den Betrieb auf der Erde ermöglichen. Da Eliza ihre Arbeit in der Schmutzabteilung nicht mehr machen möchte, bittet sie um eine Versetzung. Sie kommt in die Abteilung für Wunder, stellt aber fest, dass sie auch dort nicht viel ausrichten können. Denn die wahren Wunder kann nur Gott verrichten, der allerdings alles andere als kompetent ist. Nach einem Wutausbruch Elizas will Gott die Welt vernichten, außer die Wunderabteilung schafft ein wahres Wunder. – Das dürfte wohl die Serie sein, die mich mit ihrem schwarzen Humor dieses Jahr am meisten zum lachen gebracht hat. Die Idee ist so ulkig und dabei doch so liebevoll umgesetzt, dass ich sie eigentlich nur jedem empfehlen möchte.

Platz 3: Stumptown – Staffel 1

Dex Parios war beim Militär und hat in Afghanistan gekämpft. Seit sie zurück ist, hängt sie häufig im Bad Alibi, der Bar ihres besten Freundes Grey, ab. Nachdem sie von der Mutter ihres verstorbenen Ex-Freundes Sue Lynn Blackbird den Auftrag bekommt ein vermisstes Mädchen zu finden, erkennt Dex, dass sie durchaus Talent in dieser Art von Job hat. Sie beantragt eine Privatermittlerlizenz. Dabei hilft ihr Detective Miles Hoffmann. – Ich mochte die Ehrlichkeit der Serie, da Dex noch immer ihr Kriegstrauma verarbeitet. Gleichzeitig ist die Serie wunderbar divers, ohne das je groß zu thematisieren. Der Crimeanteil ist spannend, der Rest sehr witzig und jetzt schaut endlich alle diese Serie, damit ich meine zweite Staffel bekomme!

Platz 2: Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1-2 (2x)

Dipper und Mabel, beide 12 Jahre alt, werden während der Sommerferien zu ihrem Großonkel Stan Pines geschickt. Dieser wohnt in Gravity Falls und betreibt dort die Mystery Shack. Während Mabel zunächst nur daran denken kann, dass sie eine große Sommerromanze braucht, findet Dipper ein Tagebuch des mysteriösen Autors, in dem allerlei Wesen beschrieben werden, die sich in und um Gravity Falls tummeln sollen. Und schon bald finden beide Geschwister raus, dass an den Mythen so einiges Wahres dran ist. Ein Sommer voller Spaß und Abenteuer steht bevor. – Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Serie mögen würde. Glücklicherweise wurde ich zu meinem Glück gezwungen und hab die Serie gleich zweimal gesehen! Die Charaktere sind toll, sie ist witzig, sie ist spannend und das Gesamtpaket passt einfach.

Platz 1: Alexa & Katie – Staffel 1-4

Alexa Mendoza hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind. – Eine Serie voller Herz, Drama, Witz, Familienliebe und einfach einzigartigen Charakteren. Dennoch wird das Grundthema – Krebs – stets ernst genommen.

Was waren eure Serienhighlights? Welche Serien wollt ihr unbedingt noch sehen? Welche Serien sollte ich unbedingt noch sehen?

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 23. Türchen

Community – Die Weihnachtsschlacht – Staffel 1 Folge 12

Darum geht’s – in der Serie

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden.

Darum geht’s – in der Folge

Shirley wird nach der Scheidung von ihrem Mann kein richtiges Weihnachtsfest haben. Daher will sie für die Lerngruppe eine Weihnachtsfeier organisieren. Als überzeugte Christin muss sie jedoch mit erschrecken feststellen, dass jeder eine andere Religion oder eben auch keine Religion hat. Doch dann will Jeff sich an ihrem ‚Weihnachtstag‘ auch noch mit einem Rowdy prügeln, der Abed schikaniert hat, was für Shirley gar nicht in Frage kommt.

Der Weihnachtszauber

In einigen Serien wird neben Weihnachten eventuell noch einmal über Chanukka gesprochen, aber dass es auch andere Religionen und Kulturen gibt, die nichts mit Weihnachten am Hut haben, wird gerne verschwiegen. Nicht so Community. Hier wird zwar nicht gerade ausführlich über die wichtigen Feste der anderen Religionen gesprochen, aber immerhin werden sie auch nicht mehr komplett ignoriert. Und Shirley versucht sehr stark weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 22. Türchen

American Horror Story – Asylum – Unheilige Nacht – Staffel 2 Folge 8

Darum geht’s – in der Serie

American Horror Story greift die gängigen Horrorelemente auf und wandelt sie staffelweise um. In der zweiten Staffel ‚Asylum‘ dreht sich alles um die Irrenanstalt Briarcliff in den 1960er Jahren. Von Nonnen geführt. haben sie es doch mit eher gottlosen Insassen zu tun. Aber nicht nur durch die Insassen droht der Horror in Briarcliff.

Darum geht’s – in der Folge

Vor einem Jahr tötete Leigh Emerson als Weihnachtsmann verkleidet 18 Menschen. Danach kam er nach Briarcliff. Nun hat die Leitung gewechselt und Emerson wird aus der Einzelhaft entlassen, um wieder als Weihnachtsmann bei der Weihnachtsfeier fungieren zu dürfen.

Der Weihnachtszauber

In einer Horrorserie sollten wir vielleicht nicht über den Weihnachtszauber, sondern über den Weihnachtshorror sprechen. Und der ist definitiv gegeben. Die zweite Staffel von American Horror Story war bestimmt nicht meine liebste Staffel, und auch in der Weihnachtsfolge sind viele Kleinigkeiten, die die eigentliche Handlung vorantreiben soll. Dennoch gibt es viele Elemente, die rein für die Weihnachtsfolge sind und die sind echt horrormäßig.

Weihnachtsfaktor: 1* – Der Grinch lässt grüßen

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 21. Türchen

Doctor Who – Die Weihnachtsinvasion – Staffel 27 bzw. 1 Folge 167 bzw. 14/Weihnachtsspecial

Darum geht’s – in der Serie

Der Doctor ist ein Timelord – genauer gesagt der letzte der Timelords, die im Zeitkrieg komplett ausgelöscht wurden. Mit seiner TARDIS, die seit einem Defekt immer aussieht wie eine alte Polizeizelle, reist er durch Zeit und Raum. Wenn er stirbt, regeneriert er sich, verändert dadurch jedoch sein Aussehen und mitunter auch seinen Charakter. Begleitet wird er auf seinen Abenteuern von wechselnden Begleitern und Begleiterinnen.

Darum geht’s – in der Folge

Der Doctor ist reinkarniert. Dies hat ihm jedoch eine Menge Kraft gekostet und er fällt in einen Schlaf. Rose schafft es gerade noch die TARDIS zurück in ihre Zeit zu schicken. Dort ist gerade Weihnachtszeit und ihre Mutter freut sich, dass sie vorbeischaut. Rose ist jedoch in großer Sorge um den Doctor. Und dann tauchen auch noch Alien auf, die die Kontrolle über die Weihnachtsdeko der Stadt übernehmen.

Der Weihnachtszauber

Nun die Folge spielt an Weihnachten. Die Invasion der Erde und die Sorge um den Doctor lassen aber weder Rose noch dem Zuschauer wirklich viel Zeit für Weihnachtsvorfreude. Spätestens wenn der Weihnachtsmann und andere Deko die Last-Minute-Einkäufer angreifen ist es dann endgültig vorbei mit der Weihnachtsstimmung. Doch natürlich gibt es bei der Serie immer auch einen hoffnungsvollen Aspekt.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 20. Türchen

Der Prinz von Bel-Air – Weihnachtsvorstellung – Staffel 2 Folge 13

Darum geht’s – in der Serie

Will Smith – gespielt von Will Smith – wird von seiner Mutter aus dem „Ghetto“ Philadelphias zu seinem reichen Onkel und dessen Familie nach Bel-Air geschickt. Dort treffen zwei Welten aufeinander.

Darum geht’s – in der Folge

Will vermisst das Weihnachten in Philadelphia und ist entsetzt über das sehr distanzierte Weihnachten in Bel Air. Auch scheint Ashley gar nicht in Weihnachtsstimmung zu kommen. Kein Wunder bei der hässlichen Deko, findet Will und geht mit Ashley Weihnachtsdeko shoppen. Das bringt jedoch die Nachbarn gegen die Banks auf.

