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Über Shalima Moon

Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.

Rückblick auf den November 2020

Auch der November ist vorbei, der erste Schnee ist – leider – gefallen und so langsam geht es auf Weihnachten zu. Meine Jahresrückblicke sind in vollem Gang und doch wollen wir kurz innehalten und auch noch einmal auf den November zurückschauen. 

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Seit dem 02.11.2020 sind die Kinos wieder geschlossen, doch am 01.11. habe ich es doch noch einmal ins Kino geschafft. Mal schauen, wie lange die Kategorie in den nächsten Rückblicken wieder ruht…

Hexen hexen: Hexen hassen Kinder. Das muss der Protagonist des Films am eigenen Leib erfahren. Zusammen mit seiner Grandma versucht er dem Fluch einer Hexe zu entkommen. Dabei geraten sie mitten in die Jahrestagung eines Zirkels. – Hexen hexen vereint Kinderfilm, Drama, Komödie und leichte Horrorelemente und wirbelt sie geschickt zu einem Film zusammen, scheitert aber an der Definition der Zielgruppe. Trotz guter Witze und spannender Handlung fehlt dem Film der letzte Funken, um wirklich gut zu sein. 

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: One cut of the dead (noch immer eine tolle Horrorkomödie), The Grinch (die animierte Version von 2019, ich finde sie noch immer witzig, und der Filme passte gut zum Plätzchen backen) und Hamilton (erneut dreimal gesehen und meine beste Freundin und ich singen den jetzt immer mit verteilten Rollen mit… Der Film wird also noch ganz oft hier auftauchen)

Mara und der Feuerbringer: Buchverfilmung von Tommy Krappweis. Mara ist eine Spakona, also eine Seherin. Als sie Visionen vom nordischen Gott Loki bekommt, sucht sie sich an der Uni Hilfe. – Sehr akkurate Buchverfilmung, auch wenn das Buch grundsätzlich ein bisschen besser funktioniert hat. Aber ein paar gute Castingentscheidungen bringen einen guten Charme in den Film und vor allem die Landschaftsaufnahmen sind sehr schön. 

Felix Lobrecht – Hype: Felix Lobrecht präsentiert sein neues Programm Hype. Innerhalb einer Stunde erzählt er diverse Anekdoten und wie ihn sein Erfolg (nicht) verändert hat. – Felix Lobrecht in altbekannter Manier, die Witze ziehen mal mehr mal weniger gut. Einzig die begrenzte Zeit auf eine Stunde ist etwas schade. 

Ready or not: In der Familie Le Dumas ist es Tradition am Abend einer Hochzeit eines Familienmitglieds sich zu treffen und das neue Familienmitglied mit einem Spiel zu begrüßen. Doch diesmal wurde die Karte ‚Verstecken‘ gezogen, was keine gute Karte ist, wie die Braut rausfindet. – Eine Horrorkomödie mit neuem Ansatz. Spannend, witzig und mit einigen neuen Ideen.

Der geheime Club der zweitgeborenen Royals: Sam ist eine Prinzessin, allerdings die zweitgeborene. Nach einigen Fehltritten wird sie von ihrer Mutter in die Sommerschule geschickt. Doch die stellt sich als ein geheimes Camp heraus, in dem zweitgeborene Royals entdecken, dass sie Superkräfte haben. Dies dürfen sie auch schnell unter Beweis stellen, denn ein gefährlicher Häftling ist ausgebrochen. – Gute Idee, maue Umsetzung, vorhersehbare Handlung und platte Charaktere. Hier hätte man mehr draus machen können.

Descendants 3: Auradon, das Land der Disney Helden und deren Nachkommen, begrüßen vier neue Kinder von der Schurkeninsel. Doch beim Abholen versucht auch Hardes durch die Barriere zu kommen. Nach dem Vorfall gibt es erneut Diskussionen, ob Kindern von Schurken eine Chance in Auradon bekommen sollten. – Konsequenter dritter Teil, der sich an Erzählung und Aufbau der Vorgängerfilme hält. Musikalisch kann er noch einmal etwas mehr auftrumpfen. 

Hinter der blauen Tür: Lukasz kommt nach einem Unfall zu seiner Tante in eine baufällige Pension. Doch hinter seiner Zimmertür findet er eine ganz andere Welt. Dort trifft er auf den Schneider. Das dieser nicht nur gutes im Schilde führt, muss Lukasz schon bald am eigenen Leib erfahren. – Verfilmung eines polnisches Kinderbuchklassikers. Gerade die Parallelwelt ist auch wunderschön gestaltet. Aber irgendwie erzählt der Film zu wenig. Man erfährt fast nichts über den Schneider und dessen Welt. Auch die Auflösung am Ende enttäuscht irgendwie.

Bad Samaritan: Sean hält sich zusammen mit seinem Kumpel Derek mit Einbrüchen über Wasser. Bei Cale sieht alles absolut verlockend aus. Auch wird Sean im Haus mit einer neuen Kreditkarte fündig. Doch leider findet er auch eine gefesselte Frau vor, die ihn verzweifelt um Hilfe anfleht. Was soll er jetzt tun, immerhin begeht er gerade selbst eine Straftat. – Guter Cast, spannende Handlung, erschreckender Antagonist. Nur am Ende dreht der Film von gut durchdacht, zu plattem Slapstick.

