Inzwischen könnte man es wohl schon fast als ein Universum, ähnlich dem MCU, bezeichnen. Die Rede ist von Musiker*innen Biopics. Nach Queen (Bohemian Rhapsody), Elton John (Rocketman), Elvis (Elvis) und Aretha Franklin (Respect), bekam nun die nächste Stimme des Jahrhunderts ihren eigenen Film. Die Rede ist von Whitney Houston. Und da es sich wieder um die gleiche Optik und Erzählweise handelt, wie in den anderen genannten, ordnet sie sich eben doch in das Universum ein – gibt es hierfür eigentlich schon einen catchy name oder müssen wir noch brainstormen? Ob er dennoch hervorstechen kann oder in der Masse untergeht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Whitney Elisabeth Houston (Naomi Ackle) wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten?
Meine Meinung
Ich weiß nicht, wie oft ich den Handlungstext jetzt schon überarbeitet habe, um ihn weniger generisch klingen zu lassen, doch so richtig ist es mir nicht gelungen. Weil wir das gebotene einfach schon einmal zu oft gesehen haben. Das unschuldige Mädchen mit starkem religiösem Hintergrund (vergleiche dazu Respect), bekommt Plattenvertrag (immerhin diesmal nicht von ausbeutendem Plattenboss), produziert massenhaft Hits (siehe alle anderen Biopics dieser Art), dann kommt der Fall mit einer Menge Drogen (vergleiche dazu Bohemian Rhapsody und Rocketman). Probleme mit den Eltern, die eher ausbeuten als helfen (siehe Elvis), unglückliche Ehe (siehe Respect) und dann der Punkt, wo es nicht mehr weitergeht (siehe alle anderen Biopics). Das ganze erzählt wie ein Wikipediaartikel, von Song zu Song, die gleichzeitig zu kurz kommen und doch zu lange ausgespielt werden. Während bei Bohemian Rhapsody das komplett nachgestellte Live Aid Konzert am Ende noch ein absolutes Highlight war und Rocketman durch eine sehr kreative Art der Einbindung der Songs punkten konnte, war alles danach nur noch ein auf die Bühne stellen, singen, weiter im Text. Es fehlt die Verbindung, das Fühlen, das Mitfiebern. I wanna dance with somebody hat das gleiche Problem, wie auch die anderen genannten Filme: Man weiß, worauf es hinaus läuft. Ihr Drogenproblem und ihr verfrühter Tod sind keine Geheimnisse oder schockierende Entwicklungen, sondern bekannt. Genau deswegen hofft man, dass sich der Film dennoch auf eine andere Stelle hin entwickelt, etwas neues erzählt, vom sturen Wikipedia-Eintrag abhaken abweicht. Aber vergeblich. Das macht den Film keinesfalls schlecht. Wäre er der erste der Reihe hätte er wahrscheinlich nicht die gleiche Welle nach sich gezogen, wie Bohemian Rhapsody, aber es wäre auch nicht der fünfte einer gefühlt immer gleichen Reihe. Die Übersättigung ist einfach bereits da und die viel zu lange Lauflänge von 146 Minuten macht es auch nicht besser. Denn eine Konzentrierung auf ein großes Ereignis mit kleineren Rückblenden, hätten hier wohl völlig ausgereicht. Schauspielerisch ist an I wanna dance with somebody nichts auszusetzen. Naomi Ackle und auch alle anderen spielen ihre Rolle wunderbar und mit Stanley Tucci als Musikproduzent bekommt die Branche dann auch mal ein positives Beispiel geboten. Leider reicht es nicht, um den Film aus seiner Mittelmäßigkeit zu ziehen.
Das Fazit
I wanna dance with somebody ist leider nur ein weiterer Film aus der Reihe der Musiker*innen Biopics und bietet nichts außerhalb eines Wikipedia-Artikels. So versinkt er in der stoischen Mittelmäßigkeit. Das hatte die Stimme des Jahrhunderts so wohl nicht verdient. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.
I wanna dance with somebody läuft seit dem 22.12.2022 in den deutschen Kinos
Gefühlt habe ich gerade erste die letzten Rückblicke aus dem letzten Jahr durch, da geht es hier auch schon mit dem ersten aus dem aktuellen Jahr weiter. Der Januar ist frisch vorbei und ich habe es wieder ins Kino geschafft. Dafür waren es wieder weniger Filme im Heimkino, also anscheinend geht zur Zeit nur eins von beidem. Mehr Details im heutigen Beitrag.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Das Kleid: Ben ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen. – Er hat sich dem Thema leider von der komplett falschen Seite genähert und funktioniert daher nicht wirklich, auch wenn zwischendurch starke Szenen vorhanden sind.
I wanna dance with somebody: Whitney Elisabeth Houston wird bei einem Auftritt, wo sie für ihre Mutter einspringt, entdeckt und bekommt ihren Plattenvertrag. Nach dem ersten großen Erfolg kommen die Probleme, sowohl familiär als auch immer massiver werdender Drogenmissbrauch. Kann die Jahrhundertstimme das aushalten? – Leider absolut nichtssagendes Biopic. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht mehr als ein Wikipedia-Artikel.
Operation Fortune: Nathan Jasmine bekommt die Aufgabe ein MI6 Team zusammenzustellen, um eine gestohlene Geheimwaffe sicherzustellen. Unter der Führung von Orson Fortune begibt sich das Team nach Hollywood, um den Schauspieler Danny Francesco zu rekrutieren. Denn ihr Ziel ist der Waffenhändler Greg Simmonds und dieser ist ein großer Fan von Francesco. Doch als eine ungeplante zweite Partei auftaucht, wird der Auftrag komplizierter als zunächst angenommen. – Guter Heist-Movie. Erfindet das Rad nicht neu, punktet aber mit guten Einfällen.
Caveman: Bobby erzählt nach einem Streit mit seiner Freundin bei einem Stand-up Event, wie es dazu kommen konnte. Dabei durchleuchtet er die Probleme, die in der Kommunikation zwischen Männer und Frauen entstehen können. Er trifft auf seinen inneren Höhlenmenschen, der ihn auf die Evolution und den Unterschied zwischen Jäger und Sammlerinnen aufmerksam macht. – Absolut unzeitmäßig, funktioniert weder in Erzählweise noch in Aussage. Leider ein Film zum Fremdschämen.
Babylon: Im Hollywood der 1920er Jahre treffen der begehrte Schauspieler Jack Conrad, die Newcomerin Nelly LaRoy und der Arbeiter Manny Torres bei einer rauschenden Orgie das erste Mal zusammen. Den Wandel von Stumm- zu Tonfilm erleben sie alle mit, wobei sich ihre Schicksale unterscheiden. – Provokanter Film, der einen zeitgleich in seinen Sog zieht und doch alles gibt, um einen abzustoßen.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Bubble: Tokio ist von sogenannten Blasen durchzogen und damit größtenteils unbewohnbar, da diese die Schwerkraft beeinflussen. Im Kampf ums tägliche Überleben finden Wettläufe über die Blasen statt, woran eine Gruppe Jugendlicher Waisen regelmäßig teilnimmt. Dabei trifft einer der Gruppe auf ein geheimnisvolles Mädchen, das er kurzerhand mitnimmt, in der Annahme, dass es sich bei ihr auch um eine Waise handelt. – Interessanter Ansatz für eine die kleine Meerjungfrau-Adaption, konnte mich aber nicht mitreißen.
Agatha und die Wahrheit des Verbrechens: Kurz vor der Scheidung und in Ermangelung eines neuen Romans, steht Agatha Christie vor einer Krise. Da kommt ihr die Bitte einer Hilfesuchenden ganz recht. Christie gibt sich als Notarin aus, um ein Erbe zu verwalten, sucht dabei jedoch nach der Mörder*in. Dabei scheint jeder der Verdächtigen ein Geheimnis zu haben. – Etwas liebloses Whodunnit mit einer kriselnden Agatha Christie. Nett für zwischendurch, aber nicht mehr.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
The Banshees of Inisherin: Die Geschichte über das abrupte Ende einer langen Freundschaft brachte einige Oscarnominierungen ein. Mich reizt vor allem das irische Setting .
The Son: The Father war zurecht ein oscarnominierter Film, der mit seinem schweren Thema gut umzugehen wusste. Ich bin neugierig, ob the Son da mithalten kann.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Die Ringe der Macht – Staffel 1 (Sehr lange Exposition, kommt erst gegen Ende in Fahrt, punktet aber durch atemberaubende Bilder und eine wunderbare Optik)
Snack vs. Chef – Staffel 1 (In diesem Wettbewerb müssen die Teilnehmenden bekannte Snacks, wie Pringles oder Cheetos nachmachen, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Interessanter Ansatz, funktioniert über eine Staffel auch gut, aber ich bräuchte keine zweite)
Zoogeflüster – Staffel 1 (Sympathische Reportage über den Columbus Zoo. Sehr große Tiernähe und hat mich von Anfang an mit Gepardenbabys verzückt)
1899 – Staffel 1 (Die Dark-Macher zieht es diesmal auf eine Atlantik-Überquerung. Funktioniert zunächst gut, geht dann aber in eine etwas vorhersehbare Schiene. Leider nach der ersten Staffel abgesetzt, wodurch die finalen Aufklärungen wegbleiben)
Little Witch Academy – Staffel 1 (Leider sehr schwach, da die ewig gleichen Charaktere an einem Hexeninternat einfach nicht mehr funktionieren. Sehr nervige Protagonistin. Hat mich eher gelangweilt als unterhalten)
Decendants of the Sun – K-Drama (Schönes Drama aus Korea, auch wenn die Militärthematik etwas gewöhnungsbedürftig war. Hatte für mich etwas zu viele Katastrophen, aber die Liebesgeschichte war wirklich schön)
*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet
Mona 3 – Zwischen Himmel und Hölle: Noch immer sind die Nosdroff-Brüder auf freiem Fuß und versuchen Mona und ihren Pakt zu Erzdämon Balthasar in die Finger zu kriegen. Dieser versucht alles, um seine Familie zu beschützen, stößt dabei aber immer mehr an seine Grenzen. Und dann steht noch ein ganz anderes Großereignis bevor: Mona und Balthasar wollen heiraten. Also nochmal, so mit Zeremonie und so. Das Chaos ist vorprogrammiert. – Schöner und runder Abschluss, bleibt aber hinter den Vorgängern zurück (die aber auf einem unfassbar hohem Niveau waren, dass es nicht heißt, dass der dritte Teil schlecht war)
Komi can’t communicate 1: Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Ebenso liebevoll wie der Anime, zeigt wenig Neues, wenn man den Anime kennt, aber funktioniert auch als Manga wunderbar.