Der Weihnachtszauber

Über Weihnachtsdeko lässt sich bekanntlich streiten. Ich bin Fan von eher schlichten und klassischen Motiven. Meine Lieblingskollegin hingegen liebt es ihre Wohnung in ein blinkendes Winterwunderland zu verwandeln. Aber die Deko in Bel Air, die ja teuer und exklusiv sein muss, ist echt das Grauen. Okay, eventuell übertreibt es Will etwas, aber letztlich macht er das auch für Ashley und die Diskussion am Ende beinhaltet viel richtiges.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 19. Türchen

Eine schrecklich nette Familie – Vom Himmel hoch – Staffel 2 Folge 13

Darum geht’s – in der Serie

Al Bundy ist Schuhverkäufer, obwohl er einmal eine großartige Footballkarriere vor sich hatte. Stattdessen lebt er mit seiner faulen Frau Peggy zusammen, mit der er zwei Kinder hat. Kelly ist die ältere und wird nichts umsonst „Dumpfbacke“ genannt. Bud ist der jüngere scheitert immer wieder an Beliebtheit und bei den Frauen. Irgendwie rauft sich die Familie aber doch immer zusammen, vor allem wenn es um die „perfekten“ Nachbarn, Marcy und Steven Roades, geht.

Darum geht’s – in der Folge

Al Bundy bekommt in diesem Jahr keinen Weihnachtsbonus, weil ein neues Shoppingcenter dem anderen, wo er arbeitet, die Kunden wegnimmt. Peggy und die Kinder sind nicht begeistert. Vor allem weil im neuen Shoppingcenter der Weihnachtsmann mit Gutscheinen landen soll. Allerdings kommt er bei seinem Sprung ein bisschen vom Kurs ab.

Der Weihnachtszauber

Weihnachten bei den Bundys ist ja immer ein bisschen traurig. Sie versuchen weihnachtliche Stimmung zu erzeugen und als Familie halten sie ja auch irgendwie zusammen, aber es gibt kein Weihnachtsessen und keine Geschenke. Aber Weihnachten ist, was man draus macht und der nie endende Optimismus der Bundys aus allem – vor allem den Sachen der Roades von nebenan – etwas zu machen, ist doch irgendwie schön.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 11

Die letzte Ausgabe aus dieser Kategorie ist schon wieder relativ lange her. Aber ich habe tatsächlich auch wenig Kinofilme nachgeholt und stattdessen mehr Originals oder andere Filme gesehen. Dennoch habe ich wieder ein paar zusammengesammelt und kann sie euch nun voller Stolz in Form einer Handvoll Kurzkritiken präsentieren.

Onward – keine halben Sachen

Die Handlung: In einer Welt voller Fantasywesen wird die Magie immer schwächer. An Ians  Geburtstag bekommt er jedoch zusammen mit seinem Bruder Barley den Zauberstab des verstorbenen Vaters geschenkt. Mit dem sollen sie ihren Vater für 24 Stunden zurück ins Leben holen können. Doch der Zauber misslingt und ihr Vater ist nur zur Hälfte wieder da Zusammen müssen sich die zwei sehr unterschiedlichen Brüder auf eine abenteuerliche Reise begeben.

Meine Meinung: Pixar schafft es ja meist einzigartige Charaktere zu erschaffen, mit tollen Handlungen und vielen durchdachten Einzelheiten. Als der Trailer zu Onward herauskam war ich mir bereits klar, dass ich für diesen Film nicht die Zielgruppe war. Dabei fand ich das grundlegende Thema durchaus spannend. Im Prinzip verfolgt das Abenteuer der zwei Brüder nämlich die grundlegende Idee von Pen and Paper Rollenspielen, wie Dungeons and Dragons. Gepaart mit einer fantastischen Welt und allerlei Fabelwesen war das eigentlich total mein Thema. Aber Pixar versucht das diesmal einfach zu gewollt witzig zu machen. Allerhand Slapstick mit dem halben Dad ist vorprogrammiert und auch einige Fabelwesen, die sie treffen, sind zu gewollt ins Lächerliche gezogen. Das konnte mich nicht abholen. Gerade gegen Ende versuchen sie dann doch noch etwas an Tiefe zu gewinnen, aber da war ich schon zu weit von den Charakteren entfernt. Das liegt wohl vor allem daran, dass mich Barley als Charakter unfassbar genervt hat. Mit Ian hatte ich fast Mitleid, aus ihm hätte man noch einiges machen können. Auch die spannenden Elemente konnten mich diesmal nicht mitreißen. Schade.

Stuber – 5 Sterne Undercover

Die Handlung: Vic Manning (Dave Bautista) bekommt eine Augenoperation und kann daher einen Tag lang ganz schlecht sehen. Genau an diesem Tag bekommt er einen entscheidenden Hinweis zur Ergreifung eines Kriminellen, der seine frühere Partnerin auf dem Gewissen hat. Da er kein Auto fahren kann, ruft er sich ein Uber. Stu (Kumail Nanjiani) versucht eigentlich nur noch die letzte Fahrt des Tages über die Bühne zu bringen, als ausgerechnet Vic in sein Uber steigt. Und schon ist Stu mittendrin in einer wilden Verfolgungsjagd.

Meine Meinung: Eigentlich hatte der Film Potential genau für mich gemacht zu sein. Buddykomödie mit Crimelementen, klang super und auch das sehr ungleiche Team aus Dave Bautista und Kumail Nanjiani klang vielversprechend. Leider wurde aus der Vorlage nicht allzuviel gemacht. Die Witze werden zu lange ausgekostet, die Handlung ist sehr platt, Tiefe habe ich ja nicht erwartet, aber eine kleine Abweichung des üblichen Schemas wäre schon nett gewesen. Stattdessen wurde sich darauf verlegt die immer gleiche Action abzuspielen, die Charaktere von A nach B zu rennen und den Film mit Wiederholungen zu strecken. Dass der Film trotzdem nur auf 93 Minuten kommt, sagt viel über das vorhandene Material aus. Aber am problematischsten ist, dass die meisten Witze einfach nicht funktionieren, beziehungsweise einmal funktionieren und dann immer und immer wieder ausgespielt werden. Da hilft es auch nicht, dass Bautista und Najiani grundsätzlich eine gute Dynamik hatten, auch wenn ihre Charaktere schon sehr stereotypisch auf Gegenteile aufgebaut wurden.

Booksmart

Die Handlung: Die Freundinnen Molly und Amy haben ihre gesamte Highschoolzeit brav nur gelernt, um jetzt an ihren Traumunis angenommen zu sein. Bis sie herausfinden, dass auch ihre Mitschüler an den Elite-Unis angenommen wurden. Sie beschließen in der letzten Nacht der High School alle Partys nachzuholen. Eine turbulente Nacht beginnt.

Meine Meinung: Olivia Wilde als Schauspielerin kennt man, nun hat sie sich auf den Regiestuhl begeben. Und hat mit Molly und Amy zwei Charaktere geschaffen, die am Anfang sehr nahbar waren. Dann geht die Partysuche los und auch da hatte der Film einige gute Einfälle. Er baut running gags auf, die auch durchgehend funktionieren und so für eine grundsätzlich heitere Stimmung sorgen. Doch das Problem mit dem Film ist, dass er nicht über seine Länge von 102 Minuten funktioniert. Er verliert sich irgendwann in der Handlung, so dass diese einfach nicht vorwärts kommt. Auch wird gerade Molly immer unsympathischer und die Chemie zwischen den beiden Charakteren gerät immer mehr ins Wanken. Irgendwann kommt dann der Punkt, wo der Film selbst nicht mehr weiß, was er eigentlich erzählen will und es nur noch versucht mit einem möglichst großen Knall zu Ende zu bringen. Das ist sehr schade, denn bis dahin war der Film durchaus unterhaltsam. Er hätte vielleicht die ein oder andere Zwischenstation überspringen sollen und sich lieber auf ein runderes Ende konzentrieren sollen. Und sich vielleicht noch ein bisschen besser auf die Charaktere eingehen sollen.