Onward – keine halbe Sachen: Die Brüder Ian und Barley könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch als sie durch einen Zauberspruch die Möglichkeit bekommen ihren verstorbenen Vater für 24 Stunden noch einmal zum Leben zu erwecken, müssen sie zusammen arbeiten und auf ein Abenteuer gehen. – Ein Pixarfilm, der noch einmal eine ganz neue Richtung einschlägt und sich irgendwo zwischen Dungeons and Dragons und Videospielen befindet. Dabei bleibt der Film aber glanzlos, mit normalen Charakteren, vorhersehbarer Handlung und eben kein Pixarzauber.

Die bunte Seite des Mondes: Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die 14-jährige Fei Fei nicht damit klar, dass ihr Vater sich eine neue Frau sucht. Also beschließt sie zusammen mit ihrem Kaninchen zum Mond zu reisen, wo der Legende nach die Mondgöttin Chang’e leben soll, die sich nach ihrer ersten großen Liebe verzehrt. – Der Film wandelt sich von gut und tiefgehend, zu platten bunten Popsongs, zu schönem Abschluss. Kann in der Gesamtheit nur bedingt überzeugen.

Der Babysitter: Cole ist 12, seine Eltern besorgen aber immer noch einen Babysitter für ihn. Das findet er aber in Ordnung, denn Bee ist cool und sexy. Doch eines Abends trinkt er nicht seinen Schlummertrunk und bekommt mit, dass Bee Freunde einlädt und sie eine schwarze Messe feiern. Leider bekommen sie mit, dass Cole wach ist und machen Jagd auf ihn. – Eine weitere Horrorkomödie, allerdings mit viel Klischee und Slapstick. Ich bin an den Ton des Films nicht rangekommen.

Decorating Disney: Holiday Magic: Praktisch über Nacht verwandeln sich die Disneylands aller Länder in ein Winterwunderland. Selbst das Haunted House wird im Gewand von The Nightmare before Christmas geschmückt. Dieses Special bietet einen Einblick hinter die Magie und besucht verschiedene Abteilungen und ihre Vorbereitungen. – Das Special ist aktuell vielleicht etwas zynisch, nachdem Disney einfach Massenentlassungen in den Parks vorgenommen hat, aber grundsätzlich ist es ein spannender Einblick und stimmt gut ein in die Weihnachtszeit.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

The Mentalist – Staffel 3 (Auch in der dritten Staffel noch spannend und Patrick Janes Art funktioniert)

Austin & Ally – Staffel 1 (Quirlige Disneyserie, aber mit tollen Charakteren und guten running gags)

Das Damengambit – Miniserie (Schach war nie so spannend!)

Community – Staffel 6 (Irgendwo war es gut, dass nach der 6. Staffel Schluss war, weil die wenigsten Folgen noch wirklich gezogen haben, aber irgendwie ist es doch traurig)

Balthazar – Staffel 1 (Spannende französische Krimiserie, für alle Fans des „Mordfalls der Woche)

Dash & Lily – Staffel 1 (Zuckersüße, spannende und doch dramatische Weihnachtsserie, mit absolut genialem Soundtrack)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 7
Seiten gesamt: 2.847
Seiten pro Tag: 95 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 5

Zwei Leben in einer Nacht: Sam und Casper kennen sich nicht. Doch in dieser Nacht treffen sie aufeinander. Denn sie haben beide einer Online-Challenge zugestimmt. Das Ziel: Gemeinsamer Selbstmord. Doch zuvor stehen fünf Aufgaben bevor, die sie auf diesen Schritt vorbereiten sollen. – Spannend, tiefgründig, nimmt das schwierige Thema sehr ernst und geht sehr nah. Bitte Pflichtlektüre in den Schulen.

Percy Jackson 2 – Im Bann des Zyklopen: Percy startet ins zweite Abenteuer, nachdem er von seinem Freund Groover träumte, der in Gefahr zu schweben scheint. Doch auf dem Weg muss er sich wieder allerhand Gefahren und Ungeheuern stellen. – Würdiger zweiter Teil der Reihe. Eine spannende Einführung in die griechische Mythologie.

Meine dunkle Vanessa: Vanessas ehemaligen Lehrer wird beschuldigt, Minderjährige sexuell belästigt zu haben. Vanessa hat mit Strane ihre ganz eigene Geschichte, aber die war doch etwas ganz anderes, oder? Vanessa muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander setzen, und sich dabei fragen, ist sie als Teenager vergewaltigt worden? – Ein weiteres Buch mit schwierigem Thema. Auch hier wurde respektvoll damit umgegangen und die Thematik noch einmal von einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet. Leider fällt die Aufarbeitung Vanessas ein bisschen dünn aus.

Ohne Schuld: Xenia Paget ist sich sicher, dass sie ermordet werden soll. Und tatsächlich wird kurz darauf auf sie geschossen. Die Ereignisse werden aber noch rätselhafter als ein paar Tage später eine andere Frau mit dem Fahrrad über einen gespannten Draht fährt und sich lebensbedrohlich verletzt. Das erstaunliche ist, dass an beiden Orten Schüsse aus der gleichen Waffe abgefeuert wurde. Wo ist der rote Faden? Wie gehören beide Frauen zusammen? – Ein neuer Krimi von Charlotte Link, der im Vergleich zu den Vorgängern erstaunlich gut funktioniert. – [Werbung|Rezensionsexemplar]

All das ungesagte zwischen uns: Nach einem Unfall müssen sich Morgan und ihre Tochter Clara zusammenraffen, merken aber, dass sie viel Ungesagtes zwischen sich haben. Gleichzeitig muss Morgan sich ihrer Vergangenheit stellen. – Wieder ein ernsteres Werk von Colleen Hoover, aber dennoch wieder gut. Kommt zwar nicht an ihre früheren Werke ran, aber der erwachsenere Ton steht ihren Bücher dennoch gut.