Wie das Feuer zwischen uns: Früher waren Logan und Alyssa unzertrennlich. Während sie unter einer strengen Mutter aufwuchs, wird er schon früh in den Drogensumpf gezogen. Mit einer abhängigen Mutter und einem gewalttätigen Vater, flüchtet er regelmäßig zu Alyssa. Doch nach einem dramatischen Vorfall verschwindet er komplett aus ihrem Leben ohne ein Lebenszeichen. Bis die das Schicksal wieder zusammenführt. – Hat mir leider gar nicht gefallen. Ist nicht richtig in Schwung gekommen, hat sich immer wieder im Kreis gedreht. Habe mich eher durchgequält und es eigentlich abgebrochen gehabt, aber letztlich doch noch zu Ende gelesen.
Horimiya 1: Kyoko ist in der Schule eines der beliebtesten Mädchen, doch hat sie Nachmittags immer etwas vor und vertröstet ihre Freund*innen. Izumi ist in der Schule eher unauffällig und bleibt für sich. Als sich die beiden zufällig nach der Schule treffen, erkennen sie auch die Gründe. Während Kyoko eher zweckmäßig gekleidet ist und sich um Haushalt und ihren kleinen Bruder kümmert, ist Izumi stark tätowiert und entspricht dem Bild eines Unruhestifters. Die beiden freunden sich an, bleiben in der Schule jedoch weiterhin auf Distanz. – Leichter Einstieg in die Geschichte, auch wenn noch nicht wirklich viel passiert, sind es doch die Charaktere, die es locker leicht zu lesen machen.
Die Tagebücher der Apothekerin 3: Nach dem Gartenfest schafft Maomao es sich ein paar freie Tage in der Heimat zu erkaufen. Dabei trifft sie den Mann, der ihr alles über Kräuter und Heilmittel beibrachte. Zurück im Palast, warten neue Probleme auf sie. – Auch der dritte Band hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht durch Maomaos herrliche Art.
More than a doll 1: Gojos Familie führt eine Manufaktur zur Herstellung von Puppen, wodurch er eine besondere Begeisterung zu Handarbeiten hat. Deswegen wird sich gern über ihn lustig gemacht. So glaubt er es auch, als Marin, eine der beliebtesten Mädchen, auf ihn zukommt. Doch diese möchte unbedingt ein Cosplay nähen, ist dafür aber zu ungeschickt. Dabei findet sie sein Hobby sehr faszinierend. Eine Freundschaft entwickelt sich. – Klassische Außenseiter/It-Girl Geschichte, aber sehr süß aufgebaut und mit Cosplay-Hintergrund. Ich werde weiterlesen.
Schattengold: Rede nicht mit Feenwesen, iss nichts von Feenwesen, mache keine Deal mit Feenwesen. Farah muss für ihr Überleben und das ihrer Familie alle Regeln brechen. Eingesperrt in einem Turm soll sie Stroh zu Gold spinnen. Dabei ahnt sie nicht, welche Mächte sie weckt. – Düstere Rumpelstilzchen-Adaption, die mir hintenraus etwas zu langgezogen war. Aber Handels wunderbare Art Geschichten zu erzählen, funktioniert auch hier wieder wunderbar.
Verfalle mir besser nicht: Adriana versteckt sich noch immer bei Remero, Darcio und Nevio. Während sie den drei Männern immer näher kommt, wird sie immer noch gesucht. Ist sie bei den Männern weiterhin sicher? Und wie soll es für sie weitergehen? – Wirkte wie eine Zusammenstellung aus alten D.C. Odesza Büchern. Hatte wenig Neues/Überraschendes zu bieten. Schade.
Die App: Hendrik und seine Verlobte Linda sind sehr glücklich über ihr Smart-Home System Adam. Doch dann verschwindet Name ohne jegliche Spur. Die Polizei geht davon aus, dass sie kalte Füße vor der Hochzeit bekommen hat, doch Hendrik ist sich sicher, dass sie entführt wurde. Bei seinen eigenhändigen Ermittlungen stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten mit Adam. – Grundsätzlich spannend, interessant und gut aufgebaut. Aber ich merke immer wieder, dass mir Cozy Crime viel mehr zusagt, weil mir die „normalen“ Krimis/Psychothriller immer zu abgedreht sind.
Chainsaw Man 1: Auf der Suche nach Essen stößt Denji auf den kleinen Teufel Pochita, mit dem er sich anfreundet. Doch als beide in Lebensgefahr geraten, opfert sich dieser. Denji kann sich fortan in Chainsaw Man verwandeln, was die Regierung auf ihn aufmerksam macht. Sie bietet ihm einen Job, den er mit Aussicht auf regelmäßiges Essen nur zu gern annimmt. – Es gibt allerlei positive Ressonanz auch für den Anime, mich hat der Manga leider überhaupt nicht bageholt. Das liegt weniger an der Geschichte, als vielmehr am Erzähl- und Zeichenstil. Schade.
Eine Chauffeurin zum Verlieben: Lizzy kann ihr Glück kaum fassen. Die Chauffeur-Firma, für die sie arbeitet, hat einen Vertrag mit ihrer liebsten Football-Mannschaft an Land gezogen. Um dies zu feiern, zieht sie mit ihrer besten Freundin um die Häuser. In einer angesagten Bar fällt sie betrunken dem charmanten Brandon in die Arme. Ein paar Tage später treffen sie sich wieder, er erkennt Lizzy jedoch in ihrer Chauffeursuniform nicht wieder. Dabei erfährt sie drei Dinge: Er ist der Erbe ihrer liebsten Football-Mannschaft, er ist sehr unfreundlich zu „einfachem Personal“ und er sucht die geheimnisvolle Elisabeth von der Party. Da beschließt sie ihm eine Lektion zu erteilen und stimmt über Umwege einem Date zu. – Locker leichte Romanze, die mir stellenweise zu oberflächig blieb, aber für die erzählte Stimmung absolut passend.
Wolkenschloss: Fanny Funke arbeitet als Jahrespraktikantin im Wolkenschloss, einem alten Hotel hoch in den Alpen. Wie jedes Jahr zu Silvester werden einige hochkarätige Gäste erwartet. Dabei haben die Angestellten alle Hände voll zu tun. Als dann auch noch ein wertvolles Kollier geliefert werden soll, geht es hoch her im Wolkenschloss. Und Fanny ist irgendwie mittendrin in den Geschehnissen. – Beschäftigt sich lange Zeit nur mit den einzelnen Gästen und das Personal, kommt erst gegen Ende richtig in Fahrt, funktioniert aber gerade durch die Charaktere dennoch. Vielleicht ein bisschen zu lang, aber das wird durch eine gute Portion Humor wett gemacht.
The gender of Mona Lisa 8: Hinase beschließt nach dem Mädchentag mit Ritsu nun auch einen Männertag mit Shiori zu machen. Dabei fällt es ihm wirklich schwer typisch männliche Dinge zu unternehmen. Doch Hinase scheint es zu helfen. Doch die schwerste Entscheidung sieres Lebens steht noch bevor. – Ein schöner Abschluss einer tollen Reihe. Ich bin sehr gespannt auf die beiden Spin-offs im Sommer.
Kaiju No8 1: Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, baut bisher die Geschichte aber eher auf. Es bleibt spannend, wie es weitergeht.
Stolen 2 – Verwoben in Verrat: Bastian kämpft noch immer mit den Weben, die er Abby genommen hat, um Cross aufzuhalten. Nicht nur, ist ihm das nicht gelungen, Abby ist auch sehr wütend auf ihn. Doch sie müssen sich zusammen reißen, um mehr über Abbys Vater herauszufinden und gleichzeitig Cross Pläne zu vereiteln. Doch ihre Gefühle stehen ihnen immer wieder im Weg. – Springt ziemlich in der Handlung hin und her und daher nochmal schwächer als Band 1, aber die Geschichte bleibt weiterhin spannend genug, dass ich wissen will, wie es weitergeht.
Um Vorurteile abzubauen hilft in der Regel nur eins: Sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wie könnte das besser klappen, als durch einen gut erzählten Film, der einen mitnimmt durch die Geschichte und zwischendurch die bestehenden Vorurteile aufgreift und widerlegt? Genauso einen Film wünschte ich mir zum Thema trans. Bekommen habe ich einen Film, der bereits mit der Nennung des Deadnames im Titel (bei mir ist der Filmtitel daher angepasst) beweist, dass er nichts verstanden hat. Dennoch war ich neugierig, was der Film darüber hinaus kann. Warum es sehr schwierig wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Ben (Florian David Fitz) ist seit 1,5 Jahren von seiner Frau getrennt, sieht die beiden gemeinsamen Kinder nur zu Besuchstagen und ist in seinem Job als Polizist unglücklich. Um das zu kompensieren trinkt er zu viel Alkohol. Als seine Ex-Frau mit Vorwehen ins Krankenhaus kommt, will er seine Kinder nicht bei deren neuen Lebensgefährten lassen und holt sie kurzerhand ab. Dabei stellt er fest, dass sich eins der Kinder als trans identifiziert und fortan unter dem Namen Lily lebt. Damit will sich der überforderte Vater jedoch nicht anfreunden und versucht alles, um sie von dieser „Modeerscheinung“ wieder abzubringen.