Drei Schritte zu dir

Die Handlung: Stella und Will leiden beide an Mukoviszidose, jedoch an unterschiedlichen Typen, so dass die Bakterien des jeweils anderen den anderen umbringen könnten. Dennoch freunden sie sich an. Durch einen Queue halten sie den Abstand zusammen ein. Denn näher als drei Schritte könnte den Tod des Anderen bedeuten..

Meine Meinung: Drei Schritte zu dir vereint mehrere Genres in einem. Es befasst sich mit den Themen Krankheit, Tod und Trauerbewältigung. Dabei ist die stetige Kulisse das Krankenhaus. Dazu schleichen sich dann noch die Themen Freundschaft und natürlich auch Liebe. Denn an sich ist der Film ein Liebesfilm mit einer etwas anderen Kulisse. Das funktioniert auf einer gewissen Ebene ganz gut, ist das Drama zwar vorprogrammiert, aber eben völlig anders als in den herkömmlichen Liebesdramen. Und sie könnten thematisch wesentlich tiefer gehen. Diesen Schritt wagt der Film jedoch nicht, hat er so schon alle Hände voll zu tun alle Themen irgendwo um die Liebesgeschichte zu bauen. Man sollte sich also darauf einstellen, dass die Liebesgeschichte zu jeder Zeit im Vordergrund steht. Charakterlich ist es vor allem Stella, die den Film mit ihrer Herzlichkeit und all ihren Ecken und Kanten bereichert. Man lacht mit ihr, man weint mit ihr. Will hingegen bleibt etwas blass. Er ist halt der geheimnisvolle, sarkastische, hoffnungslose Loveinterest. Letztlich erzählt der Film die Geschichte, die er erzählen will und er macht das gut. Aber es ist kein Film, der großartig im Gedächtnis bleibt oder durch wahnsinnige Tiefe überzeugt.

One cut of the dead

Die Handlung: Auf einem abgeschiedenem Gelände versucht ein Regisseur einen Zombiefilm zu drehen. Doch er kauft seiner Darstellerin ihre Performance nicht ab. In der daraufhin ausgerufenen Drehpause tauchen jedoch auf einmal wirklich Zombies auf.

Meine Meinung: Ich hasse Zombies, ich hasse Zombiefilme, ich feier diesen Film so unfassbar. Denn er schafft es dem Genre noch einmal etwas neues zu verpassen. Grundsätzlich sollte man über diesen Film nicht allzuviel wissen. Es ist lediglich gut zu wissen, dass man die erste halbe Stunde des Films überstehen muss, danach wird er nämlich wirklich gut. Und das ist wirklich gut zu wissen, denn sonst könnte man während dieser ersten halben Stunde ernsthaft auf die Idee kommen den Film abzuschalten. Danach wird es ein Spaß für alle, auch für jemanden wie mich, die absolut nichts mit Zombiefilme anfangen kann. Und mehr möchte ich tatsächlich nicht dazu schreiben, denn sonst verrate ich doch noch zu viel 😉

 

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 18. Türchen

King of Queens – Aktienfieber – Staffel 2 Folge 12

Darum geht’s – in der Serie

Doug Heffernon und seine Frau Carrie leben ihr Leben mit den ganz normalen Problemen in einer Ehe. Bis Carries Vater Arthur es schafft sein Haus abzufackeln und fortan im Souterrain wohnt. Doug ist alles andere als begeistert seinen Schwiegervater ständig um sich zu haben.

Darum geht’s – in der Folge

Doug bekommt unterwartet einen hohen Weihnachtsbonus. Carrie überredet ihn diesen in Aktien anzulegen. Doch Doug ist dabei so nervös, dass er Carrie in den Wahnsinn treibt. Gleichzeitig versucht Arthur mit der Weihnachtsdeko die Nachbarn zu übertreffen.

Der Weihnachtszauber

Aktienkauf ist wohl eher ein unübliches Thema zu Weihnachten. Weihnachtsboni schon ein viel schöneres. Das eigentliche Weihnachtsthema findet aber im Hintergrund statt, wo Arthur versucht den Nachbarn bei der Weihnachtsdeko zu übertreffen, auch wenn er ein wenig über das Ziel hinausschießt.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 17. Türchen

My little Pony – Best Gift ever – Staffel 9 Folge 1

Darum geht’s – in der Serie

Twilight Sparkle ist eine fleißige Zauberschülerin in Equestria. Doch sie wird von ihrer Mentorin Celestria in das kleine Ponyville geschickt. Dort findet sie in Rainbow Dash, Fluttershy, Pinky Pie, Applejack und Rariety wirklich gute Freunde und merkt schnell, dass Freundschaft Magie ist.

Darum geht’s – in der Folge

Kurz vorm Freundschaftsfeuerabend ist Twilight absolut überfordert mit allen Vorbereitungen. Da macht Applejack den Vorschlag, dass sie den Geschenkekaufprozess beschleunigen könnten, wenn sie wichteln. Doch das perfekte Geschenk für den gezogenen zu finden, stellt alle vor eine große Herausforderung.

Der Weihnachtszauber

Ponyville ist sonst schon sehr bunt, aber zu Weihnachten, äh ich meine, zum Freundschaftsfeuerabend, ist es noch bunter. Und trotz der vielen Verzweiflung beim Geschenke kaufen, ist es trotzdem irgendwie wunderbar weihnachtlich, äh freundschaftsfeuerabendmäßig.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho

Mein Jahresrückblick 2020 – #3 – Heimkino

Willkommen im zweiten Lockdown und zur dritten Ausgabe meines Jahresrückblicks. Heute soll es um all die Filme gehen, die ich zu Hause auf dem Fernseher gesehen habe, liebevoll Heimkino von mir genannt. Auch diese Kategorie hatte einen großen Bust in diesem Jahr, was zum einen an den geschlossenen Kinos lag und zum anderen haben die Streaminganbieter doch wieder gut nachgerüstet, auch was Eigenproduktionen angeht. Daher gibt es diesmal zwei neue Kategorien: Dokumentationen und Originals. Genaues erklär ich noch einmal vor jeder Kategorie.

Zur Statistik:

2020 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 105+9 Filme (=doppelte Sichtung der gleichen Filme) gesehen (2019 waren es 67, ich habe also fast das Doppelte geschafft).

Davon
… 16 Wiederholungstäter
… 5 Stand-up Specials
… 8 von der Liste der Schande
… 17+1 Originals
… 5 Reportagen
… 54 +8 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2020 habe ich 16 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

Nightmare before Christmas | Shazam | The Great Wall | Meisterdetektiv Pikatchu | Dogma | Harry Potter und der Gefangene von Azkaban | Harry Potter und der Feuerkelch | Harry Potter und der Orden des Phönix | Illuminati | Der Marsianer | The Green Mile | Police Academy 1-7 | Kim Possible – der Film | High School Musical | Dracula Untold | I, Frankenstein | Dracula | Draculas Rückkehr | Das Blut von Dracula | The Grinch

II. Comedy Specials

2020 habe ich fünf Stand-up Comedy-Specials von vier verschiedenen Comedians gesehen – ohne Ranking

1)Chris Rock – Tamborine
2) Felix Lobrecht – Kenn ick
3) Taylor Tomlinson – Quarter-Life Crisis
4) Garfunkel & Oates – trying to be special
5) Felix Lobrecht – Hype

III. Reportagen

Die erste neue Kategorie ist Reportagen. Dabei geht es hier um Reportagen, die bewusst wie Filme ausgebaut sind bzw. nicht als Serie aufgebaut sind. 2020 sind es fünf Reportagen geworden – ohne Ranking

1)Titanic – Jubiläum einer Legende
2) Hamilton – History has it eyes on you
3) The undefeated presents: Hamilton in-depth
4) Decorating Disney – Holiday Magic

IV. Klassiker/Liste der Schande

2020 habe ich 8 Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking:

Platz 8: Der blaue Engel

Professor Rath will eigentlich nur dafür sorgen, dass seine Schüler nichts unflätiges im Variete Der Blaue Engel tun. Dabei verfällt er selbst der Tingeltangelsängerin Lola Lola (Marlene Dietrich). – Der zweite deutsche Tonfilm brachte den Durchbruch für Marlene Dietrich, auch wenn die Geschichte aus heutiger Zeit vielleicht etwas chaotisch wirken mag.