The Secret Book Club: Gavins Ehe ist am Ende, denn seine Frau Thea will die Scheidung. Doch dann sammeln ihn seine Freunde ein und erzählen ihm von ihrem Buchclub. Dort lesen sie bewusst Liebesromane, um Tipps zu finden und Frauen besser zu verstehen. – Eine tolle Idee und eine tolle Umsetzung. Kein verträumtes Liebesgedusel, sondern ehrliche Überlegungen, was wir aus Liebesromanen lernen können und wie Beziehungen wirklich funktionieren. Absolute Empfehlung!

Dewey & Ich: Kennt ihr Dewey, den Bibliothekskater aus Spencer, Iowa? Ich auch nicht. Aber Dewey hat nicht nur das Leben der Angestellten und Bewohner Spencers verändert, sondern es auch zur allgemeinen Berühmtheit geschafft, seit er in der Buchrückgabeklappe der Bibliothek von Spencer halb erfroren gefunden wurde. – Grundsätzlich süße Geschichte und tolle Anekdoten, aber leider auch künstlich aufgebläht, um ein ganzes Buch draus machen zu können.

Wie war euer Novembe? Wie immer die Frage: Habt ihr Film/Serien/Buchempfehlungen für mich?

 

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 7. Türchen

The Mentalist – Todesengel – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate.

Darum geht’s – in der Folge

Als der Weihnachtsmann von seinem Balkon gestoßen wird, ermittelt das CBI. Der Ermordete war ein Ganzjahresweihnachtsmann, der seine Alkoholsucht eigentlich in den Griff bekommen hat. Seine Leiche riecht jedoch wie ein Schnapsladen. Gleichzeitig gehen interne Ermittlungen los und Patrick Jane steht auf der Verdächtigenliste.

Der Weihnachtszauber

Bei Krimiserien sind Weihnachtsfolgen generell schwierig, weil es ja doch immer um einen Mord gehen muss. Und den Weihnachtsmann zu killen, ist irgendwie ein beliebtes Motiv. So auch beim Mentalist. Aber das macht er mit seinem ganz eigenen Charme wieder wett.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 6. Türchen

Kim Possible – Weihnachten bei den Possibles – Staffel 2 Folge 16

Darum geht’s – in der Serie

Kim Possible geht eigentlich noch zur Schule, aber ist nebenbei bereits Heldin. Sie nimmt Aufträge aus der ganzen Welt an und hat neben neuen Schurken, auch mit  den üblichen Superschurken, wie Dr. Drakken, Monkey Fist oder Senior Senior Senior zu tun. Dabei kommen ihr ihre Cheerleaderfähigkeiten zu gute.

Darum geht’s – in der Folge

Weihnachten bei den Possibles ist immer etwas ganz besonderes. Als Dr. Drakken an Weihnachten mal wieder einen neuen Weg sucht für die Weltherrschaft bietet Ron an, dass er sich darum kümmert, damit Kim bei ihrer Familie bleiben kann. Doch die Rakete Drakkens stürzt mit beiden ab und Kim macht sich doch auf den Weg, um Ron aus den Sicherheitskapseln zu retten. Nur welche ist die richtige?

Der Weihnachtszauber

Weihnachten bei den Possibles ist wohl das Vorbild für alle besinnlichen Weihnachtsfeste. Wären da nur nicht die Bösewichte, die auch vor Weihnachten nicht Halt machen. Dennoch schafft die Folge die Wendung und am Ende ein paar schöne Botschaften einzubauen, so dass alles einen besinnlichen Touch bekommt.

Weihnachtsfaktor: 5***** – Hohoho

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 5. Türchen

Alexa & Katie – Der Geist des vergangenen Krebses – Staffel 2 Folge 8 

Darum geht’s – in der Serie

Alexa Mendoza hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind.

Darum geht’s – in der Folge

Obwohl das Mendoza-Cooper-Weihnachten neu durchgeplant wurde, steht Alexa völlig neben sich. Sie hat beim Geschenke einpacken die Tüte von ihrem ersten Krankenhausaufenthalt gefunden und jetzt kommen die Erinnerungen wieder hoch. Die anderen Familienmitgliedern sind aber so im Geschenketrubel, dass sie davon nichts mitbekommen.

Der Weihnachtszauber

Wie viele Weihnachtspullover kann man in einer Folge unterbringen? Das könnte das Motto der Folge sein. Doch eigentlich ist es eine gute Mischung aus Krebserinnerungen und Weihnachtswichtelprobleme. So ist Weihnachten allgegenwärtig und es zeigt dennoch, wie wichtig es ist, den anderen zuzuhören und auf ihre Probleme einzugehen. Und auch die Geschenkproblematiken werden aufgenommen.

Weihnachtsfaktor: 4**** – Kinder, schaut euch den schönen Baum an

Der wunderbare Mr. Rogers

Ein Vorwort

Auf kaum einen Film habe ich mich 2020 so sehr gefreut, wie auf Der wunderbare Mr. Rogers. Lief er in den USA bereits 2019 an, hätte er bei uns in der Nachoscarsaison laufen sollen. Dann kamen die Kinoschließungen. Daraufhin wurde der Film verschoben, bis es nun direkt das DVD-Release gab. Nun konnte ich ihn aber endlich im heimischen Fernsehkino sehen. Warum das ein tolles Erlebnis war, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Der Journalist Lloyd Vogel (Matthew Rhys) ist bekannt dafür, dass er scharfe Kritiken an seinen Interviewpartnern schreibt. Als das Magazin, für das er arbeitet, eine Sonderausgabe über Helden machen will, stimmt einzig der beliebte Kindershow Moderator Fred Rogers (Tom Hanks) einem Interview zu. Das Treffen verläuft allerdings völlig anders, als Lloyd sich das vorgestellt hat. Statt wirklich etwas zu erfahren, bringt Rogers ihn dazu, sich wieder mit sich selbst und seinen familiären Problemen zu beschäftigen.