Meine Meinung
Das Kleid könnte man wohl als Drama mit komödiantischem Anteil einordnen, so wie es deutsche Filme gerne mal sind, wenn sie sich einem schwierigeren Thema annehmen. Grundsätzlich ist das auch ein schöner Ansatz, dem Drama ein bisschen von der Schwere zu nehmen und ab und an etwas aufzulockern, damit es eine breitere Masse anzieht und das Thema so vermittelt werden kann. Dennoch scheitert es bei Das Kleid bereits am grundsätzlichem. Statt die Geschichte aus der Sicht des betroffenen Kindes erzählt zu bekommen, geht es vordergründig um Fitz als Vater. Hier werden gleich mehrere Baustellen aufgemacht, wie das Alkoholproblem, dass er nicht mit der Trennung von Ex-Frau und damit auch von den Kindern zurechtkommt. Er fühlt sich permanent ausgeschlossen und als würde seine Meinung nicht zählen. Umso penetranter beharrt er auch auf seiner Sicht der Dinge. Das alles wäre schon genug für einen Film und so fällt es der Handlung sichtlich schwer beim Augenmerk auf das trans Mädchen zu bleiben. Grundsätzlich ist die Reaktion des Vaters wohl leider realistisch. Schilderungen von trans Menschen gehen leider sehr oft mit der Ablehnung im Elternhaus los. Dass Lily hier die uneingeschränkte Unterstützung der Mutter und dessen neuen Lebensgefährten hat, ist schon einmal Gold wert. Auch dass der Vater sich nur wenig mit dem Thema auseinander setzt und nur die wenigen psychologischen Schilderungen glaubt, die seine Meinung unterstützen, ist wohl leider auch nur realistisch. Dass hier jedoch nie das Gespräch mit dem eigenen Kind gesucht wird, sondern nur über sie hinwegentschieden wird, ist dann wohl die erste Schwäche des Films. Denn in einzelnen Szenen, wie bei einem Synagogenbesuch, wo der Fokus auf Lily liegt, zeigt sich, dass ihre Gedankenwelt wohl wesentlich spannender und aufschlussreicher wäre. Das nächste Problem ist, dass wir durch das Spiel von Florian David Fitz Mitleid und Verständnis für einen regelmäßig alkoholisierten Vater mit Aggressionsproblem und eindeutig geäußerter Queerfeindlichkeit haben sollen. Dass es für ihn ja schwer sei. Dass es für ihn kompliziert sei sich mit dem Thema auseinander zu setzen, obwohl er von allen Seiten Angebote und Unterstützung bekommt. So macht Das Kleid gefühlt einen Schritt vorwärts und zwei Schritte zurück. Immer, wenn man glaubte, dass der Groschen gefallen ist und endlich Verständnis für Lilys Situation da ist, dreht sich alles wieder und die permanente Nennung des Deadnames noch bis zum Ende, zeigt eigentlich das Protagonist gar nichts verstanden hat. Dennoch ist nicht alles schlecht am Film. Denn stellenweise schafft er es durchaus nicht nur die Vorurteile aufzugreifen, sondern auch zu entkräften. Gerade durch den Kontrast von Lily zu ihrer Schwester Erna wird durchaus mit Geschlechterklischees aufgeräumt und gezeigt, dass sich Kindern in alle Richtungen entwickeln können, unabhängig vom Geschlecht. Die Themen Mobbing und notwendige Schulwechsel werden angesprochen und die Schule kommt dabei auch durchaus zu Wort, wenn in der Konsequenz gegen Ende auch nicht immer positiv. Das Jugendamt wird thematisiert und kann durchaus richtige Impulse geben. Und auch der Besuch von Ben bei einer älteren trans Frau ist positiv, wenn vielleicht auch zu kurz, um alle angesprochenen Themen richtig zu entfalten (das hätte den Film aber dann auch gesprengt).
Das Fazit
Das Kleid hat durchaus gute Ansätze, die vielleicht mit einem größeren Fokus auf Lily auch funktionieren könnten, statt mit dem Vater immer mehr Probleme zu eröffnen. Gerade gegen Ende hätte die Entwicklung noch einmal eine andere Richtung einnehmen sollen und vielleicht hätte man soweit denken sollen nicht den Deadname im Titel zu verwenden. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.
Das Kleid läuft seit dem 22.12.2022 in den deutschen Kinos
Abschließend zum Rückblick-Marathon am Jahresanfang, gibt es nun noch den Quartalsrückblick. Danach verschone ich euch bis zum nächsten Monatsrückblick, versprochen! Hier also nochmal meine Top (4-) 5 aus Kino, Film, Serie und Buch aus den Monaten Oktober bis Dezember.
Meine vier Kino Highlights
The Woman King: 1823 verteidigt sich das Königreich Dahomey gegen das Oyo-Imperium und sieht sich gleichzeitig mit dem Sklavenhandel konfrontiert. Angeführt von der Generalin Nanisca haben es die Agojie, eine Gruppe speziell ausgebildeter Kriegerinnen, bisher geschafft ihre Unterzahl auszugleichen. Nawi wird von ihrem Vater verstoßen und durchläuft daher die Ausbildung zur Agojie. Doch die ist alles andere als einfach. – Spannendes Historiendrama mit starken Charakteren.
The Menu: Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior: Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.
Lyle, mein Freund, das Krokodil: Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.
Meine fünf filmischen Highlights
Glass Onion: Der Milliardär Miles Bron lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay, deren Assistentin Peg Politikerin Claire Debella, Wissenschaftler Lionel Toussaint und der problematische Twitcher Duke Cody (Dave Bautista) und dessen Freundin Whiskey. Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc, der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte. – Ein zweiter Teil und wieder ein Volltreffer. Hier stimmt einfach alles, auch wenn die Charaktere zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sind.
Der Soldat James Ryan: Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.
Shutter Island: US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.
Guillermo del Toros Pinocchio: Nach dem Tod seines Sohns Carlo ist Jepetto völlig verzweifelt. Im Alkoholrausch schnitzt er sich eine Puppe aus Holz, die seinen Sohn ersetzen soll. Und in der Nacht erscheint tatsächlich ein Geisterwesen und erweckt die Puppe zu leben. Doch diese will so gar nicht die zugedachte Rolle übernehmen und gerät von einem Schlamassel in den nächsten. Das Herz dabei jedoch immer am rechten Zweck versucht er schließlich keine Belastung mehr zu sein. – Die düstere Seite der Pinocchio Geschichte. Vom Erzähl- und Animationsstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch stark erzählt. Lediglich etwas zu lang geworden.
Encanto Live: Der Cast des Films Encanto hat sich noch einmal zusammengefunden, um bei diesem Live Event die Lieder des Films zu performen. Dabei wurde eine kleine Bühnenshow geschaffen. – Nettes Special mit den tollen Liedern aus Encanto.
Meine fünf serientastische Highlights
Wednesday – Staffel 1: Wednesday Adams wird von ihren Eltern auf die Nevermore Academy geschickt, nachdem sie ihrer anderen Highschool verwiesen wurde. Dort trifft sie auf ihre Mitschüler*innen, die allesamt übersinnliche Fähigkeiten haben. Als es jedoch zu einem Monsternagriff auf sie kommt, beginnt sie zu ermitteln. Immer an ihrer Seite: Eiskaltes Händchen. – Vielleicht nicht das Highlight, was der Hype versprochen hat, aber eine starke Geschichte mit kultigem Charakter.
Haikyuu – Staffel 1: Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten. – Ich hasse Volleyball. Aber diese Serie mit faszinierenden Charakteren rund um den Sport ist absolut mitreißend und spannend.
The Crown – Staffel 5: Die 1990er Jahre sind geprägt von Krisen um die Krone. Diana macht die Ungerechtigkeiten Publik und stellt sich damit öffentlich gegen die Krone und ihren noch Ehemann Charles. Doch auch an anderen Stellen kriselt es. – Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag.
Komi can’t communicate – Staffel 1: Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt – Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt.
Queer Eye – Brazil – Staffel 1: Die Fab Five sind diesmal Fred, Rica, Luca, Yohan und Guto, die durch Brasilien reisen und ganz im Sinne des Vorbilds Menschen unter die Arme helfen, die Probleme haben ihren Alltag zu bewältigen. Dabei darf auch hier die typische quirrlige Art, viel Verständnis und herzerwärmende Botschaften nicht fehlen. – Nach dem Original aus den USA und dem ersten Ableger in Deutschland, gibt es nun auch eine brasilianische Ausgabe. Wie immer voller Herzenswärme und Charme und funktioniert damit wunderbar
Meine fünf buchigen Highlights
Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall: Colin soll den Sommer bei seiner Mutter verbringen, die die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Dort lernt er den verschlossenen Theodore kennen. Kurze Zeit später stirbt Colin unerwartet und findet sich in einer Geisterwelt wieder. Ihm bleiben drei Tage, um das verborgene Zimmer von Thornhill Hall zu finden, um ins Leben zurückzufinden. – Herzerwärmend, spannend, einfach eine tolle Geschichte.
Die Clans von Tokito: Sechs Clans gehören zu Tokito, wer zu keinem gehört, ist Freiwild. Erin hat ihren Job und damit ihren Clan verloren. In der Gewalt von Organhändlern lässt sie sich auf einen Deal mit einem Dämon ein. Doch die Macht, die sie dadurch erlangt, hat einen Preis. – Spannende Fantasygeschichte mit einer guten Portion Witz und doch voller Tod und Verderben.
Lonely Heart & Fragile Heart: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, und Band 2 steht dem ersten in nichts nach.
Lore Olympus – Band 1-2: Bei einer Feier von Zeus und Hera trifft Hades auf die neue Göttin im Olymp: Persephone. Sofort spürt er eine Anziehung. Durch einen Komplott von Aphrodite landet Persephone in der Unterwelt. Doch beide versuchen die aufkommenden Gefühle zu unterdrücken. Immerhin ist der Altersunterschied nicht von der Hand zu weisen. – Ich bin schockverliebt. Eigentlich dachte ich nicht schon wieder eine Geschichte über griechische Götter, dann habe ich mich dem Hype ergeben und kann ihn nur absolut nachvollziehen. So gut geschrieben, so toll gezeichnet und die Geschichte einfach nur zum schmelzen.
Spielmannsbraut: Prinzessin Mirelle ist wenig begeistert von den Heiratsplänen ihres Vaters für sie. Also beschließt sie jeden potentiellen Anwärter mit ihrem spitzen Mundwerk abzuschrecken. Aus Wut verkündet ihr Vater, dass er sie einfach an den ersten Bettler verheiraten wird. Und kurz darauf taucht tatsächlich ein Spielmann auf, um sie in die Armut zu heiraten. Doch warum fühlt sie sich von seinem Lächeln so angezogen? – König Drosselbart in feministisch hat mir sehr gut gefallen. Mochte die Charaktere, dachte erst das Ende wäre verfrüht, war dann aber doch genau richtig.