Platz 7: Nosferatu

Der Häusermakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Eine sehr freie Adaption des Stoffes von Bram Stoker. Funktioniert als Stummfilm relativ gut, hat aber erzählerische Lücken.

Platz 6: Metropolis

In Metropolis gibt es eine ausgeprägte Zweiklassengesellschaft. Freder, der Sohn des Stadtoberhaupts, schleicht sich in die Arbeiterschicht, um einem Mädchen nachzulaufen, die den Arbeiter das Warten auf einen Mittler zwischen oben und unten predigt. Doch von ihr wird ein Maschinenebenbild gefertigt, das die Arbeiter zur Revolte anstacheln soll. – Bildgewaltig, vor allem wenn man die damaligen Mittel bedenkt. Eine Geschichte voller Metaphern und Interpretationsspielräume, aber mit 145 Minuten (in der restaurierten Fassung der Murnau Stiftung) einfach zu lang.

Platz 5: Frankenstein

Der junge Wissenschaftler Henry Frankenstein experimentiert abgeschieden und nur mit seinem Gehilfen Fritz um aus menschlichen Leichen Leben zu erschaffen. Dafür besorgt Fritz ein Gehirn aus einem Vorlesungssaal. Das Experiment gelingt und das Monster wird eingesperrt, kann aber weniger später entkommen. – Es wurden minimale Stellen aus dem Buch herausgegriffen und neu zusammengesetzt, ausgeweitet und dadurch wurde der heute bekannte Frankensteinmythos geschaffen. Dadurch wurde ein zeitloser Horrorklassiker geschaffen, der bis heute an vielen Stellen inspiriert. 

Platz 4: Ist das Leben nicht schön

Ebenfalls pünktlich zu Weihnachten habe ich mich einmal einem absolutene Weihnachtsklassiker gewidmet. Der Film ist absolut stringent erzählt, was zu seiner Zeit wohl normal war, in der heutigen Zeit aber doch etwas befremdlich wirkt. Es geht um einen Engel, der auf die Erde geschickt wird, um einen Mann vom Selbstmord abzuhalten. Er zeigt ihm, was passiert wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Bzw. tut er das in den letzten 20 Minuten des Films. Vorher geht es ausführlich um das Leben eben jenes Mannes.

Platz 3: M – eine Stadt sucht einen Mörder

In Berlin verschwinden Kinder und werden ermordet wieder aufgefunden. Angst geht um in der Stadt. Als es eine Spur gibt, tut sich ein Mob zusammen. – Eine spannende Kriminal-geschichte über Selbstjustiz.

Platz 2: Singing in the rain

Ein Musical-Klassiker, der mir bisher entgangen ist. Der Wandel von Stumm- zu Tonfilm wird für das Studio Monumental Pictures zum Schlamassel. Ihre hauseigene Diva hat eine sehr anstrengende Stimme. Also soll sie aus dem Hintergrund synchronisiert werden. Das ganze geht mit einer Menge Drama einher. – Schöne Geschichte, tolle Lieder, teilweise ein paar Szenen zu lang ausgespielt, aber im Grunde ein Herzfilm.

Platz 1: Casablanca

Im zweiten Weltkrieg wehrt sich Marokko noch gegen die Deutschen, die Frankreich bereits eingenommen haben. Der Widerstandskämpfer Victor Lazlo reist mit seiner Frau Ilsa Lund nach Casablanca, um von dort in die Staaten zu fliehen. Doch die benötigen dafür Ausreisevisa. Da treffen sie auf den Barbesitzer Rick Blaine. Lazlo ahnt nicht, dass seine Frau und Rick eine gemeinsame Vergangenheit haben. Rick ist hin und hergerissen, ob er den beiden helfen soll. – Drama, Liebe, Krieg und alles in einem so gefühlvollen und doch spannenden Film gepackt. Ein wirklich toller Film und mit Recht ein Klassiker. As time goes by…

V. Originals

Die zweite neue Kategorie sammelt alle Eigenproduktionen der gängigen Streaminganbieter, wie Netflix, Amazon Prime und Disney+. Da hier auch immer mehr hochkarätige Filme und Preisanwerter drunter fallen, habe ich mich entschlossen, sie noch einmal gesondert zu sammeln. 2020 habe ich 17+1 Originals gesehen – im Ranking

Platz 17: Artemis Fowl

Der junge Artemis Fowl erfährt nach der Entführung seines Vaters, dass all die Legenden und Sagengestalten real sind. Prompt sieht er sich einen Angriff der Elfen ausgesetzt. – Eine Buchverfilmung, die so ziemlich alles falsch macht, was man falsch machen kann.

Platz 16: The Aeronauts

1862. Der Meterologe James Glashier (Eddie Redmayne) will eine Ballonfahrt in revolutionärer Höhe unternehmen. Dafür hat er die Ballonfahrerin Amelia Wren (Felicity Jones) engagiert. Die 101 Minuten des Films werden nachezu in Echtzeit erzählt und nur durch Rückblenden unterbrochen. Und trotz des interessanten Themas, kommt keine richtige Spannung auf. Während Redmayne gewohnt zurückhaltent spielt, verliert sich Jones im nervigen Overacting.

Platz 15: The Report

Nach den Anschlägen vom 11.09.2001 herrscht Angst in den USA vor weiteren Anschlägen. Daher genehmigt die CIA „erweiterte Verhörmethoden“. Diese stellen sich später als Folter heraus. Daniel Jones (Adam Driver) wird damit beauftragt alles darüber herauszufinden. Woher die Idee kam, wie sie umgesetzt wurde und welche Konsequenzen sie hatte. Leider zieht sich der Film ewig und auch Driver schafft es nicht den Film beinahe allein zu tragen. Da gab es schon bessere Aufdeckungsfilme.

Platz 14: Susi & Strolch (Remake)

Susi kommt aus gutem Haus und ist glücklich mit ihren Besitzern. Doch als das Baby dazu kommt, ändert sich einiges. Als die ein Maulkorb bekommen soll, flieht sie und trifft auf den Straßenköter Strolch. – Die altbekannte Handlung wird unnötig gestreckt, dreht sich im Kreis und auch wenn Strolch ein bisschen Hintergrundgeschichte bekommt, fehlt hier einfach das Herz des Originals

Platz 13: Der geheime Club der zweitgeborenen Royals

Sam ist eine Prinzessin, allerdings die zweitgeborene. Nach einigen Fehltritten wird sie von ihrer Mutter in die Sommerschule geschickt. Doch die stellt sich als ein geheimes Camp heraus, in dem zweitgeborene Royals entdecken, dass sie Superkräfte haben. Dies dürfen sie auch schnell unter Beweis stellen, denn ein gefährlicher Häftling ist ausgebrochen. – Gute Idee, maue Umsetzung, vorhersehbare Handlung und platte Charaktere. Hier hätte man mehr draus machen können.

Platz 12: Murder Mystery

Ein Adam Sandler Film mit ihm und Jennifer Aniston in der Hauptrolle zeigt uns ein bereits 15 Jahre verheiratetes Ehepaar, das sich endlich entschließt die Flitterwochen nachzuholen. Dabei landen sie durch Zufall auf einer Privatjacht mit allerlei hochkarätigen Gestalten. Bis sie Zeuge eines Mordes werden. Typischer Adam Sandler Klamauk, aber dafür noch auf einem guten Niveau. Guter Film, um mal die Gedanken schweifen zu lassen.

Platz 11: Familie Willoughby

Mutter und Vater Willoughby sind unglaublich verliebt ineinander. Logischerweise sind dabei insgesamt vier Kinder entstanden. Allerdings sind diese ihren Eltern eher lästig und werden komplett vernachlässigt. Wieso sollte man seinen Kindern auch etwas zu essen geben? Also beschließen die Geschwister, dass sie unbedingt Waisen werden wollen und schicken ihre Eltern auf eine mörderische Reise. Ein Animationsfilm an dessen Stil man sich zunächst gewöhnen muss. Er kommt mit einigen erfrischenden Ideen daher, die aber alle nicht für einen Film reichen und daher werden episodenhafte Geschichten zu einem großen Verwoben, was dem Film eindeutig nicht gut tat.