Meine Meinung

Wir alle haben doch diesen einen Star aus unserer Kindheit, von dem wir einfach nichts Schlechtes denken wollen. Und dann kommt dieser eine Journalist, der unbedingt etwas finden will, weil doch jeder irgendwo Leichen im Keller hat. Genau das Thema verkörpert Der wunderbare Mr. Rogers. Seine Sendung „a beautiful day in the neighborhood“ ist hierzulande wahrscheinlich eher unbekannt. Dennoch zeigen bereits die wenigen Szenen im Film, dass es wohl eine Mischung aus Sendung mit der Maus und Löwenzahn sein dürfte – zumindest wenn man es partout mit irgendetwas aus unserer Kindheit vergleichen muss.
Allein vom Titel her dürfte man darauf schließen, dass es in vorderster Linie um Mr. Rogers geht. Allerdings geht es vielmehr um den Artikel von Lloyd Vogel und wie dieser entstanden ist. Dafür dient der Artikel „Can you say… hero?“ von Tom Junod aus dem Jahr 1998 als Vorbild.
Ich glaube Mr. Rogers ist so ziemlich der netteste Mensch, den ich je auf einer Kinoleinwand getroffen habe. Daher befürchtet man fast, dass einem der Film allerlei Negatives zu erzählen hat. Aber obwohl der Film dramatisch und gerade gegen Ende auch sehr traurig ist, ist er nie negativ. Er bleibt in einer konstant positiven Erzählweise, die einen selbst absolut beruhigt.
Wir lernen in diesem Film nicht Mr. Rogers kennen, in dem er einfach die Fragen des Interviews beantwortet. Aber dennoch lernen wir ihn kennen. Seine Denkweisen und Ansätze im Umgang mit Lloyd erzählen so viel mehr, als jedes normale Interview könnte. Und irgendwo steckt in jedem von uns ein bisschen Lloyd Vogel. Wir alle haben doch bestimmt das eine Ereignis in unserem Leben, das uns prägt und das wir nicht vergeben können. Wenn ihr jetzt an etwas Bestimmtes gedacht habt, dann ist der Film für euch. Dann ist das genau der Film, den ihr braucht. Allerdings auch genau die Art Film, die einen triggern kann, weswegen bei dem ein oder anderen mehr Taschentücher von Nöten sein könnten.
Besetzungstechnisch wurde hier alles richtig gemacht. Tom Hanks war wohl die einzig wahre Wahl für Fred Rogers und verkörpert auch einfach sein gesamtes Wesen. Hier wirkt nichts aufgesetzt oder erzwungen. Auch Matthew Rhys passt perfekt in seine Rolle des Lloyd Vogel. Mit Chris Cooper als Lloyds Vater und Susan Kelechi Watson als seine Frau wird die Sache rund. Schauspielerisch sind wir hier auf hohem Niveau unterwegs. Auch die Optik und vor allem die Kulissen der Show, die auch perfekt genutzt wurden, um die Ortswechsel darzustellen und dem Film eine Struktur zu geben.
Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es schön. Der Film ist einfach nur schön. Und genau solche Filme muss es einfach auch geben. Und jetzt alle: Wourld you be my? Could you be my neighbor?

Das Fazit

Der wunderbare Mr. Rogers überzeugt durch ruhige Erzählweise, gute Darsteller und vor allem ganz viel Herz. Und obwohl er stellenweise sehr traurig ist, bleibt er doch immer Positiv. 

Der wunderbare Mr. Rogers ist seit dem 19.11.2020 auf DVD, BluRay und VOD erhältlich.

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 4. Türchen

Modern Family – Ihr Kinderlein kommet, o kloppt euch doch all‘ – Staffel 7 Folge 9

Darum geht’s – in der Serie

Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben.

Darum geht’s – in der Folge

Gloria hat für alle zu Weihnachten eine Berghütte gemietet. Dort angekommen, stellen sie fest, dass die Familie, die die Hütte sonst mietet, vergessen hat, das einem Familienmitglied mitzuteilen. Alex erkennt darin eine verwandte Seele, muss aber feststellen, dass sie dadurch ebenfalls eines Tages von der Familie ausgestoßen werden könnte und versucht sich zu ändern. Luke und Manny versuchen Lily mit einer Gruselgeschichte zu erschrecken und Jay versucht Claire zu sagen, dass er sie für die Leitung seiner Firma will.

Der Weihnachtszauber

Weihnachten, die Familie kommt zusammen, eine Berghütte, draußen schneit es… Okay, das mit dem Schnee hat sich Gloria anders vorgestellt, denn es ist eher heiß. Und auch die Familie ist nicht so ganz in harmonischer Stimmung. Aber umso realistischer. Und die Familien Pritchett, Pritchett und Dunphy sind trotzdem einfach wunderbar lustig.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 3. Türchen

Gilmore Girls – Vergeben und Vergessen – Staffel 1 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Lorelai und Rory Gilmore sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern auch beste Freundinnen. Sie leben im beschaulichen Stars Hollow. Neben den Schulproblemen Rorys und den Arbeitsproblemen Lorelais, die ein Inn führt, hat Stars Hollow neben allerlei skurrilen Traditionen auch viele skurille, aber liebenswerte Bewohner.