Wie auch im letzten Jahr möchte ich euch zusätzlich zu den vier üblichen Jahresrückblicken – Kino, Filme, Serien, Bücher – noch einen zusätzlichen Rückblick mit etwas anderen Kategorien bieten. Vier Kategorien und das jeweils in einer Top 5 Liste. Ich wünsche viel Vergnügen.
Top 5 – Serienintros
Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2022 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:
His Dark Materials – Staffel 2
Mystic Pop-up Bar – K-Drama
Attack on Titan – Staffel 4.1 (cn: Krieg)
Picard – Staffel 2
Hotel del Luna – K-Drama
Top 5 – Kinotrailer
Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2022 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:
Bullettrain
Massive Talent
The Batman
Avatar 2 – The way of Water
Matrix 4 – Ressurections
Top 5 – Tierische Begleiter
In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:
Gregory – The Sandman
Lyle – Lyle, mein Freund, das Krokodil
Jiji – Kikis kleiner Lieferservice
Hörnchen – Hilda
Pan – His dark materials
Top 5 – Buchcover
Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2022 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:
Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall – Christian Handel
Cyberempathie – E. F. von Hainwald
Emerald Witches – Laura Labas
Das Herz des Todes – Magret Kindermann
Und wir tanzen über den Flüssen – Sophie Bichon
Welche Kategorie hättet ihr euch noch gewünscht? Was sagt ihr zu meiner Auswahl?
Erst einmal wünsche ich euch noch ein schönes neues Jahr. Zu Beginn des Jahres wollen wir noch ein wenig zurückblicken, ehe wir in die Jahresplanung gehen. So zum Beispiel in den Dezember. Der tatsächlich Kinofrei war, dafür gab es ansonsten einiges zu entdecken. Aber Anfang des Monats lief nichts, was mich interessiert hat, dann lief der Film nicht in meiner Nähe und dann war es schon zu nah an Weihnachten und Silvester, wo ich das Kino wegen der Menschenmassen eher meide (und auch einfach keine Zeit hatte). Aber das ändert sich hoffentlich mit der bevorstehenden Oscar-Saison ein wenig.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Keine aus oben genannten Gründen…
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Happiest Season: Abbi und Harper sind glücklich in ihrer Beziehung und Abbi überlegt sogar Harper zu Weihnachten einen Antrag zu machen. Was gibt es besseres als die Feiertage bei Harpers Familie zu verbringen und dort auch gleich den Segen des Vaters einzuholen? Das Problem ist: Harper ist vor ihrer Familie ungeoutet und gibt Abbi daher als ihre Mitbewohnerin aus. – Ein Wechselbad der Gefühle. Mochte einiges nicht, anderes dafür sehr und vor allem den Monolog von Daniel Levys Charakter am Ende.
Father Christmas is back: Die vier Schwestern Caroline, Joanna, Paulina, und Vicky mit dem passenden Nachnamen Christmas finden sie wie jedes Jahr zu Weihnachten zusammen. Nur leider sind sie so verschieden, dass der Zickenkrieg vorprogrammiert ist. Und dieses Jahr gibt es noch eine weitere böse Überraschung: Ihr Vater, der sie vor Jahren an Weihnachten verlassen hat, kehrt mit seiner deutlich jüngeren Freundin aus den USA zurück. Es stellt sich heraus, dass die jüngste Schwester ihn eingeladen hat. Das sorgt für allerlei Ärger im Hause Christmas. – Ein trashiger Weihnachtsfilm vom Feinsten. Niveau darf hier nicht erwartet werden.
Weihnachtsball im Wunderland: Heidi Nelson hat eigentlich alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen für die Weihnachtsfeier der Galerie, in der sie angestellt ist, doch ein Notruf ihrer Schwester lässt sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Sie muss auf die ihre Nichte und Neffen aufpassen, während deren Eltern geschäftlich verreisen. An ihrer alten Highschool wird sie schnell zur Planung des Weihnachtsballs verpflichtet. Ausgerechnet mit Chris Shepard, ihrer ersten großen Liebe. – Eigentlich eine sehr generische Geschichte, aber irgendwie hatte es doch Charme und konnte verzaubern.
Christmas Wedding Planner: Kelsey bekommt als Hochzeitsplannerin ihren ersten großen Auftag. Sie soll die Hochzeit ihrer Cousine Emily ausrichten. Dabei begegnet sie dem gutaussehenden Connor. Leider ist er als Privatdetektiv angeheuert worden, um Emilys Verlobten genauer unter die Lupe zu nehmen. Kelsey sieht ihre Arbeit vernichtet und hilft Connor, um ihm zu beweisen, dass es da nichts zu finden gibt. Doch dann kommen die Gefühle ungewollt ins Spiel. – Ein weiterer Treffer bei den trashigen Weihnachtsfilmen. Absolut unglaubwürdige Handlung und hölzerne Dialoge.
Scrooge – ein Weihnachtsmusical: Ebenezer Scrooge ist ein Geizhals, wie er im Buche steht, und gerade zu Weihnachten besonders schlecht gelaunt. Doch am Weihnachtsabend bekommt er Besuch von drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht. – Die bekannte Geschichte ohne Neues, aber mit tollen Liedern. Insgesamt einfach etwas zu lang.
Glass Onion – a Knives Out Story: Der Milliardär Miles Bron lädt seine engsten Freund*innen zu einem Krimidinnerwochenende auf seiner privaten Insel in Griechenland ein. Mit dabei die Firmenbesitzerin und It-Girl Birdie Jay, deren Assistentin Peg Politikerin Claire Debella, Wissenschaftler Lionel Toussaint und der problematische Twitcher Duke Cody (Dave Bautista) und dessen Freundin Whiskey. Die Party wird jedoch unangenehm als Brons Firmenmitbegründerin Andi Brand ebenfalls auftaucht, da diese ein paar Monate zuvor den Gerichtsprozess verlor und damit alle ihre Rechte an der Firma. Ebenfalls überraschend ist das Auftauchen von Benoit Blanc, der von irgendjemandem eine Einladung erhielt. Benoit bietet an Ermittlungen zu führen, da er glaubt, dass jemand Bron bei seinem eigenen Krimidinner ermorden möchte. – Ein zweiter Teil und wieder ein Volltreffer. Hier stimmt einfach alles, auch wenn die Charaktere zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sind.
Guillermo del Toros Pinocchio: Nach dem Tod seines Sohns Carlo ist Jepetto völlig verzweifelt. Im Alkoholrausch schnitzt er sich eine Puppe aus Holz, die seinen Sohn ersetzen soll. Und in der Nacht erscheint tatsächlich ein Geisterwesen und erweckt die Puppe zu leben. Doch diese will so gar nicht die zugedachte Rolle übernehmen und gerät von einem Schlamassel in den nächsten. Das Herz dabei jedoch immer am rechten Zweck versucht er schließlich keine Belastung mehr zu sein. – Die düstere Seite der Pinocchio Geschichte. Vom Erzähl- und Animationsstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber doch stark erzählt. Lediglich etwas zu lang geworden.
Encanto – Live at Hollywood Bowl: Der Cast des Films Encanto hat sich noch einmal zusammengefunden, um bei diesem Live Event die Lieder des Films zu performen. Dabei wurde eine kleine Bühnenshow geschaffen. – Nettes Special mit den tollen Liedern aus Encanto.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
She said: Die Geschichte hinter der Enthüllungsgeschichte rund um Harvey Weinstein. Ein Film, den ich unbedingt sehen wollte, nur leider lief er nicht in meiner Nähe und ich hatte keine Zeit für eine weitere Kinoreise.
Avatar 2 – The way of water: Auch wenn mir der erste lediglich optisch gefiel und mich ansonsten eher langweilte, bin ich gespannt, ob der zweite Teil etwas kann. Nach dem Trailer vermute ich eher wieder, dass die Optik herausstrahlt, aber es wird sich zeigen.
I wanna dance with somebody: Die Reihe der Musiker*innen Biopics wird fortgesetzt und Aretha Franklin bekommt Gesellschaft von Whitney Houston. Ob er sich in die Reihe, der immer ähnlicher werdenden Filme einreiht oder herausstechen kann, möchte ich gerne noch herausfinden.
Das Kleid: Ein Film über ein trans Kind aus Deutschland kann ja eigentlich nur schief gehen. Zumal der Deadname bereits im Titel ist (weswegen ich den Namen etwas angepasst habe). Ob er vielleicht doch überraschen kann oder leider die erwartete Vollkatastrophe bei diesem Thema wird, möchte ich noch herausfinden.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft (da er bald bei Netflix anläuft) hat es: Der denkwürdige Fall des Mr. Poe
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich Vicious – Staffel 1 (einfach meine Wohlfühlserie, liebe den schwarzen Humor, die Charaktere, kann dabei einfach immer wieder hemmungslos los lachen)
Hilda – Staffel 2 (Gewohnt schöne Geschichten, wenn auch einmal zu oft der Konflikt mit der Mutter ausgespielt wurde)
Wednesday – Staffel 1 (Vielleicht nicht das Highlight, was der Hype versprochen hat, aber eine starke Geschichte mit kultigem Charakter)
Romantic Killer – Staffel 1 (Gute Ausgangsidee und zwischendurch einige gute Ideen, aber ich habe sehr mit der Protagonistin mitgelittten)
Queer Eye – Brazil – Staffel 1 (Nach dem Original aus den USA und dem ersten Ableger in Deutschland, gibt es nun auch eine brasilianische Ausgabe. Wie immer voller Herzenswärme und Charme und funktioniert damit wunderbar)
Haikyuu – Staffel 1 (Ich hasse Volleyball. Aber diese Serie mit faszinierenden Charakteren rund um den Sport ist absolut mitreißend und spannend)
Traumhaus Makeover – Staffel 4 (Auch in der vierten Staffel begeistert mich die Serie noch, da die Hosts absolut sympathisch sind und sie tolle Gestaltungsideen haben)
Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 2 (Im Ganzen funktioniert die zweite Staffel sehr gut, im Einzelnen gab es ein paar zu viele Folgen, die lediglich auf das Finale angespielt haben. Aber die Liebesgeschichte war einfach nur so haaach)
*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet
Fragile Heart: Adam ist zurück. Gerade als Rosie glaubte ihr Herz wieder zusammengesetzt zu haben, taucht der Schlagzeuger wieder in ihrem Leben auf. Und bringt die alten Gefühle gleich mit. Gleichzeitig verarbeitet sie noch den Verrat ihrer ehemals besten Freundin. Wird es ein Happy-end geben? – Ich liebe die Reihe. Der zweite Band geht fließend aus dem ersten hervor und führt die Geschichte spannend, mitreißend und voller Gefühl weiter.