Platz 10: The Babysitter

Cole ist 12, seine Eltern besorgen aber immer noch einen Babysitter für ihn. Das findet er aber in Ordnung, denn Bee ist cool und sexy. Doch eines Abends trinkt er nicht seinen Schlummertrunk und bekommt mit, dass Bee Freunde einlädt und sie eine schwarze Messe feiern. Leider bekommen sie mit, dass Cole wach ist und machen Jagd auf ihn. – Eine weitere Horrorkomödie, allerdings mit viel Klischee und Slapstick. Ich bin an den Ton des Films nicht rangekommen.

Platz 9: Marriage Story

Charlie und Nicole wollen sich scheiden lassen. Eigentlich hatten sie sich auch geeinigt, wie das ganze ablaufen soll. Doch Nicole berät sich mit ihrer Anwältin, die zusammen mit Charlies Anwalt eine wilde Schlacht um alle Besitztümer und vor allem um den gemeinsamen Sohn anzettelt. Dieser Oscarkandidat zeigt nicht nur die schlimmsten Seiten einer Scheidung, sondern auch wie verkehrt das Rechtssystem sein kann. Sehr gut gespielt und mit starken Dialogen, sprang bei mir der letzte Funke nicht über, weswegen er sich für mich ziemlich gezogen hat.

Platz 8: Die bunte Seite des Mondes

Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die 14-jährige Fei Fei nicht damit klar, dass ihr Vater sich eine neue Frau sucht. Also beschließt sie zusammen mit ihrem Kaninchen zum Mond zu reisen, wo der Legende nach die Mondgöttin Chang’e leben soll, die sich nach ihrer ersten großen Liebe verzehrt. – Der Film wandelt sich von gut und tiefgehend, zu platten bunten Popsongs, zu schönem Abschluss. Kann in der Gesamtheit nur bedingt überzeugen.

Platz 7: The Irishman

Netflix entfesselt Martin Scorsese und heraus kam ein 3,5 Stunden langer Film. Wobei dies schon die Kurzversion sei. Handwerklich ein echt schönes Stück und vor allem schauspielerisch kann es brillieren. Auch wenn keine Szene überflüssig erscheint sind 3,5 Stunden einfach zu lang und wer ohnehin nicht auf Mafiafilme steht, wird auch mit diesem nicht glücklich werden.

Platz 6: Disney Family Sing Along (2x)

Gleich zweimal habe ich dieses Disney Corona-Special gesehen, denn es gefiel mir so gut, dass ich es meiner besten Freundin auch noch zeigen musste. Hier wurden Disneystars der verschiedensten Art aufgefordert zu Hause eine musikalische Umsetzung zu filmen. So wurden bekannte Klassiker aus Disneys Filmgeschichte umgesetzt. Qualität variiert zwar stark, doch die Untertitel zum mitsingen, machen es wett.

Platz 5: Um ein Schnurrhaar

Miyo Sasaki muss nicht nur mit der Scheidung ihrer Eltern und der neuen Stiefmutter klar kommen, sondern hat auch Gefühle für ihren Mitschüler Kento Hinode. Diesen kommt sie näher, da sie sich mithilfe einer Katzenmaske in die Katze selbst verwandeln kann. Doch während Hinode Miyo in Katzenform als Taro alles erzählen kann, bleibt er bei der menschlichen Miyo auf Abstand. Miyo fühlt sich missverstanden und dann taucht auch noch der Maskenverkäufer wieder auf, der sie zu überreden versucht ihr menschliches Gesicht endgültig abzulegen und für immer eine Katze zu bleiben. Ein liebevoll animierter Film, der mit einer schönen Metapher als Grundidee daher kommt. Während der Film die Fantasykomponente gut beherrscht, schwächelt er jedoch am Tiefgang. Zu wenig wird wirklich erzählt, so dass der Film lediglich an der Oberfläche kratzt.

Platz 4: Isn’t it romantic

Natalie kann mit Romantik und dem ganzen Kram nichts anfangen. Romantische Komödien sind ihr zutiefst zuwider. Bis sie sich selbst in einer wiederfindet. Der Film, der alle Klischees romantischer Komödien aufgreift und sie verdreht bzw. überspitzt und so sowohl für Fans des Genres als auch für alle anderen einen absolut lustigen Film ergibt.

Platz 3: Klaus

Pünktlich zur Weihnachtszeit präsentierte uns Netflix einen spanischen Film, der in einer liebevollen Geschichte die Ursprünge des Weihnachtsmannglaubens auseinander nimmt. Mit einem taugenichts Postmann in einem zutiefst zerstrittenen kleinen Dorf, gibt es allerhand erinnerungswürdige Figuren.

Platz 2: Enola Holmes

Die jüngere Schwester des Meisterdetektivs stolpert nach dem Verschwinden ihrer Mutter in eigene Ermittlungen. – Spannende Geschichte, tolle Protagonistin, schöne Optik und interessante Rätsel.

Platz 1: Die zwei Päpste

Der amtierende Papst Benedikt XVI. und der zukünftige Papst Franziskus treffen sich und führen Gespräche, die zum finalen Rücktritt Benedikts führten. Ein Film, der den Drehbuchoscar durchaus verdient gehabt hätte, denn er schafft es allein durch Dialoge den Zuschauer an den Fernseher zu fesseln.

VI. Neuentdeckungen

2020 habe ich 54+8 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 54: Das schönste Mädchen der Welt

Roxy ist vom Internat in England geflogen und muss nun ganz kurzfristig mit auf Klassenfahrt. Sie freundet sich mit Außenseiter Cyril an, der wegen seiner großen Nase gemobbt wird. Für einige ist dies der beste deutsche Film der letzten Jahre. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen. Platte Witze, platte Figuren, die nur darauf ausgelegt sind Klischees zu erfüllen und eine Geschichte, dessen Handlung absolut vorhersehbar war. Man kann es aber auch als Hilfeschrei der Lehrergemeinschaft sehen, denn die Klasse ist der absolute Horror.

Platz 53: Stuber – 5 Sterne Undercover

Ein Cop wird an den Augen operiert und kann daher nur verschwommen sehen. Genau an dem Tag bekommt er den Hinweis, dass ein Drogenboss einen großen Coup plant. Da er mit dem Drogenboss noch etwas persönliches zu klären hat, holt er sich ein Uber, das ihn zur Übergabe fahren soll. – Eine Buddykomödie mit etwas schräger Prämisse. So richtig wollen die Witze auch nicht zünden, aber zumindest wurde nicht an Actionmaterial gespart.

Platz 52: Onward

Die Brüder Ian und Barley könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch als sie durch einen Zauberspruch die Möglichkeit bekommen ihren verstorbenen Vater für 24 Stunden noch einmal zum Leben zu erwecken, müssen sie zusammen arbeiten und auf ein Abenteuer gehen. – Ein Pixarfilm, der noch einmal eine ganz neue Richtung einschlägt und sich irgendwo zwischen Dungeons and Dragons und Videospielen befindet. Dabei bleibt der Film aber glanzlos, mit normalen Charakteren, vorhersehbarer Handlung und eben kein Pixarzauber.

Platz 51: Zombies – das Musical

Jahre nachdem das Zombievirus unter Kontrolle gebracht wurde, wird es den kontrollierbaren Zombies gestattet an die örtliche High School zu gehen. Dort kämpfen sie mit Vorurteilen. – Eine typische Disney Channel-Produktion mit leider sehr gleichen Liedern und einer sehr vorhersehbaren Handlung.

Platz 50: Teen Beach Movie

Brady und McKenzie sind ein Paar und lieben das Surfen. Doch McKenzie will beides aufgeben, um zu ihrer Tante zu ziehen, die eine große schulische Karriere für McKenzie plant. Als diese ein letztes Mal surfen geht, geraten sie und Brady durch einen Sturm in Bradys Lieblingsfilm Wet Side Story. Nun müssen sie einen Ausweg finden. Ja, der Film klingt sehr skuril. Ja, es war ein Disney Channel Original und ist demnach mit sehr wenig Geld produziert worden. Ja, man sieht es dem Film an. Ja, er hat trotzdem Spaß gemacht, aber man darf halt echt nichts erwarten.