Darum geht’s – in der Folge

Nach einem riesen Streit zwischen Lorelai und ihrer Mutter Emily, herrscht auch zwischen Lorelai und Rory Funkstille. Dann wird Lorelai auch noch zur Weihnachtsfeier bei ihren Eltern ausgeladen, zu der sie zwar nicht wollte, es aber bereut, dass Rory alleine hin muss. Doch bei der Feier erlangt Richard einen Herzinfarkt und Lorelai wird von Luke hin gefahren.

Der Weihnachtszauber

Wenn ein geliebter Mensch im Krankenhaus ist, ist das nie schön. Wenn das auch noch zu Weihnachten passiert, ist es umso schlimmer. Jeder wäre gerne woanders, auch die Mitarbeiter im Krankenhaus. Doch die eigentliche Aussage der Folge ist, dass Weihnachten eigentlich Familien wieder näher zusammenbringen soll. Und das ist doch eine schöne Aussage.

Weihnachtsfaktor: 3*** – Dir werden drei Geister erscheinen

Mein Jahresrückblick 2020 – #1 – Kinofilme

Wie schreibt man als passionierter Kinogänger im Jahr 2020 eine Einleitung zum Jahresrückblick ohne in Tränen auszubrechen. Es war für uns alle ein sehr schweres Jahr. Die Kinos waren monatelang geschlossen, beinahe alle großen Filmstarts wurden auf das nächste Jahr verschoben oder auf den gängigen Streamingdiensten veröffentlicht. Mein Ziel war es – okay ist es eigentlich jedes Jahr – die 100 Kinobesuche im Jahr zu schaffen. Im Februar war ich da noch guter Dinge, ab März hätte ich nicht einmal gedacht, dass es doch noch so viele werden.
Achso, für alle, die zum ersten Mal bei meinen Jahresrückblicken dabei sind, noch eine kurze Erklärung. Mein Jahr geht von Dezember bis November, damit ich im Dezember bereits die Rückblicke schreiben und veröffentlichen kann, ohne die Filme im Dezember zu vernachlässigen.

Zur Statistik:

41 gesehene Kinofilme in 2020 (2018 waren es 77). Das ist für die aktuelle Situation doch gut.

Davon
… 2 Anime Specials
… 1 in der Cinemathek
… 7 in der Sneak
… 31 regulär

I. Cinemathek

1 Film habe ich in der Cinemathek gesehen. Das Format gibt es aber auch seit der ersten Kinoschließung im März nicht mehr in meinem Kino – logischerweise ohne Ranking

Porträt einer jungen Frau in Flammen

Malerin Marianne reist auf eine einsame Insel, um Eloise zu malen, die davon aber nichts mitkriegen darf. Dabei knüpfen die beiden Frauen ein ganz besonderes Band – Ein Film voller schöner Bilder, interessanter Charaktere, ruhiger Erzählart und eine versprühende Erotik, die gerade durch die Subtilität funktioniert.

II. Anime Special

2 Filme aus dem Bereich Anime Special habe ich dieses Jahr geschafft zu sehen – ohne Ranking

Weathering with you

Der Nachfolger des wunderbaren Your Name. befasst sich mit einer nicht enden wollenden Regenzeit in Tokyo und einem Mädchen, das durch Gebet die Sonne für kurze Zeit hervorlocken kann – Ein schöner Coming-of-age Film mit fantastischen Elementen. Kommt nicht an den Vorgänger heran, erzählt aber trotzdem seine Geschichte.

The Dragon Dentist

Nonoko gehört zu den Zahnärzten eines großen Drachens, der kilometer lang ist, ganze Schlachtschiffe transportieren kann und im aktuellen Krieg entscheiden sein kann. Eines Tages taucht der Soldat Bell aus einem der Zähne auf. Er gehört eigentlich der Gegenseite an und ist gestorben. Sein Auftauchen aus dem Zahn ist ein Omen für großes Unheil. – Eine sehr interessante Idee, die spannend und voller schöner Bilder umgesetzt wurde. Auch für Nicht-Anime-Fans durchaus sehenswert.

III. Neulich in der Sneak 

7 Filme gab es dieses Jahr in der Sneak zu sehen. Auch dieses Format gibt es bei mir im heimischen Kino seit März nicht mehr. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann wieder eingeführt wird, vor allem weil diesmal eine tolle Auswahl dabei war – im Ranking

Platz 7: 7500

Wer Flugangst hat, sollte diesen Film wohl besser meiden. Denn er zeigt ein zu realistisches Szenario einer Flugzeugentführung. Über den Realitätsfaktor hinaus schafft er es aber nicht, den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln und scheitert an seinem beengten Raum.

Platz 6: Bombshell

Die wahre Geschichte über den Missbrauchsskandal bei FOX News gegen den früheren Senderleiter Roger Ailes. Stark gespielt, versinkt aber in Zeitsprüngen und zu vielen Nebencharakteren, das man der eigentlich wichtigen Handlung nicht richtig folgen kann.

Platz 5: 21 Bridges

Manhatten verbindet 21 Brücken mit dem Festland. Nach einem gescheiterten Drogendeal und mehreren toten Polizisten, wird die Insel abgeriegelt. Leider nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht und erzählt einen Thriller nach Schema F. Damit kommt er aber aus der Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

Platz 4: 3 Engel für Charlie

3 Engel für Charlie hat wirklich gute Grundideen, leider scheitert der Film daran, dass er wieder mit einer Origin-Story beginnt und die Charaktere einige Zeit brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen. Sobald der Film jedoch seinen Rhythmus gefunden hat, schafft er es ein geniales Finale hinzulegen.