Schwarzer Mond über Soho: Inspektor Peter Grant ist mit seinem zweiten Fall zurück. Diesmal ist er mit einer Reihe von „Jazz-Morden“, bei denen ein ganz bestimmtes Jazz-Stück aus den Leichen erklingt. Für die Aufklärung muss er seinen Vater hinzuziehen, der ebenfalls einst eine Jazz-Karriere anstrebte. – Ein weiterer spannender und übernatürlicher Fall mit sympathischen und weniger klischeehaftem Ermittler.
The Secret Book Club 5 – Kein Weihnachten ohne Liebesroman: Colton Wheeler steht vor einem Wendepunkt in seiner Karriere als Country-Musiker. Gleichzeit hat er noch an der Abfuhr von Gretchen Winthrop zu knabbern. Ausgerechnet diese sucht ihn kurz vor Weihnachten auf, damit er ihrer Familie hilft. Colton hat nur eine Bedigung: Sie muss mit ihm auf ein Date gehen. Doch mit Grinch Gretchen treffen Welten auf den Weihnachtsliebenden Colton. – Auch im fünften Band funktioniert die Reihe noch wunderbar, auch wenn mich das Weihnachtsthema nicht so angesprochen hat.
Spy x Family – Band 9: Nach der Kreuzfahrt geht es für Anja wieder in die Schule. Becki besucht Loid zu Hause und Franky wird von Fiona um Hilfe gebeten. – Es ist immer noch eine sehr witzige Reihe und Becki bei Loid ist wohl eine meiner Highlightsszenen der Reihe.
Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Band 1: Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. – Bin absolut gehyped von der Reihe. Ein bisschen Sherlock, ein bisschen Poirot und doch eine ganz eigene Persönlichkeit.
Verliebe dich besser nicht: Adriana ist hochschwanger und auf der Flucht. Dabei wird sie von der WG Darcio, Nevio und Remero gefunden und in Sicherheit gebracht. Doch kann sie den Männern trauen? Und welches Geheimnis trägt sie mit sich herum? – Wirkt ein bisschen wie die Malady Reihe nur in schlechter. Als ob die Autorin ihre eigenen Schablonen schlechter umgesetzt hat.
From Tokyo with love: Hailey hofft auf ihren großen Durchbruch als Sängerin. Dafür stimmt sie einem großen Konzert zu Weihnachten in Tokio zu als Warm-up Akt für niemand geringerem als Finn Wolfcraft. Dieser ist ihr nach den letzten Presseberichten zwar eher unsympathisch, aber wann bekommt man schon so eine Chance? Doch in Tokio kommt alles ganz anders. – Schöne Rockstar-Liebesgeschichte in toller Kulisse. Ein Enemys to lovers, das ich wirklich mochte.
Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe: Weihnachten steht im Hause Trudel bevor. Dieses Jahr sind auch Pamela und Brenda Pein mit dabei, die inzwischen bei den Trudels wohnen. Zu Beginn der Weihnachtsferien holt niemand geringeres als der Weihnachtsmann zusammen mit dem Weihnachtosaurus die Vier ab und zeigt ihnen den Nordpol. Dabei macht William eine verhängnisvolle Begegnung mit der Winterhexe. – Gute Fortsetzung der Reihe mit den gewohnt tollen Charakteren und noch mal einer ganz neuen Geschichte.
Spielmannsbraut: Prinzessin Mirelle ist wenig begeistert von den Heiratsplänen ihres Vaters für sie. Also beschließt sie jeden potentiellen Anwärter mit ihrem spitzen Mundwerk abzuschrecken. Aus Wut verkündet ihr Vater, dass er sie einfach an den ersten Bettler verheiraten wird. Und kurz darauf taucht tatsächlich ein Spielmann auf, um sie in die Armut zu heiraten. Doch warum fühlt sie sich von seinem Lächeln so angezogen? – König Drosselbart in feministisch hat mir sehr gut gefallen. Mochte die Charaktere, dachte erst das Ende wäre verfrüht, war dann aber doch genau richtig.
Haikyuu – Band 1: Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten. – Nach dem Anime wollte ich mal in den Manga reinlesen. Hatte wenig neues zu bieten und funktioniert als Anime besser, aber dennoch eine schöne Geschichte.
The gender of Mona Lisa 7: Hinase ist erstmals bereit sich mit der Geschlechtsfrage genauer auseinander zu setzen. Dazu befragt sie ihre Freund*innen nach typisch „weiblichen“ und „männlichen“ Eigenschaften und merkt schnell, dass diese Kategorisierung gar nicht so einfach ist. – Ich liebe die Reihe und auch der siebte Band bringt die Geschichte deutlich vorwärts und lässt Hinase nochmal die Sache ganz neu durchdenken.
Lore Olympus – Band 1-2: Bei einer Feier von Zeus und Hera trifft Hades auf die neue Göttin im Olymp: Persephone. Sofort spürt er eine Anziehung. Durch einen Komplott von Aphrodite landet Persephone in der Unterwelt. Doch beide versuchen die aufkommenden Gefühle zu unterdrücken. Immerhin ist der Altersunterschied nicht von der Hand zu weisen. – Ich bin schockverliebt. Eigentlich dachte ich nicht schon wieder eine Geschichte über griechische Götter, dann habe ich mich dem Hype ergeben und kann ihn nur absolut nachvollziehen. So gut geschrieben, so toll gezeichnet und die Geschichte einfach nur zum schmelzen.
My home hero – Band 1: Eigentlich wollte Tetsuo nur seiner Tochter einen Besuch abstatten. Doch dabei findet er heraus, dass diese mit einem Yakuza liiert ist, der sie umbringen will. Er verhindert dies und kommt dem Yakuza zuvor. Nun steht er da mit einer Leiche, die er unauffällig verschwinden lassen muss. – So richtig bin ich noch nicht in die Geschichte reingekommen, aber sie ist spannend genug, um weiterlesen zu wollen.
Momo – Band 1: Ermittler Keigo Mikogami ist seit dem Tod seiner Frau hinter einem Vampir her. Bei der aktuellen Mordserie scheint sich das Muster zu wiederholen. Er verfolgt den Vampir und stößt dabei auf den Obervampir, den er gesucht hat. Doch er ist dessen Kräfte nicht gewachsen. Vampirin Momo schreitet ein und heilt ihn, indem sie ihn selbst zum Vampir macht. Doch mit den neuen Kräften klar zu kommen, stellt sich als schwierig heraus. – Es ist brutal, es ist blutig, es ist mitunter etwas fragwürdig, aber der erste Band konnte mich absolut fesseln. Es fiel mir schwer den Manga aus der Hand zu legen und ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt.
Eine Handvoll Worte: Journalistin Ellie findet im Archiv der Zeitung eine Handvoll Liebesbriefe in einer Akte über Asbest. Verwundert liest sie die Worte und ist fasziniert. Sie versucht mehr über den Absender herauszufinden und stößt dabei auf eine Geschichte voller Liebe, Verlust und Missverständnisse. Ob es trotzdem ein Happy-end gab? – Eigentlich war ich mit Jojo Moyes durch, nachdem mich nur ein Buch wirklich begeistern konnte. Aber das Hörbuch hatte ich noch bei mir gefunden und nun endlich mal eine Chance gegeben. Und die Geschichte konnte mich nachdem ich reingefunden habe, auch durchaus überzeugen.
Psychothriller sind eigentlich so gar nicht mein Genre. Aber der Trailer zu The Menu hatte etwas absolut faszinierendes an sich und der dezente Humor gefiel mir sehr gut. Und da ich eh für einen anderen Film eine weitere Reise auf mich genommen habe, sollte es sich auch lohnen. Warum mich The Menu echt überrascht hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig.
Meine Meinung
Rückblickend trifft es der Begriff Psychothriller wohl nicht so richtig, um The Menu zu beschreiben. Aber mit dieser Erwartung ging ich an den Film. Letztlich ist es wohl ein Thriller mit Horrorkomödieneinschlag. Das sollte man vielleicht vorher wissen, da Fans des Genres wohl ansonsten eher enttäuscht sein sein dürften. Mich hingegen hat der Film dadurch noch wesentlich mehr abgeholt. Doch beginnen wir am Anfang. Zunächst lernen wir die Teilnehmenden am Dinner im Restaurant Hawthorne kennen. Dabei stellt sich schnell heraus, das die meisten eher unsympathisch sind. Aber das macht es interessant, da man so noch überlegen kann, mit welcher Seite man hinterher mitfiebert. Auf der Insel angekommen, wird die Stimmung schnell düsterer und irgendwie wirkt alles unheilverkündend. Nach dieser kurzen Einleitung finden wir uns auch schon beim Dinner und dem ersten Gang wieder. Ab hier baut sich der Film langsam auf. Dabei schafft er es die Spannung stets hochzuhalten, was vor allem durch Schauspiel, Kulisse und Musik in wunderbarer Harmonie verstärkt wird. Dennoch wird dabei an die Angsthasen, wie mich, gedacht, denn trotz der beinahe greifbaren Spannung gibt es stets die kleinen Humormomente, wo man kurz rausgerissen wird. So verfliegen die 108 Minuten nur so. Ganz nebenbei steckt in allem auch ein bisschen Gesellschaftskritik. Allerdings nur so subtil, das sie irgendwo da ist, aber einem nicht ständig mit dem Vorschlaghammer präsentiert wird. Das ist wunderbar erfrischend und zeigt, dass Regisseur Mark Mylod hier ganz viel Fingerspitzengefühl bewiesen hat. Irgendwo ist es auch eine Kritik an der Kunst an sich, beziehungsweise der Erwartungshaltung an Kunstschaffende. Alles so gekonnt mit einander verwoben, dass es einfach stimmig ist. Casttechnisch wurde auch hier alles richtig gemacht. Dachte ich bei Last Night in Soho noch, dass ich Anya Taylor-Joy einfach einmal zu viel in einer ähnlichen Rolle gesehen hätte, bewies sie hier wieder, warum sie zur oberen Riege der Jungdarstellerinnen gehört. Nicholas Hoult passt sich dabei perfekt an ihrer Seite an und das Ralph Fiennes seine Rolle lebt, überrascht dann auch nicht mehr. So ist bei The Menu das Gesamtambiente einfach stimmig. Der Film macht Spaß und ist doch in jeder Sekunde spannend. Eine gelungene Kombination aus beidem, nimmt sich selbst nicht so ganz ernst und bringt doch seine Botschaft subtil rüber.