Platz 49: Heathers

Eine Mädchenclique an der High School mit drei Freundinnen, die alle Heather heißen. Die introvertierte Veronica hat sich ihnen angeschlossen, um beliebt zu sein, hält aber wenig von den Gemeinheiten der Clique. Zusammen mit dem neuen Mitschüler Jason will sie es den Heathers heimzahlen, und tötet aus versehen eine von ihnen. – Schwarze Komödie, die einen mehrfach verwirrt zurücklässt.

Platz 48: Otto – der Film

Otto wächst im beschaulichen Ostfriesland auf. Doch irgendwann zieht es ihn nach Hamburg, um dort sein Glück zu versuchen. Dabei gerät er aber an einen Kredithai und muss ganz schnell viel Geld auftreiben. Da er kurz darauf die Tochter einer Adligen durch Zufall rettet, hofft er dort die Lösung seiner Probleme zu finden. – Klamauk ganz nach Otto Manier. Wenn man seinen Humor vorher nicht mochte, mag man ihn hinterher auch nicht.

Platz 47: Mary Shelleys Frankenstein

Victor Frankenstein kommt über den Verlust der geliebten Mutter nicht hinweg. Als er auszieht, um zu studieren, sucht er noch immer nach Antworten. Er stößt auf ein Experiment eines seiner Professoren, der jedoch verstirbt. Also versucht Frankenstein das Experiment nachzumachen, wobei er aus Totem Leben erschaffen will. Doch seine Kreatur ängstigt ihn und er bereut seine Tat. Doch seine Taten holen ihn ständig wieder ein. – Buchnah und doch so opulent inszeniert, dass man sich nur die Haare raufen kann. Der Film erfasst irgendwo die Grundstimmung und Tiefe des Buches und kann doch die essenziellen Botschaften nur bedingt rüberbringen.

Platz 46: Bram Stokers Dracula

Nach dem Selbstmord seiner Frau wird der transsilvanische Fürst Dracul zu einem Vampir. Viele Jahre später reist der junge Anwalt Jonathan Harker auf das Anwesen des Grafen, um dort Verträge abzuschließen. Dabei sieht der Graf ein Bild von Harkers Verlobten Mina Murray, in der er seine verstorbene Frau entdeckt. Er überlässt Harker drei Vampirfrauen und reist nach London, wo er Mina umgarnt. Gleichzeitig stillt er seine Gier an Minas Freundin Lucy. Zur Hilfe eilt Professor Van Helsing. – Zu viel und zu wenig. Zu viel Blut, Overacting und deutlich zu viel Pornocharakter. Zu wenig Schauspiel, zu wenig Charme, zu wenig Tiefe. Ein schwieriges Werk.

Platz 45: Hugo Cabret

Hugo Cabret ist Waise und lebt am Bahnhof Montparnasse, immer auf der Flucht vor dem Stationsvorsteher. – eine Liebeserklärung an die Anfänge des Films, braucht aber zu lange um sich zu entfalten.

Platz 44: Winnie Puuh (2011)

Christopher Robin und seine Freunde erleben neue Abenteuer im 100-Morgen-Wald. – Unglückliche Mischung aus neuartiger Computertechnik mit festhalten an dem ursprünglichen Aussehen. Zwei Geschichten, die auch eher merkwürdig waren.

Platz 43: Doctor Sleep

Danny, bekannt als Junge aus Shining, ist inzwischen erwachsen. Als trockener Alkoholiker lebt er in einer Kleinstadt und arbeitet in einem Hospiz. Als die junge Ava ihm von einer Gruppe erzählt, die Kinder mit Shining quälen und töten, um sich vom Shining zu ernähren, verspricht er ihr zu helfen. – Buchverfilmung der Shiningfortsetzung. Schon das Buch hat die wenige Handlung eigentlich nur durch den guten Schreibstil Kings überspielen können. Daraus einen Film mit einer Lauflänge von 152 Minuten zu machen, war einfach zu viel des Guten.

Platz 42: Long Shot

Die amerikanische Außenministerin will für das Präsidentenamt kandidieren, doch dafür sollen ihre Reden besser werden. Da passt es ihr sehr gut einen alten Bekannten aus Kindertagen wieder zu treffen. Sein Auftreten passt zwar nicht ins Schema, dafür treffen seine Texte ins Schwarze. Wer auch immer auf die Idee kam Charlize Theron und Seth Rogen in eine romantische Komödie zu stecken, hatte zwar eine gute Grundidee, doch leider funktioniert der Film eher schlecht als recht. Vor allem, wenn man einen Funken Realismus erwartet.

Platz 41: Hereditary

Nach dem Tod der Mutter scheint ihr Geist noch immer im Haus der Familie Graham zu wohnen. Und während vor allem Mutter Annie immer hysterischer wird, wird es noch dramatischer im Hause Graham. Ein Film, der wohl für Horrorliebhaber funktioniert, mich aber nicht abholen konnte. Gerade Toni Collette in beinahe Dauerhysterie wird auf Dauer anstrengend.

Platz 40: Erica (Spielfilm)

Erica ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spielfilm. Konzipiert für die PlayStation kann der Zuschauer nämlich den Verlauf des Films selbst beeinflussen. Daraus entsteht ein spannender Psychothriller, der leider am Ende mehr Fragen offen lässt, als beantwortet.

Platz 39: Escape Room

Eine Gruppe Menschen bekommen eine rätselhafte Einladung zu einem Escape Room. Neugierig folgen sie der Einladung und finden sich kurz darauf in einem etwas untypischen Escape Room, versucht er doch, sie zu töten. Spannender Horrorfilm, der meiner Liebe zu Escape Rooms nciht gut tat.

Platz 38: The Descendants 3

Auradon, das Land der Disney Helden und deren Nachkommen, begrüßen vier neue Kinder von der Schurkeninsel. Doch beim Abholen versucht auch Hardes durch die Barriere zu kommen. Nach dem Vorfall gibt es erneut Diskussionen, ob Kindern von Schurken eine Chance in Auradon bekommen sollten. – Konsequenter dritter Teil, der sich an Erzählung und Aufbau der Vorgängerfilme hält. Musikalisch kann er noch einmal etwas mehr auftrumpfen.

Platz 37: Bad Samaritan

Sean hält sich zusammen mit seinem Kumpel Derek mit Einbrüchen über Wasser. Bei Cale sieht alles absolut verlockend aus. Auch wird Sean im Haus mit einer neuen Kreditkarte fündig. Doch leider findet er auch eine gefesselte Frau vor, die ihn verzweifelt um Hilfe anfleht. Was soll er jetzt tun, immerhin begeht er gerade selbst eine Straftat. – Guter Cast, spannende Handlung, erschreckender Antagonist. Nur am Ende dreht der Film von gut durchdacht, zu plattem Slapstick.

Platz 36: Die Reise ins Labyrinth

Eine junge Jennifer Connelly in einem kuriosen Labyrinth des Koboldkönigs Jareth (David Bowie) hat 13 Stunden Zeit, um ihren kleinen Bruder Toby zu finden. Von Regisseur Jim Henson (Sesamstraße, Muppets) mit Animatronics gefilmt wechselt zwischen seltsam, kurios und komplett verrückt. Wer mit Animatronics gut zurecht kommt, findet hier einen ganz interessanten kurzweiligen Film.

Platz 35: Booksmart

Die Freundinnen Molly und Amy haben ihre gesamte Highschoolzeit brav nur gelernt, um jetzt an ihren Traumunis angenommen zu sein. Bis sie herausfinden, dass auch ihre Mitschüler an den Elite-Unis angenommen wurden. Sie beschließen in der letzten Nacht der High School alle Partys nachzuholen. Eine turbulente Nacht beginnt. – Guter Ansatz, nette Ideen, funktioniert leider nicht über die gesamte Lauflänge.

Platz 34: Brokeback Mountain

Die beiden Cowboys Ennis und Jack lernen sich einen Sommer über bei der Schafhütung kennen. Doch aus Angst vor der Reaktion der Gesellschaft flüchten sie sich in heterosexuelle Ehen und besuchen sich nur zweimal im Jahr. Ruhig erzähltes Drama mit Fokus auf den beiden Protagonisten und ihren Gedanken.

Platz 33: Beetlejuice

Das frisch verstorbene Ehepaar Maitland kehrt in ihr Haus zurück, allerdings als Geister. Nicht nur haben sie Probleme sich an die Geisterregeln zu gewöhnen, auch bewohnt auf einmal eine neue Familie ihr Haus. Vielleicht kann Beetlejuice helfen. – Schwarze Komödie mit typischen Tim Burton Charme, aber etwas wenig Screentime für den Titelhelden.