Platz 3: Peanut Butter Falcon

Ein Junge mit Downsyndrom möchte unbedingt Wrestler werden und flieht deswegen aus dem Heim. Unterwegs trifft er auf einen Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist. Zusammen tretten sie eine ungewöhnliche Reise an. – Ein unscheinbarer Film mit viel Herz und ohne große Moralkeule.

Platz 2: 1917

Mitten im ersten Weltkrieg werden zwei Soldaten losgeschickt, um den Befehl eines abgesagten Angriffes zu überbringen. Dafür riskieren sie ihr eigenes Leben. Der Film brilliert vor allem durch die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer immer mitten im Geschehen vermuten lässt. Darüber hinaus ist er sehr realitätsnah und undramatisch gehalten.

Platz 1: The Gentleman

Drogenbaron Mickey Pearson will sein Imperium verkaufen. Das sorgt für allerlei Trubel. Heraussticht die besondere Erzählart, die dem Film einen ganz eigenen Rhythmus gibt. Sobald man sich an den gewöhnt hat, entfaltet der Film einen Sog, den er bis zum Ende durchhält.

IV. Kinofilme 

31 Filme habe ich 2020 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

Die Enttäuschungen

Platz 31: Nightlife

Milo und Renzo wollen ihre eigene Bar eröffnen. Doch während Renzo sich in Schwierigkeiten bringt, um an Geld zu kommen, versucht Milo ein Date unter außergewöhnlichen Umständen hinzubekommen. Leider eine Komödie, die eher durch plumpe Witze und Klischees versucht vorwärts zu kommen. Bis auf wenige Momente funktioniert das Konzept nicht.

Platz 30: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Robert Downey Jr. beerbt Eddie Murphy als Arzt, der mit den Tieren sprechen kann. Als Grundidee sehr schön, leider mutiert der Film schnell zu einem 08/15 Abenteuerfilm, der somit von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Aufgebaute Vorlagen und running gags werden nicht genutzt und so bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten.

Platz 29: Edison – Ein Leben voller Licht

Ein Film über den Stromkrieg in den 1880er Jahren zwischen Edison im Team Gleichstrom und Westinghouse im Team Wechselstrom. Leider erklärt der Film sehr wenig und lässt den Zuschauer eher im Dunkeln.

Platz 28: Cats

Während viele nach dem Trailer bereits ausgestiegen sind, konnte mich Cats dort durchaus noch begeistern. Das es keine wirklich existente Handlung gibt, wusste ich vorher und die Optik störte mich wenig beim Sehen, auch wenn man beim vorhanden Budget darüber nur den Kopf schütteln kann. Leider konnten mich die Arrangements von einigen Liedern nicht wirklich überzeugen und so gab es nur noch wenig Highlights im Film, auch wenn ich ihn eher im Bereich Mittelmaß als Superflop einordnen würde.

Platz 27: Into the Beat

Ein Tanzfilm aus Deutschland, der wohl an alte Hollywood-Erfolge aus dem Genre anknüpfen wollte, auch einige schöne Tanzchoreographien abliefern konnte, sich aber letztlich zu sehr in Klischees verloren hat. 

Das solide Mittelfeld

Platz 26: Lindenberg: Mach dein Ding

Udo Lindenberg ist inzwischen erfolgreicher deutschsprachiger Künstler, aber wie fing das eigentlich alles an? Biopic mit sehr sprunghafter Erzählweise. Wer aber gerne mehr über den Herrn erfahren möchte und kein Problem mit massenweise Zeitsprüngen hat, sollte hier einmal einen Blick wagen.

Platz 25: Hello Again

Täglich grüßt das Murmeltier als deutsche Komödie. Zazie versucht die Hochzeit ihres ehemals besten Freundes aufzuhalten, ruiniert sie stattdessen aber einfach nur. Und wacht einfach am gleichen Tag wieder auf. Doch was muss sie tun, um die Zeitschleife zu durchbrechen? – Deutsche Komödie, die die Gags leider zu lange ausspielt, weswegen sie weniger wirken, nette Handlung, konnte leider nicht wirklich überzeugen.

Platz 24: Jumanji 2

Erneut geht es für die vier Freunde in das Videospiel Jumanji. Nur das durch einen technischen Defekt auch Spencers Großvater und dessen Freund in das Spiel gezogen werden. Leider schafft es die Fortsetzung nicht, an das Neuentdecken und die guten Einfälle des ersten Teils anzuknüpfen. Stattdessen bringen sie einfach die gleichen Gags immer und immer wieder, was schnell ermüdend wirkt. Schade, denn ein paar Einfälle gab es durchaus noch.

Platz 23: Es ist zu deinem Besten

Deutschland und seine Komödien. Diesmal darf die Altherrenriege sich um ihre Töchter sorgen. Denn die haben nicht gerade den Männergeschmack, den sich die Väter erhoffen. Also beschließen die Väter nachzuhelfen. – Deutlich besserer Humor als nach dem Trailer zu vermuten war, aber dennoch verpasst der Film es mehr zu sein als nur die übliche deutsche Komödie oder gar Tiefgang zu haben.

Platz 22: X-Men: New Mutants

Der finale Film der Reihe weicht deutlich vom üblichen Schema ab. Wir treffen auf eine Gruppe junger Mutanten in einem Krankenhaus, aus dem sie nicht abhauen können. Dort sollen sie lernen ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Doch als sich die Albträume der Insassen inkarnieren, müssen sie alle über sich hinauswachsen. – Erfrischend anders, kein üblicher Superheldenfilm, aber leider trotzdem nicht fertig durchdacht. Man merkt viel verschenktes Potential, sobald der Film vom Coming of Age Flair abweicht.