Das Fazit
The Menu vereint Thriller, Horror und Humor auf kunstvolle Art und schafft es einen vor Spannung an den Kinosessel zu fesseln und einen dennoch eine spaßige Zeit zu haben. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
The Menu läuft seit dem 17.11.2022 in den deutschen Kinos
Herzlich Willkommen zum ersten Jahresrückblick in diesem Jahr. Hier präsentiere ich euch das Ranking der Kinofilme, die ich von Dezember-November gesehen habe. Uns wurde ein riesiger Kinofilmstau prophezeit, doch dafür war die Auswahl erstaunlich mau in diesem Jahr. Durchgängig geöffnete Kinos und doch war ich selten so unmotiviert ins Kino zu gehen. Dennoch kam der ein oder andere Film zusammen und so präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegendem Jahr.
Zur Statistik:
47 gesehene Kinofilme in 2022 (2021 waren es 29).
Davon … 4 in der Cinemathek … 3 als Anime Special … 0 in der Sneak … 40 regulär
I. Cinemathek
Nachdem die Kategorie zwei Jahre pendemiebedingt ausfallen musste, gibt es das Format wieder. Die Auswahl war wieder durchwachsen, doch 4x zog es mich in dieses Format. – im Ranking:
Evelyn Wang ist komplett überfordert. Eine Steuerprüfung steht an, ihr Vater ist vor kurzem aus China zu ihnen in die USA gezogen, ihr Mann Waymond will sich scheiden lassen und ihre Tochter versucht ihre Freundin der Familie vorzustellen. Doch bei der Steuerprüfung übernimmt plötzlich ein Waymond aus einer anderen Realität den Körper ihres Mannes und erzählt ihr, dass sie in einer anderen Realität eine Technologie entwickelt hat, um die Realitäten zu verknüpfen. Doch dabei hat sie etwas geschaffen, was sie jetzt aufhalten müssen: Jobu Tupaki. – Lange Zeit ein etwas anderer Film über Multiversen, dann zieht er sich leider und driftet zu sehr ab. Hinten raus eher enttäuschend.
1952 singt Aretha Franklin noch auf den Samstagabendpartys ihres Vaters dem Baptistenprediger C. L. Franklin. 1960 erschien ihre erste Popschallplatte. Der Film verfolgt ihren Aufstieg und ihre Dämonen bis ins Jahr 1972.- Der Film verschenkt leider viel Potential und hat eine sehr große Distanz zum Publikum, obwohl die Geschichte eigentlich mitreißend ist.
Der einst prestigeträchtige Rosengarten von Eva Vernet steht vor dem Bankrott. Ihre fleißige Assistentin Vera stellt drei Neue ein, die vom Sozialamt geschickt wurden. Diese haben zwar keine Ahnung von Rosen und vom Gärtnern, sind dafür aber sehr bemüht. – Ruhiger französischer Film, der mal mehr und mal weniger gut funtkioniert.
Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.
II. Anime Special
Nachdem ich mich im Manga und Animeserienbereich immer mehr mit dem Genre anfreunden konnte, war auch mein Interesse an den Specials größer. Dennoch gab es noch viele, die mich nicht interessierten (da viele auch auf ungesehenen Serien basierten). 3x habe ich es dennoch dazu ins Kino geschafft – im Ranking:
Der Meeresbiologie-Student Tsuneo hangelt sich von Nebenjob zu Nebenjob, um seinen Traum von einem Auslandssemester wahr zu machen. Durch einen Zufall trifft er auf die im Rollstuhl sitzende Kumiko, die sich selbst Josie nennt, und ihre Großmutter. Letztere ist es, die versucht Kumiko auf ein Leben als selbstständige Erwachsene vorzubereiten und daher kurzerhand Tsuneo einstellt. Josie ist davon allerdings nicht begeistert. – Für Fans von ruhigen und eher subtilen Animes auf jeden Fall empfehlenswert. Wer ein bisschen Tempo braucht, wird hier nicht glücklich.
Suzu lebt zurückgezogen mit ihrem Vater, zu dem sie seit dem Tod der Mutter ein schwieriges Verhältnis hat. Durch ihre Trauer kann sie nicht mehr singen. Bis ihre Freundin Hiroka sie mit der digitalen Welt von U bekannt macht. Dort tritt sie als Belle auf und flieht in die Anonymität. Bis bei einem ihrer virtuellen Konzerte ein legendärer Kämpfer in Gestalt eines Biestes auftritt. Kurz darauf beginnt eine Hetzjagd auf ihn. – Interessante Idee, Umsetzung mit einigen Problemchen, aber sehr schöner Soundtrack.
Satomi lebt in einer Modellstadt, wo künstliche Intelligenz getestet wird. Roboter sind in ihrem Alltag fest integriert. Ihre Mutter steht kurz vor dem Abschluss eines wichtigen Projekts und hat daher wenig Zeit. Als mit Shion eine neue Mitschülerin auftaucht, die auf Satomis Glück aus ist, steht die Welt Kopf. Doch dann findet Satomi mit ihrem Freundeskreis heraus, dass Shion das neue Projekt der Mutter ist. – Thema künstliche Intelligenz mal ganz anders aufgezogen, sehr süßer und lebensfroher Film.
III. Neulich in der Sneak
Zwar wurde die Cinemathek wieder eingeführt, die Sneak leider noch nicht. So bleibt diese Kategorie leider weiter leer.
IV. Kinofilme
40 Filme habe ich 2022 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:
Jahre nachdem Astronaut Brian Harper durch ein mysteriöses Erlebnis im All aus der NASA ausstieg, löst etwas den Mond aus seiner Umlaufbahn. Während der Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman dies zuerst entdeckt und sich Harper anvertraut, bekommt auch die NASA rund um Harpers ehemaliger Kollegin Jocinda Fowler davon Wind. Nun versuchen sie in einer verzweifelten Mission den Grund herauszufinden, da der Mond so innerhalb von drei Wochen auf die Erde zu fallen droht. Diese scheitert und so sucht Fowler Hilfe bei Harper. Eine finale Mission beginnt. – Ein filmischer Reinfall. Hier funktioniert weder Drehbuch, noch Schauspiel, noch Effekte.
Dr. Michael Morbius leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo, der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten. – Leider ein kompletter Reinfall. Hier stimmt weder die Geschichte, noch das Schauspiel und erst Recht nicht die Optik.
Gary Valentine trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft. – Verwirrender Episodenfilm, dessen roter Faden und Kernaussage sich mir einfach nicht erschlossen hat.
Der Duke of Oxford beobachtet die Geschehnisse im ersten Weltkrieg, beschließt aber nicht einzugreifen und auch seinen Sohn nicht mitkämpfen zu lassen, da er selbst Pazifist ist und es seiner verstorbenen Frau versprochen hat. Doch im Hintergrund erstellt er ein Netz aus Dienstbot*innen und anderen unsichtbaren Mitarbeitenden, um so eingreifen zu können. – Voller Klischees, zu vieler Genres, weiß nicht, was erzählt werden soll, so dass die wenigen guten Szenen einfach untergehen.
Bei einer Razzia in Kolumbien landet ein gefährliches Computermodul in den Händen eines Soldaten, der diese versucht bei einem Geheimdienst sicher unterzubringen. Den Auftrag bekommen Mace und Nick von der CIA. Doch sie scheitern und Nick wird getötet. Daraufhin tut sich Mace außerhalb der Regeln mit weiteren Agentinnen anderer Geheimdienste zusammen. – Ich wollte Frauenpower, ich bekam Frauenpower, leider in einer Geschichte, die nach fünf Minuten zu Ende hätte sein können.
Ludger Fuchs lässt sich von seiner Familie überreden Einsicht in seine Stasiakte zu nehmen. Dabei erinnert er sich an die 1980er Jahre, wo er von der Stasi in die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs eingeschleust wurde und dort zu einem gefragten Dichter aufsteigt. – Ruhig erzählter Film, der einerseits sehr wenig von einer Komödie hat und gleichzeitig einige faszinierende Over-the-top Momente.
Sam ist Auftragskillerin beschäftigt bei „der Firma“. Doch bei einem Auftrag ging etwas schief. Zeitgleich trifft sie auf die achtjährige Emily, die als Geisel gehalten wird. Nun versucht sie zeitgleich Emily zu beschützen und den Rächern aus ihrem letzten Auftrag zu entkommen. – Schwankt zu sehr zwischen Tonalitäten hin und her und in keiner davon funktionierter richtig. Die versprochene Frauenpower kommt zu spät, um den Film noch spannend zu gestalten.
Seit vier Jahre leben die Dinosaurier nun in freier Wildbahn. Das Unternehmen Biosyn hat die Aufgabe bekommen sie in ein geschütztes Reservat zu bringen. Dr. Ellie Sattler untersucht derweil eine besonders schlimme Heuschrecken-Plage. Owen und Claire verstecken Maisie auf einer einsamen Farm. Diese rebelliert jedoch gegen das „Gefängnis“. Bei einem Streifzug wird sie jedoch entführt. Sowohl Owens und Claires, als auch Ellies Weg führen sie ins Dinoreservat von Biosyn. – Enttäuschendes Finale des Franchises, aber mit schöner Nostalgie durch ein Wiedersehen mit dem Ursprungscast.