Platz 32: The sun is also a star

Natasha Kingsley liebt die Stadt New York. Leider soll sie einen Tag später mit ihrer Familie die USA für immer verlassen, da die Eltern illegal eingewandert sind. Als sie die letzten Chancen durchgeht und einen Anwalt aufsucht, trifft sie auf Daniel Bae, der glaubt, dass sie sich innerhalb eines Tages verlieben könnten. Sie gibt ihm die Zeit dies zu beweisen. Ein Film, der das Zusammentreffen der beiden Protagonisten, sowie deren Wiedersehen relativ plump inszeniert. Man merkt die starke Liebe des Regisseurs zur Stadt, aber nicht zu seinen Charakteren. Schade.

Platz 31: Die Ritter der Kokosnuss

König Artus zieht durchs Land und findet seine Ritter der Tafelrunde. Dann bekommen sie von Gott den Auftrag nach dem heiligen Gral zu suchen. – An den Humor von Monty Python komme ich besser heran, als an Ottos, aber auch diesen muss man mögen, um mit diesem Film etwas anfangen zu können.

Platz 30: Mein Nachbar Totoro

Professor Tatsuo Kusakabe zieht mit seinen Töchtern Satsuki und Mei aufs Land. Die Mutter erholt sich aktuell im Krankenhaus von einer schweren Krankheit. In diesem Sommer erleben die Schwestern allerhand Dinge. Unter anderem treffen sie auf Totoros, Waldgeister, die nur Kinder sehen können. – Liebevoller Anime, der sich aber nicht so ganz entscheiden mag, welche Geschichte er denn nun erzählen mag.

Platz 29: Isle of Dogs

Ein etwas gewöhnungsbedürftig erzählter Animationsfilm über eine Welt, in der Hunde auf eine Müllinsel zum sterben gebracht werden, weil sie angeblich für Seuchen verantwortlich seien. Und die Geschichte eines Jungen, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Der Film punktet durch viele kleine Spitzen und viele kleine Momente und fühlt sich eher wie ein Episodenfilm an. Einen Blick riskieren lohnt sich.

Platz 28: Der Sterenwanderer

Fantasiefilm über einen gefallenen Stern und einen jungen Mann, der mit dem Stern das Herz einer Frau gewinnen will. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter dem Stern her ist. Die erste Hälfte war tatsächlich sehr nichtssagend und hat zu viele Rollen eingeführt. Doch nach dem Auftauchen von Robert de Niro bin ich mit dem Film immer wärmer geworden.

Platz 27: Fighting with my family

Saraya Knights größter Traum ist die WWE. Sie bekommt die Chance zu einem Casting, bei dem sie zwar genommen wird, aber nicht ihr Bruder. Beim Training eckt sie überall an und fühlt sich fehl am Platz, trotzdem versucht sie sich durchzukämpfen. Auch als nicht Wrestling-Fan kann man dem Film durchaus etwas abgewinnen, schafft er es doch nicht nur die Trainingseinheiten von Saraya zu zeigen, sondern auch ihre Familie mit all den Eigenheiten. Guter Balanceakt zwischen Drama, Durchkämpfen und leichter Komik.

Platz 26: Little Monsters

Der erfolglose Musiker Dave hat sich in die Grundschullehrerin Miss Caroline seines Neffen verknallt. Um sie zu beeindrucken stimmt er zu die Klasse auf einem Ausflug zu einem Erlebnisbauernhof zu begleiten. Leider kam es in der nahe gelegenen Militärbasis zu einem Zombieausbruch, die schnell den Bauernhof entdecken. Dave und Miss Caroline müssen nun alle Kräfte einsetzen, um alle Kinder in Sicherheit zu bringen, ohne diese zu ängstigen. Ich bin immer noch kein Fan von Zombiefilmen, aber dieser schafft es eher den komödischen Part hervorzuarbeiten und macht dabei unglaublich viel Spaß. Eine Lehrerin mit ihrer Ukulele gegen eine Zombiearmee.

Platz 25: Ihre beste Stunde

Mittem im zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole im Informationsministerium eingestellt. Sie soll den Propagandafilmen eine weiblichere Note geben, damit auch Mütter und Ehefrauen sich angesprochen fühlen. Dort hat sie mit Vorurteilen zu kämpfen. Ein einfühlsamer Film, der noch einmal eine ganz andere Seite des Krieges zeigt.

Platz 24: Ready or not

In der Familie Le Dumas ist es Tradition am Abend einer Hochzeit eines Familienmitglieds sich zu treffen und das neue Familienmitglied mit einem Spiel zu begrüßen. Doch diesmal wurde die Karte ‚Verstecken‘ gezogen, was keine gute Karte ist, wie die Braut rausfindet. – Eine Horrorkomödie mit neuem Ansatz. Spannend, witzig und mit einigen neuen Ideen.

Platz 23: Mara und der Feuerbringer

Buchverfilmung von Tommy Krappweis. Mara ist eine Spakona, also eine Seherin. Als sie Visionen vom nordischen Gott Loki bekommt, sucht sie sich an der Uni Hilfe. – Sehr akkurate Buchverfilmung, auch wenn das Buch grundsätzlich ein bisschen besser funktioniert hat. Aber ein paar gute Castingentscheidungen bringen einen guten Charme in den Film und vor allem die Landschaftsaufnahmen sind sehr schön. 

Platz 22: Das Haus der geheimnisvollen Bücher

Jack Black und Cate Blanchett als Magier, die einen Jungen bei sich aufnehmen. Doch irgendwo in den Wänden ist eine geheimnisvolle Uhr versteckt, die das Ende der Welt bedeuten könnte. Dieser Fantasy-Film hat eine interessante Geschichte, einen guten Cast und das große Finale, was einfach dazugehört. Dennoch schafft er es nicht sich über „Ganz nett“ zu erheben.

Platz 21: Crawl

Haley sucht während eines Hurrikans in Florida ihren Vater. Sie findet ihn im Keller ihres alten Hauses, verletzt. Beim Versuch ihn zu retten, wird sie selbst von Alligatoren angegriffen. Eingesperrt im eigenen Haus, versuchen Vater und Tochter nun zu entkommen. Man sollte bei diesem Film nicht allzusehr auf Logik hoffen, wenn man aber sich darauf einlässt, dass Alligatoren hier blutrünstige Bestien sind und trotzdem eher kleinere Wunden verursachen, dann hat man mit diesem Film durchaus einen nervenzerrenden spannenden Katastrophenfilm.

Platz 20: Hinter der blauen Tür

Lukasz kommt nach einem Unfall zu seiner Tante in eine baufällige Pension. Doch hinter seiner Zimmertür findet er eine ganz andere Welt. Dort trifft er auf den Schneider. Das dieser nicht nur gutes im Schilde führt, muss Lukasz schon bald am eigenen Leib erfahren. – Verfilmung eines polnisches Kinderbuchklassikers. Gerade die Parallelwelt ist auch wunderschön gestaltet. Aber irgendwie erzählt der Film zu wenig. Man erfährt fast nichts über den Schneider und dessen Welt. Auch die Auflösung am Ende enttäuscht irgendwie.

Platz 19: Die Frau des Nobelpreisträgers

Joe Castleman bekommt die erlösende Nachricht, dass er den Nobelpreis in Literatur gewonnen hat. So reist er mit seiner Frau Joan und ihrem Sohn nach Stockholm. Doch Joan ist zusehens genervt von ihrer Rolle als Frau an der Seite des Nobelpreisträgers. Ein wichtiger Film über die Entwicklungen im Literaturbereich der letzten Jahrzehnte.

Platz 18: Mrs. Doubtfire

Nachdem ein Vater bei der Scheidung lediglich ein Besuchsrecht bei seinen Kindern erwirkt, schleicht er sich als Kindermädchen wieder in deren Leben. – Wunderbare Familienkomödie mit Robin Williams.

Platz 17: Moolaadé

Ein senegalesischer Film, der in Burkina Faso spielt und sich mit einer Mutter befasst, die ein ganzes Dorf gegen sich aufbringt, weil sie ein paar Mädchen unter häuslichem Schutz (Moolaadé) stellt, damit diese nicht beschnitten werden. Ein Film, der ganz stark unter die Haut geht und einen fassungslos zurücklässt.