Platz 21: Tesla

Die indirekte Fortsetzung zu Edison schafft es den ‚Vorgängerfilm‘ in einer groben Zusammenfassung aufzugreifen und die benötigten Erklärungen zu liefern. Mit wenig Budget versucht der Film einen verschlossenen Charakter greifbarer zu machen und setzt hier viele künstlerische Tricks ein. Letztlich driftet aber auch Tesla immer weiter vom Zuschauer weg.

Platz 20: Der Spion von Nebenan

Ein strafversetzter CIA-Agent soll eine Familie beschützen. Doch die geheime Operation wird schnell von der kleinen Sophie aufgedeckt, die mit ihrer taffen Art schnell alles auf den Kopf stellt. – Charmante Agentenkomödie, die leider nicht Neues wagt.

Platz 19: Sonic – the Hedgehog 

Die Videospielreihe bekommt ihre Verfilmung. Dabei wird eine einfache Origin Story erzählt, die für Fans der Spiele durchaus funktionieren kann, für alle andere aber wenig Neues bietet.

Platz 18: Ruf der Wildnis

Der Weg eines Hundes nach Alaska. Dort hat er mit immer neuen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn viele den CGI Hund kritisieren, findet man gerade durch die übertriebene Mimik des Hundes eine Verbindung und verliert sich schnell in den eisigen Kälten Alaskas.

Platz 17: Hexen hexen

Hexen hassen Kinder. Das muss der Protagonist des Films am eigenen Leib erfahren. Zusammen mit seiner Grandma versucht er dem Fluch einer Hexe zu entkommen. Dabei geraten sie mitten in die Jahrestagung eines Zirkels. – Hexen hexen vereint Kinderfilm, Drama, Komödie und leichte Horrorelemente und wirbelt sie geschickt zu einem Film zusammen, scheitert aber an der Definition der Zielgruppe. Trotz guter Witze und spannender Handlung fehlt dem Film der letzte Funken, um wirklich gut zu sein. 

Platz 16: Enkel für Anfänger

Drei Renter stehen an einem Punkt, an dem sie etwas im Leben ändern wollen. So legen sie sich – teilweise nicht ganz freiwillig – Patenenkel zu. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Eine gutes Drama, das sich hinter einer nicht funktionierenden Komödie verbirgt. Aber genau dann, wenn der Film ruhiger wird und hinter die Masken schaut, zeigt er seine große Stärke.

Platz 15: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Caroline Link inszeniert hier das autobriografisch angehauchte Buch von Judith Kerr. Sie erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, die nach der Wahl 1933 aus Deutschland fliehen muss, jedoch aus der Sicht der 10-jährigen Tochter Anna. Dabei kommt ein sehr ruhiger und unaufgeregter Film heraus, der dennoch in einigen Szenen ergreifend ist und hoffentlich zum Nachdenken anregt.

Platz 14: Birds of Prey

Harley Quinn hat sich vom Joker getrennt. Dadurch wird sie zu Freiwild. Sie stimmt zu einen Auftrag des Mafiabosses Sionis anzunehmen. Dabei trifft sie auf noch mehr Frauen, die nach Emanzipation suchen. Der Film hat zwei Schwerpunkte, die beide zu kurz kommen. Dies macht er aber mit einer großen Portion Spaß und Frauenpower wett und schafft es trotz Stolpersteine zu funktionieren. Garniert wird das mit dem besten Finale seit Endgame.

Platz 13: Der Fall Richard Jewell

Bei den olympischen Spielen von 1996 kommt es zu einem Bombenattentat. Der Sicherheitsmann Richard Jewell findet diese und kann schlimmeres verhindern. Nachdem er kurz als Held gefeiert wird, gerät er ins Kreuzfeuer von FBI und den Medien. – Stark inszeniertes Drama über die Macht von FBI und Medien, bleibt aber an seinem Protagonisten und erzählt, wie es ihm damit erging.

Platz 12: Vergiftete Wahrheit

Anwalt Robert Bilott stolpert in einen Skandal, der unsere Gesundheit betrifft. Der Streit soll 19 Jahre dauern. – Der Film umschifft die üblichen Stolpersteine eines investigativen Films und erzählt die Geschichte verständlich und spannend.

Platz 11: Suicide Tourist

Max hat einen Gehirntumor und möchte in Würde abtreten. Dies führt ihn ins Hotel Aurora, wo aktive Sterbehilfe angeboten wird. – Tiefgehendes Drama mit unpassendem Ende.

Platz 10: Parasite

Eine arme Familie erschleicht sich nach und nach Jobs bei einer reichen Familie.  Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher.

Platz 9: Jim Knopf und die Wilde 13

Die Fortsetzung und zweite Buchverfilmung der Reihe. Auch diesmal begleiten wir wieder Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer auf neuen Abenteuern. Denn Lummerland braucht einen Leuchtturm. Auch kommen sie der Wilden 13 auf die Spur. – Der Film hat aus dem Vorgänger gelernt, kleinere Stolpersteine werden umschifft und die Geschichte mit einer sehr schönen Optik umgesetzt.

Platz 8: Der geheime Garten

Mary Lennox entstammt einer britischen Familie, die in Indien lebt. Nach dem Tod der Eltern reist sie zu ihrem Onkel auf ein alten britisches Anwesen. Sie kann sich nur schwer an ihr neues Leben gewöhnen, bis sie den Schlüssel zu einem geheimen Garten findet. – Handlungstechnisch viel neu interpretiert zur Buchvorlage, dadurch aber eine schöne Geschichte mit traumhafter Kulisse geschaffen.