Marvin Bosch ist ein gefeierter Schauspieler. Doch nach einem desaströsen Interview findet er sich im kurz vor dem Bankrott stehenden Theater von Frieda und ihren Freund*innen wieder. Da er untertauchen muss und Frieda Geld braucht, schließen sie sich zusammen. – Wenig Liebe, wenig Komödie, schlecht für eine Liebeskomödie, aber grundsätzlich gute Themen angesprochen, nur zu viel und zu oberflächlich.
Patrizia Reggiani lernt auf einer Party Maurizio Gucci kennen, mit dem sie eine Beziehung anstrebt. Entgegen dem Willen seines Vaters heiratet er sie. Durch Maurizios Onkel Aldo nähert sich Patrizia wieder der Familie an. Fortan folgt Intrige auf Intrige. – starken Start und starke Bilder scheitert aber an zu vielen Genres, die sich in einer oberflächlichen Handlung vermischen, die einen eher kalt lässt als mitreißt. Schauspielerisch eine bunte Mischung und ein eher nerviges, denn mitreißendes Ende.
Thor hat sich den Guardians of the Galaxy nach Endgame angeschlossen. Doch so richtig scheint es nicht seine Bestimmung zu sein. Er folgt einem Notruf von Lady Sif und erfährt, dass Gorr über das Nekro-Schwert verfügt und geschworen hat: Alle Götter müssen sterben. Als er versucht New Asgard zu retten, trifft er auf eine altet Bekannte. – Er hat seine (optischen) Momente, aber meist driftet er ins Oberflächliche ab. Thor hatte sich eigentlich wesentlich weiter entwickelt.
Gellert Grindelwald muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen. – Strukturierter als der Vorgänger, aber dennoch mit einigen Ecken und Kanten. Funktioniert nur größtenteils.
Richard Williams ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus und Serena wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen. – Biopic über die Williams Schwestern, aber leider mit sehr starkem Fokus auf ihrem Vater. Funktioniert dennoch relativ gut.
Lars Bogenius ist ein aufstrebener Journalist bei Die Chronik und bekannt für seine mitreißenden Reportagen, für die er bereits mehrere Preise gewonnen hat. Doch als er bei einer Reportage über die Flüchtlinge Mexikos in die USA zusammen mit seinem Kollegen Juan Romero schreiben soll, fallen diesem Unstimmigkeiten auf. Die Chefetage möchte davon jedoch nichts hören, weswegen sich Romero allein auf Nachforschungen begibt. – Spannende Geschichte, die leider sehr oberflächlich und unnahbar abgehandelt wird.
Doctor Strange bekommt Besuch von America Chavez, die durch das Multiversum reisen kann. Sie wird von einem seltsamen Wesen gejagt, was ihr in diese Realität folgen konnte, wurde aber gerade erst von einem anderen Strange enttäuscht. Dennoch muss sie ihm trauen, auch wenn sich seine Anlaufstelle als Falle entpuppt. – Marvel verpasst einmal mehr den Wow Effekt und bleibt bei ganz gut hängen.
Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.
Nachdem J. Jonah Jameson der Welt enthüllte, dass Peter Parker Spider-Man ist, bittet dieser Dr. Strange um Hilfe. Der Zauber geht jedoch schief und so gelangen Bösewichte aus alternativen Realitäten nach New York. Peter und seine Freunde haben nun alle Hände voll zu tun, diese einzusammeln. – Wohl der stärkste Spider-Man, auch wenn einige Handlungsstränge nur mit einigem Zurechtruckeln funktionieren.
Die Geschwister Elisabeth und Thomas werden von ihrer Mutter und ihrem Adoptivbruder Rene, der inzwischen mit der Mutter liiert ist, auf das Familienanwesen in Lanzarote eingeladen. Mit dabei sind ihre jeweiligen Parter*innen Stephan und Anna. Vor Ort erwartet sie eine überraschende Nachricht und jede Menge Drama. – Belangloses Sequel, dass durch einige Witze dennoch solide funktioniert.
Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.
Die Upper West Side ist eine einzige große Baustelle. Dennoch rivalisieren hier die Jets und die Sharks um die Vorherrschaft. Während einer Tanzveranstaltung trifft der zu den Jets gehörende Toni auf Maria, die Schwester des Sharksanführers Bernardo. Während sich die beiden ineinander verlieben, droht ein alles entscheidender Kampf zwischen den beiden Gruppen. – Viel Potential verschenkt, leider mit sehr schwachem Hauptdarsteller, kann der Film gerade durch Setdesign und Inszenierung punkten.
Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.
Die Show „Alice im Wunderland“ im Moon-Theater ist fast jeden Abend ausgebucht. Nun erhofft sich Buster Moon von der Casterin Suki ausgesucht zu werden, um in Redshore City im Crystal Tower Theater aufzutreten. Doch diese erteilt dem Ensemble eine Absage. Als sich die Truppe dennoch in das Casting schleicht, sind es die abgedrehten Ideen von Gunther, die Musikmogul Jimmy Crystal überzeugen. Doch dafür muss Buster Moon die Rocklegende Clay Calloway auftreiben, der seit dem Tod seiner Frau komplett zurückgezogen lebt. Für das und für die komplett neue Show „Nicht von dieser Welt“ haben sie nur drei Wochen Zeit. Und einen Jimmy Crystal enttäuscht man besser nicht. – Ganz nette Fortsetzung, die aber nicht richtig überzeugen kann.
Jackson Briggs ist nach einer Kopfverletzung aus dem Dienst der Army ausgeschieden, versucht aber die Erlaubnis für einen weiteren Einsatz zu bekommen. Sein Vorgesetzter will ihm die benötigte Empfehlung ausstellen, wenn er die Hündin Lulu zur Beerdigung ihres Herrchens bringt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Lulu ist nach ihrem Einsatz im Kriegsgebiet als gefährlich eingestuft und darf nicht fliegen. Ein etwas anderer Roadtrip beginnt. – Von der Grundhandlung sehr interessant, leider setzt die benötigte Entwicklung des Protagonisten ziemlich spät ein.
1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit. – Sehr witziger Episodenfilm, wobei manche Episoden mehr zünden als andere.
Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.
Die Bestsellerautorin Loretta Sage kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein. – Auch wenn viele gute Szenen im Trailer schon vorweg genommen wurden, funktioniert der Film für das, was er aussagen will, sehr gut und sorgt für einige erheiternde Momente.
Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.
Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.
Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.
Frisch verheiratet verbringen Linnet Ridgeway-Doyle und Simon Doyle ihre Flitterwochen in Ägypten. Mit dabei sind Familie, Freunde und Bekannte, die das reiche Paar eingeladen hat. Durch Zufall ist auch Hercule Poirot mit dabei. Da die eifersüchtige Ex-Freundin Simons Jacqueline de Bellefort sie auf Schritt und Tritt verfolgt, flüchten sie schließlich an Bord eines Nilschiffes. Doch nach einigen merkwürdigen Begebenheiten kommt es zu einem Mord. Ein neuer Fall für Hercule Poirot. – Gelungene Agatha Christie Verfilmung, die bis zum Ende spannend bleibt.
Colonel Tom Parker ist eigentlich ein Rummelplatz-Manager, doch als er den jungen Elvis Presley entdeckt, beginnt eine ganz andere Karriere. Zusammen erobern sie die Musikcharts. Doch im Laufe der Zusammenarbeit tauchen immer mehr Differenzen auf.- Tolles Biopic, etwas wenig Musik, aber interessanter Erzählstil.
Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.
Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.
1823 verteidigt sich das Königreich Dahomey gegen das Oyo-Imperium und sieht sich gleichzeitig mit dem Sklavenhandel konfrontiert. Angeführt von der Generalin Nanisca haben es die Agojie, eine Gruppe speziell ausgebildeter Kriegerinnen, bisher geschafft ihre Unterzahl auszugleichen. Nawi wird von ihrem Vater verstoßen und durchläuft daher die Ausbildung zur Agojie. Doch die ist alles andere als einfach. – Spannendes Historiendrama mit starken Charakteren.
Maverick ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster. – Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bereit hält, sorgen doch der Fanservice, aber vor allem die Atmosphäre für ein gelungenes Filmerlebnis.
Kya Clark lebt allein in der Marsh, einer Sumpflandschaft in North Carolina. Von der Familie zurückgelassen, muss sie irgendwie überleben. Dabei findet sie in wenigen helfenden Hände Freundschaften und vielleicht auch Liebe. Doch Ende der 1960er Jahre wird sie eines Mordes beschuldigt. – Ruhig erzählt, schöne Landschaftsaufnamen, tolle Geschichte.
Platz 4: The Menu
Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!
Nic Cage scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent. – Sehr schönes Liebesgedicht an den Film und gut funktionierende Komödie.
Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.
Ladybug bekommt den Auftrag in einem Shinkansen einen Aktenkoffer voll Geld zu stehlen. Doch in diesem Zug sind noch einige andere Personen aus verschiedenen Motiven, die alle unterschiedliche Ziele haben. Doch eins ist gewiss: Der weiße Tod wartet in Kyoto. – Rasante Action, tolle Dialoge, einfach völlig meinen Humor getroffen. Highlight.
Kaum etwas stört mich so sehr, wie wenn vor beinahe jedem Film in meinem ortansässigen Kino ein Trailer läuft, der mich total anspricht und auf den Film ich mich richtig freue und dann läuft dieser Film aber nicht in diesem Kino. So musste ich für Mrs. Harris mal wieder ein ganz schönes Stück weiter fahren. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht.