Platz 16: Drei Schritte zu dir

Stella ist an Mukoviszidose erkrankt und muss daher regelmäßig für Therapien ins Krankenhaus und kann nur auf eine Spenderlunge hoffen. Bei ihrem aktuellen Krankenhausaufenthalt lernt sie neben den bekannten Gesichtern auch Will kennen. Dieser nimmt seine Therapie weniger ernst und darf sich wegen einer Mutation der Krankheit Stella auf keinen Fall näher als drei Schritte entfernt nähern. Trotzdem kommen sich beide näher. Klassisches Teeniedrama mit ungewöhnlicher Kulisse und Hintergrund. Nimmt die Ängste und Sorgen der Kranken auf unterschiedliche Weise ernst und bleibt doch ein seichtes Drama.

Platz 15: Aladdin (Remake)

Das Live-Action-Remake des Disneyklassikers kann mit leicht erweiterter Handlung und stärkeren Charakteren, vorallem Jasmin und der Sultan, überzeugen und avanciert fast zur besseren Variante. Will Smith gibt dem Dschinni das gewisse Etwas .

Platz 14: Juliet, Naked

Tucker Crowe ist der absolute Lieblingskünstler von Duncan. Seiner Frau Annie hat er jedoch nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung der beiden, trifft Annie aber ausgerechnet auf Tucker Crowe. Beide verstehen sich gut und helfen sich aus ihren festgefahrenen Leben. Ein schöner ruhiger Film über einen abgestürzten Rockstar, der sich im normalen Leben wiederfindet.

Platz 13: One cut of the dead (2x)

Ich bekam den Film in die Hand gedrückt mit den Worten: „Du musst die erste halbe Stunde überstehen, dann wird es gut!“. Naserümpfend nahm ich den Zombiefilm entgegen. Ich hasse Zombiefilme, außerdem ist das Genre nicht langsam tot? Nun, mit dieser absoluten Überraschung aus Japan bestimmt nicht. Der Film im Film im Film sieht am Anfang etwas merkwürdig aus, schafft es aber da schon, coole running gags einzubauen. Und ja, nach dieser ersten halben Stunde, wird er nochmal deutlich besser. Mehr sollte man über diesen Film allerdings vorab auch gar nicht wissen.

Platz 12: Underwater

Die auf dem Grund des Marianengrabens befindliche Forschungsstation Kepler 822 wird von mehreren Erdbeben erschüttert und stark beschädigt. Eine Gruppe Wissenschaftler versucht nun zu den verbliebenden Rettungskapseln zu kommen. Doch etwas ist erwacht. Ein Thriller tief unten im Meer hat wohl das Potential atmosphärisch gut Ängste zu erzeugen. Dies schafft der Film auch. Auch die Handlung ist rund. Leider hat der Film so gar kein Alleinstellungsmerkmal.

Platz 11: Whale Rider

Die deutsch-neuseeländische Produktion erzählt die Geschichte von Paikea, die innerhalb ihrer Maori-Familie versucht sich zu emanzipieren. Ein kleiner, aber feiner Film zwischen Tradition und Familie.

Platz 10: Elliot, das Schmunzelmonster

Der Waise Pete flieht mit Hilfe seines Drachen Elliots vor seinen grausamen Adoptiveltern in das beschauliche Dorf Passamaquoddy. Dort eckt er durch Elliot gerne mal an, findet aber im Leuchtturmwärter Lampie und dessen Tochter Nora gute Freunde. Die Geschichte einer schwierigen Kindheit, die mit Hilfe eines supersüßen Schmunzelmonsters verbessert wird. Typische Disneywendungen aber mit ganz viel Herz.

Platz 9: Late Night

Katherine Newbury hat eine Late Night Show, die nicht mehr so richtig läuft. Also will sie in ihrem rein männlichen Autorenteam eine Frau engagieren. Die verträumte Molly kommt da gerade richtig. Eim Film über zwei Frauen, die es auf unterschiedliche Art in einer Männerdomäne versuchen. Dabei schafft er es nicht durchgehend eine starke Performance hinzulegen und versinkt in Nebenhandlungen.

Platz 8: Boys in the trees

Corey nutzt die Halloweennacht um mit seiner Skaterclique um die Häuser zu ziehen. Dabei trifft er auf seinen früheren Freund Jonah, der von den anderen Mitgliedern von Coreys Clique gemobbt wird. Aus Nostalgie beschließt er noch einen Abend mit Jonah abzuhängen. – Berührende Coming-of-age Geschichte mit kunstvollen Bildern und oberflächlichem Horrorelementen.

Platz 7: Everybody’s Fine

Frank Goode will nach dem Tod seiner Frau seine vier Kinder, die im ganzen Land verstreut wohnen, zu einer Grillparty einladen. Doch nach und nach sagen alle ab. Also beschließt er sie unangekündigt zu besuchen. Auf seiner Reise muss er feststellen, dass seine Kinder ihm wohl nicht immer die Wahrheit über ihre Lebensumstände erzählt haben. Rührendes Familiendrama mit starker Besetzung, allen voran Robert deNiro.

Platz 6: Der verlorene Sohn

Nach einem Zwischenfall am College stimmt Jared Eamons seinem Vater, einem Baptistenprediger, zu, sich einer Konversionstherapie zu unterziehen. Dort sollen ihm seine homosexuellen Neigungen ausgetrieben werden. Stark gespieltes Drama über ein wichtiges Thema. Regisseur Joel Edgerton entscheidet hier richtig, dass das Thema bereits schlimm genug ist und erzählt hier ruhig und ohne aufgebauschtes Drama.

Platz 5: I, Tonya

Die Geschichte Tonya Hardings, die eine vielversprechende Eiskunstlaufkarriere vor sich hatte, bis der Vorfall mit einer zertrümmerten Kniescheibe ihrer Konkurrentin auf sie zurückfällt. Der Film stützt sich dabei auf Interviews, die einen am Ende immer noch zweifeln lassen, was damals wirklich passiert ist. Dafür bietet er eine starke Geschichte mit engagierten Darstellern.

Platz 4: Emo – the Musical (2x)

Ethan ist ein Emo und wird nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von der Privatschule geschmissen. An seiner neuen Schule wird er zunächst begeistert von den streng Gläubigen aufgenommen, doch als er merkt, dass es eine Emo-Band an der Schule gibt, wird er schnell zum Feindbild der Gläubigen. Als auch noch ein Bandwettbewerb bevorsteht, kochen die Emotionen über. Noch ein Film, den ich im Mai gleich zweimal gesehen habe. Nachdem meine beste Freundin ihn mir voller Begeisterung zeigte, musste mein bester Freund auch gleich dran glauben. Und ja, der Film ist noch viel skurriler als er sich anhört, aber auf gute Weise. Kleine Perle für Musicalfans.

Platz 3: Wind River

Wind River ist ein Indianerreservat im verschneiten Wyoming. Als dort die Leiche eines vergewaltigtenn Mädchens gefunden wurde, wird die schlecht ausgestattete Jane Banner vom FBI geschickt. Sie bittet den Wildhüter Cory Lambert um Hilfe. Ein spannender westernmäßiger Thriller, mitten im Schnee. Die verstörende Aufklärung der Geschichte ist leider doch real gehalten.

Platz 2: The Final Girls (2x)

Eine Gruppe Jugendlicher wird in den Horrorfilm Camp Blutbad gezogen und versucht nun mit dem Vorwissen über den Film zu überleben. Ein klischeeüberzogener Slasher wird zu einer Komödie, in dem Filmcharaktere und unsere reingezogenen Jugendlichen zusammen agieren. Eine gute Kombination ohne in albernen Klamauk zu verfallen.

Platz 1: Hamilton (5x)

Alexander Hamilton ist einer der erstaunlichsten Gründungsväter der USA, aber auch einer der unbekanntesten. Dies ist seine Geschichte – Das Broadway Musical im heimischen Wohnzimmer ist ein Genuss der ganz besonderen Art. Ich habe den Film fünfmal inzwischen gesehen und werde ihn wahrscheinlich noch einige Male ansehen.