Die Highlights

Platz 7: Marie Curie

Die Filmographie über die bekannte Physikerin und Chemikerin Marie Curie erzählt ihre Erfolge, aber auch die Fehlschläge. – Brilliant gespielt, viel Stoff, ohne zu überfüllt zu wirken.

Platz 6: Tenet

Christopher Nolan hat es endlich geschafft seinen lang ersehnten Film in die Kinos zu bringen. In seiner üblichen Manier wurde es wieder ein ‚Mindfuck-Zeitexperiment‘. Handwerklich wird hier so ziemlich alles richtig gemacht, lediglich erzählerisch gibt es kleine Abstriche, da Nolan sich hier zu viel vorgenommen hat und seinen Film ab einem gewissen Punkt selbst nicht mehr erklären konnte.

Platz 5: Rettet den Zoo

Ein Assistent einer großen Anwaltskanzlei soll einen bankrotten Zoo ohne Tiere retten, damit er eine Festanstellung bekommt. Mit den verbliebenen Angestellten, schmiedet er den Plan in lebensechte Kostüme zu schlüpfen. Eine schöne Komödie aus Südkorea mit einer guten Portion Drama und einer guten Portion Komödie.

Platz 4: Jojo Rabbit

Jojo ist in der Hitlerjugend zur Zeit des zweiten Weltkriegs und hat Adolf Hitler als imaginären besten Freund. Doch als er feststellt, dass seine Mutter eine Jüdin versteckt, stellt das sein Weltbild auf den Kopf. Ein Film, der einen auf zwei Weisen zum Weinen bringt. Durch die Komik und Satire und durch die dramatische Geschichte.

Platz 3: Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers

 J.J. Abrahms bekam das Ruder zurück und durfte nun seinerseits alle Änderungen von Rian Johnson zunichte machen, nachdem dieser sich mit Episode 8 an die Grundfesten von Episode 7 zu schaffen gemacht hat. Letztendlich ist ein Film herausgekommen, den ich mochte, allerdings auch nur, weil er mit dem Vormaterial nicht mehr viele Möglichkeiten hatte, um noch zu einem runden Ende zu kommen.

Platz 2: Knives Out

Der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey wird tot aufgefunden. Die Familie findet sich zur Testamentseröffnung ein. Detektiv Benoit Blanc nutzt die Chance, um den vermeintlichen Selbstmord näher zu untersuchen. Ein Film nach feinster Agatha Christie Manie mit interessanten Charaktern, allen voran Daniel Craigs Blanc, und einer spannenden Handlung, der den Balanceakt zwischen alteingessesenem Genre und neuartiger Erzählweise geschickt meistert.

Platz 1: Little Women

Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren. Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren.

Was waren eure Highlights? Welchen Film sollte ich unbedingt nachholen, der nicht in dieser Liste auftaucht?

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 2. Türchen

Friends – Knabbereien – Staffel 3 Folge 10

Darum geht’s – in der Serie

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe.

Darum geht’s – in der Folge

Weihnachten steht vor der Tür und die Pfadfindern gehen von Tür zu Tür. Dabei stößt Ross ausversehen ein Mädchen die Treppe runter und verkauft an ihrer Stelle die Kekse. Rachel hadert mit ihrem Job und Joey hat eine Stelle bei einem Weihnachtsbaumstand bekommen. Dies bringt Phoebe an den Rand der Verzweiflung, denn sie ist gegen das Fällen von Bäumen zu Weihnachten.

Der Weihnachtszauber

Wir befassen uns heute mit dem Thema Weihnachtsbäume. Über künstlich oder echter Baum scheiden sich die Geister, aber letztlich bin ich da ganz bei Phoebe. Es werden unzählige Tannen gefällt, für ein paar Tage ausgestellt und dann weggeschmissen. Und wenn ein Baum nicht hübsch genug ist, wird er sogar noch viel früher weggeschmissen. Daher ist es schön, dass das Thema endlich mal angesprochen wird. Aber mit Ross Keksverkauf und Rachels kommt darüber hinaus nicht so richtig Weihnachtszauber auf.

Weihnachtsfaktor: 2** – Früher war mehr Lametta

Mein Serien-Adventskalender 2020: 24x Weihnachten in Serie(n): 1. Türchen

Upload – Das Update – Staffel 1 Folge 9

Darum geht’s – in der Serie

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. Aufgebaut wie ein Ferienresort an einem See, ist Lakeview alles andere als ein Paradies für Nathan. Doch seine menschliche Beraterin Nora setzt alles daran, dass er sich eingewöhnt. Doch warum sind einzelne Erinnerungen von Nathan zerstört? Und war Nathans Tod wirklich ein Unfall?

Darum geht’s – in der Folge

In Lakeview steht ein größeres Update bevor, der das Leben nach dem Tod noch komfortabler machen soll. Aus Kostengründen wird der Tag des Updates mit der Weihnachtsfeier für die Mitarbeiter zusammengelegt. Für Nathan ist das Update eine Möglichkeit an seine Erinnerungen zu gelangen.

Der Weihnachtszauber

Wie schon im letzten Jahr starten wir mit einer Folge, dessen Weihnachtszauber eher gering ist. Doch es behandelt ein Thema, das irgendwo zu Weihnachten dazugehört, auch wenn es in manchen Firmen wohl das absolute Grauen ist: Die Weihnachtsfeier. Da sie hier aus Kostengründen mit der Feier für das Update zusammengelegt wird, wird die Weihnachtsfeier noch ein wenig mehr entzaubert.

Weihnachtsfaktor: 1* – Der Grinch lässt grüßen