Meine Meinung
Es gibt diese Filme, die sich direkt in unser Herz spielen. Die gar nicht so groß viel Drama haben und doch einfach eine schöne Geschichte erzählen. So erging es mir mit Mrs. Harris bereits nach ihrem Trailer. Auch wenn ich ihren Wunsch nach einem Kleid von Dior nicht unbedingt teilen konnte, war es doch schön zu sehen, wie ihre Augen zu leuchten begannen, sobald sie das erste Kleid sah. Und so freute ich mich auf die Reise nach Paris, auch wenn ich der Stadt so relativ wenig abgewinnen kann. Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen unsere Protagonistin in ihrem Alltag kennen. Als Reinigungskraft im Nachkriegs-London hat sie es als Witwe nicht einfach. Doch ihr großes Herz und ihre Güte legen bereits hier den Grundstein für eine märchenhafte Geschichte. Denn genau darauf baut der Film auf. Es ist die altbekannte Geschichte, wenn man nur freundlich und gütig ist, wird die Welt einem etwas zurückgeben. Davon kann man halten, was man mag, in diesem Film funktioniert es als Aufhänger wunderbar. Auch in ihrem Umfeld gibt es tolle Charaktere, die dennoch so ihre eigenen Probleme haben. Hier fangen die ersten wunderlichen Begebenheiten an. Denn ab einem gewissen Punkt, hat sie einfach zu viel Glück. Zwar versucht der Film es durch kleinere Rückschläge glaubhaft zu halten, dennoch ist es etwas zu viel Glück, um realistisch zu sein. Darüber muss man hinweggucken können, um dem Zauber des Films zu erliegen. Auch in Paris hat sie mehr Glück als Verstand, was sich aber zu süßen kleinen Nebengeschichten spinnt, die sich wunderbar in die Haupthandlung einfügen. Gerade hinten raus, wird es dann noch einmal stark übertrieben mit ihrem Charakter, so dass Mrs. Harris kurz vor der Schwelle war, nervig zu werden. Doch Leslie Manville spielt die Rolle mit einer Hingabe, dass auch die Entwicklung zu verzeihen ist. Bis zu diesem Moment hat ein dieses moderne Märchen bereits so um den Finger gewickelt, dass auch das völlig vorhersehbare Ende nichts daran ändern kann. Schauspielerisch und Konstümtechnisch wird hier einiges geboten und dennoch bleibt alles subtil. Wer hier ein Märchen erwartet, wird genau das bekommen. Dafür ist es eben nötig über die Vorhersehbarkeit, die mangelnden Überraschungen und dem ein oder anderen „Deus ex machina“ (=Gott aus der Maschine) hinwegzusehen. So ist Mrs. Harris und ein Kleid von Dior ein Film zum Träumen und um sich in eine einfach schöne Geschichte fallen zu lassen.
Das Fazit
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior erzählt eine schöne Geschichte, die etwas märchenhaftes hat, wobei man mit einer vorhersehbaren Handlung zurecht kommen muss, was hier aber nicht unbedingt negativ zu sehen ist. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior läuft seit dem 10.11.2022 in den deutschen Kinos
Und schon sind wir wieder mittendrin in der Weihnachtszeit. Im finalen Endspurt habe ich meine 22 für 2022 Listen abgearbeitet, den alljährlichen Serien-Adventskalender gestartet und sehe den Jahresrückblicken und einem Weihnachts-Trashfilm-Marathon entgegen.Doch jetzt wollen wir noch ein letzten Mal auf meinen medialen November zurückblicken.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Wakanda Forever: Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.
Einfach mal was Schönes: Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.
Lyle, mein Freund, das Krokodil: Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.
Mrs. Harris und ein Kleid von Dior: Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.
The Menu: Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Im Westen nichts Neues: Paul Bäumer meldet sich 1917 freiwillig für den Kriegsdienst und lügt dabei bei seinem Alter. Zusammen mit seinen Freunden und unterstützt durch patriotische Reden seines Lehrers ziehen sie voller Stolz los. Doch an der Westfront angekommen, werden sie sofort mit der harten Realität des Stellungskrieges konfrontiert. – Sehr unnahbarer Kriegsfilm, was wohl gewollt war, für mich aber nicht so ganz funktioniert hat.
Der Soldat James Ryan: Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.
Shutter Island: US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.
Widows: Nach einem schiefgegangenen Überfall finden sich Veronica, Linda und Alice als Witwen wieder. Nur leider haben ihre toten Männer Schulden hinterlassen, die eingetrieben werden wollen. Obwohl grundverschieden, schließen sich die drei Frauen zusammen und versuchen ebenfalls einen Überfall durchzuziehen. – Funktioniert weder als Drama noch als Heist Movie, weil er zu gewollt versucht beides zu verbinden.
Willkommen im Wunderpark: June liebt es zusammen mit ihrer Mutter einen Modellpark zu bauen, der in ihrer Fantasie absolut lebendig ist. Doch als ihre Mutter erkrankt und für eine Behandlung fort muss, verliert June das Interesse. Auf dem Weg ins Mathecamp landet sie jedoch im verfallenen Park und muss diesen retten. – Grundsätzlich süße Idee, aber er bedient zu sehr die typischen Klischees und verteilt so keine Nähe und Wärme.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Amsterdam: Allein die Besetzungliste liest sich wunderbar und macht Lust auf diesen historischen Kriminalfilm mit Sozialsatire.
Ganz knapp nicht auf die Kinoliste geschafft, weil der Streamingstart kurz bevor steht (und sie auch nicht in einem der umliegenden Kinos laufen): Pinocchio und Glass Onion
Ebenfalls ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: The Magic Flute, Emily
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Drink Masters – Staffel 1 (Wettbewerb um den besten Cocktail. Ich habe richtig mitgefiebert und war fasziniert von den ganzen Zubereitungsarten)
Komi can’t communicate – Staffel 1 (Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt)
Vampire in the Garden – Miniserie (Vampiranime, konnte mich leider von den Charakteren und der Geschichte nicht überzeugen, obwohl die Ausgangssituation interessant klang)
Streetfood Asien – Staffel 1 (Sehr nüchterne Dokuserie über Streetfood in Asien. Konnte mich nicht packen, obwohl das Essen interessant aussah)
Tommorrow – K-Drama (Schwieriges Thema, gut aufgearbeitet, sympathische Charaktere)
Detective Grace – Staffel 1* (Sehr unnahbarer Protagonist, relativ interessante Fälle, konnte mich nicht ganz abholen)
Cinderella and the four knights – K-Drama (Zunächst sehr cringe, danach immer besser und am Ende einfach nur noch eine süße Geschichte)
Umbrella Academy – Staffel 3 (Baut leider in der dritten Staffel immer weiter ab, auch wenn gute neue Ansätze vorhanden waren. War mit 10 Folgen einfach zu lang)
Blockbuster – Staffel 1 (Lustige kurzweilige Sitcom, die Lust auf mehr macht)
The Crown – Staffel 5 (Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag)
*bei den Hörbüchern habe ich mit der Seitenzahl der Printausgaben gerechnet
Erneut gehört habe ich: Weltgeschichte to go (Minigeschichtsüberblick zum schmunzeln)
Sie erschuf ein Monster: Die Entstehungsgeschichte von Frankenstein als süßes Kinderbilderbuch verpackt. – Schöne Illustrationen, die Geschichte süß aufbereitet.
One Piece 5: Ruffy, Zorro und Nami sind noch im Kampf gegen Beauregard. Danach ziehen sie weiter und begegnen einem schwimmenden Restaurant, in dem sie für einiges an Chaos sorgen. – Die eher nervige Episode geht zu Ende und macht Platz für eine neue, die scheint interessant zu werden.
Achtsam morden: Björn Diemel ist ein stets gestresster Anwalt, der vor allem mit einem Klienten viel Ärger hat. Da dadurch auch seine Ehe kriselt, schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitsseminar. Kurz darauf nimmt er die Lektionen jedoch etwas zu wörtlich und tötet seinen Problemklienten. – Spannender Krimi mit einer humorvollen Herangehensweise.
Übertrieben tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln: Frl. Krise und Frau Freitag sind mit ihren Schüler*innen auf Klassenfahrt. Dabei kämpfen sie jedoch mit den Alleingängen zweier Schüler, für die sich jedoch eine nicht ganz legale Lösung findet. Leider taucht dann auch noch eine Leiche im See auf und schon sind die beiden Lehrerinnen wieder mitten drin und landen ungewollt in den Ermittlungen. – Der zweite Fall ist leider ziemlich langatmig und wird erst gegen Ende spannend. Schade.
Lonely heart: Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.
Stray love hearts 1-3: Hiyoki kommt neu an ein Internat. Kurz zuvor wurde ihr im Traum das Herz gestohlen und sie lebt nun mit einer Protese. Durch ihre Fähigkeit in die Träume ihrer Zimmernachbarn einzudringen, versucht sie den Dieb ausfindig zu machen. – Sehr cringe Geschichte, ein Kerl hübscher als der nächste und mittendrin die Protagonistin. Nicht mein Fall, aber gleichzeitig will ich endlich wissen, wer nun das Herz geklaut hat.
Shining Snow Night/Silent Snow Night: Desideria ist entsetzt als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Doch kurz darauf hat sie ein weitaus größeres Problem. Ihr Onkel, vor dem sie sich jahrelang verstecken konnte, hat sie ausfindig gemacht. Sie flieht in eine abgelegene Hütte. Mit dabei der gutaussehende Arzt Milton, mit dem sie eine schwierige Vergangenheit verbindet. Schon bald sind sie eingeschneit. – Schwächere Reihe von D. C. Odesza, es fehlte das bekannte Prickeln, auch das Finale war etwas zu schnell abgearbeitet.
Blue: Jane ist enttäuscht von ihrem Bruder und wohnt daher heimlich in Chase`s Dinner. Dabei kommt sie Mr. Poloshirt Alex näher, obwohl das das Letzte ist, was sie will. Denn er ist eingebildet, sarkastisch und einfach nicht ihr Typ. Doch nach und nach kommt sie hinter sein Geheimnis. Und er hinter ihrs. – Toller zweiter Band mit wieder schwerem Thema, aber liebevoll aufgearbeitet.
Der Talisman: Der 12-jährige Jack Sawyer bemerkt, dass er die Fähigkeit hat in eine Parallelwelt zu flippen. Er bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, um den geheimnisumwobenen Talisman zu finden, der seine totkranke Mutter heilen soll. Doch dabei muss er allerlei Abenteuer überstehen. – Schwächeres Stephen King Buch, hat sich sehr stark gezogen, auch wenn einzelne Passagen sehr spannend waren, so hat es sich immer wieder selbst verloren.